USA und Nordkorea - Trumps kurze Zündschnur

Donald Trump hat seine Rhetorik gegenüber Nordkorea verschärft und damit die Eskalation in dem Konflikt vorangetrieben. Warum der amerikanische Präsident eine Gefahr für den Weltfrieden ist

US-Präsident Donald Trump
„Forrest Trump“ hält es für große Tatkraft und Entschlossenheit, was er da gegen Nordkorea vollführt / picture alliance

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Christoph Schwennicke ist Chefredakteur des Magazins Cicero.

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Große Kriege, das lehrt die Geschichte, suchen sich oft vergleichsweise kleine Anlässe. Das kann ein unfreiwilliger Sturz dreier Männer aus dem Fenster einer Burg in Prag sein. Das kann eine listig formulierte Depesche aus einem kaiserlichen Kurtort sein. Oder eine Kugel im Kopf eines Thronfolgers. 

„Sarajewo Incidents“ nennt man diese Auslöser im angelsächsischen Sprachraum in Anlehnung an das Attentat auf Franz Ferdinand in der Stadt am Ufer der Miljacka. Nicht immer entstehen Kriege aus diesen Anlässen. Manchmal lassen sie sich gerade noch abwenden. Die Kuba-Krise von 1962 steht dafür. Der letzte „Sarajewo Incident“, den die Welt erlebt hat, war der ungeklärte Abschuss eines Passagierflugzeugs über der Ukraine. Auch das gewaltsame Ende des Flugs MH17 hatte das Zeug dazu, Großes auszulösen. 

Ein zweiter Stellvertreterkrieg wäre fatal

Aktuell ist das atomare Drohgebaren zwischen dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un und dem amerikanischen Präsidenten Donald Trump so ein Anlass, von dem eine Gefahr für die ganze Welt ausgeht. Es geht dabei nicht um die Frage, ob der Führer der westlichen Welt sich von einem hochneurotischen Diktator eines kafkaesk-kommunistischen Landes in einen Konflikt ziehen lässt. Nordkorea, schwach und zugrunde regiert, ist ein Klecks auf der Weltkarte.

Aber an einem Korea-Krieg der USA kann sich mehr entzünden. Denn die Welt sucht gerade eine neue Ordnung. Die Hegemonie des Westens ist gebrochen. Russland, China und der Westen tarieren ihre globale Macht neu aus. Die jüngste gigantomanische Militärparade in Peking hat gezeigt, dass China nach langen Jahren der Zurückhaltung auch imperialistische Ansprüche erhebt. Die Dauerblockade Russlands und Chinas im UN-Sicherheitsrat künden darüber hinaus vom Armdrücken der großen Drei. Der westlichen Welt, China und Russland.

Ein Stellvertreterkrieg zwischen Russland und dem US-geführten Westen tobt schon in Syrien. Ein zweiter wäre fatal. Und Korea liegt geostrategisch in der unmittelbaren Einflusssphäre Chinas. Eine amerikanische Intervention in Nordkorea bliebe nicht ohne chinesische Reaktion. 

Trump fehlt jegliches Gespür

Mit den Drohgebärden zwischen Donald Trump und Kim Jong Un ist die Welt jenem Albtraum schneller nahe gekommen, als man sich das hätte ausmalen mögen. Das ganze Gebaren Trumps vor seiner Präsidentenwerdung ließ schon immer ein blümerantes Gefühl zurück beim Gedanken daran, dass der amerikanische Atomkoffer in den Händen dieses Mannes liegen wird. Seine verbalen Breitseiten gegen Pjöngjang, ausgestoßen mal eben zwischen Golfplatz und Whirlpool, nähren dieses mulmige Gefühl weiter.

Dass den nordkoreanischen Machthaber ein Grusel umweht: so weit, so klar. Dafür muss man nicht einmal alle Schauergeschichten glauben, wie er sich seiner engsten Familienmitglieder entledigt, wenn sie nicht mehr stramm zu seiner Linie stehen. 

Aber dass der gewählte Präsident der mächtigsten Demokratie der Welt so agiert, wie er agiert, hat eine ganz andere Dimension. Der Mann, das haben die vergangenen Monate zweifelsfrei erwiesen, hat die politische Weitsicht und den Charakter eines Kleinkindes. Er hält es für große Tatkraft und Entschlossenheit, was er da gegen Nordkorea vollführt. Aber er hat auch seine Äußerungen zur Figur von Emmanuel Macrons Ehefrau in deren Beisein  für ein Kompliment gehalten. Ihm fehlt jegliches Gespür. Ihm fehlt die nötige Besonnenheit und rationale Kühle. Ihm fehlt jedes Geschichtsbewusstsein. Sowie jedwede politisch-strategische Intelligenz. Er ist so grotesk wie Forrest Gump. Er ist „Forrest Trump“, wie der Tagesspiegel vor einigen Wochen trefflich getitelt hat.

Eine Gefahr für die Welt

Es hat schon öfter amerikanische Präsidenten gegeben, die dem Amt in Wahrheit intellektuell nicht gewachsen waren. Aber sie alle waren immerhin klug genug, sich diese individuellen Begrenzungen einzugestehen und sich auf ihren Stab, ihre jeweiligen Experten zu verlassen. Eben das tut Trump offenkundig nicht. Nur so ist zu verstehen, dass sein eigener Verteidigungsminister öffentlich vor den Folgen der Trumpschen Nordkorea-Politik (so man das überhaupt Politik nennen kann) warnt. Was James Mattis da ausstößt, ist ein Hilfeschrei. Nichts weniger als der Hilfeschrei eines Mannes, dem es vor seinem eigenen Präsidenten graut.        

Bislang hat man sich – mit etwas Humor – sein mulmiges Gefühl bei diesem Twitter-Präsidenten auch mal von der Seele lachen können. Damit ist es vorbei. Da gibt es nichts mehr zu lachen. Dieser Präsident ist ein großes Unglück für die Vereinigten Staaten von Amerika. Und eine Gefahr für die ganze Welt.  

Stefan Decker | Fr, 11. August 2017 - 13:40

China ist zwar eine Diktatur und ihre Führer wahrscheinlich sogar rassistisch eingestellt. Aber "imperialistische Ansprüche" erhebt es nicht. Ein Imperium ist eine Reich, welches sich über mehrere Kontinente erstreckt. China will aber kein Land erobern, sondern Dominanz gegenüber seinen Nachbarn ausüben und möglichst viel Kontrolle über Teile der Weltmeere.

