Große Koalition - Heilige Angela

Während die SPD nach dem G20-Chaos noch ihre Wunden leckt, scheint der Wähler der Kanzlerin alles zu verzeihen. Sogar ein bayerisches Schmierentheater

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) äußert sich am 08.07.2017 bei der Pressekonferenz der G20-Präsidentschaft am Ende des G20-Gipfels in Hamburg
Alle Versuche, Angela Merkel mit in die Verantwortung für das G20-Chaos zu ziehen, scheinen an ihr abzuperlen / picture alliance

Autoreninfo

Christoph Seils ist Ressortleiter „Berliner Republik“ von Cicero. Im Januar 2011 ist im wjs-Verlag sein Buch Parteiendämmerung oder was kommt nach den Volksparteien erschienen.

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Die Scherben des G20-Gipfels sind lange noch nicht aufgekehrt. Da ist das unterschätzte Gewaltpotenzial der militante Autonome. Die Fehler beim Polizeieinsatz. Und auch auf die Frage, ob solche Mammuttreffen von Staatenlenkern sein müssen, hat Hamburg keine überzeugende Antwort geliefert. Doch eines scheint schon festzustehen. Angela Merkel profitiert auch vom G20-Chaos. Alle Versuche, sie mit in die Verantwortung für den Gewaltexzess zu ziehen, scheinen an ihr abzuperlen. Auf der anderen Seite stehen ihre Qualitäten als Staatsfrau trotz der mageren Gipfelergebnisse in der öffentlichen Meinung nicht infrage. Selbst wenn die Selbstinszenierung der Kanzlerin als Führerin der westlichen Welt auf dem G20-Gipfel nicht recht funktionieren wollte.

Gabriel brüllt, aber die SPD hat den Blues 

Sigmar Gabriel hat es versucht, er hat die Kanzlerin Anfang der Woche frontal angegriffen. Und den Gipfel und seine Begleitumstände somit endgültig zum Wahlkampfthema erhoben. Merkel trage die Verantwortung für die Wahl des Gipfelorts, hat der Sozialdemokrat und Außenminister in einem Zeitungsinterview geschimpft. Ihr „heimliches Ziel“ sei die Selbstinszenierung kurz vor der Bundestagswahl gewesen. Der Union hat er „ein bisher nicht gekanntes Maß an Verlogenheit“ vorgeworfen. Wer den Rückzug des Hamburger sozialdemokratischem Bürgermeisters Olaf Scholz fordere, der müsse auch Merkels Rücktritt verlangen. Politisch sei der Gipfel ein „totaler Fehlschlag“ gewesen.

Gut gebrüllt Löwe. Nur haben nun vor allem die Sozialdemokraten den Gipfel-Blues. Olaf Scholz, der ja durchaus als Hoffnungsträger der SPD galt, hat jetzt ein ernsthaftes Problem. Ob er die Aufarbeitung des Polizeieinsatzes, mit dem sich in der Hamburger Bürgerschaft sicherlich noch ein Untersuchungsausschuss beschäftigen wird, politisch überlebt, ist alles andere als ausgemacht. Die Solidaritätsadressen von Parteifreunden für den Hamburger Bürgermeister zumindest klingen sehr zurückhaltend. Und während Christdemokraten aus der zweiten und dritten Reihe munter gegen die SPD sticheln, gelang es nicht jedem Sozialdemokraten, rhetorisch unfallfrei eine scharfe Trennlinie zum jenem Teil der radikalen Linken zu ziehen, der Gewalt als Mittel der politischen Auseinandersetzung entweder offen propagiert oder für Gewalttäter ein politisches Netzwerk bereitstellt.

Schwäche von Schulz offenbart sich 

Gabriels Angriff auf die Kanzlerin offenbart zudem die Schwäche des SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz, dessen Wahlkampf nicht in Fahrt kommt und dessen politischer Führung sich der Ex-Parteichef offenbar nicht unterordnen will oder kann. Während Schulz schwächelt und die anfängliche Euphorie auch in der Partei verflogen ist, agiert Gabriel wie ein Nebenkanzlerkandidat. So entsteht in der Öffentlichkeit eine sozialdemokratische Kakofonie, die für den Wahlkampf nichts Gutes erwarten lässt

Derweil lässt sich in der FAZ nachlesen, dass der Außenminister Sigmar Gabriel im Kanzleramt darauf gedrängt habe, an dem Treffen der Staats- und Regierungschefs teilnehmen zu dürfen, weil auch er die Bühne G20 für seine Selbstinszenierung nutzen wollte. Kein Wunder, dass die Kanzlerin einen Wahlkampfauftritt in Essen nutzte, um süffisant anzumerken, sie habe sich darüber gefreut, dass Gabriel sie nach Hamburg begleitet und der Außenminister zum Erfolg des Gipfels beigetragen habe. Sein eigenes Ministerium sieht es im Übrigen genauso. Gabriel der Außenminister steht also nicht nur Schulz, sondern auch sich selbst als Wahlkämpfer im Weg.

Merkel und Seehofer demonstrieren Einigkeit

Und während die SPD noch ihre G20-Wunden leckte und auf offener Bühne ihr Führungsdilemma zelebrierte, eilte die Kanzlerin bereits von Hamburg nach Kloster Banz, vom deutschen Tor zu Welt in die bayerische Provinz, um eine Art Schmierentheater aufzuführen: Die Versöhnung. Als sei nie etwas gewesen lagen sich Angela Merkel und Horst Seehofer anlässlich der Klausurtagung der CSU-Bundestagsgruppe in den Armen. Vergessen, dass sich beide vor knapp zwei Jahren in Folge der merkelschen Flüchtlingspolitik noch bis aufs Messer bekriegt haben und dass in der CSU bis vor kurzem die Parole „Merkel muss weg“ noch weit verbreitet war.

Dem Wähler gefällt es. Anders als bei der SPD sind die Umfragewerte der Union stabil, seit dem Ende des Schulzhypes steigt die Beliebtheit der Kanzlerin im Vergleich mit dem Kanzlerkandidaten kontinuierlich an. Es scheint so, als sei der Wähler bereit, der heiligen Angela alles verzeihen.

Zu diesem Artikel gibt es eine Umfrage
Cicero arbeitet mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey zusammen. Civey erstellt repräsentative Umfragen im Netz und basiert auf einer neu entwickelte statistischen Methode. Wie das genau funktioniert, kann man hier nachlesen. Sie können abstimmen, ohne sich vorher anzumelden.
Wenn Sie allerdings  direkt die repräsentativen Ergebnisse – inklusive Zeitverlauf und statistische Qualität – einsehen möchten, ist eine Anmeldung notwendig. Dabei werden Daten wie Geburtsjahr, Geschlecht, Nationalität, E-Mailadresse und Postleitzahl abgefragt. Diese Daten werden vertraulich behandelt, sie sind lediglich notwendig, um Repräsentativität zu gewährleisten. Civey arbeitet mit der Hochschule Rhein-Waal zusammen.

Wenn Sie mir erlauben das unrettbar dämlich durch politisch desinteressiert und
betreutem Denken zu ersetzen,würde ich sagen Beides.Ich wurde zwar bei solchen
"Erhebungen" noch niemals berücksichtigt,kann mir aber vorstellen wie statisch
die erhobene Fragestellung ist,bzw. wie gering die Auswahl/Alternativen:)Und der Mensch bleibt Herdentier...Schönes Wochenende Dr.Bode,allen hier im Forum und der
Cicero-Mitarbeiterschaft! MfG

Ganz einfach mal rechnen! Werden - wie üblich - ca. 2.000 Personen befragt, bedeutet das - bezogen auf die Einwohnerzahl der BRD (bei einem Ansatz von 65 Mio., da ca. 16% der Deutschen unter 18 sind!): 1 Personen aus ca. 33.000 (entsprechend einer mittleren Kleinstadt), d.h. die Wahrscheinlichkeit, dass Sie interviewt werden ist gerade mal 1/33.000, das entspricht im Lotto einer Wahrscheinlichkeit, die zwischen 4 Richtigen mit Superzahl und 5 Richtigen liegt: wie oft hatten Sie dieses Lottoglück?

Danke für Ihre Rechnung Herr Dr.Steger :)! Habe gelegentlich schon mal erwähnt,das meine Kenntnisse des Mathematischen leider sehr grenzwertig sind. Durch ähnliche Beispielrechnungen wie der Ihren,spiele ich deshalb auch kein Lotto.Um auf die Umfrage-Lotterie zurück zu kommen, so wollte ich vermeiden,daß man mir einen Mangel an Erfahrung unterstellt was meine "Vorstellungen" über solche Erhebungen betrifft.Und da mir die übliche Zahl der "Auserwählten" des Losglückes ebenfalls geläufig ist,lässt mein Vertrauen bzw.Glauben bzgl. der Aussagekraft bezogen auf die Gesamtwählerschaft, nicht gerade wachsen.Aber
beim Blick in meine Glaskugel sehe ich 2 Monate vor Politiker`s wichtigster Wahl,wie
solche Barometer instrumentalisiert werden. Deshalb bin ich diesem Verfahren so
abgeneigt. Schönen guten Tag noch! MfG

Zitat
..entweder stimmen die Umfragen nicht, oder die Wähler sind unrettbar dämlich
Zitatende

Sehr geehrter Herr Bode
wenn Sie es nicht geschrieben hätten, dann hätte ich es getan.

