Burka-Verbot - Absolute Religionsfreiheit gibt es nicht

Kolumne Grauzone: Rechtsstaat oder Religionsfreiheit, was ist wichtiger? Für Alexander Grau ist die Sache klar: Bereits heute steht das Strafrecht über religiösen Normen und Geboten. Der deutsche Staat sollte aufhören, sich bei Religionsgemeinschaften anzubiedern

Eine Frau, die vollverschleiert ist, läuft am 07.08.2016 durch Baden-Baden
Frauen mit Gesichtsschleier sind in deutschen Städten eine Ausnahmeerscheinung / picture alliance

Autoreninfo

Alexander Grau ist promovierter Philosoph und arbeitet als freier Kultur- und Wissenschaftsjournalist. Im Dezember 2014 erschien der von ihm herausgegebene Band „Religion. Facetten eines umstrittenen Begriffs“ bei der Evangelischen Verlagsanstalt Leipzig.

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Nun ist sie also offiziell: Die „Berliner Erklärung“, in der die CDU-Innenminister ein Verschleierungsverbot im öffentlichen Raum fordern, ein „Burka-Verbot light“, wie umgehend gespottet wurde.

Eine interessante Entwicklung, ist es doch erst wenige Tage her, dass Bundesinnenminister de Maizière ein Burka-Verbot verfassungsrechtlich für bedenklich hielt. Er betonte, man könne nicht alles verbieten, was man ablehne. Ähnlich hatte sich SDP-Chef Gabriel geäußert. Ob der sich allerdings ähnlich wendig zeigen wird wie de Maizière, bleibt abzuwarten. Sein Vize, Ralf Stegner, hatte noch letzte Woche zu Protokoll gegeben, ein Verschleierungsverbot sei mit der Religionsfreiheit nicht zu vereinbaren.

Viele Medien gegen Burka-Verbot

Da verwundert es nicht, dass der Spiegel mahnte, Deutschland dürfe sich nicht auf eine Stufe mit Saudi-Arabien und dem Iran stellen, indem es Frauen vorschreibe, wie sie sich in der Öffentlichkeit zu kleiden haben. Der Stern sah in der Diskussion über das Burka-Verbot reine „Placebo-Politik“. Und die Süddeutsche Zeitung erkannte in der Burka sogar die „Freiheit, Außenseiter zu sein“.

Und in der Tat: Auf den ersten Blick ist ein Burka-Verbot eine heikle Sache. Es wäre ein erheblicher Eingriff in ein einfaches Persönlichkeitsrecht: sich so zu kleiden, wie man will. Allerdings sind weder Burka noch Niqab, um den es in der deutschen Alltagspraxis vor allem geht, ein reiner Modegag. Sie beanspruchen für sich, Ausdruck einer religiösen Ethik zu sein. Hinter der Gesichtsverschleierung und auch dem Kopftuch, Hidschab, steht eine religiös begründete Vorstellung von Sittlichkeit. Das haben wir zunächst zu akzeptieren.

Damit sind wir jedoch bei der Kernfrage: Wäre es somit tatsächlich ein Eingriff in die Religionsfreiheit, wenn man Burka und Niqab verbieten würde? Und wenn ja: Was folgt daraus?

Auch Religionsfreiheit hat Grenzen

Zunächst sollte klar sein: Nicht jede Handlung ist dadurch legitimiert, dass jemand für sich in Anspruch nimmt, dass sie durch seine Religion geboten ist. Vor so einer sehr großzügigen Auslegung der Religionsfreiheit steht schon das Strafgesetzbuch. Tier- oder gar Menschenopfer zum Beispiel sind unter allen Umständen verboten, was immer irgendeine Religion dazu sagen mag. Auch eine religiöse Lehre, die den Eigentumsbegriff nicht anerkennen würde, käme sehr schnell in Konflikt mit dem Gesetz.

Insofern muss man zur Kenntnis nehmen: Religionsfreiheit ist relativ. Auch die liberalste Gesellschaft zeigt Religionsgemeinschaften Grenzen auf. Es ist nicht alles erlaubt, nur weil es aufgrund einer Religion geboten ist. Bleibt die Frage, welche religiösen Vorschriften durch die Religionsfreiheit gedeckt sind und welche nicht. Vor allem: Wer definiert, was eine religiöse Vorschrift ist?

Kein Fall für den Sachverständigenrat

Machen wir uns nichts vor: Es wäre lächerlich, einen staatlichen Katalog oder eine staatliche Sachverständigenkommission aus Theologen und Religionswissenschaftlern zu haben, die Religionsgemeinschaften vorschreibt, welche ihrer Gebote religiös sind und welche eigentlich nicht. Es gibt hier keinen neutralen oder gar „objektiven“ Standpunkt. Es sind immer die Religionsgemeinschaften selbst, die über ihre Gebote und Verbote entscheiden. Neunmalkluge Auslassungen darüber, dass etwa die Gesichtsverschleierung gar nicht zum ursprünglichen Islam gehöre, gehen am Thema vorbei. Ein religiöses Gebot ist ein religiöses Gebot, weil es die Gläubigen dafür halten. Es gibt keine echten und falschen religiösen Gebote. Wer so argumentiert, hat das Wesen des Religiösen nicht verstanden.

Das bedeutet: Da der Staat nicht entscheiden kann, was als religiöses Gebot zu gelten hat und was nicht, muss er zwangsläufig zwischen gewünschten und unerwünschten religiösen Geboten, Ritualen und Handlungen unterscheiden. Und das wiederum heißt: Absolute Religionsfreiheit gibt es nicht. Sie kann es nicht geben. Wer das Gegenteil behauptet, erteilt einen Freibrief für jede Verletzung unserer Normen, solang sie nur unter dem Fähnchen „Religion“ daher kommt.

Sonderbehandlung für Religionen nicht zeitgemäß

Das Primat der Religionsfreiheit ist ein Anachronismus aus der Zeit der Konfessionskriege. Alle relevanten Rechte, die damit verbunden werden, sind durch andere Grundrechte wie Versammlungs- oder Meinungsfreiheit gedeckt. Für den säkularen Staat gibt es keinen logisch erkennbaren Grund, Religionen Privilegien einzuräumen, die er anderen Weltanschauungen untersagt. 

Dies gilt umso mehr, weil der liberale Verfassungsstaat das Ergebnis der Einschränkung der Religionsfreiheit und ihrer Begrenzung auf die Privatsphäre ist. Der moderne Rechtsstaat wurde gegen die Religionen erkämpft – nicht mit ihrer Hilfe.

Willi Mathes | Sa, 20. August 2016 - 10:24

Recht so, Herr Grau !

Gerade Religionsfreiheit bedarf der Verantwortung.Säkularisierung ist in demokratischen
modernen Staaten essentiell !

Danke

Gruss Willi

Klaus Damert | Sa, 20. August 2016 - 10:28

Volle Zustimmung - leider werden unsere Gutmenschen diesen Beitrag weder lesen noch verstehen (wollen). Damit wird ihnen nämlich das scheinbar unangreifbare Argument Religionsfreiheit aus der Hand geschlagen.

Bernhard Eber | Mo, 22. August 2016 - 16:01

In reply to by Klaus Damert

Anscheinend verorten Sie sich unter Schlechtmenschen. Oder handelt es sich nur um einen automatischen Anti-Gutmenschen-Reflex, der mit dem Thema an sich nichts zu tun hat.

Udo Köhler | Fr, 2. September 2016 - 12:11

In reply to by Klaus Damert

Ebenso wie der Autor haben Sie das Grundproblem, welches zu große Teile unserer Gesellschaft und der von uns so töricht in Ausübung unserer demokratischen Bürgerrechte gewählten Volksvertreter dominiert, richtig erkannt. Unserer Gesellschaft wird mit aller Kraft der medialen Macht vorgegeben, was wir zu tolerieren haben und was nicht. Zugleich werden wir abqualifiziert, wenn wir uns dem medialen Meinungsdiktat widersetzen. Unsere Volksvertreter beschimpfen uns als "Dödel", "Pack" oder gar "Nazi" und zeigen uns öffentlich den Stinkefinger, wenn wir uns der Islamisierung unserer Gesellschaft widersetzen. Die gewährte Freiheit der Vollverschleierung ist aber bereits ein Eingeständnis im Hinblick auf die Islamisierung unserer Gesellschaft. Islamisierung ist zwingend Erhöhung der Religion über den Staat. Wir sind mit der Zulassung von Burka und Niqab auf dem Weg dahin. Deshalb der Apell: Macht das Kreuz an der richtigen Stelle!

Albert Schabert | Sa, 20. August 2016 - 10:52

Ich bin für Religionsfreiheit.Jeder soll glauben was er will.Der Islam könnte schon heute verboten werden,weil erGrundsätze unserer Verfassung missachtet,die Achtung anderer,der "Ungläubigen", sogar deren Tod wird im Koran gefordert,wenn sie in der Überzahl sind.Kein muhammedanscher Geistlicher hat sich bis jetzt davon distanziert.Nach Anschlägen heisst es immer "es hat nichts mit dem Islam zu tun".
Albert Schabert

Herr Schabert, dagegen ist grundsätzlich nichts zu sagen. Aber, der Islam ist viel mehr als nur eine Religion. Man hat den Eindruck, dass das nur wenigen Politikern klar ist.
Er ist sozusagen ein Gesamtsystem, welches den Alltag umfassend bestimmt.
Ein eigener Staat. Wie man als Kanzlerin einer der führenden Industrienationen eine unkontrollierte Einwanderung aus diesem System in dieser Form möglich machen kann, ist für jeden informierten und halbwegs intelligenten Bürger nicht nachvollziehbar. Ein Kontrollverlust, von dem bereits heute berichtet wird, könnte
mittel bis langfristig die Folge sein. Die Gründerin der AfD heißt Angela Merkel.
Sie, und natürlich viele andere Politiker sowie Teile der Presse sind nicht nur für die Gründung, sondern vor allem für ihren bis heute ungebremsten Aufstieg verantwortlich. Immer öfter melden sich nur diese sogenannten Eliten und äußern sich selbstkritisch. Jüngstes Beispiel, Zeit Chefredakteur di Lorenzo.

Harald Böhm | Sa, 20. August 2016 - 10:57

Wie bewertet der Autor Alexander Grau in dem Zusammenhang denn die Beschneidung im frühen Kindesalter?

Wer Nein sagt zur Burka, muss entsprechend auch Nein zur Beschneidung sagen.

Alles andere wäre bloße Heuchelei.

Auch im Islam gibt es die Beschneidung. Diese scheint (noch) essenziel zur Ausübung des Glaubens dazu zu gehören. Muss aber auch nicht.

Burka wird wird viel zu wenig getragen, um sich nur auf diese festzulegen. Die Kleidung ist auch nicht als Vorschrift zu sehen, sondern eine Angelegenheit der freien Entscheidung. Muslima können, sollen aber MÜSSEN nicht die Kleiderordnung im öffentlichen Raum einhalten. Siehe alle muslimischen Länder VOR dem "regime chance."