Zu Trump: es ist naiv zu glauben, er sei wirklich der Präsident Amerikas. So wie Kissinger irgendwann den Geheimdiensten mitteilte, sie bräuchten Nixon kaum noch neue Berichte vorlegen, weil er sie sowieso nicht lese, so wird Trump wahrscheinlich als eine Art Nebelbombe des amerikanischen Establishments benutzt. Innenpolitisch sorgt es für Ablenkung. Außenpolitisch bleibt Amerika für seine Feinde schwer einzuschätzen.

Wir brauchen Trump weder persönlich noch ernst zu nehmen. Die Lage muss nach den üblichen Parametern eingeschätzt werden wie Interessen, Bündnisse, Idologie, Militärmacht und Geheimdienstarbeit. Das fehlt hier.

Warkus Michael | Fr, 11. August 2017 - 15:15

In reply to by Stefan Decker

wie kommen Sie darauf, dass Chinas Führer "wahrscheinlich sogar rassistisch eingestellt seien"?
Ist das ein Modewort, das für unangenehme oder mißliebige Zeitgenossen verwendet wird? Klingt ähnlich wie populistisch oder alternativlos.

Matthias Junglewitz | Fr, 11. August 2017 - 16:45

In reply to by Stefan Decker

Natürlich sind die Chinesen rassistisch. Nicht nur die Führung, das Volk allgemein.
Das geben sie offen zu und finden das ganz normal. Sowie Ende des 19Jhr das englische Empire als Ausdruck der Gott gegebenen Überlegenheit der anglikanischen Rasse empfunden wurde (Cecil Rhodes). Für Chinesen ist China der Mittelpunkt der Welt und sie sind die Söhne des Himmels während alle Nichtchinesen Barbaren sind. Das gilt auch für die Langnasen (damit sind wir gemeint). Und sie werden kaum keinen Chinesen oder Japaner finden der sich bräunen lässt. Blässe ist vornehm und zeigt, dass man nicht im Freien arbeiten muss. Rassismus ist überall auf der ganzen Welt normal. Nur im Westen scheint man damit ein Problem zu haben. Der Vize von Osama Bin Laden hat Obama mal einen Stubenneger genannt. Rassismus gibt es auch bei den Gutmenschen. Durch ihre übertriebene Fürsorge für Flüchtlinge zeigen sie eigentlich nur, dass sie diese für unselbstständig halten und man an der Hand führen muss. Rassismus pur.

Tonicek Kolot | Fr, 11. August 2017 - 19:35

In reply to by Matthias Junglewitz

. . . Ihr Beitrag, insbesondere die letzten 4 Zeilen, hat mir ein Lächeln, welches gleich zum Schmunzeln mutierte, in's Gesicht gezaubert. Wenn Sie wüßten, wie Recht Sie haben! Das habe ich aber erst nach einer knappen Stunde des Nachdenkens herausgefunden. - Danke, Herr Junglewitz, für Ihren Beitrag.

Rolf Pohl | Sa, 12. August 2017 - 14:33

In reply to by Matthias Junglewitz

Nö guter Herr Junglewitz, nur die Verwendung des Begriffs kommt beliebig, normal zum Einsatz und soll die eigene Kultur bewahrende Daseinsformen diskriminieren helfen.

Das was Sie für China als Rassismus verorten ist nichts weiter als der Wille die eigene Kultur zu bewahren. Chinesen haben weder Probleme mit anders aussehenden noch andersdenkenden. Sie möchten lediglich nicht gezwungen sein so werden zu müssen wie Angehörige anderer Kulturen. Was sie übernehmen und für richtig halten wollen allein sie selbst entscheiden.
Das steht im Kontrast zu Verhaltensweisen großer Teile von Europäern und wird von denen dann beliebig "Rassismus" genannt. Albernes Zeug und billige Denke pur.

Knut Lützner | Fr, 11. August 2017 - 17:45

In reply to by Stefan Decker

schnell mal salopp als "wahrscheinlich rassistisch " zu bezeichnen finde ich intellektuell arg grenzwertig und einfach respektlos diesem großartigen Land gegenüber. Wahrscheinlich empfinden sie die Führer Chinas auch als rechtsradikal.

Hans Jürgen Wienroth | So, 13. August 2017 - 15:38

In reply to by Stefan Decker

Wer behauptet, China hätte keine imperialistischen Ansprüche verkennt die Weltlage. In den Hungerregionen Afrikas hat China Land gepachtet, um mit eigener Bevölkerung Landwirtschaft zu betreiben. In Europa kauft „China“ Firmen mit Know-how, missachtet im eigenen Land das Patentrecht, vergiftet die Umwelt, verkauft Fake-Produkte rund um den Globus (egal welche Gefahr für Leib und Leben der Kunden besteht). Das alles ist nicht imperialistisch?
Wer behauptet, Trump hätte die Korea-Krise heraufbeschworen, verkennt die Situation. Es war das „aussitzen“ Obamas, die Schwäche der UN und Chinas Machtanspruch, die Kim so stark werden ließen. Wir würden anders reden, wenn diese Situation im geteilten Deutschland bestünde. Die Geschichte zeigt: Mit sich selbst überschätzenden Herrschern wie Hitler, Kim & Co. kann man kaum verhandeln.
China misstraut dem Westen zu Recht, handeln doch Deutschland und die Nato gegen das 2 + 4 Abkommen. Russland ist heute von Nato Staaten umgeben.

Joachim Baumeister | Fr, 11. August 2017 - 13:46

Mr. Trump hat tatsächlich etwas Psychopathisches. Ein Präsident der in seiner charakterlichen Disposition nicht auf diesen Sessel gehört. Aber die eigentliche Gefahr geht von einem pubertierendem Babyface aus, das sich unterstützt von der Herrschaftsclique eines orwellschen Staates, mit alles Mitteln an der Macht halten will. Mittels des Militärs, auf dem der ganze Staat beruht, festigt er nur durch das passende Feindbild USA seine diktatorische Stellung. Dazu benötigt er immer wieder Drohungen ohne realistischen Grung. Diese ständige Unruhe und Gefahr geht zunächst einmal von diesem Kim-Jon-Un aus.

