Ralph Fiennes (l) als Cardinal Lawrence and Stanley Tucci als Cardinal Bellini in einer Szene des Films "Konklave
Ralph Fiennes (l) als Cardinal Lawrence and Stanley Tucci als Cardinal Bellini in einer Szene des Films Konklave / dpa

Oscar-Nominierungen - Ausnahmen bestätigen nicht die Regel

Unter den nominierten Produktionen für die diesjährigen Oscars sind auch drei mit deutscher Beteiligung. Das macht Hoffnung, darf jedoch nicht über den gegenwärtig kritischen Zustand des heimischen Filmschaffens hinwegtäuschen.

Autoreninfo

Ursula Kähler ist promovierte Filmwissenschaftlerin und arbeitete unter anderem am Deutschen Filminstitut & Filmmuseum in Frankfurt am Main. Sie veröffentlichte „Der Filmproduzent Ludwig Waldleitner“ (2007) und „Franz Schnyder. Regisseur der Nation“ (2020).

 

So erreichen Sie Ursula Kähler:

Wegen der verheerenden Brände in Kalifornien musste die Oscar-Academy die Bekanntgabe ihrer diesjährigen Nominierungen zweimal verschieben. Die Mitglieder sollten dadurch mehr Zeit zum Abstimmen erhalten. Doch seit gestern steht nun offiziell fest, welche Künstler und Produktionen sich Hoffnungen auf die begehrteste Trophäe der Filmbranche machen dürfen. Großer Favorit ist „Emilia Pérez“. Das französische Musical um einen mexikanischen Drogenboss, der seinen eigenen Tod vortäuscht, um anschließend als Transfrau weiterzuleben, wurde in 13 Kategorien nominiert. Doch auch hierzulande darf gejubelt werden. Zwei Koproduktionen und ein rein deutscher Film werden bei der 97. Oscar-Verleihung am 2. März in Los Angeles ins Rennen gehen.

Grund für den Blätterwald, den Eindruck entstehen zu lassen, dem hiesigen Filmschaffen ginge es bestens. Doch der Patient „Deutscher Film“ ist krank. Und das nicht erst seit gestern. Seine wirtschaftlichen und ästhetischen Schwächen liegen vor allem an einer jahrzehntelangen Unterfinanzierung seitens der staatlichen Filmförderung. Darüber hinaus beschränkt eine die Kreativität lähmende Fördertopf-Bürokratie Mut und Willen der Künstler so stark, dass nur wenigen Ausnahmeproduktionen der Siegeszug in die ausländischen Kinos, Festivalprogramme und Wettbewerbe gelingt. Die drei von der Academy nominierten Produktionen sind solche Raritäten. Die lucky few.

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Karl | Sa., 25. Januar 2025 - 17:13

Über all in der deutschen Filmlandschaft, wo ein D dahintersteht.
D = DRECK !!!
Quere, Linke immer mehr Schwarze, Bunte und der selbe indoktrenierende Einheitsbrei. Kotz.
Ich würde gerne mal einen deutschen Film sehen, wo 7 Deutsche, drei NAFRIS zum Tee einladen.
Aber so richtig dicke !!!
Das gäbe nen Preis oder nur einen Blumentopf von der SED, auch Schrampel genannt.
Die sogenannten Kunstverfaulten, schaffen es noch nicht mal ein REALES BILD von Dulliland zu zeichnen.
ROT ist Tot, Rot ist Tot.
Kunst du mich, dann kunst ich dich.
Weiter machen mit Schwachsinn, interessiert keine Obdachlosen, Armutsrentner, Alleinerziehende Mütter und Väter, no Body.
So ein Müll braucht NIEMAND.

Karl | Sa., 25. Januar 2025 - 17:26

So einen richtig tollen Film über die "KNABENSUCHT"und die Liebe zu ihren Zöglingen, über viele Jahre bis heute, der evangelischen und katholischen Kirche, fänd ich richtig toll !!!
Der Preis, 100 Lümmeltüten mit Erbeergeschmack.
Das währe doch was oder ?

Jens Böhme | So., 26. Januar 2025 - 08:49

Die Oscar-Verleihung krankt derzeit an einem Virus, besonders deutlich beim exorbitant nominierten "Emilia Perez". Dieser Film lockt nicht in die Kinos und ist auch sonst nicht sehenswert, da der Inhalt des Filmmusical nicht den Geschmack von Kinogängern aller Genres übermäßig trifft. Die drei "deutschen" Nominierungen sind ebenso politisch motiviert. Oder soll uns Oscar-Verleihung sagen, Film ist neuerdings Klassenkampf?