Ivanka Trump - Die scheinheilige Schönheit

Die „First Daughter“ Ivanka Trump ist zu einem einflussreichen Faktor in der amerikanischen Politik geworden. Als leuchtendes Vorbild will sie sich für Frauen in der Arbeitswelt einsetzen. Dabei hat sie jedoch nur eine privilegierte Gruppe im Blick, die Mehrheit der Frauen blendet sie aus

Ivanka Trump lächelt in die Kameras beim Women20 Summit 2017 in Berlin
Bringt Ivanka Trump wirklich frischen Wind in den Feminismus? / picture alliance

Autoreninfo

Hannah Fuchs studiert Philosophie an der Universität Wien. 

So erreichen Sie Hannah Fuchs:

Die älteste Tochter des US-Präsidenten, Ivanka Trump, trifft sich in diesen Wochen mit Delegierten der amerikanischen Regierung, um über Themen wie die Stärkung von Frauen in der Wirtschaft zu sprechen

Immer wieder tritt sie als engagierte Kämpferin für die Rechte von Frauen am Arbeitsplatz ein. Auch das Wort „Feministin“ nimmt sie gerne für sich in Anspruch. Beim Women20 Summit, der Ende April in Berlin zum ersten Mal stattfand, zeigte sich Ivanka Trump als selbstbewusste junge Frau und brachte mit ihrem verspielten Blümchenkleid frischen Wind neben Bundeskanzlerin Angela Merkel und IWF-Chefin Christine Lagarde. So emanzipiert Trump auch wirkt, sie ist dennoch der verlängerte, feminine Arm von US-Präsident Donald Trump. Feminin, ja – aber auch feministisch?

Ein blendender Stern

Wenn US-Präsident Donald Trump und seine Tochter in der Öffentlichkeit auftreten, erinnert das ein wenig an die Konstellation „good cop – bad cop”. Während Donald Trump sich in seiner politischen Karriere bis jetzt ziemlich undiplomatisch verhalten und mit polternder Stimme undifferenziert entweder alles als „absolutely fantastic” oder „stupid” tituliert hat, ist seine Tochter der scheinbare Gegenpol. Ivanka Trump hat, im Gegensatz zu ihrem Vater, ein kontrolliertes, teilweise schon zurückhaltendes Auftreten und spricht mit ruhiger, leiser Stimme. In Interviews lässt sie sich Zeit, überlegt und gibt dann eine selbstsicher wirkende Antwort. Die Tochter des amerikanischen Präsidenten hat relativ schnell, anstelle von Melania Trump, die Rolle der First Lady im Weißen Haus eingenommen und scheint nun die beschwichtigende Stimme der Trump-Familie zu sein.

Die „First Daughter“ ist der glänzende Stern am eher düster wirkenden Himmel von dem ach so „great America”. Die hochgewachsene Blondine modelte in ihrer Jugend, bevor sie eine Karriere als Geschäftsfrau anstrebte und einen Bachelor mit summa cum laude abschloss. Existenzängste quälten die mittlerweile 35-Jährige nie. Nach nur zwei Jahren in einem Immobilienunternehmen stieg sie in die Firma ihres Vaters ein und wurde dessen Vizepräsidentin. Außerdem besitzt sie eine eigene Modefirma und eine Schmucklinie. Aktuell bekleidet sie mit ihrem Ehemann Jared Kushner im Weißen Haus ein Amt als Berater des Präsidenten. Während einige ihrer Altersgenossen, wie Paris Hilton, in ihrer Jugend mit peinlichen Auftritten Schlagzeilen machten, zeigte die junge Trump Zielstrebigkeit und Taktgefühl. Schnell könnte man meinen, das Leben der Ivanka Trump sei perfekt, ein wahres Vorbild, eine Frau, die ihr Leben lang gearbeitet hat und reich an Erfahrung ist. Tritt man jedoch einen Schritt zurück, wird schnell klar, dass der Schein trügt. Ihr strahlendes Lächeln blendet, ja verblendet einen beinahe.