Reiner Jornitz | Fr, 11. August 2017 - 14:28

Man darf nicht die Ursache des wirklichen Problems in Trump sehen , sondern die Ursache ist im früheren Etablissement zu sehen, die gierig nach Macht, Geld und Einfluss waren. Ein schier undurchdringlicher Filz den die Amerikaner nicht mehr mitmachen wollten. Sie riefen nach Veränderungen und Selbstbestätigung ihrer Anliegen. Ihnen wurde genauso nicht zugehört wie bei uns in Deutschland. Trump ist nur das Ergebnis von Lügen und Unvernunft! Jetzt zahlen wir den Preis dafür. Obwohl , ich habe noch nie gehört das die Medien etwas gutes von Trump geschrieben haben nur das übliche bla,bla,bla . Es gibt aber wiederum die Chance aus den Fesseln des amerikanischen politischen Einflusses in Deutschland zu entledigen. Wir müssen aber aufpassen, denn die amerikanische Industrie lebt vom Krieg und das Land. Nur diesmal kann der Schuss nach hinten losgehen

Christop Kuhlmann | Fr, 11. August 2017 - 14:35

Man kann ihm sicher einen Mangel an Empathie unterstellen, aber vielleicht ist das auch nur der Versuch Volkes Stimme in den fly over states wiederzugeben. Trump ist nach wie vor im Wahlkampf und ringt um die Anerkennung in seiner Zielgruppe. Er hat durch seine erratische Rethorik bereits viel erreicht. Er muss gar keine Mauer zu Mexiko bauen. Die Migranten flüchten jetzt schon aus dem Land. Das kanadische Militär baut bereits Zeltstädte für sie auf. Er muss keine Strafzölle einführen. Es reicht vollkommen ein bisschen darüber zu twittern und der Dollar verliert 10% und mehr im Vergleich zum Euro. Jemand, der das politische Establishment der beiden großen Parteien in den USA dermaßen besiegt, wie er es getan hat, ist das Gegenteil von dumm. Es wäre fatal ihn zu unterschätzen. Es geht nicht darum was er sagt, sondern wie es wirkt.

Genau so ist es, die deutsche Presse hat immer noch nicht verstanden, was D.Trump so erfolgreich gemacht hat. In deren Augen bleibt Trump ein unberechenbarer Vollidiot und ungefähr die Hälfte der Amerikaner, die ihn gewählt haben, gleich mit.
Antiamerikanismus kann so einfach sein.

Torsten Knecht | Fr, 11. August 2017 - 14:35

... und Macho-Gehabe, mehr nicht.

Warum fordert die Weltgemeinschaft die USA nicht auf, endlich mal abzurüsten u. ihre kriegerischen Eingriffe ausserhalb ihres Territoriums ein zu stellen?

Die eigentliche Gefahr ist systemischer u. weniger personeller Natur.

Michael Sander | Fr, 11. August 2017 - 15:29

In reply to by Torsten Knecht

Sie würden Kim Jong Un also gewähren lassen und finden es in Ordnung, dass ein wildgewordener Psychopath seine atomaren Interkontinentalraketen auf Amerika richtet?
Oder wie ist Ihr Kommentar sonst zu verstehen?

Da irren Sie. Manchmal braucht es in dieser durchgeknallten Welt einen Dirty Harry. Leider.

Torsten Knecht | Fr, 11. August 2017 - 16:51

In reply to by Joachim Baumeister

... ansonsten gibt es die UN o. ein Staat fordert von anderen Staaten Hilfe ein.

Der letzte Einsatz von Dirty Harry hieß Irak-krieg, brachte k. A. 1 Mio. Menschen den Tod u. die mit Uran angereicherte Munition hinterläßt verseuchte Landstriche mit oftmals verkrüppelten Geburten.

Nee, nee das wünschen sich auch keine Amerikaner, das bei Ihnen Ausländer Krieg führen, verbrannte Erde u. Destabilisation zurück lassen u. die eigenen Kinder als Krüppel geboren werden.

nur großmäuliges Gerede ist andererseits rüstet er ja nachweisbar auf. Es scheint, dass Militärflugzeuge schon das gegnischere Fixieren eines Radars als Angriff interpretieren. Insofern ist Trump objektiv unter Zugzwang in dem Moment in dem NK seine Raketen abfeuert in Richtung eines US Ziels. Soll er auf den Einschlag warten oder NK warnen, dass das Abfeuern einer Rakete schon einen Angriff bedeutet? Man mag die Art und Weise nicht mögen wie Trump sich ausdrückt, aber ich denke jeder vorherige US Präsident hätte unmissverständliche Warnungen und Drohungen ausgesprochen. Was gibt es zu verhandeln wenn eine Partei ununterbrochen davon redet die andere Partei zu vernichten? Auch Hitler war klar in dem was er sagte und unter dem Ergebnis leiden wir immer noch.

...hat weder funktionierende Interkontinentalraketen, schon gar keine, die er atomar bestücken könnte und Donald Trump ist einfach ein undiplomatisches Großmaul, mehr nicht.

Um einen Krieg mit Nordkorea anzuzetteln bedürfte es umfangreicher militärischer Vorbereitungen, davon ist weit und breit nichts zu sehen und zu hören, also besteht nicht die geringste Gefahr dafür, dass Trump versehentlich einen Krieg auslösen könnte.

Robert Müller | Mo, 14. August 2017 - 13:03

In reply to by Hannes Niesslbeck

Ich glaube irgendwo davon gelesen zu haben, dass zwei Flugzeugträger-Kampfgruppen in der Gegend dort sein sollen. Die sind ganz sicher in der Lage die Raketenstartplätze in Nordkorea zu zerstören. Sollte Nordkorea daraufhin konventionell in Südkorea einrücken, dann wird aus dem zur Zeit dort stattfindenden Manöver halt ernst.

Jürgen Dopke | Fr, 11. August 2017 - 14:36

dass ich nicht mit Ihnen übereinstimme, lieber Herr Schwennicke.

Ich halte beide "Staatsmänner" für Dampfplauderer.
Trump hat intelligente Berater an seiner Seite, die es m. M. nach nicht zulassen werden, dass ihr "Chef" Dummheiten macht. Mike Pence und James Mattis zähle ich dazu als erste auf.

Sicher sind Kriege der Vergangenheit aus nichtigen und teilweise konstruierten Gründen (WK I + II, Vietnam, Golfkriege) begonnen worden; aber wir befinden uns bekanntlich im Atomzeitalter. So einfach ist es heute nicht mehr. Jedenfalls nicht ohne sich der Gefahr auszusetzen, Leben und Gesundheit der eigenen Bevölkerung und das der Verbündeten (Japan, Süd-Korea) zu riskieren. Geschweige der Gefahren, die ein Eintritt von China und Russland in solch einen Konflikt auslösen.

Die geostrategischen Verwerfungen, die aus so einem Krieg entstehen würden, wären eklatant.

Von daher fürchte ich mich nicht vor einem Krieg, obwohl die beiden "Hitzköpfe" in ihrer Rhetorik schon zu weit gehen.

