Spionage in Russland und USA - Puzzlespiel mit Explosionsgefahr

In den USA wurde Sicherheitsberater Michael Flynn wegen Kontakten nach Moskau gefeuert, in Russland wurden angebliche Doppelagenten verhaftet. Obwohl genaue Details unbekannt sind, drohen die Verwicklungen die Präsidentschaft von Donald Trump in ihren ohnehin labilen Grundfesten zu erschüttern

Der von US-Präsident Donald Trump entlassene Sicherheitsberater Michael Flynn
Sicherheitsberater Michael Flynn musste das Weiße Haus schon verlassen, doch was kommt noch ans Licht? / picture alliance

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Werner Sonne war von 1978-81 und von 1992-97 ARD-Korrespondent in Washington.

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Spionage, Konterspionage, Doppelagenten, Entlassungen, Verhaftungen und Ausweisungen – was sich gerade zwischen den USA und Russland abspielt, erinnert an die dunkelsten Kapitel des Kalten Krieges. Versuchen wir, die Fakten zu sortieren, was in der Schattenwelt der Geheimdienste jedoch nicht ganz einfach ist. In Moskau wurde Sergei Mikhailow verhaftet, Chef der Abteilung für Cyber-Sicherheit des russischen Geheimdienstes FSB, angeblich aus einer Konferenz heraus mit einem schwarzen Sack über dem Kopf. Zusätzlich wurden sein Stellvertreter Dmitry Dokuchayev und zwei weitere Männer festgenommen. Bei dem einen ist die Identität noch nicht geklärt, es gibt Gerüchte, dass er ein ukrainischer Journalist sein soll. Der andere ist ein leitender Mitarbeiter des Forschungslabors von Kaspersky, einer weltweit agierenden Internet-Sicherheitsfirma.

Das ist der Vorgang, der in Moskaus Medien unbestritten verbreitet wird. Was den Fall noch brisanter macht: Die beiden russischen Top-Geheimdienstler sollen für die CIA gearbeitet haben. Auch das blieb bislang undementiert.

Berüchtigte Hacker beim Geheimdienst

Jetzt kommen die Details, die schwer zu verifizieren sind, jedoch auch von der offiziösen Interfax-Nachrichtenagentur berichtet werden. Sie machen die Sache zu einem politisch hochexplosiven Wirrwarr mit möglicherweise weitreichenden Konsequenzen bis nach Washington und damit für die Weltpolitik. Interfax behauptet, Dokuchayew sei früher als berüchtigter Hacker mit dem Namen „Forb“ in der Szene aktiv gewesen und habe sich vom FSB anwerben lassen, um einer Strafverfolgung zu entgehen.

Offenbar führte die Spur bis tief nach Sibirien, wo „King Server“ beheimatet ist, eine Computerfirma, der man seit Langem kriminelle Aktivitäten und die Verbreitung von Porno-Material vorwirft. Dabei handelt es sich um jenen Provider, gegen den US-amerikanische Ermittler ermitteln, weil über ihn das Hacking gegen die Demokratische Partei im jüngsten Wahlkampf gelaufen sein soll – mit Verbindungen zum FSB und den jetzt verhafteten FSB-Offizieren.

Im doppelten Auftrag für CIA und FSB

Hier also ergibt sich die Verbindung nach Washington und zu dem Hacker-Angriff auf das Wahlkampfzentrum der Demokraten. Falls es zutrifft, dass führende FSB-Leute gleichzeitig für die CIA arbeiteten, dann würde das Einiges erklären. Vor allem, warum sich die amerikanischen Geheimdienstler in ihren Einschätzungen so sicher sein konnten, dass Moskau direkt an diesen Angriffen beteiligt war und sich so in den Wahlkampf zugunsten Donald Trumps einmischte. Die Chefs der Angreifer saßen vermutlich direkt an der Quelle und konnten aus erster Hand berichten. Erinnern wir uns: Die Beweise waren anscheinend so gravierend, dass Präsident Barack Obama noch kurz vor seinem Ausscheiden 35 russische Geheimdienstler aus den USA herausgeworfen hat – was in Moskau ohne Gegenreaktion blieb.

