Wahlsieg von Donald Trump - Die Rache der Abgehängten

Fast niemand hatte mit einem Präsidenten Donald Trump gerechnet. Doch der Hass auf die Eliten ist in den USA offenbar gerade in der weißen Mittelschicht größer als angenommen. Das deutet auf eine wachsende Entfremdung zwischen Politik und Bevölkerung hin, die uns auch in Deutschland blühen könnte

Donald Trump ist neuer Präsident der USA
Es ist tatsächlich passiert: Donald Trump wird neuer Präsident der USA / picture alliance

Autoreninfo

Constantin Wißmann schreibt für verschiedene Zeitungen und Magazine. Er hat in London Geschichte studiert und die Berliner Journalisten-Schule absolviert. Er arbeitet für Cicero Online. 

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Nach dem Brexit-Votum in Großbritannien wachen Deutschland und Europa heute zum nächsten Schock auf. Das Undenkbare ist passiert: Donald Trump ist zum Präsidenten der USA gewählt worden. Das wichtigste Amt der Welt wird nun von einem Geschäftsmann von zweifelhaftem Ruf und Fernseh-Star geführt werden, der noch nie einen politischen Posten bekleidet hat. Fast niemand hatte ernsthaft damit gerechnet. Die Börsen nicht, die prompt einbrachen. Die deutsche Regierung nicht, aus der es bis zuletzt hieß, dass es keine Kontakte und keine Zugänge zu Beratern des republikanischen Kandidaten gebe. Die Demoskopen nicht, die stets einen mehr oder weniger klaren Sieg von Hillary Clinton vorausgesagt hatten. Und die kanadische Einwanderungsbehörde nicht, deren Homepage wohl aufgrund der vielen Besuche von US-Amerikanern in der Wahlnacht nicht mehr erreichbar war. Vor allem aber die Demokraten in den USA hatten einen Sieg Trumps nicht für möglich gehalten.

Alles war bereitet für Hillary Clinton

Ihre Wahlparty fand in Manhattan statt, und alles war bereitet für den Sieg. Die Bühne hatte die Form der amerikanischen Flagge, die Polizei hatte die Gegend weiträumig abgesperrt, mehrere Secret Service-Agenten sicherten zusätzlich ab und eine schier endlose Anzahl von Clinton-Anhängern feierte ausgelassen. Die Trump-Party in New York hingegen war zunächst eine kleinlaute Angelegenheit mit nur vereinzelten Trump-Fans, die ihre Plakate hochhielten. Doch dieser Kontrast weist hin auf den entscheidenden Grund für Trumps Sieg und Hillary Clintons Niederlage. New York ist die multikulturelle Stadt der Liberalen, die Stadt des kulturellen und intellektuellen Establishments. Das hat mit den Ängsten und Problemen der weißen Arbeiterklasse und der unteren Mittelklasse auf dem Land nichts zu tun. Doch die scheinbar Abgehängten haben die Wahl entschieden.

Sie haben einen Hass auf die kulturelle und politische Elite entwickelt. Und niemand personifiziert diese Elite für sie so stark wie Hillary Clinton, Gattin eines Expräsidenten und an der Spitze der Politik seit mehr als 20 Jahren. Die Medien, deren Mehrheit ihre Abneigung gegenüber dem rüpelhaften Trump kaum verhehlte, sind für diese Teile der Bevölkerung Teil des verachteten Systems. Und offenbar auch die Demoskopen, denen viele anscheinend schlicht nicht sagten, dass sie für Trump stimmen würden.  

Wütende Reaktion auf die Moderne

Dabei ist der Erfolg Trumps, dem vor allem Europäer mit wachsendem Unglauben zusahen, weltweit gesehen alles andere als ein Einzelfall. Ähnliches ist geschehen in Großbritannien mit dem Brexit, in Frankreich mit dem Aufstieg Marine Le Pens und in Deutschland mit dem der AfD. Für Russen hören sich Trumps Parolen an wie die Wladimir Putins, für Inder wie die des Hindu-Nationalisten Narenda Modi, für Türken wie die von Recep Erdogan. Selbst die radikale Nostalgie vieler Islamisten in der muslimischen Welt ist nicht meilenweit entfernt von der Sehnsucht der Trump-Wähler nach einer Rückkehr des scheinbar reineren, stärkeren und einfacheren Amerikas der Vergangenheit. Die Wahl Trumps ist eine wütende Reaktion auf die Moderne und all die Unsicherheiten, die sie mit sich bringt.

Entfremdung von Arbeiterklasse und Arbeiterparteien

All das kann man als rückwärtsgewandt und bigott zurückweisen. Auch in Deutschland wird das gern getan, gerade von den Eliten mit Bezug auf die AfD und ihre Wähler. Doch wenn sich so viele Menschen so fühlen, in den USA mehr als die Hälfte, in Deutschland mindestens 20 Prozent der Bevölkerung, dann bringt Schimpf und Spott nichts, sondern verstärkt die Zerrissenheit der Gesellschaft. Das gilt gerade für die Parteien, die traditionell die Interessen der Arbeiterschicht vertreten, in den USA die Demokraten, in Deutschland die SPD. Doch in beiden Ländern haben sich die Arbeiter- zu Akademikerparteien gewandelt. Die Arbeiterklasse mag sozialpolitisch links stehen, gesellschaftspolitisch ist sie das nicht. In den  USA und in Deutschland haben viele von ihnen den Eindruck, dass die Rechte Trans- und Homosexueller mehr Gewicht haben als die eines Fabrikarbeiters.

An der Migrationspolitik entbrennt dieser Gegensatz. Die AfD und Trump sind Kinder des Gedankens, dass jemand, der sich um das Schicksal von Menschen, die neu im Land sind, kümmert, das derjenigen vernachlässigt, die dort schon länger sind. Und diese Idee verfängt vor allem bei den Arbeitern, die denken, dass der Rest des Landes sich gar nicht um sie kümmert – vor allem nicht ihre eigentliche Partei.

Nationalismus ist normal

Dies zu verstehen und damit besonnen umzugehen, muss das zentrale Interesse einer Demokratie und ihrer Vertreter in Zukunft sein, auch und im besonderen Maße der Medien. Extremer Nationalismus kann gefährlich sein, aber sich Sorgen um seine Nation zu machen, ist normal. Man kann es den Menschen eines Landes nicht verdenken, wenn sie sich wünschen, dass ihr Land bleibt, wie es ist, weil sie es so lieben. Man kann ihnen nicht verdenken, wenn Veränderung ihnen Angst macht. Und man kann ihnen nicht verdenken, dass sie von Neuankömmlingen verlangen, dass sie sich zu den Werten dieses Landes bekennen und seine Stabilität nicht gefährden.

Was im Extremfall passieren kann, wenn diese Ängste nicht genügend angesprochen werden, sieht man in den USA. Dort ist nun Donald Trump an der Macht. Um es anders auszudrücken: Ein Mann, dem seine Berater zuletzt nicht einmal die Kontrolle seines Twitter-Kontos zutrauten, wird nun den Atomkoffer in der Hand halten.  

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Cicero arbeitet mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey zusammen. Civey erstellt repräsentative Umfragen im Netz und basiert auf einer neu entwickelte statistischen Methode. Wie das genau funktioniert, kann man hier nachlesen. Sie können abstimmen, ohne sich vorher anzumelden.
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Thorsten Rosché | Mi, 9. November 2016 - 08:46

Der Sieg der Menschen die von diesen angeblichen Demokratien und der "Diktatur der "Eliten" die Nase voll haben. Klüngel in den Hinterstuben, auswürfeln des nächsten Bundespräsidenten, Politik nach Gutsherrenart. Alleine dieser idiotische Begriff die Abgehängten bringt mich auf die Palme - hört sich ausserdem rassistisch an.

Sehr geehrter Herr Roschè,

immer sind es die "Abgehängten" und die "Ungebildeten", diese Einteilung ist keine exakte Beurteilung sondern eine Diskreditierung. Man will uns weiss machen: "Wer den wählt ist dumm". Wer sich hier in Deutschland über seine Wahl freut, muss vorsichtig sein, dies zu äußern, denn sonst wird auch er schnell ins Abseits gedrängt. Man hofft darauf, dass selbst die Befürworter sich davon beeinflussen lassen, das tun sie aber nicht mehr. Das ist Demokratie.

.... das die Ansicht Trump würde nur von den "Abgehängten" gewählt, bereits die Basis der Wahlprognosen war. Die sich prompt als komplett falsch erwiesen.

Tatsache dürfte eher sein, daß es auch bei den keineswegs irgendwie materiell "abgehängten" immer mehr Menschen gibt, denen der selbstgerechte Dünkel vermeintlicher Edelbestmenschen, die natürlich nie die Kosten für die von ihnen verursachten Probleme tragen, zunehmend auf den Keks geht.

besser hätte ich das auch nicht sagen können. Allerdings ist Trump ein ziemlicher Trottel und mindestens das wirtschaftspolitische Programm der Afd ist ähnlich dumm.
Das aufrüttelnde hier ist doch das das viele Wähler wissen, aber in Kauf nehmen. Hauptsache die selbsternannte Elite kann nicht weiter am Volk vorbei regieren und wird entmacht.
Bei der nächsten Bundestagswahl dürfte es für die Damen und Herren der neoliberalen Einheitspartei manch Überraschung geben.

Petra Wilhelmi | Do, 10. November 2016 - 17:15

In reply to by FritzXaver

Nunja, wenn man als Trottelunternehmer Milliardär werden kann ... Ich will das jetzt nicht weiter ausführen. US-Präsidenten haben natürlich einen Beraterstab und Fachleute. Kein Mensch allein ist so Fachmann, dass er einen Staat nur dank seiner eigenen Intelligenz führen könnte. Das sollte doch wohl jeden klar sein. Alles andere ist Propaganda und will diejenigen, die nicht dem Mainstream folgen, diskreditieren.

Thomas Radl | Fr, 11. November 2016 - 08:30

In reply to by FritzXaver

Ich fürchte, hier ist die "Alternative" tatsächlich ALTERNATIVLOS! Haha, wer hätte gedacht, dass man dieses dämliche Wort auch gegen die Kanzlerin und ihre Riege von Politikerkarikaturen verwenden kann?
Ich bin auf die Bundestagswahl jedenfalls gespannt wie ein Flitzebogen!

Wahlen sind eben keine "Wünsch Dir was - Veranstaltungen", wie Politiker und Medien das gerne sehen würden. Die Menschen fühlen sich nicht nur jenseits des Atlantiks, sondern auch in Europa von der politischen Elite verraten und verkauft. Politiker und Medien sollten schon mal darauf gefasst sein, dass das, was Amerika widerfahren ist, auch in Europa möglich sein wird.

Der Begriff "Abgehängte" zeugt von einem Denken in reinen Erfolgskategorien,
wobei nicht bedacht wird, daß es bei der Globalisierung der Märkte kaum noch Chancengleichheit für alle gibt. Also ist es ein zynisches, menschenverachtendes Denken, das sich hinter dieser Bezeichnung verbirgt.

