Wahlkampf im TV - Fünfkampf schlägt Duell

Nach dem Duell zwischen Angela Merkel und Martin Schulz durften im Fernsehen auch die kleinen Parteien ran. Das war weniger staatstragend, aber deutlich informativer und kurzweiliger. Besonders ein Grüner konnte punkten, die AfD hätte wohl besser jemand anderen geschickt

Alice Weidel (3.vr.), Spitzenkandidatin der AfD, begrüßt am 04.09.2017 bei ihrer Ankunft im Fernsehstudio in Berlin Christian Lindner, Bundesvorsitzender und Spitzenkandidat der FDP (r), dahinter stehen die Spitzenkandidaten (l-r) Sahra Wagenknecht, Fraktionsvorsitzende der Partei Die Linke, Cem Özdemir, Bundesvorsitzender der Partei Bündnis 90/Die Grünen, und Joachim Herrmann (CSU), bayerischer Innenminister
Alice Weidel begrüßt Christian Lindner und überlässt ihm später das Feld / picture alliance

Autoreninfo

Constantin Wißmann schreibt für verschiedene Zeitungen und Magazine. Er hat in London Geschichte studiert und die Berliner Journalisten-Schule absolviert. Er arbeitet für Cicero Online. 

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Man hätte den „Fünfkampf“, den die ARD einen Tag nach dem „Duell“ zwischen Angela Merkel und Martin Schulz sendete, auch „Kampf um Platz drei“ nennen können. Und tatsächlich ist die Frage, welche Partei das drittstärkste Ergebnis bei der Bundestagswahl erzielen wird, eindeutig spannender als die um die Spitzenposition. Zu groß ist der Abstand in den Umfragen zwischen Union und SPD, und auch das lauwarme Aufeinandertreffen der Kanzlerin mit ihrem Herausforderer wird daran nicht viel geändert haben. Die sogenannten kleinen Parteien aber liegen ungefähr gleichauf. Außerdem präsentierten sich mit den Grünen und der FDP die einzigen realistischen Alternativen zu einer Großen Koalition.

Warum war die CSU dabei?

Umso merkwürdiger war deswegen die Teilnahme der CSU in Person ihres Spitzenkandidaten Joachim Herrmann, der den Abend erst zu einem „Fünfkampf“ machte. Eine Regionalpartei also, die mit der CDU im Bund eine Fraktion bildet und die in 15 von 16 Bundesländern nicht wählbar ist. Umso besser im Sinne der Fairness, dass Joachim Herrmann in der Diskussion dann weitgehend blass blieb und sich vom üblichen CSU-Sound nicht abhob. „Bayern, Bayern, Bayern“ und „Polizei, Polizei Polizei“ – so lassen sich die gesammelten Beiträge Herrmanns zusammenfassen.

Also konnte man sich auf die anderen vier Parteien konzentrieren, die mit Sahra Wagenknecht (Die Linke), Alice Weidel (AfD), Cem Özdemir (Die Grünen) und Christian Lindner (FDP) ihre Spitzenkandidaten ins Rennen geschickt hatten. Und das war deutlich erhellender und abwechslungsreicher als das Duell am Tag zuvor.

Kaum Themen, die fehlen

Dass dies kein staatstragender Kuschelabend werden würde, lag natürlich schon in der Konstellation begründet. Die Linke beispielsweise kann naturgemäß mit der FDP viel weniger anfangen als die CDU mit der SPD. Außerdem müssen die kleineren Parteien allesamt schauen, dass sie auffallen, um überhaupt wahrgenommen zu werden. Aber es lag auch an dem Format.

Die Moderatoren wirkten von Anfang an bemüht, dass es nicht wieder so viele Themen, die fehlen, geben würde. Hatten Merkel und Schulz vor allem über Flüchtlinge, Außenpolitik, Sicherheit und den Arbeitsmarkt gesprochen, ging es am Montag um einen breiten Strauß an Themen, darunter auch die Digitalisierung, Bildung und Elektromobilität. Das klappte nicht immer, auch weil die Moderatoren viele Debatten mit dem etwas albernen Blick auf die „Zeit pro Kandidaten“ im Keim erstickten und nicht jeder Politiker zu jedem Thema etwas sagen konnte. Aber insgesamt konnte der Zuschauer doch einen recht umfassenden Überblick über die jeweiligen Positionen gewinnen.

Özdemir stark, Lindner brav

Wirklich neu war dabei jedoch nicht viel. Dass Lindner den Staat besser und effizienter gegen den Terror aufstellen will, Wagenknecht für höhere Renten und niedrigere Mieten ist, Weidel die deutschen Außengrenzen sichern möchte, und Özdemir dafür eintritt, die deutschen Waffenlieferungen an Saudi-Arabien zu stoppen, hatte man auch schon vorher hie und da mal gehört. Aber immerhin: Es wurde gestritten, es gab Schlagabtausche und die Kandidaten nickten sich nicht laufend gegenseitig ab.

Den besten Eindruck machte dabei Cem Özdemir, dem selbst konservative Beobachter einen starken Auftritt attestierten. Özdemir zeigte sich zum richtigen Zeitpunkt scharf, als er etwa die Europakritik der Linken und der AfD gleichzeitig abkanzelte („Ich mag diesen anti-europäischen Populismus weder von rechts noch von links“) und humorvoll, als er in Richtung Herrmann sagte: „Wir beide mussten ja auch dafür sorgen, dass wir die hochdeutsche Sprache soweit erlernen, dass wir hier mitmachen können.“ Auch Christian Lindner konnte häufig punkten und sorgte mit seiner roten Krawatte dafür, dass die Zuschauer ihn auch ohne den Schwarzweiß-Filter seiner Werbespots erkennen werden. Aber insgesamt wirkte der FDP-Chef im Vergleich zu seinen rhetorisch oft brillanten Auftritten doch ein wenig brav.

Alice Weidel neben der Spur

Von Sahra Wagenknecht wird an diesem Abend wenig in Erinnerung bleiben, aber ihre Klientel wird sie bedient haben. Das kann man von Alice Weidel nicht behaupten. Die AfD-Spitzenkandidatin wirkte neben der Spur, als ob sie sich nicht zwischen der Rolle der Provokateurin von Rechts und der Stimme der Vernunft entscheiden wollte. Bezeichnend war eine Äußerung, die wohl nicht für die Öffentlichkeit bestimmt, aber deutlich vernehmbar war. Wagenknecht hatte gerade mit einem kruden Vergleich die Situation am Mietmarkt beschrieben, „eine Wohnung ist keine Kartoffel, die man sich mal eben bei dem einen oder anderen Gemüsehändler kauft“. Von Weidel war daraufhin ein „Oh Gott" zu hören, dann schaute sie in Richtung Lindner und sagte: „Wollen Sie?“ Linder ließ sich die Gelegenheit nicht nehmen und konterte Wagenknecht scharf. Warum aber hatte Weidel dem Mitbewerber so das Feld überlassen? Man kann sich vorstellen, was ihre abgesägte Parteifreundin Frauke Petry aus dieser Situation und dem Abend gemacht hätte.

