Donald Trump mit Fahne
Aus Liebe zu Amerika oder aus Liebe zu sich selbst? / dpa

Psychologie der neuen Autokraten - „Für die Spaltung der Gesellschaft wird man einen hohen Preis bezahlen"

Politiker wie Trump, Meloni oder Erdogan zeichnen sich durch einfache Rhetorik aus. Ihre simplen Antworten erklären ihre Erfolge, glaubt der Psychologe Jan İlhan Kızılhan. In multipolarer Krisen befriedigen die neuen Autokraten das Bedürfnis nach Stabilität und Kontrolle.

Autoreninfo

Ilgin Seren Evisen schreibt als freiberufliche Journalistin über die politischen Entwicklungen in der Türkei und im Nahen Osten sowie über tagesaktuelle Politik in Deutschland. 

So erreichen Sie Ilgin Seren Evisen:

Professor Dr. Dr. Jan Ilhan Kizilhan ist Psychologe, Psychotherapeut, Orientalist und Autor. Er ist Direktor des Instituts für transkulturelle Gesundheitsforschung der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Stuttgart sowie Leiter der Transkulturellen psychosomatischen Abteilung der MediClin-Klinik Donaueschingen. Er hat zu Transkultureller Psychotherapie und Migration und islamisiertem Terror national und international geforscht und publiziert. 2024 erschien sein Werk „Gewalt im Namen der Ehre. Die Psychologie hinter Ehre, Sexualität, Religion und Terror“.

Herr Kızılhan, hat Sie die Rede von JD Vance und seine fundamentale Kritik an Europa während der zurückliegenden Münchner Sicherheitskonferenz überrascht?

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Thorwald Franke | Di., 4. März 2025 - 13:16

Dieses Interview ist ja höchst einseitig und überzogen: Die bösen Rechten mit ihren allzu einfachen Antworten. Nun ja. Eine Analyse des Populismus der Linken (Merkel, Grüne, Kamala Harris) unterbleibt völlig. Wo ist der Dislike-Button?

Brand, A. | Di., 4. März 2025 - 14:02

wenn solche Politiker die Realität gezielt verdrehen.“

Wo bleiben denn die Damen und Herren Psychologen & Co. wie Herr Professor Dr. Dr. Jan Ilhan Kizilhan, wenn es um die seit Jahrzehnten von unseren Politikern und dem zwangsfinanzierten ÖRR betriebene intensive Verdrehung der Realität geht? Was ist mit der Angst die die Grünen mit ihrer Klimahysterie verbreiten, ohne daß sie ansatzweise Lösungen zum Aufhalten des Klimawandels hätten, weil sich dieser nicht aufhalten läßt? Wer spaltet denn die Gesellschaft, das sind doch gerade die Linksgrünwoken, die alles in Gut und Böse aufteilen und deren Maßstab die Intoleranz ist!

Völlig unglaubwürdig bei Vance, Trump & Co. Realitätsverdrehung und Populismus zu diagnostizieren, während man den hiesigen linken Genossen einen Persilschein ausstellt.

Ich habe auf solch billige und offensichtliche Realitätsverdrehung wie sie in diesem Interview zum Vorschein kommt keine Lust, wenn ich das will, dann schalte ich ARD & ZDF an!

Walter Buehler | Di., 4. März 2025 - 14:23

Die meisten Menschen halten ihre Feinde für böse., manchmal sogar für "toxisch", wenn sie ihre wissenschaftliche Bildung aufblitzen lassen wollen.

Natürlich ist es noch besser, wenn man seinen Feinde auch gleich noch eine wissenschaftliche Diagnose überstülpen kann, welche die Verrücktheit der Gegner quasi qua Amt diagnostiziert.

Die im Interview gestellte Diagnose heißt "autoritär" und "narzisstisch", und die toxischen Patienten (Vance, Modi, Meloni, Erdogan, Netanjahu, Putin) stammen allesamt aus dem Feindeskreis der "linken" kurdischen PKK, der in diesem Fall viel Gemeinsamkeit mit dem Feindeskreis der grün-schwarzen Regierung in BW aufweist.

