Cicero-Talkrunde / Clemens Traub

„Cicero Hard Talk“ zum Thema Innere Sicherheit - „Wir brauchen in Deutschland eine neue Sicherheitskultur“

Mit der Sicherheit geht es in Deutschland rapide bergab. Warum das so ist, darüber diskutieren der ehemalige BND-Präsident Gerhard Schindler, Bundespolizeigewerkschafter Manuel Ostermann und die Journalistin Susanne Gaschke mit Chefredakteur Alexander Marguier. Sehen Sie hier die aktuelle Ausgabe des „Cicero Hard Talk“ als Video.

Alexander Marguier

Autoreninfo

Alexander Marguier ist Chefredakteur von Cicero.

So erreichen Sie Alexander Marguier:

Diese Entwicklung ist alarmierend: Das Bundeskriminalamt (BKA) hat im ersten Halbjahr 2023 einen deutlichen Anstieg der Gewaltkriminalität in Deutschland registriert. Nach soeben veröffentlichten Daten der Polizeilichen Kriminalstatistik kletterten die Zahlen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 17 Prozent nach oben, wie das BKA mitteilte. Der Zuwachs sei vor allem auf öffentlichen Straßen und Plätzen zu verzeichnen.

Fast täglich ist über solche und ähnliche Fälle in den Nachrichten zu hören: Auch auf Deutschlands Straßen wird die Terrororganisation Hamas gefeiert, in Berlin kam es an Silvester zu gewalttätigen Randalen, in öffentlichen Parks grassiert der Drogenhandel, Clankriminalität hält die Polizei in Atem – und Polizisten werden selbst immer häufiger Opfer von Übergriffen. Es ist hierzulande etwas ins Rutschen geraten beim Thema Innere Sicherheit.

Aber was kann der Staat dieser Entwicklung entgegensetzen? Darüber diskutieren der ehemalige BND-Präsident Gerhard Schindler, Bundespolizeigewerkschafter Manuel Ostermann und die Journalistin Susanne Gaschke in dieser Podcast-Sonderausgabe „Cicero Hard Talk“ mit Chefredakteur Alexander Marguier.

Das Gespräch wurde am 20. November 2023 in den Studios von Kivvon als Cicero Hard Talk aufgezeichnet. Das dazugehörige Video können Sie hier ansehen oder auf dem Kivvon-Kanal.

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Urban Will | Fr., 24. November 2023 - 20:20

Da tun unsere Regierungen der letzten knapp zehn Jahr alles dafür, dass wir die heutigen Zustände haben, winken Armeen von genau den Chaoten ins Land, die für diese Zustände sorgen, da werden sämtliche Gegner dieses Jahrhundert – Irrsinns als „Nazis“ abgestempelt und nun stellt man sich mit besorgter Miene hin und diskutiert, wie man solcher Zustände wieder Herr werden kann.

Sorry, Herr Marguier, mir wäre das als Vertreter Ihrer Zunft zu blöde.
Vor allem als Chefredakteur eines Magazins, das sich der „politischen Kultur“ verschrieben hat.
Kultur ist etwas für Gebildete.
Was hier stattfindet, ist gelebte Blödheit.

Innerhalb kürzester Zeit könnte man die Ursachen dieser Zustände beseitigen, indem man einfach das macht, was im GG steht.
Über einen deutlich längeren Zeitraum allerdings, aber für jedes Rindvieh ersichtlich, könnte man die Folgen bekämpfen.
Aber dafür bräuchte es kein hohles Gequatsche, dafür bräuchte es tatkräftiges Handeln und Menschen, die dazu fähig sind.

... es ist die Methode des: Wir schaffen uns Probleme für die wir dann eine Lösung anbieten ohne die Ursachen der Probleme zu beseitigen.
Das ist eine zirkuläre Selbstbestätigung und Selbstbeschäftigung der politischen Elite und des ÖRR zur Absicherung ihrer Macht und Pfründe.
Da hilft nur eines, diese Mischpoke in Politik und Medien müssen entfernt werden, die Politik durch Wahlen und die Medien durch Boykott.
Der ÖRR erhält zwar zunächst noch weiterhin Gebühren, aber wenn die Einschaltquoten auf Null gehen wird dies nicht ohne Wirkung bleiben!

