Emmanuel Macron und Donald Trump - Mächtig geschmeichelt

Auch wenn sie ideologisch weit auseinanderliegen, umgarnt Emmanuel Macron Donald Trump nach Kräften. Warum er das tut, hat viel mit der Persönlichkeit des US-Präsidenten zu tun, die stark an eine deutsche Fernsehfigur erinnert. Aber Macron muss aufpassen, dass er das Machtspiel nicht überreizt

US-Präsident Donald Trump bei seinem Staatsbesuch in Paris neben Emmanuel Macron
Donald Trump zu Besuch bei Emmanuel Macron: Das Ausmaß der Umgarnung überraschte doch / picture alliance

Autoreninfo

Constantin Wißmann schreibt für verschiedene Zeitungen und Magazine. Er hat in London Geschichte studiert und die Berliner Journalisten-Schule absolviert. Er arbeitet für Cicero Online. 

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In der Fernseh-Serie „Kir Royal“ spielte Mario Adorf Heinrich Haffenloher, einen neureichen Klebstofffabrikanten, der sich nach großbürgerlichem Glanz und nach Anerkennung sehnt. In einer denkwürdigen Szene sagt Haffenloher dem Reporter „Baby“ Schimmerlos: „Isch ruinier dich. Isch mach disch fertisch. Isch kleb dich zu von oben bis unten… Isch scheiß dich sowat von zu mit meinem Geld, dass de keine ruhige Minute mehr hast“.

Als sich US-Präsident Donald Trump in seiner Air Force One im Anflug auf Frankreich befand und im Flugzeug mit einem Reporter der New York Times sprach, war die Ähnlichkeit zu Haffenloher frappierend: „Ich möchte großartige Deals mit Russland machen. Ich bin ein fantastischer Fracker. Kohle, Gas, alternative Energien, Wind. Aber ich werde mehr Energie produzieren als jeder, der jemals im Amt war ... Also, was hat das mit Russland zu tun? Russland verdient Geld, indem es Öl verkauft. Aber wir haben unter unseren Füßen mehr Öl als irgendjemand sonst, was vor fünf Jahren noch niemand wusste. Und ich möchte das nutzen und ich will nicht, dass es uns durch den Pariser Klimavertrag weggenommen wird.“ So ging es weiter im bekannten Trump-Duktus.

Der Heinrich Haffenloher der Politik 

Jeden Tag, so scheint es, kratzt der Bauunternehmer ein wenig mehr vom Glanz des Präsidentenamts ab. Er lügt. Er lügt mehr. Er beschimpft die Presse als „Volksfeinde“ und „Fake News“. Eine Frühstücksfernseh-Moderatorin bedeckt er mit frauenfeindlichen Twitter-Kommentaren. Er rempelt den Premierminister Montenegros zur Seite. Er lässt seine Kabinettsmitglieder peinliche Elogen auf ihn aufsagen. Als sein Sohn sich wegen seiner Russland-Kontakte stellen muss, nennt der Vater den Vorgang „die größte Hexenverfolgung in der Geschichte“. Man muss festhalten: Ein Mann wie Heinrich Haffenloher ist der mächtigste der Welt geworden, nur in echt und nicht im Fernsehen (auch wenn Trump die beiden Welten offenbar nicht immer unterscheidet).

Wie geht man mit so einem Typen um? Diese Aufgabe stellte sich Ende vergangener Woche Emmanuel Macron, selbst gerade erst zum Präsidenten Frankreichs gewählt. Er hat sich die Aufgabe sogar selbst ausgesucht und Donald Haffenloher zum französischen Nationalfeiertag eingeladen, der durch den traurigen Jahrestag des Attentats von Nizza noch patriotischer aufgeladen war als sonst. Außerdem war das Verhältnis zwischen Trump und Frankreich schon vorher belastet. Noch im Wahlkampf hatte Trump von seinem (offenbar imaginären) Freund Jim erzählt, der nicht mehr nach Paris reisen würde, weil die Migranten die Stadt der Liebe in eine Stadt der Diebe verwandelt hätten. Macron hatte in einer Video-Botschaft den amerikanischen Präsidenten angegriffen wegen dessen Ablehnung des Pariser Klimavertrags.