Sie haben Recht, Herr Böhm, auch die Beschneidung gehört nicht zu den fünf Säulen des Islam, die für jeden gläubigen Moslem verbindlich sind. Wenn man zu den Ursprüngen des Islam zurückgeht, kann man sich gut vorstellen, daß in einer Gesellschaft, in der die Männer wochenlang auf Kamelen auf Handels- oder auch Kriegsrouten unterwegs waren, die Reinigung empfindlicher Körperteile mit Sand - Wasser, weil kostbar, war nur zum Trinken gedacht - absolut ungeeignet war. Da war es schon praktischer, die Vorhaut zu entfernen, um Krankheitserregern den Nährboden zu nehmen. Daß sich diese Vorschrift oder Empfehlung bis in die heutigen Tage erhalten hat, zeigt deutlich, daß der Islam keiner sinnvollen Veränderung zugänglich ist, obwohl eigentlich davon auszugehen ist, daß viele Moslems heutzutage die Möglichkeit sinnvollerer Reinigung (z.B. Dusche) haben. So ist z.B. das Verbot zum Verzehr von Schweinefleisch auch auf die Verhältnisse zurückzuführen, die zu Mohammeds Zeiten herrschten.

So sehr ich die Beschneidung aus ethischen Gründen ablehne, so muss ich dem Verfasser doch widersprechen: Zu Zeiten Mohammeds gab es keinerlei Kenntnisse von "Krankheitserregern". Krankheiten waren, wie bei uns in Europa auch, Strafen Gottes. Die Unsitte der Beschneidung muss andere Ursachen haben.

Gudrun Philipp | Mo, 22. August 2016 - 15:46

In reply to by Roland Hinke

Sie haben sicherlich recht damit, daß es zu Mohammeds Zeiten noch keine Kenntnisse über Krankheitserreger gab. Aber wenn sich unter der Vorhaut Dreck oder ähnliches sammelte, dann war der Weg zu einer Entzündung nicht mehr weit. Und wenn das nicht nur bei einem Mann, sondern bei mehreren Männern passierte, dann entsprach es nicht unbedingt einer großen geistigen Leistung, zu entscheiden, das "Übel", unter dem sich der Dreck sammelte, zu entfernen. Selbst wenn irgendein "Heiliger" mit einem direkten Draht zu einem Gott die Beschneidung empfahl und beschied, so ist der eigentliche Grund die Tatsache, daß auf langer Reise auf dem Kamel diese empfindliche Stelle nicht mit Sand sauber gehalten werden konnte.

So gab es in den Wüstenstädten wie Medina und Mekka keine Kanalisation, auch keine Sickergruben, wo die Exkremente der Menschen und ihre Essenabfälle entsorgt werden konnten. Man warf einfach all das auf die Straßen, und die herumlaufenden Schweine als Allesfresser sorgten für eine gewisse Säuberung. Man kann sich natürlich vorstellen, daß in den Schweinen Trichinen hervorragend gedeihen konnten, und die Menschen nach dem Genuß dieses Fleisches irgendwann dem Tod geweiht waren, so daß ganz schlaue Leute einen Zusammenhang zwischen Genuß dieses Fleisches und dem Tod herstellen konnten. Die Erkenntnis reichte damals nicht weiter, aber heute sollte doch jedem Moslem klar sein, daß bei richtiger Haltung das Schwein als normalerweise sauber geltendes Tier gesund ist und bleibt. Auch an diesem Beispiel zeigt sich wieder die nicht stattgefundene Erneuerung des Islam, der in einer modernen Welt kaum überleben kann (s. auch die Literatur von Hamed Abdel-Samad).

Die Bibel beschreibt, dass die Schweine mit Schoten gefüttert wurden. Allesfresser sind Kühe z.B. auch. Sie fressen die Wäsche von der Leine, wenn man sie lässt.
Nach jüdischer Überlieferung wurden Schweine wegen ihrer Fruchtbarkeit bei den Nachbarvölkern als Götzenbilder gegossen. Deswegen wurden sie für Juden als Speise verboten.

Der Beitrag von Harald Böhm | Sa, 20. August 2016 - 10:57
ist für mich nicht schlüssig. Was hat letztlich Burka mit Beschneidung zu tun? Die Beschneidung ist für mich sogar noch nachvollziehbar (gesundheitliche Aspekte) Jedoch die Burka wird provokativ getragen. Obwohl diese Menschen keinem z. B. Orden angehören und nur (für meine Begriffe ) zur Propaganda getragen werden. Man würde mir es vielleicht nicht verbieten, mit z.B. einem riesen Kreuz auf dem Buckel herumzulaufen, oder einige andere religiöse Zeugnisse präsentieren würde ,aber eingesperrt würde ich sicher werden.

Die Unversehrtheit ist ein unabänderliches Grundrecht. Die Beschneidung ist definitiv eine Körperverletzung die unter Strafrecht steht.
Wo war der Aufschrei als die Mehrheit des Bundestages für die Duldung der Beschneidung stimmte und somit auch gegen das Grundrecht auf Unverletzlichkeit ?

Ulrich Baare | Sa, 20. August 2016 - 11:14

Sehr geehrter Herr Grau,

ich gebe Ihnn im Ergebnis Recht, möchte aber eine etwas anderen Begründung dafür vorschlagen.
Das Problem liegt mMn. nach in einer geistesgeschichtlichen Entwicklung von 'Religion', derer sich die meisten Diskursteilnehmer nicht bewusst sind.
Religion hat sich seit einigen 100 Jahren fundamental gewandelt dadurch, dass aus dem Bereich der Religion die Sphäre des Politischen sich abspaltete. Wir unterscheiden zwischen einem religiösen Bereich und einem politischen - und unsere religiösen Auffassungen z. B. des Christentum, sind entsprechend geordnet. 'Gott ist nicht mehr zuständig für die politisch-gesellschaftliche Ordnung der Bürger'.Nun ist das beim Islams noch nicht geschehen - wir haben es bei vielen Geboten mit einer für uns 'Doppelstruktur' zu tun - religiös und zugleich politisch. Von daher würde ich Gebote wie dasjenige, welches hinter dem Tragen einer Burka steht, als primär politische Anspruch (mit religiös-politischer Begründung) einordnen.

Paul Alexy | Sa, 20. August 2016 - 11:30

Stimme Ihnen voll zu. Ich kann mich nicht des Eindrucks erwähren, daß manche Burka- und Niqabträgerinnen dies nicht nur aus religiösen, sondern auch politisch-kulturell motivierten Gründen tun. Somit ist es die Ablehnung unserer gesellschaftlichen Lebensformen.

Sonja Schmerbach | Sa, 20. August 2016 - 11:32

Es ist bisher nicht nachvollziehbar, wieso eine Burkha oder ein entsprechendes Verschleierungsverbot etwas mit Religionsfreiheit zu tun haben soll. Abgesehen davon, dass der Koran eine solche Kleidervorschrift nicht kennt, sind es ausschließlich Islamisten, Extremisten oder Salafisten, die eine Verschleierung im öffentlichen Raum erzwingen wollen. Und hier sind sich Politik, Behörden und selbst die Funktionäre des Islamverbände doch einig: diese haben mit dem Islam nichts zu tun!
Weshalb glaubt man eigentlich ständig für muslimische Extremisten Extrabrötchen backen zu müssen? Offensichtlich wäre, dass der Staat so regierungsunwillig und -unfähig ist, dass er es lieber wieder mal mit Appeasement gegen Gesellschaftsfeinde versucht. Da ist mir die klare Kante einer AfD aber viel sympathischer.

Werner Klemperer | Sa, 20. August 2016 - 11:40

Das hat mich schon in der DDR gewundert, dass sich die "Gläubigen" immer Extra-Würste braten durften. Letztendlich hat es zu ihrem Untergang geführt ...

Stephan Herget | Sa, 20. August 2016 - 11:41

Er begeht denselben Fehler wie viele Andere, nicht zwischen Religion und Glaube zu unterscheiden.
"Religion" und "Weltanschauung" sind tatsächlich Synonyme. Die Vorstellung, es existiere so etwas wie eine "nicht-religiöse Weltanschauung" ist nicht vernünftig zu belegen - und damit ein Glaube.

Wenn ich Ihre Ausführungen richtig interpretiere, wonach "Religion = Weltanschauung" und "nicht-religiöse Weltanschauung = Glaube" ist, laufen sie unter dem Strich rein logisch darauf hinaus, dass alles, was [weltanschaulich] nicht Religion ist, Glaube ist. Eine ziemlich unorthodoxe Weltsicht, will mir scheinen.

Aber das könnte durchaus meine Schuld sein, weil ich mich vielleicht nicht klar genug ausgedrückt habe.
Lassen wir die Sache einfach auf sich beruhen, wenn Sie einverstanden sind. Diese Art von Diskussionen sind wahrscheinlich ebenso mühsam wie müßig - zumindest auf Cicero.
Es war dumm von mir, überhaupt zu schreiben ...

Wulf Richartz | Sa, 20. August 2016 - 11:55

Es geht mir nicht um Religion oder deren Freiheit.
Ich sehe es als mein persönliche Würde, mein persönliches Recht, mein Sicherheitsgefühl, mein Verständnis von Sitte, Anstand und Höflichkeit jedem/jeder in der Öffentlichkeit ins Gesicht schauen zu können.
Und dieses Recht wird mit Füssen getreten in den Kommentaren o.g. Medien.

Und von wegen nicht häufig; in München vergeht keine Woche, ohne dass mir ein vollverschleierter Mensch über den Weg läuft/gegenübersitzt.

Was die CDU-Innenminister da beschlossen ist nicht nur peinlich lächerlich, sondern auch wieder egoistisch; wieso hat der Beamte Recht auf Gesichtsblick, der Bürger aber nicht?

Diese vermummten, düsteren Gestalten auf den Straßen, deren Gesicht man nicht erkennen kann, sind für jeden Europäer absolut befremdlich und als geduldete Normalität eine Zumutung.

Aber auch rein praktisch verheddert sich unser Innenminister schon jetzt. Er schlägt ein "Teilverbot" der Vollverschleierung im öffentlichen Dienst, vor Gericht und im Straßenverkehr vor. Gleichzeitig ist von ihm zu hören, dass es auf Bahnhöfen und Flughäfen bei der Videoüberwachung eine "Software zur Gesichtserkennung" geben soll ... ???

Das ist nicht nur ihr Recht sondern eine Kategorie, die intra psychisch ganz tief verankert ist. Man weiß mittlerweile aus der Hirnforschung, dass der größte Teil der Synapsen, der Verschaltungen und der Rechenvorgänge im Gehirn dazu verwendet werden, um Mustererkennung sprich hier im speziellen Fall um Gesichtserkennung zu leisten. Hier ist die Hirnleistung jeder Computer Software hoch überlegen. Kam der vor Mensch der Vorzeit an ein Wasserloch war die erste Sekunden schnelle Entscheidung, abzulesen an der der Körperhaltung und am Gesichtsausdruck: Freund oder Feind? Im zweiten Fall stärker oder schwächer als ich? Danach Konfrontation oder Flucht.
Das mag weit hergeholt erscheinen ist es aber nicht. Heute immer noch werden die Einschätzung des ersten Eindrucks Sympathie/Antipathie so geleistet. Deswegen für ist die Konfrontation mit einem Zeitgenossen, der sein Gesicht nicht zeigt so verstörend.
Zu Hause soll jeder machen was er will aber in der Öffentlichkeit: un

Arndt Reichstätter | Sa, 20. August 2016 - 11:56

Ich vermeide jeden Kontakt mit diesem Thema und habe auch diesen Artikel nur zu einem Drittel gelesen.

