Nordkorea-Krise - Auf der Schwelle zum Dritten Weltkrieg?

Nordkorea testete erstmals den Start einer Interkontinentalrakete, die USA lassen Bomber üben. Was die gegenwärtige Krise so gefährlich macht, liegt auch an der Geltungssucht der Staatsmänner Kim Jong Un und Donald Trump. Den USA bleiben fünf Optionen – ideal ist davon keine

Ein Foto der nordkoreanischen Regierung vom Test einer Interkontinentalrakete
Ein offizielles Bild des nordkoreanischen Staates vom Test einer Interkontinentalrakete / picture alliance

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Rudolf Adam war von 2001 bis 2004 Vizepräsident des Bundesnachrichtendienstes. Von 2004 bis 2008 leitete er als Präsident die Bundesakademie für Sicherheitspolitik. Foto: Bundesakademie für Sicherheitspolitik

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Das Auf und Ab von Krise und Wiederannäherung zwischen den USA und Nordkorea ist nichts Neues. Weshalb ist die gegenwärtige Situation besonders gefährlich? Zwei Entwicklungen fließen im Moment zu einer explosiven Mischung zusammen: Erstens: Nordkorea nähert sich überraschend schnell der Fähigkeit, nukleare Sprengköpfe mit Interkontinentalraketen bis in die USA zu tragen. Zweitens: Mit Kim Jong Un und Donald Trump stoßen zwei Protagonisten aufeinander, die sich an Geltungssucht in nichts nachstehen. Trump kennt nur Gewinner und Verlierer und will unter keinen Umständen verlieren. Kim Jong Un schürt eine aggressive Kriegspropaganda, die die USA als Erzfeind darstellt und damit jede Verständigung eigentlich unmöglich macht. 

Die USA halten Nordkorea für einen „Schurkenstaaten“. Unter Bill Clinton entstand die Hoffnung, Nordkorea werde bald zusammenbrechen und es werde von innen heraus zu einem Regierungs- und Politikwechsel kommen. Diese Hoffnung hat getrogen. Die Dynastie der Kims ist fest etabliert. Selbst der junge Kim Jong Un, der mit 27 Jahren 2011 an die Spitze von Staat und Partei trat, hat sich behauptet. Nordkoreas Wirtschaft ist rückständig, aber robust.

Nukleare Ambitionen

2003 kündigte Nordkorea seine Mitgliedschaft im Nichtverbreitungsvertrag, dem es 1986 auf Drängen der Sowjetunion beigetreten war. 2006 zündete es den ersten nuklearen Sprengsatz und deklarierte sich selbst zur Atommacht. Inzwischen sind weitere Nukleartests erfolgt. Parallel dazu entwickelt Nordkorea mit Hochdruck seine Raketentechnologie. Verfügte es vor 15 Jahren nur über Kurzstreckenraketen mit Reichweiten von etwa 500 km, wurde vergangene Woche eine Rakete getestet, die eine interkontinentale Reichweite (über 5.500 Kilometer) hat. Fraglich bleibt, wie zuverlässig dieses Trägersystem funktioniert und ob Nordkorea einen nuklearen Sprengsatz bauen kann, der auf die Spitze einer solchen Rakete passt. Nordkorea verfügt über kein globales Aufklärungssystem. Es müsste Ziele suchen, die kartographisch bekannt sind. Nordkorea dürfte gegenwärtig über etwa 20 nukleare Sprengkörper verfügen. 

Mit seinen gegenwärtigen Fähigkeiten könnte Nordkorea konventionell 40 Prozent der südkoreanischen Bevölkerung unter Beschuss nehmen, darunter die Hauptstadt Seoul. Japan muss damit rechnen, in einem koreanischen Konflikt ebenfalls Ziel nordkoreanischer Vergeltungsaktionen zu werden.

Beide Länder verlassen sich auf Sicherheitsgarantien der USA. Deshalb führt die amerikanische Regierung die Front gegen Nordkorea an. Denn an sich stellt das nordkoreanische Arsenal keine unmittelbare Bedrohung der USA dar. Amerikanisches Territorium könnte mit Raketenabwehrsystemen gegen einzelne Interkontinentalraketen geschützt werden. Die USA haben regionale Raketenabwehrsysteme in Südkorea stationiert. Es bleiben jedoch Zweifel, ob diese Systeme im Ernstfall tatsächlich alle anfliegenden Raketen abwehren könnten. Vor allem bleiben sie wirkungslos gegen konventionelle Artillerie. Der US-Verteidigungsminister James Mattis hat zu Recht bemerkt, ein Krieg in Korea bedeute „the worst kind of fighting in most people‘s lifetimes“. 

Regimewechsel in Pjöngjang?

Die USA haben seit langem keinen Zweifel daran gelassen, dass sie in Nordkorea auf einen Regimewechsel zielen. Atom- und Raketenprogramme gelten ihnen als unzulässig. Die Vereinten Nationen haben Nordkorea wiederholt verurteilt. Scharfe Wirtschaftssanktionen sollen Nordkoreas Leistungsfähigkeit schmälern.

