Frank-Walter Steinmeier - Der Bambus-Präsident

Kisslers Konter: Frank-Walter Steinmeier wechselt den Tonfall, wie viele andere auch. Der Bundespräsident erkennt nun Grenzen der Aufnahmefähigkeit. Andererseits gibt er Teile der Bevölkerung für Deutschland verloren. So verfestigt er jene Zerrissenheit, die er beklagt

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD) spricht am 03.10.2017 bei der zentralen Feier zum Tag der Deutschen Einheit in Mainz.
Frank-Walter Steinmeier: Er verkörpert den Spalt, ohne ihn schließen zu können / picture alliance

Autoreninfo

Alexander Kissler ist Ressortleiter Salon beim Magazin Cicero. Er verfasste zahlreiche Sachbücher, u.a. „Dummgeglotzt. Wie das Fernsehen uns verblödet“, „Der aufgeklärte Gott. Wie die Religion zur Vernunft kam“ und „Keine Toleranz den Intoleranten. Warum der Westen seine Werte verteidigen muss“.

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Die Zeiten ändern dich: Getreu diesem Motto mag mancher Politiker, manche Journalistin heute lieber nicht mehr an vergangene Reden erinnert werden. Die Gebetsmühle ist zerbrochen, das Mantra eiert, die Schallplatte hat einen Sprung an genau jener Stelle, an der bis vor kurzem eine schrankenlose Willkommenskultur als einzig mögliche Nutzanwendung des Grundgesetzes gepriesen wurde. Heute spricht von Kontingenten, wer gestern Obergrenzen ablehnte, debattieren die Grünen über Heimat und Identität, ist die Fama vom allzeit gesetzestreuen, rundum wissbegierigen Migranten getrübt, sind Flucht und Terrorismus keine empirischen Gegensätze mehr. Sogar der Bundespräsident erklärte in seiner Mainzer Rede zum Nationalfeiertag, es gelte nun, „die Wirklichkeit der Welt und die Möglichkeiten unseres Landes überein zu bringen“.

Auf einmal sind Grenzen in aller Munde

Das ist für Frank-Walter Steinmeier und dessen Partei, die SPD, bemerkenswert: Deutschlands „Möglichkeiten“ der Aufnahme von Migranten haben Grenzen, und „wir werden den politisch Verfolgten nur dann auch in Zukunft gerecht werden können, wenn wir die Unterscheidung darüber zurückgewinnen, wer politisch verfolgt oder wer auf der Flucht aus wirtschaftlicher Not ist.“ Die Armutsmigranten könnten sich nicht auf „den gleichen uneingeschränkten Anspruch unserer Verfassung“ berufen. Migration müsse „nach unseren Maßgaben kontrolliert und gesteuert“ werden.

Es heißt nun also auch bei und durch Steinmeier: Nicht jeder, der kommen will, darf bleiben; Deutschland hat wie jedes Land der Welt das Recht, seine nationalen Interessen zu definieren und nach diesen „Maßgaben“ einzuladen und hereinzubitten oder abzuweisen und abzuschieben; und ebendieses nationale Recht wurde verschludert, sodass „wir“ es nun aufwendig „zurückgewinnen“ müssen. Eine Politik, die laut Steinmeier nicht mehr unterscheiden konnte oder wollte, jene somit blinde Politik, an welcher der ehemalige Bundesaußenminister aparterweise nicht unbeteiligt war, muss die Augen öffnen und sich „ehrlich machen“. Dass Steinmeier „Sicherheit“ als den ersten Bestandteil der von ihm verteidigten „Sehnsucht nach Heimat“ ausmachte, ist ebenfalls bemerkenswert. Denn natürlich sorgt ein in zentralen Aspekten blinder Staat für Unsicherheit unter seinen Bürgern. Die Mainzer Feierlichkeiten, in deren Rahmen Steinmeier sprach, mussten mit 7400 Polizisten, 117 Straßensperren aus Beton und quer geparkten Lastwagen sicher gemacht werden.

Steinmeiers tragische Größe

Doch Steinmeier ist nicht deshalb der Präsident zur Zeit, weil er deren Codewechsel beherrscht. Er ist es vor allem deshalb, weil er diese Zeit personifiziert – leider, muss man sagen. Er bildet ab, was ist, ohne darüber hinaus zu weisen. Er verkörpert den Spalt, ohne ihn schließen zu können, er ist die „Zerrissenheit“, die er beklagt. Das ist Steinmeiers tragische Größe und Grenze, und darum ist er ein Bambus-Präsident. Er wiegt sich und biegt sich, ohne dem Wind die Schulter zu bieten. Er zeigt auf das Vakuum, das er nicht zu füllen vermag. „Du bist Deutschland“ hieß einst eine neupatriotische Mitmach-Kampagne in den sozialen Netzwerken; nun wurde sie wahr in ihm, dem Präsidenten.

Denn Steinmeier beließ es nicht bei Erwägungen zum Verlust der staatlichen Unterscheidungsfähigkeit, wodurch er den argumentativen Vorhof zum Schlagwort vom staatlichen Kontrollverlust betrat. Den größeren Teil seiner Mainzer Rede verwandte er auf Überlegungen zur Heimat für jene „Gemeinschaft von 80 Millionen“, die Deutschland heißt, die zu repräsentieren ihm aufgetragen ist und die sich einer anderen Personengruppe gegenübersieht. Steinmeier nennt sie „die Neuen“. Flapsig klingt das, tastend, unsicher, unbestimmt. „Die Neuen“ sind jene, die nicht alle Neubürger werden, es aber gerne würden, und die Steinmeier auf die deutsche Sprache verpflichtet wissen will, auf das Grundgesetz und die deutsche Geschichte.

Umarmung und Abstoßung zugleich

„Die Neuen“ sind somit jene zuwandernden Iraker, Syrer, vielleicht auch Eritreer und Somalier und Nigerianer, denen er diese Heimatleistung zutraut. Bei einigen Altdeutschen hat er sich die Hoffnung offenbar abgeschminkt. Steinmeier nimmt pathetisch das große Wir in die Pflicht, um falscher Eingemeindung zu wehren: 80 Millionen abzüglich der Wirrköpfe, für die der republikanische Hopfen und das parlamentarische Malz verloren sind, sollen „dieser deutschen Demokratie“ die Zukunft sichern. Eindeutig sind mit den Verstockten Teile der AfD-Wähler gemeint. Ihnen soll in einer nationalen Kraftanstrengung gezeigt werden, dass sie „im Strom der Veränderungen“ das falsche Pferd gesattelt haben. Wo diese alt-neue Überzeugungsarbeit nicht fruchtet, da gibt der Bundespräsident Bundesbürger verloren. Frei nach Merkel lautete eine solche Steinmeier-Doktrin wohl: „...dann ist das nicht mehr mein Volk.“

Das Zugleich von Umarmung und Abstoßung, von Hoffnung und Verzweiflung, von neuem Realismus und alter Kommandomoral kann Gräben bestenfalls stabilisieren. Wunden heilen nicht, wenn man sie verteufelt. Steinmeier hat mit dieser Rede alles auf eine Karte gesetzt, auf die Rückkehr der Ordnung im „moralischen Kampfgebiet“. Er könnte übersehen haben: diese Ordnung gewinnt nur, wer sich von den Ebenen des Alltags und der Küchentische und der Innenstädte entfernt und herabschaut von weit oben her auf „unser Land“. Sollte der Bundespräsident dort seinen ständigen Sitz haben, bei Adler und Apoll?

