Neuer US-Präsident - Das Trumpelstilzchen

Nicht alle Ansätze von Donald Trump sind falsch. Doch sie werden überschattet von seinem Wesen, das offenbar nie der Pubertät entkommen ist. Ein cholerischer Charakter wie er hat im Machtpoker mit Wladimir Putin keine Chance

Der neue US-Präsident Donald Trump als Skulptur aus Schnee steht am 17.01.2017 in Wenzenbach (Bayern) in einem Garten
Der neue US-Präsident ist alles andere als ein eiskalter Analytiker / picture alliance

Autoreninfo

Christoph Schwennicke ist Chefredakteur des Magazins Cicero.

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Der Spiegel hat diese Woche ein ausgezeichnetes Titelbild, eines, das die ganze Situation auf einen Blick klar macht. Es zeigt über der Zeile „Trumps Spiel“ ein Billard-Queue, das dabei ist, die Spielkugel (in den amerikanischen Farben) zum Anspiel auf das zurechtgerückte Dreieck der anderen Kugeln loszuschießen, ganz vorn an der Spitze des Dreiecks liegt die deutsche Kugel, die entscheidende schwarze acht im Zentrum ist das Russland von Wladimir Putin.

Donald Trump, der amerikanische Präsident spielt Pool-Billard mit der Welt, und wie die Kugeln dann auseinanderfegen, ist derzeit noch nicht genau abzusehen. Aber klar ist: Es wird das bisher festgefügte Kugeldreieck gehörig über den Tisch der Welt verteilen. Ende offen.

Schöpferische oder bloße Zerstörung?

Bei Cicero Online sind nach der Amtseinführung des neuen amerikanischen Präsidenten zwei Texte erschienen, die die positive Seite dieser Auflösung einer erstarrten Ordnung sowohl innenpolitisch in den USA als auch außenpolitisch hervorheben. Das ist nicht verkehrt, aber zugleich nicht das ganze Bild. Das ganze Bild wird erst klar, wenn man sich den Mann vergegenwärtigt, der am Ende des Queues steht und dieses Spiel mit den Weltmächten mit all seinen Charaktereigenschaften zu spielen gedenkt, die er bisher zu erkennen gegeben hat. Die Frage ist: Kommt da schöpferische Zerstörung aus den USA, oder einfach nur Zerstörung? Und da gibt es, bei aller gebotenen Zurückhaltung und Vorläufigkeit, klaren Anlass zur Sorge.

Um beim Positiven anzufangen: Natürlich sind zwei Ziele von Donald Trump rundheraus zu begrüßen: Erstens, das Verhältnis zu Russland und Waldimir Putin wieder auf ein neues Fundament zu stellen (bei aller berechtigten Kritik an Putins Vorgehen in der Krim und der Ostukraine). Da hat Barack Obama mit seinem Hochmut gegenüber Russland, das Obama als Regionalmacht bezeichnet hatte, großen und unnötigen Schaden angerichtet. Und zweitens ist Trumps Ansatz richtig, dem weltweiten Wüten und Morden des sogenannten Islamischen Staates ein Ende bereiten zu wollen. Ziel zwei kann dabei am besten über Ziel eins erreicht werden, in Zusammenarbeit mit Russland.

Putin nicht gewachsen

Nur kommt an dieser Stelle Trumps Wesen ins Spiel und überschattet diese beiden richtigen Grundansätze. Der neue amerikanische Präsident zeigt Verhaltensweisen und hat eine Art zu kommunizieren, die mehr als nur den Verdacht nahelegen: Dieser Mann denkt schlicht und ist unbeherrscht, rachsüchtig und infantil – im Grunde einer lebenslangen Pubertät nie entkommen.

Wenn einer nach seiner Amtseinführung über die Frage, wie viele denn da nun wirklich gekommen waren, eine derart unsouveräne und kindische Attitüde an den Tag legt wie Donald Trump, dann berechtigt es zu keinerlei Hoffnung, dass er der Raffinesse und Selbstbeherrschung eines Wladmir Putin auch nur in Ansätzen gewachsen sein könnte. Dieser Mann an der Spitze der Vereinigten Staaten ist nach der Temperamtenlehre kein Sanguiniker, also ein Bruder Leichtfuß, was vielleicht noch ginge in so einer Position. Er ist ein unberechenbarer Choleriker. Ein solches Rumpelstilzchen aber genehmigt sich einer wie Putin zum Frühstück. 

Schlicht in Wort und Denken

Und als solches ist Trump offenbar nur begrenzt imstande, klare Gedanken zu fassen. Rachsucht und permanenter innerer Kriegszustand sind keine guten Ratgeber. Die Schlichtheit seiner Gedanken bleibt leider nicht auf Wahlkampfsprüche beschränkt. Wahlkampf ist immer plakativ und letztlich banal. Seine geistigen Fähigkeiten spiegeln sich jedoch auch in Interviews wie zuletzt in jenem mit der Bild-Zeitung. Man muss Sätze nicht künstlich verschachteln und glücklich ins Ziel führen, wie es Norbert Lammert tut, um Kluges zu sagen. Man kann präzise Gedanken auch in kurzen Sätzen äußern, wie Franz Müntefering. Aber Trump schafft es, wirres und widersprüchliches Zeug in kurzen Sätzen zu sagen: zu Angela Merkel, zur Nato, zu allem. Das macht beklommen. 

Man wünschte sich von einem amerikanischen Präsidenten, der mit dem Atomkoffer um die Welt reist, mehr Abgeklärtheit, um selbst besser schlafen zu können. Es mag schon sein, dass die Welt einen neuen Anstoß braucht. Aber es muss dann darum gehen, dass der Mann, der den Queue führt, nicht einfach nur wildes Durcheinander anrichten, sondern die Kugeln peu à peu besonnen in die Löcher bugsieren möchte. Gute Billardspieler wissen, wie viel Fingerspitzengefühl dafür notwendig ist. Bisher hat Trump auch nur dezente Hinweise auf das Vorhandensein dieser Gabe nicht gezeigt. 

Dorothee Sehrt-irrek | Mo, 23. Januar 2017 - 14:15

Putin wird ihm die Chance aber geben und dann hätte er von Schröder gelernt.

Tilo Eggert | Mo, 23. Januar 2017 - 14:21

Trumps angebliche Unberechenbarkeit kann mit zwei Argumenten aus dem Feld geräumt werden.

1) Niemand Unberechenbares hätte jahrelang geschäftliche Verantwortung für seine Kunden übernehmen können.

2) Der amerikanische Staat wird professioneller geführt, als dass man ihn einem Risiko wie Trump aufgesetzt hätte; aller demokratischen Märchen zum Trotz.

Fazit: Wir Deutschen brauchen jetzt keine unwissenschaftliche psychologische Ferneinschätzung zu betreiben. Sondern wir sollten unsere Situation einschätzen, uns moralische Prinzipien für künftiges Handeln setzen, uns positionieren, und dann beten.

Wir haben übrigens im eigenen Land, in der eigenen Geschichte, und in der eigenen Psyche mehr zu bewältigen, als im Umgang mit dem amerikanischen Präsidenten. Trump wird überschätzt. Wir hingegen unterschätzen uns selbst.