Leider ist das Wahlvolk nicht willens oder in der Lage diese "teflonbeschichtete" Frau richtig einzuordnen. War so, ist so und ich fürchte es bleibt so.

Ich - für meine Person- habe resigniert, was die pol. Arbeit unserer Regierung / Opposition im allgemeinen und was diese Tochter eines Pfarrers im besonderen, anbelangt.

MfG

Die meisten sind ganz einfach keine ausgesprochenen Merkel Hasser und halten sie angesichts mangelnder wählbarer Alternativen immer noch für die bessere Wahl. Wie der Schulz Hype Anfang des Jahres beweist, ist die Bereitschaft umzusatteln grundsätzlich vorhanden. Doch im Gegensatz zu unseren Nachbarländern fehlt es hierzulande an geeigneten Kandidaten.

Herr Sander glauben Sie dass Frau Merkel eine geeignete Kanzlerin ist? Nach der Vielzahl ihrer teuren Fehlentscheidungen, deren Kosten man mit Billionen € beziffern kann, bin ich überzeugt, dass jeder/jede Person dieses Amt besser ausfüllen kann und
weniger Schaden zu Lasten Deutschlands anrichtet, als Frau Merkel.

Herr Seidel,

das sehe ich genau so.
Wie viele Verbrechen und Fehlentscheidungenkommen noch auf IHR Konto?
Ich bin auch der Meinung es muss endlich ein Machtwechsel stattfinden.
Man sollte einer Alternative eine Chance geben, die werden sich anstrengen und vor allem Merkels Fehler nicht nachmachen.

Volker Pispers hat das schon 2013 mal sehr schön ausgedrückt:
"Die Frau interessiert sich für Politik überhaupt nicht"... "Die ist einfach nur gerne Kanzlerin. Oder nicht gerne zu Hause."... "egal, wer die Sänfte trägt, inzwischen ist ihr sogar völlig wurscht, wohin die Sänfte getragen wird: Die will da nur drinsitzen!" Und wird brav vom deutschen Wahlvolk getragen...

Dorothee Sehrt-Irrek | Mo, 17. Juli 2017 - 14:35

In reply to by Michaela Diederichs

von Pispers.
Oder um es anders zu sagen, Liebe macht müde... und friedlich.
Dazu ist Merkel evtl. die "Gegengöttin"... und passt überhaupt nicht nach Deutschland, ob nun BRD oder DDR.
Und ein friedliches Auseinandergehen ist auch nicht in Sicht.
Erst müssen noch CDU und CSU auseinanderdividiert werden?
Es gibt solche Leute, die nicht eher ruhen, ohne irgendetwas aufbauen zu können. Das wird dann von anderen aufgenommen und zusammengeschustert, Mimikry wird es immerhin. darunter aber...
Merkel ist evtl. eine von ihnen.

... eher nicht, sondern als das geringere Übel als Schulz gesehen.

Merkels "Erfolg" liegt am Versagen der SPD u. dem Versagen demokratischer Prinzipien. Nämlich das Fehlen einer parlamentarischen Opposition, die "eine" Wahlmöglichkeit für die Bürger "zu lässt". Die SPD ist keine Alternative sondern CDU light. Da wählen die Bürger lieber das Original - mit den bekannten Nebenwirkungen oder Segnungen - als Kopisten.

Dimitri Gales | Fr, 14. Juli 2017 - 14:42

der schwächelnden SPD. Sie wird aus diesem Tief auch nicht mehr herauskommen, zumal sie veränderungsresistent ist. Und Schulz ist keine Star-Nummer. Ausserdem gibt es Jobs, der Wirtschaft geht es noch gut, die grossen sozialen Ungereimtheiten in Deutschland werden dadurch übertönt und ausgeblendet. Welche Überlegungen man bezüglich der kommenden Wahl auch anstellen mag, heraus kommt immer Merkel. Vielleicht wird deshalb so ähnlich kommen wie letzthin in Frankreich: über 50 Prozent Nichtwähler.

Die SPD hat fertig, um es mit Trappatoni zu sagen. Keine Themen, jedenfalls keine, die normale Menschen interessieren. Wer interessiert sich für soziale Gerechtigkeit, wenn sein Auto, sein Geschäft straflos und im Vorbeigehen im Hier und Jetzt abgefackelt wird? Selten eine personell so desaströs aufgestellte Partei erlebt. Frau Dr. Merkel muss gar nichts machen. Die erntet einfach nur.

eine Rentenreform nach dem Schweizer Modell, bei dem alle entsprechend ihren Einkünften einzahlen und später die gleiche Grundrente bekommen, entspräche echter "sozialer Gerechtigkeit". Dazu fehlt den Politikern der SPD nicht nur der Mut, sie müssten dann auch selbst Federn lassen.
Während Schulz sich als Fürsprecher der "kleinen Leute" gibt, kassierte er als EU-Parlamentspräsident höhere Jahresbezüge als die Bundeskanzlerin. Allein das arbeitsunabhängig (!) gezahlte Sitzungsgeld von 304 Euro an 365 Tagen im Jahr (steuerfrei wohlgemerkt!) macht über 100.000 Euro aus.
Gleicher Lohn für gleiche Arbeit? Klingt gut. Dann aber auch gerechte und einheitliche Versorgungsbezüge statt dieser unverschämten Selbstbedienung der politischen Klasse.

Frau Schneider,
wir wollen doch nicht kleinlich sein: Das “Sitzungsgeld“ beträgt: 110.960€, steuerfrei! Wie man in Ostwestfalen-Lippe sagt: cash in the täsch.
Denk ich an Deutschland in der Nacht, .....

Ursula Schneider | Mo, 17. Juli 2017 - 22:15

In reply to by Wolfgang Brenn…

deshalb gönnen wir dem "Wanderzirkus" zwischen Brüssel und Straßburg (das Parlamentsgebäude in Straßburg steht ja an etwa 300 Tagen im Jahr leer!) auch die zweite Pension, die sich viele EU-Abgeordnete im Steuerparadies Luxemburg ansparen, um ihre kärglichen Einkünfte im Alter aufzubessern (macht schlappe rd. 50.000 € mehr im Jahr).
Da dieser Pensionsfond in der Finanzkrise hohe Verluste hatte, entschied das EU-Parlament kurzerhand, die Löcher mit Steuergeldern zu stopfen.

Dass der "hl. Martin" als Parlamentspräsident dagegen protestiert hat, wäre mir nicht bekannt.

... allerdings halte ich es für bedenklich von einer Demokratie zu sprechen, wenn es nur 50% Wahlbeteiligung gibt.

Bei der Vermögensaufteilung sind das witzigerweise gerade jene 50%, die zusammen etwa 97% am VV besitzen. Da wundert es mich nicht, das nix sich grundlegend ändert. Die sägen doch nicht den Ast, auf denen sie sitzen, ab.

Zur Klarstellung: Es sind ca. 90 und nicht 97%. Und diese 50% bringen auch ca. 92% des Steueraufkommens auf. Zur Demokratie: In der DDR betrug die Wahlbeteiligung 99%, n Nordkorea 100%. Sind das deshalb Demokratien (gewesen)?

Die Zahl bezieht sich auf die Einkommenssteuer. Bei den indirekten Steuern ist die Tendenz dieselbe, Zahlen hierzu sind mir aber nicht bekannt.

... http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/bundesbank-vermoegen-in-deuts…

Anteil der Nettovermögen der Privathaushalte nach Bev-schichten für 2014:

Ärmsten 50% - 2,5%
50-90% - 37,7%
reichsten 10% - 59,8%

Bei den direkten Steuern (u.a. Eink. u. Ust. = 53%) zahlen die reichsten 10% der HH knapp 60% des gesamten Aufkommens u. die untere Hälfte nur 5%.

Die indirekten Steuern (Mwst., Energie ... = 46%)wirken regressiv: Hier geben die 10% eink.-schwächsten ca. 23% aus während die obersten 10% nur 7% ihres Einkommens ausgeben. Widerspricht dem "Leisungsfähigkeitsprinzip", weil Eink. nur jenseits des Grundbedarfs besteuert werden dürfen. Bei den Schwachen belasten sie das Existenzminimum. Quelle: http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/einkommensverteilung-in-deutschla…

Roland Mock | Di, 18. Juli 2017 - 21:03

In reply to by Werner Schütz

Nee, ganz im Gegenteil: ESt.: Die reichsten 10% zahlen ca. 60%,die obere Hälfte nach Angaben Herrn Knechts ca. 95%. Nach meinen Informationen sind es 92%, aber die Größenordnung und die Tendenz stimmen: Die "Reichen" werden am kräftigsten zur Kasse gebeten. Indirekte Steuern: Hier haben Sie die Zahlen vermutlich nicht richtig interpretieren können: Der Anteil von Verbrauchssteuern am Einkommen der Menschen ist nicht identisch mit dem Anteil dieser Steuern am Staatshaushalt: Besserverdienende zahlen auch hier weit mehr in den Haushalt, weil sie mehr und hochwertiger konsumieren, während Einkommensschwache entsprechend weniger zahlen: Aber (und das sagen die Zahlen Hr. Knechts):Der Anteil der gezahlten Verbrauchssteuern an ihrem privaten Einkommen ist höher.Zu deutsch: Es tut ihnen mehr weh. Wer hieran etwas ändern möchte, sollte zuerst die "Energiewende" hinterfragen. Diese sorgt u.a.für absurd hohe Strompreise(Steueranteil 60%), welche besonders einkommensschwachen Haushalten weh tut.

