Polizisten sind im Berliner Bezirk Neukölln vor einer Villa aus dem Clan-Milieu im Einsatz / dpa

Anstieg der Clan-Kriminalität in Berlin - „Das Versagen hat ideologische Gründe“

Der Lagebericht Clan-Kriminalität 2023 für Berlin sorgt für Ernüchterung. Im Interview spricht der ehemalige LKA-Ermittler Klaus Nachtigall über die organisierte Kriminalität in der Hauptstadt und das ideologisch motivierte Versagen der Politik.

Autoreninfo

Karl Vowinkel studiert Geschichte an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und hospitiert bei Cicero.

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Klaus Nachtigall war 37 Jahre im Dienst. 1982 begann er in Ruhleben als Schutzpolizist. Berlins Entwicklung vor und nach der Wiedervereinigung hat er hautnah erlebt. Seit 2005 war er im LKA 4 in der Besonderen Aufbauorganisation Rocker- und Türsteherszene eingesetzt. Mittlerweile außer Dienst, ist er in der Sicherheitsfirma seiner Lebensgefährtin für ins Ausland entführte Kinder tätig.

Herr Nachtigall, die neuen Daten des Lageberichts Clan-Kriminalität 2023 für Berlin zeigen einen deutlichen Anstieg von Straftaten im Vergleich zum Vorjahr auf. Ist dies ausschließlich auf die Pandemie zurückzuführen?

Ja, ich würde sagen, dass es ausschließlich auf die Pandemie zurückzuführen ist, da in der Öffentlichkeit wesentliche Zurückhaltung angesagt war.

Haben Sie signifikante Veränderungen in der Szene wahrgenommen?

Sie werden deutlich professioneller. Die begangenen Straftaten haben eine immer höhere Schadenssumme. Ob es jetzt die Goldmünze oder der Einbruch in das Grüne Gewölbe ist: Die Qualität der Straftaten steigt an.

Merken Sie in den letzten Jahren beziehungsweise Jahrzehnten einen markanten Gewaltanstieg?

Ja, das habe ich immer wieder betont in Interviews. Ich habe im September 1982 bei der Polizei in West-Berlin angefangen und dann auch die Wendejahre, Wiedervereinigung und so weiter miterlebt. Was mich aber wirklich bis zur Pensionierung am meisten erschreckt hat, woran ich mich auch nie gewöhnt habe, ist die massive Steigerung von Gewaltdelikten. 

Ich habe regelmäßig so gearbeitet, dass ich Opfer von Gewaltkriminalität vor Ort dokumentiert und fotografiert habe. Leute, die massiv zusammengeschlagen wurden, mit Messern traktiert wurden, wo man wirklich noch das Blut sah, um dies visuell nachher im Strafverfahren für die Staatsanwaltschaft und das Gericht zu sichern. In der Regel hat man in diesen Verhandlungen später irgendwelche Arztberichte, die verlesen werden, aber allein die Wirkung des Bildes, wie Menschen aussehen, die so massiv verletzt wurden, hat nochmal eine ganz andere Wirkung. Das finde ich wichtig, denn das ist eine Sache, an die ich mich nie gewöhnt habe. Diese massive Gewalt, die auch immer mehr Formen angenommen hat. Früher hat man sich gekloppt, und wenn einer am Boden lag, dann war gut, und dann hast du gewonnen.

Ex-LKA-Ermittler Klaus Nachtigall

Hat sich die Kultur der Gewalt also geändert?

Richtig, es hat sich massiv verschlimmert. Die Gewaltkriminalität ist deutlich brutaler geworden, und ein Menschenleben zählt heute nicht mehr viel. Das hat man eigentlich früher in anderen Ländern gehabt, auf die man herabgeschaut hat, wo ein Menschenleben nichts wert war. Wenn ich zum Beispiel auf Lateinamerika gucke. Aber wir gehen in diese Richtung, es ist zwar noch nicht so schlimm wie in Lateinamerika, aber wir gehen in diese Richtung. Das kann man insbesondere an der Messerkriminalität sehen. Der Einsatz von Messern ist heute fast schon ein Kavaliersdelikt.

Versucht die Politik, das Problem der Clan-Kriminalität herunterzuspielen?

