Gender-Studies - Die Glaubensgemeinschaft schlägt zurück

Kolumne: Grauzone. Viele Menschen wehren sich inzwischen dagegen, dass zentrale Einrichtungen unserer Gesellschaft im Namen von Gender-Diversity und Gender-Mainstreaming umgebaut werden. Nun reagieren die Gender-Studies mithilfe verschiedener Stiftungen. Doch dabei entlarven sie sich selbst

Eingangstüren einer fahrbaren Toilette, aufgenommen am 06.04.2017 in Potsdam (Brandenburg).
Geschlecht: eine von der Biologie unabhängige soziale Konstruktion? / picture alliance

Autoreninfo

Alexander Grau ist promovierter Philosoph und arbeitet als freier Kultur- und Wissenschaftsjournalist. Im Oktober erscheint sein Buch „Hypermoral. Die neue Lust an der Empörung“ beim Claudius Verlag München.

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Alexander Grau

Was macht eine Glaubensgemeinschaft, wenn sie spürt, dass sie Gegenwind bekommt, dass ihre Lehre als autoritäre Anmaßung entlarvt wurde, die das Denken, Fühlen und Handeln der Menschen gegen deren Willen massiv verändern will?

Nun, eine so demaskierte Glaubensgemeinschaft schlägt zurück. Am besten in einer konzertierten Aktion. Wie man das macht? Ganz einfach: Indem man Tatsachen abstreitet, Kritiker diffamiert und sich bemüht, angeblich falsche Vorwürfe zu entlarven. Und wenn die entsprechenden Vorwürfe gar nicht falsch waren, dann muss man Logik und Wissenschaft so lange strapazieren, bis das keinem mehr auffällt.

Gender-Studies stehen unter Druck

Wunderbar studieren kann man dieses Vorgehen anhand der so genannten Gender-Studies. Denn die stehen unter massivem Druck. Zum einen weil ihre Grundannahmen – Geschlecht sei eine von der Biologie unabhängige soziale Konstruktion – zweifelhaft sind. Vor allem aber, weil sich immer Menschen dagegen wehren, dass im Namen von Gender-Diversity und Gender-Mainstreaming zentrale Einrichtungen unserer Gesellschaft wie Kindergärten, Schulen, Universitäten und öffentliche Institutionen systematisch umgebaut werden.

Das kann natürlich nervös machen. Also erfolgte vor genau einem Monat aus dem Lager der Gender-Ideologen der Gegenschlag. Zunächst stellte die Heinrich-Böll-Stiftung unter dem Namen „Agent*In“ ein Online-Lexikon ins Netz, das Informationen über Organisationen und Personen veröffentlichte, die antifeministischer und genderkritischer Positionen angeklagt wurden. Nach heftigen Protesten wurde das Portal wieder geschlossen.

Broschüren mit entlarvenden Vorwürfen

Zeitgleich veröffentlichte die Böll-Stiftung zusammen mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung eine Broschüre mit dem unfreiwillig sinnigen Titel „Gender raus!“, die das Ziel verfolgt, angeblich falsche Behauptungen zu sammeln, richtig zu stellen und Gegenargumente zu entwickeln. Das ganze findet seinen Höhepunkt in einem Abschnitt, in dem die Autorinnen ihren Kritikern vorwerfen, Wissenschaft auf Naturwissenschaft zu reduzieren. Ein entlarvender Vorwurf, denn tatsächlich beruhen die Gender-Studies darauf, geisteswissenschaftliche Pseudo-Gegenstände zu konstruieren („Gender“) und diese so gegen jeder Form empirischer Überprüfbarkeit zu immunisieren. Mit „Freiheit der Forschung“ hat das wenig, mit Gaukelei aber umso mehr zu tun.

Nur ein paar Tage nach ihren beiden Schwester-Organisationen legte dann die Friedrich-Ebert-Stiftung eine ganz ähnliche Broschüre vor. Titel diesmal: „Das Märchen von der Gender-Verschwörung. Argumente für eine geschlechtergerechte und vielfältige Gesellschaft“.

Zunächst: Auffällig ist, dass man im Gender-Milieu offensichtlich zunehmend Argumentationshilfen zur Verteidigung der eigenen Position braucht. Und auch die infantile Aufmachung der Broschüre mit viel Rosa und buntem Einhorn auf dem Titel scheint von einem eher schlichten Gemüt der Leser auszugehen.

Vor allem aber: Der Inhalt der Broschüre ist nicht viel reifer oder gediegener als ihr Äußeres. Das wird – wie schon bei der Böll-Broschüre – insbesondere in dem Abschnitt deutlich, der zeigen will, dass Geschlechterforschung keine Ideologie ist, sondern Wissenschaft.

Schon der erste Satz – „Geschlechterforschung kritisiert gesellschaftliche Verhältnisse und Missstände mit dem Ziel, Ungerechtigkeiten und Hierarchien zu verändern“ – konterkariert sein Anliegen. Denn ein intellektuelles Unternehmen, das normative Ziele verfolgt, ist niemals Wissenschaft, sondern eben Ideologie. Und auch wenn immer wieder in der Geschichte das Gegenteil behauptet wurde: Es gibt keine wissenschaftliche Ideologie.