Ich stimme Ihnen zu Herr Dopke, denn es geht mir genauso. Dieses Mal kann ich die Meinung von Herrn Schwennicke nicht ganz teilen. Irgendwann muss diesem Wahnsinnigen in Nordkorea und seinen Freunden doch einmal gesagt werden bis hierher und nicht weiter. Immerhin bedroht er die Welt mittlerweile quasi im Monatsrythmus. Es wird Zeit den Diktatoren der Welt zu zeigen,dass es so nicht geht. Das gilt übrigens genauso für den Irren in Venezuela. Wird nicht immer geklagt, dass man auch Hitler rechtzeitig hätte bremsen müssen? Oder wollen wir warten bis Kim seine Atomwaffen fertig hat? Man muss ihm halt vorführen, dass alliierte Raketen auch 30 Meilen vor der nordkoreanischen Küste einschlagen können. Das tut nicht weh ist aber vielleicht lehrreich.

Die Welt lebt im Dauerkrieg. Der Begriff "Weltfrieden" bezieht sich m.E. nur auf etwas das noch nie da war. Zumindest nicht seit es Menschen gibt. Es gibt nur wechselnde Akteure und Zuschauer. NK ist zu unbedeutend. Da sehe ich die größeren Probleme eher im Ukrainekonflikt. Hier ist unsere Mutti Merkel und damit D der Scharfmacher. Die AFD versucht hier die Wogen zu glätten. Auch Lindner hat sich gut geäußert. Hier könnte ausnahmsweise auch mal die Linke hilfreich sein. Interessante Koalition.

helmut armbruster | Fr, 11. August 2017 - 14:37

kann nur ein Bluff oder ein Einschüchterungsversuch sein oder eine innenpolitische Notwendigkeit um das Image des starken Mannes aufzupolieren.
Niemand, auch nicht ein Kim, kann sich einbilden etwas gegen das Atomwaffenarsenal der USA ausrichten zu können. Der Gegenschlag wäre absolut sicher und er wäre die Vernichtung.
Das weiß auch China, das vermutlich hinter Kim steht u. die Provokationen Kim's billigt.
Die Absicht dahinter kann nur sein, das Image der USA zu beschädigen, sie als kraft- und saftlos der Welt vorzuführen um selbst um so strahlender und stärker dazu stehen.
Doch sie haben nicht mit Trump gerechnet, der solche Provokationen geradezu braucht. Ein Maulheld, der er nun einmal ist, lässt sich von einem anderen Maulhelden nicht übertrumpfen.
Es wird bei Wortgefechten und wüsten Pöbeleien bleiben, wie das bei Maulhelden so üblich ist.

Rolf Pohl | Fr, 11. August 2017 - 15:00

... wie begrenzt auf diese Zusammenhänge Trump die geringere Gefahr für den Weltfrieden. Auslöser sind eindeutig die Macher in und aus Nordkorea. Ob dort letztendlich irgendein Dauer-Kim allein die Verantwortung trägt bleibt für uns sowieso im Dunklen.
Pech nur, dass der derzeitige Präsident eine Lachnummer erster Güte abbildet und auch ist.

Wer von uns weiß schon wer den, warum, dorthin gestellt hat. ???

Albert Keller | Fr, 11. August 2017 - 15:04

Kim will Guam bombardieren und Trump ist Schuld. Hinterher beschwert sich die Presse dann über Vertrauensverlust...

Joachim Fehr | Fr, 11. August 2017 - 15:07

Es tut mir leid. Leider trifft der alte Spruch zu: Nur die dümmsten Kälber wählen ihre Metzger selber.
So wird die Welt zum Pulverfass!

Wo sind die gestandenen Republkaner, die im Interesse der Welt, Trump (das Wort Herr habe ich bewusst weggelassen)aus dem Amt bringen. Unbegreiflicherweise sind die Demokraten abgetaucht. Die stärkste Macht der Welt ist total aus der Spur.

Thorsten Rosché | Fr, 11. August 2017 - 15:14

Das hört sich so an als bräuchten wir einen Chamberlain wie 1939 mit einer Art Beschwichtigungs-Politik. Wie das ausgegangen ist wissen wir mittlerweile. Nein Trump handelt in der Sache richtig, ob im Ton sei dahin gestellt, er könnte gelassener sein. Diesmal absolut nicht ihrer Meinung.

Axel Kreissl | Fr, 11. August 2017 - 15:16

Man muss nicht ins gleiche Horn blasen wie alle, denn es ist alles eine Frage des eigenen Koordinatensystems. Zu einer anderen Zeit wäre Herr Trump als relativ normaler Mann mit Machogehabe eingestuft worden. In einer Zeit, in der im Westen "emanzipierte vaterlose Frauen" und die dazugehörigen Muttersöhnchen die Welt regieren wollen, wird er els gefährlich und unberechenbar dämonisiert. Es ist aber das Wesen eines normalen Mannes, dass er nicht alternativlos ist und einfach auszurechnen. Nein, die wirkliche Gefahr geht von denen aus, die sich selbst nicht kennen und ihre Dämonen nicht im Griff haben und das sind die oben erwähnten Ankläger. Denn sie wissen nicht, was sie tun und neigen zu Kurzschlussreaktionen, die sie anderen unterstellen. Deshlab bin ich mir sicher: Mit Frau Clinton hätten wir diesen kriegerischen Konflikt ganz sicher, bei Herrn Trump bin ich da viel gelassener. Und Herrn KimYong Un sollte man doch nicht überbewerten!

Michael Sander | Fr, 11. August 2017 - 15:25

außer Spekulationen und Unterstellungen lese ich hier leider nichts, was Ihre Einschätzung stützt.
Trumps Rhetorik war schon immer speziell. Es spricht jedoch Vieles dafür, dass er damit sehr erfolgreich ist und dass er seine Provokationen auch sehr gezielt einsetzt.
Verbale Einschüchterungen gehören zur Drohkulisse. Nur wenn Kim Jong Un glaubt, dass Trump es ernst meint, besteht die Chance, dass er noch einlenkt.
Obama hat diesen Konflikt übrigens sträflich schleifen lassen. Mit dem Ergebnis, dass NK nun mit seinen Atomraketen das amerikanische Festland bedrohen kann.
Welcher Präsident war nun ein größeres Sicherheitsrisiko für den Weltfrieden?
Und vor allem, welche Möglichkeiten hat Trump nun noch, wenn der diplomatische Druck auf China offenbar nicht ausreicht? Soll er den Irren gewähren lassen, wie es China und Russland tun?
Wir sollten Amerika dankbar sein, dass es auch unter Trump immer noch bereit ist, die heißen Kastanien aus dem Feuer zu holen.