Nordkorea hingegen sieht die massive militärische Präsenz der USA in Südkorea als Bedrohung. Vor allem hat Nordkorea die Rhetorik der USA zum Regimewechsel im Iran und in Syrien und das Vorgehen gegen Saddam Hussein und Ghaddafi genau verfolgt. Es hat gelernt, dass nur äußerste Abschreckungsdrohungen eine Weltmacht wie die USA von einer Invasion abhalten können. Die USA glaubten, Probleme im Irak und Libyen militärisch lösen zu können. Sie haben dadurch das Problem mit Nordkorea weiter verschärft. Kim Jong Un sieht im Atomwaffen- und Raketenprogramm die einzige Rückversicherung für sein Leben und den Bestand seines Staates. Nordkorea ist eine Armee, die sich ein Land hält. Es ist durch und durch militarisiert, das Militär hat höchste Priorität. Ein Militärstaat braucht als raison d‘être eine ständige äußere Bedrohung. Die kriegerisch  Propaganda Nordkoreas ist eher Zeichen seiner Schwäche; ohne sie wäre die ständige Kriegsbereitschaft nicht aufrecht zu erhalten. Was die Vereinten Nationen als „Provokationen“ verurteilen, sind aus der Sicht von Pjöngjang notwendige Verteidigungsmaßnahmen zum Erhalt der eigenen Abwehrfähigkeit.

Iran als Nordkoreas nuklearer Partner

Beunruhigend ist die Geschwindigkeit, mit der Nordkorea technische Fortschritte erzielt hat. Pakistan hat mehr als drei Jahrzehnte benötigt, um sein Atompotential aufzubauen. Nordkorea hat es in zehn Jahren geschafft. Das lässt darauf schließen, dass Nordkorea ausländische Hilfe erhalten hat. Abdul Qadir Khan, der „Vater“ der pakistanischen Atombombe, hat Nordkorea wichtige Baupläne und Komponenten zukommen lassen. Diese Verbindung ist 2004 mit dem Auffliegen von Khans geheimen Transfers abgebrochen. Wichtigster Partner Nordkoreas dürfte seither der Iran sein, der ebenfalls mit Nachdruck an Atomwaffen- und Raketenprogrammen arbeitet und mit Nordkorea in tiefer Feindschaft gegenüber den USA verbunden ist. Fraglich bleibt, ob auch Russland geholfen hat und noch hilft. 

Verbal haben Russland und China die Kritik an Nordkoreas Nuklear- und Raketenprogramm in den Vereinten Nationen mitgetragen. China ist jedoch nicht bereit, Nordkorea lebenswichtige Unterstützung zu entziehen. China will kein nukleares Nordkorea. Allerdings wird diese Sorge überlagert von dem dominierenden Interesse, eine Präsenz der USA an der eigenen Grenze unter allen Umständen zu verhindern. 1952 trat China in den Koreakrieg gegen die USA ein, weil diese an den Grenzfluss Yalu vorgestoßen waren. Nordkorea ist für China ein unersetzlicher Puffer gegenüber den USA. Russland hat 1946 die Kim-Dynastie begründet. Es hat immer noch enge, vielfältige Beziehungen zu Nordkorea. Jeder Konflikt in und um Korea muss mit diesen beiden Mitspielern rechnen. Hinzu kommt, dass Japan sich unmittelbar von Nordkoreas Raketenprogramm bedroht sieht. Das Sechser-Format der Gespräche (Nord- und Südkorea, USA, Japan, China, Russland), die von 2003 bis 2007 stattfanden, trug dem Rechnung. 

Fünf schlechte Optionen

Bisher haben die USA versucht, die Entwicklungen in Nordkorea zu behindern und zu verlangsamen. Es wird ihnen nicht gelingen, sie zu stoppen oder gar umzukehren. Das ist es aber, was Trump noch Anfang des Jahres großspurig verkündet hat: „It won‘t happen“ twitterte er über eine Bedrohung der USA durch nordkoreanische Raketen. Jetzt ist genau dieser Fall eingetreten. Einige Monate später twitterte er von einem „major, major conflict“ und entsandte einen Flugzeugträgerverband nach Korea. 

Die Optionen der USA sind beschränkt und allesamt nicht ideal: 

1. Sie können den Druck weiter verstärken und erneut verhandeln, letztlich aber die Entwicklungen hinnehmen und Südkorea und Japan mit Raketenabwehrsystemen ausrüsten. Das Problem dabei liegt in der nicht erwiesenen Zuverlässigkeit derartiger Systeme. Schon eine einzige Lücke könnte katastrophale Folgen haben. Eine solche Lösung würde Trump zum Verlierer machen, der seinen markigen Worten und Drohgesten keine Taten folgen lässt und in der Sache nichts erreicht.

2. Die USA könnten versuchen, China zu weiterreichenden Wirtschaftssanktionen zu bewegen. China hat bereits die Annahme von nordkoreanischer Kohle verweigert und dem Land damit eine wichtige Einnahmequelle genommen. China wird jedoch niemals die Stabilität seines Nachbarn in Frage stellen. Auch Russland wird kaum bereit sein, seinen Druck auf Nordkorea so weit zu erhöhen, dass er existenzbedrohend wird. Beide Nachbarn wollen die Nuklearisierung der Region verhindern, nicht jedoch die geopolitische Lage verändern. Die Existenz Nordkoreas als Puffer gegen die pazifische Präsenz der USA hat für beide höchste Priorität.

