Terrorismus - Der IS stirbt, der Terror lebt weiter

Kolumne: Schöne Aussicht. Der nahende Untergang des IS ist ein Grund zur Freude. Doch der Terror wird weitergehen. Die internationale Staatengemeinschaft muss erkennen, dass das Problem kein regionales ist und sie selbst maßgeblich dazu beiträgt

Eine Frau mit Kleinkind auf dem Arm und einem kleinem Jungen neben ihr, läuft in Mossul den irakischen Soldaten entgegen. Die Straßenzüge sind zerstört. Dunkler Rauch steigt am Ende der Straße auf
Zivilisten fliehen vor schweren Kämpfen zwischen der irakischen Armee und dem IS in Mossul / picture alliance

Autoreninfo

Matthias Heitmann ist freier Publizist und Autor des Buches „Zeitgeisterjagd. Auf Safari durch das Dickicht des modernen politischen Denkens“ (TvR Medienverlag Jena 2015). Im Januar 2017 ist sein neues E-Book „Zeitgeisterjagd SPEZIAL: Essays gegen enges Denken“ erschienen. Infos zum Download unter www.zeitgeisterjagd.de.

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Matthias Heitmann

Erinnern Sie sich noch an die Erschießung von Osama Bin Laden im Mai 2011 und an die Freude und die Hoffnungen, die diese Nachricht im Westen auslöste? Zusätzlichen Mut geschöpft hatten die Menschen im Westen durch die Ereignisse, die man als „arabischer Frühling“ oder „Arabellion“ bezeichnet. Eine Wende zum Positiven schien möglich. Schnell wurde jedoch klar: Mit Bin Laden hatte der islamistische Terror lediglich sein vertrautes Gesicht verloren – und die westliche Politik ihren Fokus: Schließlich war es bequem, die Ergreifung bin Ladens als oberstes Ziel des Anti-Terror-Krieges zu postulieren und sich sagen zu können, die von ihm gegründete Al Kaida sei eine klassische „Organisation“, die man dadurch schwächt, in dem man ihr den Kopf abschlägt.

Wie naiv und gewollt wirkt im Nachhinein diese Freude! „Die Erschießung von Bin Laden als größten Erfolg des Anti-Terror-Krieges zu feiern, offenbart zum einen die völlige Verhaftung der Politik auf der Ebene reiner Symbolik, und zum anderen die schiere Ahnungslosigkeit, wie mit dem islamistischen Terrorismus wie auch mit dem von diesem inspirierten internen Terrorismus im Westen umzugehen ist“, schrieb ich im Mai 2011 in einem Artikel für den Schweizer Monat. Ich hoffte damals, dass man sich vielleicht nun der spannenden Frage zuwenden würde, „welche Gründe dafür verantwortlich sind, dass sich Einwanderer und muslimische Elite-Studenten im Westen zu nihilistischen Zeitbomben entwickeln?“ Um die Wurzeln dieses Problems freizulegen, muss man deutlich tiefer graben – nicht nur im arabischen Wüstensand.

Der IS ist nur eine Episode der Krise

Viel hat sich in den letzten sechs Jahren seit der Erschießung von Osama Bin Laden verändert. Al Kaida hat tatsächlich die Rolle der führenden globalen Islamisten-Marke eingebüßt. Auch die Organisationsform des losen Netzwerks ohne territoriale Dimension spielt nicht mehr die gleiche Rolle wie damals. Stattdessen hat eine Terrormiliz das Machtvakuum im Irak und im durch Bürgerkrieg und ausländische Interventionen zerrissenen Syrien genutzt, um Territorium samt lukrativen Öl-Raffinerien unter ihre Kontrolle zu bringen. Nicht, dass der „Islamische Staat“ Gebiete von anderen Staaten „erobert“ hätte – sie fielen ihm mehr oder minder kampflos in die Hände. Die Menschen vor Ort erhofften sich von den in die Städte einrückenden Rebellen Sicherheit und den Wiederaufbau zerstörter Infrastruktur. Das Gegenteil trat ein: Der IS begann, die Städte auszupressen und die Menschen zu terrorisieren.

