Doppelte Staatsbürgerschaft - Deutscher geht es nicht

Die Debatte um die doppelte Staatsbürgerschaft handelt von Einwanderern erster, zweiter und dritter Klasse. Zur unerwünschteren Kategorie gehören dabei Menschen aus Osteuropa oder der Türkei. Ein Stigma, das früher auch die italienischen Vorfahren unserer Autorin ertragen mussten

Mit italienischem Rotwein und deutschem Bier stoßen ein Mann und eine Frau am 26.06.2012 auf einem Balkon in Chemnitz an. Im Vordergrund ist ein Teller Spaghetti, geschmückt mit einer deutschen und einer italienischen Flagge zu erkennen.
Kultur geht durch den Magen / picture alliance

Autoreninfo

Chiara Thies studiert Journalistik und arbeitet für Cicero Online.

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„Ich gehöre zu den Guten“, das ist ein Witz, der meistens nur von Menschen mit doppelter Staatsbürgerschaft verstanden wird. Denn die Guten sind alle Westeuropäer, die schlechten die Osteuropäer und die noch schlechteren die Türken. Ja, auch ich besitze eine doppelte Staatsbürgerschaft, eine der gefühlt ersten Klasse, und zwar die deutsch-italienische. Und ja, auch ich picke mir die Rosinen heraus und verweise je nach Situation darauf, dass ich aus dem Land der Dichter und Denker oder aus dem der „dolce vita“ komme, wo Sahne definitiv weder in Carbonara noch in Tiramisu gehört.

Gegenwärtig fordert etwa die Junge Union, dass man nur eine Staatsbürgerschaft besitzen dürfe. Nur so sei eine vollständige Integration in die deutsche Gesellschaft möglich. Gleich vorweg: Die These beruht auf dem Irrglauben, Identität bilde sich vornehmlich aus Pässen. Tatsächlich bildet sich Identität vor allem im Aufeinandertreffen zweier Kulturen. Das ist überdies keine Einbahnstraße. Auch die deutsche Kultur hat sich verändert in den letzten Jahrzehnten. Und das nicht unbedingt zum schlechteren.

Umgang mit Doppelstaatlern noch nicht gefunden

Zumindest die deutsche und die italienische Kultur haben sich zum Beispiel sehr weit angenähert. So hat zum Beispiel mein Onkel in den siebziger Jahren in Deutschland gewohnt und erhielt vom deutschen Hausmeister noch regelmäßig Verwarnungen. Er kochte nämlich mit Olivenöl. Das war in Deutschland damals unüblich und wurde als Gestank wahrgenommen. Mittlerweile wurde die „gute deutsche Butter“ aber auch vielen Küchen hierzulande beim Anbraten durch Öl ersetzt – natürlich mit den dazugehörigen Diskussionen, welches Fett denn dafür nun gesünder oder schmackhafter ist.

Ich bin hier geboren. Ich habe viele deutschen kulturellen Eigenheiten angenommen und ich möchte behaupten, dass ich die Deutschen ganz gut verstehe. Was ich aber immer noch nicht verstehe: Warum hat die deutsche Gesellschaft ihren Umgang mit Doppelstaatlern noch immer nicht entkrampft? Neben alltäglichem Rassismus, den selbst ich ab und an zu spüren bekomme, findet ständig eine verbale Ausbürgerung statt. Fragen wie „Ja, aber wo kommst du wirklich her?“, sind da noch die harmlosesten Formulierungen. Alexander Gauland von der AfD geht so weit, zu behaupten, dass die doppelte Staatsbürgerschaft falsch sei und mitnichten die Integration fördere. „Die emotionale Bindung zum eigenen Land wird durch Beliebigkeit und Opportunismus ersetzt“, sagte er. Damit wirft er allen Doppelstaatlern mangelnde Integration vor. Früher habe ich mich von solchen Aussagen angegriffen gefühlt, jetzt nehme ich sie im Alltag zu Kenntnis. Aber ich sehe darin wahrlich keine positive Entwicklung.

Aufgewachsen mit Funke und Habermas

Deutschland ist mein Herkunftsland. Meine Muttersprache ist Deutsch. Ich bin mit den Schriftstellern Cornelia Funke und Otfried Preußler groß geworden. Später habe ich Hermann Hesse, Heinrich Böll und den Philosophen Jürgen Habermas gelesen. Ich betrachte Probleme erstmal pessimistisch und denke nicht angeblich südländisch: mit etwas Spucke und ein wenig gutem Willen wird das schon halten. Mir kam niemals der Gedanke „nicht integriert“ zu sein, bis mir die Bedeutung des Ausdrucks „Kind mit Migrationshintergrund“ erklärt wurde. Erst die Sprache hat mich ausgebürgert – und jetzt benutze ich die Formulierung selbst. Deutscher geht es nicht. Dabei finde ich es eigentlich unmöglich, als Deutsche jetzt das Gefühl haben zu müssen, mein Deutschsein beweisen zu müssen.

Und hier kommt auch wieder Gaulands „emotionale Bindung zum eigenen Land“ ins Spiel: Natürlich besitze ich sie! Ich habe sie einerseits über Literatur aufgebaut und andererseits durch meine deutsche Oma. Die musste in ihrem Leben drei Mal fliehen: Zuerst aus Berlin nach Ostschlesien vor den Nazis. Dann von Ostschlesien nach Halle vor der vorrückenden sowjetischen Armee und schließlich aus der DDR nach Westdeutschland. Damit wurde mir also auch die jüngere deutsche Geschichte anschaulich und mit mehr als nur reinen Fakten beigebracht.

Zeit für eine differenzierte Debatte

Natürlich besitze ich auch eine emotionale Bindung zu Italien. Bei Kaffe- und Piniengeruch fühle ich mich zuhause, könnte jeden Tag Pasta essen und lese den Schriftsteller Italo Calvino ebenso gerne wie seine deutschen Kollegen. Meine italienische Staatsbürgerschaft schätze ich so sehr wie meine deutsche. Innerhalb der EU ist der Doppelpass auch die logische Konsequenz offener Grenzen. Wenn Bürger einfach ins Ausland gelangen und dort mehr Zeit verbringen können, steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass sich manche von ihnen sich verlieben und in dem anfänglichen Urlaubsland bleiben. Als Ergebnis gibt es Kinder wie mich mit doppelten Staatsangehörigkeiten. Was war denn jetzt so schlecht an solch Mensch gewordenen Ergebnissen von grenzenloser Liebe?

Ja, auch ich bin der Meinung, dass die Doppelstaatler-Regelung eine Reform benötigt. Denn natürlich ist es zum Beispiel unfair, dass ich zwei Mal – wenn auch nur minimal – über den Europäischen Rat mitbestimmen darf. Zumal das beim Europäischen Parlament schon längst verboten ist. Aber dann bedarf es hier einer europäischen Regelung zum Wahlrecht nach Wohnort und keinen deutschen Sonderweg. An den Kommunalwahlen in Rom oder Hildesheim nehme ich ja auch nicht teil, weil es mich nichts angeht, wenn ich dort nicht wohne. Aber auch das zweifache Wahlrecht abzuschaffen oder Steuern im Land des Erstwohnsitzes zu zahlen zu müssen, schließt eine doppelte Staatsbürgerschaft doch nicht aus. Es ist endlich an der Zeit für eine differenzierte Debatte – und zwar ohne in gute oder schlechte Doppelstaatler aus Westeuropa, Osteuropa oder der Türkei zu unterscheiden.