Wer ist objektiv und wer subjektiv?

Wer jedoch mit den Begriffen „Wissenschaft“ und „Ideologie“ Schindluder betreibt, der verheddert sich schnell in seiner eigenen Terminologie. So kann man auf der schon zitierten Seite weiter lesen: „Geschlechterforschung betreibt Wissenschaftskritik, weil der Blick der Wissenschaften von einer männlichen und weißen Perspektive ausgeht und damit zumeist blind bleibt für Geschlecht und andere Perspektiven.“

Doch schon auf der nächsten Seite wird der verblüffte Leser mit Blick auf den hohen Frauenanteil in der Geschlechterforschung informiert: „Objektivität hängt nicht vom Geschlecht der Forschenden ab, sondern von deren Fähigkeit zur (Selbst-)Reflexion.“ Wir lernen: Von Frauen betriebene Gender-Studies sind objektiv, von Männern betriebene Wissenschaft hingegen nicht, da diese von der männlichen Perspektive eingetrübt wird. Aha.

Diese Nonsense-Qualität zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamte Broschüre. Nun ist die Friedrich-Ebert-Stiftung eine weltanschaulich gebundene (allerdings von Steuergeldern finanzierte) Organisation und kann insofern für gut befinden, was sie will. Ärgerlicher ist jedoch, dass inzwischen auch die Webseiten vieler Behörden, Ämter und Rathäuser auf diesen Unfug verlinken und ihn so immer mehr zur Staatsdoktrin erheben.

Tomas Poth | Sa, 19. August 2017 - 11:13

mit Steuern finanziert kämpfen um ihre Einkünfte. Man sollte Ersatzarbeitsplätze zur Verfügung stellen, dann würde so mancher Mumpitz nicht geschrieben. Einbindung in sinnvolle Tätigkeit mit greifbaren/sichtbaren Ergebnissen würde viele Probleme unserer Gesellschaft lösen.

Es gibt eine aufschlussreiche Kritik einer durchgeführten Evaluation zu Gender-Studies:
https://serwiss.bib.hs-hannover.de/frontdoor/index/index/docId/405
Jeder MINT-Lehrstuhl würde abgeschafft, wenn er so "wissenschaftlich" tätig wäre, wie diese Gender-Lehrstuhlinhaberinnen. Aber da es an qualifizierten Bewerberinnen in den MINT-Falkutäten fehlt, können die Universitäten über diese pseudo-wissenschaftlichen Lehrstühle die Frauenquote anheben. Leider werden so Steuergelder verbraten, die dann für Lehrstühle fehlen, die uns und unsere Gesellschaft wirklich voranbringen!

Gerdi Franke | Sa, 19. August 2017 - 12:21

Es mag ja sein dass einige wirklich nicht wissen ob sie Männlein oder Weiblein sind. Aber deswegen muss sich nicht eine ganze Gesellschaft umorientieren und anpassen.

Monika Stiller | Sa, 19. August 2017 - 12:33

Danke für diesen Kommentar Herr Grau! Im letzten Absatz gehen Sie sehr deutlich auch auf meine Befürchtungen ein. "Genderforschung", eine "Wissenschaft", die durch Steuergelder unterstützt und deren "Ergebnisse" immer mehr zur Staatsdoktrin erhoben werden. Eine Entwicklung, die man leider jeden Tag beobachten kann. Ein Wunsch von mir: Es müssten viel mehr einflussreiche Menschen aus der Politik und den Medien klar und deutlich sagen, dass der Kaiser nackt ist.

Willy Ehrlich | Di, 22. August 2017 - 14:35

In reply to by Monika Stiller

zwischen "einflussreiche" und "Menschen" fehlt das Wort: "Wissenschaftler". Denn aus "der Politik und den Medien" kommen die Claqueure des (angeblich angezogenen) Kaisers.

Peter Dietermann | Sa, 19. August 2017 - 12:50

Die Anzeichen dafür finden sich überall. Da ist es natürlich zu viel verlangt, dass zwischen Wissenschaft und Ideologie unterschieden werden kann. Allerdings, es gibt schlimmere Probleme in diesem Land als Genderforschung. Auch wenn es natürlich bedenklich ist, wenn staatliche Stellen auf solche Broschüren und Seiten verlinken.

Was ich übrigens fast schon witzig finde, ist dass diejenigen die mit großer Ernsthaftigkeit und Ausdauer Genderdebatten führen, oft auch diejenigen sind in an der Ausbreitung eines ultrareaktionären Frauenbild nichts kritisierenswertes finden, solange dieses Frauenbild nur von Migranten und Personen mit Migrationshintergrund gelebt und propagiert wird.

In dem Zusammenhang, Ich frage mich, wie lange es noch dauert bis die Grünen endlich thematisieren, dass es sowohl frauenfeindlich als auch rassistisch ist, das es bei Ampelfrauen keine Quote für solche mit Vollverschleierung gibt.

Dieses absolut treffende Argument wird mittlerweile sehr häufig angebracht.
Die Grünen überhören es bisher aber virtous.

Wie immer kann nicht sein, was nicht sein darf. Man muss sich nur fest genug die Ohren zuhalten und "Weltoffen. Ich freu mich drauf." delirieren. Dann ist erstmal alles in Ordnung. In Berlin-Friedrichshain bekommt man davon halt noch nicht so viel mit. Und in so böse Stadtteile geht man halt als Gutverdienener nicht. Mit diesen Leuten da will man ja schließlich nichts zu tun haben.