Es ist eine gute Nachricht, dass das 2013 vom IS ausgerufene Kalifat nach zahlreichen militärischen Niederlagen in den beiden letzten Jahren nun offensichtlich vor dem Zusammenbruch steht. Die nordirakische Millionenstadt Mossul ist zum größten Teil befreit, und auch die syrische IS-Hochburg Rakka wird dem militärischen Druck nicht mehr lange standhalten können. Doch letztlich bedeutet dies nur, dass ein weiteres Kapitel der Krise beendet ist, nicht aber die Krise selbst. Da der Aufstieg des IS die Krise nicht ausgelöst hat, wird auch sein Verschwinden sie nicht beenden. Die Ursachen liegen unter anderem im Zerfall der arabischen Staaten, die einst als autoritäre Bollwerke und Statthalter im globalen Kalten Krieg von strategischer Bedeutung waren und entsprechend von den jeweiligen Verbündeten aufgebaut und stabilisiert wurden. Mit dem Ende der Ost-West-Konfrontation verloren diese Staaten ihre zentrale Bedeutung und degenerierten, sowohl politisch als auch zum Teil ökonomisch.

Das Kalifat auf den Ruinen westlicher Politik

Wenn wir heute auf das absehbare Ende des IS als territorialen Faktor im arabischen Raum blicken, sollten wir uns daran erinnern, dass die Miliz ihren Aufstieg nicht aus eigener Kraft bewerkstelligt hatte. Ein so brachial menschenverachtendes System konnte sich überhaupt nur ausbreiten, weil die Region bereits zuvor zerstört und zerrissen worden war. Vor der US-geführten Invasion des Iraks im Jahr 2003 gab es dort keine schlagkräftigen islamistischen Gruppierungen. Doch mit der faktischen Zerstörung des irakischen Staats öffnete sich ein Raum, in den nicht nur Terroristen einsickerten, sondern in dem auch Staaten wie Saudi-Arabien, der Iran und Russland eine Rolle spielen wollten, sich beinahe dazu genötigt sahen. Der IS wuchs als Ableger von Al Kaida im Irak ungehindert in dieses Vakuum hinein.

Der arabische Frühling, der die alten Regime erschütterte, öffnete Terroristen die Möglichkeit, um schnell Einfluss zu gewinnen. Hinzu kam, dass die westlichen Staaten, Russland, Iran, Saudi-Arabien und die Türkei aus jeweils eigenen Interessen heraus verschiedenste lokale Player unterstützten, was die Chancen der demokratischen Kräfte in der Region von vornherein vereitelte. Die zunehmend kopflose westliche Nahost-Politik führte dazu, dass kleine, obskure und mehr oder minder unbekannte, sogenannte „moderate Oppositionsgruppen“ im Kampf gegen den syrischen Diktator Baschar al-Assad mit Waffen ausgestattet wurden – was einer Frei-Haus-Lieferung für islamistische Terroristen gleichkam. Da sich Russland zudem anfangs zurückhielt und die Türkei eher gegen die Kurden – die stärksten regionalen Widersacher von Assad und IS – vorging, konnte die Terrormiliz ihren Einflussbereich schnell ausweiten. Als sich dieses regionale Gleichgewicht veränderte, war das Schicksal des Kalifats besiegelt.

Der Terror wird nicht verschwinden

Mit der Befreiung von Mossul und Rakka wird der Terror leider kein Ende nehmen – weder im Nahen Osten noch im Westen. Tatsächlich wird die internationale Einmischung in der Region ihren zumindest oberflächlich einigenden gemeinsamen Feind verlieren. Bislang weitgehend unter der Oberfläche brodelnde Konflikte zwischen den verschiedenen internationalen Kriegsparteien – der Begriff „Alliierte“ wäre hier schlicht falsch – dürften noch stärker zum Tragen kommen. Der Zerfall des IS führt die Region wieder auf die eigentliche Konfliktlage zurück. Nur ist der Konflikt mittlerweile noch stärker internationalisiert und irgendwo führt jeder gegen jeden Krieg.

Der Terror im Westen wird nach dem Untergang des IS ebenso nicht verschwinden. Auch wenn sich der IS immer schnell zu allen möglichen Anschlägen bekannte – davon auszugehen, dass es Drahtzieher im Nahen Osten bedurft hätte, um Anschläge im Westen zu initiieren, wäre naiv. Der „Islamische Staat“ war lediglich eine Art Franchise-Unternehmen. Sich darauf zu berufen, garantierte in jedem Falle maximale mediale Aufmerksamkeit. Der Niedergang des „Kalifats“ könnte den Terror im Westen sogar noch verstärken.

