Hysterie um Donald Trump - Politik als Dschungelcamp

Kolumne: Grauzone. Jede Amtshandlung von Donald Trump wird von empörtem Mediengetöse begleitet. Dabei liefert der neue US-Präsident nur das, wovon die skandalsüchtige Maschinerie lebt. Der Medienhype um Trump ist daher nicht nur nervig, sondern vor allem verlogen

Donald Trump umzingelt von Mikrofonen und Kameras
Donald Trump ist das Produkt der Medien und funktioniert nach ihrer Logik / picture alliance

Autoreninfo

Alexander Grau ist promovierter Philosoph und arbeitet als freier Kultur- und Wissenschaftsjournalist. Im Dezember 2014 erschien der von ihm herausgegebene Band „Religion. Facetten eines umstrittenen Begriffs“ bei der Evangelischen Verlagsanstalt Leipzig.

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Alexander Grau

Alle Reden nur noch von Trump. Egal wohin man schaut oder hört: Trump hier, Trump da, Trump dort. Jedes Dekret, das dieser Mann unterschreibt, jedes Telefonat, das er führt, ist eine Nachricht, wird kommentiert und von hysterischem Mediengetöse begleitet. Es ist nicht mehr zum Aushalten!

Natürlich gilt nach wie vor: Die USA sind die einzig verbliebene Weltmacht, und ihr Präsident ist nicht ganz unwichtig. Und ja: Die USA sind unser wichtigster Partner. Was ihre Regierung beschließt, hat auch Folgen für uns. Richtig ist ebenfalls, dass Trump in den ersten Tagen und Wochen einen bizarren Aktionismus an den Tag gelegt hat, der seinen Wählern suggerieren soll, dass nun eine neue Zeit angebrochen sei, und er dabei wenig Rücksichten auf diverse Befindlichkeiten genommen hat.

Vom „Muslim Ban“ kann keine Rede sein

Andererseits: Das Einreiseverbot für Bürger aus sieben muslimischen Ländern greift im Grunde lediglich den „Visa Waiver Program Improvement and Terrorist Travel Prevention Act of 2015“ auf, erlassen durch die Regierung Obama – nicht ohne Grund, denn die betroffenen Länder sind durchweg „failed states“, ausgenommen der Milizen- und Terrorexporteur Iran. Verwunderlich ist daher weniger die Liste selbst, sondern dass ausgerechnet Saudi-Arabien sich nicht auf ihr befindet. Offensichtlich hat selbst Trump das realpolitische Augenmaß, einen so wichtigen Handelspartner in der Region nicht vergrätzen zu wollen.

Von einem generellen „Muslim Ban“ der Trump-Regierung kann ohnehin keine Rede sein. Und nebenbei: Über die sehr viel skandalösere Tatsache, dass in 16 muslimischen Ländern ein Einreiseverbot für Israelis besteht, darunter in so hübschen Edelurlaubszielen wie Dubai oder Oman, regt sich hierzulande interessanterweise fast niemand auf.

Der Präsident, den die Medien verdienen

Trumps erste Amtshandlungen, so hat man den Eindruck, sind vor allem Medieninszenierungen, gerichtet an seine Anhänger, um zu demonstrieren, dass er „liefert“ und dankbar aufgenommen von Presse, Fernsehsendern und Online-Portalen. Denn Medien leben von der Aufregung und dem Skandal. Und Donald Trump beliefert sie ebenso großzügig wie regelmäßig.

Zumindest instinktiv hat der neue amerikanische Präsident die Heuchelei einer Branche verstanden, deren Empörungsrituale und hysterische Schlagzeilen nur die Kehrseite ihrer Gier nach dem Vulgären und Außergewöhnlichen sind. Insofern ist Donald Trump der Präsident, den die Medien verdienen. Er ist laut, er ist ordinär, und er hält die skandalsüchtige Maschinerie in Gang.

Trump passt somit in unsere Medienlandschaft wie die Faust aufs Auge. Doch nicht nur das: Er ist ihr Produkt. Denn ohne Facebook und Twitter hätte Trumps Kampagne kaum die nötige Schlagkraft entwickelt. Und erst die „traditionellen“ Medien haben ihm den massenmedialen Resonanzraum geschaffen, der ihn ins Weiße Haus getragen hat.

Fleisch vom Fleische der Medienindustrie

Kein Wunder also, dass sich die Medien zurzeit gebärden wie der Zauberlehrling, der – „Walle! walle“ – die Kontrolle verloren hat über die Kräfte, die er entfesselte. Denn Donald Trump ist Fleisch vom Fleische der Medienindustrie und funktioniert nach ihrer Logik – er ist das Politik gewordene Dschungelcamp.

Dass nun genau die Vertreter jener Branche, der kaum etwas zu ordinär oder zu primitiv ist, sich über den Immobilienmilliardär mit den schlechten Sitten mokieren, ist an Scheinheiligkeit und Zynismus kaum noch zu überbieten. Denn es waren die großen Medienunternehmen, die mit ihren vulgären Unterhaltungsshows und der Entertainisierung politischer Formate den Boden bereitet haben, auf dem ein Donald Trump gedeihen konnte.

