Zeitenwende - Die linke Ära ist vorbei

Kisslers Konter: Nach den Gewaltexzessen von Hamburg bröckelt die linke Deutungshoheit. Das ist gut so, denn eine freie Gesellschaft braucht freie Debatten. Die Zeit der argumentativen Ausgrenzung neigt sich dem Ende zu

Man sieht frontal die rote Flora mit diversen Schriftzügen zu Kapitalismus.
Die Rote Flora im Hamburger Schanzenviertel: Mit der linken Deutungshoheit von Begriffen ist jetzt Schluss / picture alliance

Autoreninfo

Alexander Kissler ist Ressortleiter Salon beim Magazin Cicero. Er verfasste zahlreiche Sachbücher, u.a. „Dummgeglotzt. Wie das Fernsehen uns verblödet“, „Der aufgeklärte Gott. Wie die Religion zur Vernunft kam“ und „Keine Toleranz den Intoleranten. Warum der Westen seine Werte verteidigen muss“.

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Lange nichts gehört von Jörg Meuthen. Es ist still geworden um den AfD-Bundessprecher. Nun aber sieht Meuthen sich durch die schlimmen Gewalttaten aus Anlass des Hamburger G20-Treffens zum markigen Wort ermuntert. Er fordert, „dass die sogenannte Antifa künftig als terroristische Vereinigung behandelt wird.“ Oha. Schießt da einer übers Ziel hinaus? Darüber lässt sich streiten. Unstrittig jedoch ist der Umstand, dass wir Zeugen werden einer tektonischen Begriffsverschiebung. Den Linken entgleitet die Hoheit über die Begriffe. Es könnte der Beginn des Abschieds von der Macht sein. 

Antifa, Autonome, Mut, Haltung und Zivilcourage: Diese fünf Begriffe verlieren gerade ihr disziplinierendes Potential. Sie werden von moralisch aufgeladenen Appell- und Funktionswörtern zu schlichten Behauptungen und so ihres pädagogischen Charakters entkleidet; vom Donnerwort zur Seifenblase in kurzer Frist. Antifa klang einmal nach dem einzig Richtigen, dem Kampf gegen den Faschismus. Heute erkennen wir, dass Gruppen, die sich so nennen, auf eigene Rechnung zu eigenen Zwecken kämpfen und dabei vor Hass und Gewalt nicht zurückschrecken. Wie anders ist es zu erklären, dass Drohungen der Antifa gegen Brandenburger Schüler ihr antidemokratisches Ziel erreichten und die Absage einer freien Diskussion provozierten?

Extremisten machen Staat lächerlich

Schlimmer noch: Der Staat, das rot-rot regierte Land Brandenburg, knickte vor der staatsfeindlichen Antifa ein. So wie er sich in Hamburg drei Tage lang von linken Extremisten lächerlich machen ließ, so riet der Staat nun in Potsdam, man möge eine Schulveranstaltung lieber sein lassen, gegen die sich die Antifa ausgesprochen hatte. Das Brandenburger Bildungsministerium erklärte dem Landesschülerrat: Diskutiert nicht offen über Politik, das könnte die Antifa reizen, das könnte die Antifa dazu bewegen, ihre Drohungen wahrzumachen und gewalttätig zu werden. Die Antifa bestimmt die Grenzen des Diskurses – und ein öffentliches Gespräch unter Schülern, zu dem auch ein Vertreter der AfD geladen war, darf aus linksextremer Perspektive nicht sein. Der Ruin der Begriffe folgt auf den Kollaps der Souveränität.

Die Antifa ist deklassiert, die Autonomen sind es auch. Autonomie war einmal ein wunderbarer Begriff. Er bezeichnete die Selbstemanzipation des Menschen. Heute soll er selbstfahrende Autos zu Personen empor schwindeln – Dinge können niemals autonom sein – und soll linksextremen Gefährdern ein Alibi für praktizierte Intoleranz geben. Um es in einen zynischen Witz zu packen: Autonom kann bei Autonomen nur das Gehirn sein; es hat ja ein anderer. Auch die medial verstärkte Verniedlichung der Hamburger Gewalttäter zu Chaoten, Randalierern oder Aktivisten gehört zu diesen strategischen Gedankenlosigkeiten.

Es gibt zu viel Gratismut

An Mut aber ist rein gar nichts auszusetzen, oder? Die ehemalige Theologiestudentin und heutige Grünen-Politikerin Katrin Göring-Eckardt schrieb gerade ein Büchlein darüber, 128 Seiten stark: „Ich entscheide mich für Mut. Wie wir Veränderung in unserem Land gestalten.“ Mut in öffentlichen Diskursen ist aber zu Gratismut mutiert. Es ist Mut gegenüber jenen, mit deren Wehrlosigkeit man rechnet. Es ist Mut im Angesicht von Gegnern, die nicht zurückschlagen, des amerikanischen Präsidenten etwa, des Papstes oder internationaler Konzerne, ist selten Mut im Angesicht der veröffentlichten Meinung, der Konsensmoral oder der wirklich gefährlichen Widersacher. Man demonstriert vor Kirchen, nicht vor Moscheen, für Diversität; fordert Toleranz lieber von Warschau als von Teheran, verurteilt Tel Aviv, nicht Sanaa. Auch dieser linke Begriffsreduktionismus kommt an sein natürliches Ende. An echtem Mut herrscht Mangel, weil es zu viel Gratismut gibt.

Das Wort von der Gratishaltung gibt es noch nicht; die Sache, die es bezeichnete, sehr wohl. Extrem linke Zeitungen betteln um Abonnements, weil man durch den Abschluss eines solchen „Haltung“ zeige, gemeint ist: weil man sich gegen Zahlung einreihen darf in die Kolonne der Gutgesinnten. Linke Journalisten verteilen Haltungsnoten für Nichtlinke, ob im Fernsehen, im Radio, in der Presse. Haltung soll die Reihen schließen, Haltung formiert die Weltanschauungselite. Haltung ist, was man risikolos eingestehen darf, ist Haltung „gegen rechts“, gegen „die Mächtigen“, gerne auch wieder gegen Israel. Man muss kein Orthopäde sein, um Haltungsschäden zu diagnostizieren, wenn es mehr Haltungsexperten als Haltungen gibt. So wurde Haltung vom Geländer, an das man sich hält, wenn‘s stürmt, zur täglichen Rutschbahn für die Feinde. Es ist die Haltung der Haltlosen.

Gewalt ist auch ein linkes Problem

Zivilcourage schließlich ist ein abgründiges Wort. Der Historiker Michael Wolffsohn hat in seinem gleichnamigen Buch darauf hingewiesen, dass es gerne hervorgeholt wird, um Staatsversagen abzufedern. Der Bürger soll sich couragiert zeigen, wenn der Staat Sicherheitslücken offenbart, wodurch diese perpetuiert werden. Linke Logik geht einen Schritt weiter und okkupiert den Begriff. Zivilcouragiert ist, wer dem linken Bekenntnis adäquate Taten folgen lässt, wer gegen die „strukturelle Gewalt“ der Verhältnisse aufbegehrt. Nach den linksextremen Exzessen von Hamburg wurde der anwaltliche Versuch unternommen, die Zerstörung fremden Eigentums als „Ausdruck zivilen Ungehorsams“ zu rechtfertigen. So hätte man‘s gern. So wird es nicht länger funktionieren, das Vernebeln von Verantwortung und Tolerieren von Terror im Namen einer einmal progressiv gewesenen Weltanschauung.