Macrons Charme-Offensive

Doch von Beginn an des Treffens war zu spüren, dass Macron alles dafür tun würde, um die Wogen zu glätten. Selbst als seine Frau ein zweifelhaftes Kompliment des Anti-Charmeurs Trump anhören musste, ließ Macron sich nicht davon abhalten, ihn weiter zu umschmeicheln, mit dem, was die Haffenlohers und Trumps dieser Welt am meisten brauchen: Glanz und Anerkennung. So durfte sich Trump eine tolle Parade mit ganz vielen Soldaten und Panzern anschauen, im Restaurant des Eiffelturms essen (was kein Pariser je tun würde) und sich bei einer gemeinsamen Pressekonferenz als Anführer der westlichen Welt gerieren.

Nun hat niemand erwartet, dass Macron Trump öffentlich brüskieren würde. Aber das Ausmaß der Umgarnung überraschte doch. Um es zu verstehen, hilft es, sich zu vergegenwärtigen, wie Macron seine Präsidentschaft bisher angegangen ist. Nach der Wahl fuhr er in einem offenen Militärfahrzeug die Champs-Elysées hinauf. Um seine Leitlinien darzulegen, bestellte er die Abgeordneten der französischen Nationalversammlung ins Schloss Versailles ein. Macron ist ein Zentrist, aber offenbar hat er festgestellt, dass dieser pragmatischen Tradition die majestätische Komponente oft gefehlt hat, die die meisten Franzosen wohl immer noch als unverzichtbar für einen starken Präsidenten erachten. Die Fünfte Republik ist nicht umsonst von Charles de Gaulle so konzipiert worden, dass der Präsident ein König auf Zeit ist. Nur waren die vergangenen drei „Könige“, Jacques Chirac, Nicola Sarkozy und François Hollande, eher schwach. Macron scheint nun zu versuchen, republikanischen Pragmatismus mit der majestätischen Aura nach de Gaulle zu kombinieren.

Auf Augenhöhe mit dem US-Präsidenten?

Und dabei spielt die Beziehung zum US-amerikanischen Präsidenten eine entscheidende Rolle. In der gaullistischen Tradition agiert der französische Präsident zumindest dem Anschein nach auf Augenhöhe mit seinem amerikanischen Pendant, auch wenn die tatsächliche Macht stark darunter liegt. So hielt es de Gaulle mit Kennedy und der vor Macron letzte „königliche“ Präsident Francois Mitterand mit Ronald Reagan. Für Macron öffnet sich jetzt die Möglichkeit, das Gleiche mit Trump zu erreichen. Während sein Amt hell wie lange nicht glänzt, wirken die USA unter Trump geschwächt wie selten und Trump selbst mit jedem Tag isolierter.

Außerdem scheint Macron zu glauben, dass er in Trump eine entscheidende Verwundbarkeit ausgemacht hat: Eben dessen Sehnsucht, gemocht zu werden, im Kreis der Großen anerkannt zu sein, so wie es Haffenloher in die Münchener Schickeria drängte. Jeder, der Trump schmeichelt und ihm den Respekt entgegenbringt, den, aus Trumps Sicht, das Establishment ihm trotz seiner Macht immer noch verwehrt, kann auf die Dankbarkeit und die Loyalität des amerikanischen Präsidenten bauen. Und, wenn alles richtig läuft, ihn sogar manipulieren.

Narzissten kann man nicht kontrollieren

Macron hat Übung in diesem Machtspiel der Schmeichelei, auch seinen Vorgänger Hollande hat er erst umgarnt, um ihn dann im für ihn richtigen Moment im Regen stehen zu lassen. Doch muss er aufpassen, dass er Trump nicht unterschätzt. Noch heute, als Präsident, trägt Trump private Fehden öffentlich aus, zum Beispiel mit Arnold Schwarzenegger, seinem Nachfolger in der Fernsehshow „The Apprentice“.