Monika Baumüller | Mo, 23. Januar 2017 - 18:57

In reply to by Tilo Eggert

Ist das wirklich ernst gemeint, dass Trump "jahrelang geschäftliche Verantwortung für seine Kunden" übernahm? Was glauben Sie, wer für seine diversen Pleiten bezahlt hat? Nicht Trump, sondern Handwerker, Investoren, Kreditgeber, Steuerzahler. Wenn Trump eines nicht ist, dann ein verantwortungsbewusster. Geschäftsmann. Um das zu erkennen, braucht es keine Psychologie.

kommt drauf an, wem gegenüber! Seiner Agenda gegenüber und seiner Familie sicher,
er ist anscheinend kein Intellektueller, aber sehr sehr clever, überaus schlau! Und er wird sicher damit erfoilgreich sein, das Motto "America first" auf Kosten der übrigen WElt zu verwirklichen! Das wird kein Honiglecken,,,,,

Peter Enders | Di, 24. Januar 2017 - 01:15

In reply to by Tilo Eggert

Trump macht noch deutlicher, wer in den USA wirklich regiert.
Deutschland muss von Menschen geführt werden, die nicht Vasallen der USA sind (Merkel, Schäuble, ...), sondern die Europa voranbringen wollen (Kohl - gegen den ich Vieles habe! - hat Europa dadurch vorangebracht, dass er seinen Einfluss im Hintergrund hielt: er hat den Karlspreis verdient, nicht desavouiert, wie so Viele Mit-Preisträger)

Hans-Henning Paetzke | Mo, 23. Januar 2017 - 14:27

Donald Trump, ein Clown, wie ich ihn mir als Kind im Zirkus immer gern zu Gemüt geführt habe. Auch im Privaten lache ich gern und herzhaft über unberechenbare Menschen, die immer für eine angenehme oder eben unangenehme Überraschung gut sind. An der Spitze eines Riesenreiches aber überläuft mich ein Kälteschauer. Angst macht sich breit.

Marvin Freud | Di, 24. Januar 2017 - 10:36

In reply to by Hans-Henning Paetzke

Wen interessiert Ihre Gefühlslage oder ihre postfaktische Kindheitserinnerung? Weshalb machen Sie sich die Mühe darüber ein Kommentar abzugeben?

Sabine Barth | Mo, 23. Januar 2017 - 14:28

Sie schreiben genau das, was ich aus dem bisherigen Verhalten Trumps vermute und befürchte, Herr Schwennicke!
Auch ich war von der Plumpheit und Einfachheit seiner Inaugurationsrede überrascht, aber nicht positiv. Mag sein, dass wir Deutsche die Mentalität der Amerikaner vielleicht falsch einschätzen, aber ein bisschen mehr als diese Rede für Denkfaule hatte ich schon erwartet.
Den Ausschlag für meine Enttäuschung gab allerdings das kindische Gezerre mit der Presse um Zuschauerzahlen. Das ist eines Präsidenten einfach nicht würdig.
Ich hoffe in der kommenden Zeit auf den ausgleichenden Einfluss seines Berater- und Ministerteams...

Michaela Zimmer | Mo, 23. Januar 2017 - 17:34

In reply to by Sabine Barth

Ich bin in der DDR geboren und hoffte nach der Wende in einer echten Demokratie leben zu können.
Das war unter allen bisherigen Kanzlern möglich; bis auf Frau Merkels Hang zur Autokratie (aber das ist jetzt nicht das Thema).
Die Rede war "schlicht" in dem Sinne, dass sie schlicht und einfach die Aufgaben eines Staatsoberhauptes auf den Punkt gebracht hat- in erster Linie für die Interessen der eigenen Bürger und Steuerzahler(!) da zu sein!
Solch eine Rede habe ich weder in der DDR noch in der jüngsten bundesrepublikanischen Zeit gehört und DAS ist das eigentlich Tragische .
Es ist keine Rede für "Denkfaule" - sie ist ein Fanal (auch für Deutschland und die EU- Mitgliedsstaaten)!
Warum wohl reagieren so viele etablierte Politiker entsetzt?
Weil sie nun ihre eigene Politik selbstkritisch auf den Prüfstand stellen müssen!
Hoffentlich tun sie es auch- denn nur durch ihre jahrzehntelange verfehlte Politik konnte ein Trump gewinnen.

Wie Frau Zimmer bin ich in der DDR geboren worden, doch hoffte ich mitnichten, nach der Wende in einer echten Demokratie leben zu können, da ich eifrig "Westradio" gehört habe (s. a. Fall Ullmann).
Natürlich haben Regierung und Staatsoberhaupt in erster Linie für die Interessen der eigenen Bürger da zu sein: der Vorwurf des Staatsverrats trifft hier leider zu.
Solch eine Rede haben Weizsäcker und Herzog gehalten. Welche Unterschiede sehen Sie zwischen den Parteien in der DDR und denen in der BRD?

Josef Garnweitner | Mo, 23. Januar 2017 - 14:35

bei aller Wertschätzung Ihrer Person, aber immer haben auch Sie nicht recht. Das Ukrainechaos hat nicht Putin zu verantworten, sondern das Obama-Amerika. Sie sehen ich vermeide Worte wie "die Russen" oder "die USA". Weil das Volk selten bis nie gefragt wird.

Ansonsten haben wir ja unter Trumps Vorgängern einige, die bestimmt nicht besser waren als er. Lassen wir ihn erst mal Entscheidungen treffen. Bis jetzt ist alles nur Spekulation.

Thorsten Rosché | Mo, 23. Januar 2017 - 14:49

Ich kann nur gewinnen, wenn ich für meine Gegner unberechenbar bin. Und Freundschaften gibt es in der Politik und Wirtschaft nicht. Hat Obama nicht sogar seine Freundin Merkel ausgespäht ? Wenn ich mir die deutsche Politik so anschaue, frage ich mich wer kindischer ist. Wenn man Trump als Hassprediger bezeichnet ? Nö, Herr Schwennecke diesmal keine Zustimmung. Auch Reagan wurde von der deutschen Presse ins Abseits gestellt und wurde ein guter Präsident. Wir sprechen uns in 4 Jahren, alles andere ist Kaffeesatzleserei........

Dieter Göttler | Mo, 23. Januar 2017 - 16:31

In reply to by Thorsten Rosché

Richtig. Wesentlich mehr betroffener macht mich die derzeitige Heiligenverklärung von Obama in der deutschen Medienmainstreamlandschaft, allen voran der ÖR.
Der Obama hat die totale Überwachung der deutschen Bundeskanzlerin (und vermutlich auch der ganzen übrigen Regierung) organisiert und zu verantworten. Und was gabs als Reaktion der Presse? Ein bischen erhobener Zeigefinger, aber eher ganz verschämt und heute ist schon wieder alles verdrängt.
Da ist mir der Trump wesentlich lieber, der sich hinstellt und offen sagt, passt auf Euch auf, weil wenn nicht zieh ich Euch über den Tisch!

Dorothee Sehrt-Irrek | Mo, 23. Januar 2017 - 17:27

In reply to by Thorsten Rosché

sogar darin Gewerkschaftssprecher, wenn ich mich richtig entsinne.
Nein das politische Format von Reagan hat Trump nicht.
Er ist vor allem Geschäftsmann und wenn er das voranbringen kann für alle Amis, vielleicht auch eine Bereicherung.
Aber von einer Annäherung durch wirtschftliche Beziehungen scheint er noch weit entfernt.
Zunächst befreit er sich/die USA?
Ich würde mir merken, dass er Handelsverträge aufkündigt und dies in jeden neuen Vertrag einbauen.
Ich weiss nur nicht, ob man das selbst dann auch gerichtlich gegen die USA durchbekommt.
Die Amis hätten m.E. alles durchbekommen über TTIP mit einem freundlichen Lächeln von Frau Merkel, das ihr evtl. am liebsten als Information gereicht hätte.
Wir sollten jetzt wirklich wissen, dass alles genauestens geprüft werden muss, gerne auch gesellschaftlich.