Heute erhebt meistens die Reaktion ihr Haupt, wenn linkes Denken vorgeführt wird. Darum ist es hilflos, nicht rührend, wenn der SPD-Linke Ralf Stegner, Siegfried und Roy in einer Person, linksextreme Gewalt aus der Welt zaubern will, indem er Gewalt zu einem „rechten“  oder einem aussagefreien kriminellen Phänomen erklärt, einem Zeichen ohne Bedeutung, womit der Bordesholmer ein zweites, diesmal sprachlogisches Wunder vollbracht hätte.

Wer definiert, der bestimmt

Hilflos ist das Geraune des altlinken Grünen Christian Ströbele – Anwalt von Beruf wie der gewalttolerierende Theoretiker des Ungehorsams aus Hamburg –, Gewalt liege eher bei der Staatsmacht, der Polizei, die durch ihre „ungeheure Brutalität“ die Demonstranten spontan „radikalisiert“ habe. Handelte es sich am Ende bei den 476 verletzten Polizisten um Selbstverstümmelungen? Schweigen wollen wir vom Vorschlag der Berliner Linkspartei, nach den Hamburger Gewalttaten durch Vermummte müsse nun das Vermummungsverbot aufgehoben werden. Damit der Schwarze Block wachse und gedeihe und im klassenkämpferischen Kampf ergraue, ohne dass man sein Haupthaar sehe. Das Linke kann auch linkisch sein.

Robert Misik schreibt in seinem Buch „Was Linke denken“: „So wie Sprache mit Macht zu tun hat, so gilt: Wer definiert, der bestimmt.“ In der Tat. Die Definitionsmacht der Linke, Jahrzehnte lang unhinterfragt, bröckelt. Lange Macht macht träge und gedankenfaul, das gilt auch für diskursive. An Universitäten wird noch Abschottung vor der Wirklichkeit und linke Kaderpflege betrieben, doch auch hier nagt der Zahn der Zeit. Die Arena füllt sich, die Republik wächst. Ein ehemals linker Traum könnte wahr werden, der in den vergangenen Jahren an linken Widerständen gescheitert ist: dass jeder mitreden darf im öffentlichen Gespräch und dass das gute Argument mehr zählt als die gute Herkunft. Die Spiele sind eröffnet. Das Feld wird frei.

Jürgen Balitzki | Do, 13. Juli 2017 - 14:36

Wie kann eine Linke Ära, die leider noch gar nicht begonnen hat, zu Ende sein?

Nach meinem Empfinden ist der Zeitgeist links genug. Journalisten wie Fleischhauer und Broder berichten, daß sich in internen Umfragen ca. drei Viertel ihrer Zunft als "eher links" einordnen. Und das merkt man. Rühmliche Ausnahme: "Cicero", der sich, wenn ich es richtig sehe, von keiner politischen Agenda vereinnahmen läßt.

... Spaß beiseite.

Wie definiert man links? Keine Ahnung? Aus Erfahrung weiss ich, dass die DDR nix mit Sozialismus am Hut hatte sondern eine Diktatur war. Auch scheinen mir die Randale-Verbrecher in HH keine politische Haltung vorgetragen zu haben sondern einfach kriminell u. das auf Ansage mit "Welcome to Hell".

Die politische Schubladendenke ist obsolet. Wer den "real-existierenden Sozialismus" (o. alternativ Merkel als BK) erlebt hat, der weiss doch zwischen Realität u. Propaganda zu unterscheiden. Auf Ideologien gebe ich nix. Statt politischer Verortung sollte die Frage stehen: Warum geschieht etwas (o. auch nicht) u. wer profitiert davon?

Torsten Knecht | Fr, 14. Juli 2017 - 19:32

In reply to by Dr. Roland Mock

Im Sozialismus haben die Leute nicht gelebt, sondern in einer Diktatur. Merkmale: Unterdrückung, Abweichler werden bestraft, alle Macht in einer Hand usw. ...

Was hat das mit Sozialismus zu tun? Nix!

Sie meinen wohl mit Sozialismus ihr theoretisches Gedankenkonstrukt aus Büchern u. aus Filmen. Ich rede aus Erfahrung. Und da passte das eine mit dem anderen nicht zusammen.

Beispiel gefällig: DDR heißt Deutsche Demokratische Republik. Soweit so gut. Demokratisch war aber nix. Das wusste jeder, der dort gelebt hat. Und die haben nicht gesagt: "Ich lebe in einer Demokratie!" - jedenfalls nicht freiwillig.

Das war ein diktatorischer Selbstzweckladen für die Politikerkaste - sonst nix.

Sozialismus ... Honecker wusste doch selbst noch nicht einmal wie der funktioniert geschweige denn aussieht. Honecker ging in seinem Wald jagen und feiern wie ein König ... haha ... Sozialismus.

Roland Mock | Di, 18. Juli 2017 - 21:46

In reply to by Torsten Knecht

Richtig. Sozialismus ist Diktatur. Immer gewesen seit 1917. Zu behaupten, die zahllosen im Namen des Kommunismus/Sozialismus begangenen Verbrechen hätten nichts mit selbigem zu tun, ist exakt dasselbe, wie zu behaupten, die Nazuverbrechen hätten nichts mit dem Nationalsozialismus und die Terroranschläge des IS nichts mit dem Islam zu tun. Und noch etwas: Sie sind nicht der einzige hier im Forum, der eine
Diktatur aus eigener Anschauung erlebt hat. Das bedeutet aber mitnichten, daß diejenigen alle zu den gleichen Schlüssen wie Sie kommen müssen.

Henrik Engel | Fr, 14. Juli 2017 - 08:43

In reply to by Dr. Roland Mock

Wohl wahr! Es ist toll, dass im Cicero über alle Gruppierungen (ob links, Mitte oder rechts) gleich objektiv geschrieben wird. Dies ist in unserem Land leider nicht selbstverständlich.

Oh. oh, Herr Balitzki,
träumen Sie weiter von der "Internationalen Soliddarität", aber verschlafen Sie nicht bessere Zeiten!
M.f.G.

Wie? Die Linke Ära hat "leider" noch nicht begonnen? Da müssen Sie etwas verschlafen haben. Jedenfalls, sofern Sie in Deutschland leben.

Stefan Schaechter | Do, 13. Juli 2017 - 14:43

Ich bin um die politische Linke weniger zuversichtlich. Ihre Verbände, Thinktanks, Vereine, Stifungen, Netzwerke und Gewerkschaften haben viel zu viel Geld. Alleine die Rosa-Luxemburg-Stiftung, die nach einer (unrechtsstaatlichen, undemokratischen!) Kommunistin, benannt ist, erhält jährlich 50 Mio. €.
Eher neigt sich die linke Deutungshoheit durch die Veränderung der Medienlandschaft dem Ende zu. Es sind (die wenigen) konservativen Zeitungen und (die vielen) neue Medien, welche aktiv hinterfragen.
In Bildungsinstituten und Mainstreammedien herrscht die gleiche politisch korrekte Unterhaltung wie vorher. Unterschätzen wir die überzeugten Linken und die unideologischen Systemtreuen nicht!

Ich kann mich Ihnen nur anschließen. Links-Grüne Hardliner wirken auf mich vielfach wie indoktriniert, glaubensfanatisch, ideologisch verbrettert und vernagelt. Sie blenden gerne die Wirklichkeit aus oder machen sie sich passgenau. So schnell wird diese Ära nicht zu Ende gehen. Da brauchen wir wohl Generationen.

