Kölner Friedensmarsch - „Muslim zu sein heißt nicht, Terrorist zu sein“

Beim Kölner Friedensmarsch gingen am Samstag 500 Muslime auf die Straßen, um ein Zeichen gegen Gewalt und islamistischen Terror zu setzen. Angekündigt waren 10.000

Teilnehmer gehen am 17.06.2017 bei einem Friedensmarsch von Muslimen gegen islamistische Terroranschläge in Köln (Nordrhein-Westfalen) durch die Innenstadt
Mit 10.000 Teilnehmern hatten die Veranstalter vom Kölner Friedensmarsch gerechnet. Gekommen sind 500 / picture alliance

Autoreninfo

Sarah Biere ist Journalistin bei der Rheinischen Post und Projektleiterin Video. Sie hat in Bonn Englisch, Geschichte und Politik studiert und bei der Rheinischen Post volontiert. 

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„Ich habe seit Tagen nicht mehr richtig geschlafen – ich bin froh, wenn der Tag geschafft ist“, sagt die Duisburger Islamwissenschaftlerin Lamya Kaddor und sieht dabei sichtlich erschöpft aus. Die zahlreichen Pressevertreter stehen Schlange, alle wollen sie ein Interview mit der Organisatorin des Friedensmarsches. In wenigen Minuten soll die Kundgebung auf dem Kölner Heumarkt beginnen, doch noch ist der Platz vor der großen Bühne kaum besucht. „Ich weiß, dass ich mit dieser Aktion keinen einzigen Islamisten erreichen werde. Darum geht es mir aber auch gar nicht. Es geht darum, ein starkes Zeichen zu setzen, die muslimische Zivilgesellschaft zu stärken und die öffentliche Wahrnehmung des Islams zu ändern“, betont Kaddor.

500 statt 10.000 Teilnehmer

Gerechnet hatten die Veranstalter der Demonstration „Nicht mit Uns – Muslime gegen den Terror“ mit rund 10.000 Teilnehmern – gekommen waren am Ende nur etwa 500. Die Organisatoren um Lamya Kaddor hatten Muslime aus ganz Deutschland aufgerufen, nach den Anschlägen von Berlin, Manchester und London ein Zeichen gegen Islamismus und Terror zu setzen.

Um die Aktion hatte es im Vorfeld lebhafte Debatten gegeben – vor allem weil der Islamverband Ditib seine Teilnahme an der Anti-Terror-Demo abgesagt hatte. Die Ditib, die in Köln ansässig ist und dort auch ihre Zentralmoschee betreibt, warf den Organisatoren eine „öffentliche Vereinnahmung und Instrumentalisierung“ vor. Zudem sei fastenden Muslimen nicht zumutbar, „stundenlang in der prallen Mittagssonne bei 25 Grad zu marschieren und demonstrieren“. Der islamische Fastenmonat Ramadan geht noch bis zum 24. Juni.

„Muslime gehen während des Ramadan arbeiten, sie treiben während der Fastenzeit Sport – ich denke, es ist mehr als zumutbar, dass wir hier heute auf die Straße gehen“, ruft Lamya Kaddor dem Publikum von der Bühne aus zu. Inzwischen hat sich der Platz gefüllt. Gekommen sind Familien, Junge und Alte, Mitglieder muslimische Verbände, Kirchenvertreter und Politiker. Einige halten Plakate in die Höhe auf denen Sätze zu lesen sind wie: „Gemeinsam gegen den Terror.“ Die Stimmung ist friedlich.

Muslime wollen sich nicht rechtfertigen

Trotzdem wird deutlich, viele Muslime sind es leid, sich immer rechtfertigen und erklären zu müssen. „Ich glaube, es sind auch deswegen heute so wenig Menschen gekommen, weil viele Muslime inzwischen genervt davon sind, dass sie sich immer explizit von Terroristen distanzieren müssen“, sagt Shehroz Sial. Der Informatik-Student aus Frankfurt engagiert sich in der Ahmadiyya Muslim Jugendorganisation. Die Organisation zählt mit mehr als 12.000 aktiven jungen Mitgliedern zu den größten und ältesten muslimischen Jugendverbänden Deutschlands. Dennoch sei es wichtig, sein Gesicht zu zeigen, ins Gespräch zu kommen und Ängste abzubauen, ergänzt Sial. Ebenfalls aus Frankfurt angereist ist Iman Afif. Es sei erschreckend, wie stark die Vorurteile gegenüber Muslimen inzwischen ausgeprägt seien, sagt die junge Frau. „Ich werde regelmäßig angesehen, als sei ich ein Schwerverbrecher.“

Friedliche Atmosphäre

Als sich wenig später der Demonstrationszug vom Heumarkt aus in Bewegung durch die Kölner Innenstadt setzt, wird abermals deutlich, dass nicht annähernd so viele Teilnehmer gekommen sind, wie erwartet wurde. Dennoch ist die Atmosphäre, die von den Marschierenden ausgeht, eine besondere. Zwischen die Kinder, Familien und Jugendlichen mit muslimischen Wurzeln haben sich zahlreiche Nicht-Muslime gemischt. Und kaum passiert der Friedensmarsch die erste kölsche Eckkneipe, wird dort von den Gästen das bekannte Lied „Unsere Stammbaum“ von den Bläck Fööss angestimmt. Darin heißt es: „Ich ben Grieche, Türke, Jude, Moslem un Buddhist, mir all, mir sin nur Minsche, vür‘m Herjott simmer glich ...“ (Ich bin Grieche, Türke, Jude, Muslim und Buddhist, wir alle, wir sind nur Menschen – vor dem Herrgott sind wir alle gleich.)