Werner Schütz | Mi, 19. Juli 2017 - 16:34

In reply to by Roland Mock

Und zwar deshalb , weil auch meine Frau und ich zu diesen "oberen 10%" gehören und in der Lage sind, ordentlich zu den Kosten unseres Gemeinwesens beitragen können, Gott sei Dank.

Reinhard John | Fr, 14. Juli 2017 - 14:47

Nach einem Beitrag im Focus, sind Merkel wie auch Scholz von deutschen Geheimdiensten mehrfach schriftlich gewarnt worden, den G20 in Hamburg abzuhalten. Beide haben einen Die geleistet, dass Volk und die Bürger vor Schäden zu bewahren, so wahr mir Gott helfe. Danach haben beide Meineid, trotz besseren Wissens begangen. Jedem Bürger wird vor Gericht gesagt, dass Meineid mit Gefängnis geahndet wird. Politiker sind wieder einmal gleicher, obwohl uns das Grundgesetz suggeriert, dass alle Menschen gleich sind.

"Der Schutz und die Sicherheit der Gäste haben höchste Priorität", heißt es im "Rahmenbefehl" der Besonderen Aufbauorganisation "Michel" zum Polizeieinsatz rund um den Gipfel in Hamburg, der am vergangenen Wochenende begleitet von massiven Ausschreitungen stattfand. So im neuen SPIEGEL. Die Polizei hatten das in mehreren Talkshows m. W. auch so geäußert. Olaf Scholz hat stets bestritten, dass es so gewesen sei. Wenn es dann aber doch stimmt, wird er seinen Hut nehmen müssen und die SPD im Bund dicht an die 15 % bringen. Es wird aber niemand Frau Dr. Merkel damit in Verbindung bringen. Dann müsste sie nämlich auch die Raute einklappen und gehen.

Tonicek Schwamberger | Fr, 14. Juli 2017 - 14:52

. . . ich befürchte, ihre zweitgenannte Möglichkeit trifft zu, leider, leider! - Manchmal sitz ich in meinem stillen Kämmerlein und sinniere vor mich hin: Wie soll das alles weitergehen? Allein, ich find keinen Ausweg.
Ach ja, übrigens sehe ich persönlich nicht die geringste Chancr für die SPD im September. Alles, was noch hätte gemacht und gerettet werden können, ist jetzt zu spät. Ob das bedauernswert ist oder nicht? Ich glaube eher, nein.

Susanne Dorn | Fr, 14. Juli 2017 - 14:55

Ich bin nur noch sprachlos und entsetzt, sollten die momentanen Umfragewerte tatsächlich der Wahrheit entsprechen

Was muss eigentlich noch geschehen, damit der deutsche Michel aufwacht?

Unsere Demokratie wird seit 12 Jahren Stück für Stück abgeschafft und unsere Freiheit täglich mehr eingeschränkt. Was erwarten sich die "Merkel-Verehrer" eigentlich von 4 weiteren nutzlosen Jahren unter Leitung dieser Kanzlerin?
Schuldeingeständnisse? Reformen? Mehr Gerechtigkeit? Rücktritt?

Es ist doch offensichtlich, dass diese Kanzlerin eine Nation von 82 Millionen Bürger Tag täglich an der Nase herumführt. Ungestraft und ohne jemals für ihre Vergehen an diesem Land und seinen Bürgern haftbar gemacht zu werden.

In diesem Land läuft einiges in eine total falsche Richtung. Und niemand stoppt diese unsägliche und unfähige Kanzlerin!

Bei mir macht sich langsam Resignation breit. Und ich weiß, dass das der falsche Ansatz ist.

Alles richtig, was Sie sagen, Frau Dorn. Ich habe noch nie die CDU gewählt, werde es auch künftig nicht tun. Aber die Aussicht auf R2G ist wohl nicht nur für mich abschreckend oder können Sie sich KGE, CR, Kipping u.a. im Kabinett vorstellen? Der Gedanke allein ist so abstrus, dass ich ihn lieber nicht weiterspinne, denn mit denen dürfte es noch schlimmer werden. Es gibt doch keine Position, bei denen R2G je widersprochen hätten, ganz im Gegenteil. Und weiterhin einen Justizminister Maas ertrage ich wirklich nicht.

Wir sitzen dermaßen in der Merkel-Falle, dass es einen nur noch graust.

fände ich eine ALLPARTEIENkoalition incl. AfD keinesfalls abstrus. Selbst mit CSU gegen alleine Merkel, von der sich dann die CDU befreien könnte und damit Deutschland und Europa. Die CDU/CSU ist überhaupt kein Problem in Deutschland, m.E. EINZIG MERKEL und ihre engen Getreuen.
Natürlich ist fast jeder kompetente Politiker, gleich zu welcher Partei er gehört - mit Ausnahme der NPD - geeignet für unsere parlamentarische Demokratie.
NATÜRLICH wird das nicht klappen...
Man muss es auch denken können, die alleinige Opportunität reicht nicht aus.
Unsere parlamentarische Demokratie ist evtl. schon der Spielball Merkels, das darf nicht auch noch der Weg sein.
Im Sommerinterview zeigten sich auch mögliche natürl. Grenzen von Frau Merkel?
Wenn sie "natürlich bleibe ich" sagt, dabei in die Luft schaut oder Scholz verteidigt, packe ich das weg.
Ohne Belang.
Man hat noch keine Position "nach Gott" für sie gefunden?
M.E. bleibt nach "M. Allmächtig" nur noch Merkel = Alles, Satire off?

Ein toller Beitrag Frau Dorn,
treffender geht es nicht!
Vielleicht sind die Zahlen so hoch weil wir alle schon langsam resignieren, aber wie Sie schon schreiben, es ist der falsche Ansatz!
Gewinnen wird sie wohl wieder, aber zumindest braucht sie tüchtigen Gegenwind, der kommt wohl nicht von Herrn Schulz und/oder den Altparteien...

Miguel Bader | Fr, 14. Juli 2017 - 14:56

wann Führerfiguren die das Land gründlich in den Untergang führen. Ich meine wenn ein Politiker auch nurmöglicherweise unversteuert 50 Euro annimmt oder eine Umsatzsteuer für Hoteliers und deren Kunden senkt, dann schlägt die Neiddebatte voll durch und der Betreffende ist schnell weg von Fester. Wenn aber jemand die Grenze aufreisst, Linksradikale fördert, die Demokratie gefährdet, das GG schleift und ganz Europa in Schieflage bringt, dann unterwirft man sich mit Applaus. Ich kann da nur noch sagen: Heil Euch, Königin! Für mich ist klar, dass die Deutschen immer noch die Gefährlichsten Wahnsinnigen in Europa sind und seit Großbritannien aus der EU durch Merkels Flüchtlingspolitik vertrieben wurde, kann sich der Hunne mal wieder so richtig schön auf dem Kontinent austoben. Am Ende wird wieder alles in Trümmern liegen! Ein imperialistisches Deutschland wie das Merkels hat nichts mehr mit dem liberalen und demokatischenDeutschland zu tun, dass ich liebte und welches diese Frau zerstört ha

.."Es gibt kein gutmütigeres, aber auch kein leichtgläubigeres Volk als das deutsche. Zwiespalt brauchte ich unter ihnen nie zu säen.
Ich brauchte nur meine Netze auszuspannen, dann liefen sie wie ein scheues Wild hinein. Untereinander haben sie sich gewürgt, und sie meinten ihre Pflicht zu tun. Törichter ist kein anderes Volk auf Erden.
Keine Lüge kann grob genug ersonnen werden: die Deutschen glauben sie. Um eine Parole, die man ihnen gab, verfolgten sie ihre Landsleute mit größerer Erbitterung als ihre wirklichen Feinde." ...

dieses Zitat zeigt nicht nur die Mentalität der Deutschen, es zeigt evtl. in noch viel größerem Ausmass die Herangehensweise von Napoleon.
Hegel hat sich geirrt, Beethoven hat seinen Irrtum erkannt und Tolstoi hat mit "Krieg und Frieden" ja wohl dann Napoleon demaskiert und der russischen Kultur ein Denkmal gesetzt.
Sind wir schon wieder bei "Untermenschen"?
Da aber die Deutschen evtl. so sind wie Napoleon sie evtl. verächtlich oder spöttisch beschreibt - man erkennt sich manchmal eher in den Beschreibungen anderer als im Spiegel -, bin ich erst recht historisch auf ihrer Seite.
Ich versteige mich einmal zu dem Satz, fällt Deutschland, ergibt der Rest auch nicht mehr viel Sinn.
Schön, dass ich grad hier wohne.