Nein Herr Schächter, die Deutungshoheit der Politiker in unserem Land neigt sich noch lange nicht dem Ende zu. Erziehung und Bildung sind schon seit langer Zeit weitgehend in staatlicher Hand. Nicht umsonst wird die individuelle Erziehung der Kinder in der Familie so sehr ins Abseits gestellt. Der jungen Generation wird vorgegaukelt, dass ultraschnelles Internet und „soziales“ Verhalten die wichtigsten Dinge im Leben sind. Wissenschaft und Beschäftigung des Geistes sind in Zeiten des „allwissenden“ Internets überflüssig. Damit werden auch genetische Anlagen politisch negiert, jeder Mensch kann Abitur machen und ein Studium abschließen. Vor dem Gesetz sind schließlich alle Menschen gleich.
Schafft das die besten Voraussetzungen für eine wirtschaftlich erfolgreiche Republik?

... statt familiäre Erziehungshoheit nützt dem Staat, weil er die Familie entmachtet u. Egoisten heranzieht. An den "flexiblen Arbeitsmodellen, Niedriglohnsektor etc." sieht man, wo der Staat seine Prioritäten setzt.

Auch die "Emanzipation" der Frauen/Mütter ist gut für den Staat. Es gibt noch mehr Steuerzahler. Die Kinder werden den Müttern entzogen (wer es sich nicht leisten kann) u. kommen in staatl. Erziehungsanstalten. Das gab es auch schon in der DDR u. die hatte eine der höchsten Scheidungsraten weltweit - bei flächendeckender Vollzeit-Arbeit für Frauen.

Eine "wirtschaftlich erfolgreiche Republik" braucht Konsumenten u. unterwürfige Arbeitnehmer, die brav ihre Steuern zahlen, Herrn Wienroth. Die Elite will Elite bleiben u. sorgt dafür - durch Netzwerke, Privatschulen, Privat - Unis, Vitamin B, Stiftungen, Privatkindergärten ....

Dieder Petermann | Do, 13. Juli 2017 - 14:50

Sehen wir mal, wie es weitergeht. Sehr gut ist es jedenfalls schon mal, dass mit dem Cicero wieder ein Medium gibt, das die Rolle der 4. Gewalt ernst nimmt. Bei Spiegel, FAZ und Zeit scheint hier auch ganz vorsichtig ein Umdenkprozess eingesetzt zu haben. Vielleicht es wirklich bald mit vorbei mit der linken Deutungshoheit und dem daraus folgenden Niedergang der politischen Diskussionskultur in D. Überfällig wäre es, wünschenswert allemal.

Karin Zeitz | Fr, 14. Juli 2017 - 08:36

In reply to by Dieder Petermann

sinkende Zahl der Abonnenten und Freiverkäufe.

Giesela Kramski | Fr, 14. Juli 2017 - 12:05

In reply to by Karin Zeitz

Nichts hilft so sehr zur (vorgetäuschten?) Einsicht wie sinkende Auflage.

Frank Peter | Fr, 14. Juli 2017 - 16:56

In reply to by Dieder Petermann

Die genannten Medien Spiegel, FAZ und Zeit, sowie diverse andere kaufe ich seit langem nicht mehr. Die Online-Ableger besuche ich überhaupt nicht. Insoweit befinde ich mich in der vielzitierten "Meinungsblase". Da ich aber diese Medien nicht mit meinen "Klicks" belohnen möchte, was sich ja auch wirtschaftlich niederschlagen würde, muß ich halt auf deren linker, medialer Deutungshoheit verzichten.

Robert Müller | Fr, 14. Juli 2017 - 17:02

In reply to by Dieder Petermann

So wie ich das mitbekommen habe, hat es bei Cicero einen Management buy-out gegeben, zuvor hat der Cicero dem Schweizer Verlag gehört, bei dem ex-Kanzler Schröder als Beraten angeheuert hatte. Das machte meiner Meinung nach eine politische Neupositionierung möglich und nötig. Interessant finde ich z.B. das gewisse Autoren hier nicht mehr schreiben (z.B. Eric Bonse), während andere neu hinzugekommen sind, so z.B. die muslimischen Islamkritiker. Ein interessanter Ansatz die im Blatt stark zu gewichten und somit zwar Kritik im Blatt unterzubringen, anderseits die Leser ans Thema zu gewöhnen.

Interessant finde ich auch beim Cicero die hohe Bedeutung der Kommentare, seitens der Autoren und der Leser. Also Null Nachrichten. Imho ist das eine Anpassung ans Internet-Zeitalter, wo Nachrichten überall angeboten werden und der Cicero sich das deshalb sparen kann.

Manfred Steffan | Do, 13. Juli 2017 - 14:56

"Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin der Antifaschismus." (Ignazio Silone, 1900 - 1978, italienischer Sozialist) (zitiert in Focus 27/2012 S. 106)

Dr. Roland Mock | Do, 13. Juli 2017 - 15:07

Kissler hat wieder exakt den Punkt getroffen: Linke werden selten mehrheitlich gewählt in Europa, schaffen es aber seit Ende der 60er Jahre, Begriffe in ihrem Sinn umzudeuten, mithin: unsere Sprache zu okkupieren. Und wenn diese irrsinnige Gewalt beim G20-Gipfel überhaupt etwas Sinnstiftendes hervorbrachte, dann, daß der "Mut" und die " Zivilcourage" der Linken jetzt als daß enttarnt werden, was sie schon immer waren: "Seifenblasen" (Kissler), hinter der sich Feigheit verbirgt. Was Stegner betrifft: Seine irre Logik, linke Gewalt könne es deshalb nicht geben, weil sie per Definition rechts sei, erinnert mich an die DDR-Propaganda zur Kriminalität: Weil der Sozialismus Menschheitsbeglückung sei, könne Krimininalität, auch wenn der Safe in der DDR von DDR-Schrankern geknackt wurde, nur aus dem kapitalistischen Westen stammen.

Im Bundestag sind nur linke Parteien vertreten. O.K. Da gibt es noch die CSU. Aber wo wollen wir diese Partei verorten. Rechts bestimmt nicht. Das ist halt eine Regionalpartei in einem Bundesland, wo noch alles gut läuft. Geschenkt. Europa ist total links. Eventuell gibt es aktuell in Osteuropa noch ein paar Ausnahmen. Aber beliebt sind diese Alternativen in der EU nicht. Letztlich sind diese Überlegungen irrelevant. Neues wird sich evtl. nach dem Bankrott zahlreicher Staaten ergeben. Ist nur eine Frage der Zeit. Dann werden die Staaten wie selbstfahrende Autos regiert. Wir sitzen drin. Fahren tut uns der Computer. Eine Welt ohne Angela. Herrlich.

Stimmt was Sie schreiben. Aber wenigstens ist es ultralinken Bewegungen in Spanien, Frankreich und Italien nicht gelungen, an die Macht zu kommen. Obwohl ihr "Antikapitalismus" schwer in Mode ist. Und in D meinte ich SPD, LINKE und Grüne. Daß speziell die SPD, sosehr die CDU sich bemüht, in die "Sozialistische Internationale" aufgenommen zu werden, Merkel&Co. immer noch links überholt, beweisen ja die Nominierung Schulz' und dessen Wirtschaftsprogramm.