Die Entfremdung muslimischer Jugendlicher von einer sich zunehmend ängstlich abschottenden und die eigenen Werte verratenden westlichen Kultur, wird auch nach dem Fall von Rakka andauern und weiterhin für Nachschub an hausgemachten Terroristen sorgen. Die Anziehungskraft des IS, wie auch die von Al Kaida zuvor, hängt nicht von der Lage im Nahen Osten ab, sondern wird durch den menschenverachtenden Nihilismus und Relativismus der westlichen Gesellschaft gespeist. Da braucht es gar keine Flüchtlingsströme, in denen Terroristen unbemerkt nach Europa einsickern können.

Westliche Werte verteidigen

Wie Aufstieg und Niedergang des „Islamischen Staats“ zeigen, ist der Terrorismus ein globales Phänomen, das seine Energie wie auch sein Personal aus aller Welt importiert und auf Gedeih und Verderb vom politischen Scheitern der Großmächte in Ost und West abhängig ist. Die gute Nachricht lautet: Wir sind keine ohnmächtigen Opfer einer von außen eindringenden Gefahr, der wir nichts entgegenzusetzen haben. In dem wir auf die konsequente Verteidigung westlicher Werte und Freiheiten drängen und gleichzeitig die ängstliche Verlogenheit westlicher Außenpolitik anprangern, können wir unsere Gesellschaften vor dem inneren Niedergang bewahren und somit auch den Terrorismus von der materiellen wie ideellen Versorgung abschneiden.

Christop Kuhlmann | So, 9. Juli 2017 - 12:14

Der Satz:"In dem wir auf die konsequente Verteidigung westlicher Werte und Freiheiten drängen und gleichzeitig die ängstliche Verlogenheit westlicher Außenpolitik anprangern, können wir unsere Gesellschaften vor dem inneren Niedergang bewahren und somit auch den Terrorismus von der materiellen wie ideellen Versorgung abschneiden." wirft die Frage auf, ob es sich hier nicht um eine ideologisch bedingte Verwechslung von Ursache und Wirkung handelt. Bereits die Einwanderung der Täter bzw. ihrer Vorfahren basierte ja auf diesen sogenannten westlichen Werten. Auch große Teile der "verlogenen Außenpolitik" des Westens wurden und werden durch diese ominösen Werte legitimiert. Von Saddam Hussein, über Ghadafi bis Assad, stets waren es die westlichen Werte, die es zu verteidigen und durchzusetzen galt. Insofern ist es wohl zu kurz gedacht, sich von der Umsetzung westlicher Werte die Lösung des Problems zu erwarten, während man die Krise der muslimischen Kultur unerwähnt zu lässt.

Nicolas Wolf | So, 9. Juli 2017 - 13:24

Ein relativistischer Artikel der den Relativismus der westlichen Welt anprangert! BTW: westlichen Werten entspricht es, anderen auch Nihilismus zuzugestehen.

Bei den ganzen Gedankenwirrwarr sollte man mal die Extreme betrachten, dann wird so einige klarer. Wenn die islamischen Welt friedlich und mit super inneren Werten von den bösen Westlern grundlos überfallen wurden wäre, wäre eine gewaltigtätige Verteidigung natürlich angemessen. Dumm ist nur, dass Aufgängen von Dissidenten, Schwulen, Andersgläubigen oder ähnliche Verhaltensweisen nach meiner Wertvorstellung eben nicht so super sind, naja die sind wohl nicht so westlich. Die Verbreitung des Islams verlief auch selten friedlich, der Trend ist klar, im islamischen Kernland sind so 99% islamisierungsgrad erreicht und im Moment ist die absolute militärische Überlegenheit des Westens die Garantie für keine größere Expansion. Ich finde nicht, dass man solchen Menschen das Recht zugestehen sollte, uns dafür dann auch noch umzubringen.

Reiner Jornitz | So, 9. Juli 2017 - 14:36

Sehr geehrter Herr Heitmann, ein berühmter Philosoph sagte einmal eine starke Regierung bringt einen starken Staat hervor , eine schwache Regierung einen schwachen Staat! Die Keimzelle des Terrors müssen wir gleich nach dem 1 Weltkrieg ansehen , weil dort die Alliierten Frankreich England die Grenzen quer durch Stammes und Glaubensrichtungen in der Landkarte verändert haben. Diese Aggression hat noch Georg J Bush vorangetrieben in dem er das Kräfteverhältnis veränderte in der Region, schließlich lagerte Amerika Devisen unter dem Sandboden und Saddam Hussein und Komeni wollten in € das Öl bezahlen und das lies Amerika nicht zu so konnte sich Al Kaida und andere Terrororganisationen bilden. Der absolute Oberhammer brachte Merkel 2015 mit der Flüchtlingspolitik . Nicht nur unzählige Schläfer sind mit den Wirtschaftsflüchtlingen nach Deutschland gekommen und die sind momentan im Begriff Europa zu destabilisieren. Wie war das noch gleich Prognose für Merkel 36% Zustimmung vor der Wahl?