Ein bessererBegriff, mit dem man m. E. das in Amerika wie auch in Europa
zu beobachtende Phänomen benennen könnte, wäre "ENTWURZELTE".
Simone Weil (franz. Philosophin/1909-1943) spricht von Kernbedürfnissen der
menschlichen Seele, zu denen u. a. das Bedürfnis nach Wahrheit, nach Respekt und nach persönlichem und kollektivem Eigentum gehören. Wenn diese grundlegenden Bedürfnisse nicht (mehr) erfüllt werden, geschieht ENTWURZELUNG. S. Weil bezeichnet sie als die "bei weitem gefährlichste Krankheit der menschlichen Gesellschaft". Die ungebremste Gier nach Geld u. Macht ist eindeutig Ursache der Globalisierung und diese wiederum ein Hauptgrund für die Entwurzelung vieler Menschen auf der Welt.

Trotz gegenteiliger Behauptungen dient Globalisierung letztlich
nur einer kleinen Schicht von Gewinnern, macht Reiche reicher
und Arme ärmer.
Genauso ist es mit der hochgepriesenen Vermischung von Kulturen. Sie stellt keineswegs einen Gewinn dar, sondern bringt Verunsicherung, Vereinzelung und damit auch wieder Entwurzelung. Der kleinen Schicht priviligierter Menschen, die ihre eigene Wahrheit, gesellschaftlichen Respekt und Eigentum hinter Zäunen fest absichern können, vermag dies natürlich nichts anzuhaben. Für sie ist die Zugehörigkeit zu einer Kultur o. einer Nation sowieso nur zusätzl. Luxus. In Wahrheit kennen sie nur einen Gott: Mammon. Sie sind die einzigen, die vom "Weltbürgertum" profitieren.
Die derzeitigen politischen Verwerfungen haben tiefe, anthropogene Ursachen. Es sind wichtigere als die, welche uns Scharen von "Experten" weismachen wollen. Wirklich kluge u n d philanthrope Menschen in verantwortlichen Positionen würden sie bedenken u. entsprechend handeln.

Im Übrigen wird die ganze Zeit von einer Elite, von den Etablierten gesprochen, die alles vereint, was liberal ist. Dem ist gar und gar nicht so. Die Proteste gegen die Globalisierung, gegen den Lobbyismus kamen zuerst von Bewegungen wie Attac und Occupy, die eher links, vor allem intellektuell geprägt sind bzw. waren. Mit den Etablierten haben diese Leute rein gar nicht am Hut, werden jetzt aber als zuvorderst angefeindet.

Bernd Rundfeder | Mi, 9. November 2016 - 08:50

die Arroganz der "Eliten". Und wer nicht deren Weltbild teilen will, ist "abgehängt" oder "white trash".
Die Bevormundung durch Ideologen, Gaukler und Bänkelsänger ist das wahre Übel.

Siegfried Stein | Mi, 9. November 2016 - 08:52

Ja, so sind sie, die alten weissen Männer, sie arbeiten oder haben ihr Leben lang gearbeitet und Steuern gezahlt.
Und jetzt wollen sie keine Gender-Toiletten - aber gehen einfach in die Wahlkabine.

Und all die Komödianten, auch in Deutschland, tragen jetzt Trauerflor und wandern aus - nach Kanada.
Haben sie wenigstens gesagt, bin mal gespannt,

hört sich fast so beängstigend an wie die ´´grauen herren´´in ´´momo´´.in absehbarer zeit werde ich auch zu dieser spezies gehören, unausweichlich,wie es scheint.was für ein horror.

und behaupte, dass ich hochgebildet bin - nach hartem Studium, dass ich mir selbst erarbeitet habe. Seit 20 Jahren selbstständig & jedes Jahr werde ich mehr schickaniert & soll nun für junge Männer aufkommen, die mich als Frau meist als minderwertig erachten. Frau Merkel ist für mich eine arrogante, dauerbeleidigte Leberwurst. Ihre Anhängerinnen Frau von der Leyen (adlig und reich - da kann man viele Kinder bekommen & durch Beziehungen trotzdem als Akademikerin Karriere machen), Frau Roth (Theaterwissenschaft - so sieht sie auch aus) und als Krönung Frau Göring-Eckard (Doppelnamen sind meist gefährlich) widern mich an. Da sind mir Trumps Frauenwitze total egal. Hilary tut mir leid, aber sie hat den Wendepunkt verapßt und war - wie so viele Frauen - zu perfektionistisch und außerdem ein Wendehals. Mich stört die Förderung jeder Minderheit und Dutzender Quereinsteiger / Migranten in meinem Beruf als Dolmetscherin. Das interessiert niemand! Daher - her mit dem europäischen Trump!

Gerhard Hellriegel | Mi, 9. November 2016 - 08:56

Mir gab ein Kommentar von Jörg Schönenborn zu denken, der gerade aus USA zurückkehrte. Er verwies auf eine aktuelle Studie, die besage, dass die Hälfte der US-Amerikaner nicht in der Lage sei, bei einem außergewöhnlichen Problem, z.B. Kühlschrank defekt, 400 Dollar auszugeben, weil sie die nicht haben.

Ronny reim | Mi, 9. November 2016 - 08:56

Gott sei Dank. Hillary Clinton ist verhindert worden. Die Amerikaner sind doch nicht so dumm. Nicht nur die Abgehängten haben für ihn abgestimmt. Die Gerechtigkeit hat gesiegt. Ein guten Signal auch für Deutschland.

Ralph Barthel | Do, 17. November 2016 - 21:21

In reply to by A. Maria Weiser

Jungpioniere seid bereit. - Immer bereit.
Und wenns der dümmste Mist ist.

Na da können wir ja froh sein solche "Erkenntnisse" von Wahlverlierer erklärt zu bekommen. Mal abwarten wie diese Typen reagieren wenn ein deutscher Trump diese zum Arbeiten zwingt.

Frank Goller | Mi, 9. November 2016 - 09:08

Endlich mal ein Unternehmer im Machtzentrum der verkrusteten und versifften US Politik. Nach Lesart von Herrn Wißmann haben die Abgehängten Rache genommen. Wenn sich die Sieger der Wahl als Abgehängte fühlen, würde ich mir mal Gedanken machen, ob das System noch in Ordnung ist. Mit freundlichen Grüßen Mittelstandsunternehmer mit ca. 60 Angestellten und Abgehängter Frank Goller

Chapeau Herr Goller, Sie haben es mit knappen Sätzen auf den Punkt gebracht! Auch wir (ebenfalls Selbstständig) und keine Unterschicht smile, haben genug von der unfassbar schlechten Politik der Merkelära (und das nach 50 Jahren überzeugte CDU-Wahl) Wir hoffen sehr, dass sich das im nächsten Jahr nach der BTW ändert und ändern muss.

Robert Flag | Mi, 9. November 2016 - 09:19

Glänzende Analyse. Dem ist nichts hinzuzufügen.

Dr. Markus Müller | Mi, 9. November 2016 - 09:26

Völlig richtige Analyse. Nach der Devise "wir sind ein reiches Land" wird sich um alles mögliche gekümmert (Einwanderer, Gender etc.), nur nicht um diejenigen, die diesen Reichtum erwirtschaften. Man ist erstaunt, daß linksliberale Politiker und Journalisten das nicht sehen (wollen).

Über Allem steht aber das Thema Einwanderung. Auch hier analysiert der Artikel richtig, daß die Ur-Einwohner westlicher Demokratien keinen großen Wert auf kultur- und raumfremde Einwanderung aus der 3. Welt legen. Wer dies nicht versteht, wird abgewählt, und ersetzt durch Politiker, die diese Einwanderung stoppen. It's the Immigration, stupid! Nächster Halt Österreich, Präsidentenwahl am 4.12. Meine Prognose: gleiches Spiel, gleiches Resultat.

Absolut richtig, Hr. Dr. Müller, ich stimme Ihnen voll zu.

Wir müssen schon sehr, sehr weit zurückgehen in unserer eigenen Landespolitik bis wir an einen Punkt kommen, wo für die sog. zwei großen Volksparteien, der gemeine Mann, der Otto-Normal-Wähler, noch im Vordergrund stand, wo es um seine Belange ging.

Die politische Kaste in Dtl., respektive Europa, ist nur noch damit beschäftigt, geschaffenes/erarbeitetes Vermögen/Wohlstand umzuverteilen. Mit der Konsequenz, dass die eh schon hohe Abgaben/Steuerbelastung durch Euro, Europasubventionierung und (illegale) Wirtschaftsmigration nur noch höher ausfällt. Und das alles zum Wohle des Volkes!

Mag banal klingen, aber die Politiker sollten sich mal wieder daran erinnern, was am Reichstag steht: Dem deutschen Volke.

Robert Flag | Mi, 9. November 2016 - 13:10

In reply to by Thor Odinson

Ich stimme Ihnen absolut zu.
Interessant ist in dem Zusammenhang, daß dieser Spruch erst 1918 am Reichstag angebracht wurde. Leider damals bereits also reine Augenwischerei.
Aber auch damals haben ein paar mutige Matrosen diesem Spuk ein Ende bereitet.

Sie wissen vielleicht nicht, daß sich im Innenhof des Reichstagsgebäudes
bereits eine andere "Widmung" befindet.
Hier haben "progressive" Kräfte, die im Bundestag vertreten sind, dafür
gesorgt, daß der Künstler Hans Haacke im Jahr 2000 eine lange, rechteckige Pflanz-Kiste aufstellen durfte, in die jeder Abgeordnete einen Sack Erde aus seinem Wahlbezirk auskippte, aus der dann herauswuchs, was an Samen in ihr enthalten war. In der Kiste steht in großen Buchstaben (gleicher Schrifttyp wie bei der Auffschrift auf dem Reichstag) einfach nur Folgendes:

D E R B E V Ö L K E R U N G

Dieser Schriftzug wird von allen gelesen, die aus einem Fenster in den
Lichthof hineinschauen.

Das "deutsche Volk" wurde hier - ganz im Sinne vieler Politiker, besonders bei den Grünen - ausgetauscht gegen eine beliebige "Bevölkerung".
Je bunter, umso besser.

Noch Fragen?

helmut armbruster | Mi, 9. November 2016 - 15:58

In reply to by Thor Odinson

verantwortlich sein sollten die 630 Volksvertreter, die da drin sind. Sollten! Sind sie aber nicht. Sie haben ihre Verantwortung abgegeben an Fraktionszwang, Lobbyismus, Listenplatz und Parteihierarchie, denn die Politik ist ihr Broterwerb geworden. Und darum geht es ihnen, nicht um Verantwortlichkeit. Immer wenn ich dieses Trauerspiel von Parlament sehe, geht es mir wie Kaiser Wilhelm II, der gesagt haben soll "es ist mir völlig gleichgültig ob die Affen, die im Reichstagskäfig herumhüpfen rot, gelb oder schwarz sind."

Ralph Barthel | Fr, 11. November 2016 - 04:34

In reply to by Robert Flag

Das kann sehr gut so sein. Aber sitzt sie nicht auch im "Affenkäfig" ? Und das als Frau Ober...

Lieber Herr Müller,
Sie haben völlig Recht. Leider ist Ihr Satz: "wer das nicht versteht, wird abgewählt" unzutreffend. Wenn es so wäre, dann wäre ja alles in Ordnung. Sie sehen aber doch, dass die Verantwortlichen dieser Einwanderungspolitik trotzdem wiedergewählt werden. Das ist doch gerade unser Problem. Dennoch sehr guter Kommentar.