Karin Zeitz | Fr, 11. August 2017 - 15:30

muss ich Herrn Schwennicke dieses Mal widersprechen. Nicht die von ihm genannten Anlässe waren wirklich die Auslöser der Kriege, sondern sie waren vorgeschobene Argumente, um “dem dummen Volke“ die längst beschlossenen und wohlvorbereiteten Angriffe auf andere Völker zu vermitteln. Wenn sich die “Falken“ in Amerika siegessicher genug fühlen und die Aussichen auf Profit groß genug geworden sind wird ein neuer Krieg vom Zaune gebrochen werden. Ein Anlass wird sich dann schon finden.

Dirk Jäckel | Fr, 11. August 2017 - 17:09

In reply to by Karin Zeitz

Ich bitte Sie, Frau Zeitz, das klingt mir aber doch ein wenig, sorry, nach Vulgärmarximus. In Nordkorea wäre noch viel weniger zu holen als in Afghanistan und im Irak, und schon da war es falsch, von Krieg für Bodenschätze zu sprechen (die Lizenzen irakischen Ölfelder sind bekanntermaßen nicht an die Amerikaner versteigert worden). Wer wollte bestreiten, dass es teils üble Falken bei Reps und Dems gibt (bzgl. Russland v.a. Clinton und McCain), aber die wissen ebenso, dass Kriege heutzutage auch für den Sieger ein irrwitziges Zuschussgeschäft sind.

Karin Zeitz | Fr, 11. August 2017 - 20:23

In reply to by Dirk Jäckel

betrifft zwar die Staatskassen der kriegführenden Länder, aber nicht die Gewinne der Rüstungsindustrie. Diese sprudeln immer - egal wie teuer der Krieg ist und ob er gewonnen oder verloren wurde.

Mathias Trostdorf | Fr, 11. August 2017 - 15:36

Ich bin zwiespältig, was diese und andere vergleichbare Situationen betrifft. Einerseits stört mich die Rolle der USA als selbsternannte Weltpolizei, die auch schon jede Menge Schaden angerichtet hat- anderseits: Wer könnte es sonst mit Psychopathen wie Kim aufnehmen? Rückgratlose "diplomatische" Kriecherei wie im Falle Merkel/ Erdogan führt meiner Meinung auch nur dazu, daß sich selbstverliebte Herrscher noch toller finden.

Einfacher ist das Ausschlussverfahren, was man nicht machen sollte:

Keine A-Bombe, keine Kriegshandlungen, keine Beschimpfungen, keine Eskalation fördern .... weil hauptsächlich die Bevölkerung die Leidtragenden sind.

Kim will vor allem seine Diktatur aufrecht erhalten, wie Assad ja auch. Dafür ist ihm ein äußerer Feind als Mittel der eigenen Legitimation u. der geschlossenen Reihen hinter sich nur recht. Die Bevölkerung dort muss kapieren, das der Feind nicht ausserhalb ihrer Grenzen liegt sondern die Gefahr von ihrem Führer ausgeht. Der Schlüssel liegt also im Verhalten der Bevölkerung in NK und nicht darin einen Konflikt militärisch deeskalieren zu lassen. In diesem Fall geht Kims Strategie auf.

sie schreiben der Schlüssel liege im Verhalten der nk Bevölkerung???
Welche Möglichkeiten sich zu verhalten hat eine Bevölkerung in einer so totalen Diktatur?
Wie würden Sie sich verhalten, wären Sie in der Lage der nk Bevölkerung?

Torsten Knecht | Mo, 14. August 2017 - 15:38

In reply to by helmut armbruster

Es gibt drei Szenarien: 1) man flieht 2) man betreibt Widerstand allein o. gemeinsam vor Ort 3) man passt sich an, ist Mitläufer o. Systemgünstling. Zurückziehen als vierte Option ist in einer Diktatur kaum möglich, da man sonst verdächtigt wird.

Ich würde abwägen. Systemanhänger käme nicht in Frage. Entscheidend für konkrete Maßnahmen sind viele Faktoren: Fluchtchance, Freiheitsgefühl, Einfluss, Vertrauen, Kontakte, Info-beschaffung, Angst vor dem Hungertod, Straflager ...

Solange in einer Diktatur Menschen für nix umgebracht werden, ist Flucht m. E. die sinnvollste Option.

Das Individuum allein ist machtlos in einer Diktatur. Da muss Vertrauen geschaffen werden, am besten bei den Jungen. Erst Vertrauen dann kritisches Denken u. wenn die Zeit reif ist, Mut mit Selbstverantwortung zu verbinden u. der Leidensdruck groß genug ist, dann entsteht eine breite soziale Bewegung. Dagegen wäre Kim auf Dauer machtlos.

Dr. Roland Mock | Fr, 11. August 2017 - 16:19

1. Eine Gefahr für den Weltfrieden ist nicht Trump, sondern die Existenz eines kommunistischen Staates mit einem Diktator, der über Atomwaffen verfügt 2. Wer meint, daß es sich um einen Konflikt USA-Nordkorea handelt irrt genauso wie diejenigen, die gedacht haben die Anschläge von 2001 richten sich ausschließlich gegen Amerika. Kim bedroht nicht die USA, er bedroht uns alle. 3. Deshalb geht es auch nicht, wie Herr Schwennicke meint, um China g e g e n Amerika. Nordkoreas Schutzmacht China ist dabei, die Geduld mit Kim zu verlieren. Eine Lösung ist nur möglich, wenn China und Amerika sich (günstigstenfalls unter Einbeziehung Rußlands und Südkoreas) an einen Tisch setzen und eine g e m e i n s a m e definitive Lösung beschließen. Soll die Welt warten bis die bisher noch unzuverlässigen nordkoreanischen Atomraketen so ausgereift sind bis Kim wirklich ungestraft die Welt bedrohen kann? 4. Die öffentliche Rhetorik Trumps hilft hier in der Tat nicht weiter. Er soll lieber handeln (siehe 3.).

Torsten Knecht | Fr, 11. August 2017 - 17:13

In reply to by Dr. Roland Mock

... möchte nur noch einmal daran erinnern, dass wir z. Zt. des Kalten Krieges eine ähnliche Konstellation hatten. Zwei Regimeblöcke davon eines totalitär u. beide mit A-bomben bestückt.

Doch der "Krieg" fand nicht auf militärischer Basis statt sondern auf ideologischer Ebene als Konkurrenz zwischen den Wirtschaftssystemen. Das Ende kennt jeder. Die Schlussfolgerung ist die, das die eigene Bevölkerung Kims den Feind im eigenen Land erkennen muss u. nicht ausserhalb ihrer Grenzen. Dann nützt Kims "böse-Feind-Strategie" nix mehr.

Eine militärische Strategie gegen ein ganzes Land zu priorisieren, bei dem lediglich der große Diktator außer der Norm liegt u. Dr. No mimt, ist doch absurd.

