Merz
CDU-Chef Friedrich Merz auf einer Barkasse im Hamburger Hafen /dpa

Friedrich Merz und die Union - Wahlkampf im Nebel

Nach der Vorstandsklausur der CDU in Hamburg ist noch nicht ganz klar, wie laut oder leise und mit welcher Tonlage die Merz-Partei die kommenden sechs Wochen bestreiten will. Die Favoritenrolle des Kanzlerkandidaten macht im Wahlkampf ganz eigene Probleme.

Autoreninfo

Volker Resing leitet das Ressort Berliner Republik bei Cicero. Er ist Spezialist für Kirchenfragen und für die Unionsparteien. Von ihm erschien im Herder-Verlag „Die Kanzlermaschine – Wie die CDU funktioniert“.

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Als Friedrich Merz auf einem Schlepper am Wochenende durch den Hamburger Hafen schipperte, versuchte er, per Hand mit einem Wischer die Scheibe sauber zu machen und eine klare Sicht zu erlangen. Doch zeitweilig war es so neblig, dass man trotz aller Mühe von guter Aussicht nicht sprechen konnte. Später saß dann der CDU-Bundesvorstand bei seiner Klausurtagung in der Hansestadt zusammen. Das Treffen sollte den Wahlkampfauftakt im Jahr 2025 markieren. Generalsekretär Carsten Linnemann hatte die „Agenda 2030“ mitgebracht, als inhaltliches Rüstzeug für die kommenden Wochen: „Neuer Wohlstand für Deutschland“. Doch trotz halbwegs guter Umfragewerte und einer zumindest recht wahrscheinlichen Aussicht auf das Kanzleramt wollte sich eine Feierlaune nicht so recht einstellen. 

Sechs Wochen vor der Bundestagswahl geht der Favorit durchaus demütig in die heiße Wahlkampfphase. Man solle sich nicht zu sicher sein, heißt es in der Führung der Partei. Doch in die kluge Besonnenheit mischt sich bisweilen auch so etwas wie Unsicherheit, Langeweile und auch Sorge vor den Unwägbarkeiten der kommenden Wochen. Einige haben sogar gewisse Zweifel an der eingeschlagenen Wahlkampfstrategie. Ist der Kanzlerkandidat zu weichgespült oder sogar zu „mittig“ (Stichwort Elon Musk), wie manche argwöhnen? Oder ist er doch zu angriffig (Stichwort Staatsbürgerschaftsrecht), wie andere sagen? In der CSU wurde über den Schlafwagen-Wahlkampf gelästert. Aber von den bayerischen Störenfrieden wollen sich die CDU-Vorstände schon gar nichts sagen lassen.

Markus Söder und die Grünen

Bei der CDU gilt eigentlich: In Wahlkampfzeiten wird nicht diskutiert, sondern gekämpft. Doch ganz ließ sich die Debatte über die Lage in Hamburg nicht wegdrücken. Haupttenor der Diskussion war: Das Gezänk über Koalitionsoptionen müsse aufhören. Da ließ sich dann leicht ein Hauptschuldiger benennen: Markus Söder. Doch in die Klage über den CSU-Chef und bayerischen Ministerpräsidenten mischt sich auch die Erkenntnis, dass es in der CDU auch kein wirksames Gegengift gibt gegen den im ganzen Land waltenden Grünen-Frust. Grünen-Bashing ist ein alter Hut, aber das Gegenteil eben auch falsch.  

Die Gefechtslage innerhalb der Union geht so: Söder lehnt ein Bündnis mit den Grünen ab, weil es gerade bei CSU-nahen Wählern eine maximale Aversion gegen die Grünen und besonders Spitzenkandidat Robert Habeck gibt. Friedrich Merz erklärt, er wolle keine Koalition ausschließen, das würde nur der SPD nützen und den Verhandlungsspielraum nach der Wahl einengen. Das ist rational richtig, heißt es dann. Doch seit wann werden Wahlen nur mit dem Kopf entschieden, wird ihm von einigen Parteifreunden entgegengehalten. Anti-Grün – das könne doch auch außerhalb von Bayern mobilisieren. Gar nicht drüber reden, das ist die Lösung. Nur funktioniert das? 

