Migration - Humanitäre Politik ist keine Einwanderungspolitik

Bassam Tibi plädiert für eine gesteuerte Einwanderung. Die Aufnahme in die Sozialsysteme muss an Bedingungen geknüpft sein, sonst ist die innere Sicherheit in Gefahr

Staatsbürgerschaftskandidaten leisten stehend und mit gehobener Hand den Einbürgerungsschwur.
Staatsbürgerschaft-Kandidaten in den USA: Ein Einwanderungsland kann sich seine Migranten aussuchen / picture alliance

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Bassam Tibi ist emeritierter Professor. Er lehrte in Göttingen, Harvard sowie Cornell und daneben an weiteren 18 Universitäten auf allen vier Kontinenten; er begründete in drei Buchtrilogien (1980-2010) die neue wissenschaftliche Disziplin der Islamologie.
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Die USA, Kanada und Australien sind klassische Einwanderungsländer. Deutschland ist hingegen das prominenteste Zuwanderungsland der Welt; prominent deshalb, weil es statistisch gesehen mehr Migranten als die USA aufnimmt. Allein Hamburg nimmt pro Jahr die Hälfte der Zahl von Migranten auf, die die USA in einem Jahr aufnimmt. Doch warum ist Deutschland kein Einwanderungs-, sondern ein Zuwanderungsland?

Der Unterschied zwischen beiden Bestimmungen besteht im Folgenden: Ein Einwanderungsland ist eines, das „Möchtegern-Migranten“ nach Bedarf aussucht und erst in einem rechtstaatlichen Verfahren unter der Voraussetzung aufnimmt, dass diese Citoyen/ Citizen werden (das ist etwas anders als der Staatsbürger im Deutschen), also in ein Gemeinwesen als Individuen eingegliedert werden.

Im Gegensatz zur obigen Bestimmung eines Einwanderungslandes lässt sich Deutschland als ein Zuwanderungsland einordnen, das Millionen Menschen ohne eine klare Bestimmung in sein Territorium, zum Beispiel im Rahmen einer Willkommenskultur hineinlässt und zwar in einer auffällig naturwüchsigen Weise. Ein Zuwanderungsland lässt nicht nur beliebig Menschen hinein, sondern hat auch darüber hinaus kein Policy-Konzept für den Umgang mit diesen Menschen beziehungsweise dafür, wie sie in das bestehende Gemeinwesen eingegliedert werden können. 

Der große Topf der „Asylsuchenden“

Zuwanderungsländer wie Deutschland lassen Fremde in das Territorium hinein, die keine klare Bestimmung haben. Für diese Fremden gibt es sechs Kategorien:

1. Gastarbeiter, 2. Migranten als Einwanderer, 3. Migranten als Zuwanderer, 4. Armutsflüchtlinge, 5. Kriegsflüchtlinge und 6. politisch verfolgte Individuen, die nach Artikel 16 des Grundgesetzes das Recht haben, Asyl zu bekommen. Diese Kategorien sind nicht vertauschbar; ein Asylant zum Beispiel ist kein Migrant. Humanitäre Politik ist keine Einwanderungspolitik. Dieser internationale Standard gilt im Land der Sonderwege – Deutschland – nicht. 

Bis auf die erste Kategorie, die Gastarbeiter (etwa Türken, Spanier und Italiener, die nach 1960 nach Deutschland gekommen sind), werden die verbliebenen fünf Kategorien in Deutschland ständig durcheinander gebracht und in den Topf „Asylsuchende“ hineingeworfen. Es ist lächerlich, wie der deutsche Staat kostspielige und aufwendige Verfahren zur Stellung und Überprüfung von Asylanträgen ausführt, die im Resultat wertlos bleiben. Denn ein negatives Ergebnis ändert nichts daran, ob die angenommenen und abgelehnten Asylsuchenden im Lande bleiben dürfen oder nicht. Abgelehnte Asylbewerber (zur Zeit etwa eine halbe Million Menschen) bekommen zunächst Duldungsstatus, der nach wenigen Jahren in ein Daueraufenthaltsrecht mit einem weiteren Recht auf vollen Zugang zu sozialstaatlichen Leistungen verbunden ist. Es stellt sich die zynische Frage: Warum werden dann überhaupt solch aufwendige Asylverfahren organisiert?

Gesinnungs- vs. Verantwortungsethik

Die Diskussion darüber, ob die Flüchtlinge gut oder schlecht für Deutschland seien, wird vorwiegend gesinnungsethisch, nicht verantwortungsethisch geführt. Zur Verantwortungsethik gehören nach dem Soziologen Max Weber drei Qualitäten: 1. Verantwortungsgefühl, 2. Augenmaß, 3. Leidenschaft im Sinne von Sachlichkeit. Dagegen beruhe Gesinnungsethik nach Weber auf der „Romantik des intellektuell Interessanten“, die „irrationale Taten“ hervorruft, deren Urheber die „ethische Irrationalität der Welt nicht ertragen“. Zur Gesinnungsethik gehört auch ein Moralisieren, das die Welt in „Gutes und Böses“ zweiteilt, nach der Logik, dass „aus Gutem nur Gutes, aus Bösem nur Böses“ kommen könne.

Diese Denkweise dominiert offenbar nicht nur das Denken der Kanzlerin, sondern auch jenes von Herfried Münkler und dessen Frau Marina, die einen „Katechismus“ unter dem Titel „Die neuen Deutschen“ als „Apologie auf die Regierung Merkel“ verfasst haben, wie der European schrieb. In ihrem Buch blenden die Münklers den Unterschied zwischen Einwanderung und Zuwanderung komplett aus. Zudem werten sie die Flüchtlinge auf zu „neuen Deutschen“ oder als Gesinnungsethiker der Willkommenskultur zu „neuen Bürgern“, obwohl sie das Land ohne jede rechtliche Bestimmung in der Regel illegal betreten haben.

Recht auf Asyl ist individuell

Gesellschaftlich ist es neben der Differenzierung zwischen Ein- und Zuwanderung erforderlich, auch zwischen humanitärer Politik und Einwanderungspolitik zu unterscheiden. Es ist unbestreitbar, dass politisch Verfolgte ein Recht auf Asyl haben – dieses Recht ist aber ein individuelles und kein Gruppenrecht. Die Verfolgung verleiht dem Antragsteller zudem keinen Dauerstatus. Denn das Asylrecht berechtigt zeitlich nur zu einem begrenzten Aufenthalt. Einwanderung erfolgt dagegen erstens nach Bedarf der Aufnahmegesellschaft und zweitens mit dem Ziel, die eingewanderte Person auf Dauer zum individuellen Mitglied des Gemeinwesens zu machen. Ein Bürgerstatus als Citoyen muss durch Arbeit erworben und kann nicht geschenkt werden, so wie Gesinnungsethiker dies tun, wenn sie Flüchtlinge, die noch nicht einmal die Landessprache sprechen, zu „neuen Bürgern“ hochstufen.

Sicherheitsaspekte nicht unter den Teppich kehren

Und es kommt noch folgender Faktor hinzu: Jeder Staat hat ein nationales Interesse und muss seine Politik dementsprechend gestalten. Islamisten, die in ihren eigenen islamischen Länder verfolgt werden, sollte also kein Asylrecht in Deutschland gewährt werden. Sie sind ein Risiko für das nationale Interesse des Landes. Man muss dieses Tabu brechen und klar sagen, dass Sicherheitspolitik der humanitären Politik gleichrangig sein muss, wenn der Rechtsstaat keine Selbstverleugnung betreiben will. Ich möchte folgende drei Gefahren für das nationale Interesse eines demokratischen Rechtsstaates anführen, die durch Migration entstehen:

1. Parallelgesellschaften, besonders islamische Parallelgesellschaften, die in Europa existieren „aber nicht zu ihm gehören“, wie der amerikanische Islamwissenschaftler John Kelsey in seinem Buch „Islam and War“ es formuliert.

2. Sicherheit ist ein zentraler Aspekt der Ein- und Zuwanderungspolitik. Der große Migrationsforscher Myron Weiner, der zu seinen Lebzeiten am Massachusetts Institute of Technology gelehrt hat, veröffentlichte 1995 das großartige Buch „The Global Migration Crisis“. Darin nimmt das Thema Sicherheit, also „Security“, ein ganzes Kapitel ein. Im Gegensatz dazu verbietet das herrschende Narrativ in Deutschland die Verbindung von Migration und Sicherheit und macht daraus ein Tabu. Wer sich daran nicht hält, wird als islam- und fremdenfeindlich in deutscher Tradition eingestuft, wonach jede „Abweichung gereizt geahndet wird“, wie schon Theodor Adorno wusste.

3. Ich möchte den Begriff „ethnische Armut“ von Anthony Giddens (enthalten in seinem Buch „Jenseits von Links und Rechts“, das er 1994 nach dem Ende des Ost-West-Konflikts veröffentlichte) als gesellschaftliches Sicherheitsrisiko angeben, weil „ethnische Armut“ Konflikte hervorruft, die nicht lösbar sind. Zum Sicherheitsaspekt der „ethnischen Armut“ kommt noch ein wirtschaftliches Problem hinzu. Denn die Zuwanderung von Menschen, die keinerlei berufliche Qualifikation haben, bildet eine Dauerbelastung für jeden Sozialstaat.

Jedes Sozialsystem erfordert Selbstbehauptung

Zusätzlich zum nationalen Interesse besteht der Bedarf nach einer Politik der Begrenzung sowohl von Zuwanderung als auch von Asyl aus Kapazitätsgründen. 2015 gab es nach Angaben des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen (UNHCR) 58 Millionen Menschen, die weltweit auf der Flucht sind. Im Jahr 2016 ist die Zahl sprunghaft auf 65 Millionen angestiegen. Dieser steigende Trend wird auch in den folgenden Jahren zu verzeichnen sein. In der ersten Oktoberwoche 2016 hat Amnesty International einen Anklagebericht gegen „reiche Länder“ veröffentlicht, die nicht bereit sind, diese Flüchtlinge unbegrenzt aufzunehmen. Das ist reiner Wahnsinn. Jeder Mensch, der ein wenig Ahnung von sozialen Systemen hat, muss doch wissen, dass jedes soziale System „self-maintenance“, also Selbstbehauptung zur weiteren Existenz erfordert. In der Neuausgabe meines Buches „Europa ohne Identität?“ argumentiere ich in dem ergänzten Kapitel „Europäisierung oder Islamisierung“, dass Europa bei der Aufnahme von 65 Million Flüchtlingen aus Nahost und Afrika nicht mehr als zivilisatorische Entität existieren würde. Diese Tatsache muss man frei aussprechen dürfen.

Wenn Deutschland selbst die Integration verhindert

Eine große Gefahr für Europa, also auch für Deutschland, stammt aus dem Inneren dieses Kontinents selbst, nämlich aus dem postmodernen, kulturrelativistischen Nihilismus, der jeden Wertebezug als Rahmen für Identität verleugnet. Dieser Verlust an Identität betrifft zwei zentrale Eigenschaften der kulturellen Moderne Europas: Laizität und säkulare Demokratie, und zwar der Individuen, nicht der Kollektive. Die „neuen Deutschen“ bringen eine Weltanschauung mit, die beides verleugnet. Integration erfolgt immer in etwas, also in ein Gemeinwesen mit kultureller Identität hinein. Wenn Deutschland seine eigene Identität und ein vorhandenes Gemeinwesen verleugnet, dann ist die Folge zwangsläufig eine Unfähigkeit zur Integration. Die Frage stellt sich dann: Wohin gehören die regierungspropagandistisch als „die neuen Deutschen“ (Münkler) deklarierten Menschen, wenn das Land ihnen keine Identität im Sinne von „sense of belonging“ bieten kann?

Das Schlechte an Deutschland ist nicht, dass es Millionen Menschen unvorbereitet aufnimmt, sondern dass es ihnen außer Unterbringung, Alimentierung und Sprachkursen nichts anzubieten hat. In meinem Artikel in der Süddeutschen Zeitung „Wenn ich kein Deutscher bin, was dann?“ habe ich ein Problem erläutert, das die deutschen Gesinnungsethiker – inklusive Münkler – nicht verstehen. In diesem Kontext werden die „neuen Deutschen“, die sich ausgegrenzt fühlen, eine Identitätsalternative suchen und diese wird oft der Scharia-Kopftuch-Islam sein.

Die drei Wertekonflikte

Das ist die größte Herausforderung an Europa und seine Bestimmung als eine säkulare, republikanische, demokratische Zivilisation. Mit der naturwüchsigen Zuwanderung aus der Welt des Islam entstehen folgerichtig Wertekonflikte. Was ist das? In meinem Cicero-Artikel „Ich kapituliere“ habe ich mein Konzept des Euro-Islam vorgestellt und erklärt, dass ein europäisierter Islam eine friedliche Lösung der Wertekonflikte wäre. Ich habe jedoch meine Niederlage gegenüber dem Kopftuch-Islam eingeräumt.