Denn an diesem Abend ging es um viel. Und womöglich war das der Grund, warum der Fünfkampf so viel besser als das Duell war. Schon im Vorfeld war eigentlich klar gewesen, dass Martin Schulz höchstens ein paar Prozentpunkte auf Angela Merkel hätte gutmachen können. Ein paar Prozentpunkte können bei den kleinen Parteien aber den Unterschied machen zwischen dritter und letzter Kraft und sogar zwischen Opposition und Regierung. Wahlen, das hat der Abend gezeigt, können doch ganz schön spannend sein.

Peter Wagner | Di, 5. September 2017 - 03:52

Frau Weidel hat sich sehr gut verkauft!
Ich weiß nicht welche Sendung Herr Wißmann angesehen hat?
Je unfairer Moderatoren, Journalisten und Politiker der AFD begegnen, um so größer wird die Solidarität derer, die schon länger hier leben und sich große Sorgen um Deutschland machen! Wer Alice Weidel am gleichen Abend bei Phönix in der Sendung "Unter den Linden" gesehen hat, konnte sich auch hier von ihrem Potential überzeugen!

Wolfgang Tröbner | Di, 5. September 2017 - 13:50

In reply to by Peter Wagner

Und da hat sie mir ziemlich gut gefallen. Eine Frau, die klar und deutlich ihre Meinung vertritt, und zwar ohne zu provozieren, wie ihr gern unterstellt wird. Außer Sahra Wagenknecht kann ihr momentan kaum eine andere Politikerin das Wasser reichen.

muss sie eine Top-Frau sein.
Marietta Slomka einmal scharf zu kritisieren, trübt dieses Bild keineswegs.
Sie soll aber gegen den Mindestlohn sein?, das lässt sie für mich politisch ausscheiden.

Karl Hans Bauer | So, 10. September 2017 - 19:31

In reply to by Dorothee Sehrt-Irrek

Der Mindestlohn ist ein Jobkiller, ich komme aus der Verpackungsindustrie und kenne die Branche etwas. Dort dindet gerade ein Umbruch statt.

In USA mit 10,00 US$ und in UK mit 10,00 £ werden nur die Besten herangezogen,
d.h. alles was den Mindeststandard nicht erfüllt, bekommt keine Chance.

In Österreich werden zunehmend Kassierinnen durch Supervisor an Scannerkassen ersetzt, d.h. eine/r mit 10,00 € und vier weniger mit 8,00 €. Das rechnet sich.
Besonders in Branchen mit hohem Automatisierungsgrad.

Das Thema Mindestlohn ist nicht zu Ende gedacht.

ingrid Dietz | Sa, 9. September 2017 - 15:37

In reply to by Peter Wagner

die Altparteien mit "Andersdenkenden" umgehen !
Vor allen Dingen war Fr.Wagenknecht auf Arroganz und Krawall eingestellt.
Nee, vorführen lassen braucht sich auch eine Fr. Weidel nicht !

Herr Hermann und Frau Weidel waren eindeutig am unaufgeregtesten und am sachlichsten !
Alle anderen Eliten haben wieder einmal nur alte Floskeln und Phrasen vorgetragen !

Horst Johnson | Di, 5. September 2017 - 06:49

AFD gewann diesen Fünfkampf, in einer direkten Umfrage(Welt) nach dem Fünfkampf nun schon Platz 3, Weidel überzeugte, Wagenknecht kam recht arrogant rüber, Lindner diesmal blaß. Özdemir unwählbar.

Wann Kapieren die Großspuriegen Altparteien das viele Normalbürger die AFD wollen.
Dieses Scheinheilige getue nützt nichts mehr.Die AFD ist eine Partei für den Normalen Bürger!.Die anderen gerade CDU und SPD sind selber Schuld.Wen denen der normale
Bürger nur zum Wählen Dient.Das ist das Echo!

Heinrich Dompfaff | Mi, 6. September 2017 - 12:21

In reply to by Georg Zeegers

war zu lesen, dass dank der ermahnenden Worte von Herrn Lammert bei den etablierten Parteien Einigkeit darüber besteht, dass die AFD im Parlament nicht willkommen sei.

Als ob dies eine Beurteilung ist, die den Parteien oder auch den Parlamentariern, einschließlich den Sprechern, zustünde. Nein, nur der Souverän dieses Staates, (nicht etwa Frau Merkel, sondern) der Wähler entscheidet, wer im Parlament willkommen ist. Insofern ist das Geschacher, das den Altersvorsitz durch einen AFD Vertreter verhindern soll, nichts als ein erbärmliches Indiz für die Überheblichkeit derer, die schon länger im Parlament sitzen (dürfen).

Thomas Ernst | Di, 5. September 2017 - 07:10

Das war besser als die langweilige Nummer am Sonntag: Vier Journalisten blamierten sich mit zwei schwurbelnden Politikern. Vor dem Hintergrund der gestrigen Veranstaltung wird einem erstmal richtig klar, wie armselig das war.

Bezüglich Özdemir und Weidel habe ich das gestern anders wahrgenommen. Özdemir wirkte wie ein Phantast, immer auf der falschen Seite. Weidel war gut informiert und hat klare Aussagen gemacht.

Juliana Keppelen | Di, 5. September 2017 - 13:30

In reply to by Thomas Ernst

Gestern durften ja auch alle frei reden ohne das vorgegebene Korsett von "Mutti". Ein freier Schlagabtausch ist nicht so "Muttis" Sache und dem haben die vier Moderatoren offenbar am Sonntag Rechnung getragen.

Martin Lang | Di, 5. September 2017 - 07:13

Özdemirs Reaktion auf "Europakritik" war für mich eher schwach. Europakritik mit Populismus gleichzusetzen ist unseriös und sachlich falsch. Der offensichtlich kritische Zustand Europas ist nicht durch die Kritiker herbeigeführt worden sondern durch permanenten Rechtsbruch und behauptete Alternativlosigkeit. Wer Kritik diffamiert beraubt sich selbst der Chance, Alternativen zu finden. Das aber ist angesichts der Probleme dringend erforderlich.

Raimund Zoller | Di, 5. September 2017 - 08:33

Dem Autor ist Parteilichkeit zu unterstellen. Der Auftritt der AFD-Kandidatin war mehr als gelungen. Frau Weidel war sachlich, informiert und ausgesprochen versiert, dazu eindeutig und wohltuend zurückgenommen. Auch die Veruche des männlichen Moderatoren, sie "anzupissen" konterte sie staatsmännisch. Es ist keine Schande, einem Lindner auch mal den Vortritt zu lassen. Mich hat Frau Weidel abermals überzeugt. Mit dieser Frontfrau kann sich die AfD wirklich sehen lassen. Die Frau ist ohne Abstriche vorzeigbar.

Bernd Eifländer | Di, 5. September 2017 - 08:54

Frau Weidel war sachlich und kompetent. Insgesamt war die Diskussion okay, im Gegensatz zum Sonntag. Frau Wagenknecht etwas zickig. Unterirdisch fand ich die Moderation, besonders Frau Mikich tat sich wieder mal hervor, mit Arroganz und Ignoranz . "Keine Beschwerden" und nicht ausreden lassen, als Bespiel............

Peter Huber | Di, 5. September 2017 - 09:04

Beides Inteligente Menschen. Frau Wagenknecht dazu natürlich sehr Medienerfahren, dafür Frau Weidel mit den besseren Argumenten.
CSU war überflüssig.
Verlierer dieser Runde waren m. M. n. die Moderatoren, die irgendwie unkoordiniert gewirkt haben.