Bei dem Vorstandstreffen in Hamburg kam die Debatte auf, nachdem die Chefin des Meinungsforschungsinstituts Allensbach ihre Zahlen präsentiert hatte. Renate Köcher ist bei der CDU ein gern gesehener Gast, denn ihre Umfragen sehen die CDU im Durchschnitt etwas deutlicher über der 30-Prozent-Marke, als das andere Demoskopen tun. Unter anderem führte sie nun vor den CDU-Führungsleuten aus, dass für die CDU links der Mitte deutlich mehr Potential wäre als auf der anderen Seite in Richtung AfD.  Dies ist nun eine zunächst schlichte Erkenntnis, wenn man die Zahlen zusammenzieht, die die „Schnittmengen von Potentialen“ anzeigen. Doch auch hier hilft die reine formale Rechnerei allein nicht weiter. Manche erinnert das an die Merkel-Zeit und ihre „asymmetrische Demobilisierung“. Das Signal, die CDU möge nun wieder „Richtung links“ rücken, weil dort die Wahlen gewonnen würden, machte einige Teilnehmer dann doch etwas unruhig. 

Die CDU und die Potentiale

Weder das Wahlprogramm noch die Agenda 2030 haben tatsächlich etwas von einem Linksruck. Die CDU hat in der Migrations- und Sozialpolitik einen klar konservativeren Kurs eingeschlagen und sich von Gewissheiten der Merkel-Ära verabschiedet. Doch gerade in der Migrationspolitik könne die CDU in der öffentlichen Debatte nicht mehr viel erreichen, so die Demoskopen-Analyse. Da sei das Potential „ausmobilisiert“, so berichten Teilnehmer von der Klausurtagung. Das bedeute, die CDU müsse für Noch-SPD- und Noch-Grünen-Wähler weiter attraktiv sein und bleiben. Doch wie soll das gehen? Darüber wird parteiintern gerätselt.

Manchen ist die Tonalität zu soft. Die CDU könne die Bundestagswahl nur gewinnen, wenn sie die Rest-Ampel härter angreife und vor allem auf die desaströse Schlussbilanz der Scholz-Regierung verweise. Bislang legt die Union in ihrer Wahlkampfstrategie das Hauptaugenmerk auf das, was sie künftig machen werde. Alles richtig, heißt es dazu. Doch es lohne, auch stärker die Menschen bei ihrem Ärger über das Vergangene abzuholen. Friedrich Merz sei zwar der richtige Mann zur richtigen CDU, heißt es in CDU-Kreisen. Doch ein ganz großer Sympathieträger würde er nicht mehr. Deswegen müsse ein Anti-Scholz-Wahlkampf her.

Ultras und Merkelianer

Andere träumen von mehr Kulturkampf. Wenn Friedrich Merz den Tech-Milliardär Elon Musk kritisiert oder in seiner Merz-Mail auch nur zum Schutz der Meinungsfreiheit aufruft, wähnen manche im Unions-Umfeld schon links-grüne Anwandlungen. Der CDU-Spitzenkandidat weiß, dass allein die „Merz-Ultras“ ihn nicht ins Kanzleramt bringen werden, aber genauso wenig kann er sich von den sogenannten Merkelianern getragen wissen. Der NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst lädt zum Neujahrsempfang der Landespartei die ehemalige Kanzlerin als Festrednerin ein. Das löst nicht nur in der Berliner Parteizentrale Unverständnis aus. An den kalten Ständen des Winterwahlkampfs, so berichtet es neulich ein CDU-Mann von vor Ort, sei ein Hauptthema das, was die Grünen falsch gemacht hätten, gefolgt aber von der Frage nach den Fehlern Angela Merkels. Und manche klagen, die Plakate seien zu langweilig, wie damals bei der Kanzlerin.

