Zuwanderungsdebatte - Respektiert die Fremdheit des Fremden

Kolumne Grauzone: Aus Angst vor der Distanz haben wir verlernt, Fremdheit auszuhalten. Ein Plädoyer dafür, den Fremden wieder als Fremden ernst zu nehmen und nicht als eigentlich Gleichen zu vereinnahmen

Ein brasilianischer Tänzer beim Karneval der Kulturen in Berlin
Ein brasilianischer Tänzer beim Karneval der Kulturen in Berlin / picture alliance

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Alexander Grau ist promovierter Philosoph und arbeitet als freier Kultur- und Wissenschaftsjournalist. Vor Kurzem erschien sein Buch „Hypermoral. Die neue Lust an der Empörung“ beim Claudius Verlag München.

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Alexander Grau

Der Fremde ist das Zwangsobjekt der postmodernen Gesellschaft. Insbesondere in den Milieus der Aufgeschlossenen und Neugierigen, der Weltgewandten und Offenen gilt er als Heilsbringer, als Erlöser aus Provinzialität und Enge, als Beweis der eigenen Weltläufigkeit und Toleranz und als Vehikel im Kampf gegen alles Rückständige.

Eine erstaunliche Karriere. Denn über Jahrtausende war der Fremde zunächst einmal das: der Fremde, der ganz Andere. Das Unbekannte aber war bedrohlich, entweder weil es überlegen war und daher gefährlich, oder weil es weniger weit entwickelt und insofern unheimlich war – „Barbaren“, wie die Griechen alle nannten, die eben kein Griechisch sprachen.

Die Verklärung alles Fremden

Man konnte sich aber mit dem Fremden arrangieren. Etwa für den Handel oder weil man Sicherheitsbündnisse zum wechselseitigen Nutzen brauchte. So praktizierten es die Römer über Jahrhunderte. Dennoch blieb der Fremde fremd. Um seine Fremdheit abzulegen, musste er sich bedingungslos assimilieren, er musste – bleiben wir bei Rom – eine römische Erziehung durchlaufen, römische Gebräuche annehmen und römische Sitten. Dann konnte der Fremde, nunmehr als Ex-Fremder, höchste römische Staatsposten einnehmen. Das Beispiel des Arminius zeigt, dass das nicht immer gelang, aber im Großen und Ganzen war das Römische Reich auch deshalb so erfolgreich, weil es über Jahrhunderte fremde Eliten assimilierte. Es ging unter, als seine Assimilationskraft erschöpft war.

Eine der prägendsten kulturellen Entwicklungen der europäischen Neuzeit ist die Xenophilie, die Verklärung alles Fremden. Sie war ein Nebenprodukt des Kolonialismus. Europäische Wissenschaftler, Künstler und Abenteurer begannen, sich für das Fremde zu begeistern. Das schlug durch bis in die Alltagskultur. Es gab die Orientmode, die Chinamode, die Südseemode. Vielen kritischen Intellektuellen galt das Fremde als Hort des Ursprünglichen und Naturbelassenen, als Refugium eines unverstellten Menschseins, von dem sich die europäische Zivilisation schon lange verabschiedet hatte. Dennoch – oder gerade deswegen – galt das Fremde als fremd, denn im Anderssein lag sein Wert.

Das Fremde wird als das eigentlich Gleiche umarmt

Doch für den aufgeklärten Bürger der westlichen Moderne gibt es das Fremde nicht mehr. Der Fremde ist nicht fremd, sondern eigentlich wie wir. Im Zeichen eines transkulturellen Humanismus wird das Fremde nicht mehr als das Fremde anerkannt, sondern als das eigentlich Gleiche umarmt. In einer paradoxen Wendung huldigt man dem Fremden, eben weil er nicht fremd ist. Das Fremde an sich wird gefeiert und im selben Moment geleugnet.

Konsequenterweise wird fremden Religion und Kulturen unterstellt, dass sie eigentlich das gleiche ideologische Programm verfolgen wie die europäischen Gesellschaften der Spätmoderne, dass sie tolerant und pluralistisch sind. Dementsprechend gelten alle Vertreter fremder Religionen und Kulturen, die sich diesem europäischen Projekt verweigern, als fehlgeleitet. Wenn im Grunde alle sind wie wir, dann kann der Fremde, der auf seiner Fremdartigkeit beharrt und weder tolerant noch pluralistisch sein will, nur ein Irrläufer sein.

Fremdheit wird dem aufgeklärten spätmodernen Weltbürger zur Folklore. Der Fremde darf andere Trachten tragen, andere Speiserituale pflegen und andere Bräuche. Doch für den liberalistischen, kosmopolitischen Europäer sind das nur Äußerlichkeiten, hinter denen er nichts anderes vermutet als die eigene Ideologie von Vielfalt, Universalismus und Weltoffenheit. Dass für andere Kulturen ihre Gepflogenheiten mehr sein könnten als eine äußerliche Kulisse, sondern Ausdruck ihrer Gewissheit, substantiell anders zu sein, erscheint ihm abwegig und rückständig. Auf jeden Fall aber unverständlich.

Wir ertragen die Differenz nicht mehr

Das Unvermögen, das Fremde als das Fremde zu erkennen, beginnt im Grunde schon innerhalb der westlichen Gesellschaften selbst. Alle sind gleich. Niemand ist anders. Und gerade im Anderssein beweißt sich die Gleichheit. Der existenzielle Blick dafür, dass zwischen jedem Individuum eine unüberbrückbare Distanz steht, dass jeder Nächste – ernst genommen – ein eigener, fremder Kosmos ist, dieser Blick ist der auf Umarmung gepolten Gesellschaft des Westens abhanden gekommen.