Sebastian Wagner | Di, 5. September 2017 - 09:16

Tja, schade dass die Tagesform der AfD-Kandidatin nicht die beste gewesen zu sein scheint. Übervorteilt in der Runde wurde sie sicher nicht. Bei den wenigen Veranstaltungen im GEZ-Fernsehen, bei denen die AfD eingeladen wurde kann man sicher sein, dass der Druck enorm war und man kennt die Standardfloskeln und Spitzfindigkeiten der Moderatoren bei solchen Veranstaltungen, die in keinem mir bekannten Fall unparteiisch waren. Mir persönlich sind diese Duelle oder Runden zuwider, weil es mit echter politischer Arbeit nichts zu tun hat sondern vielmehr mit einem Kasperletheater angeheuerter Politentertainer. Anscheiend ist sowas nötig - man zahlt ja auch dafür. Ich habe mir das Parteiprogramm durchgelesen, das auf einem Parteitag demokratisch beschlossen und verabschieded wurde und die Pressekonferenzen der Partei angesehen. Das ist für mich meinungsbildend, weil es dort um Inhalte geht und nicht um sehr durchaus gefährliche Schönfärberei wie bei den anderen Parteien.

Bettina Diehl | Di, 5. September 2017 - 09:55

In reply to by Sebastian Wagner

Ich schaue seit ca. 6 Jahren nicht mehr TV. Daher beziehe ich meine Informationen über die beiden Sendungen aus den verschiedenen Medien (Cicero, TE, Achse, WO).
Insgesamt möchte ich keine Teletubbies, sondern kompetente Politiker, die im Sinne Deutschlands und der Deutschen handeln. Außerdem lehne ich die Menschenexperimente des Social Engineering ab, die als Humanitäre Hilfe gerne verkauft wird. Menschen aus anderen Kulturkreisen verantwortungslos anlocken, ohne das deren Perspektive geklärt ist. Das tut niemandem gut. Der Weltregierungsgedanke der "Eliten" ist perfide und muss beendet werden.

..diese wird es bestimmt irgendwann geben Frau Diehl. Ich könnte mir vorstellen, dass diese nach einem grösseren Krieg
installiert wird. Die Pläne dafür scheinen ja schon zu existieren. Wenn man nach Nordkorea schaut, scheint dort eine grössere Auseinandersetzung in greifbarer Nähe...
Und, auch wenn die Links/Rot/Grünen Voll..io..n es nicht verarbeiten können, offene Grenzen und Sozialstaat passt nicht zusammen. Solange unser Geldsystem so ist wie es ist,
ist das nicht finanzierbar! Und, ich hoffe, dass diese Parteien
einen Denkzettel bekommen, der zum Rücktritt derer führt, welche regelmässig in den öffentlich rechtlichen ihren Schwachsinn verbreiten können. Und, ich hoffe, dass die Angriffe auf Mitglieder der Afd wie heute im ZDF das Gegenteil bewirken. Ein Ergebnis von deutlich über 10% für diese Partei würde ich mir wünschen.

Christa Maria Wallau | Di, 5. September 2017 - 10:02

Es ist deprimierend, daß selbst bei einem
Qualitätsmedium wie dem CICERO in erster Linie
danach gefragt wird, w i e sich die Spitzenkandidaten der Parteien "verkauft" haben.
Was nutzt einem denn ein engagiert und schlagfertig redender Cem Özdemir, wenn das Programm, das er vertritt, weltfremd u. schädlich ist? Das gleiche gilt für die brilliante Sahrah Wagenknecht. Wer die wählt, bekommt Illusionismus pur - wie sie ja selbst zugegeben hat
(Traum von offenen Grenzen überall).
Offene Grenzen u. Sozialstaat passen niemals
zusammen. Wer das nicht begreift, dem ist - selbst mit einer gesegneten Kerze, wie meine Oma zu sagen pflegte - nicht mehr zu helfen. Von diesem Polit-Theater hat sich die ruhig und sachlich argumentierende Alice Weidel wohltuend abgehoben. Sie läßt sich zu keiner unangemessenen Bemerkung hinreißen. Chapeau!
Ich hoffe, daß dies viel mehr Leute auch so sehen wie ich u. andere Foristen.
Man soll ja bis zu einem gewissen Punkt niemals die Hoffnung aufgeben...

Dietmar Deibele | Di, 5. September 2017 - 11:03

In reply to by Christa Maria Wallau

wir haben wohl die gleiche Sendung gesehen. Ich sehe die Dinge genauso. Danke für Ihren Beitrag. Hinzu kommt noch, dass ich den Herrmann sehr schätze und er sich auch gut geschlagen hat. Ohnehin bin ich der Meinung, wenn die CSU bundesweit antreten würde, bräuchte man die Merkel-CDU nicht mehr!

Günter Schaumburg | Di, 5. September 2017 - 14:34

In reply to by Christa Maria Wallau

Stimme Ihnen, werte Frau Wallau, in Allem zu. Frau Weidel ist noch jung aber
hoch intelligent, beherrscht und überlegt. Macht sie weiter ihren Weg, dann hätten wir irgendwann einmal eine Kanzlerin vom Schlage Schmidt und Brandt.
Außerdem hat sie Charisma, über welches heutige Politiker, Wagenknecht ausge-
nommen, nicht mehr verfügen, bzw. noch nie wussten, was das ist.

Reinhard Czempik | Di, 5. September 2017 - 19:29

In reply to by Christa Maria Wallau

Sehe ich exakt genauso. Ich habe Frau Weidel, neben dem Fünfer-Duell, gestern auch bei Phönix gesehen und war über ihren detaillierten Sachverstand ein weiteres Mal angetan, wenn sich auch manche Beiträge überschnitten haben. Herr Wißmann, tut mir leid, Sie müssen eine andere Sendung gesehen haben, als ich.

Arne Bruhn | Mi, 6. September 2017 - 17:58

In reply to by Christa Maria Wallau

Da auch ich polit. Fernsehdiskussionen aufgrund der schlechten Erfahrungen seit längerem meide, helfen mir die Beiträge der Leser (Cicero u. FAZ als Bespiele), die Diskutierenden einzuschätzen. Frau Weidel habe auch ich stets als sehr intelligente Frau mit umfangreichem Wissen erlebt. Da die anderen (Frau Wagenknecht einmal ausgenommen) da nicht mithalten können, blieb ihnen halt nur das Verächtlichmachen. Und das bestärkt mich nur darin, dieses Mal die AfD zu wählen - irgendwer muss doch die "Wir-wollen-unter-uns-bleiben"-Politdarsteller irritieren - und aufmischen. Wenn die Wählerinnen dann vergleichen können (und es auch tun), könnte ja Herrn Lammerts unausgesprochener Wunsch Wirklichkeit werden. der da wohl lauten sollte: "Es wird zu viel geredet im Bundestag - aber viel zu wenig gesagt!"

