AfD - Projekt 18?

Neun Tage vor der Bundestagswahl liegt die AfD Umfragen zufolge bei zwölf Prozent. Und es könnten sogar noch mehr werden. Haben sich doch scheinbar alle ihre Gegner mit dem ungewollten Ziel verbündet, der Partei auf den letzten Metern Rückenwind zu geben

AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel nachdenklich bei einer Podiumsdiskussion
Alice Weidel weiß, dass sie nur abzuwarten braucht. Die anderen werden ihrer Partei schon die Argumente liefern / picture alliance

Autoreninfo

Christoph Schwennicke ist Chefredakteur des Magazins Cicero.

So erreichen Sie Christoph Schwennicke:

Es ist, als hätten sich alle wohlmeinenden demokratischen Kräfte darauf verständigt, der Alternative für Deutschland auf den letzten Metern der Regatta um die Bundestagswahl nach Kräften Wind in die Segel zu pusten. Ungewollt, versteht sich. Aus Versehen. Man kann sogar sagen: Kontraintentional.

Angefangen beim statthaften Versuch, blinde Flecken auf der glatten Oberfläche der AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel zu finden. Zum einen ist in der Welt eine Mail obskuren Inhalts von vor einigen Jahren aufgetaucht, die laut Mailkopf von Weidel stammen soll und die sie mit ihrem Spitznamen gezeichnet hat. Und dann soll sie nach Recherchen der Zeit in ihrem Domizil in der Schweiz eine syrische Haushaltshilfe für 25 Franken die Stunde schwarz beschäftigt haben.

Jenseits der Hoffnung, dass im Fall der Mail (die sind leicht zu fälschen) alle journalistische Sorgfaltsstandards  eingehalten wurden vor der Veröffentlichung. Jenseits des Umstands, dass der Inhalt peinlich verquastes, völkisch raunendes Verschwörungsgeschwurbel ist: Sind das wirkliche Dinge von der Dimension, die geeignet sind, das Bild von Alice Weidel bei Menschen ins Wanken zu bringen, die damit liebäugeln, sie zu wählen? Sind das journalistische Blattschüsse? Oder Knallerbsen, bei denen man sich hinterher, wenn es kurz Peng gemacht hat, fragt, ob nicht eine gewisse Asymmetrie zwischen Vorwurf und Vergehen auf der einen Seite und medialem Eifer auf der anderen Seite festzustellen ist?

Das Sieferle-Prinzip

Wenn Letzteres der Fall ist, dann kann man von einem Sieferle-Prinzip sprechen, das am Ende auch Frau Weidel zugute kommen könnte. Als der Spiegel versucht hat, einem ihm ungenehmen Buch des Historikers Rolf Peter Sieferle weitere Käuferschaft zu versagen, indem er es kurzerhand aus seiner Bestsellerliste strich, ging das Werk erst so richtig durch die Decke.

Wenn die dagegen sind, muss das was für mich sein. Das ist der dahinterstehende Reflex. Den alle unterschätzen, die glauben, Weidel und die AfD mit solchen Wattebäuschchen erschlagen zu können. In einem Essay des meistens lesenswerten britischen Magazins New Statesman wird dieser Tage über den für manche unerklärliche Erfolg des Labour-Chefs Jeremy Corbyn jemand wie folgt zitiert: „The elites said: ,Don‘t vote Brexit‘, and people voted for Brexit. They said: ,Don‘t vote Trump‘, and they voted Trump. And now 12 million people voted for Jeremy Corbyn.“

Juncker liefert Wahlkampfmunition

Dieser Tage sprach Jean-Claude Juncker, oberster Elite-Europäer, zur Lage der Supra-Nation Europa. Juncker dachte, dem großartigen Projekt der Europäische Union in dieser krisenhaften Lage nach dem Brexit-Votum einen Gefallen zu tun, indem er den Euro für alle forderte und dafür plädierte, umgehend munter weiter zu erweitern. Um Rumänien und Bulgarien namentlich. 

Junckers Worte waren noch nicht ganz verklungen, da konnte man das Klatschen auf die eigenen Schenkel aus der Wahlkampfzentrale der AfD beinahe durch ganz Berlin hallen hören. Die selbstentrückte Rede des Luxemburgers, das ist genau der Stoff, den die AfD braucht, um Wahlkampfmunition für die letzten zehn Tage zu gießen. Man sieht Thor Kunkel, den Kampagnenmann, förmlich vor sich, wie er daraus seine Slogans baut. Die schreiben sich fast von selbst.

Missglückte Transparenzoffensive

Schließlich hat sich dieser Tage auch noch der Öffentlich-Rechtliche Rundfunk zu einer im Prinzip begrüßenswerten Transparenzoffensive durchgerungen und die Gehälter der Intendanten und Redakteure und Moderatoren veröffentlicht. Seither weiß man, dass die Intendanten der ARD zwischen 275.000 und knapp 400.000 Euro im Jahr verdienen. Die ARD hat neun Intendanten.

Auf die Gefahr des kollektiven Aufschreis: Die Zahlen sind die für die dahinterstehenden Jobs gar nicht so horrend hoch. Aber es handelt sich eben um gebührenfinanziertes Fernsehen und Radio, also um Gehälter, die von der Haushaltsabgabe und ehemaligen GEZ-Gebühr, bezahlt werden, denen man sich nicht entziehen kann und die die AfD abschaffen möchte. Nochmal feinster Stoff für den Apparat des AfD-Kampagnen-Kopfes Thor Kunkel.

Die Entwicklungsstadien der AfD

Wie zu hören ist, möchte die CSU kommende Woche zu einer Anti-AfD-Offensive blasen. Auch das kann nochmal für das eine oder andere Prozent bei den Blauen gut sein. Projekt 18 hatte sich mal einer für die FDP vorgenommen. Im Moment arbeiten alle Kontrahenten der AfD ungewollt an einem ähnlichen Projekt für den gemeinsam verhassten Wettbewerber.

Der sich derweil weiter seiner vierten Mutation entgegen entwickelt. Bei der AfD ist es so: Der Keim der nächsten Daseinsform steckt immer schon in der vorigen, und die Entwicklung ist stramm-linear. In Bernd Luckes Anti-Euro-AfD war schon Frauke Petry mit ihrer nationalkonservativen, in Petry schon Alexander Gaulands verschärfte Form dieser Richtung. Die dritte Verpuppung findet gerade statt. In der Gauland-AfD ist schon die Höcke-AfD. Björn Höcke, das wäre AfD 4.0. Höcke redet im Ton des Sportpalasts. Und so denkt er auch. Das muss jenen klar sein, die der AfD gerade in ihrem antifaschistischen Eifer helfen. Aber auch jenen, die sich an der Verharmlosung dieser Partei versuchen.

Dominik Haege | Fr, 15. September 2017 - 11:41

die Unsicherheit, die aus den Zeilen klingt. Sicher, sie kommt nicht nur aus geteilter Meinung oder Werten sondern auch aus bitterer Erfahrung der jüngsten 'überraschenden' Wahlergebnisse, aber immerhin.

Zur AfD. Es nervt, dass viele ihrer Sympathisanten (und wohl auch nicht wenige ihrer Mitglieder) es zu gut meinen und sprachlich nach rechts driften wollen, bis die Schwarte kracht. Die AfD muss sich nach rechtsaußen abgrenzen und einfach professioneller sein.

Zu deren Gegnern: die AfD wird - von außen - professionell gemanagt. Die tatsächlich existierende deutsche Demokratie in allen Ehren, aber die AfD wird zusammengeschlagen, wie es gerade noch rechtens ist. Und mit dieser zusammengeschlagenen AfD werden die eigenen Untertanen bis zur Geschmacklosigkeit bearbeitet. Es ist der deutschen Kultur nicht würdig.

Zu den Intendanten: Mediale Beamten sollen ruhig angemessenen Lohn verdienen. Aber sie sollen ihre Arbeit machen und ihre Macht nicht ausnutzen.

Ulli Ramps | Fr, 15. September 2017 - 12:26

In reply to by Dominik Haege

... ist die Führung der AfD leider noch nie gewesen. Sei es der noch bedingt wählbare Prof. Lucke, dann Petry, da hat Herr Schwennicke komplett Recht und genau das ist es, was letztlich beim vernünftigen Mittelstands-Bürger die AfD unwählbar macht, so sympathisch die AfD auch mal erschienen sein mag.
Angekommen ist sie jetzt beim Wutbürger, der sich die Schwächung des konservativen Lagers nicht klar macht, wenn er AfD wählt, denn eine Koalition kann sich keiner leisten, das wäre politischer Selbstmord (noch).
Die Frage ist genau die von Herrn Schwennicke implizit gestellte, und damit zurück zur Professionalität - kann sich die AfD von Knallchargen wie Gauland und Höcke freimachen und damit allgemein zurück zur Vernunft kehren, oder bleibt sie reine Protestpartei von dümmlich agierenden Brüllaffen, die Leute wie mich nur abschrecken.
Die Kröte Petry hätte ich vielleicht noch schlucken können, aber Gauland und Höcke - no go. Also doch wieder FDP ...

Alfred Werner | Fr, 15. September 2017 - 23:38

In reply to by Ulli Ramps

etwa die unseelige GroKo aus CDU und SPD meinen sollten, dann frage ich mich ernsthaft, wo bitte in diesem linksgrünen Aufguß Sie noch das Konservative entdecken. Ich finde es selbst bei intensiver Suche nicht .....

Jens Richter | So, 17. September 2017 - 05:47

In reply to by Ulli Ramps

In gewissen einschlägigen Foren meinen viele allen Ernstes, der (derzeitige) Erfolg der AfD sei auf Höcke & Co zurückzuführen, die sagen, was "alle denken". Ich sehe eher eine Korrelation zwischen diesen Leuten und dem Erfolg der FDP. Ich vermute, nicht wenige würden vielleicht mal die AfD wählen, wenn...
Höcke ist meines Erachtens in der falschen Partei. In der N-Partei seines Herzens könnte der narzisstische Geschichtslehrer allerdings kein Ministersalär nebst Dienstwagen und Chauffeur beanspruchen.

Frank Bodenstedt | Mo, 18. September 2017 - 12:41

In reply to by Heinrich Niklaus

Das macht sich nach außen hin und zur Beruhigung des eigenen Gewissens doch auch viel besser. Ich mitverantwortlich an dem weiteren Merkel-Schlamassel und seinen desaströsen Folgen für Land und Leute ab dem 24.09. , wer kommt denn auf sowas ????

Manfred Gimmler | So, 17. September 2017 - 12:03

In reply to by Ulli Ramps

Die Führungen der anderen Parteien sind professionell. Dort gibt es keine dümmlich agierenden Brüllaffen. Die politische Irrfahrt der Kanzlerin ist lediglich Einbildung.

Sie sind noch kein "Wutbürger"? Eine Obergrenze für Schmerzen ist noch nicht in Sicht?. Herzliche Gratulation!

Ralf Altmeister | So, 17. September 2017 - 16:25

In reply to by Ulli Ramps

Ihre Einschätzung zur AfD kann ich in vielen Punkten teilen. Auch mir wäre es lieber, die CDU würde eine Realpolitik wie die ÖVP in Österreich betreiben, eine charismatische, überzeugende Persönlichkeit wie Sebastian Kurz hervorbringen und letztlich die AfD überflüssig machen
Aber auch dort wurde die gegenwärtige Entwicklung in diese Richtung nur über Druck durch Herrn Strache und die Zugewinne der FPÖ möglich.
Bei aller Sympathie für die Äußerungen durch Herrn Lindner, der FDP traue ich diese Druck- Rolle nicht zu, eher findet die Vereinnahmung durch Frau Merkel statt.