Ernsthaftere Probleme

Der Medienhype um Trump ist also nicht nur nervig, er ist vor allem verlogen und peinlich. Und er lenkt von deutlich ernsthafteren Problemen ab. Die Finanzkrise in Südeuropa, die Flüchtlingskrise, die Lage in Nahost: Das alles wird man kaum als geklärt oder gelöst bezeichnen dürfen. Und die Wahlen in Frankreich, mit dem Potenzial, Europa epochal zu verändern, drohen auch noch.

Der Fall Trump ist ein gutes Beispiel, wie die Medien nicht nur das Opfer ihrer eigenen Logik werden, sondern genau das erzeugen, was sie offiziell zu bekämpfen vorgeben. Denn es waren die elektronischen Medien, die in den vergangenen dreißig Jahren entscheidend dazu beigetragen haben, dass der Ton in unseren Gesellschaften rauer, primitiver und plumper geworden ist. Verkauft wurde uns diese Entwicklung als modern, cool und zeitgemäß. Nun, wo die Ernte dieser Entwicklung eingefahren wird, gibt man sich empört – man sollte lieber schweigen.

Gerdi Franke | Sa, 4. Februar 2017 - 11:17

Nachdem es ihnen gelang, einen deutschen Bundespräsidenten aus dem Amt zu "schreiben" wird das jetzt mit dem amerikanischen Präsidenten versucht. Ich glaube aber nicht, dass Amerika oder sein Prädident ihr Ohr an den deutschen Medien haben. Also ist das Wichtigtuerei. Und "die Medien", hinter denen sich auch die deutschen Meien verstecken wollen, reagieren weltweit wesentlich weniger aufgeregt als die deutschen Medien, die noch am Versagen ihrer Voraussagen zahnen!

Florian Decker | Mo, 6. Februar 2017 - 13:10

In reply to by Gerdi Franke

Liebe Gerdi Franke, was halten Sie von der Variante, dass es Hernn Grau gar nicht gegen Trump geht, sondern darum, dass beispielsweise gerade Sie aus Artikeln dieser Art lernen können, was hinter den Kulissen vorgeht?

christiane bohm | So, 19. Februar 2017 - 21:19

In reply to by Gerdi Franke

Sie haben recht, den Wulff hatte ich ganz vergessen. Das macht wohl einen großen Teil des medialen Ärgers aus, das deren Einfluss bröckelt, besonders, wenn der Präsident lieber twittert als Presse zu bedienen. Das muss bestraft werden.

Michael Fischer | Sa, 4. Februar 2017 - 12:16

Danke für Ihren guten und besonnenen Kommentar, Herr Grau. Man wähnt sich wirklich manchmal wie auf einem Narrenschiff, wenn man diese Medienhysterie erlebt, die aus allen Rohren auf einen einprasselt. Zu bemerken ist noch, dass Trump ja nur ein Aspekt dieser Ausfälle ist. Diese blinde Medienwut ist ja auch schon irrational und meist ungerechtfertigt auf Fälle wie Sarrazin, Tebartz van Elst, Wulff, AfD, usw. nieder gegangen.

Das ist Boulevardisierung einstmals seriöser Medien, Politiker und Mitmenschen, die riskieren, zukünftig von denkenden Mitbürgern nicht mehr ernst genommen zu werden.

Schaden nimmt vor allem das Konzept der parlamentarischen Demokratie, das darauf angelegt ist, dass durch intensive Diskussionen ein Konsens gefunden werden muss, an dessen Ende eine Wahl stattfindet. All das steht zukünftig zur Disposition, denn wo Hysterie herrscht ist kein Platz für kühles Nachdenken, kein Platz für sachlich und weise Entscheidungen mehr.

Peter Bekker | Sa, 4. Februar 2017 - 12:17

Ein sachlicher und immer noch sehr milder Kommentar. Leider lässt sich der Autor gelegentlich selbst auf eine Anti-Trump Rhetorik ein. Trump ist weder bizarr noch ordinär. Er ist ehrlich bis auf die Knochen, tut was er den amerikanischen Bürgern versprochen hat und das sofort. Was ist daran bizarr? Er macht rigoros Politik für sein Land - in den Augen der Nichtstuer und Weltverbesserer ein ungeheurer Tabubruch. Trump will Amerika etwas zurück geben, und ich glaube ihm. Warum sonst sollte er sich und seine Familie diesen beispiellosen Hetzkampagnen aussetzen? Den Autor und CICERO frage ich ohne jede Polemik, warum bei all diesen Diskussionen die Personalie George Soros weitgehend Außen vor bleibt. Soros, Multimilliardär mit düsterer Vergangenheit, bekämpft Trump mit allen, und ich meine allen Mitteln, incl. Finanzierung von gewalttätigen Demos, bei denen Man an Churchill erinnert wird, 'the next fascists will call them anti-fascists'.

