Meistgelesene Artikel 2016 - Die gefährliche Seite der Bürgerlichkeit

Im März 2016 stand wieder Köln im Zentrum der Aufmerksamkeit bei Cicero Online. Diesmal ging es nicht um die Übergriffe der Silvesternacht, sondern um einen Konzertabbruch in der Kölner Philharmonie, der ungute Erinnerungen weckte

Der iranische Cembalist Mahan Esfahani erhielt Pfiffe aus dem Publikum / Deutsche Grammophon, Bernhard Musil

Autoreninfo

Rainer Balcerowiak ist Journalist sowie Autor und wohnt in Berlin. Seine Bücher, „Das Demokratische Weinbuch“ und „Der kulinarische Notfallkoffer“, sind beim Mondo Verlag Heidelberg erschienen. Er betreibt den Blog „Genuss ist Notwehr“.

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Erschienen am 03.03.2016:

Die Außenwahrnehmung Kölns war lange Zeit eher positiv besetzt. Dem Bild der rheinischen Karnevalsmetropole mit ausgeprägter Toleranz für schwul-lesbischen Lifestyle konnten selbst gelegentliche Berichte über die Bau- und Korruptionsskandale des berüchtigten „Kölschen Klüngels“ und Eskapaden des mächtigen einheimischen Klerus wenig anhaben.

Doch seit einiger Zeit sorgt die Domstadt für regelrechte Horrormeldungen. Es begann am 17.Oktober mit der fast tödlichen Messerattacke eines bekennenden Rassisten auf die „zu flüchtlingsfreundliche“ CDU-Kandidatin bei der Oberbürgermeisterwahl, Henriette Reker. Und nach der Silvesternacht gingen bis dahin unvorstellbare Bilder und Berichte um die Welt: Ein enthemmter Mob – darunter viele Migranten aus Nordafrika – hatte Hunderte von Frauen mitten in der Stadt und unbehelligt von der Polizei bestehlen und massiv sexuell bedrängen können.

„Sprechen Sie gefälligst Deutsch!“

Ein Mob der anderen Art – deutsch und in Abendgarderobe gewandet – machte dann am vergangenen Sonntag von sich reden. Nicht alkoholisiert auf der Domplatte oder vor einer Flüchtlingsunterkunft, sondern in der Kölner Philharmonie. Das national und international renommierte Ensemble „Concerto Köln“ bot ein Programm mit Orchesterwerken von Johann Sebastian Bach und seinem Sohn Carl Philipp Emanuel sowie kleineren Werken einiger moderner Komponisten. Solist war der iranische Cembalist Mahan Esfahani. Schon bei seiner englischsprachigen Anmoderation für das sicherlich gewöhnungsbedürftige Werk „Piano Phase“ des Minimal-Music-Pioniers Steve Reich wurde der Musiker aus dem Publikum lautstark angepöbelt („Sprechen Sie gefälligst Deutsch!“). Die Aufführung des Stückes selbst musste nach wenigen Minuten abgebrochen werden, erzwungen durch lautstark johlende und pfeifende Besucher. „Wovor habt ihr Angst?“ fragte der fassungslose Musiker die Nicht-Zuhörer und erwähnte, dass er aus einem Land komme, in dem derartige Musik von den Machthabern verboten sei. Doch er wurde weiter niedergebrüllt.

Nun ist die Biedermeier-Mentalität vieler regelmäßiger Konzertbesucher kein neues Phänomen. Es gibt ein weit verbreitetes Verständnis „deutscher Hochkultur“ und „klassischer Musik“, das vielleicht bei Bach beginnt, bei Mozart, Schubert, Schumann und Beethoven weitergeht und bei Brahms, Wagner und Mahler, aber spätestens bei Richard Strauss endet. Es erfordert Mut und Beharrlichkeit seitens der Intendanten und künstlerischen Leiter, diesem Publikum moderne Komponisten, die tradierte Hörgewohnheiten radikal in Frage stellen, oder historische Außenseiter wie Arnold Schönberg „zuzumuten“. Wenn sie es nicht täten, würde das gesamte Musikgeschehen alsbald in eine tödliche, museale Starre verfallen.  

Grundlagen der Kulturgeschichte

Ungewohntes kann verstörend wirken, soll es auch. Die gesamte Musikgeschichte ist von Komponisten geprägt, die sich in ihrer Zeit gegen erhebliche Widerstände durchsetzen mussten, da sie „gültige“ musikalische Prinzipien über den Haufen warfen. Auch sind lautstarke Missfallensbekundungen und Schmähkommentare bereits aus dem 18. und 19. Jahrhundert überliefert. Den NS-Ideologen war es dann vorbehalten, den Begriff der „entarteten Kunst“ zu etablieren, der sich in der Musik nicht nur auf jüdische Komponisten, sondern auf alles „Undeutsche“ bezog.

