Ultras gegen DFB - Grindels Angst

Heute beginnt die Bundesliga. Wieder geht es um Tore, Punkte und Millionen. Aber es geht auch um die Zukunft des Fußballs. Denn der Streit zwischen dem DFB und den Fans zieht weite Kreise

Fußball: DFB-Pokal, Eintracht Frankfurt - Borussia Dortmund, Finale am 27.05.2017 im Olympiastadion, Berlin. Fans aus Dortmund zünden Pyrotechnik auf der Tribüne hinter einem Transparent "KRIEG DEM DFB!"
Ultras verbrennen Pyros beim DFB-Pokalspiel Hansa Rostock gegen Hertha BSC / picture alliance

Autoreninfo

Ingo Petz ist freier Journalist in Berlin. Zudem ist er Mit-Initiator des Projektes „Fußball-Fankultur in der Offenen Gesellschaft“ beim Deutsch-Russischen Austauch e.V. (DRA).

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Ingo Petz

Heute beginnt die Fußball-Bundesliga. Wer wird Meister? Wer steigt ab? Wer schafft es ins Millionen-Spiel der Champions League? Welcher Trainer wird als erster gefeuert? Das sind die Fragen, die den Betrieb zu Beginn einer jeden Spielzeit umtreiben. Normalerweise.

Nun aber ist Reinhard Grindel, DFB-Präsident, bereits am vergangenen Mittwoch vor die Kameras der Republik getreten. Mit einem Statement setzte er das Thema, das die kommende 55. Saison nach Einführung der Bundesliga bestimmen könnte. „Es ist Zeit zum Innehalten“, so Grindel. „Es ist Zeit zum Umdenken.“

Der weltweit größte Fußballverband streckt die Hand aus nach seinen schärfsten Kritikern in den deutschen Fußballstadien, die in aller Welt mittlerweile für ihre lebendige und kreative Fankultur bewundert und beneidet werden. Eine Kultur, die den Marktwert der Bundesliga entsprechend attraktiver gemacht hat. Ein Dialog soll helfen, ein Band zu kitten, das vielen in der aktiven Fanszene des Landes als zerrissen gilt. Kollektivstrafen wie die Sperrung einer kompletten Tribüne will der DFB vorerst aussetzen. Ohnehin hätten die vor einer staatlichen Gerichtsbarkeit keinen Bestand und würden vornehmlich unschuldige Fans treffen. Damit kommt man einer Forderung der aktiven Fanszene nach. Aber wird das ausreichen?

Längst nicht mehr nur ein Spiel

„Scheiß DFB“, hallt es seit vielen Jahren durch die Stadien. Die Beziehung zwischen aktiven Fans auf der einen Seite und Verbänden auf der anderen Seite ist äußerst angespannt. Und nicht erst seit dem martialischen Auftritt der Fans von Dynamo Dresden im vergangenen Mai beim Zweitligaspiel in Karlsruhe, als die Tarn-Klamotten tragenden Dynamos dem DFB mit Bengalos, Bannern und Rauchtöpfen den Krieg erklärten. Ein Auftritt, der aufgrund seiner beispiellosen Humorlosigkeit und seines dumpfen Militarismus zurecht kritisiert wurde. Doch die Idee, klare Kante gegen den DFB zu beziehen, wird von vielen Fanszenen vereinsübergreifend geteilt. Entsprechend solidarisierten sich viele Ultra-Szenen mit den Dresdnern und stimmten in den Chor der Wut ein.

Man kann das leicht als pubertierendes Getue einer Szene abtun, die sich ohnehin viel zu ernst nimmt. Schließlich ist Fußball doch nur ein Spiel. Allerdings sind alle, die Fußball schauen, die überteuerte Trikots kaufen, die zu den neuesten Millionen-Transfers twittern und damit das globale Milliarden-Geschäft des Fußballs befeuern, dafür verantwortlich, dass der Fußball längst nicht mehr nur ein Spiel ist. . Er ist ein globales Mega-Event geworden, das durch die Überhöhung von Glücks- und Heilsversprechen in wirtschaftliche, aber auch in gesellschaftliche und politische Bereiche hineinstrahlt – mit allen seinen positiven und negativen Effekten.