Arndt Schuster | Sa, 4. Februar 2017 - 12:29

Der Umgang der Medien mit Trump ist in der Tat mehr als verlogen. Demonstrationen gegen Trumps Einreisestopp werden völlig übertrieben als eine Art Volkserhebung dargestellt, um dann im Nebensatz zu verstecken, dass die Mehrheit der US-Bürger diese befürwortet. Schon Obama hat eine restriktive Einwanderungspolitik betrieben und das völlig zurecht. 2015 haben die USA gerade mal
1 682 Syrer aufgenommen. Ich glaube viele Menschen in Deutschland wünschen sich solch eine verantwortungsvolle Politik auch für unser Land, also ein klares Wort der Bundesregierung und der Kanzlerin, dass das GG, die Genfer Flüchtlingskonvention und das Dublin-Verfahren vollumfänglich wieder angewandt werden. Die Migranten, die schon da sind und noch kommen werden, werden unsere Sozialsysteme in den Ruin treiben und unsere innere Sicherheit auf Jahre belasten.

Horst Joeckle | Sa, 4. Februar 2017 - 12:34

Wer weiß, wie das menschliche Gehirn funkioniert, der wird verstehen, dass wir hauptsächlich einer Geschichte folgen, eine Rolle spielen, einen Film fahren, Kern-Mythen folgen. Wir sind weit weniger rational, als es die meisten überhaupt wissen oder zugeben würden.
Deswegen richten wir uns beim guten Handeln eher nach den Zehn Geboten als nach philosophischen Grundprinzipien. Deswegen ziehen wir mehr aus Märchen als aus logischen Argumenten.
Die angeblich außenseiterische Trump Administration weiß darum, und nutzt die Medien nicht nur als psychologische Kriegsführung gegen unsere Feinde. Sondern auch bietet sie uns an, uns über Gefühle zu lenken als uns anhand logischer Argumente zu überreden.
Man muss diesen Medien nicht folgen und manch einer mag es vorziehen, stets eine Woche hinter den tagespolitischen Nachrichten zu leben. Aber es ist nicht so, als könne man aus den Medien nichts lernen.

Marianne Bernstein | Sa, 4. Februar 2017 - 12:50

Ich habe mal gedacht, dass die Presse mehr oder weniger informiert und ggf. ein Kommentar eine persönliche Einschätzung basierend auf Fakten gibt.
Heute erlebe ich wie immer schneller und schamloser ein neues Hoch der Medienhysterie erreicht wird.
Wenn hier irgendeiner seine Glaubwürdigkeit verspielt, dann sind es die Medien.
Nicht Trump ist gefährlich sondern die Hysterie, die jede rationale und vernünftige Lösung der anstehenden Probleme einfach nieder brüllt.

Willi Mathes | Sa, 4. Februar 2017 - 12:59

Wohl wahr, Herr Grau !

Der parteipolitische Tellerrand scheint für viele Medien, der intellektuelle Horizont !zu sein.
Meinungsterror !

Danke Her Grau und Cicero

Bernhild Grassmann | Sa, 4. Februar 2017 - 13:03

Ein Leitartikel vom Feinsten. Es müsste aber bitte durchweg in dieser Klarsicht geschrieben werden. Nicht nur als Wochenendhappen für Anfrustrierte.

Brigitte Karpenkiel | Sa, 4. Februar 2017 - 13:13

Bravo, Herr Grau, Sie haben mit Ihrem Artikel "den Nagel auf den Kopf getroffen". BK & Co. sowie die meisten Journalisten sollten den Fokus endlich mal wieder auf die z. T. desolate Politik in Deutschland legen, denn es gibt genügend Baustellen, die hier zu bearbeiten sind.

Matthias Koeffler | Sa, 4. Februar 2017 - 13:14

Danke für Ihren Hinweis. Ich bezeichne Trump inzwischen als "Aufmerksamkeitsstaubsauger". Und Sie haben Recht, er ist auch das Produkt der Medienindustrie. Aber er hat auch gelernt, die Medienindustrie zu benutzen. Und das finde ich heikel. Denn mein Gefühl sagt mir, dass es bei ihm nicht um Inhalte geht, sondern darum, die Knöpfe zu drücken, die ihm die Macht sichern und davon kann er nicht genug bekommen. Die Sorge, die mitschwingt ist: Welche Grenzen der Macht akzeptiert er? Trump setzt derzeit die Eckpfeiler der Werte, auf deren Basis Entscheidungen getroffen werden. Die bestehen nicht in einem berechenbaren Konzept, sondern in Bauchentscheidungen. Jede Einzelentscheidung ist unberechenbar: Krieg oder Frieden? Fortschritt im Kampf um Menschenwürde oder deren Abbau? Das schürt Sorgen. Das Konzept Trump lässt noch nicht einmal zu, über andere Probleme zu diskutieren, weil nicht klar ist, ob er über Leichen geht oder gemeinsames Auskommen sucht. Das sichert ihm die Aufmerksamkeit.