Torsten Knecht | So, 9. Juli 2017 - 17:01

... ist asymmetrische Kriegsführung.

Und was sind Bombenabwürfe der ferngelenkten Drohnen? Eben, auch eine Form der asymmetrischen Kriegsführung.

Gewalt erzeugt Gegengewalt. Von westl. Werteverteidigung zu sprechen ist mir zu unterkomplex. Welche sollen das sein? Die Bundeswehr am Hindukusch? Illegale Einwanderung zulassen? Steuerungerechtigkeit? Zwangsjobs u. Sanktionen durch das Jobcenters? Lobbyismus am Souverän vorbei? ....

Jens Richter | Mo, 10. Juli 2017 - 14:47

In reply to by Torsten Knecht

...wird am Ende den Ausschlag geben. Die verpönten "starken Vereinfacher", Menschen der Tat - wir oder die, schieß schneller oder du bist tot - werden entscheiden, ob Europa noch einmal von den Barbaren befreit werden kann. Die hübschen Wörterteppiche, mit denen die grausame Wirklichkeit noch eingewickelt wird, werden in Kürze nur noch Fetzen sein.

... sind in Wahrheit Interessen u. die sind der Knackpunkt.

Ein hoher amerikanischer Beamter drückte das so aus: "Amerika hat keine Freunde. Amerika hat Interessen." Auf höchster Ebene wird natürlich von Freiheit u. Demokratie gesprochen. Korea, Vietnam, Irak ... na klar, mit dem Export der Werte hat das alles geklappt.

Und genau so wenig wird das mit unserer "Freiheitsverteidigung am Hindukusch" klappen, dem "humanitären Imperativ" o. dem "Wir schaffen das!". Da stecken wirtschaftspolitische u. a. Interessen (Gesetzesverschärfungen rechtfertigen, Heterogenität, Geopolitik) dahinter.

Solange ihre "Barbaren" in D. quasi gewaltlos in staatl. Alimentation für nix kommen, wird es keinen "Barbarenaufstand" der Massen geben. Weil (fast) keiner den Ast absägt auf dem er sitzt.

wenn ich Sie etwas verbessere, Herr Knecht. Aber der amerik. Diplomat hat das noch präziser ausgedrückt:

"Wir haben keine dauerhaften Freunde und auch keine dauerhaften Feinde. Wir haben nur dauerhafte Interessen."

Robert Müller | So, 9. Juli 2017 - 20:48

Zu erinnern wäre, dass der IS auch in Libyen ausradiert worden ist, während die Islamisten weiterhin in Jemen und auf dem Sinai (Ägypten) große Gebiete haben. Wenn man mal die Islamisten am Golf nicht beachtet, dann sind noch die Islamisten in anderen Erdteilen. Etwa in Europa, aber speziell auch in Asien. Etwa die Taliban in Afghanistan, Pakistan und Indien und dann noch in Indonesien und auf den Philippinen. Auch nicht zu vergessen, dass sie im Kaukasus und in Schwarzafrika (z.B. Boko Haram) aktiv sind.

Volker Leyendecker | So, 9. Juli 2017 - 21:16

Der Islam ist gleich zu setzen mit dem Kommunismus beide wollen die Welt erobern. Nur der Islam führt Allah und Mohamed als Begründung an. Die Kommunisten die bösen Bourgeoisie. Sie sind Gleich zusetzen in Ihren Endzielen. Das Perfide beim Islam ist alles erlaubt weil es ja im Namen Gottes geschieht und gegen Gott hat die Vernunft keine Chance. Meine Empfehlung : Den Islam als Kriminelle Sekte einstufen um Sie Wirksam zu bekämpfen. Strickte Trennung von Kirche und Staat ist Voraussetzung für ein Überleben in Freiheit. Der Kuschelkurs mit den Religionen muss beendet werden. Scharia und Kirchenrecht sind Relikte aus dem Mittelalter . Ethik und Morallehre müssen der Maßstab unserer Werteordnung sein. Glauben ist Privatsache. Ich wünsche mir ein starkes Deutschland in dem wir in Frieden Leben können

