US-Präsidentschaft - Das Trumpeltier ist nicht das Problem

Kolumne: Schöne Aussicht. Die liberalen Eliten sind sich einig – Donald Trump stellt das Feindbild der Demokratie dar. Dabei könnte der US-Präsident als Repräsentant der einfachen Menschen genau diese wieder auf Vordermann bringen

Der neue US-Präsident Donald Trump und sein Vorgänger Barack Obama treffen sich im Oval Office des Weißen Hauses.
Entrümpelt Donald Trump das Weiße Haus vom politischen Schlick der Obamas und Co.? / picture alliance

Autoreninfo

Matthias Heitmann ist freier Publizist und Autor des Buches „Zeitgeisterjagd. Auf Safari durch das Dickicht des modernen politischen Denkens“ (TvR Medienverlag Jena 2015). Im Januar 2017 ist sein neues E-Book „Zeitgeisterjagd SPEZIAL: Essays gegen enges Denken“ erschienen. Infos zum Download unter www.zeitgeisterjagd.de.

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Matthias Heitmann

Ich persönlich habe keine Illusionen, was die politischen Ziele des neuen US-Präsidenten Donald Trump anbelangt: Das meiste von dem, was er ankündigt, gefällt mir nicht. Ich hätte ihn auch nicht gewählt. Aber letztlich ist nicht das wichtig, was Trump ankündigt – wichtiger ist, was er aufkündigt. Und in dieser Hinsicht kann nach dem Brexit-Votum der Briten der Wahlsieg von Trump der zweite Startschuss für eine große Entrümpelung sein, aus der die Welt ein bisschen freier, beweglicher und zukunftsfähiger hervorgeht.

Offensichtlich ist, dass der Konsens der Akzeptablen, Wohlmeinenden, Kultivierten, Schönen, Reichen und Gebildeten, der über Jahre hinweg ungefragt wie selbstverständlich den Kurs der Welt dirigierte, zerfällt. Die Zeiten, in denen das politische wie kulturelle Establishment freihändig auf dem Rücken der schweigenden Massen Schlitten fahren konnten, neigen sich dem Ende zu.

Liberale Eliten weit weg von der Realität

Wie weit diese sich liberal, progressiv und weltoffen fühlenden Eliten von tatsächlicher Zivilisiertheit und Kultiviertheit entfernt sind, offenbaren sie im Moment ihrer Niederlage: Öffentlichkeitswirksam richten sie in wutschäumenden oder mit tränenerfüllt-zitternden Stimmen vorgetragenen Appellen ihren Hass auf den neuen stärksten Mann der Welt, meinen aber in Wahrheit den kleinen Mann, der ihn gewählt hat. Insofern erscheint vielen US-amerikanischen Wählern der Trump-Tower heute als realer, authentischer, ehrlicher und bürgernäher als das Weiße Haus.

Der selbst vor der Verwendung niveauloser Verschwörungstheorien nicht zurückschreckende Elitenprotest ist selbst zutiefst elitär: er richtet sich nicht gegen den Milliardär Trump und dessen Ankündigung, das Land wie ein Unternehmen führen zu wollen. Wogegen von oben rebelliert wird, ist Trumps Rolle als gewählter Repräsentant der einfachen, „unzivilisierten“ und „ungebildeten“ Leute aus den unteren Schichten und aus der Provinz.

Trümmer der alten Technokratenherrschaft

Es ist dieser Aspekt, der vor uns stehenden politischen Veränderungen, der mich neugierig und zugleich auch optimistisch macht: Meine Zuversicht ist gänzlich unabhängig von Trump und dessen politischer Agenda. Sie basiert vielmehr darauf, dass eine politische Agenda demokratisch abgewählt wurde, die jeden Bezug zur Lebenswirklichkeit vieler Menschen verloren hat und keinesfalls so progressiv und aufgeklärt war, wie sie sich immer darstellte. Die Risse, die die politischen Erdrutsche des letzten Jahres in der Fassade dieser „alternativlosen“ Politik erzeugt haben, werden sich nicht ohne Weiteres übertünchen lassen. Zu grotesk und absurd sind die Versuche, die Trümmer der alten Technokratenherrschaft als Mahnmale moderner und lebendiger Architektur zu deklarieren.

Die Hysterie, mit der die Nomenklatura auf die politischen Erschütterungen des vergangenen Jahres – Trump, Brexit, Italien-Referendum, die Eliten- und EU-Krise sowie der europaweite Aufstieg von Wut- und Angstparteien infolge einer kopflosen Migrationspolitik – reagiert, lässt eine Rückkehr in die Zeiten pseudopolitischer Konsensorientierung als unrealistisch erscheinen. Nach Jahren des desillusionierten Schweigens und Nichtwählens wird der Führungsanspruch der orientierungslosen Stagnationsverwalter wieder offener hinterfragt und herausgefordert.

Das ist Demokratie

Natürlich ist nicht jede alternative Antwort, die in den Ring geworfen wird, wirklich eine Antwort oder gar eine alternative. Dennoch ist es gut und lebenswichtig für die Demokratie, dass überhaupt wieder hinterfragt und um Standpunkte gerungen wird. Wer einmal eine seit Jahren ungenutzte Wasserleitung wieder in Betrieb genommen hat, der weiß, dass er zunächst hauptsächlich ungenießbares Brackwasser zu Tage fördern wird. Unsere politische Kultur erinnert ein wenig an eine solche Wasserleitung: Sie hat jahrelang brach gelegen, bedeckt und verstopft von einer dicken Schicht schlammiger Alternativlosigkeiten. Um diesen Pfropfen zu lösen, reichen filigranes Kleinstwerkzeug und wohltemperierte Widerspenstigkeit in homöopathischen Dosen nicht aus.

Wie stark der politische Schlick der vergangenen Jahre die Sinne verstopft und unser Urteilsvermögen beeinträchtigt hat, wird durch den grotesken Existenzkampf der noch vorherrschenden Eliten deutlich. Die Heiligenverehrung des nun ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama ist so skurril, dass es einem fast die Sprache verschlägt. Man erinnere sich: Dieser Präsident, Friedensnobelpreisträger seines Zeichens, hat allein im vergangenen Jahr 26.000 Bomben über dem Nahen Osten abgeworfen. „Yes, we can“, rief er und schob in seiner Präsidentschaft mehr Immigranten gewaltsam ab als jeder seiner Vorgänger. „Yes, we can“, rief er und führte jeden einzelnen Tag in seiner Amtszeit Krieg: in Syrien, in Libyen, in Afghanistan, im Yemen, in Somalia und in Pakistan. Derzeit schickt Obama Truppen nach Polen. Und wir sollen uns allen Ernstes darüber aufregen, dass Trump ein unzivilisierter Kerl ist?

Neuer Schwung in die Politik

Trump wird zweifellos die politische Kultur verändern. Viele sagen, er werde sie zerstören, da er unbedacht spricht und agiert. Die Frage muss aber gestattet werden: In wessen Zuständigkeitsbereich fällt es, wenn ein Trumpeltier zum Präsidenten gewählt wird? Was sagt es über eine politische Kultur, wenn sie in der Selbstaufgabe gipfelt? Es sagt, dass ihre Zeit abgelaufen ist, dass tiefgreifende Veränderungen nötig sind und Verkrustungen gelöst werden müssen. Es muss Tacheles geredet werden, es müssen Denkverbote ignoriert und alte Hierarchien über den Haufen geworfen werden.

Meine Zuversicht begründet sich darauf, dass die Menschen bei den vergangenen großen demokratischen Abstimmungen in Großbritannien, in den USA oder in Italien sich eben gerade nicht verführen ließen, wie heute gerne vonseiten des politischen Establishments argumentiert wird, im Gegenteil: Die Menschen haben sich vielmehr trotz des enormen politischen Drucks von den seit Jahren an den Schalthebeln der (Meinungs-)Macht sitzenden Verführern abgewandt.

Abrissunternehmer Trump

In Europa und in den USA findet man zunehmend Gefallen daran, den Status quo infrage zu stellen, den mächtigen und bequemen Verführungen zu widerstehen und die Herrschenden abzuwählen. Dass dies Ängste provoziert, versteht sich von selbst. Das haben Veränderungen so an sich. Und dennoch treiben Menschen immer wieder Veränderungen voran, vor allen Dingen dann, wenn eine Fortsetzung des Gegenwärtigen nicht als lohnende Perspektive wahrgenommen wird, und selbst dann, wenn unklar ist, wie die Zukunft aussehen soll und wird.

Letztlich ist Donald Trump nicht mehr als der Abrissunternehmer für eine bereits seit Längerem baufällige politische Kultur. Seine Aufgabe ist es nicht nur, die Abrissbirne zum Einsatz zu bringen. Er soll auch Wertvolles von Wertlosem trennen, Müll entsorgen und so den Boden für Neues bereiten. Niemand würde indes einen Abrissunternehmer für einen Architekten halten, auch wenn er zuerst zum Zug kommt. Was nach dem Abriss mit der Baustelle geschieht, darüber hat die demokratische Gesellschaft zu befinden. Hier muss die Debatte über die Zukunft beginnen. Je offener und breiter diese geführt wird, desto besser.