Reiner Jornitz | Mo, 23. Januar 2017 - 14:55

Die Frage lautet! Was will Trump wirklich? Über die Welt herrschen! mit Sicherheit aber Europa zerstören und Deutschland als Wirtschaftsmacht zerschlagen! Es gibt nur ein Mittel! Ich denke die Lösung kommt aus der Farbenphychologie. Rot ist Dominant , Cholerisch Zielorientiert. Man kann dieser Person nur mit gleichen Mittel begegnen, alles andere , wie Demokratischer Führungsstil und Partnerschaft lehnt er ab und respektiert nichts und alles was in der Vergangenheit geschaffen worden ist. Wehret den Anfängen , wir tun gut das Europa und Deutschland seine Zähne zeigt. Er erwartet das auch von uns. Wenn nicht wird er unsere Strukturen wirtschaftlich in Deutschland zerstören. Jetzt wird es aber an der Zeit politisch und wirtschaftlich Rückgrat zu zeigen auch von der Bundesregierung. Ich glaube aber, leider wird unsere Regierung vor Amerika Einknicken, anschließend!
wird Deutschland nicht mehr das sein was es einmal war.

was es einmal war, aber ich könnte mir vorstellen, dass ein Trump vergebens sich bemüht, die aalglatte Kanzlerin auszutrixen, sie wird sich, wie immer, rauswinden und nicht zu fassen sein. Mit Fuss-Aufstampfen und bockig. "Ich will aber so, und das sofort!" kommt ein Trump da nicht weiter, hoffentlich ist er lernfähig, sonst Gnade unserer Welt.

Ich könnte Ihnen die neuerdings obligatorische Frage stellen, ob Sie für Ihre Behauptung, dass Trump die Welt beherrschen oder Europa zerstören will, irgendeine Quelle benennen können. Das schenke ich mir aber. Nur eins. Sie sollten das, was in den hiesigen Medien so über Trump verbreitet wird, nicht ungeprüft 1:1 übernehmen. Wenn Sie einfach mal googeln, werden Sie überrascht sein, was alles in Deutschland nicht über ihn berichtet wird. Es gibt viele Berichte darüber, dass Trump wohl ein sehr sozial eingestellter Mann ist, der spontan viele in Not geratene Menschen finanziell unterstützt hat. Und das schon seit langer Zeit (hat also nichts mit Wahlkampf zu tun). Fragen Sie sich mal, warum wir hierzulande darüber nichts hören.

Ich bin kein großer Anhänger der Person Trump (die man vielleicht vom Politiker trennen sollte). Er scheint ein ungehobelter Klotz zu sein, der für seine unterstellten Mitarbeiter möglicherweise kein angenehmer Chef ist. Aber das ist reine Vermutung.

Dimitri Gales | Mo, 23. Januar 2017 - 14:55

Wait and see - man sollte Trump nicht vorschnell in eine Schublade sortieren. Das Amt, die Bürde und Verantwortung eines Amtes hat schon so manchen zur Vernunft gebracht. Ausserdem gibt es noch den Kongress, den Senat und andere Kontrollmechanismen; ein alleinherrschender, unkontrollierter Choleriker ist Trump auf keinen Fall, sondern ein hartgesottener Realist und Pragmatiker. Er hat nun einmal eine ausgesprochen extrovertiere freimütige Neigung und die kann er nicht ablegen - wozu auch. Ich verstehe die deutsche Trump-Hysterie nicht.

Und zu Putin: gerade der braucht starke Persönlichkeiten als Verhandlungspartner; denn gerade die Russen respektieren nur eins: Stärke und Entschlossenheit.

Bernd Eifländer | Mo, 23. Januar 2017 - 15:00

Die USA haben nur willfährige Vasallen ( dazu gehört auch Deutschland ) oder Gegner. Trump spricht Klartext und jeder weiß was + wenn er meint. Das Gejaule in den EU Etagen zeigt das er auf dem richtigen Weg ist. Und präzise kurze Sätze von Müntefering ? Auf die warte ich noch heute.

Ruth Müller | Mo, 23. Januar 2017 - 15:36

Weiter so - ist bequem und erfreulich - wenn alle Teile des Volkes profitieren oder zumindest der Anschein gewahrt wird, das Recht, Sicherheit und Ordnung (BGB und GG) oberstes Primat des Handels ist. Wenn aber private Gefühle und Selbsterhebung das Handeln bestimmen - sozusagen eine feudale Geste - und EuG, BGB und GG nicht das Handeln der alimentierten Elite bestimmen - sondern diese sich mit "göttliche Zielen" und apostolische Anmassungen darüber hinwegsetzen - wird das Wahlvolk immer trump-ähnliches wählen um seinen Willen auszudrücken, da es ja heißt : Die Macht geht vom Volke aus! - und nicht umgekehrt.
Wer das ignoriert wird bestraft - so ist das in einer Demokratie. Wer das nicht wahr haben will soll dann ehrlicher Weise die Diktatur fordern und nicht so tun als ob.
Trump - ist ein Resultat und nicht der Grund!
.
PS. Wenn er seine Versprechen nicht einhält - wird er vom US-Wähler bestraft - habt da mal keine Angst.

Robert Müller | Mo, 23. Januar 2017 - 15:47

Das ist ein sinnloser Artikel, wie er zur Zeit häufig in unseren Zeitungen zu lesen ist. Deutschland entscheidet nicht darüber wer in der USA Präsident ist. Im übrigen ist die Wahl schon vorbei.

Brigitte Schmidt | Mo, 23. Januar 2017 - 16:44

In reply to by Robert Müller

Nach zwei positiven Artikeln über Trump hat Herr Schwennecke wahrscheinlich Ärger bekommen, daher jetzt dieser Artikel als Wiedergutmachung und Einreihung in die übrige Journalistenriege. Schade.

Kostas Aslanidis | Di, 24. Januar 2017 - 10:29

In reply to by Brigitte Schmidt

der Welt. Ist das so schwer zu verstehen. Es gib viele Sichtweisen die zu respektieren sind. Die Trump Hysterie zeigt die Intoleranz der Intoleranten. Es ist so beschaemend was für ein Hass auf andersdenkenden in deutschen Zeitungen sich aufhaelt. Nicht mal die, die es schreiben glauben das,
Sie haben nur Vorgaben zu erfuellen, sonst droht arbeitsverlust. Deutsche Journalisten und Politiker wissen nicht mal wie die Woerter Respekt und Anstand geschrieben werden, von Objektivitaet ganz zu schweigen. Das einzige Land das von der EU profitiert, alle anderen muessen sich Moralpredikten anhoeren. Nach der Frankreich Wahl ist die EU Geschichte.

Bianca Schmidt | Mo, 23. Januar 2017 - 15:55

Um Trump kontern zu können, bräuchten wir Wirtschafts - Manager in der Politik + Regierung, die so denken wir er. Unsere Politiker wären noch nicht mal in der Lage einen Bauchladen zu führen. Für Trump ist die Politik ein Geschäft - so wird er die USA führen. Da ist die Deutschland GmbH chancenlos, mit Ihrer Vorstandsvorsitzenden mit der geballten Wirtschaftkraft der Pleite EU.

Michaela Diederichs | Mo, 23. Januar 2017 - 16:02

Lieber Herr Schwennicke, sprachlich wie immer ein lesenswerter Artikel. Inhaltlich bin ich nicht so ganz bei Ihnen. Was soll ein Herr Trump einer BILD-Zeitung auch groß zu Angela Merkel, Nato, Putin usw. sagen? Er wird sich vermutlich vorerst mit allem und allen nur oberflächlich beschäftigt haben. Erst mal musste er Wahlkampf machen und gewinnen, dann Präsident werden. Und so kann auch jede Betrachtung über ihn nur oberflächlich bleiben. Denn vorläufig wissen wir nicht, wie er wirklich agieren wird. Und ganz so viel Beinfreiheit, wie suggeriert, hat er dann ja auch nicht. Astrologisch können wir natürlich auch noch rangehen: Drache (Putin) trifft Hund (Trump) oder Waage (Putin) trifft Zwilling (Trump). Können Sie ja mal googeln, ob´s passt. Nette Spielerei so als Zeitvertreib. Vorläufig kommen wir über die Oberfläche nicht hinaus.