eigentlich die USA immer ausgeklammert? Die Kommunisten haben den Nahen Osten bestimmt nicht destabilisiert und der Islam war's auch nicht. Wer hat Libyen auf dem Gewissen? Wer Ägypten? Wer den Irak? Und wenn man weiter zurückgeht im Iran, wer hat die demokratisch gewählte Regierung Mossadeq entfernt und somit das heutige Mullah-Regime dort erst möglich gemacht? Wer hat Osama bin Laden protegiert? Auch Saddam Hussein war ursprünglich ein Geschöpf der USA und seiner Geheimdienste, der Militärs und der Wall Street.

Die USA streben die Weltherrschaft an wie sonst keine andere Nation.

In den anderen Punkten pflichte ich Ihnen bei.

Ruth Falk | Do, 13. Juli 2017 - 03:19

In reply to by Josef Garnweitner

die einzige Macht, die die ganze Welt ohnr Rücksicht auf Verluste für ihren Profit in Kriege stürzt, ist die USA. Korea, das Dank USA nun einer der gefährichsten Atommächte zu werden sich anschickt, Vietnam, alle von Ihnen schon erwähnten Länder, sind von dieser unverschämten USA der eigenen Regierung beraubt worden. Aber da die USA noch nie sich die Mühe gemacht haben, fremde Kulturen mit den sich daraus ergebenden anderen Herrschaftsformen auch nur im enrferntesten zu verstehen, trampeln sie alles ihnen nicht nützliche nieder, ermorden unzählige Zivilisten, zerstören um des Rebbachs willen ganze Länder, und wer sich wehrt- mit dem ihm möglichen Mitteln- ist ein Terrorist, und da auch die einen zentralen Anführer brauchen, ist es Allah. und natürlich greifen sie an den schwachsten Stellen an.
DIE TERRORISTEN dieser Welt sind die USA und die mit ihnen hörigen Staaten.

ingrid Dietz | Mo, 10. Juli 2017 - 00:10

sich der islamische Terror weltweit ausbreitet und (viele) muslimischen Einwanderer zu "Zeitbomben" entwickeln, ist in der Politik und/oder an entscheidenden Stellen und Funktionen einfach fehl am Platz !
Allein mit Sozialromantik ist dem Terror nicht beizukommen !

Christop Kuhlmann | Mo, 10. Juli 2017 - 10:11

Diktatoren sind besser als Bürgerkrieg und an dem ganzen Chaos ist die Verlogenheit des Westens schuld. Es ist aber auch nicht einfach, wenn vor Ort die politisch korrekten, aufgeklärten Verteidiger der Menschenrechte in freien Wahlen einfach keine Chance haben, wenn es sie denn gibt.

Respekt Herr Kuhlmann, wieso nehmen wir für uns in Anspruch, besser zu wissen was Menschen in anderen Ländern mit völlig anderen Kulturen zu wollen haben, als die betroffenen Menschen selbst? Ist diese westliche Arroganz nicht einer der wichtigsten Gründe für die Misere in der die Welt teilweise steckt.

Abgesehen davon merken immer mehr Menschen auf dieser Welt, daß es "dem" Westen in keinster Weise um ihr seelisches und politisches Wohl geht, sondern ganz einfach um die eigenen wirtschaftlichen Interessen dieses Westens.

Ralf Altmeister | Mo, 10. Juli 2017 - 10:34

1. Die Rolle der Demografieentwicklung, auch als Kriegsindex bezeichnet. Er misst die Relation in einem Land zwischen 55- und 59-jährigen Männern, die sich auf die Rente vorbereiten, und 15- bis 19-jährigen Jünglingen, die den Lebenskampf aufnehmen und beantwortet die Frage, wie sich eine friedliche Gegend in ein Kriegsgebiet verwandelt. In einem Land mit hohem Kriegsindex gehen 1000 Alte in Rente, und 5000 oder mehr Junge kämpfen um diese 1000 Plätze. Es kommt zu Flucht und Konflikten.
2. In der Studie "Radikalisierung als Selbsttherapie",in der der französische Psychologe Fethi Benslama den Islam analysiert, wird auf 2 wichtige Impulse verwiesen, sich dem islamistischen Terror anzuschließen: "Einerseits ist es das Gefühl der identitären und kulturellen Verlorenheit gerade junger Menschen. Andererseits ist es das tiefe Schuldgefühl gegenüber der muslimischen Tradition der Vorfahren." Der Terror wird als Befreiungsschlag und Selbstaufwertung gesehen.