Peter Lieser | Do, 5. Oktober 2017 - 11:58

Nach meiner "Erinnerung" war Steinmeier in der Regierung und hat den Schlamassel mit zu verantworten. Aber jetzt spielt er scheinbar in der Oberliga - sorry mir gerade schlecht.

Ralf Altmeister | Do, 5. Oktober 2017 - 17:19

In reply to by Peter Lieser

Steinmeier zusammengefaßt:
Zu einer schonungslosen Fehleranalyse bin ich nicht bereit, weil wir keine Fehler gemacht haben. Außerdem sind wir dabei diese zu korrigieren aber macht euch nicht die Hoffnung, dies passiere auf ideologiefreier Realpolitik, wie die Antidemokraten es wollen.

Wilhelm Maier | Do, 5. Oktober 2017 - 18:23

In reply to by Peter Lieser

"Maaßen spricht vom selbsternannten Islamischen Staat und hochradikalisierten Jugendlichen. 40.000 Islamisten gebe es in der Republik. 10.300 Salafisten. Und mit 1800 Personen mehr potenzielle islamistische Terroristen oder Terrorunterstützer denn je. Rund 700 sind laut dem Verfassungsschutzchef durch die Polizei als sogenannte Gefährder eingestuft.": http://www.n-tv.de/politik/Das-Geschaeft-der-Geheimdienste-boomt-articl…
das ist zum kotzen, und nicht die "Erinnerung". Leider sind wir die gefangenen.

Thomas Diebels | Do, 12. Oktober 2017 - 10:02

In reply to by Peter Lieser

Hierzulande kann sogar eine "lame duke" zum Bundespräsidenten aufsteigen -
besondere Qualifikation: Parteibuch !

Isabelle Nolte | Do, 5. Oktober 2017 - 12:11

Mir wird auch schlecht, was bildet sich Steinmeier eigentlich ein wer er ist- für mich einer der Agenda 2010 Väter, weiter nichts! Ich war sowieso völlig hegen seine Wahl als Bundespräsident! Jemand, der parteipolitisch so vorbelastet war, ist nicht der Richtige für dieses Amt!

Reinhard Lammering | So, 8. Oktober 2017 - 11:29

In reply to by Isabelle Nolte

Steinmeier ist nur als Apparatschik brauchbar.Ihm fehlen Urteilskraft und intellektuelle Kreativität.Seine Statements als AM (internationale Staatengemeinschaft!!) waren fast immer konturlos und nichtssagend. Seiner Chefin war diese Unbestimmtheit sicher genehm.

Tomas Poth | Do, 5. Oktober 2017 - 12:26

Wird da nur Oberfläche zwecks Beruhigung präsentiert oder ist da auch innere Überzeugung dahinter? Diese Wahl hat Druck erzeugt Änderungen in einigen politischen Feldern herbei zu führen. Der Druck muss aufrecht erhalten werden.

Robert Müller | Do, 5. Oktober 2017 - 12:48

Ich habe mir genau diese geänderte Sprachweise gewünscht, weil sie die Voraussetzung für die Jamaika-Koalition ist. Interessant ist aber, dass die Union daran nicht Teil hat. Offenbar sind CDU und CSU noch in der Paartherapie. Ganz wichtig! Nur wenn auch Merkel umschwenkt und die CSU akzeptiert, dass sie wahrscheinlich in Bayern eine Koalition eingehen werden muss, wird der Wandel wirkmächtig. Ansonsten sind die Lockerungsbewegungen von SPD, Grüne und FDP nutzlos gewesen. Ach ja, wenn das der neue Konsens in Deutschland werden sollte, wird es eng für die AfD, sehr eng.

Svenja Gerwing | Do, 5. Oktober 2017 - 12:50

Lieber Herr Kissler, ich schätze Ihre Artikel und Ihre Meinung sehr! In Zeiten des "Codewechsels" werden aber gerade jene, die VOR dieser Zeit stets mit ihrer Meinung vor der Spaltung gewarnt haben, dennoch denunziert. https://cicero.de/innenpolitik/henryk-mbroder-hofjude-ausser-dienst#com…
Werter Herr Kissler, haben Sie gar keine Sorge, dass es Ihnen ähnlich ergehen wird, wie Ihrem ebenbürtigen Kollegen Broder? Alles ist möglich, im real-existierenden Merkelismus!

Markus Werner | Do, 5. Oktober 2017 - 12:55

Steinmeier war als Minister und für die SPD maßgeblich an der Fehlentwicklung ab 2015 beteiligt.
Er sollte dies offen als Fehler anerkennen und aus nun besserer Erkenntnis ein Umsteuern klar einfordern.
Solange er das nicht tut, ist mir - Präsident hin oder her - herzlich egal, was er sonst zu sagen hat.

Torsten Knecht | Do, 5. Oktober 2017 - 13:34

In reply to by Markus Werner

... hat mit A2010 bereits vor Merkels Zuwanderungspolitik seit 2015 hervorragend zur Spaltung in D. beigetragen.

Hier und jetzt sollte die 4. Gewalt ihrer Verantwortung bewusst sein und all den Mist öffentlich machen. Machen Sie in der Regel aber nicht, weil der Kleber zwischen Medien, Politik u. Wirtschaft so verfestigt ist, das das nicht aufzulösen ist.

Wovor Merkel, Steinmeier & Co. am größten Angst haben, das ist der Wille des Volkes in Form der direkten Demokratie.

Christa Wallau | Do, 5. Oktober 2017 - 14:34

In reply to by Torsten Knecht

Ja, Herr Knecht, genau diesen Willen scheuen die Parteifunktionäre wie der
Teufel das Weihwasser! Deshalb werden sie alles daran setzen, Volksabstimmungen zu verhindern. Ihre Macht u. ihr Einfluß würden ja massiv geschmälert, wenn die Bürger wählen dürften, was s i e wollen u. nicht das, was sie wollen s o l l e n .
Eine faktische Entmündigung der Wähler durch jahrelange, geschickte Manipulation und tägliche Gehirnwäsche in Rundfunk und Fernsehen wie in D ist in der Schweiz absolut unmöglich. Deshalb ist dieses Land für mich d a s Musterbeispiel für Demokratie.
Die hohle "Annäherungsrede" des Herrn Steinmeier nötigt mir nur ein müdes Lächeln ab. Geschenkt! Er hat nichts verstanden, genauso wenig wie Merkel u. die meisten, die ihr Verhalten während ihrer Regierungszeit immer noch nicht
dezidiert als das bezeichnen, was es war, nämlich f a l s c h + schädlich, und die nicht zurücktreten, um neuen Leuten das Feld zu überlassen.
Im großen u. ganzen wird es weitergehen wie bisher...

... zu dieser Thematik hatte St. als Gastgeber drei Podiumsgäste plus ausgesuchtes Publikum in sein Amtsschloss geladen.

3 gegen 1. Der eine war Herr Khana (o.s.ä.) - ein junger Professor, der sich wiss. mit direkter D. beschäftigt. Die anderen beiden Gäste plus S. debattierten vehement gegen die d. D. Wirkliche Argumente dagegen hatten sie keine. S. brachte das "Argument" der "spezialisierten Fachkräfte" (sprich Kommissionen in abgeschl. Räumen) gegen die d. D. ins Spiel.

Ergo, Fragen wie die Zuwanderungspolitik, A2010, Familienpolitik ... soll man Lobbyisten überlassen! Da Steinmeyer Moderator wie Gastgeber in Personalunion war, blieb die kritische Nachfrage auf seine Aussage natürlich aus. Dazu die besserwisserische Art S. in selbstgefälliger Pose ist diskret ausgedrückt weder inhaltlich überzeugend noch sympathisch.