Udo Lehmann | Di, 10. Oktober 2017 - 16:31

Nach allem, was die Autorin über sich preisgibt, gehört sie genau der gesellschaftlichen Schicht an, die im Zentrum des kulturellen Umbruchs steht, den wir gerade begonnen haben.
Sie gehört zu einer Elite, deren Merkmale hohe Bildung mit entsprechenden Karrieren und Einkommen stehen. Als Doppelstaatlerin wiederum gehört sie zu einer weiteren elitären Schicht, da sie in beiden Länder wahlberechtigt ist.
Einmal davon abgesehen, dass im Zentrum der Debatte die Doppelstaatsangehörigkeit von Nicht-EU Bürgern gehört, ist doch die Diskussion um zwei Pässe in der EU obsolet. Es kann sich im Falle der Autorin doch nur um eine kleine Koketterie handeln.

Bernhard K. Kopp | Di, 10. Oktober 2017 - 16:49

Die Autorin anerkennt, dass die üblichen westeuropäischen Doppelstaatler wenig oder keine kulturellen Reibungspunkte haben. Aus Italien, Frankreich, England, usw.,usw. kommen auch keine dortigen Politiker nach Deutschland, zu 'ihren Landsleuten', um diese gegen die Assimilation in der Wahlheimat aufzuhetzen, oder um auch für die Wahlheimat bestimmte Wahlempfehlungen zu geben. Das bleibt singular und bestätigt, dass es eben tatsächlich grössere politisch-kulturelle Divergenzen gibt. Für solche Fälle hat Gauland eben recht. Die Autorin hatte er bestimmt nie im Sinn.

Christa Wallau | Di, 10. Oktober 2017 - 17:06

... sehr geehrte Frau Thies, sind diejenigen Bürger (zu denen auch ich gehöre) mit einem deutschen Paß, zu dem sie n i e m a l s einen zweiten erhalten, weil sie "einfach" n u r Deutsche sind.

Wir zig Millionen Leute sind zu unserem Pech keine "Mensch gewordenen Ergebnisse grenzenloser Liebe", keine Migranten oder Migrantenabkömmlinge, sondern schlicht n u r Deutsche, deren Familien "schon immer hier gelebt haben bzw. die schon lange hier leben".

Warum dürfen wir uns nicht auch eine zweite Staatsbürgerschaft aussuchen, z. B. von dem Land, in dem wir gerne Urlaub machen?
Das wäre doch nur gerecht, oder nicht?
Wenn in Deutschland z. B. mal die Geldquellen nicht mehr so sprudeln wie bisher oder/und sich die Gesellschaft drastisch verändert, dann könnten wir mit unserem zweiten Paß wemigstens problemlos in das Land, von dem wir den Zweitpaß besitzen, umziehen und uns dort von der Sonne verwöhnen lassen.

bitte lassen Sie mich ergänzen. Auch mein englischer Mann gehört zu den am schlechtesten gestellten Staatler in Deutschland. Ich sage ihm ständig, dass er einfach nur behandelt wird, wie jeder Deutsche. Darüber hinaus sorgt er sich um sein Aufenthaltsrecht in D nach dem Brexit. Asylsuchende dürfen nach ein paar Jahren einfach bleiben. Asylantrag abgelehnt - bleiben - für immer bleiben. Ich vergaß, mein Mann ist Akademiker und Besserverdienender - so jemand brauchen wir hier nicht.

Frau Wallau, das war sofort mein 1. Gedanke, als ich den Artikel las. Entweder man identifiziert sich mit einem Staat in dem man lebt oder nicht. Auf zwei Hochzeiten zu tanzen und sich die Vorteile herauszupicken, ist gegenüber jedem Staat dessen Staatsbürgerschaft man hat illoyal. Aber Loyalität ist heutzutage gestrig.

Sie bringen es auf den Punkt Frau Wallau. Ich frage mich immer, warum brauchen diese Menschen zwei Pässe? Scheinbar leiden sie unter einer Entscheidungsschwäche oder geniessen bewusst den Vorteil zwei Hütte tragen zu können - je nach beleiben und Vorteil. diese Leute kommen mir vor wie Verheiratete die nicht von einer alten Liebe loslassen können.

Sehr geehrte Frau Wallau,
wie viele andere Leser stimme ich Ihnen völlig zu: die doppelte Staatsangehörigkeit ist eine Benachteiligung der" Ursprungsdeutschen". Der Höhepunkt ist, dass die Doppelstaatler in 2 Ländern wählen dürfen. Es wird Zeit, dass das Parlament diese Frage diskutiert und zu einer vernünftigen Lösung kommt.

Peter Weih | Di, 10. Oktober 2017 - 17:21

In Bezug auf das Thema Staat, Grenzen, Staatsangehörigkeitsrecht ist in den Köpfen einiger Menschen in den letzten Jahren ziemlich viel durcheinandergeraden. Nein, Menschen mit doppelter Staatsbürgerschaft sind nicht Bürger 2. oder 3. oder 4. Klasse, in Bezug auf ihren Rechtsstatus haben sie einen klaren Vorteil, sind sie Bürger erster Klasse. Das spielt bei EU Staaten keine so große Rolle (außer bei den Wahlen), da es hier weitesgehende Gleichheit in den entscheidenden Rechten (z.B. Niederlassungsfreiheit) gibt. Bei Nicht EU Staaten ist das definitiv nicht so. Ich durfte dies jahrelang bei einem Verwandten aus Brasilien miterleben. Er konnte mit Rechten und Pflichten geradezu ideal "spielen". So umging er geschickt in beiden Ländern die Wehrpflicht (ist ein paar Jahre her), konnte in Braslien Devisenbeschränkungen aushebeln etc.
Es sei allen Menschen, die das kreativ "nutzen" im Einzelfall gegönnt, massenhaft und als Dauerzustand ist das aber komplett inakzeptabel.

Edgar Timm | Di, 10. Oktober 2017 - 17:42

"Und ja, auch ich picke mir die Rosinen heraus und verweise je nach Situation darauf, dass ich aus dem Land der Dichter und Denker oder aus dem der „dolce vita“ komme ..." - ich stimme Frau Wallau und Herrn Weih 100% zu. Als ich vor 2 Jahren in St. Petersburg war, musste ich für viel Geld ein Visum kaufen - Türken durften visumfrei einreisen. Bei Reisen außerhalb der EU (z.B in die USA, Australien, NZ) sind Doppelstaatler klar im Vorteil - sie stellen sich in der "schnellen Schlange" an - bei der Rückkehr sind sie "Schengen-Bürger" - und als Einzelstaatler bin ich jedesmal der Dumme!

Markus Michaelis | Di, 10. Oktober 2017 - 18:08

Der Artikel ist einer in einer langen Reihe, die sich darüber beschweren, dass "DIE" Deutschen nicht nett mit "DEN" Zuwanderern umgehen, wobei gleichzeitig betont wird, dass die Deutschen aus der Summe aller Zuwanderer bestehen. Klar kann und muss man über viel reden, aber ich glaube hier haben viele Neuzuwanderer ein Problem mit einer heterogenen Gesellschaft - mehr als die Altdeutschen. Schlechte Erfahrungen mit Mitmenschen gibt es allerseits zuhauf, aber viele Neu-Zuwanderer scheinen damit gleich die Gesellschaft in Frage zu stellen. Wer mit einer Frage woher man kommt nicht zurecht kommt, lebt vielleicht in einer weniger dynamischen Ges. besser.