Ja, absolut!

Steht dies auch im Zusammenhang mit den linksgeprägten Regierungen Berlins in den letzten Jahren und Jahrzehnten? Könnte es ein ideologisches Problem sein?

Das ist ein rein ideologisches Problem. Aber das betrifft nicht nur linke und grüne Ideologie, sondern das ist in den früheren Jahren, als CDU-Senatoren dran waren, nicht viel anders gewesen. Auch da wollte man nicht die Bevölkerung erschrecken, indem man so hohe Zahlen von Gewaltkriminalität liefert. Das ist ein allgemein politisches Phänomen. Jetzt bei Links-Grün ist es noch deutlicher geworden.

Italien ist Vorreiter in der Bekämpfung von organisierter Kriminalität. Warum tut sich die Politik so schwer mit konsequenten Geldwäsche-Gesetzen?

Es ist einfach auf den Punkt zu bringen. Unsere Gesetze und Paragrafen sind derartig verwirrend und kompliziert formuliert, dass Rechtsanwälte durch ein falsches „und“ ganze Erfassungen von Delikten und Tatbeständen nicht mehr erfüllen.

Man soll über Tote nicht schlecht sprechen, aber beispielsweise Schäuble, ehemaliger Finanzminister, war einer der Verfechter gegen das italienische Modell, und das ist dann ein wenig Klientelpolitik.

Was war der Grund für das Entgegenstellen?

Bestimmte Leute aus Wirtschaftsbereichen, die es mit der Steuerehrlichkeit nicht so genau nehmen, wollten ja auch nicht, dass Gelder nach dem Steuergesetz beschlagnahmt werden. Und die alte Führungsgarde in der CDU/CSU war gar nicht so sehr erpicht darauf. Die haben sich zwar immer hingestellt, dass Kriminalitätsbekämpfung wichtig sei, aber gerade was den Punkt Geldwäsche anging, hat man voll auf die Bremse gedrückt. Ich würde mir wünschen, dass wir in Deutschland das italienische Modell 1 zu 1 übernehmen. Es wäre deutlich einfacher, Clan- und Wirtschaftskriminalität zu bekämpfen. Aber Deutschland weigert sich immer noch. Mir ist klar, wieso, aber das ist traurig. Sonst hätten wir ein gutes Instrument.

Und im Verbund mit solchen Gesetzen kommt auch die Frage auf, warum Berlin für so milde Urteile in diesen Bereichen steht. Wie erklären Sie sich das?

Das ist ein Berliner Phänomen. Wir haben in der Justiz, man sagt immer, die Alt-Alt-Achtundsechziger, die das Ruder übernommen haben. Dann kam die Politik dazu. Wenn man sieht, historisch betrachtet, wer in den letzten Jahren für den Bereich Justiz und Innenressort zuständig war – der ehemalige Justizsenator von den Grünen war eine völlige Katastrophe, aber auch der vorherige Justizsenator Heilmann von der CDU war keinen Deut besser. Der hat nichts auf die Reihe gekriegt, ich weiß nicht, was er die ganzen Jahre da gemacht hat. Wenn ich heute sehe, wer Generalstaatsanwältin ist: Frau Koppers. Das ist eine völlige Katastrophe. Diese Frau hat schon als Polizeivizepräsidentin nur Chaos angerichtet und nur ihre links-grüne Ideologie in die Behörde reingebracht. Und trotz mehrerer Strafverfahren, die gegen sie gelaufen sind, ist diese Frau Generalstaatsanwältin geworden.

Jeder kleine Beamte im mittleren Dienst, der ein Strafverfahren wegen Verdacht der Körperverletzung am Laufen hat, wird nicht befördert. Aber in Bereichen, wo politische Einflussnahme wichtig ist, interessiert es plötzlich nicht mehr. Und genau das ist die Politik in Berlin. In keinem anderen Bundesland werden von der Justiz so milde Strafen ausgesprochen. Wir haben das Phänomen in Deutschland, dass Straftäter mit kleinem Anknüpfungspunkt an Berlin versuchen, sich während des Verfahrens dorthin verlegen zu lassen. Damit sie in den Genuss der milden Justiz und des Strafvollzugs kommen.