Cecilia Mohn | So, 22. Januar 2017 - 12:10

Danke Cicero, danke Heitmann. Was Sie schreiben ist zukunftsfähig. Ich kann nur ergänzen, ja, ich hätte Trump gewählt, weil die Alternative abgewirtschaftet hat. Trump ist das "Kind", das sagt "Der Kaiser ist nackt" ... und unverständlicherweise schreiben viele Journalisten in den Mainstreammedien, Trump wäre das Personifizierte Böse, dabei sind es die "Schein"demokraten, die scheinheiligen Eliten, die die Welt in Trümmer versetzen (naher Osten) und immer noch verkaufen können, dass sie angeblich auf der hellen Seite der Geschichte stehen. Es ist unfassbar, das verschlägt einem die Sprache. Heitmann hat das in seinem Artikel viel besser auf den Punkt gebracht als ich das jetzt hier schreiben kann.
Wenn eine Gesellschaft sich der Evolution verweigert, wie das jetzt diese scheinheiligen Eliten tun, die nur am Erhalt ihrer Macht interessiert sind und alles niedertreten wollen, was eine eigene Meinung wagt, dann sieht es in der Tat düster aus. Ich wünsche also Trump Erfolg.
Cecilia Mohn

Christa Wallau | So, 22. Januar 2017 - 12:30

Tatsächlich handelt es sich hier um einen ungewöhnlichen demokratischen Aufbruch: Das "gemeine" VOLK meldet sich in den USA und in Europa zu Wort und läßt sich von seiner Oberschicht nicht mehr einfach nur lenken, für dumm und minderwertig verkaufen, domestizieren. Die glänzenden Fassaden der elitären Schichten in allen westlichen Ländern bröckeln zusehends. Dahinter zeigen sich
Schäbigkeit, Egoismus und Hohlheit, die bei vielen Protagonisten dieser "Schicht" mitunter noch
schlimmer vorhanden sind als in der sog. "Unterschicht".
Natürlich treten bei einem solchen Aufbruch die vorhandenen Probleme, unterschiedlichen Interessen /Ansprüche und tiefen Risse innerhalb der Gesellschaft krass zutage. Es rumpelt.
Jetzt muß sich zeigen, welche Denkweisen und Werte eigentlich "das Volk", das den Staat ausmacht bzw. trägt, zusammenhalten.
Jetzt beginnt eine ganz neue Diskussion, die manchen aufgeblasenen, bisherigen "Meinungsmacher" hinwegfegen wird.

Gut so! Denken braucht frische Luft!

Bei Wahlen meldet sich immer das "gemeine" VOLK, das haben Wahlen so an sich.
Welche Denkweisen und Werte "das Volk" hat, zeigt sich jetzt nicht, sondern es zeigt sich welche Denkweisen und Werte die neue Trump-Mannschaft hat. Anderseits hat die Wahl gezeigt, dass etwa die Hälfte der Wähler sich durch Trump mehr verspricht als von Clinton, entgegen der Wahl-Vorhersagen. Immerhin hat diese Wette eine minimale Laufzeit von vier Jahren. Einen Erdogan und einen Putin können deren Wähler nicht nach vier Jahren ins Aus schicken und in China wählt man gar nicht erst. Interessant übrigens, dass hierzulande alle Parteien im Bundestag bereit sind - komme was da wolle - Merkel an der Macht zu halten. Ein Hauch von Wilhelm II liegt in der Luft: „Ich kenne keine Parteien mehr ...“ Die Parteien im Bundestag haben einen "Burgfrieden" geschlossen, weil vor dem Tor der "böse" Feind steht. Auch eine Form die Möglichkeiten der Wähler zu beschränken. In der Wirtschaft würde man vom Oligopol sprechen.

Norbert wings | So, 22. Januar 2017 - 12:56

Ich muss in den letzten Tagen immer häufiger lesen, dass der neue US Präsident wegen seiner vermeintlich direkten Sprache jetzt als derjenige angesehen wird der politische Missstände bekämpfen kann eben weil er sich nicht am Regeln hält.
Zudem wird dann behauptet, er sei näher beim "Volk", während das etablierte politische Establishment in einer Scheinwelt lebt.
Ein Mensch, der sich im sozialen Umfeld von Milliardären bewegt ist mindestens genauso weit von den Durchschnittsbürgern entfernt, wie das vormalige politische Establishment.
Deshalb wäre ich davor jetzt schon zuviel zu interpretieren.
Ich hoffe dass die Amerikaner Trump in seinem Tun kritisch begleiten und an seinen Taten messen. Vor allem hoffe ich dass die Amerikaner und der gesamte Westen die demokratischen Freiheitsrechte hierfür unter Trump - oder ähnlichen Rechtspopulisten an der Macht - nicht verlieren werden.

Nur weil jemand starke Worte in den Mund nimmt – die dem Volk bekanntlich meist gefallen, wenn es unzufrieden ist – bedeutet das nicht, dass dieser jemand auf der Seite des Volkes ist. Es fällt mir schwer zu glauben, dass Trump etwas macht, was nicht direkt für seinen Vorteil ist.

Ich ziehe mit. Ein verwöhnter Milliardär ist volksnah, blos weil er sich wie ein Rüpel beträgt? Wenn die Mittellosen sich keine
medizinische Hilfe mehr leisten können - das erste Papier dazu hat Trump ja sofort unterschrieben - wird es in USA ein schlimmes Erwachen geben, nur hilft das nicht mehr. Trump wird von seinem Überschuss nichts abgeben, das ist sicher.

csonka györgy | So, 22. Januar 2017 - 12:57

Die deutsche Medienlandschaft ist desolat. Der einzige Lichtpunkt an diesem dunklen Horizont: Cicero.

Bernd Neumann | So, 22. Januar 2017 - 12:58

D. Trump ist kein Abrissunternehmer und auch kein Visionär. Er ist gerade dabei ein gigantisches Schneeballsystem aufzubauen. Er verspricht seinen Wählern, dass andere ihren Wohlstand finanzieren werden. Der einzige Profiteur wird er selbst und sein Clan sein. Aber es wird so sein wie in jedem Schneeballsystem, solange sich Dumme finden die es finanzieren, weil sie sich einen (persönlichen) Vorteil versprechen, wird der Schneeball wachsen, aber es ist eine Frage der Zeit bis die Renditeerwartungen nicht mehr erfüllt werden können. Wer bis dahin seinen Schnitt gemacht hat ist fein raus, der Rest wird wie immer der angeschmierte sein.

Andreas Bach | Mi, 25. Januar 2017 - 12:34

In reply to by Bernd Neumann

Dieser Kommentar zeigt nur, dass sie wenig bis keine Ahnung von unserem Wirtschaft- und v.a. Geldsystem haben. Unser bisheriges Geldsystem ist bereits ein Schneeballsystem, gehalten durch Marktmanipulation der Staaten durch Regulierungen, Gesetze, Harmonisierungen und sogenannten Freihandelsabkommen. Trump hat angekündigt auch in Zukunft Freihandelsabkommen abzuschließen. Aber nicht auf Kosten anderer, sondern mit Verhandlungen unter Gleichrangigen, bei denen jeder den Vorteil für das eigene Land sucht. Adam Smith nannte dies "gesundes Eigeninteresse". Und dieses "gesunde Eigeninteresse" der Einzelpersonen hat in 200 Jahren Europa und die USA zu den wohlhabendsten Regionen der Erde gemacht. Der von der aktuellen Politik verfolgte Kollektivismus verteilt lediglich die Armut weltweit gleich, schafft den Wohlstand nur für einige Wenige, weil diese Wenigen nicht einem "gesunden Eigeninteresse" folgen, sondern reinen Egoismus. Die Politiker hören aus die falschen Berater.

Johannes Remmert | So, 22. Januar 2017 - 13:01

als dass wir Menschen mit zunehmendem Wohlstand und mit zunehmender Bildung mehr mitreden möchten. Schließlich ist unser System offiziell eine Demokratie. Tatsächlich wird nicht einmal der Rechtsstaat seiner würdig. Und wie oft hört man z.B. in der Tagesschau, dass die Vorsitzenden fast aller deutschen Parteien im gleichen Think Tank sind?

Herr Heitmann hat NICHT Recht, wenn er Trump für eine Kraft hält, die wegen seiner Innenpolitik an die Macht gebracht wurde. Es wird sich herausstellen, dass sich seine Administration weit mehr um Außenpolitik kümmern wird, als es die Slogans "Make America Great Again" bzw. "America First" verlauten ließen.

