Alexander Schweitzer und Jens Spahn bei Caren Miosga, 23.02.2025 / picture alliance / HMB Media | Uwe Koch

Talkshow von Caren Miosga - Das „Ampel-Ergebnis“ und die „Lösung der Probleme“

Bei Caren Miosga am Wahlabend wurde deutlich, welch Kelch an Deutschland vorbeigeht, wenn die Union nicht mit den Grünen regiert. Jens Spahns Auftritt ist ein einziger Appell zur Lösung des Migrationsproblems, das es für Franziska Brantner gar nicht gibt.

Ferdinand Knauß

Autoreninfo

Ferdinand Knauß ist Cicero-Redakteur. Sein Buch „Merkel am Ende. Warum die Methode Angela Merkels nicht mehr in unsere Zeit passt“ ist 2018 im FinanzBuch Verlag erschienen.

 

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Die entscheidende Nachricht dieses Wahlabends war noch nicht bekannt, als nach all den unzähligen Politiker-Statements und der „Berliner Runde“ auch noch Caren Miosga zum Talk geladen hatte. Ihr Gast Franziska Brantner von den Grünen, aber auch sie selbst, die ihre Zuneigung zu den Grünen im Allgemeinen und Robert Habeck im Besonderen erneut allzu deutlich machte, konnte also noch davon ausgehen oder zumindest hoffen, dass FDP oder BSW den Sprung in den Bundestag schaffen und damit die Union nötigen würden, neben der SPD auch die Grünen als Koalitionspartner zu brauchen. 

Die einzige Neutrale und Nicht-Politikerin in der Runde, die Journalistin (und Christian-Lindner-Ex-Ehefrau) Dagmar Rosenfeld von The Pioneer, machte in ihrem Eingangswort gleich zu Anfang die entscheidende Feststellung: Der künftige CDU-Kanzler Friedrich Merz habe viel versprochen, vor allem, dass er nicht nach links und rechts, sondern nur noch nach dem Richtigen schauen wolle, aber tatsächlich müsse er „sehr weit nach links schauen“. 

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H. Stellbrink | Mo., 24. Februar 2025 - 11:43

Auch hier wurde wieder klar, wie sehr es nur um die Herrschaft "unserer Demokratie" geht, also den Status Quo. Es ist doch wirklich den Wählern schnuppe, ob die AfD immer stärker wird. Es geht doch nur darum, die Parteien "unserer Demokratie" zu zwingen, das Migrationsproblem ernsthaft und ohne Beschwichtigungen anzugehen. Die AfD selbst ist dem Meisten vollkommen egal. Es kann doch nicht das Staatsziel Nummer 1 sein, den Aufstieg der AfD und die Wiedererrichtung des Nationalsozialismus mit einer Führerin aufzuhalten, die in einer offenen gleichgeschlechtlichen Beziehung mit einer Frau mit Migrationshintergrund lebt, also "Heil Weidel" als morgendlichen Gruß in der Schule zu verhindern. Ist die Problemlösung denn nur noch ein Mittel, um dieses Staatsziel zu erreichen. Ist es nicht vollkommen unabhängig von der Existenz und Stärke der AfD einfach eine gute Idee, diese enormen Probleme zu lösen?
Als Bürger glaubt man sich einer Soap Opera.

Achim Koester | Mo., 24. Februar 2025 - 12:02

dass die Grünen jetzt und in Zukunft nicht wählbar sein werden, da sie das Land mit Karacho in den wirtschaftlichen und sozialen Abgrund führen würden. Eine Partei, die mit Hochdruck gegen die Interessen der Bevölkerung arbeitet, mit ihrer Klimahysterie Panik erzeugen und die Wirtschaft vernichten/vertreiben will. Das ist die Neuauflage des Morgenthau-Plans.

Die Weichen hinsichtlich Klimapolitik sind doch EU-seitig gestellt, oder? Unabhängig von einer grünen Regierungsverantwortung.
Wenn die europäischen Klimaziele nicht erreicht werden, könnten bspw. die Sprit-Preise ab 01.01.2027 um bis zu "hysterische" 40 cent/l steigen.

