Martin Schulz - Der Befreier aus Brüssel

Für die gebeutelte SPD könnte die Entscheidung, Martin Schulz zum Kanzlerkandidaten zu machen, ein Befreiungsschlag sein. Er ist ein Kämpfer und will unbedingt an die Macht – im Gegensatz zu Steinmeier und Gabriel. Doch mit rot-rot-grünem Herumgemurkse könnte die Partei ihm schaden

Martin Schulz
Neues in der SPD: ein Kanzlerkandidat, der diese Kandidatur auch wirklich will / picture alliance

Autoreninfo

Alexander Marguier ist Chefredakteur von Cicero.

So erreichen Sie Alexander Marguier:

Am Ende ging es dann doch ganz schnell. Die Hängepartie um den Kanzlerkandidaten der SPD war sogar derart überraschend beendet, dass die meisten Genossen aus der Bundestagsfraktion sich überrumpelt fühlten und nur verhalten applaudierten, als ihnen am Dienstagnachmittag als praktisch vollendete Tatsache verkündet wurde, wer für ihre Partei ins Rennen gehen würde. Nämlich nicht der noch amtierende Vorsitzende und Vizekanzler Sigmar Gabriel. Und auch nicht Olaf Scholz, der in den vergangenen Wochen im Lichte der Eröffnungsfeierlichkeiten eines Hamburger Konzerthauses erstrahlt war. Sondern Martin Schulz, gelernter Buchhändler und langjähriger Präsident des Europäischen Parlaments.

Schulz will wirklich Kanzler

Es ist, so viel lässt sich sagen, ein Befreiungsschlag für die einst stolze Sozialdemokratische Partei Deutschlands. Denn sie bekommt jetzt einen Kanzlerkandidaten, der diese Kandidatur auch wirklich wollte. Keinen Steinmeier, der seine politische Karriere dann doch lieber in Schloss Bellevue ausklingen lässt, anstatt sich noch einmal widerwillig in die Schlacht schicken zu lassen. Auch keinen Sigmar Gabriel, der seit mehr als sieben zermürbenden Jahren einen Knochenjob an der Spitze einer Partei geleistet hat, die an ihrem Niedergang im Wesentlichen selbst die Schuld trägt. Gabriel kann die Verantwortung für den Bedeutungsverlust der Sozialdemokraten nämlich beileibe nicht allein angelastet werden. Und Olaf Scholz ist zwar ein allseits respektierter Erster Bürgermeister, doch wäre er im Bundestagswahlkampf zu sehr als Kommunalpolitiker wahrgenommen worden. Das räumten auch führende Parteimitglieder ein.

Beinfreiheit ist jetzt gefragt

Martin Schulz dagegen hat gezeigt, dass er kämpfen will. Für unsere Demokratie, die oft nur noch wie eine Verwaltungsmaschinerie erscheint, sind solche Leute das Salz in der Suppe. Natürlich wird auch Schulz nicht als Oppositionspolitiker in den Wahlkampf ziehen können. Aber es ist eben schon etwas anderes, ob ein amtierender Vizekanzler gegen die Bundeskanzlerin antritt, oder einer, der neu in den Ring steigt. Die SPD wäre deshalb schlecht beraten gewesen, hätte sie ihren Kanzlerkandidaten vorher noch zum Außenminister gemacht. Es hätte seiner „Beinfreiheit“ (um diesen Begriff von Peer Steinbrück zu verwenden) geschadet, wäre Schulz in die Kabinettsdisziplin eingebunden gewesen. Und Beinfreiheit wird er jetzt brauchen, um als Alternative zu Angela Merkel antreten zu können. Schwer genug wird es ohnehin.

Es geht ums Überleben der Partei

Als Brüsseler Gewächs weiß Martin Schulz besser als seine Berliner Genossen um die Vorbehalte gegenüber der deutschen Bundeskanzlerin in den meisten EU-Staaten. Das betrifft nicht zuletzt die unüberlegte Flüchtlingspolitik Merkels, die aber eben auch von den sozialdemokratischen Kabinettsmitgliedern jubelnd mitgetragen wurde. An der sozialdemokratischen Basis sah es da vielerorts schon ganz anders aus, übrigens sehr zum Gefallen der AfD. Auch das weiß Schulz, der nicht ohne Interesse verfolgt haben dürfte, mit welchen Positionen etwa der österreichische SPÖ-Kanzler Christian Kern reüssiert. Schulz ist, trotz seiner aufbrausenden Art, ein Pragmatiker durch und durch. Und er gilt, das hat unlängst sogar der CSU-Europaparlamentarier Manfred Weber anerkannt, als verlässlicher Verhandlungspartner.

Es gehe jetzt um das „Überleben der SPD“, hat Gabriel seinen Genossen aus der Bundestagsfraktion in einer emotionalen Ansprache zugerufen. Dass Martin Schulz diese Schicksalsfrage nicht allein wird entscheiden können, sollte jedem von ihnen klar sein. Die Personalie bietet jedenfalls eine Chance, aus dem 20-Prozent-Verlies herauszukommen. Ob sich die SPD darauf einlässt, ist natürlich eine andere Frage. Mit einem rot-rot-grünen Herumgemurkse, wie es derzeit in der Koalition unter dem Regierenden Bürgermeister Michael Müller in Berlin vorexerziert wird, ist ein Wiederaufstieg der Sozialdemokraten ausgeschlossen. Mit pragmatischer sozialdemokratischer Politik und einem überzeugten, das Augenmaß bewahrenden Europäer an der Spitze der Partei dagegen könnte es klappen.

Wilfried Veit | Do, 26. Januar 2017 - 11:03

In reply to by Josef Garnweitner

Sie treffen den Nagel auf den Kopf. Sagt mehr aus als alle toll formulierten, tiefgründigen und langweiligen Stellungnahmen.

Herr Veit. Unser Deutschlehrer in der Mittelschule hat immer, wenn es um Aufsätze ging, gesagt "in der Kürze liegt die Würze". Ich habe mich immer bemüht, mich daran zu halten.

Wolfgang Lang | Di, 24. Januar 2017 - 18:10

Mit Schulz geht es bergab. Bisher wurde aus den Staaten zur EU entsorgt. Umgekehrt wird es absurd. Schulz ist gescheiterter EU Mann.

Recht haben Sie - Schulz wurde entsorgt, hatte man doch vereinbart, dass ein Bürgerlicher EU-Parlamentspräsident werden sollte.
Was ich allerdings überhaupt nicht glauben kann, ist, dass er in den Beliebtheitswerten mit der Kanzlerin Merkel auf Augenhöhe stehen soll. Hat da das SPD-Fernsehen, nämlich die ARD-Tagesthemen, nicht ein bisschen geflunkert? Unisono mit der Mainstream-Presse?

Kostas Aslanidis | Di, 24. Januar 2017 - 18:12

Wer waehlt einen Bruesselapparatschik der keine Gegenmeinung toleriert. Die SPD kann aufstellen wenn Sie will. Eine Partei ohne Prinzipien die nur Merkel huldigt. Ideenlos, Farblos das Volk regelrecht hassend. Das ist der Stiefellecker Merkels. Buecken ist keine Alternative. Das diese Partei fast 20% bekommt ist unerklaerlich. In fast jeden europaeischen Land sind die Sozis unter ferner liefen. In GR von 48% auf 5%. Eine Partei der Wendehaelse. Aus der kriecherei vor Merkel kommen die nicht mehr raus.

Jochen Wegener | Di, 24. Januar 2017 - 18:19

jetzt hat offensichtlich die SPD selbst begriffen wie schlecht es um sie steht. Nur hat der Selbstmord aus Angst vor dem Tod noch nie etwa gebracht. Eigentlich schade, aber bei dem Personal dieser Partei wiederum auch nicht. Funktionär zu sein ersetzt eben keine Politiker. Wenn das Willy wüßte...

Peter Jürgensen | Mi, 25. Januar 2017 - 23:47

In reply to by Jochen Wegener

Sehr geehrter Herr Wegener, lesen Sie das Buch von Willy Brandt "Verbrecher und andere Deutsche". Wir hatten ja auch als Aushängeschild einen polizistenverprügelnden und -anzündenden Bundesaußenminister Josef Fischer, dessen Akten sofort für 20 Jahre verschlossen wurden....als er seinen Dienst antrat.
So zeigt sich ein Land der ganzen Welt...