Meine "niveaulose Verschwörungstheorie" lautet, dass der Westen Glück hat, wenn er wenigstens eine seiner guten Vorsätze umsetzen vermag; sei es Grenzsicherung, Entbürokratisierung, interethnische Entspannung, konservative kulturelle Akzente, oder Demilitarisierung der weltweiten Beziehungen.

Dorothee Sehrt-Irrek | So, 22. Januar 2017 - 13:02

Revolutionär gefeiert und zwar unter zu geringer Beachtung der von ihm vertretenen Werte.
Ich habe es immer gesagt, dass ich ausschliesslich die politische Person Hillary Clinton als für das politische System der USA und das Gefüge der Welt als so gefährlich eingestuft habe, dass ich hoffte, dass die Amis Trump wählen würden.
Vieles stand ohnehin für einen Kandidat der Republikaner.
Obama stand schon für eine Position der Vermittlung zwischen beiden großen Lagern, er hat schon auch im republikanischen Sinne staatstragende Politik gemacht und das recht gut.
Hardliner der Republikaner hätten evtl. kurzen Prozess mit Assad gemacht, siehe Bushs Vorgehen bei Saddam Hussein.
Trump wäre nur nie als demokratischer Kandidat gewählt worden, er ging den einen kleinen Schritt rüber zu den Reps oder stand so immer schon da.
Revolutionär wäre er wenn er gesellschaftl. konservative Politik machen würde und nicht nur Machtpolitik der Eliten.
Für ALLE offene Strukturpolitik.
Gesell. Reichtum.

überspitzt gesagt, liest Merkel mich jetzt und nimmt noch die Linken in eine neuerliche Koalition.
Wenn es nur nicht Merkel wäre.
Unabhängig davon wäre z.B. Herr Haseloff gut beraten, wenn ein Absprung bevorstünde, auch mit den Linken zu sprechen, wenn er sich verständlicherweise mit der AFD schwertut.
Haseloff, der dann in der Tradition Höppners (s. a. Meissner Modell) stünde, traue ich zusammenführende Politik zum Wohle des Landes zu, die zudem verlässlich wäre, Merkel nun mal nicht.

Josef Garnweitner | So, 22. Januar 2017 - 13:26

Herr Heitmann. Hinzuzufügen ist dem auch nichts. Ich freue mich nur darüber, daß mal jemand nicht in die Anti-Trump-Hysterie miteinstimmt, sondern die Dinge so darstellt, wie sie sind. Was natürlich unseren selbsternannten "Eliten" in Politik und Medien gegen den Strich gehen dürfte. Auch mancher hier im Forum wird mit den Zähnen knirschen. Was aber nichts daran ändert, daß jeder Satz stimmt, den Sie geschrieben haben.

Frank Linnhoff | So, 22. Januar 2017 - 13:51

Dass gerade dieser übernarzisstische und ungehobelte Präsident umgeben von seiner Garde alter Milliardäre dem amerikanischen Volke und nebenbei anderen Völkern das bessere Leben bescheren wird erscheint mir doch höchst zweifelhaft.

Herbert Trundelberg | So, 22. Januar 2017 - 13:53

im Cicero. Danke! Es wurde auch Zeit einmal den zustand der Linken abgewirtschafteten Vormund spielenden Eliten blos zu stellen. Wie sagt Trump ? Richtig! Lügenpresse zu den verbreiteten Bildern einmal Tele einmal Weitwinkel. Wer Alternativloses dem Bürger vor setzt muss sich daran gewöhnen das der sich eine Alternative sucht.

Steffen Baum | So, 22. Januar 2017 - 14:06

Treffend, klug und mutig ausgedrückt. Während in Deutschland medial die Antitrump-Protestler als demokratischer Volksaufstand herausgeputzt werden ohne natürlich zu sehr die hochgehobenen Schilder mit primitiven Inhalten extremistischer Randgruppen zu zeigen oder auf die schwarz Vermummten Kriminellen bei ihren Angriffen auf Polizisten auf der 5th Avenue zu zeigen, wendet sich selbst der die Demokraten gewählte Durchschnittsamerikaner angewidert von den orchestrierten anti- amerikanischen Protestlern ab. Zeitgleich empört sich stellvertretend für die selbsternannte deutsche "Qualitätspresse" Die Zeit auf Seite 1 wie selbstverständlich darüber dass der US-Präsident mit Putin das Gespräch suchen will. Was erwartet man vom Wähler in einer Zeit in der z.B der deutsche Außenminister mit Hetzbegriffen wie "Hassprediger" umsich wirft? Die politische Korrektness als Opium für die Massen hat ausgedient. Ein republikanisches Trumpeltier sucht den Weltfrieden und CDUSPD plärren für den Krieg.

André Becker | So, 22. Januar 2017 - 14:25

Sehr geehrter Herr Heitmann,

ich stimme Ihren Ausführungen prinzipiell zu, das eine Katharsis des Politikstils notwendig war. Und mit Bernie Sanders wären Ihre hohen Erwartungen möglicherweise auch erfüllbar gewesen. Allerdings übersehen Sie in Ihrem Artikel, welche Persönlichkeit und Vita hier Präsident wurde. Nie hat es einen elitistischeren Präsidenten gegeben, als Donald Trump. Er umgibt sich aussschließlich mit Miliardären, Top-Funktionären aus dem Bankenwesen und Menschen, die eben nie ihren Lebensunterhalt selbst verdienen mussten. Hinzu kommt ein dünnhäutiges Selbst-verliebtes Naturell des Präsidenten, der auf Kränkungen unkalkulierbar reagiert. Meinen Sie allen Ernstes, dass das gut werden kann? Im übrigen möchte ich Sie zum Nachdenken anregen, ob im Zusammenhang mit der abgewählten Regierung der Begriff "Nomenklatura" wirklich angebracht ist. Alt genug sind Sie, um sich an die Nomenklatura der sozialistischen Länder erinnern zu können. Passt das nicht eher zur Trump-Admin?

Tobias Werner | So, 22. Januar 2017 - 14:59

Mit seiner Rede von den vielen Arbeitsplätzen, mit d. Rede, dass er Amerika nun noch größer machen will - als es ja bereits u. immer noch ist...!
Wenn er nicht auch die Welt in den Abgrund stürzen könnte, bei diesem Abriss, da könnte einem dies ja ziemlich egal sein.
Das Positive: Er agiert u. denkt mehr als Unternehmer, ist ideologisch sozusagen offen. Gleichwohl wird ein großer Unternehmer auch Geschäfte mit z.B. Hitler machen, bzw. seinem Reich - hat man damals ja auch gemacht! Aber im Kern stimme ich dieser Einschätzung zu, man muss hier wohl ein wenig langfristiger denken. Er ist hier vielleicht der Andropow der USA. Man kann ihn auch nicht mit Hitler gleichsetzen, wenngleich die Grundsituation eine ähnliche ist. Auch Hitler griff ja ein breiteres Versagen d. alten Eliten auf - um dann noch viel stärker zu versagen! Und dies lag hier auch an seiner Persönlichkeit. Vor allem sind aber wohl die beiden Bevölkerungen nicht die gleichen - u. auch die Welt ist eine andere...!

Michaela Zimmer | So, 22. Januar 2017 - 15:12

Ich danke dem Autor für seinen erfrischend unaufgeregten Artikel, ich fühle mich dadurch in meiner persönlichen Sichtweise bestätigt (die ich nicht so stringent darstellen könnte).
Es macht Hoffnung, dass immer mehr Menschen das Positive an der Wahl Trumps erkennen; die wie Mehltau über dem Land und der EU liegende Lähmung muss aufgebrochen werden.
Wann aber wird eine solche Sichtweise in den Köpfen der Politiker und Medien Raum finden?
Verfolgt man die Verlautbarungen der deutschen Politiker in den letzten Tagen wird mir Angst und Bange um unser Land.
Da wird den US- Amerikanern eine radikale Tendenz unterstellt, der Begriff "Patrioten" gar als nationalsozialistisches Gedankengut bezeichnet (Herr Gabriel)...ich schäme mich für solche Aussagen und den darin folgenden Medien.
Selbstkritik?
Fehlanzeige!
Nun muss mit allen Mitteln eine ähnliche Radikalisierung in Deutschland und Europa unterbunden werden ( Herr Gabriel zum Zweiten)- gute Politik zu machen ist längst Nebensache.
OMG

Michaela Diederichs | So, 22. Januar 2017 - 15:45

für die Abrissbirne. Herzlichen Dank für Ihren sehr guten Artikel, Herr Heitmann. Da gehen Frauen auf Demos gegen Trump. Bündnisse aus Parteien, Kirche, Gewerkschaften hatten zu einer Demo gegen Rechts aufgerufen. Gegen Massenübergriffe auf Frauen an Silvester in vielen deutschen Städten hat keiner der o. g. zur Demo aufgerufen. Da fanden nur ca. 250 Menschen zusammen. Offenbar fällt das weder frau noch man auf. Hier hätte ich gerne untergehakte Politiker*innen an vorderster Front einer Groß-Demo gesehen. Die Panik bei Kirchen, Parteien, Gewerkschaften ist offenbar sehr groß. Es muss etwas grundlegend anders werden. "Es muss Tacheles geredet werden, es müssen Denkverbote ignoriert und alte Hierarchien über den Haufen geworfen werden." Ganz genau!!!
http://www.sz-online.de/nachrichten/demonstration-gegen-silvester-ueber…
https://www.welt.de/politik/deutschland/article161385974/Linke-Demonstr…

Peter Hauser | So, 22. Januar 2017 - 15:54

Ein trefflicher Artikel, der die Angst des politisch medialen Komplex der ehemal progessiven Kräfte, als reaktionär erkannt und sein unreflektiertes Selbstverständnis, mit dem er in Unkenntnis was Demokratie im ursprünglichem Sinn (in der giechischen Polis) bedeutet, aufzeigt.
Im Namen dieser Demokratie wird diese als Interesse, die nur plutokratischen Motiven folgt oder mit Marx zu sprechen, als eine kapitalistisch Ideologie entlarvt.