Ein anderer Punkt ist noch, dass (a) sowieso immer und (b) gerade bei hohen Zuwanderungsraten wir selbtsverständlich über die Regeln der Gesellschaft reden müssen - gibt es dazu irgendeine vernünftige Alternative?

Und wenn schon, dann sind Doppelstaatler erstmal Bürger erster Klasse und der Rest ist zweiter Klasse.

Klaus Dittrich | Mi, 11. Oktober 2017 - 09:44

In reply to by Markus Michaelis

Sehe ich auch so.
Es scheint heute zum "guten Ton" zu gehören, Privilegien (doppelte Staatsbürgerschaft) herunter zu spielen und sich lieber in der "Opferrolle" zu spiegeln.
Leider auch im "Cicero".

Michael Bahr | Di, 10. Oktober 2017 - 18:28

Bei allen Problemen, die es auch im Zusammenleben zwischen Deutschen und Italienern einst gegeben hat, muss doch eines festgestellt werden: Die deutsche und die italienische Hochkultur sind untrennbar verwoben. Für mich als Liebhaber klassischer Musik käme es nie in den Sinn zwischen italienischen oder deutschen Komponisten einen Qualitätswettbewerb ausbrechen zu lassen. Die Welt der Oper ohne Rossini, Verdi, Puccini? - undenkbar. Die barocke Musik ohne Vivaldi? - undenkbar. Die Welt der Oper ohne Weber und Wagner? - undenkbar. Die Welt der barocken Musik ohne Bach? - undenkbar. Was ich sagen will: Italien und Deutschland gehören aufgrund unzähliger hoch- und alltagskultureller Gemeinsamkeiten in ein Haus. Beide Völker haben die gleichen geistigen und religiösen Grundlagen. Ob Musik, Malerei, Architektur, Literatur - Italien hat Allergrößtes geleistet; genauso auch Deutschland. Ich kann als Kultur und Geschichte liebender Deutscher doch niemals auf unsere Nachbarvölker herabblicken.

Michael Bahr | Di, 10. Oktober 2017 - 18:40

Wohin ich in Europa auch blicke, ich finde nur hochstehende Kulturleistungen, und das nicht nur im Westen. Denken Sie an die großen slawischen Komponisten des 19. und 20. Jahrhunderts: Tschaikowsky, Dvorak, Chopin, Bartok, Prokofieff, Rachmaninoff oder Schostakowitsch. Man denke an die russischen Schrifsteller vom Schlage eines Dostojewski, eines Tolstoij oder eines Puschkin. Fahre ich nach Polen (die Familie meiner Frau stammt von dort), dann entdecke ich eine gelebte Alltagskultur, die sich von der deutschen nur in Details unterscheidet. Wäre die Sprache nicht echt schwer zu erlernen - ich könnte dort sofort ein Leben beginnen: es gibt Oper und Konzert, ich kann zum Gottesdienst gehen, die kulinarischen Gewohnheiten der Polen sind gar köstlicher Natur ... in vielem sind sie wie wir. Was glauben Sie, warum Millionen Polen (ca. 2 Mio. derzeit) in Deutschland kaum auffallen? Weil sie sich kaum großen kulturellen Anpassungsleistungen unterziehen müssen - umgekehrt ebenso.

Sie blenden da die Unterschicht aus und die ist dann meistens sehr speziell. Vor wenigen Tagen habe ich gelesen, dass hier in Köln alle italienischen Restaurants Schutzgeld zahlen. Die Russen in z.B. Berlin sind auch nicht ohne, oder die arabischen Clans, und so geht es munter weiter. Tatsächlich sind es immer die unteren Schichten, die am meisten Probleme machen, ist bei den Biodeutschen auch nicht anders. Die Hochkultur akzeptiert man gerne, aber die Leute, die Probleme machen, sind ungern gesehen. Übrigens, die Menschen, die jetzt vor Erdogan fliehen, die sind ganz sicher eine Bereicherung für DE, die, die ihn wählen, nicht unbedingt.

Torsten Knecht | Do, 12. Oktober 2017 - 22:39

In reply to by Robert Müller

... was sie meinen ist die organisierte Kriminalität nach Mafia - Art. Und die gehört längst nicht mehr zur Unterschicht. Die können dank Gesetzeslage in D. sehr bequem Geldwäsche betreiben. Ein Zentrum der Mafia ist Erfurt. Raten Sie mal, wieviele Eisdielen, Restaurants es gibt und welche davon keine Italiener führen?

Sie können auch fragen, was sonst noch an Immobilien in ihrem Besitz ist. Leute im Nadelstreifenanzügen ziehen die Fäden im Hintergrund und betrügen den Staat um ein mehrfaches als ein gewöhnlicher Kleinkrimineller.

Von den großen Cum-Cum-Ex-Steuerbetrügern, die den Steuerzahler mehrere hundert Mio. Euro gekostet haben ganz zu schweigen. Alle aus der Ober-Oberschicht. Milliardäre die den Hals nicht voll genug kriegen können.

Betrogen wird oben wie unten. Aber der Betrug oben hat verheerendere Auswirkungen u. wird eher tabuisiert.

Erwin Ludwig | Di, 10. Oktober 2017 - 18:59

Bei der Diskussion um die doppelte Staatsbürgerschaft geht es doch nicht um EU-Bürger. Die SPD hat den Türken in Deutschland die doppelte Staatsbürgerschaft als Wahlbonbon geben. Bekanntlich wählen, oder besser wählten, die in Deutschland lebenden Türken mehrheitlich SPD, wenn sie die deutsche Staatsbürger und damit wahlberechtigt sind.
Und was Alexander Gauland angeht, so hat er nicht unrecht, wenn er behauptet, dass die doppelte Staatsbürgerschaft falsch sei und mitnichten die Integration fördere. Schließlich wurde dies durch die hier lebenden Türken, die für eine neue türkischen Verfassung, in der die Todesstrafe wieder vorgesehen ist, bestätigt.

Michael Bahr | Di, 10. Oktober 2017 - 19:03

Um zum Schluss zu kommen: Der unerträgliche Hochmut mit dem die Wohlmeinenden des Westens derzeit auf den Osten blicken, lässt in tiefste Abgründe blicken. Da werden von linker Seite Argumentationsmuster bedient, die in ihrer Quintessenz darauf hinauslaufen, dass die Völker des widerspenstigen Osteuropa irgendwie weniger bedeutsam seien, sie werden reduziert auf die Köpfe ihrer politischen Anführer und deren Parteien. Das muss aufhören - betrachtet endlich die Osteuropäer als auf Augenhöhe mit dem Westen stehend: kulturell tun sie das sowieso.

Gundi Vabra | Di, 10. Oktober 2017 - 19:18

Für tschechische Migranten gilt das zweitklassige nicht. Die sind wie wir, zumindest in Bayern.