Ich befürchte, dass ein Burka-Verbot zur Spaltung der Gesellschaft benutzt wird.

Ein Burka-Verbot wäre durch eine deutsche Leitkultur zu rechtfertigen gewesen. Unsere Kultur ist derzeit allerdings so fernab jeder deutschen Leitkultur, dass ich mich totlache, wenn ausgerechnet in diesem Punkt die Sittenwächter für Ordnung sorgen wollen. Oder dass die Vierte Säule der Demokratie aus ihrem Koma erwacht ist, und auf einmal Recht einfordert.

Da halte ich es für wahrscheinlicher, dass die Zentralbanker und der militärisch industrielle Komplex über die ihnen gehörenden Medien von ihren eigenen Handlungen ablenken wollen.

Ich habe nichts mehr dagegen, dass sich muslimische Gemeinden bilden, in denen muslimisches Recht gilt. Hauptsache es werden keine deutschen Frauen gegen ihre Willen gezwungen.

Ich plädiere für politische Dezentralisierung.
Berlin und Karlsruhe hat fertig.

Wolfgang Henning | Mo, 22. August 2016 - 11:48

In reply to by Arndt Reichstätter

Sehr geehrter Herr Reichstätter, Ihre Schicksalsergebenheit kann man auch als Kapitulation vor islamischer Herrschaft verstehen. Es ist praktisch die Aufgabe unseres Rechtssystems und führt zu Parallelgesellschaften, die uns heute schon, in Form krimineller Familienclans, das Leben schwer machen. Nein - dieser Entwicklung muss Einhalt geboten werden!

Arndt Reichstätter | Mo, 22. August 2016 - 15:38

In reply to by Wolfgang Henning

Politische Dezentralisierung (dessen Phase mit dem Brexit und dem Anti-Globalisten Trump bereits begonnen haben könnte) ist nicht nur ein guter Schutz vor islamischer Herrschaft. Sondern auch vor der derzeitigen deutschen gottlosen nihilistischen Herrschaft.

Ich jedenfalls weiß nicht, vor was man mehr Angst haben sollte. Vor einem Zurück zu christlicher Herrschaft; vor einem Vor zu muslimsicher Herrschaft, oder vor einem Weiter-So der kulturmarxistischen Chaos-Herrschaft. Dezentralisierung dagegen stünde als Konzept für jeweilige lokale Vorlieben und den freien Markt als verbindendes, friedens- und wohlstandssicherndes Element.

Herr Reichstätter verdient mit seiner These Zustimmung. Genau genommen ist - für jeden aufmerksamen Beobachter - offensichtlich, daß sich die gesamte staatliche "Ordnung" , die man - jedenfalls in der Vergangenheit - als solche wahrzunehmen glaubte, seit geraumer Zeit in Wohlgefallen auflöst, peu a peu. Alle - ehedem als "konservativ" von der großen Mehrheit der Zivilgesellschaft als Grundkonsens betrachteten "WERTE" sind in Auflösung begriffen. Die internationale Kriminalität hat sich wie eine KRAKE über das Land gelegt, ohne daß dies den meisten bewusst ist. Jeder mit Migrationshintergrund kann sich inzwischen - freudig unterstützt aus dem linken Lager - seine "EIGENEN RECHTE zurechtbasteln u. die sog. öffentliche "Hand" ( inzwischen zum Stumpf verkümmert) wähnt sich "machtlos" und "hilflos". Die organisierte Kriminalität hat das Land - jenseits öffentlichen Bewusstseins - fest in der Hand. Von Wertigkeit sind nur noch wirtschaftl. Interessen, im übrigen herrscht Anarchie.

Peter Bigalk | Sa, 20. August 2016 - 12:13

Ich stimme absolut zu, dass die Sonderbehandlung der Religionen nicht mehr zeitgemäß ist. Wo es hinführt, wenn man den liberalen Verfassungsstaat zu Gunsten von Religionen wieder zurückdreht, sehen wir in der Türkei. Aus meiner Sicht sind alle religiösen Symbole, die der freiheitlich westlichen Welt widersprechen, in der Öffentlichkeit überflüssig.
Das gilt für Kopftuch, Kippa und erst recht Burka genau so, wie für andere weltanschaulichen Symbole, die verfassungsrechtlich bedenklich sind. Die CDU reitet sich mit ihrer hilflosen Verschlimmbesserungspolitik nur tiefer rein und kann bald direkt für die AFD Plakate kleben. Ich fürchte aber, dass nichts passieren wird, da 90% aller Medien nicht begriffen haben dass man zum generellen Schutz der Freiheit auch mal die Freiheit einzelner einschränken muss. Das ganze ist ein typisch deutscher Irrweg in der Tradition deutscher ideologischer Irrwege der letzten Jahrhunderte...

Wolfgang Henning | Mo, 22. August 2016 - 12:10

In reply to by Peter Bigalk

Sehr geehrter Herr Bigalk, ich teile Ihre Befürchtungen, aber es ist kein "typisch deutscher Irrweg". Den Fehler der Verkennung religiös-fundamentalistischer Ansprüche begehen leider die meisten demokratischen europäischen Staaten, ebenso wie viele Staaten außerhalb Europas. Die Gleichsetzung von Kreuz, Kippa o.ä. mit dem Zwang der Islamisten, Burka, Niqab oder Kopftuch zu tragen, ist ebenfalls nicht angebracht.
Die Symbole der übrigen Religionen dokumentieren nicht den Herrschaftsanspruch der Männerwelt. Anders als bei den meisten anderen Religionen führt die Nichteinhaltung der islamistischen Gebote in der muslimischen Community zu Sanktionen nach den Geboten der Scharia.

Hans-Jürgen Schulze | Mo, 22. August 2016 - 17:39

In reply to by Peter Bigalk

HasskomentaHr. Bigalk, Ihre Meinung ist zu 99% auch meine eigene Meinung. Hinzusetzen möchte ich nur noch die Zerrrerissenheit der kompletten Koalition + Grüne + Linke. Das diese Parteien jetzt aus dem Parteiprogramm der AFD doch den einen oder anderen Aspekt als durchaus machbar ansieht, ja natürlich nicht Wort- wörtlich aber den Sinn völlig aktzeptiert, ist ein erster Schritt einer möglichen Akzeptanz des Miteinander. Mit jedem unterlaufenen Fehler bezüglich Flüchtlinge und Integration spielen oben genanten Parteien Stimmen in die AFD ein. Dazu tragen auch die Hasskomentare genanter Spitzenpolitiker zu 75% bei. Scheinbar noch nichts aus den vergangenen Wahlen gelernt. Aber die Nächsten stehen ja bald an und danach? Na wie beim Fussball: " nach dem Spiel ist wie vor dem Spiel".

Ursula Schneider | Sa, 20. August 2016 - 12:31

"Aus meiner Sicht hat eine vollverschleierte Frau in Deutschland kaum eine Chance, sich zu integrieren", so Merkel jüngst zum Thema Burka. Man kann es auch deutlicher ausdrücken: Die Burka steht einer Integration diametral entgegen und macht sie schlicht unmöglich.

Wozu haben unsere schlauen Politiker im Mai eigentlich ein Integrationsgesetz verabschiedet, das u. a. alle Immigranten verpflichtet, sich selbst um Integration zu bemühen? Schließlich will man sie möglichst schnell in Ausbildungs- und Arbeitsverhältnisse bringen. Sind die Burka-Trägerinnen aus Gründen der "Religionsfreiheit" davon ausgenommen? Und wenn nicht, nimmt man dann in Kauf, dass sie wahrscheinlich zu Hause bleiben, wie es ihre Kultur vorsieht, und, statt am öffentlichen Leben teilzunehmen, eine Parallelgesellschaft bilden?

Dorothee Sehrt-Irrek | Sa, 20. August 2016 - 12:51

als nicht nur Religions-kompatibel zeigen, was ein Leichtes war mithilfe von Goethe, Schiller, Nietzsche, Händel, Bach und wie sie alle heissen, sondern geradezu als Fluchtpunkt jeder Religion, die nicht im Gegensatz zur Vernunft stehen will, zur auch mit Kant göttlichen Zu-Ordnung des Himmels und der Erden, und der Freiheit des Menschen, sich seines Verstandes zu bedienen, obwohl er die Frauen hoffentlich aus geringer Erfahrung für nicht reif hielt.
Wenn man so will, hat mich da Frau Kristina Schröder getoppt mit ihrem "Der, die, das Gott".
Das hat mich berührt und ich werde ihr bis zu meinen Grenzen loyal zur Seite stehen.
Ja, der liberale Rechtstaat wurde nicht mit den Religionen erkämpft, aber mit der Liebe Gottes, nur was verstehen Religionen schon davon.
Wie gezeigt?
Nun mit meinen tau-senden Kommentaren.
Tau-send = frei nach Nietzsche, Tau sendend.
Überwiegend jedenfalls...hoffentlich.

Reiner Kraa | Sa, 20. August 2016 - 13:08

Die europäischen Sozialstaaten sind unmittelbar eine Folge der europäischen Aufklärung. Eines ihrer wichtigsten Ergebnisse ist es, nicht die Religionen, aber ihre Funktion als gesellschaftlicher Maßstab abgeschafft und eine strikte Säkularisierung betrieben zu haben. Religionen sind ins Private verbannt und dort sollen sie auch bleiben, sonst droht die Rückkehr zu mittelalterlichen Verhältnissen. Insofern macht es überhaupt keinen Sinn, in Deutschland eine neue Religion samt ihrer Erscheinungsformen etablieren zu wollen. Noch dazu mit so unerträglichen Geburtshelfern wie Gabriel und Stegner. August Bebel würde sich im Grabe umdrehen, wenn der wüsste, was für Versager in seiner SPD herumwursteln.

Johann Kruse | Sa, 20. August 2016 - 13:48

Dass die Linke hier de facto Sexismus, Chauvinismus, Homophobie und Antisemitismus willkommen heißt, solange sie nicht deutsche Protagonisten haben, zeigt nur ihren Grad an geistiger Verirrung. Die Burka ist ein besonders abstoßendes Symbol für die Unterdrückung der Frau, gegen die man hier Jahrzehnte gekämpft hat. Was kommt als nächstes, die "freiwillige" Entfernung der Klitoris 18jähriger Migrantinnen? Natürlich mit guten Ratschlägen der Verwandtschaft. Wer meint, Frauen müssten sich im Gegensatz zu Männern verhüllen, ist hier falsch und nicht willkommen. Er ist frei, in friedliche muslimische Staaten zu "flüchten".