3. Die USA könnten eine Seeblockade gegen Nordkorea verhängen. Abgesehen davon, dass die Landübergänge zu China und Russland davon nicht betroffen wären, würde dies eine gewaltige Operation von Marine und Luftwaffe erfordern und dennoch schwerlich sämtlichen Schiffsverkehr unterbinden. Es wäre eine völkerrechtlich fragwürdige Maßnahme, die weder von China noch von Russland widerspruchslos hingenommen würde. Die USA würden damit riskieren, Hungersnöte und den wirtschaftlichen Zusammenbruch Nordkoreas auszulösen. Nordkorea würde dies vermutlich als kriegsähnlichen Angriff auf seine Existenz betrachten und entsprechend reagieren. 

4. Die USA haben schon vor mehr als 20 Jahren die Option erwogen, durch Luftschläge die nordkoreanische Rüstungsindustrie zu zerstören. Das Problem einer solchen Option liegt darin, dass die wichtigsten Elemente der nordkoreanischen Rüstungsindustrie unterirdisch und damit schwer zu treffen sind und dass die materielle Zerstörung nicht das Know-How in den Hirnen der Experten vernichtet. Nordkorea würde nach einem solchen Schlag keine Kosten scheuen, seine Rüstungsindustrie so rasch wie möglich wieder aufzubauen. Wer den Wiederaufbau Deutschlands nach der totalen Zerstörung seiner Industrie im Zweiten Weltkrieg vor Augen hat, weiß, dass materielle Zerstörung bestenfalls zu Verzögerungen, nicht aber zur Aufgabe dieser Programme führen wird. Nordkorea wird versuchen, solch einem Angriff zuvorzukommen nach dem Prinzip: „use them or lose them“.

5. Bleibt als letzte Option die Invasion Nordkoreas mit dem Ziel, das Regime zu stürzen. In diesem Fall wird Nordkorea sein gesamtes Militärpotential zu seiner Verteidigung einsetzen. Es wird sich nicht bloß zu verteidigen, sondern wird Ziele in Südkorea und Japan angreifen. Südkorea hat zwar ein weitreichendes Zivilschutzprogramm, ein Artilleriebeschuss Seouls würde jedoch ein unvorstellbares Chaos auslösen und hohe Opfer fordern. Viele Tausende Tote, zerstörte Städte und ein Kollaps der Wirtschaft wären die Folge. Es wäre ein Konflikt, der wesentlich härter, blutiger und vernichtender wäre als der erste Koreakrieg. Zudem werden China und Russland es nicht tatenlos hinnehmen, dass die USA ihre Präsenz bis an ihre Grenzen vorschiebt. Sie werden auch bei einem begrenzten Militärschlag schwerlich passiv bleiben. Südkorea wird alles daran setzen, eine solche Option zu vermeiden. 

USA und Nordkorea in der Krisenspirale 

Beide Seiten liefern sich eine Eskalation von Kriegsrhetorik und Drohgesten. Beide wollen keinesfalls als leere Prahler entlarvt werden und ihr Gesicht und ihre politische Autorität verlieren. Mit jedem Tag fällt es schwerer, aus dieser Spirale auszusteigen oder sie gar zurückzudrehen. Kim Jong Un hat durch riskante Operationen wiederholt gezeigt, dass er nicht davor zurückschreckt, sein Militär einzusetzen. Er war bereit, sein Volk hungern zu lassen, um sein Militärprogramm voran zu treiben. In die Ecke getrieben und vom Verlust seiner Position bedroht, wird er nicht zögern, alle verfügbaren Gewaltmittel einzusetzen.

Die Hoffnung, dass das Militär gegen ihn revoltieren könnte, hat getrogen und wird weiter trügen, denn ein Regimewechsel würde auch das Ende des nordkoreanischen Militärapparats bedeuten. Kim Jong Un wird sein Atom- und Raketenprogramm nicht aufgeben. Für Trump ist die Aufgabe dieser Programme jedoch Kernforderung. Er hat sich selbst unter Erfolgsdruck gesetzt. Er muss entweder eine Militäroperation riskieren oder hinnehmen, sich als Loser verspotten zu lassen, der vollmundigen Ankündigungen keine Taten folgen lässt.

Die USA stehen vor einem schwer lösbaren Dilemma. Es geht nicht nur um Nordkorea, sondern um die Zukunft der nuklearen Nichtverbreitung. Gelingt es Kim Jong Un, ungestraft davon zu kommen, wird der Druck, sich ein eigenständiges Nuklearpotential zuzulegen, auch in anderen Weltgegenden steigen. Vor allem, wenn die Sicherheitsgarantien der USA in Zweifel geraten. In Deutschland werden entsprechende Stimmen bereits laut. Eine weitere Zunahme von Nuklearwaffenstaaten würde das globale Machtgleichgewicht tiefgreifend verändern und das Risiko, dass diese Waffen auch eingesetzt werden, erheblich erhöhen. Die Welt steht vor einer Entscheidung, die bis weit in die Zukunft die globalen Macht- und Sicherheitsstrukturen prägen wird.
 

Bernhard Kopp | Mo, 10. Juli 2017 - 10:28

Aus den USA wird gesprächsweise erwähnt, dass die USA noch viele wirtschaftliche Hebel gegen China hätten, um die Chinesen dazu zu bewegen, Nord-Korea zumindest zu entschärfen. Es muss für China nur viel zu teuer werden, Nord-Korea einfach nur gewähren zu lassen. Darüberhinaus müssen die USA Kompromisse mit den Chinesen darüber finden, was in Ostasien/Chinesisches Meer legitime chinesische Einflussgebiete sind und was nicht. Es ist noch weit entfernt, aber China muss ein Eigeninteresse an einer atomwaffenfreien koreanischen Halbinsel bekommen, erst dann wäre eine neue Balance gefunden.