Dimitri Gales | So, 22. Januar 2017 - 16:00

Hier treffen sie den Kern des Problems: diese von Ihnen bezeichnete Population lebt wie unter eine Glasglocke, unberührt oder nur theoretisch berührt von den gravierenden Problemen des Landes und seiner Menschen (dies ist nicht nur ein Problem der USA). Trump hat dies instinktiv erkannt und zum zentralen Themen gemacht, dieses Verdienst muss man ihm zuerkennen, Populismus hin, Populismus her.
Ich finde skandalös die Tatsache, wie man über Trump Hierzulande herzieht und ihn verteufelt. Mit welchem Recht? Trump ist Präsident der USA, weder Bundeskanzler noch Präsident Europas.

ingrid Dietz | So, 22. Januar 2017 - 16:03

die ganze Presseaktivitäten erinnern mich irgendwie an "Mobbing" und gehen mir derart auf den Keks !
Zur Erinnerung:
der Mann wurde demokratisch gewählt und die Erde ist immer noch rund !

Robert Polis | So, 22. Januar 2017 - 16:18

Ein passender Artikel; allerdings stört mich eins, nämlich die "Technokratenherrschaft". Ich vermute, daß in der "Nomenklatura" der Typ des Technokraten nur sporadisch auftritt (die "Experten" im ÖRR sind doch wohl nicht gemeint). Es wäre verdienstvoll, ein Soziogramm der den Diskurs bestimmenden "schwätzenden Klasse" zu erstellen und diese Vermutung zu verifizieren

Zwar ist es wünschenswert, diesem "politischen und kulturellen Establishment" ein Gegengewicht beizugesellen, aber zumindest für ARD und ZDF kann ich mir einen derartigen Personalaustausch nicht vorstellen.

Es bleiben halt nur eher subversive Aktionen via Cicero et al. oder die Demonstration absurder Themensetzung wie grade mit dem Katzenthema in der FAS vorgeführt.

Klaus Schmalenbach | So, 22. Januar 2017 - 16:25

Falls der CICERO regelmäßig auch von den sogenannten Journalisten des Mainstreams gelesen werden sollte, müßte doch eigentlich die
Selbstmordrate ebenda wg des offenbaren persönlichen Versagens geradezu explosionsartig
ansteigen, oder?

Susanne Dorn | So, 22. Januar 2017 - 16:38

Hervorragend analysiert, lieber Herr Heitmann. Volle Zustimmung! Es ist spürbar, wie die Angst unserer "alternativlosen Etablierten" um sich greift. Die jetzige Politikergeneration ist den enormen Herausforderung der Zukunft nicht gewachsen. Eine Ablösung mehr als überfällig. Wir alle entscheiden darüber bei den kommenden Wahlen!!!

Johannes Luig | So, 22. Januar 2017 - 17:15

Was für ein herrlicher Artikel! Jetzt wird mir erst klar, warum ich so erschüttert war über die einhellige Trumpverachtung in den Medien. Und nein, ich bin kein Anhänger des Milliardärs, aber warum musste ich mich mit ihm, dem Verschmähten, solidarisieren?
Wie vehement ist der Kampf der linken Eliten. Welche Tubus muss ich aushalten, etwa an meiner linken Schule, wo der Refugees welcome Kult gepflegt wird, wenn gleichzeitig die Probleme der Nichtintegration immer deutlicher werden.
Es braucht eine Abrissbirne, das ist die treffende Erklärungen für die Attraktion des Phänomens Trump. Verkrustete Denkgebote, wie Brackwasser aus den Leitungen und Synapsen spülen. Wieder frei sprechen können, ohne das Verdikt des Unkorrekten zu fürchten.
Eine spannende Frage ist, wie schnell und in welcher Form die amerikanische Revolution, als solche muss diese demokratische Wahl wohl bezeichnet werden, auf Europa und Deutschland überspringen wird. Bis zum 24. September ist alles möglich. Schön!

Christop Kuhlmann | So, 22. Januar 2017 - 17:25

Dann wollen wir mal schauen was Klempnermeister Trump zuwege bringt. Offenbar hat das links-liberale Mileu es irgendwie zustande gebracht die Solidarität auf der nationalen Ebene weitehend auszuschalten, die simpelsten Grundlagen der Marktwirtschaft zu negieren und gleichzeitig eine höchst selektive Solidarität mit der Klientel von Menschenschmugglern zu implementieren. Man hätte da jetzt einen empörten Aufschrei der moralisierenden Eliten erwartet, aber offenbar wird die Wahrnehmung der soziale Differenz von der ethnischen überlagert. Besonder perfide wird es jedoch, wenn das Outsourcing ganzer Industriezweige mit der Renaissance längst überwunden geglaubter Frühformen des Kapitalismus einhergeht und diese dann als State of the Art moderner Managementkultur in Einklang mit der ursprünglich kommunistischen Norm des Internationalismus gebracht wird. Wobei der Antirassismus auf dem Umweg der Projektion oft eine rassistische Note bekommt. Wen wundert es das, dass verstopfte Rohre stinken.

Hubert Sieweke | So, 22. Januar 2017 - 18:05

So richtig und wohlmeinend der Kommentar ist, so treffend und sezierend die Analyse, der man gänzlich zustimmen kann, so unverständlicher die Einleitung. Wen, Herr Heitmann, hätten sie denn dann gewählt? Frau Clinton war die andere Kandidatin.... Und, hat es nicht einen Trump gebraucht, der das endlich umsetzt, was sie so treffend beschreiben? Ein naiver Zeitgeist, wie etwa die anderen Republikaner, hätte sicher diesen Kampf gegen Presse, Establishment und wilden linken Jugendlichen nicht aufgenommen. Sie hätten also doch besser Trump wählen MÜSSEN, um das zu erreichen, was sie beschreiben. Oder ist das der Opportunismus, den man heute bei kritischen Bericht voranstellen muß?

Armin Dick | So, 22. Januar 2017 - 18:12

Ich würde mir wünschen daß die Abrissbirne auch an die Europäische Union angelegt wird. Sie ist in der gegenwärtigen Form nicht überlebensfähig, und es ist fraglich ob sie reformierbar ist. Aber sie könnte als gessundes Wesen aus den Trümmern neu entstehen.

Hannelore Altmeyer | So, 22. Januar 2017 - 18:40

Warum dieser Ausdruck über dem dann doch
relativ moderaten Text?

Maik Harms | So, 22. Januar 2017 - 19:02

Falls Trump stürzen oder zurücktreten sollte und durch Vizepräsident Pence ersetzt wird, werden viele sich nach Trump noch zurücksehnen. Trump ist offenbar kein Ideologe, sondern ein recht grober und selbstverliebter Geschäftsmann. Das heißt, dass er auch auf anhaltenden Missmut in der Bevölkerung reagieren wird - im Gegensatz etwa zu den Tea-Party-Radikalen, den Staatsverächtern und Evangelikalen bei den Republikanern, die tatsächlich eine Agenda ohne große Rücksicht durchfechten würden. Ob Trump sich gerade mit denen, die doch das Washingtoner Establishment prägen, gemein machen wird, halte ich eher für unwahrscheinlich. Mit Trump kann man sich arrangieren, wenn man eigene Positionen festzieht und aktiv wird - gegen beseelte Rechtsextreme im Kongress und gegen Pence wäre das schwieriger.

Torsten Knecht | So, 22. Januar 2017 - 19:07

Krise dort, Krise hier.

Bloß ändert sich was grundlegend? Der Filz zwischen Politik, Wirtschaft, Medien u. Staatsbürokratismus ist so dicht, dass nur die Köpfe wechseln aber nicht das System sich ändert.