Ist der Staat noch in der Lage, Personen, die den Rechtsstaat nicht respektieren, in irgendeiner Form abzuschrecken?

Also die größte Angst, die sie haben, ist tatsächlich die Abschiebung. Das ist für sie das schärfste Schwert des deutschen Staates.

Das entwickelt sich aber zum Problem. Ein steigender Anteil der Clan-Kriminellen besitzt die deutsche Staatsbürgerschaft.

Ja, und darum ist es mir ein Rätsel, wie der deutsche Staat dieses Recht auf Geburt, was in den USA schon nicht funktioniert, anwendet. Das sind alles ideologische Sachen, ideologische Überlegungen, die da im Raum stehen, um Wählerklientel zu vereinnahmen. Das steckt in großen Teilen dahinter.

Auch die Vereinfachung des Staatsbürgerschaftsrechts ist eine Katastrophe. Die Politik müsste eine klare und knallharte Linie fahren. Wer Nichtdeutscher ist und kriminell wird, hat keine Aussicht auf die deutsche Staatsbürgerschaft. Die ganzen 100.000 Hinderungs- und Ausnahmegründe müssen wegfallen. Straftätern, die in Berlin einsitzen, wird vom Anwalt gesagt, dass die Abschiebung droht. Daraufhin wird schnell geheiratet und Kinder gezeugt, denn das Grundrecht der Familie darf nicht angetastet werden.

Ist der Politik das Ausmaß und Risiko gar nicht bewusst?

Ich denke, teils, teils. Es gibt Politiker, die gar nicht so weit denken. Die sagen: „Ich habe in meinem Wahlkreis Leute aus der Wirtschaft, und ob ich denen damit (Geldwäschegesetz) einen Gefallen tue, wenn das verschärft wird?“

Ich glaube, manche Politiker sehen die Dimension nicht, aber andere, geneigte Innenpolitiker, wissen ganz genau, was sie da tun.

Das Gespräch führte Karl Vowinkel.

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Bert | Mi., 24. Juli 2024 - 08:14

Frau Kopper war nur Vize-Präsidentin

Urban Will | Mi., 24. Juli 2024 - 09:00

Eine durch und durch grüne CDU gehört dazu. Und das shithole hat sich längst über das ganze Land ausgedehnt.
Doch die Wählermehrheit will es so.
Entweder weil sie wirklich diese Zustände gut finden und immer shithole-Parteien wählen oder weil sie zur großen Truppe der Lemminge gehören, die es zwar nicht so wollen, aber sich nicht trauen, d i e eine Partei zu wählen, die diesen Irrsinn bekämpfen und abschaffen würde.
Ich habe längst aufgehört, mich aufzuregen. Lache still in mich hinein, wenn ich Lemminge höre, die sich über die Zustände aufregen. Es gibt das Grundrecht auf Dummheit und in Deutschland ist es das am meisten in Anspruch genommene.
Und ich bin ehrlich: wann immer es jemanden trifft (mittlerweile sind Messerangriffe so alltäglich wie die Tagesschau), „hoffe“ ich still und leise: Hoffentlich trifft es jemanden aus den Reihen derer, die diesen Irrsinn seit Jahren herbei wählen.
Die Wahrscheinlichkeit liegt immerhin bei rund 80%...

Felicitas | Mi., 24. Juli 2024 - 09:32

Antwort auf von Urban Will

Herr Will, genau, bestens beschrieben. Denn solange diese Auswüchse und Zustände nicht per Abwahl der Etablierten angegangen werden, wird sich nichts ändern. Dies zu erkennen ist das eine, entsprechend zu wählen das andere. Es ist nicht alleine Staatsversagen, sondern pures Volksversagen. Grüße aus Stuttgart