Andreas Setzer | So, 17. September 2017 - 16:57

In reply to by Ulli Ramps

Die CDU ist spätestens seit der Grenzöffnung keine konservative Partei mehr. Den "konservativen"bleibt also keine Wahl mehr ausser AfD. Ausserdem sehe ich keine "Brüllaffen" bei der AfD, das haben selbst Gauland und Höcke in Diskussionen nicht nötig, wohl aber die Gegner der AfD, samt wohlfeiler Diffamierung. Und in einem irrt der Autor: der Höcke-Flügel ist niemals stark genug, um die Partei ausserhalb einiger Ostverbände zu beeinflussen - wohl aber häutet sich die Partei analog zur FPÖ,UKIP,Trump : von der alten Zielgruppe der "Bürgerlichen", in Wirklichkeit aber saturierten, politisch desinteressierten und wohlstandsverblödeten Schicht derer, die immernoch "gut und gerne leben",und solange CDU wählen,bis ihre heile Welt zerbricht, hin zu denjenigen, die vonMassenzuwanderung,Geldpolitik- und zuwanderungsinduzierter Mietexplosion, wachsender Unsicherheit, stagnierender Löhne dank internationalisiertem Lohndruck bedirekt betroffen sind - dem kleinen Mann,ehemals Stammklientel der SPD.

Reinhard Seidel | Mi, 20. September 2017 - 20:38

In reply to by Ulli Ramps

Die FDP strebt in eine Koalition mit Frau Merkel an, obwohl Herr Lindner schon mal
eine Koalition mit der CDU abgelehnt hat, solange Frau Merkel Kanzlerin ist.
Hat die FDP ein Problem mit der Glaubwürdigkeit? Ich verstehe die Unbedarftheit
verschiedener Leute nicht, die lieber auf eine starke Opposition verzichten, weil ihnen die AfD zu rechts ist. Ja aber was soll es? Linke Parteien haben wir genug im
Bundestag. Eine Partei, die die jetzige Politik des Linkskartells ändern will, kann nur gegen Multikulti sein, gegen die Ausplünderung des Sozialstaates durch Millionen Menschen aus dem islamischen Kulturraum, die auf Grund ihrer mangelnden Sprache und Qualifikation, keine Chance in der anspruchsvollen Arbeitswelt zu bestehen. Die FDP ist aus vielen Gründen ungeeignet eine Änderung der politischen Richtung herbei zu führen. Ihr Ziel:Möglichst viele Ministerposten zu ergattern.

Horst Kessler | Mi, 20. September 2017 - 20:54

In reply to by Ulli Ramps

Es sind längst nicht mehr nur die Wutbürger die zur AFD stehen.Alle die ihren gesunden Menschenverstand nutzen distanzieren sich von der Hexenjagt gegen die AFD. Diese Partei wird in Zukunft wichtig sein um wieder zurück zu finden zu einem Deutschen Staat der diesen Namen auch verdient.Nicht nur Sarrazin sondern auch aufgeklärte Muslime sagen Deutschland schafft sich ab.Jedenfalls bei einem weiter so wie bisher.

Steven Benayas | Sa, 16. September 2017 - 13:38

In reply to by Dominik Haege

den Pensionen die gezahlt werden ganz uz schweigen.
Erklären Sie das mal einem "Normalverdiener, mit 1200 EUR netto pro Monat, der davon mind. 17 Euro pro Monat für diese Schmarotzer abgeben soll OHNE eine messbaren Gegenwert zu bekommen, OHNE die Möglichkeit diese Propagandaleier abbestellen zu können, ohne Eingriff in diese Vetternwirtschaft zu haben.
Von den Rentner, die zum Teil an der Armutsgrenze leben ganz zu schweigen.

Wissen Sie eigentlich wieviel Pensionen die Mitarbeiter der ÖR obendrein noch kassieren - es sind doch angeblich Anstalten des öffentlichen Rechts, dann sollten sie auch nach dem Tarifvertrag entlohnt werden . . .

Willy Wunderlich | Fr, 15. September 2017 - 11:44

Auch dieser Artikel verkennt die Situation wieder völlig. Interessant ist nicht was die Protagonisten denken, auch nicht was der Schreiber eines Artikels denkt. Schön ist und hoffnungsvoll macht, dass der Unsinn einfach so groß ist das es einfach teilweise nur noch lächerlich ist.
Beispiel im Artikel: Gehälter von Intendanten oder "wasauchimmer". Es wird ein Sachverhalt geschildert. Bemerkung: Es gibt neun davon. Weitere Bemerkung: Das ist gar nicht soviel.
Die Antwort ist nun einfach:
1) Die Positionsinhaber tragen keinerlei eigene Verantwortungen, sie werden zudem aus Gremien heraus benannt oder gewählt. Damit müsste dann jeder Behördenleiter ein höheres Gehalt haben, jeder Selbstständige ein deutlich höheres.
2) Aus Sicht einer ausgebildeten Fachkraft mit Mindestlohn, die jeden Tag am Limit seiner Möglichkeiten arbeitet passt da auch etwas vor allem in der Bewertung das es nicht so viel sei nicht.
Die Wahrnehmung von Politik und Medien ist gestört, die Entfremdung perfekt.

Ich stimme Herrn Wunderlich in fast allem zu, doch wendet er meines Erachtens dieselbe subtile Manipulation, die er verurteilt, an, in dem er den Mindestlohn mit einer "ausgebildeten Fachkraft, die jeden Tag am Limit ihrer Möglichkeiten arbeitet" in Verbindung bringt. Die wenigsten Fachkräfte arbeiten nur für den Mindestlohn, und daß Geringverdiener eher "an ihrem Limit" arbeiten als Berufstätige, die mehr verdienen, ist mir ebenfalls neu.

Torsten Knecht | Mo, 18. September 2017 - 18:49

In reply to by Dr. Roland Mock

... gehen Sie mal nach BaWy in die Zuliefern-Industrie der Automobilbranche. Die arbeiten alle mit Leiharbeitern u. die "arbeiten" weil man sie braucht (oft sogar mehr als der Festangestellte. Wenn der Auftrag durch ist, dürfen sie wieder gehen. Ob es zum Leben reicht - egal, Hauptsache die Stückkosten sind niedrig.

... gehen sie mal in die Logistikbranche wie den Subunternehmen bei den Postdienstleistern o. hier in Erfurt zu Zalando ... eine einzige Maloche u. Drückerei für einen Apfel und ein Ei. Die Leute werden vom Amt hineingepresst u. die Unternehmen bedanken sich für den Eingliederungszuschuss ... usw. indirekte Subventionierung der Unternehmen dank A2010.

Willy Wunderlich | Fr, 15. September 2017 - 11:52

Das Bild ist schön, denn es trifft ins Schwarze.
Das interessante: Wenn aus einer Raupe eine Puppe wird und schließlich ein Schmetterling resultiert, dann legt selbiger Eier aus denen wieder Raupen entstehen.
Ihre Annahme ist also falsch! Vielmehr steckt eben in jeder Raupe ein Schmetterling und umgekehrt. Die jeweilige Erscheinung ist nur dem Umfeld und dem Zeitpunkt angepasst.

Ralph Barthel | So, 17. September 2017 - 23:56

In reply to by Willy Wunderlich

besser kann man es kaum beschreiben.

Und wenn die Raupe viel Grünzeug frisst, wird der Schmetterling umso schöner.

Dieter Petermann | Fr, 15. September 2017 - 11:55

Die anderen Parteien, oder zumindest viele dort, arbeiten mit Hochdruck daran der AfD Stimmen zuzutreiben. Wie hier ausgeführt.

Ausgeglichen wird das dadurch, dass die AfD, oder zumindest viele dort, mit Hochdruck daran arbeiten Stimmen von der AfD Stimmen wegzutreiben. (Ganz aktuelles Beispiel, Gauland mit seinen Ausführungen dazu, wie stolz man doch unbedingt auf die Wehrmacht sein muss.)

Ich bleibe am 24.9. zuhause.

Von Stolz auf die Wehrmacht war bei Gauland nicht die Rede, nur von Stolz auf die Soldaten. Das ist ein kleiner, aber nicht unerheblicher Unterschied. Es ging nicht um die Wehrmacht als Organisation (die es übrigens im 1. Weltkrieg gar nicht gab), sondern um das Andenken der Soldaten. Mein Vater war Soldat im 2. WK, sogar Freiwilliger (U-Boot). Er hat das rückblickend immer differenziert gesehen, hatte aber keinen Grund, sich dessen zu schämen. Ich werde sein Andenken immer ehren - und zwar seine ganze Biographie.

.. ist falsch. Frau Merkel nennt das " asymmetrische Demobilisierung " einfach mal googeln. Mein Gewissen veranlaßt mich AFD zu wählen - denn deren Programm beinhaltet das wofür ich als bisheriger CDU Wählerin bis vor einigen Jahren stand. Wir brauchen wieder eine Opposition im Deutschen Bundestag. So wie bisher kann es nicht mehr weitergehen.

Katharina Müller | Mo, 18. September 2017 - 14:43

In reply to by Emma Mathieu

Liebe Frau Mathieu, mir geht es wie Ihnen. Auch ich werde - wahrscheinlich als Einzige in unserer Familie - als ehemalige CSU-Wählerin die AfD wählen. Schlimmer kann es kaum mehr werden.

Gauland hat das Wort 'Wehrmacht' nicht mal in den Mund genommen. Er sprach von den Soldaten des 1. und 2. Weltkriegs. Es ging um die Soldaten, um die vielen Millionen Einzelschicksale im Krieg, nicht um eine Institution. Das ist etwas völlig anderes. Aber klar: wer nicht hören will, der hört auch nicht. Oder nur das, was er hören will.

Petra Führmann | Fr, 15. September 2017 - 12:03

Es ist hinlänglich bekannt, dass nur die AfD, neuerlich allerdings auch die FDP, wenn auch nicht so glaubhaft, die Migration nicht bejubeln. Und man muss Prioritäten setzen. Natürlich erkennt man die Mängel in dieser Partei, die andern haben aber weitaus größere, und mir ist nur wichtig, dass die Etablierten geschwächt werden und es eine Gegenstimme gibt, die hoffentlich auch etwas in Gang setzt. Dafür nimmt man einiges in Kauf. Und Höcke, das schrieb ich schon vor langer Zeit, darf entweder nicht mehr öffentlich auftreten, oder er muss zwingend etwas an seinem Tonfall, auch am Vokabular ändern. Dasselbe möchte man auch Gauland empfehlen.

Willy Wunderlich | Fr, 15. September 2017 - 12:18

In reply to by Petra Führmann

Das Problem geht viel, viel tiefer!
Bankenkriese, Eurokriese, Dieselkriese, Flugzeugkriese, Flüchtlingskriese.
Unsere Politik hat keine Visionen mehr, unsere Gesellschaft keine Ziele, alle wursteln vor sich hin und schauen was wohl das nächste Problem sein wird. Daran geilen sich dann auch noch alle auf.

... Falscher Blickwinkel!

Merkels Ziel ist der Umbau der sozialen Marktwirtschaft hin zu einer marktkonformen Demokratie. Der Unterschied ist der, das alles dem Markt unterworfen werden soll.

Dabei ist der Markt aber nicht mehr "frei" ... TTIP, CETA, H4-Zwangsjobs-sonst-Sanktion, öffentl.-private Partnerschaften, Riester-Betrug ....

Aus dieser Perspektive sind alle ihre genannten Krisen "nur" Krisen für den, der die Kosten trägt. Für Profiteure sieht es rosig aus: Banken machen keine Verluste, in der Eurozone haben die Multis das Sagen, die Dieselleute machen weiter Reibach, Flüchtlinge halten den Lohn niedrig u. als zusätzliche Konsumenten freut es alle Einzelhändler vor Ort, kein sozialer Wohnungsbau treibt die Mieten in die Höhe dito "Mietpreisbremse" usw. ...

Mit der Alternativlosigkeit vieler o. mit einem Gesetz zu Gunsten weniger lässt sich viel verdienen trotz allgemeiner "Krise".