Ruth Falk | Mi, 12. Juli 2017 - 23:30

In reply to by Bernhard Kopp

Sie sitzen da einem Wunschtraum auf, dass die USA noch imstande sei, China etwas vorzuschreiben. China ist inzwischen laengst zu einer Weltmacht geworden, die allenthalben ihre Verbindungen fest im Griff hat, nur kreischt sie nicht so laut wie die US A, damit sie auch weiterhin unterschaetzt bleibt. Dann ist es leichter, im Trueben zu fischen, und die Oeffentlichkeit aus den eigenen Interessen draussen zu halten.

Siegfried Marquardt | Mo, 10. Juli 2017 - 10:39

Diese Rakete könnte die USA niemals erreichen! Bereits die gezeigte Lafette mit der Rakete im Bild des Artikels in den Medien ist ein Indiz dafür, dass es sich um eine ballistische, einstufige operativ-taktische Rakete handeln muss! Und dies spricht wiederum dafür, dass diese Rakete bei einer Brennschlussgeschwindigkeit vB von maximal 4 km/s bis 5 km/s hatte und damit nur eine maximal Reichweite von 1700 bis 3100 km erzielbar gewesen wäre (siehe Wolff, Raketen und Raketenballistik, Deutscher Militärverlag Berlin, 1966, Seite 277 Tabelle 8.1. Spalten 3 und 4). Eine weitere Abschätzung der Anfangsgeschwindigkeit vo bzw. der Bahngeschwindigkeit vB kann über die Raketengrundgleichung vB=ve*ln (Mo:ML) erfolgen. Nimmt man einmal eine relativ hohe Konstruktionsgüte an, wobei das Verhältnis von Startmasse Mo und der Leermasse Ml 4 betragen soll und die effektive Ausströmgeschwindigkeit ve bei ve=2800 m/s liegen soll. Dann erreicht man eine vo=3882 m/s-vlW-vg= (3880-1200)m/s =2680 m/s.

Siegfried Marquardt | Mo, 10. Juli 2017 - 10:47

Es kann sich bei der neusten raketentechnischen Kreation Nordkoreas niemals um eine Interkontinentalrakete handeln! Denn die Rekonstruktion des Hauptparameters „Anfangsgeschwindigkeit vo“ bzw. „Bahngeschwindigkeit vB“ der Rakete auf der Basis der vorgegebenen Parameter im besagten Artikel der MAZ deuten eher darauf hin, dass es sich bei dem besagten Projektil um eine ballistische einstufige operativ-taktische Rakete mit schätzungsweise einer maximalen Reichweite von 1000 km handelt. Wenn die Rakete eine Reichweite von 930 km hatte und die rekonstruierte parabelförmige Flugbahn von ca. 6000 km innerhalb von 40 Minuten zurücklegte, dann beträgt die durchschnittliche Bahngeschwindigkeit approximiert vB=6000 km: 2/3 h, also 9000 km/h. Dies sich rund 2500 m/s=2,5 km/s! Damit hätte diese Rakete ihre maximale Reichweite ausgereizt! (siehe dazu ballistische Schusstabelle von Wolff, Raketen und Raketenballistik, Deutscher Militärverlag Berlin, 1966, Tabelle 81., Spalte 3). Siegfried Marquardt

Raimund Zoller | Mo, 10. Juli 2017 - 11:51

Die USA, der Westen generell, hat viel zu verlieren, die Nordkoreaner nichts. Man sollte Kim nicht unterschätzen. Der zögert keine Sekunde, wenn es ankommt. Die Frage ist nur, was und wieviel hat er wirklich im Arsenal?

Yvonne Walden | Mo, 10. Juli 2017 - 16:58

In reply to by Raimund Zoller

Die USA sollten andere Staaten ernst nehmen und nicht ignorant behandeln. Dies gilt auch und vor allem für Nord-Korea.
Leider war das Verhalten der Vereinigten Staaten bisher eher arrogant, wenn es um die Darstellung und Durchsetzung militärischer Stärke ging.
Diese Haltung sollten die USA aufgeben - eine für Donald Trump ziemlich unvorstellbare Zumutung.
Denn mit ihrer Vormachtstellung und -Verteidigung bringen die USA schließlich auch die Russische Föderation sowie China gegen sich auf.
Freundschaftliche Beziehungen der Vereinigten Staaten zu diesen Staaten sehen anders aus.
Wir dürfen nur hoffen, daß sich Donald Trump auf militärischem Gebiet nicht "wie der berühmte Elefant im Porzellanladen" verhält, sondern zu einer nüchtern-sachlichen Beurteilung der Weltlage gelangt.
Und über Trump hinaus hoffen, daß eine künftige US-Präsidentin oder ein künftiger US-Präsident wieder mit normalen Maßstäben gemessen und beurteilt werden kann.

sich nicht benimmt wie der berühmte Elefant im Porzellanladen!
Nun dann würde er sich so benehmen wie alle Präsidenten vor ihm.
America first war der Wahlspruch aller Präsidenten und militärisch haben alle gewütet und eine Blutspur hinterlassen, aber nichts zu einem guten Ende gebracht außer evtl. "Grenada". Und das aller schlimmste ist sie haben immer eine Koalition der Willigen gefunden die entweder die Kriege mit bezahlt haben oder aktiv kriegerische unterstützt haben.

alles, was Sie schreiben, Frau Keppelen, Wort für Wort. Ich habe schon mal gefragt, ich verstehe nicht, wieso die USA noch immer so glorifiziert werden. Wobei ich nicht die Amerikaner als Volk meine.