Michaela Diederichs | Fr, 14. Juli 2017 - 15:01

SPD, Linke, Grüne sind insbesondere nach dem Debakel in Hamburg und ihren kruden Ansagen nicht wählbar. Bleiben CDU und FDP. Darauf wird es hinauslaufen. Die werden als das kleinere Übel gesehen.

Roswitha Schaffgans | Mi, 19. Juli 2017 - 12:56

In reply to by Ernst Laub

Nein Frau Merkel ist nicht das kleinere Übel!
Sie ist das große Übel!
Was hat sie aus unserem Land gemacht?
Die anderen Länder belächeln uns ..und das Dicke Ende kommt erst noch..nach der neuen Wahl!

Da gebe ich Ihnen völlig Recht Frau Schneider,
Das Programm ist gut, Frau von Storch eine Super Politikerin, tolle Kommunikation und Erklärung.
Die AFD ist nicht NPD so wird es leider hauptsächlich von den Altparteien und den öffentlich rechtlichen Medien "verkauft" und schlecht vermarktet.
Deshalb trauen sich viele nicht, die darüber nachdenken sie zu wählen
Ich hoffe, sie schaffen es wenigstens als nötiger Gegenwind in den Bundestag.

Die Merkel-Partei ist für mich auch unwählbar -
Frau Merkel hat mich belogen ohne rot zu werden
".. mit mir wird es keine Maut geben.." !

FDP ? Herr Lindner wäre zumindest eine willkommene Abwechslung in dem Heer der Gruftis und Greise !

hallo frau diederichs,
auch ich stehe - nicht erst seit hamburg - vor der quälenden frage, wen ich heutzutage noch wählen kann. ich habe mir folgende strategie überlegt: welche partei würde im falle einer regierungsbeteiligung die mich interssierenden fragen und probleme in meinem sinne beantworten und lösen.
gibt es keine partei, die meine voraussetzung erfüllt, gehe ich nicht wählen. natürlich wird die demokratie das bei mir als einzelnem verkraften. wenn so aber ein nicht unerheblicher teil der wahlberechtigten reagiert, wird den gewählten irgendwann einmal bewusst werden, wie dünn doch ihr rückhalt in der bevölkerung ist.
das kleinere übel ist mir nicht gut genug und damit auch nicht wert meine stimme zu erhalten.

ich bin mir nicht sicher, ob doch nicht doch eine größerer Wählergruppe Ihrem Bedürfnis nach einem irgendwie gearteten Regulativ wie AFD oder Linken ihre Stimme gibt.

Das kleiner Übel ist eher dort zu sehen.

Peter Briller | Fr, 14. Juli 2017 - 15:12

Ich frage mich, wie kommen die guten Umfrageergebnisse der CDU zustande, trotz der immer schlechter werdenden Stimmung
im Lande, wie in den Foren ersichtlich.

Kann es sein, dass unsere "älteren Bürger" dazu beitragen?
Die älteren Generationen sind weniger interessiert
an Politik, weniger informiert und nutzen kaum die moderne Technik z.B. Internet.
Wer in den letzten 20 Jahren im Berufsleben keinen Kontakt mit einem Computer hatte, wird auch privat keinen besitzen.
Wenn ich nur meine Tageszeitung lesen würde, wäre ich nicht ausreichend informiert, um bei der Wahl richtig zu entscheiden.
Die jüngeren Generationen (Kinder, Enkel) sollten Informationen weiterleiten, denn es geht um
ihre Zukunft.

Sehr viele Menschen, egal ob jung oder alt lesen, wenn überhaupt, die Tageszeitung und sehen Nachrichten der ÖR. Man muss schon suchen im deutschen Blätterwald bis man eine andere Meinung findet, da schließe ich auch FAZ und Handelsblatt mit ein. Cicero ist eine große Ausnahme, Gott sei Dank!

Bei mir liegen Sie da völlig schief.
Werde im Leben nicht die Merkel und ihre Speichellecker wählen und trete für meine Meinung deutlich ein. Beruflich hatte ich nie mit einem Vomputer zu tun, was mich aber nicht abhält damit umzugehen.
Meine "Enkelin" schrie einmal:
Dann ist sie halt eine junge Alte....
So wird es sein und solche wie mich gibt es viele!!!

sind "weniger an Politik interessiert und informiert" als jüngere? Weil sie "nur ihre Tageszeitung lesen"? Der war gut, richtig gut. Ich wollte, manche Vertreter der Generation, die Sie meinen, würden überhaupt etwas lesen statt den lieben langen Tag zu daddeln. Und welche "Informationen (sollte) die jüngere Generation (denn) weiterleiten"? Wie man den Kapitalismus am besten bekämpft? 20 Semester studiert ohne einen Abschluß zu haben? Oder sein Weltbild aus " Deutschland sucht den Superstar" und den unsäglichen im (anonymen) Netz kursierenden Rundmails zusammensetzt? Okay und ganz ernsthaft: Die meisten der 20 - und 30 jährigem, die ich kenne, sind nicht so wie ich es hier karikiere. Aber ich frage mich, von welchen Omas und Opas Sie umgeben sind, wenn die (angeblich) zu dusselig sind, sich Informationen zu beschaffen. Im übrigen: Das Internet an sich ist weder schlauer noch dümmer als eine Zeitung. Den "Cicero" können Sie sowohl als gedrucktes Magazin als auch im Netz lesen.

Das mit den älteren Semestern ist ja gerade das Problem. Die Bürger ab 60 aufwärts sind das Rückgrat von Merkel und da sie nur oberflächlich politisch interessiert sind und sich dabei hauptsächlich von den Mainstream-Medien berieseln lassen wird sich auch nichts ändern, denn wer einseitig informiert ist, für den ist die Welt noch einigermaßen in Ordnung und das braucht Merkel zum eigenen politischen Überleben. Wären diese Bürger neugieriger und auch entsprechend vernetzt, dann würden sie auch andere Erkenntnisse gewinnen und zumindest mehr darüber nachdenken, ob diese Art von Politik für unser Land optimal ist. Solange sich dies nicht ändert werden die örtliche, meist linke Tagespresse und die Fernsehanstalten ARD und ZDF ihr Leben und ihre Meinung bestimmen und das ist schlecht für alle, die die Gefahr erkannt haben und einen Wechsel erzielen möchten.

jürgen waldmann | Fr, 14. Juli 2017 - 15:18

Alice Schwarzer hat es so gewünscht , dass auch einmal eine überforderte Frau , als Gipfel der Emanzipation , an der Spitze des Staates steht !

Willy Ehrlich | Fr, 14. Juli 2017 - 15:23

Derzeit geben die verschiedenen nationalen und internationalen Sachverhalte nichts anderes her: Mit Merkel geht es aufwärts, mit Schulz (oder Gabriel) abwärts. Links wird abnehmen, grün wird abnehmen und gelb und blau werden zunehmen. Und zwar weitaus mehr, als die Mainstreamjournaille derzeit zuzugeben bereit ist.

Günter Ballmann | Fr, 14. Juli 2017 - 15:26

Ich befürchte Schlimmeres. Durch ein unkreatives Bildungssystem wurde dem deutschen Michel selbstständiges Denken ausgetrieben. Durch die durch Weltkriege wurde die liberale Tradition zerstört. Durch überfütterte Institutionen und fehlende wissenschaftliche Erkenntnisse wird menschenfremde Ideologie gefördert. Eine wirkliche Debatte findet kaum statt.

Der deutsche Michel verzeiht Merkel nicht.
Sondern er hat einfach keine Ahnung,
bzw. sich keinen Alternative erarbeitet.

Zu einem erheblichen Teil unterstützt der deutsche Michel den Merkel-Kurs, weil dessen Kosten durch Staatsschulden und künstliche Inflation unsichtbar gemacht werden. Dies ist ein Betrug und eine nicht wirklich systemisch behebbare Schwäche der Demokratie. Wirtschaftspolitisch braucht man nur das Fiat-Money-System zu verbieten. Aber das sind ja Themen für "Experten" und nicht den deutschen Michel.

Detlev Burggräf | Fr, 14. Juli 2017 - 15:43

wird mir flau im Magen und sie wird wieder die Wahlen gewinnen und das ist traurig !

Roswitha Schaffgans | Mi, 19. Juli 2017 - 10:20

In reply to by Detlev Burggräf

wird's mir auch..
wahrscheinlich wird sie das, leider! Aber diesmal doch hoffentlich mit genügend
Wiederstand und ordentlichem Gegenwind von einer "Nichtaltpartei!
Mehr geht momentan wohl noch nicht, erst wenn noch mehr passiert...

Bernhard Jasper | Fr, 14. Juli 2017 - 15:44

Ja, Herr Seils, Merkel umweht die Aura der Heiligen. Und da war sie neulich wieder, diese Reliquie in Form der Raute. Diese Raute verweist ja auf bekannte Taten und Wunder aus dem Leben der Heiligen Angela (Ironie aus).

Detlev Burggräf | Fr, 14. Juli 2017 - 15:47

ist noch harmlos ausgedrückt, jeder sieht noch die traurige Gestalt auf der Bühne beim CSU-Parteitag vor sich, jetzt bedankt sie sich auch noch dafür, ich nenne es ekelhaft !