Sie schreiben es selbst - die FDP entpuppt sich als regierungsfähige, wählbare Alternative zur "Alternative".
Beim Wahl-O-Mat landen diese beiden regelmäßig bei mir auf 1 und 2, mit nur Bruchteil-Prozenten Unterschied.
Was am gar nicht so schlechten, aber leider angesichts der unwählbaren Knallchargen an der Spitze (Gauland, dazu Höcke als mittelbar wichtig) unrealistischen Wahlprogramm der AfD liegt.
Da das aber bei der inneren Zerrissenheit, Unprofessionalität und politischem Extremismus mancher in der AfD in Unwählbarkeit resultiert, ich aber die Merkel-Politik nicht unterstützen mag, bleibt: FDP.

Wenn ihnen nur die FDP bleibt, machen sie genau das, was sie nicht wollten. Sie unterstützen die Merkel-Politik. Mir ist die FDP suspekt, weil sie nicht umsonst in dem Ruf einer Steigbügelhalterpartei mit hoher Beliebigkeit steht. Außerdem erscheint sie mir im Moment als eine maximal 2-Personen-Partei. Zu schwach über der Brust.
Ich glaube mit der AfD als Wahlentscheidung drückt man länger und kräftiger auf den 'Reset' Knopf. Eine starke Opposition, mit der man so Einiges vielleicht wieder gerade rücken kann?

Es gibt noch einen anderen Aspekt, der mich von der FDP abbringt. Da es weder für Schwarz-Grün noch Schwarz- Gelb reichen wird, landet die FDP eventuell in einer Koalition mit den Grünen. Nun stellen Sie sich mal vor sowohl FDP als auch Grüne müssen aus der Kompromißfähigkeit heraus ihre Fundamentalflügel stutzen, da ergibt sich aus deren Verquickung ein Gebilde, was nicht von der SPD zu unterscheiden ist. Jedenfalls fehlt mir jede Fantasie, was sich dann gegenüber der jetzigen Konstellation ändern soll.

Geht mir genauso. Nur mit einem Unterschied: Wer "Bambi" Lindnder wählt bekommt Mutti - unweigerlich! Und im schlimmsten Fall, wegen der einzigen mölichen Regierung, die NICHT Minderheitsregierung wäre, eine Neuauflage der GroKo - das wäre nach R2G und Jamaika der nächstschlimmste und zu verhindernde Fall. Und mal ehrlich: Was kann an einem Gauland z.B. schlimmer sein als einer Knallcharge wie Peter Tauber, Ralf Stegner, KGE oder Claudia Roth? An die mussten wir uns doch auch gewöhnen?

Leider könnte sich die FDP nach der Wahl als schlimmer entpuppen und mehr Unheil anrichten als die AFD. Die AFD geht ganz sicher in die Opposition- und, so hoffe ich jedenfalls, arbeitet daran, den Finger in die Wunde der Regierungsarbeit zu legen. Sie deckt hoffentlich mit konkretem Zahlenmaterial ( das sie ja dann zur Verfügung hat) alle Dinge auf, die uns die Regierung gemeinsam mit den Medien gern verschweigen. Die FDP dagegen könnte uns in Regierungsverantwortung wieder mit allerhand unsäglichen Dingen beglücken. Welche Partei ist also gefährlicher. Ich sage, die FDP.

Bernd Lehmann | Mo, 18. September 2017 - 12:02

In reply to by Brigitte Peterson

Die Kartellparteien versuchen gerade Rechtskonstruktionen zu schaffen, die es ermöglichen die AfD aus bestimmten Ausschüssen herauszuhalten.

ist am Ende die Unterstützung Frau Merkels mit ihrer "Weitersopolitik"! Die FDP
hat sich gegen Frau Merkel noch nie durchsetzen können. Ihnen scheint auch eine
starke Opposition im Bundestag unwichtig zu sein? Wir haben zur Zeit keine Opposition, sondern nur Jasager und Abnicker der Merkelpolitik, Als Demokrat kann ich da nicht zimperlich und wehleidig sein. Mir ist eine starke Opposition wichtig, sonst schlittert unser Gemeinwesen in eine linke Merkel-Diktatur, der Anfang ist gemacht. Die FDP will aber in die Regierung in der sie wenig bewirkt,
wie man in den Ländern sieht, in denen sie Mehrheitsbeschafferin ist.

Wie möchten Sie denn, wie Gauland und Höcke reden? Sollen sie politisch - korrekt säuseln? Die Herren Gauland und Höcke reden doch nur in einer Art, wie Merkel und Genossen handeln, nur antagonistisch. Gauland und Höcke sind lediglich die groben Keile auf dem Merkelschen Klotz. Politische Unkorrektheiten gegen Merkelsche Politik. Und da deren Politik gen Himmel schreit, können die Argumente der Beiden nicht unkorrekt genug sein. Die Taten der Merkel kann man nicht politisch-korrekt kommentieren, das machen schon deren Sprücheklopfer in der Einheitspartei. Natürlich hätte man es gern, wenn die AfD in der Sprache dieser Einheitspartei daherreden würde. Dann hätten wir lediglich eine weitere Systempartei mehr. Und Merkel könnte weiter regieren wie bisher. Es geht aber letztlich darum, der Merkel so viel Widerstand entgegen zu setzen wie möglich, wenn uns unser Land lieb ist.

Ursula Schneider | Fr, 15. September 2017 - 12:09

Netter Versuch, Herr Schwennicke. Aber auch der ist zum Scheitern verurteilt und wird den derzeitigen Höhenflug der AfD nicht verhindern.

Möchten Sie wissen, warum?
Weil er in unzulässiger Weise verallgemeinert und damit verunglimpfen will. Warum packen Sie Gauland, Weidel, Meuthen und die vielen anderen guten Köpfe in der Partei einfach in einen Sack mit Höcke, über dessen inhaltliche Aussagen man zudem durchaus streiten kann, auch wenn einem der Ton nicht gefällt.
Höcke - Nazi - Sportpalast ...
Dieses alberne "In-die-rechte-Ecke-Stellen" bringt schon lange nichts mehr. Wie wär's denn mal mit sachlicher Auseinandersetzung? Einige Stichworte haben Sie selbst genannt: z. B. Junckers unsägliche Rede zur EU. Da klopft sich niemand auf die Schenkel (sicher auch nicht in der AfD-Wahlkampfzentrale), da wird einem nur noch angst und bange. Gut, dass es dafür eine Alternative gibt!

Gauland? Ich bitte Sie. Der Mann war der Anfang der Zerstörung jeglichen Gedankens an eine Wählbarkeit der AfD bei mir.
Und auf die unsägliche Art von Höcke gehen Sie nicht ein, den stellt man nicht in die rechte Ecke, das macht der ganz allein - und vertreibt damit nachdenkliche Wähler wie mich.
Eventuelle gute Ansätze aus dem Programm und die kritische Grundidee gegenüber Merkel, der ich auch aus einer gewissen Merkel-Müdigkeit heraus auch folgen mag, werden so konterkariert und schrecken viele vernünftige Menschen ab.
Für mich bleibt damit - da ich die Linke aus gar nicht so unähnlichen Gründen der personell untragbaren Besetzung wie auch noch aus Ablehnung derer Politik nicht mag, mich politisch auch bei Grün und SPD nicht finde, nur eines - FDP. Nicht aus dicker Sympathie, aber aus der Vernunft und dem "Wiederfinden" im Programm.

Heinrich Niklaus | So, 17. September 2017 - 11:45

In reply to by Ulli Ramps

Vor der Wahl in Rheinland-Pfalz 2016 hat sich die FDP gegen eine Unterstützung rot-grüner Politik ausgesprochen. Nun steht sie dort in einem Ampel-Bündnis mit SPD und Grünen.

Die FDP ist eine typische „Umfaller-Partei“! Das war sie und wird sie immer bleiben, Herr Ramps. Da helfen auch Ihre FDP-Wähl-Appelle nichts.

Wer FDP wählt, kann gleich Frau Merkel wählen.

Jan Schulz | So, 17. September 2017 - 11:46

In reply to by Ulli Ramps

Wir haben es begriffen: Sie werden die FDP wählen. Dann tun Sie das doch. Aber bitte hören Sie auf, hier in einer Tour die Mär vom angeblich rechten Gauland zu erzählen. Man fragt sich nämlich langsam schon, ob Sie von der FDP dafür bezahlt werden.
Bei mir sind ihre Bemühungen übrigens fruchtlos, ich werde AfD wählen. Da können Altparteien und Medien noch so sehr im Dreieck springen.

Ralph Barthel | Mo, 18. September 2017 - 00:10

In reply to by Ulli Ramps

glauben Sie allen ernstes, alle anderen sind unvernünftig, nur weil diese keine FDP wählen. Nach jetziger Wahlprognose haben wir nur ca. 7% vernünftige Bürger.
Einbildung ist eben keine Bildung.

in Bezug auf Herrn Höcke und Herrn Gauland geäußerten Bedenken, teile ich.
Denn jedes Mal, wenn sich diese Herren äußern, schreckt sie die wirklich kompetente und intelligenzgesteuerte Wählerschicht ab, die ein langfristiges parlamentarisches Dasein der AfD sicherstellen könnte. Die Marginalisierung der hinter Gauland und Höcke stehenden Kräfte, wird zur Schicksalsfrage dieser unbestreitbar notwendigen Oppositionspartei.
Nach dem zu erwartenden Erfolg bei der Bundestagswahl, wird es vermutlich einen erheblichen Mitgliederzuwachs geben. Wenn diese neuen Leute im Laden AfD dann für Ordnung sorgen, ist mir um die Zukunft nicht bange. Der Parteitag im Dezember wird daher ein wichtiger Meilenstein sein. Deutschland braucht dringend eine demokratisch verfasste Alternative zu den Altparteien.

Den Medien scheint langsam zu dämmern, dass sie genau das Gegenteil erreicht haben. Mit leicht zu durchschauenden Manövern wird versucht, der AfD die Wähler abzugraben. Schief gegangen! Hat auch in den USA nicht funktioniert. Ich habe auch immer gedacht, der Medienkonsument ist leicht zu manipulieren. Ist anscheinend doch nicht so. Mit Difamierungen erreicht man eben nicht viel, nur mit Argumenten. Diese sind aber sehr rar "im medialen Kampf gegen die AfD"...

Simon Templar | Fr, 15. September 2017 - 12:18

Was soll denn das bitte für eine Katastrophe sein, wenn die AfD mit meinetwegen 18% in den BT einzieht? Muss man deswegen Gesetze brechen, Menschen einschüchtern, Fair Play entsorgen? Es spricht m.E. Bände über das Selbstwertgefühl, den Anstand und die Geisteshaltung der etablierten Parteien, wie sie versuchen die AfD "draussen" zu halten.

Dorothee Sehrt-Irrek | Mo, 18. September 2017 - 14:31

In reply to by Simon Templar

Deshalb fand ich wohl zu Cicero, der Zeitschrift für politische Kultur und kann auch ohne größere Bauchschmerzen Tichys Einblick lesen.
Die etablierten Parteien tun gut daran, keine gesellschaftlichen Zustände zu fabrizieren oder von aussen zuzulassen, die eine gemeinsam akzeptierte politische Kultur verunmöglichen würden.
So geschehen evtl. in der Weimarer Republik.
Schuldig haben sich evtl. durch die Bank weg aber auch ALLE inter/national gemacht.
Mit einem Hitler hatte dann niemand gerechnet, dessen Ego so groß war, seine eigene Show zu zelebrieren.
Weshalb mein Augenmerk auf diesen "Ego-Shootern" liegt, die politische Zusammenhänge fast regelmäßig verfehlen.
Fehler machen alle, unbedingte nicht.

Markus Werner | Fr, 15. September 2017 - 13:10

Ich stimme Ihrer Analyse weitgehend zu, Herr Schwennicke.
Die Naivität dieser politisch-medialen Strategen ist atemberaubend.
Aber es gibt dazu noch ein inhaltliches "Förderprogramm" für die AfD. Keine Partei, kein Spitzenpolitiker (sieht man einmal von der FDP ab) stellt sich gegen die invasive Merkel´sche Einwanderungspolitik und deren Folgen.
Statt dessen wird, wer auf die Kollateralschäden hinweist, mit der großen "Generalverdachts-Keule" mundtot gemacht.
Deswegen sehen viele, die auch den Rechtsruck der AfD ablehnen, keine Wahlalternative. Sie sehen ihre Wahlentscheidung am 24. gleichsam als Notwehr.

