Generationenwechsel in der CDU - Wer folgt auf Merkel?

Angela Merkel geht aus der Wahl geschwächt hervor. Die CDU steht vor einem Generationen­wechsel, die Weichen werden bald gestellt. Doch wer könnte Merkels Erbe übernehmen?

Beschreibung:Annegret Kramp-Karrenbauer, Ministerpräsidentin Saarland (CDU), aufgenommen am 21.05.2017 während der ARD-Talksendung "Anne Will" zum Thema "Streit um Schäubles Steuermilliarden - Wie bekommen die Bürger ihr Geld zurück?" in den Studios Berlin-Adlershof.
Annegret Kramp-Karrenbauer ist die Favoritin der Kanzlerin sein, wenn es um ihre Nachfolge geht / picture alliance

Autoreninfo

Christoph Seils ist Ressortleiter „Berliner Republik“ von Cicero. Im Januar 2011 ist im wjs-Verlag sein Buch Parteiendämmerung oder was kommt nach den Volksparteien erschienen.

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Zum Wahlkampf in seiner Heimatstadt ­Ahaus hat sich Jens Spahn schnell eine Trachtenjacke übergeworfen. Eben noch hat der CDU-Politiker vor Unternehmern im schwarzen Anzug die Wirtschaftskompetenz seiner Partei gepriesen, jetzt spitzt er seine Lippen zur Blasmusik und begrüßt den ehemaligen bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber im Bierzelt. „Wir können Oktoberfest und Mittelstand“, verkündet der 37-Jährige vor 600 Anhängern und erklärt das Münsterland zum „Bayern Nordrhein-Westfalens“. Natürlich soll der Gast aus dem Süden an der Basis im Westen konservative Aura verbreiten. Dabei braucht Spahn diese weniger in seinem Wahlkreis – das katholische Münsterland ist seit 1949 fest in der Hand der CDU –, sondern vor allem in den bevorstehenden innerparteilichen Ränkespielen. 

350 Kilometer weiter südlich zieht Annegret Kramp-Karrenbauer zu den Klängen von „The Final Countdown“ ins Bürgerhaus von Heddesheim bei Heidelberg ein. Die 130 Besucher bekommen Kartoffel­suppe serviert, und die saarländische Ministerpräsidentin referiert dazu mit dünner Stimme die Eckpunkte christdemokratischer Politik in Wahlkampfzeiten: Dieselskandal, Bildung, Förderung von Wohneigentum, Schutz vor Einbruchskriminalität, europäischer Grenzschutz. Eine Stimmungskanone ist die 55-Jährige nicht, aber 100 Prozent loyal gegenüber der Bundeskanzlerin. Dementsprechend verabschiedet sie sich mit einem besonderen Argument. Sie verweist auf Putin und Trump, auf Erdogan und Kim Jong-un und stellt dann fest: „Testosteron haben wir genug auf der Welt, deshalb ist es gut, dass Deutschland in den Händen einer Frau bleibt.“

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ingrid Dietz | Sa, 30. September 2017 - 09:48

Ob aber gerade die nette Frau A.K.K. aus dem Saarland (Typ Hausfrau) die geeignete Kandidatin ist, bezweifele ich doch sehr; zu sehr vertritt sie Merkels Politik !
( wäre also nur Merkel in Mini-Ausgabe )

Die Selbstreinigungskräfte werden es irgendwie schon richten !

Die Größe richtet sich ja nicht nach der Anzahl der Kanzler Jahre von daher ist Frau Karrenbauer keine Miniausgabe. Was soll man unter Selbstreinigungskräften verstehen. In fast allen Parteien kommen nun jüngere kräfte zum Zug Für eine Kanzlerschaft sehe ich nur Möglichkeiten bei der CDU und hoffe ich dass wieder über 40% erreicht werden

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