Detlev Burggräf | Fr, 14. Juli 2017 - 15:52

Selbstinszenierung beim G20 finde ich auch weder geglückt noch erinnerungswürdig, einfach nur ekelhaft um Beachtung heischend.

Michael Willius | Fr, 14. Juli 2017 - 16:05

Man mag nun Merkel hassen,lieben oder auch alles dazwischen. Der deutsche Wähler und selbst der Nichtwähler schaut sich nach einer kurzen Irritation durch die Flüchtlingskrise die Landschaft um Merkels "Heiliges Land " an, denkt und sagt: "Prima mit der machen wir weiter!" Und da hat er doch nicht ganz Unrecht. Eine alte, oft strapazierte Weisheit "Erst kommt das Fressen und dann die Moral" oder auch "Das Hemd ist mir näher als die Hose". Wie lange das hält ist eine andere Frage, aber soweit sind wir noch nicht.

Dem Land geht es gut, die Wirtschaft brummt, die Arbeitslosenzahlen sinken - was will man mehr?

Mich machen allerdings die Lasten und Hypotheken, die Merkel den nachfolgenden Generationen hinterlässt schwindlig.
- Das Desaster der Flüchtlingspolitik u. Asylkosten,
- die überhastete, Milliarden verschlingende Energiewende,
- die verheerenden Vertragsbrüche beim gescheiterten Euro-Experiment,
- die Wahnsinns-Haftungssummen für ESM, EZB, Target-Salden usw.

Allein die Haftung für Schulden, Zahlungsverpflichtungen u. Bürgschaften im Euro-Raum wird inzwischen mit über fünf Billionen beziffert.

Merkel wird für uns die teuerste Kanzlerschaft aller Zeiten - das jedenfalls haben wir "geschafft".

Hans Jürgen Wienroth | Fr, 14. Juli 2017 - 16:14

Welche Alternative hat der Wähler, der nicht noch mehr Staatslenkung will? Trotz des Linksschwenks, den Angela Merkel in den Jahren ihrer Partei verordnet hat, gibt es kaum eine Alternative rechts der CDU. Die AfD, für viele Konservative das kleinere Übel, wird von den Medien totgeschwiegen, wenn sie sich nicht gerade selbst durch interne Zwistigkeiten zerlegt.
Dazu kommt, dass es in Deutschland keinen charismatischen Politiker vom Schlage eines Sebastian Kurz oder Emmanuelle Macron gibt. Dabei spielt letzterer gerade mit der Kanzlerin, die seine geschickten Manöver nicht einmal zu durchschauen scheint.
Bleibt für die bevorstehende Wahl nur die Frage: Quo vadis Germany?

Bernd Fischer | Fr, 14. Juli 2017 - 21:02

In reply to by Hans Jürgen Wienroth

Ein Charismatischer Politiker ( eigentlich ein Blender ) ist der Emmanuelle Macron wohl schon.
Eigentlich ist der Emmanuelle Macron der letzte Trick des Kapitals nun bleibt nicht nur alles beim Alten, sondern es wird noch schlimmer. Mit Macron wurde ein Zögling des Raubtierkapitalismus zum Präsidenten gewählt, der die Sinnhaftigkeit des Systems in keiner Sekunde anzweifelt.
Dass der Ex-Investmentbanker keine Alternative darstellt, auch wenn er in Deutschland medial überwiegend als Hoffnungsträger verkauft wird und sich in seinem Programm tatsächlich der eine oder andere schmackhafte Krümel findet, hat vor allem die junge Generation in Frankreich verstanden. Sie blieb in Scharren der Stichwahl fern und verweigerte dem System die Gefolgschaft. Die schlechteste Wahlbeteiligung seit 1969 zeigte, dass die Demokratie ihren Wert verloren hat und vor dem Ende steht.
Sebastian Kurz mit Emmanuelle Macron zu vergleichen führt ins politische Nirrewana.

Gerdi Franke | Fr, 14. Juli 2017 - 16:32

So sieht sie sich gerne. In meinen Augen aber hat ihre Deutschland- und Europapolitik versagt. Und Europa tut richtig sie zu isolieren. Deutschland braucht Veränderung auf vielen Gebieten, die Merkel nicht sehen will. Flüchtlingspolitik, Gesundheitspolitik, Rentenpolitik, Bildungspolitik, Steuerpolitik usw.

Das Bild als Mama für Migranten transportiert Merkel über die Medien an die Migranten - soll heißen, es dürfen noch mehr kommen. Merkel will doch mit den Migranten die "wirtschaftliche Herausforderung" schaffen.

Robert Müller | Fr, 14. Juli 2017 - 16:33

Wenn man bedenkt, dass die "Beliebtheit" von Merkel immer nur relativ gemessen wird, dann relativiert sich das. Jedenfalls bei mir geht das schon so weit, dass ich zuletzt in NRW nicht mehr gewählt habe und momentan scheint mir das auch eine ganz passable Option für den Herbst zu sein.

Den G20-Ärger finde ich im übrigen unwichtig, da es sich hier nur um Wahlkampf handelt. Im übrigen ist es ja offensichtlich geworden, dass da wo doch mal wichtige Dinge vor der Entscheidung stehen, man diese bis nach der Wahl verschiebt oder noch vorher schnell abräumt. Auf das möglichst die Bürger nicht auf die Idee kommen wichtige Dinge mit zu entscheiden. Stattdessen wird nur Blah Blah angeboten. "Solidarität" von der SPD, "Merkel" von der Union und "die neue Lindner-FDP" von der FDP. Was die Grünen anbieten weiß ich gar nicht, jedenfalls haben sie wie alle anderen Parteien (bis auf die AFD) das Migrationsthema "ganz weit hinten" versteckt.

Brigitte Simon | Fr, 14. Juli 2017 - 16:45

Ich komme aus Oberfranken. Dieser Teil Fran-
kens wurde - und wird nach wie vor - von der bayerischen Regierung benachteiligt, nicht wahrgenommen. Entsprechend ist die "Wut auf München". Das Synonym für die Landesre-
gierung.
"Und wo macht ihr Euer Kreuz?" frage ich. "Bei der CSU!"
"Seehofer hat uns sogar 1 Mal besucht!" So ein-
fach ist Stimmenfang. Ein Kinderspiel für Merkel!

Peter Dietermann | Fr, 14. Juli 2017 - 16:52

Nein.

2013 habe ich CDU und damit Merkel gewählt (wenn auch nur wegen Trittin). Das werde ich 2017 und solange Merkel der CDU vorsteht aber ganz sicher niemals wieder tun. Nicht mal wegen Schulz oder Göring-Eckardt oder Kipping oder Hoecke oder wegen sonst irgendjemandem oder irgendetwas. Dann lieber gar nicht wählen als noch mal Merkel.

Ob damit irgendetwas besser wird? Nein, aber ich bin wenigsten nicht mehr persönlich daran Schuld.

Wer nicht wählt, wählt automatisch mit, was die Mehrheit wählt! Wer das nicht will, muss sich eine Alternative suchen - ob sie nun Alternative heißt oder nicht. Leider sorgst auch die 5 %-Hürde dafür, dass andere Alternativen kaum oder nicht zum Tragen kommen. Dennoch: Bitte gehen Sie zur Wahl und wählen Sie!
Ich grüße Sie alle!
Arne Bruhn

Nicht wählen ist keine Passivität sondern eine aktive Haltung, wenn man seine Interessen/Einstellungen nicht vertreten sieht. Ich kann weder Pest noch Cholera wählen, wenn beides schlecht ist.

Würde jeder so denken und handeln, dann hätten die Politiker ein Legitimationsproblem. So aber haben sie leichtes Spiel, wenn sie wissen, das die Spielregeln nicht geändert werden u. sie selbst sich ein Foul nach dem anderen leisten können und immer noch auf dem Platz stehen.

Sollte die AFD auf 20 Prozent am 24.9. kommen, wäre das eine schöne Strafe für A.M. Alle "Freunde" der Raute könnten sich entspannt zurücklehnen und den Abend genießen. A.M. würde dann auch kaum noch so freundlich schauen wie auf dem Bild zu diesem Beitrag. Wäre das nichts??????
Also bitte, lieber Forist, etwas mehr Schneid bitte. Die AFD beißt nicht und den GEZ-Terror will die Partei übrigens auch abschaffen.

Merkels "Stärke" kommt ja eigentlich nur daher, dass die anderen Parteien noch schwächere Kandidaten ins Rennen schicken !

Aber: nochmals vier Jahre Merkel als Bundeskanzlerin ist eine große Katastrophe für die BRD und die Bevölkerung ! ich habe jetzt schon Albträume !