Ultras nicht per se gewaltgeil

Fans, die Wochenende für Wochenende ins Stadion pilgern, die tausende Kilometer zu Auswärtsspielen zurücklegen, die große Teile ihres Einkommens und ihrer Zeit auf die Unterstützung ihres Vereins verwenden, die sich für faire Ticketpreise und Anstoßzeiten einsetzen, haben ein Recht, ernst genommen und nicht nur als Konsumenten und damit als Zuträger einer Wirtschaftsbranche verstanden zu werden.

Es sind vor allem die sogenannten Ultras, die sich im vergangenen Jahrzehnt als Kritiker der Kommerzialisierung und des Ausverkaufs hervorgetan haben. Dabei nutzen Ultras die durch die Kommerzialisierung gesteigerte Hyper-Aufmerksamkeit auch als Plattform für ihre Choreographien und ihre Botschaften. Sie sind das Kind einer Dynamik, die sie selbst kritisieren.

Für Außenstehende mag diese nach Außen hermetisch abgeschottete Jugendkultur befremdlich und martialisch wirken. Aber es ist ein Missverständnis, dass Ultras per se gewaltgeile und asoziale Volltrottel sind – so wie dies sinngemäß in einer Kampagne behauptet wird, die die Bild-Zeitung seit geraumer Zeitung gegen Ultras fährt. Es kommt immer wieder zu Randalen in Stadien. Ganz wird sich dies wohl nie ausmerzen lassen. Das soll keine Rechtfertigung sein. Aber wer in den Achtzigern in West-Deutschland Fußball-sozialisiert wurde, als Hooligans und Nazis die Ränge zu äußerst unangenehmen Orten machten, weiß, dass das sogenannte „Stadionerlebenis“ heute sicherer als je zuvor ist.

Soziales Engagement innerhalb der Vereine

Die Ultras sind keine homogene Gruppe. Die Szenen unterscheiden sich von Verein zu Verein vehement. Und auch innerhalb der Vereine gibt es Gruppierungen, die sich unterscheiden. Manche sind links, manche rechts, manche bezeichnen sich als unpolitisch oder als basisdemokratisch. Manche Gruppen sind Gewalt-affiner und haben eine engere Verbindung zu Hooligans. Im Großen und Ganzen sind Ultras zwar keine Pazifisten, aber sie lehnen Gewalt in den meisten Fällen ab.

Viele Ultra-Gruppen organisieren im Umfeld ihrer Vereine (denen sie im Übrigen ebenso kritisch gegenüberstehen wie dem DFB und der DFL) soziale Projekte, setzen sich für eine progressive Erinnerungskultur ein, engagieren sich gegen Rassismus und Diskriminierung und nutzen den Fußball als Vehikel für gesellschaftspolitisch relevante Fragen. Dieses häufig an Selbstausbeutung grenzende Engagement geschieht im Wesentlichen abseits der medialen Aufmerksamkeit. Eine Reduzierung der Ultras auf Gewalt ist damit nicht nur falsch, sondern auch fatal.

Die Tribüne als letzter Abenteuerspielplatz

Die Attraktivität der Ultra-Kultur liegt auch darin, dass junge Männer einen Raum in Stadien gestalten können. Ein Raum, in dem es selbstredend wilder zugeht als in einer Gesellschaft, in der Körperlichkeit, verbale und emotionale Ausfälle kaum noch geduldet werden – und die als Mittel dagegen nur Restritktion, Kontrolle und Empörung kennt. Vielen Jugendlichen gilt der Fußball deswegen als letzter Abenteuerspielplatz.

Ultras lernen dabei nicht nur, aufwändige Choreos zu basteln oder kreative Gesänge zu intonieren, sondern auch, wie Gruppen organisiert und verwaltet werden, wie man Kompromisse mit Vereinen oder eben Verbänden erreicht, wie man sich für seine Belange einsetzt. Manch einer würde sich wundern, wie rhetorisch geschult viele Ultras (und auch andere Fanvertreter) sind. In diesem Sinne sind Fußballtribünen in den vergangenen Jahrzehnten auch politischer und intelligenter geworden – und zu Räumen, in denen zivilgesellschaftliche Prozesse erlernt werden können, die für eine Demokratie unabdingbar sind.