Jürgen Streeb | Sa, 4. Februar 2017 - 13:14

Der Artikel spricht mir aus der Seele und zeigt mir, dass ich in meiner Einschätzung in guter Gesellschaft bin. Sehr geehrter Herr Grau, Sie attestieren einer Branche, "der kaum etwas zu ordinär und zu primitiv ist", Scheinheiligkeit und Zynismus. Wie wahr das ist, manifestiert sich in dem Cover der neusten Spiegelausgabe. Tiefer kann Journalismus nicht fallen. Ich fürchte solche Auswüchse sind Zeichen einer Dekadenz in unserer Gesellschaft. Ich würde in dem Kontext noch gerne einen Bezug zu Herrn Kisslers Artikel herstellen. Er erkennt in der Anti-Trump-Kampagne den Hass der Unterlegenen, die eine Niederlage nicht hinnehmen können. Nicht unerwähnt darf meines Erachtens auch bleiben, dass hinter der Kampagne konkrete machtpolitische Ziele stecken, die aller Wahrscheinlichkeit nach in nicht unerheblichem Maß von finanzstarken Gegnern massiv unterstützt werden.

Marcus Keller | Sa, 4. Februar 2017 - 13:22

Sie treffen den Nagel auf den Kopf! Man kann vergleichbares in Deutschland bei der Person Schulz beobachten : Veranstaltung in Wanne-Eickel ... die Medien blasen das auf! Wann "lassen die Medien" einfach mal los und konzentrieren sich auch wieder auf andere Dinge? Die Finanzsituation in Südeuropa, marode Infrastruktur in Deutschland, überhöhte Pensionszusagen für Beamte und Politiker ... Stattdessen Trump, Schulz, Trump, Schulz ... es ist unerträglich! Von den ÖR-Medien sollte man besseres erwarten; stattdessen muß man - verzeihen Sie bitte - in "Nischen-Medien" um seine eigenen Erkenntnisse fernab des Medienhype zu gewinnen... Es ist traurig!

Wilhelm Maier | Sa, 4. Februar 2017 - 13:59

Sehr geehrte Herr Grau. Danke.
„deutlich ernsthafteren Problemen“ werden nicht angesprochen.
Und auch wenn, dann sind sie zum Teil verdreht oder auch öfter einseitig interpretiert.
"Vielleicht transportieren wir zu oft Wünsche, wie etwas sein müsste und zu selten Fakten, Tatsachen, schonungslose Beobachtungen."“ Die beste Methode, die Leute vom Konsum von "Fake News" abzubringen, sei, authentisch und wahrhaftig berichten“,so der Verbandschef./ee/DP/fbr
„Wünsche, wie etwas sein müsste“ das muss man auf der Zunge zergehen lassen!
Qualität wird vom Leser erkannt!
Der Eid , Gelöbnis oder Schwur auf „die Wahrheit, die reine Wahrheit und nichts als die Wahrheit“ wehre bei Journaille auch richtig angebracht. Sollten eventuell auch Fernsehsendern und Online-Portalen in das Programm aufnehmen.
Und nach dem von Vorgänger hinterlassenem Chaos in der Welt hat der Trump nicht einfach und
bestimmt viel zu tun. Alles Gute.

Isabel d'Aguerre | Sa, 4. Februar 2017 - 13:59

Kann nie genug wiederholt werden, da man es im Juste Milieu nicht wahrhaben will: Einreiseverbot gibt es gegen Israelis nicht nur in 13 Ländern, sondern auch in Kuwait gegen 5 muslimische Länder seit 2011 - meistens nicht erwähnt und empörungsfrei! Vielen Dank für Ihren Beitrag.

Michaela Diederichs | Sa, 4. Februar 2017 - 14:55

Treffsicher und punktgenau diese Beschreibung der Medienlandschaft, lieber Herr Grau. Der neue SPIEGEL Titel - oh weh.

Hans Jürgen Wienroth | Sa, 4. Februar 2017 - 15:52

Es sind nicht nur die Medien, die hier eine Dauerberichterstattung inszenieren, es sind auch Politiker, die mit permanenter Hetze hier ihr Demokratieverständnis zelebrieren. Das Volk wird zum Aufruhr und zum Widerstand gegen diese neue Politik aufgefordert, die nicht dem sogenannten Mainstream folgt und damit als „populistisch“ bezeichnet wird.
Das Obama und seine Demokratische Partei Trump als offensichtlichen Vertreter einer rechten Politik nicht zujubelt, ist klar. Die Hetze findet auch diesseits des Atlantiks von einflussreichen Mainstream-Befürwortern bis hin zum neuen SPD Kanzlerkandidaten statt, um mögliche EU-Nachahmer zu diskreditieren. Eine kollegiale Zusammenarbeit wird damit in Zukunft schwer. Die Hetze gegen Andersdenkende schafft auch in Europa ein Klima der Konfrontation. Das ist in jeder Demokratie gefährlich, weil sich der „Klimawandel“ nach gewonnenen Wahlen nicht abschalten lässt und zu Protesten der Wahl-Verlierer führt.