Robert Müller | Mi, 9. November 2016 - 09:27

Ich hoffe für die US-Wähler, dass Trump auch liefern kann und will, was er versprochen hat. Wir hier in Deutschland kennen auch abgehängte Regionen, bsw. das Ruhrgebiet und viele ländliche Regionen. Immerhin gibt es bei uns nicht nur in den Zentren Globalisierungsgewinner, was in der USA so wohl nicht ist. Es ist aber schwer in abgehängten Regionen wieder etwas aufzubauen und es geht nicht schnell. Wahrscheinlich wird Trump, ähnlich wie Obama, nur zum Teil liefern können, was er vor der Wahl versprochen hat. Was ich gehört habe, ist, dass er Infrastruktur bauen lassen will. Notwendig wäre es.

Herbert Weidner | Mi, 9. November 2016 - 09:29

Tja, ihr abgehobenen "Eliten" in Deutschland, so eine Überraschung könnte es wohl auch hier geben.

Es ist schon bemerkenswert, wenn ein von unseren Politikern und Hofberichterstattern als "Hetzer, Demagoge, Rassist und verhaltensauffälliger
Psychopath" bezeichneter Präsidentschaftskandidat über Nacht zum umworbenen Gesprächspartner wird.
Eine sehr glaubwürdige Politik ! Macht weiter so ...

Hermann Neumann | Mi, 9. November 2016 - 09:30

Ganz ehrlich, ich hätte niemals gedacht das Trump die Wahl gewinnt. Nun ist es passiert und es wird weittragende Konsequenzen weltweit haben. Es war eindeutig eine Wahl gegen das Establishment.
Die selbsternannten "Eliten " in Deutschland und Europa sind geschockt. Nächste Jahr bekommt unsere blasierte, narzisstisch regierende "Oberklasse" die Quittung ihrer bürgerfeindlichen Politik der letzten Jahre.
Es wird Veränderungen geben auf allen politischen Feldern Einwanderung, Flüchtlingspolitik, EU Politik, Eurorettung usw. und zwar europaweit und Merkel wird nur noch ein Spielball der Weltmächte sein. Es wird eine Bruchlandung für alle werden, die gemeint haben sie könnten mit ihren Wählern verfahren als wären sie unmündige Kinder.

Zitatanfang: Ganz ehrlich, ich hätte niemals gedacht das Trump die Wahl gewinnt. Nun ist es passiert und es wird weittragende Konsequenzen weltweit haben. Es war eindeutig eine Wahl gegen das Establishment.Zitatende:

Da sieht man wieder das es nichts nützt wenn hier im fernen Europa ( speziell in Deutschland ) im Vorfeld der Wahlen Kandidaten zur US-Wahl "Kübelweise mit Häme" und Vorverurteilungen überschüttet werden.
Für mich ein Zeichen das einige Teile der "Presse" und und auch im TV und Rundfunk , keine so richtige Ahnung von der Stimmungslage der US-Bevölkerung haben oder hatten. Analog gilt das auch für Deutschland.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/frank-walter-steinmeier-nennt-don…

Bin ja mal gespannt ob der Steinmeier, wenn er dann seinen Antrittsbesuch in den USA macht, den Trump mit , Na Trump du alter Hassprediger, begrüsst?
Nein, er wird wieder von der ewigen Freundschaft faseln, und sich wieder verbiegen.

Das dürfte nicht nur für Steinmeier ein Problem werden. Aber er hat eine kleine Chance sich zu verdrücken. Bundespräsident.
Bei Merkel sieht es völlig anders aus. Sie hat den Trump ja gleichmal die Levitten gelesen, weswegen er nun Nachilfe beim Obama nimmt und von der Hillery die angebotene Zusammenarbeit nutzen kann. Jetzt rotten sich also die Amis vor lauter Angst zusammen oder bringe ich da was durcheinander?
Und der Rest der Truppe? Back to the Roots. Afrika

Gerdi Franke | Mi, 9. November 2016 - 09:35

Das gibt zu denken. Im Vorreiterland Amerika verlieren die "Modernen", die "Freunde der Globlisierung" und es gewinnen die von der Globalisierung abgehängten. Mit welcher Häme wurden auch in Deutschland diese "von der Globalisierung abgehängten" in die Ecke gestellt und von den Medien diffamiert. Ich hoffe, das Bewusstsein ändert sich und man erkennt, dass etwas Nationalismus, etwas konservatives Denken nicht gleich radikal und Staatsgefährdend sein muss!

Thomas Hollek | Mi, 9. November 2016 - 09:39

Herr Wißmann hat in seinem Kommentar die Zusammenhänge in den USA hervorragend analysiert und auf Europa übertragen, siehe Abschnitt "Wütende Reaktion auf die Moderne". Der Abschnitt "Entfremdung von..." spricht mir aus der Seele.
Und die ersten 9 Zeilen des letzten Abschnitts "Nationalismus ist normal" gehören so unverändert in die nächste Rede des Deutschen Bundespräsidenten, nicht mit bittender - sondern mit mahnender Attitüde vorgetragen.
Ich feue mich auf weitere Beiträge des Herrn Wißmann.
TH

David Hable | Mi, 9. November 2016 - 09:42

1. "Die Wahl Trumps ist eine wütende Reaktion auf die Moderne und all die Unsicherheiten, die sie mit sich bringt"
Von wem wird heutzutage eigentlich "Moderne" definiert? Wer sich die Medienlandschaft anschaut, kommt da schon selbst drauf. Wer mal seinen eigenen Verstand benutzt und hinterfragt, was auch hierzulande von "links-grün modernen" Politikern alles erträumt wird, fällt ja selbst vom Glauben ab. In deutschen Medien habe ich zudem so gut wie nur "einseitige Berichterstattung" bezüglich Trump gesehen, als sei er der nächste Diktator. Wie viel und vor allem welche Art von Dreck die Clintons am Stecken haben, davon wurde so gut wie nie berichtet (wo man wieder sieht, welche Denkungsart bei uns die Medienlandschaft beherrscht?).
2. Trump wurde demokratisch gewählt. Komisch, dass vor allem hier wie in den USA oft Menschen, die sich selbst als "eingefleischte Demokraten" bezeichnen, das nur für sich gelten lassen, wenn sie dann auch noch selbst gewählt wurden. Sehr "demokratisch"..

Mit "Moderne" ist das genauso wie mit "fortschrittlich", "Flüchtling", "Schutzsuchende" u.a. Bei allen fehlt das Attribut: 'vorgeblich'.

Die entsprechende Genderisierung der obigen Worte habe ich mir erspart, möchte dem nicht noch Vorschub leisten.

Mit dem Genderwahn habe ich auch Probleme.
Z.B. Klobrille liegend und Klobrille hochgeklappt.
Wer kann mir helfen? Ohne dieses Spezialwissen verliere ich den Gesellschaftlichen Anschluss. Danke schon mal.
mfG

Reiner Jornitz | Mi, 9. November 2016 - 09:43

Danke für diese hervorragende Einschätzung von ihnen Herr Wißmann. Ich denke aber , das in Deutschland keine 20% Unzufriedenheit herrscht über die Art und Weise wie unprofessionell Politik betrieben wird. Es dürften -nach vielen Kommentaren die ich im Netz gelesen habe auch bei Cicero das es 50% + sein dürften die frustriert über der Politik sind. Ich war viele Jahre CDU - Wähler und habe einige Kanzler und ihre Parteien erlebt. Aber diese Führung kann ich nicht gutheißen. Die amerikanische Regierung hat in der Vergangenheit nur in ihrer Welt gelebt und bevormundet. Da hat sich Frau Merkel mit Sicherheit etwas abgeschaut. Amerika ist Deutschland, Deutschland ist Amerika . Toll weiter so

Bianca Senders | Mi, 9. November 2016 - 09:58

Ja, es gibt die Abgehängten ! Und das sind die sogenannten "Eliten" und abgehobenen Politiker. Abgehängt in ihren Elfenbeintürmen vom Bürger in ihrer eigenen Traumwelt. EU Schultz ließ heute verlauten, man wolle auch mit Trump reden. Der kleine Buchhändler aus dem Rheinland - gehts eigentlich noch ? Glückwunsch an Herrn Trump !

Ursula Schneider | Mi, 9. November 2016 - 11:44

In reply to by Bianca Senders

Schön herumgedreht den Spieß, Frau Senders!

Ich empfehle dem abgehängten Establisment die Lösung von Bertolt Brecht: "Wäre es da nicht doch besser, die Regierung löste das Volk auf und wählte ein anderes?"

mit der Massenzuwanderung - die ja immer noch andauert, aber jetzt nicht mehr als "Flüchtlingskrise" bezeichnet wird - soll sich Deutschland bekanntermaßen nachhaltig verändern.

claudie cotet | Mi, 9. November 2016 - 12:01

In reply to by Bianca Senders

mein ist die rache, spricht der HERR

Herbert Trundelberg | Mi, 9. November 2016 - 12:33

In reply to by Bianca Senders

wer weiß was Alkohol mit Gehirnzellen macht sollte das nicht so genau nehmen. Also Verständnis zeigen. Meine vorherigen Posting mit dem Dank an all US- Bürger wurde leider zensiert

Detlev Bargatzky | Mi, 9. November 2016 - 10:03

Mein Interesse am US-Wahlkampf hielt sich immer in Grenzen. Das Theater, das die Medien in unserem Land daraus machten, ist mir unverständlich.

Dennoch ist mir jetzt eines klar geworden: Egal wo Kandidaten zu irgendwelchen Wahlen antreten, wird PC als Schlüsselkompetenz angesehen.

Das gilt für die US-Wahl, für die BP-Wahl in Österreich und für alle Wahlen in Deutschland in denen die AfD antritt.

Wann werden die Medien endlich einsehen, dass ihr Beitrag zur Demokratie in einer seriösen, fein säuberlich von Kommentaren getrennten Berichterstattung besteht und nicht in der Gestaltung von Politik?
Genau genau genommen hat dieser Drang die Politik gestalten zu wollen in den 30er Jahren die Bevölkerung der Weimarer Republik gespalten und damit der NSDAP den Zugang in den Reichstag erst ermöglicht. Der Rest ist bekannt. In Summe also keine Heldentat.

Trotz solcher Erfahrung finden seit Jahrzehnten diese (z.T. gelungenen)Versuche immer wieder statt.