Falscher Feminismus

Auf die Frage hin, ob Trump sich als Feministin sähe, antwortete diese auf dem Women20 Summit, sie setze sich auf alle Fälle für Frauen am Arbeitsplatz ein.

In ihrem aktuellen Buch „Women Who Work“ ermuntert sie Frauen, insbesondere (werdende) Mütter dazu, sich nicht zwischen Karriere und Muttersein zu entscheiden und eine gesunde „Work-Life-Balance” zu schaffen. Doch der Anspruch der dreifachen Mutter Feministin zu sein scheint dabei dubios. Trump schreibt für jene Frauen, die ihr Selbstbewusstsein in der von Männern dominierten Welt schon erlangt haben. Sie schreibt für und aus der Sicht einer weißen, privilegierten Frau. Es wird ein Bild gezeichnet, das sich eher an Smoothie-Manhatten-Yoga-Moms richtet als an schwarze Frauen und sozial schlechter gestellte Minderheiten.

Denn die eigentlichen Schwierigkeiten im Leben hat Trump selbst nicht erleben müssen. Ungleiche Bezahlung, Diskriminierung und sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz scheinen Trump – trotz der abfälligen, sexistischen Kommentare ihres Vaters über Frauen – Themen zu sein, die sie nicht sonderlich interessieren.

Während Ivanka Trump mit ihrem Mann eine – zumindest von außen scheinbar – glückliche und funktionierende Ehe führt und nebenbei noch Personal wie Nannys und Chaffeure hat, mühen sich alleinerziehende Mütter damit ab, wie sie Arbeit, Kinderbetreuung und Haushalt bewältigen sollen, ohne dabei eine „schlechte” Mutter zu sein. Die breite Mehrheit der amerikanischen Frauen strebt keine große Karriere an, sondern ist mit einem durchschnittlichen Job und der Kindererziehung mehr als beschäftigt.

Ivanka Trump zielt aber nicht nur innerhalb der USA an dieser Zielgruppe vorbei. Auch im Ausland schenkt sie den Zuständen von Frauen am Arbeitsplatz kaum Beachtung. Die Kleidung ihrer Modefirma lässt sie in China produzieren. Dass Menschen dort unter menschenunwürdigen, prekären Umständen für ihr Überleben arbeiten, scheint sie dabei wenig zu kümmern. Bis jetzt hat sie sich zu diesen Umständen noch nicht wirklich geäußert, geschweige denn um eine Veränderung bemüht.

Feminismus ist unangenehm und unschön

Dabei haben sich viele Leute aus den oberen Schichten und Eliten seit jeher für Unterprivilegierte eingesetzt. Wohlstand allein ist noch kein Grund, unglaubwürdig zu sein. Doch Trumps Scheinheiligkeit dem Feminismus gegenüber macht sich nicht alleine durch ihre Herkunft bemerkbar. Die Themen, die sie anspricht, sind realitätsfern und abgehoben. Von Handlungen ganz zu schweigen. Trump ist eine Schönheitskönigin, wenn es darum geht, wunderschön zu reden, ohne etwas zu sagen.

Zwar inszeniert sich Trump in einer von Männern dominierten Welt als Feministin und findet ermunternde Worte für berufstätige Frauen. Feminismus bedeutet jedoch nicht, sich als hübsche Cheerleaderin auf die richtige Seite zu stellen, um dann das richtige Sprüchlein aufzusagen, zu dem dann möglichst viel Beifall geklatscht werden soll. Sie eckt in der Gesellschaft nicht an, sie stellt sich nicht auf die Seite der Unterprivilegierten, sondern sucht sich die angenehmen und unheiklen Themen aus.

Bloße Fassade

Ivanka Trump versteckt sich nicht hinter einer Fassade, sie ist diese selbst. Eine scheinbar makellose und von sich überzeugte Fassade. Sie steht dort, wo sie gerade zu stehen hat, ohne dabei eine eigene Position zu beziehen und bei dieser auch gegen Widerstände zu bleiben. Und dabei fällt es auch nicht sonderlich auf, dass ihre Worte so weich sind wie ihre Gesichtszüge. Die “First Daughter” ist somit vor allem eins: glatt. 