Man sollte glauben, dass ein aufgeklärtes Bürgertum diese Grundlagen der Kulturgeschichte kennt. Dass es bereit ist, (nicht nur) in Konzertsälen die Ohren zu öffnen und dem Neuen mit Neugier zu begegnen. Und sich ein Urteil zu bilden, das natürlich auch lauten kann, dass man mit dieser oder jener Musik nichts anfangen kann oder sie sogar als unangenehm empfindet. Man sollte erwarten, dass Kulturstätten wie die Kölner Philharmonie und Konzertreihen von Ensembles wie „Concerto Köln“, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, den Zuhörern neben der Pflege des Kulturerbes auch Einblicke in neue oder weitgehend unbekannte Entwicklungen anzubieten, ein Hort für Toleranz oder auch produktive Konfrontation sind. Doch am Sonntag wurde die Kölner Philharmonie „zu einem Ventil der gefährlichen Bürgerlichkeit, jener Biedermeier, die nur einen Anlass zur Brandstifterei suchen“, so der Musikwissenschaftler und Publizist Axel Brüggemann am Dienstag im Klassikmagazin crescendo.

Das „Volk“ begehrt auf

Es fällt schwer zu glauben, dass die Pöbelei gegen einen iranischen Musiker und die unverschämte Anmaßung, die Aufführung eines Werkes zu verhindern, nicht im Kontext des derzeitigen gesellschaftlichen Klimas in Deutschland stehen. Natürlich hat der Kölner Mob in Abendgarderobe nicht „Wir sind das Volk“ oder „Ausländer raus“ gebrüllt – aber in gewisser Weise genau das gemeint: Das „Volk“ – diesmal in Gestalt einiger Konzertbesucher – fühlt sich ermächtigt zu bestimmen, was in deutschen Konzerthallen gespielt werden darf und was nicht. Das „Volk“ verlangt von einem in England lebenden iranischen Musiker, ein Werk gefälligst auf Deutsch anzukündigen. Und dieses „Volk“ verweigert angesichts vermeintlich drohender „kultureller Überfremdung“ die Einhaltung einfachster Höflichkeits- und Anstandsregeln. Dazu noch mal Brüggemann: „Sollten die Bürger, die ihre Ohren zuhalten und ihre Mäuler aufreißen in Zukunft bestimmen, was an deutschen Philharmonien gespielt wird und welche Musik auf der Müllhalde des Entarteten landet, erreichen sie damit nur eines: das Ende jener Kulturnation, die Deutschland gerade deshalb geworden ist, weil seine Künstler immer wieder in die Welt gezogen sind, um mit offenen Ohren und offenen Augen neue Eindrücke in unsere Museen, Theater und Konzerthäuser zu bringen.“

Umso ermutigender die Reaktion des Intendanten der Kölner Philharmonie, Louwrens Langevoort. Der kündigte einen Tag nach den skandalösen Vorfällen an, das Stück von Steve Reich erneut aufzuführen. Für das Kölner Kulturbürgertum könnte dies zum dringend notwendigen Lackmustest werden. Wobei nicht vergessen werden sollte: Köln kann derzeit überall in Deutschland sein.

Dr. Fred Anton | Mi, 4. Januar 2017 - 11:16

Der iraner Musiker hat ein Stück gespielt, welches den Hörgewohnheiten seiner Zuhörer widersprach. Anstatt geduldig zuzuhören oder nur still den Saal zu verlassen, wurde protestiert und das Konzert offensichtlich so gestört, dass es abgebrochen werden musste.
Dieses Verhalten rechtfertigt sicherlich die Kritik, dass alte Hörgewohnheiten gegebenenfalls aufzugeben sind.
Es ist sicherlich auch zu kritisieren, dass von einigen Zuhhören gefordert wurde, die Ankündigung in Deutsch zu formulieren.
Aber dieses Verhalten auf das gesamte "Bürgerliche" zu übertragen, das ist völlig unangemessen.
Das behauptet die Überschrift des Artikels und wird auch im Artikel selbst behauptet. Das Bürgerliche würde sich dem Fortschritt widersetzen. Für die Musik mag das vielleicht gelten, aber die Auszeichnung des Bürgerlichen besteht ja darin, dass Bewahrte zu bewahren und sich vorsichtig Neuem zu öffnen.