Der Wertekonflikt besteht zwischen der Werteorientierung von drei Ausrichtungen, die zurzeit in Europa existieren:

1. Die Vertreter der „Open Society“, die in Poppers Sinne argumentieren „keine Toleranz den Intoleranten“.

2. Die postmodernen Kulturrelativisten, die ich in Poppers Sprache als „Feinde der offenen Gesellschaft“ einstufe (Linke und Grüne)

3. Die islamischen und anderen Neoabsolutisten, die eine kompromisslose Weltanschauung nach Europa einführen wollen, für die sie im Namen des Respekts für andere Kulturen Geltung beanspruchen (organisierter Verbands-Islam).

Lösungsvorschläge

In den USA ist in den vergangenen zehn Jahren der Begriff „war of ideas“ für solche Konflikte geprägt worden. Einer der Exponenten dieser Diskussion ist der Amerikaner Eric Patterson (besonders in seinem Buch „Debating The War Of Ideas“, zu dessen Mitautoren ich gehöre). Ich argumentiere mit ihm, dass in diesem weltanschaulichen Krieg unter anderem diese Keulen eingesetzt werden: Der Vorwurf der Islamophobie, des Populismus, der Stigmatisierung, des ethnischen „Profiling“ und nicht zuletzt der Pauschalisierung.

Zum Abschluss möchte ich auf der Basis der vorgelegten Problemdiagnose Lösungen bieten.

- Eine Lösung kann nur auf dem Boden einer Debattenkultur über die anstehende Problematik, also in einer Kultur der Redefreiheit gefunden werden. Also keine Keulen, keine Kampfbegriffe und keine „innere Zensur“ (Adorno), die „unbequeme Gedanken“ unterdrückt oder eliminiert und keine deutsche politische Kultur, die „jede Abweichung gereizt ahndet“ (Adorno).

- Deutschland muss sich von einem Zuwanderungs- zu einem Einwanderungsland entwickeln und eine Politik für diesen Wandel entfalten. Auch muss zwischen Einwanderung und humanitärer Politik unterschieden werden. Humanitäre Politik ist eine Pflicht, aber hierfür gibt es Kapazitäten, die der globale besorgte Gutmensch nicht anerkennt, weil dieser die Probleme aller Welt auf dem deutschen Territorium lösen will.

- Ein Integrationskonzept, das politische, wirtschaftliche und kulturelle Voraussetzungen erfüllt; Unterbringung und Sprachkurse bieten keine Integration.

- Deutschland muss seine durch den NS-Faschismus beschädigte Identität besser verarbeiten und nicht wie bisher krankhaft kompensieren. Adorno schreibt, dass es zwei deutsche Traditionen gibt: die eine von Immanuel Kant als die des vernunftbegabten Individuums und die andere als das „Pathos des Absoluten“. Die Deutschen müssen sich zwischen beiden entscheiden als Basis für Entfaltung einer neuen inklusiven Identität. Ohne diese Aufgabe zu erfüllen, können Deutsche Fremde nicht in ihr Gemeinwesen aufnehmen und ihnen ein Zugehörigkeitsgefühl vermitteln.

- Aufgabe der Gesinnungsethik und der Zweiteilung der Welt in Gut und Böse (das „helle und dunkle Deutschland“, so Bundespräsident Gauck). Ich habe Max Weber zitiert, dass nach dem Gesinnungsethiker „aus Gutem nur Gutes und aus Bösem nur Böses“ kommen könne. Denn „oft ist das Gegenteil“ wahr. Weber fügt hinzu: „Wer das nicht sieht, ist in der Tat politisch ein Kind.“

 

BuchcoverDieser Artikel ist aus einem Impulsreferat von Herrn Prof. Dr. Bassam Tibi beim Economic Forum Deutschland hervorgegangen.
Diesen Oktober erschien sein aktuelles Buch: Europa ohne Identität? Europäisierung oder Islamisierung, ibidem-Verlag, 522 Seiten, 19.90 Euro.

 

Marc Billings | So, 23. Oktober 2016 - 13:33

Wer sich mit den globalen und länderspezifischen Einwanderungsgesetzen mal beschäftigt (hat), wie z.B. Australien, Neuseeland, Südafrika, Thailand, Uruguay, Mexiko, Brasilien, Costa Rica, Karibik, Kanada, USA, Singapore, Hongkong, dem wird folgendes sehr krass bewusst werden: Die Deutschen haben in den letzten Jahrzehnten so ziemlich alles reingelassen, was gerade noch einen Puls hat.

Das hat nichts mit den Menschen zu tun, die dies jahrzehntelang ausgenutzt haben – würde ich genauso machen, wenn ich aus der 3.Welt fliehen müsste – sondern ist ausschließlich der maßlosen Dummheit und Arroganz der politischen Eliten in der BRD geschuldet.
Parteiübergreifend ist und war der BRD-deutsche Tellerrand das Ende der Welt.

Peter Bigalk | So, 23. Oktober 2016 - 13:50

Hervorragende Darstellung. Leider sind die Kollateralschäden der Gesinnungsethiker nicht mehr aufzuhalten. Ich empfehle daher jedem, der Geld hat, sich schon mal einen Alterssitz außerhalb dieses Landes zu suchen.

Renate Aldag | So, 23. Oktober 2016 - 13:55

1000 Dank, Herr Tibi, auch für diesen Artikel, der mir aus dem Herzen und dem Verstand spricht! Herr Tibi ist ein Kenner und ein echter Experte für Deutschland und Syrien! Die "Flüchtlings"-Politik zu differenzieren in 6 verschiedene Arten von Zuwanderern ist der genau richtige Beginn dieser Diskussion und auch zu benennen, daß das was gerade in Deutschland abgeht, eine illegale Invasion ist -gedeckt durch die Regierung- und entgegen den Willen von 82% der Deutschen. Diese Leute haben kein Recht auf Integration und Sozialleistung und sie bedrohen jetzt schon unsere innere Sicherheit. Sehr gut fand ich auch, die Darstellung der Unsinnigkeit von unseren teuren Asylverfahren, die keine Auswirkungen haben: Illegale werden nicht abgeschoben! Und genau, das links-grüne Meinungsdiktat in Politik, Medien und Justiz schaffen Demokratie und Rechtsstaat in der BRD ab. Asylanten, die Urlaub in der Heimat machen, sind m.E. keine Flüchtlinge, sondern Lügner.

Isabelle Nolte | Mi, 26. Oktober 2016 - 15:15

In reply to by Renate Aldag

Herr Tibi hat mir schon öfter aus der Seele gesprochen. Leider ist er nie in den gängigen Polittalks zu sehen! Wäre endlich mal an der Zeit, daß die treuen Sprachrohre der Kanzlerin wie Altmeier, Rüttgers und Laschet mal Contra kriegen, und das von einem syrischen Professor!!

Ja, ich kann es schriftlich gar nicht ausdrücken, wie mich die Selektion und Rotation der immer gleichen Studiogäste in den öffentlich rechtlichen Talkshows verärgert.
Wo sind neben Tibi: Gunnar Heinsohn, Norbert Boltz, Bazon Brock, Peter Sloterdijk, Michael Klonovski, Hans Hermann Hoppe sowie liebertäre Autoren....?

Karin Zeitz | So, 23. Oktober 2016 - 14:11

Prof. Tibi vertritt eine Auffassung, der ich mich vollinhaltlich anschließen kann. Leider sind die derzeit etablierten Parteien, von der CDU über die SPD, die Grünen bis hin zu den Linken offensichtlich so verblendet, dass sie die einfachen Wahrheiten nicht erkennen. Damit verlieren sie jeden Rückhalt bei der Masse der Bevölkerung, produzieren ein Klima der Angst und eine Politikverdrossenheit sondersgleichen. Es ist bezeichnend, dass es eines syrischstämmigen Autoren bedarf, der seine zutreffende Analyse veröffentlichen kann, ohne des Vorwurfs des Rassismus und der Fremdenfeindlichkeit ausgesetzt werden zu können.

hendo renka | Di, 25. Oktober 2016 - 12:58

In reply to by Karin Zeitz

Mir ist es mittlerweile egal, in welche Ecke ich gedrängt werde. Das, was hier in Deutschland abgeht, ist Rechtsbruch ohne Ende und zwar sowohl was den Zustrom der sog. Flüchtlinge betrifft, mittlerweile ausgeübte unterschiedliche Rechtssprechung, bedrohte Meinungsfreiheit, einseitige und lückenhafte Berichterstattung der meisten Zeitungen und Zeitschriften, Verunglimpfung demokratisch gewählter Parteien und vieles mehr. Nicht zu vergessen, wieviele EU-Verträge bei der Einführung des Euro inzwischen das Papier nicht wert sind, auf denen sie stehen.

Lia Arhnold | So, 23. Oktober 2016 - 15:00

In dieser Flüchtlingskrise zeigt es gerade zu deutlich: erfolgreich integrierte Migranten (seis Muslime, Christen, HIndus, Buddisten...) gegen linksideologische naiive deutsche Politiker. Herr Prof. Tibi bringt zum Ausdruck was die meisten gut integrierten Migranten in Deutschland wollen und denken und was die Deutschen nicht wagen auszusprechen, ohne in die rechte Ecke gedringt zu werden. Ich finde gut, dass Herr Tibis Stimme doch irgendwo Gehör findet.

Arndt Reichstätter | So, 23. Oktober 2016 - 15:34

..ich muss ausnahmsweise kritisch sein..

Wie es sich für einen Professor des chaotischen zentralstaatsdeutschen Universitätsuniversums handelt, hat er in den grundlegenden Punkten Unrecht.

Zunächst, die USA ist kein "klassisches Einwanderungsland". Die Massenmigration geschieht dort schon lange gegen den Willen des Volkes. Die guten Einwanderer brachten damals das Common Law und waren gegen Demokratie.

Hauptproblem in Deutschland sehe ich in den kriminellen Handlungen der Regierungen, die sich stets mit "Notlagen" rechtfertigen, aber nie den Auftrag des Volkes für einen solchen Asylimport erhalten hatten. Und anhand der Entwicklung der Asylzahlen seit den 80ern hätten die Zuständigen eigentlich gewarnt sein müssen.

In einem freien Markt würde Arbeitskraft gebraucht und automatisch eine lockere (aber produktive!) Einwanderungspolitik gemacht werden müssen.

Problem ist nicht, "was für ein Land wir sein wollen" (sic), sondern zu hohe Steuern und zu viel Macht für Politiker.

Georg Schwojer | Sa, 28. Januar 2017 - 00:51

In reply to by Arndt Reichstätter

Eine Gesellschaft definiert sich nicht durch die Erfordernisse des Marktes sondern durch völlig andere Aspekte wie Kultur, Grundwerte.
Europa benötigt auch keine Einwanderer, insbesonder keine integrationsunfähigen und willigen Einwanderer ohne Sprachkenntnisse und sonstige Kenntnisse. Europ hat Million von Jugendlichen ohne jede Perspektive. Diese zu schaffen ist unsere Aufgabe. Sonst nichts.