Die FDP wäre für manche sicher eine Option gewesen. Aber sie hat durch ihren auf "Einwanderung ordnen"(nicht : "begrenzen") reduzierten Diskurs, das "ja" zur doppelten Staatsbürgerschaft und die Forderung nach Einbürgerung bereits nach vier Jahren, selbst Zweifel an ihrer Entschlossenheit gesät.

Christa Maria Wallau | Fr, 15. September 2017 - 18:28

In reply to by Markus Werner

Herr Ramps macht hier Propaganda für die FDP, was ihm natürlich erlaubt u. gegönnt ist. Wen er mit seinen Ausführungen überzeugen kann, der möge sich dieser Partei zuwenden.
I c h erwarte von der FDP mit ihrem begabten u. smarten Vorsitzenden
nichts entscheidend Neues in der bisherigen Politik, sondern ein "Weiter-so", wie es stets mit der häufigen Mehrheitsbeschaffer-Partei der Fall war.
Allen, die an einer inhaltlichen, grundsätzlichen Änderung der katastrophalen
deutschen Politik interessiert sind, empfehle ich die ausgezeichnete Rede von
Erika Steinbach, die sich - als langjährige, gestandene CDU-Demokratin - zur Politik unter Merkel in Deutschland äußert u. die in der Wahl der AfD die
e i n z i g e Möglichkeit sieht, dem Spuk ein Ende zu machen, soweit dies überhaupt noch möglich ist. Sie finden die Rede bei youtube. Alles, was an Panikmache vor einem Rechtsruck gefaselt wird, muß verblassen vor den r e a l e n Ungeheuerlichkeiten, die Fr. Steinbach hier aufzählt!

Ingo Meyer | Fr, 15. September 2017 - 21:55

In reply to by Markus Werner

Dieser Begriff beschreibt eine weitgehend vorhandene Stimmung. Man sollte sich nicht täuschen, bis weit in die Reihen gut verdienender Angesteller ( >> 100 k €) wird die AFD zumindest in Erwägung gezogen. Die Gründe sind immer die Gleichen: Die nicht akzeptierte Änderung im Alltag Deutschlands. Statt Notwehr kann man auch Begriffe, wie Feuerwehr, Katastrophenschutz oder Müllabfuhr verwenden. Es ist viel aufgelaufen in letzter Zeit. Ich habe Geschäftsbesuch aus China gehabt und bei der Planung des Aufenthaltes meiner Gäste auf Sicherheit Wert gelegt. Das ist neu! Die Frage an die Sekretärin: "Meinen Sie, das die Location koscher ist?" Das hätten wir vor 10 Jahren nicht. Den etablierten Parteien müssen einfach Stimmen und Pfründe genommen werden, damit sie auf den Boden der (Schrecklichen) Tatsachen zurück kommen. Dann kann man die auch wieder wählen. Der erfolgreichste neue Shop in unserem Ort, ist der Sicherheitsdienst. Vor 10 Jahren eine programmierte Pleite! Safety first!

Dimitri Gales | Fr, 15. September 2017 - 14:07

Stützen der Gesellschaft tun alles, um der AfD Munition zu liefern, eben auch Juncker, der in Sachen Europa noch einmal ordentlich auf die Pauke haute, wohl weil er weiss, dass das Europaprojekt der Eliten gescheitert ist.
Es fehlt hierzulande eine wirkliche Opposition, die SPD ist das nicht. Vielleicht werden die Wähler dies im Auge haben bei der Wahl im Herbst.

gerd steimer | Fr, 15. September 2017 - 15:00

es ist auch ein Punkt, warum ich die AFD wähle. Aber für mich halt nur einer, nach dem Drift auch der CDU in die linke Mitte, einer in Teilen gegen das Deutsche Volk gerichteten Politik, der nationale Interessen aufgebenden EU Politik und so einiges mehr, wünsche ich mir eine starke Opposition aus der rechten Mitte. Ebenso wünsche ich mir auch die Linke als Oppositionspartei, die Grünen wünsche ich mir gar nicht, der FDP als Ein-Mann-Partei traue ich nicht.
Ich wünsche mir (mangels Alternativen, nicht aus Überzeugung) auch weiterhin Frau Merkel als Kanzlerin, werde sie aber -wie oben gesagt- nicht wählen. Das Aufgreifen vieler AFD Themen der CDU/SPD kam zu spät und ist unglaubwürdig, weil der Angst geschuldet.
Im Übrigen bin ich einer der vielen, völlig anders von meinen persönlichen Lebensumständen her, "untypischen" (wenn man den tollen Analysten zu zuhört) AFD Wähler.
Macht die AFD keine gute Opposition, werde ich sie nicht mehr wählen. Heuer aber ja.

Gerdi Franke | Fr, 15. September 2017 - 15:05

Ich habe lange gezögert. Aber nachdem die Altparteien in der Flüchtlingspolitik nicht umdenken wollen werde ich einen neuen Weg mit der AfD gehen!

Tobi Werlander | Fr, 15. September 2017 - 16:06

Der Wähler muss systembedingt Prioritäten setzen: Man kann nur Parteien wählen, nicht einzelne Themen / Arbeitsgruppen (das wäre Demokratie). Für mich reichen schon zwei Themen:
1) Regierungsversagen bei Zuwanderung (mit Abbau von Sicherh, Freiheit, usw.)
2) Medien, die als Meinungsmacher die Krise mitverursacht haben.

Es wäre falsch, Wahlentscheidungen abh. zu machen von unsinnigen Meinungsäusserungen einzelner Parteimitglieder, die bei dem Thema machtlos bleiben (als Minderheit). "Nichtwahl" stärkt die Gegenseite, man wählt also in jedem Fall. Aktuell geht es um die Höhe des Machtvorsprungs von Merkel, die Fehler nie bei sich sucht, sondern die Verantwortung immer globalisiert.

In jeder Partei gibt es viele konstruktive Menschen, man sollte wirkliche Leistungsträger nicht in Sippenhaft nehmen. Man kann nur darauf hinarbeiten, dass bestimmte Minderheiten innerhalb einer Partei eine Minderheit bleiben. Die Kombination aller Parteien ist letztendlich entscheidend.

Benjamin Müller | Fr, 15. September 2017 - 16:43

Schade, daß der (visionäre !) Artikel, die Notwendigkeit eines Gegengewichtes, zur einlullenden, linkslastigen Klientel-Politik, leider nicht aushebelt.

Arndt Schuster | Fr, 15. September 2017 - 19:26

Es ist einfacher als man denkt: Die AfD hat einfach ein gutes Programm! Man muss es nur mal lesen.
Soziales: Mindestlohn bleibt, Missbrauch von Leiharbeit bekämpfen, Rente abschlagsfrei nach 45 Beitragsjahren.
Sicherheit: Grenzen kontrollieren. Dieser Punkt würde schon viel bewirken, wie die Kontrollen zum G20-Gipfel beweisen.
EU: Rückführung auf die Kernaufgaben Wirtschaft und Handel
Euro: europäische Gesetze einhalten, Austritt von Ländern zulassen
Bundeswehr: Wehrpflicht wieder einführen, Ausstattung verbessern, Traditionen pflegen
Zuwanderung: Einhaltung geltenden Rechts, Missbrauch des Asylrechts verhindern, Einwanderungsgesetz
Familien: Familien aus Mutter, Vater und Kind(ern) stärken, Familiensplitting, Erziehungszeiten bei der Rente anrechnen, keine Ehe für alle
Jeden dieser Punkte kann ich als konservativer und toleranter Mensch unterschreiben. Dazu kommt, dass die AfD mit Frau Weidel eine mich vollkommen überzeugende Spitzenkandidatin hat. So einfach ist das.

Sven Janssen | Fr, 15. September 2017 - 20:58

Es muss endlich eine Opposition ins Parlament, die auch auf die Pauke haut. Die bisherige sogenannte Opposition besteht im Wesentlichen aus Formalgegenstimmen.

Das ist für viele Wähler der Grund, AfD zu wählen. Verständlich.

Gregor Kühn | Fr, 15. September 2017 - 22:08

Wie wäre es denn mit der Verharmlosung Merkels?! Kein Problem mit den teuren und in ihrer Langzeitwirkung verhängnissvollen Alleingängen Merkels, die Parteibeschlüsse und parlamentarische Demokratie in arroganter Selbstherrlichkeit ausschalten? Man kann doch nicht bestreiten, dass die AFD völlig zu Recht manchen Missstand benennt, wo alle anderen Parteien schweigen. Das macht sie zu einer notwendigen Alternative. Herr Schwennicke, sie sind ihrer AFD-Kritik nicht so offensichtlich oberflächlich und plump, sie gehen da subtiler vor.
Das ist ihr gutes Recht, aber versuchen sie es doch einmal mit etwas mehr Neutralität und legen sie die gleiche Messlatte an alle Parteien an. Dieses Niveau erwarte ich eigentlich schon von Cicero. Und übrigens, die AFD besteht nicht nur aus Höcke und gegen den läuft ein Parteiausschlussverfahren.

ich grübele schon die ganze Zeit über die Schizophrenie, dass man wohl hier und da die Krankheit erkennt, aber Diagnose und Medizin von vornherein verteufelt.
Irgendwie irre. Warum ist das so?

Burkhard Brätsch | Fr, 15. September 2017 - 22:08

bis die etablierte Politik klug wird? Kurze Rückblende: Wie wurde im Vorfeld vor Maastricht und Schengen gewarnt, und was mussten sich die Mahner und Warner sagen lassen. Inzwischen wurden die schlimmsten Befürchtungen übertroffen. Es kamen die Banken- und die Griechenlandkrise. Plötzlich konnten Mrd. Euros locker gemacht wurden. Gleichzeitig sinkt das Rentenniveau, viele Schulen gehen der Abbruchreife entgegen, die Brücken bröckeln, die H4-Sätze werden um Kleinstbeträge erhöht. Denn kommen die Flüchtlinge, die Anschläge, die Silvesternacht, die Personalnot bei der Polizei, der Dieselskandal und die drohenden Fahrverbote. Was hat das mit Herrn Höcke zu tun? Herr Höcke macht auf mich den Eindruck, das man in Deutschland auch ohne Abitur Geschichtslehrer werden kann, dass er uns nie an die Griechen oder an Brüssel verkaufen wird, und dass man so doch ganz einfach zum Glaubwürdigkeitsmassstab für eine diplomierte Physikerin werden kann - jedenfalls für viele von uns. Ich bin gespannt!

Klaus Riemer | Fr, 15. September 2017 - 22:14

Den Herrn Höcke mit jenem Demagogen aus dem Sportpalast gleichzusetzen, nein. Hört man sich die Reden an, weiß man das Herr Höcke hervorragend rhetorisch spielt, provokativ und hart an der Tabugrenze. Seine Methode Aufmerksamkeit zu erlangen, braucht aber Hirn beim Zuhörer. Nichts von dem was er bisher sagte war strafrechtlich relevant. Und ein Einpeitscher ist er sicher nicht, denn er polarisiert. Das ist auch sein Ziel. Was Gauland angeht, ist es eher Taktik im Flügel, Aufmerksamkeit zu erlangen durch Provokation. Die etablierte Presse springt drauf. Die FDP wird wieder wie bisher jede Kröte schlucken um an Ministersessel zu gelangen. AfD Kupfern und Kopieren, aber Merkel und Schäuble lassen sie am ausgestreckten Arm verhungern. Sie hatte ihre Chance, jedoch jedes Vertrauen verspielt.