Dr. Roland Mock | Fr, 11. August 2017 - 22:24

In reply to by Torsten Knecht

Ich denke, daß die Bevölkerung Nordkoreas sehr wohl weiß woran sie ist. In einem Land aber, in dem man schon ins Lager geht, weil man nicht laut genug über den Tod seines letzten Tyrannen heult, hat man nicht die Spur einer Chance auf Widerstand. Ich kann mir, sollte es zu einer militärischen Lösung kommen, übrigens beim besten Willen nicht vorstellen, daß dieses ausgehungerte Volk für ein weiteres Leben in seinem Gulag kämpfen würde. Und könnte. Bin nun wirklich kein Militärexperte, aber ich denke, wenn sich die USA, China und Rußland einig wären, wäre die Diktatur innerhalb weniger Stunden ausgelöscht und Kim würde sich -wie seinerzeit Saddam- in irgendeinem Erdloch verkriechen. Im günstigsten Fall, ohne vorher noch eine seiner (angeblich bisher noch unausgereiften) Atomwaffen zu zünden. Ich weiß, daß sich das martialisch, fast zynisch anhört. Aber wie es schon ein anderer Kommentator hier ausdrückte: Appeasement macht Diktatoren immer nur stärker.

Christa Maria Wallau | Fr, 11. August 2017 - 16:45

Allmählich müßte man sich doch an die Rhetorik dieses Mannes gewöhnt haben.
Sie ist nun mal, wie sie ist.

Ich wage zu behaupten, daß dieser rüpelhafte Präsident keine größere Gefahr für den Weltfrieden darstellt als etwa George W.Bush jr. mit seinen feinen Beratern im Hintergrund, die uns schreckliche Kriege und Instabilität im Nahen Osten beschert haben. Und auch eine Hillary Clinton würde trotz all ihres vornehmen Getues nicht weniger bereit sein, die Interessen der USA im Zweifelsfalle kriegerisch zu vertreten.
A l l e Präsidenten der USA sind l e t z t l i c h
von einer Mehrheit derjenigen abhängig, die im Hintergrund die Fäden in den Vereinigten Staaten von Amerika ziehen. Sie bestimmen darüber, ob es zum Waffeneinsatz kommt oder nicht.
Auch Trump wird sich danach richten.
Sein ganzes Poltern ist Theaterdonner.

Norbert Schnitzler | Fr, 11. August 2017 - 17:26

Ich kann der Analyse Schwenickes nicht zustimmen, und gebe mehrere Argumente zu bedenken:

Es ist unfair, Trumps Verhalten gegen Nordkorea mit dem früherer Präsidenten zu vergleichen. Sie hatten es mit weniger ausgereiften Waffen zu tun. Nach der Bedrohung Südkoreas (am dramatischten), Japans (schon erreichbar, aber warum?) und nun Guams wäre wohl danach die US-Westküste und bald die Ostküste erreichbar. Dem sah sich Obama noch nicht gegenüber.

Clinton galt als Falke/Falkin, deshalb nahm Augstein noch 2016 an, Trump sichere eher den Frieden. Das sollte erwähnt werden, auch wenn es ihn nicht sympathischer macht.

Der Satz aus dem Kalten Krieg "Wer zuerst schießt, stirbt als zweiter" gilt noch nicht. Noch kann die USA präventiv zuschlagen (mit unabsehbaren Folgen in Asien, aber harmlos für die Heimat), wenn sie wartet, bekommt sie es aber nicht mit einem rationalen Gegner wie die UdSSR zu tun, die immerhin weltweit Friedenspropaganda finanzierte. Kim kennt nur Kriegspropaganda.

Kostas Aslanidis | Fr, 11. August 2017 - 17:28

Politiker die es noch gibt, heißt Putin. Von Nordkorea hat niemand Angst. Die USA wissen das es militärisch schwach ist und pusten es zur einer Weltmacht. Wie 2003 im Irak mit den angeblichen Massenvernichtungswaffen. Es geht gegen China. Bald wird die Propaganda gegen dieses Land hochgefahren. USA, von diesem Land haben alle Angst. Die andauernden Angriffskriege bezeugen es. Warum sind die USA noch im Afghanistan ! Weil sie nah im Iran sind. Welches Land hat Nordkorea seit 1945 angegriffen. Grüble und finde kein einziges. Ja, die sind eine "Bedrohung " für den Weltfrieden.

Korea ist seit 1948 in 2 Staaten geteilt.
1950 hat Nordkorea Südkorea militärisch angegriffen und war anfangs auch erfolgreich. Es wollte Südkorea annektieren. Das Ergebnis war der Koreakrieg (1950 bis 1953).

Finde ich auch. Dann lesen Sie wieviele Kriege die USA und Nordkorea angezettelt haben. U SA führt uneinholbar. Zählen sie die Toten, die Verletzen, die zerstören Ländern, die Flüchtinge, das Chaos Aber das haben sie wohl überlesen! Ja wahrlich, lesen bildet.

Gregor Kühn | Fr, 11. August 2017 - 17:32

Lieber Herr Schwennicke,
ich habe selten einen so undiffenzierten Kommentar von Ihnen gelesen wie diesen und ich denke, dass persönliche Abneigung gegen den Typ Trump maßgeblich die Feder geführt hat. Hat nicht der redergewaltige und emphatische Barak Obama das Regime in NK gewähren lassen? Fing der kranke Irrsinn dort erst unter Trump an? Glauben Sie, das von Frau Clinton weniger Kriegsgefahr ausgegangen wäre als von Trump, nur weil Sie eine angenehmere Rhtorik eingesetzt hätte? NK hat Atombomben. Trauen Sie Kim Jong Un nicht zu, dass er sie einsetzt - ich schon. Und damit ist NK eben kein Kleks auf der Landkarte mehr! Ich habe mir genug Dokumentationen über NK angeschaut, um zu ahnen, zu was die dortigen Diktatoren fähig sind. Glauben Sie, unsere Politiker wären weniger ehrgeizig, machtgeil und verantwortungslos, nur weil sie nicht so plump auftreten wie Trump. Da muss man nur an den Umgang mit der Grenzöffnung, Energiewende usw. denken, um sich von dieser Illusion zu verabschieden

Bernhard Jasper | Fr, 11. August 2017 - 17:36

Hier geht es nicht mehr um Parteigeist. Bestimmte Personen scheinen das immer noch nicht begriffen zu haben.

Es gibt eine Grenze über die hinaus es weiter geht: die Vernichtung.

Herr Schwennicke, danke für Ihren Beitrag!