Wolfgang Henning | Di, 24. Januar 2017 - 18:19

Was da klappt, sind die Türen hinter der SPD. Besten- oder besser Schlimmstenfalls kommt es zur Neuauflage der GroKo. Ansonsten würde Martin Schulz sicher einen besseren Oppositionsführer abgeben als dies bei Sigmar Gabriel wäre.
Aber - der Wähler ist für jede Alternative dankbar!
Eine wirkliche Alternative ist für die kommende Wahl leider noch nicht in Sicht, aber die Wähler arbeiten daran.

Martin Lürßen | Di, 24. Januar 2017 - 18:23

Da haben wir dann also im schlimmsten Fall jemand hemmungslos pöstchen- und machtlüsternen, dabei sowohl als einfacher Bürgermeister, als auch als Europapräsident brachial versagt hat.
Der Mann hat zweifellos alle Qualifikationen als Kanzler dieses Land noch final zu ruinieren. Das dürfte ihm zumindest die Stimmen der "Deutschland, Du Scheiße" Fraktion der Linken und Grünen einbringen....

Schulz hat wirklich die Qualifikation das Land final zu ruinieren. Der Mann ist so langweilig der zieht keine Waehler an. Was mich wundert, warum lassen die Deutschen das zu? Fast alles wird ohne Gegenwehr hingenommen? Warum ist dieses Land mit Muehe und Opferbereitschaft aufgebaut worden um es vor die Saeue zu werfen. Von einer blassen und nichtssagenden Merkel die nicht mal das Wort Deutsch in den Mund nimmt. Was heisst hier "die wo laenger hier leben". Diese Frau verachtet dieses Land und das Volk so offensichtlich. Sie wird Deutschland final ruinieren. Schulz kommt nicht dazu. Mein Frage ist, warum sich das Volk selbst ruiniert?

Michaela Diederichs | Do, 26. Januar 2017 - 13:08

In reply to by Kostas Aslanidis

Lieber Herr Aslanidis,

ich habe das Gefühl, der Deutsche hat einfach Lust am Untergang. Anders lässt sich das alles nicht erklären. Wir können nur wie ein kleines Widerstandsnest agieren und gegenan schreiben und schreiben und schreiben. Und es tut gut, wenn man lesen kann, anderen geht es nicht anders - sie sind genauso verzweifelt wie man selbst.
Beste Grüße MD

Franz Otto Hegger | Di, 24. Januar 2017 - 18:40

Wir bekommen die große Koalition, das steht jetzt schon fest. Ein Grund das Land rechtzeitig zu verlassen, wer kann.

Ich bin mir gar nicht so sicher, ob das noch reicht. Merkel wird vielleicht die Grünen oder die FDP (falls es die dann wieder gibt) dazunehmen müssen.

Matthias Wendrich | Di, 24. Januar 2017 - 18:44

"Martin Schulz dagegen hat gezeigt, dass er kämpfen will. Für unsere Demokratie, die oft nur noch wie eine Verwaltungsmaschinerie erscheint, sind solche Leute das Salz in der Suppe."

Martin Schulz ist für mich die deutsche "Verwaltungsmaschine" schlechthin. Unsere Hillary Clinton. Das Gesicht einer nach Macht greifenden, undemokratischen Bürokratie. Mehr Kompetenz für Brüssel, weniger für die Staaten. Von den Bürgern ganz zu schweigen. Das ist für mich seine politsche Vita.

Jetzt kann man natürlich darauf hoffen, daß er seinen Pragmatismus für Deutschland einsetzt. Nur wenn es knifflig wird, für wen wird er dies tun? Er war glühender verfechter der Euro-Bonds, großer Unterstützer des ESM. Für TTIP würde er, vermutlich, weiterhin sein Herzblut geben.

Mein Fazit: Anderer Anzug, gleicher Inhalt. Ein Europa-Feind wie er im Buche steht. Warum? Weil für mich Europa ein Kontinent der Bürger ist und nicht einer der Eliten.

Michaela Zimmer | Di, 24. Januar 2017 - 18:56

Er will nun im Wahlkampf g e g e n die in der Bevölkerung umstrittene "Flüchtlingspolitik der Kanzlerin" punkten?!
Eine Politik, die er persönlich als EU- Parlamentspräsident bis hin zum fragwürdigen Türkei- Deal immer unterstützt hat.
Arme SPD- sie geht mit einem Opportunisten reinsten Wassers in den Wahlkampf.

Hermann Neumann | Di, 24. Januar 2017 - 19:10

Endlich mal eine gute Nachricht von der SPD. Gabriel hat endlich begriffen, dass seine Kandidatur der Sargnagel der Sozialdemokraten gewesen wäre. Schröder war der Anfang des Abstiegs der SPD und Gabriel wollte nicht das Ende in der Geschichte der SPD werden.
Für Merkel ein durchaus schlechter Umstand, steigen jetzt sicherlich die Chancen für ein rot-rot-grünes Bündnis. Die besten noch ausstehende Nachrichten wären, der Rücktritt von Merkel, zurück zur DM, Auflösung der EU und zurück zu EG.

Rainer Rönsch | Mi, 25. Januar 2017 - 10:46

In reply to by Hermann Neumann

Ja, aber auf diese besten Nachrichten besteht leider wenig Aussicht. Welche Mehrheit soll das durchsetzen?

Gerdi Franke | Di, 24. Januar 2017 - 19:13

Was soll er denn sonst machen? Von Brüssel nach Hause geschickt, des Amtes enthoben. Jetzt macht er eben Kandidat. Damit sind schon mehrere SPD-ler gescheitert. Sie haben die falsche Flüchtlingspolitik. Wie die CDU und Merkel eben auch!

Michaela Diederichs | Di, 24. Januar 2017 - 19:22

ist wertvoller als Gold" so Martin Schulz. Es gibt Sätze, die beim Wähler hängen bleiben und alles andere dominieren. In der Flüchtlingsfrage sind Rot, Schwarz, Grün miteinander wie verschmolzen. Herr Seehofer hat sich aufgeregt, aber sonst? Mir stellt sich die Frage, wie Herr Schulz es in sehr kurzer Zeit schaffen soll, der SPD ein eigenes Profil zu verpassen und die Basis auf sich zu vereinigen. Neben der Flüchtlingsdebatte gibt es auch noch die EU, die von vielen kritisch gesehen wird. Das Versagen im Fall Amri - fand das nicht vor allem in Rot-Grünen Bundesländern statt? Innere Sicherheit - da kann die SPD nicht punkten. So viele Mühlsteine, die der Partei am Hals hängen. Kaum anzunehmen, dass die SPD den Kanzler stellen wird. Und Opposition, die im Grunde die bessere Wahl wäre? Herr Schulz, schätze ich, wird mitregieren wollen. Die Sozialisten der EU haben m. E. ausgedient, weil sie mit ihrer Politik nicht überzeugen. Danke für Ihren Artikel, Herr Marguier.

Horst Johnson | Di, 24. Januar 2017 - 20:10

Er wird der letzte Bestatter einer einstmals großen Volkspartei sein. Diese Partei ist tot, ihr Wahlklientel, die Arbeiterschaft läuft gerade scharenweise zur AFD über. Programmatisch und inhaltlich mausetot. Es hat schon mehr als nur Symbolik das ein "EU-Funktionär", mit dem Geruch des Verwesenden aus Brüssel, nun übernimmt.

Marc Meyer | Di, 24. Januar 2017 - 20:27

"als verlässlicher Verhandlungspartner." Ich habe der SPD damals bei der Euroeinführung geglaubt. Und, wie verlässlich ist die Vertrags- und Gesetzestreue von Martin Schulz im Hinblick auf die Euro-No-Bail-Out Gesetze? Martin Schulz steht für die EU, die von Werten in Sonntagsreden erzählt, um Montags noch mehr Eurogesetze zu brechen (Schulz will Euro-Bonds). Trump soll Westliche Werte einhalten und achten, das verlange ich von Schulz, ist aber leider zu viel verlangt

Dimitri Gales | Di, 24. Januar 2017 - 20:54

wird auch Schulz nicht garantieren können. Die SPD befindet sich seit langem in einer schwierigen und schwächenden Identitätskrise, ein Ende ist nicht in Sicht.
Zynisch ausgedrückt: die beste Lösung wäre eine Fusion mit der CDU.