Alfred Schiehr | Mi, 9. November 2016 - 10:21

Diese dümmlichen Erklärungsversuche von wegen Abgehängten, Nationalisten und Hass auf die kulturellen und politischen Eliten....
Hören sich diese Sorte Mensch eigentlich selbst zu ? Anderenorts versuchen diese Medienschaffenenden aus Nationalflaggen Naziflaggen zu machen und hier spricht man ungeniert von kulturellen und politischen Eliten!?
Während hier zu Lande solche fragwürdigen Gestalten wie Schulz und Leyen ihren Schock dümmlich zum Besten geben und die deutsche Staatspresse ungeniert von einer schlechten Nachricht spricht, gratuliert Putin wie es sich für verantwortungsvollen Politiker gehört.
Man muss sich für die es Politik und ihre hörigen Medien in Deutschland mittlerweile nur noch schämen. Dies gilt nicht für den Cicero, der "nur" die bunte Vielfalt zu Wort kommen lässt. Eine der wenigen Presseerzeugnisse.
(Anmk. d. Red.: bearbeitet)

Lilo Start | Mi, 9. November 2016 - 10:32

Danke für den Artikel...und ich habe es so satt, dass unsere politische Elite, die die Geschicke unseres Landes lenkt, immer wieder "überrascht" ist von der "über sie einbrechenden" Realität. Überrascht von dem Ansturm auf Deutschlands Grenzen, überrascht von den Vorkommnissen der Silvesternacht, überrascht, dass von die Flüchtlings-Etikettierten nur eine Minderheit Asylstatus bekommt, überrascht über den "Nationalismus", heisst, dass unsere Nachbarstaaten an ihre eigenen Bürger denken, überrascht, dass man dem Islam skeptisch gegenübersteht,
überrascht vom Brexit, überrascht von Donald Trump! ... und man hat keine Kontakte zu Republikanern. Ich bin einfach fassungslos über diese Blindheit.
Wir haben uns blinden Kapitänen überlassen. Ich kann mir aber nichts Gefährlicheres vorstellen als die Realitätsblindheit von Politikern in einer Demokratie. Was kann man nur tun ohne sich in Dummhorden von "Merkel muss weg-Brüllern" einzureihen. Ich liebe Europa und bin einfach ratlos

Vielleicht sind vielleicht gar nicht so viele, welche "Merkel muss weg-Brüller" skandieren, "Dummhorden". Schon möglich, dass diese Menschen einfach keinen geschliffeneren Weg kennen sich zu artikulieren.

Daß viele Bürger dieses Landes aber - wie sie selbst auch - von dem Dilettantismus der sog. "Eliten" frustriert, und von der arroganten Art, wie man mit den "besorgten" Bürgern umgeht, abgestoßen sind, und zunehmend fühlen, dass es so nicht weitergehen kann, das wird immer deutlicher.

Auch ich liebe Europa - das Europa der Vaterländer und nicht das Bürokratiemonster EU - und ich bin stolz auf das Deutschland der letzten 50 Jahre.

Europa und Deutschland haben in den letzten 50 Jahren, im Vergleich zu den meisten anderen Regionen der Welt, fast unglaubliches geleistet.

Ich wehre mich aber dagegen, daß von unfähigen Traumtänzern, welche - noch - die Regierungsgeschicke unter sich aufteilen, diese Errungenschaften binnen kurzer Zeit wieder zunichte gemacht werden.

Uwe Schumacher | Mi, 9. November 2016 - 10:37

Weniger Krieg. Weniger Sozialausgaben für alle Wirtschaftflüchtlinge dieser Erde. Weniger Belastung durch Steuer- und Sozialabgaben. Weniger soziale Umverteilung durch orientierungslose Politik.
Kein Wunder, dass sich populistische Politiker wie Maas, Gabriel, Leyen und Martin Schulz ungeniert negativ und unprofessionel zu diesem Wahlergebnis äußern. Aber anderes ist man von diesem Schlag Politiker auch nicht gewöhnt. Eigentlich sollte man meinen, dass ein Bundesminister derzeit anderes zu tun hätte. Aber das setzt natürlich Sachkompetenz voraus und die sucht der Wähler bei dieser Regierung noch immer.

doch noch gleich, Herr Schumacher? Der Fachkräftemangel in Deutschland ist eklatant. Und besonders augenfällig in den Kreisen der Politiker. Ca. 25 % der Abgeordneten haben nicht einmal einen Beruf und sitzen doch in höchsten Ämtern. Der Rest überwiegend Lehrer und Juristen. Die Qualität von Teilen der Lehrerschaft kennen wir. Und schon Ludwig Thoma sagte "er war Jurist und auch sonst von mäßigem Verstande."

Paradebeispiel Claudia Roth berufslos in einem der höchsten Ämter der Republik. Das sind, von ganz wenigen Ausnahmen (Bosbach, Wimmer) abgesehen, Berufsfunktionäre, die nur auf den eigenen Vorteil bedacht sind. Und dafür lassen sie sich von Frau Merkel am Nasenring durch die Arena führen. Hauptsache die Pfründe werden nicht angetastet.

Wundert Sie noch etwas in Deutschland bei diesen "Eliten"? Als gerichtlich angeordnet wurde, die Namen der Lobbyisten zu veröffentlichen, hat umgehend wer Berufung eingelegt? Die CDU und die SPD.

Noch Fragen ?

Arne Bruhn | Mi, 9. November 2016 - 10:38

Herr Wißmann, Herr Wißmann, sitzt der Schock so tief? Ich denke eher, es sind zum größten Teil die, die nicht auch noch "abgehängt" werden wollen! "Das deutet auf eine wachsende Entfremdung zwischen Politik und Bevölkerung hin, die uns auch in Deutschland blühen könnte" BLÜHEN KÖNNTE? Herr Wißmann, die ist längst Realität! Auch Sie muss ich fragen "Wo leben Sie"?
Aber so ist das eben "Der Krug geht so lange zum Brunnen bis er bricht!" Das galt früher - das gilt auch heute!

Thomas Bonsack | Mi, 9. November 2016 - 10:53

Das gilt für einen Teil der Deutschen, die stets darauf bedacht sind sich politisch überkorrekt zu geben. Diese haben auch die Deutungshoheit in dem überwiegenden Teil der Medien inne. Somit ist dies heute für die Menschen und Anhänger einer grünen Ideologie sicherlich ein Trauertag. Für andere, eine große Freude und dies aus mehreren Gründen.
Die deutsche Regierung und Ihre Vertreter haben sich viel zuweit aus dem Fenster gelehnt, es wirkte fast schon belehrend. Das halte ich für eine Unverschämtheit, nicht Martin Schulz, Norbert Röttgen oder Frau Kathrin Göring Eckhard haben Stimmrecht in den USA. Da sollte man entweder ein wenig diplomatisch sein, oder Objektivität walten lassen, oder beides. Da hat sich in Deutschland ein Verhalten etabliert, was ich beschämend finde. Dieses verharren im Empörungsmodus wird immer unerträglicher. Man sollt das Ganze nicht auf die Spitze treiben, hat es aber getan, gerade im Umgang mit Trump.

Harald Hotz | Mi, 9. November 2016 - 10:54

Ich würde doch eher dazu neigen, Trump noch dem Zeitalter der Moderne und der Demokratie zuzurechnen, wohingegen ich Clinton eindeutig als "postmodern" und als Vertreterin der "Postdemokratie" bezeichnen würde. F.J. Strauß, Herbert Wehner, Willy Brandt, Helmut Schmidt ... alles großartige Populisten wenn´s drauf ankam und Menschen mit der Lust an Demokratie, Diskussion und politischer Auseinandersetzung. Leute, die Lobbyisten auch schon mal aus dem Büro geworfen haben...

Alexander Hauptmann | Mi, 9. November 2016 - 11:07

Ihrer Analyse kann ich so nicht zustimmen. Liest sich, als haben auch Sie nicht verstanden, was den nicht Clinton, Merkel, Gabriel, Özdemir, Kipping, ... Wähler umtreibt und verzweifeln lässt.

Bernd Eifländer | Mi, 9. November 2016 - 11:20

Ich kenne einen dieser "Abgehängten" persönlich Herr Wißmann. Er wohnt in High Acres Florida in einem Container-Home hat 3 Jobs, seine Frau hat 2 , damit er mit seinen 2 Kindern über die Runden kommt. Meinten sie ihn, mit den Abgehängten..............? Ich denke im Milch -und Honigkuchenland Deutschland schaut's auch nicht viel anders aus. Abseits der Jubelpresse......

Willy Ehrlich | Mi, 9. November 2016 - 15:17

In reply to by Bernd Eifländer

DOCH, es gibt einen gewaltigen Unterschied:
Hier bei uns erhalten die Abgehängten Geld zum Überleben, dort nicht.

Ruth Falk | Mi, 9. November 2016 - 23:03

In reply to by Willy Ehrlich

aber nicht mehr lange, wenn weiterhin Migranten mit Kinderschaar und mangels Berufs- und Sprachkenntnissen, ohne Arbeit, die unsere Mutti so liebevoll eingeladen hat, mehr Unterstützung bekommen als Rentner, die ihr Leben lang eingezahlt haben. So langsam müsste doch die "wir- sterben-aus" Lüge auch beim Letzten ankommen. Die Automatisierung vernichtet Arbeitsplätze, Banken, Post, Firmen entlassen Leute und schliessen Sektoren, denn Computer bekommen kein Gehalt. Der Säckel wird bald leer sein, und dann hat auch Europa Amerikanische Verhältnisse: die "Eliten" werden immer reicher, und die Abgehängten können sehen wo sie bleiben.

Christa Wallau | Mi, 9. November 2016 - 11:27

Der Wahlsieg Trumps in den USA zeigt ganz klar, was passiert, wenn sich die Regierenden nicht mehr in erster Linie um die Meinungen, Interessen und Sorgen der arbeitenden und Steuer zahlenden Kernbevölkerung ihres Staates kümmern, sondern stattdessen alle möglichen Randgruppen in den Focus nehmen
und die Bemühungen um den "Weltfrieden"
denjenigen um den inneren Frieden ihres eigenen Landes voranstellen.
Ich sehe dies als letzte, eindringliche Warnung an die europäischen Politiker an - besonders auch an unsere deutschen - schnellstens von ihrem liebgewordenen hohen Roß abzusteigen und ihre BÜRGER zu respektieren: Genauso
wie diese nun mal sind und nicht so, wie sie eine
Schicht von Arrivierten, die sich im Allein-Besitz von Wahrheit, Klugheit und Kultur dünken, gerne hätten.
Auch die "einfachen" Menschen haben ein Recht darauf, in ihrer Wahrnehmung der Welt
ernst genommen zu werden. Ein wirklich kluger
und verantwortungsvoller Politiker weiß und
berücksichtigt dies.

Sehr geehrte Frau Wallau,

eine gute Analyse, das steht außer Frage, nur glaube ich nicht, dass der "Warnschuss" hier in Deutschland wahrgenommen wird, bzw. er als solcher empfunden wird. Sieht man sich doch stets auf der moralisch richtigen Seite und überbietet sich in diesen Punkten gegenseitig. Was zu Unverständnis bei der von Ihnen erwähnten Kernbevölkerung führt. Die "Alten" in unseren Seniorenheimen, die bewußt einem Pflegenotstand ausgesetzt sind, stehen nicht im Mittelpunkt, eine marode Infrastruktur auch nicht, dafür beschäftigt man sich ausschließlich mit den Minderheiten. Sicher ein Volk muss sich daran messen lassen, wie es mit Minderheiten umgeht, was aber nicht gleichbedeutend damit ist sie in den Mittelpunkt aller Aktivitäten zu stellen. Und es ist so wie Sie es beschreiben, jeder Wahlberechtigte darf ohne Ansehen seiner Person wählen und auch seine Meinung äußern, sogar dann, wenn sie nicht dem Mainstream entspricht.

Sehr wahr, was sie da schreiben Herr Bonsack.

Wir schaffen es, angeblich "aus der Portokasse", mal schnell über eine Million zusätzlicher Kostgänger (sog. "Flüchtlinge") zu alimentieren, aber für diejenigen, welche jahrelang unseren Wohlstand erarbeitet haben, und die nun in Pflegenheimen dahinvegetieren, für die haben wir kein Geld.