Dimitri Gales | Do, 13. Juli 2017 - 15:15

ist überall in Europa auf dem Rückzug, sie hat immer weniger Auditorium und Aktivisten. Selbst Berufe, die im Ruf stehen, linke Positionen zu vertreten wie die Soziologie, stehen in der Kritik. In Frankreich haben inzwischen Solziologieabsolventen grosse Probleme beim Berufseinstieg - eben aus diesem Grund. Die Realität ist immer stärker, das Kapital hat gesiegt. Und paradoxerweise haben die Linken durch ihre Ilusionen und Fata-Morgana-Utopien, stets rechthaberisch-dogmatisch vertreten, zum Sieg des Kapitalismus beigetragen.

dr. kira mandini | Sa, 15. Juli 2017 - 00:25

In reply to by Willy Ehrlich

@Ehrlich: Das klingt zynisch. Warum sollte jemand auch ein Spiel gut finden, von dem man ausgeschlossen ist. Zumal die Spielsteine willkürlich und ungerecht verteilt sind

Ingbert Jüdt | Do, 13. Juli 2017 - 15:22

... und einer aller Voraussicht nach bevorstehenden vierten ist die Vorstellung von einem "Ende der linken Hegemonie" wohl zumindest über den Artikel hinaus erläuterungsbedürftig. Sicher, berücksichtigt man die Landesregierungen, kommt die These schon eher hin. Aber was soll auf diese "linke Hegemonie" folgen? Erneut eine "rechte Hegemonie"? Tritt nun ein, was sich unsere Rechtsintellektuellen um Kubitschek und Co. so sehnlich wünschen - eine "Kulturrevolution von rechts"?

Oder setzt sich nicht statt dessen einfach die Erkenntnis durch, dass ein politisches und kulturelles Establishment nicht bloß dadurch überlegen ist, dass es "links" statt "rechts" auftritt. Denn es erteilt, wie Kissler aufzeigt, die Denkverbote bloß anhand anderer ideologischer Richtlinien als noch in den 1950er Jahren üblich.

Das Ende der "linken Hegemonie" bezeichnet insofern nicht das Ende der Linken, sondern das Ende der Hegemonie, die sich nun auch im linken Gewande als äußerst unappetitlich erwiesen hat.

kann ihrem Kommentar nur zustimmen.
Daher stellt sich die Frage wenn die linke Ära vorbei ist kommt dann die Ära der Rechten? Und in welchem Gewande? Auf alle Fälle wäre es notwendig, dass die Ära Merkel zu Ende ginge und diese Wischi-Waschi-Nebelkerzen geschwängerte Luft wieder klarer würde und unser Land wieder richtig zum durchatmen kommt.

Willy Ehrlich | Do, 13. Juli 2017 - 15:28

Lieber Herr Kissler,
in Ihrem Beitrag haben Sie nicht mehr und nicht weniger gemachtn als das Ende der bisher gültigen "political correctness" beschrieben. Es wird also jetzt eine neue geben. Mal sehen, wer die definiert und was diese dann gebietet und verbietet.

Markus Gerle | Do, 13. Juli 2017 - 15:31

Zitat: "Die Zeit der argumentativen Ausgrenzung neigt sich dem Ende zu." Herr Kissler, Sie sind ja ein ziemlicher Optimist. Ich hoffe aber, dass Ihr Optimismus berechtigt ist.

Horst Johnson | Do, 13. Juli 2017 - 15:39

Mehr denn je. Wo verletzten zuletzt Rechtsextremisten 500 Polizisten, fackelten 85 Autos ab, räumten Läden aus und erzwangen Schutzgelder? Eine Pegida Demo benötigt nur Polizei aufgrund der linken Randalierer.

Bernhard Jasper | Do, 13. Juli 2017 - 15:53

Ja, Herr Kissler, „Autonomie“ ist eigentlich ein sehr schöner Begriff, "kognitive Autonomie" ist noch viel schöner. Auch deshalb lehne ich jeden Fundamentalismus ab (nur in der Kunst wird er von mir akzeptiert, da weiß ich, es ist Kunst und legitim, im Gegensatz zum Agitprop).

Die Soziologie ist ja eine Disziplin, die sich mit der Erforschung des sozialen Verhaltens (Max Weber gehörte auch dazu) beschäftigt. Und die große heutige Unsicherheit in der Bewertung liegt daran, dass sich die Gesellschaft immer weiter ausdifferenziert. Das schlägt auch auf die politischen Parteien durch, besonders auf die Volksparteien. Im Marketing spricht man schon heute von Zielgruppen, die bedient werden.

Peter Wagner | Do, 13. Juli 2017 - 15:53

Zu schön um wahr zu sein, wenn die linke Ära vorbei wäre! Wer gestern Abend "Maischberger" angesehen hat, sollte vom Gegenteil überzeugt werden!
Ich befürchte, dass mindestens bis zur Bundestagswahl, die politische Formel "links ist gut und rechts ist Böse" in Politik und Medien bestand haben wird. Die AFD muss doch mit allen Mitteln bekämpft werden!

Hoffnung macht, dass Lügen nun mal kurze Beine haben und sich verordnete "Konsensmoral" auf lange Sicht noch nie hat halten können - zumindest nicht in einem Staatswesen, das sich demokratischem Geist verpflichtet fühlt.

Aber es wird schon noch eine Weile dauern, bis die linke Front ihren Marsch durch die Institutionen für beendet erklärt und aufgibt ...

Dennoch könnte ich Alexander Kissler für diesen Konter umarmen!

Wolfgang Henning | Do, 13. Juli 2017 - 16:02

Solange unsere Medienlandschaft sich geflissentlich bemüht, neben dem nicht mehr übersehbaren Linksterrorismus im gleichen Atemzug die Untaten Anderer zu benennen, wird sich im Mainstream nichts ändern. Man wird demnächst dazu übergehen, wenn ein Mord in Hamburg geschieht, sofort auch einen Mordfall in Bayern zu erwähnen. Im Gegensatz zu konservativ-bürgerlichen Vereinen erhalten linke Organisationen, bis hin zur "Roten Flora" großzügig staatliche Unterstützungen aus Steuermitteln. Aber vielleicht ändert sich ja doch etwas und statt Hofierung von sog. Autonomen und Antifa, darf jetzt auch wieder der "besorgte, rechtstreue Bürger" zu Wort kommen. Wie wäre es, wenn Herr Meuthen von der AfD nicht nur im Cicero zitiert, sondern ihm ein Interview angeboten würde? Die TV-Anstalten bemühen sich im vorauseilenden Gehorsam, die AfD und ihre Vertreter in Wahlkampfzeiten zu ignorieren und zu verschweigen. Die Bürger aber wollen eine Alternative zur Regierung angeboten bekommen.

Willy Ehrlich | Fr, 14. Juli 2017 - 11:36

In reply to by Wolfgang Henning

kann man das ganz einfach erklären: Die Linken haben mit Kapitalismus nichts am Hut, was sie daran hindert, Geld zu verdienen. Deshalb sind sie auf andere angewiesen, die mit ihrer Arbeit Geld verdienen und Steuern zahlen, die dann wiederum für die linke Verteilung zur Verfügung stehen. Kurz: ohne das Geld anderer können die Linken gar nichts.

Markus Michaelis | Do, 13. Juli 2017 - 16:08

Der Zustand der Linken ist jedenfalls traurig. Man vertritt selbstgerecht universelle Werte - die Bezeichnung sagt schon, dass man sich da nicht reinreden lassen will und Diskussionen und andere Standpunkte ablehnt. Man ist weltoffen - aber im Trugbild, dass die ganze Welt die eigenen universellen Werte teilt. Hinterfragt wird wenig und andere Standpunkte werden nicht relativ einsortiert, sondern mit absoluten Feindbildern ausgesondert. Es herrschen wirr verklärte Vorstellungen von Demokratie und wenig Verständnis für die demokratisch notwendigen Kompromisse zwischen konkurrierenden Aspekten der Demnokratie. Ein trauriger Zustand der Linken.

Franz Platz | Do, 13. Juli 2017 - 16:13

Danke für diesen hoffnungsvollen Text! Lasst uns einfach wieder zur Vernunft zurückkehren, die nicht "links" und nicht "rechts" ist , sondern einfach nur vernünftig.