Die Menge applaudiert und zieht dann weiter durch die Innenstadt. Am Ende der Veranstaltung heißt es auch vonseiten der Polizei, es habe keinerlei Zwischenfälle geben, die Lage sei ruhig gewesen. Der Friedensmarsch in Köln war ein guter Anfang – das ganz starke Zeichen ist jedoch ausgeblieben.

Dieser Text erschien zuerst in der „Rheinischen Post“ 

Juliana Keppelen | So, 18. Juni 2017 - 10:05

von einem Muslim formuliert wurde "nicht alle Muslime sind Terroristen aber die allermeisten derzeitigen Terroristen sind Muslime". Und ich füge hinzu und da wiederum aus einer ganz bestimmte Richtung des Islam und es sind nicht die Schiiten.

Zumal ja die gewünschte Distanzierung vom Terror nur eins der Probleme ist. Insbesondere die Erdogan-Wahl hat ja gezeigt, daß viele türkisch-muslimische Bürger offenbar gedanklich nicht in diesem Land leben, zwar die Vorteile eines demokratischen Staates ausnutzen, aber trotzdem vom großen islamischen Führerstaat träumen. Das haben viele ja auch in den Interviews vor den Wahlkabinen ganz deutlich so gesagt.

Joachim Walter | So, 18. Juni 2017 - 10:41

... und glaube nicht, dass dies ein Anfang war, der auf lange Sicht zu einem tragfähigen Fundament für eine gemeinsame Verteidigung der freiheitlich, demokratischen Grundordnung führt.

Es gibt leider nichts schönzureden, wenn im Vergleich zu dieser traurigen Veranstaltung ein Erdoganbesuch locker 30.000 mobilisieren kann.

Es muß leider davon augegangen werden, daß die erdrückende Mehrheit derer, die sich nicht beteiligt haben, sich auch z.B. nicht gegen die Wiedereinführung der Strafbarkeit von Homosexualität oder eine Einführung der Scharia wenden würde, um es mal zu verdeutlichen, wohin das führen kann.

Natürlich sind 99% der Muslime keine Terroristen, so wie auch keine 100% der Deutschen Nazis waren.

Da ist aber eben die schweigende Mehrheit das Problem, und die Veranstaltung gestern zeigte deutlich ein geradezu monströses Schweigen.

In meinen Augen sehr, sehr traurige Aussichten.

Mit ratlosen Grüßen
J. Walter

Frank Rehn | So, 18. Juni 2017 - 10:57

... wenn träumen viel schöner ist? Demokratie-, Frauen-, Juden-, Schwulen- und Christenfeindschaft ziehen sich durch Lehre und Praxis der islamischen Welt. Dazu kommt eine hohe Akzeptanz von Gewalt als Mittel der Problemlösung. In über 50 islamischen Staaten. Im Koran. Im Leben des sogenannnten Propheten. Das alles ist auch signifikant für die Geisteshaltung der bei uns lebenden Muslime. X-fach wissenschaftlich belegt. Und hier wird uns wieder erzählt: Zwei und zwei sind fünf! Du musst nur feste dran glauben, dann ist das irgendwann so.

Hans Jürgen Wienroth | So, 18. Juni 2017 - 10:59

Sowohl Seyran Ates mit der „liberalen Moschee“ in Berlin wie auch Lamya Kaddor mit dem Marsch gegen den islamistischen Terror setzen starke Zeichen, wie der Islam zu Deutschland gehören kann.
Schade, dass sich nicht mehr Muslime durchringen konnten, gegen den Terror im Namen ihres Glaubens zu demonstrieren. Den islamistischen Terror werden nur die muslimischen Gemeinden besiegen können. Dazu müssen radikale Moscheen von den muslimischen Besuchern öffentlich gemacht werden, damit der Staat reagieren kann. Solange sich Terroristen hinter der Glaubensfreiheit des Grundgesetzes verstecken können werden junge Menschen weiter radikalisiert und zu Terroristen.
Ich wünsche den beiden starken Frauen viel Erfolg und reichlich Unterstützung durch die dominante muslimische Männerwelt.