Demokratie in D.? 2 Kreuze alle 4 Jahre! Der Bürger passt sich öfter der Politik an als diese sich an den Interessen der Bürger. Die Matrix Demokratie ist renovierungsbedürftig. Dank Merkels Alleingänge u. Schröders Endsolidarisierung ist das längst überfällig.

Sebastian Roob | So, 22. Januar 2017 - 19:34

Kompliment, Sie haben auch schöne Bilder benutzt.

Zwischen den sich herauskristallisierenden Lagern der Gutmenschen und Wutbürger ärgert mich, dass so viele Gutmenschen jammern und die Wahlen nicht akzeptieren wollen. Vom politischen Gegner kann man ja halten was man will, aber da bleibt die Frage, wer brauch hier Nachhilfe in Demokratie?

Der Konservative ist im Kern etwas liberal und immer kompromissfähig. Ich denke die Gutmenschen sollten sich reflektieren und mal wieder in der Kunst des Kompromisses üben. Hier liegt das Problem.

Tobias Werner | So, 22. Januar 2017 - 19:55

Also: Ein Milliardär mit etwas fraglicher Vorgeschichte, zudem offensichtlich narzistisch, das soll ein Repräsentant der einfachen Menschen sein...?! (Das wäre wohl eher Larry Sanders gewesen). Das "System" welches er bekämpfen will, hat ihn ja gerade so hoch gebracht - u. eben keinen "einfachen Menschen". Er ist sozusagen selbst der beste Ausdruck eines höchst bedenklichen Systems und von daher, auch weil er das nicht ein einziges Mal thematisiert hat, ist es eben auch unglaubwürdig, wenn er das System und das Establishment bekämpfen will.
Anstatt sich am Tag nach d. Vereidigung vor die vielen Gegendemonstranten mal hinzustellen u. auf diese irgendwie einzugehen, zweifelt er massiv an, dass zu seiner Vereidigung zu wenig Menschen geschätzt worden seien - wie wichtig ist das denn? Und vor allem scheint dies ja eben doch zu stimmen. Also auch bei diesem Mann geht bei mir die Alarmanlage an. Statt mit Andropow könnte man ihn wohl besser mit Putin vergleichen u. Obama mit Gorbatschow.

sieht anders aus. Diejenigen, die nach der Wahl und nach der Vereidigung auf die Strassen gingen, haben offenbarn nicht verstanden, dass D. Trump auf normalem Wege gewählt worden ist - so wie es eben das amerikanische Wahlsystem vorsieht. Dass es genügend Kräfte gibt, die seine Wahl gerne verhindert hätten, ist auch kein Geheimnis. Dass diese Kräfte nach wie vor versuchen, ihm Steine in den Weg zu legen und dafür zig Tausende angeworbener Demonstranten bezahlen, ist auch kein Geheimnis. Bleibt nur zu hoffen, dass diese Kreise (Soros & Co.) es nicht schaffen, Trump den Boden unter den Füßen wegzuziehen, bevor er mit ihnen endlich abgerechnet hat!

Ralph Barthel | So, 22. Januar 2017 - 20:17

am politisch / gesellschaftlichem Diskurs teilzunehmen.
Scheinbar kommt langsam wieder Bewegung in die von stumpfsinn erstarten Politik und deren Rechtfertigungsdiktatur. Dabei spielt es keine Rolle, ob es dazu trumpelt oder rumpelt. Haupsache die Freiheit darf in die Köpfe der Menschen zurück. Dieses oberlehrerhafte geschwafel von grün über schwarz bis rot war und ist doch nicht mehr auszuhalten.

Vielleicht ist gerade der "größte Rüpel" der Welt derjenige, der die Verkrustungen der letzten Jahre aufbricht. Alle wundern sich, das er niemanden verrät wie er den Friedensnobelpreis ohne Leistung dafür ergattern will. Na sowas. Genau so wenig läßt er sich in die Karten gucken und amüsiert sich über die geifernden Restbestände ideologischer Müllhaufen.

Die Welt wird sich immer schneller verändern. Somit ist die Fähigkeit der Anpassung und keine Anmaßung gefragt. Auch die "alte" Diplomatie scheint mir überholungsbedürftig. Ist es das was Trump mit "good deal" meint? Ich glaube ja.

Ewald Wolfgang… | So, 22. Januar 2017 - 20:35

Die Ideen welcher Herr Trump verwirklichen will für sein Land klingen gut und sehr vielversprechend.
Dazu muss man sich aber ein stabilen Fundament anlegen um dass alles zu verwirklichen .Wie aber jeder weiß ,kann man nur auf dem aufbauen was jetzt noch an Substanz vorhanden ist.Unabhängig von von den Billionen Schulden und jetzigen globalen Verpflichtungen gegenüber auf der ganzen Welt verstreuten Militärbasen globale Zocker welche nie Steuern zahlen ,die ganzen faulen Kredite .Wie und wo um Himmelswillen ,sollen die ganzen Gelder für ihre Marode Wirtschaft und Infrastruktur zur Schaffung von Einheimischen Arbeitsplätzen denn herkommen? Wirtschaftlich wird der große Knall mit Sicherheit kommen.In Amerika genauso wie in Europa ,da geht kein weg dran vorbei .Das globale Geflecht von Gaunerei ,Betrug und Diebstahl an den Völkern hat eine Dimension angenommen,welche es unmöglich machen wird den Menschen eine Lebenswerte und Zukunftsorientiertes Leben zu ermöglichen.

Wilhelm Maier | So, 22. Januar 2017 - 21:24

Danke, Herr Heitmann,
Verdammt guter Artikel. Bin mit einverstanden. Und hoffe das er, nach allen Kriegen, Spannungen und Aggressionen auf der Welt in den letzten Jahren (auch mit unseren Beteiligung) wieder Frieden schaffen kann.
„Er soll auch Wertvolles von Wertlosem trennen, Müll entsorgen und so den Boden für Neues bereiten.“ . Ja!. Er soll es.

Ralph Barthel | So, 22. Januar 2017 - 21:26

Das Bild zeigt Trump mit Rautehaltung der Hände.

Also doch alles in Butter. Brauch keinen Bunker bauen.

Peter Jüriens | So, 22. Januar 2017 - 21:32

Supereinfach, da schallend zu widersprechen.

Zählt mal die "einfachen" Leute im Kabinett. Dauert nicht lang.

Dann zählt die Konzernchefs und Banker.

Es wird ne Weile dauern, bis Euch diese Schuppen auf die Füße fallen. Ich glaube es war Schlingensieff der´s mal sagte: Propaganda macht nicht traurig. Daß sie wirkt, macht verzweifeln.

Petra Maria Schaefer | So, 22. Januar 2017 - 22:27

und Kompliment dem Autor, der sehr genau die andere Seite der Medaille aufzeigt.
Ein Hoch der Demokratie.

Dirk Stahmer | So, 22. Januar 2017 - 22:58

Bei Fußballspielen habe ich gelernt: Es gibt einen Unterschied zwischen verlieren und einfach nur nicht gewinnen. Das Establishment hat die US-Präsidentenwahl nicht gewonnen. Stattdessen ging Donald Trump aus der Wahl als Gewinner hervor. Wir haben jetzt gewiss interessante Zeiten vor uns und sollten uns bald Gedanken machen, einen Begriff wie möglicherweise "Trumpisierung" zu definieren.
Ausnivelliert wird die USA uns demonstrieren, was Freiheit und Demokratie bedeutet. Diese Vereinigten Staaten erschüttert so leicht auch ein Donald Trump nicht. Ich bin zuversichtlich, dass die Entsorgung von Wertlosem politisch korrekt gelingen wird.
Eines habe ich jedenfalls schon gelernt: Eine nicht gewonnene Wahl kann die vorherrschenden Eliten zu keifenden Verschwörungstheoretikern mutieren lassen.

Robert Müller | So, 22. Januar 2017 - 23:34

"Was nach dem Abriss mit der Baustelle geschieht, darüber hat die demokratische Gesellschaft zu befinden."

Ich glaube nicht, dass das so funktioniert. Als die USA zur Supermacht aufstieg, waren es nicht Debatten, die das bewirkt haben. Auch der Aufstieg Chinas und der Niedergang der DDR wurden nicht durch Debatten eingeleitet.

Ich glaube es gibt keinen Architekten der Zukunft, höchstens einen Innenausstatter. Die großen Probleme der Führungsnationen sind heute schon bekannt: Verschuldung, Masseneinwanderung, Unzufriedenheit. Das ist das Gebäude. Jetzt gilt es nur noch Tapeten an die Wand zu kleben und Möbel hinein zu stellen.

Wenn ich mir DE ansehe, dann sind die Aufgaben der nächsten Jahrzehnte schon bekannt. Wobei Merkel 2015 die nächste Riesenaufgabe losgetreten hat. "Vom Ende her denken", war das sicher nicht gewesen. Statt die Probleme in DE zu lösen, wollte sie lieber das Problem der Syrer und dann das der Griechen lösen: Durchwinken, statt Grenzen schließen.

