Verlorene Jahrzehnte : Zehn Thesen zur Aufarbeitung der Corona-Krise (Teil 2) Im Zuge der Corona-Pandemie ist es zu den stärksten Freiheitseinschränkungen in Nicht-Kriegszeiten gekommen, während das deutsche Gesundheitssystem um Jahrzehnte zurückgeworfen wurde. Für Cicero formuliert Professor Dr. med. Matthias Schrappe, Internist und Gesundheitsökonom, zehn Thesen zur Aufarbeitung der Corona-Pandemie. Diese werden in drei Teilen veröffentlicht. Lesen Sie hier den zweiten Teil. VON MATTHIAS SCHRAPPE
Verlorene Jahrzehnte : Zehn Thesen zur Aufarbeitung der Corona-Krise (Teil 1) Im Zuge der Corona-Pandemie ist es zu den stärksten Freiheitseinschränkungen in Nicht-Kriegszeiten gekommen, während das deutsche Gesundheitssystem um Jahrzehnte zurückgeworfen wurde. Für Cicero formuliert Professor Matthias Schrappe, Internist und Gesundheitsökonom, zehn Thesen zur Aufarbeitung der Corona-Pandemie. Wir veröffentlichen sie in drei Folgen. Die erste lesen Sie hier. VON MATTHIAS SCHRAPPE
Corona-Kampagne „Ich schütze mich“ : Die letzten Töne des Panikorchesters Vor vier Wochen wurde die „Ich schütze mich“-Kampagne des Bundesgesundheitsministeriums vorgestellt. Die Beiträge, die bisher veröffentlicht wurden, kommen ziemlich einfallslos daher. Ein Charakteristikum ist aber noch viel entscheidender. VON BEN KRISCHKE
Corona-Krise : Warum Deutschland nicht das Ende der Pandemie ausruft Nachdem die Corona-Notstandsgesetze in den deutschen Nachbarländern wie Dominosteine der Reihe nach gefallen sind, gerät der „Geisterfahrer“ mehr denn je in Erklärungsnot. Mit einer breiten Zustimmung der Bevölkerung zu Zwangsmaßnahmen kann die Bundesregierung spätestens seit dem Regierungsflieger-Eklat nicht mehr rechnen. In Großbritannien entschuldigt man sich schon für den Lockdown, hier bleibt er weiter im Werkzeugkasten. Wie kann das sein? VON PHILIPP FESS
Neues Infektionsschutzgesetz : Der Sieg der German Corona-Angst Mit dem Entwurf für das neue Infektionsschutzgesetz macht der zu Hysterie und Fehlentscheidungen neigende Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach augenscheinlich Zugeständnisse an die Einwände seiner zahlreichen Kritiker. Dennoch bleibt Deutschland in einem Irrgarten gefangen, aus dem offenbar auch Bundesjustizminister Marco Buschmann nicht mehr herausfindet. VON PHILIPP FESS
Der Fall Lisa-Maria Kellermayr : Von Ferndiagnosen und dem „Werther-Effekt“ Der Suizid einer österreichischen Ärztin, die wegen ihrer politischen Ansichten zu Corona über Monate hinweg bedroht wurde, erhitzt die Gemüter. Der Vorwurf lautet, sie sei von Kritikern der Corona-Maßnahmen in den Tod getrieben worden. Allerdings sind die Gründe für suizidales Verhalten komplex – und je emotionaler die Debatte geführt wird, desto größer auch die Gefahr, dass es zu Nachahmungen kommt. VON BEN KRISCHKE
Letzte Chance Untersuchungsausschuss? : Corona-Aufarbeitung: Die ungestraften Verfehlungen der Pandemiepolitik Wer glaubt, das Corona-Thema ist durch, dürfte sich täuschen: Das Virus mag nicht länger als Ausnahmebedrohung gelten, unter den verheerenden Folgen der Maßnahmen aber werden manche noch jahrelang leiden. Wenn sich die Politik für Fehler und Rechtsbrüche nicht mehr verantworten muss, leidet jedoch vor allem die Demokratie. Zwar gibt es Aufklärungsbestrebungen. Es wäre aber nicht das erste Mal, dass diese scheitern. VON PHILIPP FESS