Nicolas Wolf | So, 23. Oktober 2016 - 15:52

Sehr schöner Artikel, der das Thema vielschichtig beleuchtet. Ich schätze, dass in diesem Zusammenhang das Thema Geld nicht hoch genug eingeschätzt werden kann, denn das ist der entscheidende Treiber der Misere in Deutschland. Die 23 Flüchtlinge die Estland aufnahm sind ein bezeichnendes Bild. Am Ende sind alle aufgenommenen nach Deutschland weitergezogen und es ist ihnen auch nicht zu verübeln. Und das wäre auch meiner Meinung der richtige Ansatz. Geld weg und dann wird sich schon viel bereinigen. Islamisten sind ja sicherlich nicht wegen der Offenherzigkeit gegenüber Schwulen bei uns. Das Asylrecht ist sowieso ein Relikt aus einer anderen Zeit , in der es darum ging Landsleuten das Recht einzuräumen den sozialistischen Beglückungen zu entfliehen. Der illegale (nach Artikel 16GG) Zugang zu unseren Sozialsytem wird das System sehr bald an einen Punkt bringen, an dem eine Neuausrichtung unausweichlich macht, wie im Artikel bereits beschrieben...

an die heutigen Verhälnisse angepasst und geändert worden.
Danach muss jeder, über ein sicheres Drittland nach Deutschland eingereiste Asylsuchende in das Drittland zurück
geschickt werden, in das er zuerst eingereist ist. Ganz klare
Kante! Nur unsere Regierung im Allgemeinen und Frau Merkel
im Besonderen, brechen Recht und Gesetz nach Belieben.
Deutschland ist durch Frau Merkel in einen recht-und gesetzlosen Raum ohne Grenzen der Einreisewillkür jedweder fremder Völker preisgegeben worden.

dass ich Ihnen da recht gebe.
Die Schlussfolgerung so einer Politik könnte die Diktatur der Gutmenschen sein.
Seht her, wir retten die Welt, weil wir es wollen und wie es geht bestimmen wir im Namen von Humanismus und Christentum.
Das trug doch die Kolonisation?
Wenn ich auch glaube, dass durch die Kolonisation sehr hochstehende Qualifikate in die jeweiligen Länder getragen wurden, so doch durch eher getragen von Unterdrückung und Ausbeutung.
Zurecht abgewehrt.
Dies mag eine verständliche "Anbetung" dieser Qualifikaten ausgelöst haben und immer noch auslösen.
Europa das gelobte Land und vielleicht ist es das auch irgendwann für Amis.
DLRG, Menschen kann man nur dann vor dem Ertrinken retten, wenn man selbst stark genug ist.
Ich habe die Qualifikation vor der Regelzeit gemacht, aber nicht zertifiziert, weil ich genau dies evtl. im Ernstfall nicht gewesen wäre, stark genug.
Es besteht kein Zwang mit allen Menschen in unserem Haus zusammenzuleben, angesichts der Größe der Welt

Laut unserer Regierung werden doch Flüchtlinge, die in einem anderen eur. Land aufgenommen wurden und dann nach Deutschland kommen , wieder zurückgeschickt. Wieso sind die in Estland aufgenommenen jetzt bei uns ? Die Schwarzafrikaner , die in Italien anlanden, erreichen inzwischen auch unser Land. Wo soll das enden ?
Unseren alten Leuten reicht die Rente nicht mehr für ein behagliches Leben, obwohl sie viele Jahre eingezahlt haben. Unsere Kinder sollen frühzeitig für ihr Alter zusätzlich der Rente sorgen. Aber jeder Analphabet aus der ganzen Welt kommt bei uns ins Land und wird dann bis zu seinem Tod von unserem Geld leben. Das empfinde ich als Verbrechen an unserem Staat.

mit einer Haltung, die sie als vorbildlich für die Welt setzt in etwa "Näher mein Gott zu Dir".
Sie befindet damit religiös-ethisch über Deutschland, denn bislang "ermächtigte" sie sonst niemand.
Kann dies eine christlich-demokratische Partei versuchen in ihrer Kanzlerin?
Ich denke ja.
Weizsäcker war eine in diesem Sinne allseits gebildete Persönlichkeit.
Hätte er dafür Grenzen für obsolet erklärt, Gesetze "nach Belieben" ausgelegt und politische Gepflogenheiten des Miteinander von CDU und CSU missachtet?
Ich sage nein.
Er hätte es weder nötig gehabt, noch dies beabsichtig aus Respekt vor der Lebensleistung und menschlichen Qualität des hiesigen Miteinander.
Er hätte es niemals zugelassen, dass uns Flüchtlinge als Nazis beschimpfen?, überhaupt Demokratie Schaden nimmt, evtl. sogar beachtend, dass Merkels "Neubürger" genau eher weniger dafür stehen als die Hiesigen.
Merkel will, aber wie heisst es, "Kunst kommt von Können, käme sie von Wollen hiesse sie Wulst."
Rechtsstaat!

wenn über Rechststaatsargumente, Humanismus und Christentum a) mit aller MACHT und b) vor allem Menschen nach Deutschland geholt werden sollen, deren Verfasstheiten für den Bestand weder der Rechtsstaatlichkeit, noch des Humanismus oder gar des Christentums eine Gewähr bieten.
Entsprechend werden Überlegungen laut, dass Deutschland sich mit seinem Kulturbestand selbst abschaffe, zurecht wie ich finde.
Was stimmt daran nicht bei Zugrundelegung einer Demokratie, also in etwa Selbstbestimmung der Einzelnen?
Merkel bestimmt in dieser Dimension nicht etwa nur sich selbst, sondern als Einzelne alle anderen.
Das ist der einzige Grund für die verfahrene Situation.
Sie wird auch ohne Merkel jetzt, nachdem Merkel Fakten geschaffen hat, nicht mehr viel leichter.
Es geht evtl. nur noch darum, noch mehr Zuspitzung zu verhindern.

Markus Michaelis | So, 23. Oktober 2016 - 15:52

Ganz ohne Identität und gewisse Normen wird es nicht gehen - das GG alleine ist viel zu wenig, zu vage. Das ist ja auch die These von Houellebecq, dass ab einem Punkt nicht nur die Abgehängten den Islam als Identität wählen, sondern (fast) alle, weil ungeliebte Vorgaben ab einem gewissen Vakuum besser sind als keine. Allerdings ist es ja so, dass die "Gutmenschen", die für eine bunte, tolerante, offene Gesellschaft eintreten, meist auch sehr restriktive Vorstellungen haben was geht und was nicht geht. Das Problem ist nur, dass sie (a) selber nicht tun, was sie sagen (offen zu sein), (b) möglicherweise nicht die Kraft haben sich gegen Deutsch-Rechts durchzusetzen, (c) mit höherer Wahrscheinlichkeit nicht die Kraft haben sich gegen Zuwanderungs-Rechts durchzusetzen. Im Moment sehe ich daher nicht, dass D irgendwelche Vorgaben des gesellschaftlichen Zusammenlebens anbieten kann - aber das kann ja noch kommen.

Dorothee Sehrt-Irrek | Fr, 28. Oktober 2016 - 21:13

In reply to by Markus Michaelis

Gesetzt, dass ich Ihre Houelle..-Interpretation richtig verstanden hätte, sage ich, kein Mensch in Europa wählt freiwillig den Islam, selbst wenn er nur morgens aufstehen und abends wieder ins Bett gehen würde.
Der Islam ist für Europa eine Anti-Religion, das ist das Problem.
So würde in Europa auch eine Katze zur Kanzlerin gewählt, hauptsache sie ist nicht islamisch.
Wie soll man das zusammenkriegen?
Sucht die richtige Katze oder den passenden Hund:)
Satire off.

Dimitri Gales | So, 23. Oktober 2016 - 15:58

Ein exaltiertes "Willkommen" illegal eingeströmter Migranten ist, so meine ich, nur in Deutschland möglich. Das liegt daran, dass die sukzessiven Regierungen die globale Entwicklung in Sachen Migration verschlafen haben, denn das Migrationsproblem und die direkten Auswirkungen auf Europa gibt es schon länger. Merkel wurde von der Migrantenflut überrascht und war hilflos.
Man hat es versäumt, ein Einwanderungsgesetz nach dem Muster Nordamerikas oder Australiens zu schaffen. Jetzt ist es schon ziemlich spät.
Ungefilterte Einwanderung hilft niemandem. Denn die Migranten brauchen Arbeit und Wohnung; in dieser Hinsicht müssen sie mit Einheimischen konkurrieren. Und das ist nicht einfach. Man kann jedoch nur davor warnen, Migranten aus politischen Gründen zu bevorzugen.

Marianne Schulz | So, 23. Oktober 2016 - 16:26

...soll diese Debatten lostreten? In Deutschland ist dies grundsätzlich die Aufgabe der Parteien und der Leitmedien. Letztere sind klar auf unkritischem Regierungskurs während alle etablierten Parteien sich in Gesinnungsethik überbieten. Meinungen der AfD werden einfach ins Gegenteil verkehrt: Da die AfD der Auffassung ist, dass die Zuwanderung begrenzt werden muss und der Islam nicht zu Deutschland gehört, überbieten sich die Politiker erst recht in Willkommenskulturismus und Anbiederung an den Islam. (Hoffentlich äußert sich die AfD sich nicht mal positiv übers Atmen und übers Essen - der pauschale Protest hiergegen könnte für viele Gutmenschen lebensbedrohlich werden...)

Selbst das Kochtuch ist jetzt schon "Zeichen der Selbstbestimmung der Frau"...

Ich sehe nichts, was einem Silberstreif am Horizont auch nur ähnelt...

Trotzdem Danke, Herr Tibi, für Ihren Text.

Willi Mathes | So, 23. Oktober 2016 - 17:54

Chapeau Herr Prof. Tibi !

Endlich mal eine realistische und sachlich fundierte Beschreibung zur gegenwärtigen " Flüchtlingsdiskussion "

Danke und freundliche Grüsse

Lutz Rövekamp | So, 23. Oktober 2016 - 18:56

Besser kann man die naive und gefühlsduselige
Politik unserer Regierung, besonders
in der Spitze, nicht disqualifizieren.
Von der Dummheit der Linken und Grünen
ganz zu schweigen.

ingid dietz | So, 23. Oktober 2016 - 18:59

bringt es mal wieder auf den Punkt !
Frau Merkel hat bis dato ganze Arbeit geleistet, die Schwierigkeiten der unkontrollierten Flüchtlingswelle einfach zu verdrängen !
Ich darf hier auch an einen Artikel von Ahmad Mansour hinweisen: Grenzen der Religionsfreiheit !

Nicolas Linkert | So, 23. Oktober 2016 - 19:18

Das, was Herr Tibi schreibt, ist logisch und nachvollziehbar. Jeder vernünftig denkende Mensch, der zudem über gesunden Menschenverstand verfügt, sollte seine Thesen unterstützen. Merkwürdig ist nur, dass seine eigene Partei einen vollkommen irrationalen Ansatz verfolgt, der dieses Land langsam aber sicher dem Abgrund näher kommt. Woher kommr das? Warum verstehen viele ehemalige Wähler dieser Partei das gar nicht mehr? Und nein, es liegt eben nicht ausschließlich an Frau Merkel, da diese von ihrer Partei getragen wird. Warum gibt es keine Parteimitglieder, die das völlige Versagen eben jener Partei in der sog. Flüchtlingskrise thematisieren? Zumindest ist der Ansatz von Herrn Tibi sehr wertvoll. Dafür meinen ausdrücklichen Dank.

Maik Harms | So, 23. Oktober 2016 - 19:24

Danke, mit diesen Ausführungen werden viele, wenn nicht alle Blindstellen, Selbstlügen und Unvollkommenheiten der Migrationsdebatte in Deutschland benannt. Erstaunlich, dass ein Land, welches sich international der Ordnung, des klaren Denkens und der Effizienz rühmt, so chaotisch in diesem Politikbereich handelt. Und das seit Jahrzehnten, ohne im Mindesten von anderen Ländern zu lernen. Was die Debatte angeht, so ist neben der Lautstärke die Unstrukturiertheit und Holzschnittartigkeit auf allen Seiten erschütternd. Das geht mit den Begriffen los und hört bei Stilfragen nicht auf.

Wir brauchen eigentlich Ruhe und neue Formate des Austauschs, um hier etwas Grund reinzubekommen und einen für alle (!) tragfähigen Kompromiss zu erreichen. Vor allem aber müssen wir endlich die Realitäten anerkennen und uns unserer Ziele bewusst werden, zusammen mit den europäischen Partnern.

Klaus Damert | So, 23. Oktober 2016 - 19:42

Schade, dass so ein Artikel notwendig ist. Eigentlich werden Selbstverständlichkeiten beschrieben, die viele Bürger ebenso sehen. Da unsere Politiker aber scheinbar nicht lernfähig sind, denn "das würde den Populisten von der AFD in die Hände spielen", sehe ich keine friedliche Zukunft in Deutschland. Wie lange lassen sich die eigenen Bürger das bieten, dass jeder x-beliebige Erdenbürger ohne jede Probleme - nicht einmal ein Pass ist notwendig - nach D kommen kann und ein Anrecht auf Sozialhilfe hat. Die eigenen Bürger haben dafür manchmal 30 Jahre arbeiten müssen und sind dann diesen Illegalen gleichgestellt. Und dann das Islam-Problem. Diese Leute werden von Ausnahmen abgesehen, sich mehr ihrem Glauben als unserer Gemeinschaft verpflichtet fühlen. Da gibt es tatsächlich Leute, die hier Klein-Aleppo installieren wollen - wie kann man so zukunftsblind sein?

Joost Verveen | So, 23. Oktober 2016 - 19:44

Das wäre die einfachste Lösung. Wer Asyl beantragt oder Sozialleistungen bezieht, kann in D nicht eingebürgert werden. Außerdem hat er die Pflicht D nach Beendigung des Konflikts wieder zu verlassen. Lebenslange Duldungen werden nicht mehr erteilt. Auch nicht für die Nachkommen. Familienzusammenführung wird ausgesetzt. (Neulich gab es in NRW einen Fall, in dem ein Syrer mit 4 Frauen und 23 Kindern kam. Er erzielt ein leistungsloses Einkommen von etwa € 300.000. Sowas ist islamischer Kolonialismus). Für alle anderen Einwanderer gilt Punktesystem wie in USA/CDN/AUS. Wobei "Islam" aus Sicherheitsgründen ein negatives Merkmal sein sollte.