Horst Vogel | Di, 5. September 2017 - 10:04

Ich habe diesen Artikel von Constantin Wißmann mit großem Interesse und Erstaunen gelesen. Erstaunen, da dieser Artikel wieder einmal eindrucksvoll vor Augen führt, wie diametral entgegengesetzt Wahrnehmungen bzw. persönliche Interpretationen ausfallen können. "Özdemir stark" lautet die Einschätzung von Constantin Wißmann! Unsere dagegen: Wie wenig Grips es doch braucht, um in der deutschen Politik erfolgreich zu sein. Selbstsicheres Auftreten trotz oder gerade wegen fehlender Sachkenntnisse! Was es anscheinend nur braucht ist die emotionale Umarmung mit Lachzwang à la Schwaben-/Bayernwitz. "Lame Joke! Top Joke!". Aber selbst der Journalist lacht brav.

Özdemir brachte seinen 7-jährigen Sohn ins Spiel, der angeblich quasi auf "Augenhöhe" mit den Dieselabgasen leben muss.
Irgendwas passt da wohl nicht ... Zwergenwachstum? Aber Hauptsache politisch eindrucksvoll argumentieren ... und manche fallen darauf rein.

Bernhard Jasper | Di, 5. September 2017 - 10:17

Herr Wißmann, diese AfD ist ja selbstredend eine Protest-Partei. Die Kandidatin Weidel soll ja selbständige Unternehmensberaterin sein und schon einmal für einen mächtigen US-Finanzdienstleister gearbeitet haben. Sie zahlt ihre Steuern in der Schweiz.

Wenn die Dame einmal im Haushaltsausschuss des Bundestages sitzt, der sich ja auch z.B. mit Entwürfen für Gesetze für finanzschwache Kommunen berät, oder sich mit der Aufnahme und Unterbringung von Asylbewerbern beschäftigt, werden wir sehen ob bei dieser Partei alles nur „Geschmackssache“ oder eine „rhetorische Spitze“ ist, oder ob es sich um eine „Verrohung der politischen Kultur“ handelt.

Politik ist eben das Bohren dicker Bretter und keine Absage an die Verantwortung.

Ihre Aussage: "Sie zahlt ihre Steuern in der Schweiz", womit Frau Weidel gemeint ist. Haben Sie dafür eine verifizierbare Quelle, oder nehmen Sie das einfach nur an, weil Frau Weidel einen Zweitwohnsitz in der Schweiz hat?

Auch ich bin freiberuflicher Unternehmensberater und habe schon Projekte in der CH gemacht, aber dort keinen Zweitwohnsitz. Dennoch zahlt man in den meisten Fällen sowohl in der CH als auch in DE Steuern. Die in der CH zu wenig gezahlten Steuern zahlt man vereinfacht ausgedrückt in DE nach. Ansonsten erwirtschafte ich den größten Teil meiner Steuern im Ausland, versteuere mein Welteinkommen aber im Spitzensteuerland DE. Ich kenne daher aber auch Auflösungserscheinungen der EU-Freizügigkeit, die z. B. in der Quellenbesteuerung in DK oder NL sichtbar werden. Aufgrund ihres beruflichen Hintergrunds kennt sich Frau Weidel damit im Gegensatz zu Ihrem Vorredner aus. Und genau solche Leute, die den Steuerirrsinn zumindest kennen, brauchen wir endlich in der Politik. Ein klarer Punkt für Frau Weidel. Um nicht als parteiisch zu gelten: C. Lindner kennt sich in solchen Themen auch außerordentlich gut aus. Bei denjenigen, die ihr Geld immer vom Staat bekamen, ist dies leider nicht so.

Frau Weidel gemeint ist."
Nein Herr Liesdorf, das könnte derjenige den Sie um Auskunft baten nicht.
Doch hätt er das sicher auch behauptet falls er davon hörte, dass Frau Weidel ihren Urlaub in der Schweiz verbrachte.
Natürlich hat er aber auch recht damit, denn immerhin, Frau Weidel zahlt schließlich, wenn sie in der Schweiz z.B. ein Rösti kauft, Mehrwertsteuer in der Schweiz.
Das wiederum ist selbstverständlich unerhört wenn man in der AfD ist.

So, so lieber Herr Jasper, was für eine Erkenntnis. Schließlich hat sie dort einen Wohnsitz und muss daher dort einkaufen gehn und folglich die Schweizer MWST zahlen. Logisch nicht wahr? Nun frag ich Sie Herr Jasper, wo zahlen Sie eigentlich diese Steuern ein falls Sie einmal in der Schweiz oder in ....... ? urlauben sollten?

"Sie (Frau Weidel) hat schon mal für einen mächtigen US-Finanzdienstleister gearbeitet."
Ach was, gilt solches etwa als nicht, sozusagen koscher oder legal?
Ich z.b. arbeitete schon mal für einen großen US-Schnapsbrenner, Sie dürfen nun selbst raten welche Art von Schnaps da in Frage käme.
Tat ich damit etwa was anrüchiges? Falls ja, streich ich flugs diesen Fakt Ihnen zuliebe aus meinen Lebenslauf, wie wärs Herr Jasper?

Ursula Schneider | Di, 5. September 2017 - 11:04

war für mich das Foto.
Im Allgemeinen begrüßt man sich in unserem Kulturkreis ja freundlich lächelnd zu Beginn eines Gesprächs oder einer Diskussion. Doch was zeigen unsere Duellanten beim Handschlag mit Alice Weidel? Lindner eine todernste Miene, Herrmann einen geradezu gequälten Ausdruck, Özdemir wirkt indigniert. Einzig Sahra Wagenknecht wahrt die Contenance und bleibt beim Lächeln, das ihr besser steht.

Schade, dass nicht nur die demokratischen Gepflogenheiten, sondern auch die guten Sitten immer mehr abgelegt werden ...

Da haben sie recht Frau Schneider. Mit ist auch aufgefallen, dass Lindner Frau Weidel demonstrativ den Rücken zu gewandt hat. Keine Kultur, keinen Stil, keinen Anstand, eine grobe Unhöflichkeit, Lindner sozusagen ein Pubertier ;-)

Bettina Diehl | Di, 5. September 2017 - 12:29

In reply to by Peter Huber

Nun vielleicht handelt es sich nicht "nur" um den Verlust von Anstand und Stil, sondern um die nackte Angst vor einem starken Wettbewerb. Ein derartiges Verhalten kann man auch in Betrieben feststellen, wenn der neue Kollege/die neue Kollegin, all das mitbringt, was man selbst nicht hat. Nur starke Menschen haben gerne mit eben solchen zu tun. Ich lese gerne die Statements der Frau Weidel und halte sie für eine kluge Frau.

Markus Gerle | Di, 5. September 2017 - 17:58

In reply to by Bettina Diehl

Was Politiker der FDP nicht wahr haben wollen, aber sehr wohl wissen und die Presse komplett verschweigt, ist nun einmal dass die AfD programmatisch der größte Konkurrent der FDP ist. Wie die FDP ist auch die AfD eine liberal-demokratische Partei, die für weniger Staat und mehr Eigenverantwortung steht. Bei SPON konnte man es gar nicht glauben, dass Frau Weidel ein Thema an Herrn Lindner gibt. Warum denn nicht? Sie haben beide die gleiche Meinung zu den meisten Themen. Journalisten in ihrer Blase mit dem diskurshemmenden Reflex "das ist räääächts" sollten einfach mal das Experiment mit dem Wahl-O-Mat machen. Wenn ich den Wahl-O-Mat mehrfach durchlaufe, stehen bei mir immer AfD und FDP als Parteien mit höchster und nahezu gleicher Übereinstimmung. Nur über die Gewichtung der Themen kann ich beeinflussen, ob die AfD vor der FDP oder direkt dahinter liegt. Persönlich würde ich eine Verschmelzung von FDP und AfD wünschen. Dann hätten wir eine wirklich starke liberal-konservative Kraft.