Markus Füß | Fr, 15. September 2017 - 22:34

Es gibt elementare Fragen die der Politik vor den Wahlen gestellt werden sollte. Ein Beispiel hierfür ist die Migrationspolitik und die Eurorettungspolitik. Zur Migrationspolitik hat die Kanzlerin im Kanzlerduell schon folgende Aussagen gemacht:
Die Grenzöffnung im Jahr 2015 war richtig. Über Familiennachzug für Syrer und andere Migranten wird 2018 entschieden.
Auch über die zukünftige Eurorettungspolitik möchte die Kanzlerin keine Aussagen machen.
Über Grenzsicherung und die Türkeipolitik muss erst mit den europäischen Partnern gesprochen werden.
Die Taktik lauten: Dem Wähler keine Auskunft zur zukünftigen Politik geben. Möglichst viel Verantwortung nach Europa geben, um selbst keine Entscheidung treffen zu müssen.
Die AfD stellt als einzige Oppositionspartei unbequeme Fragen. Solche Querulanten möchte die etablierten Parteien nicht Bundestag haben.

Burkhard Brätsch | Fr, 15. September 2017 - 23:04

Der Kölner Bischof Woelki kritisiert uns und unser Land heftig, weil wir so wenige Flüchtlinge aufnehmen, obwohl wir so reich sind. Dazu Zweierlei: 1. Ich war unter Zurückstellung von Bedenken damit einverstanden, Menschen zu helfen, damit diese nicht vor unserer Haustür auf der Strasse umkommen. Diese Hilfe finanzieren wir jedoch nicht mit einem Griff in unsere Schatztruhe, sondern allein durch Arbeit. Eine Arbeit, zu der viele oft mangels Disziplin nicht willens und mangels Qualifikation nicht in der Lage sind. 2. Bekanntlich ist die Eigentumsquote in Deutschland sehr niedrig. Das Leben viel zu vieler Menschen spielt sich in Mietskasernen ab, die einer Käfighaltung gleichen. Diejenigen, die uns unseren Reichtum vorhalten, findet man in den Massenwohnanlagen eher selten. Die Menschen, die die Hoffnung auf wirtschaftlichen Aufstieg aufgegeben haben, sieht in der Wahlkabine nur Gott, und der wird sie nicht bei Bischof Woelki verpetzen.

Monika Vogel | Fr, 15. September 2017 - 23:33

Bis jetzt kann ich nur sagen, dass mich das autokratische Vorgehen der Etablierten und ihrer Medien in den letzten Jahren mehr zur Verzweiflung gebracht hat als so mancher nicht ganz eindeutige Satz bestimmter AfD-Politiker. Schon Ende 2014 war ich bei Pegida Dresden, um gegen vom Staat zugelassene islamistische Hassprediger und Salafisten zu protestieren. Apropos A. Gauland: Hören Sie bei youtube "Rede von A. Gauland auf dem Kyffhäusertreffen am 02.09.17. Gauland bezeichnet die 12 Jahre 1933-45 als Verbrechen und dass sich kein Volk so sehr mit seiner falschen Vergangenheit befasst hat wie die Deutschen. Erst dann kommt er auf die Tapferkeit der deutschen Soldaten im 1.u.2. WK zu sprechen. Und wieder einmal reißt der ÖR alles aus dem Zusammenhang, um seine Gehirnwäsche mühelos zu realisieren. Und nicht zu vergessen, die AfD wurde gerade in den Landkreisen von Bürgern der Mitte gegründet (Handwerksmeister, Selbständige). Sie haben eine Chance verdient.

Ulrich Jarzina | Sa, 16. September 2017 - 00:09

... in Politik und Medien. Nicht nur der mediale Meinungskorridor ist schmaler geworden, sondern auch das im Parlament vertretene Meinungsspektrum. Ein Hauptgrund dafür mag sein, dass wir mit Merkel und ihrem Vorgänger Schröder Kanzler hatten, die durch ihre Politik ihre jeweiligen Parteien des Markenkerns beraubten. Seit der Agenda 2010 kann die SPD nicht mehr glaubhaft behaupten für soziale Gerechtigkeit einzutreten. Spätestens seit dem "Abräumen" der Homoehe kann die Union nicht mehr von sich behaupten für konservative Werte zu stehen. Beide Parteien drifteten ab ins neoliberal Beliebige und unterscheiden sich in den wichtigen Streitfragen kaum noch.
Hinzu kommt eine Kanzlerin, die sich der Debatte weitgehend verweigert und bei zu kritischen Rednern aus dem Plenum flüchtet (Beispiel Gysi).

Ich frage mich daher, wie ich am 24. wählen sollte, wenn ich das Meinungsspektrum im Parlament verbreitern möchte. Sollte es so eng bleiben, wie es ist, fliegt uns der Laden um die Ohren.

Manfred Goblirsch | Sa, 16. September 2017 - 08:23

Derzeit laufen in unserer Parteienwelt zwei dieser 18er-Projekte.
Das vermeintliche der AFD und das selbstverursachte Desaster der SPD in Richtung 18 %.
Beides halte ich im ersten Blick für erschreckend und fatal. Es bietet aber auch die Chance, sich im nächsten BT endlich mit Argumenten zu begegnen und in die Debatte zu treten. Und nicht nur mit Ausschlußdebatten und Diffamierung.
Es ist Zeit für die politisch Wahrhaftigen und nicht für die Geisterdarsteller im Panoptikum mit Rentenanspruch.

Hans Page | Sa, 16. September 2017 - 08:32

Das Problem ist doch dass es gegenwärtig keine wirkliche Alternative zu Merkel gibt. Sie hat klar dargelegt dass sie weitermachen wird so wie bisher (Duell/Klartext); Merkel ist schlicht uneinsichtig und begreift nicht dass sie fundamentale Fehler begangen hat, deren Auswirkungen man nur noch begrenzen kann, aber nicht mehr vermeiden. Wie kann man erreichen, dass Merkel versteht, dass ihre Politik NICHT gewünscht wird? Indem man Schulz wählt oder RRG, die sich darin überbieten, Merkels Fehler noch weiter zu treiben? Es gäbe eine kurzfristige Chance, als man dachte die CSU könnte sich auf Bundesebene installieren (2015), aber Seehofer hat wohl die Risiken gesehen, dass er gegen die geballte Medienmacht nur scheitern könnte. Man wird am 24.9. sehen ob die Medienwirklichkeit mit der Wählerwirklichkeit übereinstimmt. Die Situation in D erinnert fatal an Italien 1994 als die Bevölkerung die etablierten Parteien satt hatte und sie endgültig abwählte.

Alexander Steinmann | Sa, 16. September 2017 - 08:50

1) Es ist eher polemisch als faktenbasiert, der AfD eine vorprogrammierte Entwicklung zu unterstellen. Wer etablierte Parteien wie CDU oder GRÜNE vor 10 Jahren und heute vergleicht, kann sich die Frage stellen, ob deren Entwicklung vorprogrammiert oder so vorhersehbar war.
2) Die Vergütungen im ÖR sind unangemessen hoch, es werden letztlich die Vorteile des öffentlichen Dienstes mit dem Vergütungsniveau der Privatwirtschaft kombiniert. Ein Unternehmen auf dem Markt kann sein Personal vergüten wie es will, der Markt (oder die Eigentümer) können es richten. Der ÖR dagegen ist nicht nur durch eine Zwangsabgabe finanziert, sondern diese wird explizit am Finanzbedarf, also den Ist-Kosten, ausgerichtet. Da gibt es kein intrinsisches Interesse an Wirtschaftlichkeit, eher am Gegenteil.

Gerdi Franke | Sa, 16. September 2017 - 08:54

Ja, da haben wahrscheinlich viele Wähler gehofft, die eine oder andere etablierte Partei schwenkt in der Flüchtlingspolitik noch um. Bietet eine restriktivere Flüchtlingspolitik und keine Selbstbedienung durch Migranten. Aber da alle Altparteien wie eine Phalanx stehen und sich nicht bewegen wollen bewegt sich der Wähler. Hin zur AfD, die die gewünschte Alternative bietet!

Claudia Martin | Sa, 16. September 2017 - 08:55

Da aktuell sich alle Parteien links von der Mitte befinden, gibt es eben auch ein riesiges Wählerpotential zu gewinnen jenseits davon. Höcke und Gauland werden das natürlich nicht schaffen. Zu weit rechts. Viel zu weit.

Christa Maria Wallau | Mo, 18. September 2017 - 12:31

In reply to by Claudia Martin

Gründen Sie doch eine eigene Partei, in der Sie dann - natürlich handverlesen -
die vielen Menschen sammeln, die sich in der Mitte und rechts von der Mitte
befinden! Ich wünsche Ihnen viel Spaß dabei. Sie werden merken, wie einfach das ist.
Oder warten Sie auf Wunder! Das könnte allerdings auch etwas länger dauern...

Nein, Frau Martin, Wunschparteien wird es n i e geben - das ist jedenfalls meine
Meinung. Sie müssen sich j e t z t entscheiden, ob sie f ü r oder g e g en ein
"Weiter-So!" sind. Und da haben Sie im Grunde nur zwei Optionen:
Linkspartei oder AfD. Stimmt's?

Werner Schick | Sa, 16. September 2017 - 09:53

Die FDP war und ist noch nie eine Option gewesen.
Sie ist ein nicht unwesentlicher Teil unseres Problems und daher unwählbar. Die Aussagen der FDP zur Einwanderung sind nur der bevorstehenden Wahl geschuldet und daher unglaubwürdig. Es gibt nur eine Alternative.

Manfred Steffan | Sa, 16. September 2017 - 11:31

Was kommt noch? "Weidel hat falsch geparkt"? "Gauland wollte schon als Kind seine Plätzchen nicht teilen"? Auseinandersetzung um Sachthemen sieht anders aus. Das Gegenteil von Argumentieren ist Hetzen: Letzteres ist begrifflich die negative Stimmungsmache gegen Personen. Und dieser Begriff gilt unabhängig von bestimmten Inhalten und Personen.

Wulf Richartz | Sa, 16. September 2017 - 12:23

Die Angriffe/Vorwürfe gegen Frau Weidel schaden der AfD nicht:
a) weil sie nicht bewiesen sind,
b) weil viele so ein krudes Reichsbürgerzeug denken, oder dieses ihnen egal ist und
c) Schwarzarbeit gilt vielen immer noch als Kavaliersdelikt.

Was die AfD auf jeden Fall viele Stimmen kosten wird ist Herrn Gaulands Soldatenstolzrede - selbst der größte Fremdenfeind und Geschichtsrelativierer (und nein, damit meine ich nicht alle AfD-Wähler und/oder Mitglieder) will keinen Krieg, ja er will nicht ein Mal darüber nachdenken.
Diese Stolzrede macht den Leuten Angst, da werden jetzt viele abspringen und doch nicht AfD wählen.

Schräg fand ich die Rede Herrn Gaulands auch: "Wir haben heute nichts mehr mit den 12 Jahren (33-45) zu tun, aber auf die letzten 6 dieser 12 Jahre können wir militärisch stolz sein" Merkwürdige Logik.

Historisch und politisch sind übrigens militärische "Leistungen" egal, da zählt das Ergebnis und die moralischen und politischen Gründe des Kriegsführens.

Es wird ja immer kruder.
Sie werden doch wohl auch zwischen der Wehrmacht als politischer Organisation und den Soldaten unterscheiden?! Keiner davon konnte den Wehrdienst damals verweigern - einen solchen Luxus gab es nicht. Sie wurden von einem diktatorischen Regime bis zum bitteren Ende eingesetzt und missbraucht.
Warum sollen wir nicht stolz auf sie sein und sie ehren, sofern sie sich nicht persönlich schuldig gemacht haben? Es waren doch unsere Väter, Großväter und Urgroßväter, die nicht der "Gnade der späten Geburt" (Helmut Kohl) teilhaftig wurden, sondern in einem schrecklichen Krieg ihr Leben einsetzen mussten, oft genug fielen, verwundet wurden, in Gefangenschaft gerieten ... Aber auch zum Teil ganz Erstaunliches leisteten, was selbst im Ausland anerkannt wird.

Die mitleidlose Selbstgerechtigkeit, mit der man eine ganze Generation verdammt, macht mich oft sprachlos.