Jedenfalls: Eine ernsthafte psychologische Analyse würde im Gegensatz zum Herrn Professor den politischen Freundeskreis nicht von vorneherein ausklammern, und würde mit der Möglichkeit rechnen, dass es auch rote und grüne "Narzissten" und "autoritäre Persönlichkeiten" gibt.

Das gennau ist eben generell das Problem mit "Küchenpsychologie".

Maria Arenz | Di., 4. März 2025 - 14:42

Für Leute, die Bedarf an derart schlichten "Einordnungen" haben, gibt es in Deutschland doch wahrlich genug Blätter- ZEIT, SZ, Spiegel, usw. Man braucht sich nur die Alma Mater dieses linksdrehenden Küchenpsychologen anzuschauen und weiß, was einen erwartet. Mit dem versprochenen Rückzug von Habeck hatte ich gehofft, daß sein Küchentisch-Gelaber langsam einem Diskurs -Niveau weicht, das der Komplexität der von seinesgleichen angerich-teten Probleme gerecht wird. Auch die "freiberufliche Journalistin" sieht ihre Aufgabe aber offenbar nur darin, Stichworte für Platituden zu geben, "die bekannt aus Funk und Fernsehen" sind, sofern man auf den ÖR angewiesen ist.
Um gegen die immer tiefer werdende Kluft anzugehen, die auch die deutsche Gesellschaft auseinanderreißt, wäre es höchste Zeit, einmal das auf reinem Wunschdenken beruhende Welt-und Menschenbild zu dekonstruieren, das uns die katastrophalen Irrwege der Merkel-und Ampeljahre eingebrockt hat. Viel Zeit dazu ist nicht mehr.

hab den Text noch einmal gelesen und und finde ihn nicht einmal schlicht,, sondern gewollt komplex, aber an den Haaren herbei gezogen und total realitätsfern , ja gar das Gegenteil der Realität .

Urban Will | Di., 4. März 2025 - 14:51

diesem Interview. Oder steht er gar auf der NGO-Gehaltsliste unserer Linksgrünwoken?
Selten so einen oberflächlichen Quatsch gelesen, gipfelnd in Antworten auf Fragen, wo der Herr Prof. genau das wiederholt, was die Fragestellerin bereits in der Frage erläuternd gesagt hat.

Nach dem Motto: Ist der Laubfrosch vielleicht deshalb grün, dass ihn seine Feinde nicht sehen?
Antwort: Ich denke, der Laubfrosch ist grün, damit der nicht so gut gesehen wird.

Und was er hier vor allem zu Beginn formuliert, würde eins zu eins zu den Regierungen während der Coronazeit passen (Angstrhetorik...), also den gleichen Wirrköpfen, die noch immer nach Endsieg schreien.
Derzeit ist doch nichts banaler und stereotyper als das ständige Gerede über Putins angebliche Absichten, die Kriegsursachen, etc.
Niemand in Sicht, der mal weiter denkt. Zumindest nicht auf Seiten derjenigen, die der Herr Prof. wohl zu den Intellektuellen zu zählen scheint.
Das hier hätte man dem Leser ersparen können.

Brigitte Miller | Di., 4. März 2025 - 14:57

muss eine andere Rede gehört haben.
Auf mich wirkte sie eher wie eine Analyse denn als Angstrhetorik.
Auch Trump habe ich anders verstanden, nämlich wirft er Selenski vor, nicht an Frieden interessiert zu sein.

Markus Michaelis | Di., 4. März 2025 - 15:11

Zuerst mal: wenn es zum Schwur kommt, man sich klar für Freund und Feind und bestimmte Aktionen entscheiden muss, bin ich ganz bei Herrn Kizilhan: Trump&Co übertreiben und wir sind zusammen dagegen.

Aber zum Schwur sollte es ganz am Ende kommen, davor hat alles sein Für und Wider und da gibt es aus meiner Sicht einiges mehr zu sagen. Es wird die einfache Sicht der Populisten kritisiert, aber "unsere Mitte" und Herr Kizilhan haben auch einen vereinfachten Standpunkt: "Die" bauen nur auf Ängste (also nichts Wirkliches und Rationales) bei den Menschen, während "Wir" die Dinge in ihrer wahren Komplexität (und Menschlichkeit?) sehen?

