Frauke Petry - Taktischer Rückzug

Frauke Petry will nicht Spitzenkandidatin der AfD bei der Bundestagswahl werden. Sie konzentriert sich im Machtkampf in ihrer Partei zunächst auf die strategische Auseinandersetzung. Doch ihr Kalkül ist durchsichtig und wird scheitern

Frauke Petry
Droht Frauke Petry das gleiche Schicksal wie AfD-Gründer Bernd Lucke? / picture alliance

Autoreninfo

Christoph Seils ist Ressortleiter „Berliner Republik“ von Cicero. Im Januar 2011 ist im wjs-Verlag sein Buch Parteiendämmerung oder was kommt nach den Volksparteien erschienen.

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Es war in den vergangenen Tagen und Wochen nicht zu übersehen: Frauke Petry hat sich verrannt. Einerseits hatte die Parteivorsitzende dem Parteitag der AfD, der an diesem Wochenende in Köln tagt, einen „Zukunftsantrag“ vorgelegt. Mit diesem Antrag wollte sie den Machtkampf in der Partei personell, politisch und strategisch zu ihren Gunsten entscheiden. Dazu stellte sie den Fundamentalisten in ihrer Partei, zu denen sie auch ihren Co-Vorsitzenden Jörg Meuthen zählt, eine von ihr so genannte realpolitische Strategie entgegen. Andererseits plädierte sie weiterhin dafür, dass die Partei mit nur einem Spitzenkandidaten oder einer Spitzenkandidatin zur Wahl antritt, damit die Zerrissenheit der Partei im Wahlkampf nicht allzu deutlich wird. Sie hatte an dem Vorschlag festgehalten, auch wenn sich die Mitglieder in einer Befragung Anfang des Jahres dagegen und für ein Spitzenteam entschieden hatten. Und natürlich wollte Frauke Petry die alleinige Spitzenkandidatin werden.

AfD im desolaten Zustand

Es war in den vergangenen Tagen und Wochen zudem nicht zu übersehen, dass die  AfD in der Öffentlichkeit ein desolates Bild abgab: intrigant, zerstritten, politikunfähig. Jeder kämpft in der Partei für sich, gemeinsame politische Ziele gibt es kaum. Statt „Mut zur Wahrheit“ heißt das Motto nur noch: Lust auf Krawall. Demokratischer und offener als in den etablierten Parteien sollte es in der AfD zugehen, anders als die „Systemparteien“ wollte die AfD sein. Stattdessen wurden die Machtkämpfe in der aufstrebenden Partei mit größter Brutalität und ohne Rücksicht geführt.

Hartes Geschütz wurde dabei aufgefahren: Nicht der politische Gegner rückte den thüringischen Landesvorsitzenden Björn Höcke in die Nähe des Nationalsozialismus, sondern eine Mehrheit des Bundesvorstandes in der Begründung des Parteiausschlussverfahrens. Nicht der politische Gegner sprach von „Säuberungen wie unter Stalin“, sondern der AfD-Mitbegründer Konrad Adam. Nicht der politischer Gegner warf dem Europaabgeordneten Markus Pretzell vor, er sei eine „Hochstaplerfigur, ein unseriöser Mensch mit krankhaftem Drang zur Intrige und zum Schüren von Konflikten“, sondern ein ehemaliger Mitarbeiter. Und da Pretzell auch der Ehemann und engste politische Berater von Frauke Petry ist, traf auch diese Kritik die Parteivorsitzende frontal.

Persönlichkeiten statt Politik im Vordergrund

Es ging zuletzt nicht mehr um Politik in der AfD, sondern um persönliche Animositäten, nicht mehr um innerparteiliche Willensbildung, sondern um die gegenseitige politische Vernichtung. Kein Wunder, dass in Umfragen die Zustimmung für die AfD fiel und nur noch notorische Protestwähler bereit zu sein scheinen, die Partei zu wählen. Viele bürgerliche Wähler wenden sich mit Schrecken ab.

Selbst eine Spaltung der AfD schien auf dem Kölner Parteitag nicht mehr ausgeschlossen zu sein. Petry lief Gefahr in die selbe Falle zu tappen wie ihr Vorgänger Bernd Lucke. Der hatte die Partei vor zwei Jahren auf einem AfD-Parteitag in Essen vor die Alternative gestellt: ich und mein Programm oder meine Kritiker. Und nachdem Lucke die entscheidenden Abstimmungen verloren hatte, verließ er mit seinen Anhängern die Partei.

Raus aus der Lucke-Falle

Um dieser Lucke-Falle zu entgehen, erklärte Frauke Petry drei Tage vor Beginn des Parteitages nun überraschend ihren Verzicht auf eine Spitzenkandidatur bei der Bundestagswahl. Per Videobotschaft auf ihrer Facebook-Seite teilt sie den Mitgliedern ihrer Partei mit, sie stehe für eine Spitzenkandidatin nicht zur Verfügung, und zwar weder als alleinige Kandidatin noch als Teil eines Teams.

Offenbar hat Petry gerade noch rechtzeitig erkannt, dass sie wie Lucke nur verlieren kann, wenn sie persönliche und politische Ambitionen miteinander verknüpft. Also konzentriert sie sich vorerst auf die politische Auseinandersetzung. Sie gibt sich demütig, benennt Fehler, räumt ein, einige Formulierungen in ihrem „Zukunftsantrag“ hätten die Mitglieder „verschreckt“. Dennoch drängt sie den Parteitag zu einer Richtungsentscheidung. Zwischen ihrer Strategie, die sie für „realpolitisch“ hält und der Strategie von Jörg Meuthen, Alexander Gauland und Co., die sie „fundamentalistisch“ nennt.

Es ist ein taktischer Rückzug, den Frauke Petry an diesem Mittwoch verkündet hat. Setzt sie sich in Köln durch, wäre sie vorerst die alleinige starke Frau in der AfD und ihr könnte es völlig egal sein, aus wem das Spitzenkandidatenteam unter ihr besteht. Verliert sie, so könnte darüber hinaus ihr Kalkül sein, Gesicht wahrend Parteivorsitzende zu bleiben und auf eine neue Chance zu warten. In den Bundestag wird über die sächsische Landesliste, auf der sie auf Platz eins steht, in jedem Fall in den Bundestag einziehen.