Mathias Trostdorf | So, 18. Juni 2017 - 18:15

In reply to by Hans Jürgen Wienroth

Ich sehe bei 500 Teilnehmern kein "starkes Zeichen"- höchstens in der entgegengesetzten Richtung. Es werden alle Annahmen und (Vor-)Urteile bestätigt. Die Zahl der Muslime in Deutschland, die sich auch öffentlich vom Terror im Namen ihrer Religionsideologie distanzieren wollen, ist verschwindend gering. Politische Konsequenzen im Sinne von Fördern und FORDERN, oder ein EInreisestopp von weiteren muslimischen Parallelgesellschaftlern wirds hier auch weiterhin nicht geben. Das Schiff ist führerlos und steuert auf die Katastrophe hin.

Tonicek Schwamberger | So, 18. Juni 2017 - 21:25

In reply to by Hans Jürgen Wienroth

. . . ich kann nun wirklich nicht nachvollziehen, wie Sie zu einer Meinung der "zwei starken Muslima" kommen können? Mag ja sein, daß Sie von der Dame Lamya Kaddor beeindruckt sind - durch alle möglichen Talkshows wurde sie ja gehievt. Ich bin bezüglich dieser Dame, die zwar Religionslehre unterrichtet hat, obwohl sie nicht einen einzigen theolog. Studienabschluß vorweisen kann, ganz anderer Meinung. Eine brennende Frage in mir ist, wie es sein kann, daß 5 ihrer ehemaligen Schüler zum IS reisten, um dort aktiv zu kämpfen.

Zum besseren Verständnis meiner Worte empfehle ich Ihnen disen Text:
https://www.tichyseinblick.de/meinungen/koeln-muslime-demonstrieren-nic…

"Den islamistischen Terror werden nur die muslimischen Gemeinden besiegen können."

Und wenn die das nicht schaffen? Wenn sie es (wie es derzeit ja aussieht) nicht mal im Ansatz versuchen? Was dann?

Ina Langer | So, 18. Juni 2017 - 11:02

„ ..: viele Muslime sind es leid, sich immer rechtfertigen und erklären zu müssen.“ genau hier liegt das Problem. Terror lässt sich nicht rechtfertigen (das verlangt auch niemand von Menschen, die nicht persönlich für den Terror verantwortlich sind). Gleichwohl erwarten wir, dass sich Muslime mit uns solidarisieren, den Terror im Namen ihrer Religion verurteilen und notfalls auch Teile dieser Religion in Frage stellen. Es gibt natürlich Muslime, die das bereits tun (nicht selten ohne Gefahr für das eigene Leben). Ich fürchte jedoch, dass die schweigende Mehrheit nicht in der Lage ist eine kritische Position zur eigenen Religion einzunehmen. Hier muss die zugegeben heikle Frage gestellt werden, können diese Menschen Bürger einer emanzipierten und demokratischen Gesellschaft sein, auf deren freiheitliche Werte sie sich berufen, während die religiöse Pflichten und tradierten Eigenheiten nicht selten über die Rechtsordnung gestellt werden?

Würden die sich Muslime gegen den Terror stellen,stellen sie damit den Koran in Frage.
Das verunsichert die meisten Islamanhänger.Würden,wie Sie vorschlagen Teile des Korans geändert,kann es nicht "Gottes Wort" sein.Die gesamte Religion wäre keine.

Nimmt ein Moslem eine kritische Haltung gegenüber seiner Religion ein, muss er schlimmstenfalls mit Todesdrohungen rechnen.
Kritik ist im Islam nicht erlaubt. Es hat auch im Christentum ein paar Jahrhunderte gedauert um auf den heutigen Stand zu kommen.

Jacqueline Gafner | So, 18. Juni 2017 - 11:26

und gerade einmal 500 konnten sich dazu aufraffen, auf die Strasse zu gehen, um ein Zeichen gegen Gewalt und islamistischen Terror zu setzen. Mehr muss man dazu nicht sagen, speziell nicht an die Adresse von knapp der Häfte der Moscheegemeinschaften in Deutschland, die mit ihrer demonstrativen Nichtteilnahme an der Kundgebung auch ein Zeichen gesetzt haben, das ihnen bestimmt jede Menge an zusätzlichen Sympathiepunkten eingebracht hat.

Jörg Meyer | So, 18. Juni 2017 - 11:28

Und schon erhebt wieder die Larmoyanz ihr hässliches Haupt, eine Opfermentalität, die bei den Falschen leider in Verbindung mit einem kulturellen Minderwertigkeitskomplex und einer totalitär verstandenen Religion das Ausleben von Gewaltphantasien legitimiert und deshalb ein Grundproblem darstellt. Es ist wohl bei aller political correctness nicht wegzudefinieren, dass der heutige Terror aus dem Kreis der Muslime kommt. Man sollte meinen, dass Hassprediger und radikale Tendenzen chancenlos bleiben müssten, weil sie ausnahmslos geächtet und flächendeckend den Sicherheitsbehörden gemeldet würden. Wichtiger scheint aber die Solidarisierung gegen die ach so ungerechte Mehrheitsgesellschaft zu sein, die islamistische Gewalttaten unterschwellig relativiert, wenn nicht rechtfertigt.