So sehe ich das auch. Gerade Steinmeier ist Meister im zünden von Nebelkerzen.
Junker möchte ich hier zitieren und etwas ergänzen: Wir machen etwas, warten ab was passiert,
gibt es Widerstand, beruhigen wir die Gemüter, lenken ab und behaupten das Falsche als richtig, getreu Cicero : Schaffen wir eine Wüste und nennen es Frieden. Aber wir machen weiter, unter neuem Deckmantel.
Die große Meisterin der geistigen Verirrungen und ihre Helfershelfer, bleiben an der Macht.

Karin Zeitz | Do, 5. Oktober 2017 - 15:26

In reply to by Markus Werner

hat offensichtlich erfolgreich verdrängt, dass seine Partei und er seit der Schröder-Ära in Regierungsverantwortung waren; in der rot-grünen Koalition und später in der großen Koalition hat er den ganzen Schlamassel, den er in seiner Festrede so wortreich beklagte, selber mitgetragen und dadurch erst ermöglicht. Er hat von “ehrlich machen“ gesprochen ohne damit bei sich selber anzufangen. Daher ist das Ganze wenig glaubwürdig und soll offensichtlich nur dazu dienen, der AfD das Wasser abzugraben.

Bernd Fischer | Do, 5. Oktober 2017 - 22:10

In reply to by Markus Werner

Seit 2005 trägt dieser Bürokrat "genannt Steinmeier" der ein ( Buchstabenmensch ) und zugleich ...Technokrat ist ( abwertend gemeint: eine Person, deren Handeln auf Funktionalität ausgerichtet ist ) , und der überhaupt nicht anstrebt und willens ist und war , und gleichzeitig dazu aber unfähig war , die "Herzen" seiner Partei ( Ortsvereine ) und gleichzeitig die "vielen" Sympathisanten für die SPD zu begeistern.

Der Mann hat in seiner SPD -Karriere schon so viel "inhaltslose"..leere...und ble­chernde Reden gehalten , aber das seine Rede zum Tag der "deutschen Einheit" sogar die deutschen "Einheitspresse" ( wegen geistiger belangloser Leere ) entzürnte , das ist schon etwas dran.
Eigentlich tut mir der Schulz schon so richtig wirklich leid, das sein Schicksal von Typen wie "Steinmeier..Oppermann..Nahles..Stegner..und vielen zig anderen Intriganten" in der SPD ( die ihren Posten behalten möchten ) abhängig ist.
Tschüs SPD...

Reiner Jornitz | Do, 5. Oktober 2017 - 13:01

Glaubt einer im ernst , das irgend eine Partei inklusiv des Bundespräsidenten ihr Weltbild oder den Blick auf Deutschland verändert oder positive Ambitionen verknüpft. Ich Glaube nicht. Sie sind halt alle nur ein Fähnchen im Wind und schachern nach Wahlstimmen. Sehr unglaubwürdig dieser Paradigmenwechsel . Die AFD hat die einzig realistischen Konzepte. Man sollte sie nicht als verknöchert darstellen die ein verschobenes Weltbild haben. Sondern diese kommen aus der Mitte unserer Gesellschaft gerade aus dem riesigen Umfeld der Unzufriedenheit innerhalb der deutschen Bevölkerung gegenüber den immer nur Dampfplaudere der Führungselite in diesem Land.

Dr. Lothar Sukstorf | Do, 5. Oktober 2017 - 13:04

H. Steinmeier mag seine Verdienste haben. Das möchte ich ihm nicht abstreiten. Und er unterscheidet sich "wohltuend" von seinem geschwätzigen Vorgänger!! Hier und heute geht es jedoch um UNS, um unser WIR-Empfinden - als Deutsche - welches man uns durch Medien und politischer Klasse "austreiben" will. Es geht vor diesem Hintergrund um eine spezifische Art von "Bedrohung", die durch jeden einzelnen Flüchtling, Asylanten, Migranten, wie auch immer, ausgelöst wird. Es schält sich allmählich heraus, daß der weitere Zuzug von Flüchtlingen eher als Bedrohung empfunden wird. Dies nicht, weil diese Menschen so unbarmherzig sind, sondern, weil sie unser WIR-Empfinden als Deutsche beeinträchtigen. Weil es dazu führt, daß WIR uns als UNS nicht mehr wiedererkennen, wahrnehmen und empfinden können. Das mag abstrakt klingen. Aber, es spiegelt nur das wider, "Wir wollen nicht durch ANDERE unsere Selbstwahrnehmung, unser Selbstempfinden verlieren." Anders gesagt, wir wollen unsere Identität bewahren

Ich weiss nicht ob Sie`s überlesen haben Herr Dr.Sukstorf, aber Ihren Ausführungen
folgend gehören Sie, genau wie ich, demnach zur Hopfen&Malz-verloren-Fraktion ;-(
Eine Revision des Urteils ist kaum möglich,fürchte ich! Sei`s drum,harren wir der Dinge
die da kommen. MfG

dass niemand anderes kommen kann?
Ich war für die Aufnahme von Flüchtlingen, nach Aufnahmeaufwilligkeit, denn Muslime sind mir zur Zeit eher unliebsame Zeitgenossen, nur so wie Merkel es beförderte - Unterschiedslosigkeit von Asyl, Migration und Wohlstandssuchenden, sowie als heiliges Dogma verkündet, ohne Ansprüche an den N. Osten und Afrika fand ich es gefährdend.
Wie kann Merkel gesehen haben, dass die Kürzungen der Rationen in Flüchtlingslagern anstanden und reagierte nicht?
Hiess abwarten, Schweigen nicht, genau die jetzige Entwicklung zu begünstigen?
Ich mache mir Sorgen, dass die m.E. unfähige politische Bewältigung anstehender Probleme durch Merkel gravierende neue Probleme schafft, so wie ich es bei Ihnen herauszulesen glaube, Herr Dr. Sukstorf.
Die Jugend wächst weltweit zusammen, allerdings eher durch weltweite Profiteure als durch Konzepte.
Ich halte also einen Jugendwahn "wie" im 3. Reich für falsch.
Aber Beharren scheint mir keine Antwort.
Wir verlieren uns nicht.

Torsten Knecht | Do, 5. Oktober 2017 - 13:13

... das passt Herr Kissler.

Steinmeier finde ich unsympathisch und unglaubwürdig, weil er einer der Konstrukteure von A2010 ist aber öffentlich den Demokraten gibt, der noch dazu als Erziehungsberechtigter aller Deutscher auftritt.

Bambus ist auch Schröder, KGE von den Grünen und Merkel sowieso.

Zur Wendezeit nannte man Bambus-Charaktere "Wendehälse". Dazu bedarf es eines bestimmten menschlichen Charakterzug und eines politischen Systems, die Wendehals-Manöver zu lässt.

Wie schon so oft gesagt, direkte Demokratie und Wendehälse wie Merkel, Schleimmeier & Co. können einpacken.

ist kein Wendehals. Er ist das Trojanische Pferd der AM. Die AM hat begriffen, dass ihr nur die wenigsten zur Zeit noch zuhören. Also hat sie einen vorgeschickt, der ein wenig Dampf aus dem Kessel lassen soll. Einigen, die nach der Wahl erschrocken feststellen, dass sie eine Partei wählten, die ganz oben nicht gut gelitten ist, soll der Weg in die "gute Familie" zurück geebnet werden. Den anderen, den Charakterstarken wird die Hölle des "Nicht-mehr-dazugehörens" aufgezeigt, ihnen wird mitgeteilt, dass sie nun zukünftig "Outlaws"seien, obwohl doch gerade diese Klientel auf das Gesetzliche pocht. Das sich ein Präsident dafür hergibt, klärt die Situation.