Kann das Kalkül aufgehen?

Fraglich ist jedoch, ob dieses Kalkül aufgehen kann. Denn einerseits ist auch Petrys sogenannte realpolitische Strategie nur eine fundamentalistische. Sie verfolgt dabei aus vermutlich taktischen Gründen nur einen anderen Ansatz. Gauland etwa will nicht, dass die AfD auf absehbare Zeit Juniorpartner einer Mitte-rechts-Regierung wird. Petry will, um Deutschland zu retten, so schnell wie möglich als Seniorpartner in einer Koalition regieren und fordert ihre Partei deshalb auf, sich auf eine Regierungsübernahme in den kommenden vier Jahren vorzubereiten. Doch von solchen Wahlergebnissen ist die Partei meilenweit entfernt, ihr Wählerpotenzial beträgt maximal etwa 15 Prozent. Zur Realitätsverweigerung gesellt sich bei Frauke Petry also Größenwahn.

Andererseits haben ihre politischen Gegner in vielen Landesverbänden Schlüsselpositionen besetzt. Vor allem viele Anhänger nationalistischer Positionen dominieren so die öffentliche Wahrnehmung der Partei, allen voran Björn Höcke. Vor zwei Jahren hatte sich Petry noch mit Höcke und Co. verbündet, um Bernd Lucke aus dem Feld zu schlagen. Jetzt wird sie – taktischer Rückzug hin oder her – die Geister, die sie damals rief, nicht wieder los. Egal, ob sich Petry am Wochenende auf dem Parteitag in Köln durchsetzt oder nicht, das desolate Bild der AfD wird sich nicht so schnell ändern. 

 

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Albert Schabert | Mi, 19. April 2017 - 18:07

Erstmals befasst sich der Cicreo mit der AfD.Ich war mehrmls bei AfD Stammtischen und kann nur bestätigen,dass es sich hauptsächlich um Personen ab 40 Jahren handelt.Da hat jeder eine andere Meinung und der, der diese kanalisiert fehlt.Es gibt in der AfD keinen der die Richtung bestimmt,es gibt keine Führung.Ich habe oft eine aggresivere effizentere Gangart angemahnt.Hoffentlich haben die Gegner nicht recht,die behaupten,es sind alles alte Männer.
Frau Petri macht es richtig,sich jetzt herauszuhalten,vielleicht kommt ihre Zeit später

Joachim Walter | Mi, 19. April 2017 - 18:17

Jetzt haben sie es also endlich geschafft, diese Egomanen wie Petry, Gauland, Höcke und wie sie sonst noch alle heißen.

Im Grunde nicht besser als die Merkels, Seehofers und Schulz, nur noch unprofessioneller: die einzige Alternative zum "weiter so" versinkt nun also hinter dem Horizont.

Bedenkt man die vielen großen Herausforderungen die in den nächsten Jahren auf uns zukommen werden, und das Nichtvorhandensein verantwortungsvoller und kluger Politiker, die mit diesen Herausforderungen zukunftsorientiert umgehen könnten, dann kann einem nur noch Bange werden.

Wie habe ich von diesen verantwortungslosen, dilettantischen Politikern aller Couleur die Nase voll !!!

Robert Müller | Mi, 19. April 2017 - 18:39

"Seniorpartner in einer Koalition" versus kein "Juniorpartner einer Mitte-rechts-Regierung". Beides scheint mir keine erfolgversprechende Strategie zu sein, um aktiv politisch gestalten zu können. Übrig bleibt dann nur noch indirekt zu wirken und das funktioniert nur wenn die anderen Parteien politische Fehler machen. CDU und FDP haben aber schon auf die AFD reagiert und so wird das "Fenster" für die AFD kleiner. Persönlich ist mir der Spatz in der Hand lieber als die Taube auf dem Dach. Außerdem ist das Ausländerproblem dann doch nur eines von mehreren Problemen, wenn auch ein sehr wichtiges. Entscheidend wird welche Koalition im Herbst DE regieren wird. Übrigens, die Grünen stehen im Bund bei nur noch 6%, bis zu 4,9% ist es nicht mehr weit.

Thomas Brosius | Mi, 19. April 2017 - 18:50

Das gabs noch nie,daß in einer Partei um Posten und Richtung gestritten wurde ! Anscheinend hat der Autor die Geschichte der Grünen nicht mitbekommen.Und bei der "Linke" wurde und wird(?!)von der "Junge Linke" der Ausschluß eines Lafontaine verlangt,weil der für eine Obergrenze von Migranten ist.-
Bis zur BTW im September 2017 kann noch viel passieren. Wenn gar Mme Le Pen Präsidentin wird,weren wir keine Bilder mehr aus Syrien sehen,sondern aus Paris.

Rainer Finke | Mi, 19. April 2017 - 19:21

Man merkt, wie schwer es eine konservative deutsche Gegenbewegung noch hat. An allen Ecken knirscht es, die Medien sind ihr feindlich gesinnt, und der deutsche Michel reagiert emotional auf die Themen, Werte und Ansichten.

Dies wäre natürlich eine Chance für eine wahrhaft liberale Partei, das Wählerpotential aufzugreifen, welches die CDU hat links liegen lassen aber die AfD zu dumm ist aufzugreifen.

Wo ist die FDP? Wo bleibt eine alternative und solide Finanzpolitik, anstatt das Zweieinhalbfache des deutschen Bundeshaushalts quer durch Europa zu verretten? Wo bleibt Mut zum freien Markt anstatt der 12.000 EU-Richtlinien für die Produktion von Milch? Wo bleibt eine halbwegs konservative Position in Bezug auf die Familie? Wo bleiben alternative Vorschläge in Bezug auf offene Grenzen? Wer erinnert Trump daran, dass er im Wahlkampf gesagt hat, die NATO sei obsolet?

Wo ist die FDP?!?!?!?!?!?!?!?

Hat irgendwer in Deutschland die Freiheit gesehen?