Dennis Staudmann | Fr, 14. Juli 2017 - 17:41

Merkel hier eine grosse Verantwortung trägt und diese auch bei bei vielen anderen Problemen, für die sie selbst sogar teilweise die Ursache war, getragen hat. Nur was ist die Alternative? Soll man sich der SPD zuwenden, in der führende Köpfe darüber lamentieren, dass "Links" zu sein und gewalttätig sich ausschliesst? Ausserdem riskiert der Wähler, dass diese SPD im Falle eines Wahlsieges mit den Grünen und Linken koaliert, die teilweise diese Gewalt beim G 20 Gipfel zu rechtfertigen versucht haben. Oder soll man sich einer FDP zuwenden, in der Lindner und Co. zwar ständig von Erneuerung reden, bei der man sich aber, nachdem man das Parteiprogramm gelesen hat, fragt, was genau darin denn neu sein soll. Die FDP hat nur ein Ziel. Sie will die Schlappe von 2013, die sie ohnehin als "ungerecht" empfand, vergessen machen und an Merkels Seite für die nächsten 50 Jahre regieren. Bei dieser Auswahl entscheidet sich der deutsche Wähler gar nicht abzustimmen oder eben für das kleinere Übel.

Arne Bruhn | Fr, 14. Juli 2017 - 17:52

Die Parteien, Herr Seils, meinte letzte Woche ein Chefredakteur, hielten die WählerInnen für doof.
In diesem Punkt haben die Parteien ausnahmsweise recht - und nicht nur das! Die Mehrheit der Wählerinnen hat allerdings eines mit zu vielen Politikerinnen gemein: DENKEN gehört nicht zu ihren Kulturtechniken!

werner offergeld | Fr, 14. Juli 2017 - 18:01

Zeig mir die Führer Deines Volkes und ich sage Dir wie hoch der Intellekt deines Volkes ist.

robert renk | Fr, 14. Juli 2017 - 18:15

Die Kanzlerin hat einiges vergeigt, Energiewende, Eurorettung, Flüchtlingskrise um mal die markantesten Dinge zu nennen.
Klar man kann sie hassen für diese Fehler, tun ja auch einige, aber ohne Frage die Dame hat ne Aura, unprätentiös, authentisch und nicht zuletzt anerkannt in der Welt.
Vielleicht eine multiple Persönlichkeit, meine Stimme bekommt sie jedenfalls nicht !

Torsten Knecht | Fr, 14. Juli 2017 - 20:11

Pest o. Cholera.

Nö, dann lieber gesund bleiben.

gabriele bondzio | Fr, 14. Juli 2017 - 20:16

Da möchte ich mich aber ausgenommen wissen. Nicht nur das der Gipfel selbst überzeugende Antworten schuldig geblieben ist. Das Chaos drum herum kam schon an Bürgerkriegscharakter heran. Und dürfte die Betroffenen und auch die Zuschauer gewaltig verschreckt haben. Gabriel genießt nicht gerade meine Sympathie, aber sein Satz- „Der Gipfel der Verlogenheit!"-trifft es absolut. Merkel hat nicht nur mitgenickt, als die Demokratie-Erklärung abgeschafft wurde, sie wird die Demokratie in DE nach und nach entblättern.

Günter Schaumburg | Fr, 14. Juli 2017 - 20:34

Brecht: "Und sie sägten an den Ästen, auf denen sie saßen und schrien sich ihre Erfahrungen zu,
wie man besser sägen könne. Und fuhren mit Kra-
chen in die Tiefe. Und die ihnen zusahen beim Sägen schüttelten die Köpfe und sägten kräftig
weiter."

Kurt Nepomuk | Fr, 14. Juli 2017 - 20:57

Ich finde es immer wieder verwunderlich, dass in den Merkel betreffenden Artikeln & Kommentaren so getan wird als sei der Wähler dumm oder würde ihr alles verzeihen, dabei mangelt es ja schlicht an einer echten ALTERNATIVE!

Wer keine Rot-Rot-Grünen Experimente mit zusätzlicher Umverteilung und null Kompetenz in puncto innerer Sicherheit wünscht, dem bleibt ja kaum eine Wahl. Den Rubicon zur Höcke-AFD können und wollen (zu Recht!) viele nicht überschreiten.

Da bleibt dann nur noch die Lindner-FDP, was wahrscheinlich eine Stimme für Schwarz-Gelb und damit wieder für Frau Merkel wäre.

Torsten Knecht | Mo, 17. Juli 2017 - 21:31

In reply to by Kurt Nepomuk

... darf im Umkehrschluss nicht sein, dann eben weiter so!

Es gibt immer Alternativen. Und wenn nicht dann eben gar nicht wählen - ist auch eine Haltung. Und wenn das 90% der Leute machen würden, dann wären unsere Parteien am Ende ohne Handlungsbefugnis.

Reiner Jornitz | Fr, 14. Juli 2017 - 22:34

Der deutsche Michel ist nicht dumm erst recht die Generation 1958er , der gehöre ich dazu. der deutsche Michel braucht lange bis es ihm reicht, es ist eine sehr große Unzufriedenheit im Land sollte man nicht denken. Spätestens wenn Marcon der Heiligen Angela sagt wo es entlang geht ist ihre Unberührbarkeit zu Ende. Weil man mit Reformen aussitzen kein Respekt gewinnt und sie wird ganz genau beobachtet . Die Umfragewerte sehe ich als manipuliert an. Am Wahltermin wird es sicherlich Überraschungen geben.

Elfie Jung | Fr, 14. Juli 2017 - 23:46

in meinem großen Bekanntenkreis bekennt sich offen zur CDU oder Frau Merkel, merkwürdig, wie diese hervorragenden Zahlen für die CDU/CSU zusammenkommen.
Warten wir es mal ab, so viele Prognosen lagen doch schon daneben.

Georg Zeegers | Sa, 15. Juli 2017 - 01:32

Merkel Sagt wir sind eine Cristliche Partei !. Dann möchte Ich nicht die Hölle Kennenlernen.Den ganzen Schwachsinn der nichts als Schaden gebracht hat und den Steuerzahler ein Vermögen Gekostet hat haben Wir Ihr zu Verdanken.Die Probleme die die eigene Bevölkerung hat Interessiert Sie nur kurz vor der Wahl.Falls Sie Erfolg haben sollte Geht die Alte Scheiße weiter.Eine Linke Wehe und Scheinheilig wie ein Verzogenes Blach.

Bernhard Kopp | Sa, 15. Juli 2017 - 08:55

Stimmungen, die von Umfragen getestet werden, sind kein Ergebnis von logischem Denken, Abwägen und Entscheiden. Sie entstehen aus dem Bauch. Den hat die Kanzlerin nicht gestört. Der Innensenator hat am Samstag mit den Störungen begonnen. Er hat zugestanden, dass 'an sich' genug Polizei im Schanzenviertel war, dass die dortigen Einheiten aber nicht robust genug ausgerüstet und bewaffnet waren, um die Terroristen ( die tödliche Gefahr ) von den Dächern zu holen. Es hat dann mehrere Stunden gedauert, bis ein SEK vor Ort durchgriff. Der Erste Bürgermeister hat dann 'den Bauch' gestört, weil er weder den Innensenator, noch den Polizeipräsidenten, das operative Management der Polizei, abgelöst hat. Je mehr der Bauch von wischi-waschi, nie den eigenen Leuten weh tun, nie harte Entscheidungen zu treffen, desto mehr wird der gestörte Bauch zur Ursache von Entscheidungen - hier gegen Scholz, gegen die SPD, gegen das System.

helmut armbruster | Sa, 15. Juli 2017 - 08:56

weil dann wichtige Themen dem Volk direkt und ohne Vermittlung politischer Parteien zur Abstimmung vorgelegt werden könnten (s. Schweiz).
Keine politischen Parteien und keine Politiker stünden mehr zwischen der Entscheidung des Wählers. Die Macht der Parteien wäre reduziert und damit auch die Macht einer AM.
Eine unangreifbare Parteikönigin mit einer Art Alleinherrschaft könnte so erst gar nicht entstehen.

Dr. Lothar Sukstorf | Sa, 15. Juli 2017 - 10:00

Unrettbar dämlich trifft es exakt! Wir wiegen uns im Merkelschen "Biedermeier"; wir haben uns dem "betreuten Denken, Entscheiden, Wählen, Leben " anheimgegeben. Das ist die Grundlage für Merkels Macht und Herrschaft. Ruhe, Desinteresse, Beliebigkeit...Dummheit. Uns geht es gut, und daran darf sich nichts ändern(BRD-Mantra - und die Rechten, die Pegida, die AfD und andere sind die Staasfeinde No.1), daß wir(Deutschland) klammheimlich unserer Identität beraubt werden, unserer Basis für unser Können, schlicht, uns unser "Können-Bewußtsein" abhanden kommt, fällt niemandem so richtig auf. Ein paar innere und äußere "Feinde", wie z.B. Erdogan, Trump und Pegida, AfD , an denen man sich wunderbar abarbeiten kann...passen Merkel gut in den Kram. Komisch nur, daß man in dieser Situation das Gefühl nicht loswird in einem Kartenhaus zu sitzen, dessen tragende Wände durch Merkels laissez faire, stetig genässt werden und langsam aber sicher durchweichen...Das Erwachen wird bitter und böse für uns

erwin schwarz | Sa, 15. Juli 2017 - 10:30

" Danke Herr Pohl "
Ich bin also nicht mehr Alleine.
Irgendwie ein gutes Gefühl. - Tendenz steigend.
Mfg E. Schwarz

Rene Rausch | Sa, 15. Juli 2017 - 10:49

Nach 8 Jahren regieren beginnen zwangsläufig die Jahre des Herrschens. Die Begründer haben einen entscheidenen Fehler gemacht, als sie die Regierungszeit nicht begrenzen. Eigentlich unverständig, bei der Vorgeschichte. So dürfen wir nun weitere Jahre Frau Kanzlerin geniessen und ein etwaliges Ableben wird es wohl irgendwann beenden. Tolle Aussichten...