Klaus Dittrich | Sa, 19. August 2017 - 12:52

„Zeitgleich veröffentlichte die Böll-Stiftung zusammen mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung eine Broschüre mit dem unfreiwillig sinnigen Titel „Gender raus!“, . . . Nur ein paar Tage nach ihren beiden Schwester-Organisationen legte dann die Friedrich-Ebert-Stiftung eine ganz ähnliche Broschüre vor.“
Tja, reale Herrschaft – R/R/G in Berlin – wird begleitet von ideologischer Herrschaft.
„Denn ein intellektuelles Unternehmen, das normative Ziele verfolgt, ist niemals Wissenschaft, sondern eben Ideologie. Und auch wenn immer wieder in der Geschichte das Gegenteil behauptet wurde: Es gibt keine wissenschaftliche Ideologie.“
Erinnert an die Versuche der katholischen Kirche, eine „wissenschaftliche“ Religion zu schaffen. Also dank R/R/G marschieren wir ins „moderne“ Mittelalter!
„Ärgerlicher ist jedoch, dass inzwischen auch die Webseiten vieler Behörden, Ämter und Rathäuser auf diesen Unfug verlinken und ihn so immer mehr zur Staatsdoktrin erheben.“
Wer nicht denken will, folgt willig den Vorgaben

Vergangenes Jahr wurden von einer benachbarten Stadtverwaltung Einladungen zu Sitzungen verschiedener Ratsausschüsse versandt mit folgender Adresse:
"An die Mitgliederinnen und Mitglieder des xy-Ausschusses"
Es wurde bemängelt, daß der Unterstrich (_) und/oder der Stern (*) fehlten.

Peter Dietermann | Sa, 19. August 2017 - 12:53

Das Bild da oben ("LADYS" - "GENTLEMAN") ist hochgradig sexistisch und diskriminierend. So etwas zu kritisieren hat nichts mit Gender zu tun. Von daher obendrein deswegen ein komplett falsches Bild über einen guten Artikel.

Heidemarie Heim | Mo, 21. August 2017 - 12:53

In reply to by Peter Dietermann

Sie haben recht Herr Dietermann! Ich mußte zugegebenerweise noch mal hochscrollen.Nehme diesen Ausrutscher jedoch mit Humor und der Frage nach
einem dresscode für diese spezielle Toilette.Je nach "Dringlichkeit meines Bedürfnisses" würde ich eventuell nachfragen ob für mich Dessous/-high heels-pflicht,
bzw. den Gatten smoking-zwang besteht vor Betreten des Etablisment:) Schönen Tag
noch! MfG

Jochen Fischer | Mo, 21. August 2017 - 19:13

In reply to by Heidemarie Heim

Nebenbei steht der "Gentleman" im Singular und "Ladys" in einem zu dem noch falschen Plural.

Josef Garnweitner | Di, 22. August 2017 - 15:46

In reply to by Jochen Fischer

halt davon, weil mittlerweile ja jeder meint, er wäre der englischen Sprache mächtig und unbedingt Anglizismen verwenden muß. Dabei täte es "Damen" und "Herren" eigentlich auch. Aber wie man hört, lassen die Kenntnisse der deutschen Sprache auch immer mehr nach.

Kai Korrotes | Mo, 21. August 2017 - 14:33

In reply to by Peter Dietermann

Wenn nicht: Diese Toilettenpiktogramme sind nun nicht mit Geschmack, aber HOCHGRADIG sexistisch?? Ist der Schattenriss der Dame nicht ausreichend fett und/oder verhüllt? Oder Steht der „Schniegelpoppy“ zu lässig rum? Wer wird (von was) diskriminiert, sie oder er? Über eine Aufklärung wäre ich wirklich dankbar, denn vielleicht fehlt mir ja der eine oder andere Blickwinkel.

Willy Ehrlich | Di, 22. August 2017 - 14:42

In reply to by Kai Korrotes

uns allen fehlt ganz offensichtlich der eine oder andere Blickwinkel. Aber wir arbeiten alle dran. Oder etwa nicht?

Kai Korrotes | Di, 22. August 2017 - 16:38

In reply to by Willy Ehrlich

da ich nicht in der Lage bin, mehreren Milliarden Menschen in den Kopf zu blicken, kann ich schwerlich sagen, ob „alle“ daran arbeiten. Auf Grund meines empirischen Wissens zweifle ich jedoch stark daran, auch wenn ich hoffe, dass es zumindest alle vernunftbegabten Menschen tun. Da ich für mich davon ausgehe, dass es unrealistisch ist anzunehmen, alle Blickwinkel zu kennen, fragte ich den Kommentator nach den seinen.

Romuald Veselic | Sa, 19. August 2017 - 13:00

Problematik geworden, weil man den Minderheiten die Themen ausgehen. Deshalb lehne ich diese neue Ideologie ab, weil aus logischen Gründen der Natur und Naturwissenschaft, ist Gender, wie uns serviert wird, dort kaum vorhanden, weil Evolution/Revolution mit ganz anderen Mechanismen arbeitet. Generell glaube ich dem nicht, was durch meinen gelebten Alltag und Praxis darin, zum Unsinn ausufert. Deshalb: Glauben ist gut, nicht glauben ist besser.
Wenn jemand meint, dass er mehrgeschlechtlich ist, ist seine private Angelegenheit und er solle mich damit nicht behelligen.