Wer jedoch unfähig ist, das Fremde im Nächsten, im oberflächlich Vertrauten zu sehen, dem geht der Blick für die Fremdheit des Fremden verloren. Der hat kein Gespür mehr dafür, dass Differenz Distanz bedeutet, dass es das Andere gibt, das ganz und gar Unvereinbare, der ertränkt alles in der Banalität angeblicher Gleichheit. Wir sollten wieder lernen, den Fremden als Fremden zu erkennen – und damit ernst zu nehmen.

Wolfgang Henning | Sa, 6. August 2016 - 11:54

Sehr geehrter Herr Grau,
eine sehr philosophische Betrachtungsweise, die aller Ehren wert ist. Sie setzt allerdings voraus, dass auch der Fremde vom gleichen Gedankengang geprägt ist.
Ich kann so lange Gefallen an fremden Kulturen und Lebensweisen finden, wie auch der Fremde die jeweils andere Kultur, Religion oder Lebensweise toleriert. Das Interesse beruht auf Gegenseitigkeit. Das Fremde kann dabei durchaus seinen Reiz behalten, ja, bis zur Verklärung führen. Wir "fremdeln" kaum mit der chinesischen Kultur, dem Hinduismus, dem Buddhismus, mit südamerikanischen Riten oder schwarzafrikanischen Kulturen. Das Problem der gegenseitigen Anerkennung besteht ausschließlich im Zusammenleben mit dem fundamentalistischen Islam. Der Islam ist aus seinem Selbstverständnis heraus nicht fähig, sich zu reformieren. Der Koran ist "Gottes Wort" und muss deshalb allen Andersgläubigen oktroyiert werden. Wir fordern also keine "Gleichheit" sondern gegenseitige Akzeptanz.

Siegfried Stein | Sa, 6. August 2016 - 12:07

Problem 1, das mit der Xenophilie haben Sie richtig erkannt und sehr gut beschrieben. Ich würde dem Problem aber auch noch eine dynamische und aktuell deutsche Dimension geben.

Die in Deutschland 'Fremden' erkennen sehr wohl die Fremdheit des 'gastgebenden Volkes' (Deutschland), sind aber nicht bereit, diese 'Fremdheit' zu respektieren.
Das, zusammen mit der Xenophilie dieses 'gastgebenden Volkes', führt zu einer explosiven Situation.

Arndt Reichstätter | Sa, 6. August 2016 - 12:33

Wie leider derzeit vorherrschend in deutschen Hauptstrommedien und politisch korrekten alternativen Medien, fordert der Elfenbeinturm etwas, das er selbst nicht lebt.

Wie wäre es mal mit einem Interview mit einem ISIS-Kämpfer, der in eigenen Worten erklärt, warum der Westen der große Satan ist?

Wie wäre es mit einem Investigativjournalisten, der die Beweise auslegt, wonach u.a. die NATO den Islamischen Staat unterstützt, um anschließend eine Ausrede zu haben, Rohstoffkriege führen zu können?

Oder wonach der 'Krieg gegen den Terror' hauptsächlich gegen die eigenen Bürgerrechte geführt wird?

Wie wäre es mal mit einem Gastbeitrag eines Mitglieds der heutigen Widerstandsgruppe gegen die Diktatur, genannt AfD?

Wie wäre es mal mit einem Interview mit dem, was Sigmar Gabriel als "Pack" bezeichnet: einem Normalbürger, der sein Recht auf sichere Grenzen einfordert?

Wie wäre es mal mit einem Interview mit Libertären, die für nicht weniger als individuelle Freiheit stehen?

Karola Schramm | Sa, 6. August 2016 - 13:21

Ich verstehe nicht ganz, was dieser Artikel sagen will. Die Fremden als Fremde zu akzeptieren und sie nicht als gleiche unter Gleichen zu sehen ?

Ganz rigoros machen das diejenigen, die Asylbewerberheime anstecken oder Fremde krankenhausreif schlagen, wollen die Fremden, die ihnen fremd sind, nicht. Sie wollen nicht deren Assimilation. Sie wollen, dass sie wieder weg gehen.
Dann die Gruppe der Umarmer. Sie laden alle Fremden ein, freuen sich evtl.über Neues für unsere Kultur und streben die totale Assimilation an.
Dann die Gruppe der Toleranten. Sie sagen, alle sind gleich. Sie sind Menschen wie wir, pochen auf die Gleichheit als Menschen und die Menschenrechte, die auch für Fremde gelten. Sie fordern keine totale Assimilation und sind eher für: Leben und leben lassen.
Doch was diktiert die Politik indirekt über die Medien ? Wenn hier als Fremde, dann sofort die totale Anpassung und wenn nicht, hagelt es Sanktionen. Die Politik macht doch vor, wie die Masse zu reagieren hat.

Darum ginge es nur, wenn die illegalen Migranten, die nach D kommen, für sich selbst sorgen würden. Sie setzten sich aber ins gemachte Nest, was die "Gutmenschen" offensichtlich als normal empfinden. Immer wieder: es gibt keinen Sozialstaat mit offenen Grenzen! Die hier Lebenden haben sich ihren kleinen Wohlstand und geordnete, rechtsstaatliche Verhältnisse durch z.T. lebenlange Arbeit erworben - wer wirft diese Dinge einfach weg - nur Leute, die vom Staat alimentiert werden.

peter hauser | Sa, 6. August 2016 - 13:22

Wie ideal :< Respektiert die Fremdheit des Fremden >,
eigentlich doch nicht schwer, oder? Der Artikel erklärt ja fast schon für Kinder, daß das andere als Neues nicht xenophobe Reflexe auslösen muß, sondern immer auch bereichernt sein kann. Es muß sich aber eben auch assimilieren, wie es nicht erst die Römer wusten.