Denn Narzissten, ob sie nun Trump oder Haffenloher heißen, können vielleicht für Momente manipuliert, ihr Geltungsdrang aber auf Dauer nicht kontrolliert werden. Und Kränkungen vergessen sie nie. In „Kir Royal“ wehrt der Reporter Schimmerlos sich tapfer und bestimmt, nur um am Ende doch einlenken zu müssen. Haffenloher war ihm wie angekündigt „einfach über“. Auch wenn Macron es auf eine geschmeidigere Art probiert, mit Trump umzugehen, ist der Erfolg nicht garantiert. Ob schöne Erinnerungen an gemeinsame Paraden und Abendessen ausreichen, um im Falle des Falles den Zorn des US-Präsidenten zu besänftigen? Wahrscheinlicher scheint die New Yorker Version von „Isch mach disch fertisch!“

Karlheinz Zahneissen | Mo, 17. Juli 2017 - 16:43

Ich versteh' diesen Artikel nicht. Wer Kir Royal Folge 1 zu Ende schaut, stellt fest, daß es letztendlich doch Schimmerlos ist, der das Kräftespiel mit dem Klebstoff-Fabrikanten gewinnt, indem er ihn EBEN NICHT in die vornehmen Münchener Kreise einführt, sondern für den Trampel Haffenloher eine seinem Niveau angemessene Party mit Vertretern des gemeinen Volkes arrangiert ...

Guten Tag Herr Zahneissen, 

was Sie anmerken, stimmt, allerdings ging es hier ja auch nicht um eine detaillierte  Zusammenfassung des Plots von Kir Royal. Ich finde Baby Schimmerlos wirkt in der letzten Szene der ersten Episode doch sehr resigniert, oder nicht?

VG
CW

Reiner Jornitz | Mo, 17. Juli 2017 - 16:52

Wem kann man das verübeln, das ausgerechnet die Franzosen Weltmeister sind im schmeicheln. Ausgerechnet in der Stadt der Liebe in Paris! Übertreibt Marcon diese Schmeichelei wird Trump dieses Spiel durchschauen wird , dann dürfte ein Disput von großem Ausmaß entstehen

Heidemarie Heim | Mo, 17. Juli 2017 - 17:44

Der x-te Versuch die "neuesten Player" auf der Politbühne zu charakterisieren und in die entsprechenden Schubladen zu stecken.Aber so richtig will dies nicht funktionieren.Weder von seiten der Mitplayer noch seitens einer ganzen Armada von Baby Schimmerlosen dieseits und jenseits des Atlantiks.Das der mächtigste Mann der Welt auf dergestalt "royale" Bauchpinseleien
mehr anspricht als auf Ermahnungen unserer
Bundeskanzlerin bei seiner Amtseinführung kann
man ihm zunächst einmal nicht verdenken.Das
seine First Lady bei G20 aufgrund der Krawalle nicht zum "Damenprogramm" kam,hat ihn wahrscheinlich auch nicht von unserer Souveränität überzeugt.Wenn ich jedoch die
Gestik,sei sie auch aufgesetzt,beider mit den Aufeinandertreffen Trumps mit anderen Staatschefs richtig interpretiere,ist Macrons
Charmetaktik trotz Klimadifferenzen aufgegangen.Selbst mit zweischneidig holprigen
Komplimenten für First Madame:). Fettnapf der
wievielte? So what!Wenn wir sonst keine Probleme
haben..MfG

Claudia Korthals | Mo, 17. Juli 2017 - 20:22

Macron umschmeichelt auch Merkel. Dieselbe übertrieben wirkende Attitude, die bei Merkel allerdings zu funktionieren scheint. Sie wird machen, was Frankreich dient. Bei Trump bin ich da nicht so sicher und insofern ganz bei Ihnen, Herr Wismann.