Michael Bahr | Mi, 11. Oktober 2017 - 11:05

In reply to by Gundi Vabra

Liebe Frau Vabra,

mit Ihrem Einspruch rennen Sie bei mir offene Tore ein. Ich sehe das wie Sie. Und zwar nicht nur in Bezug auf Bayern und die Tschechen. Auch die Balten, die Polen, die Ungarn, die Slowaken (und andere auch), die nach Deutschland kommen, sind, von ein paar Mentalitätsfragen abgesehen, in ihren kulturellen Grundzügen wie wir.
Aber gerade das ärgert eine bestimmte linke Klientel zutiefst. Dieser linke Flügel will eine Einwanderung nach Deutschland - und nach Europa im Allgemeinen - befördern, die kulturell eben gerade nicht mit den in Europa vorherrschenden Grundmustern übereinstimmt. Da ist meiner Ansicht nach auf der linken Seite viel Hass auf das Eigene im Spiel, das möglichst rasch verändert werden soll. Und das geht nicht, indem katholisch sozialisierte Polen als Einwanderer gefeiert werden.

Interessanter Ansatz einmal die "Brotkultur" zu untersuchen.
Sauerteigbrot, Schwarzbrot, Weissbrot, Fladenbrot
da ließen sich Gemeinsamkeiten und Unterschiede genau recherchieren.
Interessant wird es dann, wenn zwar ein Sauerteigbrotesser auch einmal zum Fladenbrot greift, umgekehrt jedoch nicht mal ein Versuch unternommen wird.

Kann ihnen nur zustimmen. Wer aus dem Westen Europas kommt ist gut und wer aus dem Osten Europas kommt ist nicht so gut. Aber irgendwie kommen mir die Ost-Europäer öfters mal als die besseren Europäer vor.
Besser wäre es auch einfach eine Europäische Staatsbürgerschaft zu schaffen ,das ganze gehampel mit Straßburg und Brüssel zu beenden. Sie haben recht wir lassen es zu das sich die in Deutschland regierenden mehr um die nicht Europäer kümmern als um uns Europäer. Das wir zu wenig für ein gemeinsames Europa tun und uns lieber darum kümmern das sich schwer oder gar nicht integrierbare Bevölkerungsgruppen aus anderen Kontinenten hier ansiedeln dürfen und ihre Kultur als die einzig wahre verbreiten dürfen.
Gerade in den Aspekten was nach Europa darf und was nicht wären allgemeine freiheitlich geprägte Volksabstimmungen sehr hilfreich die von allen in der EU beheimateten Ländern getragen würden und kein "Wir schaffen das" als Alleingang.
Mit freundlichen Grüßen

Bernd Fischer | Di, 10. Oktober 2017 - 19:22

Um auf Ihren Beitrag zu antworten, wollte ich mir erst mal Ihre Vita anschauen.

Leider nichts gefunden , außer das Sie Volontär beim Cicero sind und noch studieren.

Aber mit der Cornelia Funke ( 58 ) und dem Otfried Preußler ( 2013 ) verstorben sind Sie groß geworden.

Joachim Kortner | Di, 10. Oktober 2017 - 19:27

Liebe Chiara Thies, die doppelte Staatsbürgerschaft wird von "den Menschen, die schon länger hier leben" erst als Problem erlebt, wenn sich Muslime zu Parallel- und Gegengesellschaften selbst von der deutschen Gesellschaft isolieren. Wer als Muslim den Koran ernst nimmt, der richtet sich streng nach der Sure, in der es ganz klar heißt: "Oh ihr Gläubigen, werdet keine Freunde der Ungläubigen." Das Problem existiert ausschließlich mit dem Islam, der seine Mitglieder auffordert, sich nicht zu integrieren, geschweige denn zu assimilieren.

Bryan Hayes | Di, 10. Oktober 2017 - 20:55

Die Autorin betrachtet dabei nur ansatzweise ein paar kleine Facetten.
Um das Thema nur analysierend zu betrachten, wäre bereits ein komplettes Buch erforderlich.
Um dann noch eine Neukonzeption vorzustellen (die man vorher erstmal erdenken müsste), wäre eine weitere Abhandlung erforderlich.
Daher hier nur ein paar Einzelgedanken:
a) Von zentraler Bedeutung ist die Loyalität zu den Ländern, deren Staatsbürgerschaft man besitzt, die Bereitschaft für diese ggf. auch zu kämpfen (implizit schließt dies Mehrfachstaatsbürgerschaften ggf. aus, falls ein Krieg zwischen diesen Ländern zu erwarten ist).
b) Ein Wahlrecht sollte abhängig sein vom Wohnsitz und der Kenntnis der tatsächlichen Verhältnisse
c) Das formelle und tatsächliche Bekenntnis zur Freiheitlichen Grundordnung muss eine zwingende Voraussetzung für den Erhalt einer Staatsbürgerschaft sein. Sie muss entzogen werden (außer man würde dadurch staatenlos werden), wenn man gegen diese verstösst.

Als Konservativer bin ich grundsätzlich gegen die Doppelte.
Als praktisch Denkender bin ich für das Gegenteil, für die Doppelte.

Hah?

Einreisen darf nur wer mit Paß! Bei Wohlverhalten kann er eingebürgert, im anderen Fall ausgewiesen werden: Keine Staatenlosigkeit, kein Brimborium.

Nur gar nicht gewollt von unseren in Hoffnung lebenden Stimmenfischern. Als ob Moslems in einem verwahrlosten Land SPD und Grün wählen würden.

Martin Berger | Di, 10. Oktober 2017 - 21:00

ein Pass bzw. eine Staatsbürgerschaft dient nicht zur Bestätigung einer Gefühlslage, die sich an gastronomischen Produkten wie Olivenöl und Pinien orientiert.

Man sollte sich ernsthafter mit dem besonderen Recht einer deutschen oder österreichischen Staatsbürgerschaft beschäftigen (größtmögliche Reisefreiheit, sehr gute öffentliche Verwaltung, stabile Rechtststaaten, solide Sozialsysteme) und als Träger mehr Respekt dafür aufbringen. Die Kolumnenschreiberin tut es nicht wirklich und vergisst, wie schnell vergänglich das alles ist.

Romuald Veselic | Di, 10. Oktober 2017 - 21:19

dass die Zuwanderer, Flüchtlinge, Migranten, etc. deshalb nach Deutschland kommen, weil man mit ihnen in Deutschland besser umgeht, als in dem Land, aus dem man geflohen ist. Deshalb finde ich Doppelpass als reine egoistische Opportunität oder als Sicherheitsoption für schlechte Zeiten, die das Individuum mit einem Reisepass nicht hat.

Ich kann mich aus der Vergangenheit an eine Aussage erinnern (von einem kriminellen Nichtdeutschen); der mir erzählte: Im deutschen Knast zu sitzen ist besser, als frei zu sein in seinem Heimatsland.

Ironie an:
Ansonsten kann man gleich
eine globale UNO-Staatsangehörigkeit oder UNO-Reisepass einführen, weil dort 202 (oder mehr) Länder der Welt als Mitglieder agieren. So dürften sich alle überall daheim fühlen und sich lieb haben.
Ironie aus.