Wirklich wird das Fremde erst im "Alltag" erkannt, wenn Sitten und Gebräuche zu Fragen führen, die dann schnell in Streit münden können. Es bedarf Gemeinsamkeit im "Multikulti" damit nicht Differenz ohne "Obrigkeit" zur Gewalt wird.......(Freizeit als permanentes Event- Ereignis...? Träumereien die schon fast antquiert erscheinen) Sonst wird der "Polizeistaat" Notwendigkeit und das hatte zumindest meine Generation überwunden geglaubt; obwohl anthropologisch vielleicht zu kurz gedacht.

Joost Verveen | Sa, 6. August 2016 - 13:58

Distanz ist nicht möglich, wenn Millionen kommen, die alle den Anspruch haben, vom Steuerzahler durchgefüttert zu werden. Der Fremde kann nicht fremd sein, wenn er von uns leben will. Es sei denn, man betrachtet das als (positiven) Kolonialismus. In dem Moment sind die Fremden aber Fremdherrscher, was die Sache keineswegs besser macht.

Petra Wilhelmi | Sa, 6. August 2016 - 14:13

Das ist mal wieder ein Artikel ... Ich habe eine ausl.Schwiegertochter, ich war schon auf allen Kontinenten, ich liebe fremdes
Essen, meist zu Hause auf deutsch zurechtgestutzt. Ich freue mich immer wieder in meiner eigenen Kultur zu sein. Es gibt keinen Schmelztiegel der Kulturen. Das trifft höchstens auf Randgruppen zu. Denen man es nachsagt, haben für versch. ethn. Gruppen, verschiedene Stadtviertel oder zumindest, falls es nicht so viele sind, versch.Vereine, in Jerusalem sogar völlig geschlossene Viertel, in das niemand anderes hinein darf. Menschen greifen immer auf Bewährtes zurück, zumindest auf gemeinsame geschichtliche Erfahrungen, Glaubenssätze und Sprache und in Europa auf die Aufklärung. Das war gestern so und ist heute genau noch so. Andere Nationen wissen das. Wer das nicht erkennt ist ein Illusionist. Mischmasch ist nirgends angesagt, weil Menschen dadurch ihren Halt verlieren und im Nichts schwimmen, entwurzelt sind. Sklaven waren das in frühen Jahrhunderten.

"Mischmasch ist nirgends angesagt, weil Menschen dadurch ihren Halt verlieren und im Nichts schwimmen, entwurzelt sind. Sklaven waren das in frühen Jahrhunderten." Und Sklaven sollen wir wieder werden, das ist der Plan. Nach den Bürgerkriegen in Europa - die CIA prognostiziert sie für 2020 - kommt als Retter die EU. Die EU wird sich als Heilsbringer verkaufen, und wir werden die Überwachungsmaßnahmen selbst fordern. Man sollte dann und wann Orwell lesen, er hat vieles vorausgedacht.

Kat Teker | Sa, 6. August 2016 - 15:24

nicht, daß es Angst vor Distanz ist, die viele Fremdheit verleugnen lässt. Vermute dahinter v.a. Angst als Rassist zu gelten und ausgegrenzt zu werden, wenn man sich traut Auswirkungen kultureller Unterschiede wahrzunehmen o. gar zu benennen.
Rechne ich zB damit, ein Paschtune könnte mich töten wollen, wenn er sich durch mich beleidigt fühlt, wird's als rassistisches Vorurteil interpretiert & nicht als wertfreies Verständnis seiner Kultur.

Wer sagt Sozialisation ließe sich nicht leicht abstreifen, hat nicht etwa begriffen wie tiefgreifend Prägung sein kann, nein, der degradiert Fremde zu Barbaren, die er aus Rassismus für unfähig hält, die Überlegenheit westliche Werte zu erkennen. Ignoriert wird, daß es für Menschen kaum Schwieriges gibt als Verhaltensmuster zu durchbrechen & v.a. welche Überheblichkeit der Annahme innewohnt, Bildung ließe jeden erkennen, daß seine Werte denen des Westens unterlegen sind; sie verkennt die Häufigkeit genuiner Verachtung der westlichen Lebensweise.

Reiner Kraa | Sa, 6. August 2016 - 20:07

Die Deutschen sind weltoffen und auch liberal. Grundsätzlich haben sie keine Angst vor Fremdem und auch nicht vor Fremden. Sie verreisen ja so oft in alle Welt um Fremdes und Fremde kennenzulernen. Sie mögen es nur nicht, wenn Fremde kommen, um die von diesen Deutschen hart erarbeiteten Sozialsysteme zu plündern. Und sie mögen es noch weniger, wenn diese Fremden mit unseren deutschen Ressourcen ihre fremde Kultur hier bei uns weiterleben wollen. Das andere Kulturen substaniell anders (nicht schlechter) sind, als unsere deutsche, wird von Deutschen auch akzeptiert. Sie sind nur der Meinung, dass diese Kulturen dann auch in substantiell anderen Gebieten unserer schönen Erde gelebt werden sollten. Wir haben, insbesondere im Ergebnis der europäischen Aufklärung, unsere eigene Kultur, auf die wir auch stolz sein können und die wir behalten möchten

Birgit Mohr | Sa, 6. August 2016 - 23:48

Das ist wieder einmal eine theoretische Abhandlung, die keinen Realitätsbezug hat. Machen wir es doch mal praktisch. Das "Fremde" ist oftmals nicht problematisch, aber es gibt schon einige Punkte, da will ich mit Gewißheit diese Fremdheit nicht akzeptieren. Sie ist auch für mich nicht bereichernd. Ds ist der Bezug von Männern aus patriarchalichen Gesellschaften zu Frauen und zur Gewalt gegen Frauen und auch zur Gewalt im allgemeinen zur Durchsetzung von eigen Überzeugungen oder als Antwort auf eigene Verletzunge und Kränkungen. Nicht, dass es das nicht auch bei den "Einheimischen" gäbe. Aber die Frauenbewegung der letzten 50 Jahre war gerade mit recht großem Erfolg dabei, dies den davon gefährdeten Männern weitestgehend auszutreiben.
Auf Rückschritte habe ich nun keine Lust! Und ich empfinde männliche Fremde und ängstlich verhüllte Frauen hier in diesem Land mit solchen Einstellunge keines falls als eine Bereicherung, sondern als Last.