Ich frage mich schon die ganze Zeit, was Menschen mit solchen Sitten und Gebräuchen ausgerechnet in unserer liberalen Gesellschaft wollen?
Es muss doch für sie unerträglich und eine einzige Provokation sein, wie Frauen hier leben. Schließlich gibt es jede Menge islamisch geprägter Staaten, in die sie gehen könnten - allerdings nicht mit so einem komfortablen Sozialsystem.

Eben, Fr. Schneider, das komfortabele Sozialsystem, ohne das vermutlich die meisten "Flüchtlinge" garnicht hier wären. Weswegen in meinen Augen die Frauenverhüllung eine blanke Beleidigung meiner Vorstellung von Freiheit darstellt.

DAS sind - nicht nur aber vor allem - sie LINKEN und die GRÜNEN, die offenbar fest entschlossen sind, jegliche Werteordnung dieser Gesellschaft der anarchischen Beliebigkeit zu opfern.
Das ist aber auch eine Bundeskanzlerin, die - weit mehr (!) - als eine Million (offiziel getürkte Zahl - wie immer) ins Land läßt, OHNE JEDE KONTROLLE und IDENTIFIZIERUNG und REGISTRIERUNG. So etwas hat die Weltgeschichte noch nie gesehen!

Erich Häusle | Sa, 20. August 2016 - 13:51

Wie wahr, wie wahr, Herr Grau! Danke!

Wenn nur endlich die Politik und vor allem die Personen, die in den Höchstgerichten sitzen, das auch endlich erkennen könnten.

Die werden wohl leider noch ein Weilchen dafür brauchen und das erst erkennen, wenn gröbste religiöse Zerwürfnisse in unseren europäischen Ländern vor der Türe stehen, und es möglicher Weise schon zu spät für den Frieden ist.

Gerdi Franke | Sa, 20. August 2016 - 13:51

Religion hat in Deutschland schon immer etwas mit dem Glauben zu tun. Nicht mit Kleidung. Man kann sich nicht mit Schlagworten persönliche Freiheiten erstreiten. Und es wäre gut wieder einen Rechtsstaat zu haben und nicht diese Eierei wegen eines Burka-Verbots oder eines Doppelpasses. Eine Schande für die Politik! So leben wir! Basta!

Romuald Veselic | Sa, 20. August 2016 - 13:51

Hidschab, steht eine religiös begründete Vorstellung von Sittlichkeit. Das haben wir zunächst zu akzeptieren.
Aber müssen wir nicht, weil dies für mein freiheitliches Ansinnen, eine zur Schau getragene Beleidigung bedeutet. Diese blasierte Pruderie, ist eine totalitäre, segregative Provokation, meines Erachtens. Sogar mein Hund reagiert allergisch auf Menschen, die ihr Gesicht verdecken und ein Habitus, wie Tschador/Burka/Niqab anhaben.
Im Hinduismus ist Swastika ein religiöses Symbol.
Das noch kein Hindu in D. darauf gekommen ist, dies aus Glaubensgründen öffentlich zu tragen, wundert mich.
Aus den Reportagen v. E.E. Kisch, weiß ich, wie die Sowjetmacht in Mittelasien, gegen islamische Klerikalgebräuche vorgegangen ist. Danach wagte es keiner, sich zu verschleiern.

Gabriele Bondzio | Sa, 20. August 2016 - 13:55

DE erteilt schon seit Jahren einen Freibrief für Verletzung unserer Normen, die unter dem Schleier der Religion daher kommen. Ich finde es noch empörender als die Burka-Geschichte, dass hier in unserem Lande, Arrangements zwischen blutjungen Mädchen und Männern, die ihre Väter oder Großväter sein könnten, von Eltern erfolgen können(Zwangsheirat/Kinderehe). Mit zunehmender Tendenz. Wendt hat es in meinem Sinne ausgedrückt: "Ob man es religiös oder kulturell begründet, ist einerlei. Es verbirgt sich der schlichte Sachverhalt dahinter, dass sich ältere perverse Männer über junge Mädchen hermachen und sie missbrauchen." Über Tausend so geschlossene Ehen, Dunkelziffer nicht einkalkuliert, gibt es hier in DE. Auch mit der Vollverschleierung pro/kontra, hat sich unsere politische Elite bei ihrer Wahl, einen Witz erlaubt. Es ist das Mindeste, dass bei Behördengängen oder vor Gericht klar ist, wer sich hinter einem Schleier befindet und er hier fallen muss. Alles andere wäre Nonsens.

Ihrem Beitrag Gabriele Bondzio | Sa, 20. August 2016 - 13:55
kann ich so nicht ganz zustimmen. Die Jungen Frauen und möglichst viele Frauen hat sich Mohamed und Konsorten einfallen lassen, um viele Nachkommen erzeugen zu lassen .Was wie bekannt bei älteren Frauen nicht mehr ganz so möglich ist. Es hat sicher einen Lustgewinn wenn ein alter Mann sexuell noch rege sein darf. Aber Sie gleich als pervers zu bezeichnen geht dann doch etwas zu weit. Das in unseren Breitengraden überhaupt eine Burka getragen werden darf widerlegt sich von alleine. Wir bekommen Pässe verpasst auf deren Bildern die Gesichter auch für ein Lesegerät zu erkennen sind.

Gudrun Philipp | Sa, 20. August 2016 - 14:10

Herr Grau, aber es gibt Dinge, die nicht zu den fünf Säulen des Islam gehören. Alles, was mit den fünf Säulen nicht definiert ist, ist angreifbar, weil das Fundament. Aus welchen Erfordernissen heraus die Vollverschleierung entstanden ist, liegt zunächst in den Clangesellschaften Afghanistans begründet und hatte zunächst rein gar nichts mit dem Islam oder Sittlichkeitsempfindungen zu tun. Die Gründe rührten aus sich befehdenten Familienclans heraus, wo junge Mädchen wegen Lösegeldforderungen gestohlen oder sogar umgebracht wurden, um den anderen Clan einen Denkzettel zu verpassen. Um diese Mädchen zu schützen, entwickelte sich die Ganzkörper- incl. Gesichtsverschleierung, die später vielen islamischen Machos bestens in den Kram passte, um die Frau klein und gefügig zu machen. Und dieser Ursprung wurde dann von der Männergesellschaft in ein Gebot der Sittlichkeit gemünzt. Insofern hinkt der Versuch, die Vollverschleierung als islamisches Kleidungsgebot darzustellen.

Gudrun Philipp | Sa, 20. August 2016 - 14:30

Diese in jeder Hinsicht einengende und alles verdeckende Bekleidung entstand aus der Notwendigkeit, die jungen Mädchen in einer gewalttätigen und rechtlosen Clangesellschaft vor Entführung und letztendlich Ermordung zu schützen. Daraus hat sich sukzessive eine Kleidervorschrift entwickelt, die von der Männerwelt mit dem Aspekt der Sittlichkeit versehen wurde. Somit ist die Begründung, daß es sich bei der Vollverschleierung um ein islamisches Gebot handelt, ad absurdum geführt, und ein Verbot tangiert m.E. nicht mit der staatlich postulierten Religionsfreiheit. Das sehen inzwischen Staatsrechtler und Islamwissenschaftler genau so. Mir kommt in all den Debatten, die von Politikern und Medien geführt worden sind, die im deutschen Grundgesetz verankerte Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau viel zu kurz. In einem solchen Kleidergefängnis ist die Frau absolut nicht gleichberechtigt. Zählt die Gleichberechtigung weniger als eine in diesem Fall anfechtbare Religionsfreiheit?

Joachim Walter | Sa, 20. August 2016 - 14:31

Für mich geht es hier nicht um eine Kleidungsfrage, sondern den sichtbaren Ausdruck einer inakzeptablen Geisteshaltung.

Mal abgesehen davon, daß manche von Kindesbeinen gehirngewaschene Frauen tatsächlich freiwillig Kopftuch, Schleier oder "Burkini" tragen, ist das Ganze schlicht und ergreifend, das zur Schau tragen einer Ideologie, welche zum Ziel hat, Frauen das Recht zu einem selbstbestimmten Leben und einer selbstbestimmten Sexualität vorzuenthalten.

Was anderes ist es denn, wenn schon kleinen muslimischen Mädchen verboten wird eine Banane zu essen, weil sie dies an einen Phallus erinnern könnte?

Wollen wir wirklich in einer Gesellschaft leben, die solch eine Geisteshaltung toleriert?

Oder wollen wir uns vielleicht endlich einmal dazu bequemen ein deutliches Stopschild zu setzen, daß wir uns unsere mühsam erkämpfte Freiheit der Aufklärung und der freien Entfaltung der Persönlichkeit - gerade auch für Frauen - nicht zurückdrehen lassen wollen.

Ich stimme ihnen zu, dass die Burka der sichtbare Ausdruck einer für uns inakzeptablen Geisteshaltung ist.

Die Burka soll nach außen zeigen, dass die Burkaträgerin mit Dritten keinen Kontakt aufnehmen und mit diesen in irgendeiner Art verbal oder nonverbal kommunizieren will. Dies ist aber die Grundvoraussetzung für Integration, z.B. in die deutsche Gesellschaft. Die Burka ist somit auch ein klares Symbol dafür, dass die Trägerin in keinster Weise gewillt ist, sich integrieren zu wollen. Diesem Wunsch sollte entsprochen werden - sofortige Abschiebung in muslimische Länder, die das Tragen der Burka befürworten, sollte sich die Burkaträgerin weigern, die Burka abzunehmen.

Es wäre daher auch ein deutliches Zeichen der Politik gewesen, dass Integrationsunwillige hierzulande nicht geduldet und auch nicht alimentiert werden.

Georg Dallmann | Sa, 20. August 2016 - 14:34

Die ganze SCHEINDISKUSSION um Kaiser`s Bart ist unerträglich!
Das TRAGEN einer BURKA hat rein gar nichts mit Religionsfreiheit zu tun! Abgesehen davon, daß auch die Religionsfreiheit ihre GRENZEN hat.
Die BURKA ist DAS SYMBOL schlechthin für die UNTERDRÜCKUNG, ENTRECHTUNG und ERNIEDRIGUNG der FRAU in muslimisch geprägten Gesellschaften.
Das IST so, das WAR so und das wird auch IMMER so BLEIBEN.
Das ganze Scheindebattengedöns ist nichts als ein Schattenboxen ohne tieferen Sinn.
Sogar die LINKEN, die ansonsten sich immer so vehement für FrauenRECHTE "engagieren", stellen sich jetzt vor die Burka. Da wird den Frauen, die 100 Jahre für Gleichberechtigung und Selbstbestimmung gekämpft haben, geradezu ins Gesicht geschlagen. PENG!
Nur weil - angeblich - von den "Rechtspopulisten und Konservativen" die BURKA - zu Recht - abgelehnt wird, sind die LINKEN dafür, quasi ein konterrevolutionärer REFLEX aus kindlich-romantischem TROTZ.
Das GG ist mit der BURKA nicht vereinbar!