Ich konnte in den letzten Jahren den direkten Vergleich zwischen einem - sogar als besser geltenen - Pflegeheim in Deutschland und einem als "durchschnittlich" bezeichneten in der Schweiz erleben.

Menschenwürde in der Schweiz steht da gegenüber "ruhigstellen" und auf den möglichst baldigen Tod warten in Deutschland.

wird in Deutschland nicht passieren. Da wird es eine Super - Koalition geben mit CDU-CSU-SPD-Grüne-Linke -FDP damit alles schön beim Alten bleibt. Keine Experimente, das Ausbeuten des Volkes bleibt in unserer Hand und zusammen mit den Medien schaffen wir das.

unsere Politiker erleben gerade einen letzten Warnschuss.
Dasselbe dachte ich allerdings auch nach dem Brexit.
Doch wie reagierten Juncker und Co.?
Ignorieren und verkrustetes weiter so!
Die "Schuldfrage" wird nicht gestellt, sie wird einfach umgedreht und den "Populisten" oder "Vereinfachern" zugeschrieben.
Einsicht, welche Selbstkritik voraussetzt, Fehlanzeige.
So werden nach wie vor entscheidende Fehler zementiert.

Liebe Frau Wallau, sicher haben Sie recht damit, wenn Sie eine Entwicklung sehen, die sich nicht nur auf die USA beschränkt. Klar, auch hier findet eine "Aneignung" der Wahrheit statt, Utopien statt kleiner Schritte, Infantilisierung des Volkes, Moral von oben herab, das Gleichgewicht der Offenen Gesellschaft gestört, höchste Zeit, umzudenken. Genauso sicher wird kein Mitglied der heiligen Allianz gegen alles, was außerhalb der von eben dieser Koalition gesetzten Grenzen existiert, die Warnung beherzigen KÖNNEN. Politiker halten sich für Aktivisten, Aktivisten für Politiker und die Presse für beides; DIESE GANZE FRONT vergäbe sich ihre Existenzgrundlage, handelten sie vernünftig. Der Schock wird vergehen und dann wird man wieder jede Briefmarke zum faschistischen Rudiment alter analoger Zeiten erklären und gleichzeitig beteuern, dass man sich um die Philatelisten kümmern müsse. Ist O.K., auch ich kann zumindest temporäre Koalitionen eingehen 2017.
mfG und schön, dass Sie hier sind!

Dieter Werner | Mi, 9. November 2016 - 11:33

Die Art und Weise des Wahlkampfs beider Kandidaten war des Amtes unwürdig. Das Ergebnis überrascht aber nicht, denn der Masse der amerikanischen Bevölkerung geht es nicht gut, siehe Anzahl der Jobs, die es für ein "normales" Leben braucht. Die Wahl Donald Trumps zum Präsidenten der USA ist eine schallende Ohrfeige für das dortige abgehobene politische Establishment. Für Deutschland sehe ich eine ähnliche Entwicklung, sieht man sich nur die substanz- und hilflosen Verlautbarungen unserer Politiker zu für große Teile der Bevölkerung wichtigen und teils existentiellen Themen an. Hinzu kommen die unzähligen Kniefälle vor den Reichen und Mächtigen unseres Landes und des Auslands. Das verächtliche Herabblicken auf Bürger unseres Landes, die nichts anderes wollen, als menschenwürdig leben zu können und unsere Identität und Werteordnung erhalten sehen wollen, wird hierzulande die gleichen Folgen haben wie in den USA.

Jürgen Lehmann | Mi, 9. November 2016 - 11:37

Eine Abneigung gegen die Eliten, was ich jedoch nicht Hass nennen würde, ist auch in der BRD stark verbreitet. Hier „kuscht“ man jedoch noch vor der „ELITE“, da es uns ja angeblich so gut geht.
Bei der nächsten Wahl wird sich vielleicht ein erster Wandel vollziehen.

Ich hatte mit einem Sieg von Trump gerechnet und wurde daher bei Diskussionen als Fantast angesehen.

Was mich besonders positiv stimmt ist es, dass die Medien - bei der Entscheidung des Wahlergebnisses - mit ihrer einseitigen Berichterstattung nicht ernst genommen wurden.

Die Macht der Presse wurde hier in den richtigen Rahmen gestellt..

Ich bin nicht gerade ein US-Anhänger, hoffe jedoch für die US-Wähler, dass sich die Wahlentscheidung positiver gestaltet, als sie in den westlichen Medien dargestellt wird.

Bernhard Jasper | Mi, 9. November 2016 - 11:38

Die Amerikaner haben gewählt. Akzeptieren.

Wer dieses große Land ein wenig bereist hat, eben nicht nur die Ost- oder Westküste, sondern eben auch den „mittleren Westen“ und andere Orte, konnte sich nicht sicher sein, wie diese Wahl ausgehen würde. Die Medien bilden die Wirklichkeit nicht mehr ab. Ich persönlich habe daher den Wahlkampf in den hiesigen Medien nicht verfolgt. Zu viele Propheten. Es ist jedoch bemerkenswert, wie Medien und Meinungsforscher im Vorfeld voll danebenlagen.

Harro Meyer | Mi, 9. November 2016 - 11:38

"Die USA sind ein Militärregime mit präsidential-demokratischem Mantel und dem Anspruch, die ordnende Gewalt in der Welt zu werden." habe ich kürzlich hier geschrieben. Das mit dem "Mantel" nehme ich zurück. Da hat doch tatsächlich das Volk diesen Mantel zerissen, eine Tat, die mit der Französischen Revolution zu vergleichen ist. Das wird uns Friedensaposteln viel Geld kosten, mit Recht.
(Anmk. d. Red.: bearbeitet)

Klaus Damert | Mi, 9. November 2016 - 11:38

"Man kann ihnen nicht verdenken, wenn Veränderung ihnen Angst macht. Und man kann ihnen nicht verdenken, dass sie von Neuankömmlingen verlangen, dass sie sich zu den Werten dieses Landes bekennen und seine Stabilität nicht gefährden." Wie wahr, wie wahr. Unsere "Elite" ist aber so arrogant und selbstbezogen, dass sie das nicht sehen will.

Wolfgang Tröbner | Mi, 9. November 2016 - 11:58

Deutschland und Europa befinden sich nach der Wahl Trumps im Schockzustand? Ist das wirklich so? Zunächst einmal: Deutschland (auch Europa und die USA) besteht nicht nur aus den selbsternannten "Eliten" (sprich: Politikerkaste und Medienmenschen). Es gibt da noch eine zahlenmäßig weit größere Gruppe, nämlich die Bevölkerung. Ein nicht unwesentlicher Teil davon umfasst die "Abgehängten", von den Medien auch liebevoll als "bildungsfern", "dumm", "provinziell" und "zurückgeblieben" etikettiert. Entlarvend allein schon die Tatsache, dass ein großer Teil der Bevölkerung auf so eine schändliche Weise stigmatisiert, diskreditiert und diskriminiert wird. Warum sollen die "Abgehängten" nun plötzlich am Wahltag die Politik-"Eliten" wählen? Was haben sie davon? Haben die Politiker nicht hinlänglich gezeigt, dass ihnen die "Abgehängten" ziemlich egal sind?

Was, bitteschön, glauben die "Eliten" eigentlich, was ihre Aufgabe ist und für wen sie da sind?

claudie cotet | Mi, 9. November 2016 - 11:59

eine serbin und ein "deutscher" auf dem thron von america
gottes wege sind wunderbar
und wende-angie wirds freuen
da kann sie wieder ihre faehigkeit als wendekuenstlerin zeigen.....

Agenda Andersson | Mi, 9. November 2016 - 12:10

Nur ein Kritikpunkt: Herr Wißmann hat anscheinend nicht bemerkt, wie viele Homosexuelle für Trump Partei ergriffen haben. Auch Caitlyn Jenner, Amerikas bekannteste Transsexuellle hat öffentlich Werbung für Trump gemacht. Darüber wurde aber in Deutschland nicht oder wenig berichtet. Wo kämen wir auch hin, wenn Minderheiten, die ungefragt von Linken und Grünen vereinnahmt werden, politisch machen was sie wollen!?

Reiner Schieber | Mi, 9. November 2016 - 12:12

Das ist das schönste Weihnachtsgeschenk für Merkel, mit ihrer Politik der offenen bzw. nicht zu schützenden Grenzen und ihrer Doktrin der bunten bzw. heterogenen Gesellschaft, das ich mir vorstellen kann. Der Feind, der zu Merkel hündisch loyalen CDU, ist mein Freund!

Ich hoffe, dass Trump das Kind Deutschland, das fortwährend Schutz und Zuflucht auf dem Schoß der USA sucht, nun endlich zwingt eigenständig zu denken und zu laufen. Aus eigener Kraft werden wir diesen emanzipierenden Schritt mit unserer „Elite“ nicht schaffen. Das Beispiel NSA zeigt, dass wir uns aufgrund von Abhängigkeiten ausspionieren und dadurch demütigen lassen müssen, anstatt den Hegemon selbstbewusst in die Schranken zu weisen!

Und es ist ein Schlag in das Gesicht der in Deutschland mit der Merkel-Politik gleichgeschalteten Mainstream-Journaille und der angeblich „unabhängigen“ und „überparteilichen“ Demoskopen. Diese haben durchweg „Trump“ in den letzten Wochen für politisch tot erklärt. Ich freue mich!

Nicolas Wolf | Mi, 9. November 2016 - 12:13

Aha also Marie Le Pen ist also kaum von dem Typen zu unterscheiden (oder wie muss man "nicht meilenweit" verstehen, vielleicht lieber SI Einheiten benutzen?) der in Nizza mit einem LKW gezielt Menschen überfuhr. Ich halte nix von Front National, aber noch weniger von Leuten, die so was schreiben. Und da wären wir auch beim Problem, noch immer nix verstanden. Die "Idee" der bösen "Rechtspopolisten", dass, wenn man als Flüchtlingen getarnte Migranten, die in ihrer Mehrheit in unserem Land nicht arbeiten dürfen und oder können, alimentiert, es dazu führt, dass Einheimische weniger haben werden, ist eben keine "Idee" sondern ein Fakt! Es wäre nur anders, wenn der Kaiser von China sein Scheckbuch zückt oder in den Redaktionsstuben des Cicero ein Esel gefunden wurde, der Golddukaten ins Töpfchen macht. Solange man die Wahrheit verdreht, bis so keiner mehr versteht, so lange kommt ab und an ein Trump vorbei und bringt Teile des Kartenhauses zum Einsturz, mag er auch selbst ein Lügner sein...

Gisela Müller | Mi, 9. November 2016 - 12:14

werden es weiterhin nicht verstehen, nicht hinterfragen, nicht "übertragen", nicht akzeptieren (wollen).
WAS muss tatsächlich passieren, damit ein Umdenken stattfindet? Ich finde dieses, mein Land langsam echt zum K..... und kann das ganze Geschwätz, die Augenwischereien, das ganze "moralisch und politisch korrekte" Ideologiegeschwafel nicht mehr hören.

Bernd Fischer | Mi, 9. November 2016 - 12:14

Er war auch eine blamable Niederlage der „Wahrsager“ und Kaffeesatzleser“, die sich Wahlforscher nennen.