.... nur bei der Parteien - Fusion sind die doch den Grünen/Bündnis 90 näher als der Merkel CDU.

SPD u. CDU sind kaum auseinander zu halten, doch bei deren Fusion hätten wir eine Staatspartei wie die SED in der DDR. Welcher Bürger will das?

Ruth Teibold-Wagner | Di, 24. Januar 2017 - 20:59

Viele werden sagen, es kommt "auf die Inhalte" an. FAST richtig.

Es kommt auch auf die Person an. Auf ihre Ausstrahlung, ihr "Charisma". Ob jemand Charisma hat oder nicht, liegt in der subjektiven Beurteilung des Betrachters. Und der BetrachterIN.
Und damit wären wir beim Bart.

Wissenschaftliche Untersuchungen sagen ganz klar, dass Frauen glattrasierte Männer präferieren. Und wenn Männer einen Bart tragen, muss dieser für die meisten Frauen vor allem eines sein: Gepflegt.

Die SPD hat ein Frauenproblem. Weniger Frauen als Männer wählen SPD. Und jetzt präsentiert die SPD einen Kandidaten, der vom Aussehen her Frauen nicht anspricht.

Viele meinen, das Aussehen wäre "unwichtig".
Völlig falsch. Das Aussehen ist sehr wichtig, das ist psychologisch erwiesen. Ob wir das gut finden oder nicht. So sind wir Menschen halt. Auf solche Dinge achten wir unbewusst.

Als Berater würde ich Herrn Schulz dringend empfehlen, seinen Bart zu pflegen, wenn er schon unbedingt sein muss.

Robert Flag | Mi, 25. Januar 2017 - 13:16

In reply to by Ruth Teibold-Wagner

Nach Ihrer These hätte Angela Merkel nie Kanzlerin werden können und Oskar Lafontaine hätte 1990 Helmut Kohl um Längen schlagen müssen.

Ursula Schneider | Mi, 25. Januar 2017 - 14:18

In reply to by Ruth Teibold-Wagner

Das war ja mal echt was zum Schmunzeln, liebe Frau Teibold-Wagner! Aber Sie haben natürlich recht. "Das Auge isst mit", weiß jede gute Hausfrau. Und es wählt auch mit - erfahrene Wahlmanager achten darauf.

Bekanntlich hüten zahllose Moscheen einzelne Barthaare des Propheten als Reliquien und geraten damit ins Visier von Einbrechern. Bei unserem attraktiven Bartträger und Eurokraten Schulz ist zumindest diese Gefahr nicht zu befürchten ...

Liebe Frau Schneider,

"Manche Leute haben das regelrechte Bedürfnis, ihn anzufassen, wenn sie ihn treffen, weil er so nahbar ist", heißt es. Also der Bart scheint ja nicht störend zu sein. So steht es heute auf ZON. Leider steht im selben Artikel: "Wir wollen das Land führen – in welcher Konstellation auch immer." Dem ist alles egal, der macht auch GroKo weiter, anstatt Frau Merkel aus der Opposition heraus vor sich herzutreiben und die Partei neu auszurichten. Leider fehlt es der SPD an Charakteren. Helmut Schmidt würde irre werden - ich übrigens langsam auch. Beste Grüße MD
http://www.zeit.de/politik/deutschland/2017-01/spd-kanzlerkandidat-mart…

Jörg Stegemann | Mi, 25. Januar 2017 - 16:03

In reply to by Ruth Teibold-Wagner

... da Herr Schulz nicht zu der angesagten Gruppe der "Hipster" gehört, kann ich Frau Teibold-Wagner nur beipflichten, dass ein Mann mit uncharmantem Bart - und dann auch noch mit langjähriger, erfolgreicher Erfahrung als EU-Bürokrat - abolut null Chance bei den Wählern hat. Aber was verlange ich von der betriebsblinden SPD, die nicht mal mehr ein Auge für die Realiät und Sichtweise Ihrer Wählerinnen und Wähler hat.

Torsten Knecht | Mi, 25. Januar 2017 - 16:53

In reply to by Ruth Teibold-Wagner

Über seinen Bart sind mir noch gar keine Gedanken gekommen.

Denke aber, das Authentizität sehr wichtig ist. Hilfreiche tangierende Maßnahmen sind eine gepflegte Erscheinung, kein Quengel-Naturell wie Herr Stegner, Klugheit ohne Besserwisserei und Humor. Gabriel hat gar kein Humor, konnte dafür austeilen. Frau Merkels Humor ist ihre Schlagfertigkeit. Wenigstens das. Also irgendetwas interessantes was ihn unberechenbar erscheinen lässt aber trotzdem sympathisch rüberkommt. Und vital erscheinen ist ganz wichtig, dafür ist er ja noch nicht zu alt. Obamba rannte z. B. immer u. ständig jede Stufe vor Kameras u. Publikum hinauf wenn ein Podest, Flugzeug o. dergleichen zu erklimmen war.

Ich glaube er wird der SPD ein paar Prozente bringen. Zum Leben zu wenig und zum Sterben zuviel, was zur weiteren Lähmung der Republik beitragen wird.
Denn nach der Wahl wird es eine RiesenGroko geben und jeder will sein Pöstchen haben.

Hans Jürgen Wienroth | Di, 24. Januar 2017 - 21:35

Martin Schulz als Synonym für ein zerstrittenes, schlecht funktionierendes Europa soll es jetzt für die SPD in Berlin richten? Damit sind sich die großen Volksparteien einig, statt eines Bundeskanzlers wird der nächste Europäer gewählt. Will der Bürger einen Kanzler, der sich exklusiv (zu Lasten unseres Landes und seiner Wähler) um die Lösung der EU-Probleme kümmert? Ist Schulz mit seiner Selbstverliebtheit wirklich der richtige Kandidat einer Volkspartei? Gehört dazu insbesondere bei den Herausforderungen mit der neuen US-Führung nicht auch diplomatisches Feingefühl? Seine Verlässlichkeit hat er ja bereits bei seiner Vereinbarung mit der EVP gezeigt: nicht vorhanden.
Für mich fehlt in der Bundespolitik nicht noch ein alternativer Kandidat im linken Spektrum. Eine konservative Alternative fehlt, aber die passt nicht zur SPD. So wird es bei 20 + / - x bleiben.

Willi Mathes | Di, 24. Januar 2017 - 21:36

Na ja, Herr Marguier,

Herr Schulz ist ein " technokratischer Hardliner " zwar mit sozialem " Stallgeruch", aber als " Befreier "
der politisch darbenden SPD ?

Abwarten !

Freundliche Grüsse

Kurt Brand | Di, 24. Januar 2017 - 21:57

Die Nominierung von Schulz birgt in Zeiten der EU-Frustration bzw. EU-Müdigkeit ein erhebliches Risiko, nicht nur für die SPD. Mit Merkel und Schulz bieten die beiden "großen" Parteien bedingunglose EU-Befürworter bzw. im Fall von Schulz sogar einen langjährigen EU-Apparatschik auf, der sich wie kaum ein zweiter in den Privilegien seines Amts als EU-Parlamentspräsident gesonnt hat. Das wird sowohl der AfD, wie auch den Linken die EU-kritischen Wählern in Scharen in die Arme treiben. Wo sind bloß die Politiker vom Schlage eines Helmut Schmidt, Willy Brandt, Erich Ollenhauer oder Fritz Erler?

Dr. Ulrich Mende | Di, 24. Januar 2017 - 22:15

...und nun möchte er, der abgebrochene Abiturient, das "Stehaufmännchen aus Würselen", der trockene Alkoholiker und größte Selbstvermarkter der EU unser Bundeskanzler werden? Und das macht er so einfach mit seinem Freund Gabriel aus? Der nun seinerseits unser Land mit seiner immensen diplomatischen Begabung und Ausbildung in der Welt vertritt? Und sein Vorgänger Steinmeier ist offensichtlich als neuer Bundespräsident bereits gewählt - ohne dass wir davon erfahren haben?
Aus meiner ganz persönlichen Sicht hat die SPD, die uns das alles zumutet, ein Ergebnis von 15%-X verdient.