Nun drängt sich die Frage auf: Warum kommt die Geschichte jetzt an die Öffentlichkeit? Gab es eine vorsätzliche Zustimmung des Kreml, und wenn ja, warum? Oder erleben wir hier einen Machtkampf innerhalb des Systems, in dem Putin-Kritiker den Vorgang durchgestochen haben, um ihm zu schaden? Noch komplizierter wird die Geschichte, weil in Moskau auch die Version zu hören ist, zumindest einer der Verhafteten habe auch E-Mails von Kreml-Vertrauten gehackt und in den Umlauf gebracht.

Rauswurf von Flynn bringt Skandal in Schwung

Zurück nach Washington: Seit des Rausschmisses von Ex-General Michael Flynn, früher selbst Chef des militärischen Geheimdienstes, kommt die mysteriöse Skandal-Geschichte rund um die Verbindungen zwischen dem Trump-Lager und Moskau erst richtig in Schwung. Flynn arbeitete unter dem neuen US-Präsidenten Donald Trump als Sicherheitsberater. Einer der Vorwürfe gegen Flynn ist, dass dieser nach der Ausweisung der russischen Geheimdienstler Moskaus Botschafter angerufen und ihn um Mäßigung bei der Kreml-Reaktion gebeten habe. Nach dem Amtsantritt Trumps werde man sich ja schon insgesamt verständigen.

Trump selbst hat bei Twitter damals Putin ausdrücklich für seine Zurückhaltung gelobt, „Ich wusste immer, dass er klug ist“ schriebt Trump über den russischen Präsidenten. Jetzt musste Flynn gehen und der Trump hat per Twitter wieder einmal die Medien als Hauptschuldige an dem Skandal beschrieben, nicht etwa Flynn und andere Vertraute. Er wütete über „Verschwörungstheorien“, sprach vom „blinden Hass“ der „Fakenews Medien“, die illegal Informationen weitergeben würden und beschuldigte FBI und NSA, die sich genau wie „in Russland“ verhielten. Er merkt offensichtlich, dass sich hier etwas zusammenbraut, was er dringend eindämmen muss. Trump bezieht dazu auf Twitter Stellung: „Sehr unamerikanisch!“

Illegaler Kontakt zu Russen

Aber das wird wohl nichts daran ändern, dass diese Kontakte jetzt verstärkt im Kongress aufgearbeitet werden. Offen ist dabei, ob die US-Justiz sich noch zu Anklagen aufraffen wird, denn Flynns Kontakte zu den Russen waren vermutlich illegal. Auch der Cyber-Krieg gegen die demokratische Partei und das amerikanische politische System insgesamt sind keineswegs abgehakt. Auch hier werden noch monatelange Untersuchungen im Kongress folgen.

Die Verhaftungen in Moskau passen in dieses größere Bild. Aber wie genau diese Puzzleteile zusammen gehören, ist noch ziemlich unklar. Fest steht allerdings bereits jetzt: Der spektakuläre Rausschmiss von Trumps Sicherheitsberater wird die Affäre keineswegs beruhigen. Es ist erst der Anfang einer explosiven Geschichte, die das Potenzial hat, die Präsidentschaft von Donald Trump in ihren ohnehin labilen Grundfesten zu erschüttern.

Willy Ehrlich | Do, 16. Februar 2017 - 15:53

Das ist die einzige Chance, wie sich Geheimdienste überflüssig, lächerlich und wirkungslos machen könnten: Sie sind für alle Seiten tätig.

Susan Belmer | Do, 16. Februar 2017 - 17:31

In dem ganzen hysterischen-medialen Trump-Bashing bleibt die Information mal wieder auf der Strecke und wird auch hier leider nicht transportiert.
Warum ist denn Flynn nun zurück getreten?
Warum hat Obama und Clinton die mutmaßliche Einflussnahme russischer Stellen trotz Doppelagenten und damit wohl konkreten Beweisen weder im Wahlkampf noch nachher Publik machen können. Die Entlassung der russischen Diplomaten war ebensowenig konkret, wie sie eher als Wahlkampftaktik erschien.
Und der Druck auf Flynn - von Trump entlassen... es gibt doch ein strafbewehrtes Gesetz (Logan Act), das ein Verhandeln mit einem fremden Staat ohne Legitimation unter Strafe stellt. Wo bleibt aber die Anklage gegen Flynn? Trump sollte seinen Laden sauber halten und die bestehenden gesetzlichen Möglichkeiten nutzen um gegen intregierende Politiker vorzugehen, die ebenfalls ohne gesetzliche Legitimation an Trump vorbei mit Machthabern oder schlicht deren Opposition Gespräche führen. Dann wäre schnell Frieden

Michael Ludwig | Do, 16. Februar 2017 - 17:58

Es muss um jeden Preis der Welt verhindert werden
das Trump und Putin sich treffen und vielleicht noch verstehen. Und wenn die beiden dann noch so wahnsinnig sind einige Kriegsherde zu beenden,
dann ist das der Untergang. Man stelle sich vor
es gibt dann plötzlich weniger Leid auf der Welt.
Das darf nicht sein!!!!!!!!!!!!!!!