Wolfgang Seifert | Mo, 23. Januar 2017 - 16:04

Man kann vieles so oder so sehen, aber eins ist sicher: Trump vertritt nicht das Amerika, das für Fortschritt steht (oder doch?). Er gehört in die geografische Mitte des Landes, zu denen, die nicht dazulernen und sich nicht an die digitale Welt anpassen wollen. In Detroit schließen die Autofabriken um in Kalifornien mit weltweiter Anerkennung neu zu eröffnen (Tesla). GM und Ford haben jahrelang am Weltmarkt vorbei produziert; solange bis selbst die Amerikaner lieber im Ausland kauften und aktuell der größte Autoexporteur der USA BMW ist. Trump ist irreal – was er tun wird, richtet sich vor allem gegen seine Anhänger (Millionäre ausgenommen). Er hasst seinen kleinbürgerlichen Unverstand. Er wird sich an seinen Wählern rächen und seine "Gegner" - ohne es zu wollen - fördern wie kein anderer vor ihm. Das gesellschaftliche Gefälle wird rapide zunehmen. Die außenpolitische Arbeit werden andere machen - hoffentlich.

Sehe während der Football-Übertragungen viel Autowerbung und ganz tolle aus den USA für die USA, so toll europäische Wagen sind, besonders für Europa, treffen sie doch nicht das amerikanische Land und die Bedürnisse seiner Bewohner, sondern stellen eher Nischenprodukte dar, auf spezielle Bedürfnisse zugeschnitten.
Wie heisst es bei der Bierreklame, wie das Land so das...
Da muss doch noch etwas anderes schieflaufen.
Keine Ahnung von Werbung, die Amis?

Wolfgang Seifert | Mo, 23. Januar 2017 - 22:25

In reply to by Dorothee Sehrt-Irrek

Frau Sehrt-Irrek,

natürlich kaufen die Amerikaner auch amerikanische Autos, aber Herrn Trump stört ja offensichtlich ungemein, dass von 17 Mio. Fahrzeugen jährlich nur 12 Mio. in den USA produziert werden und die restlichen 5 Mio. aus dem Ausland stammen. Es war mehr ein Beispiel für die sehr unterschiedliche wirtschaftliche Lage im Land, die Gründe hat - und die liegen nicht in Asien oder Europa. Die wirtschaftliche Diskrepanz ließe sich sicher mindern (so wie das in Deutschland geschieht), aber trotz 4-fachem Staatshaushalt (pro Einwohner im Vergleich zu Deutschland) kommt nichts bei denen an, die Trump gewählt haben (Ausnahme Millionäre). Der der wird den Teufel tun und Sozialgeschenke machen. Es wird mit ihm noch schlimmer werden.

Michael Sander | Mo, 23. Januar 2017 - 16:39

Also Herr Schwennicke, es wundert mich schon sehr, was Sie alles über Trump zu wissen glauben. Haben Sie ihn mal persönlich kennengelernt? Haben Sie wenigstens mal mit ihm geredet? Oder schließen Sie aus Trumps Twitter Äußerungen auf sein Verhandlungsgeschick? Ich meine, der Mann ist zwar kein Politiker, aber doch der Führer eines recht großen Wirtschaftsunternehmens und ein SelfMade Milliardär. Außerdem hat er der Wahl zum amerikanischen Präsidenten gewonnen. Irgendwas muss er da ja wohl richtig machen.
Und ob Putin mit Trump wirklich besser fährt, ist noch lange nicht ausgemacht. Trump soll - wie man liest - im persönlichen Umgang eher kumpelhaft sein. Das ist für den Aufbau von persönlichen Beziehungen wohl vorteilhafter, als das elitär-dünkelhafte Auftreten eines Barack Obama.

Er war der erste "schwarze" Präsident und einfach mal überwätigt und der Verfassung der USA und seinen Menschen unendlich dankbar, dass es möglich wurde.
Er hat das politische System der USA täglich angebetet und dies auch zum Ausdruck gebracht, seine Verehrung und Hingabe.
Dadurch trat das politische Alltagsgeschäft vlt. zu sehr in den Hintergrund, aber gearbeitet haben dürfte Obama Tag und Nacht.
Wenn das als überheblich wahrgenommen wird, hat man eine evtl. für einen Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika falsche Arbeitsauffassung.
Ich würde schon sagen, dass sich Trump diese Kritik gefallen lassen muss.
Aber er ist zu alt um sich zu ändern.
Deshalb glaube ich auch nicht an eine 2. Amtszeit.
Er mag beharrlich im Geschäftlichen sein, was man aber besser nicht mit Pflichterfüllung im Amt gleichsetzen sollte.
Geschäfte laufen anders.
Wenn sich nur nicht HC wieder "präpariert".
Pflichterfüllung und Ehrgeiz ist aber etwas ganz anderes.
Bei HC sehe ich nur Letzteres.

Ralph Barthel | Mo, 23. Januar 2017 - 16:40

"Schöpferische oder bloße Zerstörung?".
Die hat doch längst begonnen. Nur war es nicht das "Trumpelstilzchen". Davos zeigt gerade wie kaputt die Weltordnung ist, wenn schamlose Kapitalisten einen Kommunisten zum "Weltwirtschaftsführer" erkoren, ohne zu merken wie er diese und ihre Lakeien in der Politik durch den Ring führt. Selbst Mao würde Gehirnkrebs bekommen.

"Putin nicht gewachsen"
Auch meine Meinung. Doch wer ist es?

"Schlicht in Wort und Denken"
Das "Wir schaffen das" und die ganze Vorgeschichte und die Folgen ist nicht viel besser. Man könnte noch viele Punkte aufzählen.

Bei Trump weiß man wenigstens woran man ist. Oder auch nicht. Und dies ist das spannende. Wir wissen inzwischen wie er redet, aber wie er denkt weiß doch kaum einer. Wie er handeln wird bleibt einfach abzuwarten. Ich glaube er trennt aus seiner Sicht erst mal die "Spreu" vom "Weizen" und entscheidet dann wer seine "Liebe" bekommt. Mal schauen wie viel Merkel +++ bekommt.

Michaela Zimmer | Mo, 23. Januar 2017 - 16:53

Ich sehe nicht so schwarz wie der (von mir sehr geschätzte) Autor:
Vielleicht können die beiden sich aufgrund ihrer Gegensätze bestens ergänzen?!
Ein wenig belustig las ich die Analyse zum Denk- und Sprechvermögen des neuen Präsidenten.
"Der Fuchs ist schlau und stellt sich dumm, bei manchen ist es andersrum..."
Es könnte eine jahrelang erprobte und für gut befundene Taktik sein.
Ganz vorsichtig und höflich ausgedrückt:
Es steht uns Deutschen aus sehr gutem Grund NICHT zu, die Intelligenz und Rhetorik anderer Staatschefs zu kritisieren...
...ich persönlich leide von Zeit zu Zeit mit sämtlichen Deutschlehrer dieses Landes.

Gerhard Mack | Mo, 23. Januar 2017 - 17:06

Es ist geradezu beschämend, wie Trump auf dem Seziertisch der öffentlichen Meinung zerlegt wird, noch bevor seine Amtszeit richtig begonnen hat. War es doch bisher guter journalistischer Brauch einer neuen Regierung zunächst 100 Tage "Schonfrist" zu gewähren. Dies hat vor allem in den grün - links dominierten Mainstreammedien und erst recht bei den Spitzenrepräsentanten unsers Staates offensichtlich keine Gültigkeit mehr. Geben wir ihm doch die 100 Tage und dann sehen wir was wird.

helmut armbruster | Mo, 23. Januar 2017 - 17:07

süffisante Wortschöpfung mit Hilfe von Wortakrobatik. In der Sache nichtssagend. Schafft falsche Assoziierung. Aber egal, Hauptsache es ist neu und gekünstelt. Was ist ein Stilzchen? Unübersetzbar ins Englische und andere Sprachen. Was bringt das?

ingrid Dietz | Mo, 23. Januar 2017 - 17:11

immer wieder Trump ! Das grenzt mittlerweile an Mobbing !
Übrigens:
Trump erinnert mich irgendwie an unsere Bundeskanzlerin: Beide sind sehr eitel - selbstverliebt und überschätzen sich !