Ich bin übrigens gespannt, wie das mit der Verschleierung ganz allgemein hier im Osten aufgenommen wird.
Die Nah-östlichen Damen fallen hier ziemlich auf, weil - ich hoffe ich darf das sagen - die östlichen Damen gerne möglichst frei herumlaufen.
Das Körpergefühl der Frauen scheint hier intakt zu sein.
Gut so, es vermittelt so eine Menge Kraft.
Und angesicht einer verschleierten Frau sehe ich vor allem eines in den Augen der Frauen hier, höfliches Unverständnis, wie gesagt höflich und fast nicht zu bemerken.
Bewahrt es Euch.
Da gibt es nichts zu verstehen.

...und allem dazwischen ist nur eines: UNERTRÄGLICHE PROVOKATION!!!! Ich kann die Haltung unserer Politikerinnen dazu nicht verstehen!!! Verraten sie nicht eine geradezu schockierende Unkenntnis (ausgenommen Kristina Schröder)? Deprimierend, wie sollen die Bürger(innen) da noch Vertrauen haben? Da kann man nur aus vollem Herzen protestieren.

Wolfgang Henning | Sa, 20. August 2016 - 14:43

Die Politiker der etablierten Parteien und die mit ihnen verbündeten Medien, vollziehen wieder einen Eiertanz. Ja, es gibt auch die "Neunmalklugen", die erklären, die Totalverschleierung habe nichts mit dem Islam zu tun. Tatsache ist aber, dass sich die Mehrheit der Muslime auf den Koran beruft, in dem geschrieben steht, dass sich die Frau "bedecken" soll. Es wird nicht vorgeschrieben, wie sie sich bedecken soll. Die europäischen Frauen laufen auch nicht nackt durch die Straßen. Hintergrund ist, dass der Religionsstifter Mohamed miterleben musste, wie seine Kriegskumpane Begehrlichkeiten gegenüber seiner minderjährigen Frau entwickelten. Deshalb musste sie sich verhüllen, und das wurde als Gebot in den Koran aufgenommen. Männer aller nachfolgenden Generationen in der islamischen Welt haben dies gern angenommen und den Frauen eingeredet, dass sie so gegen die männliche Sexsucht geschützt seien. Seither werden viele muslimische Frauen gezwungen, Burka, Niqab oder Kopftuch zu tragen.

Wolfgang Henning | Sa, 20. August 2016 - 15:14

Es ist schlimm genug, dass die muslimischen Frauen den jahrhundertelangen Zwang zwischenzeitlich verinnerlicht und schließlich als "freiwillige" Entscheidung angenommen haben, aber müssen die Andersgläubigen oder Ungläubigen in der übrigen aufgeklärten und säkularen Welt dies ebenfalls tun?
Wo bleiben unsere Feministinnen, die sich doch sonst so vehement gegen jede männliche Bevormundung zur Wehr setzen?
In der ersten "Berliner Erklärung der CDU-Innenminister" war u.a. die Rede vom Burka-Verbot im öffentlichen Dienst, in Schulen und Kita, der Justiz und schließlich auch im Straßenverkehr. Toll - also muss sich die muslimische Frau nur zu Hause verschleiern, denn auch Fußgängerinnen gehören zum öffentlichen Straßenverkehr.
Fakt ist, in unserem Kulturkreis zeigt man sein Gesicht, und das kann von muslimischen Frauen ebenso erwartet werden, wie wir uns in islamischen Ländern an deren Kultur orientieren müssen.
Die Ausübung u. Freiheit der Religion wird dadurch nicht beeinträchtigt

peter hauser | Sa, 20. August 2016 - 15:33

Es doch ideotisch zu glauben, daß "Verschleieung" Zukunft hätte,
Toleranz und Ignoranz in Verhüllung der Identität...abgesehen von Karnevall und sonstigen Events ist aber Machtanspruch !

Wie dumm muß eigentlich eine aufgeklärte Gesellschaft sein, um sich so idiotisch zu verhalten ?
Toleranz ist wertvoll, aber ohnmächtig in Erkenntnis von Sachverhalten, denen sie sich im Mißverständniß unterortnen, und ihre Kinder verführen.

peter hauser | Sa, 20. August 2016 - 15:53

<Tier- oder gar (Menschenopfer) zum Beispiel sind unter allen Umständen verboten, was immer irgendeine Religion dazu sagen mag.> ......Blödsinn.

Juden und Muslime dürfen aber immer noch "killen" gemäß ihres archaischen Glaubens. (Koscher, hallal und so fort)

Die Macht dieser Lobyisten ist nicht unterzubewehrten, wenn auch historisch gerade für uns Deutsche historisch belaßtet und nachzuvollziehen.

Man sollte sich bewußt sein, Kontrolle ist Anspruch zu herrschen.

Aufklärung tut Not.

Ruth Falk | Di, 23. August 2016 - 15:54

In reply to by peter hauser

..essen Sie die Tiere lebend wie die Hyänen? Natürlich nicht, also muss Ihr Steak auch "gekillt" warden, wie ist eigentlich egal. Aber nur, weil Schächten anders ist, muss man es nicht als killen bezeichnen, es ist genauso gruselig.
Ich bin daher Vegetarier und esse nichts, was mich angucken kann.

peter hauser | Mi, 24. August 2016 - 02:22

In reply to by Ruth Falk

Nur so nebenbei, ich bin seit 40 jahren Vegetarier und wurde oft belächelnd heftig kritisiert. Für mich war das Töten von Tieren vielleicht deshalb ein "Killen", was hart kingt, aber nur eine krasser Erinnerung geschuldet, an all die mir damals gemachten "Vorwürfe", die heute undenkbar sind.
Schächten, sie sollten sich einmal Videoaufnahmen davon anschauen, ist ein barbarisches Ritual ohne sinnvolle Grundlage, völlig archaisch ohne........

Bianca Risch | Sa, 20. August 2016 - 16:04

Prima, ich hoffe den Frauen in Europa werden die Vorteile der Burka bald bewußt ! Kein Möglichkeit der Überwachung durch Video-Kameras, über Blitzer kann man nur noch schmunzeln und bei schlechtem Wetter oder Sonne ist man vollständig vor Sonnenbrand geschützt. Am Montag werde ich mit meinem neuen Gewand bei der Gemeinde-Verwaltung vorsprechen, ich muss meinen Paß verlängern. ( Ironie aus )

Rudolf Stein | Sa, 20. August 2016 - 18:40

Um es ganz klar zusagen: es geht bei den KleidungsträgerInnen nicht um die Inanspruchnahme eines religiösen Glaubens, sondern um die Freiheit, den nicht-so-Gekleideten klar zu machen, dass sie keine vollwertigen Menschen sind, dass sie Menschen sind, auf die die Hölle wartet und die als Sklaven dazu verdammt sind, für die korrekt Gekleideten zu arbeiten, damit diese ihr Auserwähltsein ausleben können.

und islamische Frauen tun gut daran, uns vom Gegenteil zu überzeugen.
Es gibt nämlich evtl. eine Unsitte unter sich gerne dem Mann unterwerfenden Frauen, nämlich die, ihre Männer anzustiften, gegen sogenannte "lose Frauen" vorzugehen, übrigens auch in Form von Vergewaltigungen, könnte ich mir denken, Hauptsache sie werden erniedrigt.
Als ob Hass gegen freie Frauen vor allem von Männern käme.
Die schauen nur gerne.
Tut das und ändert Euch, indem Ihr Freiheit und Schönheit erblickt.
Wäre immerhin eine Chance für diese Form des Islam, die sich Religion nennt;)
Aber jetzt mal ganz im Ernst, Herr Stein, diese Frauen finden sich schön und "bedienungswürdig"?
In welchem Himmel?
Nur damit Frau weiss, wo sie rechtzeitig abbiegen muss:)

Bernd Fischer | Sa, 20. August 2016 - 18:53

Na sicher ist Religion eine Privatsache.Alles was aus der Privatheit zum Beispiel der Wohnungen..der Kirchen...der Moscheen oder sonstigen Sekten wie die der Zeugen Jehovas mit Agressivität in die Öffentlichkeit getragen wird, ist eine gefährliche Belästigung, (wenn nicht sogar mehr ) anderer.Der sogenannte moderne Staat treibt aber die Kirchensteuer ein, und macht sich zum Büttel.Und als Krönung werden die Pastoren, oder wie immer die sich benennen, von Steuern ( der Nichtgläubigen ) seitens der Regierung bezahlt.Ja, die Erhebung von Kirchensteuer ist ein Unding. Nicht erst seit dem Prunk Bischof Elst kommen viele Gläubige ins Grübeln ... und treten aus der Institution Kirche aus. Sie dürfen auch so Christen sein. Gut, dass heute niemand mehr den Tod auf dem Scheiterhaufen befürchten muss, der die Kirche kritisiert oder sich abwendet. Es sei hier an den Reformator Jan Hus erinnert, der 1415 in Konstanz beim Konzil wegen seiner Kritik verbrecherisch hingerichtet wurde.

Christa Wallau | Sa, 20. August 2016 - 18:58

In einem demokratischen Rechtsstaat, der sich ueber bestimmte Prinzipien definiert - allgemeine Menschenrechte , spezielle Freiheitsrechte und Neutralitaet - kann es keine a b s o l u t e Religionsfreiheit geben.
Von daher ist immer sorgfaeltig abzuwaegen, ob religioes motivierte Handlungsweisen wie das Burkatragen oder auch z.B. das Schaechten von Tieren und das Beschneiden von Jungen noch mit den fuer alle Buerger eines Staates vorgeschriebenen Gesetzen zu vereinbaren ist.
Christlichen Sektenmitgliedern wird z.B. - vollkommen zu recht - verboten, ihre Kinder zu schlagen, obwohl dies zu den Ueberzeugungen der Sektenmitglieder gehoert.
Also sollten Beschneidung, Burka-Tragen und Schaechten in Deutschland auch grundsaetzlich verboten werden. Wer damit auf Grund seiner Religion ein Problem hat, kann ja in ein anderes Land ziehen. Ohne wenn und aber.

Benno Pluder | Sa, 20. August 2016 - 19:10

"Für den säkularen Staat gibt es keinen logisch erkennbaren Grund, Religionen Privilegien einzuräumen, die er anderen Weltanschauungen untersagt."
Sehr geehrter Herr Grau,
sie waren schon oft und werden es auch mit diesem Beitrag bleiben: Ein Rufer in der Wüste.
Da hilft es auch nicht, wenn ich mitrufe. Zu groß ist die Ödnis der politischen Anbiederei der Verantwortlichen in diesem, unserem Land.
Wir wehren nicht mehr den Anfängen, sondern verwinden uns in völlig falsch verstandener "pc" zu Tode.