Die Projekte der Eliten, in ihrem Lauf,
halten weder Ochs noch Esel auf.
Und wenn dereinst sie auf die Fresse fliegen,
dann stolperten sie doch noch über die Ziegen.
Nur ist das Land mal wieder zerstört,
wie es sich für Elitenprojekte gehört.

Dr. Lothar Sukstorf | Do, 5. Oktober 2017 - 13:17

...und erneut, ein Klasse-Kissler! Der Cicero sollte sich freuen, ihn in seinen Reihen zu haben. Am besten hat mir gefallen, wie H. Kissler vor langem C. Roth "bloßgestellt hat", zum Thema Asylrecht.
Der Ausspruch..."dann ist das nicht mehr mein Land/Volk"...sehr schön; dem entgegne ich, Sie sind ohnehin nicht mehr meine Repräsentanten, Sie sind schon lange nicht mehr meine Kanzlerin, Sie waren es NIE!

Armin Dick | Do, 5. Oktober 2017 - 13:31

Diese Rede, ein krampfhaftes Bemühen den Kopf über Wasser zu halten wo ein schwerer Körper ihn nach unten zieht, ein Flickschustern wo das sich blähende Versagen der jungen eigenen Vergangenheit sich entladen will, der verzweifelte Versuch sich nicht vollends zu entblößen, Farb- Saft- und Kraftlosigkeit, bleierne Schlaffheit - das Scheitern angesichts fehlender Substanz schon inbegriffen- ein Amtsinhaber auf Abruf. Wie deprimierend! Super Artikel, Herr Kissler- wortgewandt und bildstark, treffend. Bravo, bitte mehr davon

...steht der politisch-massenmediale Komplex wieder auf der Prpagandamatte und attestiert dem Bundespräsidenten anlässlich seines Mainzer Auftritts "seine bisher beste Rede überhaupt". So sieht sie also aus, die sogenannte Vierte Gewalt, die sich in überwältigender Mehrheit - von löblichen Ausnahmen wie dem "Cicero" einmal abgesehen - sofort wieder als medialer Verstärker in diesem Falle des Bundesprädialamtes geriert und - gleichsam ND und Aktuelle Kamera in einem - die politischen Eliten unreflektiert und unkritisch beweihräuchert. Wie hiess doch seinerseit einer der zentralen Schlachtrufe des alten Systems im Osten der Republik ? Richtig : Hoch,Hoch,Hoch ! Ja, so haben es die Machthaber vor allm an der Spree aber auch andernorts am liebsten.

Alexander Kissler hat das treffend geschildert.

Nur mit dem Begriff "Bambus-Präsident" bin ich nicht sehr glücklich. Ich glaube, da tut man dieser ungewöhnlich robusten und strapazierfähigen Pflanze Unrecht, denn sie ist alles andere als das. Sie biegt sich zwar, aber lässt sich nicht verbiegen - ist elastisch, aber farb- und formstabil - trägt im Verhältnis zum eigenen Gewicht enorme Lasten ...
Passt dieses Bild zu unseren Politikern?

Heidemarie Heim | Do, 5. Oktober 2017 - 13:35

Lieber falsches Pferd als falsche Fuffziger! Wäre
meine spontane Antwort.Und so viele Möhren in
Form von Codewechselneusprech gibt es in ganz
Berlin nicht,als das sich mein Gaul davon angelockt fühlte.Seine Wirbelsäule ist halt nicht mehr so geschmeidig und flexibel wie Bamboo ;). Bei weiteren Problemen bzgl. Huftierhaltung kann ich auf eine Expertin in der eigenen Partei verweisen, die bewiesenermaßen eine Form der
schwedischen Musiktherapie beherrscht.Hoffentlich geht es Herr Gauland wie dem Gemahl der Queen, der nach einem Konzert
befragt meinte,das er zum Glück stocktaub wäre!

Apropos falsche Fuffziger und sonstiger Blindwährung: Das muß ich bei Kissler nie fürchten! MfG

Bernd Eifländer | Do, 5. Oktober 2017 - 14:15

Bezeichnet als Aussenminister, den US Präsidenten als Hassprediger und mahnt nun einen gemäßigten Umgang im Miteinander an. Allgemein gilt für mich in der Politik das alte indianische Sprichwort : Wer der Herde folgt, läuft Ärschen hinterher.

Also wenn ich die Indianer-Metapher (Eiffländer) und die falsche 50er-Metapher (Heim) zusammenfasse, stellt sich für mich das Bild so dar:

Ein falscher 50er ist ein unaufrichtiger Mensch – die Indianer nannten das: er spricht mit gespaltener Zunge. Ein Politiker, der in Berlin NICHT mit gespaltener Zunge spricht, überlebt dort keine 24 Stunden. Wie ein falscher 50er aufzutreten ist also überlebenswichtig im dortigen Biotop.

Ein falsche Pferd zu reiten war für die Indianer sekundär: wichtig war, dass man kein totes Pferd reitet. Und Steinmeier glaubt, er muss das tote Pferd bis zum Abwinken reiten.

Dass er dabei bereit ist, das imaginäre Hinterherlaufen von Ärschen zum Prinzip zu erheben, liegt in der Natur der Sache.
Sonst hätte er es nicht vom Sherpa Gerhard Schröders zum Bundespräsidenten geschafft.

Marie Werner | Do, 5. Oktober 2017 - 14:26

Lieber Herr Kissler,

herzlichen Dank für Ihren exzellenten Artikel.
Ja der Herr Steinmeier...- Zitat: "Die Welt ist aus den Fugen geraten..." und dies ist alles auch unter seiner "Regie" passiert. Selbstverständlich zum Wohle des deutschen Volkes!

Petra Führmann | Do, 5. Oktober 2017 - 14:40

Man liest Teile der Rede, freut sich und denkt, endlich hat man begriffen, aber im selben Text kommt dann wieder die Klatsche, die, zumindest für mich, alles wieder zunichte macht. Ohnehin glaube ich, sind das alles nur Lippenbekenntnisse. Noch etwas fällt auf: Kommen solche logischen Worte von der AfD oder z. B. von Palmer, ist das zu verteufeln, rassistisch etc. Sagt aber Herr Steinmeier oder jeder andere dasselbe, redet derjenige nicht "auf einmal wie die AfD", sondern da wird es goutiert... alles Heuchelei, kurzsichtig, unaufrichtig. Man mag es nicht mehr hören, glauben tue ich es auch nicht. Die Wirklichkeit wird Fakten schaffen, und ich ändere meine Meinung nicht.

Achtung, Frau Führmann, Palmer hat in der letzten Talkshow bei Maischberger bekannt, dass seine Position in der "Flüchtlingsfrage" nur Masche war und der
AFD das Wasser abgraben sollte. Stolz hat er darauf verwiesen, das die AFD in Tübingen nicht landen konnte.