Raphael Landmann | Mi, 17. Mai 2017 - 16:46

Auf der Welt gibt es viel zu kritisieren. Zum Beispiel dass George Bush noch frei herum läuft. Dass Russland von einem ehemaligen KGBler regiert wird. Dass Deutsche täglich 4 Stunden Fernsehen. Oder dass mit deutschem Steuergeld Live-Fußball übertragen wird.

Aber falscher Feminismus der First Daughter gehört wohl weniger dazu. Im Gegenteil, so würde ich Ivanka Trump dafür loben, es mit dem ideologischen Feminismus nicht zu übertreiben und stattdessen einfach ein Vorbild für Disziplin und Erfolg zu sein.

Es ist nicht die Schuld von Ivanka Trump, dass viele Chinesen für einen niedrigen Stundenlohn arbeiten. Ungleiche Bezahlung für Frauen ist ein leicht widerlegbarer Mythos, denn ansonsten würde solche Firmen den Markt anführen. Und auch grundsätzlich darf der mittlerweile erkämpfte Zugang von Bildung für Frauen nicht damit verwechselt werden, dass die Erziehung von Kindern eine viel wichtigere "Arbeit" ist und Mütter dafür häufig geeigneter erscheinen.

Almut Knecht | Fr, 19. Mai 2017 - 15:53

In reply to by Raphael Landmann

Ivanka produziert in China. Sie arbeitet für einen Vater, der als Präsident "America First" auf seine Fahnen schreibt und Firmen unter Druck setzt, nicht ins billige Ausland abzuwandern.
Warum lässt die eigene Tochter nicht in den USA produzieren und geht mit gutem Beispiel voran?
Passt doch nicht zusammen...
DT kauft Hemden "made in China" und hat das bisher nicht hinterfragt?
Für mich passt das nicht zusammen im Kontext seiner Wahlmottos und Versprechungen für sein Volk. Und hier macht seine Tochter Werbung für ihren Vater und ihre eigene Firma. Das halte ich auch für "scheinheilig", wenn das Wort "heilig" hier überhaupt passt. Vielleicht ist es auch nur Fake Politik..., eben ein vordergründig schöner Schein.

Michaela Diederichs | Mi, 17. Mai 2017 - 17:14

Für mich ist diese junge Frau typisch amerikanisch oder zumindest ein Typ, dem viele nacheifern. Auf dem Women20 Summit war auch Königin Maxima - mir sympathischer - aber Frauenrechte/Feminismus würde ich da auch nicht assoziieren. Und waren die Frauen des Kennedy Clans oder die Clintons so viel anders?

Dominik Maassen | Mi, 17. Mai 2017 - 18:32

Mir fehlt bei dieser Frau die demokratische Legitimität, sich in allen Diskussionen nach vorne zu drängen. Von wem ist sie gewählt? Reicht es, Präsidententochter zu sein? Offensichtlich. Scheint auch für Angela Merkel kein Problem zu sein. Hauptsache irgendwie für Frauenrechte sein. Schön wäre es, wenn parallel auch über ihre Brüder berichtet wird. Beide fallen gerne auf, in dem sie abartig mit abgeschossenen Leoparden und getöteten Elefanten posieren. Diese Art von Großwildjagd war zu Hemingways Zeiten modern. Wer für Frauenrechte kämpft, gleichzeitig aber den eigenen Brüdern in Sachen Tierschutz nicht erfolgreich die Leviten lesen kann, ist für mich nicht glaubwürdig. Spannender wäre die Vermischung von geschäftlichen und politischen Interessen des Trump-Clans, von denen gerade Ivanka profitiert. Ich finde, dass Medien dafür in ihrer Berichterstattung mehr Raum schaffen müssten. Washington Post und NYT zeigen doch gerade, wie hervorragend Journalismus aufklären kann.