Klaus Moll | So, 23. Oktober 2016 - 19:48

Die Unterscheidung zwischen Einwanderung und Zuwanderung, die Bassam Tibi zum Thema gemacht hat, führt uns vor Augen, wie dringend wir ein Einwanderungsgesetz brauchen. Es kann nicht sein, dass jeder illegale Zuwanderer von den Regierungsparteien als künftiger Bürger unseres Landes betrachtet wird. Da auch die Oppositionsparteien aus missverstandenen Humanitätsgründen diesem Irrsinn beipflichten, bleibt der Mehrheit der Bevölkerung, die diese Politik ablehnt als Alternative nur noch die AFD, eine Partei die dann doch aus anderen Gründen für die meisten nicht wählbar ist.
Es bestehen doch längst feste Regeln für politisch Verfolgte Asylbewerber, Kriegsflüchtlinge und Armutswanderer. Hätte man hier von Anfang an eine klare Trennung herbeigeführt, wäre der Unfug, diese Menschen integrieren zu wollen zu vermeiden gewesen. Nun aber besteht das Problem, das ein großer Teil dieser Zuwanderer unseren Sozialsystemen zur Last fällt.

franz dreesen | So, 23. Oktober 2016 - 20:00

"...Wir haben bekanntlich eine Fachkräftelücke und keinen Hilfskräftemangel.
...Aber die Debatte über eine eventuelle „falsche“ Einwanderung, lassen sie nicht gelten. Niederschmetternden Statistiken wie etwa die der Bundesagentur für Arbeit, wonach 74 Prozent der arbeitssuchenden Flüchtlinge ohne jedwede Qualifikation sind und nur 4 Prozent für Expertentätigkeiten in Frage kommen, blenden die Münklers aus..."
http://www.theeuropean.de/ulrich-berls/11251-die-muenklers-und-die-neue…

auf den Sie verlinken.
Vielen Dank dafür.
Mir fällt daraufhin - das Buch möchte ich nicht lesen - zu den, muss man ja in Bezug auf dieses Buch sagen, Münklers ein, dass es mir evtl. kein Rätsel ist, wie man so eloquent zusammenfügt, was einer genaueren theoretischen/philosophischen Begriffsbildung bedürfte und schon wie Merkel an einem Phänomen des GG scheitern kann, das da lautet, das Asylgesetz kennt keine Obergrenze.
Es wird wohl bei den Münklers in Stein gemeisselt und umformuliert in "Es darf keine Obergrenze für Asyl geben"?
Genau das steht da aber nicht, was das Ehepaar wohl nicht weiter anficht.
Begründet wird das laut des Artikels von Herrn Berls mit eigenwilligen und hausgemachten Analysen über Migration?
Vielleicht ist das doch weniger politische Analyse als evtl. ein selbstverfasster "Katechismus" der Weltgeschichte auf dem Niveau einer "Hauspostille? Eben deshalb?
Dieser Gegensatz wäre es auch, den ich bei Merkel vermute, ins UNENDLICHE erweiterte INNERLICHKEIT.

Nach "anficht" ein Fragezeichen und "Hauspostille".
Ich will und darf dem Ehepaar Münkler nichts unterstellen und habe zudem das Buch nicht gelesen sondern nur Interviews etc.
Das ist keine Basis für wissenschaftliche Aussagen.
Mein Kommentar ist so auch nicht zu verstehen.
Wenn zu bissig, bitte löschen.
Er ist ein Produkt der schnellen Überlegung btw. nur einer des Andenkens.
Also nicht argumentativ geschlossen.

darüber was Deutsch ist, jedenfalls so wie es sich dies das Ehepaar Münkler vorstellt?
Der deutsche Gemüsehändler würde da evtl. zu ganz anderen Aussagen kommen, was die Integrationsfähigkeit von in diesem Buch offenbar heilsartig beschriebenen Neuankömmlingen angeht und er wäre sicher nicht der Meinung, dass seine Verortung eine zufällige wäre, die durch diese Neuankömmlinge selbstverständlich berührt werden darf.
Das klingt nach Biedermeier gepaart mit US-Besiedlungsträumen.
Die in einem Link dargestellte Zusammenfassung von dem, was ein neuer Deutscher zu verinnerlichen hat ist so simpel gestrickt und doch ausschliessend - deutsch ist, wer Arbeitswillen besitzt - dass wir getrost unsere Arbeitslosen, Obdachlosen und Tafelessenden aussortieren können.
Die können nicht deutsch sein, schlussfolgere ich.
Ich frage mal, ob eine Arbeitsmarktfreundliche Integration wie jetzt für die Neuankömmlinge gefordert, nicht immer schon für diese Menschen nötig war? Kein deutscher Ansatz?

dies auch zu Tibi, es gibt mehrere Facetten, aber so miteinander harmonierend, dass wir hier immer noch in Deutschland sind.
"Einigkeit und Recht und Freiheit"
Sehnsucht nach Identität, mehr als nach Vernunft, siehe dazu sowohl die Romantik als auch die deutsche Philosophie.
Deren Themen sind gewissermassen deutsche Themen.
Kant steht also noch anders da, mit einem grundsätzlicheren Anspruch.
Interessant der Wiki-Artikel zu Deutsch (Etymologie), in etwa "zum Volk gehörig".
Ich hielt die Reflexion darauf besonders nach dem 2. Weltkrieg für sehr wichtig.
Das GG ist eine Reflexion darauf, stellt aber den Begriff des deutschen Volkes m.E. nicht infrage.
Ich möchte davor warnen, Deutschland für die Zukunft unter Absehung von Deutschen zu denken.
Die Deutschen waren nicht so stark weil sie national waren, sondern waren/ sind stark, als sich verbunden fühlende = Realität
Dies schlecht zu reden halte ich für einen Fehler.
Keine Bevölkerung lässt sich herbeireden/erzwingen.

So scheint mir der Einheitswillen über einen langen Zeitraum vorgeherrscht zu haben, bedingt durch die Vielzahl "deutscher" Völker.
Wenn sich schon Luxembourger oder Liechtensteiner als ein Volk verstehen, wird man im deutschen Einigungsprozess von einer Vereinigung ähnlich wie in den USA sprechen können, als eine von vereinigten Völkern
Der Föderalismus ist daher beredtes Beispiel in Deutschland und kein Appendix.
Die Phase des Rechtes wurde nocheinmal grundlegend durch Hitlers Unrechtstaat.
Freiheit bildet eine Urerzählung germanischer Völker, ist vlt. der Stoff aus dem ihre Verbände/Verbünde sind.
Das ist schon nicht in der gleichen Weise für Europa wesentlich, eher für die nordischen Staaten, was vielleicht mit Stellung/ Bedeutung des Individuums zutun hat.
Andererseits ist auch die französische Revolution Ausdruck einer demokratischen Selbstbestimmung.
Weshalb ich also innehalte, wenn die ZEIT über einen Demokratieüberschuss in Wallonien diskutiert.
Demokratie in Gefahr?

Peter Briller | So, 23. Oktober 2016 - 20:05

Herr Prof. Tibi hat alles auf den Punkt gebracht.
Seine Ausführungen sind stimmig mit meinen Vorstellungen.

Der erste Schritt sollte sein, die Zuwanderung erst
zu sortieren, indem die Wirtschaftsflüchtlinge sowie Menschen ohne Legitimation sofort,
und die Kriegsflüchtlinge nach abklingen der Gefahren in ihre Heimatländer zurückkehren müssen.
Eine kontrollierte Einwanderung sollte zur zeit noch vernachlässigt werden, bis die jugendliche Arbeitslosigkeit in Europa auf ein annehmbares Maß gesunken ist.

Man sollte nicht weiter über die technische Bewältigung der Masseneinwanderung nachdenken,
sondern vor allem über die politische Frage:
«Wollen bzw. sollten wir sie auch bewältigen?».

Reiner Kraa | So, 23. Oktober 2016 - 20:23

Besten Dank, Herr Tibi, für diese sachliche, klare und nüchterne Analyse. Genau so ist es. Es sind zum allergrößten Teil Armutsflüchtlinge, nicht Leute aus Bombenhageln, die nach Deutschland gekommen sind oder kommen wollen. Die kommen, um bei uns ihre Kultur, die nichts schlechtes für sie ist, auf der Basis unserer Ressourcen weiterzuleben. Integration ist nicht deren verfolgtes Ziel. Nun will niemand, dass es arme perspektivlose Menschen gibt. Aber die vorhandenen alle zu uns einzuladen, wovon die Linksgrünen ständig faseln (zu denen heute auch die Schranzen und Wendehälse der CDU zu rechnen sind), ist überhaupt keine Lösung, sondern das Chaos und zwar für alle. Deutschland muss ein Einwanderungsland werden. Damit kann den Armen und Perspektivlosen dieser Welt in ihren Ländern am besten geholfen werden.

Thomas Radl | So, 23. Oktober 2016 - 21:17

Ach Herr Tibi! So viele Argumente und doch hat der Aufsatz, so sehr ich Ihnen zustimme, einen fundamentalen Denkfehler: Fakten! Wir sind doch jetzt in "postfaktischen Zeiten"! Was da zählt, ist das "sichere Gefühl, besser aus der Situation herauszukommen, als man reingegangen ist"!
Fakten stören, wenn man postfaktisch "fühlt". Gesinnungsethik kommt dem viel näher. Dann "fühlt" man auch, wie sehr Gesetze stören, dem "guten Gefühl" und der richtigen Gesinnung näher zu kommen.
Plötzlich können Landesgrenzen nicht mehr gesichert werden ("gefühlt" - faktisch schon, sagt die Bundespolizei) und Asylverfahren werden so aufwendig durchgezogen, weil es "deutsch" ist! (im Wagnerschen Sinne um seiner selbst Willen! So sind wir Deutschen!)
Und die Gutmenschen werden gelockt mit dem Gefühl, "das Richtige" zu tun. Es bleibt Attitüde, die erforderliche Hilfe erreicht viele Millionen nicht!
So wird heimlich, still und leise das Land verändert - aber in was? Warum fragt keiner, ob wir das wollen?

Peter Müller | So, 23. Oktober 2016 - 22:41

Wir Deutsche, das Staatsvolk der BRD, haben das Recht, zu entscheiden, wer in unser Land kommen darf.
Dieses Recht wurde uns von den Politikern seit Jahrzehnten verweigert.

Im Übrigen meine ich:
Merkel muss weg!

Bernd Windisch | So, 23. Oktober 2016 - 23:19

Wer den Hype um die Verleihung des Friedenspreises des Buchhandels für Carolin Emcke mitbekommen hat, kann sich nur schwer vorstellen, dass die selbst ernannte Geisteselite unseres Landes in absehbarer Zeit Zugang zu einer wie auch immer gearteten Verantwortungsethik in der Flüchtlingspolitik finden wird. Wer sich wie Angela Merkel für die Welt verantwortlich fühlt, ist bereits fester Bestandteil jenes Größenwahns, der uns in Deutschland vor unlösbare Aufgaben stellt. Die Claqueure für die merkelsche Flüchtlingspolitik aus den Reihen unserer intellektuellen Eliten betreiben lediglich eine Selbstbestätigungspolitik, die rein gar nichts mit Empathie für irgendjemand zu tun hat. Sie meinen sich wie Carolin Emcke oder die Münklers in erster Linie selbst. Für politisch Andersdenkende wurde vorsichtshalber das postfaktische Zeitalter erfunden.

Wenn ich als einzelne Person glaube für die Welt zuständig zu sein, was liegt so einem Denken zugrunde?
Größenwahn wäre eine psychotische Variante dessen worüber man diskutieren darf , Selbsteinschätzung als fundamental/heilbringend für die Welt.
Das trifft nicht einmal den jüdischen Gott, ist es der christliche?
So wurde er jedenfalls über Jahrhunderte in Anspruch genommen.
Gibt Christus dafür Anlass?
Nein, er sagt gehet hin in alle Welt und predigt den Heiden.
Die geheiligte Macht ist einzig die der Predigt, des Wort Gottes.
Diese immer vorhandene Macht der Kirche wurde in der Säkularisierung zurückgedrängt.
Ich glaube, dass Merkel sie wieder entgrenzt hat.
Weshalb ich skeptisch gegenüber Pfarrern oder Pfarrerskindern an der Spitze einer parlamentarischen Demokratie bin. Womit ich leicht differiere von Gabriels Ansinnen.
Gudrun Ensslin war auch Pfarrerstochter?
Wo wären die Unterschiede zu einem türkischen "Gottesstaat".
Merkel ist freundlicher?
Wieder Problem Gott!