Michael Ludwig | Do, 20. April 2017 - 12:55

In reply to by Rainer Finke

Die FDP macht das was sie immer gemacht hat. Warten auf gut dotierte Posten.
Da kann man doch nicht vorher was konkretes sagen.
Schon gar nicht etwas, was dem großen Partner dann nicht gefällt.
Diese Altparteien haben in Deutschland Narrenfreiheit. Die Dummheit dieser
Wähler bringt mich auf 180!

Karin Zeitz | Do, 20. April 2017 - 13:46

In reply to by Rainer Finke

war die FDP immer eine Klientelpartei, auch wenn sie in der Vergangenheit großartige Politiker wie z. B. Genscher in ihren Reihen hatte. Sie war immer nur das "Zünglein an der Waage" - sprich der Mehrheitsbeschaffer für eine der großen Parteien. Dadurch konnte sie für ihre Parteispitze gute Posten und ihre Mitglieder eine effektive Lobbyarbeit sichern. Von dieser Partei ist m.E. nichts für die übrige Wählerschaft zu erwarten.

Giesela Kramski | Do, 20. April 2017 - 17:09

In reply to by Rainer Finke

Wahrscheinlich ist sie, wie immer, bei der Lobbyarbeit für die private Versicherungswirtschaft bzw beim Besetzen von gutbezahlen Posten in dieser. Auf keinen Fall ist sie auf der Seite derer, die EINE Krankenversicherung und EINE Rentenversicherung für alle Bürger fordern.

Rainer Finke | Do, 20. April 2017 - 17:59

In reply to by Giesela Kramski

Was bitte hat EINE Versicherung für alle mit FREIHEIT zu tun,
für die eine liberale Partei stehen sollte?
Woher kennen Sie meine finanziellen Möglichkeiten
und meine ärztlichen Bedürfnisse?

Petra Horn | Mi, 19. April 2017 - 19:51

Dieses Kalkül wird nicht aufgehen.
Sie hat der Partei gezeigt, worum es ihr geht nämlich sich in eine alleinige Machtposition hineinzubringen. Mit Sicherheit hat sie sich in ihrem Vorgehen von Pretzell unterstützen und befeuern lassen.
Aber die Partei will keine Alleinherrscher, schon gar nicht, wenn dabei wichtige Teile auf der Strecke bleiben oder sogar ausgemerzt werden sollen. Und zwar nicht aus inhaltlichen Gründen, sondern um ihre Macht zu festigen.
Dieses Bild als einer, die die Einheit der Partei riskiert, weil sie meint, daß es ihren Zielen dient, sickert auf vielen Diskussionsforen langsam in die Partei ein.
Petry wird als Nichtmit
glied des Spitzenteams nicht Fraktionsvorsitzende werden. Es werden sich stattdessen andere profiliert haben. Und bei der Vorstandswahl im November wird sie als Parteisprecherin nicht wieder gewählt werden, da man den ihr Egotrip nicht mehr verzeihen wird. Die Zeit wird sich bis dahin weitergedreht haben, und sie wird weg vom Fenster sein.

Dr. Roland Mock | Mi, 19. April 2017 - 19:57

Ich finde es schade. Für mich selbst ist die AfD nicht wählbar: zu antiamerikanisch, zu putinfreundlich, zu deutschtümelnd (zumindest im Osten) und zu unklar in der wirtschaftlichen Ausrichtung. Und wenn sich Gauland, Höcke & Co. durchsetzen, ist sie endgültig eine antikapitalistische Partei mit antisemitischen Einschlag. Dafür haben wir ja nun schon die LINKE und das übriggebliebene Häufchen der "Stamokap"- Fraktion der Grünen (Ströbele & Co.). Und trotz allem: Da mit Ausnahme der unzuverlässigen FDP weit und breit keine andere nichtlinke Partei sichtbar ist, welche die 5%-Hürde reißen könnte, braucht es offenbar die AfD als notwendiges Korrektiv im Bundestag. Und zur Verhinderung von Rot-Rot-Grün. Und insofern ist der (vorläufige, wie der Autor meint) Rücktritt Frau Petrys eine schlechte Nachricht. Die Chancen für "2RG" steigen, wenn die Reste der bürgerlichen und wirtschaftskompetenten Lucke-AfD sich jetzt abwenden und eine Ost-AfD, deren einziger Zweck Protest ist, zurücklassen.

Frank Goller | Do, 20. April 2017 - 14:17

In reply to by Dr. Roland Mock

Sehe ich nicht so, auch im Osten ( Ex DDR ) gibt es Länder die man regieren kann, wenn man die Mehrheit hat. Irgendwo lagen sie schon bei 24% , glaube Sachsen- Anhalt ?

Ja, aber die Frage ist doch, wer mit einer Partei koaliert, die "Systemopposition" (Gauland) betreibt? Und: Die Stimmen, welche die AfD im Osten gewonnen hat, hat sie der SED-Nachfolgepartei weggenommen. Zufall?

Axel Siebert | Mi, 19. April 2017 - 20:45

Wenn sich derzeit eine Partei solche Grabenkämpfe leisten kann, dann die AfD. Die einzige alternativlose Partei auf dem kommenden Wahlzettel. Außerdem bestimmt sie selbst in diesem zersplittert erscheinenden Zustand die Tagesplitik und treibt die ehemaligen Volksparteien vor sich her.

Hans Jürgen Wienroth | Mi, 19. April 2017 - 21:54

Ganz gleich, wie man zu Frau Petry steht, wer die Partei in den Wahlkampf führt: Nur eine „Realpolitik“ kann der Partei zu einem Erfolg verhelfen. Warum sollte der Wähler für eine Partei stimmen, wenn diese nicht mitregieren will? Wenn die etablierten Parteien eine Zusammenarbeit ablehnen und lieber eine Vielparteienkoalition bilden (sollte die AfD entsprechend hohe Stimmanteile gewinnen), dann müssen diese das anschließend dem Wähler erklären. Die Wähler der AfD auszugrenzen funktioniert nur eine begrenzte Zeit. Lösungen für die anstehenden Probleme sind der einzige Weg aus der Krise für die etablierten Parteien.
Ein Problem in der deutschen Parteienlandschaft besteht darin, dass der konservative Wähler aus dem (Wahl-)Spektrum ausgegrenzt wird.
Für die AfD kann der Parteitag der Prüfstand sein, ob die Partei weiter bestehen bleibt oder dem Untergang geweiht ist. Aktuell ist sie die einzige Partei, die nicht dem Mainstream folgt.
p. s.: Ich warte auf ein Statement von Frau Wallau.