Ich denke, dass die SPD mit Martin Schulz keinen Sympathietraeger, sondern ihren Totengräber wählen wird.

Sehr geehrter Herr Mende,

Ausbildung hat als GARANTIE für Wohlstand längst ausgedient, ungeachtet der Tatsache, dass dies bei den Politikern jeglicher Couleur noch nicht angekommen ist.
Schauen Sie sich mal das HERR an akademischen Arbeitslosen an, die TROTZ BESTER ABSCHLÜSSE keinen noch so elenden Job bekommen. Schauen Sie sich die wissenschaftlichen Mitarbeiter an den Hochschulen an, die in großer Zahl entweder GRATIS arbeiten nur um arbeiten zu dürfen oder für einen Lohn, der im Slum zu Mumbai noch nicht zum Überleben reichen würde-
DAS ist EIN untrügliches Zeichen dafür, daß in diesem Land noch ein bisschen mehr schief läuft.
Und jetzt wird von der Industrie bereits fleissig für das Zeitalter der Roboter und der TOTAL-Digitalisierung geworben, was bald zusätzlich MILLIONEN von JOBS kosten wird.
BILDUNG ist SCHON längst KEINE GARANTIE mehr für irgendwas. Das ist die WAHRHEIT.

Michaela Diederichs | Di, 24. Januar 2017 - 22:16

Lieber Herr Marguier, es sind SPD regierte Länder, die extrem auffällig sind. Sozialbetrug, Mehrfachidentitäten, Justizversagen, Identitätsverschleierung: damit bringe nicht nur ich die SPD in Verbindung. Ich lese täglich die Kommentare mehrerer Medien. In einem Kommentar von WO ist tatsächlich von "Blockwarten" die Rede. (Ein Klaus K.) Aber ehrlich gesagt, das habe ich auch schon oft gedacht. Ich möchte weder linke noch rechte Nazis. Mir ist das Herz echt schwer. Vielen geht es wie mir. Man weiß nicht ein noch aus. Befreier aus Brüssel? Nein, mit diesen Politikern wird es keine Befreiung geben. Deutschland, die EU brauchen einen Befreiungsschlag, aber keinen Martin Schulz. Wir brauchen jetzt und sofort einen Reset mit unverbrauchten Politikern, weil die alten alle keine Glaubwürdigkeit haben.
https://www.welt.de/politik/deutschland/article161479561/Sozialbetrug-d…

Hamanda Nur | Mi, 25. Januar 2017 - 16:32

In reply to by Michaela Diederichs

alles schön verteilt in Kreisen der "Eliten". Und die merken nicht wie sie sich vom Volk entfernen. Schöne Demokraten sind das. Und das Wahlvolk steht hilflos vor der Wahl: Weiter so oder doch die Alternative mit den "völkischen" Wächtern. Aber das geht doch auch nicht - für mich. Es ist zum Verzweifeln

Liebe Hamanda Nur,
wenn Herrn Schwennicke eine Partei gründen würde und wir Cicerinas und Cicerinos alle wie eine Bank hinter ihm stehen - ob er wohl Kanzler könnte? Er ist bartlos, jungenhaft sympathisch - Frauen mögen so was, ist gerade 50 geworden, keine Skandale, Familienvater, hat sogar einen Beruf!!! und ist bestimmt auch vor Anne Will und Frau Merkel nicht bange und wäre sogar eine erstklassige Opposition. Wir beide würden dann vermutlich Plakate für ihn kleben oder? Das Dumme ist, er wird keine Partei gründen. Und wir beide wissen immer noch nicht, was wir wählen sollen! Es ist wirklich zum Verzweifeln!

Liebe Michaela Diederichs,
sie haben recht, es ist schwer eine Wahlentscheidung zu treffen. Warten Sie und lassen Sie den Wahlomat völlig emotionslos an der Entscheidung arbeiten. Und dann einfach akzeptieren und nicht den Verstand einschalten.

Christa Wallau | Di, 24. Januar 2017 - 22:50

Für (noch immer) begeisterte Anhänger der Idee einer Europäischen Union, wie sie in Brüssel seit Jahrzehnten "stattfindet", ist Schulz der richtige Mann. Er ist besessen vom Glauben an die Friedensreligion des gemeinsamen Europa und wettert gegen alle, die seine Begeisterung nicht teilen. Ein Typ wie einst Savonarola.

Bloß: Wie viele Deutsche sind noch bereit, ihm zu folgen? Wen kann er noch mitreißen angesichts der real-existierenden Problem in der EU? Das ist die große Frage.
Entscheidend dürfte sein, welche Entwicklungen sich in den nächsten Monaten ergeben werden: Hoffnungsschimmer f. die EU oder weitere Zerstrittenheit.
Auf jeden Fall ist Schulz der absolute Antipode zu
Trump; denn ihm wird niemals ein "Deutschland
zuerst!" über die Lippen kommen, so wenig wie seiner Gegenspielerin Merkel, deren Positionen in der Migranten-Politik er ja auch auf's höchste gelobt hat.
Eiferer gg. kalte Mutti - eine "tolle" Auswahl haben die ehem. "Volksparteien" uns Deutschen zu bieten!

Anton Butz | Di, 24. Januar 2017 - 23:06

Martin Schulz versprach einen Wahlkampf für soziale Gerechtigkeit: "Die SPD hat den Führungsanspruch für diese Themen", sagte er.

Ein Beispiel:

Er war 5 Jahre alt als seine SPD-Vorfahren erstmals um die „Rechtsentwicklung zur Karenztag-Regelung beim Krankengeld“ stritten. Was ist nur daraus geworden – außer dem Spruch: „Nichts Soziales mit Gabriel und Nahles“?

Ob Martin Schulz die von der SPD abgenickte und seit 23.07.2015 aktive „gesetzliche Krankengeld-Falle“ als Missverständnis darstellen oder verschrotten wird?

Er muss sich ranhalten, wenn er seiner Vorstellung von sozialer Gerechtigkeit noch vor der Wahl Kontur geben will. Bisher glaubt niemand, dass er ausgleichen wird, was die SPD seit Schröder vergeigt hat.

ingrid Dietz | Di, 24. Januar 2017 - 23:29

ist für mich der Inbegriff "Macht-Geilheit" !

Josef Garnweitner | Mi, 25. Januar 2017 - 15:13

In reply to by ingrid Dietz

im Spiegel war vor einiger Zeit ein Artikel über eben diesen Herrn Schulz. Da haben die Schreiberlinge eine ganze Seite dafür gebraucht, um zum gleichen Resultat zu kommen wie Sie mit 8 Wörtern.

Der Mann ist wirklich krankhaft eitel, geltungssüchtig und machtversessen. Lt. Helmut Schmidt ist das unter Politikern aber nicht die Ausnahme, sondern die Regel.

Michael Bodef | Di, 24. Januar 2017 - 23:48

Ein Witz ? Eine Satire ?
Wenn nicht: sorry, ich glaube ich müßte dann doch den regelmässigen Kauf des "Cicero" am Bahnhofskiosk einstellen..
Auch ihr Online- Auftritt hat in den letzten 1-2 Wochen bereits ein beachtlichen politischen "Schwenk" erkennen lassen... (Grund?, werden Sie zu 100% übernommen?)

Frank Goller | Do, 26. Januar 2017 - 09:12

In reply to by Rudolf Bosse

Für jeden meiner abgelehnten, aber sachdienlichen, korrekten Beiträge verzichte ich auf eine Printausgabe des Cicero am Bahnhofskiosk. So entsteht eine ausgeglichene "Handelsbilanz " ;-)

Lieber Herr Bodef,

Journalisten schreiben und machen Meinungen - genau wie wir. Darf Herr Marguier das nicht? Cicero hat mir bisher immer erlaubt zu widersprechen, wenn ich sachlich war und niemand verletzt habe. Wo ist jetzt Ihr Problem? Bitte lassen Sie uns an Ihren Vermutungen teilhaben, damit wir Kommentatoren es einordnen können. Das wäre hilfreich. Beste Grüße, MD

Dem stimme ich Ihnen voll zu. In der aktuellen Rezeptur des CICERO ist seit kurzem etwas zu viel SEILS drinne und viel zu wenig KISSLER! Diese Brühe schmeckt mir auch zu sehr nach SPIEGEL online!!!

michael müller | Mi, 25. Januar 2017 - 07:20

Das wird sich noch herausstellen. Solange die SPD ihre unsägliche Agenda 2010 Politik weiterfährt, kommt sie auch mit Schulz nicht aus ihrem 20 %-Tief heraus !
Eine Partei, die seit Jahren eine Politik gegen ihre eigene Klientel betreibt, wird auf unabsehbare Zeit in der Bedeutungslosigkeit verschwinden.