Peter Huber | Do, 5. Oktober 2017 - 14:44

gäbe es sie nicht, müssten man sie erfinden ! Sie wären auch für uns ein Gewinn. Grüezi aus der Schweiz und weiter so, Cicero. ( Reimt sich sogar )

Werner Peters | Do, 5. Oktober 2017 - 14:49

Herr Steinmeier ist nach seinem "Hassprediger"-Verdikt gegenüber dem gewählten US-Präsidenten international verbrannt. Auch innenpolitisch ist er nur noch eine lame duck. Schon ein dreistes Stück, das er jetzt - nach dem Wahldesaster seiner Genossen - die Politik kritisiert, die er maßgeblich mitgestaltet hatte.

Mathias Trostdorf | Do, 5. Oktober 2017 - 14:51

Abgesehn von ihren intellektuellen Qualitäten (oder denen ihrer Redenschreiber) werden die Kandidaten für dieses schöne Versorgungsamt ausgemusteter Politiker leider immer schlaftablettiger.
Ich bewundere alle Leute, die bis zum Ende einer Rede Steinmeiers die Augen offenhalten können und wenigstens vortäuschen, ihm noch zuzuhören.

Willy Ehrlich | Do, 5. Oktober 2017 - 15:18

Wir sollten uns im Hinblick auf unsere Zukunft wirklich mehr darauf konzentrieren, wo jemand hin will und nicht, wo er her kommt. Wer nur einen Zeitvertrag hat oder will, ist anders zu behandeln, als ein potentieller "Dauerbürger".

In dem noch nicht vorhandenen Einwanderungsgesetz wird das gesamte Prozedere festgelegt werden müssen und WIR werden uns dann unter anderem fragen müssen, wo die vielen Millionen türkischer oder türkischstämmiger Bürger eigentlich hinwollen oder wie wir uns ihnen gegenüber verhalten sollen. Denn viele von ihnen sind - im Sinne des Bundespräsidenten - immer noch "die Neuen" und werden das auch für immer bleiben wollen.

Die genaue Betrachtung dieses Sachverhaltes wird - auch im Hinblick auf den derzeitigen türkischen Präsidenten - immer wichtiger. Da ist und bleibt Integration schlicht und einfach unmöglich.

Aber es wird sicherlich noch sehr lange dauern, bis dieser Problemkomplex in Deutschland angesprochen, geschweige denn diskutiert werden kann.

Andererseits wird es auch nicht einfach sein für die Hinzugekommenen Auskunft darüber zu geben, wohin sie wollen.
Deshalb ist es so wichtig, von Anfang an klar zu machen, dass sie sich das nicht nur aussuchen können.
Es gibt noch mehr Länder auf dieser Welt, wir müssen nicht passend gemacht werden.
Den Eindruck hatte ich aber bei Merkel.
Vielleicht kann man jetzt noch einmal ganz von vorne beginnen und Merkel diesbezüglich einfach vergessen?
Das wird nicht gehen, aber auch in der Opposition kann die SPD weiter daran arbeiten, dass es doch gut werden wird.
Niemand in Deutschland hat sich gänzlich verweigert, weshalb ich die Leistung auch eher bei der Bevölkerung als bei Merkel sehe.
Haben wir eine besondere Verantwortung wegen der Schuld?
Nicht so sehr, aber aus unserem ureigenen Empfinden heraus.
Wir sehen eine Katastrophe und verschliessen uns nicht.
Von Politikern verlange ich aber mehr als Befindlichkeit.

GALLOB Dr. Bernd | Do, 5. Oktober 2017 - 16:06

Zu diesem selbstgerechten Kommentar bzw. Kommentator fällt mir ein:

"Ach wie gut, dass niemand weiss, dass ich Cic'ro-Stilzchen heiss"

Hubet Sieweke | Do, 5. Oktober 2017 - 16:21

zweitens kann er es nicht werden. Er war ein Lückenbüßer, der schnell erkannt hatte, dass nach Groko jemand anderes die SPD Fraktion wird führen müssen. Da aber Politiker wie Steinmeier von sich und ihrer Wichtigkeit überzeugt sind - der Alltag der Bürger ist ihnen abhanden gekommen - und ein gut bezahlbarer Job die Existenz sichert, stürzte er sich ins nächste Abenteuer. Er ließ sich in die Pflicht nehmen lassen, meinte er damals! Von wem?
Ein nennenswertes Standing zeichnete den jahrelangen Sekretär Schröders nie aus. Wegen des ausbleiben Ministerlohns in 2009 bestand er auf Gehalt der SPD zum Salär des FV-Vorsitzenden. Er ist bisher nur mit Quasseln aufgefallen. Ich kann ihn nicht ernst nehmen
Gekonnter Artikel von Kissler. Ob man im Präsidialamt CICERO liest?????

martin falter | Do, 5. Oktober 2017 - 16:37

wie"man sollte ", " alternativlos", "wir müssten " bis hin zu " sich ehrlich machen " Politikverdrossenheit fördert. Ich vermisse bei allen Politikern eine Strategie wo soll es hingehen, wo stehen wir in 10 - 20 Jahren?
Es wird nur in den Tag hinein regiert und auf Umfragewerte geschielt. Warum soll mich so etwas interessieren?

Warum soll mich sowas interessieren? Vielleicht weil auch Sie mit zur Kasse gebeten werden? Dieses Abenteuer kostet nicht nur Geld, es kostet vor Allem Volk, deutsches Volk wohlgemerkt. Wir werden in 10-20 Jahren vielleicht 80 oder 90 Millionen Einwohner in Deutschland zählen, deutsche Staatsbürger sind das dann aber nicht und wenn man die Grünen auch noch wegrechnet, diese wollen Deutschland ja verrecken lassen, bleibt an deutscher Substanz nicht mehr viel übrig. Es werden viele Intelligenzler ihr Glück im Ausland suchen und Viele werden ihr Vermögen und ihr Erbe lieber dort investieren, wo sie eine Zukunft sehen. Die Schäden dieser Politik werden noch über Generationen nachwirken.

Toni Zweig | Do, 5. Oktober 2017 - 16:49

Sehr geehrter Herr Kissler,
Sie sind ein äußerst kluger Kopf!
Es macht Freude, Ihre Beiträge zu lesen, aber bitte vergessen Sie nicht, was Hannah Arendt meinte, als sie auch den Kritiker Verantwortung zu übernehmen bat für das, was er schreibt, seien Sie, ganz grundsätzlich, nicht zu schnell in Ihrem Urteil und bedenken Sie, daß Sie Einfluß auf das Denken anderer haben!
Nicht jeder in der Politik ist ein Intellektueller!

Ich stimme mit starken Zweifel eventuell zu, das Sie berechtigterweise eine leise Kritik an den Herrn Kissler geübt haben.

Aber der Kissler hat keinen ( staatlich bezahlten ) Macht­ap­pa­rat hinter sich wo wo man den Eindruck gewinnen könnte, das ist die absolute Wahrheit , nein ....Kissler sagt seine, so wie er denkt (unbequeme) persönliche Meinung.
Das was der Kissler macht, Probleme ansprechen...kritisieren..und gelegentlich den Fingern in die Wunde legt, kann auch ein Bürger der sich parteipolitisch gebunden fühlt , nur zustimmen.

Nein, nicht jeder in der Politik ist ein Intellektueller, das ist auch nicht nötig und vielleicht nicht einmal wünschbar. Doch jeder, der in die Politik geht und ernst genommen werden will, müsste - zumal auf der Stufe von Staatsministern und Staatsoberhäuptern - so viel an politischem Gespür mitbringen, das er in der Lage ist, Entwicklungen zu antizipieren statt ihnen hinterher zu hinken. Darauf zu vertrauen, dass das Gedächtnis des allgemeinen Publikums ebenso schlecht ist wie das eigene, was Fehleinschätzungen und opportunistisch motivierte "Tenue-Wechsel" angeht, reicht nicht.