Ewald Knülle | Do, 18. Mai 2017 - 00:29

"Als leuchtendes Vorbild will sie sich für Frauen in der Arbeitswelt einsetzen. Dabei hat sie jedoch nur eine privilegierte Gruppe im Blick, die Mehrheit der Frauen blendet sie aus"

Damit ist sie doch auch nicht anders als ca. 99,99% aller Feministinnen, denn die Abschaffung/Ableugnung des Geschlechterunterschieds, die Neuschaffung zahlreicher Geschlechteridentitäten oder die Frage, ob man sich als selbstbewusste Feministin die Achselhaare rasieren soll, dürfte wohl für tatsächlich unterdrückte Frauen eher unbedeutend sein.

dr. kira mandini | Do, 18. Mai 2017 - 01:03

Diese Metapher trifft´s ganz gut. Ivanka Trump ist die Fassade für ihren Vater, hinter der er "gut ausssehen" kann. Warum man ausgerechnet sie auf einen Women´s Summit einlädt bleibt aber schleierhaft. Rätselhaft auch die Teilnahme der anderen Damen. Mit Feminismus hatte das sicherlich nix zu tun. Ivanka wirkte aber am deplaziertesten

Josef Garnweitner | Do, 18. Mai 2017 - 05:17

nicht los, jeder sucht nur noch bei jeder x-beliebigen Person nach negativen Eigenschaften über die man schreiben kann.

Hat kein Mensch mehr eine positve Seite? Hat man, weil man in eine priviligierte Klasse hineingeboren wurde, deshalb zwangsläufig nur negative Eigenschaften?

Ich werde auch hier das Gefühl nicht los, daß des öfteren der Neid die Feder führt.

nicht der Neid sondern die Stimmung in der "Wertegemeinschaft" ist ausschlaggebend. Wer gerade der Liebling der Medien und politischem Establishment oder eben der Buhmann ist zählt bei der Bewertung. Und da wird auch gern mal mit zweierlei Maß gemessen.

Dem Beitrag von Hannah Fuchs stimme ich vorbehaltlos zu.
Das Gebaren der Trump-Familie ist skrupellos und beschämend.
Diejenigen Frauen, die Donald Trump in dem guten Glauben auf sein Engagement für die Unterprivilegierten oder für die Gleichberechtigung von Frauen und Männern gewählt haben, dürften inzwischen in der Wirklichkeit angekommen sein.
Wichtig erscheint mir, diesen US-Präsidenten immer wieder zu entlarven, damit er nicht auch noch ein zweites Mal gewählt wird, was Gott verhüten möge, aber der steht im Zweifel immer auf der Seite der Mächtigen, so er überhaupt auf einer Seite steht. Schade!

Hannelore Altmeyer | Do, 18. Mai 2017 - 08:07

Und weiter geht´s beim täglichen Trump-Bashing, diesmal via First Daughter.
Über unsere Welt-Führerin gibt nur wohlgesonnene
Berichte. Abgesehen von ihren unsäglichen
Alleingängen, deren Folgen unweigerlich in
der Zukunft für Deutschland negative Auswirkungen haben wird, wer davor die Augen
fest zudrückt, na ja...
Allein diese ewigen unvorteilhaften Hosenanzüge
sind nicht von dieser Welt. Gibt es keine Stilistinnen, die da beratend eingreifen könnten?

Michaela Diederichs | Do, 18. Mai 2017 - 21:48

In reply to by Hannelore Altmeyer

Kritische Worte zu Frau Merkel sind tatsächlich Mangelware oder Fehlanzeige. Stattdessen arbeiten sich alle an den Trumps ab. Ich werde das Gefühl nicht los, dass die ganze Familie Trump in Sippenhaft genommen wird, weil man diesen Mann als Präsidenten nicht will. Mal wird bemängelt, dass seine Frau nicht an seiner Seite ist (das Wohl ihres Kindes ist ihr wichtiger als seine Präsidentschaft - hätte ich nicht anders gemacht), jetzt die Tochter - es geht quer durch alle Magazine und Zeitschriften. Und alle Artikel sind konsequent negativ. An der Familie soll kein gutes Haar gelassen werden. Aber mit Herrn Putin verfährt man ja auch nicht anders.