Mir wäre eine solche Union ebefalls recht.
Die FDP war bis weit in die 60er-Jahre hinein
eine Partei, die auch die nationalen Interessen
Deutschlands sehr betont hat, ebenso wie
Freiheit, Selbstbestimmung, Rechtssicherheit
und Marktwirtschaft.
Von ihren Wurzeln her könnten daher diese beiden
Parteien eigentlich gut zusammenkommen.
Vielleicht tut sich ja da etwas in der Zukunft,
eventuell über das Thema "Volksabstimmungen".

Wolfgang Henning | Di, 5. September 2017 - 11:13

Die Sendung mit den Vertretern der fünf kleineren Parteien sollte dem Austausch von Argumenten dienen und damit dem Zuschauer (Wähler) ermöglichen, Unterschiede im Parteiprogramm zu erkennen. Etwas, was bei den "staatstragenden Parteien" CDU und SPD nicht mehr möglich ist.
Für den Zuschauer war es erholsam, neben den lautstark schimpfenden Rhetorikern, die ruhig und sachlich argumentierende Alice Weidel zu hören. Auch Frau Merkel ist schließlich nicht die große Wahlkämpferin. Die Kritik muss den Moderatoren gelten, insbesondere Frau Mikich, die erkennbar parteiisch immer wieder versuchten, Frau Weidel in ihrer Argumentation zu unterbrechen. Es bleibt eben dabei - die AfD soll von den Einheitsmedien und -parteien ausgegrenzt und eine Alternative im Bundestag verhindert werden.

Volker Simoneit | Di, 5. September 2017 - 11:23

Die Wahlveranstaltungen werden nicht meinungsbildend sein. Die GroKo wird in etwa auf den Stand von 2009 zurückfallen CDU/CSU 35%, SPD 23%. AFD wird völlig unterschätzt, weil sich die Wähler aus bekannten Gründen nicht outen AFD 15%. Die Linke bedient ihre Wähler Linke 10%. Die FDP und die Grünen schaffen es mit jeweils knapp 6% in den BT. Merkel wird die GroKo fortführen wollen, aber in der CDU/CSU wird es Widerstand gegen einen weiteren Linksruck geben. Sie werden auf das Ergebnis der AFD verweisen, das ein Abrücken der Bürger von der bisherigen Flüchtlingspolitik dokumentiert. Merkel wird geschasst und es gibt eine Koalition mit der AFD. Das einzige Hindernis, dass es Einzelne gibt, die rechtsextrem sind, hat die CDU/CSU auch, sogar in der Vergangenheit Exnazis in exponierten Positionen. Und die AFD wird bei einem Weggang von Merkel mitziehen.

Wenn man sich den Gegenwind ansieht, der Merkel auf ihren Wahlkrampfauftritten entgegenweht und sich die Kommentare bei Cicero, Tichys Einblick, aber auch "hart aber fair" und Anne Will durchliest, dann kann man auch zu einer Prognose kommen, die der Ihrigen, sehr geehrter Herr Simoneit, nahekommt. CDU/CSU etwas mehr als 30% (was für die CDU etwa 25% bedeutet), CSU unter 40%, SPD 22% und AfD deutlich zweistellig. Für die Union also eine herbe Niederlage, sie erlebt also ihr "blaues Wunder". Die Folge wird dann sein: Merkel und Seehofer treten zurück, in der Union gewinnen wieder die konservativen Kräfte Oberwasser. Und es kommt zu einer Koalition zwischen Union, FDP und AfD. Voraussetzung für all dies ist aber ein gutes Abschneiden der AfD. An mir soll es nicht liegen: beide Stimmen für die AfD!

Dorothee Sehrt-Irrek | Di, 5. September 2017 - 14:15

In reply to by Arndt Schuster

wenn sie es gesundheitlich nicht mehr schafft, was bei ihrer Performance nicht verwunderlich wäre, wogegen allerdings Hillary Clintons Verhalten spricht, der sie meines Erachtens sehr nahe kommt.
Eher aber, wenn sie woanders "mehr" bewirken kann für wen oder was auch immer.
Was wäre denn frei für sie zu `besetzen´?
Besser ist es, vor allem Herr Lindner bereitet sich auf zukünftige Aufgaben vor.
Wer von den ehemaligen Sozialdemokraten - meist gesellschaftlich wache Leute - diesmal noch die Grünen unter Özdemir und KGE wählen kann, bleibt abzuwarten.
Ich kann angesichts der Probleme und abgesehen von vielleicht einer nicht so starken Performance, nur für eine starke SPD plädieren.
Martin Schulz kann doch nur positiv überraschen.
Die Realität der Agenda 2010 bestimmte bislang Merkel mithilfe der CDU/CSU.
Deswegen nicht die SPD zu wählen sondern gleich als Protest gegen die Agenda die CDU/CSU, ist gedanklich so übers Knie gebrochen, dass ich auf gesellschaftliche Intelligenz hoffe

Dieter Wenzel | Di, 5. September 2017 - 17:18

In reply to by Arndt Schuster

ich bin schon der Meinung das eine AFD etwas zwischen 10% und 15% bekommt. Das ist dann die Quittung die Wähler den Parteien geben die das Thema Migration/ Einwanderer klein reden. Also wenn wir einmal reflektieren - CDU/CSU 30~32, SPD 26 ~ 32 - jetzt wird es spannend FDP 8 ~ 14 - AFD ebenfalls 8~14 Linke 6 ~12 und Grün 5 bis 8 dann werden wir in etwa der realen Welt sein. Dies wird dann etliche aufwecken. Zur Diskussionsrunde, hier bin ich auch etwas anderer Meinung wie Herr Wißmann, hoffentlich haben wir die gleiche Sendung gesehen aber wie bemerkt jeder hat eine andere Auffassung, meiner Meinung nach hat hier eine einigermaßen gesittete Diskussion stattgefunden die die Meinungen der jeweiligen Redner offenlegten. Noch eine kleine Spitze, das Leute außerhalb Bayerns es nicht vertragen wenn dieses Bundesland das Geschäft Sicherheit, Ordnung und Organisation siehe Bau eines Flughafens besser versteht ist verständlich. Aber vielleicht gibt da Herrmann Stunden. KNOW HOW ist Lernbar!

Für dieses Szenario einer konservativen CDU/FDP/AfD-Koalition hat sich meines Erachtens Jens Spahn mit Wolfgang Schäuble als Mentor in Position gebracht.
Diese Personalie ist zugegeben auch mein Wunschkandidat!