Michael Fabian | Fr, 11. August 2017 - 17:37

droht damit abwechselnd Hawaii, Guam, Los Angeles, Denver oder (falls die Reichweite paßt) Chicago und Washington zu atomisieren. Gott sei Dank hat der deutsche Qualitätsjournalismus die Niederungen der Obamazeit verlassen, wieder den anti-amerikanischen Olymp der Bushjahre erklommen und kann uns aufklären: Die Gefahr für den Weltfrieden heiß Trump. Sollte trotzdem über Oahu ein dunkler schwarzer Rauchilz aufsteigen, kann er eigentlich nur von einem Volkswagen stammen, dessen Schummelsoftware abschaltet wurde.

Heinrich Jäger | Fr, 11. August 2017 - 17:47

ist doch ein großes Geschenk für die Presse, ohne ihn hätte man nicht viel um die Seiten zu füllen ,unverständlich eigentlich bei der Vielzahl an Problemen die Deutschland hat.

Susanne antalic | Fr, 11. August 2017 - 17:50

Der Trump muss leider ernten was seine Vorgänger angerichtet haben und wieder ist der Trump der schuldige. Sanktionen gegen Kim, hätten schon früher anfangen können, aber es wurde alles was er gemacht hat, ignoriert. Jetzt hat man wieder einen Grund den Trump zu diffamieren. Das passt wieder in den deutschen Weltbild.

PETER MECKEL | Fr, 11. August 2017 - 19:32

Sehr geehrter Herr Schwennicke,

ja, Sie haben ja so recht mit "FORREST TRUMP",
nur wie tickt diese Zeitbombe und warum wurde dieser Polit-Clown demokratisch von dekadenten, hirnamputierten Politikern gewählt, haben denn die wenigen politischen Köpfe alle Brennstäbe gefrühstückt ???
"Die Hoffnung stirbt zuletzt"...

PETER MECKEL

Heiner Hannappel | Fr, 11. August 2017 - 21:04

Ich schreibe viele Leserkommentare, bei meiner Heimatzeitung, im Internet, auf meiner Webseite und auch Bücher, doch noch nie traf ein Artikel meine Ansichten so, das ich nichts mehr dazu bemerken konnte. Weiter so Herr Schwennicke.

Walter Kluck | Fr, 11. August 2017 - 21:16

Der Einschätzung, dass Donald Trump nicht nur ein großes Unglück für die Vereinigten Staaten von Amerika ist, sondern auch eine große Gefahr für die ganze Welt, kann man nur zustimmen. Seine Unberechenbarkeit, Sprunghaftigkeit und Beratungsresistenz sind ohne Beispiel.

Dr. Michael Bauer | Fr, 11. August 2017 - 22:09

Sorry, aber wenn Sie Forrest Gump mit Donald Trump vergleichen haben Sie entweder den Film nicht verstanden oder möchten Trump ein Kompliment machen.
Gump hatte schlafwandlerischen Erfolg, weil er extrem authentisch war....

Robert Müller | Sa, 12. August 2017 - 05:41

Man darf nicht vergessen, dass Nordkorea Südkorea und Japan bedrohen und jetzt auch noch die USA. Die Chinesen haben das seit Jahrzehnten einfach laufen lassen und nichts gemacht. Ach ja, ich habe gelesen, dass die jüngsten Erfolge Nordkoreas in der Raketentechnik nur möglich wurden, weil sie russische Technik benutzen. Ich kann das nicht beurteilen, aber Putin traue ich das zu, so wieder neuen Ärger zu verursachen. Das ganze ist ähnlich wie bei Iran, wo Obama nur knapp einen Krieg verhindert hat. Trump ist nur halt kein Obama, aber wenn es denn sein muss, dann gewinnt er hoffentlich diesen Krieg. Es wird dann auch die Situation mit China klarer werden, denn die müssen dann Position beziehen.

Alfons Kuchlbacher | Sa, 12. August 2017 - 07:20

Ihr Meinung, dass Trump's agieren eine andere Dimension hat, kommt für mich etwas seltsam an. Ja, Trump ist etwas seltsam in seiner Sprache und nicht sensibel. Aber relativiert diese Aussage nicht, dass in Nordkorea unliebsam gewordenen Politiker und Kritiker einfach ermordert werden? Kim lässt auf Befehl einfach töten! Das ist tatsächlich eine andere Dimension.

Sulzer Siegmar | Sa, 12. August 2017 - 07:28

damit auch Geld verdienen. Irak, Syrien, Lybien, alle hatten keine Nuklearwaffen, und alle hatten ein Regimechange (welches nur Chaos angerichtet hat).
Und der Iran wuerde schon gerne solche Waffen haben. Zu viele in der Region setzen auf ein Regimechange im Iran (Israel, Saudi A. USA.)
Und wenn Kimm immer wieder Atomtest machte, kam die Checkbuchdiplomatie des Westens.

Claudia Martin | Sa, 12. August 2017 - 09:29

stellt sich lediglich dem dekadenten westlichen Zeitgeist entgegen. Er ist der Anti-Merkel. Und daher ist er mir auch lieber. Die Obamas und Merkels haben doch die Probleme erst geschaffen mit ihrer Politikverweigerung. Gutmenschentum und Schönrednerei wurden zur Doktrin erhoben. Alles aussitzen ist die Devise. Kann gelingen oder auch nicht. Bei der Zuwanderung stellt sich heraus, dass es so garantiert nicht gelingt. Mit guten Worten halten wir keinen einzigen Migranten ab. Und wahrscheinlich auch keine Atombombe. Man kauft nur Zeit. Wie so oft in diesen Tagen. Merkels Devise: nach mir die Sintflut. Das hat natürlich was - für den Moment.

Claudia Martin | Sa, 12. August 2017 - 10:59

und Nordkorea inKobination. Herrlich Herr Schwennicke ! Und auch noch Forrest Gump! Ich fand ihn nicht grotesk. Gump führte uns nur unsere groteske und verlogene Welt vor. Sehr liebenswert. Merkel ist für mich grotesk. Und gefährlich.

Harro Meyer | Sa, 12. August 2017 - 12:23

Trump braucht Nordkorea, um den Friedensaposteln hier zu zeigen, dass Beten nicht mehr weiterhilft. Nach Plan, Recht und Gesetz läuft das alles nicht mehr. Eine Rechtsordnung, die Gewalt an Regeln bindet, setzt hegemoniale Gewaltordnung voraus. Das alte Europa scheint die grundlegende Rolle der Gewalt verdrängt zu haben. Das kann ihm teuer zu stehen kommen.

Heinrich Niklaus | Sa, 12. August 2017 - 14:54

Dieses Geschwafel von der „Eskalation der Sprache“ (Merkel) verfängt doch bei einem Polit-Zombi wie Kim Jong-Un nicht.