Das ist zu einfach - so ist es nicht. "Die" gehören nicht alle zusammen, "Wir" auch nicht. Herr Kizilhan ignoriert in diesem Interview vollkommen die offenen Fragen, die sich mit Migration und vielen anderen Themen stellen - wo es reale Gegensätze gibt und keine so klaren Seiten von richtig und "falsch ängstlich".

Inana | Di., 4. März 2025 - 15:33

Dieser Text blendet völlig aus, dass die "Populisten" doch nur auftreten, weil das vorige politische System weite Teile der Gesellschaft verprellt hat.
Diese Ideen hier, "Bildung", die den Bürgern erklären soll, dass die etablierten Parteien toll sind, wird darum auch sicher nicht helfen.
Real liegt übrigens auch hier das eigentliche Problem.
Die westlichen politischen Eliten müssten anfangen, sich auch mal selbst zu hinterfragen. Nicht immer nur heulen, man würde von Populisten "angegriffen".

Brand, A. | Mi., 5. März 2025 - 08:44

Antwort auf von Inana

Das, was der Herr mit Bildung meint, ist das selbe was grünlinks damit meint, es geht um „Aufklärung“, um politische Einflußnahme, man will Menschen bereits ab Kindergarten in eine bestimmte (grünlinkswoke) Richtung lenken. Wäre man ehrlich, was man nicht ist, würde man es Indoktrination oder Hirnwäsche nennen, denn nichts anderes ist es! Mit Demokratie und Meinungsfreiheit hat es aber ganz sicher NICHTS zu tun, es ist das bevorzugte Mittel jeder Diktatur!

Ihre Analyse zum Entstehen der „Populisten“ teile ich, ich würde dennoch einen Schritt weitergehen. Der Begriff „Populist“ wurde, wie sehr viele andere Begriffe, zweckentfremdet, man nutzt ihn, um den politischen Gegner zu diffamieren, diskreditieren, delegitimieren und so nicht auf das eingehen zu müssen, was der angebliche Populist sagt. Das ist in der grünlinken Welt übliche Praxis, denn Argumente hat man keine, oder anders: der „Populist“ hat mit dem, was er sagt, recht!

S. Kaiser | Di., 4. März 2025 - 16:32

Mir dräut, der Herr Professor möchte sich als Experte dem ÖRR empfehlen, samt anverwandter linken MSM. Und man fragt sich, worauf dessen Expertise des „transkulturellen“ beruht. Seine jedenfalls von Google Scholar aufgelisteten wissenschaftlichen Veröffentlichungen lassen eher auf eine äußerst einseitig Nahe-Osten-Ausrichtung schließen, die keinen Bezug zu westlichen oder anderen Gesellschaften erkennen lässt.
Vance, Modi, Meloni, Erdogan und Netanjahu in einem Atemzug zu nennen eint bitte was? Sich nicht dem linksliberalen Zeitgeist zu unterwerfen? Alles Populisten mit einfacher Rhetorik. Ganz schön simpel: erkläre jeden, der auf der großen Weltbühne es wagt Ecken und Kanten zu zeigen, und nicht das Spiel der Eliten mitzuspielen zum Narzissten, und fertig ist die Laube.
Eine Aneinanderreihung wissenschaftlicher Buzzwords als akademisches Bullshitbingo. Gähn.

Helmut Bachmann | Di., 4. März 2025 - 16:40

ich finde es immer wieder abstoßend, wenn jemand seinen akademischen Background dazu verwendet, um seiner Ideologie so hemmungslos einen wissenschaftlichen Anstrich zu geben und politische Gegner zu bekämpfen. Dass Cicero solchen Leuten ein Forum bietet, finde ich unverständlich. Nicht, weil er seine Meinung nicht haben dürfte, aber so ein Spiel hier aufzuführen finde ich niveaulos.