Michael Bahr | So, 18. Juni 2017 - 11:42

Dass die Mehrheit der Moslems keine Lust habe, sich zu rechtfertigen wegen des Terrors, den eine Minderheit ausübt, verkennt zwei wesentliche Aspekte.
1. Der Begriff "Rechtfertigung" ist falsch. Niemand verlangt vom Durchschnittsmoslem eine Rechtfertigung. Es geht darum, durch öffentliches Sichtbarmachen der eigenen Abneigung gegen den Radikalismus diesem das Wasser abzugraben. Und dieses kann - ja muss man vom nichtradikalen "Normalmoslem" verlangen dürfen. Als in der Nachwendezeit der Rechtsradikalismus eskalierte, bildeten auch zehntausende Menschen Lichterketten, Mahnwachen etc. Sie distanzierten sich öffentlich vom Extremismus, ohne selbst mit ihm etwas zu tun zu haben.
2. Ist es vielleicht möglich, dass die Initiatoren dieser Demo in Köln etwas verkennen? Nämlich die Tatsache, dass sie - namentlich auch Frau Kaddor - gar keinen Einfluss auf die moslemischen Gemeinschaften in Deutschland haben? Ist Frau Kaddor gar nur ein Talkshow-Phänomen ohne reale Nachhaltigkeit?

"Außerdem sei es Muslimen im Ramadan nicht zumutbar, in der Hitze herumzulaufen." Selten eine so absurde Begründung gehört. In Ägypten erzählen ihnen die Fremdenführer mit Schaum vorm Mund die Geschichte des Landes und stapfen durch die Wüste - bei 40 ° im Schatten im Ramadan. Ohne Trinken, ohne Essen. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Man muss ihn aber gehen wollen. Übrigens: ich habe ungerührt getrunken in Anwesenheit des sich quälenden Moslems. Auf essen hatte ich allerdings bei der Hitze auch keine Lust. Da kann man durchaus fasten - absolut problemlos. Aber in D haben wir diese Temperaturen selten. Da kann man schon mal mitmarschieren und sich solidarisieren - wenn man will. Und überhaupt: man kann beten und fasten nachholen. Soviel Spielraum gibt der Koran schon. Sonst gäbe es keine Flüge, OP´s etc. während des Ramadan.

wirkliche Problem. Beim Segeln nennt man das Scheinwind (=Fahrtwind) und wirklicher Wind (objektiv unabhängig von der Bewegung des Bootes). Frau Kaddor, trotz ihres wohl ehrlich gemeinten Versuches, hat das Medieninteresse - verständlich da es anscheinend wenig Muslime gibt die gemeinverständlich über Islam reden können - verwechselt mit wirklicher Zustimmung unter den ihr näher stehenden Muslimen.

"Ist Frau Kaddor gar nur ein Talkshow-Phänomen ohne reale Nachhaltigkeit?"
Das ist m.E. der Irrtum, den ein anderer Kommentator hier auch schon äußerte: Frau Kaddor ist eben nicht stark, sondern laut - ein Unterschied, der in unserer Gesellschaft an vielen Stellen nicht mehr als solcher erkannt und beides deshalb häufig verwechselt wird. Die Stärke wird dann daraus geschlossen, dass andere in gleicher Lautstärke mittuten. Laut ist nicht stark! Wäre Frau Kaddor stark, hätte sie die Dinslakener Djihadisten davon abgezogen, Abenteuer in Mord und Totschlag im Orient zu suchen! Konnte sie auch nicht! Laut sein, reicht eben nicht! Das hat die Demo eindrucksvoll bewiesen!

Petra Müller | So, 18. Juni 2017 - 11:46

... sagt ein französisches Sprichwort (wer nichts sagt, stimmt zu)
Ich denke, diese beschämend niedrige Teilnehmerzahl sagt eine Menge darüber aus, wie die angeblich so friedliebenden Muslime zu dem Terror ihrer Glaubensgenossen stehen.

Reiner Schöne | So, 18. Juni 2017 - 12:12

"Die Ditib, die in Köln ansässig ist und dort auch ihre Zentralmoschee betreibt, warf den Organisatoren eine „öffentliche Vereinnahmung und Instrumentalisierung“ vor. Zudem sei fastenden Muslimen nicht zumutbar, „stundenlang in der prallen Mittagssonne bei 25 Grad zu marschieren und demonstrieren". Der islamische Fastenmonat Ramadan geht noch bis zum 24. Juni." Nur 50 km weiter haben Muslime gefeiert in einem Stadion, kann ich bezeugen wohne neben an. Weder Ramadan noch 25 Grad hat sie davon abgehalten. Hier sind andere Gründe am Werk als Ditib vorgibt.

Minando | So, 18. Juni 2017 - 13:16

...aber Terrorist sein hieß in letzter zeit nur allzu oft auch Moslem sein, wenn auch nur auf dem Papier.
Ditib und wie sie alle heißen scheinen das so nicht wahrzunehmen.
Kann man verstehen, ist aber ein PR-Desaster.