In der Wahlkampfzentrale der Union steht ein bequemes altes Sofa; doch ausstrecken und entspannen mag sich so recht gerade keiner. Innerhalb der Partei hat Friedrich Merz für einen gewissen Frieden gesorgt, doch nun, wenn alle nervös werden, melden sich zaghaft durchaus die Kritiker von allen Seiten wieder. Draußen im Gefecht mit den Mitbewerbern können sich alle Parteien auch nur auf eines einigen: Der Gegner ist Friedrich Merz und die Union. Aus der einen Richtung greifen Grüne und SPD an, und auf der anderen Seite haben auch die AfD und Alice Weidel längst ihren Lieblingsgegner fixiert. Es ist das Los des Favoriten, von Kritikern und Gegnern umstellt zu sein, mögen sich Friedrich Merz und die Union da trösten. Doch für fünf weitere Wochen reicht das nicht.

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Gerd Runge | Di., 14. Januar 2025 - 16:58

unmittelbar vor und dann nach dem Ampel-Aus
(u. a. X-Punkte-Plan) mit dem vergleiche, was
aktuell davon übrig geblieben ist, dann ist mein
kurzzeitig aufgeflackertes Vertrauen zu ihm
radikal geschrumpft. Dann noch die subtilen
Störfeuer aus NRW und von meinem leidigen MP
aus SH. Die bieten auch keine Vertrauensbasis
für mich. Da zwei Parteien der Ampel-Koalition
für mich schlichtweg unwählbar sind, wird meine Entscheidung wohl erst in der Wahlkabine fallen.

Urban Will | Di., 14. Januar 2025 - 17:14

wurden noch nicht in dem Maße enttäuscht, die es braucht, dass auch Wahlschafe mal das Denken anfangen und ihr Wahlverhalten danach auch ihrem eigentlichen Willen und nicht ihrer Trägheit und Stupidität anpassen.
Diese Enttäuschung werden die Wahlschafe dann ab Ende Februar erleben, wenn sie für Fritzels „konservatives“ (größtenteils von der AfD abgeschriebenes) Programm gestimmt, seinen Worten geglaubt haben und eine linksgrünwoke dominierte Regierung bekommen werden.
Die Unsicherheit bei den Fritzelanern ist der Tatsache geschuldet, dass sie bereits genau wissen, dass sie ihre Wähler belügen und verraten werden. Dass sie genau wissen, dass ihnen die Brandmauer wichtiger ist als das Land und dass diese ihre ganze Einstellung von vorne bis hinten bullshit ist.
Die Fritzelaner arbeiten gegen ihre innere Überzeugung und das kann man nur für eine gewisse Zeit.
Mögen sie also ihre 30% einfahren, mit ihren linksgrünwoken Dominas ins Bett steigen und dann: verdient untergehen.
Feiglinge.

Karl-Heinz Weiß | Di., 14. Januar 2025 - 17:30

In Hamburg für klare Sicht (auf den Eltower samt Benko/Scholz-Vorgeschichte ?) sorgen, das ist keine leichte Aufgabe. Eine noch deutlich schwerere Aufgabe ist es, Parteileute wie Hendrik Wüst einzufangen. Angela Merkel mit ihrem Faible für Jürgen Trittin als Festrednerin einzuladen - da bewahrheitet sich die Steigerungsform: Feind, Todfeind, Parteifreund. Friedrich Merz wird sich ins Ziel retten, aber leicht wir das Regieren nicht.

Stefan Jarzombek | Di., 14. Januar 2025 - 23:30

Antwort auf von Karl-Heinz Weiß

Er wird wohl ans Ziel kommen, jedoch den gleichen Mumpitz fabrizieren wie vor ihm die Genossen Scholz und Habeck. 😉

Albert Schultheis | Di., 14. Januar 2025 - 17:35

wird keinem etwas bringen! Der Friederich ist eigentlich jetzt schon völlig ausgelutscht! Jeder weiß oder ahnt, dass sein "konservatives" Programm eine reine Luftnummer ist. Abgeschrieben von der AfD - und damit auch für den letzten linksgrünen Heuler vor der Brandmauer wider Willen "geadelt"! - Aber dennoch wohlwissend, dass man dieses Programm auch nicht in Nuancen wird umsetzen können - weil man auf den falschen maroden Gaul gesetzt hat: SPD zu unbedeutend! Grüne zu unbedeutend! FDP evtl abgesoffen, wie das BSW! Und Selbst mit SPD+Grüne könnte es knapp werden, aber sollte es dennoch ausreichen, was würde das bedeuten für eure Wähler, CDU? - Genau: den größten politischen Super-Gau! Es würde nämlich auch dem letzten Heuler vor der Brandmauer klar: ihr habt euch nur mal schnell das eng anschmiegende Sacco des ge-chassten Christian Lindner übergezogen, des windigen Mehrheitsbeschaffers und Trittbrettfahrers der RotGrünen Khmer! Mach dich ehrlich Fritz, oder tritt ab!