Sepp Kneip | Mo, 17. Juli 2017 - 20:48

Es ist so "in", auf Trump herumzutrampeln, dass einem all das schon langsam peinlich wird. Trump mag kein Meister der Diplomatie oder der Etiklette sein, aber er ist der gewählte Präsident der USA. Er mag sich auch manchmal selbst im Wege stehen. Dennoch tastet er sich langsam dahin, wo er hin möchte. Ich glaube, dass Trump mit seiner Art die transatlantischen Strippenzieher, die alle Macht an sich reißen wollen, mehr irritiert, als mit Diplomatie und schönem Getue. Nicht Macron und auch nicht Merkel werden sich mit diesem Präsidenten messen können, würde es diesem gelingen, dass Politik wieder von Politikern gemacht wird, die vom Volk gewählt sind nicht von anonymen und demokratisch nicht legitimierten "Elite"-Zirkeln. Man kann in Trump einen Haffenloher sehen, dennoch hinkt der Vergleich, da Trump zwar Wirtschaftsmensch, aber auch Präsident der Weltmacht Amerika ist. Vielleicht gelingt es ihm, die den früheren Präsidenten entglittenen Zügel wieder in die Hand zu nehmen.

Dass ein politischer Führer sich wie ein Unternehmer verhält, ist für Politiker naturgemäß unverständlich, obwohl politische Führer in früheren Zeiten fast immer aus der Wirtschaft kamen (Buddenbrooks!). Ich finde es faszinierend, dass Trump sich in seiner Vorgehensweise kaum irritieren lässt, sondern seine Ziele (America first!) auf seinen eigenen Wegen verfolgt. Dass dem Rest der Welt diese Ziele nicht gefallen können, ist verständlich, sind sie doch möglicherweise mit eigenen Einbußen verbunden.

Michaela Diederichs | Mo, 17. Juli 2017 - 21:38

Schmeicheln geht immer und kostet den sich Einschmeichelnden nichts. Es ist jetzt schon das Markenzeichen des Herrn Macron. Er wirkt so empathisch, dabei ist er eher bei den Manipulatoren zu verorten. Übrigens ein markantes Merkmal von Psychopathen. Diese sind übrigens selbst Narzissten überlegen und können sich fantastisch in deren Seelenleben einfühlen. Sie können nämlich im Gegensatz zum Narzissten Kränkungen schlucken, ohne wirklich beleidigt zu sein. Das gibt ihnen ein berechtigtes Gefühl der Überlegenheit. Der Geltungsdrang des Herrn Macron ist deutlich stärker als der von Trump. Aber Vorsicht. Mit Baby Schimmerlos solllten Sie einen Macron nicht in einen Topf werfen. So naiv-charmant-gerissen wie Baby Schimmerlos ist Herr Macron bestimmt nicht.

Dimitri Gales | Mo, 17. Juli 2017 - 22:02

und vor allem ein fast bedingungsloser Pragmatiker. So auch bei Trump. Er hat Projekte im Visier, für die er die Amerikaner braucht.
Trump ist in einer schwierigen Lage. Er setzt auf fossile Energiequellen: in den fünfziger und sechziger Jahren waren sie sehr billig, was einen bis dahin unvergleichlichen wirtschaftlichen Aufschwung brachte, die Mittelschicht wurde zur dominanten Gesellschaftsschicht. Diese Nostalgie hat wohl auch Trump ergriffen. Aber die infolge Globalisierung und Technologien wegradierten Arbeitsplätze wird er nicht ersetzen können; zu vielen Amerikanern geht es inzwischen wirtschaftlich nicht gut und Besserung ist nicht in Sicht.

ingrid Dietz | Di, 18. Juli 2017 - 02:53

doch etwas "cleverer" als unsere Bundeskanzlerin !

Mit ihrem (persönlichen) Mobbing gegen Trump, Putin, Ungarn usw. spaltet sie nicht nur die Europäischen Länder, sondern sie wird demnächst auch ganz alleine da stehen !
Korrektur: die Tür zu Erdogan hat Frau Merkel ja noch nicht ganz zugeschlagen !