Beat Leutwyler | Sa, 16. September 2017 - 12:48

Ich lese daraus, die AfD wäre gar nicht so schlimm und als Alternative eigentlich gut, wenn da nicht einzelne Akteure wären, die mit Parolen kommen, die Deutschland in Vergangenheit ins Unglück stürtzten.

Da sage ich ganz einfach selbst schuld. Wer sich die Demokratie so einfach macht, vorallem nur Parteien wählen zu können, hat eben auch nicht die persönliche Alternative. Er kann nicht gewisse Personen wählen oder abwählen. Der Wähler kann auch die Koalition nicht beeinflussen, die erst Minderheiten zu einer künstlichen Mehrheit verschafft. Und er hat auch nicht die sachliche Alternative, über gewisse Themen auf Bundesebene abstimmen zu können.

Wer die einfachste, schlichteste, anspruchsloseste Demokratie reitet, dazu noch ohne Gewaltenteilung zwischen Exekutive und Legislative, hat auch die Gefahren die daraus hervorgehen zu tragen.

Ich frage mich mehr denn je, wer waren die Akteure 1949, die das GG mit solcher Kanzlermacht aus der Taufe hoben? Keine sehr klugen Personen.

Nur Hamanda | Sa, 16. September 2017 - 13:29

Ich vermute und hoffe, viele werden die AfD, trotz teilweise unsäglichem Personal, wählen. Aus Protest und gegen die Mainstream-Parteien auch wenn die FDP sich als Alternative ligth anbiedert. Solange ist es nicht her, dass die Taten dieser Partei schon vergessen wären.
Die AfD-Duldung hat aber harte Auflagen. Schwadroniert sie weiter in natinonalistischen Gefilden, kann sie bald wieder einpacken. Das ist das schöne an der Demokratie. Leider verhalten sich die demokratischen Parteien eher wie gehetzte Lemminge, wenn sie die Erfolge der AfD beobachten. Sie sollten sich davor fürchten, dass die AfD sich professionalisiert und die rechten Ränder in den
Schatten stellt oder an die Leine nimmt. Dann zieht auch die Nazikeule nicht mehr, die viele davor zurückschrecken läßt, diese Partei zu wählen. Ist dieses Stigmatisierungsschwert erst einmal stumpf, dann geht die AfD durch die Decke. Die Eurokrise, Migranten, ansteigendes Prekariat, Renten usw.. Alles bleibt Thema ab 2018.

Dorothee Sehrt-Irrek | Sa, 16. September 2017 - 14:04

Auch den kann ich in seiner kritischen Haltung gegenüber der AfD nachvollziehen.
Alleine der `Umstand´ "Merkel" macht den Faktor MACHT über die CDU/CSU zu einem meines Erachtens größeren Problem. Zumal jetzt viele seriöse und altgediente Politiker vor allem der CDU nicht mehr im Bundestags vertreten sein werden.
Ich möchte eine Zukunft für unsere parlamentarische Demokratie.

Helmut Bachmann | Sa, 16. September 2017 - 15:08

Eines muss man der Strategie der AfD-Gegner lassen: sie bewirkt die beschriebene "Häutung"der AfD. Je unfairer der Umgang, desto lauter und erfolgreicher die Hardliner. Schon Lucke wurde als Nazi bezeichnet. Die Strategie der Nazikeule ist also erfolgreich. Peinlich für unsere Demokratie. Aber was, wenn es am Ende eben nicht funktioniert, die AfD sich nicht zerlegt, sondern man- statt Lucke, den man hätte haben können- dann eben Höcke und Konsorten bekommt und das Phänomen nicht nach 4 Jahren verschwindet? Angst zu haben braucht da niemand. Aber es wird sich eine glaubwürdige weitere konservative Alternative entwickeln. Das heißt dann, es kommt zur weiteren Spaltung des konservativen Lagers. Nach der Dezimierung der SPD dürfte die CDU folgen. Die berechtigten Anliegen der AfD sind weiterhin auch ihre Alleinstellungsmerkmale. Solange das so bleibt, geht es weiter mit der Spaltung.

Knut Lützner | Sa, 16. September 2017 - 17:19

Die ganze Berichterstattung über die AFD ist an Hysterie kaum noch zu überbieten.
Dabei haben Merkel und Co diese Partei doch erst groß gemacht.
Viele Jahre wurden die Interessen weiter Teile der Bevölkerung schlichtweg ingnoriert.(Eurorettung, Flüchtlingshilfe etc.)
Dieses Vakuum versucht jetzt die AFD für sich zu nutzen. Offensichtlich mit Erfolg.
Diese Entwicklung ist keine Überraschung sondern einfach nur logisch!

Michael Sever | Sa, 16. September 2017 - 19:07

Nachdem ich 42 Jahre lang CDU / CSU gewählt habe, werde ich diesmal die AfD wählen, obwohl mir - wie Herrn Schwennicke - die handelnden Personen und deren Aussagen nicht gefallen. Ich wähle die AfD nicht für die Regierung, sondern dafür,dass in den Bundestag wieder eine richtige Opposition einzieht. Nur so erfährt die breite Bevölkerung zu wichtigen Themen wie der Flüchtlingspolitik bei Bundestagsdebatten, tagesschau, heute und in Diskussionsrunden andere Meinungen als die von CDU/CSU/SPD/Grüne/Linke/FDP. Vielleicht kommt dann auch ein Untersuchungsausschuss zu Grenzöffnung und Euro-Rettung. Die FDP ist für mich keinerlei Alternative, da Lindner in 9/2015 auf YouTube noch groß von RefugeesWelcome gesprochen hat. Lindner will mit seinen jetzigen Parolen nur der AfD ein paar % abnehmen. Wer die FDP wählt, wählt m.E. nicht nur Merkel, sondern, weil Schwarz / Gelb unwahrscheinlich ist, ein Jamaika-Bündnis. Grüne in der Regierung sind der Traum von Merkel; dann fallen die letzten Grenzen.

Martin Wessner | Sa, 16. September 2017 - 20:47

--- Warnung! Dieser Beitrag enthält Ironie! ---

Woran erkennt man im Jahr 2017 eine rechtsradikale deutsche Politikerin?

Sie ist lesbisch. Sie ist mit einer Frau aus dem "kulturfremden Volk" der Singhalesen vermählt und beschäftigt eine arabische Flüchtlingsfrau, die ebenfalls aus einem "kulturfremden Volk" kommt und eine Studentin der "kulturfremden" Islamwissenschaften zu 25 Franken die Stunde, um damit systematsch die "bürgerliche Gesellschaft zu zerstören" und die "Ballungszentren zu überfremden". Ja, das hört sich doch sehr logisch an.

Und woran erkennt man dann heutzutage eine fortschrittliche Politikerin?

An ihrer Hetrosexualität? An ihrem blonden, blauäuigen Ehemann? An ihrer protestantischen, Germanistik studierenden Putzfrau aus Norwegen, die sie zu 8,50 Euro Mindeststundenlohn beschäftigt?!

Gerhard Korte | Sa, 16. September 2017 - 23:07

für mich stellt die FDP keine Alternative zur AfD dar. Wer den Alleinunterhalter Lindner wählt, stärkt letztendlich Merkel und damit das eingefahrene System. Lindner wird trotz aller anders lautenden Aussagen keinen Moment zögern, sich mit Merkel ins Koalitionsbett zu legen. Dort angekommen, wird's der FDP so ergehen, wie damals unter Westerwelle, sprich Fallenlassen aller eigenen Positionen Überzeugungen. Das letzte Paradebeispiel für das chronische Umkippen der Liberalen waren die Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz, wo die FDP angetreten war, um Rot-Grün abzulösen. Das Ergebnis ist bekannt.

Manfred Gimmler | So, 17. September 2017 - 03:29

Die lineare Extrapolation zur Bestimmung des AfD-Verhaltens über den gesicherten Bereich der Vergangenheit und Gegenwart hinaus ist – mathematisch betrachtet – die primitivste Methode, um Prognosen zu erstellen.
Keiner hätte beispielsweise in den achtziger Jahren auf der Grundlage dieser Methode vorhersagen können, daß einmal nahezu die Hälfte der Wähler der Grünen einer Kanzlerin der UNION eine gute Arbeit attestieren.
Verehrter Herr Schwennicke, bei aller Wertschätzung, dann dürfen Sie getrost dem Wähler als Entscheidungshilfe auch das Werfen einer Münze empfehlen.

Dr. Fred Anton | So, 17. September 2017 - 08:40

Prima. Liest sich toll; nur zum
Schluss muss Schwennike sich schnell distanzieren, um bloß nicht in Verdacht zu geraten, sich mit der AfD hämisch zu freuen. Mit dem Programm der AfD, welches die Mitglieder gemacht haben, wäre ein positives Zukunftsszenario denkbar.

paul peters | So, 17. September 2017 - 10:01

die schwäche oder das versagen bestimmter parteien, offen und vorurteilsfrei über themen zu diskutieren, die nachweislich aller umfragen höchste priorität bei den wählern genießen, führt nun mal dazu, dass dies der partei hilft, die diesen diskurs fordert.
da afd-politiker nicht irgendwann vom himmel fielen, ist es schon erstaunlich, dass das gros dieser pösen populisten zuvor offenbar ein beschauliches dasein in anderen "guten" parteien fristen durften. muss man ihnen und ihren wählern "blitzradikalisierung" unterstellen oder warum haben sie sich von der "guten" seite losgesagt?

Klaus Reichelt | So, 17. September 2017 - 11:36

Der FDP-Chef Lindner hat für seinen Kampf gegen eine "18-%-AfD" eine wirkmächtige Verbindung: Seine Ehefrau Dagmar Rosenfeld - Lindner ist die Vize-Chefin der "Welt-N24"-Gruppe. Artikel mit großen Lindner-Titelbildern zieren die "Welt-online"-Plattform.

Wie das so alles ineinandergreift. Man macht sich seine Gedanken.

Ludwig Witzani | So, 17. September 2017 - 13:10

Obwohl ich Cicero schätze, erkenne ich auch in diesen Blatt den habituellen Kotau, den sogar die "Achse des Guten" und "Tichys Einblick" beachten. Es ist die immer wieder erneurte Abgrenzung zur bzw. Herabsetzung der AfD. Sind die Zustände, die die etablierten Parteien angerichtet haben, auch noch so katastrophal und beschreibt man das auch weitgehend zuztreffend- die AfD ist unwäbhlbar. Selbst dann, wenn die anderen Parteien das AfD Programm abkupfern. Diesen Kotau vollziehen diese Magazine mit gutem Grund. Sobald sie diesen Bückling vor dem Mainstream nicht mehr machen, geht es ihnen anden Kragen, sind die Anzeigen weg und der Shitstorm beginnt.

Hans Löbel | So, 17. September 2017 - 18:29

Die AfD als Schreckgespenst ? Es erinnert mich an die Zeit als die Grünen sich in Deutschland etablierten Die wurde auch als Schreckgespenst von den etablierten Parteien Ausgerufen ..Durch die Verkungelung von Politik und Medien (die eigendlich als 4 Gewalt die Politik kontrolieren sollten)hat diese Regierung eine Zustand erreicht ,in dem alles machbar ist.
Jetzt ,ist der Fuchs (AfD) vor dem Hühnerstall ,und das Gegaker ist groß.Man will nicht in seinem Kosmos gestört werden .

Arne Bruhn | So, 17. September 2017 - 20:08

für mich als ehemaligen CDU+FDP(Zweitstimme)-Wähler ist, dass beide gründlich dafür gesorgt haben, sich für mich unwählbar zu machen. Ich bin 'konservativ' im Sinne Gutes bewahrend sukzessive Neues hinzufügend. Die CDU hat sich davon verabschiedet und überfordert uns mit ihrem 'Mäntelchen in den Wind hängen' und die FDP bringt auch nicht mehr als "Mehr Geld für Bildung" im Blick auf das Bildungsdesaster. Bildung aber erwirbt der Mensch nur durch ernsthaftes LERNEN - und das kann man nicht kaufen! Wer das von der Jugend nicht einfordert, kann gleich einpacken. Und Frau Merkel tut alles, um Wähler, die sich nicht nur bei Fußballweltmeisterschaften als deutsche Bürger fühlen, der AfD zuzutreiben - soll sie haben!
Damit sie und andere im Bundestag endlich Farbe bekennen müssen!
Eine Frage an Sie, Herr Schwennicke: Wie oft hat sich die einstige CDU/CSU denn verpuppt, bis daraus diese in allem beliebige, die EU und die ganze Welt rettende Merkel-Truppe wurde? War da nicht ein Amtseid???