Ernst-Günther Konrad | Mo., 24. Februar 2025 - 12:12

Das muss man den GRÜNEN wenigstens lassen. Die reden nicht drum herum, die sagen klipp und klar, wie sie unser Land untergehen lassen wollen. Und Spahn gibt den Migrationsversteher und weiß im Grunde genau, dass die Probleme mit seinem Chef nicht zu lösen sind, solange er mit einer SPD koalieren wird. Ich habe Spahn schon die Corona Lüge nicht verziehen und werde der UNION schon gar nicht die Migrationslüge verzeihen. Die SPD wird zum Schein auf das ein oder andere eingehen, nicht zuletzt deshalb, weil die noch einige Ministerien brauchen, um ihre Leute sozial abgefedert halbwegs unterzubekommen. Die werden aber die UNION zwingen, alles nicht so hart, so schnell, so konsequent zu machen. Und Friedrich -der Umfaller- hat ja plötzlich wieder entdeckt, das EU-Recht seinen Vorhaben entgegen stehen könnte. Und überhaupt. Was haben UNIONS geführte Bundesländer eigentlich gegen die Attentate unternommen? Gab es da Rücktritte? Haben die irgendetwas verhindert, trotz polizeibekannter Täter?

Richtig beobachtet Herr Konrad ! Auch ich habe diesen Halsatz gehört und den großen Knall den der Merz beim Umfallen verursachte. 😂
Aber noch besser war das Interview mit der IGMetall Chefin und einem Wirtschaftsvertreter der Sinngemäß sagte, dass er das Siegesgeschrei aus dem AdenauerHaus nicht mehr hören kann.
Aber Egal, der Osten ist noch blauer geworden als er war…. Sieht man von dem kleinen dunkelrotem Fleck auf der Thüringenkarte ab. Aber, soll er gehen der Linke Rammelow nach Berlin und dort Schaden anrichten 😂
Gegenüber der EU & den LT Wahlen hat die AfD auch noch respektabel zugelegt, hat bis auf Rammelow und Berlin (gehört nicht zum Osten !) alle Direktmandate geholt und kratzt an der 40 % Marke 👍👍👍
Mit freundlichen Gruß aus der Erfurter Republik

ist Merzens Vorschlag v o r Regierungsübernahme mit SPD, Grünen und der FDP eine Modernisierung (= Totalaufweichung = Abschaffung ) der Schuldenbremse vorzunehmen weil nach der Wahl zur 2/3 Mehrheit AFD und oder Linkspartei benötigt werden.
Ich kann nur hoffen das dieser Wahlbetrung nach Tag 1 der Wahl zum Scheitern der GroKo führt.
Ich kann nur sagen, im Osten wurde Zukunft gewählt. Im Westen Stagnation und ein weiter so und als Gipfel eine wiederholte Wähler- Verarsch ……ung !
Mit freundlichen Grüßen aus der Erfurter Republik

Volker Naumann | Mo., 24. Februar 2025 - 12:58

Da kann man Herrn Knauß wohl zustimmen, zum Glück sind die Grünen (voraussichtlich) nicht Teil der neuen Regierung, mit ihnen wäre nichts möglich gewesen. Aber mit dem Herrn Schweitzer
von der SPD sehe ich da auch kaum Lösungen, die zielführend wären. Er erzählt (wie Scholz immer) was er schon alles besser gemacht hat.

Ergänzend habe ich mir noch (in großenTeilen) Frau Illners Sendung angesehen und die Positionierung des Herrn Weil von der SPD wird wohl für die zukünftige SPD-Spitze sehr wichtig werden. Zwischen dem Wunsch von Merz und diese beiden SPD-MP aus den Westländern wird es wohl kaum zu Übereinstimmungen kommen.

Der Vergleich mit dem Absprung als Tiger beim Herrn Merz und der bekannten Landung als Bettvorleger ist wohl nicht abwegig.

Noch kurz zum letzten Satz aus dem Beitrag von Herrn Knauß, hier hat die grüne Vertreterin tatsächlich alle möglichen Probleme runtergeleiert, aber kein Wort zu Migration. Es macht tatsächlich fassungslos, diese Ignoranz
nach Wahlverlusten.

MfG

gedeiht die AfD prächtig zu stärksten Kraft bei der nächsten BT- Wahl.
Und da kommen noch viel viel mehr der ungelösten Probleme aufs Tablett.
Als ich heute las, Merz geht auf SPD, FDP & Grüne zu., um mit diesen genannten Parteielen die Schuldenbremse zu „reformieren“ weil er im neuen Bundestag mit seiner GroKo nicht die 2/3 Mehrheit hat, die es bräuchte war ich ehrlich baff ! Und das alles nach Tag 1 der BTWahl 2025.
Da kann ich nur für mich sagen, gestern alles richtig gemacht. Und das sehr geehrter Herr Naumann, ist erst der Anfang, und ich möchte den Koalitionsvertrag nicht lesen, was da an Lösungsansätzen steht ….. NICHTS !
Mit freundlichen Gruß aus der Erfurter Republik
,