Alexander Steinmann | So, 18. Juni 2017 - 13:18

Hätte Erdogan gerufen, hätte Ditib im Ramadan täglich Zehntausende auf den Straßen marschieren lassen. Ich verstehe, dass gut integrierte, friedfertige Muslime sich nicht ständig zu Bekenntnissen von Selbstverständlichkeiten bedrängen lassen wollen, aber die Organisationen des Islam, die in Deutschland wegen weder Petitesse sich äußern, sind bemerkenswert stumm, wenn es um Distanzierung vom Terrorismus geht. Woran das wohl liegen mag? Entweder passt das nicht in die eigenen Klischees als Opfer (diverser Verschwörungstheorien) oder die "Religion des Friedesns" hat tatsächlich einige Probleme mit den weniger friedfertigen Texten ihres Religionsstifters.

Ruth Müller | So, 18. Juni 2017 - 13:28

Von den 500 waren die Hälfte zudem christliche Unterstützungsgruppen.
Leider werden dadurch alle Vorurteile bestätigt. Leider ...

Er gehört nicht dazu.
.

Dirk Lingenfelder | So, 18. Juni 2017 - 13:38

Einspruch, Frau Biere.
Das war ein ganz starkes Zeichen, man muss es nur sehen wollen (bzw. man muss halt irgendwann auch mal sein 'Weltbild' hinterfragen und als Berichterstatter die Realitäten reflektieren). Die Welt ist wie sie ist, nicht wie sie idealtypisch sein sollte. Und der Islam in seiner ganzen Vielschichtigkeit ist wie er ist, nicht wie er von einem säkularen (atheistischen) Standpunkt oder Weltbild aus sein sollte.
Ob die Veranstaltung von Frau Kaddor nun sinnvoll war oder nicht - auf Resonanz außerhalb der eigentlichen 'Zielgruppe' Leitmedien & Politik ist sie ganz offensichtlich nicht gestoßen.
Ein Demonstrationsaufruf gegen Israels Siedlungspolitik hätte auch im Ramadan in Köln wahrscheinlich die 10-fache Menge an Muslimen auf die Straße gebracht.

Karin Zeitz | So, 18. Juni 2017 - 13:39

nahmen an der Demo tatsächlich teil, und wie hoch war darunter die Anzahl der Muslime? Je nach Berichterstatter schwankt die Anzahl der Teilnehmer voneinander zwischen 200 und 20.000 Personen. Natürlich ist es nicht einfach, Teilnehmerzahlen zu erfassen, aber einem Vergleich mit den vorjährigen Türken- oder Kurdendemonstrationen konnte diese Demo nicht standhalten. Man kann daraus schließen, wofür sich die Muslime stark machen und was sie weniger interessiert.

Manfred Steffan | So, 18. Juni 2017 - 14:00

Bei der Überschrift des Artikels sitzt das Komma falsch. Erklärtes Ziel der Aktion war nicht, sich vom Terror zu distanzieren. Dass die überwältigende Mehrheit der Muslime nichts mit Terrorismus zu tun haben will, ist der überwältigenden Mehrheit der Nichtmuslime klar. Die Aktion wollte sich positiv positionieren: Für einen Islam, der wesensmäßig mit politischer Gewalt unvereinbar ist, für den ein Terrorist ein Mörder ist und kein Muslim. Das Verhältnis zwischen der Anzahl der Demonstrationsteilnehmer in Köln und der Anzahl der Teilnehmer an sonstigen Demonstrationen für muslimische Belange (mit der die Veranstalter auch in Köln gerechnet hatten)dürfte in etwa wiedergeben, inwieweit die islamische Community da mitzieht.

mir ist leider absolut nicht klar, welche Position Sie hier vertreten.
Mir ist allerdings klar, welche anti-westliche, anti-europäische, anti-deutsche Position die hier lebenden Muslime mehrheitlich vertreten. Sie sind offenkundig nicht in der Lage, oder schlimmstenfalls nicht gewillt, sich von den hier durch militante Muslime aufgeworfenen Problemen zu distanzieren.

Manfred Steffan | Mo, 19. Juni 2017 - 20:24

In reply to by Gerd Runge

Ob ein Muslim nicht automatisch Terrorist ist (wer wollte das bezweifeln?) oder ob er von seinem Glauben her nicht Terrorist sein KANN, das ist doch schon ein Unterschied, oder? Immerhin berufen sich weltweit Terroristen für ihre Taten auf den Islam. Diese Terroristen und nicht die Nichtmuslime stellen den Islam unter Generalverdacht. Frau Kaddor wollte erklärtermaßen diejenigen mobilisieren, die den Islam für unvereinbar mit dem Terrorismus halten. Wie interpretieren wir das Ergebnis?