Blamabel ist dabei auch, das gewisse Politiker in Deutschland und in Europa ahnungslos an den Lippen dieser „Experten“ hängen.

Merke: Nicht Experten wählen, sondern das Volk.

Wer das beachtet vom politische Establishment bekommt keine politischen Kopfschmerzen nach einer Wahl

Renate Aldag | Mi, 9. November 2016 - 12:20

Auch ich sehe Parallelen im Wählerbegehren zwischen den USA und Deutschland: es geht weniger um Hass, als um die Ausbeutung der Mittelschicht, die sich jetzt wehrt. Von den "Eliten" werden Reiche und Arme steuerlich geschützt, aber die Mittelschicht soll alles finanzieren (jeder "Flüchtling" kostet uns 1000 €/Monat + Integration, dann Griechenlandhilfen, Euro- ,Bankenrettung, usw). Auch hier werden sich die Bürger wehren, gegen die UNGEFRAGTE Ausplünderung zugunsten von ungeladenen Gästen, die sich unmöglich benehmen und andere Finanzhilfen, die nicht dem eigenen Volk und speziell denen zu gute kommen, die diese erwirtschaften.

Michaela Diederichs | Mi, 9. November 2016 - 12:40

Ganz herzlichen Dank für diesen klugen Artikel, der klar benennt, dass ein Umdenken bei unseren Eliten stattfinden muss, sonst geht es auch in DE in eine Richtung, die im Grunde niemand wirklich wünschen kann. Sexuelle Minderheiten, freie Entfaltung der Religionen bis hin zu Kinderehen, Mehrehen, Zwangsheirat, Vollverschleierung, Salafismus, Integration beschäftigen Politik und Medien schon lange und werden als bunte Bereicherung unserer Gesellschaft verkauft. Dass das gesunde Rechtsempfinden sich empört, kann nicht ausbleiben. Die Eliten sollten sich fragen, wie viel sie der Bevölkerung noch zumuten und vor allem wie sie den gesellschaftlichen Zusammenhalt wieder herstellen wollen. Die "Empörten" sind nicht nur die "Abgehängten", sondern vielfach auch die politische Mittelschicht. Die wieder einzufangen und zu versöhnen, sollte das Ziel sein.

Petra Schaefer | Mi, 9. November 2016 - 12:44

diese Meinungen der "Abgehängten" in DE.
Dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen.

Christoph Kuhlmann | Mi, 9. November 2016 - 13:13

und sie haben noch keine Bereitschaft gezeigt den Kurs um 180 Grad zu drehen. Insofern stehen die Apologeten des Linksliberalismus und Vertreter globaler Kapitalinteressen in einem Trommelfeuer, dessen Ausmaß ihre Machtbasis in naher Zukunft vernichten wird. Es ist wirklich bezeichnend für die Diskrepanz zwischen veröffentlichter und öffentlicher Meinung, dass die sogenannten "Rechtspopulisten", trotz aller gegenteiligen Prognosen, einen Erdrutschsieg nach dem anderen einfahren. Es zeigt deutlich, dass die Strategie von Medien und Politik nach dem Motto Marginalisierung durch Diffamierung, die Menschen durchaus einschüchtert, aber eben nicht daran hindert ihre Interessen bei Wahlen wahrzunehmen. Da war jemand, der seinem Instinkt vertraute und gegen alle Prognosen recht behielt. Der Schaden für die Glaubwürdigkeit der Mainstreammedien ist noch gar nicht abzusehen. Der Gewinn für die Demokratie ist exorbitant.

Harro Meyer | Mi, 9. November 2016 - 13:17

Warum negiert die Redaktion laufend den negativen Einfluss des Christentums auf das politische Desaster. Die französische Revolution hatte das schon geklärt, die US-Verfassung eigentlich auch.

Ernst Laub | Mi, 9. November 2016 - 19:17

In reply to by Harro Meyer

.... Einfluss des Christentums mit dem Wahlsieg Trumps zu tun? Und wie stet es – da Sie die Französische Revolution erwähnen – mit deren Verbrechen? Beschäftigen Sie sich einmal mit dieser Geschichte und entdecken Sie dabei die unzähligen, unsäglichen Verbrechen, die auch und gerade an Frauen und Kindern der unteren Ständen im Namen der „Freiheit – Gleichheit – Brüderlichkeit“ begangen wurden (z.B. in der Vendée). Auch die Zerstörung (vorwiegend christlicher) Baudenkmäler wird heute tabuisiert.

Bernd Windisch | Mi, 9. November 2016 - 13:30

Was ist das für eine Elite, die in allen wichtigen Fragen zu den Wahlen in den USA so grandios daneben liegt? Jetzt die Abgehängten und so genannten Ungebildeten verantwortlich zu machen ist erbärmlich. Die soziale Schieflage der USA ist nicht wegzudiskutieren. YOUNGSTOWN in Ohio steht wie keine andere Region in Amerika für den Niedergang. Das wusste damals schon Bruce Springsteen in seinem gleichnamigen Song: "Nun, mein Vater arbeitete an den Öfen, hielt sie heißer als die Hölle. Ich kam heim aus Vietnam arbeitete in einem Job, der dem Teufel gutstehen würde. Taconite-Koks und Kalkstein ernähren meine Kinder und bezahlen meine Rechnungen. Nun ist auf dem Fabrikhof nur Schrott und Trümmer. Er sagt: „Diese Big Boys tun, was Hitler nicht vermochte. ”Diese Stahlwerke die die Panzer und Bomben bauten welche die Kriege dieses Landes gewannen. Wir schickten unsere Söhne nach Korea und Vietnam, nun wundern wir uns wofür sie starben."

Reden so Ungebildete und Abgehängte?

Georg Meier | Mi, 9. November 2016 - 13:40

Grßartiger Kommentar, Herr Dr. Müller, dass einmal als Zitat aus Ihrem Beitrag vorweg- it's that simple!
Schock in den Eliten weltweit, wie konnte das sein? Man hatte es doch so gut vorbereitet und nun das- der "Beelzebub" ist gewählt worden und Politik-Europa kann kaum atmen. Die kommenden Tage werden eine wahre Freude sein, allein das Lesen der Kommentare von Herrn Augstein & Co wird königlich werden. Und nach einiger Zeit wird man feststellen im "Eliten-Europa", dass auch nach Inauguration des neuen Präsidenten die Sonne weiter im Osten aufgeht und im Westen unter. Was immer Herr Trump macht oder machen wird: er ist der gewählte Präsident der USA und damit muss man dann als Linksliberaler leben. Und Vorträge über "Demokratie" etc. sollten unsere Politiker lieber unterlassen. Mal sehen, was passiert, wenn der nächste "safe state" abfällt vom linken Staatsverständnis. Das sind wahrlich spannende Zeiten, in den wir leben, wenn ein Dogma zu fallen droht.

Hermann Neumann | Mi, 9. November 2016 - 13:45

Es ist ein Genuss, wie sich unsere Wutpolitiker outen. Wie sie sich winden unter der Tatsache, das ein Trump mächtigster Mann der Welt geworden ist. Das sie nicht wahrhaben können, dass ein Volk der "Elitären Politik" die rote Karte verpasst hat. Hilflos, fassungslos, wütend, ausfällig besitzen sie noch die Dreistigkeit Grundlagen zur Zusammenarbeit einzufordern. Frau Merkel!!!Wir brauchen zu unserem Schutz die USA und nicht umgekehrt!
Ich glaube, die Wahl Trumps, ist der politische Tod von Merkel und Co. Das "Amerikanische Pack" hat gewählt und nächstes Jahr wählt das "Deutsche Pack" und all die "Gut Menschen" egal ob Presse, Politiker VIP´s werden sich vor Wut die Augen reiben.
Ich freue mich schon auf die fassungslosen Gesichter von Schulz, Gabriel, Merkelt, Altmaier usw.

Wolfgang Brocke | Mi, 9. November 2016 - 14:40

Herrn Wißmann vielen Dank für diesen realistischen und gut analysierten Artikel. Daran können sich viele der linientreuen Schreiberlinge eine große Scheibe abschneiden!

Dorothee Sehrt-Irrek | Mi, 9. November 2016 - 14:44

Die sogenannten und auch die richtig Abgehängten hatten in den letzten Jahren, vor allem seit 9/11 und der Finanzmarktkrise, die in den USA doch wohl Breschen schlug in den hart erarbeiteten Wohlstand der Mttelschicht, nein nicht in den des Establishments, der Promis oder der, die eh wenig haben, jedenfalls vor Augen, dass die Welt aus den Fugen war ohne dass Abhilfe geschaffen werden konnte.
Das Problem war nicht Bush, sondern 9/11 auf das ein US-Präsident noch viel schärfer hätte reagieren können, aber dass es passieren konnte und nie wirklich aufgeklärt wurde sondern nur beantwortet und wie leicht festzustellen war, falsch.
Die Finanzkrise, die in den USA zunächst nach Schwarzer-Freitag-Manier behandelt wurde und dann mit dem Anwerfen der Notenpresse, ohne strukturelle Hilfen für die darin Enteigneten.
Kurz die Unfähigkeit der Eliten, die Moderne zu managen, hat jetzt dazu geführt, dass sich die Amis auf etwas besonnen haben, das sie einst groß machte, ihre Selbstgründungskraft.

helmut armbruster | Mi, 9. November 2016 - 14:46

und gehört nicht zur etablierten und abgehobenen Kaste der Berufspolitiker. Er muss niemandem nach dem Mund reden und muss keinen Bückling vor niemandem machen. Er muss nicht mit den Wölfen heulen.
Ansonsten mag er sein wie er will. Man mag ihn abstoßend finden oder nicht, aber er ist tatsächlich der Einzige weit und breit, der auf diesen ganzen verkommenen Politikladen und diese angebliche Demokratie pfeifen kann.
Er erinnert mich in dieser Hinsicht an Arthur Schopenhauer. Der war zu seiner Zeit der einzige Philosoph, der wirklich unabhängig war, weil er auf keinem akademischen Lehrstuhl saß, wo er hätte das Lied seiner Brötchengeber singen müssen. Er besaß wie Trump ein Familienvermögen und konnte daher auf das Establishment seiner Zeit pfeifen und schreiben wie er wollte.

Hermann Neumann | Mi, 9. November 2016 - 14:55

Wutbürger, diskreditieren sie anders denkende Bürger. Als Pack beschimpfen sie deutsche Wähler und mit Stinkefinger beleidigen sie Bürger. Wer ? Der Pendant des "bösen" Wutbürgers, es ist der Wutpolitiker, mit ihren schändlichen Äußerungen zur Wahl von Trump haben sie sich endgültig demaskiert.
Was bleibt übrig von unserer
"Elite" nix, gar nix, nur ein hilfloses Häufchen Elend.

Willy Ehrlich | Mi, 9. November 2016 - 15:07

Aus meiner Sicht sind alle Probleme daraus entstanden, dass in der gesamten Gesellschaftspolitik die "LEISTUNG" nicht mehr im Vordergrund steht.

Ursula Schneider | Mi, 9. November 2016 - 16:34

In reply to by Willy Ehrlich

Leistung zu honorieren ist auch meiner Meinung nach die einzige Gerechtigkeit, die möglich ist.