Markus Michaelis | So, 22. Januar 2017 - 23:44

Die bisherigen Denkmuster empfinde ich auch als zu eng, festgefahren und widersprüchlich. Wobei ich Widersprüchlichkeit für unumgänglich halte (z.B. dass Obama mehr Menschen abgeschoben hat als alle Vorgänger, er aber zurecht als jemand gilt, der sich für Migranten eingesetzt hat - so paradox ist die Welt). Bedenklich finde ich, dass viele Menschen Widersprüche nicht sehen oder nicht akzeptieren wollen. Das macht mit eher Angst. Wie kann man mit so einer Einstellung zu einer halbwegs stabilen Gesellschaft kommen? Die Trumpisten und Anti-Trimpisten müssen beim Abreißen allerdings aufpassen, dass sie sich nicht gleich so verfeinden, dass es nicht mehr gekittet werden kann.

Biba Toth | Mo, 23. Januar 2017 - 01:20

Gestern regierte er sein Firmenimperium
Heute regiert er die USA
Morgen will er die ganze Welt regieren

Wohin so ein Größenwahn führt, wissen wir alle nur zu gut.

Sie machen es sich etwas zu leicht, indem Sie eine Behauptung aufstellen und keine Argumente dazu liefern.
Haben Sie seine Antrittsrede gelesen?
Und ich meine damit "verstehendes Lesen"!
Ihr Dreisatz endet in einer haltlosen und unlauteren These.
Schade, wenn Menschen das Denken durch Nachplappern von Phrasen ersetzen.

Helmut Siegert | Mo, 23. Januar 2017 - 02:29

Dieser Artikel ist eine Oase in einer Welt von Geschmier und Geplapper.Hier in MX drehen manche regelrecht durch.Die Hysterie gewisser Frauengruppen ist geradezu krank.
Herzlichen Dank fuer Herrn Heitmann fuer die klugen
Worte ,sowie Mass und Ziel.

Georg Dallmann | Mo, 23. Januar 2017 - 08:20

Herrn Heitmann ist bei seiner Analyse zuzustimmen. Man muss kein Trumpfan sein um zu erkennen, dass das eigentliche Problem, die derzeitigen "Eliten" sind, ihre "Politik" als alternativlos erachten. Diese "Eliten", die sich längst vom Souverän abgekoppelt haben und diesen geradezu verachten. Diese "Eliten", die - vorsätzlich und ohne jede rechtliche Legitimation - geltende Gesetze - am Parlament vorbei (!) - "außer Vollzug" setzen. Diese "Eliten", die - in geradezu krimineller Realitätsverweigerung - behaupten, im Zusammenhang mit dem unkontrollierten Migrantenzustrom sei es nicht zu einem sprunghaften Anstieg der GEWALTkriminalität in allen Bereichen des öffentlichen Lebens gekommen, obwohl jede(r )Bürgerin und jeder Bürger das tagtäglich - oft genug am eigenen Körper - bitter erfahren und ertragen muß. Diese "Eliten", die die Bürger durch eine Nullzinspolitik ENTEIGNEN, sie um ihre Ersparnisse bringt, damit der BMF "frohlockend sparen" kann. DAS ALLES ist Politik GEGEN das VOLK ....

Georg Dallmann | Mo, 23. Januar 2017 - 08:27

...und damit OHNE jede demokratische Legitimation.
Wenn Politiker - geradezu im Wahne eigener "Machtvollkommenheit" ELEMENTARE Entscheidungen (Energiewende, Euro-"Rettungspolitik", "Nullzinspolitik", UNkontrollierte Zuwanderung, etc.) OHNE dies vorab dem SOUVERÄN zur Entscheidung vorgelegt zu haben und - oft genug - auch am Parlament vorbei oder ohne ECHTE (!) parlamentarische Mitwirkungsmöglichkeit (zB Euro-Rettung in Nacht-und Nebel-Aktionen ohne Zeit für parl. Debatten und ohne vorherige AUFKLÄRUNG der Parlamentarier) "entscheiden", fehlt ihnen JEDE DEMOKRATISCHE LEGITIMATION! Das MUSS endlich klar benannt werden. Wenn Politiker ständig (!) die ECHTE (!) Aufklärung schwerster Staatsskandale (Oktoberfestattentat, NSU,AMRI,etc) verhindern, wenn Politiker (Parteien) die Abschiebung hochkrimineller Migranten GEGEN Recht und Gesetz VERHINDERN, dann ist es ZEIT für den SOUVERÄN, ein MACHTWORT zu sprechen, welches NIEMAND mehr ÜBERHÖREN kann! DARUM geht es bei der BTW 2017.

Wolfgang Lang | Mo, 23. Januar 2017 - 08:49

Die Eliten, die gerade dran sind, werden nicht von selbst abtreten. Sie werden kämpfen. Sie haben Zugriff auf Militär-, Polizei- und Geheimdienstapparate. Auf die Medien sowieso. Wenn man SPON liest, kann man sehen wie gezielt desinformiert und manipuliert wird. Siehe den täglichen Bericht über einen guten, erfolgreichen Flüchtling, den fast täglichen Bericht über supergefährliche Nazis. Die Heiligenverehrung für den Drohnenmörder Obama. Die unmerkliche Unterstützung für Merkel, das Hochschreiben von Gauck, das Herunterschreiben der Ausländerkriminalität usw.

Petra Maria Schaefer | Mo, 23. Januar 2017 - 14:08

In reply to by Wolfgang Lang

stimme Ihren Ausführungen vollkommen zu.
Das Problem sind die Medien; die s.g. "Hofberichterstatter";
"stell Dir vor, die Zeitung erscheint und keiner kauft oder
abonniert.."
Welche Medien man konsumiert - auch ÖR - ist immer noch
freie Entscheidung. Nicht kaufen und ausschalten ist die Devise.

Stefan Schandera | Mo, 23. Januar 2017 - 08:51

Die letzten beiden Sätze sind aus meiner Sicht die entscheidenten, auch für die Gesellschaft der kommenden Dekade: "Hier muss die Debatte über die Zukunft beginnen. Je offener und breiter diese geführt wird, desto besser." Momentan haben wir in Deutschland und in der EU dafür leider kaum geeignete Instrumente. Mit dem "Neuland" Internet - einer riesigen Chance für diese Debatte und wohl zweifelsohne die wichtigste technologische Grundlage für die Zukunft der Demokratie - umzugehen hat die gegenwärtige Führungsebene nicht gelernt und will es offenbar auch nicht mehr. Die lauen Versuche sind als kläglich zu bezeichnen. Daran und an ihrer Überheblichkeit dem Unbequemen und oft Ungeschliffenen gegenüber könnte sie scheitern. Das im Entstehen begriffene Vakuum wird es in sich haben, mit allen Chancen und Risiken.

GUDRUN ERDMANN… | Mo, 23. Januar 2017 - 09:31

SEHR WAHR..Offensichtlich ist, dass der Konsens der Akzeptablen, Wohlmeinenden, Kultivierten, Schönen, Reichen und Gebildeten, der über Jahre hinweg ungefragt wie selbstverständlich den Kurs der Welt dirigierte, zerfällt. Die Zeiten, in denen das politische wie kulturelle Establishment freihändig auf dem Rücken der schweigenden Massen Schlitten fahren konnten, neigen sich dem Ende zu...

Arnold Voss | Mo, 23. Januar 2017 - 09:32

Dieser Mann wird weder den einfachen Mann noch sein Land wieder aufrichten. Abreißen reicht dafür leider nicht. Man muss auch ein Plan haben, was danach kommen soll. Den sehe ich nicht. Zumindest keinen der funktionieren könnte. Ich sehe nur eine grosse Klappe, aus der immer dieselben Sprüche heraus scheppern.

Wolfgang Tröbner | Mo, 23. Januar 2017 - 10:32

Herr Heitmann, Sie haben sehr schöne Bilder und Begriffe für den desaströsen Zustand der westlichen Demokratie und der politischen Gruppierungen (die sich selbst als Elite begreifen) gefunden. Vielen Dank dafür. Diese "Eliten" haben die Demokratie nur als Selbstbedienungsladen verstanden und zeigen nun angesichts drohender Niederlagen bösartigste Beißreflexe. Ich gebe Ihnen vollkommen recht, dass der ganze Laden, nicht nur in den USA, sondern auch in der EU (und hier ganz besonders in Deutschland) entrümpelt werden muss, damit endlich wieder eine Politik für die Bevölkerung gemacht wird, hoffentlich auch unter direkter Beteiligung.

An einer Stelle muss ich leider widersprechen. Sie schreiben "... Konsens der Akzeptablen, Wohlmeinenden, Kultivierten, Schönen, Reichen und Gebildeten, der über Jahre hinweg ungefragt wie selbstverständlich den Kurs der Welt dirigierte, zerfällt". Es sind eben nicht die Kultivierten und Gebildeten, die herrschen, sondern die Dummen und Ungebildeten.