Wolfgang Tröbner | Sa, 19. August 2017 - 13:01

Mir fallen zu den absurden Gender-Studies im Namen einer sogen. Wissenschaft (mit Wissenschaft hat das nun wirklich nichts zu tun, es ist genau das Gegenteil davon) nur die beiden folgenden Sprüche ein:
1) Wer schon nicht überzeugen kann, soll wenigstens für Verwirrung sorgen.

2) Das ist der einzige Trost bei all diesen Irrungen und Verwirrungen - sie kommen, blähen sich auf, erbrechen sich und verschwinden wieder in der Geschichte menschlicher Irrtümer (Johannes Dyba)

Klaus Göhn | Sa, 19. August 2017 - 13:44

Eine Ideologie, die nichts mit der menschlichen Evolution zu tun hat. Mit aller Macht sollen diese Theorien der Gesellschaft aufgedrückt werden. Es ist mal wieder ein guter Artikel des Cicero.

Bernhard Kopp | Sa, 19. August 2017 - 14:05

Ein biologischer Mann bildet sich ein in Wirklichkeit eine Frau zu sein - das ist die Identität, die vermutlich im Kopf und nicht in den Uro-genitalorganen angesiedelt ist. Damit erhebt er den Anspruch die Damentoilette zu benutzen, und nicht wie andere Männer am Urinal seine Blase zu entleeren. Wenn ihn aber die anderen Damen, nicht in der Damentoilette haben wollen, dann schreit er laut 'Diskriminierung'. Geschlecht ist ein soziales Konstrukt. Wegen solcher und zahlreicher ähnlich absurder Argumtationen ist Donald Trump in Amerika Präsident geworden. Wir können uns glücklich schätzen, dass dieser Unsinn nicht ausschliesslich aber doch wesentlich nur bei einer 7-9%-Partei angesiedelt ist.

Informieren Sie sich bitte über Transsexualität. Das gibt es schon seit Jahrtausenden in allen Kulturen und hat rein gar nichts mit Genderwissenschaften zu tun.

Es ist angeboren, nach heutigem Stand der Forschung in der Epigenetik verankert. Der Part "Geschlechterrolle" ist bei diesen Menschen (Transfrau / Transmann) anders herum.

Stellen Sie sich das so vor, sie werden von einem James-Bond-Bösewicht mit Superlabor gefangengenommen und perfekt in eine Frau umoperiert.
Jeder erwartet jetzt, das sie Shoppen gehen, beste Freundinnen haben, bei Diskussionen vermitteln und und und - wie lange wird es dauern bis sie vor Verzweiflung die Wände hochgehen.

Ich kenne eine Menge Transleute, und wenn ein Transmann (das ist die Frau-Mann-Variante) neben ihnen eine Herrentoilette betreten wird werden Sie dies nicht bemerken.

PS: Nur aus Laune wird sich das hier auch keiner antun, das knockt Sie ein Jahr aus:
https://de.wikipedia.org/wiki/Geschlechtsangleichende_Operation

helmut armbruster | Sa, 19. August 2017 - 14:18

kann ich nicht mehr glauben!
Eher gilt, der Mensch, ein hilfloses, urteilsloses und orientierungsloses Wesen, das in jede Richtung beliebig manipuliert werden kann.
Kein Unsinn ist unsinnig genug als dass er nicht doch geglaubt würde.

Rudolf Eisenblätter | Sa, 19. August 2017 - 16:44

Danke Herr Grau. Endlich mal ein medienvertreterr der diesen Humbug beim Namen nennt. Die Sozialwissenschaft gehören explizit auf den Prüfstand gestellt. Permanent kommen irgendwelche sogenannte Fachleute und erfinden gesellschaftliche Probleme, wo gar keine sind. Diesen Damen und Herren geht es allein darum, um an öffentliche Gelder zu kommen. Diese sogenannten Fachleute erzeugen Gesellschaftspolitische uUnsicherheiten und Fehlentwicklungen mit schwerwiegenden Folgen. Es dürfte kein Berufszweig geben, in denen Menschen so viele mit persönlichkeitsproblemen tätig sind wie in den sozialwissenschaftlern. Stdium zur selbsttherapie .

Josef Garnweitner | Sa, 19. August 2017 - 16:50

gut wie immer.

Es wird halt leider schon viel zu lange viel zu viel Steuergeld in Institutionen und sog. Stiftungen gesteckt, die mehr als zweifelhaft sind.

Vielleicht würde es helfen, weniger Unsinn zu verzapfen, wenn all diese Herrschaften ihren Lebensunterhalt v e r d i e n e n müßten und nicht von Hirngespinsten gut leben könnten, die vom Steuerzahler auch noch bezahlt werden.

Ursula Schneider | Sa, 19. August 2017 - 17:28

dass dieser Unfug über die parteinahen Stiftungen (Rot/Rot/Grün) auch noch mit Steuergeldern finanziert wird!