Liebe Leute, jetzt geht es hier aber ab. Zugegeben, eine Koalition von CDU/CSU mit FDP und der AfD wäre auch meiner Meinung nach das Beste, was unserem Land passieren könnte. Das wäre wirklich meine Wunschkoalition. So wird es aber nicht kommen. Dies nicht, weil A. Merkel u. a. CDU-Politiker eine Koalition mit der AfD ausgeschlossen haben (was schert mich mein Geschwätz von gestern). Die AfD ist sowohl für die FDP als auch für die CDU eine ernst zu nehmende liberal-konservative Alternative (steht ja irgendwie schon im Namen). Und damit stellt die AfD eine größere Gefahr für CDU und FDP dar als die Linken, die Grünen oder derzeit die SPD. Schließlich geht es hier nicht nur um Stimmen, sondern auch um Geld. Daher auch der mediale Aufschrei staatsnaher Medien mit dem ständigen "Das ist rääääächts und Nazi", anstatt thematisch zu diskutieren. Nein, wie damals bei den Grünen wird die AfD einige Legislaturperioden Oppositionsarbeit leisten müssen, bevor sie als Koalitionspartner in Betracht.

Bernd Lehmann | Di, 5. September 2017 - 11:57

aber durch die Moderatoren , besonders Mikich auch nicht wirklich gut. Frau Weidel war sehr angenehm,wie später auch auf Phoenix, mit Argumenten und Realismus, hat sich nicht provozieren lassen, ganz im Gegensatz zu Özdemir und Wagenknecht, die weiterhin ihren Hirngespinsten hinterherhecheln, völlig unwählbar. Lindner war relativ schlapp und was die Balkan Route Deutschlands da wollte , versteht niemand. Aber in der CSU ist wenigstens noch ein wenig mehr Hirn vorhanden, als in der Leonid Breshnev Jubelpartei CDU.

Sepp Kneip | Di, 5. September 2017 - 12:21

Ich habe die Sendung nicht gesehen und dürfte mich daher auch nicht dazu äußern. Dennoch fällt mir, wenn ich in die Medien schaue oder Radio höre auf, dass die AfD machen kann was sie will, man findet immer meherere Haare in der Suppe. "Die AfD-Spitzenkandidatin wirkte neben der Spur, als ob sie sich nicht zwischen der Rolle der Provokateurin von Rechts und der Stimme der Vernunft entscheiden wollte." Tja, Herr Wissmann, ist die AfD zu scharf, wird sie kritisiert, ist sie zu zahm, auch. Ich hätte mir gewünscht, sie hätte, gleich Gauland, auch Özuguz und ihr Deutschland-Abschaffungspapier thematisiert. Davon habe ich in der Berichterstattung nichts gehört. Ich weiß nicht, ob die Zukunft Deutschlands allen schnuppe ist, oder ob Weidel Angst davor hatte, gleich Gauland, mit einer Anzeige rechnen zu müssen. Dann armes Deutschland.

Bettina Diehl | Di, 5. September 2017 - 12:37

Sehr geehrter Herr Wißmann,
vor nicht allzu langer Zeit hatte ich eine Unterhaltung, bei der ich den Cicero lobte. Mein Gesprächspartner meinte, dass Herr Schwennicke in einer Talkrunde sehr schwach gewesen sei. Dazu konnte ich nichts sagen (ich sehe kein TV), außer dass ich Herrn Schwennicke sehr schätze und ich mir nicht vorstellen kann, dass er "inkompetent" o.ä. wirken könne.
Nun, es gibt sehr kluge, gebildete und kompetente Menschen, die sich in Talkshows nicht wohlfühlen und die auch gerne in eine bestimmt Ecke gedrängt werden (durch gesetzten Applaus und Fragestellungen etwa). Ich bitte dies auch für Frau Weidel zu berücksichtigen.

Martin Trafford | Di, 5. September 2017 - 12:45

Es geht doch mittlerweile nur noch darum, sich dem naiven Bürger am besten zu verkaufen. Es gewinnt derjenige, der im heutigen Bildschirmzeitalter am besten rüberkommt, nicht mehr derjenige der unangenehme, aber wichtige Themen benennt. Hauptsache man ist schlagfertig, hat einen guten Frisör, die passende Kleidung und kennt das Einmaleins der kleingeistigen Fernsehpolitunterhaltung. Das beste Beispiel ist doch C.Lindner: Oberflächlich und optimal angepasst an unser heutiges Medienzeitalter. Womöglich noch die Haare transplantiert, damit er auf den Fotos im Internet und in den Zeitschriften besser rüberkommt, denn er weiß: Selbst der angeblich informierte Bürger, goutiert teure inhaltsleere Wahlplakate mehr als ernstzunehmende politische Arbeit, die nicht selten über Milliardenbeträge uvm. entscheidet. Ein schnöder, langweiliger Politiker, der aber Politik im Interesse der deutschen Bürger macht, wäre mir immer noch am liebsten.

Detlev Burggräf | Di, 5. September 2017 - 12:55

war die Einzige, die klare Positionen zu allen Fragen vertreten hat und zwar meiner Meinung nach die einzig richtigen.

Die anderen wie gewohnt sich immer wieder in WischiWaschi Statements äußerten.

Grausam Linke und Grüne.

Klar wurde mir auch mal wieder, dass die FDP auch mit Herrn Lindner so nicht gebraucht wird.

Rudolf Westenberger | Di, 5. September 2017 - 14:30

Da ich nicht fernsehe, kann ich zu diesem Ereignis nichts sagen. Aus den Kommentaren und Artikeln darüber komme ich allerdings leider immer wieder zu der Erkenntnis: Was immer die AfD sagt, es kann gar nicht gut oder sinnvoll sein, denn was nicht sein darf kann nicht sein. "Entsorgt" hat die SPD schon vor einigen Jahren, und zwar rückstandsfrei, schon die gesamte CDU-Regierung, das war in Ordnung. Wenn die AfD (Gauland) nur eine totale Fehlbesetzung in der SPD "entsorgen" möchte, ist das ganz klar natürlich "unmenschlich". Ich hoffe, die Quittung für einen solchen Schwachsinn liegt am 24. Sept. auf dem Tisch, wenn die Auszählungen nicht wieder "getuned" sind.

Willy Ehrlich | Di, 5. September 2017 - 14:45

... und am Ende stellt sich Angela Merkel am 24. Oktober zur Wahl, wird gewählt und regiert mit wechselnden Mehrheiten ...

Dominique Barth | Di, 5. September 2017 - 15:30

In der Tat ist es so, dass Frau Weidel für eine Politikerin ungewohnt, höflich daher kommt. Sie lässt die Anderen Politiker Ausreden und überlässt (wie im Falle Linder) auch mal einem Mitbewerber mit gleichen Standpunkten das Feld. Ist das jetzt so schlimm. Sicher, Frau Petry hätte mit Sicherheit öfter das Wort ergriffen, aber macht dies Frau Weidel "kleiner". Meiner Meinung nach nicht.

Heidemarie Heim | Di, 5. September 2017 - 16:32

In reply to by Dominique Barth

Muß Ihnen 100% recht geben.In der Tat ist Höflichkeit im Umgang,insbesondere gegenüber dem politischen Gegner,nicht mehr "en vogue". Besonders peinlich erachte
ich solches "Unverhalten" wenn es allzu offensichtlich dazu dient,dem intellektuell
überlegenen Gegner die Augenhöhe abzusprechen.Das verlangt leider nach einem gut
differenzierenden Zuschauer wie Ihnen. MfG

Ulrich Bohl | Di, 5. September 2017 - 15:31

Hr. Wissmann für mich ist es bemerkenswert wie
Sie diese Sendung gesehen haben. Bei der AfD
reicht bei Ihnen ein leises "Oh Gott" und ein Kopf-
nicken um jemanden neben der Spur zu sehen.
Während Özdemir dessen Partei schon mitregiert
hat und unter dieser Regierung die Waffenverkäufe
an Saudi Arabien auch nicht eingestellt wurden, von Ihnen als Gewinner beschrieben wird.
Wir haben beide zur gleichen Zeit die ARD gesehen
und trotzdem offensichtlich sehr unterschiedliche Sendungen gesehen. Wie geht das?