Bernhard Jasper | Mo, 23. Januar 2017 - 10:44

Herr Heitmann, was käme wohl dabei heraus, wenn man heute die Gesellschaft polemisch nach ihrer Vorstellung von Zukunft befragte? Ich persönlich glaube, dass diese keine einheitliche Vorstellung davon hat. Und so treffen sich alle möglichen Gruppierungen in ihrer Systemkritik in der Aussage, dass es so nicht weitergehen könne. Da gibt es nur noch eine Lösung, die „Endlösung“, das ungeliebte System zu zerstören, mit der „Abrissbirne“. Zitat „…selbst dann, wenn unklar ist, wie die Zukunft aussehen soll und wird“.

Zunächst tabula rasa machen, ohne einen zukünftigen Entwurf, um die „seit Längerem baufällige politische Kultur abzuräumen“. So reden Hasardeure und Populisten, jedoch keine Bausachverständigen.

Die tragenden Teile des Gebäudes bilden die Verfassung. Im Sinne der politischen Kultur würde man verantwortungsvoll stabilisierende Maßnahmen einziehen. Das alte „ehrwürdige Haus“ würde ein weitgespanntes Dach erhalten- um es zu schützen und zu bewahren.

Bernd Eifländer | Mo, 23. Januar 2017 - 10:59

Ist er nicht nach Lesart vom Regierungsmitglied Steinmeier -unwidersprochen von Frau Merkel vor der Wahl - ein Hassprediger ? Auf eine Einladung werden sie vergeblich warten. Mit Recht ! Bald werden sie zu Kreuze kriechen.

Ulrich Berger | Mo, 23. Januar 2017 - 11:03

Was aber soll es mir persönlich nutzen, dass da "entschlackt" oder was immer werden wird? Für mich mit fast 60 kann es nur in einer persönlichen Katastrophe enden, was da nun kommt.
Ich erwarte zu meinen Lebzeiten nur noch Niedergang, bei dem ich schon froh bin, wenn er sich noch vom freien Fall unterscheiden lässt.
Und nein, ich bin KEIN Politiker, ich bin ganz normal in unserer freien Wirtschaft tätig. Diese aber wird Trump vernichten mit seinem Isolationismus.

Frank Linnhoff | Mo, 23. Januar 2017 - 11:04

Wie sich der Autor von diesem Kabinett der Plutogerontrokraten, angeführt von einem narzisstischen Rüpel irgendeinen gesellschaftlichen Fortschritt erwarten kann, ist mir ein Rätsel.

Hanno Woitek | Mo, 23. Januar 2017 - 11:19

sehr geehrter Herr Heitmann, für diesen Artikel. Man müsste ihn Frau Merkel und Herrn Gabriel um die Ohren hauen.

Schöne Grüsse Hanno Woitek

Ulrich Berger | Mo, 23. Januar 2017 - 11:28

...durch das, was Trump machen wird. Ist ja schön und gut, dieses "Entschlacken", "Entkrusten" der Demokratie.
Aber die nächsten Jahre werden für mich (bald 60) zu einem ganz persönlichen Desaster geraten. Ich kann schon froh sein, wenn der kommende Dauer-Niedergang für mich noch vom freien Fall unterscheidbar bleibt.
Und ich bin kein Politiker oder Beamter, sondern in der deutschen freien Wirtschaft beschäftigt. Aber genau die wird/will Trump ja zerstören mit seinem Isolationismus.

gabriele bondzio | Mo, 23. Januar 2017 - 11:58

ist es halb so schlimm, dass man als Besitzer des Friedensnobelpreises,allein im vergangenen 26.000 Bomben über dem Nahen Osten abgeworfen hat. Selbiges wird doch oft genug (und nicht nur von Obama) in gut gewählten Worten als friedesfördernd in den Raum gestellt. Vergleicht man allein die Berichterstattung über Mossul und Aleppo, kann man die Werteordnung der westlichen Hemisphäre gut erkennen. Als ob es einen Unterschied mache, ob es eine russische oder amerikanische Bombe ist, die auch Unschuldige tötet.Trumpf mit seiner direkten Sprache, ist hier ein Synonym für einen Raubvogel, der momentan über einen erschrockenen, und laut-gackernden Hühnerhof schwebt. Sie spüren, dass hier ein Außenseiter in ihren inneren Bezirk eindringen will und das es Federn kosten wird.

Jürgen Lehmann | Mo, 23. Januar 2017 - 12:33

Bisher haben wir die USA doch mehr und weniger bewundert, bzw. uns sehr stark von diesem, „pseudodemokratischen“ System abhängig gemacht.

Statt uns jetzt auf eine neue Situation einzustellen, verbunden mit einer akzeptablen Abnabelung, findet das große Jammern statt, verbunden mit Beschimpfungen des neuen Präsidenten.
Große Kommentare ergeben hierzu keinen Sinn!!!

Eduard Schilling | Mo, 23. Januar 2017 - 13:07

Ich finde es über trieben wie man mit Tramp umgeht. Wie schnell man doch vergiesst, das ein größerer Verbrecher in der Türkei sein Unwesen treibt. Macht sich denn keiner Gedanken, was dort in den Gefängnissen passiert. Die Linken gehen hier wegen Tramp auf die Straße, aber nicht wegen Erdogan. Sie gehen nach Koblenz wegen den Rechten, aber in Berlin wo ein Flughafen Milliarden verschlingt, um dort zu protestieren, das ist ihnen egal. Wahrscheinlich tun sie es nicht weil dort, die ganze linke Brutt von Berlin und Brandenburg involviert ist. Daran kann man ersehen, wie das linke Volk tickt!

Georg Meier | Mo, 23. Januar 2017 - 14:12

Ich kann jeden Ihrer Sätze unterschreiben und denke genauso. Dafür sind Sie Autor und ich nicht, deshalb nochmals danke, Herr Heitmann. Mögen alle im politischen Berlin und allen Landeshauptstädten diesen Artikel lesen, verstehen und sich zu Herzen nehmen. It's not only the economy, stupid! "The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure."

Dieter Göttler | Mo, 23. Januar 2017 - 15:36

Hach freu ich mich drauf. Kopfkino.
Donald bekommt vom CIA Direktor einen Lagebericht mit vielen Sternchen drinnen. Er wird erstaunt fragen. Was ist denn das? Das, O mein Präsident, sind Gendersternchen, damit bei unseren Drohnenangriffen auf islamische Feinde die Drohne weiss, dass wir nicht nur männliche sondern auch weibliche und evtl. noch ein paar andersgeschlechtliche Terroristen eliminieren.
Dir Föntolle wird sich kurz aufrichten ob des darunter entstandenen Gedanken. Was ? Ihr seid höchstbezahlte Mitarbeiter einer Regierungsorganisation und kümmert Euch um so was?
Und er könnte dem CIA Direktor sagen: Unfug, weg damit.
Vielleicht wird er aber auch nur voller Verzweiflung den Kopf auf den Schreibtisch sinken lassen..

Thomas Robert Rausch | Mo, 23. Januar 2017 - 17:37

Die Situation ist verzweifelt, genau danach handelt dieser Mann. Infantile Pubertätsprobleme an zu dichten,trifft die Schwere der Krise in keinem Fall. Wer in einer außgewöhnlichen Situation steckt, der handelt auch nicht der Norm entsprechend.

Die USA, ja eigentlich der ganze Westen, stecken in einer tiefen Krise, deren Ursache im technischen Entwicklungsprozess liegen, mit dem die Politik und die gesellschaftliche Entwicklung nicht mehr mit kommt.
Die USA haben ein soziale und wirtschaftlich strukturelle Krise. Sie ist durchaus mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion vergleichbar. Hier gebärdet sich das Establishment seiner Schutzbefohlenen ratlos bis bestürzt. Durchaus wieder vergleichbar mit dem Amtsantritt Gorbatschows.
Der Mann hat das erkannt und spricht es aus. Die Lage ist verzweifelt und zwingt ihn den Resetknopf zu drücken. Kassensturz und Neuanfang.
Die EU ist kopflos, und den Briten droht das Chaos

Nicht eigentlich, sondern tatsächlich, der gesamte "Westen" ist ein Sanierungsfall, politisch + wirtschaftlich. Reset oder Crash, mehr bleibt nicht.

Christian Vogeler | Mo, 23. Januar 2017 - 17:58

"Hoffnungsträger der Massen, dem durch die Propaganda … bald eine quasi-messianische Aura anhaftete: Die Aura des Erlösers ..." stand unlängst im Focus. Da ging es um einen Herrn aus der deutschen Vergangenheit. Bin ich zu ängstlich?