Wie nachzulesen ist, erhielt die Rosa-Luxemburg-Stiftung 2015 immerhin rund 47 Mio., die Heinrich-Böll-Stiftung über 57 Mio. Euro aus dem öffentlichen Topf.

Gerhard Pressler | Sa, 19. August 2017 - 18:28

Die Frage ist schon, sollen wir unseren Jungs ständig einreden, wie stark sie ja schon sind, und unseren Mädels, wie fürsorglich sie sind? Oder sollen wir unsere Jungs auch gezielt über weibliche Tugenden informieren zu weiblichen Aktivitäten anregen?
Die Frage ist, machen wir Jungs durch zu starkes geschlechtliches Rollenbild aggressiv und Mädels unterwürfig? Während einige wenige hier ruhig weiterforschen dürfen, fällt meine Antwort vorerst definitiv negativ aus.
Ich finde, wir sollten sogar geschlechtliche Unterschiede, sowohl biologische als auch soziale, stärker betonen. Es bringt nichts, Jungs darüber im Unklaren zu lassen, dass sie sich lieber mit DINGEN beschäftigen, wenn sie sich doch wieder alle in technischen Berufen treffen. Und wenn Frauen eher Stärken im Umgang mit MENSCHEN haben, dann sollten wir das ausnutzen.
Ich jedenfalls halte es nicht für progressiv, dass 25% aller Akademikerinnen keine Kinder kriegen.

Fritz S. | Sa, 19. August 2017 - 22:07

Diese menschenfeindliche Lehre führt zu Leid und Verunsicherung, wenn sie Eingang in das Bildungssystem findet. Speziell Jungen werden behandelt, als seien sie grundsätzlich nicht in Ordnung. Die Naturwissenschaft hat auch ihre Schwächen, aber weil sie auf der empirischen Überprüfung theoretischer Annahmen beruht, kann sie sich nicht in gleicher Weise von der Realität abkoppeln. Mit den Mitteln der Logik, der Frage, der Beobachtung und der statistischen Auswertung lässt sich die "Wissenschaft" Gender Studies leicht entzaubern, wie Harald Eia mit seinen Dokumentationen gezeigt hat.

Matthias Noack | Sa, 19. August 2017 - 22:16

Die Genderforschung hat rausgefunden, dass Genderforschung ziemlich wichtig ist.

Rolf B. Greven | So, 20. August 2017 - 01:59

Man sollte nicht so streng sein mit den Genderforschern und Forscherinnen. Was in den USA oder in GB mit einer durchaus gewissen wissenschaftlichen und wissenschaftstheoretischen Basis betrieben wird, muss erst einmal in DE einige ideologische Schleusen passieren. Interpretiert man Ideologie als falsches Bewusstsein, wird es noch eine Weile dauern, bis auch bei uns ein sauberer analytischer Diskurs stattfinden kann.

Oli Lund | So, 20. August 2017 - 05:37

Neulich in einer Geschaeftsniederlassung mit ca 500 Mitarbeiter in Johannesburg. Oh Schreck, das WC war nicht nach Maennlein und Weiblein getrennt, Mann betrat das WC, Waschbecken gemeinsam und ist in eine der freien Zellen gegangen.
Das WC war die ganze Zeit des Aufenthalts sehr sauber und es war die normalste Sache der Welt.

Wenn wir frueher gereist sind, auf entlegenen Zeltplaetzen waren, oder in Backpacker Hostels, oder heute in gemeinschaftlichen airbnb Unterkuenften,
oder wenn wir auf privaten Parties waren, gab es in aller Regel auch nur ein gemeinschaftliches WC. Ich kann mich zumindest nicht erinnern, dass jemand auf einer privaten Party tatsaechlich nach getrennten WCs gerufen hat. Scheint funktioniert zu haben, one dass jemand einen psychischen Schaden davon getragen hat, sich jemand belaestigt fuehlte oder seine morlischen Werte erschuettert wurden. Das "Problem" schein irgendwann dann spaeter zu entstehen. Warum auch immer.

André Oldenburg | So, 20. August 2017 - 07:09

Ihr Bericht entsetzt mich. Gender-Studies und Astrologie sollten doch in der Wissenschaft einen viel höheren Stellenwert bekommen. Es ist überall in der Forschung das gleiche Problem, es gibt immer noch Menschen, die normale Tabletten bekommen anstatt die besseren Globulis. Diese Ignoranz im Zentrum des Universums ist einfach unbegreiflich.

Dieter Erkelenz | So, 20. August 2017 - 09:36

Dem Autor danke ich. Jetzt kann ich endlich mit dem Begriff "Gender" etwas anfangen.
Allerdings hätte ich erwartet, dass der Autor auch die Initiatoren und Förderer der Böll- und der Rosa-Luxemburg-Stiftung bennen. Die Böll-Stiftung ist
eine "parteinahe Siftung von Bündnis 90/Die Grünen" (ein Partei, die mittlerweile völlig aus der Zeit gefallen ist).
Die R.-Luxemburg-Stiftung ist eine "parteinahe Stiftung der Partei Die Linke"(diese Partei ist auf dem besten Wege den Grünen nachzufolgen).
Kein Wunder, das der Begriff - Gender- mit Ideologie aufgeladen ist

Birgit Jacob | So, 20. August 2017 - 10:31

Dieses ganze Thema ist von denen geschaffen worden, welche sich intellektuell nicht in der Lage sahen anspruchsvolle Studiengänge zu belegen, welche darüber hinaus auch nicht bereit waren Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen, jedoch einen akademischen Abschluss besitzen wollten. Das Thema ist genau deshalb in die Unis einzogen und produziert für viel Steuergeld etwas was niemand benötigt und sogar ein Schaden für die Gesellschaft verursacht.
Will man diese Auswirkungen auf die Gesellschaft nicht, dann muss man in den Unis anfangen.