Jens Winkelmann | So, 7. August 2016 - 00:57

Die Verklärung des Fremden ist aber in erster Linie
ein typisch westdeutsches grün alternatives Wohlstandsphänomen.
Da muss man schon mit Peter Lustig, laktosefreier Milch, Karl dem Käfer,
vegetarischem Essen und Mitgliedschaft im Tierschutzverein aufgewachsen sein.
Wer im Leben für sein Glück mehr strampeln muss oder meint zu müssen
hat einen nüchteren Blick auf das Fremde.
Deshalb hat die sogenannte Willkommenskultur in Ostdeutschland und vor allem
bei unseren osteuropäischen Nachbarn weniger Anhänger.
Aber ich sehe auch Fortschritte.
Für eine Meinung, für die man gestern verprügelt wurde, wird man heute nur beschimpft
und ab morgen wird sie diskutiert und übermorgen ist sie eventuell sogar akzeptiert.
Wohltuend das die österreichische Regierung Dinge in die Diskussion bringt
für die man in Deutschland zur Zeit noch abgekanzelt wird.
Aber ich bin optimistisch das die Besoffenheit auch hier abklingt
und der nüchterne Blick auf das Fremde gewinnt.

peter hauser | So, 7. August 2016 - 04:22

Was ist eigentlich "fremd", doch viel, soviel. Exstreme im Verhalten helfen uns heute nicht mehr Nähe zu schaffen.
Es ist anstrengend geworden,Frauen verschleiert zu begegnen und das auch noch als gewollt zu akzeptieren.....Man spürt eine Haltung, die eine Botschaft vermitteln soll, doch wie darauf reagieren, was soll das ? Differenz und Abgrenzung? Warum....Identitätsprobleme?
Muslima sind wohl ebenso verunsichert wie "unverhüllte" Menschen......sichtbar wird hier paraleles Leben und man kann es auch nicht weckdenken. Begegnung ist immer noch persönlich möglich., aber es wird schwieriger und anstrengender......überall.
Religion als "Fürsorge", eigentlich glaupten wir, soetwas schon längst überwunden zu haben.

Rainer Möller | So, 7. August 2016 - 08:35

Bisschen pompös, aber gut gemeint. "Wir" haben natürlich nicht verlernt, das Fremde im Fremden zu sehen - die obere Mittelschicht bzw. deren linker Flügel haben es verlernt. Will Grau sich prinzipiell nur an diesen geschlossenen Zirkel wenden?

Edith Kirchner | So, 7. August 2016 - 10:17

Was viele, in unserer postmodernen Gesellschaft nicht sehen möchten, ist, dass es sich bei ihrer Sicht der Gleichheit eben auch nur um eine Ideologie unter vielen handelt.

Christa Wallau | So, 7. August 2016 - 11:11

Der Gedanke, der Weltverbesserer seit ewigen Zeiten antreibt, nämlich die Idee, es könnte eines Tages durch fröhlich-gutwillige Vermischung und (vor allem!) durch gleichmäßige Verteilung von Gütern (Kommunismus) nur noch W e l t e n b ü r g e r geben, die einander nicht mehr f r e m d sind, sondern friedlich nahe, wird m. E. immer eine Utopie bleiben. Es bedeutete auch das Ende jeglicher Individualität und damit der eigentlichen Menschlichkeit.
Ehe eine derartige Uniformierung "natürlicher" Menschen gelingt, werden Roboter, an denen man mit Volldampf arbeitet, die Funktion des angestrebten, angepaßten Weltbürgers
übernehmen. Sie werden gesteuert werden von
den Wenigen, die an den Schalthebeln der Macht (des Geldes) sitzen - eventuell sogar in Gestalt einer Weltregierung - während die Masse der Menschen sediert, eingeschüchtert und manipuliert vor sich hin vegitiert.
Schöne Aussichten!
Das Fortbestehen von Fremdheit, Differenz und Distanz wäre mir entschieden lieber.

Klasse gesagt, liebe Frau Wallau:"während die Masse der Menschen sediert, eingeschüchtert und manipuliert vor sich hin vegitiert." Womit wir den menschlichen, manipulierten, eingeschüchterten, nicht widersprechenden Robober hätten. DAS ist das Ziel dieser unmenschlichen, an der Wirtschaft orientierten Politik. Duckmäuser und Untertanen.
Frdl.Grüße K.S.

Mir scheint es vor allen Dingen um die Auslöschung der Erinnerungsfähigkeit und der Denkfähigkeit zu gehen. Nach mehr als 60 Jahren der Herrschaft immer der Gleichen
sind alle Pfründe vergeben die Verhältnisse betoniert. Gerade die Grünen haben es noch an die Töpfe geschafft und sind nun Machtreserve. Da dürfte das Volk eigentlich nur stören und wird mit primitiven Parolen ( wir schaffen das)für dumm verkauft und seine Gutmütigkeit wird ausgenutzt. Da behauptet eine Bundeskanzlerin,dass das Wichtigste in der Flüchtlingskrise die Bekämpfung der Fluchtursachen sei. Das VOLK sagt mäh, die Presse schweigt. Dabei hat die 'mächtigste Frau der Erde' nicht den geringsten Einfluß. Allenfalls kann sie Waffen liefern...Nie habe ich eine Frage an diese Dame gehört, welchen Einfluß sie denn zu haben glaubt.