Joseph Poggemann | So, 18. Juni 2017 - 14:05

Weiter so, liebe Muslime! So werden uns weder radikale Elemente Eurer Religion noch imperiale Elemente westlicher Regierungen unnötig künstlich trennen können.
Bin gespannt wie die deutsche Politik und Kultur darauf reagiert. DIE GRÜNEN sind ja derzeit beschäftigt, vor Bildern mit Eisbären vor Benzin-Autos zu warnen.
Ob Muslime merken, dass sie viel mit deutschen Konservativen gemein haben? Und ob deutsche Konservative merken, dass sie viel mit Muslimen gemein haben? Vielleicht könnte wenigstens die CDU zu ihren konservativen Wurzeln zurückfinden, wenn schon die AfD zu unfähig ist, beim Volk anzuknüpfen...

Die Nähe zwischen religiös konservativen Kräften war schon lange offensichtlich. Wer hat sich denn vor allem für das Beschneidungsrecht eingesetzt? Da bahnte sich ein neues Weltbild an, von dem wir noch hören werden. Gab es früher konfessionelle Kämpfe (Christine Teusch: Man kann protestantischen Kindern nicht zumuten, das Ave Maria zu beten), so wurde daraus ein "christliches" Weltbild. Gab es früher christliche Judenfeindlichkeit, so wurde daraus ein "christlich-jüdisches" Menschenbild. Und demnächst werden Moslemverbände wohl Körperschaftsrechte bekommen wie Kirchen, damit man nicht auf die Idee kommt, denen Privilegien aus Gründen der Gleichberechtigung wegzunehmen. Begleiten wird man das mit einer Anpassung des Weltbildes zu einem "monotheistischen" oder einem "der Buchreligionen".

Peter Bigalk | So, 18. Juni 2017 - 14:51

Den 500 Demonstranten nehme ich ehrlich ab, dass sie sich vom Terrorismus distanzieren. Das allein reicht aber nicht. Bei mehreren Millionen Muslimen in Deutschland und den absehbaren demografischen Umwälzungen muss die Religionsfreiheit beschränkt und die westliche Lebensstil im Grundgesetz als Leitkultur formuliert werden. Nur unter diesem Dach sollten sich die Muslime im Land bewegen.

Silas Loy | So, 18. Juni 2017 - 15:44

... unter der Fuchtel des Rechtsradikalen Erdogan und führt das ja nun auch immer wieder deutlich vor. Jeder sogenannte liberale Muslim ist da ganz schnell ein Dissident. Das muß man sich erstmal trauen, nachdem man es überhaupt begriffen hat, wenn man in dieser Parallelwelt zuhause ist. Und dann gibt es da auch noch die lebenslangen Fatwas.

Sprüche wie "Alle Macht der Liebe" und "Keinen Hass für niemanden" oder so ähnlich sind doch nur spiessige Allgemeinplätze von vorgestern aus Woodstock. Nicht ein/e Demonstrant/in hat einfach geschrieben: "Keine Gewalt im Namen des Islam!" Darum aber genau ging es. Nur 500 Leute und dann auch noch verbal weggeduckt. Überflüssig.

Klaus Jürgen Bremm | So, 18. Juni 2017 - 20:53

Wäre ich ein Moslem mit Job und Steuerpflichten in Deutschland, der es in religiöser Hinsicht nicht immer so genau nimmt, also ein so genannter moderater oder integrierter Moslem, so hätte ich um diese Demo auch einen großen Bogen gemacht. Warum sollen diese Mitbürger ein Zeichen setzen und als Teil einer imaginierten Zivilgesellschaft für eine Regierung in die Bresche springen, die nicht einmal in der Lage ist, endlich die berüchtigten 900 Erdgan-Imane aus Deutschland auszuweisen? Politik betreiben heißt "Machen" und nicht immer nur "Zeichen setzen". Wir Bürger gleich welcher Glaubensrichtung oder Herkunft zahlen Steuern und haben Ansprüche an den noch existierenden Staat. Also marsch, Herr Bundesinnenminister!

Ulrich Müller | So, 18. Juni 2017 - 22:50

Alle Umdeutungsversuche können nich darüber hinwegtäuschen, daß die gut gemeinte Aktion sich als Armutszeugnis für die islamische Gemeinde herausgestellt hat. Tatsächlich wurde damit ein Zeichen gesetzt, ganz anders jedoch als geplant. Vergleicht man diese Kleinveranstaltung mit den Menschenmassen, die ein Ruf von Erdogan oder die Empörung über Mohammend-Karikaturen auf die Straßen bringt, kommt man nicht umhin festzustellen, daß die meisten Muslime wertemäßig in einer anderen Welt zuhause sind.

Wolfgang Lang | So, 18. Juni 2017 - 23:52

Das war ein Offenbarungseid. Außerdem, die Worte Lamya Kaddor und Islamgelehrte sind absolut nicht in einen sinnvollen Zusammenhang zu bringen.