Hört sich einfach an,geehrter Herr Platz,allein mir fehlt seit langem der Glaube.Dabei wäre es für die ehemals konservativen Parteien eigentlich ein Leichtes,müssten diese doch nur ihre Standpunkte und Programme aus früheren Zeiten revitalisieren.Doch dies ist zugleich der größte Haken an der Sache.Denn danach würden sie aktuell programmatisch in vielen Punkten mit der AfD kollidieren,die den Stuhl besetzte,die sie in ihrer Linksbewegung samt ständiger Formelkompromisse,freigemacht haben.Abgesehen davon das man solch "zufällige Ähnlichkeiten" nicht mal mit Pistole am Kopf zugeben würde,besteht m.E. das größte Problem der konservativen Etablierten darin,daß sie massiv an Glaubwürdigkeit einbüßten.Das parlamentarische System insgesamt,nach endlosen
GroKos,mangelnder Opposition und von der Masse der Nichtwähler gar nicht zu sprechen.Schönen Tag noch allen und Ihnen! MfG

@Platz: Daran wäre mir auch gelegen. Ich habe von den IDEOLOGEN absolut genug; seien sie nun linker oder rechter oder welcher Couleur auch immer. Der gesunde Menschenverstand gehört in keine so billigen Schubladen.

Markus Durm | Do, 13. Juli 2017 - 16:14

Was mir gerade aufgefallen ist. Die extreme Ähnlichkeit zwischen den Reichsbürgern und den Autonomen (Selbstbezeichnung). Wollen die nicht aus unterschiedlicher Begründung heraus das Gleiche? Sehen sich als unabhängig und außerhalb unseres Rechtstaates stehend den sie gleichermaßen verachten, missachten und bekämpfen.
Von offizieller Seite jedoch bekämpft man die einen schon während man die anderen bisher wohlwollend geduldet hat.
Vielleicht weil die einen als rechts (böse) die anderen als links (gut) klassifiziert sind?
Wohlgemerkt ich habe für beide Gruppierungen nichts übrig.
Tatsächlich wird es Zeit beide Augen zu öffnen und Gegner unserer freiheitlichen Republik ungeachtet eines simplen Links(gut)/Rechts(böde) Schemas zu bekämpfen bei der eine Seite immer ignoriert wird.
Der alte Spruch: "An ihren Taten sollt ihr sie erkennen" enthält Wahrheit auch außerhalb jeden religösen Kontextes.

Willy Ehrlich | Fr, 14. Juli 2017 - 11:31

In reply to by Markus Durm

Schauen Sie bitte mal nach 1930, 31, 32. Da war das genauso.

Michaela Diederichs | Fr, 14. Juli 2017 - 11:59

In reply to by Willy Ehrlich

Warum bloß fallen mir immer die genannten Jahre ein? Es stimmt. So muss es damals in etwa gewesen sein. Kein gutes Zeichen.

Reiner Schöne | Do, 13. Juli 2017 - 16:51

Zur Zeit ist genug "Links", es reicht. Allerdings waren diese Art von Gespräche schon einmal da, vor 2 Jahren als das Frankfurter Chaos vorbei war.

Reiner Jornitz | Do, 13. Juli 2017 - 17:23

von wegen! der berühmte persische Lokman ( er lebte vor 3000 Jahren in Persien und war ein heiliger Mann) er wurde einmal gefragt , woher er denn seine Weisheit hätte ; und er antwortete " von meinen Begegnungen mit Menschen, denn was mir an ihnen Missfiel das vermied ich und was gut war tat ich . Genau diese Einstellung ist heute mehr als notwendig. Hamburg darf sich nie mehr wiederholen und wenn die Menschen die zu sehr links stehen müssen diese dann auch damit leben , das es Menschen gibt die das Gegenteil denken und müssen dies auch akzeptieren lernen. Nur so kann eine Gesellschaft funktionieren . Herr Kissler , großartiger Kommentar

Jess Müller | Do, 13. Juli 2017 - 17:31

Hallo zusammen,
bei allem Respekt für den Autor des Artikels, empfinde ich den Artikel eher als Kommentar nicht als gut recherchierter und journalistisch tragfähiger Artikel... Schade, denn das Diskussionsniveau flacht auch hier eher ab...Naja, eine gute Recherche für einen Artikel hat noch niemandem geschadet.

Thorsten Rosché | Fr, 14. Juli 2017 - 11:58

In reply to by Jess Müller

Denke ich nicht, man ist es einfach leid immer die gleichen Argumente auf die gleichen Probleme zu artikulieren. Da neigt man dann schon mal zu bissigen, kurzen oder frechen Bemerkungen. Na,ja wenn 's zu doll wird regelt das die Zensur. Oder man schreibt nix mehr und ballt die Faust in der Tasche ;-) Muss man auch ab + zu mal beim Cicero. Schönes Wochenende !

Nicolas Wolf | Do, 13. Juli 2017 - 17:47

Gewalt ist gererell mit einem Staat verbunden, wie soll er denn sonst Gesetze durchsetzen und Steuern eintreiben. Nur weil alle mitmachen, haha. Linke wollen möglichst viel Staat und somit in letzter Konsequenz auch viel Gewalt, angedroht und angewendet. Man kann nur hoffen, dass das linke Denken nachlässt, aber dafür ist diese Erkenntnis sicherlich auf Dauer entscheidender als was in Hamburg vorgefallen ist. Alles was Linke fordern, soll ja immer so nett klingen. Versieht man es mit dem Zusatz, dass dies die Bereitschaft erfordert, die Mittel dafür mit vorgehaltener Pistole einzufordern, so werden die nett klingenden Forderungen in den richtigen Kontext gestellt. Da Linke stehts moralisch argumentieren entzieht man ihnen so die Argumentationsgrundlage und auch die Bestätigung auf der richtigen Seite zu sein...

Dr. Lothar Sukstorf | Do, 13. Juli 2017 - 17:52

Zu schön um wahr zu sein; aber, ich vermute, Kissler war dabei eher auf der Suche nach einem "originellen Aufmacher". Aber, wenn dies ein weiteres Puzzlestücken ist, die "Links-grüne-spät68ziger-Meinungsdeutungshoheit" zu bekämpfen, sie zu schrunden, DANN BIN ICH DABEI! Mir ist dieser ganze Mist seit 1968 ein gewaltiger Dorn im Auge...Diese ewigen "Man-Müsste-Revolutionäre", viele von denen und deren Successoren sitzen heute in den Redaktionsstuben, sind nur eine Minderheit gemeinsam rechnerisch mit den Grünen und behaupten präpotent, Mehrheit zu sein und im Recht zu sein. Kohl hatte es seinerzeit,1982, so formuliert, daß eine geistig-moralischen Wende muß her müsse. Der Mann war damals ein Visionär, nur umgesetzt hat er sie auch nie. solche eine Wende würde Merkel während ihrer nächsten 20 Jahre als Kanzlerin dazu zwingen "konservative, bürgerliche" Politik zu machen.

Klaus Büchler | Do, 13. Juli 2017 - 18:01

Das scheinbare Erstarken konservativer Meinungen unter Zurückdrängung des linken mainstreams in Politik und Medien ist m. M. nur dem buhlen um die Stimmen konservativer Bevölkerungsteile geschuldet.

Sobald die Wahlen mit dem gewünschten Ergebnis vorbei sind, sind auch law and order nicht mehr gesellschaftsfähig.

Bis zur nächsten Wahl halt

Sulzer Siegmar | Do, 13. Juli 2017 - 18:18

eigenlich zu dass diese Kaviar-Linke so viel Deutungshoheit besitzen? Die sind nur durch Netzwerke dahin gelangt woe sie sind, durch den Marsch durch die Institutionen. Sie haben keine Gueter und Waren produziert, sondern nur Steuergelder verschwendet. Diese Kaviarlinke sollen vorbild sein? Die sind schlimmer als die Kommunisten-Bonzen!