Martin Arndt | Sa, 4. Februar 2017 - 18:56

Exzellent.Die Medien banalisieren uns permanent. Wen interessiert es, ob Heidi Klum einen neuen Liebhaber hat... Alles trivialer Schwachsinn!Die Moderatoren des staatlichen entertainment sind Kulturbanausen...Wer zur Nachdenklichkeit und Tiefe auffordert, wird marginalisiert. Ganz besonders zu schätzen ist der Hinweis auf das Einreiseverbot für Israelis in einigen Ländern. Der latente Antisemitismus zumindestens wird von Mr Trump nicht geteilt.

Felix Diller | Sa, 4. Februar 2017 - 19:30

Es sind eben nicht nur die Dschungelcamp-Medien, die "ihren" Trump bekommen haben und sich nun an ihm abarbeiten.
Gerade die sog anspruchsvolle Presse frönt unisono und höchst engagiert dem Trump-Bashing.
Das Niveau sinkt dabei von Tag zu Tag.
Hierzulande ist inzwischen jede überregionale Tageszeitung von der Anti-Trump-Hysterie erfasst.
Differenzierte Berichterstattung: Fehlanzeige!
Bei den Wochen- und Monatsausgaben sind nur wenigen Ausnahmen, die teilweise dagegenhalten (zB Cicero mit Grau und Kissler)
Die Hauptstrommedien sind seit August 2015 auf einen sehr niedrigen Qualitätslevel gesunken und damit ungeniessbar geworden...

Sebastian Roob | Sa, 4. Februar 2017 - 19:41

Herr Grau,

so sehe ich das auch, danke für diesen treffenden Artikel. Ich halte Trump für clever und er wird sein Spiel mit den Medien weiterspielen, man verkennt: Er macht die Regeln. Seine Kommunikation über Twitter ist eine beispielhafte Ohrfeige für diese Zunft.

Viele Medien verkennen ihre Verantwortung und machen für Klicks und Auflage anscheinend alles. Die meisten Menschen vertragen die Hysterie aber nicht und haben nicht die Zeit, den Wahrheitsgehalt einer Meldung selbst zu überprüfen. Sie haben recht, jetzt wird diese Saat geerntet und davor habe ich Sorge.

Hart Himstedt, Ph.D. | Sa, 4. Februar 2017 - 20:06

Interessant, man hält sich mit Kommentaren scheinbar zurück. Ich bin ein Deutsch-Amerikaner, 1991 ausgewandert. Alexander Grau denke ich, trifft den Nagel gut auf den Kopf. Trump wurde gewählt, weil die gesamte global liberale politische Landschaft als verlogen und manipulative von vielen durchschaut wurde. Politiker schwören ihr Amt im Sinne der Amerikanische Konstitution auszuüben, benutzen aber ihre Positionen mehr zur persönlichen Bereicherung, nehmen Gelder von Lobbyisten und anderen Regierungen. Das beste Beispiel: Hillary Clinton, Clinton Foundation ... Gesetze wurden politisch ausgelegt. Der Bürger war hinten an. Mit Geldern von Ideologen, Konzernen und ausländischen Regierungen, offenen Grenzen, Abhängigkeit vieler von sozialer Unterstützung und Wahlbetrug hat man bisher Wahlen gewonnen. Bürger, die noch nicht der Manipulation der Medien verfallen waren sahen Ted Cruz oder Donald Trump als die einzige Hoffnung für Amerika zurück zu gewinnen wofür wir stehen.

Martin Wessner | Sa, 4. Februar 2017 - 21:34

Der Staat Saudi-Arabien steht nicht auf Trump's Liste, weil er biometrische Pässe für seine Bürger eingeführt hat, die "Faked Identities" a'la Anis Amri unmöglich machen. Das heißt, dass der Grenzbeamte also genau weiß, ob er einen harmlosen Touristen oder ggf. einen soganannten "Gefährder" aus Saudi-Arabien vor sich hat, der in die USA einreisen will.

Monika Kindler | Sa, 4. Februar 2017 - 22:22

Mich wundert sehr, dass die Medien nicht berichten von den Frauen-Demonstrationen in den USA, die gegen die ABSCHAFFUNG der legalen und durch Obamacare bezahlten Abtreibungen protestieren. - ??
Und nur im Raum der Kirche hört oder liest man, warum niemand auf die Straße gegangen ist, dass am meisten die Christen in Irak von dem terroristischen IS verfolgt und umgebracht werden.
Danke, Cicero, dass Sie aufklärend und wahrheitsgemäß berichten, was ich gelesen habe: immer!! .

Christa Wallau | Sa, 4. Februar 2017 - 23:55

Ja, lieber Herr Grau, schön wär's, wenn Selbstkritik wieder eine wenigstens kleine Chance bei den Medien bekäme. Aber - kann das überhaupt noch
geschehen?