Olaf Voß | Mo, 23. Januar 2017 - 18:25

Die Messlatte hängt durch Obama sehr weit unten, so dass Donald Trump niemals schlechter sein kann, als sein Vorgänger. Was mir große Sorgen macht, ist die Glorifizierung Obamas, dessen Regentschaft ohne Substanz war und der kein nennenswertes Vermächtnis hinterläßt, sowie die Anbetung Merkels, die ebenfalls seit 2005 nichts Positives zu vermelden hat. Was Merkel will, weiß ich seit fast 12 Jahren nicht; D. Trump hingegen hat sein Amt gerade erst angetreten und wird im Gegensatz zum versagenden Establishment Volkes Stimme hören, so wie er es schon im Wahlkampf ankündigte. Warum Führungskräfte (Merkel/Obama) für ihre Unfähigkeit gelobt werden, erschließt sich meinem Verstand nicht.

Hermann Plettenberg | Mo, 23. Januar 2017 - 19:03

Vielen Dank für ihren Optimimuss, aber ich sehe Trump nicht als Klempner, der Rohre reinigt sonder eher als Farmer, der in einem gewaltigen Feuer, einen langsam gewachsen und funktionierenden Urwald,roden wird für kurzfristige Erfolge. Das einzig Positive an Trump und den politischen Ereignissen in Europa ist hoffentlich das erwachen der Mittelschicht, die sich recht lange auf einer funktionierenden Politik ausgeruht haben.

Alexander El Farran | Di, 24. Januar 2017 - 10:44

Es ist mir unerklärlich, dass man bei einem so fehlgeleiteten Wahlsystem und subdemokratischen politischen System davon sprechen kann, dies sei ein Abbild der demokratisch erhobenen Volkesmeinung. Unabhängig davon, dass der Clown dem "einfachen" Volk, welches er zwar unterhalten, aber in keinster Weise repräsentieren kann, überraschend viel Schaden zufügen will und wird. Dies wird dazu führen, dass man sich nicht nur Obama, sondern selbst Bush zurück wünschen wird. Mit "vier Jahre gehen vorbei" ist es nicht getan. Wer in Amerika Demokratie will muss das Wahlsystem (Electoral College, Voter ID, Finanzierung der Wahlen) umstellen. (wie es von jedem Verlierer der Wahl, z.B. von Trump vor 8 Jahren, gefordert wird) Das es nicht um die Verbesserung des Landes geht, zeigt der Unwillen der Gewinner das System zu verbessern. Gruselig.

Yvonne Walden | Di, 24. Januar 2017 - 11:05

Wie sollte Donald Trump "zum Repräsentanten der einfachen Menschen" in den USA mutieren?
Er stellt das genaue Gegenteil dessen dar, nämlich einen Egomanen, der im Geld schwimmt und sich wie ein "Hahn im Korb" feiern und hofieren läßt.
Es wäre zu schön gewesen, wenn der Kandidat der Demokraten, Bernie Sanders, die Chance erhalten hätte, sich wirklich für "die da unten" einzusetzen, also für die gesellschaftliche Schicht der Habenichtse in den USA, die ohne öffentliche Suppenküchen kaum existieren können. Und die bei ernsthaften Erkrankungen kaum Chancen auf eine angemessene ärztliche Behandlung haben, weil Trump bekanntlich keine Krankenversicherung für alle duldet.
Diejenigen Angehörigen des US-Proletariats, die der Republikanischen Partei ihre Stimme gaben, sind einer echten Sinnestäuschung erlegen.
Die massive Propaganda und gezielt gesteuerte Fehlinformationen haben letztlich zur Wahl von Donald Trump geführt.
Das böse Erwachen erfolgt jetzt und in den nächsten Wochen und Tagen.

Cem Özgönül | Di, 24. Januar 2017 - 12:21

... es ist doch erstaunlich, dass sich die Trump-Apologetik einer Argumentation bedient, die man bspw. mit Blick auf einen Erdogan nie und nimmer durchgehen lassen würde. Aber wir leben halt in verrückten Zeiten. In Davos beschwört ein chinesischer KP-Chef die Globalisierung, während der neue US-Präsident nationalökonomischen Protektionismus propagiert. Aber klar: wenn ein chauvinistischer Milliardär - dessen bisherige Lebensleistung sich darin erschöpft, mit mäßigem Erfolg und Papas Kapital Geschäftsmann gespielt zu haben - ausgerechnet als Stimme des einfachen Mannes, als fleischgewordener Blick der Unterdrückten verkauft werden kann, sollte man sich über nichts mehr wundern. Wir leben nicht in postfaktischen sondern im postrationalen Zeiten.

Edgar Timm | Di, 24. Januar 2017 - 15:50

wenn es anders wird. Aber es muss anders werden, wenn es besser werden soll.“
(Georg Christoph Lichtenberg) - Vielen Dank für Ihre mutigen und Mut-machenden Worte, Herr Heitmann.

Ich finde es interessant, dass ausgerechnet die "Eliten", die dem normalen Arbeitnehmer stets gepredigt haben, dass er sich anpassen müsse (und heute häufig nur noch befristete Arbeitsverträge oder Zweit- und Drittjobs braucht, um über die Runden zu kommen) sich jetzt so vehement (und häufig hasserfüllt) gegen Veränderungen stemmen, weil sie ihre Pfründe bedroht sind. Ich freue mich schon jetzt auf die Zeiten, in denen die Kultur(?)-Schaffenden zwar ihre Pläsierchen pflegen können (was mit Flüchtlingen ...), aber nur unter der Prämisse, dass sie einen Kostendeckungsgrad wie der öffentliche Nahverkehr erzielen.

Heinrich Sikora | Di, 24. Januar 2017 - 21:12

Der Beitrag ist zwar erfrischend und als abweichende Meinung zu begrüßen, aber dabei irreführend. Es ist ja schön, wenn man aufgestaute Probleme mit neuen Ideen und einem Paukenschlag glaubt überwinden zu können, aber es muss auch etwas Vernünftigeres nachkommen. Die Rede von Trump hat ja gezeigt, dass er mit wesentlichen Auffassungen völlig falsch liegt. Seine Versprechungen wird er nie und nimmer erfüllen können. Er wird seine Wähler maßlos enttäuschen. Er wird die bestehenden Verhältnisse weitgehend zerstören, jedoch nichts Konstruktives zustande bringen. Die Euphorie in dem Artikel von Heitmann kommt mir ein wenig vor wie die Stimmung in Europa vor dem Ersten Weltkrieg. Man war der bisherigen Ordnung überdrüssig geworden, es musste ein Neuanfang her. Alle stürzten sich begeistert in einen fürchterlichen Krieg. Das Ergebnis ist bekannt.

Birte Spiegel | Mi, 25. Januar 2017 - 18:07

Gewählt hätte ich ihn nicht. Aber die abgehobenen elitären Herrschaften jammern nicht um die Deomkratie, sondern um sich selbst.
Vielleicht kann er es ja doch besser. Man schwankt zwischen Skepsis und Hoffnung.
BiSpie

Heinz Köberl | Do, 26. Januar 2017 - 22:00

Ein ausgezeichneter Artikel. Danke Herr Heitmann für diese wohltuend differenzierte und weitgehend vorurteilsfreie Betrachtung. Dieser Artikel ist meines Erachtens bisher der Beste in Deutschland Erschienene seit seinem Wahlsieg.

Welch ein Trost, dass nicht alle Publizisten in Deutschland verblendet, ja teilweise sogar bis zur totalen Realitätsverweigerung durchideologisiert zu sein scheinen. Denn was wir in diesen Monaten erleben, ist ein Offenbarungseid. Auch für die Leute, die sich das alles gefallen haben lassen.
Man muss kein Trump-Fan sein, um das zu erkennen.

Andreas Grieshaber | So, 29. Januar 2017 - 00:06

Wie verzweifelt muss man eigentlich sein, seine Hoffnungen auf einen pöbelnden Cowboy zu setzen, der im Vollrausch seines unerwarteten Wahlsiegs sämtliche Töpfe zerschlägt, aus denen der Westen sonst schöpft?

Nikolai Schasiepen | So, 29. Januar 2017 - 21:46

Die politische Elite hat auf das falsche Pferd gesetzt. Statt sich um einen betagten Visionär (Sanders) zu scharen, galt die allgemeine Unterstützung eine der ihren (Clinton). Gerade im Amt stößt der 45. Präsident reihenweise Freunde und Verbündete vor den Kopf und hat dabei nicht den Schneid, Ägypter und Saudis auch die Einreise zu verbieten, oder möchte er mögliche Geschäftspartner nicht im Ausland treffen müssen? Nein, Trump ist keine Abrissbirne, sondern bloß ein lauter, großer und gut ausgeleuchteter Selbstdarsteller, der leider nicht mehr einer Fernsehshow oder einem Unternehmen, sondern der (noch) führenden Wirtschaftsmacht der Welt vorsteht.

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