Dorothee Sehrt-Irrek | Mo, 10. Juli 2017 - 12:43

dass korean. Oberschlaue einfach mal Deutschlands Wiedervereinigung nachspielen wollen, sei denen gesagt, dass Russland nie Schutzmacht für Europa war, nur in der Abwehr der Tataren?
Erst nach dem 2. Weltkrieg, nach Napoleon der 3. wahnwitzigen militärischen Aktion gegen Russland, konnten die USA die NATO benutzen, sich zur Schutzmacht Europas aufzuspielen, obgleich sie an der Aufrüstung Russlands ihren Anteil hatten.
Palme wurde liquidiert, weil er eine europäische Renaissance der Diplomatie überhaupt Friedens/Politik wollte in Europa und zu Russland, wie Brandt?
Nach meinem Dafürhalten sind die USA leider das z.Zt .gefährlichsten Land der Welt.
Ich denke doch, dass sie an Chinas/Russlands Grenze wollen, vlt. weiter.
Das ist vlt. Südkorea egal, der "wievielte US-Bundesstaat"?
Ich finde nicht, dass sich die USA als asiatischer HEGEMON eignen.
Abwehrraketen sollen doch eh in Südkorea stationiert werden?
Man könnte sich auf eine atomwaffenfreie Zone in Nord UND Südkorea einigen

Konstantin Müller | Mo, 10. Juli 2017 - 12:49

„Die USA stehen vor einem schwer lösbaren Dilemma. Es geht nicht nur um Nordkorea, sondern um die Zukunft der nuklearen Nichtverbreitung. Gelingt es Kim Jong Un, ungestraft davon zu kommen, wird der Druck, sich ein eigenständiges Nuklearpotential zuzulegen, auch in anderen Weltgegenden steigen. Vor allem, wenn die Sicherheitsgarantien der USA in Zweifel geraten. In Deutschland werden entsprechende Stimmen bereits laut.“

Was genau meinen Sie damit? Dass sich Leute in Deutschland darüber beschweren, dass die USA Sicherheitsgarantien nicht (mehr) einhalten könn(t)en oder dass sie meinen, dass sich Deutschland selbst nuklear bewaffnen sollte? Oder beides?

Dorothee Sehrt-Irrek | Mo, 10. Juli 2017 - 12:56

Tja Herr Adam, es wird niemals Frieden geben, solange sich die USA für die ersten der Welt halten.
Multipolar ist von meiner Seite gesehen ein geradezu Geschenk an die Amis, vor allem basierend auf der Freiheit und Selbstbestimmung von Nationen und Staaten.
Wer will denn noch wirklich die USA als Schutzmacht?
Schutzgeld...?
Es klingt eher nach Mafia etc. und bei allem Respekt, liebe USA, aus diesen Zusammenhängen speisen sich nun mal historisch sowohl Nordamerika, als auch Australien jedenfalls eher als der Rest der Welt.
Südamerika will seine eigene Macht.
Europa sollte wahrlich nicht dahinter zurückstehen.
Es geht europäisch nicht um militärische Macht sondern Deutungshoheit.
Die wird sich auch in Nordamerika evtl. bald ändern.
Ob sich die asiatischen Staaten oder selbst arabische oder afrikanischen Staaten davon noch dominieren lassen wollen, bleibt abzuwarten.
Warum es überhaupt so weit kommen lassen?

Heinz Hinrichsen | Mo, 10. Juli 2017 - 13:52

Bravo, Herr Adam. Danke, für diese analytische und gelungene Einschätzung. Ich verfolge den Prozess in Nordkorea sehr aufmerksam und bin teils gespannt, aber auch besorgt. Die Hardliner in der US-Regierung könnten den Präsidenten zu einer falschen Entscheidung verleiten. Zumal dessen Ego unvergleichlich stark ausgeprägt ist.

Hans Jürgen Wienroth | Mo, 10. Juli 2017 - 14:04

Die Frage der Alternativen ist offen geblieben! Es ist leicht, jede Art der Konfrontation zu vermeiden. Das haben bereits die Länder um Deutschland vor dem 2. Weltkrieg erfolglos versucht. Sie haben so lange gewartet bis Deutschlands zu einer echten Gefahr wurde. Obama hat mit seiner Politik der Gespräche keine Abkehr von Nordkoreas Aufrüstung erreicht.
Trump will nach meiner Einschätzung China und Russland dazu bewegen, ihren Einfluss auf Kim Jong Un für eine friedliche Lösung zu nutzen. Dazu hat er andere Waffen als Raketen. China ist wirtschaftlich auf die USA als Absatzmarkt angewiesen. Eine massive Einfuhrbeschränkung würde auch in China zu Unruhen führen. Russland will die Wirtschafts-Sanktionen loswerden. Beide haben also ein Interesse daran, die Einflussmacht USA für sich zu gewinnen. Nur darf Trump sein Ziel nicht offenbaren. Dann würden Xi Jinping und Putin ihr Gesicht verlieren. Darum gibt sich Trump weiter als „Enfant Terrible“.