Norbert Heyer | Mi., 24. Juli 2024 - 09:02

Berlin ist ein weltweites Phänomen: Hier funktioniert garnichts außer Migration, Nachzug, Bürgergeld und eine krankhafte, ideologische Willkommenskultur. Für fast alle Bereiche der Politik ist der Fremde, der Exot, das Opfer das Maß aller Dinge. Kleine Vergehen wie Ladendiebstahl, Schwarzfahren, Krawall und Schlägeren - nichts wird entsprechend geahndet. Denen „die schon länger hier leben“ gegenüber ist man weniger nachsichtig. Hier ist der Staat bereit, kleinste Verstöße massiv zu ahnden. Diese einseitige Auslegung der Gerechtigkeit führt zu einer explosiven Stimmung in der Bevölkerung, die sich immer weiter hochschaukelt. Mit dem Angebot der schnellen Einbürgerung will man erreichen, dass die katastrophale Kriminalstatistik sich zu Lasten der zu Deutschen gemachten Bürger aus aller Welt verschiebt, eine Mogelpackung erster Güte. Links-grün ist mittlerweile durchgängig die politische Ausrichtung, nur die AfD hält noch dagegen, aber es wird sich nichts mehr zum Besseren verändern.

Maria Arenz | Mi., 24. Juli 2024 - 09:43

Kann man da nur noch sagen. Das Rad drehen wir nicht mehr zurück. Dabei ist es nicht nur Ideologie sondern auch die in der Berliner Verwaltung überdurchschnittlich verbreitetete Scheu vor Selbstausbeutung (von reaktionären Charakteren "Faulheit" genannt), die die beschriebene Entwicklung gefördert hat. Ein Amtsstubentiger, der mit einem Ansinnen der genannten Kreise konfrontiert wird, hat zwei Möglichkeiten- Winkt er es durch, oder "übersieht" er einen eigentlich abzustellenden Mißstand, werden ihm von den "Oberen" in Berlin gewiß keine negativen Konsequenzen drohen. Lehnt er ab oder kümmert er sich um offen
zutage liegende Rechtsverstöße, hat er jede Menge Arbeit und vielfach auch Ärger. Also lässt er es. Was will man dagegen machen außer einem Komplett-Austausch der Belegschaft?

Walter Bühler | Mi., 24. Juli 2024 - 11:51

Antwort auf von Maria Arenz

Der Bund müsste dafür sorgen, dass Kriminelle nicht mehr in dem Bundesland ins Gefängnis kommen, in dem sie verurteilt werden. Mindestabstand zum Tatort 300 km?

Man müsste den Rechtsanwälten die Lizenz vollständig entziehen, die bei kriminellen Organisation aktiv geworden sind.

Die Amtssprache Deutsch muss in den Gerichten und Gefängnissen durchgesetzt werden.

Richterkollegien müssen die Arbeit der Richter an den Gerichten regelmäßig überprüfen.

Ein bestimmtes Quantum der Home-Office-Beamten muss immer im Austausch unter einem anderen Chef und für für ein anderes Bundesland arbeiten. Dann können die Beamten erkennen, wie es anderswo zugeht, und anderswo kann man umgekehrt sehen, welche Marotten sich in einem Land eingeschlichen haben.

Grundsätzlich: Überprüfbare Gleichheit der Arbeitsbedingungen für Beamte und öffentlich Angestellte in allen Bundesländern.

Noch mehr, noch bessere Ideen?

Ernst-Günther Konrad | Mi., 24. Juli 2024 - 10:04

Wir sollten es uns nicht so einfach machen. Ja, Berlin ist das Paradebeispiel dessen, was der pensionierte Beamte da schildert. Als ehem. Berliner Polizist kann er das sicher gut beurteilen. Hoffentlich macht man ihm jetzt nicht Ärger, weil er als pensionierter Beamter "delegitimierend" über den Staat gesprochen hat. Folge dem Geld, wenn du es kannst und willst. Überall in der Republik, ja weltweit wird Geld gewaschen und würde man genau hinschauen, würde man manchen Politiker und Best Buddy darunter finden, die mitmachen und das System stützen und verschleiern. Wer nimmt sich den selbst seine Einnahmequellen weg?
Berlin mag drastisch sein, Frankfurt und viele andere Großstädte sind da nicht besser. Ich kann mich noch gut erinnern, dass man in den 1980 er Jahren mal kurz eine öffentliche Diskussion über die Mafia und mafiaähnliche Organisationen führte. Aber nur kurz. Die damaligen BKA-Präsidenten Herold und Boge
(SPD) traten sofort entgegen und behaupteten, dass das nicht wahr sei.