Horst Johnson | Mo, 23. Januar 2017 - 17:19

Und machen sie nicht dengleichen Fehler den unsere Mainstreampresse tagein tagaus macht. Er sprach davon die Macht dem Volke zurückzugeben. Das ist fundamental, und zeigt auch auf andere Bewegungen, Veränderungen in ganz Europa, ob links oder rechts. Unsere Medien und etablierten Politiker erahnen, das sie die Meinungsvorherrschaft verloren haben. Statt einzuschwenken und zuzuhören, üben sie sich in Oberflächlichkeiten. Selbsterklärend das Trump fundamental in der Kernaussage richtig liegt.

Herr Johnson - ja genau - mehrmals hat Trump dies ausgesprochen: "Es ist Euer Land"
Sie haben die Quintessenz erkannt.
Und richtig - die Medien sowie Politker verlieren gerade ihre Meinungsvorherrschaft.
Vergleich mit Merkel:
".....dann ist das nicht mehr m e i n Land."
Ihre alleinige Entscheidung sowohl in unserem Land wie auch in der Europäischen Union. Demokratie? Mitnichten.

Thomas Robert Rausch | Mo, 23. Januar 2017 - 17:23

Die Situation ist verzweifelt, genau danach handelt dieser Mann. Infantile Pubertätsprobleme an zu dichten,trifft die Schwere der Krise in keinem Fall. Wer in einer außgewöhnlichen Situation steckt, der handelt auch nicht der Norm entsprechend.

Die USA, ja eigentlich der ganze Westen, stecken in einer tiefen Krise, deren Ursache im technischen Entwicklungsprozess liegen, mit dem die Politik und die gesellschaftliche Entwicklung nicht mehr mit kommt.
Die USA haben ein soziale und wirtschaftlich strukturelle Krise. Sie ist durchaus mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion vergleichbar. Hier gebärdet sich das Establishment seiner Schutzbefohlenen ratlos bis bestürzt. Durchaus wieder vergleichbar mit dem Amtsantritt Gorbatschows.
Der Mann hat das erkannt und spricht es aus. Die Lage ist verzweifelt und zwingt ihn den Resetknopf zu drücken. Kassensturz und Neuanfang.
Die EU ist kopflos, und den Briten droht das Chaos.

dass sie recht haben und hoffe, dass Trump mehr um Hilfe ruft als uns zu drohen.
In Chikago lehrt einer der profiliertesten Makroökonomen seiner Zeit, Herr Prof. Harald Uhlig.
Kompetenz und Sachverstand brauchen die USA und keine ökonomische Ideologie, zu der ich mal ein bisschen salopp fast alle (Nobelpreis)Wirtschaftswissenschaftler der USA zähle.

Christine Quindeau | Mo, 23. Januar 2017 - 17:25

Sehr guter Artikel. Ich glaube, was einem Angst machen kann, ist dass Trump (wie Hitler) die Fähigkeit hat, die Demokratie ad absurdum zu führen. Ich meine natürlich nicht, Trump hätte vergleichbare Ziele wie Hitler, aber die gleiche Gabe das Volk an seinem eigenen Willen verderben zu lassen. Die Eitelkeit, Unbeherrschtheit und Geltungssucht, die Lüge, aufgeblähte substanzlose Emotionen, das alles sind wir. Wir auf Facebook, auf Twitter, wir in Selfies. Die Störung, die Trump hat, haben wir alle, auch Intellektuelle liefern sich öffentliche Schlachten, an Gewöhnlichkeit, Egozentrik, Aggression und Wehleidigkeit kaum zu überbieten.

Ich glaube nicht, dass Trump unberechenbar ist, der geistige Horizont ist doch gut abmessbar, die Gedanken folgen engen Mustern. Die lassen sich leicht bedienen und ausrechnen. Die Frage ist, ob wir weiter mitmachen bei der Blödelei oder vielleicht doch noch mal anfangen strategisch zu denken. Putin tut's bestimmt ;-)

Hitler war verliebt in sich selbst und hielt sich für ein Geschenk Gottes an Deutschland.
Ich würde ihn für nicht ganz dicht halten und so kommt ihm meines Erachtens Chaplins filmische Zeichnung am Nächsten.
Eigentlich konnte man ihn nicht ernst nehmen, aber man hätte es gerade deshalb doppelt tun müssen.
Trump ist nicht größenwahnsinnig, er ist Ami und vertritt seine Meinung.
Das macht ihn aber noch nicht zu einem politischen Diamanten.
Die Republikaner sollten besser ihre Blockade gegen ihn aufgeben.
Hillary Clinton ist keine Alternative für die USA und da keine Republikanerin für diese nicht zu händeln.
Von den Demokraten muss sie sich gleich gar nichts sagen lassen.
Sie gibt jetzt wieder die Staatsfrau, für mich erkennbar daran, dass ihre Tochter sich jetzt des Sohnes von Trump annimmt.
Das bedeutet trotzdem nicht Frieden in den USA.

Peter Bigalk | Mo, 23. Januar 2017 - 17:41

.... das Verhalten ist fürchterlich, die Politik halte ich für richtig. Besser so, als wenn unter Obama falsche Politik mit teils desaströsem Ausgang (Libyen, Syrien, Ukraine usw.) mit glänzender Rhetorik und hervorragendem Benehmen präsentiert wird.

Christop Kuhlmann | Mo, 23. Januar 2017 - 17:42

Das ist schon mal der erste Schritt einer klugen Strategie um einen guten Deal zu machen, habe ich gestern irgendwo gelesen. Außerdem hat sein Kabinett mit Abstand den höchsten IQ aller bisherigen Kabinette, lautet eine Meldung heute. Es ist bei seinem konfrontativen Verhandlunsstil immer ein Vorteil unterschätzt zu werden. Den Gefallen sollten wir Trump nicht tun. - Andererseits, sein Motto Think big - Kick Ass funktioniert in Europa einfach nicht. Man läuft sich auf Regierungsebene immer wieder über den Weg und der Getretene hat früher oder später Gelegenheit zurückzutreten. Sein Talent, den Widerstand gegen sich selbst zu motivieren, ist ja enorm. Wenn der jetzt auf einmal Kreide fräße, würde ich mir Sorgen machen. Wir werden ja sehen in welchem Zustand Theresa May aus den USA wiederkommt. Merkel ist da ja als Vorsitzende des nächsten G20 Gipfels in einer taktisch gümstigen Ausgangslage. Da hat sie Zeugen und China wartet nur darauf als Schutzmacht des Freihandels aufzutreten.

........kann gegen die USA zurück treten. Ohne die Schutzmacht USA müssen wir ganz kleine Brötchen backen. Oder glauben sie unsere Kanzlerin könnte sich z.B. gegen die Russen so aufblasen ohne die USA im Rücken. Damit wird aber nun Schluss sein, außer man zahlt !

Franz Otto Hegger | Di, 24. Januar 2017 - 11:15

In reply to by Peter Enders

Millitärisch sind wir ohne die USA handlungsunfähig. Oder glauben sie es käme noch einer unserer Jungs aus Afgh. lebend zurück ohne die USA. Die machen die Drecksarbeit - im wahrsten Sinn des Wortes. Und unseren militärischen Schrott fliegen wir mit der Anatonov in die Heimat zurück. Mangels flugfähiger Transporter.

Jacqueline Gafner | Mi, 25. Januar 2017 - 10:32

In reply to by Bianca Schmidt

und zumindest die deutsche Verteidigungsministerin hat umgehend verstanden, was es geschlagen hat.