Kritik wird auch von normalen Fans geteilt

Den Ultra gibt es also nicht (genauso wenig wie es den Fußball-Fan gibt). Und damit fängt das ganze Problem an. Die Strafverfolgungstechniken, die seit Anfang der neunziger  Jahre für Hooligans entwickelt wurden, werden fast Eins zu Eins auf Ultras angewendet. Vertreter der sozial-pädagogischen Fanprojekte, die sich seit Mitte der Achtziger als effektive Organisationen im Kampf gegen Gewalt und Extremismus hervorgetan haben, weisen immer wieder darauf hin, wie wichtig es ist, Hysterie in Diskussionen um Fußballgewalt zu vermeiden. Diese Hoffnung auf Differenziertheit wiederum wirkt bei der Strahlkraft des Fußballs, die auch die Politik im Wahlkampf für sich nutzt, fast wie ein Pfeifen im Walde. Dennoch wäre ein Maßhalten vonnöten.

Ultras werden aufgrund ihrer enervierenden Dominanz oder ihrem moralischen Überlegenheitsgefühl zurecht kritisiert. Aber die Kritik am Ausverkauf und an der Eventisierung des Fußballs hat sich längst auch außerhalb der Ultra-Gruppen und der aktiven Fanszenen breit gemacht. Das konnte man beim DFB-Pokalfinale in Berlin beobachten, als eben nicht nur die Fans in den beiden Kurven, sondern auch eher unverdächtige Fans im Olympiastadion die Schlagersängerin Helene Fischer (als Symbol der Eventisierung) in der Halbzeitpause auspfiffen. Wer Woche für Woche ins Stadion geht, wird hören, wie auch normale Fans in den „Scheiß DFB“-Chor einstimmen.

Einigung bleibt fraglich

Und hier liegt die Erklärung für Grindels doch panikartiges Vorpreschen so kurz vor dem Ligastart. Denn auch ein 220 Millionen Euro-Transfer von Neymar, die Anbandelung des DFB mit China in Sachen Fußball, die Aufweichung der 50-plus-1-Regel, Wettbewerbsvorteile für die Reals und Bayerns dieser Welt, die die nationalen Ligen die sportliche Spannung nehmen, oder die fragwürdigen WM-Vergaben nähren die Kritik. Die Kritik an einem Fußball, der satt und fett geworden ist und der immer mehr seine Basis aus den Augen lässt und sich als aufgeblähtes Happening feiert. Auch die zum Wohle des Marktes zerstückelten Spieltage nähren Wut und Kritik unter den normalen Fans. Premier League oder Fußball als sozialdemokratisches Vorzeigemodell? Das ist also die Frage.

Was ist von Grindels Angebot zu erwarten? Fanorganisationen wie ProFans begrüßten das Dialogangebot des DFB, dennoch bleibt man skeptisch. Denn den Dialog zwischen DFB und aktiver Fanszene hat es bereits gegeben. Bis 2011 wurde beispielsweise über das kontrollierte Abbrennen von Pyros verhandelt. 2012 kam dann das sogenannte Sicherheitspapier, das der DFB ohne Abstimmung mit Fanvertretern auf den Weg brachte und das bundsweit Protestaktionen nach sich zog. Seitdem stehen die Fronten.

Die aktive Fanszene – die auch an ihrer Kompromissfähigkeit arbeiten muss – wird sich bundesweit künftig weiter vernetzen und Möglichkeiten zum Protest in den Stadien suchen. Das sind TV-Bilder, die DFB und DFL ganz sicher nicht in den Kram passen. Ob es dem DFB aber gelingt, eine über Jahrzehnte mündig gewordene Fanszene tatsächlich mit akzeptablen Kompromissangeboten zu begegnen – und zwar auf Augenhöhe? Im Moment kaum denkbar.