Der circulus vitiosus ist schwer zu unterbrechen:
Medien liefern Skandale - Volk springt drauf an, goutiert's und will bald mehr - Medien
liefern mehr Skandlöses, Vulgäres und gleichzeitig die Empörung darüber - Volk will noch mehr - Medien steigern die Tabu- und die Empörungsausbrüche...
Zu einer Art von Selbstläufer ist das Ganze geworden: Die einen wollen verkaufen (Gewinne machen), die anderen wollen konsumieren (genießen). Wer leistet da wohl am ehesten freiwillig Verzicht zugunsten von Qualität, Seriosität u.Wahrheitsanspruch???

Die Auflösung der Grenzen zwischen ernsthaften,
vernünftigen Auseinandersetzungen (Diskussionen), Talkshows, Unterhaltung und Kabarett bzw. Comedy läßt viele Menschen nicht mehr erkennen, was sie noch glauben können und was nicht. Letztlich entscheidet die gute "Performance".
Leider...

Christop Kuhlmann | So, 5. Februar 2017 - 00:41

Die Weltpresse liegt den Launen eines Narzissten zu Füßen. Klebt an seinen Lippen und seinen Tweets, um ihn in Grund und Boden zu verdammen. Sie können es gar nicht abwarten, bis die wirklich bösen Sachen kommen. Sie verzehren sich bereits im Vorspiel der Auseinandersetzung, rufen zur Schlacht um die Menschenrechte um Freiheit und Demokratie. Endlich das Feindbild, auf das sie erbarmungslos einschlagen können und Gift und Galle spucken, ohne dass es jemals den Opferstatus erhält, den Heiligenschein der ihre Augen blendet. Gierig schnappen sie nach den Brocken wohl kalkulierter, billiger Provokationen, die er ihnen vor die Füße wirft, um sich zähnefletschend darauf zu stürzen und auf alles, was sich ihnen in den Weg stellt. An den Unversitäten jagen sie die Altright-Aktivistinnen schon mit Eisenstangen, während die Mitglieder der National Rifle Associaten schweigend ihre Flinten putzen und auf den Tag warten, wo er die Nationalgarde zu den Waffen ruft, um das Vaterland zu retten.

Joan Miklosi | So, 5. Februar 2017 - 01:53

Lieber Herr Grau,
die Analyse ist perfekt. Und das Pendel schlägt zurück aber bleibt leider nicht in der Mitte stehen.

Heinrich Jäger | So, 5. Februar 2017 - 08:09

und deshalb gleich wieder ein Artikel zu Trump im Cicero schon lustig .Man sollte sich wieder mehr mit den Fehlern und Unterlassungen unserer Politiker befassen denke ich .Da gäbe es viel zu schreiben gerade wegen der anstehenden Wahlen.Das ganze Trump Geheule kommt mir mittlerweile wie ein organisiertes Ablenkungsmanöver vor.

helmut armbruster | So, 5. Februar 2017 - 09:26

aber das ist heute schon wieder vergessen. Warum eigentlich? Dank der Medien! Denn denen geht es immer nur um das aktuelle Tagesgeschehen. Dieses kurzatmige und tagesaktuelle Herumhecheln geht mir immer mehr auf die Nerven. Es verwirrt die Köpfe der Leute und verhindert, dass die wirklichen Kräfte erkannt werden, die hinter dem Tagesgeschehen wirken.
Sobald Trump übrigens Europa und D besuchen wird, werden wir erleben wie dieselben Medien, die jetzt auf ihn einprügeln, ihm schön tun werden. Denn dann ist ja der Besuch aktuell und nicht mehr die Trump-Dekrete von heute.
So sind unsere Medien. Sie haben keine Linie und keine Standfestigkeit. Sie sind Blätter im Wind, nichts weiter.

Klaus Schmalenbach | So, 5. Februar 2017 - 09:55

Sie sprechen mir aus der Seele! Fanfare und Tusch!!!

Michael Hoffmann | So, 5. Februar 2017 - 09:57

Wenn die heute-Nachrichten, wie am Samstag, nicht von einer Anti-Trump-Demo in Deutschland berichten können, dann wird eben ausführlich über eine Anti-Trump-Demo in GB berichtet.

ingrid Dietz | So, 5. Februar 2017 - 10:33

dass die Politik allerorts diesem Hr. Trump nicht auch die Schuld an den Finanzkrisen, den Flüchtlingskrisen, am Brexit, die drohende Pleite von Griechenland sowie den Zerfall der EU-Kommission andichten kann.
Wirklich jammerschade.

Rolf Domabyl | So, 5. Februar 2017 - 10:56

Ein Journalist, dem angesichts der trumpschen
Maßlosigkeit die eigenen Maßstäbe abhanden kommen, steht dem kritisierten, von Trump
verkörperten Zeitgeist näher als er denkt.

( sinngemäß aus der "WELT" vom 05.02.2017 )

Frank Goller | So, 5. Februar 2017 - 11:36

Hier möchte ich Kohl zitieren, zwar ungern aber es stimmt wohl. Etwas abgewandelt : Die kleinen Köter kläffen, die Karawane zieht weiter.