Torsten Knecht | So, 20. August 2017 - 16:01

... kennt doch jeder, der mit einem Bruder bzw. einer Schwester aufgewachsen ist.

Der Faktor X drumherum ist "Gender", nach Grau "geisteswissenschaftliche Pseudo-Gegenstände", womit sich Geld verdienen lässt und als Moralkeule Verwendung findet. Wer es unbedingt braucht!

Franz Ruprecht | So, 20. August 2017 - 21:59

Legen Sie weiter den Finger in die Wunde! Danke.

Pascal Matuschek | Mo, 21. August 2017 - 03:16

Zunächst einmal zur Grundannahme: diese ist nicht wie behauptet "Geschlecht sei eine von der Biologie unabhängige soziale Konstruktion" sondern es wird in der Forschung zwischen biologischem (Sex) und sozialem/kulturellem Geschlecht (Gender) unterschieden. Dass Geschlechterforschung also das Biologische missachtet ist schlicht falsch.

Des Weiteren wird behauptet, Gender-Studies würden "geisteswissenschaftliche Pseudo-Gegenstände [...] konstruieren". Dass Gender ein geisteswissenschaftliches Konstrukt ist mag durchaus sein. Beim IQ, der auch lediglich ein solches Konstrukt ist, scheint dies aber niemanden zu stören. Warum solche geisteswissenschaftlichen Konstrukte nun angeblich nicht empirisch überprüfbar sein sollen, erschließt sich mir nicht.

Pascal Matuschek | Mo, 21. August 2017 - 03:17

„Geschlechterforschung kritisiert gesellschaftliche Verhältnisse und Missstände mit dem Ziel, Ungerechtigkeiten und Hierarchien zu verändern“. Mit diesem Zitat wird versucht zu belegen, dass es sich bei Gender-Studies nicht um Wissenschaft, sondern um Ideologie handele. Weshalb Kritik an Missständen ideologisch sein sollte, ist nicht schlüssig. Folgt die Argumentation belastbaren Fakten sehe ich keinerlei Einwände für Gesellschaftskritik.

Aber genau diese, für die Wissenschaft verpflichtenden, „belastbaren Fakten“ fehlen bei den Gender-Studies. Das ist der Punkt! In einer wissenschaftlichen Herangehensweise wird die Theorie, unabhängig von der Meinung, immer wieder überprüft und hinterfragt, um zu beweisen oder zu widerlegen. Im Gegensatz dazu wird bei Gender-Studies die Theorie unbewiesen zum Fakt erklärt und jegliches Hinterfragen als (reaktionäre) Kritik zurückgewiesen, sowie Kritiker dämonisiert, diffamiert und diskreditiert werden. Und genau dieses Handeln ist NICHT wissenschaftlich, sondern schlichtweg der Versuch zur Durchsetzung eines Dogmas. Darum sind Gender-Studies keine Wissenschaft, sondern rein ideologische Glaubenssätze, deren Verbreitung ähnlich der religiöser Eiferer in der Gesellschaft zementiert werden sollen.

Ich bin mir bei Herrn Graus Verwendung von "Ideologie" auch nicht sicher. Tun wir es mal als Rhetorik ab. Wenn wir "Ideologie" aber abschwächen auf "etwas normatives", worunter Ideologie als sehr zugespitzter Detailbereich eben fällt, dann liegt dasselbe Problem vor (und man spart das Rätselraten). Man kann über Werte reden und das Sollen und Dürfen besprechen, aber das ist eben nicht Teil von empirischer Wissenschaft, sondern von z.B. Philosophie.

Man kann Daten verwenden, um normative Sätze zu stützen, also z.B. Vorschriften zu bekräftigen ("X ist weniger als wir wollen, darum müssen wir Maßnahmen für X-Verbesserung ergreifen!") und Aussagen über Werte mit Beobachtungen anzureichern. Wenn man bei der Datengewinnung aber eine Agenda hat, wird das unredlich, siehe Lobbyarbeit und manipulierte Studien.

Haben Sie gegen den Unterschied auf der Ebene schon etwas einzuwenden, Herr Matuschek?

Pascal Matuschek | Mo, 21. August 2017 - 03:18

Aus der Broschüre der Friedrich-Ebert-Stiftung wird zitiert „Objektivität hängt nicht vom Geschlecht der Forschenden ab, sondern von deren Fähigkeit zur (Selbst-)Reflexion“ ab. Angesichts der Kritik an Wissenschaft die aus einer überwiegend männlichen und weißen Perspektive agiert, wird die Behauptung kreiert „Von Frauen betriebene Gender-Studies sind objektiv, von Männern betriebene Wissenschaft hingegen nicht, da diese von der männlichen Perspektive eingetrübt wird“. Die Aussage ist so weder in der Broschüre zu finden und entbehrt jeglicher Grundlage. So ist es beispielsweiße in der Medizin ein Problem, wenn die unterschiedlichen Auswirkungen auf Frauen und Männer nicht beachtet werden.