Yvonne Walden | Fr, 18. August 2017 - 17:24

Bei der Aufarbeitung der jüngsten Vorkommnisse in den Fußballstadien sollte endlich Klartext über die Kosten der Polizeieinsätze geredet werden.
Das Bundesland Bremen fordert als einziges eine Erstattung dieser Kosten durch den Fußballverein Werder Bremen.
Warum schließen sich die übrigen Bundesländer (insbesondere Bayern mit dem Millionärsclub Bayern München) nicht schnellstens dieser Forderung an?

Das Aufrechterhalten der öffentlichen Ordnung ist Aufgabe des Staates und der Polizei.
Wenn man Fussballvereine zur Kasse bitten will, wo hört man auf? Müssen auch Oktoberfestwirte für die Polizei bezahlen? Der Kneipenwirt bei einer Schlägerei? Oder Sie, wenn bei Ihnen eingebrochen wurde?

Yvonne Walden | Mo, 21. August 2017 - 12:28

In reply to by Hans Müller

Die Grenzziehung zwischen kulturellen oder gemeinnützigen Veranstaltungen und Kommerz dürfte ziemlich klar sein.
Bundesliga-Fußball ist eindeutig Kommerz, denn die Vereine schwimmen quasi im Geld, was an den Spielergehältern deutlich wird.
Auch der Polizeischutz etwa bei Großveranstaltungen wie dem Münchener Oktoberfest sollten für die Oktoberfest-Schausteller und Oktoberfest-Wirte nicht kostenlos sein, denn auch dort werden ja bekanntlich Millionenumsätze gemacht.
Wenn jedoch irgendwo eingebrochen wird, handelt es sich für die Geschädigten nicht um Kommerz, ganz im Gegenteil.
Also, die Unterscheidung sollte klar sein.
Wo es um Millionenumsätze einerseits und um die öffentliche Sicherheit und Ordnung andererseits geht, müssen die Veranstalter bzw. Profiteure klar zur Kasse gebeten werden.

Hans Jürgen Wienroth | Fr, 18. August 2017 - 19:51

Ich finde den Vorschlag des Kandidaten für das SPD geführte Bundesinnenministerium (B. Pistorius) recht abenteuerlich: Bestimmte Bereiche für das kontrollierte Abbrennen von Bengalos freizugeben.
Das ist für mich die Abschaffung des Rechtsstaates und eine neue No-Go-Area Fußballstadion.
Wer kann so eine Partei wählen?

Bernd Fischer | Fr, 18. August 2017 - 20:24

wahrscheinlich ( Vermutung meinerseits ) beim Fußballverein Werder Bremen weniger Politiker im Vorstand oder Aufsichtsrat sitzen.

Goggel Sie doch einmal.

https://www.google.de/?gws_rd=ssl

Hans Müller | Fr, 18. August 2017 - 21:19

Ein überraschend ausgewogener Artikel. Die Spaltung der Fans in "gute Fans" (Sitzplatz, Klatschpappe) und "böse Fans" (gewaltgeile Ultras), die von interessierten Parteien versucht wird, und vor deren Karren sich die Bildzeitung gerne spannen lässt, wird hoffentlich nicht gelingen.

Die "sch... DFB"-Sprechchöre kommen längst nicht nur aus den Kurven, viele "normale" Fans haben die Schnauze voll.

Gerdi Franke | Sa, 19. August 2017 - 09:23

Um dem DFB Denkhilfe zu geben sollte man endlich die steuerzahlerfinanzierten Polizeieinsätze in den Stadien einstellen. Soll der Verein die Einsätze bezahlen oder eben für eigene Security sorgen. Bengalos in Stadien sind lebensgefährlich. Aber das muss dann jeder selbst entscheiden der hingeht!