Man braucht nur bei George Orwell "1984" oder Aldous Huxley "Schöne neue Welt nach zu lesen und man kennt den Fahrplan der sogenannten "Eliten": Gleichmacherei, Durchmischung etc, "Einkreuzen von Menschen minderem Intellektes -> Ein Volk von Arbeitssklaven, welches still vor sich hindümpelt.

Petra Führmann | Mo, 8. August 2016 - 18:28

In reply to by Kurt Göpel

Gibt es davon nicht jetzt schon mehr als genug? Zu was benötigte man noch mehr? Was sollen die herstellen? Wer soll die Güter kaufen? Es können ja nicht alle in die Waffen- oder Lebensmittelindustrie. Eine Mehrung des Kapitals für die Reichen kann so nicht funktionieren; es kann sich also nur um schlichte Machtausübung zum Selbstzweck handeln. Dazu muss man, das stimmt allerdings, alle Intelligenz möglichst löschen; der Anfang ist ja schon seit Jahren gemacht. Ob es sich nun um Intelligenz handelt bei denen, die alle diese Fäden in der Hand haben.. schon, aber um negative, die nur bis zur Nasenspitze reicht: Ich, sofort, Geld, Macht.
Im übrigen: Menschen sind alle insofern gleich, als dass es alles Menschen sind, für alle die selben Menschenrechte gelten müssen; gleichwohl aber sind sie verschieden. Und ich bin sicher, das wollen sie auch bleiben, aber bitte jeder auf seinem Fleck, nicht hier.

Edith Kirchner | Mi, 10. August 2016 - 18:39

In reply to by Petra Führmann

Diese Vermehrung des Kapitals funktioniert leider sehr wohl so. Mit den Fremden werden Milliarden verdient, deshalb werden sie wie ein Fetisch vergöttert. Es ist nichts anderes als eine Anbetung des Mammons, nur schön verdeckt und mit einem moralischen Mäntelchen versehen.
Wenn man bereits viel hat, ist jeder einzelne von diesen Fremden eine Taube mehr die dazufliegt, frei nach dem Spruch "Wo Tauben sind, fliegen Tauben zu".

Dr Lutz Wiederhold | So, 7. August 2016 - 17:53

Ein sehr aufschlussreicher guter Artikel, trifft insbesondere, wie ich glaube, auf bestimmte gesellschaftliche Gruppierungen aus dem LINKS-Milieu und auch ! theologischen Dependencen zu. Ich gehe sogar noch weiter, zu behaupten: Je fremder, um so willkommener in der vermeintlichen Gleichheit. Für mich: Um so verblendeter in dieser Form totalitären Vereinnahmung. In der 68-er Studentenbewegung: Nicaragua, Afrika...je weiter, um so
mehr studentischer Einsatz. Weder die akademische linke Studentenschaft noch bestimmte Apologeten der Kirchen
haben sich für in Not leidende Einheimische "Bio"-Deutschen
eingesetzt. Frau Roth für hier lebende Obdachlose?Fehlanzeige! usw. Für Weiteres reichen hier die Zeilen
nicht. DANKE, Herr Grau!

Peter Voit | So, 7. August 2016 - 19:20

Joseph von Eichendorff oder Heinrich Heine waren noch fähig, die Fremdheit des Fremden wahrzunehmen. So heißt es etwa in Eichendorffs Roman "Ahnung und Gegenwart:
"Dieser Leontin, Faber und Rosa, sie werden mir doch ewig fremd bleiben. Auch zwischen diesen Menschen reisen meine eigentlichsten Gedanken und Empfindungen hindurch, wie ein Deutscher durch Frankreich."
Und Heinrich Heine - "Anno 1839" - schrieb:
"O Deutschland, meine ferne Liebe,
Gedenk ich deiner, wein´ ich fast!
Das muntre Frankreich scheint mir trübe,
Das leichte Volk wird mir zur Last."

(...)

Gregor Lehnhardt | So, 7. August 2016 - 21:16

Natuerlich sind wir Deutsche gute Gastgeber, wir sind tolerant und analytisch. Nie habe ich etwas anderes gehoert. Ich habe 3 Jahre in der Schweiz und 7 Jahre in den USA gelebt und darf das behaupten. Ich bin 2006 (2 Wochen nachdem Sharon den Tempelberg besucht hat....) nach Jerusalem gefahren und hab zufaellig mit den IDF Rekruten Jad Vashem besucht. Ich hab mich dort als Deutscher zu erkennen gegeben, weil ich glaube, dass wir Deutsche eine besondere Verantwortung haben und wir besser und staerker sein muessen als andere. Gerade wegen unserer Geschichte. Mich kostet das Kraft, manchmal Mut und immer gesundes Selbstvertrauen. Mir waere es lieber wenn solche Artikel im Muell verschwinden wuerden, den diese sind kontraproduktiv.

Es ist dieser hanebüchende Blödsinn, dass "wir Deutsche eine besondere Verantwortung haben und wir besser und stärker sein müssen als andere".
Nein. Ich bin auch Deutscher und verweigere mich entschieden das ein anderer mich schon im "wir" vereinnahmt. Und warum müsen wir besser und stärker sein als andere. Zum einen ist es purer Rassismus weil es impliziert dass andere (ja welche denn?) schlechter und schwächer sind (wer setzt denn den Massstab?).
Es ist genau diese Überheblichkeit zu glauben man hat die Weisheit alleinig mit Haut und Haaren gefressen und welche hartnäckig ignoriert dass es neben der von uns gelebten Weisheit vielleicht auch andere Arten von Lebensregeln gibt welche Menschen ein zufriedenes Leben ermöglichen, vielleicht anders als bei uns aber doch nicht unbedingt per se schlecht.
Und diese dümmliche Überheblichkeit treibt unsere Regierung auf die Spitze indem man sich auch osteuropäischen Ländern gegenüber überlegen glaubt und jedwede vorherige Abstimmung ablehnt.