Christian Widder | So, 5. Februar 2017 - 12:39

Es gibt so gut wie keine echte Berichterstattung mehr im wortwörtlichen Sinne der Erstattung eines Berichts über die Dinge, wie sie halt liegen. Zeitungen bestehen heutzutage zu einem großen Teil aus Meinungen (von Kochrezepten und dem TV-Programm mal abgesehen). Meinung will ich mir aber selber bilden. Hätte man die Leute selbst sich ihre Meinung bilden lasse, Donald Trump wäre erkannt worden, was er ist - ein nackter Möchtegern-Kaiser.

Ruth Müller | So, 5. Februar 2017 - 12:59

Wie kommt es dazu dass nur die Meinungen bestimmter Gruppen über die Medien transportiert werden?
Es zahlen doch ALLE Gebühren?

Grün-Rot stellen ca. 20% der Wähler
CDU-CSU-FDP-AFD ca 40% der Wähler
Nichtwähler 40% der "Nichtwähler"

Warum hört man im Rundfunk/TV zumeist nur die oben genannten 20% ?
Wurde dagegen schon einmal geklagt - wegen Verstosses gegen den Proporz und die dadurch forcierte Manipulation der öffentlichen Meinung?

Gibt es keine demokratische Kontrolle über die Verwendung der Mittel?

Falls es keine Kontrolle gibt müsste man das doch hinterfragen - wäre das nicht eine Thema für einen Cicero-Artikel?
Danke ...

Günter Schaumburg | So, 5. Februar 2017 - 17:15

"... gibt man sich empört -man sollte lieber schweigen." Nein, verehrter Herr Grau, den Schmutz, den man verzapft hat, einfach zugeben und Änderung geloben. Das wäre Größe und An-
stand. Aber Beides ist unseren Medien, einige
Ausnahmen gibt es, abhanden gekommen.
Dazu passt auch ein Zitat von John Swinton (1829-1901), seinerzeit Redaktionschef der New
York Times - bei Interesse in Google-Zitate Jour-
nalismus nachlesen.

Beate Maier | So, 5. Februar 2017 - 18:24

Die Sensationsmedien in Deutschland bekommen genau das Futter, das sie wollen! Eine beispiellose Empörungswelle rollt und das pharisäerhafte "Wie-gut-dass wir-nicht so sind" wie dieser niveaulose US-Präsident eint unsere Politiker, Medien, Kirchen und Promis.
Nur: wo bleibt da der kritische Dialog, die rationale Analyse von Politik?

Hans von Massow | So, 5. Februar 2017 - 20:54

Vielleicht ist Trump als Paradebeispiel für schlechtes Benehmen für die Jugend der überfällige Anlass, sich von ihrer jugendverliebten Eltern- und Großelterngeneration zu distanzieren und mal wieder "anständig" zu opponieren. Gegen zwei Generationen, die für die Verkommenheit der Sitten verantwortlich sind. Statt sich in Anpassung und Farblosigkeit zu ergehen, sollte sich die Jugend auch den Luxus leisten, eigene ästhetische Standards zu entwickeln. Da könnten interessante Effekte herauskommen. In klassischer Jugendlichkeit wird die Jugend gegen ihre vorangehenden Generationen ohnehin immer verlieren, weil die sich vorgenommen haben, selbst mit 100 noch als Jugendliche zu sterben. Aber da Jugend sich traditionell eigentlich schlechter benimmt, als die Älteren, könnte man nun doch mal den Spieß umdrehen. Selbst ein Dresscode oberhalb T-Shirt und Jeans könnte schon ein Akzent sein.
Wir kommen langsam zum Kernproblem der westlichen Kultur.

Lara Berger | Mo, 6. Februar 2017 - 08:34

Wenn man sehen muß, dass sogar der "Spiegel" Trump neuerdings als isis-Schlächter abbildet, ist klar, dass das unterste Niveau erreicht ist. Da kann man nur noch wegschauen.
Und richtig, wir werden über wichtige Themen nicht mehr informiert. Es gibt so viel, worüber geschrieben und gesprochen werden muss. Das bleibt aus.
Deswegen habe ich mir völlig andere Quellen gesucht und auch gefunden, auch der Cicero gehört dazu, der die Betrachtung vieler Seiten beibehält, egal was die anderen kreischen. Die "alten" Medien booten sich selbst völlig aus. Sie bieten nur noch Propaganda der übelsten Sorte an. Was kann man denen noch glauben? Wer so über einen ungeliebten Präsidenten schreibt, dem kann man auch nicht bei Themen wie Klimawandel, Energiewende, Zuwanderung, Europolitik usw vertrauen. Denn auch das wird alles nur miese Propaganda sein.