Wilhelm Maier | Mo, 23. Januar 2017 - 18:55

War der George W. Bush mit Cowboys Eigenschaften „berechenbare“ Person mit brillanten Weltkenntnissen?
„sowie der zunehmenden Gleichschaltung der amerikanischen Presse ist, die den als Ignoranten und nachtragenden Choleriker bekannten Bush praktisch seit seinem Einzug ins Weiße Haus mit Samthandschuhen anfasst.“
http://www.schattenblick.de/infopool/buch/sachbuch/busar242.html
„Samthandschuhen“ für einen und Baseballschläger“ für den anderen?.
Nach so einer „Dreckschleuderei“ aus Medien -seiten, muss -mann doch! auch manchmal wütend werden.
„Kommt da schöpferische Zerstörung aus den USA, oder einfach nur Zerstörung?“
War es nicht schon früher? Mit Kriegen usw.?
Wie weit sind wir von dem Krieg entfernt mit allen Spannungen und Aggressivität in der Welt?.
Ich hoffe das Donald Trump den Frieden auf der Welt wieder herstellt. Abwarten, und in ruhe seinen Job gut machenlassen.

Heiner Hannappel | Mo, 23. Januar 2017 - 19:10

Trump ist in jeder Hinsicht außergewöhnlich, als Kandidat und als Präsident. Es ist schon außergewöhnlich, dass ein Mensch mit einem derart minimalisierten Niveau als Nichtpolitiker mit einem marginalen Wissen um die Zusammenhänge auf diesem Globus nun im Weißen Haus residiert und als Ansprechpartner für die globalen Eliten in Politik, Wirtschaft und Finanzen zum Telefon greifen wird, auch zu dem besagten roten Telefon. Bei seiner Antrittsrede blieb mir der Bissen im Hals stecken, denn so deutlich und unverblümt watschte noch keiner seine Vorgänger ab, die allesamt neben ihm saßen, deren steinerne Gesichter ließen den virtuellen Dolch unter ihren Gewändern erahnen. Kein Präsident vor ihm zeige so messerscharf die Versäumnisse der Eliten der Vergangenheit auf und keiner hatte je den Mut derart brutal selbige korrigieren zu wollen. Wir müssen Trump ernst nehmen, sonst sitzen wir zwischen allen Stühlen, auch die nun sichtbar ratlose Kanzlerin, die klugerweise abwartet und auf Sicht fährt.

Heinrich Niklaus | Mo, 23. Januar 2017 - 19:11

Lieber Herr Schwennicke,

in Ihrem Artikel, „Steinmeier außer Rand und Band“ (14. 11.16) kritisierten Sie zutreffend die „despektierlichen Äußerungen“ des Außenministers.

Nun titeln Sie: „Trumpelstilzchen“. Ich finde Ihre unwissenschaftliche psychologische Ferndiagnose ebenfalls „despektierlich“.

Egal ob in Presse, Rundfunk oder Fernsehen, beim Thema Trump wähnt man sich in einem „Irrenhaus“.

Wann werden die „Medien-Eliten“ endlich begreifen, dass Trump von den US-Amerikanern zum Präsidenten gewählt wurde?

Brigitte Karpenkiel | Mo, 23. Januar 2017 - 19:23

Ich empfinde es als respektlos, wie z. T. die deutschen Medien und Politiker über den neuen amerikanischen Präsidenten urteilen. Donald Trump ist gewählt worden und das ist zu akzeptieren. Ich muss ja auch Frau Merkel als BK ertragen und das schon viel zu lange...

Gerdi Franke | Mo, 23. Januar 2017 - 19:25

Sagt Trump doch selbst. Erst einmal alle mit der Worst-Case-Betrachtung vor den Kopf stoßen, dann freuen sich alle über jedes bessere Ergebnis.

Cornelia Hartmann | Mo, 23. Januar 2017 - 21:29

Ich glaube nicht, das Putin versuchen wird, Vorteil aus Trumps Impulsivität zu ziehen. Er wurde lange von der westlichen Staatengemeinschaft ausgeschlossen und ich habe den Eindruck, dass auch Putin sich Anerkennung wünscht (wie viele seiner Kollegen).

Viele wichtiger ist, viele Amerikaner setzen großes Vertrauen in Trump und hoffen auf Besserung ihrer Lebensumstände. Es wäre für diese Menschen sehr wünschenswert, wenn die Verantwortlichen dieser Amtsperiode wirklich etwas bewirken könnten.

Wir sollten ihnen also alles Gute wünschen.

Michaela Diederichs | Mo, 23. Januar 2017 - 22:23

Diesen Kommentar aus WO möchte ich Ihnen, lieber Herr Schwennicke, nicht vorenthalten. "Wenn es um viele bestimmte Themen in Politik und Medien geht, welche die breite Öffentlichkeit nicht verunsichern sollen, dann wird eben mit "Verharmlosungsbegriffen" gearbeitet. Das nennt sich dann "schummeln" (statt betrügen), "schubsen" (statt stoßen), "Wahrheitsprüfstelle" (statt Zensur), etc etc. Diese sind durchaus bewusst gewählt, um die ganze Verharmlosung darzustellen und einen "Verniedlichungsgrad" zu erreichen." von Konrad N. Bei uns wird gerne verniedlicht. Herrn Trump würde ich als "Macker" einstufen, was seine Wortwahl und sein Verhältnis zu Frauen angeht. Darum muss er nicht unehrlicher sein als deutsche Politiker. Welcher von den beiden Mackern Putin und Trump sich letztlich durchsetzen wird - warten wir es ab. Zischen Sie mal ein Bier mit einem Macker. Sind auch nur Menschen.
https://www.welt.de/debatte/kommentare/article161445240/Auch-Merkel-hat…

Tobias Werner | Mo, 23. Januar 2017 - 22:39

So scheint mir das hier. Sehr schön hat man das heute im Spiegel mal aufgezeigt. Bin kein Psychologe, aber auch ich habe das Gefühl, dass es vor allem Narzissmus ist, den er hat. Das ist ja nun aber eine Diagnose, vielleicht gibt es davon eine milde Variante.
Bei alpha kam hier vor kurzem eine zweitielige Sendung dazu, ohne Bezug zu Trump. Dort hieß es, dass solch eine Persönlichkeit irgendwann entweder zusammenbricht, manchmal ende dies aber auch in einer gewissen Altersweisheit. Nun könnte man hier vielleicht meinen, dass er schon längst hätte zusammenbrechen müssen, (seine Steuererklärung wäre hier vielleicht etwas hilfreich auch gewesen), Altersweisheit ist aber auch kaum zu erkennen. Von daher bin ich hier aber doch beunruhigt. Solche zweifelhafte Persönlichkeiten soll es in den Führungsetagen d. Wirtschaft ja öfters geben, sie haben gerade dort schon oft auch Erfolg.
Gleichwohl ist dies eine pathologische Psyche - ein kranker Geist kann eine Gesellschaft kaum gesunden!

Michaela Diederichs | Mo, 23. Januar 2017 - 22:54

Mir ist etwas aufgefallen. Herr Seils, Herr Heitmann, Herr Wißmann, Herr Grau, Herr Kissler, Herr Müller-Vogg, Herr Marguier, Herr Frank A. Mayer, Herr Schwennicke - da fehlen jetzt noch ganz viele Herren. Fällt Ihnen etwas auf? Wo sind da die *innen, die die richtigen Kracher in Sachen Politik schreiben? Trumpt es bei Ihnen in der Redaktion? Also jetzt nur mal so als nicht unbedingt ernst gemeinte Frage..., weil Frauenquoten sind nicht so mein Ding, aber aufgefallen ist mir doch.
Beste Grüße, MD

Reinhard Czempik | Di, 24. Januar 2017 - 02:07

Wunderbare Anspielung! Das war doch die Märchenfigur , die sich in einem unkontrolliertem Wutanfall selbst zerstört hat, weil sein ränkischer Plan gegen die Königin nicht aufging. Das trifft doch den Nagel auf den Kopf. DT reagiert auf alles ,was ihm nicht in den Kram passt fußstapfend zornig und destruktiv, wie ein Pubertierender.
Das geht so weit, dass er einen Journalisten mit einer Spastik an der Hand zum Gaudium des johlenden Pöbels nachäfft, anstatt eine unbequeme Frage anständig zu beantworten. Das meine sehr geschätzten Mitforisten ist das niedrige Verhalten eines ungezogenen SPÄTPUBERTIERENDEN Gossenjungen. Wo Herr Schwennicke Recht hat, hat er Recht. Dieser Mann hat die Pubertät nie abgelegt und verhält sich auch weiterhin auf diese Weise.
Ich verzichte auf irgendwelche Spekulationen, auf ein Fernpsychogramm von DT,ebenso wie auf Vergleiche mit anderen Politikern, weil das die Sache nicht besser macht. Ich resümiere nur meine aktuellen Beobachtungen.