Frank Goller | Mo, 24. Oktober 2016 - 08:03

Ich denke das es in Deutschland keine flächendeckende Fremdenfeindlichkeit der sogenannten Verlierer und Abgehängten der Globalisierung gibt. Wir haben ein Grechtigkeitsproblem ! Und das besteht solange ein durchschnittlicher Arbeitnehmer , nach 45 Arbeitjahren, den Staat weniger kostet, als ein Migrant. Ich rede von Rentnern und nicht von Beamten, Abgeordneten und den Damen und Herren an den Fleischtöpfen der staatlichen Institutionen. Das mindeste wäre ein Einwanderungsgesetz bzw. geschlossene und geschützte Aussengrenzen gegen illegale Einwanderung.

Josef Garnweitner | Di, 25. Oktober 2016 - 15:01

In reply to by Frank Goller

solange bei uns ein hochrangiger Politiker wie ein Herr Müntefehring lauthals tönen darf, ein Deutscher, der 6oo,-- Euro Rente im Monat bekommt sei nicht arm.

Und das ist noch nicht die krasseste Aussage aus der politischen Zunft.

Gerechtigkeit? In Deutschland?

Da fällt mir ein Richter ein, der da sagte "du kriegst von uns ein Urteil, nicht Gerechtigkeit". So ähnlich ist es auch in der Politik.

Dorothee Sehrt-Irrek | Fr, 28. Oktober 2016 - 21:31

In reply to by Josef Garnweitner

dies auch gelesen zu haben.
Ich schäme mich in Grund und Boden, dass ein SPD-Politiker so etwas sagen könnte.
Hoffart kommt hoffentlich vor dem Fall.
Übrigens veranschlage ich das auch für diesen Herrn von den Wühlmäusen, Herrn Hallervorden.
Er schämt sich, wenn er nicht arbeitet? Vor wem?
Vor der Selbstherrlichkeit seiner eigenen Person? Keine Frage, er produziert sich gerne.
Man sollte auch noch andere Menschen sehen als sich selbst.
Die werden vielleicht nicht so von "Selbstanbetung" getragen, haben Krankheiten, sind auch mal müde, vielleicht lieben sie ihre Familie, ihre Partner, das Zusammenleben mit ihnen.
Andere arbeiten deshalb ohne Unterlass, aber dass Politik spricht wie Herr Müntefering oder Alter sich so feiert wie Herr Hallervorden...
Ich hätte eher auf Weltklugheit gehofft als auf den nächsten Klamauk oder die nächste schlechte politische Meldung.
Nicht ganz ernst gemeint. Vielleicht eher ein Nachfragen oder Nachhaken.

Johann Kruse | Mo, 24. Oktober 2016 - 08:16

Herrn Tipis Analyse ist verdienstvoll, aber sinnlos, weil unsere Politik sich längst jeder mühsamen Rationalität entledigt hat. Anders ist nicht zu erklären, weshalb wir jedem noch so offensichtlichen Wirtschaftsmigranten - jede Flucht ist in GR/I zu Ende - unter enormem finanziellen Aufwand Vollversorgung und Klagerecht durch alle Instanzen gewähren, um dann festzustellen, dass er nicht abgeschoben werden kann. Bei solchen Aussichten werden sich Millionen weitere in Marsch setzen, direkt in unsere Sozialsysteme. Leider hat das linke Lager hierzulande das Projekt Weltsozialamt für sich entdeckt. Die Melange aus herzerwärmendem Verpulvern des Geldes anderer, während man gleichzeitig diesem Land schaden kann, ist wohl zu verlockend. Bezahlen wird die hiesige Mittelschicht mit Zigmilliarden Euro, Verknappung teuren Wohnraums und Verwahrlosung der entstehenden Ghettos. Und sie wird gleichzeitig Schuld sein (vulgo: Nazis!), weil sie bei der Integration der Integrationsunwilligen versagt.

Derartige Analysen sind sinnlos. Sie dienen auch eher der Selbstbestätigung der Merkel-Gegner als tatsächlich etwas zu bewirken. Nicht anders als es die "Blockflöten" selber handhaben. Sollte Merkel nächstes Jahr antreten, wird sie zu 100% gewählt und die merkelsche Politik wird fortgesetzt. Alle linken Parteien unterstützen Merkel und selbst die CSU wird mitmachen. Wer hätte von der CSU auch etwas anderes erwartet? Sollte Italien noch in diesem Jahr ins Chaos fallen, etwa weil die Italiener den linken Renzi abstrafen wollen, wird sich die Flut diesmal von Süden her nach Deutschland ergießen. Es wurden dieses Jahr schon einige hunderttausend Afrikaner von der EU dorthin per Schiff gebracht. Natürlich werden die dann weiter wollen und die Österreicher und Schweizer Grenzer werden irgendwann kapitulieren. Die Elenden dieser Welt gehen nun mal dorthin wo sie sich am meisten erhoffen, bis auch dieses Refugium überrannt ist. Die Alternative, selber etwas aufzubauen, unterbleibt.

Gerdi Franke | Mo, 24. Oktober 2016 - 08:44

Ein sehr guter Artikel. Trifft genau die Realität. Sollte man jedem CDU-Parlamentarier in die Hand geben. Reden und "Schön"-reden ist eben nicht alles. Ein offener Blick für die Realität zeigt Erfolge und Misserfolge. Und unserer Politik kann ich da kein gutes Zeugnis ausstellen.

Hans Page | Mo, 24. Oktober 2016 - 09:03

Dieser Artikel trifft auf den Punkt. Allerdings zum Thema "Kampfbegriffe" muss ich sagen dass es wünschenswert wäre wenn die politische Sprache in den Medien und von Politikern abgerüstet werden würde, allerdings scheinen mir die Chancen für eine derartige Abrüstung gering. Wenn selbst höchste Instanzen wie der BP von Hell- und Dunkeldeutschland redet oder der VK Demonstranten als Pack beschimpft, dann kann man von Teilen der Bevölkerung kaum erwarten, dass sie ihre Sprache zügelt. Ich lebe zum Glück seit 1975 im Ausland und verfolge deutsche Politik ausschließlich in den Medien, aber was ich in den letzten Jahren and Radikalisierung der Sprache erlebe gibt mir den Eindruck dass ein Bürgerkrieg kurz bevorsteht. Und ich konsultiere nur die sog. Mainstreammedien plus Cicero. Kampfbegriffe sind zum Instrument des politischen Kampfes geworden, und vielleicht zu Recht: es geht um Macht, auch und vor allem für die Linke, die ihre gegenwärtige Macht nicht aufgeben will, um keinen Preis.

Chris Lock | Mo, 24. Oktober 2016 - 09:53

.. wie ich finde. Diese Diskussion ist schon 25 Jahre überfällig und von der Politik strikt vermieden worden. DAS ist es, was ich Merkel und anderen vorwerfe.

Ich bestreite nicht den guten Willen Merkels und deren humanitäre Absichten. Bei einem Politiker muss gelten, dass nicht alles, was gut gemeint war, auch gut gemacht wude.

Es gab Ansätze, aus Gründen des Arbeitsmarktes, über eine "Blaue Karte" mindestens auf Zeit Zuzug zu ermöglichen. Das war zu kurz gesprungen.

Ich bin mir sicher, bei einer vernünftigen - und gerechten - Auswahl von Zuwanderern wäre das Thema "Islam" nie derart hochgekocht.

Herr Tibi unterbreitet hier konkrete Vorschläge für vernünftige Kriterien und Voraussetzungen, ich hoffe, die Politik und Medien greifen diese Diskussion auf.

Marc Meyer | Mo, 24. Oktober 2016 - 09:56

Ja, absolut, alles super formuliert.

Aber es wird an der Politikelite Deutschlands scheitern.

Kritik ist unerwünscht, wer Kritik an der Flüchtlingspolitik äußert, wird sofort, egal was er sagt, in die rechte Ecke gestellt.

CDU, SPD, Grüne haben Null Tolrenz für Kritik der eigenen Bürger.

Ich als Bürger fange an zu resignieren. Vielleicht sollte ich als Trotz nun Null Tolerenz für FLüchtlinge haben, ich würde mich damit ja nur den CDU und Grünen Politkern anpassen.

Dann sollen die rechten Spinner das Kommando in diesem Land übernehmen, die Folgen sind mehr und mehr egal, je heftiger wir Bürger in der braunen Nazikeule verunglimpft werden.

Karl Steinacker | Mo, 24. Oktober 2016 - 10:07

Alter mach nicht weise und die Einführung neuer Kategorien (hier "Zuwanderung") nicht schlauer. Dass Herr Tibi sich die Kampfbegriffe der völkischen Rechten (Identität, Gutmenschen usw.) aneignet ist bedauerlich, aber hinzunehmen.
Zurückzuweisen ist hingegen eine manipulative Präsentation von Fakten, wie z.B. die Eingangsbehauptung, dass Deutschland statistisch gesehen mehr Migranten aufnähme als die USA. So durften sich dort seit dem 11. September 2001 über 800,000 Flüchtlinge aus aller Welt legal niederlassen(Resettlement). Die Zahl der jährlichen Einbürgerungen wird auf 1 Millionen geschätzt. Damit zu verrechnen ist die iIlegale Einwanderung in etwa gleicher Höhe.
Wir brauchen in Deutschland keine Propaganda aus dem Arsenal eines fiktiven Kriegs der Ideen, sondern nüchterne Asyl- und Einwanderungspolitik. Dazu gehört es über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen und sich in den USA (oder in Kanada)von erfolgversprechenden Methoden des Social Engineering inspirieren zu lassen.

Die USA haben eine Bevölkerungsdichte von 33 Einwohnern / km2.
In Deutschland sind es 230 Einwohner / km2.
1 Mio Einwanderer / Jahr sind in den USA ein Witz, zumal die dort nicht einfach jeden ins Land lassen. Selbst als Europäer braucht man einen Bürgen und eine Arbeitsstelle bei der zudem gewährleistet sein muß daß diese Stelle nicht mit einem Amerikaner besetzt werden kann.
Die deutsche Einwanderungspolitik ist ein Selbstmord auf Raten.

die Zahlen die Sie nennen müssten Sie schon belegen! Die
USA nehmen Muslime nur in sehr begrenzten Mengen auf.
Flüchtlinge aus Syrien nur 15.000, wie die Welt letztlich schrieb. Mit Südamerikanern, die oft illegal einreisen, ist das
etwas anderes. Diese stammen aus dem gleichen Kulturkreis,
passen sich an und wollen arbeiten. Mexikaner bedrohen die
USA auch nicht mit Terroranschlägen, wie muslimische Zuwanderer in Deutschland und Europa. Kein Vergleich also.

Ein Mexiko zu den USA vergleichbares Land wäre die Türkei und schon kann man erahnen, dass "die USA" ihre Bevölkerung nicht überstrapazieren wollen?
Das sehen aber nicht alle gleich.
Die Frage ist, ob es einen vergleichbaren Kulturunterschied gibt wie zwischen europäisch-christlich und islamisch, den auszugleichen dem Islam in Europa freistünde, eben als Euroislam, was aber m.E. genau am Islam scheitert.
Man kann nicht in die USA einwandern und dann nur sein Ding machen wollen.
Das funktioniert auch dort nicht. Es gibt einen american way of living, dem Mexikaner einfach evtl. als zu stark Eigenvolkorientiert entgegenstehen?
Man kann aber nur in einem anderen Volk/Gesellschaft aufgehen, wenn man sich diesem Anderen anschliessen möchte.
Gethest, kaum ein Muslim hat Interesse darn.
Schwierigkeiten mit dem sich hier Anzupassenden werden über islamische Radikalisierung beantwortet.
Gethest:Es gibt keine Menschengruppe, die weltweit unbeliebter wäre, wieso?
Die USA erfahren es jetzt

Wolfgang Tröbner | Mo, 24. Oktober 2016 - 10:22

Ich habe bislang keinen besseren und klareren Artikel zum Thema gelesen. Dafür ganz herzlichen Dank. Ansonsten wird man ja hierzulande den lieben langen Tag nur mit Betroffenheits- und Gesinnungsrhetorik traktiert, die ohne Sinn und Verstand daherkommt und nur zum Ziel hat, die Deutschen umzuerziehen. Ihren Aussagen zur deutschen Politik der offenen Grenzen ("internationale Standard gilt im Land der Sonderwege – Deutschland – nicht", "kostspielige und aufwendige Verfahren zur Stellung und Überprüfung von Asylanträgen ausführt, die im Resultat wertlos bleiben" etc.) kann ich nur vorbehaltlos zustimmen. Eigentlich müsste man die Parteien zwingen, diesen Artikel im Bundestag zu diskutieren, um die Absurdität, aber auch Verantwortungslosigkeit und Gefährlichkeit ihrer Politik aufzuzeigen. Ich habe allerdings meine Zweifel, dass die linken, roten und/oder grünen Gutmenschen Ihr Anliegen verstehen würden. Die meisten sind wohl dazu weder willens noch in der Lage.