Jürgen Gabriel | Mo, 19. Juni 2017 - 00:42

Es ist für mich unbegreiflich, wie schnell die Gesellschaft vergisst.
Nach 9/11 haben die westlichen Gesellschaft KEINE Rechtfertigung gefordert und auch nach Madrid, London, Paris wieder Paris und vielen, vielen anderen Anschlägen allein in Europa gab es bislang keinen backlash, auch wenn die Stimmung schlechter wird.
In den 2000er Jahren gab es dann einen muslimischen Protest gegen Terror - und der war größer als diese 500.
Wer immer jetzt behauptet: "Muslime seien es leid sich zu rechtfertigen und darum müssen wir Verständnis haben" der vergisst die milde Haltung des Westens und der ignoriert die mangelnde Teilnahme an der Berliner Mahnwache. Der stellt sich wieder in die Opferrolle - und das ist der Grund, warum es heute weniger Teilnehmer sind als damals. Deutsche sind bis heute in "besonderer Verantwortung" - Muslime und Islam haben nichts zu tun mit... Mit der Entschuldigung braucht auch keiner in Köln erscheinen.

Hans Page | Mo, 19. Juni 2017 - 06:53

können der in ihrem Namen begangen wird ist mir unerklärlich. Es ist ja auch ohne Schwierigkeiten möglich tausende Muslime auf die Strasse zu bekommen für vergleichsweise abstrakte Themen wir Mohammedkarikaturen. Aber andererseits zeigt diese Beteiligung auch wie wenig aussagekräftig oder wie fragwürdig die meisten Demonstrationen als Ausdruck politischer Meinung sind. Wer Menschen durch organisationsbedingte Strukturen mehr oder weniger verpflichten kann, Aufrufen zu folgen, wird immer mächtige Strassendemonstrationen organisieren können. Dagegen sind "schweigende Mehrheiten" machtlos, das öffentliche Bild wird dadurch sehr verfälscht. Das Demonstrationsrecht bleibt praktisch Spielwiese für durchorganisierte Meinungsgruppen, die normalen Menschen sind dabei nur Randerscheinungen.

Markus Gerle | Mo, 19. Juni 2017 - 10:22

Es ist schon eine komische Denkweise, wenn man sich als Muslim genervt fühlt. Jeder halbwegs intelligente Muslim müsste erkennen, dass im Namen seiner Religion laufend unschuldige Menschen ermordet werden. In muslimischen Ländern übrigens deutlich mehr als in westlichen Ländern. Das müsste doch einen Muslim viel mehr nerven, sollte er nicht mit den Terroristen sympathisieren. Dass Massendemos von Muslimen gegen islamisch motivierten Terror wirkungsvoll sein können, zeigt das Beispiel Jordanien. Dort gab es vor langer Zeit einen Bombenanschlag auf eine Hochzeitsfeier im Raddisson Hotel in Amman. Danach war das ganze Land auf den Beinen, um gegen islamistischen Terror zu demonstrieren. Seitdem gab es in Jordanien keinen nennenswerten Anschlag mehr.

Hans Herzberger | Mo, 19. Juni 2017 - 10:29

Zumindest war es ein Anfang, der vor einiger Zeit noch nicht möglich war. Man hat immerhin den Schatten einer Hoffnung, dass es ein friedliches Nebeneinander geben könnte. Dabei sind jedoch die Muslime in der Bringschuld. Den bis dato (in der Neuzeit) hat kein Christ solche schrecklichen Taten begangen.

Karl Kuhn | Mo, 19. Juni 2017 - 13:15

Klar wollen sich Muslime die Terrortaten nicht anziehen. Nach jedem Anschlag erzählen ihnen Politiker und Medien schließlich unisono, dass diese Taten nichts mit dem Islam zu tun hätten. 'Alles super bei euch, Islam is a great religion (Teresa May), die Terroristen sind keine Muslime, sondern 'violent extremists' (Obama), die durch die Diskriminierung seitens der westlichen Gesellschaft radikalisiert wurden ...' - so geht die Leier nach jedem Anschlag, und die wenigen Muslime, die überhaupt Mainstreammedien konsumieren, können sich dann zu Recht sagen, dass diese Taten weder mit dem Islam als Religion noch mit ihnen als Bürger und Anhänger dieser Religion irgendwas zu tun haben. Wir geben es ihnen jeden Tag umsonst schriftlich.

Walter Momper | Mo, 19. Juni 2017 - 14:09

Diese Demonstration war ein deutliches Zeichen. Nämlich ein Zeichen dafür, dass die Mehrheit der deutschen Muslime sich nicht vom islamistischen terror distanzieren möchte. Eine Demonstration von 500 Leuten von denen die Hälfte nicht mal muslimischen Glaubens ist und die andere Hälfte Journalisten ist nicht nur peinlich sondern zeigt auch genau auf das der Islam und der Islamismus nicht von einander zu trennen sind und das deswegen auch die deutschen Muslime sich nicht davon distanziern möchten.