Ehrlich gesagt, Herr Will, verstehe ich Ihre Kritik und Ihre Vorwürfe hier nicht so ganz. Meines Wissens waren es doch gerade die Chefs der Sicherheitsbehörden (Schindler, Maaßen und Romann), die schon damals, 2015, Merkels sogenannte Grenzöffnung heftig kritisiert haben. Schindler wurde bereits im Juni 2016 „rausgenommen“, und Maaßen 2018. Ist es fair, entmachteten Behördenchefs Tatenlosigkeit vorzuwerfen? Allenfalls Frau Gaschke könnte sich fragen lassen, warum sie noch solange ihrer Partei die Treue gehalten und erst jetzt sich so kritisch positioniert. Und es ist doch auch begrüßenswert, dass der Cicero – wie Herr Marguier es zum Schluß sagte - solche Themen solide publizistisch begleitet, und gerade den „kaltgestellten“ Kritikern die Möglichkeiten gibt, sich öffentlich im Rahmen des Magazins zu äußern. Ich jedenfalls finde hier eine journalistische Qualität und ein Niveau vor, welches ich woanders vermisse. Und Sie wahrscheinlich auch ....

Maaßen oder andere Kritiker dieses Merkelschen Irrsinns, den die Ampel fortsetzte. Maaßen genießt meinen höchsten Respekt.

Ich rede nur über die Politik. Es waren und sind alles politische Entscheidungen und es wäre Sache der Politik, diesen Irrsinn zu beenden durch entsprechende Gesetze.
Maaßen und andere waren Erfüllungsgehilfen der Politik und kritisierten in der Tat und zu Recht, was da entschieden wurde.
Und es war die Politik, die sie, genau deshalb, vernichtete (v.a. Maaßen).

Was die Clan – Strukturen, etc. angeht, liegen die Ursachen natürlich weiter zurück, aber auch das waren alles politische Entscheidungen.
Deutschlands Migrationspolitik, die gescheiterte Integration der Zuwanderer, etc. das alles kann man als das größte Versagen seit WK 2 betrachten.
Die Folgen sind kaum mehr reparabel.
Gerade weil ich das journalistische Niveau im CICERO so schätze, habe ich mich über diese für mich völlig unnötige (da die Fakten klar sind) Gesprächsrunde so geärgert.

Enka Hein | Fr., 24. November 2023 - 21:03

....für die ehrliche und sachliche Diskussionsrunde.

Brigitte Simon | So., 26. November 2023 - 00:11

Antwort auf von Enka Hein

Ich schließe mich gerne Ihrem Dankeschön an. Ja, eine ehrliche und sachliche Diskussion.
Allen ein schönes Wochende.

Ernst-Günther Konrad | Sa., 25. November 2023 - 09:49

Inzwischen sind einige Politiker in der Ampel und insbesondere zwei Parteien namentlich GRÜNE und Teile der SPD zu einem Sicherheitsproblem geworden. Das kann man natürlich so nicht öffentlich sagen, obwohl es die Spatzen von den Dächern pfeifen. Die an sich gute und sachlich vorgetragene Diskussion darf diesen Aspekt so nicht benennen, sondern muss Kritik, wenn die denn wirklich noch erlaubt ist, in wohlfeile Worte verpacken. Diese Zustände haben seit 2015 bis auf die die AFD alle Parteien, ob in Regierungsverantwortung oder in "devoter" Opposition verursacht. Und selbst die Gewerkschaften vertreten letztlich nicht mehr die Bais der Polizei, auch wenn viele nur wegen der günstigen "Rechtsschutzversicherung", die bei weitem nicht alle Kosten übernimmt, noch Mitglied sind. Ich habe noch immer Kontakt zu meinen Kollegen. Während die ganz jungen Berufsanfänger inzwischen wie Klone herangezüchtet wurden, haben die Mehrheit etwas älteren, die noch andere Zeiten erlebt haben, die Nase voll.