Heinrich Kehmeier | Do, 5. Oktober 2017 - 16:59

Herr Kissler legt den Finger in die Wunde. Steinmeier sagt: "Verstehen und verstanden werden- das ist Heimat". Ein schöner Schlusssatz, auch wenn er für den Heimatbegriff nicht ausreicht.
Steinmeiers Verstehen ist der zaghafte Versuch der Flüchtlingspolitik nationale Interessen gegenüber zu stellen. Hätte er dies am Tag seiner Wahl gemacht, Voila. Hat er aber nicht und viele Menschen haben daraus Konsequenzen gezogen. Der gedankliche Weg zu diesen Menschen wäre dornenreich gewesen, hätte aber vielleicht zu versöhnen statt zu spalten geführt,der politischen Maxime seines bedeutenden Parteifreundes Johannes Rau. "Das große Wir " gibt es nicht mehr. Und solange der Bundespräsident die Mühen der Ebene scheut (der sich die Bundeskanzlerin gerade mit besonderer Lautstärke stellen musste, wird er es auch nicht ansatzweise wieder herstellen. "Verstanden werden" wird zum Verständnis wollen für nicht mehr umkehrbare, fragwürdige Entscheidungen. Das ist Heimat. Aber für wen?

Dorothee Sehrt-Irrek | Do, 5. Oktober 2017 - 17:15

brillianten Artikel geschrieben, alleine, er geht m.E. an unserem Bundespräsidenten vorbei.
Ich glaube, dass er mehr bedachte, als nur seine Meinung, die er sicherlich sogleich hätte äußern können.
Ich gebe zu bedenken, dass es m.E. kein "von Anfang an" bei Merkel gibt, auf dass man verlässlich reagieren könnte.
Ab einem bestimmten Punkt war die Situation wirklich so aufgeladen, dass auch ein konsequentes Abstoppen des Migrantenstromes, Flüchtlinge miteinbegriffen, nur behutsam vonstatten gehen konnte.
Merkel hatte sich zudem auf Gott und Schuld berufen, für mich eher alttestamentarische Zusammenhänge, aber dazu muss man halt theologisch tief eingetaucht sein.
Merkel dominierte diese Politik derart, dass man über vieles nachdenken mußte.
Viele von uns haben sofort etwas gesagt und wie ich glaube, nicht unüberlegt.
Der offizielle Sprachgebrauch wurde geändert.
Wichtig war auch noch, das "Danach" abzuchecken.
Hat Europa eine Chance?
Ich glaube nicht, wir müssen sie aber nutzen.

Gundi Vabra | Do, 5. Oktober 2017 - 17:56

Herr Steinmeier ist in meinen Augen keine Person die das Amt eines Bundespräsidenten würdevoll zu gestalten weiß.

Seine verbale Entgleisung im amerikanischen Wahlkampf von Trump als Hassprediger zu ätzen, bis hin zu seiner letzten Rede, das deutsche Volk betreffend, zeigt nichts von einem Repräsentanten eines Staates.
Wir hatten zuletzt einen Hell- und Dunkeldeutschen-Spalter im Amt und nun ist der nächste da.

Soll das Volk das nicht beliebt ist ausgetauscht werden? Fast könnte man darüber lachen, wenn nicht das von oben gerade massiv versucht werden würde.

Rette sich wer kann, vor dieser "politischen Elite".
Hol Dir dein Land zurück, der wohl beste Wahlspruch der letzten BW.

Darius Posch | Do, 5. Oktober 2017 - 18:03

Was hatte diesen in meinen Augen erfolglosen Außenminister eigentlich in Beliebtheitsskalen des Politbarometers eigentlich in solche Höhen gebracht?

Die weißen Haare, die Brille und das Interview vor dem wartenden Flugzeug mit Journalisten, die anschließend hinterher gekrochen sind und nicht geschrieben haben:

Vollversager in Sachen Krim..., nicht erkannt, dass sich ausgelöst durch fehlende Hilfsgelder für Lager in Nahost eine Wanderungswelle langsam in Bewegung setzt..., von Erdogan nicht vollgenommen...

Der Cicero hatte es in einem Artikel treffend vorhergesehen: Ein Bundespräsident bei dem den Leuten die Füße einschlafen (so oder ähnlich stand es dort).

Ein Grüß-August also in Zeiten, in denen wir dringend einen v. Weizsäcker bräuchten.

Was würden die Medien heute mit einem Politiker machen, der die Charakter-Stärke zeigen würde Fehler einzugestehen und sich beim Bürger zu entschuldigen?

Ist es einem Politiker heute verboten "jeden Tag klüger werden"?

Detlev Dinter | Do, 5. Oktober 2017 - 18:11

da spricht ein Herr (vorbelasteter) Steinmeier vom "ehrlich machen" in der Politik!
Kann ich daraus den Schluss ziehen, dass ich weitgehend von Merkel und Co. bislang belogen wurde?
Wenn ich dies bislang geäußert hatte, wurde ich in den "seriöse Medien" gelöscht oder in eine bestimmte Ecke gestellt.
Steht jetzt Herr Steinmeier neben mir in der Ecke?

Michael Jensen | Do, 5. Oktober 2017 - 18:13

Während der Rede, die ich mit großer Aufmerksamkeit verfolgte, fielen mir einige sehr „schmierige“ Tricks auf; einen davon möchte ich hier erwähnen. Er sprach von ‚Nationalisten‘, die im Dritten Reich gewirkt hätten. Wohlgemerkt nannte er sie nicht ‚Nationalsozialisten‘! Das hatte einen Grund, und sehr bald wurde klar, welches Ziel dahinter stand:
Denn dann sprach er von heute, der Zeit, die unter ‚Nationalisten‘ leidet. Und schon waren Menschen von heute, denen die Nation etwas bedeutet, gleichgesetzt mit den Akteuren der unseligen zwölf Jahre zwischen ’33 und ‚45…
Sorry, aber das ist PERFIDE! Und verharmlost den Nationalsozialismus.
Herr Maas, Herr Steinmeier, ich spreche Sie beide an: Wie nennt man Leute, die den Nationalsozialismus verharmlosen?!

Peter Voit | Do, 5. Oktober 2017 - 18:19

Steinmeiers Verständnis von "Heimat" ist ganz auf jene zugeschnitten, die er flapsig, so Kissler, "die Neuen" nennt. Heimat als etwas, das erst noch werden soll: "Ich glaube, Heimat weist in die Zukunft, nicht in die Vergangenheit", so heißt es in Steinmeiers Rede. Heimat sei "der Ort, den wir als Gesellschaft erst schaffen." Eine Frechheit im Grunde.
Wenn ich mich irgendwo heimisch fühle, weil ich mich da auskenne, dann doch wohl deshalb, weil der Bäcker oder die Apotheke meistens auch gestern und vorgestern da waren, wo sie heute sind.
Und so ist wohl für Steinmeier nicht nur im Hinblick auf heutige "Wirrköpfe" Hopfen und Malz verloren, sondern auch für solche wie Adalbert Chamisso, in dessen Gedicht "Das Schloß Boncourt" es heißt: "Ich träum´ als Kind mich zurücke, / Und schütt´le mein greises Haupt; / Wie sucht ihr mich heim, ihr Bilder, / Die lang´ ich vergessen geglaubt?"