Gerald Gfröschl | Di., 14. Januar 2025 - 18:14

Der Fritzel, hat mit seinen Aussagen der letzten Tag was er vor allem nicht wieder Rückgängig zu machen gedenkt schon verloren, alle seine Aussagen könnten 1 zu 1 von den Grünen kommen! Mit wem will er eigentlich Konservative Politik machen!?, mit den Grünen?, den Roten?, den Linken?, egal mit wem von denen es kommt LinksGrün extreme Politik heraus, was anderes lassen die 3 genannten nicht zu! Also der Fritzel hat mit seiner Dummen Brandmauer zu den Blauen schon verloren und das wissen die 3 genannten Parteien, der Fritzel kann weg!

Volker Naumann | Mi., 15. Januar 2025 - 01:12

Antwort auf von Gerald Gfröschl

Die Frage, mit wem der Fritzel will, ist die tertiäre Herr Gfröschl.

Frage Nr. 1 ist, wie komme ich ins Kanzleramt, d. h. bloß keinen
gravierenden Fehler machen, andere kleine brave Knappen
vorschicken und selbst nichts mehr riskieren.

Frage Nr. 2 ist, mit wem nicht, das sind die hinter der Mauer, die
Ideen habe ich aufgenommen, aber reden will ich nicht mit denen.

Frage Nr. 3 ist, mit wem kann ich, einen Willen habe ich nicht,
alles egal, wer will, kann mit mir machen, wie es ihm beliebt,
1. ist das Ziel.

Ein passender Name wird sich schon noch finden, "Fortschritt" wohl
nicht schon wieder, eher so in Richtung "Stabilität" oder "Vernunft".

Aktuell würde diese "Dreierbande", von der wir eventuell beglückt
werden, so um die 60 % der Stimmen bekommen. Bei Wegfall der
kleinen Stimmenanteile, könnten dann einige Gesetzesvorhaben
"durchgedrückt" werden, die über das Ampelgemurkse noch hinaus
gehen. Grün und Rot haben bestimmt schon ihre Projekte und Fritzel
nicht dann alles ab.

MfG

Manfred Sonntag | Di., 14. Januar 2025 - 18:35

Beim Lesen dieses Textes dachte ich, dies sei ein Artikel über den Vorsitzenden der DDR Blockpartei CDU, Gerald Götting. Es ist richtig lustig zu sehen wie die Protagonisten der neuen Blockflöten als Kaltmamsell ein Gericht aus rohen roten und grünen Bohnen mit Schwarzbrot vermischt, sowie reichlich Käse dem Wähler als Gourmetspeise unterjubeln wollen. Das Gepanschte auf dem Teller sieht bei allen 5 gleich aus, schmeckt gleich und wird allen Wählern im günstigsten Fall nur jahrelang schwer im Magen liegen. Wer seit 20 Jahren die Rezepte der anderen 4 immer nur abschreibt und als eigene verkauft, der hat eine Form von kulinarischer Inzucht etabliert. Die politischen Spitzenköche aus den USA, Argentinien, Ungarn, Österreich oder Italien werden die 5 Blockflöten sicher nur noch als Kapelle am Katzentisch platzieren. Und Merz denkt dabei er wäre der Stardirigent, muss jedoch auf vielfachen Wunsch der Gäste zusammen mit „Robert“ „The last waltz of the 5 green block flutes“ tanzen.