Gregor Lehnhart | Di, 9. August 2016 - 00:28

In reply to by Dieter Göttler

Die Geschichte ist nun mal so gelaufen. Da fuehrt kein Weg dran vorbei. Dem muessen wir uns stellen, weil es von aussen an uns herangetragen wird. Wir werden an unseren Antworten und an unserem Verhalten gemessen, ob wir wollen oder nicht. Wie wollen Sie dem gerecht werden, wir muessen besser sein als andere? Es ist eine Herausforderung, ich "sportlich" annehme. Ich bin der Meinung es ist nicht ueberheblich wenn man mit seiner Geschichte klug und ueberzeugend umzugehen vermag. Schaun sie doch als Vergleich in die Tuerkei. Wir sind besser, weiter und das ist nicht Gott gegeben. Das haben die Deutschen sich erarbeitet. Da haben die 68 auch mitgeholfen.

Peter Bigalk | So, 7. August 2016 - 22:02

Ich habe kein Problem mit Respekt vor Fremden Gästen, würde als Respekt auch Burka akzeptieren und Nacktbilder im Rathaus abhängen lassen. Wenn aber jemand bei uns leben will, macht das einen Riesen-Unterschied, dann sollte man sich an die Regeln der westlich freien Gesellschaft assimilieren. Fertig. Es wird aber noch eine Weile dauern, bis sich in Deutschland diese Erkenntnis breitmacht.

Herbert Trundelberg | Mo, 8. August 2016 - 08:24

wer beruflich auf allen Kontinenten in ca 100 Staaten unterwegs war und immer wieder gerne nach Hause gekommen ist fühlt sich auf einmal nach 68 Jahren in seiner Heimat nicht mehr zu Hause. Da muss doch etwas faul sein im Staate (Dänemark). Oder meinen Sie ich könnte mich nicht anpassen an die fremden Herrschenden in meinem ehemaligen Land.

Jacqueline Gafner | Mo, 8. August 2016 - 13:56

(Orientmode, China-Mode, Südsee-Mode, "Arafat-Tuch" als modisches Accessoire, "Ghetto-Look" der hochpreisigen Art etc.) lebt davon, dass der Unterschied zwischen dem Eigenen und dem Fremden so offen zu Tage liegt, dass sich damit - zumindest in westlich geprägten Gesellschaften - gefahrlos spielen lässt. Ein "Afro-Look" macht mich als Europäerin noch lange nicht zu einer Afrikanerin. Im Gegenteil, er verweist fast schon plakativ darauf, dass ich keine bin, selbst wenn er eine Referenz an die als schön empfundene äussere Erscheinung der Afrikanerin ist, die ich kopiere. Der "Gleichheitswahn", dem manche vermeintlich weltoffenem Zeitgenossen huldigen und mit dem Postulat der "Gleichwertigkeit" von nicht Gleichem verwechseln, hat keine empirische Grundlage, sondern ist Ausdruck einer Art von Glaubenslehre, die Spannungen nicht aushält, die manchmal mühsam sein mögen, aber das eigene Leben zugleich befruchten, da sich Neues nur aus dem Dialog mit einem nicht gleichen Gegenüber entwickelt.

Istvan Polgar | Mo, 8. August 2016 - 14:41

Ich kann so etwas nicht einmal lesen!Selbst bin ich ein Fremder,und ich denke,wenn ich irgendwo leben will,dann sollte man sich schon anpassen,und dementsprechend benehmen!Wir sollten tolerant,verständnisvoll und aufopfernd sein?Na ,ich weiss es nich ,wie würde das in der Türkei,eventuell in Russland so gut gehen mit uns als Christ?

Zoran Trajanovski | Mo, 8. August 2016 - 15:25

Das Mediale Bild von halb nackte brasilianischen Tänzer Sprich mit und (nackt sein = asotiation Wild sein b.w. nicht ziwilisirt) leitet uns der Ton.
Die Evolution könnt keine Nation b.w. pflegt ein andere verständnis von das WIR Gefül. Wir wissen wer
Martin Heidegger ist.
Juden wurden als Fremde vernichtet weil nicht alle gleich waren. Das vermögen des Nazis Fremdlinge zu erkennen war Historisch.
Wir haben in der Tat ein gefärliches Denken des philosophes.
Als Sportler bin geschult in verschidenen fechigkeiten wie z.B. Diferenzirung , Umstelung, Gleichgewicht, Reflexs,Orientirun und villes mehr.
Von Sport kann man vill Lehrnen und mit gefärliches philosophiren besser zu recht kommen.

Ruth Falk | Mo, 8. August 2016 - 15:56

Bin sehr gerne bereit, fremde Kulturen und Sitten zu akzeptieren, wenn mir Gleiches widerfährt. Aber wenn Herr E. z.B. von einem anderen Land als dem seinen VERLANGT, dass es sich seinen Vorstellungen unterwirft, hört bei mir die Toleranz auf. Es ist ein gewaltiger Unterschied zwischen freundlich-nachbarschaftlichen Beziehungen und einem sich-im-Nachbarhaus-breit-zu-machen.
Ausserdem sind die meisten Menschen geprägt durch die Umgebung, in der sie aufgewachsen sind, die nur selten mit fremden Sitten kompatibel ist.
Was soll also diese ganze Diskussion? Auch in der 3. Generation sind Türken noch immer Türken und demonstrieren für Erdogan, trotz deutschen Passes. Mit den Neueinwanderern wird es genauso weitergehen. Hoffentlich bleiben noch ein paar Ecken übrig, in denen man sich zu Hause fühlen kann.