Heinrich Niklaus | Do, 16. Februar 2017 - 19:09

Teil I
Dass der Logan Act von 1799 im Fall Flynn greift ist sehr zweifelhaft. Flynn gehörte zum Transition Team (TT) von Trump. Das TT ist eine „Regierungsbehörde“, die auch von Staat bezahlt wird. https://www.gpo.gov/fdsys/pkg/BILLS-111s3196enr/pdf/BILLS-111s3196enr.p…

Von „private citizen“ (Logan Act) kann im Falle Flynn also nicht die Rede sein. Das von Flynn mit dem russischen Botschafter geführte Gespräch erfolgt am 29.12.16 Flynn wurde aber bereits im November 2016 nominiert und gehörte seither zum TT.

Warum ist Flynn denn nun zurückgetreten? Weil er den US-Vizepräsident nicht vollständig informiert hat. Der bislang beste Artikel zu diesem Thema stammt von Florian Rötzer/HEISE. https://www.heise.de/tp/features/Trump-will-Milliardaer-von-der-Wall-St…

Heinrich Niklaus | Do, 16. Februar 2017 - 19:11

Teil II
In dem Artikel von F Rötzer wird von einem „politischen Anschlag“ auf Flynn gesprochen. https://www.bloomberg.com/view/articles/2017-02-14/the-political-assass…

Das wirklich verstörende an diesem Fall ist das Verhalten der US-Geheimdienstinstitutionen, die offen gegen die demokratisch gewählte US-Regierung agieren, indem sie Geheimdienstinformationen an Medien durchstechen.

Man muss sich das einmal vorstellen: Eine neu gewählte Bundesregierung wird von BND und Verfassungsschutz angegriffen, weil denen die Politik der neuen Regierung nicht passt. Das wäre als Versuch eines Staatsstreiches einzustufen.

Weshalb sich die NYT und die WP so sehr von den US-Geheimdiensten instrumentalisieren lassen, ist nicht nachvollziehbar. Der Hass auf den politischen Gegner vernebelt offensichtlich den Blick der US-Medien.

Worum geht es politisch überhaupt? Geht es darum, dass eine Annäherung an Russland unter allen Umständen verhindert werden soll?

So wenig ich Trumps Kurs gutheissen kann, so wenig möchte ich, dass sich die Hillary-Clinton-Administration an die Macht "putscht".
Dann sollten sich die USA jedenfalls umbenennen in Mrs. Clintons own Country - COC?
Europa wird folgen, statt EU ML, Merkelland? Zynismus off
Noch einmal gefragt, da Entwicklungen von langer Hand von wem auch immer beeinflusst werden und Merkels "Duldung" in Deutschland auf leicht wackligen Füßen steht, sowie Juncker seinen Verzicht auf eine 2. Amtszeit bekannt gab - ist das gesichert? - ist es ausgeschlossen, dass der Unfall von Frau Szydlo ein Attentat war?
Generell, bevor ich mit Weltverschwörungstheorien belegt werde, sei eines gesagt, es ist zu spät etwas zu sagen, wenn Fakten geschaffen wurden.
Also tendenziell spekulativ gefragt, genaugenommen die Redaktion.

Dimitri Gales | Do, 16. Februar 2017 - 20:06

Der "Kalte Krieg" wurde nie beendet, er läuft weiter. Hauptgegner Russlands sind nach wie vor die USA. Russland versucht, durch Einflussnahme seinen Machtradius zu erweitern, die Mittel heiligen dabei den Zweck. Ziel der russischen Attacken sind derzeit einige Leute der Politszene, wie der französische Präsidentschaftskandidat Macron, der ein anscheinend ein überzeugter "Atlantiker" und Russland gegenüber skeptisch eingestellt ist. Putin versucht natürlich, seine Grossmachtträume zu konkretisieren, eine Art Zarenreich "new look". Vielleicht auch Europa als russische Einflussphäre.