Andreas Müller | Di, 18. Juli 2017 - 06:46

Trump hin oder her: Frankreich braucht gute Beziehungen zu den USA für (unausweichliche) Konflikte mit Deutschland.
Jeder Journalist darf seine Trump-Obsession pflegen, sollte dabei aber die Tatsache nicht vergessen, dass Nationen darüberhinaus auch noch Tnteressen haben, die Staatschef wie Macron im Blick behalten sollten.

helmut armbruster | Di, 18. Juli 2017 - 09:11

und sie veranlassen die deutsche Geldbörse zu öffnen.
Frankreich kann sich so harte Reformen sparen und sich weiterhin seinen überzogenen Lebensstil leisten, den es aus eigener Kraft nämlich nicht bezahlen könnte.
Unsere Ewigkeitskanzlerin wird dafür Verständnis haben, denn schließlich muss sie ja Europa und den Euro retten und zwar alternativlos.

Grundsätzlich haben sie auch Recht. Aber Macron könnte politisch scheitern und zwar schneller als D die Geldbörse öffnen kann. Denn auch solche Prozesse dauern. Die Franzosen werden Macron entlarven. Er ist der Kaiser ohne Kleider.

Thorsten Roschér | Di, 18. Juli 2017 - 09:13

Macron bringt sich als US Partner No. 1 in Stellung und wird Deutschland bald ablösen, dass ausser gespielter Empörung über Trump nicht viel zu bieten hat. Schon vergessen ? Macron war Investmentbänker bei Rothschild.

Claudia Martin | Di, 18. Juli 2017 - 16:28

In reply to by Thorsten Roschér

die amerikanischen Banken - und nicht nur die - gehen aber nach Frankfurt und nicht nach Paris. Das einzige was Macron retten kann, ist nicht Trump sondern die deutschen Gewerkschaften mit der 28-Stundenwoche. Bei vollem Lohnausgleich versteht sich.

Wolfgang Tröbner | Di, 18. Juli 2017 - 10:40

Es ist bekannt, dass Herr Trump ein Narzisst ist. Allerdings von der Sorte schlesischer Gutsherr, der keinen Widerspruch duldend seinen Landarbeitern Befehle erteilt.

Spannender ist die Person Macron, der in meinen Augen der größere Narzisst ist. Einerseits inszeniert er sich als Erbe der französischen Könige. Man denke an die Nacht nach seinem Wahlsieg, als er in der Dunkelheit gemessenen Schrittes zu seinem im Louvre wartenden Volk schritt. Oder an seine Rede vor dem Parlament im Schloss zu Versailles. Andererseits inszeniert er sich als Weltenlenker, der wie weiland Metternich die Großen dieser Welt um sich schart, die Schurken (Trump, Putin, Netanjahu) bändigt und die Probleme der Menschheit löst. Für mich bleibt allerdings die Frage, ob er tatsächlich ein so überzeugter Europäer ist, wie er vorgibt, oder Europa nur benutzt, um seine ganz eigenen, sehr ambitionierten Ziele durchzusetzen. Ob unsere Politik von Merkel bis Schulz dies auch in Betracht zieht?

Dorothee Sehrt-Irrek | Di, 18. Juli 2017 - 11:52

was er ist.
Zuallererst sollte er Franzose sein, das ist auch französisch.
Er sollte authentisch werden, nicht versuchen zu blenden.
Sein Auftreten gegenüber Le Pen
war wohlfeil.
Bürgerkriege helfen Frankreich nicht.
Volksabstimmungen sollte er wagen, aber als allgemeines Instrumentarium nicht allein zu seinem Machterhalt.
Das ginge dann mehr in Richtung Napoleon.

Tony Baxter | Di, 18. Juli 2017 - 12:26

Der Artikel ist schwach, er bedient das übliche Trump Bashing und ist schlecht geschrieben. Alleine schon der Stil, z.B. "(Was kein Pariser je tun würde)".

Willy Ehrlich | Di, 18. Juli 2017 - 16:22

Ich habe zu den von Ihnen beschriebenen und bewerteten Sachverhalten eine ganz andere Meinung und ich finde meine Meinung auch besser.

Uwe Dippel | Di, 18. Juli 2017 - 16:40

Schaut da jemand zu viel Fernsehen?

Im Ernst, mir erscheint dieser Vergleich doch weit hergeholt, vielleicht zu weit.
Mein Verständnis entspricht dem des Kommentators in der FAZ, der sinngemäss schrieb, Frankreich habe es richtig gemacht, und den amerikanischen Präsidenten als das empfangen und behandelt, was er ist: der amerikanische Präsident. Und nicht als einen Wahnsinnigen.