Es gibt eine Partei, sehr geehrter Herr Plunder, die sich auf vielen Gebieten zum Sprachrohr der "Rufer in der Wüste" entwickelt hat, nämlich die ALTERNATIVE FÜR DEUTSCHLAND.
Selbst wenn man mit einzelnen "Rufern" in dieser Partei nicht konform geht und sie als Personen ablehnt, sollte man die Chance nützen, mithilfe der AfD eine Bresche für die VERNUNFT in die Macchia der political correctness zu schlagen. J e d e r Wähler dieser Partei trägt dazu bei, den bestehenden Meinungsfilz zu durchlöchern und die "Altpolitiker" in ihren betonierten Meinungen zu verunsichern.
Ich kann alle Foristen nur immer wieder dazu ermuntern, über diese
wichtige Konsequenz nachzudenken.
Mit freundlichen Grüßen
C. Wallau

Jede Stimme für die AfD in den kommenden Wahlen ist eine gegen das Kaffee-Kränzchen-Triumvirat Springer, Mohn (Bertelsmann-Konzern) und Merkel und deren Einfluss auf Deutschlands Gegenwart und Zukunft. Genüßlich wird jeder Anflug von Meinungsunterschieden bei Politikern der AfD aufgeblasen, in der Hoffnung, die Ausbreitung des frischen Windes zu verhindern, den politische Neulinge entfacht haben. So ist nicht nur eine ungeliebte Kanzler-Person das Problem dieser Partei, sondern diese CDU selbst. Partielle Widerstandsäussserungen von Bosbach, Steinbach, Lengsfeld oder Spahn haben eben nicht ausgereicht, glaubhaft zu machen, dass in diesem sich Volkspartei nennenden Gremium wieder Kräfte Einfluss gewonnen haben, die zu aller erst die Interessen der deutschen Bevölkerung verfolgen werden, vom Ansehen Deutschlands bei seinen Nachbarstaaten ganz zu schweigen.

Denis Richter | So, 21. August 2016 - 01:33

Ich stimme in dem Punkt überein, dass es nicht Aufgabe des Staates ist, zu definieren was Religiöse Gebote und Verbote sind und was nicht. Der Satz "das hat nix mit dem Islam zu tun", ist somit völlig Sinnfrei. Und ich stimme den Autor ebenfalls darin überein, dass es nur Aufgabe des Staates sein kann, den Religionsgemeinschaften vorzuschreiben, wo die Grenzen des Vertretbaren sind und wo sie überschritten werden. Jedoch stellt sich diese Frage wohl erst, seit in größerer Zahl Muslime in unseren Landen leben und die damit einhergehenden kulturellen Grundlagen, auf der unsere und die Gesellschaft der Einwanderer fußt, immer öfter zu Tage treten. Grade jetzt muss der Staat sich beweisen, dass unser westlich-liberales Gesellschaftsmodell nicht in Frage gestellt werden darf. Es ist das Fundament auf dem die gesamte Gesellschaftsstruktur fußt!

Robert Müller | So, 21. August 2016 - 06:02

Als ich das Thema vor einigen Tagen hier Ansprach wurde mein posting zensiert. Schön das es angesprochen wird und vielleicht geht dieses posting durch. Religionsfreiheit wurde in Deutschland nach WW2 für die christlichen Religionen geschaffen. Keine Ahnung ob man nach Auschwitz auch mit jüdischen Gemeinden in DE gerechnet hat. Ergebnis waren z.B. konfessionelle Schulen. Man denke nur, wenn hierzulande Salafisten Schulen betreiben würden. Die nach dem WW2 erstellten Grundlagen dieses Staates passen nicht mehr auf die Realität. Deutschland ist kein homogener Staat mehr wie 1945, sondern ein Multikulti-Staat und darauf müssten unsere Gesetze ausgerichtet sein. Frankreich hat z.B. das Problem, dass der Laizismus von großen Teilen der Menschen in FR nicht akzeptiert wird. Das heißt auch in FR stimmen die staatlichen Strukturen nicht mehr mit der Realität überein. DE und auch FR sind heute Einwanderländer und wir gehen in Richtung Libanon. Dort ist das Ergebnis ein versagender Staat.

Reinhard Oldemeier | So, 21. August 2016 - 09:14

Unsere Gesllschaft befindet sich auf einem Schlingerkurs zwischen Genderwahnsinn und religiösem Wahnwitz. Wenn man durch die Innenstadt läuft wie Hui-Buh das Nachtgespenst, wie sollte man die Person ansprechen? Darf man Sie überhaupt ansprechen gerade in Gefahrensituationen ? Solche Fragen sollte man sich gerade als Mitarbeiter im öffentlichen Dienst stellen. Denn meistens will dieser Personenkreis garnicht angesprochen werden.
Das gefährliche dabei ist, die Politiker aller Schattierungen unterstützen dieses bunte Treiben. Unser Staat macht sich beliebig. Es werden keine Regeln aufgestellt! Unsere Werte werden dem Multiklti geopfert. Muslimische Beamte pochen auf Ihr Recht auf das Kopftuch. Selbst die Türkei hat bisher darauf bestanden, dass es in Amtsstuben keine religiösen Bekenntnisse gab. Unser Staat lässt sich von einer religiösen Minderheit über den Tisch ziehen. Obwohl Relgion eine Privatsache ist. Das sollte sich der Souverän nicht gefallen lassen!

Harro Meyer | So, 21. August 2016 - 13:28

Man muss sich eben damit abfinden, spätestens mit der französischen Revolution ist das verbriefte Recht der Religion und damit Gottes, das menschliche Verhalten zu dominieren, verloren gegangen. Das fällt vielen schwer, vor allen denen, die davon ganz gut gelebt haben. Und auch denen, denen es in den Kram passte, mit losen, aber eindrucksvollen Versprechungen ihr Schäfchen ins Trockene zu bringen. Eine wahrlich gute Idee, die menschliche Psyche in das Verhalten des Menschen mit einzubeziehen. Daraus auch politischen Nutzen zu ziehen, misslang dem Adolf Hitler allerdings wegen der neidischen Konkurrenz.
Lesen sie: Friedr. Heer "Der Glaube des Adolf Hitler". Unsere Probleme sind eigentlich nur eine Fortsetzung der großen Weltkriege mit anderen Mitteln, wobei die menschliche Psyche zum dominierenden Teilnehmer geworden ist. Da wird das Versagen der Religion für die Kirchen zum Bummerang.

Rainer Möller | So, 21. August 2016 - 15:02

Selbstverständlich habe alle Grundrechte ihre Grenzen. Dazu gibt es aber eine ausgefeilte Rechtsdogmatik: Grundrechte nicht beliebig eingeschränkt werden, sondern nur durch andere Grundrechte. Und dabei dürfen sie nicht in ihrem Wesenskern angetastet werden.
Daraus ergibt sich z.B. das Recht auf Kriegsdienstverweigerung aus Gewissensgründen. Religion geht eben zwangsläufig über das hinaus, was man im stillen Kämmerlein oder wochenends im Gottesdienst tut. Und der Versuch, Religion auf die bloße "Kultausübung" einzuschränken, ist nur im Kommunismus realisiert worden - nicht einmal das laizistische Frankreich hat sich so weit raushängen wollen.

Dimitri Gales | So, 21. August 2016 - 20:53

Ich meine, jeder soll glauben, was er will, und wenn der Glaubensinhalt noch so absurd ist. Das Wesentliche dabei ist: der Gläubige darf anderen seinen Glauben nicht aufzwingen, oder versuchen zu missionieren, als alleinigen Universalglauben zu propagieren. Nicht umsonst verlangen Firmen von neuen Mitarbeitern eine schriftliche Erklärung, dass sie nicht Mitglied einer missionierenden Menschenfänger-Sekte sind.
Ausserdem: versuchen Sie einmal, in einem arabischen Land, etwa Ägypten oder Saudi-Arabien sich als gläubiger Christ erkennen zu geben. Erfahrungsberichte dazu sind genügend bekannt. Weshalb sollte also Europa alles mögliche in dieser Beziehung tolerieren?

Cornelius Angermann | Mo, 22. August 2016 - 10:14

Unser Problem mit der Religionsfreiheit, die im Wesentlichen durch die Konfrontation mit dem Islam in die Diskussion kam, ist die fehlende Einordnung ihrer Relation zu den übrigen Bestimmungen unseres Grundgesetzes. Der Toleranzwahn und die von unserer Politik wie eine Monstranz propagierte "offene" Gesellschaft haben der Religionsfreiheit eine Art Jokereigenschaft zugeordnet, mit der alles und jedes abgebügelt werden kann, selbst noch so berechtigte Einwände und Grenzziehungen.

Völlig unberücksichtigt, jedenfalls politikseitig, bleibt stets der Aspekt, dass der Islam eben nicht nur eine Religion ist, sondern eine Gesellschaftsordnung, die wesentliche Aspekte des täglichen Lebens genauso regelt wie die Rechtsprechung (Scharia). Wer also den Islam als Religion unter den Schutz der Religionsfreiheit stellt, ignoriert diesen Aspekt, der angesichts der Tatsache, dass der Islam in vielen Dingen unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung widerstrebt, sehr kritisch ist!

Wenn LINKE & GRÜNE in "trauter Einigkeit" sich vor die BURKA stellen, um diese zu "verteidigen", zeigt das mehr als deutlich, daß das links-marxistische Lager jeden KOMPASS verloren hat und offensichtlich vollkommen orientierungslos auf hoher See dahin treibt.......kurz vor dem BERMUDA-Dreieck!;-)
Gerade diejenigen, die sonst so vehement für Frauenrechte unter jedem Aspekt irdischen Daseins kämpfen, "kämpfen nun im Namen - angeblicher - "TOLERANZ für das genaue Gegenteil!
Das ist - nicht nur - ein Fall für Sigmund FREUD (der gewiß keine "Freude" dran hätte), sondern auch ein ANGRIFF auf unser Grundgesetz und die in selbigem verfassten WERTE, im Sinne einer marxistisch-anarchistisch-nihilistischen "Gleichschaltung" von allem und jedem, auf eine gesellschaftliche Spaltung abzielend. Dazu paßt auch, daß jedem Erdenbürger, der - bedauerlicherweise - in einem Land zweifelhafter politischer Stabilität oder in Armut lebt, das MenschenRECHT auf MIGRATION in die BRD zuerkannt wird.

Jacqueline Gafner | Mo, 22. August 2016 - 11:15

und die Frage stellen, wodurch sich denn eine Religion von andern Weltanschauungen bzw. Ideologien konkret unterscheidet? Den Anhänger/innen einer Religion würde dazu bestimmt eine ganze Reihe spezifischer Argumente einfallen, nur dürften die zur Hauptsache auf dem Boden eben dieser Religion gewachsen sein, womit sich die Schlange, bildlich gesprochen, in den Schwanz beisst. Darüber zu diskutieren macht somit nicht allzu viel Sinn. Zielführender scheint mir da schon die Überlegung zu sein, dass es (in Demokratien westlichen Zuschnitts) der säkulare Staat ist, der seinen Bürger/innen (bzw. der Bevölkerung auf seinem Staatsgebiet) die Religionsfreiheit zusichert, analog allen andern Freiheitsrechten. Zu behaupten, dass die Eigentumsfreiheit, die Versammlungsfreiheit, die Handels- und Gewerbefreiheit etc. im Verhältnis zwischen Staat und Bürger/in eine unbeschränkte sei, dürfte nun kaum jemandem einfallen, da offenkundig nicht so. Weshalb sollte das bei der Religionsfreiheit anders sein?