Tobi Werlander | Di, 24. Januar 2017 - 08:22

Seine spontane Kommunikation ist manchmal widersprüchlich und ablenkend; die politischen Entscheidungen (durch Teamwork) jedoch sind zumindestens durch Wissenschaftler und Juristen ausreichend vorhersagbar (Optionen gestaffelt nach Wahrscheinlichkeiten).
Wenn Trump irgendwann gesundheitlich bedingt zurücktreten müsste, dann wird das auch erfolgen. Und wer sich unsicher fühlt, kann täglich seinen Tweets folgen:) Momentan agiert er als Motivationstrainer für sein Land.

Generell, der betonte Richtungswechsel (America First im Sinne von Rückzug) stellt höhere Anforderungen (Eigenverantwortung) an den "Rest" der Welt. Wir brauchen eine Regierung, die mit realistischen Methoden (statt dem handlungsunfähigen idealistischen "wir alle müssen nur...") arbeitet. Hier herrschte mal der Zielkonsens dass wir eine moderne Leistungsgesellschaft sind; das erodiert leider, und somit auch das resultierende Solidarsystem. Die eigene Schwäche verursacht die Besorgtheit. Und mediale Ablenkung zu Trump.

Michael Janoschka | Di, 24. Januar 2017 - 08:28

Ich finde es leider momentan sehr kritisch, dass viele Aspekte und Hintergründe immer als gegeben gesetzt werden.

Trump Original Interview bezüglich NATO:

„Sure. Oh sure, I know that. I mean, I understand what’s going on, I said a long time ago — that Nato had problems. Number one it was obsolete, because it was, you know, designed many, many years ago. Number two — the countries aren’t paying what they’re supposed to pay.”

Richtig übersetzt sagt Trump dass die Nato obsolet WAR (nach Einbruch Warschauer Pakt). Sie IST aber nicht obsolet.

Besucher Inauguration - CNN Gigapixel: http://edition.cnn.com/interactive/2017/01/politics/trump-inauguration-…
Man sieht eindeutig die leeren Flächen, man sieht aber auch dass das Bild welches immer als Vergleich genutzt wird, zeitlich früher geschossen worden ist. Klar ist aber dass bei Obama deutlich mehr Besucher waren.

Ukrainekrise: NATO/EU war hier Aggressor
Syrien: NATO ist hier auch der Aggressor

Bitte fair bleiben

Peter Müller | Di, 24. Januar 2017 - 09:01

Nun ist das Geschäftsleben nicht unbedingt dafür bekannt, dass sich auf dem Niveau, auf dem sich Trump bewegt, die Weicheier und leicht über den Tisch zu ziehende Naivlinge tummeln. Nichtsdestotrotz hat Trump sich auf diesem Feld mehr als behaupten können. Wie passt das mit der hier angebotenen Charakterisierung zusammen? Antwort: Gar nicht.

Mein Eindruck ist, dass sich die Medien am Phänomen Trump bereits in der Vergangenheit kräftig die Finger verbrannt und nichts dazugelernt haben. Man fragt sich, wie viel Unrecht man eigentlich haben kann, bis die Leute aufhören, sich für einen zu interessieren - die rapide sinkenden Auflagezahlen der meisten Publikationen geben die Antwort auf diese Frage.

Jörn Schulz | Di, 24. Januar 2017 - 10:54

Es soll ja Menschen geben, die in schizophrener Manie gleichzeitig einen Amtsträger Obama glorifizieren und einem Amtsträger Trump alle möglichen Schlechtigkeiten unterstellen. Eines wird dabei übersehen: ein US-Präsident ist in ein funktionierendes Gefüge von Checks and Balances eingebunden. Einem deutschen Journalisten mag diese aus Schulbüchern vielleicht noch bekannte Erkenntnis unter dem Regime Merkel abhanden gekommen sein. Aber das amerikanische Regierungssystem funktioniert im Gegensatz zum deutschen auch unter Trump. Er braucht zumindest keine Fakenews-Kommissionen und Wahrheitsministerien. Er ist wahrscheinlich mitsamt seinen Beratern und Politikprofis schlauer als das System Merkel mit ihren Studienabbrechern und Ideologen von correctiv, Bertelsmann, BzfpAufklärung und Antifa. Denn eines darf man nicht vergessen: die Hetze und Hass gegen Andersdenkende ist eine Mixtur, die sich bereits gegen die vermeintlich Wahrhaftigen wendet. Dem Cicero schadet man mit solchem Geschreibse

Jörn Schulz | Di, 24. Januar 2017 - 11:09

Und schon soll Trump Putin unterlegen sein?!
Mit Putin kann man reden. Selbstverständlich ist er als Russe in den Augen von NSDAP-Söhnen und -Töchtern noch immer traditionell der bolschewistische Untermensch. Aber seine Intentionen sind für Menschen mit Verstand klar zu erkennen. Das mag für Mitläufer des Regimes Merkel ein Problem sein, denn dort entscheidet man ausschließlich reaktionär; das Rumgezerre TTIP ja oder nein eines deutschen Politprofis wie Gabriel ist exemplarisch. Wenn man unter Obama/Merkel versucht hat Russland als neues Feindbild zu etablieren, nachdem unter Schröder der eurasische Block zu stark zusammengewachsen ist, dann kann man über einen nüchtern denkenden Republikaner in Washington dankbar sein. Das Gemaule von gesellschaftlichen Randgruppen nimmt schon keiner mehr ernst und nach Aufrüstung und Krieg schreiender deutscher Presse auch nicht. Trump wird mit Putin reden und die europäischen Kriegshetzer bleiben in ihrem Scherbenhaufen EU zurück und das verdient.

helmut armbruster | Di, 24. Januar 2017 - 11:28

liebe Kommentatoren, lesen Sie mal die Feindstaatenklausel der Vereinten Nationen, s. Link:

https://de.wikipedia.org/wiki/Feindstaatenklausel

Ich glaube nicht, dass es einem Trump schwer fallen würde, im Falle einer deutschen Weigerung mit ihm zu kooperieren, einen Akt agressiver Politik zu sehen.
Eine Intervention wäre dann gerechtfertigt, auch eine militärische ...???
Denken unsere Politiker an so was oder stecken sie einfach den Kopf in den Sand, weil es sich um etwas sehr Unangenehmes handelt?

Reiner Koester | Di, 24. Januar 2017 - 12:29

Die Charakterisierung von Trump ist nicht nur falsch sondern auch äußerst beleidigend, auch für seine Wähler. Auf Basis seiner Körpersprache stufe ich Trump als einen sehr selbstbewußten Menschen ein, der genau weiß was er will. Putin hingegen wirkt schon von seinem Gang her sehr gehemmt, voller Minderwertigkeitskomplexen und wirkt verschlagen. Das sieht man auch an der Vorgehensweise bei der Annexion der Krim. Ich meine, eher Putin ist das Rumpelstilzchen. Ein Musterbeispiel an Verwirrtheit und Widerspüchlichkeit ist unsere Bundeskanzlerin. Erst Verlängerung der Laufzeiten der Kernkraftwerke, dann, nach einem Tsunami in Japan, die Sofortabschaltung und das auch noch auf grundgesetzwidrige Weise. Kein Widerstand bei der Atomlobby und den Medien. Einmalig in der Welt. Die Grenzen sind angeblich nicht kontrollierbar und gleichzeitig zahlt man Milliarden Euro, damit Flüchtlinge an der türkischen Grenze festgehalten werden. Aber der deutsche Irrsinn ist für die Medien kein Thema. Absurd.