Frau Altmeyer
Da die politische Szene und Politik kein Schaulaufen ist, käme ich nie auf die Idee, jemanden nach dem Äußeren zu bewerten. Denn es geht um Inhalte und Entscheidungen. Auch um Diplomatie im ursprünglichen Sinne.
Frau Merkel mit Ivanka zu vergleichen, zumal in deren vollkommen unterschiedlichen Aufgabenbereichen und dann aufs Äußere reduziert (Hosenanzüge), ist einfach zu simpel und etwas schräg. Angela hat in ihrer Jugend vermutlich nicht gemodelt und auch der familiäre Background entbehrt jeglicher Parallelen. Als eine der wenigen Frauen in einer parteipolitischen Männerwelt vertritt sie ihren Platz
doch bodenständig, ob man nun ihre Partei bevorzugt oder ablehnt.

Michael Sander | Do, 18. Mai 2017 - 08:13

Es tut schon fast körperlich weh, wenn man liest, wie sich die Autorin in krampfhafter Weise an I. Trump abarbeitet.
Offenbar ist MissTrump keine Feministin und hat ein ganz entspanntes Verhältnis zu Männern und Kindern. Ausserdem lässt sie ihre Waren wie alle anderen auch in China produzieren.
So what?

Bernhard Kopp | Do, 18. Mai 2017 - 08:18

Ivanka Trump, wie auch ihr Vater, sind 1000%-ig davon überzeugt, dass sie authentisch sind und die Welt vollständig sehen. Sie glauben das wirklich, weil sie gar nicht anders können. 'Wenn sie kein Brot haben - warum essen sie nicht Kuchen' war schon eine Weltsicht vor mehr als 200 Jahren.

Dorothee Sehrt-Irrek | Do, 18. Mai 2017 - 09:22

weil das Wort Hass erinnernd, Artikel?
Hier scheint das Lob der offensichtlichen Schönheit und Glamourosität ivankas der Vorwand, um dann umso ungehemmter Ivanka zu beschädigen.
"Feminismus ist unangenehm und unschön"?
Er ist überhaupt nur, wenn die Frau schwarz und arm ist, überspitzt gesagt?
Nein, Feminismus ist angenehm und schön und macht auch hässliche Frauen wieder schön.
Wenn die Revolutionen nicht massgeblich von den mindestens geistig Privilegierten mitgetragen worden wären, hätten sie evtl. nie stattgefunden.
Ich erinnere an eine Eleanor Marx, ihres Zeichens aus weiblich adligem Haus. Ihre Mutter Jenny von Westphalen.
Die nicht unbedeutende Selbstachtung Kaiser Wilhelms des II rührt nicht zuletzt von dessen mütterlicher Legitimation her, der 1. Enkel Kaiserin Viktorias, Sohn ihrer ältesten Tochter.
Feminismus kann sich schon auf Anwesenheit im Olymp berufen, Athene, die Tochter des Zeus und bedarf genau AUCH dieser Legitimation, sonst wäre sie nicht:)
Na ja...

seitens der Autorin berechtigt.
Trotzdem bleibt der Artikel einstweilen ein Mosaikstein in MEINEN Überlegungen zu SEIN und ZEIT, natürlich angestoßen von dem brillianten Buch Heideggers "Identität und Differenz".
Ich bin evtl. zu oft zur für manche am falschen Ort zur falschen Zeit gewesen.
Ich muss zudem irgendwie mal gut ausgesehen haben, was mir nicht wenig Hasssss eintrug.
Entweder war ich nur klug wegen meines Vaters oder ich "durfte" nicht Frau/Mutter sein(Nur Arbeiterinnen sind schön?), weil ich zu gut aussah.
Es geht mir jetzt gut, weil der Hass gründlich war, mich zerstörte, zerstört wie ich bin aber von jeder Neiderin in Ruhe gelassen werde.
Ich werde nicht darüber hinwegsehen, weil schöne und kluge Frauen in diesem Universum m.E. von klein auf bedroht sind, wenn sie nicht ausreichend auch noch von Männern geschützt werden oder selbst dagegen aktiv werden.
Wenn man dann noch Neid, Gier oder Unfähigkeit von Männern abbekommt, gibt es `keinen Ort.Nirgends´, vice versa?