Barbara Schmit | Mo, 22. August 2016 - 13:14

"Julius Cesar" sagen: "If you are in Rome, do as the Romans do"
So hielt man es vor 2400 Jahren, so sollte man es auch heute halten. Wir sind und bleiben Menschen, die anderen Menschen in die Augen sehen wollen, wenn sie kommunizieren.

Maik Harms | Mo, 22. August 2016 - 14:10

Nicht nur die Religionsfreiheit ist ein Anachronismus, Religion selbst ist es. Religion als Welterklärung, als moralische Richtschnur und gesellschaftsordnende Kraft wurde (im Westen) abgelöst durch die Wissenschaften, durch den Pluralismus/Demokratie/Rechtstaat und durch die kapitalistische Wirtschaft. Alles unvollkommene Strukturen, aber sehr wirksam.

Religion hingegen basiert auf "heißer Luft" und war, da im ausschließenden Plural verschiedener Glaubenssysteme/-gemeinschaften daherkommend, die größte Ursache von Konflikten und Gewalt. Die Eingrenzung der Religion auf das Private - ebenfalls nur unvollkommen gelungen - ist einer der wertvollsten zivilisatorischen Fortschritte.

Übrigens: Zweitgrößte "Religionsgruppe" in Deutschland nach den Christen sind: die Atheisten. Werden leider immer vergessen.

helmut armbruster | Mo, 22. August 2016 - 14:20

keine Freiheit kann grenzenlos sein. Die Grenzen sind immer dort wo die Freiheiten des anderen tangiert werden. Das gilt auch für die Religionsfreiheit.
Wenn ich etwas öffentlich zur Schau stelle - aus religiösen oder sonstigen Gründen - was andere irritieren kann, dann provoziere ich und missachte die Freiheit des anderen.
Mit ein bisschen Einfühlungsvermögen, mit Takt- und Feingefühl, wäre das nicht nötig.

Gerhard Hellriegel | Mo, 22. August 2016 - 14:26

Ist die Burka mit dem Grundgesetz vereinbar? Ja. Grundlage ist die freie Entfaltung der Person. Wäre die Gesichtsverhüllung grundgesetzwidrig, dann bedürfte es nicht eines speziellen Vermummungsverbots bei Demos. Eine Begründung, warum man eine Burka trägt, ist belanglos. Aber es gibt Regeln der sozialen Interaktion unterhalb der Rechtsebene - und da stellt die Burka eine Störung dar. Diese Regeln beruhen auf dem Grundsatz der Gleichwertigkeit, der "Augenhöhe". Beispiel: wenn Sie nicht mit mir reden, dann muss auch ich nicht mit Ihnen reden. Wenn Sie eine andere Sprache sprechen als ich, dann können wir uns - auf dieser Ebene - eben nicht verständigen. Grundgesetz hin oder her. Die Störung beruht zum Einen darauf, dass die Person nicht zu identifizieren ist, zum Anderen, dass sie sich damit in eine privilegierte Position bringt - sie erkennt mich, ich sie aber nicht. Darauf muss man aber nicht mit rechtlichen Verboten, sondern mit sozialer Sanktion reagieren.

Hans Jürgen Eggerss | Mo, 22. August 2016 - 14:31

Ein Aspekt wurde bisher m.E. nicht berücksichtigt, nämlich die Botschaft, die Deutschland durch ein Burkaverbot in viele muslimischen Länder, in denen die Burka getragen wird, aussenden würde, nämlich die einer gegen diese Länder gerichteten Diskriminierung. Und der daraus resultierende Schaden für viele Hotels und Einzelhändler usw. insbesondere im süddeutschen Raum, die sich über die gut zahlenden Araber freuen. Und dies für ein Fetzen Stoff im Gesicht weniger Frauen! Und wollen wir dann die Burkaträgerinnen bestrafen? Mit welchen Beträgen? Hat unsere Polizei nichts besseres zu tun, als sich um diese znichtigkeiten zu kümmern? Hier im Tessin herrscht zum Unwillen aller Einzelhändler und Hotelwirte als Ergebnis eines Referendums ein Burkaverbot. Und in Lugano, das am meisten darunter leiden würde, erhalten Burkaträgerinnen nur eine "Verwarnung".
Solange das Burkatragen auf wenige Touristen beschränkt ist, reichen die von unserem Innenminister vorgeschlagenen Massnahmen aus!

Bernd Fischer | Mo, 22. August 2016 - 19:20

In reply to by Hans Jürgen Eggerss

Wenn ich im süddeutschen Raum oder im Tessin ein Geschäftsmann wäre , so würde ich mich auch aufregen wenn man mir die "Geschäftsgrundlage" des Profits entziehen würde.

Aber wie so immer hat ja jeder Mensch ( nachgewiesen) eine offizielle Meinung , eine die mir kein Schaden im Geschäftlichen... oder in meiner elitären Gesellschaft in der ich mich tagtäglich befinde , nicht zufügt.

Dummerweise haben diese Leute aber, trotz alledem, eine wirkliche private Meinung diese aber ( in Selbstzensur ) unterdrücken auf dem Altar des Mainstream opfern.

Hans Grieder | Mo, 22. August 2016 - 23:19

In reply to by Hans Jürgen Eggerss

Das Tessin, in dem sie Herr Eggerss anscheinend leben, tickt sowieso ganz anders als der Rest der Welt. Hier im Tessin ist gleichzeitig mit dem Verbot der Burka auch gleich noch das Littering, das wilde Plakatieren, Grafittieren, urinieren ausserhalb der Toiletten, Vernachlässigung von Fassaden und obsoleten Gebäuden, nächtlicher Radau und eben das Tragen von gesichtsverhüllenden Materialien.
Meine Empfehlung an alle DE-Touristen: spucken sie niemals auf den Boden, Kaugummis besser runterschlucken als ausspucken, pissen sie nie in eine dunkle Ecke und singen sie keine Lieder auf dem Nachhauseweg. 500 Franken erwarten denjenigen. Gegebenenfalls kann es auch der Höchstbetrag von 10'000 Fränklis sein. Das Tessin ist auf dem besten Weg ein neues Singapur zu werden. Ja und? Weiter so! Wir wollen keine zweite Sonnenstrasse werden. Kein Duisburg wo sich die Polizei nicht hin traut. Nun zu ihrer Frage: Hat die Polizei nichts besseres zu tun?
Nein hat sie nicht!

Klaus Schmalenbach | Mo, 22. August 2016 - 14:36

Verschleierung, was auch immer. Denke gerade mal so darüber nach, was wohl passiert, wenn ich jetzt als nicht religiöser Mensch mich dermaßen verkleide und in der Öffentlickeit auftrete. Mich trifft dann wohl die ganze Härte des Gesetzes gemäß Vermummungsverbot etc. Wo käme man denn auch hin, wenn jeder Dahergelaufene aus dem Stamme des Packs sich mal so einfach was herausnimmt!

Frank Mußhoff | Mo, 22. August 2016 - 14:49

Sehr verehrter Herr Grau,
das Tragen einer Verschleierung, welcher Form auch immer ist kein religiöser Ausdruck. Es findet sich dazu auch keine Angabe im Koran, die einen Niqab oder eine Burka fordern würde. Es ist ein kulturelles Statement, welches die Unterwerfung der Frau unter dem Mann symbolisiert. Es geht hier also um die Gleichberechtigung der Frau die eben durch die Verschleierung negiert wird. Wenn wir diese Herabwürdigung der Frau mit unserem GG §1 vereinbar sehen, dann möge es so sein. Ich sehe das anders. Der Islam ist eine Ideologie, die nun einmal das gesamte gesellschaftliche Leben, Politik und Staat nebst Religion umfasst. Insofern fällt vieles, was der Islam für sich beansprucht eben nicht unter die Religionsfreiheit. Der Islam selbst ist übrigens das genaue Gegenteil dessen, was wir als Freiheit und Gleichheit empfinden.
Das Verbot des Tragens einer Verschleierung ist somit maximal eine Symptombehandlung, löst aber keineswegs das Problem "Islam".
MfG
F. Mußhoff

Reiner Bergmann | Sa, 3. September 2016 - 21:32

In reply to by Frank Mußhoff

Herr Mußhoff, 100% Zustimmung für Ihren Kommentar.
Der Islam selbst ist übrigens das genaue Gegenteil dessen, was wir als Freiheit und Gleichheit empfinden. Der Islam ist eine Ideologie, die nun einmal das gesamte gesellschaftliche Leben, Politik und Staat nebst Religion umfasst. Insofern fällt vieles, was der Islam für sich beansprucht eben nicht unter die Religionsfreiheit.
Also, lasst uns den Islam verbieten. Wenn die etablierten Parteien und die Kirchen den Islam hofieren, sollten wir diese Parteien abwählen und aus der Kirche austreten. Dieses ist wirklich alternativlos...

Erich Virch | Mo, 22. August 2016 - 16:18

Laut „taz“ geben Musliminnen an, "sich mit einem Gesichtsschleier reiner, heiliger, Gott näher zu fühlen“. Das klingt sehr nach einer euphemistischen Umschreibung jenes Gefühls, das vielen Mädchen von klein auf ins Hirn gebrannt wird: unverhüllt bist du als Frau unrein, unanständig, eine Schlampe, eine Nutte. Da fällt die freiwillige Entscheidung leicht, sich lieber nicht unverschleiert von Eltern, Brüdern, Tanten, Vettern etc. zur Schnecke machen zu lassen, und man genießt umso unbeschwerter die Freiheit, nach jedem Bad ein klatschnasses Zelt am Körper kleben zu haben.

Zu diskutieren wäre dringend, wieviel Kindesindoktrination die Religionsfreiheit zulassen darf.

https://virchblog.wordpress.com/2016/08/16/religioeser-kindesmissbrauch/

Hubert Knapp | Mo, 22. August 2016 - 16:44

Aber Herr Grau, selbstverständlich hat Religionsfreiheit Grenzen, so wie jede Freiheit. In Frage steht auch weniger die Möglichkeit als vielmehr die Begründung eines Burka-Verbotes. Hier ist man ja in den letzten Jahrzehnten nicht weitergekommen, den Deutschen endlich den Anblick der 100(0?) Unansehnlichen zu ersparen. Wollte man die bisher vorgebrachten Gründe wirklich ernst nehmen, müßte man konsequenterweise auch Motorradhelme, große schwarze Sonnenbrillen und Perücken, Tätowierungen "Eigentum von Sabine" u.v.a.m. verbieten. Verständliches Kopfkratzen beim BVerfG.
Da wäre es naheliegender, erstmal die nervigen Pokemonspielsüchtigen zu verbieten, die wie Zombies durch die Gegend stolpern, den Straßenverkehr gefährden und anderen den Glauben an den Fortbestand einer intelligenten Rasse auf diesem Planeten rauben.

Harald Meier | Mo, 22. August 2016 - 16:59

"weil der liberale Verfassungsstaat das Ergebnis der Einschränkung der Religionsfreiheit und ihrer Begrenzung auf die Privatsphäre" Grau
"Religion ist Privatsache jedes Bürgers der Rußländischen Republik." Lenin
Nein, Herr Grau, man muss sich das jeweilige religiöse Gebot anschauen und beurteilen, ob es sich mit einem freiheitlichen Rechtsstaat verträgt. Burka tut es wohl nicht, weil gegen die Freiheit, gegen die gottgeschenkte Würde der Frau gerichtet.