Heidemarie Heim | Di., 14. Januar 2025 - 18:55

Nennt man das so, wenn der politische Gegner die miesesten Zustimmungswerte Werte seit bestehen seiner Partei hat, anstatt den beliebtesten über Parteigrenzen hinweg Politiker zum Kanzlerkandidaten zu ernennen den mit Abstand unbeliebtesten mitsamt seinem vorherigen Gruselkabinett/Parteivorstand dem Wähler anbietet, während man zeitgleich selbst um die 30% rumkraucht trotz unterirdischer Performance der oben genannten? Da können Sie analysieren bis Sie schwarz werden geehrter Herr Resing, aber das Bild ist und bleibt schief.
Selbst Bekannte, deren Durchblick oder Interesse an Parteipolitik, Programmatik etc. gegen Null tendiert stellen mir diese Gretchenfrage immer wieder, die ich bekanntermaßen auch nur achselzuckend in der Lage bin zu beantworten. In letzter Zeit immer öfter gefolgt von, "was und wen sie oder warum sie überhaupt noch wählen sollen", da sie wie ich die Erfahrung machten, dass hinterher immer das Gegenteil von dem heraus kam was man präferierte. That`s how it looks. FG

Tomas Poth | Di., 14. Januar 2025 - 18:57

Meine Prognose:
Nach mehreren Wochen ergebnisloser Koalitionsverhandlungen wird Merz entweder beiseite geschoben oder wechselt auf blaue Pferde für die Regierungskutsche.
Geht es anfangs doch in einer anderen Koalition mit roten oder grünen Mähren, wird diese kein Jahr überstehen!
Die internen Widersprüche und gegenseitigen Lähmungen sind zu groß.

Tomas Poth | Di., 14. Januar 2025 - 22:12

Antwort auf von Tomas Poth

RotGrün hat jetzt schon verloren, es ist nur eine Frage von Monaten bis sie es für sich realisieren.

H. Stellbrink | Di., 14. Januar 2025 - 19:42

Wie man darauf kommen kann, dass für die Union links der "Mitte" mehr zu holen sei, muss wohl ein Geheimnis der Demoskopen bleiben.
Zusammen hätten Union und AfD derzeit über 50% der Wählerstimmen. Es gibt also eine klare Mehrheit gegen eine linke Politik, die auch in Wahlen immer radikaler abgestraft wird.
Dass die Union die AfD von Beginn an als den Gottseibeiuns der deutschen Politik behandelt und ihre ehemaligen Wähler als "Deplorables" für überflüssig, irrelevant und moralisch minderwertig erklärt hat, hat diese in immer weiter eskalierte Gegnerschaft zum deutschen Parteiensystem gebracht. Dieses wird ja gerne von den "demokratischen Parteien" mit dem Begriff "Unsere Demokratie" geadelt, so als sei diese durch ihre Herrschaft definiert.
Es liegt auf der Hand, dass nur die Strategie einer schwarzen oder schwarzgelben Minderheitsregierung ohne Beteiligung, aber mit punktueller Zustimmung der AfD in der Gesetzgebung einen Ausweg aus der Gefangenschaft in linken Koalitionen bietet.

glauben Sie wirklich das es für die FDP reichen wird, überhaupt die 5% zu überspringen ?
Ich glaube es wird für die FDP mit Recht nicht reichen, weil es nicht gereicht hat in der vergangenen Koalition das „Schlimmste“ verhindert zu haben. Der größere Fehler der FDP war, den beiden linken Parteien überhaupt die Möglichkeit zum regieren gegeben zu haben. Lindner hätte nie dieses Bündnis eingehen dürfen Der unbedingte Willen zur Macht, auch mit denen zu regieren die nicht zusammen passen, zahlt sich nicht aus. Und das wird auch die CDU begreifen denn im Ergebnis einer Schwarz Linken Koalition steht ein weiteres unabdingbares Erstarken der AfD als wirklich einzige Alternative zur grün linken Politik.
Mit freundlichen Gruß aus der Erfurter Republik