Friedhelm Wegener | Mi, 4. Januar 2017 - 12:03

An diesem Beitrag wundern mich zwei Dinge: 1. Warum wird ein derartig alter Beitrag an die Spitze der Seite vom 04.01.2017 gestellt und
2. Warum wird in diesem Beitrag derartig verallgemeinernd auf das Volk geschlossen? Das ist doch nur ein Einzelfall...

Claudia Korthals | Mi, 4. Januar 2017 - 12:26

Vielen Dank fuer die Erinnerung am diesen Einzelfall, der wirklich einer war. Dieses Thema beschäftigt uns heute nicht mehr. Dadurch habe ich aber das besagte Stueck von Reich kennengelernt. Es ist wunderschön und gar nicht gewöhnungsbedürftig.

Michaela Diederichs | Mi, 4. Januar 2017 - 13:13

gefälligst Deutsch! hat so ähnlich auch Herr Westerwelle auf einer PK gesagt. Das möchte ich nicht kommentieren. Wie dünn die Patina der Höflichkeit, des Anstandes und des Respekts ist, zeigt dann allerdings der Konzertabbruch. Es steht jedem frei, ein Konzert, das ihm nicht behagt, in der Pause zu verlassen. Mich beschleicht das Gefühl, die Patina wird täglich dünner.

Christa Wallau | Mi, 4. Januar 2017 - 13:16

Dieser Vorfall in Köln ist m. E. ein gutes Exempel dafür, daß sich auf vielen Gebieten, besonders in Politik und Kunst, die "Eliten" von den "Normalbürgern" meilenweit entfernt haben. Es geht eben nicht ad infinitum gut, wenn die da "Oben" denen da "Unten" (die zudem die Zahlenden sind!) vorschreiben, wie sie zu denken und zu handeln und was sie zu schlucken haben.
Warum konnte in Köln nicht jemand auf deutsch und in -
um Offenheit und Geduld bittender, freundlicher Form -
die Einführung zu dem gewöhnungsbedürftigen Musikstück vornehmen? Das wäre ein Akt der Rücksichtnahme auf das Publikum gewesen, mit dem man sich nichts vergeben, sondern vielmehr der modernen Musik einen Dienst erwiesen hätte.

Natürlich war die rüde Art mancher Zuhörer eine Überreaktion und nicht korrekt, aber wie heißt es so schön: "Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus."
Irgendwann platzt auch dem Höflichsten der Kragen, wenn er
sich verar...t fühlt. Damit muß rechnen, wer die Menschen kennt.

Detlev Bargatzky | Mi, 4. Januar 2017 - 13:16

Oder waren das schlicht zahlende Zuhörer, denen es weniger um irgendeine politische Deutung eines Musikwerkes und seiner Interpreten ging?

Vielleicht hielten diese Zuhörer die Einführung in die Beweggründe des Komponisten für so wichtig, dass sie sie einfach nur verstehen wollten?

Ist das so unwahrscheinlich?
Ist das politisch unkorrekt?
Ist man wirklich gezwungen, sich für sein Eintrittsgeld Unerwartetes ertragen zu müssen?

Ich erinnere mich jedenfalls an einen Theaterbesuch vor einigen Jahrzehnten, bei dem der Regisseur (heisst der beim Theater so?)der Meinung war, er müsse unbedingt einige Passagen seines Stückes in französisch präsentieren lassen.

Da ich kein französisch kann, bin ich halt gegangen.

Würde mir heute so etwas passieren, würde ich während solcher Passagen möglicherweise mit meinen Handy telefonieren.

Klaus D. Lubjuhn | Mi, 4. Januar 2017 - 15:38

Kunst muss Kritik aushalten - Wie aber muss Kritik aktuell geübt werden? So, dass es keinem auffällt? Leise den Saal verlassen? Oder darf auch laut protestiert werden? Auch Stücke unser großen Dramen-Klassiker sind beim Publikum durchgefallen. Gerade wenn Kunst nicht gefällig ist, es gar nicht sein will, muss/darf sie mit Reaktionen rechnen, die ihre Wirkungstiefe zeigen. Dazu gehören auch die inkriminierten Buh-Rufe von Zuschauern/hörern. Auch solche Reaktionen halten Kunst lebendig. Was ist von einer Empörung über Kritik zu halten, die den Raum der Kunst "künstlich" einfrieden will?