Die SPD schaut seit Jahren ihrem eigenen Niedergang zu, ohne nur im Ansatz zu erkennen, dass sie mit ihrer Agendapolitik, ihrem eigentlichen Kernproblem, sich auf unabsehbare Zeit gegen die Wand gefahren hat. Und da eine rot-rot-grüne Koalition wohl eher unwahrscheinlich ist, ist eine Kanzlerkandidatenkür im Prinzip irrelevant.Nach außen tut die SPD so, als könnte sie sich irgendwelche Chancen ausrechnen, dem ist meiner Meinung gerade nicht so !

H. Joachim Luig | Mi, 25. Januar 2017 - 14:27

In reply to by michael müller

Da bin ich ganz bei Ihnen. Galionsfiguren werden kein Wahlergebnis verbessern, sondern eine klare Positionierung zur unsäglichen Agenda 2010. Solange die im Wahlkampf Tabuthema bleibt, gibt's GroKo bis zum Abwinken, aber nicht mit Kanzler.

Torsten Knecht | Mi, 25. Januar 2017 - 17:39

In reply to by michael müller

Mit A-2010 hat die SPD zuerst ihre Wähler verraten u. erst danach wurden sie von ihren Wählern verlassen.

Entweder kapieren die das nicht, weil die Blase kein Bodenkontakt hat o. die wollen es nicht, weil es Ihnen egal ist. Oder Beides. Sozialdemokratie ist damit historisch, wird Zeit das sie sich umbenennen, das wäre sinnvoller für sie als Neuanfang. Kein Wähler verbindet dann mehr die Werte der Sozialdemokratie mit dieser Partei. Doch der Lerneffekt scheint noch nicht eingesetzt zu haben, weil Schulz meint mit sozialdemokratischen Erfolgen Wahlkampf machen zu müssen. Ist das schon Humor? Egal, gelacht habe ich jedenfalls.

Robert Flag | Mi, 25. Januar 2017 - 07:51

Wie einst Helmut Kohl Franz Josef Strauß, schickt Gabriel nun einen anderen Zählkandidaten ins Rennen, dem dann an seiner statt das Verliererimage anhaftet, während er selbst sich als Außenminister profiliert.

Thorsten Rosché | Mi, 25. Januar 2017 - 07:53

Das erinnert mich an eine Kontaktanzeige : Vermögen zu erwarten, weil Lottospieler.

Ursula Schneider | Fr, 27. Januar 2017 - 12:21

In reply to by Thorsten Rosché

"Ich sehe was, was du nicht siehst" (den Retter Schulz).
"Wer hat Angst vorm Schwarzen Mann (Schwarzer Frau)?"
"Bäumchen wechsel dich" (von einem Ministeramt ins nächste).
"Knüppel aus dem Sack" (gegen AfD).
Lässt sich beliebig fortsetzen ...

Thomas Radl | Mi, 25. Januar 2017 - 08:06

"Kinder die was wollen, kriegen was auf die Bollen!" Ob Schulz, der "Sympathieträger", wie in der Tagesschau gestern verkündet, die SPD-Wähler mehr mobilisiert als die AfD Nichtwähler, wird sich weisen. Was für einer Regierung sollte er den vorstehen? GroKo mit CDU als Juniorpartner? R2G? Das holt doch keinen müden Hund hinterm Ofen vor!
Damit hat Gabriel Pispers widerlegt, der über ihn immer sagt "Dick und Doof waren früher 2 Personen". Hier hat er sich doch geschickt noch vor der Weiche aufs Abstellgleis vom Gleis runtergenommen. Sehr viel spannender wird sein, wenn Gabriel wirklich Außenminister wird: Auf den Besuch beim "Hassprediger" freue ich mich schon wie Bolle! Wenn er sich da blamiert, wird Schulz wahrscheinlich schon lange Polit-Pensionär sein!
Kanzlerkandidat Schulz ist ein guter Witz, "Befreier aus Brüssel" auch...

helmut armbruster | Mi, 25. Januar 2017 - 08:34

in Brüssel wird er nicht mehr gebraucht bzw. nicht mehr gewollt, in Berlin aber schon. In Brüssel wurde er gegangen, in Berlin empfangen. Erstaunlicherweise stören sich die Genossen in Berlin nicht an diesem mehr oder weniger unfreiwilligen Abgang.
Es ist das alte Spielchen der Politeliten. Geht's auf einem Pöstchen nicht mehr wird man eben verschoben auf das nächste. Das Ganze völlig undurchsichtig für den normalen Wähler, aber profitabel für die Politgröße.
Mit Basisdemokratie und Offenheit dem Wähler gegenüber hat das wenig zu tun.
Ich wünsche mir sehr, dass auch bei uns einmal so eine Verschiebebahnhofgröße abgestraft werden würde wie Hillary Clinton in USA.

Gerdi Franke | Mi, 25. Januar 2017 - 09:03

Na ja. Was nach Brüssel geht ist normalerweise nicht erste Sahne und was von Brüssel zurückkommt kann es erst recht nicht sein. Aber wenn die SPD meint mit einem neuen Kandidaten besser auszusehen kann sie es ja versuchen. Aber bei dieser Wahl macht die Flüchtlingspolitik die Musik! Und da sieht die SPD wie die CDU schlecht aus.

Franz Otto Hegger | Mi, 25. Januar 2017 - 09:21

Martin Schulz ist ein ehrenwerter Mann, so wie sie alle ehrenwert sind. Sie kommen um ihn zu loben und preisen, den Martin ,der nun auf den Schild gehoben wird, um gegen den Drachen Angela anzugehen. Die SPD begreift nicht, dass sie zu einer Honorationenpartei mit Gewerkschaftschor geworden ist und die Anforderungen der Gegenwart nicht mehr meistern kann. Welche geistig führenden Kräfte, die mit neuem Elan der Partei Ideen und Initiativen einhauchen könnte sind denn da vorhanden ? : keine, da die SPD sich mit Hartz IV abplagt, Senkung des Rentenalters, Anhebung des Rentenniveaus, Höchstbesteuerung der Leistungsträger und der Industrie. Die Nivellierung der Bildung wird im Rahmen der SPD -Politik auf einem so niedrigem Niveau stattfinden, dass das Abiturzeugnis gleich mit der Geburtsurkunde überreicht wird.
Martin Schulz ist ein wahrer Repräsentant der SPD : behäbig und bräsig, Die SPD ist zukunftsunfähig.

Absenkung des Renteneintrittsalters ? Steht nicht auf der Agenda.
Im Gegenteil, nach einem vollmundigen "nicht mit uns" haben sie die Rente mit 67 mitbeschlossen.
Die SPD hat sich vor langer Zeit schon von der Arbeiter- zur Arbeiterausverkaufspartei gewandelt.

Sybille Weisser | Mi, 25. Januar 2017 - 09:37

Schulz, best friend von Jean-Claud Juncker (siehe Artikel im Handelsblatt vom 12.07.2017), dieser Juncker, der imho eine der größten Schmutzbacken in der EU ist, dieser Schulz soll die SPD retten und für soziale Gerechtigkeit einstehen? Im Ernst? Da lach' ich doch! Ich war mal Stammwählerin der SPD, aber die SPD hat sich und ihre Prinzipien längst zu Gunsten der Macht verkauft. Und, by the way, dass Schulz Kanzlerkandidat warden soll, war mir schon im November klar, als er seine Rückkehr in Bundespolitik verkündet hat. Und die Genossen Parteimitglieder sind überrascht, haben die eigentlich kein Hirn oder sind die so mit sich selbst beshäftigt, dass sie gar nicht mehr mitbekommen was um sie herum vorgeht?