Ich kann mich dieser Denkrichtung nur anschliesen.

Dr. Lothar Sukstorf | Di, 18. Juli 2017 - 17:48

Da hieß es im Vorfeld, Marcon habe sich im Vorfeld mit St. Angela abgestimmt und auf das Spiel "bad guy, good guy" verabredet...so die Merkel-nahe Medienlandschaft, im Wahlkampf-Helfermodus...Nur, ich glaube nicht, dass Macron sich diese Rolle von der rechtsrheinischen "Schwester" aufdrängen lässt, dazu ist der viel zu selbstverliebt.

Dorothee Sehrt-Irrek | Di, 18. Juli 2017 - 20:23

In reply to by Dr. Lothar Sukstorf

wegen Merkels Gesicht der Flüchtlingskrise.
Es gab sie ohne sie und ein gemeinsames Handeln wäre sicher nicht leicht gewesen. - Schulz ist auch nichts eingefallen? Weshalb er in Deutschland auch nicht als Alternative zu Merkel gesehen wird? -
Jetzt weiss ein jeder wer Merkel ist und wird auf eigene Verbündete und Stärken bauen.So auch Macron. So die Engländer. Sie sind Merkel noch einmal entkommen
Ich halte Macron eher für unsicher als selbstverliebt, aber Merkel wird er sich sicher nicht wirklich antun.
Das hat schon Hollande letzlich evtl. sehr geschadet.

Oliver Klein | Di, 18. Juli 2017 - 19:42

Wenn Sie Trump als Narzissten bezeichnen, haben Sie freilich Recht. Allerdings trifft diese Eigenschaft mit Sicherheit auch auf Frau Merkel zu:

Frau Merkel ist extrem kritikunfähig. Auch sie lügt, wenn es für sie von Vorteil ist. Sie schaltet jegliche Kritiker in den eigenen Reihen aus und lässt lieber Elogen von Parteifreunden auf sich singen. Das einzige, was diese Frau interessiert, ist Macht und Bestätigung.

Diese Eigenschaften einen Trump & Merkel. Der Unterschied ist, dass Merkel subtil und defensiv auftritt, während Trump sich wie ein Elefant im Porzellanladen aufführt. Macht das Merkel zu einem "besseren" Narzissten? Nein, mit Sicherheit nicht. Bitte bedenken Sie das, wenn sie das nächste mal gegen Trump argumentieren. Danke!

P.S.: Mir ist Trump wesentlich sympathischer, da er seine Prinzipien hat, sich nicht verstellt und unverblümt seine Meinung sagt. Merkels einziges Prinzip ist ihre Prinzipienlosigkeit.

Dorothee Sehrt-Irrek | Mi, 19. Juli 2017 - 11:32

Persönlichkeit nie negativ gesehen, eben amerikanisch und zwar in der Art, mit der ich leben könnte.
Seine max. Drohgebärden könnten zeigen, zu was er fähig wäre, bereit, für sein Land zutun.
Wenn er sich aber zu seiner Frau gesetzt hat, eine natürliche Hinwendung Frau Merkel, und dann ein spontanes Gespräch mit Putin führte, dann erinnert mich das an die politischen Verhaltensweisen vor Merkel.
Ich hoffe, ich werde nicht dafür gesteinigt, aber Merkels Stil erinnert mich leicht an das von Monthy Pythons karrikierte in "Das Leben des Brian".
Nur die Engländer konnten (sich) wohl so eine bissige Abhandlung (leisten)
oder eben Monthy Python oder John Cleese in Fawlty Towers gegen Deutsche.
Aber die Deutschen lernen hinzu in Sachen Bissigkeit.
Ich kann mich natürlich irren, aber liebe Amis, Trump könnte Euer Weg in eine pol. Normlität sein, die immer in den USA auch stark persönlich geprägt ist.
Clinton wirkte m.E. roboterhaft.
Tanzt nicht nach der Pfeife evtl. des ClintonClans

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