Befremdlich finde ich es außerdem, dass der Autor vom Ablichten eines Einhorns und dem Verwenden der Farbe Rosa auf dem Deckblatt der Broschüre auf eine verminderte Intelligenz der Leserschaft schließt.

Dass der Autor nur die Aufmachung der Broschüre als Indiz für ein Defizit der Intellektualität ihrer Leserschaft anführt, stimmt doch nicht - er führt ausdrücklich auch deren erbärmlichen Inhalt an.

Ob die Intelligenz der Leserschaft dieser Blättchen vermindert ist oder ob sie von Anfang an auffällig gering war, ist hier offenbar nicht so interessant.

Wo soll man nur aufhören, wenn einem sonst nix bleibt? Ist ja schon gut.

BinkelmannLukas | Mo, 21. August 2017 - 07:54

Sehr geehrter Herr Grau,

Im Sinne einer Dialektik der Aufklärung ist es in unserer gegenwärtigen Gesellschaft geradezu Bürgerpflicht sich kritisch dem aktuellen (Herrschafts)Diskursen zu stellen. Gerade Sie, besitzen eine Machtposition die es Ihnen erlaubt über das Thema in der Öffentlichkeit zu sprechen und sind masgeblich an der Bildung der herrschenden Meinung beteiligt.

Was ich nicht verstehe, ist die Art und Weise wie Sie sich gegenüber der Geschlechterforschung äußern.
Insbesondere als promovierter Philosph sollten Ihnen der naive Positivismus, welcher sich schnell in einem naiven biologischen Reduktionismus wieder finden lässt ein Dorn im Auge sein.
Forschung basiert auf menschlich konstruierten Kategorien. Wenn jedoch das bilden jener Kategorien maßgeblich zur gesellschaftlichen Ungleichheit beitragen, dann müssen diese dekonstruiert werden. Das eigentliche Ziel von Gender Studies.

Über eine Rückmeldung freue ich mich.
Mit freundlichen Grüßen,
B.

Christian Tietze | Mo, 21. August 2017 - 15:04

Wer den "ersten Satz" der Friedrich-Ebert-Stiftung sucht, zitiert als: "Geschlechterforschung kritisiert gesellschaftliche Verhältnisse und Missstände mit dem Ziel, Ungerechtigkeiten und Hierarchien zu verändern", wird auf S. 34 fündig.

Begrifflich ist "Forschung" und "Kritik" schwer vereinbar. Zwei Disziplinen, eine objektive Sozialforschung und eine normative Kritik, wären da sauberer. Denn so lange man beides vermengt, wird man den Vorwurf schwer los, in der Empirie nur für eigene Interessen zu arbeiten. Man ist dann quasi seine eigene Lobby/Interessengruppe.

„Die Gender Studies“ gibt es nicht, denn sie sind sehr heterogen und auch unterschiedlich je nach Disziplin. Forschung zu Ursachen von Missständen und mit dem Ziel Verbesserungen einzuführen sind in der Wissenschaft nicht ungewöhnlich. So gibt es z.B. Forschung zur Arbeitslosigkeit, Gründen von Wirtschaftskrisen usw. In der Medizin wird dazu geforscht, wie Krankheiten geheilt werden können. Gender Studies können solche Ziele verfolgen, müssen es aber nicht.
Sie sind sehr wichtig, da sie eine differenzierte Forschungsperspektive einführen. Ein Beispiel wäre die Wirtschaftskrise in 2008. Hier hat z.B. Forschung aus den Bereich der Gender Studies in UK gezeigt, dass insgesamt Frauen viel mehr unter der Krise gelitten haben, als Männer. Hinzu kommt, dass soziale Kürzungen, die in Folge der Krise durchgeführt wurden, die gleichen Gruppen betrafen, die eh schon unter der Krise gelitten hatten. Letztendlich kam es im Verlauf der Krise zu einer Umverteilung von Vermögen.

Dorothee Sehrt-Irrek | Mo, 21. August 2017 - 16:59

dass auch wissenschaftliche Debatte allen Beteiligten in diesen menschlichen Zusammenhängen zugemutet werden darf.
Menschlich sollen sie bleiben.
Wir erinnern die WM in London, wie plötzlich die "eher Herren unter den Damen" bei den Laufwettbewerben nach vorne `traben´und mit Leichtigkeit gewinnen.
Das Gegenbild könnten ""ondolierte Herren mit Puderquaste", um es zu überzeichnen, bei den Männern sein, die ohne Muskeln niemals gewinnen würden und entsprechend auch nicht bei den Wettkämpfen auftauchen.
Dafür aber woanders.
Es macht keinen Spass, Menschen auszugrenzen, wo auch immer.
Es müssen ja nicht nur Frauen laufen, die eher wie Gazellen laufen, obwohl wunderschön anzusehen.
Eine "Dafne Schippers" sagen wir eine "Leopardin/Gepardin" über 1500 Meter würde etliche auf ihre Plätze verweisen und breiter aufgestellte, ausgewiesene Männer würden in der Damenwelt Furore machen, davon gehe ich zuversichtlich aus.