Vielleicht fand Fr. Wallau den Artikel tendenziös, und hat das auch kundgetan, weshalb ihr Kommentar veilleicht nicht veröffentlicht wurde. Wer weiß ?
Der Cicero ist Kritik gegenüber sehr empfindlich.

elke popken | Mi, 19. April 2017 - 22:55

Diese Partei ist immer noch im Aufbau und in der Entwicklung. Die grünen waren damals für alle ein rotes Tuch und für niemanden akzeptabel, die linke ebenfalls-- heute ist man froh, wenn es für rot-rot- grün reicht. Sogar Merkel ist auf gruenen-kurs! Frauke Petry ist als pateivositzende keine glückliche Wahl, nie gewesen. In talkshows kommt sie sehr negativ rueber, nicht Kritikfähig, total gekünstelt, sogar unsicher, gleichzeitig auf unangenehme weise rechthaberisch. Vielleicht ist ja der private stress zu gross,auf allen Hochzeiten tanzen funktioniert nun mal nicht. Frau von Storch hatte da mehr potential, ebenso meuthen oder gauland.dieser Rückzug von petry war über fällig! Ob es nun gefällt oder nicht,diese Partei ist für viele Bürger wählbar und die ich kenne, kommen alles andere als aus der Unterschicht. Davon einmal abgesehen, brauchen wir eine Partei die Oppositionsarbeit übernimmt und wieder die Streitkultur belebt!!

Werte Frau Popken, sie betrachten die Situation auch in meinem Sinne und viele meiner Bekannten vorzüglich. Mit sehr grossem Interesse lese ich besonders gern alle Kommentare. Ein Dank an Sie alle.

Ich meine ja, aber mindestens 10 Monate zu spät erfolgt.Eine Säuberung von den extremen, wie hier gesagt wird, Fundamentalisten, wäre der AFD besser zu Gesicht gestanden.
Natürlich würde diese Entscheidung erst einmal "weh tun",ein Verzicht auf vermutete 20% tige Wählergunst würde anders gesehen mit einem Zugang von 30% Neuwählern einhergehen.
Eine kommende Volkspartei wäre mit diesem Schritt leichter zu schaffen als ohne Entscheidung über eine um überleben kämpfenden AFD.
Eine ehrliche glaubhafte Partei, ohne „Fundis“, würde auch als eventueller Koalitionspartner nicht mehr auszugrenzen sein. Dieser Meinung bin nicht nur ich allein,sondern viele meiner politischen Gesprächspartner. Also AFD Genossen tut etwas für Eure Zukunft und für die Zukunft Deutschlands und Europas.

Andreas Johanning | Mi, 19. April 2017 - 23:27

Momentan wird die Flüchtlingskrise als überstanden dargestellt. Sollten im Sommer vor der Bundestagswahl wieder hunderttausende Flüchtlinge nach Deutschland strömen, würde das Wählerpotential der AfD wieder signifikant steigen. Egal wie zerstritten die Partei auch sein sollte. Einfach deswegen, weil die AfD hier als einzige Partei eine eindeutige Meinung hat. Wer das Verhalten der im Bundestag vorhandenen Parteien im Rahmen der Flüchtlingskrise als Selbstaufgabe des eigenen Volkes versteht, kann gar nicht anders als dann diese Partei zu wählen. Einfach deswegen, weil aus dieser Sicht alle anderen Fragen, langfristig gesehen, obsolet werden.

Karin Zeitz | Do, 20. April 2017 - 14:20

In reply to by Andreas Johanning

stellt die Flüchtlingskrise zwar als überstanden dar. Das stimmt leider nicht. Wie man selbst den öffentlich-rechtlichen . Massenmedien entnehmen kann werden täglich tausende Migranten aus dem Mittelmeer gerettet und nach Italien gebracht, von dort aus versuchen sie dann nach Deutschland weiterzukommen. Mit dem nach den Wahlen anstehenden Familiennachzug geht es so richtig weiter. Interessant finde ich die Schuldzuweisungen Merkels an die Bundesländer, die ihrer Meinung nach die Ausreisepflichtigen nicht konsequent genug abschieben, die Integration nicht schnell genug vorantreiben und die Asylanträge zu langsam bearbeiten. Also sind alle Schuld - ausser Merkels Regierung und ihre CDU. Wenn das keine Aufforderung ist, sie wieder zu wählen!

Max Hoffmann | Mi, 19. April 2017 - 23:39

Ich habe bisher in allen Wahlen die AfD gewählt und werde das auch in der nächsten Wahl tun, komme was da wolle. Die Querelen innerhalb der AfD sind mirwurscht. Sie ist die einzige echte Alternative zu den Systemparteien, egal wie zerstritten der Haufen ist. Die CDU SCHEINT nicht zerstritten zu sein - woher das wohl kommt? Auf keinen Fall von einer Geschlossenheit dieser Partei. Sie stehen nur alle unter der Knute der großen Vorsitzenden. Gab es in der Vergangenheit etwa Strittigkeiten in der SED, der KPdSU, der KP Chinas oder gar der Partei Nordkoreas? Weiter zurückliegende Beispiele traue ich mir aus Gründen der Zensur gar nicht zu nennen.

elke popken | Mi, 19. April 2017 - 23:50

Der Name war mir leider entfallen, aber jetzt Vorschlag zur Güte: Alice weidel wäre eine vortreffliche Wahl als Parteivorsitzende der Afd! Eloquent, rhetorisch hoch begabt und ruhig und wissend argumentierend. Ich sage ja, die spreu vom Weizen.....

Hans Beyer | Do, 20. April 2017 - 00:27

Sie hat inzwischen zu wenig Unterstützung. Die Mehrheit der Mitglieder ist offenkundig der Ansicht, dass nicht Höckes Rede zu Verlusten in den Umfragen geführt habe, sondern Petry Nachhaken und ihr Antrag auf Höckes Ausschluss, der dann in den Medien aufgegriffen wurde.

