Elektromobilität - Rohkohle goes Hightech

Mit Ingenieurskunst versucht der hessische Autozulieferer Schunk, auf den Dieselskandal zu reagieren und sich gegen die Umwälzungen auf dem Automobilmarkt zu wappnen

Ein Elektromotor der Firma Continental
Elektromotoren, wie dieser von Continental, stellen für Ingenieure sowohl Chancen als auch Herausforderungen dar / picture alliance

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Ludger Fittkau ist freier Journalist und lebt in Darmstadt

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Die Nase täuscht sich nicht. Auf dem weitläufigen Betriebsgelände riecht es nach Kohle wie früher im Ruhrgebiet, besser gesagt, es riecht nach Rohkohle, einem Grundstoff für viele Produkte des Autozulieferers Schunk im hessischen Heuchelheim, nordwestlich von Gießen. 1913 tat sich der Kaufmann Ludwig Schunk mit Karl Ebe, einem Maschinenbauer, zusammen, um Kohlebürsten für die Stromübertragung in Verbrennungsmotoren zu produzieren. Heute beschäftigt das Unternehmen weltweit 8000 Mitarbeiter. 

Schunk-Produkte stecken in vielen Dieselmotoren. Und so hat Dieselgate, der Manipulationsskandal der deutschen Automobilindustrie, in Heuchelheim unmittelbare Auswirkungen. 10 Prozent Nachfragerückgang für Dieselautos lassen Arno Roth, den drahtigen Vorsitzenden der Unternehmensleitung, nicht kalt: „Wir haben natürlich jede Menge Teile, die in Dieselmotoren reingehen. Und diese Teile werden dann weniger nachgefragt. Das ist so.“

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