Wissenslücken bei Corona : Wir tappen im Nebel und halten uns an Staubwirbel Deutschland will eine Informationsgesellschaft sein, am besten wissenschaftsbasiert. Der Umgang mit der Corona-Pandemie zeigt jedoch: Wenn uns die gesundheitlichen Zusammenhänge von Infektion und Krankheit, Ursache und Wirkung nicht so sehr interessieren, dass wir die entsprechende Politik einfordern und finanzieren, braucht man keine Verschwörungsszenarien zu bemühen. Diese Politik war in ihrer Struktur, ihren Konzepten und Mechanismen dumm und gemeingefährlich. VON OLE DÖRING
Versteckter Sprengstoff : Warum ein zweiter Blick in den Evaluationsbericht zur Pandemiepolitik lohnt Zu wenig Zeit, zu wenig Daten, zu wenig Unterstützung – dieses Klagelied dominiert weite Teile des Evaluationsberichts zur Corona-Politik der vergangenen zweieinhalb Jahre. Wenn man aber genauer hinschaut, enthält der Evaluationsreport politischen Sprengstoff, der die zukünftige Corona-Politik prägen könnte und müsste. Zum Beispiel mit Blick auf das Bundesverfassungsgericht: Die Urteile des Karlsruher Gerichts zur Bundesnotbremse waren demnach klare Fehlentscheidungen. VON VOLKER BOEHME-NESSLER
Karl Lauterbach und die Affenpocken : Entzieh dem Affen Zucker! Dass notorische Panikmacher wie Karl Lauterbach das Auftreten einiger Fälle von Affenpocken begierig aufgreifen, war zu erwarten. Das eigentliche Problem ist die mediale Berichterstattung, die der deutschen Bevölkerung in ihrer stets latenten Angstbereitschaft mal wieder entgegenkommt. VON RALF HANSELLE
Affenpocken in Deutschland : Es juckt schon wieder Nun ist auch in Deutschland erstmals ein Fall der gewöhnlich harmlos verlaufenden Affenpocken nachgewiesen worden: Auch die Zahl der weltweit erfassten Fälle steigt weiter an. Während Gesundheitsminister Karl Lauterbach die wachsende Bedeutung von Pandemien unterstreicht, schießen die Aktienkurse eines dänisch-deutschen Impfstoffherstellers in die Höhe. VON CICERO-REDAKTION
Änderung des Infektionsschutzgesetzes : Der große Verlierer der Corona-Politik bleibt der mündige Bürger Der Bundestag hat nach einer hitzigen Debatte am Freitag ein geändertes Infektionsschutzgesetz mit dem Wegfall der meisten bundesweiten Corona-Schutzregeln beschlossen. In zweiter Lesung haben SPD, FDP und Grüne dafür gestimmt - alle anderen dagegen. Obwohl es auf den ersten Blick wie eine teilweise Rückkehr zur Normalität aussieht, zeigt sich auf den zweiten Blick doch überdeutlich, dass der viel zitierte „Freiheitstag“ in weite Ferne rückt. Die politische Drohkulisse nämlich bleibt. VON BEN KRISCHKE
Aufklärung nach der Pandemie : Corona-Politik: Eine Enquete-Kommission, bitte! Die politisch Verantwortlichen haben entschieden, die Corona-Maßnahmen stufenweise zu lockern. Und obwohl Deutschland vom „Freedom Day“ noch weit entfernt ist, wäre dies ein guter Anlass, eine breite Debatte anzustoßen: Nämlich zur Frage, wie eine schonungs- und lückenlose Aufarbeitung der deutschen Corona-Politik aussehen könnte. Denn nur so kann der Staat das Vertrauen der Bürger in die Demokratie und ihre Institutionen zurückgewinnen. VON BEN KRISCHKE
Zahl der Corona-Toten : Weltweit offenbar mehr Pandemie-Opfer als offiziell bekannt Wie viele Menschen weltweit sind bisher dem Corona-Virus zum Opfer gefallen? Die offizielle Zahl liegt derzeit bei 5,5 Millionen. Doch tatsächlich könnten es deutlich mehr sein. Die Zeitschrift „Nature“ befasst sich in einem aktuellen Beitrag mit der Problematik, an Zahlen zur übermäßigen Sterblichkeit zu gelangen. EIN FUNDSTÜCK DER CICERO-REDAKTION
Australian Open : Weiter Ärger um Novak Djokovic Tennisstar Novak Djokovic muss weiterhin um seinen Auftritt bei den Australian Open bangen. Der australische Einwanderungsminister wollte sich auch am Donnerstag nicht zum Visum des Serben äußern. Damit geht der Streit um Djokovics Teilnahme in die Verlängerung. VON BARBARA BARKHAUSEN