martin falter | Do, 18. Mai 2017 - 10:12

hat es schon schwer. Schwer vor allem Aufreger Themen zu finden. Denn in unserer Welt - also der westlichen Welt - gibt es eigentlich keinen wirklichen Grund mehr dazu. Auch Männer haben ähnliche Probleme von Diskriminierung am Arbeitsplatz bis Zugang zu Arbeitsplätzen - in Behörden werden immer noch mehr Frauen eingestellt als Männer trotz Frauenüberschuss - bis Gewalt und Benachteiligung aber hey interessiert das irgendjemand? Trump zieht sich halt auch den Schickeria Feminismus über - interessiert mich das?

Almut | Do, 18. Mai 2017 - 12:02

Danke für den Artikel, der einfach nur den schönen Schein relativiert. Kein Bashing, wie hier zu lesen ist. Auch kein Neid... Wer wollte denn mit Ivanka tauschen??
Ein Blick hinter die Kulissen des Establishments.
Und der ist berechtigt, wenn eine junge Frau inoffizielle offizielle Beraterin ihres Vaters wird, der kürzlich Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika geworden ist, den Klimawandel leugnet, Waterboarding wieder einführen will, Tierquälerei von Strafbarkeit entbinden...
Kritik, bzw. ein kritischer Blick und eine differenzierende Stellungnahme ist durchaus angebracht!

Michael Studer | Do, 18. Mai 2017 - 19:31

Sehr geehrte Frau Fuchs, ich möchte mich den eher kritischen Kommentaren anschliessen. Langer Artikel. Wenig Gehalt. Kaum interessante oder nachvollziehbare Meinungsimpulse. Fehlender Kern. Tendenziöse Formulierungen. Wenig Souveränität. Eher Neid-durchsetzt statt sauber hergeleitet. Krittelnder Meinungs-Mainstream, der mich bei anderen Presse-Erzeugnissen wenig wundern würde, bei Cicero dagegen schon. Zur Person Ivanca Trump war ich bisher noch meinungs-offen, weil ich a. zu wenig Fakten kenne und b. noch keine nachvollziehbaren oder gar überzeugenden Kommentare gelesen habe. Das gilt nach dem Lesen Ihrer zahlreichen Zeilen leider immer noch.

Wolfgang Tröbner | Sa, 20. Mai 2017 - 10:44

"Immer wieder tritt sie als engagierte Kämpferin für die Rechte von Frauen am Arbeitsplatz ein. Auch das Wort „Feministin“ nimmt sie gerne für sich in Anspruch."

Ach, und das darf Ivanka nicht? Weil sie, zugegebenermaßen, sehr attraktiv ist? Weil sie Blümchenkleider trägt? Oder nur, weil sie die Tochter von Trump ist?

Ihr Kommentar zu diesem Artikel

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.

Liebe Leserinnen und Leser,
wir freuen uns über jeden Kommentar und wünschen uns eine konstruktive Debatte. Beleidigende, unsachliche oder obszöne Beiträge werden deshalb gelöscht. Auch anonyme Kommentare werden bei uns nicht veröffentlicht. Wir bitten deshalb um Angabe des vollen Namens. Darüber hinaus behalten wir uns eine Auswahl der Kommentare auf unserer Seite vor. Um die Freischaltung kümmert sich die kleine Onlineredaktion von Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr. Am Wochenende werden Forumsbeiträge nur eingeschränkt veröffentlicht. Wir danken für Ihr Verständnis.