Irene Reindl | Do, 13. Juli 2017 - 19:21

+++ Er fordert, „dass die sogenannte Antifa künftig als terroristische Vereinigung behandelt wird.“ Oha. Schießt da einer übers Ziel hinaus? +++

Nö, die USA machen es bereits vor, zumindest New Jersey. Andere Bundesstaaten folgen vielleicht. Und dann können auch ausländische Antifanten bei der Einreise in die USA verhaftet und ins Gefängnis gesteckt werden. Wäre nicht die schlechteste Idee, denn in Deutschland haben sie ja nichts zu befürchten - selbst dann nicht, wenn sie Gehwegplatten von Häuserdächern auf Polizisten werfen.

Jürgen Friedrich | Do, 13. Juli 2017 - 19:25

"Am Anfang war das Wort".... ist aus dem Johannes Evangelium. Goethes FAUST ergänzt um Sinn, Kraft und Tat. So gescheit das klingt, alle vier sind falsch. Richtig ist :
AM ANFANG WAR DER GEIST....

Heiner Hannappel | Do, 13. Juli 2017 - 20:28

Danke Herr Kissler für Ihre deutliche Worte. Diese ständigen Relativierungen und Differenzierungen dessen was in Hamburg geschah, geht mir auf die Nerven! Wenn Menschen zu Schaden kommen, ihre Existenzen durch abgefackelte Autos oder Vandalismus in den Geschäften, ganze Stadtteile über Tage in Angst und Schrecken versetzt werden, mache ich keinen Unterschied zwischen rechten und linken, oder radikalen Islamistischen Straftätern, denn das was diese tun ist Terror!Hier in Hamburg kann nichts mehr verniedlicht werden. Die Täter, so man diese hoffentlich fasst, gehören ohne Bewährung mit Höchststrafen hinter Gittern, und diejenigen die diesen Mob gerufen und angestachelt haben ebenfalls,und müssen, wenn sie wieder auf freiem Fuß sind, die ihnen nachgewiesenen Schäden bezahlen.Die Bundesrepublik, die angesichts der bekannten Risiken G 20 in Hamburg wollte, muss den Bürgern ihre Schäden und Autos ersetzen! Noch sind wir ein Rechtsstaat, der sich gegen derartig Gewalttätige wehren muss!

"Die Täter, so man diese hoffentlich fasst,
gehören ohne Bewährung..."

Die verhafteten Täter waren schon wieder auf
freiem Fuß (und bereit zu frischen Taten?!), als
der (scheinbar) zerknirschte Olaf Scholz seine
Regierungserklärung abgab. Alles Gut!
---

"Die Bundesrepublik, die angesichts der bekannten
Risiken G 20 in Hamburg wollte, muss den Bürgern
ihre Schäden und Autos ersetzen!"

Wer ist denn diese "Bundesrepublik"?
Das ist doch weder Frau Merkel, noch Herr Scholz
oder Frau Roth a l l e i n, sondern der Souverän,
das Volk, auch die Steuerzahler, eben im Gesamten.
Wenn nun Frau Merkel "großzügig" den Ausgleich
der Schäden zusagt, zahlt sie dies nicht aus
ihrer Privatschatulle, sondern es zahlt die
"Bundesrepublik", ergo der Steuerzahler.
Die Geschädigten zahlen also Steuern und
bekommen davon ihre Schäden ersetzt^^
Schöner Ausgleich: mit fremder Leute Geld läßt
sich's gut großzügig sein - eben LINKE Denke,
von MERKEL bis zur ROTEN FLORA ...

Vinzenz Brandner | Do, 13. Juli 2017 - 21:29

Klasse Artikel, danke, Herr Kissler. ... Als ich vor Jahrzehnten ein paar picklinge Jüngelchen mit Antinazi-Buttons und sonst recht abgewetzt über die Straße schlurfen sah, ging mir erstmals auf, dass diese Buttons die Eintrittskarte zum Club der Rechtschaffenen waren für Leute, die sonst keine dicken Bretter bohren. Diese Buttons zu tragen kostete wenig Überwindung, denn Nazis gab es dort keine. Überhaupt, die Linken und der Mut .. dem Übel widerstehen sie selten, politisch nicht (lieber rot als tot, lange her, aber nicht vergessen) und privat erst recht nicht. Wehren, zumal körperlich, ist nicht so ihr Ding, es sei denn, unsere Helden haben es mit Drogeriebesitzern im Schanzenviertel zu tun, oder mit Polizisten, die prügelnde Demonstranten dermassen mit Glace-Handschuhen anpacken, dass noch nicht mal Mordversuche mit Zwille und Mollies geahndet werden. - Wenn den Linken Ihre Deutungshoheit abhanden kommt, bleibt Ihnen nichts mehr.

Mathias Trostdorf | Do, 13. Juli 2017 - 21:46

Dieser Hoffnung möchte ich mich gerne anschließen, aber leider kann ich nicht daran glauben, da ja schon in der sozialistischen Schule maximal (linksgrüner) Einfluß genommen wird.
Ein erstes Zeichen wären die Schließung der roten Flora und die Einstellung der Fördergelder an umstrittene linke Projekte. Das wird aber, wie man jetzt schon merkt, mit den linken und grünen Regierungsbeteiligungen leider nicht passieren. Linke Gewalttäter sind bereits wieder aus der Haft entlassen, da offenbar die Gesetze nicht ausreichen, jemanden, der gemeinschaftlich Gehwegplatten von Dächern auf Polizisten wirft, überhaupt anzuklagen. Auch da wäre dringender Handlungsbedarf.
Es gäbe viel zu tun, aber ich denke, da ist nicht genügend politischen Wille, die Probleme anzugehn. Bald wird wieder Ruhe einkehren. Und schon am nächsten ersten Mai wird man merken, daß sich nichts geändert hat.

Ernst Laub | Do, 13. Juli 2017 - 23:00

..... müssen sich auch die Linken (einschliesslich der CDU!) vom Terrorismus distanzieren.

Renate Aldag | Do, 13. Juli 2017 - 23:15

Danke für ihren Artikel, Herr Kissler, der mich etwas hoffnungsvoller in die Zukunft schauen läßt. Durch die Gewaltekzesse der Linken zuletzt in Hamburg, beginnt eine In-Fragestellung der linken Begriffs- und Meinungsdiktatur. Schön, wenn das Feld endlich frei werden sollte.

Thomas Radl | Do, 13. Juli 2017 - 23:43

aber nur, wenn nicht allein der Wunsch Vater des Gedanken ist, sondern sich, fast im Kohlschen Sinne, eine geistig moralische Wende am Horizont zeigt. Und? Ist da was in Sicht? Ich bin mir nicht sicher!

Frank Bauer | Fr, 14. Juli 2017 - 00:48

Ich kann Herrn Kissler in so ziemlich allen Punkten zustimmen, allein in seinem Fazit nicht. Die linke Ära ist nicht vorbei. Die "Linke", das sind eben nicht nur ein paar vermummte Gewaltäter. Die Gesinnung, die mit "links" nicht wirklich zu benennen ist (man könnte sie auch "radikal grün" o.ä.) bezeichnen, hat sich tief in fast alle Bereiche der Gesellschaft gefressen: Politik, Medien, Kulturbetrieb, Kirchen, Justiz, Universitäten, Gesellschaft - seit Merkels verhängnisvoller Entscheidung vom September 2015 ist die Präponderanz dieser Gesinnung in erschreckender Deutlichkeit zu Tage getreten. Daran ändert auch die paar Schrecksekunden nicht, die kurz nach Hamburg beim ein oder anderen eingetreten sein mag. Unmittelbar danach ist die Rechtfertigungs- und Propagandamaschinerie mit aller Kraft wieder in Gang gekommen.