Heidemarie Heim | Mi., 24. Juli 2024 - 15:55

Antwort auf von Ernst-Günther Konrad

Schutzgeld oder in Papier gewickelter toter Meeresbewohner als letzter Hinweis bezüglich Einhaltung der Zahlungsfrist? Noch nie davon gehört lieber Herr Konrad;)! So was gibt`s doch nur im Film oder superweit weg von uns auf Sizilien. Und selbst wenn da was dran sein sollte bezüglich geschäftlicher Expansion innerhalb der EU, müssen auch Sie vom Fach stammend zugeben, dass die italienischen Ableger dieses Geschäftsbereiches sich immer sehr bedeckt hielten. Auch was das in die Luft sprengen deutscher im Gegensatz zu italienischen Mafiajägern oder Oberstaatsanwälten etc. betrifft. Anders die ehrenwerten Gesellschaften, die im Laufe der Zeit zu uns gestoßen sind und von St. Pauli bis ins grüne Gewölbe in Dresden oder bis auf die Berliner Museumsinsel ihre Betätigungsfelder ausweiteten. Auch kann ich die von Frau Arenz angesprochene Scheu;) amtlicher Mitarbeiter Entscheidungen zuungunsten der Antragssteller zu tätigen sehr gut verstehen. Denn diese wissen z.B. wo deren Auto/Haus wohnt! LG

Mirko | Mi., 24. Juli 2024 - 10:22

Zitat Benedikt Lux (Grüne): "Wir haben die gesamte Führung fast aller Berliner Sicherheitsbehörden ausgetauscht und dort ziemlich gute Leute reingebracht. Bei der Feuerwehr, der Polizei, der Generalstaatsanwaltschaft und auch beim Verfassungsschutz. Ich hoffe sehr, dass sich das in Zukunft bemerkbar macht."

Albert Schultheis | Mi., 24. Juli 2024 - 10:26

Die Geschichte ist unausweichlich. Die 80% Verblödeten und Opportunisten werden gnadenlos untergehen und keiner wird ihnen eine Träne nachweinen.
Wer weinte den Bewohnern Konstantinopels heute auch nur noch eine Träne nach? Ihre Kultur ist untergegangen, vergessen.

Walter Bühler | Mi., 24. Juli 2024 - 10:42

Liebe Frau Arenz, lieber Herr Will,

Abraham hat es nach 1.Mose 18 (Luther) geschafft, den Gott des Alten Testaments von 50 auf 5 Gerechte herunterzuhandeln, um die apokalyptische Zerstörung von Sodom und Gomorrah durch den zürnenden Gott aufzuhalten.

Wollen Sie wirklich im Falle Berlin grausamer sein als der Gott Abrahams?

Die meisten Politiker des Landes Berlin stammen gar nicht aus dieser Stadt, sie sind vielmehr aus ganz Deutschland zugewandert, auch die "Amtsstubentiger" (wunderbares Bild!) bei Bund, Land und Bezirk sind sehr diverser Herkunft.

Würde Berlin vom apokalyptischen Feuer verschlungen werden, wäre der von Ihnen gemeinte Menschentyp nicht vollständig von der Erde getilgt.

Außerdem hat Berlin schon mal eine veritable Apokalypse durchgemacht.

Ich bitte also um Ihre Gnade, auch um der vielen Tausend Gerechten willen, die auch heute noch in dieser Stadt wohnen.

Sabine Jung | Mi., 24. Juli 2024 - 11:02

welcher nicht mehr in seinem Job als LKA-Ermittler tätig ist. Denn wäre er es noch, sind solche Äusserungen wie dieses Interview völlig indiskutabel. Diese Phänomen trifft man immer häufiger an, sei es Leute aus der Politik, aus der Wirtschaft u.s.w. Prominente sind zu nennen wie Prof.Vahrenholt, Prof. Sinn und andere.
Im Grunde genommen hat Herr Nachtigall ja Recht, aber was wird es ändern? Es sind nur Feststellungen, keine der jetzigen Parteien wird an dieses Problem gehen. Eine neue mögliche Regierung ab 2025 CDU und Grüne? Auch da wird es keinerlei Änderungen geben, die CDU war lange genug am Regieren und es wurde nur noch schlimmer seit 2015. Hier lies man ungehindert alle Flüchtlingsströme herein, unter den Augen der CDU.
Gestern in den Nachrichten von Antenne Thüringen gehört, ein straffälliger Syrer (???) kann nicht abgeschoben werden, da er 3(!!!!) Nationalitäten hat.
Was für ein Deutschland, wo wir leben!