Thomas Nichterlein | Mo, 22. August 2016 - 18:28

Nach bestehendem Recht besteht ein Burkaverbot bereits bei Demonstrationen und in Fussballstadien. Dies sollte genügen. Ist heavy genug für Burka light. Also, ich darf z.B. nicht in Burka zu Pegida.

Hans Grieder | Mo, 22. August 2016 - 22:27

Ich denke ich les nicht richtig:
"Das bedeutet: Da der Staat nicht entscheiden kann, was als religiöses Gebot zu gelten hat und was nicht,...."
Der Staat kann sehr wohl gewisse Passagen aus dem Koran schlichtweg verbieten und eine geläuterte Fassung vorschreiben. Wer dann noch der alten huldigt, sie verbreitet etc etc etc macht sich strafbar denn die verbotenen Passagen sind schlichtweg volksverhetzend, menschenverachtend, stiften zum Genozid an, sind kriegshetzend und und und. So ein Buch als Handbuch zur Religionsausübung in Verkehr zu bringen ist schon heute Straftatbestand. Die Leugnung des Juden-Genozids ist heute Straftatbestand, im Koran stehen Passagen die zu einem neuen Genozid an allen Kuffaren auffordern. Der Staat kann sehr wohl einschreiten. Wenn es der deutsche Staat nicht tut, wird in nicht allzu fernen Tagen ein internationaler Gerichtshof sich mit dem Inhalt des Korans befassen.

Monika Medel | Mo, 22. August 2016 - 22:59

Das Problem bei der Burka wie auch bei anderer mit dem Islam begründeter Verhüllung ist, dass sie beim Betrachter starke Aversionen hervorruft, und das auch gutem Grund. Es ist das dahinter stehende Frauen- wie auch Männerbild und der ebenfalls begündete Verdacht, dass es mit der Toleranz der Trägerinnen und ihrer männlichen Verwandten gegenüber nicht verhüllten Frauen nicht weit her ist - und dass dieselben bei uns immer mehr werden. Was jedoch ein Burkaverbot in der derzeitigen Situation tatsächlich bringt weiß ich nicht, ich vermute eine Symbolhandlung dahinter, hinter der sich nicht unbegründete Ängste verbergen. Abgesehen davon halte ich (psdeudo)-"islamische Kleidung" in Europa schlicht und einfach für eine Unverschämtheit. Im Übrigen gehört positive Religionsfreiheit zu einem aufgeklärten Staat, die sich "aufgeklärt" nennenden fallen einmal mehr durch ... ähm gewisse Wissenslücken auf.

Sylvia Engel | Di, 23. August 2016 - 09:01

Mühsam haben Frauen die Gleichberechtigung errungen und nun bekommen wir wieder Ungleichbehandlung der Geschlechter vorgeführt von genau den muslimischen Frauen, die sich ihren Familientraditionen (nicht dem Koran!), dem Gebot der Männer unterwerfen.

Natürlich provoziert das uns selbstbestimmte Frauen! Natürlich spaltet das unser Land! Natürlich verärgert es uns - dieser Mangel an Anpassungsbereitschaft!

Mich entrüstet, dass man sich unser Land offenbar wegen seiner Sozialleistungen aussucht, ohne sich um die Regeln zu kümmern. Und die Regel ist: Keine Symbole, die Ungleichbehandlung zwischen Frauen und Männern symbolisiert. - Das zu akzeptieren fällt unseren Politikern offenbar schwer und auch unsere Rechtsprechung tut sich schwer damit.

Dabei könnte mit einem Kopftuchverbot den muslimischen Frauen der erste Schritt für ein selbstbestimmtes Leben ermöglicht werden, frei von traditionellen Unterwerfungszwängen.

Beate Reinfelder | Di, 23. August 2016 - 10:07

Was wollen wir im Namen von Religionsfreiheit eigentlich noch alles gestatten? Vielleicht den hübschen Brauch der Witwenverbrennung, der in Indien zwar verboten ist, aber religiösen Ursprungs ist? Wär doch mal was!
Was die Polygamie betrifft, sind wir in Deutschland schon auf gutem Wege, empfiehlt doch der Koran unter "4. Die Frauen (An-Nisá): 3. Und wenn ihr fürchtet, ihr würdet nicht gerecht gegen die Waisen handeln, dann heiratet Frauen, die euch genehm dünken, zwei oder drei oder vier ..."

Siegfried Stein | Di, 23. August 2016 - 11:50

Religionsbedingte Kennzeichnungspflicht für Mohammedanerinnen?
Durchgesetzt durch hiesige Polizeieinheiten?

War da nicht mal was?

Und was sagt die hiesige Islam-Community dazu?
Wenn es Glaubenspflicht ist, gilt die doch für alle.

Und jetzt nicht den Überbringer der Nachricht steinigen.

Keiner Josef | Mi, 24. August 2016 - 20:52

Es kann doch nicht sein, dass die verfassungsmäßig verbürgte Religionsfreiheit kassiert wird, wegen deren exzessiven Gebrauchs. Die Verhüllung der Frau kann aus dem Koran nicht abgeleitet werden. Sie ist Ausdruck patriarchalen Denkens. Deswegen kann sie öffentlich missbilligt werden und gesetzlich gemaßregelt werden. Wer religiöse Gründe vorschützt, muss sich belehren lassen. Wenn kleine Mädchen Kopftücher tragen müssen, dann hat das Jugendamt einzuschreiten. Im Übrigen stellt sich doch die Frage, wer regiert dieses Land? Zurückgebliebene Imame oder unsere Staatsorgane?

Markus Michaelis | Do, 25. August 2016 - 00:09

Ich stimme dem Artikel zu. Eine der für mich unerfreulicheren Entwicklungen an der Islamdebatte ist die schrittweise Rückeroberung des Primats der Religion. Ich finde Religionen toll, ich möchte auch eher nicht in einem komplett atheistischen Staat leben. Aber gerade wenn verschiedenste Religionen zusammenleben, sollte das von einem klaren Rückzug (nicht total, aber von der Tendenz) der Religion aus staatlichen und grundlegenden gesellschaftlichen Fragen begleitet sein. Es findet aber eher das Gegenteil statt - egal wie man nun zum Islam steht, man muss zunehmend alles religiös begründen, Koran- und Bibelzitate parat haben und die Religionsgeschichte kennen. Ich würde mir wünschen, dass selbstverständlich das Argument "ich mag etwas nicht, weil ich es nicht mag" genausoviel wert ist, wie irgendeine Koran- oder Bibelstelle. Im gesellschaftlichen Diskurs! - Nicht für den Einzelnen natürlich, für den seine Religion zu Recht viel bedeuten mag.

Tante Käte | Mi, 31. August 2016 - 10:23

Wir leben in einer Demokratie, in der wir unsere Haltung und unsere Ansicht zu Dingen frei zeigen. Eine Vollverschleierung verhindert ein Einschätzen des Gegenübers. Weder Mimik noch Körpersprache sind zu erkennen. Daher lehne ich Verschleierung in Deutschland ab.

Kat Teker | Mi, 31. August 2016 - 11:52

komplett abschaffen. Wozu der ganze Unsinn? Soll gern jeder glauben was er mag und mit sich selbst anstellen was auch immer er möchte, aber wozu braucht's diese ganzen Extrawürste? Entweder entspricht etwas den allgemeinen Gesetzen oder eben nicht und Punkt.

Warum sollte jemand mehr Rechte bekommen, wenn sein Leben & Denken an Regeln ausrichtet, die sich irgendjemand von Jahrhunderten ausgedacht hat, der sich selbst für den Gesandten eines Gottes hielt, für dessen Existenz rein gar nichts spricht. Vollkommen absurd!

Wir können auf jeden Fall verdammt froh sein, dass Hitler nicht auf die gleiche geniale Idee wie Mohammed gekommen ist. Der wollte ja bekanntermaßen nicht bloß ein schnöder Kriegstreiber sein, sondern sich auch noch als Prophet darstellen und hat seine politische Kampfschrift, die voller Hass ist und zu Gewalt und Unterdrückung aufruft, kurzerhand zum Wort Gottes erklärt - natürlich nicht ohne den Hinweis, daß man diese Aufrufe keinesfalls uminterpretieren dürfe...

Ronny Reim | Mi, 31. August 2016 - 12:47

Ich erinnere Sie gern daran. Die Wahrheit hat sich bereits seit 2000 Jahren geoffenbart. Nachlesbar in der Heiligen Schrift, die Bibel. Die Existenz des Dreifaltigen Gottes und seines Sohn, Jesus Christus, Erlöser der Menschheit und seine gegründete heilige, katholische, apostolische Kirche. Es gibt nur eine Wahrheit. Diese.

Harro Meyer | Fr, 2. September 2016 - 16:07

Es gibt Unvereinbarkeiten in unserer Gesellschaft :
Christlich und demokratisch sind Antagonismen für unkritische Menschen, die offensichtlich meinen, es sei schadlos miteinander vereinbar, ein selbstbewusster und aufrechter Demokrat und zugleich auch ein devot-serviler Anhänger eines imaginären, theistischen Monokraten und seiner Parteien (Amtskirchen) sein zu können.indem sie verbal die Herrschaft eines virtuellen Einzelwesens, das in ihren Hirnen spukt, nur deswegen anerkennen, weil sie von ihm annehmen, dass es allmächtig ist. Menschen sind oft nicht nur tatsächlich vorhandener Macht gegenüber devot, sondern viele von ihnen zeigen auch Wesen gegenüber, die den Menschen nicht gerade freiheitlich-demokratische Bekenntnisse (z. B. „Vaterunser” usw.) abverlangen, willig und devot. Ihnen scheint nicht bewusst zu sein, wie sehr sie sich hier kontrademokratisch verhalten.

Ronny reim | Sa, 3. September 2016 - 09:05

Was bitte ist ein aufrechter Demokrat? Demut vor Gottes wunderbarer Schöpfung hat nichts mit devoter Haltung zu tun, sondern mit Dankbarkeit. Was haben Sie bloß für ein Gottesbild? Lesen Sie das Neue Testament. Die 10 Gebote Gottes sind universal gültig, ob Sie dies nun akzeptieren oder nicht. Da bin ich lieber Christ, als ein sogenannter aufrechter Demokrat, der zulässt, das ungeborener Babys im Mutterlaib getötet werden, dass Homosexualität und Genderismus als erstrebenswert und förderlich für die Gesellschaft ist, dass die Familie nichts gilt, das man einem Sozialdarvinismus huldigt, um die Unterdrückung von Alten, Schwachen, Armen Kranken, sozial benachteiligten etc. zu rechtfertigen und darauf noch stolz ist. Ja der Mensch hat von Gott einen freien Willen und ein Gewissen. Ihr Rationalismus, Materialismus, Egoismus, Ihr Stolz und Hochmut, dies sind Hirngespinste. Diese haben die Welt leider nicht besser gemacht. Außerdem hat Demut absolut nichts mit devoter Haltung zu tun.

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