Georg Dallmann | Mi, 25. Januar 2017 - 10:01

Also mal ehrlich: Wen oder was Schulz "befreien" soll ist weder erkenn- noch nachvollziehbar. Es mag zwar sein, daß Schulz bessere "Umfrageergebnisse" erzielt als Gabriel, da verhält es sich dann ähnlich wie bei Merkel. Denn wieso Merkel "beliebt" ist wissen wohl nicht mal diejenigen die ihre Stimme pro Merkel abgeben bei entsprechenden "Umfragen. Soweit dazu.
Inhaltlich aber ist doch vollkommen schleierhaft, mit welchem Thema die Schulz-SPD nun die plötzlich und aus heiterem Himmel quasi vom Hocker reißen soll? Mit "mehr Europa" (= Haftungsunion PLUS Schuldenübernahme Deutschlands) vielleicht? Mit einer "Lockerung der Stabilitätskriterien" zugunsten von Griechenland & Co vielleicht? Mit NOCH MEHR Migranten und NOCH MEHR Willkommenskultur etwa? Mit NOCH MEHR Familiennachzug für Migranten? WOFÜR bitte steht die SPD sonst?
Ich kann beim besten Willen nicht erkennen, was sich mit einer Kanzlerkandidatur von Schulz verbessern soll?

Georg Dallmann | Mi, 25. Januar 2017 - 10:03

Darüber hinaus steht die SPD noch immer für HARTZ 4 und damit einhergehend für die unverantwortliche Ausgrenzung und soziale Ächtung von MILLIONEN von Menschen in diesem Land!
Da kann man nur sagen: Viel Glück Mr. Schulz!

Volker Krull | Mi, 25. Januar 2017 - 10:23

Bleibt die Frage, ob die Wähler, bei der SPD mehrheitlich Arbeiter, einen Kanzler Schulz wollen. Schulz steht für die EU, die durch ihre Politik in Deutschland Arbeitsplätze vernichtet hat und in Billiglohnländer wie Ungarn, Rumänien etc. verlegen lassen hat. Schulz steht dafür, dass deutsche Löhne global in Konkurrenz sind und stark nach unten geregelt werden.
Das soziale, für was die SPD vor 20 Jahren mal politisch Stand, gibt es nicht mehr. Die SPD steht heute für die Zeitarbeit, Mindestlohn, Rente ab 67+x, Massenmigration und jetzt durch das Schulz Kanzler-Mantra: für die EU.
Ein einfacher Arbeiter kann heute die SPD nicht mehr wählen, also wer soll eigentlich die SPD noch wählen?

Martin Wienand | Mi, 25. Januar 2017 - 10:42

Was wollen die Leute eigentlich? - Schulz ist voll EU.

Das heißt Schuldenunion, Währungsunion, Sozialunion, Rentenunion, Steuerunion, totale Personenfreizügigkeit, massive Migration, grenzenloser Lobbyismus.

Wissen die Menschen hier überhaupt was das bedeutet? Können sie nicht rechnen?

Felix Baumann | Mi, 25. Januar 2017 - 11:01

Im Gegensatz zu Schulz und seinem hier positiv herausgestellten Machtgehabe hat sich Gabriel neben Intuition zumindest noch etwas Würde bewahrt und genutzt. Schulz ist ein überheblicher Politamateur und der Sargnagel der SPD. Wie kann man allen Ernstes glauben, das ein SPD Wähler mit dem Brüsseler Trampeltier zufrieden sein könne. Allein dass er sein Engagement für Deutschland und seine Bürger erst dann entdeckt, wenn ihn keiner mehr auf einen EU Posten hiefen will- schlicht peinlich. Der hätte sich auch als Familienministerin beworben, wenn er seine politische Zukunft damit festigen könnte. Gabriel mit seinen Pack-Aussprüchen war zumindest noch kernig. Schulz ist bestenfalls allglatt, dafür wird er mit seinen Predigten selbst einen Steinmeier in den Schatten stellen und den Wähler verschrecken. Und abgesehen davon, selbst der wohlwollende Spiegel ist nicht in der Lage seine Vita so darzustellen, dass er zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen werden würde. Eine unsympathische Person.

Hans Herzberger | Mi, 25. Januar 2017 - 11:06

Es ist schon traurig, wie sich eine ehemals große Partei selbst beerdigt. Martin Schulz wird der Totengräber der SPD werden. Beide große Parteien CDU wie SPD hätten gut daran getan mit frischem Wind und frischen Kandidaten in die Wahl zu ziehen, doch statt dessen sesselklebendes verbrauchtes Personal, was in der Bevölkerung für Stillstand und Verbrauchtes steht. Da lobe ich mir doch Trump der ein verstaubtes Amerika durch- und wachrüttelt auch wenn er nicht der große Wunschkandidat war.

Mathias Trostdorf | Mi, 25. Januar 2017 - 11:19

Ich denke, Befreier kann nur jemand sein, der auch mit neuen Ideen kommt und frischen WInd bringt, der für Aufbruch steht. Schulz steht meines Erachtens für den Typus bevölkerungsferner Funktionär, der von vielen Leuten abgelehnt wird. Daß seine Umfragewerte besser sein sollen als die von Gabriel, kann ich mir tatsächlich nicht so recht vorstellen.
Auch die Hinterzimmerpostenschacherei stößt bestimmt dem einen oder anderen bitter auf: Schulz hat keinen Job in Brüssel mehr und braucht was neues, Steinmeiers Aussenministerjob wird frei und den sichert sich Gabriel, obwohl er ja als Parteivorsitzender seiner Aussage nach deshalb zurücktrat, weil er "mehr Zeit für die Familie haben will".
Wer findet den Fehler?

Hans Bremer | Mi, 25. Januar 2017 - 11:20

Der Mann hat in Brüssel wider alle menschliche Vernunft den europäischen Gedanken gegen die Wand gefahren und soll es nun für die SPD in Deutschland richten? Die Verzweiflung in der SPD ist zum Greifen. Den Bock zum Gärtner machen, Hauptsache irgendeiner machts. So kann Merkel die zur AfD abwandernden Stammwähler mit SPD-Wählern auffüllen, die bei einer solchen Personalie mit Entsetzen den Kopf schütteln. Immerhin hat mit ihm zumindest der Schäuble einen Verbündeten gefunden, wenn es um die regelmäßige Finanzierung lustlos agierender Mitgliedsländer geht. Wäre doch gelacht, wenn man Europa auf das gemeinsame Niveau Bulgariens herunterwirtschaften könnte. Mit Schulze kein Problem.

Yvonne Walden | Mi, 25. Januar 2017 - 12:31

"Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer" und ein Kanzlerkandidat ist kein "Programm".
Was will diese SPD eigentlich wirklich, wenn Martin Schulz wirklich Bundeskanzler werden sollte?
Das SPD-Programm war und ist ständig verwaschen und unscharf.
Wie viele Programm-Kommissionen haben schon an solchen Partei- und Wahlprogrammen herumgedoktert, ohne sichtbare Erfolge.
Warum sieht sich diese SPD außerstande, etwa mit den Obergenossinnen und Obergenossen der Schwesterpartei DIE LINKE ein gemeinsames Wahlprogramm zu formulieren?
Wenn die SPD wenigstens glaubwürdig wäre. Aussagen vor einer Wahl sollten auch nach der Wahl noch Geltung haben.
Zu oft wurden Wählerinnen und Wähler durch diese SPD enttäuscht.
Also dürfte es schwer sein, wieder Vertrauen zu gewinnen.
Eine weitere Annäherung an die Unionsparteien könnte das Ende der Sozialdemokratie bedeuten.
Also bleibt nur DIE LINKE. Und natürlich die BÜNDNISGRÜNEN, die durch ein überzeugendes Wahlprogramm ebenfalls "überzeugt" werden könnten.

Friedhelm Wegener | Mi, 25. Januar 2017 - 12:33

dass die SPD eigentlich keinen eigenen Kanzlerkanditaten braucht (sie hat doch Merkel), wird Schulz ins Rennen geschickt und "verbrannt". Der Posten des Außenministers ist gesichert ebenso wie der des Bundespräsidenten. Damit bleibt die SPD im Geschäft. Und apropos "Machtergreifungsfantasien" in der Kolumne über Höcke: Schulz hat mal behauptet, er schwitze den Machtanspruch aus jeder Pore! Der hat auch Fantasien...