Sabine Lehmann | Di., 14. Januar 2025 - 20:20

Sollte die CDU allen Ernstes die aktuelle Politik mit Rot oder Grün fortsetzen, können wie heute schon mal Bankrott anmelden. Für minderbegabte Schriftsteller: "Isch over, Robert. Indeed!"
Heute gelesen, dass der nächste tragende Wirtschaftszweig vor der Insolvenz bzw. vor der Abwanderung ins Ausland steht: Die Stahlindustrie. Zahlreiche andere Branchenriesen schließen ganze Standorte oder haben komplett Konkurs angemeldet. Das Tempo erhöht sich dramatisch, die Taktung verkürzt.
Und dieser Möchtegernminister hängt sich seit gestern so dermaßen aus seinem grünen Fenster der Inkompetenz, dass man sich als Normalsterblicher wirklich fragen muss, ob das hier in Deutschland wirklich so eine Matrix reloaded sein könnte, wo noch ganz andere, noch bescheuertere Gesellschaftsexperimente gestartet werden.
Da faselt die personifizierte politische Inkontinenz immer noch was von grünem Stahl durch Wasserstoff, obwohl die Voraussetzungen für diese Technologie nicht mal mit der Lupe zu finden sind!

Ingofrank | Di., 14. Januar 2025 - 23:22

Das hat Merkel in ihrer Regentschaft schon lange besorgt.
Merz ist unfähig die CDU wieder zur „(R)echten“ Mitte zu führen von der Rückgewinnung, oder gar der Halbierung der AfD Wählerschaft, ganz zu schweigen.
Zehn Jahre hatte die Union Zeit ihr Hauptproblem welches ja keins ist ? die verfehlte Asyl & Einwanderungspolitik aufzuarbeiten und nichts ist passiert ! Außer Negierung und Totschweigen der damit verbundenen Probleme.
Und wenn einige CDU Genossen, den Ratschlag der Demoskopen befolgen und die CDU noch weiter nach links zu orientieren, statt eine radikale Wende weg von links grüner Ideologie einzuleiten, wird die CDU den Weg der SPD begleiten.
Mag sein das Merz Kanzler wird, aber auf Grund des Festhaltens an der links grün begründeten BM hat er nach der Wahl nur eine einzige Option, mit mindestens einer linken Partei zu koalieren.
Und das, wird die letzten CDU Wähler bis auf einen kleinen Rest endgültig verprellen & die AfD weiter stärken.
MfG aus der Erfurter Republik

Albert Schultheis | Mi., 15. Januar 2025 - 07:08

Wie sich der arme Merzel durch die brutale Phalanx der Wegelagerer und Schlägertrupps des "rechtsextremen Vorfelds der AfD" - zum Glück mit Hilfe der zugeeilten SEK- und VS-Kräfte - überhaupt Bahn brechen konnte, um am Ende unverhofft glücklich am Veranstaltungsort der der Vorstandsklausur der CDU in Hamburg anzukommen, grenzt an ein Wunder! - Gelle, Herr Huber, das sehen Sie doch auch so! Man muss für den Fritzel beten! Möge Gott unseren Gottseibeiuns schützen! Vor US-Imperialisten und Nazi-Schergen. Frau Faeser, walten Sie Ihres Amtes! Die AfD muss verboten werden, verbrannt, ausgelöscht, zermalmt! Vorher kann es keinen Niedergang in Frieden und Eintracht geben im Land! - Ironie an!

Heinrich Dompfaff | Mi., 15. Januar 2025 - 08:31

Da Die Merzel-cduh zwar schamhaft re blinkt, aber nach links abbiegen will, bekommt jeder cdu-Wähler die Linken mitgeliefert. Die einzige Chance auf einen Politikwechsel, ist der Fall der Brandmauer, der wird nur durch ein immer stärkeres Ergebnis der AfD erzwungen, gerne dann auch ohne Merzel und Wühstert. Österreich lädt in dieser Zeit nicht nur zum Skifahren ein

G. Lenz | Mi., 15. Januar 2025 - 09:25

und kommt nicht wieder raus. Denn auf der einen Seite hält ein Söder die Türe zu und wartet genüsslich darauf, dass Merz nach der Wahl auf die Grünen angewiesen ist. Und wenn Merz das vergeigt, wird der Bayer ihm das dicke auf die Backe schmieren: Hättet Ihr doch besser gleich mich, den Söder genommen!
Auf der anderen Seite verzichten jene, die Merz nur noch als Unsympathen wahrnehmen. Denn sein - infantiler - Versuch, durch Feldherrensprüche AfD-Wähler zurückzugewinnen, hat ihm nicht geholfen. Die vielbemühte Mitte, besonders Richtung links, mag ihn nicht.
Es ist fast schon beschämend, dass die größte Oppositionspartei trotz des Ampel-Fiaskos in Umfragen nicht bei 40 Prozent steht. Und dass ausgerechnet Habeck, Söders Lieblingssündenbock, an ihm vorbeizuziehen droht.
Merz hatte die Chance, die CDU als moderne Volkspartei der Mitte zu präsentieren. Stattdessen wählte er die Option: "AfD mit Substanz".
Er und Linnemann haben's vergeigt. Söder und die AfD wird's freuen.