Jürgen E. Möller | Fr, 14. Juli 2017 - 07:09

Ich gehe davon aus, daß G20 nur eine Randnotiz bleiben wird und uns die linke Ausrichtung diverser Medien von TV und Presse bis auf weiteres erhalten bleibt. Kann man immer schön an Zeitungen der unabhängigen Furunkelgruppe ablesen, wenn von der strammlinken Moderation die kleinsten Abweichungen durch Usersperrung bestraft werden, andere Kandidaten mit eindeutigem linken Spektrum aber seit Jahren ungestraft hetzen dürfen. Und solange dort keine Veränderung auftritt...

André Oldenburg | Fr, 14. Juli 2017 - 07:20

Anfang der 2000er Jahre war ich häufiger und länger in Venezuela gewesen, manchmal habe ich mich dann in Caracas ins Max y Moritz gesetzt und dort waren dann auch häufig linke Politiker und Anhänger, die den 3. Weg gefeiert haben. Auch ein, "mit soviel Öl dürfte es keine Schwierigkeit sein, den Sozialismus zu verwirklichen".
Nun, ca. 15 Jahre später müsste sich doch die Linken aufgelöst haben. Sie waren sich so sicher, auch in den deutschen Medien, und es ist in eine totale Versorgungskrise geführt. An der Flora kann man ja schon sehen, das schon einige Minuten ausreichen, bis Linke eine Krise auslösen, die Flora, die Renovierung ist nicht lang her, sieht wieder total verfallen aus.
Links ist kein Zukunftsmodel, es war und ist einfach nur ein Untergangsmodel.

Bernhard Jasper | Fr, 14. Juli 2017 - 08:44

Max Weber hat ja auch schon gemahnt, in der politischen Auseinandersetzung nicht der Ideologie den Vorrang vor dem „politisch Vertretbaren“ zu geben. Man sollte die gegenwärtige Politik nach ihrer „Verantwortungsethik“ befragen. Die gegenwärtige Wohnungspolitik reicht aus, diese Politik abzuwählen. Das fehlende pädagogische und polizeiliche Personal zeigt ebenso die eklatanten Versäumnisse in der Daseinsvorsorge.

Politische Inszenierungen finden jedoch permanent statt, konstruieren das Leben als eine Kette von Ereignissen. Entertainment für die breite Masse. Und so will sich eine bestimmte Partei in Zukunft in Talkshows rechtlich einklagen, denn Sendungsbewusstsein haben sie alle. Verfolgt man dann einmal wieder einer dieser „Talk-Runden“, fällt in erster Linie eines auf: die Ratlosigkeit, wenn es darum geht einem Thema einen diskussionsfähigen Rang zuzuweisen. Es wird geschwafelt ohne Ende in der Berliner Republik.

Torsten Knecht | Fr, 14. Juli 2017 - 13:54

In reply to by Bernhard Jasper

... mit der fehlenden "Verantwortungsethik" der Politiker nehmen Sie dem ganzen Ideologie-Geschwurbel den Wind aus den Segeln.

Nur für ratlos halte ich den Großteil der Politiker nicht. Die meisten sind nur noch angepasst u. Parteisoldat. Es gibt wenige Ausnahmen wie Herr Bosbach o. die Dame, die aus der CDU wegen Merkel ausgetreten ist. Die haben nichts mehr zu verlieren u. sind mutiger als der Rest. Für den Rest geht der Geldregen mit der Show weiter u. alle machen brav mit.

sie waren aber erst mutig als sie wussten, dass sie nicht mehr antreten und selbstverständlich bestens abgesichert in den Ruhestand gehen können. Erinnert mich sehr an Heiner Geißler der immer grüner und "Gutmensch" wurde als er nicht mehr aktiv in der Politik war. Nicht falsch verstehen ich begrüße es wenn "Parteisoldaten" auch mal laut kritisieren und für etwas einstehen nur kommt das aller meistens eben nur wenn kein persönliches Risiko mehr besteht.

helmut armbruster | Fr, 14. Juli 2017 - 09:10

und um gerecht zu sein, rechte u. religiöse Denke ebenso.
Ideologie basiertes Denken aber vernebelt und verstellt den Blick auf die Realität. Und diese allein zählt, weil sie sich am Ende immer durchsetzen wird.
Vorurteilsfrei, ideologiefrei, unbeeinflusst von Zeitgeist u. "political correctness" und mit einer gehörigen Portion Zweifel an unserer eigenen Fähigkeit sollten wir die Dinge sehen.
Dann braucht es keine Missionierung, Vorverurteilungen und keine Gewalt.
Und es ist auch kein Fehler, wenn man sich ggf. eingesteht, dass man von der Sache nichts oder nur wenig versteht.

Dr. Waltraud Berle | Fr, 14. Juli 2017 - 09:54

Tatsache ist, dass aller Wandel mit der Erkenntnis anfängt. Und wir begreifen momentan, dass wir es mit einer teils schwerkriminellen bornierten ausgesprochenen Links-Mafia zu tun haben, die ihr Netz im Gefolge der 68er durch alle gesellschaftlichen Bereiche gesponnen und gewoben hat. Wir selber finanzieren die unglaublichsten und albernen und linksfaschistischen sogenannten "alternativen" und "Befreieungsobjekte" via Steuer ... rote Flora, das Gender-Gaga, die Eine-Welt-Häuser usw ...in dem Moment des Begreifens muss sich nur noch der Wille zum entschlossenen Handeln bilden und der Mut, diesem eschatologischen besserwisserischen, respektlosen Weltkonzept den Rücken zu kehren und damit NEIN! zu sagen. So wie Bosbach das bei Maischberger wg der absolut unsäglichen, unkultivierten, unerträglichen Ditfurth machte ... nur viel zu spät. Aber immerhin. Wann, wenn nicht Jetzt!

Konrad Kugler | Fr, 14. Juli 2017 - 10:06

Der Schachgroßmeister Ludek Pachmann war Kommunist und kam zu der Überzeugung, daß der Kommunismus Opium für das Volk ist. Nicht die Religion. Der Sozialismus ist ein Perversion des Christentums. Er verspricht das Paradies auf Erden. Die Ergebnisse kann man überall studieren, ruinierte Staatshaushalte und verwahrloste Gesellschaften.
Sozialisten und Kommunisten sind, wie alle Ideologen, Missionare ihrer Weltanschauung. Diese Haltung weisen Konservative nicht auf. Deshalb werden sie immer wieder an die Wand gedrückt.

Wir haben heute 1933 verkehrt. Damals waren die meisten nach dem Friedensdiktat von Versailles national eingestellt und die Verbindung mit Sozialismus war verlockend. Auch für die Verwaltung. Heute ist es genau umgekehrt. Die meisten sind vom International-Sozialismus befallen. Bis hinein in die Verwaltung wird in bestimmten Fragen das Recht ignoriert. Auch von Gerichten.

Yvonne Walden | Fr, 14. Juli 2017 - 10:16

Die Begriffe "links" und "rechts" entstammen einer politischen Ära, die inzwischen Geschichte ist.
Die sogenannten "linken Chaoten" sind in Wahrheit Kriminelle, denen politische Hintergründe und Grundkenntnisse fremd sind.
Gleiches gilt im übrigen für "rechte Chaoten".
Und mit Chaoten haben die hier etablierten Parteien nun wirklich nichts zu tun.
Wir sollten statt der Gegensätze "links und rechts" besser von Kapitalismus und Sozialismus sprechen.
Dann bemerkt schließlich auch der Letzte, daß die Gewaltexzesse weder mit dem regierenden Kapitalismus noch mit einem wie immer gearteten Sozialismus etwas zu tun haben.
Chaoten wollen nur eins: Aufruhr und Terror. Welche Politikerin, welcher Politiker würde dies ernsthaft wollen oder unterstützen?

greifen die angeblich Unlinken dann Politiker von AfD an, terrorisieren Gastwirte und bedrohen jetzt sogar Schulen?