Detlev Bargatzky | Mo, 10. Juli 2017 - 11:44

als dass man ihn aussterben lassen könnte.

Man braucht sich dazu nur das Verhalten der 'West'-Staaten oder auch nur Deutschlands in den letzten 15 Jahren ansehen.
Glaubt irgend jemand, dass die gesetzlichen Änderungen bzgl. der inneren Sicherheit oder die Rüstungsbeschlüsse ohne die 'Terror'-Gefahr als Allzweckargument möglich gewesen wären?

Sorry, aber die Bundeswehr hat nach Ende des Kalten Krieges und der Wiedervereinigung bereits Anfang der 90er davon geschwärmt, dass man nun die Aufgabe habe, sich am weltweiten Kampf gegen den Terrorismus zu beteiligen.

Wie weitsichtig!

Raimund Zoller | Mo, 10. Juli 2017 - 11:57

Bei den Islamisten, die zum IS gingen, bestand eine gute Chance, dass sie nicht zurückkehren. Stattdessen wurden vom Staat Ausreisen verhindert.
Was ist eigentlich, wenn die Übrigbleiber zurück nach Merkelland wollen. Tun mir se reinlasse? Sicher, kein Mensch ist illegal und allemal eine Bereicherung. Stimmts, Claudia Roth?
Merkelland - bald abgebrannt!

Michael stecker | Do, 13. Juli 2017 - 10:20

In reply to by Raimund Zoller

Hr.Zoller super auf den Punkt gebracht. Nichts hinzuzufügen.

Franz Otto Hegger | Mo, 10. Juli 2017 - 14:46

Der IS ist sowas ähnliches wie die Mafia, sie verlegen, wenn brenzlig wird nur das Operationsgebiet. Sie werden niemals ganz zu fassen sein.

Harro Meyer | Mo, 10. Juli 2017 - 18:24

Die Verteidigung der westl. Werte ist zweifelsfrei eine lobenswerte Angelegenheit. Das aber auf der Basis zweier Religionen zu machen, scheint mir bedenklich. Nicht nur, dass Christentum und Islam aus dem gleichen aramäischen Pfuhl stammen, schon der naive Gottesbezug beider Religionen lässt eine demokratische Willensbildung nicht zu. Da hat sich zwar das Christentum bis zur Selbstaufgabe exhibitioniert, um den Demokraten zu gefallen, entsprechend ist aber auch die Begeisterung seiner Mitglieder weniger geworden, die sich nur noch in die Opfer-und Hilfepose gefallen, und alles über sich ergehen lassen, vom Flüchtlingsschiff bis zum Massentourismus
Kein guter Weg für die Zukunft

Klaus Büchler | Di, 11. Juli 2017 - 18:05

Der IS auf dem Rückzug ist eine gute Nachricht.

Der Kern des Problems wird aber von unseren Politikern nicht benannt und allenfalls hier im Forum thematisiert.

Es ist die hemmungslose Vermehrung der Bevölkerung in Weltgegenden in denen weitgehend keine staatliche Ordnung existiert und eine gedeihliche Entwicklung der Lebensumstände nicht möglich ist.
Ich kann mir nicht vorstellen das den westlichen "thinktanks" und Politikern dies nicht bewußt ist. Lieber treibt man zum x-ten Mal die Klimasau durchs Dorf .

Es ist daher abzusehen das in nicht allzu ferner Zeit, eine neue, noch unbekannte Organisation auftaucht, die basierend auf obskuren religiösen Heilsversprechen den Kampf gegen die "westlichen Werte" fortsetzen wird

Nathan Warszawski | Mi, 12. Juli 2017 - 16:26

"Da braucht es gar keine Flüchtlingsströme, in denen Terroristen unbemerkt nach Europa einsickern können."
Stimmt. Doch Flüchtlingsströme erleichtern den Transfer.

Holger Stockinger | So, 16. Juli 2017 - 15:46

Das PROGRAMM auch für "Partei-Mit-Glieder" ist ergreifend:

Neben "Bildung vom Himmel" soll es Geld regnen auch für blinde Hühner, die ohne Karriere vermutlich vom EU-Parlament nach Sibirien und dann erst SPD-Spitzenkandidat werden durften ...

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