Ruth Kemmet | Mo, 21. August 2017 - 19:56

Viele Menschen wissen nichts von Gender, es sollte jedem Bürger verständlich erklärt werden um was es da eigentlich genau geht - dann wird jeder normal denkende Mensch merken wie verrückt und menschenverachtend dieser Schwachsinn wirklich ist. Das eigentliche Ziel von Gender ist die Zerstörung der Familie aus Vater, Mutter und Kindern!

Stefan Zotnik | Mo, 21. August 2017 - 22:11

Lieber Herr Grau, liebe Cicero-Redaktion,

ich möchte Sie inständig bitten, dieses Thema stärker auf die Agenda zu setzen!

Es wird allerhöchste Zeit, dieser fortschreitenden Ideologie, die viel zu lange viel zu wenig Widerstand und Gegenrede erfahren hat, dies beides endlich widerfahren zu lassen.

Meiner Erfahrung nach machen sich viele Menschen gar keine Gedanken über Worte wie "Studierende", "Teilnehmende", "Mitarbeitende" und natürlich nicht zuletzt "Schüler*innen", "Lernende" und "Lehrende".
Das tun sie meiner Beobachtung nach nicht aus Gleichgültigkeit, sondern weil ihnen einfach gar nicht bewusst ist, welche Ideologie bzw. welches Konstrukt sich hinter diesen so harmlos klingenden Worten steckt.
Und das ist ihnen deshalb nicht bewusst, weil es zu wenig besprochen wird.
Die Genderideologen werden es ihnen aus Eigeninteresse ganz sicher nicht auf die Nase binden.

Bitte weiter so lieber Cicero! Klären Sie die Menschen auf! Sie sitzen am Multiplikatorhebel.

Herbert Schaar | Mo, 21. August 2017 - 23:16

Was sollen die beiden Toiletten-Bilder im Aufmacher bedeuten?

Ladys
Gentleman

Frauen mit falsch geschriebenem Plural...
Männer nur in Singular.

Hat das eine Bedeutung?

Robert Müller | Di, 22. August 2017 - 00:24

Ich möchte mal klar sagen, dass es natürlich Gender und Biologie gibt. Der Mensch ist ein soziales Wesen und deshalb ist die Biologie nicht alleine entscheidend. Bsw. bezweifele ich, dass es bei Mädchen ein Gen für rosa und bei Jungen eines für blau gibt. Auch die jüngste Google-Diskussion hat natürlich etwas mit Soziologie zu tun. Es gibt einfach keinen Grund warum Frauen nicht sehr gut bezahlte Programmierjobs machen können, stattdessen zum Mindestlohn an der Kasse Waren verschieben sollen. Auch das einstige "Küche, Kirche, Kinder" ist vorbei, jedenfalls bei den schon länger hier Lebenden, alleine schon aus rechtlichen Gründen. Nicht ohne Grund sind alleinerziehende Frauen am stärksten armutgefährdet. Kürzlich wurde Merkel gefragt, warum eine solche "Familie" steuerlich als Single eingestuft wird. Imho ist das falsch. Problematisch wird es bei diesem Thema, wenn sexuelle Minderheiten es kapern. Verständlich, dass die ein besonderes Interesse daran haben, aber schlecht.

Klaus Schmalenbach | Di, 22. August 2017 - 08:48

würde ich jetzt gerne mal die entsprechenden Kommentare von Herbert Wehner und Franz Josef Strauss dazu hören. Das wäre mal was! Unsere weichgespülten Politiker haben leider alle kein Format mehr.
Ach ja, was sagen eigentlich unsere Sprachexperten zu "LADYS und GENTLEMAN"? Das eine ein verunglückter sächsischer Genitiv oder ein verunglückter Plural, und das andere ein Singular? Oder ist das so richtig?

Josef Garnweitner | Di, 22. August 2017 - 15:58

In reply to by Klaus Schmalenbach

ich lach mit tot, wenn ich mir nur vorstelle, was Wehner oder FJS diesbezüglich zum Besten gegeben hätten. Jedenfalls kann ich es mir lebhaft vorstellen.

Und zu den "Ladys" und den "Gentlemännern" habe ich ein Stück weiter oben schon meinen Senf dazu gegeben.

Bella Schock | Di, 22. August 2017 - 14:10

Ihre Leser können sich vor Übereinstimmung gar nicht einkriegen. Nichts Besseres zu tun als immer das Gleiche zu verdammen, ohne sich jegliche Mühe zu machen, das Ungenaue genauer zu benennen. Sie verbleiben dort, was Sie kritisieren-im Grauen.
Da hat Alice Schwarzer sehr genauer hingeschaut, was an der Genderdebatte falsch läuft. Es ist der Sargnagel für Feminismus, der nach all Ihren Zustimmungen, wichtiger ist als man schon befürchtet hatte.

Ernst Laub | Mi, 23. August 2017 - 13:16

..... separate, sichere Plätze für Frauen in Parkhäusern forderten, wollen nun gemeinsame Toiletten für alle!

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