Stefan Urban | Di, 10. Oktober 2017 - 22:06

Nicht selten haben gut gebildete Zuwanderer, welche z.B. hier studieren oder als "Experten" zu uns kommen, Kapital oder Erbe in deren Herkunftsländern. Und in vielen Ländern ist eine Aufgabe der Staatsbürgerschaft mit dem Verzicht auf Erbe und Boden verbunden. Gerade viele dieser Menschen sehe ich als eine Bereicherung für unsere Gesellschaft. Und genau diese Menschen würden wir an Amerika, Frankreich oder England verlieren. Schlechter gebildete, Mittellose Zuwanderer werden mit der Aufgabe Ihrer Staatsbürgerschaft ohnehin keine Probleme haben. Das ganze ist eine Scheindebatte, welche unterschwellig auf Zuwanderer aus dem Nahen Osten abzielt. Diese trifft das allerdings kaum, da eine Aufgabe der Staatsbürgerschaft in vielen Staaten des Nahen Ostens nicht akzeptiert wird. Denn diejenigen, die man damit treffen will können in Ihren Herkunftsländern und Botschaften nicht selten einfach einen neuen Pass beantragen - auch nach offizieller Aufgabe ihrer Staatsbürgerschaft!

Udo Dreisörner | Do, 12. Oktober 2017 - 09:18

In reply to by Stefan Urban

Hallo Herr Urban.
1.) Das Problem in Ihrer Sichtweise ist das schon vor der Flüchtlingswelle die gut ausgebildeten Menschen, die ihre Heimat verlassen haben, einen riesen Bogen um Deutschland gemacht haben. Für viele war es schlichtweg uninteressant nach hier her zu kommen. 2.) wenn in einem Heimatland es nicht möglich ist seine Staatsbürgerschaft abzulegen sollte es automatisch nicht möglich sein hier trotzdem eine zweite zu bekommen. 3.) gut ausbilden könnten wir unseren Nachwuchs selber wenn es endlich einheitliche und bessere Schulausbildung geben würde. Dafür muss keiner importiert werden wenn die Kultusminister sich endlich mal einigen könnten eine deutschlandweite Einheit zu schaffen. Seit 1948 dödelt diese Konferenz herum. Für mich gehört die doppelte Staatsbürgerschaft dringend abgeschafft

Hubert Sieweke | Di, 10. Oktober 2017 - 23:21

Ich denke, an der Story ist vieles Koketterie. Den in den 60ern hierher gekommenen Italiener - meist aus dem bitter armen Kalabrien oder aus Aggrigento - ging es hier sicher nicht toll, denn sie wurden damals nicht anerkannt. Als Schüler hatten wir riesige Vorurteile gegenüber diesen fremden Menschen. Spanier und dann Türken taten ein übriges.
Fast alle wollten wieder nach Hause, erst später wussten sie, dass es sich trotz Mangel an Olivenöl hier besser lebt, als in Süditalien.
Italiener schleppten ja auch deutsche Waschmaschinen, Fernseher und Autos etc. zurück nach Bella Italia.
Aber, z.B. viele Asiaten wie Koreaner, die hier zum Arbeiten herkamen und NIE über ihrer Fremdheit redeten, sich einfach anpassten, haben KEINEN Doppelpass. Sie müssen ihre Heimatpässe abgeben, wenn sie Deutsche werden. Geschadet hat es keinem, alle blieben im Herzen Koreaner. Wer hier leben möchte, braucht nur einen Pass, nicht zwei, warum denn?

Clara Schwarze | Mi, 11. Oktober 2017 - 00:11

Dieser Text ist so ein exaktes Beispiel dafür, warum ich gegen diesen Doppelpass bin. Die Autorin bedient im Grunde dieses Muster der Identitätspolitik und will ganz besonders als Deutsch-Italierin oder wie auch immer wahrgenommen werden. Aus so etwas und nicht zuletzt auch den deutlichen Forderungen und Pöbeleien dahinter, wird sich fast automatisch irgendwann einen "deutsch-deutsche" Gegenbewegung bilden. So wie wir es jetzt mit "White Supremacy" in den USA sehen.
Das führt irgendwann in völlige Zersplitterung.

Kurt Schröder | Mi, 11. Oktober 2017 - 00:27

...eine derartige doppelte Staatsbürgerschaftskombination ist fast wie ein 6er im Lotto. Sie können sich tatsächlich die Rosinen rauspicken und in beiden Ländern wählen. Alle, die nur eine Staatsbürgerschaft haben (d.h. die seit langem hier eingeborenen Deutschen) sind in Wahrheit die Bürger 2. Klasse.

Manfred Gimmler | Mi, 11. Oktober 2017 - 01:58

Sehr geehrte Frau Thies,
wenn Sie den deutschen Paß abgeben, dann können Sie selbstverständlich weiterhin Hermann Hesse, Heinrich Böll und Jürgen Habermas lesen, und wenn Sie den italienischen Paß abgeben, so können Sie sich auch künftig bei Kaffee- und Piniengeruch zuhause fühlen. Nichts wird sich in Ihrem Leben ändern, sollten Sie auf eine Staatsangehörigkeit verzichten – zumal innerhalb der EU; denn emotionale Bindungen stützen sich gewiß nicht auf ein Stück Papier.

Ob Deutsche in Italien oder Italiener in Deutschland leben und arbeiten, spielt doch seit langem in „unserem Europa“ zum Glück keine Rolle mehr. Es ist und bleibt ein Scheinproblem, das Sie – wie andere auch – wider den europäischen Geist emotional aufblasen. Auch mit einem Paß sind und bleiben Sie nämlich EU-Bürgerin.

Der Gesetzgeber sollte sich nicht für jede menschliche Regung und Empfindung verantwortlich fühlen. Die Wahl zwischen beiden Pässen sollte einfach Ihre Privatangelegenheit sein.

Die Unionsbürgerschaft ersetzt zwar keine Staatsbürgerschaft, ergänzt aber die nationale Staatsbürgerschaft zum Vorteil für alle Staatsangehörigen in den Mitgliedstaaten. Für das Alltagsleben innerhalb der EU ist daher ein Paß vollkommen ausreichend.
Für mögliche Identitätskrisen einzelner Bürger in der EU sollte der Gesetzgeber nicht in Anspruch genommen werden.

helmut armbruster | Mi, 11. Oktober 2017 - 07:06

wer in Europa zwei Pässe hat, kann zwei Mal wählen. Wer nur einen Pass hat nur einmal.
So kann z.B. bei der Wahl zum Europaparlament die Autorin zwei Mal ihre Stimme abgeben, nämlich in Italien und hier. Während ich mit meinen deutschen Pass nur eine Stimme habe.
Das ist völlig undemokratisch und verletzt rechtsstaatliche Grundsätze.
Stört aber außer mir anscheinend niemand.

helmut armbruster | Do, 12. Oktober 2017 - 07:18

In reply to by Bernd Fischer

so viel ich weiß ist der Fall Giovanni di Lorenzo eine Ausnahme. Wer es nicht macht wie er und sich nicht öffentlich erklärt, dem passiert nichts.
Es wird - ebenfalls soweit ich es beurteilen kann - auch nicht kontrolliert. Es wird auch keine eidesstattliche Erklärung verlangt, dass nur einmal gewählt wurde.

Valeria Cufal | Mi, 11. Oktober 2017 - 08:18

Bartok ist Ungar kein Slawe.

Michael Bahr | Mi, 11. Oktober 2017 - 11:12

In reply to by Valeria Cufal

Der Bela Bartok ist mir da zufällig in die Auflistung slawischer Komponisten reingerutscht. Ich wollte nur eine Lanze für die Osteuropäer brechen (weil das in den deutschen Medien gegenwärtig kaum geschieht) und dabei unterlief mir dann dieser Fauxpas.