Bernd Windisch | Mo, 10. Juli 2017 - 14:22

Die militärischen Fähigkeiten Kim Jong Un werden maßlos überschätzt. Man erinnere sich an die befürchtete Omnipotenz des Militärs der ehemaligen DDR. Nach der Wende und nachdem man das militärische Material gesichtet hatte, konnte man darüber nur noch müde lächeln.

Torsten Knecht | Mo, 10. Juli 2017 - 18:01

In reply to by Bernd Windisch

... denn die DDR hatte bis zuletzt russisches Militär bei sich im Land und nach der Wende war von deren Atomwaffen nix mehr zu sehen. Abgezogen.

Bei einem Konfliktfall wäre es auf deutschem Gebiet zum atomaren Schlagabtausch gekommen und das wäre es dann gewesen, mit der DDR als auch mit der BRD. Unbewohnbar. Russland u. USA weit weg.

Dimitri Gales | Mo, 10. Juli 2017 - 14:43

Analogien in der Geschichte sind nicht immer angebracht, aber hier fällt eine Ähnlichkeit mit dem Nazi-Regime auf: Hitler-Deutschland hatte nach dem Kriegseintritt der USA die Brücken zur übrigen Welt abgebrochen, es wäre zu den schecklichsten Taten fähig gewesen, wenn es die Atombombe gehabt hätte - in diesem Fall sähe die Welt heute anders aus. Nordkorea ist technologisch mit den USA nicht vergleichbar - noch. Der koreanische Diktator hat seine Macht auf das Militär und den Beamtenapparat gebaut, die von seiner Herrschaft profitieren. Ein Machtwechsel ist wohl nicht in Sicht, noch werden die erwähnten herrschenden Kreise des Landes zufrieden gestellt. Und vor dem Lauf einer Waffe schweigen auch die mutigsten Bürger. Auch darin wieder eine Ähnlichkeit mit dem Nazi-Regime. Man kann nur hoffen, dass nichts passiert, solange das Regime sicher ist, weiterhin seine Herrschaft über das Land halten zu können.

Siegfried Marquardt | Mo, 10. Juli 2017 - 17:24

Mit einer anderen Berechnungsmethode kommt man auf ca. 3400 m/s=3,4 km/s bei einem nahezu optimalen Abschusswinkel von 30o (s=v²*2 sin α*cos α :g → v≈ √s*g:2*sin α* cos α= √1.000.000 m*10 m/s²: 0,87 m²/s²≈ 3,4 km/s). Um die USA über den 40. Breitengrad (rund 10.000 km) oder über den 120. Längengrad (ebenfalls ca. 10.000 km) erreichen zu können, müsste die Brennschlussgeschwindigkeit vB über 7 km/s betragen (siehe Wolff, 1966, Tabelle 8.1, Spalte 7 auf Seite 277). Gesetzt den Fall, dass die Rakete eine Reichweite von 6700 km gehabt hätte, dann wäre hierzu eine Anfangsgeschwindigkeit vo von über 6 km/s erforderlich (Spalte 5 in der besagten Tabelle von Wolff), die sie aber niemals erzielen konnte. Auch mit dieser Rakete könnte die USA niemals erreicht werden!

Juliana Keppelen | Mo, 10. Juli 2017 - 17:42

warum oder welche Umstände lassen den NK Regenten glauben, dass es besser ist Atombomben zu haben? Kann sein dass er den Flugzeugträgern und den vielen Militärmanövern, von einer ihm nicht gerade freundlich gesinnten Weltmacht, vor seiner Haustür misstraut? Und aus diesem Grund glaubt sich besser wappnen zu müssen? Diese Möglichkeit besteht doch, oder?

Romuald Veselic | Mo, 10. Juli 2017 - 19:47

Süd Korea...
???
Es sind 30000 Frau/Mann der US Militärs dort stationiert.

Wenn man dies mit der US Streitkräften nur in Dt. vergleicht, kann man darüber müde lächeln.

Abgesehen davon, sind die Kims die bösartigsten Diktatoren der Gegenwart, die man mit Idi Amin/Uganda oder Pol Pot/Kambodscha vergleichen kann oder mit Klerikalfaschisten aus der Golfregion.
Wahr u. unvorstellbar für den Ottonormaldeutschen ist, dass in Nordkorea kein vorehelicher Sex erlaubt ist (wie in vielen Islamländern); dass man den Ehepartner vom Staat zugeteilt bekommt und im Fall der Verurteilung, gehen in den Knast auch die Verwandten mit. Alles nur "Kleinigkeiten" aus dem Nordkoreaalltag.
Der Unterschied zum IS-Kalifat besteht darin, dass in NK, falls auf dem Markt vorhanden, sich man den Schnaps kaufen kann...
Der zweite Unterschied ist: Man darf in NK sich nicht vermummen. Egal aus welchem Grund.

helmut armbruster | Di, 11. Juli 2017 - 08:46

vermutlich nicht viel. Wir spekulieren und schwadronieren herum und vergessen, dass es sich um eine rigorose Diktatur u. ein abgeschottetes Land handelt.
Möglich, dass die Geheimdienste mehr wissen als westliche Journalisten und die Weltöffentlichkeit. Aber Geheimdienste veröffentlichen ihre Erkenntnisse in der Regel nicht.
Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass Kim und Nordkorea einen direkten Angriff auf die USA überleben werden, denn deren militärisches Potenzial und Fähigkeiten kann er nicht besitzen. (nur eine Vermutung). Der US Gegenschlag wäre das Ende.

um so mehr über die USA, Herr Armbruster. Daß sie z.B. 25 % des Etats für die Rüstung ausgeben. Daß sie z.B. 19 Flugzeugträger betreiben - der gesamte Rest dieser Welt kommt auf grade mal 13 Stück. Und was die Militärs halt noch so an Spielzeugen brauchen fürs Ego.