Uli | Sa., 25. November 2023 - 09:53

Wir haben schon genug neue Kulturen und genau die haben uns da hingebracht, wo wir sind. Man höre auf automatisch alles zu feiern, was nicht deutsch ist und erinnere sich, was Deutschland ausmacht. Und speziell zum Thema Sicherheit: Man verfolge alle Straftäter so, wie man es mit dem alten weißen Mann macht Punkt

Karin Zorn | Sa., 25. November 2023 - 11:05

Endlich dieser Regierung die Tatsachen mit aller Macht um die Ohren schlagen, dass diese ihre Aufgaben erfüllen und nicht nur ihrer Ideologie folgen.
Macht das, nicht nur labern.

Achim Koester | Sa., 25. November 2023 - 11:15

Es sollte besser heißen Was WILL der Staat dagegen tun?
In Berlin hat man zumindest den Eindruck dass die gestiegene Gewaltkriminalität ganz im Sinne der Regierenden ist, ja, dass man sich sogar darüber freut. Im "Kotti" werden nicht etwa die Dealer ausgegrenzt, sondern alle Anderen, und scheinbar freuen sich auch einige Grüne noch darüber.

Albert Schultheis | Sa., 25. November 2023 - 13:20

Nach 30 Jahren Infantilisierung und Cretinisierung der Gesellschaft - vom Kindergarten über die Schulen, bis in die Universitäten und Altenheime - fangen vereinzelt Deutsche endlich wieder an, eine eigentliche und unverquaste Sprache zu sprechen. Menschen nehmen sich die Impertinenz heraus, das zu sagen, was sie allenthalben beobachten - anstatt das, was man ihnen in den unöffentlich-unrechtlichen Medien der Staatspropaganda vorgaukelt, vorgackert und einimpft. Syntax und Semantik kommen endlich wieder auf den Punkt und werden zu Bedeutung. Besonders der junge beherzte Polizei-Gewerkschafter hat mich sehr beeindruckt! Klarheit statt Bullschitt! Und er benennt Rösser und ihre Reiter! Chapeau und Danke!

Und trotz des Schultheiss-typischen Wutanfalls der übliche Schuß Weinerlichkeit.

Worüber? Dass Nazi-Sprech und entsprechende Argumente noch immer als solche gebrandmarkt wird. Und das ist richtig so.

Leute wie Sie versuchen ja ständig, Grenzen zu verschieben und eigentlich Unausprechliches wieder als ganz normale freie Meinung zu verkaufen.

Sie dürfen mir jetzt gerne antworten, aber bitte, bester Schultheiss, bringen Sie mich nicht wieder zum Lachen, indem Sie wie ein tobendes Rumpelstilzchen hier auftreten.

Ach zum Glück, dass der nicht weiß, dass ich Albert Schultheis (mit einfachem, singulären "s") heiß! Wetten, dass ich bereits mit "ss" in Haldis De-Legitimierungs-Excel-Datei drinstehe! Versuche mir gerade vorzustellen, wie mich irgendwann Haldis Schlapphüte eines dunklen Morgens ganz verzweifelt am Bett umschwärmen und den "Schultheiss" suchen! Was ich denen sage? "Sorri, meine Herren, Sie können Ihre MPs getrost wieder sichern! Gehen Sie zu Lenz, der ist noch Stasi Old Skuhl, der führt seine eigene Datei - auf analogem Papier, dicht mit Schreibmaschine behämmert! Schauen Sie unter dem Stichwort Nazi/"SS" mit zwei "S". Dort finden Sie, was Sie suchen!" - Dann drehe ich mich rum und schlafe weiter bis Dunkeldeutschland wieder heller wird.