Was sehen wir heute? Der links dominierte Mainstream belohnt nicht Leistung, sondern favorisiert ausgewählte Opfergruppen bzw. Minderheiten. Diese haben als Pendant die Gutmenschen, welche aufgrund ihrer "moralischen" (und nicht fachlichen) Überlegenheit immer auf der richtigen Seite stehen und überall gefördert werden. Gesinnung bzw. Anpassung werden höher bewertet als Leistung - mit allen Folgen, die wir heute bei der Bildung, in den Medien und der Politik beklagen ...

Helmut Malente | Mi, 9. November 2016 - 15:12

Steinbrück sagte in seiner letzten Bundestagsrede: "Die Abgeordneten sind weder dümmer noch klüger als das Volk, sie sind der Querschnitt davon."

Bloß im Unterschied zu diesem stehen die Einkünfte, Folgebeschäftigung bei Lobbykonzernen und .... die alleinige Kanzlerbefugnis Merkels... ein kleiner aber feiner (kostenintensiver) Unterschied.

Und weil es diesen Unterschied durch Pöstchen, Gehälter, sichere Weiterbeschäftigung gibt, ist dieses System anfällig für Korruption und Missbrauch. Und was dem ganzen die Krone aufsetzt sind die royal anmutenden Einzelentscheidungen Merkels.

Das die Sau der "Abgehängten" als große Unbekannte von den ÖR-Medien jetzt durchs Dorf getrieben wird, zeigt doch nur a) deren Arroganz oder (was noch schlimmer wäre) b) deren Unwissenheit. Oder beides!

Fakt ist, das die Politik aus nachvollziehbaren Gründen an Vertrauen verloren hat u. allein deswegen sind Trump u. AfD gerechtfertigt.

Der muss jetzt dringend als "Edelsoze" , weil er sich so vehemennt für die Arbeiterklasse eingesetzt hatte , kapitalistisches Geld verdienen.

Norwin Glarner | Mi, 9. November 2016 - 15:18

Also mal ehrlich, wenn all diejenigen, die hier schreiben, kommunizieren, sich artikulieren, wirklich zu den "Abgehängten" gehören, dem Bodensatz des Prekariats, also dann möchte ich auch dabei sein. Und wenn ich das hochrechne auf die Eliten, dann verstehe ich durchaus, wieso diese -die Eliten - sich den Göttern gleichsetzen. Respekt, wenn wir diese "Abgehängten" sind, bildungsfern und labil, dann müssen die Kompetenzen aller anderen Schichten, die da über uns stehen, geradezu gewaltig sein.

Helmut Malente | Mi, 9. November 2016 - 18:33

In reply to by Norwin Glarner

... sind die kleinere Gruppe u. deshalb präziser zu definieren. Anders gesagt, einzig und allein die Wut wurde kanalisiert und zwar von unten nach oben auf das Etablissement. Das war der wichtigste Trumpf Trump`s.

Das Selbstbildnis einer Göttin hat Frau Merkel ganz sicher nicht. Ich sehe sie eher als erste Dienerin der deutschen Wirtschaft und das war es auch schon. Und so kann ich mir auch ihren "humanistischen Imperativ" in der Flüchtlingsfrage erklären, nämlich langfristig als Arbeitskräfte, Steuerzahler u. demographische Bremse (u. um die EU zusammen zuhalten). Merkel verkauft uns das aber nicht so. Sie hat einmal den Wählern vor der Wahl gesagt, das Steuern erhöht werden, den Fehler (wahrhaftig zu sein) macht sie nie wieder.

Ursula Schneider | Do, 10. November 2016 - 10:33

In reply to by Norwin Glarner

Unsere Eliten haben weder Ängste noch Zweifel, kennen keine Wut, fühlen sich nicht überfordert von Globalisierung, Digitalisierung und sonstigem Teufelswerk. Sie meistern hoch effizient, professionell und cool alle unsere Probleme, als da z. B. sind reibungsloser Übergang in die multikulturelle Gesellschaft, schleichende Enteignung unserer Spargelder, Verspargelung der Landschaft, fortschrittliche Gender- und Bildungspolitik, gerechte Umverteilung des Volksvermögens an Europa und die Welt ...

Wir Abgehängten und geistig Beschränkten können da ganz ruhig schlafen ...

Bernd Bartels | Mi, 9. November 2016 - 15:26

An all' die Trump-Bejubler: Komisch, dass in keinem der vorstehenden Kommentare der Schlußsatz von Herrn Wißmann erwähnt wird:
Trump ... Ein Mann, dem seine Berater zuletzt nicht einmal die Kontrolle seines Twitter-Kontos zutrauten, wird nun den Atomkoffer in der Hand halten.
Ich bin bestimmt kein Hillary Clinton -Fan, aber das macht mir Angst. Und was heißt das dann für Deutschland im nächsten Jahr? Wünsche ich mir hier auch einen Wahlkampf, der weitgehend faktenfrei, immer unter der Gürtellinie und ohne jeglichen Anstand geführt wird? Also, ich zumindest nicht!

Bernd Fischer | Mi, 9. November 2016 - 17:55

In reply to by Bernd Bartels

Diese Fragestellung müssen Sie persönlich an die Parteien stellen die in Deutschland zugelassen sind, und nicht die Bürger die sich aus welchen Motiven auch immer über den Wahlsieg vom Trump freuen.

Aber schade ist, das Sie gewisse Zusammenhänge ( Protest ) zwischen der US-Wahl und der bevorstehenden Wahl in Deutschland nicht erkennen wollen, oder anders gesagt , sie sind zu unkritisch obwohl diverse Probleme in der EU und in Deutschland vorsätzlich negiert werden.

Robert Flag | Do, 10. November 2016 - 15:06

In reply to by Bernd Bartels

Im Unterschied zu Amerika allerdings, befinden sich in Deutschland die Pöbler und Diffamierer in den Reihen der Etablierten.

Wilhelm Maier | Mi, 9. November 2016 - 15:28

Westliche Mainstream-Presse hat es nicht geschafft, mit Verteuflung und Schwarzmalerei die Wahl auf die „richtige Gleiße“ zu bringen. Die Zitterpartie ist vorbei in den USA, bei uns geht es gerade los.
Norbert Röttgen erwartet nach der Wahl von Donald Trump dramatische Veränderungen  - nicht nur innerhalb der USA. http://www.n-tv.de/politik/Es-wird-eine-tiefe-Entfremdung-geben-article…

Was der Präsident weiter macht stellt sich heraus, glaube aber das er kein „Angriffskrieger“ ist wie die letzte , und Trump kann sich als Trumpf für die Welt in der Zukunft behaupten.
https://de.wikipedia.org/wiki/Trumpf_(Kartenspiel)

Dorothee Sehrt-Irrek | Mi, 9. November 2016 - 15:34

laut SPON-Artikel, aber ich habe auch ihr Statement gesehen und die Rede Trumps nach seinem Sieg.
Und da frage ich, übrigens nicht weil ich der Meinung bin, dass die Amis die Demokratie erfunden hätten, sondern weil ich davon ausgehe, dass Demokratiewerte nicht das Steckenpferd der Angela Kasner in den ersten 35 Jahren ihre Lebens waren, wirkt diese Stellungnahme Merkels nicht wie die eines Schulmädchens, dass dem Lehrer erzählt, wie Geschichte geht?
Trump hingegen hat deutlicht gemacht, welche eigene Stärke er in seine Politik einbringen will, sein Wissen und Hoffen auf die riesigen Kräfte und Potenziale der US-Menschen, ein wahrer Schatz der USA.
Das möchte ich den Amis mit auf den Weg geben.
You sing "in God we trust", do try to trust in Your strength and the kindness of Your visions.
Think about this a general worldwide way of living. Learn to respect other countries without any feelings of getting tricked or whatever.
Men can live together peacefully.
God bless America

...liebe Frau Sehrt-Irrek. Danke.

Auch ich empfand es als anmaßend und deplaziert, was Angela, geb. Kasner
sich in ihrem Kommentar zur Wahl von Donald Trump erlaubte.

Ausgerechnet sie, erwachsen geworden und n i e angeeckt in einer Diktatur, die in ihrem Leben nichts anderes gemacht hat als sich erfolgreich im jeweiligen System HOCHZUWINDEN, s i e - die graue Maus, die sich einbildet, mit ihrem Amt sei sie zur Persönlichkeit gereift, s i e will diesem Selfmademan etwas von Freiheitsrechten erzählen, s i e, die Gesetze mit Füßen tritt, indem sie z. B. Menschen unkontrolliert ins Land läßt.
Diese Frau ist nur noch unerträglich!!!
Im übrigen sehe ich Trump keineswegs als Idealbesetzung für das Präsidentenamt an. Aber es gab nun mal keinen anderen, der es geschafft hat,
sich durchzusetzen. Daher hoffe und wünsche ich nur - ebenso wie Sie - daß die Bürger der USA mit ihm letztlich mehr Glück haben und im ganzen zufriedener sein können als mit so manchem Präsidenten vorher.

Christa Gogolok | Mi, 9. November 2016 - 15:52

...steht die geballte Arroganz und Ignoranz des Establishments gegenüber. Unsere Politeliten in Deutschland haben sich offenbar zu keinem Zeitpunkt auf einen Sieg Trumps vorbereitet und ebenso einseitig wie undiplomatisch auf Clinton gesetzt, als sei deren Wahlsieg nur eine Frage der Höhe. Und nun bietet Frau Merkel lt. "Spiegel" eine Zusammenarbeit mit Trump auf der Basis "gemeinsamer Werte" an. Selten so gelacht. Von welchen Werten spricht sie eigentlich? Wen will sie mit dieser abgenudelten Phrase denn noch überzeugen?
Bisher hat Frau Merkel die Frage nach einer erneuten Kanzlerkandidatur offen gelassen. Ich glaube, wir werden sehen, dass sie nicht mehr antreten wird. Gut so!

Wenn der Trump seinen ersten Antrittsbesuch in Deutschland macht, was der pikierte Steinmeier schon zu verhindern weiß, ist die ostdeutsche Merkel schon keine Kanzlerin mehr.

Warum?

Erstens weil Sie nicht mehr antreten will........noch ziert sich die Dame....

Zweitens weil Sie abgewählt wird.

Und wenn nicht, wird sich irgendeine Partei dazu "Berufen" fühlen wieder das "Vaterland" zu retten und bei der Kanzlerin ( wie so immer ) auf Ihren Schoß Platz nehmen.

"Im Westen nichts neues"

Wolfgang Lang | Mi, 9. November 2016 - 16:46

Zugegeben: Trump ist nicht everybodies darling. Aber Clinton war die Kandidatin von Rockefeller und Rothschild. Der Wall Street und des Money Trusts. Sie hat das nicht öffentlich gesagt. Das war unanständig. Anscheinend sind die normalen US-Bürger gar nicht so dumm!
Multikulti ist an vielen Orten in der Welt gecheitert. Da wo es funktioniert, funktioniert es unter klaren Regeln und mit klaren Sanktionen, für die, die sich nicht an die Regeln halten.
Eine Globalisierung, die nur die Reichen noch reicher macht und allein den Eliten nutzt, braucht man eigentlich nicht!
Nicht der Rassismus ist das große Problem, sonder der Elitismus und der Bellizismus und die Unersättlichkeit dieser Eliten. Durch die Abwahl Clintons ist der Weltfriede etwas sicherer geworden. Ein clintonsches Libyen reicht vollkommen! Diese Frau hätte nur die perfiden Interessen der Superreichen und der Rüstungsmagnaten befriedigt. Nach dem Motto: Bomben für die Demokratie, Granaten für die Freiheit! Muss nicht sein!