Dr. Waltraud Berle | Mo, 8. August 2016 - 16:50

... zu differenziert anscheinend für die meisten Schnell-Leser ((-: zum Schießen, wie Sie falsche verstanden wurden, nur weil die Überschrift entsprechende Signale setzte.
Als mein Sohn vor 30 Jahren geboren wurde und man mir sagte: "Ein Sohn!" war mein erster Gedanke: "Mensch, das ist ein Anderer!" Da konnte man nicht sagen: "Ach, ich war auch mal Mädchen, ich weiß, wie er tickt ..." Das war ein Anderer, das hat mich von Anfang an mit höchstem Respekt erfüllt und mit großer Neugier, Wissbegierde für das heranwachsende "andere" Geschlecht. Ich habe enorm viel gelernt von meinem Sohn auf diese Weise über Männer und Frauen und Menschen insgesamt. Es gab nie dieses grenzüberschreitende pseudo-vertraute Ranschmeißen, wie man es aktuell bei den Multi-Kulti-Willkommens-Kultur-Fanatikern so geradezu obsessiv unterwürfig, undifferenziert und unreif erlebt.

Genau das ist die Aussage des Artikels. Wenn wir die Fremdheit des Anderen anerkennen, dann müßten wir akzeptieren, das der Andere anders ist als wir und wir wären vorsichtiger im Umgang mit den Anderen. Letztendlich akzeptieren wir das Andere nicht wirklich, wir sind ja der Meinung, das Andere ist doch nur Rückständig und muss sich uns innerhalb einer gewissen Zeit eh anpssen. Wir sind schließlich die weiterentwickelte Kultur, Gesellschaft, etc. Und das kommt im 'Der-Andere-ist-doch-genauso-wie-wir' zum Ausdruck. Die ganze Welt wird doch über kurz oder lang eins und einheitlich sein. Wir wollen doch außer Kochrezepten und ähnlichen Banlitäten gar nicht so viel übernehmen und lernen. Ich denke, dass letztendlich niemand wirklich die westlich europäische Kultur durch die islamische ersetzen will. Eine Folge dieser Sicht wäre, dass wir Fremden vorsichtiger begegnen würden und wir das Problem mit den Fremden und der Zuwanderung, wie es ich jetzt manifestiert, nicht in dieser Form hätten.

Erich Virch | Mo, 8. August 2016 - 17:09

lieber Herr Grau. Wer unterstellt fremden Religionen und Kulturen denn, sie seien tolerant und pluralistisch? Wohl am ehesten Linke und Grüne, die sich größte Mühe geben, über fremde Intoleranz hinwegzusehen. Hier und da wird zwar ein aufgeklärter Islam gefordert (um den geht es ja wohl an erster Stelle, denn Fremde aus der Südsee sind in Deutschland selten), aber repräsentieren Linke und Grüne „die westlichen Gesellschaften“? Ist die "Gesellschaft des Westens" wirklich „auf Umarmung gepolt“? Wird nicht gerade das substantiell Andere mehrheitlich abgelehnt? Wie soll das Ernstnehmen des Fremden als Fremden denn konkret aussehen? Wie in Ungarn, Polen, Österreich, Frankreich etc.? Wie sollten wir z. B. patriarchalisch und schwulenfeindlich gestrickte neue Nachbarn denn erstnehmen? Ihre Antwort würde mich wirklich interessieren.

Olaf Romer | Mo, 8. August 2016 - 18:09

Mittlerweile gibt es soviel Zuwanderung das von einer Uniformität des Fremden mit den Deutschen garnicht ausgegangen werden kann..Im Gegenteil die Deutschen sollen Multikulti werden also Ihre Identität dem zugewanderten Kulturniveau anpassen..Nur gibt es eben viele die genau das nicht wollen..

Monika Mueller | Di, 9. August 2016 - 08:40

Unter philosophisch/theoretische reicht ein interessanter Artikel.Praktisches Beispiel:Ich hatte für 1 Jahr eine chinesische Kollegin,direkt aus Nordchina.Sie war noch nie außerhalb Chinas,ich noch nie in China.Das Geheimnis dieses wunderbaren Jahres,an das ich noch gerne zurück denke und eine echte Bereicherung war,ist für mich die Neugierde und Offenheit auch von ihrer Seite.Keine Anbiederung,kein Multikulti,sondern Offenheit u Neugierde führt zur Bereicherung.Aber wir haben enorme Probleme mit Moslems aus unterschiedlichen Ländern u überall wo eine signifikant Zahl von Moslems lebt gibt es Probleme.Jede Kultur/Religion kennt das Gebot der Gastfreundschaft,aber nur vom Islam gibt es genaue Anweisung wie man sich Ungläubigen gegenüber verhält. Quelle:http:// derprophet.info/inhalt/inhaltsverzeichnis/
Mit einer so grossen Gruppe islamischer Zuwanderer wird es kein entspanntes Zusammenleben,auch auf Distanz, geben.

Jürgen Winzig | Di, 9. August 2016 - 16:02

sorry, das ist jetzt harsch, aber ich kann dieses theoretische Geschreibsel von Toleranz nicht mehr hören. Im Schwimmbad unserer Marktgemeinde
gab es am Wochenende wieder einen grapschenden Einzelfall aus dem Morgenland- es müsste der dritte seit der Masseneinwanderung aus dem Morgenland sein, wenn ich alles mitbekommen habe. Toleranz hat mit Selbstaufgabe absolut nichts zu tun!