Reinhard Czempik | Mo, 18. September 2017 - 10:07

Der derzeit größte Populist der Republik ist nein nicht Gauland und Co. - Christian Lindner. Nur verzichtet dieser auf jede Form von Krawallsprache, sondern bringt alles in smarten,wohlgefälligen Formulierungen unters Volk. Inhaltlich ist Herrn Lindner jeglicher Unterschied von Liberalismus und Beliebigkeit abhanden gekommen, sondern er schielt bei der Auswahl der Themen nur darauf, was beim Wähler gut ankommtl, was ihn bisweilen in die Nähe der AfD rückt. Für mich ist diese Wundertüte genauso unwählbar wie die Hass-Partei AfD.

Jürgen Althoff | Mo, 18. September 2017 - 15:53

In reply to by Reinhard Czempik

Das ist die gleiche Partei, von der der von Ihnen zutreffend charakterisierte Herr Lindner schamlos abkupfert. Sind identische Forderungen aus dem Mund dieses Herrn dann plötzlich kein Hass mehr? Hass prägt den Umgangston nahezu aller politischen Gegner und Medien mit der AfD. Selbst die SED-Nachfolgepartei der Mauerschützen wird von politischen Gegnern und Medien geschont, wenn sie kommunistische Hassparolen verbreitet.

Friedrich Rhein | Mo, 18. September 2017 - 13:20

Den von Ch. Schwennicke richtig beschriebenen und offensichtlich auch schon eingetretenen kontraintentionalen Effekt erzeugten auch die unangebrachten politischen Wortmeldungen der Kirchen zur AfD und zum Flüchtlings-/Migrationskomplex - aus München die vom EKD-Vorsitzenden Bedford-Strohm und vom DBK-Vorsitzenden Kardinal Marx sowie jüngst erst wieder – zum wievielten Mal eigentlich? - die des Kölner Erzbischof Kardinal Woelki. Das war ganz sicher ungewollte Wahlhilfe für die AfD, ähnlich übrigens wie die vor kurzem veröffentlichte Botschaft von Papst Franziskus zum „Welttag der Migranten und Flüchtlinge“ im Januar 2018 mit einigen „gutmenschlichen“, aber politisch ziemlich verqueren Vorstellungen. Den Kirchen bei uns schadet’s, und die merken‘s nicht. Aber der AfD nutzt es, und die wissen das. Sogar der Bundeskanzlerin scheint das, was da schon seit einiger Zeit von den Kirchen kommt, inzwischen eher unangenehm denn hilfreich zu sein. Ich tippe mal auf um die 15 % für die AfD.

Dr. Lothar Sukstorf | Mo, 18. September 2017 - 14:05

wenn die AfD 18% bekäme hat Merkel ein gewaltiges Problem. Dann ist sie die längste Zeit Kanzlerin gewesen. Auch, wenn die AfD auf über 10% käme, wäre es ein Menetekel für F. Merkel, das würde ihren Koaltitionswunsch mit den Grünen noch forcieren. Merkel erhofft sich davon, das grünen Wählerpotential zur CDU zu ziehen und dasselbe mit den Grünen zu machen, was sie mit der SPD betrieben hat. Das Ergebnis wäre jedoch, die AfD würde noch stärker werden und die CDU letztlich auf den Weg der DC - wie in Italien - führen.

Werner Schick | Mo, 18. September 2017 - 15:02

Werter Herr Hamanda,
bitte benennen sie das unsägliche Personal der AFD namentlich und nennen sie die Gründe, warum sie es unsäglich finden. Sie blasen in das gleiche Diffamierungshorn wie es bei den MSM üblich ist. Können sie keine Namen und Gründe nennen, würden sie besser schweigen, denn ihr Verhalten wäre ansonsten wie bei den MSM verachtenswert.

Bernhard Jasper | Mo, 18. September 2017 - 16:23

als langjähriger Leser bin ich sozusagen Zeitzeuge, wie ihre Plattform „cicero-online“ seit ihrer Übernahme, zunächst zum Anziehungspunkt des Pessimismus wurde, und später Leute anzog, die mit der sprachlichen Keule unterwegs waren. Es wurde inhärent.

Sie sollten den angesehenen und stolzen Namen „Cicero“ streichen, ebenso „Magazin für politische Kultur“. Sie haben ihn nicht verdient, oder sich darum verdient gemacht. Sie können auch nicht behaupten, das sei der Fluss des „Zeitgeistes“, der dahinfließt, sondern es ist hier inzwischen zu einer massiven und blindwütigen Bewegung geworden, die sich mit ihrem Halbwissen austobt und jede rationale Erkenntnis und geschichtliche Tatsachen leugnet und wegspült.

Ich verabschiede mich aus dieser grauenerregenden und provinziellen Welt der ungenießbaren Kommentare.

Sehr geehrter Herr Jasper,

ich teile Ihren Befund, muß ihn leider teilen, denn ich habe "Cicero" über eine lange Zeit geschätzt. Ob Ihre Beobachtung mit der Übernahme der Chefredaktion durch Herrn Schwennicke zusammenhängt, kann ich nicht beurteilen; ich weiß auch nicht, ob sich hinter der Trendwende ein verlegerisches Kalkül verbirgt. Jedenfalls ist in den Kommentarspalten seit geraumer Zeit eine unangenehme Tendenz zu beobachten. Autoren wie Herr Kissler ziehen ungeteiltes Lob auf sich; aber wehe, es erscheint ein auch nur halbwegs AfD-kritischer Beitrag: Dann entlädt sich in der Echokammer die Wut, weil "Cicero" in den schlimmen Verdacht gerät, eben doch ein sog. Main-Stream-Medium zu sein. Zugegeben: Man kann sich seine Leser nicht aussuchen - "Cicero" sollte aber nicht in eine Ecke abwandern, in die er seinem (früheren?) Anspruch nach nicht gehört. Mit besten Wünschen.

Dr. Lothar Sukstorf | Do, 21. September 2017 - 12:50

In reply to by Stefan Saar

am liebsten Links-grün-spät68ziger-orientiert, wie andere, die meinen, sie haben automatisch die Meinungsdeutungshoheit, nicht wahr?? Und alle Andersdenkenden sind Schweine, Nazis, Pack, Rassisten usw. usw. usw. Der Cicero und andere haben im Medienwald eine herrogagende Aufgabe, sie machen einen guten Job! Und vor allem, sie sind nicht austauschbar, wie andere, liest man einen, kennt man alle anderen auch. Was ich am Cicero schätze ist, das er nicht beliebig ist. Andere schon!

Stefan Saar | Fr, 22. September 2017 - 13:59

In reply to by Dr. Lothar Sukstorf

Sehr geehrter Herr Sukstorf,

offenbar habe ich Sie tief ins Mark getroffen, ich bitte um Vergebung. Kann beim besten Willen nicht erkennen, was Ihre Erwiderung mit meinem Kommentar zu tun hat. "... am liebsten Links-grün-spät68ziger-orientiert ... Und alle Andersdenkenden sind Schweine, Nazis, Pack, Rassisten ..." - davon ist nicht bei mir die Rede, und links-grün bin ich keineswegs. Mir ging es um Herrn Jaspers Kritik an Qualität und Duktus des einen oder anderen Kommentars. Und diese Kritik halte ich für richtig. Man sollte sich von der Wut nicht die Feder führen lassen.

Sprachliche Keule, was ist das denn für eine Sprache?
So klingen Ihre Kommentare eigentlich nie.
Sind Sie geentert worden?
Jedenfalls schade, dass Sie nicht mehr dabei sein wollen.
Wissen in Kommentaren?
Ich denke, hier beim Cicero ist das angereicherte Wissen sehr hoch zu veranschlagen, die Sprache ist aber schon darüberhinaus, da das Lebensalter der Kommentatoren recht hoch sein dürfte.
So gesehen bedauere ich, wenn ich junge Menschen zu scharf kritisierte.
Angelerntes Wissen scheint mir aber keine Alternative zu erworbenem, durchdachtem.
Wiki-Beiträge sind manchmal voller guter Ansätze und gerade Cicero steht doch eher für die Verfertigung des Gedankens beim Reden bzw. eher das sich Mühen um konkrete Politik, ihren Anspruch und ihre Auswirkungen als die Frage, ob auch alles wissenschaftlich gedacht wurde?
Sie glauben doch nicht, dass jemand, der die Freiheit des Bürgers eingelöst sehen wollte, ein "Paragraphenhengst/Bücherwurm" geworden wäre.
Schade für uns, dass Sie gehen

geben.
Cicero mußte mehrfach fliehen, wurde zum Schluss ermordet.
Bekannt ist seine Gegnerschaft gegen die diktatorischen Anmassungen Cäsars, die auch nicht vor göttlicher Verklärung halt machten?
Cäsar wurde ermordet, seine Epigonen "erfreuten" Europa mit dem Kaisertum.
Einer dieser Kaiser soll sein Pferd zum Minister gemacht haben oder war es zu einem Gott?
Die wir hier wahrscheinlich alle das große Latinum haben, werden evtl. in unserer Jugend geglaubt haben, dass sich Kultur eben gegen `grauenerrregende und provinziell ungeniessbare´ Menschen auch mit Herrschaft verbinden darf, ja muss?
Herrschaft, gerechte Kriege, um der Menschen willen?
Ich glaube genau an diese Zusammenhänge nicht mehr, obwohl Geschichte sie uns lehren könnte, die Kultur der Sieger.
Eigentlich tat ich das nie, weil Christus anders war.
Cicero war auch anders.
Eine Christa Wolf war anders, ich empfehle ihre Betrachtungen zum 27. September 2001 bis 2011.
Wegen der Qual.
Die kennt auch Herr Schwennicke

Ralf Ehrhardt | Mo, 18. September 2017 - 16:59

Sehr geehrter Herr Schwennicke,

da bekommen sie anscheinend kurz vor der Wahl noch Angst vor der eigenen Courage und unterscheiden plötzlich zwischen ´guten`und ´schlechten` Wahrheiten. Es gibt nur die eine EINE Wahrheit.
Eine Wahrheit ist nicht ´gut`, nur weil sie im wesentlichen den selbst ernannten ´Demokratischen Parteien` nützt.
Und die Wahrheit ist auch ´ebenso wenig schlecht`, nur weil sie der einzig verbleibenden politischen Alternative, nämlich der AfD, nützt.
Und wenn jetzt Wahrheiten, Unwahrheiten und Fakes kurz vor der Wahl herauskommen, dann sollten auch Sie es dem Wähler überlassen, wie und zu welchen Gunsten oder Nachteilen er damit umgeht.

Siegfried del Moral | Di, 19. September 2017 - 08:39

Sie sind da, weil sie da sind.
Genau so war es in den frühen 80ern mit den Grünen. Sie kamen um nicht mehr zu gehen und sie kamen, weil es neue Themen zu besetzen gab die bis dahin keiner hören und anfassen wollte. Durch dieses Vakuum strömten viele Menschen ein, die das Gleiche wollten, aber eigentlich nicht zusammen gehörten. Seit dem arbeitetn sich die Fundis und Realos aneinander ab — mit dem Erfolg, trotzdem die wichtigen Themen auf die politische Agenda gesetzt zu haben.
Aber es gibt noch einen anderen Versuch die Existenz der AfD zu erklären. Jede Aktion und jedes Verhalten kann eine Gegenreaktion auslösen, je extremer desto extremer die Gegenreaktion. Nach 50 Jahren haben die Menschen keine Lust mehr, sich von dem immer perfider werdenden Sühneaufforderungen und Aufforderungen zur Verhaltensänderung der 68er gängeln zu lassen.