Brand, A. | Mi., 5. März 2025 - 09:14

Antwort auf von Helmut Bachmann

„Wissenschaftler“ einen offenen Brief verfaßten/unterschrieben in dem das Vorgehen der Union bezüglich der Anfrage zur Finanzierung der NGO massiv kritisiert wird, man sprach von Angriff auf die Demokratie etc.!

Es ist schlimm genug, daß „Wissenschaftler“ sich erdreisten Einfluß auf die Politik zu nehmen. Was sie und ihren offenen Brief allerdings vollständig disqualifiziert, ist die Tatsache das sie mit Ihrer Kritik am Vorgehen der Union im Umkehrschluß gutheißen, daß Grünrot mit Steuergeldern NGO finanzieren, die einseitig grünlinkswoke Inhalte verbreiten, gegen unliebsame (konservative) Opposition demonstrieren und diese einschüchtern, Haß und Hetz verbreiten und die Gesellschaft dadurch spalten etc.!

Die NGO-Finanzierung ist ein Fall für die Gerichte, es KANN und DARF nicht sein, daß die Politik NGO mißbraucht, um ihre politischen Ziele zu verfolgen und das auch noch mit Steuergeldern finanziert!

So viel zur „Wissenschaft“!

Gisela Hachenberg | Di., 4. März 2025 - 22:24

Wenn eine freiberufliche Journalistin, wie Frau Seren Evisen, die unter einer Rechts- und AfD-Phobie leidet, mit einem linken Professor, der zugegebenermaßen über diverse Titel etc. verfügt, ein Interview macht, kann nur so etwas in meinen Augen Verstörendes herauskommen. Ich wollte den Text eigentlich nicht lesen, habe es doch gemacht, und war danach nicht klüger als vorher. In jedem Artikel, den Frau Evisen im Cicero schreibt, kommt die AfD vor. Natürlich immer als böse Partei mit einer noch böseren Alice Weidel. Kann Frau S. auch andere Inhalte? Und noch eine Frage. Ist eine Frau aus Sri Lanka für Sie eine Schwarze, Frau Evisen? Frau Bouchard, die Ehefrau von A. Weidel kommt nämlich aus diesem Land. Ist Frau Weidel eine Narzisstin? Sind Sie vielleicht eine Narzisstin? Und diese Frage soll der Herr Professor beantworten? Echt jetzt? Meine Güte, was mutet man uns Lesern manchmal zu. Gut, man muss nicht jeden Artikel lesen. Aber so sehr viel Auswahl gibt es online nicht. 😉

Armin Latell | Mi., 5. März 2025 - 09:30

das Ja-Wort gegeben, sich gegenseitig ihrer moralischen Überlegenheit versichert. Zurück bleibe ich, der dumme Mobangehörige, der nicht erkennen kann, dass die komplizierten, von sich elitär dünkenden Leuten erst erschaffenen Probleme überhaupt nicht einfach zu lösen sind. Es kann und darf einfach keine einfachen Lösungen geben, wie oder woher sollten solche für das echte Leben völlig unbrauchbare Leute denn sonst Geld bekommen? Ein vollkommen sinnloser Artikel, der nur ein kleines, entsprechend gepoltes Klientel bedienen soll, a la Omas gegen Rechts. Diese geistige Müll ist noch nicht einmal subtil. Das ist mittlerweile sowas von deutsch, nur noch abscheulich!

G. Fischer | Mi., 5. März 2025 - 10:12

Nur weil ein Politiker tatsächliche Probleme anspricht und dafür ggf. machbare Lösungen vorschlägt, die auch noch von jedem nachvollzogen werden können, ist er kein Autokrat oder Angstmacher. Politiker, die aber mit Angstmachen vor irgendeiner hypothetischen Gefahr notwendige und machbare Lösungen boykottieren, sind das eigentliche Übel.

Ernst-Günther Konrad | Mi., 5. März 2025 - 10:39

Und nachdem ich dieses Interview gelesen habe weiß ich, ich habe bisher nichts verpasst und brauche auch keine weiteren Texte von oder über ihn. Soll er seine Meinung haben..... und am besten für sich behalten. Warum? Ob er nicht selbst zur Spaltung beiträgt?