Martin Kleber | Sa, 15. Juli 2017 - 12:09

Die SPD ist als eine Partei mit der längsten Tradition in Deutschland,in einem beklagenswerten zustand.Am wenigsten scheint es aber diese Partei selbst zu stören.Ein Apparat,welcher sich nicht zu erneuern,zu modernisieren wünscht,ist wie ein autistisches Kleinkind.Schulz,Steinbrück,Steinmeier??? Ollenhauer läßt grüßen.Diesmal jedoch,wird sie nichts mehr retten.Und in der Wirrsal ihres vernebelten Geistes,glauben sie,es könnte ihnen nicht besser gehen.Wer braucht so etwas???

martin falter | Sa, 15. Juli 2017 - 12:37

aus dem ganzen Mist CDU/CSU/SPD/ usw usw.
Ich werde das erste mal in meinem Leben mein Wahlrecht nicht nutzen.

So unterschiedlich ist das.
Ich war seit der Wende noch nie wählen, und werde zur diesjährigen BTW zum Erstwähler, obwohl ich schon Rentner bin. Sie dürfen raten, wo ich mein Kreuz machen werde...

Ottmar Gerstner | Sa, 15. Juli 2017 - 12:47

Wann es soweit ist: Wenn der Deutsche Michel ™ kein Bier mehr neben dem Sofa bei der Bundesliga hat.

Napoleon über die Deutschen:

"Es gibt kein gutmütigeres, aber auch kein leichtgläubigeres Volk als das deutsche. Zwiespalt brauchte ich unter ihnen nie zu säen.
Ich brauchte nur meine Netze auszuspannen, dann liefen sie wie ein scheues Wild hinein. Untereinander haben sie sich gewürgt, und sie meinten ihre Pflicht zu tun. Törichter ist kein anderes Volk auf Erden.
Keine Lüge kann grob genug ersonnen werden: die Deutschen glauben sie. Um eine Parole, die man ihnen gab, verfolgten sie ihre Landsleute mit größerer Erbitterung als ihre wirklichen Feinde."

Peter Wagner | Sa, 15. Juli 2017 - 13:24

Merkel sollte endlich das aussprechen was sie denkt und praktiziert! "GERMANY LAST"

Renate Aldag | Sa, 15. Juli 2017 - 13:32

die die BRD je hatte, ist Angela Merkel. Frau mit mehreren Identitäten, Steuernverschwenderin, Gesetzesbrecherin, Lügnerin, die entgegen ihrem Amtseid arbeitet, zum Schaden der Deutschen. Ich verzeihe nichts und hoffe, dass diese Person abgesetzt und vor ein Gericht kommt.

H. Joachim Luig | Sa, 15. Juli 2017 - 13:58

Die Ära Merkel wird das nächste Kapitel deutscher Geschichte, die das Land einmal mehr verdient hat.
Vom letzten Kapitel dieser Art wolten am Ende die meisten nichts wissen und noch heute am liebsten daran vorbei wissen.
Beim Kapitel Merkel wird das anders sein: Die meisten werden nichts davon wissen, ohne es zu wollen.

Reinhard Czempik | Sa, 15. Juli 2017 - 15:28

Man kann mit übervollen Mägen keinen Umsturz erwarten, weil diese träge machen. Da die verheerende Politik der längst blutleeren Raute sich nicht unmittelbar auf den Wohlstand der meisten Leute auswirkt, läßt man sich gerne weiterhin vollsäuseln. Ist doch so herrlich bequem! Siehe Venezuela, wo das Gegenteil passiert.

Torsten Knecht | Di, 18. Juli 2017 - 12:23

In reply to by Reinhard Czempik

.... so ist es, Herr Czempik.

Erst das Fressen und dann die Moral.

"Weiter so" - die eine Hälfte der Bevölkerung ärgert`s und die andere Hälfte beschwert sich nicht wirklich.

Joachim Wiemann | Sa, 15. Juli 2017 - 16:13

zehn Jahren Kanzlerschaft mochte ich Kohl nicht mehr sehen. Bei Schröder war es schon nach einem Jahr soweit und Merkel konnte ich nur einen Tag ertragen. - Seitdem leide ich ...

Rolf Lindner | Sa, 15. Juli 2017 - 23:09

Die Verehrung für Angela Merkel ähnelt tatsächlich einem religiösen Wahn und scheint besonders bei Frauen verbreitet zu sein. Ich kenne einige sogar hochintelligente Damen, die Angela eben einfach toll finden. Einwände wie die von Angela für Banken, Griechenland und Energiewende versenkten Milliarden, Immigrantenhorror und Europaspaltung lassen sie nicht gelten. Das hat schon was mit Gott zu tun. Dem wird ja der ganze Mist, der auf der Erde passiert, auch nicht zur Last gelegt. Der Unterschied ist nur, dass Gott eine Fiktion, Angela aber Realität ist.

Peter Wagner | So, 16. Juli 2017 - 03:26

Die Beliebtheit von Merkel hat selbstverständlich unter anderem mit der florierenden Wirtschaft zu tun. Auch damit, dass für viele Schulz keine Alternative darstellt und dass selbst in der CDU kaum jemand zu finden ist, der sie vom Thron stoßen könnte. Hinzu kommt, das zu viele Wähler sehr vergesslich sind und es zu wenig Wähler gibt, die in der Lage währen, sich ernsthaft mit Politik zu beschäftigen! Obwohl mir kein Ex-Kanzler einfällt, der derartig schwerwiegende politisch unverantwortliche Fehlentscheidungen zu verantworten hatte, ist sie und das ist sehr traurig, unter all den Unfähigen, das kleinere Übel! Leider gibt es in der CDU keinen Sebastian Kurz!
Ich werde eine Partei wählen, von der ich überzeugt bin, dass sie in der Opposition etwas dazu beitragen kann, dass dieses Land sich nicht all zu schnell in eine Theokratie verwandelt!

Knut Lützner | So, 16. Juli 2017 - 10:40

Den Heiligenschein bekommt Merkel in erster Linie vom deutschen Staatsfernsehen und der großen Mehrheit der schreibenden Zunft unseres Landes aufgesetzt. Seit vielen Jahren schon!

Wenn ich nur daran denke, was Merkels Vorgänger Kohl und insbesondere Schröder auch an völlig überzogener Kritik in den Medien aushalten mußten!

Auf Merkel wird im Höchstfall mal ein kleines Wattebäuschen geworfen.

Man hat den Eindruck es herrsche Medien übergreifend eine kollektive Beishemmung. Einschließlich Kanzlerkandit Martin Schulz.

Und warum ? Weil Merkel eine Frau ist? Schon mal was von Emanzipation gehört?
Man muß Trump nicht gut finden. Doch er wollte unbedingt Präsident werden und hat sich gegen seine Rivalin Clinton durchgesetzt. Weil er diese Beishemmung eben nicht hatte.

Ruhig was davon abschauen Herr Schulz!

Ursula Schneider | Mo, 17. Juli 2017 - 22:58

In reply to by Knut Lützner

Er teilt ja nicht nur die Politik von Merkel, sondern würde gern noch eins draufsetzen - noch mehr Geld in der EU verpulvern, noch mehr Zuwanderung, Bestrafung unserer östlichen Nachbarn, weil sie angesichts der Flüchtlingsströme "Solidarität" vermissen lassen, noch mehr Macht und Zentralismus in Brüssel, noch mehr Kredite nach Griechenland usw.
Er kommt mir vor, wie ein kleiner Skorpion, der um eine fette Qualle schleicht, die er gern selbst wäre ...

Akira Ozawa | So, 16. Juli 2017 - 22:53

Die ständig auf das Tapet gebrachte aufkommende und begehrende Forderung des EINFACHEN Bürgers nach Einflussnahme und direkter Demokratie auf das politische Geschehen im Lande auch außerhalb von erfolgten Wahlen wurde wieder ein massiver Schlag versetzt.

Auf die Frage nach möglichen Volksentscheiden auf Bundesebne äußerte sich die Kanzlerin in der ihr eigenen arroganten bekannten Art und Weise unmißverständlich:
" Volksentscheide auf Bundesebne, da ist MEINE Haltung gefestigt. Diese möchte ICH unter KEINEN Umständen!"
(Interview-Stelle: 17.38 min von 19.08 min).

Soviel zur Volksnähe und der Achtung gegenüber dem Souverän des Staates, dem Wahlvolk, dem eigentlichen Brötchengeber von Bundestag, Regierung und Fr. Merkel!