Birgit Leitner | Di, 5. September 2017 - 15:43

Ich muss mich doch sehr wundern über die Meinung leider vieler Journalisten über Frau Weidel. Immer noch wird sie verunglimpft, ihre Aussagen als unmöglich dargestellt obwohl sie in vielen Punkten völlig sachlich und mit sehr viel Hintergrundwissen argumentiert.
Und wenn wir ehrlich mal die Aussagen von Frau Wagenknecht und Herrn Lindner genauer analisieren dann stellt man fest dass im Grunde alle 3 das selbe wollen bzw. sagen, nur jeder drückt es mit seinen eigenen Worten aus. Warum werden immer nur Frau Weidels Aussagen kritisiert?
Wenn diese 3 Politiker zusammen arbeiten würden dann bestünde viel Hoffnung dass sich in unserem Land noch etwas zum Guten wendet

Heiner Hannappel | Di, 5. September 2017 - 15:54

Dieser Fünfer Schlagabtausch hatte eine Lebendigkeit, die man der müden Sonntagsversion absprechen muss.Doch etwas direkteren Schlagabtausch der Kandidaten untereinander ließen die beiden Moderatoren nicht zu. Nun gut. Frau Weidel machte ihre Sache sehr gut und war kompetent,authentisch und seriös. Vielleicht störte das Herrn Wißmann, denn dieser AFD Frau hätte man doch zu gerne das uns sattsam bekannte Klischee einer Rechtspopulistin übergestülpt. Nach dem 24 September sitzt die AfD im Bundestag und wird sich dort beweisen müssen, auch wenn das den anderen Block-Parteien nicht passen wird.

Heidemarie Heim | Di, 5. September 2017 - 16:06

Deshalb, weil Herr Wißmann seine an sich positive
Analyse dieser Wahlkampfsendung im Vergleich zum "Duell" einmal mehr verwässert,in dem er seinem m.E. sehr subjektiven Eindruck betreffs Frau Weidels Auftritt wiedergibt.Ich sah gestern beide Formate in denen Frau Weidel in sehr unterschiedlicher Art(auf PHÖNIX als einziger Gast mit zwei wohltuend "neutral" und freundlich zugewandten Moderatoren!), die ihr gestellten Fragen zur Parteiprogrammatik beantworten konnte. Auch "Skandaläußerungen"(Gauland) wurden zwar im Dissens abgehandelt,beeinflussten
das Gespräch jedoch nicht in gewohnt negativer
Talkshow-Weise. Infolge dessen konnte der Zuschauer erstmals im ÖR eine politische Auseinandersetzung mit der Partei und deren
Programm verfolgen mit einer von Sachverstand geprägten argumentierenden Vorsitzenden,die
ab und an fast an den Vortrag eines Wirtschaftsweisen erinnerte,und den ein oder
anderen bestimmt nicht mehr ganz mitkommen
ließ:)Klare Empfehlung für Unvoreingenommene!
MfG

Frank Dengler | Di, 5. September 2017 - 16:41

Eine gewisse Vorstellung, wie Artikel , Berichte, Interviews über die AfD zustandekommen habe ich schon. Im Kollegenkreis, bei den Vorgesetzten, bei den Bekannten will man ja nicht anecken und folgt dem subtilen "Mainstream" dieses Mikrokosmos. Eine andere Berichterstattung könnte evtl. dem Fortkommen und Renommee schaden.
Die konsequente Anwendung des Mottos von Hajo Friedrichs ist halt nicht jedem gegeben.

Bernhard Jasper | Di, 5. September 2017 - 17:58

Wohnsitz in der Schweiz - einfach die NZZ lesen.

Stichworte sind das Doppelbesteuerungsabkommen mit der Schweiz und Deutschland, dabei ist auch der Hauptwohnsitz entscheidend.

Margrit Sterer | Di, 5. September 2017 - 18:07

war gut und klar. Ziemlich arrogant kam Frau Wagenknecht gegen Frau Weidel rüber, was ich nicht gut fand.
Die etablirten Parteien haben offenbar alle eine Riesenangst vor der AfD

Heinrich Kehmeier | Di, 5. September 2017 - 18:42

Zunächst wird deutlich, dass diese Wahlsendung spannend war. Sonja Mikisch stellte die richtige Fragen und ihre schräge Art war erfrischend. Ob es einen Gewinner gibt? Auf ihre Weise haben sich alle gut geschlagen und wen der jeweilige Zuschauer favorisiert hat viel mit seiner Einstellung zu tun. Umgekehrt wird ein Schuh draus, im Gegensatz zu Schulz und Merkel haben alle das Optimale herausgeholt.
Herr Wissmann, nicht die Modertoren wirkten bemüht, sondern leider der Kommentar beim von mir sehr geschätzten Cicero.

Christian Dörr | Di, 5. September 2017 - 22:00

Herr Wißmann ist halt ein Linker, der die mediale Stigmatisierung systemgerecht fortführt.
Jeder, der sich hiervon autonomisiert, möge sich seinen Teil denken und dies bei seiner Wahlentscheidung berücksichtigen.

Gerold von Busse | Di, 5. September 2017 - 22:04

Lieber Herr Wißmann,
Welche Sendung Sie gestern abend gesehen haben weiß ich leider nicht. Sicher nicht den "Fünfkampf", und auch die folgende Sendung "Unter den Linden" fand ohne Sie statt, denn sonst hätten Sie sich verkniffen der AFD zu empfehlen, jemand anders in die Sendung zu schicken. Ich denke Sie waren bei dem 6 : 0 in Stuttgart. Ich erkläre Ihnen mal die o.a. Sendung: Frau Weidel war eine Mischung aus Timo Werner und Thomas Müller,also top, Frau Wagenknecht könnte man mit dem großartigen Mesut Ösil und Sebastian Rudy in Verbindung bringen, also ein weiteres Lob, Herr Lindner eher mit dem unglücklichen Joshua Fehlpass Kimmich und Herrn Özdemir kann man mit Niemandem vergleichen, denn alle gestrigen Spieler konnten wegen des schwachen Gegners gar nicht anders als zu glänzen. Herr Herrman war souveran und fehlerlos mit Mats Hummels zu vergleichen, hätte aber auch noch einwenig mehr daraus machen können.