Heidemarie Heim | Mo, 19. Juni 2017 - 15:05

Die Absage der Ditib war, wie ich mir gleich dachte,ein Zeichen und eine Herausforderung vergleichbar einer (passiven) Gegendemo.Und wenn ich mir das Foto oben genauer anschaue,muß ich den Mitkommentatoren recht geben,die Vergleiche anstellen zu vorangegangenen muslimischen Demos.In dem kleinen Ausschnitt in der Mehrheit Männer und kaum eine religiöse Kopfbedeckung bei den vorhandenen Frauen. Der schon als stark vermutete "Einfluss"aus z.B. Richtung Türkei über die Ditib und fundamentalerer Moscheegemeinden
wurde leider damit sichtbar. Dieser Eindruck eines Desinteresses am Thema islamistischen Terrors oder die formulierte "Distanzierungsmüdigkeit",
führen bei manch Betrachter unweigerlich dazu,
Vorurteile und Klischees zu bedienen.Man wollte
endlich mal Gesicht und dem Terror den "Finger zeigen" ,heraus kamen ein Bruchteil Teilnehmer gemessen an der Zahl aller Gefährder und
Sympathisanten, allein in unserem Land.
Gar nicht gut! MfG

Christof Wechsler | Mo, 19. Juni 2017 - 16:49

Endlich ein starkes Signal der in Deutschland lebenden Muslime! Eine überwältigende Mehrheit von 0,01% distanziert sich vom Terror! Unsere allwissenden Volksvertreter hatten also doch Recht mit ihren Beschwichtigungen vom Islam, der überhaupt nichts mit islamistischem Terror zu tun hat! Dschihadisten, Salafisten und die vielen Mitglieder der "Generation Allah" werden nach diesem eindrucksvollen Statement ihr Scheitern anerkennen müssen! Unsere Kinder können sich auf ein tolles Leben im multitribalen Superstaat EU freuen!

Olaf Voß | Mo, 19. Juni 2017 - 17:50

Seit der DDR habe ich keine größere Inszinierung gesehen, als in Köln. Es handelte sich um eine Muslim-Demo ohne Muslime. Und die sehr wenigen Muslime wirkten, als wären sie Teil einer Theater-Aufführung; es liefen natürlich die üblichen deutschen "Islam-Versteher" mit, damit es nicht all zu leer war auf Kölns Straßen. Wann begreift endlich der letzte Deutsche, dass dem Islam nicht an einem europäischen Miteinander gelegen ist?

Die Eliten der EU sind weit - sehr weit - von der breiten Bevölkerung entfernt. Wer sich nur mit den intellektuellen Muslimen befasst, hat natürlich ein anderes Weltbild als der Mann von der Straße. Ich erinnere mich an eine Talkshow, in der eine ZEIT-Journalistin sich echauffierte, dass türkische Juristen doch tatsächlich ein Visum für einen D-Besuch beantragen müssen. Ja, hätte ich gerne geantwortet, genau wie der anatolische Bauer.

https://www.welt.de/politik/ausland/article165751793/56-Prozent-der-Eur…

Rolf Pohl | Mo, 19. Juni 2017 - 18:00

... lässt eine energisch, machtvolle Aktion gegen den Terrorismus aus dem Islam heraus, vermuten.

Ein derart nettes Foto welches die zahlreichen, islamischen Gemeinden ganz sicher beeindrucken wird und dauerhaft zur Ablehnung jeglicher Art von Terrorismus im Namen des Islam veranlassen wird.
Ein Grund zu großer Freude und Erbauung. ;-)

Peter Weih | Mo, 19. Juni 2017 - 18:04

"Der Friedensmarsch in Köln war ein guter Anfang"

Das war überhaupt kein Anfang und schon gar nicht in irgeneiner Weise "gut".

Ein schlimmeres Zeichen, als ein dermaßen schwache Beteiligung, hat es nicht geben können.

Ziel einer solchen Demonstation waren ja wohl in allererster Linie die Anhänger des Islamismus, die den Terror befürworten bzw. rechtfertigen. Denen hat man zeigen wollen, dass sie eine kleine Minderheit sind. Und genau das ist ja wohl in katastrophaler Weise gescheitert. D.h. der Islamismus kann sich in seiner (hoffentlich falschen) Sicht bestärkt fühlen, dass die große Mehrheit der Muslime hinter ihnen stehen.

Mathias Trostdorf | Di, 20. Juni 2017 - 11:40

Die ganze Sache war ja von der Teilnehmerzahl ansich schon deprimierend, aber wenn man jetzt noch diejenigen Demonstrierenden abzieht, die gar nicht selbst Muslim waren, sondern nur Unterstützer, Gewerkschaftler oder Bekannte anderer Teilnehmer (so wie das schon mal bei einem groß angekündigten Distanzierungs-Happening am Mehringdamm war, bei der dann zum Schluß mehr Vertreter von Kirchen, Zentralräten und Abgesandten entsprechender nichtmuslimischer Büros und Vereine als muslimische Teilnehmer waren, und sich dann auch nicht mehr gegen islamistischen Terror sondern anbiedernd ganz allgemein gegen Terror aussprachen) kann man wohl erkennen, wie die Lage einzuschätzen ist.
Die entsprechenden Stellen In Politik und Medien sollten endlich aufhören, sich bezüglich der Loyalität vieler Muslime zu westlichen Werten etwas vorzumachen.

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