Wolfgang Henning | Mi, 9. November 2016 - 16:49

Zunächst ist es wieder einmal eine schallende Ohrfeige für die Demoskopen und die Medienlandschaft in aller Welt. Es mag ja sein, dass Donald kTrump in seinen Wahlkampfreden einen egozentrischen und ungehobelten Eindruck vermittelte. Seine Äußerungen waren zum Teil beleidigend, frauenfeindlich und rassistisch, und es fällt einem schwer, ihn zu mögen.
Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass er die Sorgen des Mittelstandes und der "Abgehängten" aufgriff, die Verlogenheit und Korruptheit des politischen Systems zum Ausdruck brachte und damit das Wahlvolk aufrüttelte. Die Nomenklatur des politischen Establishments in den beiden großen Parteien ähnelte beinahe schon einer Monarchie und nicht einer Herrschaft der Besten

Wolfgang Henning | Mi, 9. November 2016 - 16:57

Es ist schon erstaunlich, dass man ein Land wie die Vereinigten Staaten von Amerika auf diese zwei Vertreter ihrer stände reduzieren muss.
Ein kluger und besonnener Kopf aus dem Mittelstand hätte bei dem, in Amerika vorherrschenden Auswahlsystem für das Präsidentenamt, wegen fehlender finanzieller Resourcen auch keine Chancen.
So blieb für den demokratischen Souverän, demd Wahlvolk, nur Donald Trump, der in geschickter Weise die Sorgen der Bevölkerung ansprach und sogar den schwarzen Bevölkerungsanteil, trotz vorheriger Beschimpfung, mit dem Slogan gewinnen konnte: " Was habt Ihr schon zu verlieren?"
Die Arroganz der Etablierten wurde nicht nur in den USA abgestraft, es wird seine Fdortsetzung auch in Europa finden.

Wolfgang Lang | Mi, 9. November 2016 - 17:06

Ehrlich gesagt: Wenn wir auch die Wahl hätten zwischen einem deutschen Trump und Merkel, ich würde unbesehen Ersteren nehmen. Was Besseres als den Tod findest du allemal!
Noch vier Jahre Merkel, dann kann das Land von einem windigen Insolvenzverwalter abgewickelt werden. Obwohl das schwierig wird, inmitten des dann tobenden Bürgerkrieges.

ulrich janssen | Mi, 9. November 2016 - 18:15

Das, die Entfernung von der Bevölkerung, hat schon ein Bundespräsident festgestellt: "Machtversessen und Machtvergessen" und damit gemahnt. Parteien haben vorallem den Auftrag an der Willensbildung mitzuwirken, nicht ihn zu definieren. Das war vor über 20 Jahren; gebessert haben sich die Wege und Angebote nicht zwischen den Wahlterminen. Ich wundere mich, dass man sich wundert. http://www.zeit.de/1992/29/wo-bleibt-das-prinzip-verantwortung - sorry war bei den Kollegen.

Uwe Dippel | Mi, 9. November 2016 - 18:18

Als Abonnent habe ich große Sympathien zum Cicero, verschlinge die Druckausgabe von vorne bis hinten.

Wäre ich kein Abonnent, würde ich nach dieser Nachrichtenauswahl ('Cicero heute') weiterblättern, und niemals zurückkommen. Geschweige denn abonnieren.

Das ist doch keine journalistische Auseinandersetzung mit dem Phänomen 'Trump', wenn man sogar nach der Wahl noch das Seemannsgarn weiterspinnt; das von den Abgehängten.
Über die letzten Monate haben wir immer wieder lesen dürfen, only 'white trash' wählt Trump.

Vielleicht hätte ich ihn auch gewählt. Aber nicht weil ich irgendwie abgehängt wäre. Sondern statt der machtgeilen und korrupten Hillary.
Ich bin ein digitaler Mensch, Ingenieur, und für Globalisierung, habe jahrelang im Ausland gelebt.

Nun schreibe ich dauernd nur von mir. Bin ich wirklich eine Ausnahme? Ich gehe Wetten ein, dass Millionen von Amerikanern in einer ähnlichen Situation Trump gewählt haben.

Dieser Kommentar wiederholt sich? Und der Cicero?

Martin Wienand | Mi, 9. November 2016 - 22:58

zu wenig berücksichtigt. Herr Wißmann.

Zitat: "Die AfD und Trump sind Kinder des Gedankens, dass jemand, der sich um das Schicksal von Menschen, die neu im Land sind, kümmert, das derjenigen vernachlässigt, die dort schon länger sind."
Perfekt, genau so ist es, Herr Wißmann. Empfehle einige Artikel Ihres hochgeschätzten Kollegen Daniel Stelter bei Cicero oder auch Manager Magazin bzw. Wirtschaftswoche zu lesen.

Georg Egger | Do, 10. November 2016 - 08:57

die sich um das Wohl der GANZEN Gesellschaft mühte und Wohlstand für alle wollte. Heute ist das anders, denn die Elite die Macht für ihre persönlichen Interessen. Die Elite ist zu einer käuflichen Marionettentruppe der Großkonzerne verkümmert. Das haben die Menschen jetzt verstanden. Deshalb wollen sie einen radikalen Wandel mit anderen Repräsentanten. Das wird auch in Europa kommen. Hoffen wir nur, dass wir bessere Kandidaten haben werden.

Gottfried Meier | Do, 10. November 2016 - 10:37

Die Welt besteht halt nicht nur aus Reichen und Intellektuellen, auch nicht in Amerika. Dass sich
der andere Teil der Gesellschaft wehrt, ist doch logisch. Die Wahl von Trump ist eine Revolution
ohne Gewalt und das macht es den vielen "Abgehängten" leicht, sich auf diese relativ einfache und ungefährliche Weise zu rächen.

Melanie Gatzke | Do, 10. November 2016 - 10:53

Man kann das kurz zusammenfassen. Der Zustand, in dem wir uns alle befinden, ist so nicht länger haltbar. Es waren die Eliten, die Politiker und deren Berater, die uns dahingeführt haben, wo wir stehen. Fakt ist auch, die Masse der Menschen steht im Abseits, keiner weiß, wer morgen schon dabei ist, die nehmen das so nicht mehr hin. Nur durch einen radikalen Schock, werden die überhaupt sehen, zur Kenntnis nehmen, dass da was nicht mehr stimmt. Genau dieser Schock ereignete sich jetzt. Ob jemand daraus lernt, bezweifle ich, denn schon wieder ergötzt man sich, das wären wohl alle nur DUMME, die da falsch gewählt haben. Es wird wohl einen weiteren Schock brauchen, bis die Verantwortlichen was begreifen. Verlassen sie darauf, das war erst der Anfang. Ein weiterer folgt für die da " OBEN", die Abgehobenen, welche die da "UNTEN " gar nicht mehr sehen.

Jürgen Lehmann | Do, 10. November 2016 - 14:02

Was für eine Show fand hier eigentlich statt? Ich denke nicht an die Wahl, sondern an die Prognosen. Bereits jetzt wird wieder über unsere „Abhängigkeit von den USA“ in der Presse diskutiert.
Das liegt doch nicht an Trump, sondern an uns diese Abhängigkeit auf ein vernünftiges Maß zu reduzieren.

Es ist doch auch sehr erstaunlich, dass zumindest an der Börse kein Absturz – wie im Artikel erwähnt - durch Trump erfolgte, sonders ein Plus von 1,5%.

Man kann nur allen empfehlen:
keine Tageszeitungen zu lesen, nur einmal am Tag Nachrichten zu hören, ab und zu im Internet Informationen sammeln, Magazine zu lesen, die nur einmal im Monat erscheinen und ansonsten versuchen sich eine eigene Meinung zu bilden.

Joachim Wiemann | So, 13. November 2016 - 18:53

In reply to by Jürgen Lehmann

Über Jahrzehnte habe ich alle Presseartikel regelrecht verschlungen, die mir in die Hände kamen ( auch einstens in der ddr), aber seit etwa 10 Jahren widert mich das Gefasel der Mainstreammedien nur noch an. Ausnahmen? Nun ja, Cicero.

Dorothee Sehrt-Irrek | Do, 10. November 2016 - 14:42

zeigt gewisse Parallelen zu unserem Schröder, der ganz sicher nicht als Intellektueller verschrien war.
Doris Schröder-Köpf, leider nicht mehr an der Seite Schröders, und Melanie Trump, Frau Schröder-Köpf sollte über diesen Vergleich nicht peinlich berührt die Nase rümpfen.
Politik war allerdings Schröders Business, nicht die Immobilien- und Baubranche.
Schon komisch, dass Steinmeier, der doch mit Schröder "einem Herrn diente", den viele SPD`ler lieber in die CDU abgeschoben hätten, keinen Blick hat für die besondere Qualifikation von Trump.
Schröder rüttelte in jungen Jahren am Gitter zum Bundeskanzleramt, in etwa, ich will da rein.
Das kann man auch über Trump sagen.
Schröder sass auch bei "Wetten dass".
Er war schon ein Kanzler des Volkes, weshalb ich seiner Abwahl auch nicht traue.
Trump hat gegen die Hardliner der Republikaner, die traditionellen Demokraten und alle Profiteure des Establishment der USA gewonnen.
Beachtlich. Er ist Demokrat als auch Rep.
Vor allem Ami.

Dorothee Sehrt-Irrek | Do, 10. November 2016 - 14:54

Trump ist so sehr Teil des amerikanischen Volkes, wie ein Fisch im Wasser, dass er evtl. zutiefst Demokrat ist.
Deshalb fand ich die Anwürfe gegen ihn teilweise schlimmer als seine politischen Auswüchse.
Seine Tochter Ivanka trat zum Judentum über bevor sie Jared Kushner heiratete.
Trump lebt amerikanische Verhältnisse und wenn sich jemand aus seiner weiteren Familie outet, dürfte er die wenigsten Probleme damit haben.
Es muss evtl. bei ihm nur auch immer Teil des Lebens bleiben, sich darin einbinden, reich werden in der Gesellschaft, nicht von ihr.
Die Republikaner können viel von ihm lernen.
Vielleicht stellen sie ihn aber beim zweiten Mal nicht mehr auf.
Aber dann könnte er als Unabhängiger gewinnen.
Ich schrieb, dass Ted Cruz auch gegen Hillary Clinton hätte gewinnen können.
Aber nur, wenn auf keinen Fall manipuliert worden wäre, also evtl. eher nicht.
Es wird sich zeigen, ob Trump Republikaner werden kann, gewissermassen staatstragend oder doch im Demokratischen bleibt.

Jan Dutschmann | Fr, 25. November 2016 - 09:04

Ist doch schön, alle Welt beschäftigt sich wieder mit der Politik und in die Demokratie kann auch mit Seitenwind gut geradeaus segeln. Warum nicht Trump - nachdem uns der erste Schwarze im weißen Haus den Arabischen Frühling, diverse Brandherde im nahen Osten einschließlich Zerstörer gestützte Friedensstiftende Maßnahmen im Schwarzen Meer beschert hat (unter Führung von Frau Clinton) fühle ich mich jetzt etwas sicherer.

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