Sie wird am Wochenende ganz von der Bühne abtreten, ihre nahende Niederkunft (schönes Wort) kann dafür auch eine akzeptable Legitimation sein. Man wird sie für ihre zurückliegene Gesamtleistung mit Applaus verabschieden.

Die AfD wird wohl den bisher erfolgreichsten Wahlkämpfer an die Spitze hieven: Leif-Erik Holm und Andre Poggenberg mit ihren 20 % und 24% in MeckPomm und Sachsen-Anhalt. Dazu eine präsentable Frau aus dem Westen: Alice Weidel.
Fertig ist das neue Spitzenteam, wahrscheinlich auch gleich als Vorstandsspitze.

Wenn die AfD geschickt ist, geht sie dann in die Offensive. Merkel und Schulz mit ihren Parteien wären weiche Ziele.

Gerdi Franke | Do, 20. April 2017 - 08:39

In jeder jungen Partei gibt es einige ältere Herren, die mit Pöstchengeilheit und Machtstreben solche Parteien wieder zu zerreissen drohen. Zum Vorteil der etablierten Parteien. Muss die AfD eben klären was sie will. Für mich als Wähler bleibt ohne Frau Petry nichts wählbares mehr übrig.

Klaus Eckhard | Do, 20. April 2017 - 17:22

In reply to by Gerdi Franke

Sie ist einfach das Gesicht der Partei. In ihren Auftritten in Talkshows und sonstigen Statements wohltuend abgesetzt gegenüber der Altherrenriege, die ihr Übles wollen und nicht in der Sache sondern fürs Ego kämpfen.
Und was hat sie in besagten Talkshows nicht alles aushalten müssen: immer 5 gegen eine und dann mit allen Registern der PC draufgeschlagen. Den Islam z.B. Nach 9/11, all den Attentaten auf der ganzen Welt als problematisch oder auch gefährlich einzustufen ist so falsch dann doch nicht.
Ich wünsche ihr alles Gute...

Reinhard Oldemeier | Do, 20. April 2017 - 10:30

Es geht nicht darum, dass in der Partei um den richtigen politischen Weg gerungen wird.
Es geht darum wie es passiert. Diese Partei hängt sein Fähnchen in den Wind und der weht zur Zeit nach rechts.
Zum Teil liegt an den alten CDUlern, die keine Heimat mehr haben und von der CDU entsorgt wurden. Herr Gauland z.B. der schon in Hessen als Staatssekretär sein Unwesen getrieben hat. Gerade dieses Herrschaften stellen sich besonders an, den richtigen Weg aus dem Dilemma zu finden. Des weiteren haben sich viele Nationalisten in die Partei eingeschlichen, die nun meinen, dass sie es den Etablierten zeigen können.
Es ist schon eine seltsame Truppe, die sich da zusammen gefunden hat. Ich denke mal, nach Köln wird sich zeigen, ob Frau Petry und ihr sogenannter Aufbruch kommen wird. Ich denke mal die Partei AFD wird keine Alternative bieten können für die Probleme dieses Landes. Sie schaffen es nicht mal ihre eigenen Probleme zu lösen.

Dr. Florian Bode | Do, 20. April 2017 - 10:48

Dass nur noch "notorische Protestwähler" ihre Stimme der AfD geben werden, ist nur insofern richtig, als es das "notorisch" betrifft. Also die Eigenschaft, stets(!) gegen die regierenden Parteien zu stimmen. Ich kenne genug "Bürgerliche Wähler", die im September 2017 keine Partei wählen werden, die eine weitere Kanzlerschaft Merkels möglich machen könnten. Neben der AfD und der LINKE bleiben da nur noch so obskure Parteien, wie die "Bibeltreuen Christen", "Graue Panther" u.e.m. Dass die AfD ihre Chancen weiter erhöhen könnte, wenn sie sich mal auf eine Richtung und Spitzenpersonal einigen würde, bleibt natürlich dennoch richtig. Aber auch in der CDU läuft ja nicht so Alles glatt. Der Fall Tauber wurde von den Medien nur nicht so genüßlich goutiert.

Ralf Müller | Do, 20. April 2017 - 10:57

Petry hat massive Fehler gemacht. Sie hat die Partei statt zu einigen, gespalten. Parteichefs sollten Flügel integrieren. Petry konnte das nicht, oder wollte es nicht. Petry neigt zu Selbstdarstellung und Selbstüberschätzung, obgleich sie politisches Talent hat. Aber Petry wirkt dabei weniger souverän. Sie wirkt oberlehrerhaft, besserwisserisch und redet ohne Pause, wie aufgezogen. Das wirkt negativ. Man hat den Eindruck, ihr ginge es mehr um sich als um die Partei. Um die Sache indes, geht es ihr schon, das verkauft sie auch gut. Kurzum, wenn es AfD gelingt, eine Integrationsfigur an die Spitze zu stellen, dann wird das massiven Erfolg bewirken. Kein politischer Gegner sollte deshalb jetzt frohlocken. Es ist genügend Zeit bis zur Wahl. Weder der Hetzpresse noch linksgrünem Mainstream wird gelingen, die AfD klein zu kriegen. Das kann die AfD nur selbst. Petrys Rückzug könnte ein grandioser personeller Neuanfang folgen. Inhalte hat AfD und auch gutes Personal.

Franz Otto Hegger | Do, 20. April 2017 - 14:28

Frau Dr. Weidel wäre eine Person, als Nachfolgerin von Frau Petry. Jung, dynamisch, intelligent, gebildet , spricht druckreif. Aber da wird wohl das Alten-Biotop dagegen sein. Schade !

Michael Ditsch | Do, 20. April 2017 - 15:08

Ist normal im Kleinkindalter einer Partei. Streitereien gab/gibt es bei Die LInke, den Grünen (Fundi/Realos), SPD (Parl. Linke/Seeheimer Kreis), nur bei der CDU z. Zt. nicht, weil dort jeder Nagel der herausragte eingeschlagen wurde.