Marcus Hallmoser | Mo, 24. Oktober 2016 - 10:30

Es gibt seitens Deutschlands mit wissenschaftlich-technisch ebenbürtigen Staaten bereits bilaterale Abkommen, die eine tatsächliche EInwanderung deren Bürger nach Deutschland regeln. Dazu gibt es noch die Blue-Card für Bürger anderer Länder.

EU-Bürger kommen, bleiben oder gehen im Rahmen der Freizügigkeit. Sie sind keine Einwanderer. Denn die Freizügigkeit der EU machte genau das überflüssig.

Deutschland als wissenschaftlich-technisch führende Nation liegt inmitten der EU und Europas, benötigt weder von der Einwohnerzahl noch aus sonstigen Gründen eine tatsächliche Einwanderung.

Tatsächliche Einwanderer erfüllen Bedingungen und müssen nicht über Jahrzehnte hinweg mit viel Geld, Zeit und Arbeit aufgepäppelt werden.

Das alles sieht man nur bei Grünen, Linken und SPD anders, weshalb dort kontrafaktisch und geradezu besessen von Deutschland als "Einwanderungsland" geschwafelt wird. Von dort stammen auch die Verdrehungen und Vermischungen der Begriffe.

helmut armbruster | Mo, 24. Oktober 2016 - 10:38

endlich bringt jemand die Dinge auf den Punkt und beschreibt sie so wie sie sind und nicht so wie Gutmenschen, Politiker, Gesinnungsethiker und sonstige Verwirrte sie sich wünschen.
Für alle politischen Entscheidungsträger, alle mit Asyl und Einwanderung beschäftigten Beamten und für alle Richter sollte der Artikel Pflichtlektüre sein.

Barbara Kröger | Mo, 24. Oktober 2016 - 11:59

Lieber Herr Bassam Tibi, ich fürchte, ein Teil dieser deutschen Gesellschaft will nicht wissen, diskutieren, hinterfragen, sondern einfach glauben. Diese Menschen können Sie mit Argumenten gar nicht erreichen. Daher auch die Diskussionsverbote, daher die Unfähigkeit, auf kritische Argumente einzugehen. Leider ist die Erkenntnis, dass diese Welt eben nicht einheitlich, sondern voller Vielfalt und Unterschiede ist und seien darf, bei unseren „Gläubigen“ noch nicht angekommen.
Nicht Europa ist ohne Identität, sondern Deutschland scheint mir in Teilen leider entwicklungsgeschichtlich zurück geblieben.

Hans-J. Stellbrink | Mo, 24. Oktober 2016 - 12:13

Es steht leider zu befürchten, dass derartige Gesichtspunkte in der gegenwärtigen aufgeheizten Stimmung nicht beachtet werden. Zu stark wird mit Hilfe militärischer Vokabeln der "Kampf gegen Rechts" geführt, indem gegen Kritik an der Politik der obergrenzenlosen Immigration unter dem Argument der Humanität bekämpft wird.
Die Ernüchterung wird eintreten, allerdings wohl zu spät. Ob das Erstarken nationalkonservativer Kräfte in Deutschland so zu verhindern ist, ist mehr als fraglich. Die Krise Europas mit dem Brexit, die Spaltung des Landes, die bis in die Familien hineinwirkt, und die sozialen und finanziellen Belastungen der Gesellschaft stehen in einem vertrackten Zusammenhang mit dem "moralischen Imperativ" der Kanzlerin, der wieder einmal einen deutschen Sonderweg begründet. Gutes zu wollen heißt eben nicht, Gutes zu bewirken.

Robert Flag | Mo, 24. Oktober 2016 - 12:37

Endlich spricht mal jemand die Kernfragen dieser Misere an. Bitte mehr davon.

Rainer Pflanz | Mo, 24. Oktober 2016 - 12:39

Treffend analysiert Herr Tibi die Umsetzung sanktionslosen Asylgesetze sind und v.a. die verklemmte Debattenkultur, in der seit den 80iger Jahren die Grünen und Linken die Deutungs- und Ausgrenzungshoheit gewonnen haben. Seit Frau Merkel für verkappte Grünenpolitik steht und einer postfaktischen Gesinnungsethik das Wort redet und leider auch so regiert, ist das fragile Gleichgewicht von Vernunft zugunsten moralischer Gesinnung gestört. Herr Prof. Tibi kann unterstützt durch Herkunft & Auslandsaufenthalte den sich ausweitenden blinden Fleckenteppich unserer Debattenkultur sehen, ebenso weiß er aus Erfahrung, dass die einwandernden fremden Kulturen in weiten Teilen Religion nicht als Privatsache ansehen. Vermutlich hat sich hinter der durch die NS-Zeit beschädigten Identität der Deutschen ein Überlegenheitsgefühl gerettet, welches nun in einer Hypermoral kulminiert mit der sich D aber (wieder) in Europa isoliert hat. Eine freie Debattenkultur ist ein Schlüssel für eine bessere Zukunft.

franz wanner | Mo, 24. Oktober 2016 - 13:01

Wenn er sich die "Lösungsvörschläge" verkniffen hätte.
Die sind schon im Akt der Verlautbarung das genaue Gegenteil dessen, wofür zuvor so vehement eingetreten wird. Dadurch wird das Gesagte nicht weniger richtig, aber es wird dem Leser nichtig.

Dr. Markus Müller | Mo, 24. Oktober 2016 - 13:10

Der Autor analysiert zunächst zutreffend, daß Deutschland kein Einwanderungsland ist, sondern ein Paradies für illegale Einwanderer: jeder, der Deutschen Boden betritt, bleibt einfach da, und wird alimentiert.

Richtig ist auch, daß dies abzustellen ist.

Die weitere Analyse und Schlussfolgerung geht jedoch fehl. Deutsch kann man nie werden, nur durch Abstammung sein. Daran ist weder etwas schlimm, noch sonst wie verwerflich, denn auf Engländer, Schotten, Chinesen, Japaner, ja alle historisch gewachsenen Völker trifft dasselbe zu. Diese sind kein Club, dem man beitreten kann.

Man kann hingegen trotzdem als Ausländer in Deutschland wohnen, hier arbeiten, Steuern zahlen, etwas zum Gemeinwesen beitragen. Hierbei ist jedoch zukünftig darauf zu achten, daß die Deutsche Mehrheitsbevölkerung stets auch die Mehrheit im eigenen Land bildet. Gerät dies in Gefahr, muss durch Re-Migration gegengesteuert werden.

Herr Tibi versucht lediglich, seine Vorstellung von Deutschland als "Einwanderungsland" unter die Leute zu bringen. Dazu benutzt er ähnliche Denkfiguren, wie sie von Grünen, Linken, SPD Multikulturalisten und einer Migrantenlobby bekannt sind: "Das Schlechte an Deutschland ist [...] dass es ihnen [den im Gegensatz zu richtigen Einwanderern zu versorgenden Zuzüglern] außer Unterbringung, Alimentierung und Sprachkursen nichts anzubieten hat." Das verschlägt einem erst mal die Sprache, weil da eine frechdreister Anspruch an Deutschland gestellt und Deutschland gleichzeitig in den nachfolgenden Ausführungen herablassend zu einem vom edlen Migranten zu beratenden kulturellen Nichts reduziert wird, so als wäre Deutschland nicht das Land der insbesonders mit Leibniz beginnenden und geprägten Neuzeit von Dichtern, Denkern, Handwerkstraditionen, technisch-wissenschaftlicher Entwicklung, Nobelpreisträgern, Naturwissenschaftlern, Ingenieuren, Technikern, Facharbeitern, Kauffleuten ... .

Sie bestätigen doch, dass er in unserer Bundesrepublik kein Deutscher werden kann.
Übrigens vielleicht ein Grund, warum er nach einer anderen Identität sucht und dabei eher auf Habermas`Spuren wandelt als auf Adornos, sonst würde ich ihm nicht so interessiert zuhören.
Der "Kniff" für Herrn Tibi wäre einfach, zu akzeptieren, dass er mit erlaubter Zuwanderung nach Deutschland auch Deutscher ist, wenn er das GG akzeptiert.
Dieses Deutschsein ist durchaus auch Bio-Deutschsein, denn es ist gewachsen.
Deshalb gibt es doch die Debatte jetzt darum.
Durch Merkels Politik wird Wachsen, Zusammenwachsen ins Unermessliche erschwert, weil evtl. alle kommen, die wollen, aber evtl. nicht gewünscht werden.
Massstab ist die Akzeptanz des GG und nicht die Verkündung einer göttlichen Humanität.
In Abwandlung, es kann nur zusammenwachsen was auch zusammengehören will und was im Ergebnis wieder als ein Zusammenleben bezeichnet werden kann.
In der deutschen Wiedervereinigung bleibt es kein Problem!

Damit versuchte man allenfalls, seine Eltern, Grosseltern, Urgrosseltern ... zu verleugnen und sich einem anderen Volk selbst für zugehörig zu erklären. Das gibt es nirgends auf der Welt und so ein Versuch wird von allen als albern oder verrückt angesehen. Selbst die regionale Prägung Einheimischer bleibt über zwei, drei oder mehrere Generationen erhalten. Wer von Hamburg nach München zieht, wird deshalb kein Bayer; erst seine Kinder, eher aber wohl sein Enkel oder Urenkel werden dann irgendwann von der Sprache und Mentalität von den Einheimischen nicht unterscheidbar sein. Bei Menschen aus vorderasiatischen, arabischen oder schwarzafrikanischen Ländern dauert das mindestens ebenso lang, wenn nicht länger. Bei grossen,homogen bleibenden Populationen Zugezogener findet das nie statt, wie man in Frankreich, Grossbritannien den USA aber auch bei uns sieht. Einen guten Überblick über die Zeiträume der Mentalitätsentwicklung bieten Dinzelbacher et al mit Europäische Mentalitätsgeschichte.

und genau das kann ich bei Kopftuchtragenden Muslima nicht erkennen.
Ich glaube schon, dass man irgendwo richtig sein kann und also auch als gebürtiger Hesse zum Bayern werden kann, wenn man es leben kann/will.
Die Idee aber, es gar nicht zu wollen oder zu glauben, dass sich Bayern mir anbieten muss halte ich für Unfug.
Diesen Selbstbehalt möchte evtl. Herr Tibi abstellen, indem er Deutschland schlicht zum Einwanderungsland machen möchte.
Ich sage, nennt es, wie ihr es wollt, aber auch die Amis wandeln sich als Einwanderungsland, je mehr, je stärker sie eine Identität entwickeln.
Die Identität als Siedler reicht nicht als Verständigunggrundlage.
Verständigung muss sich ereignen, in den USA darüber hinaus jeden Tag neu erarbeitet werden.
Auch die Amis werden nicht um einen Rekurs auf die fast ausgerottete Urbevölkerung herumkommen, so wie eben auch Neuseeland und Australien oder Kanada.
Trump steht für den jetzigen Sieg über Clinton.
Die Zukunft der USA heisst u.a. Ted Cruz.

AlfredVail | Mo, 24. Oktober 2016 - 13:32

Ein sehr interessanter und gut ausgearbeiteter Artikel. Ich hoffe er kommt irgendwie auch den relevanten und in Verantwortung stehenden Personen zu Gehör.

Christa Schreiber | Mo, 24. Oktober 2016 - 13:43

Wieviel Hoffnung besteht eigentlich noch, dass diese Realität in der BR ankommt? Und würde sich bei Neuwahlen oder der Ablösung von Frau Merkel etwas ändern? Wer in diesen Einheitsparteien würde denn mal auf den Tisch hauen - und hätte es überhaupt Wirkung?

Was bleibt einem noch zu sagen auf Frau Merkels Ausspruch: "Ich weiß, dass es Sorgen vor dem Islam gibt. Es liegt aber an den Bürgern, diesen Sorgen auch durch die Pflege christlicher Traditionen zu begegnen". Und allen Ernstes rät sie: Liederzettel zu kopieren und jemanden aufzutreiben, der Blockflöte spielen kann.