Urban Will | Mo., 24. Februar 2025 - 13:09

meint und so könnte Fritzel zumindest ein Zeichen setzen in dieser Sache, indem er ihn zum Innenminister macht.
Überhaupt, Spahn...
Sollte sich Fritzel von den Sozen über den Tisch ziehen lassen und linksgrünwoke Politik machen, so könnte ich mir den Jens gut vorstellen als Führer der Palastrevolution. Und aus den Reihen der CDU ist er wohl der einzige, der auch mit den Blauen könnte (neben Söder, der es aus reinem Machterhalt irgendwann tun wird).
Es wird sehr spannend.
Sollte das BSW nach Auszählen vieler zu spät eingetroffener Auslandsstimmen doch noch rein kommen und Fritzel auch noch Grün brauchen, dann ist es eigentlich klar, dass er die Wahl hat zwischen Wahlbetrug oder Scheitern der Koalitionsverhandlungen.
Ersteres werden Spahn und wohl andere nicht dulden. Zweiteres wird zu dem führen, was kürzlich Bernd Baumann dem Buben Amthor (sinngemäß) sagte: Ihr werdet bei uns anklopfen.

Markus Michaelis | Mo., 24. Februar 2025 - 13:12

Das ist anstrengend und im Ausgang ungewiss, aber insbes. braucht es ein klares Ziel, was man erreichen will. Was ich da im Angebot sehe ist, für Demokratie und Menschenrechte zu kämpfen. Es geht um allerhöchste, unverhandelbare Werte, hinter denen sich alle einzureihen haben. Auf alle anderen Menschen und Gruppen muss man gemeinsam einhauen. Davon gibt es aber viele Untergruppen, die auch aufeinander einhauen, und viele andere Gruppen, die für verschiedene Völker und Vaterländer , Götter, höchste, unverhandelbare Werte etc. eintreten.

Machbare Politik im Rahmen von Entscheidungen zwischen echten Alternativen ist weniger gefragt, auch keine Begrenzung auf machbare Aufgaben.

Ich bräuchte mehr Klima, EU oder weniger, mehr Migration, nur bestimmte oder weniger, mehr Schulden oder nicht etc. als Angebot. Kann man machen oder nicht, jeweils mit Konsequenzen. Für unverhandelbare Ziele und selbsterklärt für die ganze Welt möchte ich im Moment nirgendwohin wachsen.

H.Plieth | Mo., 24. Februar 2025 - 15:46

Das unfaire Verhalten gegen die Nichtgrünen durch das TV Personal hat nicht nur mich zu meiner Wahlentscheidung geholfen. Was bilden sich Journalisten mit fester Anstellung eigentlich ein, wer sie sind und welchen Einfluss sie geltend machen wollen. Miosga, Illner, Maischberger, aber besonders Wellmer leiden unter GW. Wer meint, dass die Zurschaustellung der eigenen politischen Ansichten ein Effekt entsteht, täuscht sich gewaltig. Der Souverän hat die Nase voll gesagt zu bekommen, was er zu wählen hat.

„Der Souverän hat die Nase voll gesagt zu bekommen, was er zu wählen hat.“
Das greift meiner Beobachtung nach aber hpts im Osten - dh sieht die Wahlkreiskarte aus, wie sie aussieht. Es gibt eine Theorie, dass eine gewisse Art der Propaganda bei 3 Gruppen nicht verfängt: 1. bei Personen, die in ihrem religiösen Glauben besonders gefestigt sind; 2. Bei handwerklich arbeitenden Personen, weil – salopp gesprochen - „Hirngespinste“ nicht praktisch zu bewerkstelligen sind und daher als solche erkannt werden und 3. Bei Personen, die das schon mal erlebt haben, sprich der Osten.
Die eigenständige „ich-lass‘-mir-doch-von-Euch-nicht-vorschreiben-was-ich-zu wählen-habe“-Attitüde ist zwar plausibel, aber wenn man Jahrzehnte nicht darauf trainiert wurde, das, was man erzählt bekommt, in Frage zu stellen, nimmt man die vorgegebenen Narrative aus ÖRR/MSM unreflektiert auf und betet sie genauso wieder. Da schützt auch keine höhere oder akademische Bildung vor.

Sabine Lehmann | Mo., 24. Februar 2025 - 22:29

Eine Moderatorin, die Teil der Probleme ist, spricht über Lösungen mit Leuten, die diese Probleme verursacht haben. Das ist deutsche Realsatire seit zehn Jahren.
Und meine persönliche Botschaft an Frau Miosga: "Augen auf bei der Berufswahl, "Mädchen"!"