Fakt ist jedoch, die "Bude" Deutschland kocht in den nächsten Jahre hoch, durch Migration, Islam-Demographie, Erdogan, Euro, EU. Auch Terror und Kriminalität wird bestenfalls jetzige, eher größere
Intensität haben. Daraus folgt, es wird zukünftig eher mehr als weniger ein reichhaltiges Wählerpotenzial für die AfD geben. Ärgerlich sind die gegenwärtigen Streitereien nur, weil wenige Monate vor der BTW.

Frank Walter | Do, 20. April 2017 - 15:38

Es ist schon kurios wie Frau Petry agiert. Als Sie vor gut einem Jahr Herrn Lucke, den eigentlichen Gründer der AFD, entmachtete, war man danach doch erstaunt wie schnell sich aus einer wirtschafts- und finanzkritischen Partei eine nationalistische, altbackene konservative Partei wurde; mit einem Hang zum Eskapismus.
Mich erinnert das alles an die Schill-Partei in Hamburg, von der heute nichts mehr übrig blieb. Eben nur eine Episode.
Vielleicht macht sich Frau Petry jetzt auch einen schlanken Fuss und wandert nach Brasilien an die Copacabana aus so wie Herr Dr. Schill.

Wolfgang Henning | Do, 20. April 2017 - 15:58

Die AfD ist und bleibt die einzig wählbare Alternative für konservativ wertorientierte Bürger, die ihre Heimat bei den Altparteien verloren haben. Leider wiederholen sich die Fehler bei dieser jungen Partei, die schon bei den "Grünen" und den "Piraten" zu Substanzverlust geführt hatten. Wo bleiben die Politprofis, die aus Enttäuschung über den Gesinnungswandel ihre "Alt-Parteien verlassen haben und zur AfD gegangen sind? Ihnen sollte eine Chance zur Beendigung des Richtungsstreits eingeräumt werden. Der Weg zum Kompromiss zwischen den "Realpolitikern" und den "Fundamental-Oppositionellen" dürfte nicht so schwer sein, wenn man "Vernunft" walten lässt. Die Gruppe von Frau Petry sollte ihre Maximalforderung als "Seniorpartner" einer Regierungskoalition aufgeben und die Gruppe um Herrn Gauland ihre strikte Ablehnung einer Koalition als "Juniorpartner".
Darüber hinaus ist Gelassenheit im Umgang mit anders denkenden Parteimitgliedern anzumahnen.

Bernhard Kopp | Do, 20. April 2017 - 16:27

Vage Erinnerungen von Fundis und Realos. In einem anderen Lager, aber auch irgendwie ähnlich.

Detlef Kleinert | Do, 20. April 2017 - 16:44

Was immer die AfD tut, da findet sich sicher ein Journalist, der ein Haar in der Suppe findet. Wie wär’s, wenn wir mal nicht über „Realpolitiker“ versus „Fundamentalisten“ reden, sondern darüber, dass in Deutschland die gescheiterte Groko abgelöst werden muss von Kräften, die sich real und fundamental um eine bessere Politik kümmern, die die Asylantenflut an dem Sozialstaat messen lassen, die die Griechenland-Rettung an der Transferunion messen, die unser Steuersystem in Frage stellen usw. Es ist schon wahr, da gibt es in der AfD Personalquerlen, aber die gibt es für Herrn Seils in anderen Parteien offenbar nicht. Der desolate Zustand der AfD ist wohl eher eine Erfindung der Medien. Wahr ist, dass die AfD langfristig durchaus auf eine Teilhabe am Regieren setzen kann, wahr ist aber auch, dass dies für lange Zeit nicht möglich sein wird, schon deshalb nicht, weil die etablierten Parteien jeglichen demokratischen Austausch mit der AfD ablehnen. Schöne Demokraten!

Albert Schabert | Do, 20. April 2017 - 17:27

In reply to by Detlef Kleinert

Die AfD sollte ihren Anspruch darauf konzentrieren,die Person Merkel zu entmachten.Das steht in vielen Cicero Artikeln,nur nicht so deutlich.

Bernhard Jasper | Do, 20. April 2017 - 16:50

Guten Tag Herr Seils,

dieses Mimikry, diese Nachahmung einer „bürgerlichen Partei“, diese Rolle war immer schlecht inszeniert. Eine populistische „Protestpartei“ erschöpft sich schnell, wenn ihr die medialen Provokationen ausgehen. Auf dieser politischen Klaviatur haben sie immer gespielt. In der Medienwirklichkeit erhält man dafür sogar Aufmerksamkeit. Vermutlich häutet sie sich jetzt erneut und die „Blut-und-Boden-Ideologie“ wird deutlich erkennbar. Die große Mehrheit (im Westen) will jedoch keine derartig autoritäre und rückwärtsgewandte „Volkspartei“, die Polit-Entertainment für ein bestimmtes „Milieu“ betreibt. Und so ist es immer in den politischen Seifenopern, man tritt auf, geht wieder ab. Man kann nur hoffen, dass uns in Zukunft bestimmte grauenerregende politische Reden mit ihren kruden völkischen Thesen, die in den Sumpf führen, erspart bleiben. Aber vom ganz rechten Rand kommt noch was, da bin ich mir sicher.

Zunächst aber müssen wir uns die grauenerregenden politischen Reden von Rot-Rot-Grün anhören und mit kruden Multikulti-Thesen leben. Täglich kommen immer noch tausende von Wirtschaftsflüchtlingen aus afrikanischen Ländern über das Mittelmeer zu uns, die immer noch glauben, dass ihnen hier binnen kurzem ein Haus zur Verfügung gestellt und sie von einem sozialen Netz behütet werden. Die Altparteien werden dann auch nicht müde, einen baldigen Familiennachzug zu versprechen.
Es ist ja auch so schön, ein guter Mensch zu sein und die islamistischen Gewalttaten zu verdrängen. Schließlich möchten wir doch glauben, das "der Islam" Frieden bedeutet. Der bulgarische Philosoph Ivan Krastev stellte die Frage, ob auch eine Million ukrainischer Flüchtlinge die gleiche Welle der Solidarität und "Willkommenskultur" in Deutschland ausgelöst hätten.
Ich hoffe, dass aus dem konservativen Lager noch etwas kommt, fürchte aber die tausenden linksradikalen Gewalttäter, die das verhindern wollen.