Hat Frau Merkel so ein einfaches Gemüt, oder wie ist es zu verstehen, dass die Realität völlig ausgeblendet wird.
Oder ist doch eher die Frage angebracht, in wessen Auftrag Frau Merkel handelt...

dass sie es so will, aber nicht denken kann, also auch nicht vermitteln kann.
Im Ergebnis kommt keine Debattenkultur zustande, weil die Kanzlerin nur etwas möchte.
Was möchte sie?
Sie möchte edel sein, hifreich und gut.
Wir hatten die Debatten vor Jahrhunderten.
Ich behaupte nicht, dass ich sie überblicke, aber Merkel evtl. erst recht nicht.
Ich bin entsprechend nicht Kanzlerin und Merkel wäre besser beraten gewesen, als moderne "Missionarin" ihres Glaubens in der Welt zu wirken.
Oder als Entwicklungshelferin.
Sie selbst trägt aber nicht die Dimension ihres privaten Wunsches, der sich durch das Amt überdimensioniert.
Ich bezeichne sie eben in diesem Sinne als private Politikerin.
Als Kanzlerin ihrer Befindlichkeiten.
Da mag Gutes drin stecken oder gewollt sein, es wächst sich nur nicht zu Politik aus sondern m.E. zu Chaotismus/Unübersichtlichkeit/Unvermögen.
Chaos ist ein sehr schöner philosophischer Begriff Nietzsches, den ich für Merkel nicht verwenden möchte.

Dorothee Sehrt-Irrek | Do, 27. Oktober 2016 - 13:13

In reply to by Reiner Bergmann

gibt mir zu denken.
Nun kann sich eine Kanzlerin sicher auch international Rat holen.
Aber Rockefeller, Soros stehen nicht in dem Ruf europäische Interessen zu vertreten.
Eine globale Ansicht wird immer noch von wem zu welchen Bedingungen und unter Zuhilfenahme von welchen Mitteln vertreten?
Weder Rockefeller, noch Soros stehen in der Tradition des Humanismus und des Christentums?
Zudem haben wir in Europa Demokratie, Selbst- und Mitbestimmung.
Globale Gedanken, die andere über uns und für uns haben klingt für mich eher nach Fiktion, Diktatur oder den USA.
Da Merkel nun einmal politischer Rede nicht mächtig zu sein scheint, hält man sie auch nicht für fähig polit. Gedanken zu entwickeln.
Sie sollte keine Zweifel aufkommen lassen, ob sie Deutschland in die Hände internationaler privat-politischer Interessen übergibt.
Es geht nicht um das Interesse von "beschränkten" Nationalstaatsinteressen gegen global-befähigte Gedanken von Philantropen.
Es geht um Staatlichkeit und Recht

dem von Staatlichkeit und Recht macht mich Tibis Betonung des "Citoyen" hellhörig.
In seiner Vision eines Einwanderungslandes statt Europa/ Deutschland? wird man nicht zum Staatsbürger sondern fügt sich als Citoyen in eine Gemeinschaft von Citoyens ein, für mich ein Hinweis für eine reine Zivilgesellschaft.
Das habe ich nie vertreten.
Ich sage nur, es gibt eine Zivilgesellschaft, der Staat sollte dann eine verfasste Zivilgesellschaft sein, wo der Widerspruch von Citoyen und Staatsbürger ein scheinbarer ist.
Eine Zivilgesellschaft wird immer noch die der dort lebenden Individuen sein und das heisst, niemals abstrakt funktionieren.
Wie man die mit dem pol. Islam anders als eine islamische zivile Gesellschaft sich finden lassen soll, bleibt mir ein Rätsel.
Vernunft ist auch zwar ein als Identität von Natur und Freiheit theoretischer Anspruch, nicht aber als der der versammelten Menschen.
Und selbst hier, wenn ich nur Herrn Tibi und mich nehme, könnte es schon zu Zwist kommen.

Lothar Weigelt | Mo, 24. Oktober 2016 - 13:59

Ich wäre sehr gespannt, wie dieser Artikel aufgenommen werden würde, wenn er unter dem Namen Müller, Meier oder Schulze in der Zeit erschiene. Das gäbe sicherlich sehr interessante Empörungsstürme.

Dorothee Sehrt | Mo, 24. Oktober 2016 - 14:27

Ich verstehe langsam wo Herr Tibi das Problem mit der Identität hat.
WIR HABEN SIE, sie hat sehr gut das Grundgesetz hervorgebracht.
Das eigentliche Problem des Artikels ist m.E., dass Herr Tibi als Einwanderer zum Citoyen eines Neu-Staates werden will.
Der alte verwehrt es ihm als Nicht-Deutschem?
So wichtig die einzelnen Beobachtungen des Artikels für Deutschland sind, seine Lösung besteht evtl. im Einwanderungsland. Tibi will keine Identität der Deutschen. Er will Einwanderung als Identität
Unser Problem ist sich selbst legitimierendes Handeln von Frau Merkel mithilfe derjenigen, die nicht zur CDU gehören (Grüne/Linke) und sie auch nicht ausmachen können = Austausch der Mitglieder? = AfD?
Bei gleichzeitiger `Diffamierung´ aller Andersdenkenden.
Das ist nicht Gesinnungsethik sondern `Diktatur`.
Das andere Problem löst sich auch mit einer Einwanderung nicht.
Gethest: Muslime akzeptieren Europa nicht als Identität?
Fazit: Klingt gut, argumentiert verdeckt?
Ist ein Problem

Heinrich Jäger | Mo, 24. Oktober 2016 - 16:48

hat natürlich mit allem was er sagt recht ,aber unsere Regierenden interessiert das nun mal eben gar nicht.
Sie werden den illegalen Zustrom durch die Fremden nicht stoppen, bis unsere Sozialsysteme implodieren und dann wird es zu sehr unschönen Verteilungskämpfen kommen erste Anzeichen gibt es ja schon bei den Tafeln. Es müsste jetzt einen sofortigen Cut in der Asyl und Zuwanderungspolitik geben, doch Merkel wird die Grünen vor der nächsten Bundestagswahl nicht verprellen wollen und so werden wir weiter geflutet. Ich sehe Merkel inzwischen in einer Kategorie mit Ulbricht und Honecker.

Michaela Diederichs | Mo, 24. Oktober 2016 - 17:06

Danke an Cicero für diesen Artikel. Die Dinge werden klar beim Namen genannt und spricht vielen Menschen aus dem Herzen. Nur leider werden sich die etablierten Parteien keinen Deut darum kümmern.

Dorothee Sehrt-Irrek | Mo, 24. Oktober 2016 - 17:33

Vielleicht.
Mir hat sie noch nicht das Gegenteil bewiesen.

Horst-Joachim Benner | Mo, 24. Oktober 2016 - 18:43

Professor Abibi ist jemand, der mir endlich einmal die Zusammenhänge in den verschiedenen Aspekten der Zuwanderung in die Bundesrepublik anschaulich erklärt, die Folgen stümperhafter deutschen Asyl/Immigrationspolitik aufzeigt und geeignete Lösungsvorschläge präsentiert.
Ob diese Gedanken allerdings ihren Weg in die Hirne unserer Volksvertreter und Entscheider finden und dort zum Nachdenken eventuell auch zum Folgern und Handeln beitragen, wage ich zu bezweifeln. Die Posaunen der staatsfinanzierten Medien und die Meinungsführer der „Qualitätspresse“ werden unser Gewissen weiterhin in die „richtige Richtung“ beeinflussen da bin ich sicher.
Offensichtliches, Faktisches und Verstandsmäßiges, das dem eigenen, vorgegebenen Empfinden (Interesse) nicht entspricht, darf in diesem Land nicht folgenlos öffentlich ausgesprochen werden. Alles was an Kritik im Zusammenhang mit den Vorgängen um die Massenzuwanderung vorgebracht wird unterliegt einem Tabu, logische Schlüsse kann man schon nicht meh

Horst-Joachim Benner | Mo, 24. Oktober 2016 - 19:14

Ob diese Gedanken ihren Weg in die Hirne unserer Volksvertreter und Entscheider finden und dort zum Nachdenken eventuell auch zum Folgern und Handeln beitragen, wage ich zu bezweifeln. Die Posaunen der staatsfinanzierten Medien und die Meinungsführer der „Qualitätspresse“ werden unser Gewissen weiterhin in die „richtige Richtung“ beeinflussen da bin ich sicher.
Offensichtliches, Faktisches und Verstandsmäßiges, das dem eigenen, vorgegebenen Empfinden (Interesse) nicht entspricht, darf in diesem Land nicht folgenlos öffentlich ausgesprochen werden. Alles was an Kritik im Zusammenhang mit den Vorgängen um die Massenzuwanderung vorgebracht wird unterliegt einem Tabu, logische Schlüsse kann man schon nicht mehr ohne “Innere Vorbehalte“ ziehen. Man unterliegt quasi einer sich selbstauferlegte Zensur. George Orwell lässt posthum grüßen!
Danke Herr Prof. Tibi

Reiner Bergmann | Mo, 24. Oktober 2016 - 22:59

Für Rot/Grün. Und für eine sich nach links drehende Kanzlerin, welche wohl auch im Auftrag der USA handelt, würde nichts bringen. Die unrealistischen Forderungen von Rot/Gruen und auch von Teilen der CDU sind einfach nur lachhaft. Tibi als Bundespräsident schon eher. Die Begrenzung der Zuwanderung ist der Garant für eine gute Integration, sagt Horst Seehofer. Eine sehr realistische Feststellung, welche wohl auch die Mehrheit des Volkes haben dürfte. Und die AfD. Ich kann nur immer wieder artikulieren, dass wir nicht nur die Sozialsysteme der Schweiz benötigen, sondern auch das gesamte Politische System der direkten Demokratie. Da das mit keiner der etablierten Parteien und der arroganten Politelite machbar ist und die CSU leider (noch) nicht bundesweit antritt, bleibt nur eine Möglichkeit offen.

Andre Berger | Di, 25. Oktober 2016 - 11:33

Seit vielen Jahren lese ich die Artikel von Prof. Tibi mit Genuss. Sie sind das Fundierteste, was in Deutschland zu den Themen Islam, Migration und den daraus erwachsenden Konflikten erhältlich ist.

Sachlich, fundiert und ohne heuchlerische PC nimmt er sich der Problematik an und analysiert sie ohne Schonung. Er macht dies aus einem Selbstverständniss, indem Vernunft Vorrang vor religiösem Irrationalismus geniesst. Dies ist genau wie bei Kant die einzige Form von Religion, die ich überhaupt akzeptieren kann.

Ich hoffe in Zukunft im Cicero noch mehr von diesem Autor lesen zu können.

hermann klein | Di, 25. Oktober 2016 - 11:46

Ein brillierender, überragender Kommentar.
Nur bei unseren Gutmenschen/ Volksbeglückung –Eliten und der gesamten Profit-Asylindustrie wird die authentische Denkschrift von Prof. Bassam Tibi in d. bekanntlich rechte Schmuddel –Ecke, herkömmlich disponiert

franz wanner | Di, 25. Oktober 2016 - 14:18

interessant und und demoralisierend
- mehrheitliche Zustimmung, leider meist nur als entweder -oder,
dabei ist ja klar, dass die Seins-Analyse nicht zu den eigenen Lösungsvorschlägen passt und dann zumeist von den Lesern nur am eigenen Wollen gemessen wird. Werden die Lösungen abgelehnt, soll auch die Analyse falsch sein, wird die analyse bejaht, stören auch die Lösungen nicht mehr
- Befürworter und Gegner sind in beschwingter Einigkeit darin übereinstimmend, dass dies alles sowieso niemanden in Verantwortung interessiere und ehrlich nur hier in der Grummelgruft diskutiert wird.
- Und man ist so stolz auf sich im öffentlichen Exil.
Irgendwie erninnert mich dies an die glänzende Fassade eines Nobelrestaurants, dem am Hinterausgang die Penner dankbar für die Abfalltonnen sind. Man dankt den Speisenden im Salon... für die Reste!

Günter Bach | Di, 25. Oktober 2016 - 15:19

natürlich hat Prof. Tibi recht, und Cicero hat ihm eine Plattform gegeben. Die Mainstreet-Medien haben ihn jahrelang ausgegrenzt. Viele Leser haben gute und intelligente Artikel geschrieben. Aber was nützt es? Die großen Verwerfungen die langsam sichtbar werden, ausgelöst durch eine katastrophale Flüchtlingspolitik, eine Energiewende die den Industriestandort Deutschland nicht nur gefährden wird, und eine auf Sand gebaute Euro-Rettung, werden zunehmen und künftige Generationen die Zukunftsperspektiven rauben. Nur ein kompletter Politikwechsel könnte den Absturz verlangsamen, aber die Bürger informieren sich nicht, und werden in den nächsten Jahren weiter zu 80% die Parteien wählen, die diese Situation zu verantworten haben. Die Medien werden schon dafür sorgen dass das auch so bleibt. Nein, es wird schlimmer werden, weil die gemäßigten Kräfte wie CSU und Teile der CDU werden weiter verlieren. Meine Prognose für die Wahlen 2017, 2018: Eine linksgrüne Regierung.