Ingo Müller | Do, 5. Oktober 2017 - 18:40

Steinmeier und Wulf war/sind für mich die Unpersonen als Bundespräsident. Diese Amt halte ich pers. für absolut überflüssig. Aber wenn schon, dann sollte es eine Person sein, die überparteilich ist und sich für das Land verdient gemacht hat. Es sollte Jemand sein aus der Mitte der Gesellschaft und nicht Jemand aus der politischen Klasse. Wulf war noch im Moment seiner Wahl, Ministerpräsident von Niedersachsen und Steinmeier war drei Wochen vorher noch Außenminister und strammer SPD-Parteisoldat. Diese Beiden führen für mich das Amt in die Absurdität!

Dr. Lothar Sukstorf | Do, 5. Oktober 2017 - 18:55

Bambuspräsident passt gut und Fr. Merkel ist die DISPATCHERIN der Macht...

Roland Weinert… | Do, 5. Oktober 2017 - 19:41

ELENDE POLITISCHE HEUCHELEI – typische sonntagsrede des bundespräsidenten

So ein Heuchler einmal wieder! F.-W. Steinmeier ( SPD ) ist Ziehsohn des Gerhard Schröders ( SPD ), war dessen Kanzleramtsminister, maßgeblicher Mitschöpfer der „Agenda 2010“, welche Otto Normalarbeitnehmer maßlos entrechtete zugunsten der Wirtschaft usw. usw. wie ( in der rechtlichen Ausformung ) kein anderes Gesetz der bundesrepublikanischen Nach-kriegszeit. Steinmeier ist bestens vertraut qua Ämter mit Geheimdienst- und Waffen- / Rüstungsexportfragen usw. u.v.a.m. Und gegenwärtig? – Steinmeier, als ins Amt gekungelter, überversorgter Bundespräsident auf Kosten des Steuerzahlers, und als Politiker und eben Politiker wie Herr Steinmeier im Verbund mit u.a. Gerhard Schröder ( SPD ), Angela Merkel ( CDU ), der Wirtschaft, den Konzernen usw. haben diese Mauern errichtet bzw. bewusst die Rahmenbedingungen für diese Mauern geschaffen.

Roland Weinert… | Do, 5. Oktober 2017 - 19:45

Und nun diese Krokodilstränen am 3.X.2017. Ich fasse es nicht. Will er ‚uns‘ zum Narren halten einmal mehr?

Und das alles im Mainzer Dom! Ja, Staat, Parteien, Wirtschaft, Gewerkschaften und Kirchen arbeiten in Deutschland „gut und gerne“ ( „Ein Land, in dem wir gut und gerne leben“ ) Hand in Hand – gegen Otto Normalbürger, versteht sich! Einzig und allein zum eigenen Nutzen.

Und dann auch noch der Untertanen-Gnädig-Lobhudel-Kommentar in der abendlichen „tagesschau“ resp. der Wiederhall in der deutschen, recht gleichgeschalteten Medienlandschaft. Hier erlangt der Begriff „Lügenpresse“ ( erstmals gebraucht im 19. Jahrhundert ), welcher historisch arg vorbelastet ist, eine neue Dimension.

P.S.
In seiner Rede hebt Herr Steinmeier u.a. auf den sog. „Wutbürger“ ab. Ein recht diffamierender Begriff, um Kritiker mundtot zu machen in ‚unserer‘ politisch gewollten / verordneten Konsensgesellschaft, in welcher unter Frau Merkel Kritik nicht erwünscht ist

Roland Weinert… | Do, 5. Oktober 2017 - 19:48

bzw. zunehmend und weiterhin generell diskreditiert wird.

Wut ist m.E. eine sehr legitime Reaktion u.a. auf Missstände wie soziale Ungerechtigkeiten, einseitige Bevorzugungen von z.B. Konzernen, Ausbeutung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, Sklavenarbeit in Afrika oder Asien, zunehmende Rechtsungleichheiten, Vetternwirtschaft in der Politik, Bereicherungsmentalität in der Politik u.a.m.

Landauf landab will Politik dem Bundesbürger einreden: „Uns geht es gut!“ / „Deutschland geht es gut! Eine irrelevante These, eine bloße Behauptung! – Wie hoch ist der Zinssatz bei Festgeldkonten?

Mit anderen Worten: Otto Normalbürger müsste es weitaus besser gehen in Deutschland, wenn Politik mit dem Primat des größtmöglichen Allgemeinwohls agierte, wenn Steuergelder nicht mehr ( straffrei ) verschwendet würden u.v.a.m. Sehr einfach. Und genau das alles geschieht in Deutschland eben nicht!

Herr Steinmeier hat in schwieriger, politischer Zeit versagt, Angemessenes zu sagen.

Arne Bruhn | Do, 5. Oktober 2017 - 20:18

In seiner Rede sprach Herr Steinmeier von "Mauern, die von Argumenten nicht mehr durchdrungen werden können. Argumente? Welche, Herr Steinmeier? "Alternativlos", "Scheitert der Euro, scheitert Europa", "Die Zuwanderer sind eine Bereicherung", "Grenzen kann man nicht kontrollieren". das sollen Argumente sein? Das sind alles nur Behauptungen Ihrer Regierung, an der Sie aktiv beteiligt waren. Sie wollen sich ehrlich machen? Waren Sie denn nicht ehrlich??? - Aha!
Aber bei der "Kissler-Cicero-Gemeinde" möchte ich mich bedanken, es ist äußerst wohltuend, sich nicht allein zu fühlen. Das Denken ist zumindest bei einem Teil der Bevölkerung noch vorhanden!

Werner Schick | Do, 5. Oktober 2017 - 20:19

Werter Herr Zweig,
werter Herr Zweig bisher hat niemand in diesem Forum einen Anlass gesehen, an dem Verantwortungsgefühl von Herr Kissler Zweifel zu geäußern. Sie sollten ihre Zweifel besser bei den MSM anbringen. Zu ihrem letzten Satz folgende Ergänzung: nein nicht jeder in der Politik ist Intellektueller, zutreffender wäre "kaum einer ist ein Intellektueller", dort handelt es sich vielmehr in großer Zahl um Studienabbrecher und selbsternannte Intellektuelle.

Sabine Schönfeld | Do, 5. Oktober 2017 - 21:00

Seine Partei habe ich niemals gewählt. Ihn habe ich niemals gewählt. Er ist auch von keiner Mehrheit der Deutschen gewählt worden. Seine Partei hat eben einen Absturz sondergleichen erlebt. Und obwohl er anscheinend beginnt, die unglaublichen Fehler und die daraus resultierende massiven Probleme zu verstehen, beschimpft er noch immer die Boten, statt endlich Selbstkritik zu üben. Dieser Mann wird niemals mein Präsident sein.

Franz Schmid | Do, 5. Oktober 2017 - 21:04

Hat jemand den Eindruck nach HK kam ein beliebter Präsident? Herr Steinmeier ist bereits jetzt - für mich - der Miserabelste. Gefangen in der Politikerkaste sondert er nur blahblah ab. Er hat nix und wird auch nichts begreifen.
Ich störe mich an dem Begriff "tragische Größe". Das ist jemand der alles Gute will und tragisch scheitert.
Er ist nur der Popanz der Eliten.
Ach übrigens, diese werden den "Kampf" gewinnen!