Dietmar Deibele | Mi, 11. Oktober 2017 - 15:43

In reply to by Valeria Cufal

er war Ungar. Auch wenn er im Banat in Groß-St. Nikolaus geboren ist, das heute zu Rumänien gehört, damals zu Ungarn oder noch zu Österreich-Ungarn? Aber ich stimme Ihnen zu: er war Ungar. Da zeigt sich wieder einmal dass Volkszugehörigkeit ideell wichtiger als Staatszugehörigkeit ist.

martin weismann | Mi, 11. Oktober 2017 - 08:19

Deutscher ist, wer eine deutschen Pass hat, egal ob er davon mehrere hat. Nur gehört er deswegen automatisch zum deutschen Volk? Ein "Volk" zeichnet sich in erster Linie durch ein Bewusstsein (!) ein solches zu sein, aus. Also: Der Mensch hat das Bewußtsein "Ich bin Deutscher und gehöre zum deutschen Volk". Und dann müssen ihn die anderen noch akzeptieren, dass er dazugehört. Das gilt überall. So einfach ist das. Das wirkliche, innere, mentale Akzeptieren kann man aber nicht erzwingen, weil es eine reine Gefühl- oder Bauchsache ist. Da dürfen Lippenbekenntnisse nicht hinwegtäuschen. Alles andere ist Selbstbetrug. Das Ganze hat übrigens gar nichts mit "Rasse" zu tun, wie das Schweizer Vorbild zeigt, indem unterschiedliche Sprachen funktionieren. Solange man diese Mechanismen nicht als so gegeben erkennt, wie der Apfel von oben nach unten fällt, wird man nicht weiterkommen

Gernot Ballauf | Mi, 11. Oktober 2017 - 08:28

Was die Studentin ausführt, ist so nicht haltbar. Viele Staaten verbieten den Doppelpass. Ein Beispiel ist Tschechien. Etliche meiner deutschen Freunde leben seit über 20 Jahren in Prag. Gerne wären sie eingebürgert. Das geht nur, wer seinen deutschen Pass definitiv aufgibt. Erst dann gibt es den tschechischen Pass. Also keine Doppelpässe.
Der deutsche Doppelpass ist ein typisches Geschenk an Absahner. In Deutschland geld verdienen, aber sich woanders zugehörig fühlen.
Was sagt das über die BRD? Alle woollen in ihr abkassieren, aber keiner mag sie in Wahrheit. Kein gutes Zeugnis.

Aber die Leute, die hier arbeiten weil sie sich verdienstlich machen, und Steuer zahlen, sind doch keine Absahner? Das waren die sog. 'Gastarbeiter' auch nicht, oder die vielen Ausländer mit nur einem ausländischen Pass, die hier arbeiten. Ich sehe den Zusammenhang mit Doppelpässen nicht. Oder sind auch alle im Ausland arbeitenden Deutsche etwa dort 'Absahner'?

Silas Loy | Mi, 11. Oktober 2017 - 09:45

... ich plädiere für die doppelte Ehe! Warum will man mich zu einer monogamen Beziehung zwingen und warum soll ich mir das lästige Versteckspiel mit meiner Brünetten antun müssen? Ich liebe sie doch beide, beide kenne ich schon aus dem Sandkasten und sie haben ihre jeweiligen Vorzüge. Also bitte, das sollte man dann doch mal moderner, globalisierter und entkrampfter sehen! Loyalität ist keine piefige enge Gasse mehr, sie ist mehrspurig grossspurig und der Zukunft zugewandt. Sie ist beliebig teilbar, lebbar, kündbar und optimierbar. Entfesselt Euch, diese Küsse den ganzen Welten!

Heinz Günther | Mi, 11. Oktober 2017 - 11:05

In Österreich gilt vom Grundsatz her nur eine Staatsbürgerschaft. Jetzt ist man vielen Türken mit österreichischer Staatsbürgerschaft auf die "Schliche" gekommen, dass sie ihren türk. Pass entweder nicht abgegeben oder sich in der Türkei einen neuen besorgt haben. Es geht fast ausschließlich ums Rosinen picken. In diesem Fall, um an die sozialen Errungenschaften teilzuhaben, z.B. der Mindestsicherung. Allein aus diesem Grund macht eine doppelte Staatsbürgerschaft keinen Sinn und ist kontraproduktiv.

Elke Halefeldt | Mi, 11. Oktober 2017 - 12:13

Ich habe mal in einem Kommentar (sinngemäß) gelesen: „Mein Verstand ist hier in Deutschland, mein Herz schlägt für Spanien.“ Diese Zweiteilung schiene mir problematisch.

„Tatsächlich bildet sich Identität vor allem im Aufeinandertreffen zweier Kulturen.“ Das stimmt, allerdings kann dieser Prozess kompliziert werden, wenn die Kulturen sich widersprechende bzw. in Konflikt miteinander stehende Werte, Normen, Gesetze vermitteln (Beispiele: Geschlechterrollen i.w.S., Haltung zum demokratischen System). Je unterschiedlicher die Länder/Kulturen, desto mehr droht m. E. eine innere Identitätskrise.

Was mich wie andere Kommentator/innen an der doppelten Staatsbürgerschaft irritiert, ist, dass manche Inhaber von zwei Pässen auch „mehr wählen“ können, also Menschen mit einem überdurchschnittlich hohen politischen Gewicht sind, und dass sie die Politik eines Staates mit bestimmen dürfen, deren Auswirkungen sie mangels Anwesenheit nicht spüren.

Dr. Lothar Sukstorf | Mi, 11. Oktober 2017 - 13:15

Wann kann ich Ungar werden? Und WANN MUSS ich UNGAR werden? Wann wird man mir meinen Status als Dissident anerkennen? Wann wird mir der Status als Menschenrechtsvertreter anerkannt? Wo kann ich innerhalb Europas Asyl beantragen? Wo kann ich mir den Status 'politisch Verfolgter' durch Grün und Merkel anerkennen lassen? Warum kann ich als francophiler Mensch nicht den französischen Pass haben, den österreichischen Möchte ich auch, den russichen auch und den ungarischen...

Dietmar Deibele | Mi, 11. Oktober 2017 - 13:31

Ein Pass impliziert Rechte und Pflichten gleichermaßen, deswegen gibt es bei 2 Pässen nicht nur Vor- sondern auch Nachteile.
Ausnahmen darf es geben, aber generell sollte man sich für eine Zugehörigkeit entscheiden müssen. Dann hat man auch keine Schwierigkeiten mit der wichtigen Frage der Loyalität einem Staat gegenüber. Ich lehne die Rosinenpickerei ab, sie ist unfair den anderen gegenüber.
Was ich bin, ist davon unabhängig, es gibt sehr wohl kulturelle Unterschiede in der Betrachtung. Bin ich Deutscher, nur weil ich einen dt. Pass besitze? Staats- und Volkszugehörigkeit, Ethnie sind schließlich nicht dasselbe. Das muss jeder Betroffene für sich selbst entscheiden. Genauso ist es beim Pass: man muss sich ENTSCHEIDEN.