Michaela Diederichs | Do, 16. Februar 2017 - 21:55

Lieber Herr Sonne, Sie haben mit Ihrem Artikel zumindest einen Überblick über die Protagonisten gegeben, den ich so bisher nicht hatte. Das finde ich ganz erhellend. Daran schließen sich allerdings Vermutungen an, mit denen ich nicht viel anfangen kann. Sie machen das ganz schlüssig um eine Vermutung herum. Das alles scheint unerhört verwickelt und kompliziert zu sein. Vielleicht finden sich ja irgendwann einmal klare Indizien und belastbare Beweise, dann machen solche Artikel mehr Spaß :-).

Sepp Kneip | Do, 16. Februar 2017 - 22:21

Dieses gegenseitige Beharken der beiden Mächte USA und Russland gleicht einem Gefecht im Nebel. Es wird einfach losgeballert, ohne zu sehen was man überhaupt treffen will. Beim modernen Cyber-Kampf ist oft einer dem anderen eine Nasenlänge voraus. Der Unterlegene gibt das aber nicht gerne zu. Das Lavieren der US-Geheimdienste im Wahlkampf spricht Bände. Sie haben regelrecht versagt. Dafür bespitzeln sie aber die eigene Regierung und ihren Präsidenten. Eine Großtat. Warum bespitzeln sie nicht die geheimen Zirkel und Strippenzieher im eigenen Lande, denen an einer funktionierenden Demokratie weder in den USA noch in Europa gelegen ist, da eine solche nicht in ihr Schema passt. Daher muss Trump via Feindbild Russland attackiert werden. Welch schmutziges Geschäft.

Alexander Mazurek | Do, 16. Februar 2017 - 22:38

... die Austrocknung des Washingtoner Sumpfes war vielen Amerikanern Grund genug, Trump zu wählen, der die GOP unfreundlich übernommen hat, während es dem DNC, den "Demokraten" gelungen ist, die unfreundliche Übernahme durch Sanders hinterhältig zu verhindern. Um den Preis des Verlustes der Präsidentschaft. Trump hat 80% der Wahlkreise gewonnen, die "Demokraten" haben in den Jahren der Präsidentschaft von BHO ca. 1000 gewählte Posten verloren, kein Zufall, kein russisches "Hacking", die vielen Amerikaner (we, the people, are sick and tired) waren es Leid, beim Schmierentheater der inszenierten "Demokratie" weiter mitzuspielen. Sie haben erkannt, "der Kaiser ist nackt". Nun, da trotz Dauerfeuer der ehemals freien Presse gegen Trump und fürs Establishment dieser doch Präsident geworden ist, wehrt sich "der Sumpf", "the deep state", mit anderen Mitteln, mit allen Mitteln, bis zum Äußersten. Kein zivilisatorischer Fortschritt. Ich drücke Trump die Daumen, "mag die Kraft mit ihm sein"!

Thomas Nichterlein | Fr, 17. Februar 2017 - 16:24

In reply to by Alexander Mazurek

Massenhaft kluge Kommentare, klüger sogar als der Artikel. Eigentlich sollte man sich nicht wundern,wenn das linke Establishment zurückschlägt, wenn es provoziert wird, gerecht und allwissend wie es ja ist. Und wenn Geheimdienst und neue Regierung ihre Kräfte messen sollte das einem normal vorkommen. Dass dies öffentlich geschieht und nicht mehr in Hinterzimmern ausgekungelt wird, verdankt sich Trumps Stil und der korrespondierenden Niveaulosigkeit der Presse.

Reiner Schöne | Fr, 17. Februar 2017 - 09:53

Meine Meinung zu allem was Trump macht oder nicht tut? Ich finde, jeden Präsidenten der USA hat man daran gemessen, was er innerhalb von 100 Tagen fertig gebracht hat. Erst in 100 Tagen gibt der Präsident selbst Rechenschaft ab, war schon immer so. Aber da nun gegen jeder Voraussicht nicht die Clinton gewählt wurde, sonder erschreckender Weise ein Herr Trump der nun auch noch Republikaner ist, wird er schon von der ersten Minute an zur Rechenschaft gezogen. Weshalb? Weil es Deutschland nicht paßt, oder besser der Regierung nicht paßt. Wäre bei der Clinton ebenso verfahren wurden? Nein. Da wäre alles gut und rechtens gewesen. Wir haben keinen Einfluß wer gewählt wird, und wenn uns der Präsident nicht paßt haben wir ebenso keinen Einfluß. Nur weil Merkel und Obama die Welt verändern wollte, was keiner sonst wollte, und jetzt ein Präsident das sagen hat, der ebenso denkt, muß es doch nicht falsch sein.