Florian Decker | Mo, 6. Februar 2017 - 13:05

Im Anfang war das Chaos. Doch Nein - im Anfang war das Wort, und das Wort war bei "Gott", also war es noch nicht bei den Menschen. Dann brachten die Athener Sokrates um, auf dass das Wort - das er dialektisch "zersetzte" - zum Alltag werde. Platon versuchte noch den Ausgleich, aber schon Aristoteles sah darin nur noch die Ordnung mechanistischer Philosophie. Mit Christus wurde das Wort schließlich zu "Gott", und nun - da auf breiter Front jede Vernunft besiegt ist - haben wir Donald Trump, den neuen Gott der Amerikaner. Somit hat die Kirche die große Chance recht zu behalten. Wenn und sobald das Wort auch das Ende dieser Kultur markiert, haben wir sie, die prophezeite Apokalypse. Was für Trump gilt, das gilt für alle Populisten, also auch für Mutter Merkel? Sie ist sogar noch gefährlicher, denn sie missbraucht das Wort im Stil der Kirche. Viel reden, um nichts zu sagen, verschleiert die Wahrheit: Das Wort ist und bleibt das Chaos der Idealisten.

Uwe Dippel | Mo, 6. Februar 2017 - 15:21

an uns alle, dass es noch Medien wie den Cicero gibt.
Und Philosophen wie Zizek, die das ähnlich sehen. Bloss, dass die in DE nicht mehr gedruckt werden, so dass sie in der NZZ schreiben müssen.

Reimond Rohde | Mo, 6. Februar 2017 - 15:31

Wie recht Herr Grau hat. Mir fielen sofort die Krawallsendungen Böhmermann und heute-show ein. Dieese und ähnliche Sendungen werden von den Chefredakteuren gelobt, weil sie Quote bringen. Das sind die wahren Verlogenen.

Brigitte Simon | Mo, 6. Februar 2017 - 16:22

Trump und die Medien sind die Steigbügelhalter für den Wahlkampf der Bundeskanzlerin. Das Bundeskanzleramt freut sich. AfD wird nahezu ausgespart. Innenpolitik? Sekundär! Das Kapitel Seehofer, sprich CSU, hat sich von selbst erledigt. Wir küren Dich, unsere, Frau Merkel, zur Bundeskanzlerin
Erneut ziehen düstere Wolken am Horizont auf. Die schwarzen Wolken haben bereits
einen Namen: Schulz, ausgerechnet Schulz.
In Brüssel ein treuer Diener Merkels und jetzt?!
Und die Medien, ich verwende bewußt das Verb
"denunzieren" ihn. Keine Innenpolitikkenntnisse,
wo war und ist Merkels Innenpolitik? Bei Ge-
fahr innenpolitisch war das Ausland angesagt.
Obama über alles! Nun wäre erneut Amerika wichtig. Doch mit Trump? Das ist momen-
tan noch nicht opportun. Jedoch ist der rote
Teppich für das Treffen der G 20 mental be-
reits ausgerollt. Leiser Appell an ihn mit der
Bitte "mache es so wie wir, Menschenwürde,
Gerechtigkeit. Aber schone unsere Wirtschaft.
Dann lieben wir Dich!

Ruth Falk | Mo, 6. Februar 2017 - 16:59

Herr Grau, wegen Ihnen - und Kollegen- lese ich überhaupt noch Cicero.
Übrigens: offiziell ist Israel immernoch mit allen Arabischen Staaten ausser Ägypten, Jordanien, Marokko im Krieg, und wenn Israelis irgendwie in diese Länder fahren, kriegt man sie auch zu Hause in Israel am Kanthaken. Passiert bisweilen mit Arabischen Abgeordneten der Knesset.

Hubert Sieweke | Di, 7. Februar 2017 - 13:23

... sind derzeit wieder dabei, die Beleidigungen, Aufregungen und Nebensächlichkeiten zum POTUS kulminieren zu lassen. Man äfft den linken Medien der USA nach und siegt in Obama noch immer den Messias, der er beileibe nicht war.
Was werden diese Medien - es sind bei uns in D ja neben der SPD Mediengruppe ja höchsten fünf oder sechs Familien, die Meinungen produzieren - erklären, wenn die Politik von Trump positiv zu wirken beginnt? Was werden sie berichten, wenn durch geänderte US-Politik die EU langsam begraben wird? Warum sehen diese Medien, die ja selbst die Haare und die Schuhe des Präsidenten deuten können, nicht deutlich, was in der EU völlig falsch läuft und warum die EU nach 2017 nicht mehr in dieser Form existiert?
Statt dessen pöbelt man getrost über den Brexit, obwohl es doch auf der Kippe steht, ob nicht Brüssel als Ganzes abgewickelt wird. Warum wird nicht berichtet, dass in KEINEM Staat der EU eine Mehrheit FÜR diese besteht, stimmte man denn ab?

Dieter Wenzel | Mi, 8. Februar 2017 - 15:36

Ihrem Artikel ist nichts hinzuzufügen, Blattschuss - Eloquent ausgeführt. Mir persönlich erschließt sich eine solche Art der Unterhaltung zwar nicht, habe auch nie eine gesehen, aber nachdem es Zuschauer dafür gibt, muss diese Lust ja bedient werden.

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