Man gewinnt beim Lesen der deutschen Gazetten den Eindruck, der eigentliche „Bösewicht“ sitzt nicht in Nord-Korea, sondern in Washington.

Lieber Herr Schwennicke, mir erscheint es derzeit zweckmäßiger, gegenüber Herrn Kim Jong-Un Klartext zu reden. Nord-Korea bedroht die USA/Guam und nicht umgekehrt.

Die fortwährende Verunglimpfung des amerikanischen Präsidenten (Forrest Gump, Intelligenz-Quotient 75) hilft wirklich nicht weiter. Und glauben Sie mir, es hängt uns Lesern zum Halse raus!

Ruth Falk | Sa, 12. August 2017 - 16:28

Die "grossen 3" sind höchstens China-Russland-USA, aber bitte nicht die ganze "westliche Welt" in einen Topf mit dem Irren aus dem Weissen Haus, der jetzt auch noch Venezuela mit einem Angriff droht.
Ich hatte das US-Volk für klüger gehalten, aber anscheinend lassen sie sich von einem twtternden Silberrücken völlig in den Boden stampfen. Europa sollte sich da schleunigst abkoppeln, denn der 3. Weltkrieg steht direkt vor der Tür, und der wird alle seitherigen Grauen wie Kindergetümmel aussehen lassen.

Jürgen Lehmann | Sa, 12. August 2017 - 17:33

Der REST der westlichen Welt sollte endlich darüber nachdenken ob es noch Sinn macht mit den USA zu kooperieren.
So lange man den Eindruck gewinnt, dass dieses Land nur noch von einem Verrückten regiert wird, der auch noch allein die Zündschnur in der Hand hält, gibt es keine andere Wahl für den „US-geführten Westen“.

Trump vergisst auch in seinen Wahnvorstellungen, dass China zwar im Exportgeschäft zu einem Teil von den USA abhängig ist, aber Freunde der USA wird dieses Land nie werden.
Daher finde ich die Reaktion von China sehr positiv, dass beide Seiten zur Mäßigung aufgerufen werden.

Alexander Mazurek | So, 13. August 2017 - 00:33

... hilft: Herr Trump, der die GOP unfreundlich übernommen hat, ist mitnichten das Problem. "Das Problem" ist die, seit der Entscheidung des Obersten Gerichts in der Sache Citizen United v. FEC, legal käufliche Politik des Landes. Die Plutokratie unterstützt nun anonym gleichermaßen die Wahlkampagnen der "Demokraten" wie der "Republikaner", auf allen Ebenen. Wer dann in "gleichen und geheimen Wahlen" gewinnt muss sich seinen Sponsoren dankbar erweisen, weit mehr als dem Stimmvieh, "we the people". President Eisenhower hat in seiner Abschiedsrede vor dem tödlichen Einfluss des militärisch-industriellen Komplexes auf die Politik gewarnt - und wurde nicht gehört. Die Amerikaner haben Trump gewählt in der Hoffnung, dass einer, der in diesem Sumpf großgeworden ist, diesen hinreichen kennt, um ihn auszutrocknen. Der Sumpf ist aber stark und er wehrt sich, Ausgang ungewiss, "perpetual wars" sind seine Grundlage. Ich wünsche Trump alles Glück der Welt, dass er es schafft: Drain the swamp!!!

Wolfgang Mücke | So, 13. August 2017 - 09:25

Den 2. Stellvertreterkrieg gibt es doch schon in der Ukraine. Da gab es internationale Gespräche. Das Minsker Abkommen wird nicht eingehalten. Die Sanktionierung Russlands wegen der Krim geht weiter, nutzt aber nichts. Von einer Lösung ist man weit entfernt. Zur Zeit findet die militärische Auseinandersetzung lokal statt, sogar lokal innerhalb der Ukraine. Das kann jederzeit wieder stärker ausbrechen.

Stephan Ludwig | So, 13. August 2017 - 11:15

Meiner Ansicht nach ist der Artikel etwas einseitig. Beschreibt er doch, wie Trump on der Öffentlichkeit wahr genommen wird. Was fehlt, ist die Erwähnung des brutalen Machtkampfes im Weissen Haus. Die Parallelregierung, die Trump innenpolitisch blockiert, wenn er nicht die gewünscht Aussenpolitik vertritt.
Was in der Öffentlichkeit als "Checks and Balances" suggeriert wird, erscheinen immer deutlicher oligarche Kräfte zu sein.
Auch wenn der gute Mann gelegentlich auf der politischen Bühne auf der Etikette "herumtrumpelt", sollte betrachtet werden, was der Mann will und was er kann. Oder auch nicht kann.
Trotz leichtem Gepäck, also keine Verpflichtungen gegenüber Wahlkampfsponsoren, mutiert ein durchsetzungsfähiger Mann immer weiter zur Marionette anderer.

Erich Wiedemann | So, 13. August 2017 - 18:02

Ich habe Ihnen heute früh einen Leserbrief zum Trump-Artikel von Schwennicke geschickt. Sie haben ihn aber noch nicht veröffentlicht. Hat er Ihnen nicht gefallen>>?
Erich Wiedemann

Harro Meyer | Mo, 14. August 2017 - 02:51

Dieser Kim jong un Ist doch für den Trump eine Art Gottesgeschenk. Keiner bezweifelt mehr die Wichtigkeit einer ordnenden Gewalt . Der Trump wird die gereizte Stimmung aufrecht erhalten, bis der Letzte der friedensstiftenden Gutmenschen gezahlt hat

Fred Anton | Di, 15. August 2017 - 12:59

Trump hat diverse Bücher veröffentlicht insbesondere auch zu seiner Verhandlungstechnik. Und nicht anders als diesen Vorschlägen entsprechend verhält er sich. Wenn jemand einem frech kommt und unverschämt wird, dann muss man das mit gleicher Münze heimzahlen. Das ist seine logische Devise. Wer dann einknickt, ist ein Schwächling und Schlappschwanz. Er wird dann auch von seinem Gegner nicht ernst genommen. Deshalb muss man klare Kante zeigen und gegenhalten. Wenn einer Raketentests macht, dann muss man ihm praktisch verbal auf die Finger hauen. Damit ist noch keine Atombombe gezündet, aber die Hoffnung ist da, dass der andere doch Angst davor bekommt, dass seine Provokationen nicht folgenlos bleiben.
Beide Seiten plustern sich erst einmal auf, dann klopfen sich die Silberrücken gegenseitig auf die Schulter und machen einen vernünftigen Kompromiss. Das ist seine Verhandlungstaktik.

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