Gernot Ballauf | Mi, 11. Oktober 2017 - 13:51

Es ist keine deutsche Aufgabe, Türken zu Wohlstand zu verhelfen. Türken sollten ihren Wohlstand in der Türkei erarbeiten. Deswegen gibt es keinen Grund, Migranten aus der Türkei zu privilegieren. Wer in der BRD geboren ist, sollte sich entscheiden müssen, ob er der BRD oder der Türkei dienen will. Das gilt für jedes andere Land ebenso. Die Türkei hat nur besonders viele Migranten in der BRD. Deshalb sollen diese als Beispiel herhalten. Strukturell gilt für andere Migranten nichts anders. Wer als Nichtdeutscher in der BRD dauerhaft leben will, sollte sich mit dem Land und seiner Kultur idendifizieren. Kann er das nicht, sollte er nachhause gehen. Ohne wenn und aber. Gilt auch umgekehrt. Ein Deutscher, der in der Türkei lebt, sollte zur Türkei stehen bzw. sich als Türke fühlen.

Wolfram Wiesel | Mi, 11. Oktober 2017 - 21:51

Es ist eigentlich alles gesagt. Trotzdem noch mal der Hinweis: mit dem deutschen Pass hat man einen gesetzlichen Anspruch auf die Sozialleistungen des deutschen Staates. Das ist in den USA z.B. keineswegs so. Das wissen z.B. sehr viele Türken ganz genau. Für Europäer, Bürger der EU, ist das doch alles kein Problem. Er kann mit seinem Heimatpass (fast) alles in Deutschlnd tun und lassen wie er will. Gewisse Wahlrechte hat er nicht und das muss ja wohl auch so sein. Aber ein Bulgare/Rumäne etc. der sich mit 60 Jahren in Deutschland polizeilch anmeldet, der hat mit 65 Jahren einen gesetzlcihen Anspruch auf die deutsche "Grundsicherung".(Ohne deutschen Pass). Die deutsche Kindergärtnerin, 40 Dienstjahre (12 Jahre halbtags wegen der Kinder) erhält so eine geringe Rente, dass sie sich bei dem Bulgaren etc. in der "Grundsicherung" wiederfindet. Wie gesagt: geltendes Recht. Und 95 % der hier lebenden Türken ist Deutschland, deutsche Musik, Malerei, Dichtung, Naturverständnis absolut gleichgül

Günther Wolfskehl | Do, 12. Oktober 2017 - 00:14

Voll ärgerlich finde ich die Kommentare von den Neidern, die sich als 'Nur-Deutsche' 'benachteiligt' und 'zweitklassig' empören. Denn (1) Kaum ein Reisepass ist in der ganzen Welt so angesehen als der deutsche und gibt Zugang zu so viel. Ein deutscher Pass ist mehr wert als mehrere aus einigen anderen Ländern zusammen. Seid froh! (2) Die doppelte Staatsangehörigkeit ist in fast allen Fällen eine Sache des Erbes: du hast sie von deinen Eltern (mit der Erziehung im Elternhaus) geerbt, und / oder durch die eigene Geburt in einem Land (z.B. du hast deutsche Eltern und bist im Ausland geboren) bekommen. Wer nichts erbt, hat keine Ansprüche auf Erbe. Das ist völlig normal, wie bei jedem Erbe! (3) Zwei Pässe sind nicht bloß vorteilhaft, sondern können auch verdächtig machen und Ärger bereiten: nicht nur bei der JU und AfD, sondern überall in der Welt, wo es xenophobe Neigungen gibt.

Robert Zydenbos | Do, 12. Oktober 2017 - 20:25

In reply to by Christa Wallau

Nein, Frau Wallau, die Leute mit mehr als einem Pass sollten eben *nicht* sich von Neidern und Xenophoben einschüchtern und verscheuchen lassen, bloß weil sie mehr geerbt haben als andere – denn das ist was Herr Wolfskehl sagt. Oder sollen wir jegliche Art des Vererbens abschaffen und verbieten? Und zugleich auch jeden Menschen mit Verwandtschaft außerhalb der deutschen Staatsgrenzen (und wer hat denn die festgestellt, und was sagt das eigentlich über einen Menschen?) als verdächtig anmerken?

Richard Grünert | Do, 12. Oktober 2017 - 06:00

... die ist doch längst abgeschlossen, liebe Frau Thies. Ich zitiere sie konstruktiv gewendet: "Natürlich besitze ich auch eine emotionale Bindung zu Italien. Bei Kaffe- und Piniengeruch fühle ich mich zuhause, könnte jeden Tag Pasta essen". Italien gehört zu Deutschland, die Türkei eben nicht.

Hans Page | Do, 12. Oktober 2017 - 09:09

Der Doppelpass ist doch zunächst ein administratives Instrument, das dem Besitzer bestimmte Rechte (Wahlrecht, Erwerb von Grundbesitz etc.) eröffnet. Das sollte man komplett von der gefühlten nationalen Zugehörigkeit trennen. Man kann Goethe oder Rossini auch ohne Pass mögen, den braucht man dazu nicht. Und Olivenöl oder Buttergenuss sind auch nicht vom Pass abhängig. Der Pass berechtigt und verpflichtet (Wehrdienst), und als solches sollte man nur einen Pass haben, egal für welches Land, denn damit gehört man administrative in ein oder ein anderes Land. Problem wie Grundbesitz/Erbrecht/Visa etc in verschiedenen Ländern sollte verwaltungstechnisch gelöst werden, und von der Staatsbürgerschaft (=Pass) gelöst werden. Im Rahmen der EU und auch mit nicht-EU Ländern sollte das möglich sein. Ist zumindest nicht mehr kompliziert als Gurkenverordnungen. Der Pass ist ein Scheinproblem.

Richtig: der Pass ist ein Scheinproblem. Verbrecher, Ausbeuter, Schmarotzer, Wahnsinnige gibt es in wirklich jedem Land, und dies hat nichts, aber dann auch absolut nichts mit doppelter Staatsangehörigkeit zu tun.

Die echt interessante Frage ist: Warum gibt es überhaupt Leute, die so paranoide auf Menschen mit mehr als einer Staatangehörigkeit reagieren? Ich selber habe zwei (dabei ist keine deutsche), denke nicht daran, eine der beiden aufzugeben (denn ich sehe nicht ein, warum), und ich lebe und arbeite in Deutschland. Bin ich vollkommen verkehrt?

"Die echt interessante Frage ist: Warum gibt es überhaupt Leute, die so paranoide auf Menschen mit mehr als einer Staatangehörigkeit reagieren?"
Interessante Behauptung, die in dieser Frage steckt. Gibt es hierzu eine empirische Untersuchung, auf die sich Herr Zydenbos stützen kann? - hätte hier angegeben werden müssen. Die echt interessante Frage ist in Wirklichkeit eine ganz andere: Warum merkt fast niemand, daß die doppelte Staatsbürgerschaft gegen das demokratische Gleichheitsprinzip verstößt, (wobei es vollständig irrelevant ist, ob mit ihr mehr Nachteile oder mehr Vorteile verbunden sind.) Und daraus abgeleitet die noch interessantere Frage: Wie kann es sein, daß Politiker, die sich in der Öffentlichkeit als die wahren Demokraten präsentieren, mit Leidenschaft eine derartige gesetzliche Regelung vertreten bzw. verteidigen?