Sylvia Zarnack | Di, 25. Oktober 2016 - 17:33

Herr Tibi hat im großen und ganzen recht, nur ist er meiner Meinung nach auch irgendwie ein "Gesinnungsethiker". Er bringt nämlich nicht die auch in diesem Fall für Deutschland existierende "Verantwortungsethik" zur Sprache. Kein Staat, insbesondere keiner wie wir kann diese Probleme mit Gesetzen lösen, die sich an Ländern wie USA, Kanada und Australien orientieren, schon aus geographischen Gründen. Man vergesse nicht den aussichtslosen Kampf der USA an der Grenze zu Mexiko. Nur innerhalb Europas kann eine Lösung gefunden werden, da unsere neun Außengrenzen vernünftig geführte Aufnahmelager in den angrenzenden Ländern erfordern. Sonst ... siehe Calais...

Albert Schaller | Di, 25. Oktober 2016 - 17:46

...dass Merkel und ihrer Regierung die von Bassam Tibi dargestellten Sachverhalte und Zusammenhänge nebst der hieraus sich ergebenden Konsequenzen nicht ebenso klar vor Augen stehen sollten. Ich denke, diese 'Elite' ist darüber -anders als die närrischen Anhänger der LINKEn und GRÜNEn- genauestens im Bilde. Es ist also zu fragen, weshalb sie diese verhängnisvolle (besser: katastrophale) Politik weiterhin unbeirrt verfolgen und durchsetzen (?). Vernünftig und plausibel erklärbar ist dies nur unter der Annahme, dass diese Leute nicht im Interesse ihres (?) Landes und für dessen Bürger arbeiten, sondern für das Interesse (und im Auftrag?) Dritter. So gesehen machen auch die Beteuerungen der Kanzlerin, sie hätte einen Plan, durchaus Sinn. Nur ist dieser Plan eben nicht gut für Deutschland und Europa, für die Deutschen und die Europäer. Während man das im europäischen Ausland auch durchaus so sieht und sich nicht an diesem Aberwitz beteiligt, hält der Deutsche Michl treudoof still...

Dorothee Sehrt-Irrek | Mi, 26. Oktober 2016 - 17:21

In reply to by Albert Schaller

Seitens der Demographen, Ökonomen wird behauptet, dass Deutschland pro Jahr 1 Millionen? Zuwanderer braucht, um die Produktion aufrechtzuerhalten.
Diese Leute haben evtl. nie von Produktivitätszuwachs gehört.
Zudem ist die geringe Geburtenrate hausgemacht.
Nach der Wende entfielen die vielen Stellschrauben für Familiengründungen im Osten und die Menschen mußten sich erst einmal zurechtfinden.
Das ändert sich gerade zum Positiven. Familiengründung braucht in unseren Breiten Sicherheit, weil Menschen sich nicht als Abhängige von Gottes Gnade definieren.
Dass die jetzige Migration unter dem Deckmantel "Flüchtlinge" lief war vielleicht für viele praktischer, weil man auf mehr Zustimmung hoffte.
Ich glaube, dass diese Idee nach hinten losgegangen ist.
Mehr Produktivität bei dieser Migration scheint auch nicht ausgemacht.
Das wird man sehen.
Ich denke nur, dass die Unmöglichkeit zusammenzuleben unterdes evtl. aus der Bundesrepublik ein ungemütliches Land macht.
Kopftücher...

weiter oben zu einem Artikel von Herrn Pax in Neopress über den Soros Mann der Merkel berät, dass diese Zahl der 1 Millionen wohl von Soros stammt.
Aber ich glaube, der meinte noch Europa.
Vielleicht hat Merkel falsch gelesen oder aber die Staatlichkeit anderer europäischer Nationen unterschätzt, die nicht gleich sagen "Soros spricht, wir folgen", jedenfalls hat Deutschland jetzt annähernd diese Millionen.
Meine These lautet zudem, wenn Österreich und die südosteuropäischen Staaten nicht Merkel gebremst hätten, hätten wir innerhaln von 1-2 Jahren mit Famileinnachzug bis zu 7 Millionen Neubürger (Merkel O-Ton) in Deutschland gehabt.
Vor allem die Grünen haben sich diesbezüglich für mich als staatstragende Partei disqualifiziert.
Grüne Befindlichkeiten sollten keine Staaten auflösen, die sie niemals im Stande gewesen wären aufzubauen.
Im "Auenland" richten sie vielleicht keinen Schaden an, aber Gabriel tut gut daran SPD-Politik zu formulieren und dann auf die Ergebnisse zu schauen.

Anne Müller | Di, 25. Oktober 2016 - 19:29

Danke Herr Professor Tibi. Die Befürchtungen gehen aber dahin, daß trotz eines Einwanderungsgesetzes sich an der jetzige Praxis der Duldung etc. nichts ändern wird. Solange insbesondere Grüne und Linke sowie deren Blockwarte z.B. Pro Asyl und immer öfter auch Amnesty international etc. mit ihrem Mordsgeschrei und ihrer Profilierungssucht in Politik und Medien Gehör und willfährige Helfer finden, werden vernünftige Argumente, wie von Ihnen wunderbar dargestellt und begründet, leider nicht auf fruchtbare Boden fallen.
Meine Kinder und meine noch kleinen Enkelkinder tun mir heute schon leid.

Aamos Anderssen | Di, 25. Oktober 2016 - 20:23

... dass es diesen Beitrag in Cicero gibt. Es ist nur bedauerlich, dass es zu diesem politischen Kernthema keinen Beitrag dieser Güte - unabhängig davon, ob man ihm zustimmt oder nicht - im Bundestag gab und wahrscheinlich für lange Zeit nicht geben wird. Dorthin hätte er gehört.

Ruth Falk | Mi, 26. Oktober 2016 - 01:54

Danke Herr Tibi, aber leider dürften die, die das Sagen haben, allen voran AM, nicht die Intelligenz haben, die Logik der Frankfurter Schule zu verstehen. Armes Deutschland.

Manfred Schink… | Mi, 26. Oktober 2016 - 10:56

Es sollte der Artikel von Herrn Prof. Tibi gebunden mit Goldrand inclusive der Leserzuschriften, vom Verlag an unsere Volksvertreter gesendet werden, damit sie mal über "ihre verheerenden Entscheidungen in Sachen Integration" nachdenken!!

Dorothee Sehrt-Irrek | Mi, 26. Oktober 2016 - 12:51

Sowenig ich begeistert bin von den Visionen des Münkler-Ehepaars, so erschliesst sich mir doch nicht die Notwendigkeit der Unterscheidung zwischen Zu- und Einwanderung.
Illegale Einwanderung ist keinesfalls Zuwanderung. Naturwüchsig muss nicht das Gegenteil von Rechtsstaat sein.
Zudem sollte sich Deutschland hüten, sich innerhalb Europas isoliert zum Einwanderungsland zu erklären. Europa wäre von der Definition mitbetroffen.
Ist Europa ein Einwanderungsland wie die USA oder Kanada oder Australien? Nein, denn Europa bzw. die EU ist ein Verbund souveräner Staaten.
Diese souveränen Staaten sind gewachsen und so wird sowohl aus Deutschland wie auch aus der EU ein Land werden, in das man einwandern oder zuwandern kann, dass sich aber nicht in erster Linie über Einwanderung definiert.
Hier gibt es Identitäten und das scheint mir Tibis Problem.
Damit muss er sich auseinandersetzen, wenn er in Europa leben will und von mir gethest, in jedem anderen Land ebenso.

Siegfried Stein | Mi, 26. Oktober 2016 - 13:05

Um es mal krass darzustellen: Bevölkerungsüberschüsse anderer Länder werden von gewissenlosen Schleusern der Gruppe Merkel in das deutsche Sozialsystem transferiert.
Kurzgefasst:
"Kenne mer nit, bruche mer nit, fott domet."
Nur für "fott domet", zumindest ein gesittetes, dürfte es mittlerweile zu spät sein.
Man lese die Schriftzeichen an der Wand:

'Unter Flüchtlingshelfern wächst die Terrorangst'
https://www.welt.de/politik/deutschland/article159010049/Unter-Fluechtl…

Ja, die Bessermenschen bekommen langsam Angst - vor den Geistern, die sie riefen. Allerdings, vor der im Artikel angesprochenen "Blitzradikalisierung", brauchen sie keine Angst zu haben, diese Radikalisierung hat längst stattgefunden - in den Koranschulen und den Moscheen. Und sie findet weiter statt.

An dieser Stelle sei auch das "Conne-Island" in Hamburg erwähnt, das jüngst den Versuch startete, die "bunte" Sexualitätsmoral der "Neubürger" irgendwie "kritisch" zu "reflektieren" angesichts offenbar zu vieler unangenehmer Handlungen seitens der "Refugees". Dafür wurden sie natürlich postwendend aus den eigenen Reihen gedisst. Der Punkt ist aber ein anderer, nämlich dass es jetzt selbst diesen felsenfesten Welcomern offenbar langsam zu bunt wird und sie feststellen müssen, dass sie aus der Nummer nicht leicht mehr rauskommen. Und dass die Migranten auch gut gemeinte Angebote gerne mal so kräftig ausnutzen, dass die Gesinnungslinken das Sonderangebot abzuschaffen sich gezwungen sehen. Also sogar in Sachen Penunzen kriegen die nun ihre lieben Probleme mit den Bereichernden und Fachkräften. Und das dauerte nur knapp 1 Jahr...

Helmut Malente | Mi, 26. Oktober 2016 - 15:12

... Vorbild ist die Schweiz mit ihrer Abstimmung über noch mehr Zuwanderung oder nicht. Einfach mal den Souverän, das Volk, fragen. Einwanderungsgesetz ist längst überfällig.

Was mich nervt an dem Artikel ist 1) der allumfassende NS-Komplex und 2) der pädagogische Leitfaden zur Integration.

"Das Schlechte an Deutschland ist ... es ihnen außer Unterbringung, Alimentierung und Sprachkursen nichts anzubieten hat."

Herr Tibis Anspruchsverhalten in allen Ehren aber wo ist dieses "mehr" gesetzlich verankert? Warum sind wir Deutsche hier in der Bringschuld? Unsere Ressourcen sind endlich. Es gibt geschlossene Jugendclubs, Bibliotheken .... denen wird auch nix mehr "geboten" und fühlen sich ausgeschlossen. Bitte mal die Perspektive wechseln.

Bonga Rottanina | Mi, 26. Oktober 2016 - 19:34

nachdem vor allem Übersee-Monopolisten in Europa täglich Tausende ARBEITSPLÄTZE einsparen und vernichten, haben wir einfach keine Arbeit mehr. Und bei 16 Mio. Armen in D. ist unser Sozialsysteme mehr als überlastet, so, daß bald gefährliche Spannungen kommen werden. Wer das anders sieht, will dem Volk nur schaden, fertig....

Enrico Stiller | Fr, 28. Oktober 2016 - 12:18

Das ist noch verharmlosend. Denn wer diese einfachen, hier von Bassam Tibi ausgesprochenen Binsenweisheiten nicht sehen will, der ist kein Kind, sondern etwas ganz anderes - ich überlasse die Bezeichnung der Fantasie des Lesers. Seit Jahrtausenden lassen sich immer wieder Fälle von kollektivem Wahnsinn von Eliten beobachten - Zeiten, in denen sie die irrsinnigsten, bizarrsten, sektiererischsten Wahnideen aufgriffen. Dies geschah meist in den zyklischen Endstadien von geschichtlichen Perioden. Oswald Spengler hat dies im 2. Band seines 'Untergang des Abendlandes' für das antike Rom ausgeführt. Rationalität und Logik werden einfach über Bord geworfen. Genau das sehen wir jetzt in Deutschland. Schon wieder. Dabei ist das letzte dementsprechende Ereignis doch noch nicht so lange her.

Jürgen Lehmann | Mo, 31. Oktober 2016 - 18:36

Sehr schön, dass es bei dem Artikel von Bassam Tibi so lebhafte Diskussionen gab.

Der Autor liegt vollkommen richtig mit seinen Argumenten. Wobei sich - wie in allen Beiträgen - alles nach eigenem Denken zerpflücken läßt.
Leider ist es sehr unwahrscheinlich, dass unsere Politiker; und die sonstigen unverbesserlichen Mitbürger, an einer Lösung zur sinnvollen Regulierung der Flüchtlingsströme interessiert sind.

Uwe Ködel | Di, 1. November 2016 - 13:28

Warum schlägt eigentlich niemand Herrn Tibi als Gauck-Nachfolger vor? Herr Tibi könnte definitiv dazu beitragen, dass dieses Land zu Verstand und Vernunft im Umgang mit der (keineswegs ausgestandenen) "Flüchtlingskrise" zurückfindet - ganz im Gegenteil zu anderen Vorschlägen, wie z.B. den "Open Border"-Sympathisanten N. Kermani und Fr. Käsemann.
Aber vermutlich gefällt der Kanzlerin dieser Vorschlag gar nicht.

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