Volker Häußler | Mi, 25. Januar 2017 - 12:59

"Schulz kündigte eine harte Auseinandersetzung mit Populisten und Extremisten an: "Ich sage in dieser auseinanderdriftenden Gesellschaft allen Populisten und den extremistischen Feinden unserer Demokratie und unserer pluralen Werteordnung hier entschieden den Kampf an." Er fügte hinzu: "Mit mir wird es kein Bashing gegen Europa geben. Mit mir wird es keine Hatz gegen Minderheiten geben."

Quelle: http://www.n-tv.de/politik/So-reagieren-die-Parteien-auf-Schulz-article…

Wenn das sein "Hauptanliegen" und Wahlprogramm ist, gute Nacht SPD.

Reinhard Rogosch | Mi, 25. Januar 2017 - 13:00

Für mich hat sich Gabriel mit seinem Rücktritt in Sicherheit gebracht. Er will politisch überleben. In einem Forum habe ich den Satz gelesen: die SPD hat aus dem Proletariat, das sie einst vertrat, ein Prekariat gemacht. Dieses Bewußtsein wird der "ehrliche " Schulz nicht ändern. Was ist eigentlich aus dem steuerfreien Tagegeld (111000 € jährlich seit 2012), das er für 365 Tage Anwesenheit im EU-Parlament kassiert hat, geworden? Hat er zurück gezahlt?

Es geht um ca. 300 Euro Tagegeld pro Sitzung. Auszuzahlen auch dann, wenn
k e i n e Sitzung stattfindet. Clevere Regelung von Schulz und Juncker!

Georg Dallmann | Mi, 25. Januar 2017 - 14:22

Schulz sieht sich selbst ganz offenkundig als TOP-Europäer und STAATSMANN von Weltgeltung vor dem jeder ehrfurchtsvoll auf die KNIE zu fallen hat.
Ein Haudrauf und Tausendsassa par excellence gewissermaßen.
Dieses Selbstbildnis dürften nach meiner Einschätzung nur sehr wenige Akteuere des politischen Business teilen und ebenso recht wenige Wähler in SPE der SPD ebenso wie potentielle Wechselwähler.
Schulz steht für viel HEISSE LUFT und einen Anflug von "cholerischen Charme", einem der gerne "illusorische VISIONEN" formuliert, an die - maximal - er selber "glaubt".
Man wird sehen, wieviel Prozente 20-X die SPD bei der BTW holt..........lustig wird es aller Voraussicht nach nicht werden auf der "Wahlparty".

Gottfried Meier | Mi, 25. Januar 2017 - 14:46

Wenn die Inhalte stimmen würden, wäre mir egal, wer für die SPD kandidiert. Dass die SPD bei 20 % rumdümpelt, liegt nicht zuerst bei Gabriel. Das liegt daran, dass ein Großteil der Arbeiterschaft sich in der SPD nicht mehr wiederfindet.

Christina Hatzoglos | Mi, 25. Januar 2017 - 14:53

Da stellt sich die Frage ; hat diese (einst) große Partei nichts Neues,Unverbrauchtes zu bieten? ein Brüsselianer wurde also aus dem Hut gezaubert und natürlich frenetisch gefeiert von den Genossen. da fällt mir nur folgendes zu ein: "der Mensch ist wie sein Umgang" (Euripides) Großer Gott!

Hans Beyer | Mi, 25. Januar 2017 - 15:21

Zugegeben: Schulz grinst zweifellos offensiver als Gabriel. Aber das reicht nicht.

Dass Gabriel nicht fähig und nicht einmal willens war, Kanzler zu werden, ist bekannt. Wer schon seinen Vater nicht leiden kann, warum sollte der sein Vaterland lieben?

Schulz und Herr Marguier scheinen sich zu lange im Elfenbeinturm aufgehalten zu haben, da sie glauben Herr Schulz hätte irgendetwas Attraktives an sich. Schon durch seine Barttracht zeigt Schulz, dass er auf Kriegsfuß mit modernen Sitten mitteleuropäischer Zivilisation steht (er trug sie schon vor der neuen Hipster-Mode).
Schulz ist der typische Apparatschik aus Brüssel, und der normale Bürger asssoziiert diese Personen eher mit Glühbirne, Gurken-Krümmung, Euro-Krise usw.

Die SPD folgt dem österreichischen Motto "Die Lage ist hoffnungslos, aber nicht ernst".
Also einfach mal in die Kamera grinsen...

Entscheidend aber ist: Alle Bundestagsparteien sollten abgewählt werden, denn sie alle haben Merkels Wahn akzeptiert.

Andreas Müller | Mi, 25. Januar 2017 - 15:32

Kaum ist Gabriel raus aus der Nummer, kritisiert er Merkel für die Naivität ihrer Flüchtlingspolitik. Was um alles in der Welt hat den Mann daran gehindert, sich von Anfang an in die Mitte zwischen Merkel und Seehofer zu stellen und damit beim Wähler kräftig zu punkten? Was hat ihn daran gehindert, Merkel und Schäuble schon vorher für ihre Europolitik zu kritisieren?
Das habe ich von Anfang an nicht verstanden, und heute verstehe ich nicht, warum jemand Schulz wählen sollte: einen Appartschik, der für Briten und Italiener gleichermaßen ein rotes Tuch ist. Nicht nur die SPD hat fertig, sondern ganz Deutschland stehen ganz schwierige Zeiten bevor. Wir sind in Europa isoliert und unbeliebt wie 60 Jahre lang nicht mehr, mindestens.

Joachim Fehr | Mi, 25. Januar 2017 - 15:38

Man kann sich nur schütteln. Die SPD glaubt mit einigen Rochaden den Niedergang zu verhindern. Schulz mag ein guter Redner sein, aber ist er nicht mit verantwortlich für die geschwundene Reputation der gesamten EU. Die nach wie vor richtige Zielsetzung der EU wurde doch die blinde Normierungsflut, die überzogene Tendenz zur Vereinheitlichung zum Bürokratie-Monster, dass viele zur Abkehr bewog. So hat man durch eigene Dummheit den rechten und linken Populisten den Weg bereitet. Finnland und Portugal, Griechenland und Island sind doch gerade wegen ihrer Verschiedenheit europäische Kleinode die unter einem gemeinsamen Dach zusammen die Zukunft gestalten wollen, damit wir die globalen Probleme (Klimawandel, moderne Völkerwanderung, Globalisierung, 4.0 usw.) aktiv einer Lösung zuführen. Schulz ist doch eine der negativ besetzten Symbolfiguren und deshalb keine Lösung. Wir brauchen ein Europa der Perspektiven, keines der Bürokraten. Keine Umverteilung, sondern Zukunftsinvestitionen.

Roland Muck | Mi, 25. Januar 2017 - 16:10

Schulz, für den die Kandidatur nur die zweite Wahl ist, lieber wäre er in Brüssel geblieben, dürfte außer von Parteigenossen eigentlich in D keine Stimme bekommen.

Als Junckers Anteil an den luxemburgischen Steuertricksereien mit Starbucks und Co. von einem Untersuchungsausschuss untersucht werden sollte, sprang ihm sein guter Freund Schulz bei und verhinderte den Untersuchungsausschuss.Dafür unterstütze ihn Juncker ,letztendlich erfolglos beim Vorhaben, absprachewidrig, auch die zweite Hälfte der Wahlperiode Parlamentspräsident zu bleiben.
Und nun mit stolzgeschwellter Brust Kanzlerkandidat der SPD. Offenbar haben sie jeden Anstand, Würde und Ehrlichkeit eingebüßt. Vom Volk weiter weg als die Erde von der Sonne.
Das Schulzens Kandidatur offenbar von einem nicht kleinen Teil der Bevölkerung gut geheißen wird erstaunt mich ebenso wie die hohen Zustimmungswerte für Merkel.
Wahrscheinlich bin ich ein wenig aus der Zeit gefallen.