Maria Schneider | Do, 12. Oktober 2017 - 10:57

Ich habe ein deutsche Mutter und Ami als Vater. Wegen Ius Sanguinis war ich also Amerikanerin und hatte viel mit dem Ausländeramt zu tun. Als Selbstständige erfuhr ich, dass Türken wegen eines Sonderabkommen selbstständig Geschäfte eröffenen durften - für Amerikaner war das nicht so leicht. Türken haben einen recht hohen Status nach Ausländerrecht.
Die beleidigte Reaktion und Unterstellung des Rassismus, wenn die Mehrheitsgesellschaft fragt, "Wo kommst Du eigentlich her?", ist fast unverschämt. Manchmal sind Menschen auch neugierig. Mein Mädchenname ist irisch u. aus den Fragen ergaben sich immer nette Gespräche. Ich bin es leid, dass einem aufgezwungen wird, so zu tun, als sei man blind gegenüber Unterschieden und anderem Aussehen. Man darf auch dankbar und demütig sein, dass die emigrierten Eltern einem eine Abkürzung zum Wohlstand ermöglicht haben.
In meinem Dorf wurde ich als Kind lange scheel angesehen, habe aber das Annehmen des Opferstatus verweigert. So geht es nämlich auch.

Dr. Markus Müller | Do, 12. Oktober 2017 - 11:39

"Was war denn jetzt so schlecht an solch Mensch gewordenen Ergebnissen von grenzenloser Liebe?"

Nichts. Es gibt viele gute und nette Menschen, überall auf der Welt. Ob man hingegen deutsch ist oder nicht, ist eine Tatsachenfrage, die sich nicht in die Kategorien gut oder schlecht einteilen lässt. Denn wie die Autorin richtig ausführt, ein Pass macht noch keine Identität. Deutsch, Englisch oder irgendetwas anderes ist man dadurch noch lange nicht.

U.a. auch Art. 116 GG knüpft die deutsche Volkszugehörigkeit an das Ius Sanguinis-, also das Abstammungsprinzip. Nichts anderes möchte uns Gauland sagen. Deutsch kann man demnach nie werden, nur sein.

Udo Zorn | Do, 12. Oktober 2017 - 12:08

Die doppelte Staatsbürgerschaft gehört abgeschafft, darüber braucht man eigentlich gar nicht diskutieren. Dann werden wir auch gleich sehen, wie schnell sich der Spreu vom Weizen trennt.

Volker Krull | Do, 12. Oktober 2017 - 15:24

Es darf keine doppelte Staatsbürgerschaft geben. Es braucht ein Einwanderungsgesetz und dann wird der Visa Status vergeben: Temporary Resident (zeitlich begrenzt, Arbeitsvisum bis 5 Jahre oder Tourist 3 Monate), Permanent Resident (unbegrenzte Zeit mit Art Personalausweis, erlangbar nach 5 Jahren) und Citizen Status (Biodeutsche unbegrenzt und für andere nach harten Kriterien). Desweitern verliert man den Aufenthalt bei Straftaten im Bereich Temporary und Permanent Residenz. Der Witz ist, dass Biodeutsche ihre Staatsangehörigkeit verlieren sobald sie einen Reisepass (2. Staatsbürgerschaft) eines anderen Landes besitzen. Biodeutsche werden diskriminiert. Unsere Doppelstaatsbürger können natürlich leicht Geschäfte im Ausland mit ihrer zweiten ausländischen Pass tätigen ohne das das deutsche Finanzamt dies überprüfen kann. Hartz4 und Immobilie in der Türkei sind so möglich etc.

Dr. Lothar Sukstorf | Do, 12. Oktober 2017 - 19:40

Wer gehört zu wem? Das ist eigentlich die Kernfrage. Wer zu mir gehört, mit wem ich mich abgebe, mit wem ich mich umgebe - das entscheide ich zunächst selber. Niemand anders entscheidet das! Und, um zu sagen, wer zu mir gehört, da sollte ich mir im Klaren sein, was ich bin, was mich ausmacht, kurz ich sollte mich meiner Identität vergewissern. Wenn sich jemand seiner deutschen Identität bewußt ist, dann hat sich niemand darüber zu mokieren, es als falsch, rassistisch oder nazihaft zu bezeichnen. Das ist allenfalls ideologisch links-grün verbrämt. Im Übrigen erachte ich es immer noch als Fehler, daß Abstammungsprinzip abgeschafft zu haben.

Robert Zydenbos | Do, 12. Oktober 2017 - 21:18

Zu einem Land stehen und einen Pass des Landes haben, sind zwei ganz verschiedene Sachen. Bestimmt hätten viele sehr deutsche Juden, die sich sehr stark mit Deutschland identifizierten und deren Familien viel zu Deutschland beigetragen hatten, in den 30er Jahren gerne zwei Pässe gehabt.

Für eine vernünftige, differenzierte und sachgerechte Diskussion sollten zuerst die Gründe angegeben werden, was genau an einer doppelten Staatsangehörigkeit so verkehrt ist. Die hiesige Diskussion zeigt m.E., dass viele sich hierüber nicht im klaren sind, und dass andere (z.B. JU, AfD) die Diskussion nur als politische Wahlköder verwenden.

Hans-Jürgen Schulze | Sa, 14. Oktober 2017 - 17:15

1.
Sehr geehrte Frau Chiara Thies über Ihren Doppelpass werden sich nur wenige Bundesbürger beschweren. Ich selbst sehe die Sache aus einem anderen Blickwinkel. Es gibt keinen 1., 2., oder 3. Rang bei der Bestimmung eines eingereisten Bürgers. Aber bei der Vergabe einer Staatsbürgrschaft hat man schon signifikante Fehler begangen. Man hat nicht gesehen oder nicht sehen wollen dass die Religionsfreiheit einmal eine so große Bedeutung für Deutschland und Europa haben könnte. Die einst eingewanderten Türken, egal aus welcher Abstammung haben sich bei uns leidlich eingebürgert. Es gab auch Hochzeiten aus beiden untergeordneten Glaubensrichtungen der Muslime. Über Kopftücher und „schwarze lange Gewänder“ hat man weg gesehen. Erst mit zunehmender Auslebung Ihres „festen“ Glaubens an Allah hat sich das äußere Ansehen Muslima drastisch verändert. Forderungen gegenüber der christlichen Gesellschaft haben sich verschärft.

Hans-Jürgen Schulze | Sa, 14. Oktober 2017 - 17:16

2.
Vollverschleierung, Burkas, Burkinis begannen ihren Einzug in Europa. Nicht nur das die erste Welle der Einwanderer erst in der 2. Generation die deutsche Sprache versuchten fehlerfrei zu Sprechen und sie damit die erste 2. Pässe von unseren Staat erhielten, nein auch die nicht deutsch sprechenden Eltern erhielten diesen 2.Pass. Die folgenden Generationen gaben sich noch weniger Mühe deutsch zu reden, da die Familien untereinander nur die „Heimatsprache“ benutzte. Schlage ich eine Brücke in die jetzt existierende Islamische Gesellschaft, stelle ich eine radikale Veränderung dieser Bürger fest. Jetzt fangen die Glocken bei den Politikern an zu bimmeln. Den Bürgern nicht aufs „Maul“ geschaut, nur gewundert das sich eine Partei wie die AFD sich anmaßte diesen Part zu übernehmen, bekommt heute diesen bitteren Beigeschmack. Um auf den Anfang zu kommen, es gibt keine Unterschiede, nur, es gibt laut Bibel ein Gebot: „Du sollst keinen anderen Gott haben neben mir“

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