Andre Vogel | Di, 9. August 2016 - 17:43

Die Deutschen waren immer schon weltoffen und Fremden gegenüber tolerant. 500000 eingewanderte Polen ins Ruhrgebiet waren eine segensreiche und klug gesteuerte Bereicherung. Die Zuwanderung von toleranten Fremden ist eine Bereicherung. Die unkontrollierte Zuwanderung muslimischer zT fundamentalisch sunnitischer Menschen bedeutet Zuwanderung einer realen Gefahr für die Zukunft. Homophobie, Antisemitismus, Mann steht ü. Frau , Religion ü. Grundgesetz, muslimische Religion steht ü.allen anderen Religionen sind die Merkmale der neuen Gefahr. Ein Einwanderungsgesetz bräuchte es dringend, nicht die unendliche und törichte Fremdenliebelei der grünen Multikultiverwirrten.

Alfred Bronner | Mi, 10. August 2016 - 06:26

Das Beispiel Rom, ist gut gewählt. Der o.g. Text muss jedoch um einen Aspekt ergänzt werden –Terrorismus/Verbrechen! Sollte in Rom, ein Fremder nachweislich gegen das Gesetz verstoßen haben, wurde er publikumswirksam bestraft. Damit konnte Dieser als Beispiel für JEDEN Römer/Fremden dienen, dass sich Verbrechen nicht lohnt. Ebenso hat es der Bevölkerung suggeriert, der Staat beschützt euch.
Sehe ich mir die ständig verkleinerte Polizei an, welche durch eine zu liberale linke Politik (u.a. bei Massenkundgebungen gegen Linke und Rechte) verheizt wird, bin ich mir nicht mehr sicher, ob der Staat seine Bürger noch ausreichen schützen kann. Von den überlasteten Gerichten will ich hier gar nicht erst anfangen.
Einen Fremden kann man nur uneingeschränkt akzeptieren und von ihm Lernen, wenn dies auf Gegenseitigkeit und Augenhöhe geschieht. Ebenso wenn die Bevölkerung genügend Ressourcen aufbieten kann, um den Fremden zu versorgen. Beides sehe ich mittlerweile als nicht mehr gegeben an!

Friedrich Demolsky | Mi, 10. August 2016 - 18:49

Es kommt den meisten Österreichern und Schweizern eher komisch vor, einen japanischen Jodler in deren Heimat zu hören, obwohl es Japaner gibt, die spitzenmässig darin sind, zum Teil besser als Einheimische. Einen Japaner indes stört das nicht, wenn ein Japaner jodelt. Hingegen gibt es einem Japaner, der das Alphornblasen oder Jodeln liebt, ein anderes Gefühl, wenn er in den Alpenländern lernt zu jodeln oder Alphorn zu blasen...' Aber selbst dann, wenn ein solcher Japaner noch so kräftig in sein Alphorn bläst oder noch so gekonnt jodelt, darf doch nicht übersehen werden, dass sein bloßes Alphornblasen oder Jodeln ihn noch lange nicht zu einem Alpenländer macht. Der Japaner, der in Österreich oder in der Schweiz das Alphorn bläst oder jodelt, bleibt auch dann ein Japaner bzw. ein Fremder und wird durch seine Fertigkeit des Alphornblasens oder Jodelns niemals zu einem Österreicher, geschweige denn zu einem Schweizer. Hat man das verstanden?

Paul Levine | Mi, 10. August 2016 - 22:54

Es ist naiv, über "das" Fremde Aussagen zu machen. Es gibt das Fremde des Moslems (das Sündige), es gibt das Fremde des Verfassungspatrioten (das Grundgesetzwidrige), es gibt das Fremde der Multikultis (das Konservative). Je nach Bezug ist "das Fremde" ein komplett Verschiedenes. Die Schwierigkeit multipliziert sich, indem es nochmal das empfundene Fremde gibt, das objektiv Fremde und drittens das vorgeschobene Fremde der jeweiligen Gruppen, die deckungsgleich sein können, aber nicht müssen. Z.B. meinen die Multikultis mit dem Fremden lediglich das als Exotik Konsumierbare (wie im Text erkannt), die Neonazis das Fremde, sofern es Neid auslöst (der studierende Schwarze, der Jude, die ausländische Firma usw). Und dann gibt es nochmals das Fremde in der veröffentlichten Meinung, das von allen Verwendungen dieses Begriffs am wenigsten ernstzunehmen ist, weil es i.d.R. nicht um die Sache, sondern um Lenkung geht. Hier sollte es um Moslems gehen, die Deutschland als Sündenpfuhl ansehn.

Erhard Senders | Do, 11. August 2016 - 12:20

Flüchtling ist nicht gleich Asylbewerber ist nicht gleich Migrant. AfD ist nicht gleich NPD. Contra Merkel ist nicht gleich pro AfD. Flüchtlingen helfen ist nicht gleich sie ins Land holen und integrieren. Haltet die Leute nicht für blöd.

Romuald Veselic | Mo, 15. August 2016 - 08:06

der Fremde die Nichtfremdheit des Einheimischen respektieren oder weiter ziehen...

Dietmar Fuernschlief | Mo, 17. Oktober 2016 - 17:47

Es erstaunt und betruebt mich immer wieder, wie eindimensional politische Diskurse gefuehrt werden. Beispielsweise: Die einen sehen in den Fremden nur die Bedrohung, die anderen nur die Chance. Wer nicht beide Dimensionen in Betracht zu ziehen vermag, ist wohl auf einem Irrweg.
Ausserdem erstaunt un betruebt es mich, wenn nicht unterschieden wird zwischen gleich-artig und gleich-wertig. Selbstverstaendlich gleicht kein Mensch einem anderen, gleicht kein Volk einem anderen, aber im Grunde gleichwertig sind alle Menschen und alle Voelker.

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