Clara Schwarze | Do, 5. Oktober 2017 - 23:23

Aus meiner Sicht interpretiert der Autor die Rede beinahe zu gutgläubig. Es ist doch klar, dass unsere Politiker nie vor hatten "alle" aufzunehmen. Das war immer allenfalls verunglückte Rhetorik oder ein Trick. Das eigentlich Ziel war offenbar immer vor allem, Akzeptanz für Resettlement-Programme herzustellen. Davon weicht Steinmeier in der Sache auch gar nicht ab. Es bleibt auch, dass immer jeder, der die Zuwanderung nicht akzeptiert, außerhalb der Gesellschaft steht - nur das ist freundlicher verpackt.
Diese Rede steht für nichts als "weiter so." Und das ist ein bekannter Trick - erst Maximalforderungen, dann zurückweichen auf das eigentliche Ziel.

Georg Brehmer | Do, 5. Oktober 2017 - 23:54

Mein Gott, Steinmeier, wer zu dämlich ist eine Demokratie zu verstehen, der sollte sich nicht zum Bundespräsidenten auswürfeln lassen. Vielleicht lässt dieser - im ursprünglichen und besten Wortsinne - Idiot seine SPD Mitgliedschaft wieder aufleben und verzichtet auf das Salär einen Bundesgrüßaugust. Diese Gestalten auf diesem Posten werden nur noch immer peinlicher. Habe fertig. So wie offenbar diese Politik auch.

Achim Scharelmann | Fr, 6. Oktober 2017 - 09:15

Frau Merkel hat sichtbar überall wo sie bislang wirkte nur Chaos und Ungereimtheiten hinterlassen. Zusammen mit dem heutigen Präsidenten wurden die Weichen für unsägliche Entscheidungen gefällt und dann wurde er auch noch in falscher Einschätzung zum Bundespräsidenten ernannt, obwohl die stärkste Fraktíon diesen Anspruch gehabt hätte. Gerade bei einer anstehenden Bundestagswahl und den damit verbundenen Risiken von Verlusten jeglicher Art, kann man doch nicht vorher auf ein Mandat zu Gunsten eines politischen Gegners verzichten und wie es sich jetzt herausstellt, war diese Entscheidung total kontraproduktiv, nun kämpfen sie um ihren eigenen Erhalt und haben vorher noch ohne Not das höchste Amt an ihre Widersacher vergeben. Wenn mann hier von ausgereifter Politik spricht, dann ist es eine Verdrehung von Tatsachen, die in ihrer häufigen Form anscheinend schon zur Tagesordnung bei den Schwarzen gehören.

Alfred Werner | Fr, 6. Oktober 2017 - 09:37

Ein Esel bekam Prügel und dachte sich, es wäre besser ein Pferd zu sein. Also ging er in einen Pferdestall und lernte der Not und dem Zwang gehorchend wiehern wie ein Pferd. Eines Tages kam er an einem Spiegel vorbei. Und sah einen Esel ..........

Udo Dreisörner | Fr, 6. Oktober 2017 - 09:38

... und seine Rede. Was für ein Geschwafel. Ich glaube ihm kein Wort. Eine schöne Rede schwingen, den Beifall kassieren und dann geht's weiter wie vorher. Des Zustand der Republik hat auch die SPD mit zu verantworten. Und wie. Man kümmert sich aber auch lieber um die "NEUEN" anstatt nun wirklich mal anzufangen nachzudenken warum so viele Bürger die AfD wählen und "verloren" gegangen sind. Ach, wenn einem die eigenen Kinder nicht mehr gefallen importiert man einfach neue und versucht die dann passend hin zu erziehen. Ich kann diesen verlogenen Müll von unserer politischen Obrigkeit nicht mehr hören.

Reinhard Rogosch | Fr, 6. Oktober 2017 - 12:29

Wieder einmal ein sehr lesenswerter Artikel von Ihnen, Herr Kissler. Steinmeier ist m. E eine eklatante Fehlbesetzung. Er wird seinen Stallgeruch nicht los.

Michael Murmurachi | Fr, 6. Oktober 2017 - 12:33

Genau das haben viele Bundesbürger schon weit vor der BTW getan und sich entsprechend geäußert. Sie wurden dafür häufig als Neonazis beschimpft. Sie wurden beschimpft, weil sie schon sehr lange erkannt hatten, dass die Regierung und die sie tragenden Oppositionsparteien mit untauglichen Mitteln versuchten, Probleme zu lösen.

Eine Studie aus der Schweiz zum Thema direkte Demokratie hat gezeigt, dass die Bürger im betrachteten Zeitraum sehr viel klüger entschieden haben, als die Initiatoren von Referenden und auch als ihre gewählten Repräsentanten. Auch wenn neunmalkluge Politiker wie Klaus von Dohnányi anderes behaupten, weil sie einfach alles wissen und darüber hinaus auch noch besser.

Ruth Müller | Fr, 6. Oktober 2017 - 15:53

Dieser Mann ist nicht der Bundespräsident aller Deutschen. Er ist der berühmte seelenlose Bürokrat der seine Pflicht erfüllt. Die Frage ist für wenn er agiert und was ihn als Beamter des Staates BR-Deutschland antreibt?

Zeit für die Änderung des Bundespräsidenten-Wahlprozedere.

Das Parteienlisten-Parlament braucht einen durch das Volk gewählten Präsidenten als Korrektiv.

Peter Weih | Sa, 7. Oktober 2017 - 12:47

Schon lange gab es kein politisches Ereignis mehr, dass solche Freude bereitet hat, wie die Bundestagswahl, selbst ein FW Steinmeier bringt es zu einer verschwurbelten halben Umkehr in die wunderbare Welt des grenzenlosen Gutmenschentums.
Die Jamaika Koalition wird ein Weiteres zur Umkehr beitragen. Sollte diese Koalition zustande kommen (wovon man ausgehen kann, so kurz vor den Fleischtöpfen wird keiner der beteiligten "Repräsentanten" seinen Hunger nach Regierungsposten mehr im Zaum halten können) bedeutet den sicheren Tod mindestens einer der beteiligten 4 Parteien. Ich tippe mal auf die CSU, sie werden aus purer Schwäche einen Formelkompromiss bzgl. der Obergrenze eingehen und hoffentlich in der Landtagswahl nächstes Jahr in Bayern untergehen. Zumindest ein Teil der 38% an Dorftrot... aus Bayern, die die CSU gewählt haben, werden bei der ihr Hirn einschalten und nach "Alternativen" zur Wahl der CSU suchen...... ich mein natürlich so wahlversprechenstreue Parteien wie die FDP.

Dennis Staudmann | Sa, 7. Oktober 2017 - 16:20

da lautet, dass die, von denen er meint, bei ihnen wäre Hopfen und Malz verloren, in ihren Befürchtungen bislang durch die Realität bestätigt wurden, was aber für ihn kein Grund für eine wirkliche Kurskorrektur ist. So agieren verblendete Agitatoren und kein Bundespräsident, der parteiunabhängig das Land und dessen Bürger vertreten sollte.

Silas Loy | So, 8. Oktober 2017 - 13:33

... der sich dem Strom der Zeit ausgesetzt fühlt und hilflos der Auflösung der Nation zuschaut, die unsere Selbstbestimmung und Freiheitlich-demokratische Grundordnung garantieren sollte, hat sich wohl in der Tür geirrt.

Allerdings muß man das auch von seinen Vorgängern sagen. Nach Roman Herzog wurde das Amt längst nachhaltig beschädigt und tiefer als Gauck kann wirklich keiner mehr sinken.

Ja!!! Der gute Herr Gauck war der Tiefpunkt im Amte. Geschwätzigkeit prägte seine fünf Jahre als Staatsoberhaupt. Ich stimme Ihnen voll zu!

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