Für meinen persönlichen, völlig unmaßgeblichen Geschmack ein bißchen viel militärischer Aufwand für einen Staat, der gebetsmühlenhaft erzählt wie friedliebend er ist und ja nur seine eigenen Grenzen schützen will.

Dann fragt man sich halt, wofür waren dann die mehr als 7o Kriege notwendig, seit 1945, die man geführt hat.

Bernd Eifländer | Di, 11. Juli 2017 - 10:31

Ich denke, China benutzt Kim Jong um die USA zu provozieren und fest zu stellen wie weit man gehen kann. Für China wäre es eine Kleinigkeit Nordkorea "aus zu trocknen" und Kim aus zu schalten. Aber das wollen sie gar nicht, er hängt an ihren Fäden, eine Marionette eben.

Josef Garnweitner | Di, 11. Juli 2017 - 16:31

In reply to by Bernd Eifländer

der Hand zu weisen, der Gedanke.

Juliana Keppelen | Di, 11. Juli 2017 - 16:35

In reply to by Bernd Eifländer

USA lassen sich von allem und jedem provozieren, wenn es beliebt. Kann aber auch sein, dass Teile der Welt sich von den USA provoziert fühlen.

Siegfried Marquardt | Di, 11. Juli 2017 - 11:53

Eine weitere Approximation mit den Bahnparametern (s= 1000 km und H= 2500 km) ergäbe folgende Flugbahn: y= 0,01 x²+2500 (1). Um den Abschusswinkel zu berechnen, muss man die erste Ableitung y` bilden, die y`=0,02 x lautet (2). Setzt man nun in (2) xo=500 km ein, dann erhält einen Anstieg m=10. Dies ergibt einen Abschusswinkel von 10= tan θ→ θ≈ 84,3. Damit ist der sin θ ≈ 0,99 und der cos θ ≈ 0,1. Somit ergäbe sich eine vo=√ s*g: 2*sin θ*cos θ= √10.000.000 m²/s²: 0,2= 7.100 m/s (3). Davon müssen noch ∆vg=60 s*10 m/s²=600 m/s durch den Verlust der Gravitation abziehen. Ferner tritt ein gravierender Abfall durch den Luftwiderstand:∆vLW =√ 2*a*H = √2*H*ςm*v²*A*cw: [(Mo+ML1:2)*6]= √2*40000* 0,27*7* 0,1*6.500² m²/²: (20000*6)≈ 2340 m/s (4). Daraus resultieren dann (6500-2340) m/s ≈ 4200 m/s. Vom Gipfelpunkt bis zur Erdoberfläche nimmt die Fallgeschwindigkeit wieder um rund 7070 m/s zu. Die Geschwindigkeitsreduktion durch den Luftwiderstand (siehe 4) liegt bei ca. 2500 m/s.

Willy Ehrlich | Di, 11. Juli 2017 - 14:37

als Kriegsgrund auf beiden Seiten? Das ist ja Trumpbashing schlimmster Art! Wie wäre es mal mit: "Verantwortung"?

Hermann Neumann | Di, 11. Juli 2017 - 15:36

Ein Dackel trifft eine Dogge.
Der Dackel kläfft, die Dogge guckt.
Der Dackel beißt Dogge - der Dackel mausetot.

Harro Meyer | Di, 11. Juli 2017 - 15:54

Cui necesse est, pflegte der Römer zu fragen, wenn ihm die Interessenlage unentwirrbar erschien: wem nutzt die provozierende Art des Kum jung in, die USA unter Druck zu setzen. Erstmal natürlich seinen Brüdern im Geiste, wie Russland und China, dann aber auch den USA, die hier zeigen können, wie wichtig eine ordnende Gewalt mit 21 atomwaffenbestückten Flugzeugträgern, über den Erdball verteilt, für ihre friedliebenden Anhänger sind und wie wichtig eine Beteiligung an den Kosten ist. Man sollte sie werkeln lassen an ihrem fliegenden Schrott, denn sie haben eine friedenserhaltende Aufgabe.

franz wanner | Di, 11. Juli 2017 - 16:19

die Schlußfolgerungen alle samt vernebelter Wind mit Plakaten von gestern. Es gilt Fragen zu beantworten:
1. Könnte Korea eine Nuklearexplosion zünden?
2. In welcher (Gesamt)Stärke?
3. wie weit außerhalb eigenen Territoriums?
4. Unter welchen Bedingungen würden sie es tun?