Die AFD wird sich nicht selbst zerlegen, sie wird aufräumen wo Notwendigkeit besteht.
Wer, Herr Jasper ist die Große Mehrheit die eine solche "autoritäre Partei" nicht mag, aber gleichzeitig die autoritären Entscheidungen der Bundeskanzlerin tolerieren? Meiner Meinung
nach meinen Sie die zu erwartenden Störer am morgigen Beginn des Parteitages
der AFD.
Hauptinitiator dieser Aktion werden die bezahlten "Antifa" Demonstranten sein. Die, die die
sogenannten "Rechten" der AFD schon rechts überholt haben. Dazu gesellen sich die geeinten
Presseorgane inklusive Funk + Fernsehens.So wird es morgen laufen und das unter den
Deckmäntelchen was Sie Herr Jasper dann Demokratie nennen möchten. Somit werden Sie
Recht behalten das von "Ultrarechts" noch viel zu erwarten sein wird, dank Herrn Maas der die
Sache freudig begleitet.
Eventuell wird es ab den 22.04 17 noch mehr „Protestwähler“ geben die der AFD beistehen,
meint H.-Jürgen Schulze

aus Ihren Kommentaren erkenne ich, dass Sie zu denjenigen gehören, die keine eigenen Meinung haben, sondern nur mit geradezu fanatischem Eifer Inhalte aus beliebigen Anti-AfD Medien rezitieren. Nutzen Sie doch die vielen Möglichkeiten, sich
selbstständig zu informieren. Was Sie, völlig stumpfsinnig, als "Blut und Boden Ideologie" bezeichnen, ist nichts anderes als der berechtigte Anspruch, die eigene Kultur und Werte nicht durch islamische oder keine zu ersetzen. Forderungen, Recht und Gesetz einzuhalten, sind in Ihrer Welt autoritär und rückwärtsgewandt. Über das Resultat der Politik, die für die Unterhaltung Ihres Milieus betrieben wird, kann man sich jeden Tag in den Horrornachrichten abseits des Mainstreams informieren. Ihre naiven Ansichten sind mit dafür verantwortlich, dass es eine AfD gibt. Gehören Sie nicht auch zu denen, die sich gerne tolerant, bunt und weltoffen bezeichnen? Vom ganz linken Rand kommt noch was, da bin ich sicher. Darf man Sie morgen in Köln erwarten?

Stephan Lorenz | Do, 20. April 2017 - 17:24

Was mir auffällt, ist, dass monatelang von der AfD medial keine Beiträge zu hören oder sehen waren, aber pünktlich eine Woche vor dem Parteitag alles wieder schlechtgeredet wird.
Mir ist eine Partei , die ihre politische Richtung sucht, lieber als eine 100%-Partei oder eine Partei, in der Parteitagsbeschlüsse mit einer Handbewegung von der Chefin ignoriert werden.
Mir erscheint die derzeitige Berichterstattung über die AfD sehr künstlich. Querelen gibt es in jeder Partei, nur mit dem Unterschied, dass diese in den anderen Parteien unter der Decke gehalten werden.
Für mich ist die AfD nach wie vor die einzige echte und notwendige Oppositions-Partei.

Werner Schick | Do, 20. April 2017 - 22:53

Werte Frau Franke,
umgekehrt wird ein Schuh daraus. Der Abgang wird von vielen AFD Anhängern als dringend notwendig angesehen. Sie ist als Führungsperson denkbar ungeeignet und hat der Partei sehr geschadet. Ihr Rückzug wird entgegen ihrer Einschätzung positive Auswirkungen auf künftige Wahlergebnisse haben. Wenn man dagegen ständig ein Haar in der AFD Suppe sucht, kommt man zu solchen Ergebnissen wie ihren.

Tobi Werlander | Fr, 21. April 2017 - 12:05

Sie war in den Medien kompetent präsent, in Menge, Themenvielfalt mit Abstand vor den anderen.

Wenn Oberlehrerhaftigkeit ein Kritikpunkt ist, dann wird übersehen dass es tatsächlich Kompetenzunterschiede gibt, wo Gefolgschaft und das Werben für Gefolgschaft konstruktiv ist. Und an dieser Stelle hat Meuthen als Führungskraft versagt und gespaltet. Petry will durch gesamtheitliche Kompetenz mehr Wähler erreichen, um die Ziele der Partei und Wähler tatsächlich umsetzen zu können.

Ein Gegenargument ist leider häufig, die Partei kann die abseitigen Positionen (z.B. Geschichtsrevisionismus) aushalten, sie sei stark genug. Aber viele Wähler werden diese Dummheiten nicht aushalten, denn wer will solche
Leute (und Mitstreiter ausserhalb der Partei) zu Machtpositionen verhelfen. "Wir müssen jetzt alle
zusammenhalten" - das geht auch in der NPD.
Man muss Kompetenzhierarchien (natürlich vorhanden) auch zulassen können, sonst verlieren alle.

Miriam Röhrich | Fr, 21. April 2017 - 12:23

Der Schwindel mit den "Spitzenkandidaten" - Welche Volksverblödung

Man sollte sich in der AfD nicht von dem Hype um die sog. „Spitzenkandidaten“ anstecken lassen. Das ist reine Volksverdummung.
Allenthalben wird uns von den Medien vorgegaukelt, es gäbe in Deutschland bei der Bundestagswahl einen „Spitzenkandidaten“. Jede Partei gerät in Hektik zu diesem Thema.

Die Wahrheit ist aber: Es gibt 16 Bundesländer und in allen gibt es Listen, so dass es also in Wirklichkeit 16 Spitzenkandidaten gibt – abgesehen von den vielen Direktkandidaten!!!

Angela Merkel wurde bei der Bundestagswahl 2013 in ihrem Wahlkreis mit 87.142 Stimmen von insgesamt 154.935 gültigen Stimmen gewählt.
Deutschland hatte 2013 insgesamt 46.625.042 gültige Wählerstimmen. Das Ergebnis dieser „Spitzenkandidatin“ bewegte sich also im Promillebereich!!!, nämlich 0,1869 %.