Raimund Zoller | Mo, 17. Juli 2017 - 09:06

Merkel selbst ist doch der rechtsfreie Raum. Und was sie anrichtet, ist skandalös. Nur interessiert das viele Wohlstandsbürger nicht. Die sind abgestumpft. Urlaubsreisen, Supermarkt, Enkel, mehr Themen haben Merkel-Wähler nicht. Das macht es einfach. Bisschen Wohlfühl-Klima schaffen, bisschen menscheln, das Prinzip Merkel ist kacksimpel. Deshalb verfängt es. In diesem Land leben ja viele simple Gemüter. Die reflektieren nichts, Zusammenhaänge schon gar nicht. Entscheiden aber die Wahlen. In meiner Diktatur der Reflektierenden (DDR) dürften deswegen nur Cicero-Leser wählen...Was käme da wohl raus?

Torsten Knecht… | Di, 18. Juli 2017 - 19:52

In reply to by Raimund Zoller

... DDR ... das ist gut, Herr Zoller. : )

Ihrer Zivilisationskritik ist richtig, bringt uns jetzt aber auch nicht viel weiter.

Wohlstand will jeder und arm sein niemand. Und gewonnene Wahlen bedeuten noch gar nix, denn nach der Wahl ist alles vergessen, was vorher war. Und für die Lobby geht die Arbeit jetzt erst richtig los. Schröders A2010 lässt grüssen. Das Problem ist also nicht das Wählen sondern wie Entscheidungen im politischen Alltag zustande kommen u. andere aus bleiben. Und das liegt nicht mehr in der Verantwortung des Wählers o. Nichtwählers. Hier gibt es m. E. ein Demokratiedefizit mit der von Ihnen beschriebenen Folge der Resignation.

Rainer Schmidt | Mo, 17. Juli 2017 - 10:00

Sie haben meine Meinung auf den Punkt gebracht.
Ich kann auch nicht verstehen, dass die Wähler nicht aufwachen und mit offenen Augen in das Renten-Chaos ab 2030 laufen. Scheinheilig finde ich wenn Politiker, welche keine oder nur wenige Steuern zahlen von "sozialer Gerechtigkeit" reden. Einzig Herrn Lindner kann ich derzeit wählen!

Dr. Lothar Sukstorf | Mo, 17. Juli 2017 - 11:55

Sind wir rettungslos verblödet? Ja, sieht so aus!!!
Ras le bol...vom Matriarchat der St. Angela!!! Der Flüchtlings- und Asylkanzlerin!
Wer gründet mit mir eine AAA; Anti-Angela-Aktion?

Dorothee Sehrt-Irrek | Mo, 17. Juli 2017 - 17:48

In reply to by Dr. Lothar Sukstorf

was also soll eine Anti-Merkel-Aktion?
Sie ist zwar historisch gesehen evtl. eine politische Negtivgröße, blockiert damit evtl. Politik und ich möchte jetzt nicht für 5 Cent CDU/CSU Wähler sein, aber nein, ich möchte positiv bleiben oder wieder werden, was evtl. ohne Merkel sehr viel einfacher wäre.
Halten wir halt irgendwo zusammen und machen wir das beste aus Allem.
Alles besser als Anti, ich bin kein Fan davon.

Raimund Zoller | Mo, 17. Juli 2017 - 12:14

Das Argument, Merkel gewinnt immer, weil die Gegenkandidaten so schlecht sind, lasse ich nicht gelten. Gegenkandidaten können wir uns nicht aussuchen. Die Parteien stellen auf, wen sie wollen.
Aber unsere Wahlentscheidung treffen wir. Wem also weder Merkel noch Schulz zusagt, warum wählt der nicht AfD? Die Alternative besteht nicht zwischen Merkel und Schulz sondern zwischen weiter so oder Opposition dagegen. Letztere ist immer möglich.

Silas Loy | Mo, 17. Juli 2017 - 13:29

Wer wählt, verantwortet das. Wer irgendwas mit Merkel wählt, verantwortet Merkel. Und zwar für das, was sie getan hat, wie für das, was sie tun wird. Das gilt auch für den Fall, daß er versucht den Teufel durch den Beelzebub zu vermeiden, also für die Wahl des angeblich kleineren Übels. Das wird keine Entschuldigung sein.

Wer sich nicht traut, eine wirkliche Opposition zu wählen, der wählt also besser gar nicht, damit er nicht verantworten muß, was geschehen ist und was geschehen wird. Für das Angebot kann er schließlich nichts und eine Wahlpflicht sieht das GG nicht vor.

Die Franzosen haben das verstanden, Macron ist zwar gewählt, aber nur schwach legitimiert, die meisten Franzosen haben weder ihm noch seiner Bewegung das Vertrauen ausgesprochen und die Verantwortung abgelehnt. Das ist auch eine Wahl.

Werner Schick | Mo, 17. Juli 2017 - 14:17

Werter Herr Nepomuk,
es gibt keine Höcke-AfD, doch leider gibt es Leute wie sie, die mit solchen unseriösen und fragwürdigen Wortschöpfungen versuchen , diese Partei zu diffamieren und für unwählbar zu erklären.
Sie sollten sich schämen für dieses unwürdige Verhalten.
Dass sie die FDP als Alternative sehen, lässt ihre wahre Zielrichtung erkennen.

Kostas Aslanidis | Di, 18. Juli 2017 - 06:45

In reply to by Werner Schick

würde ich die AfD wählen.
Alles andere ist DDR. Eine Partei.
Es wird nicht mal versucht eine Veränderung zu erbringen.
Obwohl die Unzufriedenheit sehr Gross ist. (Feigheit).
Ohne die Medien, ( Propaganda), wäre Merkel und vor allem ihre Politik Geschichte.
So eine Unsicherheit hat es vor Sept. 2015 nie gegeben, ausser in den 2 Weltkriegen.
Wenn Merkel die Flüchtinge mit Gewalt verteilen will, was sie Autoritär verlangt, dann ist diese EU schneller erledigt, als erwartet.
Diese arrogante Obermoral aus Deutschland kotzt jeden in Europa an.
Nur dort ist das "Licht", überall ist "Dunkel".
Deutschland ist (Politik, Presse), fast Hauptschuldig an dieser Misere.
Aber die pure Arroganz, macht Blind.
Nihm doch alle "Flüchtinge " der Welt bei Euch auf und rettet die Welt.
Aber lasst uns anderen in Ruhe mit eure verkorkste Politik.

helmut armbruster | Di, 18. Juli 2017 - 08:12

da allem Anschein nach keine Aussicht besteht AM bei den BT im Herbst loswerden zu können
und da es offenbar so ist, dass man wählen kann, was man möchte und immer Merkel drin ist
Wie wäre es mit einem Wahlboykott?
Es sind Wahlen und niemand geht hin!
Ziemlich unrealistisch muss ich zugeben, aber es wäre wirksam.

Werner Schick | Di, 18. Juli 2017 - 10:14

Werter Herr Zoller,
Eine persönliche Antwort auf ihre abschließende Frage: ich vermute nichts Gutes
Als aufmerksamer Leser der Cicero Kommentare muss einem auffallen, dass dort viele Alternativen zu Fr. Merkel genannt werden, selbst solch ab- wegige wie die FDP, die gar keine ist oder man glaubt als Nichtwähler gegen das bestehende Chaos zu votieren.Unfassbar, finden sie nicht auch ? Die einzig wahre Alternative wird jedoch nur ausnahmsweise genannt. Den Grund dafür sehe ich in der totalen Verweigerung der MSM diese Alternative in ihrer Berichterstattung zu erwähnen und damit dem Wähler auch nicht als Alternative in den Sinn kommt. Ein einfacher aber wirksamer Bauerntrick, auf den selbst die ach so klugen Cicero Leser zum Teil hereingefallen sind. Dass sich das gut gebildete Bürgertum so leicht an der Nase herumführen lässt, hätte ich nicht gedacht. Es bleibt nur zu hoffen, dass noch einige vor der Wahl aufwachen. Ansonsten gute Nacht Deutschland.

Peter Müller | Di, 18. Juli 2017 - 10:46

Merkel wird das G20-Debakel verziehen, weil klar ist, dass alle anderen Parteien (bis auf AfD und FDP) mehr oder weniger mit den Gewalttätern sympathisieren. Das macht deren Gewäsch natürlich maximal lächerlich.

Bei der FDP weiß man, dass die mit jedem ins Bett steigt, der sie an die Futtertröge bringt, was deren Kritik ebenfalls wertlos macht und nachdem sich die AfD selbst den Schubs über die Klippe gegeben hat, wird deren freier Fall genüsslich durch mediale Nichtbeachtung zementiert.

Dr. Lothar Sukstorf | Di, 18. Juli 2017 - 12:19

Merkel spricht sich gegen eine Asyl-Obergrenze aus - ums sich die Grünen für eine mögliche Koalition im September geneigt zu machen - Seehofer, in seinem Bayernplan beharrt darauf. Das nenne ich bestes Schmierentheater, ein entschiedenes Sowohl als Auch. Das Ganze ist verlogenes christlich-absurdes Wahlkampftheater. Merkel führte ständig Werte im Mund; mir scheint, sie meint nur einen Wert, MACHT... der Denkzettel, den wir Wähler Merkel geben können, ist AfD zu wählen. Das ist der einzige Protest gegen Merkel!

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