S. Kaiser | Mi., 15. Januar 2025 - 13:53

„Das bedeute, die CDU müsse für Noch-SPD und Noch-Grünen-Wähler weiter attraktiv sein und bleiben“.
Also, so ungern man das auf der konservativen Seite hört, aber da könnte möglicherweise was dran sein. Der CDU wird von ihren Anhängern vorgeworfen rechts zu blinken, um dann links abzubiegen. Von ihren Gegnern wird ihr vorgeworfen, sich der AfD anzubiedern.
Vielleicht ist die bessere Option, soft links zu blinken, Grünen- und SPD-Wähler einzusammeln und dann im sanften Bogen rechts abzubiegen. Die CDU hat zZt auf der konservativen Seite ein Glaubwürdigkeitsproblem. 16 Jahre Merkel haben Wunden geschlagen, heißt die Alt-CDU-ler wird sie momentan nicht zurückgewinnen. Da hat Merz zu Beginn einen zu argen Schlingerkurs gefahren und den Vertrauensvorschuss verspielt. Wer jetzt bei der AfD ist, kommt nicht zurück. Aber möglicherweise kann Merz die Bürgerlichen der SPD/Grünen gewinnen, denen die Ampel es zu bunt getrieben hat, die mittig stehen und keine blaue Rhetorik wollen. Eventuell ...

Ernst-Günther Konrad | Mi., 15. Januar 2025 - 14:18

Die UNION wirft so viel Nebelkerzen, dass die selbst nicht mehr durchblicken. Ich gehe verschärft davon aus, dass sich die UNION noch das ein oder andere Bein selbst stellen wird und das der ein oder andere eingefleischte UNIONS-Wähler doch merkt, was für Rosstäuscher er da vor sich hat. Wer UNION wählt, wählt grün-rot, wählt Stillstand und Chaos weiterhin. Wahre und ehrliche konservative Politik gibt es nur bei einer Partei. Und zwar der Partei, die bei Edeka mit blauen Bällen wirbt.:)

Robert H. Stein | Mi., 15. Januar 2025 - 14:41

So ergeht es einem, der nicht weiß, wohin er das Ei legen soll. Da muss er aufpassen, dass er nicht am Ende zwischen allen Stühlen sitzt, der Herr Merz. Andererseits wüsste ich auch keinen anderen Kandidaten für die CDU.Ein Wüst oder gar Günter würde wohl noch mehr Wähler der AfD zutreiben. Die Merkelei ist jedenfalls noch nicht überwunden. Herr Merz, ein Jens Spahn oder ein Söder sind da weiter als Sie, auch wenn letzterer nich sonderlich zuverlässig daher kam.

Hans Schäfer | Mi., 15. Januar 2025 - 15:06

er wolle keine Koalition ausschließen……. Bislang legt die Union in ihrer Wahlkampfstrategie das Hauptaugenmerk auf das, was sie künftig machen werde…….

Die Aussage, dass M. keine Koalition ausschließen will, ist eine Lüge. Der Spezialist für Kirchenfragen wiederholt sie. So sind sie die Kirchgänger, lügen wie gedruckt
Gleiches gilt für den danach aus dem Artikel des Union-Spezialisten kopierten Auszug,
Man weiß, dass man es ohne die AfD nicht durchsetzen kann, was in ihrem WP steht..
So sind sie die Unionspezialisten. Fakten unter dem Teppich halten.
Eine offensichtliche Wählertäuschung. Da der Unionspezialist dies nicht anprangert, beteiligt er sich wissentlich an dieser W-Täuschung.