Da die Spitzenkandidaten dieser 16 Landeslisten vermutlich die Repräsentanten Ihrer Partei um Bundestag sein werden, bietet es sich also an, aus diesem

Bernhard Jasper | Fr, 21. April 2017 - 13:22

Ach, Herr Schulze und Herr Latell,

die Gewaltschwelle geht allgemein nach unten. Hass und Gewalt werden im öffentlichen Raum sogar geschürt. Die Radikalisierung der Gesellschaft das Ergebnis. In Köln macht der Einzelhandel seine Läden dicht, auf einem Samstag! Schon wer zu Gewalt aufruft macht sich strafbar. Wenn die Sicherheitsbehörden (Polizei etc.) in Köln eine gute Strategie hat (wie einmal bei einer „Großdemo“ in meiner Stadt), dann werden bestimmte gewaltbereite „Demonstranten“ erst gar nicht aufeinandertreffen. Sechs Demonstrationen sollen in Köln angemeldet sein. Eine absolute Sicherheit gibt es aber nicht.

Die Demonstrations- und Versammlungsfreiheit ist ein sehr hohes Gut (wenn keine Sicherheitsbedenken bestehen), dass von unserem Grundgesetz geschützt ist (als Reaktion auf die Nazi-Zeit).

Sie haben das gut erkannt, in Ihren ersten neun Zeilen stimmt fast jedes Wort.
Auch haben Sie erkannt das bei AFD Demos nie die Gewalt von diesen
Demonstranten ausging, nein immer waren es die Gegendemonstranten die
die ersten Steine gen AFD und Polizei geworfen haben.
Das hohe Gut der Versammlungsfreiheit, der Demonstrationsfreiheit ja auch
der Redefreiheit ist ein Gut aus den demokratischen Hochzeiten unseres
Staates. Dies gilt es zu schützen ohne auf die Nazizeit zu verweisen. Was sind
Sie Herr Jasper eigentlich für ein ewig Gestriger. Haben Sie überhaupt die
NS-Zeiten mit erleben dürfen? Oder möchten Sie hier nur den Dicken Antinazi
demonstrieren. Davon wird es am 22 + 23 April in Köln noch Viele geben.
Schauen Sie sich die Berichtserstattungen im Fernsehen genau an und achten
Sie auf anti- Deutschland Plakate auch wer ihnen hinterher läuft. Die zu
erwartenden mutmaßlichen Festnahmen zu denen es gar nicht kommen wird.
Wir und die Welt wird es sehen.

Hermann Neumann | Fr, 21. April 2017 - 13:51

Ganz ehrlich, am Anfang mit Lucke war die AFD für mich eine politische Alternative. Jetzt werde ich sie nur noch wählen aus Protest gegen Merkel und Konsorten. Meine Stimme bekommen sie auf jeden Fall.

Bernhard Jasper | Fr, 21. April 2017 - 18:13

Herr Schulze, ich bin parteiunabhängiger Verfassungspatriot. Übrigens musste mein Vater im Alter von 16 Jahren zum Ende des Krieges am sogenannten „deutschen Volkssturm“ teilnehmen, der wurde von der NSDAP an alle „waffenfähigen Männer“ ausgerufen, um den „Heimatboden“ zu verteidigen. Er geriet in Gefangenschaft, konnte jedoch fliehen.

Und stellen Sie sich vor, ich persönlich habe als Nachkriegsgeborener den Faschismus sogar im „Wahlpflichtfach“ Kunstgeschichte studiert. Kenne also die (Formen)-Sprache und die Ideologie. Um 1930 umfasste die NSDAP als „Massenpartei des Mittelstandes“, weitgehend das breite Wählerpotenzial der Deklassierten. Es war die Partei, die am geschicktesten mit der Existenzangst, den Erinnerungen und Identitätssüchten breiter Wählerschichten umging und Symbole anbot.

Dr. Lothar Sukstorf | Fr, 21. April 2017 - 19:11

Jetzt haben viele Kommentatoren F. Petry "zum Fressen gern". War sie bis vor kurzem noch für die meisten Kommentatoren und "Schlauberger" der Medien noch Fr. Satan - persönlich - so haben sie sie jetzt zum Fressen gern. Fast könnte man meinen, ins Herz geschlossen. Weil es darum geht, wem sie und die AfD "zum Fraß" vorgeworfen werden könne? Cicero geht hingegen pfleglich mit ihr um und analysiert nur. Sehr gut! Andere verwechseln mal wieder Journalismus mit Aktivismus. q.e.d. und wollen mal wieder "gegen die AfD kämpfen"...Ich vermute, daß es nicht gelingt, die AfD "kleinzuschreiben" und sie unwählbar zu machen. Allein schon aus den zahlreichen Kommentaren im Cicero kann man entnehmen, daß viele - vielleicht mehr als erwartet - die Partei wählen werden; nur, weil sie von Merkel die Nase gestrichen voll haben. Sie ist bei vielen Wählern zur persona non grata geworden.

Dr. Lothar Sukstorf | Mo, 24. April 2017 - 09:57

Es kommt einem so vor, als ob viele Medien und andere erst dann zufrieden wären, wenn sich die AfD vor dem Internationalen Gerichtshof in den Haag für jedes Verbrechen gegen die Humanität selbst bezichtigen würde. Und ein Nürnberger Gerichtshof(Prozeß)von 1946 wieder belebt werden müsste, um die AfD zu liquidieren.
Gleichwohl:
Es besteht in D. ein Wählerpotential, das national, konservativ, auch alle etablierten Parteien ablehnend, generell Unzufriedene, von 15-25%, je nachdem, in welchem "Krisenmodus" sich D. befindet. z.B., hoher Flüchtlingszulauf, Hellas-Krise... hier bestehen kausale Zusammenhänge.Dieses Potential a priori zu diffamieren - ob von den etablierten Parteien, Aktivistengruppen oder Medien - belegt einmal mehr nur die Hilflosigkeit und Dummheit, mit der stets aufs Neue die Bedienung der üblichen Stereotypen gepflegt wird. Ab September 2017 wird ein entsprechender Lernprozeß noch einsetzen. Die Politik der Links-Grünen geht jedoch langsam(nach über 40 Jahr.) zuende.

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