Michael Seip | Mo, 21. August 2017 - 11:52

In reply to by Gerdi Franke

wie schon weiter oben ausgeführt, kann es nicht sein, dass Fussballvereine Polizeieinsätze bezahlen. Der Einsatz der Polizei geschieht hier immer, um den öffentlichen Raum, bzw. diejenigen, die sich dort aufhalten, zu schützen, wie dies z.B. auch bei Demonstrationen der Fall ist. Dafür zahlen wir Steuern. Im übrigen bestellen die Vereine selbstverständlich schon immer eine eigene Security, die sowohl die Zugänge als auch das Stadioninnere bei Spielen schützt und im allgemeinen das Hausrecht wahrnimmt. Die leider immer wieder auftretenden Gewalthandlungen sind nicht pauschal dem Veranstalter anzulasten, wie dies auch nicht bei genehmigten Demonstrationen geschieht.

Yvonne Walden | Di, 22. August 2017 - 10:15

In reply to by Michael Seip

Bei Fußballstadien handelt es sich nicht um einen "öffentlichen Raum", sondern um privat-betriebene Kampfsport-Arenen, so daß staatliche Polizeikräfte hier eigentlich nichts zu suchen haben, es sei denn, die Polizei tritt dort auf, um Straftäter zu verfolgen und dingfest zu machen.
Ein Vergleich mit genehmigten Demonstrationen, zum eist mit politischem Charakter, verbietet sich hier, weil das Demonstrationsrecht aus gutem Grund Verfassungsrang genießt, Fußballspiele und sonstige Sportveranstaltungen jedoch nicht. Dies insoweit zur Klarstellung.
Bereits über Pflichtbeiträge zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk und Fernsehen zahlen alle Bürgerinnen und Bürger erhebliche Anteile für den Profisport, ob dies die Bürgerinnen wollen oder nicht.
Gerade deshalb sollte die Allgemeinheit nicht auch noch für Polizeieinsätze zur Kasse gebeten werden, die allein wirtschaftlichen Zwecken (Einnahmenerzielung der Profi-Fußballvereine und anderer Profi-Organisationen) dienen.

bzgl. der Mitfinanzierung der Fussballprofis durch unsere "Gebühren" für den ÖR, gehe ich mit ihnen. Das muss nicht sein.
Aber: wer entscheidet denn anhand welcher Kriterien, für welche öffentliche, bzw. der Öffentlichkeit zugängliche Veranstaltung der Polizeieinsatz bezahlt wird und für welche dies nicht der Fall ist?

Yvonne Walden | Mi, 23. August 2017 - 10:48

In reply to by Michael Seip

Wenn eine Veranstaltung (ob Fußballspiel oder sonstige Show) darauf abzielt, hohe Eintrittspreise zu erzielen, um daraus Millionengehälter für die Akteure zu gewinnen, haben die Veranstalter selbst und auf eigene Kosten für die Sicherheit und Ordnung zu sorgen.
Schaffen sie dies nicht, dürfen sie staatliche Hilfe (Polizei, Rettungsdienste usw.) in Anspruch nehmen - aber gegen angemessene Bezahlung.
Hier sollten klare Trennlinien gezogen werden, damit die Allgemeinheit nicht weiterhin den Superreichtum der Balltreter finanziert.

Michael Seip | Mi, 23. August 2017 - 15:30

In reply to by Thorsten Rosché

das ist unterschiedlich, z.T. den Fussballvereinen - AGs, z.T. den Kommunen - und hier auch nicht relevant. Ich kann verstehen, dass nach einer finanziellen Beteiligung der Vereine als vermeintliche Verursacher der Polizeieinsätze gerufen wird, man sollte sich die Diskussion aber nicht zu einfach machen. Wollen wir dann auch für jede Einkaufsstrasse, jede Diskothek bzw. Wirtschaft den Polizeieinsatz von den Inhabern fallweise finanzieren lassen? Nochmals: Die Veranstalter von Fussballspielen haben sowieso für die Einhaltung der Hausordnung, für Ordnungsdienst etc. zu sorgen, können und sollen aber m.E. nicht hoheitliche Aufgaben übernehmen. Um diese zu finanzieren, werden Steuern gezahlt. Wenn Fussballspiele prinzipiell als gefährlich für die öffentliche Sicherheit angesehen werden, müssen sie verboten werden.

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