Ruth Falk | Di, 19. September 2017 - 10:32

Sesselkleber wären---Wie gut täte es dem Land, ginge die SPD endlich in eine echte Opposition, ganz egal, wer da sonst noch sitzt. Ein Aussenminister Özdemir, der mit einem Erdowa(h)n verhandel soll? Deutschland verkommt zu einem Kasperletheater, deprimierend.

Karl Wirth | Di, 19. September 2017 - 13:18

und am Schluß wird - Goethes Faust/Mephisto folgend, stets etwas Gutes geschaffen. Also antithetisch denken, reden und handeln, das ist das Gebot einer richtigen Handlungsmaxime. Wenn die Balkanländer ähnlich mütterlich-fürsorgliche Merkel-Politiker gehabt und die Grenzen nicht dicht gemacht hätten, würden doch heute immer noch täglich 8.000 Leute der Propaganda der heimischen Schlepper folgen und zu uns nach Deutschland strömen, mit der im Handy abgespeicherten Begeisterung von der deutschen Willkommenskultur, der großzügigen Unterstützung mittels Sozialleistungen und Gesundheitsfürsorge, dauerhaftem Verbleib mit Unterbringung in eigens zu bauenden Wohnungen, alles getoppt durch die beiden verheerenden Merkel-Interviews mit dem: "Wir schaffen das". Die Angst der Gutmenschen-mainstreamer vor einem zuviel an AfD und an Verlust von machterhaltender Mehrheit war es doch, was zu einem Umdenken in Sachen Zuwanderung geführt hat. Soweit noch nicht, wird noch mehr AfD benötigt.

Dorothee Sehrt-irrek | Di, 19. September 2017 - 16:25

Ich glaube nicht, wenn ich die Kolumne von Jakob Augstein lese, der Frau Merkel als Mutter der AfD sieht, aber z.B. den Cicero "beschuldigt" demnächst in etwa echte Nazis in den Bundestag zu bringen.
Ich kann nur dagegen halten, dass Menschen mit Verstand schon während des 3. Reiches keine echten Nazis mehr waren, dass aber evtl. der eine oder andere auch noch gut bei der CDU/CSU unterkam, dann evtl. an höherer Position als bei der SPD, die doch wohl für alle Deutschen einen Neuanfang wünschte.
Ich weiss nicht inwieweit es entsprechende Industrielle bei der FDP versuchten.
Ich nehme Augstein dennoch ernst, wie ich auch unsere Demokratie noch nicht gefestigt sehe in Bezug auf die ehemals Eingebundenen der DDR-"Diktatur".
Wenn, dann geschieht dies seitens des Cicero aber eher nachgeordnet, das Blatt forciert dies in keinstem Fall.
Warum fühle ich mich hier verpflichtet?
Politische Fairness sagt mir, dass ich Menschen nicht noch ankette, wenn man AUCH IHR LAND gravierend verändert

Romuald Veselic | Di, 19. September 2017 - 20:31

Am Sonntag lache ich um so mehr.
Die Visagen der hiesigen Politkamarilla, werden wie die Verkoster in einer Essigfabrik aussehen.

Werner Schick | Mi, 20. September 2017 - 10:52

Werter Herr Jasper,
mit Bedauern habe ich gelesen, dass sie dieses Forum verlassen wollen. Obwohl ich ihre Meinung selten geteilt aber dennoch respektiert habe, bedauere ich ihre Entscheidung, denn dieses Forum lebt von der Viefalt der Meinungen, obwohl diese Vielfalt in letzter Zeit von Seiten des Cicero sehr behindert wird, was wohl der anstehenden Wahl geschuldet ist. Ein Verlust an Vielfalt schwächt das Form, was sehr bedauerlich ist.
Dennoch habe ich mit einiger Verwunderung in ihrem bezüglichen Beitrag ihren Vorwurf zur Kenntnis genommen, dass die Forumsmitglieder zumindest teilweise mit ihrem Halbwissen operieren. Dies finde ich deshalb nicht ganz fair ihrerseits, da sie mit ihrem „Vollwissen“ bisher nicht bereit waren, meine Rückfragen an sie zur Klärung ihrer aus meiner Sicht nicht nachvollziehbaren Behauptungen zu Lasten der AFD mit Nennung ihrer Info-Quellen zu belegen. Werter Herr Jasper, Kommentare sind dann ungenießbar, wenn sie unbewiesene Behauptungen enthalten.

Christa Maria Wallau | Mi, 20. September 2017 - 15:26

In reply to by Werner Schick

... Herr Schick. In den letzten Jahren hat Herr Jasper bereits mindestens zweimal seinen Rückzug angekündigt. Er war dann jedoch nach einer gewissen Zeit immer
wieder da. Seine Empörung über die "grauenerregende und provinzielle Welt
der ungenießbaren Kommentare" wird sich in soweit wieder legen, als er selber
z u gerne seine Meinung kundtut, auch hier beim CICERO.

Werner Schick | Mi, 20. September 2017 - 10:55

Werter Herr Jasper,
Wenn ich bei anderen besondere Maßstäbe anlege, muss ich auch selbst diesen gerecht werden, oder finden sie nicht. Nach meinen bisherigen Erfahrungen kann ich davon ausgehen, dass die Online Redaktion ihnen auch diesmal wieder hilfreich zur Seite steht und meinen Kommentar den Forumsmitgliedern vorenthält – leider.

Robert Müller | Mi, 20. September 2017 - 10:57

Kann es sein, dass der Cicero unter einem Distributed Denial of Service (DDoS) Angriff leidet? Etwa wegen diesem Artikel? Würde mich nicht wundern. Jedenfalls bekomme ich seit einigen Tagen nur noch schwer Zugriff auf die Webseiten des Cicero und auch das Freischalten der Kommentare dauert ewig. Also vielleicht auch massig Dummy-Kommentare?

Stefan Zotnik | Mi, 20. September 2017 - 14:22

Es gibt die AfD nicht deshalb, weil sie aus sich heraus so bahnbrechend neue Inhalte bietet. Nein nein, sie erhält deshalb solchen Zulauf, weil sie Themen besetzt, die die Deutschen seit 2015 massiv umtreiben und die die Merkel-Union als vermeintlich konservativste parlamentarische Vetretung des Volkes einfach negiert.
Merkel gestern bei 'Klartext' war leider wieder ein Paradebeispiel.

Ein Zitat aus dem Regierungsprogramm der Union von 2002 (S.62; siehe Konrad-Adenauer-Stiftung):
"Deutschland muss Zuwanderung stärker steuern und begrenzen als bisher. Zuwanderung kann kein Ausweg aus den demografischen Veränderungen in Deutschland sein. Wir erteilen einer Ausweitung der Zuwanderung aus Drittstaaten eine klare Absage, denn sie würde die Integrationsfähigkeit unserer Gesellschaft überfordern.
Verstärkte Zuwanderung würde den inneren Frieden gefährden und radikalen Kräften Vorschub leisten."

Das ist heute eine AfD-Position und natürlich rechtsextrem.
Solche Bsp. gibt es reichlich

Werter Herr Zotnik,
warum hat dann die AfD nicht die früheren Unionspositionen besetzt und die Union im Wahlkampf mit den eigenen früheren Aussagen konfrontiert? CDU/CSU wären in grosse Verlegenheit geraten und die AfD hätte nicht als rechtsradikale Partei abgestempelt werden können.
Warum konnte die AfD dies nicht? Dies wird klar, wenn man genauer hinschaut. Ein Teil der Aussagen mag sich überschneiden, aber ein Höcke ist so weit rechts positioniert dass seine Aussagen, wie z. B. zum Denkmal der Schande, nicht mehr mit den früheren Unionsaussagen abzudecken sind.

Wie sehr die AfD nach rechts gerückt ist kann ich a.d. Landesliste erkennen. Dort ist jemand, den ich aufgrund seiner früheren Äusserungen i.d. NPD gut aufgehoben fände, auf Platz 4 gehoben. Hingegen kam mein AfD-Wahlkreiskandidat, der eine sehr gute Figur in der Lokalpresse hinterliess u.auch im Bekanntenkreis guten Anklang fand, noch nicht einmal in die Rangliste. Eine solche Partei ist für mich nicht mehr wählbar!

Werner Schick | Mi, 20. September 2017 - 14:35

Werte Frau Falk,
ich berichtige sie nur sehr ungern, aber es muss leider sein:
Wir sind schon viel zu lange zu einem Kasperletheater verkommen, Abhilfe tut dringend Not.

Eliza Martin | Mi, 20. September 2017 - 20:53

dass der Höcke ein Nazi ist? Nicht dass ich den Mann mag. Ich finde ihn gruselig. Trotzdem WÄHLE ICH AFD. Und zwar aus Überzeugung. Und TROTZ Höcke. Denn die Partei besteht nicht aus Höcke. Da treffen sich nämlich HAUPTSÄCHLICH Leute, die früher die Altparteien gewählt haben. Ich war z.B. mal GRÜN. Und Sie wollen doch wohl nicht Ex-CDUFDP etc. Wählern unterstellen, nun plötzlich NAZIS zu sein. Das ist einfach lächerlich. Die AfD vertritt hauptsächlich konservative Positionen, wie sie die CDUCSU schon vor Jahren vertreten hat. Was, bitte, ist daran "rechtspolulistisch"? Was jedoch momentan stattfindet, ist ein unwürdiges Kesseltreiben ohne Beispiel gegen eine wertkonservative Partei. Und das hat definitv einen backlash-Effekt. Denn wer logisch denken kann, erkennt den Grund des AfD-bashings durch Altparteien & Medien: Es ist PURE ANGST vor einer knallharten, echten Opposition. Die gab´s hier in D schon lange nicht mehr. Viel zu lange.

Bernhard Jasper | Fr, 22. September 2017 - 09:54

An diejenigen, die mich hier ansprechen, sei noch folgendes gesagt.

Es gab auf dieser Plattform „cicero-online“ mal eine Zeit, als noch hochqualifizierte Kommentare zu den unterschiedlichen „Kolumnen“ (d.h. kurze, stark personalisierte Meinungsbeiträge) verfasst wurden. Damit ich konstruktiv Missverstanden werde - die gibt es heute auch noch, jedoch nur noch vereinzelt und immer weniger. Heute herrschen Kommentar-Beiträge vor, die für die geschaltete Werbung als Einnahmequelle („traffic“) vielleicht weiterhin relevant sind – mehr jedoch nicht.

Woher kommen eigentlich diese Tendenzen der Niveaulosigkeit? Meine Antwort: „cicero-online“ wurde zum Tummelplatz von „Wutbürgern“ und „AfD“-Trollen (hier Propaganda).
Andere Publikationen haben ihre Kommentarfunktion ja bereits eingestellt oder beschränkt, weil sie erkannt haben welchen Schaden dieser Typus anrichtet.

Werner Schick | Sa, 23. September 2017 - 00:03

Werter Herr Jasper, es ist für mich immer wieder erstaunlich wie sie ihre Sichtweise als die alleinig richtige darzustellen versuchen. Ich persönlich wäre schon mit einer "niveauvollen" Antwort von ihnen auf meine Fragen zu den unbewiesenen Behauptungen ihrerseits zu der AFD zufrieden gewesen, aber scheinbar wollen oder können sie mir keine Antwort auf meine Fragen geben, da sie dafür keine Beweise vorlegen können. Das finden sie als niveauvolles Handeln, aber Andersdenkende (Wutbürger und AFD-Trollen) der Niveaulosigkeit zu bezichtigen erscheint ihnen durchaus angebracht. Werter Herr Jasper, Mitmenschen mit ihrer Denkweise und nicht die Wutbürger und AFD-Trollen haben dieses Land in die missliche Lage versetzt, in der es sich aktuell befindet, nämlich am Abgrund. Ich denke der Kommentar bleibt ihnen erspart, da ihnen die Online Redaktion wieder einmal zur Seite steht und den Kommentar unterdrückt wie schon mehrfach geschehen.

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