Wenn gezündet wird, sind die Folgen schrecklich, in höherer Stärke noch viel mehr, egal wo.
Was kann man tun, dass es nicht passiert?
Alle benannten Optionen sind eher Anreize, dass es doch passiert.
Man muss die Koreaner dazu bringen, dass sie es einfach nicht wollen.... weil sie etwas zu verlieren haben, nicht nur ihr Elend.
Die Milliarden für Rüstungsgeschepper, sollte man für Wohlstandsgeschenke ausgeben...
Die erzeugen dann die benötigten Verlustängste.

Ein gutes Leben und ein sinnvolles Leben... wird man verteidigen wollen und Gefahren abbauen.
Das gilt auch für die Koreaner.

... Herr Wanner.

Nur leider ist Nordkorea eine Diktatur. Das ist nix mit Wollen. Da darf nur einer Wollen. Während des II. WK wurden die russischen Soldaten an die Front geschickt und wer kehrt machte, der wurde erschossen. In Nordkorea wird das nicht groß anders sein.

Hans-Jürgen Tech | Di, 11. Juli 2017 - 16:48

Ich glaube nicht, dass China auf die Stabilität der Diktatur in Nordkorea setzt. Warum sollte die letzte kommunistische Diktatur der Erde überleben?
Vernünftig wäre für China, die Verhältnisse auf der koreanischen Halbinsel insgesamt zu stabilisieren.
Dazu gehört eine Verständigung Chinas mit Südkorea zu dem Weg, der nach einem Ende der Diktatur in Nordkorea gegangen werden könnte. China hat da sicherlich einige Erfahrung im Umgang mit verschiedenen Wirtschaftssystemen(Beispiel Hongkong). Dann könnte ein entsprechender Reformdruck auf die nordkoreanische Führung ausgeübt werden.

kaum zur Wiedereingliederung gekommen.
Entweder durch Einflussnahme von aussen oder durch noch seine Kolonialzeit, was fast das Gleiche ist, Letzteres evtl. nicht ganz so schlimm, ist Hongkong doch ein Pulverfass?
Da kommt so viel friedlicher Protest, der so nicht bleiben muss in einem für China ungünstigen Moment.
"Man" hat die Ukraine gekippt, ich sehe nicht, wie China vorgehen will, wenn das Ergebnis die Amis vor der Haustür sind.
Israel hat noch aus strategischen Gründen die Golanhöhen besetzt?
Wenn der Gegner nicht Korea sondern ganz Südasien mit dem "Motor" der USA ist, dann könnte sich China Zeit lassen wollen.
"Aber keine Bange", an deren Destabilisierung wird fleissig gearbeitet, davon gehe ich aus.
Die Schulden der USA sind zu hoch?
Bevor es zu auch nur minimalen Protesten oder Korrekturen in den USA kommt, was ja schon die Geschäfte verhageln könnte - ich meine gar nicht zuerst bei Trump -, wird diese Welt evtl. "dran glauben müssen".
Bitte alle mitdenken...

Kostas Aslanidis | Di, 11. Juli 2017 - 20:17

Nordkorea angegriffen und wieviele die USA.
Wieviele Tote durch die USA und wieviele durch Nordkorea?
Wieviele Regierungswechseln durch die USA und wieviele durch Nordkorea.
Welches einziges Land in der Geschichte hat Atombomben auf bewohnte Städte geworfen.
Es waren nicht die Nordkoreaner.
Warum schreibt ihr nie wie es ist.
Von Nordkorea hat niemand Angst, aber von den USA.
Schreibt doch endlich, wieviel Leid dieses Land in der Welt gebracht hat

Das ist richtig, aber am Thema vorbei.
NOCH hat niemand vor Korea Angst. Außer die Koreaner selber.

Ich hätte auch vor spielenden Äffchen Angst, wenn die den bewußten roten Knopf in den Händen hätten...

Josef Garnweitner | Mi, 12. Juli 2017 - 15:54

In reply to by franz wanner

nordk. Regime beileibe nicht schönreden. Und diese Kraftmeierei ihres Führers nicht verharmlosen. Was mich aber immer wieder stört sind all diese Behauptungen ohne daß irgendjemand hieb- und stichfeste Beweise dafür vorlegt.

Mir ist einfach immer noch in Erinnerung wie die USA vor der UNO mit gefälschten Dokumenten ihren Krieg gegen den Irak begründet haben. Und das ist kein Einzelfall gewesen.

Wissen Sie, was ein am. General damals gesagt hat? "Wenn wir wissen wollen, ob und welche Massenvernichtungswaffen Saddam hat, brauchen wir nur in unseren eigenen Lieferscheinen nachzusehen. Dafür brauchen wir keinen Krieg!"

Mein Glaube an die am. Politiker hält sich sehr in Grenzen.

ich habe weiter oben so ähnlich geschrieben. Auch schon öfter in diesem Forum. Ich pflichte Ihnen voll und ganz bei. Die USA wurden noch nie angegriffen und trotzdem führen sie Kriege am laufenden Band. Und niemand erhebt seine Stimme dagegen. Ich frage mich schon sehr lange, weshalb die USA so glorifiziert werden. Woher kommt diese Amerikahörigkeit?

Aus den USA kommt übrigens folgender Ausspruch: "Die größten Feinde der Menschheit sitzen in Washington"

Torsten Knecht | Mi, 12. Juli 2017 - 15:13

In reply to by Josef Garnweitner

... kommt auch der Spruch (von einem hohen Regierungsbeamten): "Die USA haben keine Freunde, die USA haben Interessen."

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