Heiner Hannappel | Fr, 17. Februar 2017 - 11:45

Ich habe noch nie einen US-Präsidenten, erlebt, der sich jenseits aller Hoffnungen, die sich irrational auf ihn fokussierten in seinen ersten Amtstagen derartig disqualifizierte.So hoffe ich, dass sein immer höflich lächelnder zu Trump Distanz haltender US-Vizepräsident Pence seinen Chef möglichst schnell im Amt ablösen darf. denn das, was wir da im Weißen Haus erleben, darf für die Welt kein Dauerzustand werden.

Sie schreiben "Hoffnungen die irrational auf ihn fokussierten". Ich denke das kommt auf den Betrachter an. Welche Hoffnungen Herr Trump bedient, die irrationalen oder nur die einfachen Hoffnungen vieler seiner Wähler, wird sich noch herausstellen. Wir sollten nicht unbedingt unsere Sichtweise auf die US-Wähler-Sichtweise übertragen oder voraussetzen.

Herr Hannappel,

ich weiß nicht wie viele US-Präsidenten Sie schon „erlebt“ haben. Aber ich darf vielleicht mal auf John F. Kennedy aufmerksam machen.

Wenige Wochen nach seiner Amtseinführung am 20. 01. 1961 startete Kennedy die Invasion(17.04.1961) in der Schweinebucht auf Kuba. Regime-Change war das Ziel.

Von Trump wissen wir, dass er derlei „Einmischungen“ reduzieren will. Aber das zählt wohl alles nicht. Wenn sich also in den „ersten Tagen“ jemand disqualifiziert hat, dann war das Kennedy und nicht Trump.

Juliana Keppelen | Fr, 17. Februar 2017 - 13:13

Eigentlich muss man Herrn Trump dankbar sein hat er doch, vielleicht unbeabsichtigt, uns vor Augen geführt, dass die EUler nur die kleinen dressierten Tanzbärchen am Nasenring des großen Bruders sind. Wie ließen uns durch die Arena ziehen egal in welche Richtung egal ob sinnvoll oder nicht immer schön am Nasenring tapsend. Jetzt sagt der große Bruder für diese Zirkusnummer müsst ihr uns mehr bezahlen und siehe da selbst die Trump-Gegner rutschen, bildlich gesprochen, fast auf Knien zu Herrn Trump mit dem Scheckbuch wedelnd nur damit sie weiter beim Kriegsspielen mit machen dürfen. Souveränität, Selbstbewusstsein, eigenes Denken, abwägen was für die EU selber gut ist Fehlanzeige.

Petra Führmann | Fr, 17. Februar 2017 - 14:17

Trump ist kein Diplomat, kein Rhetoriker, das ist sicher richtig, aber mir erscheint er ehrlich und vielleicht ein wenig naiv, ungeschult, normal im Gegensatz zum Politikersprech, keineswegs aber so dermaßen durchtrieben, berechnend, nur auf Machterhalt etc. aus wie viele vor ihm und auch in anderen Ländern; schlichtweg alle, die ihn so dermaßen bekämpfen. Ich sage nicht, dass er alles richtig macht, aber keinen der angedichteten und hochstilisierten Fehler, Lügen kann ich nicht entdecken. Es geht um persönliche Ängste, Unkenntnis in Psychologie u.v.a.m. Man muss sich nur mal bei uns umsehen, um zu Verurteilendes zu entdecken. Wer im Glashaus sitzt.. Ich wünsche Trump ein dickes Fell und Leute, die ihm nicht in den Rücken fallen. Und ihm ganz persönlich, dass er weniger sagt, mehr überlegt, auch die Folgen. Aber zu viele Köche rühren im Brei, für den er später allein die Schuld bekommen wird. Der momentane Umgang in der Presse und in vielen Kommentaren ist erschreckend.

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