Karl Gerhard T… | Mi, 4. Januar 2017 - 16:33

Diese Biedermeier-Mentalitaet haette ich von einem kultiviertem Publikum nicht erwartet. Man schaemt sich als Deutscher,der viele Jahre seines Lebens im Ausland verbringt,solche Verhaltensweisen gegenueber Kuenstlern an den Tag zu legen.Was ist nur aus unserer Heimat geworden????
G.Trautmann

Claudia Korthals | Mi, 4. Januar 2017 - 16:37

Ich hab mit den Artikel noch mal angeschaut. Was ist eigentlich passiert? Ein Musikstueck ist beim Publikum durchgefallen. Pfeifkonzert . Sowas kann passieren im Kulturbetrieb. Ist man dann schon Mob. Und was sollte das mit dem Volk. ? Langsam sollten alle mal wieder runterkommen.

Peter Müller | Mi, 4. Januar 2017 - 16:51

In den Meldungen über den vorliegenden Fall die Herkunft des Musikers als entscheidenden Auslöser für die unangemessenen Reaktionen zu präsentieren, diese Art Berichterstattung hat inzwischen einen treffenden Namen: Fake-News.

Hoffentlich gründet Maas sein Wahrheitsministerium bald, vielleicht bleibt es uns dann in Zukunft erspart, wochenlang solch dämlichen Diskussionen beiwohnen zu müssen.

Karin Zeitz | Mi, 4. Januar 2017 - 17:40

Warum mutet man uns im Neuen Jahr so einen alten Artikel erneut zu - gibt es nichts Neueres und Wesentlicheres zu berichten? Warum ist der Autor dagegen, dass in einem deutschen Konzerthaus deutsch gesprochen wird? Vielleicht hätte man dem Künstler einen Dolmetscher zur Seite stellen sollen, bei den Eintrittspreisen wäre das sicher zu stemmen gewesen. Offensichtlich entsprach die Musik, die der Künstler dargeboten hat, nicht den Hörgewohnheiten des Publikums. Die Reaktionen darauf waren sicherlich nicht
angemessen und für den Künstler beleidigend. Deshalb muss aber nicht gleich die ganze "Bürgerlichkeit" an den Pranger gestellt werden. Wer Probleme mit neuer Musik hat sollte den Besuch solcher Konzerte meiden.

Barbara Mosler | Mi, 4. Januar 2017 - 19:27

Ich hab' mir das Werk auf Youtube angehört (Danke für den Link) und schließe mich einem der dortigen Kommentatoren an: "Shitty and boring". Ich hab' auch Klavier gelernt und würde so einen Unsinn einem zahlenden Publikum nicht .... äh, zumuten wollen, pardon. Das entschuldigt natürlich nicht schlechtes Benehmen! - Weiter oben hat jemand geschrieben: "Die Patina wird immer dünner". Wird wohl so sein.

Holger Stockinger | Mi, 4. Januar 2017 - 20:14

Mehr Brahms oder Wagner? - Mehr Nietzsche?

Der brave Bürger wählt weiter GRÜN ohne Perserteppich

Isolde Hofmann | Mi, 4. Januar 2017 - 20:46

Ich wohne in Montreal, hier wird jedes Konzert zuerst in franzoesisch angekuendigt
nur in englisch, geht gar nicht, obwohl franzoesisch fuer viele Kuestler nicht einfach
ist, die Muehe wird erwartet, also warum nicht auch in Koeln deutsch ansagen??

Christoph Hellhake | Mi, 11. Januar 2017 - 23:25

1) "Natürlich hat der Kölner Mob in Abendgarderobe nicht „Wir sind das Volk“ oder „Ausländer raus“ gebrüllt – aber in gewisser Weise genau das gemeint: Das „Volk“... fühlt sich ermächtigt zu bestimmen, was in deutschen Konzerthallen gespielt werden darf und was nicht."
Mich wundert immer wieder, wie unsere Journalisten so genau wissen, was jemand meint, wenn er etwas anderes sagt. Ich war ja nicht dabei, aber dem Artikel entnehme ich, daß nicht das Volk, sondern die konkret anwesenden Konzertbesucher DIESES Stück nicht goutiert haben. Und nicht bestimmen wollten, was in "deutschen Konzertsälen" gespielt werden darf. Oder gab es Aufrufe zu "volksgenehmigter Musik" in deutschen Konzertsälen? Da wird immer so viel hineininterpretiert, daß einem ganz schwindelig wird ...
Und die Sätze mal ernst genommen: Wer sollte denn sonst bestimmen, was in Konzertsälen gespielt wird, wenn nicht das Volk, vertreten durch seine Repräsentanten? Barak Obama, Tante Elise,der Polizeipräsident, die UNO ...

Christoph Hellhake | Mi, 11. Januar 2017 - 23:25

2) „Köln kann derzeit überall in Deutschland sein.“ Ist das ein Hinweis auf Sylvester, der eigentlich gemeint ist?

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