Genau das ist mein Eindruck, werte Frau Jung, gerade weg aus
dem Posten und man kritisiert die tatsächlichen Zustände, die man
vorher strikt verneint hätte.

Eventuell handelt es sich um eine "gewollte" Ventilfunktion, um etwas
Druck aus dem Kessel abzulassen, kostet ja nichts und ändert nichts.
Schön, dass wir wieder mal darüber gesprochen haben.
(Der letzte Absatz könnte reine Satire sein)

MfG

Tomas Poth | Mi., 24. Juli 2024 - 11:06

Wirtschaftskriminalität und Parteienpolitik (das erwähnte Beispiel Schäuble) oder auch die Cum-Ex und Cum Cum Kriminalität .... "Eine Hand wäscht die andere", das ist leider Normalität.

Zum Shithole Berlin: Bei einer Auftragsvergabe für ein Fernwärmeprojekt fragte der Entscheider was denn für ihn dabei herausspringt wenn wir den Auftrag erhielten.
Ist aber nicht ausschließlich nur in Berlin so. Es sitzen immer wieder Leute am Hebel die die Kralle hinhalten.

Christoph Kuhlmann | Mi., 24. Juli 2024 - 11:19

Wer unkontrolliert Menschen ins Land lässt, der hat immer auch einen Teil Kriminelle dabei. Wer bei Gewaltkriminalität ausnahmen macht, was den Erwerb der Staatsbürgerschaft betrifft, der Verstößt gegen das Recht der Menschen auf körperliche Unversehrtheit hierzulande. Die CDU muss sich entscheiden, ob sie irgendwann durch die AfD abgelöst werden will, oder nicht. Seit den 90ern regiert sie meistens und hat diese Zustände zugelassen. Nach Cum ex und cum cum ist allen klar, dass die Politik offenen Betrug am Staat unterstützt und nur widerwillig verfolgt. Ich schätze das System ist morsch, doch es fehlen die Alternativen, die es besser können.

Günter Johannsen | Mi., 24. Juli 2024 - 11:34

Die Aufgabe des Staates ist es, die Bevölkerung vor Kriminellen, Terroristen und Massenmördern zu schützen. Nicht nur reden, sondern jetzt Handeln:
Bestialische Mörder wurden und werden in Berlin, München, Kölln etc. gefeiert und die Polizei hat kein Mandat, diese schändlichen Hamas-Unterstützer (Mordbereiter Islamisten-Mob?) aus unserem Land zu bringen? Warum? Weil es Grün-Link aus alter Kameradschaft (PLO/MfS/RAF) verhindern?!
Frau Faeser, das jetzige Verbot darf nicht eine Ausnahme bleiben. Jetzt endlich auch hart gegen diese Clans und Seilschaften vorgehen, aufbringen und sprengen!

Peter Saulus | Mi., 24. Juli 2024 - 12:35

Was Herr Nachtigall dankenswerterweise so offen schildert ist doch real so was von sichtbar. Allerdings verschließen noch viele die Augen davor und warten den unvermeidlichen Gau ab. Bevor es sie selbst trifft, werden die Ideologen Mauern bauen, hinter denen sie sich abschotten und schützen. Die mit grünen Kindern vollen Privatkindergärten sind ein erster Beleg dafür. Mir ist unverständlich, wie aktuelle, wenigstens konservative Politiker, das so aus dem Ruder laufen lassen. Wenn ich allerdings lese, dass Schäuble und Konsorten verhinderten bzw. verhindern dass wirksame Modelle (aus Italien) übernommen werden, wundert mich nichts mehr. Und dann nehmen solche Unfähigen einem übel, wenn man nach Alternativen Ausschau hält.
"Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf. Aber wer sie weiß und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher."
(Bertolt Brecht)