Marco Röhn | Mi, 25. Januar 2017 - 11:36

In reply to by Reiner Koester

Mal abgesehen wie man die permanente Merkelraute unserer postfaktischen Führerin psychologisch einzuordnen hat, erinnert mich diese Sprachwahl doch sehr an den "Stürmer" aus dunklen Zeiten. Der Deutsche hat es außenpolitisch noch immer gerne schwarz-weiß-simpel. Denn innenpolitisch herrschen die inhaltsleeren Phrasen mit vermeintlicher universeller Bedeutung vor.

Pawel Probko | Di, 24. Januar 2017 - 13:15

Warum erreicht jeder Kommentar den man hier zum Thema US-Russland Beziehung lesen kann den Punkt, an dem man anfängt, Vorsätze, Russland gegenüber fairer und kultivierter entgegenzutreten, zu relativieren. Es fängt jedesmal, ob nun im Spiegel, in der Zeit oder hier im Cicero, auf`s neue an, dass gesagt wird "Ja, das stimmt schon, Russland hat mehr Entgegenkommen verdient, aber da war ja auch die Sache in der Ukraine und der Krim". Nun war ich letzten Sommer (2016) auf der Krim und mir wurde eine Sache klar: Seitdem die Krim russisch ist, ist die Krim schlechter dran. Warum? Mit Sicherheit nicht an Putin. Es ist die Tatsache, dass Menschen auf der Krim ein Ausreiseverbot haben, Geldtransfers deutlich erschwert wurden und die Lebensmittel und selbst die Arzneimittel durch die geschlossenen Landesgrenzen zur Ukraine erheblich teurer geworden sind. Und das nur den "westlichen Sanktionen" sei dank. Wenn ihr also Putin schlecht dar stehen lassen wollt, dann bitte nicht durch eure Verbrechen.

Es gibt hier schon ganz klar Anhaltspunkte für einen zumindest übersteigerten Narzissmus. Wie diese nun zu bewerten sind, welche Verläufe das nimmt, das
können u. müssen Experten sagen. Dies und das spätpubertäre Verhalten, aber z.B. auch die vielen unschönen Eigenschaften v. DT, die jetzt Herr Theo Sommer in der Zeit mal zusammenbefasst hat, bedeuten sicher nicht automatisch, dass er nun absolut ungeeignet ist, vielleicht nur relativ u. das waren u. sind sicher auch andere. Eine Trophy-Woman, so scheint er hier, ist ja auch so eine fragliche Sache.
Zur Ukraine: Was Sie hier schreiben hätte ich so nicht gedacht. M.E. hat Herr Putin realpolitisch, sag ich mal, gleichwohl einen Anspruch auf die Krim, gerade auch wegen der Vorgeschichte u. d. geopolit. Lage - zumindest solange die USA auch Guantanamo besetzt haben! Ich würde RU hier eine Chance geben: Eine nochmalige Volksabstimmung d. "Krimesen" unter internationaler Kontrolle und dabei eine Zweidrittelmehrheit für die Abspaltung.

Raus aus der Krim und schon gibts wieder Lebensmittel. Aber zügig, würde ich als Vater noch hinzufügen.
Und zu dem "regional power"-Statement von Obama: Das hat meiner Meinung nach keinen Schaden mehr angerichtet, weil das einfach nur noch das Ende der Beziehung besiegelt hat zu dem Zeitpunkt. Putin hätte alles haben können bis dahin, er hat sich aber stattdessen in Großmachtträume geflüchtet, die jeglicher Grundlage entbehren angesichts zum Beispiel der tatsächlichen Wirtschaftskraft Russlands. Obama ist bekannt für seine Beherrschung, auch jetzt im Umgang mit Trump. Wenn er sie in dem Moment verloren hat, dann hatte er einen Grund.

Matthias Junglewitz | Di, 24. Januar 2017 - 19:28

Trump war jahrzehntelang erfolgreich in seinem Geschäft. Er ist für Putin unberechenbar und daher ein Rätsel. Und eine Gefahr. Putin ist ein Taktiker, kein Stratege. Er muss in seinem Umfeld immer der Leitwolf sein, sonst besteht immer die Gefahr, dass er gefressen wird. Die Gefahr hat Trump nicht. Er ist für mindestens 4 Jahre der US-Präsident. Unangefochten. Putin ist das nicht. Er muss immer die Angst haben, dass es einen Putsch gibt. Und sein Kopf rollt. Deswegen ist Putin auf Trump angewiesen. Er muss die russische Wirtschaft wieder ankurbeln. Ganz dringend. Das Auftreten seines Flugzeugträgers vor Syrien war ja eine Blamage und jeder war froh, dass der nicht absoff. Wäre die US - Ronald Reagan davor gelegen hätte sich kein Flugzeug getraut auch nur in die Radarreichweite zu kommen. Ne, Putin ist ein Schachspieler der dann verstört ist, wenn sich sein Gegner nicht an die Regeln hält und seine Dame auch Rösselsprünge macht. Die einzige Bewegung, die eine Dame im Schach nicht kann.

Enrico Stiller | Di, 24. Januar 2017 - 20:01

und ganz genau wie bei meinen Erstsemester-Studenten früher. Die waren an Fakten und Zusammenhängen nicht interessiert (ist ja auch viel zu mühsam, sich das anzulesen). Bei jeder aussenpolitischen Problemlage interessierte die nur eins: Wer ist der Gute, wer der Böse (Westernprinzip: wer hat den schwarzen, wer den weissen Hut auf). Journalisten reagieren heute auf genau die gleiche primitive Art: Man guckt sich einen aus, den man mag (Obama, Clinton...) und einen, den man nicht mag (damals Reagan, heute Trump). - Und das war's. So wird Presse gemacht. Und das ganze nennt man dann "Information". Eigentlich ist es eher Kabarett.

Jacqueline Gafner | Mi, 25. Januar 2017 - 10:15

davon abzulenken, was dem "Exportweltmeister" nach dem Brexit und der Wahl von Trump zum 45. Präsidenten der USA effektiv schlaflose Nächte bereiten dürfte und sich im Wirtschaftsteil jeder Zeitung unschwer nachlesen lässt. Dazu passt dann auch die neu entdeckte Sympathie für den "lupenreinen Demokraten", die der Chefredakteur von CICERO sinnigerweise mit dem intellektuell vorgeblich simpel gestrickten Choleriker im Weissen Haus zu teilen scheint. ...

Dr. Johannes Richter | Mi, 25. Januar 2017 - 14:30

Eine Bemerkung zum neuen Verhältnis zwischen den USA und der EU bzw. Deutschland:
Dieses Verhältnis kommt mir vor wie das Verhältnis zwischen den großen starken Bruder und der kleinen Schwester.
Und nun will auf einmal der große Bruder nicht mehr der große scheinbar selbstlose Bruder mehr sein und lässt die kleine Schwester ratlos stehen.

Frank Peters | Do, 26. Januar 2017 - 13:19

Trump, Putin, Theresa May, ..
.. 70 Jahre ist es gut gegangen. Jetzt fangen wir schon wieder an uns zu überschätzen!

Peter Bürger | Do, 2. Februar 2017 - 18:48

Ein Hinweis in eigener Sache.
Wiederholt lese ich, wie auch in einem hier vorliegendem Kommentar, den immer wieder richtig gemeint aber falsch verwendeten Terminus "Allgemeinplatz". Richtig heißt es "Gemeinplatz"; übrigens auch von vielen Journalisten falsch benutzt die es eigentlich besser wissen sollten.

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