Georg Dallmann | Mi, 25. Januar 2017 - 16:31

In reply to by Roland Muck

Sehr geehrter Herr Muck,

wer die von Urban Priol (Kabarettist) vor noch nicht allzu langer Zeit in einem seiner fulminanten Auftritte als "EISTÜTCHEN" charakterisierten MERKEL-JUBEL-WÄHLER kennt und deren "Sicht" auf Politik ebenso wie deren "politischem Analphabetismus gleichkommender AHNUNGSLOSIGKEIT" , wundert sich jetzt auch nicht im geringsten über die "Schulz-Jubler".
Sprichwörtliches deutsches Duckmäusertum in Komination mit chronisch politischem Analphabetismus und damit einhergehendem Desinteresse für wesentliche Zusammenhänge politscher Geschehnisse einer nicht gerade geringen Wählermasse wird das Land über kurz oder lang in den Abgrund führen.

Thorsten Rosché | Do, 26. Januar 2017 - 10:35

In reply to by Roland Muck

Die Zustimmung für Schulz, ist eher ein Beweis für die totale Ablehnung von Merkel. Und wer Schulz will /wählt handelt in größer Verzweiflung, Selbstaufgabe und totaler Hilflosigkeit, dem ist quasi alles egal, er hat mit diesem Leben abgeschlossen.

Fritz Frank | Mi, 25. Januar 2017 - 17:02

Mit wieviel Promille will der denn das deutsche Volk regieren?
Der hat doch schon in Brüssel mit seinem Freund Juncker Chaos hinterlassen.
Arme SPD, hoffentlich bekommen das Schmidt und Brandt nicht mit.

tja Herr Frank,

nach zweimal Sitzenbleiben in der 11. Klasse war kein Schulbesuch mehr möglich.
Jahrelang arbeitslos und alkoholkrank.
Höchste Ausbildung 1o. Klasse
Die Buchhändlerlehre hat er lt. Welt.de wegen Alkoholismus ebenso abbrechen müssen.

Nun ist so eine Laufbahn nicht ungewöhnlich in der Politik. Es kann und muß auch nicht jeder Akademiker sein. Ein sog. bodenständiger Beruf täte es auch schon.

Nun kann der Herr ja wirklich trocken sein und aus seinen Fehlern gelernt haben. Was er jedoch geworden ist, er ist der personifizierte Narziss und wie geschrieben wird, fanatisch.

Fanatiker sind immer gefährlich.

Und wenn ich so an die Leistungen dieses Herrn in Brüssel denke, wird mir angst und bange. Der liefert Deutschland endgültig an Europa aus.

Birte Spiegel | Mi, 25. Januar 2017 - 18:34

Ob dieser 'Heilsbringer' sich mehr Bartpflege leistet
oder nicht, ist mal Wurscht.
Es ist ein Austausch von Namen.Ein letzter Klammergriff. Mehr nicht. Letztlich hat auch Herr
Schulz schon in Brüssel Sprüche losgelassen, die wenig Hoffnung auf eine echte Wende dieser Partei machen. Ich diese Partei nicht mehr.
Es wird schwer, CDU/CSU kommt für mich nicht in Frage. Die AFD ist keine Option. Die Grünen
waren von Anfang an das, was Frau Dittfurth
heute über diese äußert. Da bleibt die Linke.
Aber das ist natürlich auch nur im Nebel stapfen.
Aber....vieles könnten diese verbessern. Wenn sie
die Volkswirtschaft beherrschen und Mut zu Umbruch wirklich haben und diesen nicht nur rethorisch beschreiben.

Reinhard Czempik | Mi, 25. Januar 2017 - 18:54

Parteien haben dem Volk zu dienen!
Wenn das nicht mehr der Fall ist, müssen sie per Wahlzettel vom Volk "abgeschafft" werden.
Herrn Schulz als Kandidaten aufzustellen ist gleichzusetzen,wie wenn man einer Mumie eine Vitaminspritze verpassen würde. Die SPD als klassische Partei der kleinen Leute gibt es nicht mehr. Also weg damit.
Die Grünen als klassische Umweltpartei hat ernsthaft nichts Neues mehr zu bieten. Weg damit.
Die Linke ist nach wievor zu sehr SED-belastet und wird das auch nicht los. Weg damit.
Die CDU steht hilflos unter dem Diktat einer im Mief der DDR sozialisierten Pastorentochter. Das nackte Grauen! Weg damit.
Die CSU braucht kein Programm, sie hat (immer noch) Franz-Josef Strauß. Weg damit. Was ist zu tun?
Wir müssen die Fenster ganz weit aufmachen und mit neuen zeitgemässen Parteien frische Luft in diese unsere von einem unsichtbaren Mehltau paralysierten Republik reinlassen.
In jüngster Vergangenheit waren da die Piraten der einzige echte Lichtblick.

Brigitte Karpenkiel | Mi, 25. Januar 2017 - 19:37

Die SPD musste sich ja was einfallen lassen, nachdem sich Angela Merkel angeblich, laut letzten Umfragen, auf dem aufsteigenden Ast befindet. Dann wird eben eine zweite Frau Merkel in Gestalt eines Martin Schulz als Kanzlerkandidat aufgestellt. Eigentlich doch clever gedacht, so schlägt man A. Merkel mit ihren "eigenen Waffen".
Die Rechnung wird hoffentlich nicht aufgehen weder für die CDU noch SPD.

Brigitte Simon | Fr, 27. Januar 2017 - 12:06

Vorab: Ich bin weder/noch für Martin Schulz. Diese
Betonung soll meine Neutralität in "Sache Schulz"
demonstrieren. Ob Martin Schulz sich in der Innen-
politik Deutschlands auskennen würde? Schlechter
als Frau Merkels Innenpolitik kann niemand sein.
Jetzt, vor der Wahl, besinnt sie sich und läßt sich
beraten.
Am 12.02.2014 sprach Schulz in der Knesset und verurteilte Israels inhumaneWasserpolitik gegen
Palästina. Die Wasserresourcen hat Israel unter
seine exclusive Kontrolle gestellt. Israel bean-
sprucht 90% des Wassers für sich. Protestierend
verließen isralesische Abgeordnente. In Deutsch-
land wurde Schulz von der Regierung in Berlin
auf das Höchste kritisiert.
Mit seiner Kritik versuchte er Iasraels Demonta-
ge des Friedensprozesses klarzustellen.
Das ist Mut. Diese angebrachte Kritik wagte
und wird auch nie das Bundeskanzleramt wagen. Martin Schulz rechne ich das hoch an!
Das läßt auf weiteren Mut hoffen.

Kurt Fisch | Sa, 28. Januar 2017 - 18:29

Diese ganze Kanzlerkanitatur der beiden großen Volksparteien, hat doch nur den einen Sinn sich selbst zu schützen. Es ist doch klar das die Wahl nicht gewonnen werden kann, weder von "Schulz" noch von "Merkel". Also was tun, man stellt zwei Kanitaten auf die sowieso nicht weiter gemacht hätten, abwarten wie die Wahl ausgeht und hoffen das man mit anderen Parteien wieder an die Macht kommt.
Genau das wird aber der Wähler verhindern und wir werden unser blaues Wunder erleben ...

Jürgen Streeb | Mo, 30. Januar 2017 - 13:31

Schulz ist ein Befreiungsschlag für die SPD. Da bin ich nicht so sicher. Sicher dagegen bin ich, dass er für die vitalen Interessen unseres Volkes ein Schlag ins Gesicht ist. Auf die drängendsten Probleme wie ungezügelte Migration oder Schuldenhaftung in der EU hat er keine Antwort sondern marschiert im Einklang mit der deströsen Politik der CDU. Vielleicht sollten die "einfachen" Leute, die er zurückholen will, sich einmal seine Rolle in Brüssel genauer ansehen. Da gibt es viel zu entdecken, was so ganz und gar nicht sozial ist.

Ihr Kommentar zu diesem Artikel

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.

Liebe Leserinnen und Leser,
wir freuen uns über jeden Kommentar und wünschen uns eine konstruktive Debatte. Beleidigende, unsachliche oder obszöne Beiträge werden deshalb gelöscht. Auch anonyme Kommentare werden bei uns nicht veröffentlicht. Wir bitten deshalb um Angabe des vollen Namens. Darüber hinaus behalten wir uns eine Auswahl der Kommentare auf unserer Seite vor. Um die Freischaltung kümmert sich die kleine Onlineredaktion von Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr. Am Wochenende werden Forumsbeiträge nur eingeschränkt veröffentlicht. Wir danken für Ihr Verständnis.