Constantin Wissmann | Mi, 6. September 2017 - 15:17

In reply to by Gerold von Busse

Lieber Herr von Busse,

leider war ich nicht in Stuttgart und habe auch am Fernseher diese Sternstunde des deutschen Fußballs verpasst, weil ich mir tatsächlich den Fünfkampf angeschaut habe. Und da hat mich der Auftritt von Frau Weidel eher an die unglücklichen Spiele von Thomas Müller in der vergangenen Saison erinnert. Dass Sie und viele andere Leser (denen ich hier stellvertretend antworten möchte) es anders gesehen haben - in Ordnung. Natürlich ist so ein Urteil immer subjektiv, ich habe mich aber bemüht, die Performance unabhängig von Ideologie und Sympathie zu bewerten. Andere Beobachter sind übrigens zu einem ähnlichen Urteil gekommen, auch Nichtjournalisten http://www.focus.de/politik/experten/kleines-tv-duell-beim-fuenfkampf-der-partien-gibt-es-zwei-klare-verlierer_id_7555495.html
Beste Grüße
CW

Hermann Neumann | Mi, 6. September 2017 - 09:52

Eines ist gewiss, ich möchte kein Polizei und Überwachungsstaat.
Die Politik von Merkel und Co. gehen ganz klar in diese Richtung.
Dem Bürger wird doch ganz klar verschwiegen, was diese unkontrollierte Flüchtlingswelle an wachsender Kriminalität mit sich bringt. Ich rede hier nicht von Terrorismus, sondern von Alltagskriminalität, Kleinkriminalität, Körperverletzung, Diebstahl, Drogen usw. Von der Presse und Polizei wird nur das nicht vermeidbare vermeldet. Mit einer geregelten Einwanderungspolitik wären dies ganzen Maßnahmen und Kosten dem Bürger erspart geblieben. Das deutsche Staatsfernsehen hat von dem Phänomen : Jetzt erst recht!
Scheinbar noch nichts gehört. Die Hetzerei gegen die AFD treibt noch mehr "Wutbürger" in deren Partei.
Ich habe das Gefühl, dass wir bitteren Zeiten entgegengehen.

Carsten Paetsch | Mi, 6. September 2017 - 13:20

Wenn ich auch sonst den Cicero sehr schätze, kann ich diese Auswertung nicht ansatzweise nachvollziehen. Oder gab es da noch eine Sendung? Ich war von allen Teilnehmern angetan, weil sie eine gewisse „Resthoffnung“ weckten, dass es noch so etwas wie eine Opposition geben könnte in diesem Land, wobei die CSU etwas deplatziert wirkte. Die Standpunkte waren allerdings oft aus der Kategorie „was interessiert mich nach dem Wahlkampf mein Geschwätz von gestern…“ Oder glaubt jemand ernsthaft, dass Grüne oder Linke wirklich konsequent gegen Gefährder vorgehen und abschieben würden? Die Chance haben sie heute schon.
Frau Weidel war souverän und glaubwürdig mit ihren legitimen Statements, wobei sie ihre Nervosität sehr gut im Griff hatte, die anderen machen das auch schon länger. Deren Bilanz ist ernüchternd bis verheerend. Also stoßen Sie bei Cicero bitte nicht auch noch in das Horn, in das sich schon ehemalige Nachrichtenmagazine und ÖR-Morgenmagazine heiser blasen.

Dr. Lothar Sukstorf | Mi, 6. September 2017 - 13:37

Politischer Fünfkampf:
1.) blablabla...also, Zungenübungen
2.) Wahlversprechen ...also, Weitsprung und kurz landen
3.) Wahlgeschenke verteilen...also, mit leerem Sack hüpfen
4.) diffamieren...also, Stechübungen rücklings
5.) lügen...also, gute Minen machen, kurze Erinnerungsphasen

Werner Schick | Mi, 6. September 2017 - 22:39

Werter Herr Deibele,
von mir und anderen Foristen bereits mehrfach angemkerkt aber wohl von ihnen noch nicht zur Kenntnis genommen: Die CSU ist Teil des Problems und nicht der Lösung, ob sie bundesweit antritt oder nicht ist unerheblich.

Selten so einen "Wendehalsvogel", so einen Umfrage-orientierten Politiker wie Seehofer gesehen, der orientiert seine Politik an mindestens zwei/drei Meinungsumfrage pro Woche.

Werner Schick | Mi, 6. September 2017 - 22:56

Werter Herr Czempik,
nein Herr Wissmann hat keine andere Sendung gesehen. Herr Wissmann ist nur nicht neutral und fair bezüglich der AFD, daher sein mainstreamgesteuerter Kommentar. Positiver Nebeneffekt: er wird damit genau das Gegenteilige erreichen, was er damit beabsichtigt hat.

Werner Schick | Mi, 6. September 2017 - 23:19

Werter Herr Huber,
Herrn Lindner fehlen viel mehr als Kultur, Stil, Anstand und Höflichkeit, um ein wählbarer Politiker zu sein. Ob die Wähler dies allerdings ebenso beurteilen, wage ich zu bezweifeln. Nur die allerdümmsten Kälber wählen ihre Schlächter selber.

Willi Beckert | Do, 7. September 2017 - 01:01

Weidel kann die Sachverhalte gut darstellen und war völlig ok. Die AFD wird von den etablierten Parteien geschnitten und verteufelt. Die Partei ist in deren Augen rechtpopulistisch, weil sie die negativen Aspekte der Flüchtlingskrise darstellt und die Sicherung unserer Grenzen fordert. Ich schätze, dass die AFD mindestens 15% der Stimmen auf sich vereinigt. Nach der Wahl herrscht Katzenjammer bei den anderen Parteien, warum die AFD so viele Stimmen bekommen hat. Ja was soll man den wählen, wenn man mit Merkels Flüchtlingspolitik nicht einverstanden ist? Alle Parteien sind für die CDU-Linie. Entweder nicht wählen, oder die AFD. Mehr Möglichkeiten habe ich nicht. Der Horst ist leider nur in Bayern wählbar.

Dr. Lothar Sukstorf | Do, 7. September 2017 - 13:20

In Bayern lebend, sind die CSU-Plakate einfach nur ein Anlass zum Amusement, so z.B. Steuern, Soli weg, mehr Sicherheit etc...ich weiß jetzt nicht, ob ich an Amnäsie leide oder war die CSU nicht an der Regierung beteiligt? Und das seit 2005? Sie hätte doch ihre Forderungen längst umsetzen können? Oder können sich die selbsternannten bayerischen Löwen nicht gegen die "Rautenmutti" durchsetzen? Sind sie als Tiger gesprungen und als Bettvorleger gelandet?

Werner Schick | Fr, 8. September 2017 - 08:54

Werter Herr Beckert,
ihnen scheint nicht klar zu sein, dass der Horst ein Hauptverantwortlicher der bestehenden Krise in Deutschland ist und daher unwählbar ist. Sie müssten eigentlich mitbekommen haben, dass die CSU in der Regierung vertreten ist und damit mitverantwortlich an den bestehenden Verhältnissen. Noch eines Herr Beckert, wenn sie wirklich eine Veränderung wollen, haben sie nur eine Wahlmöglichkeit, denn nicht wählen bedeuted das bestehende Chaos zu unterstützen.

Willi Beckert | Fr, 8. September 2017 - 12:24

Sehr geehrter Herr Schick, natürlich weiß ich, dass neben der CDU die CSU - und auch die SPD - für die bestehende Krise verantwortlich sind. Aber Sie wissen sicher auch, dass kleinere Partner in einer Koalition eben zwangsläufig schlechtere Karten bei der Durchsetzung ihrer Forderungen haben. Sie haben völlig recht: "...nicht wählen bedeutet, das bestehende Chaos zu unterstützen." Ich habe auch nicht gesagt, dass ich nicht wählen gehe! Ich wähle eben alternativlos. Ansonsten unterstütze ich Merkels Kurs.

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