Ihr Kommentar ist ausschließlich Ihren Interessen geschuldet.
Warum werden in allen Großstädten Szenetreffs nicht nur geduldet? Können Sie derartiges für Rechte nachweisen?

Torsten Knecht | Fr, 14. Juli 2017 - 14:48

In reply to by Konrad Kugler

... weil, wer einen Feind hat, sich selbst legitimiert - politisches Überleben sozusagen.

Jetzt sagen Sie nicht, dass die "Rechten" keine Feinde auserkoren hätten? Sie unterscheiden sich lediglich im Aussehen u. ihren Zielen.

Yvonne Walden | Fr, 14. Juli 2017 - 17:49

In reply to by Konrad Kugler

Sogenannte "Ultralinke" sind Chaoten, aber keine Poltiker. Glücklicherweise ist es also nicht so, daß sich Politikerinnen und Politiker gegenseitig massakrieren oder die Gesellschaft terrorisieren.
Alles andere ist und bleibt eine unwahre Unterstellung.
Es ist also falsch, wenn Konrad Kugler "linke" Abgeordnete in die Nähe extremistischer Kräfte zu rücken versucht.
Genau so falsch wäre es, "rechte" Unionsabgeordnete in die Nähe neonazistischer Aktivitäten zu rücken.
Es sollte also allen politisch Aktiven immer möglich sein, sich argumentativ zu verständigen - oder auch nicht.
Wo Gewalt beginnt, hört Politik auf. Dies ist jedenfalls meine klare Meinung. Das gilt auch für Demonstrationen gegen Großveranstaltungen wie etwa jetzt in Hamburg.

Seit der linke Mob in Hamburg gewütet hat, hat Gewalt auf einmal nix mehr mit Politik zu tun. Wie war das noch mit den linken Dauerdemonstrationen unter dem Banner "Gegen rechte Gewalt"? Gilt das da auch?

Dr. Lothar Sukstorf | Fr, 14. Juli 2017 - 12:19

Nüchtern und Logisch betrachtet haben durch den G20-Gipfel und alles, was darum geschah, ALLE gewonnen, die Linksautonomen sind wieder in aller Munde, haben eine gelungene Rekrutierungsveranstaltung "hingelegt". Die Medien hatten ein "Superevent". Die CDU und Merkel gerieren sich jetzt als "Konservative" Wächter von Recht und Ordnung. Merkel als die "Weltlady", die alles mühsam zusammenhält. Die SPD geriert sich als "Mittler zwischen den Welten" und kann sich gegenüber der CDU polarisieren( sie Gabriels Einschätzung des G20-Summits). Die Grünen - durch Özdemir - geben sich als Gewaltablehner(und halten C. Roth und andere ruhig, einzig "Vermummungsaugenbrauen-Ströbele" geifert wieder, aber der hat eh abgewirtschaftet) nur die Linke ist in Bedrängnis gekommen und bestreitet gegenwärtig defensiven Grabenkrieg...aber eh nur noch maximal zwei Wochen, dann ist G20 ohnehin erledigt. Brevi manu, Wozu die ganze Aufregung?

Bernd Büdenbender | Fr, 14. Juli 2017 - 12:46

Passend zum Thema und die Wirklichkeit absolut treffend,die Rede von Jörg Meuthen im Landtag von Baden-Würt.Die sollte sich jeder Mitkommentierer ansehen(z.B.Video bei epoch times!)Schon in ihrem Buch "der Linksstaat"haben Chr.Jung Und T.Groß die perfiden Methoden der Antifa und ihrer Helfer in Medien und Politik an klar bewiesenen Fakten aufgezeigt.Jeder,dem unsere Demokratie und Meinungsfreiheit bedroht erscheint,kann sich informieren.Die antifaschistische Krake wird nachweisbar mit hunderten Millionen gepämpert.
Das nun für weniger politikaffine Bürger sichtbare Ergebnis sind die Gewaltexzesse von Hamburg.Ich habe keine Illusionen,daß sich die Vorherrschaft der linken Systemzerstörer in Zukunft vermindern wird.Trotz allem,verehrter Herr Kissler,Ihre treffende Analyse ist ein erfreulicher Lichtstrahl und umdunkelten,manipulierten Zeiten.

Roland Lissowski | Fr, 14. Juli 2017 - 20:15

Rainer Meyer (Don Alphonso): „Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird einen Clown sagen lassen: Ich bin die Zivilgesellschaft.“ (Twitter, 03.12.2016)

Manfred Steffan | Fr, 14. Juli 2017 - 20:27

problematisch wegen ihrer Eindimensionalität. Man muss wenigstens zwei Ebenen unterscheiden: Die wirtschafts-/sozialpolitische einerseits und die gesellschaftspolitische andererseits. Beispielsweise würde ich die CSU sozialpolitisch links von der CDU verorten, gesellschaftspolitisch aber rechts davon. - Und Verfassungspatriotismus einerseits und Extremismus (= Verfassungsfeindlichkeit) andererseits sind nochmals eine ganz andere Kategorie.

Manfred Steffan | Fr, 14. Juli 2017 - 20:40

Kapitalismus versus Sozialismus einerseits und Marktwirtschaft versus Planwirtschaft andererseits trennen. Ersteres Gegensatzpaar behandelt die Frage, wer Eigentümer der Produktionsmittel ist, letzteres die Frage, wie Produktion und Verteilung gesteuert werden. Sarah Wagenknecht beispielsweise ist eine Verfechterin der Marktwirtschaft, aber eine Gegnerin des Kapitalismus. Ohne eine sachgerechte Begriffsdefinition landet jede Diskussion im Nebulösen.

Klaus Jürgen Bremm | Sa, 15. Juli 2017 - 05:29

Man möge ein politisches Projekt der Linken seit 1789 nennen, das nicht zu Massenarmut, Massenunterdrückung und schließlich zu Massenmord geführt hat.

Bob Hope | So, 16. Juli 2017 - 02:19

Wenn ich mir die Kommentarspalten der Medien von Zeit über Cicero bis Junge Freiheit anschaue, dann frage ich mich: welche "Linke" meinen Sie, Herr Kissler? Die Mehrheit der Diskutanten verfügt über ein reaktionäres bis völkisches Weltbild. Ich sehe daneben jedenfalls keine hegemoniale Linke, die sich der Aufklärung, Emanzipation, Freiheit und Gerechtigkeit verpflichtet fühlt. Und genau das ist das Dilemma. Was hier teilweise als links bezeichnet wird, ist dessen Gegenteil: Die "Grünen" haben die Öko-Bourgeoisen um sich geschart - reaktionär und elitär zu gleich. Der "schwarze Block" arbeitet längst auf eigene Rechnung. Und wenn CDU und SPD in den Kommentarspalten, Blogs und Foren als "links" bezeichnet werden, zeigt das nur, wie weit nach rechts der Mainstream gewandert ist. Nie war deutschnationale Politik erfolgreicher als heute. Und das alles zur Verteidigung des Abendlandes? Wo liegt das eigentlich? Mein Atlas ist zu alt dafür und meine App dreht bei der Suche durch.

Margrit Sterer | So, 16. Juli 2017 - 18:18

Recht, der mal sagte, man müssen endlich von diesen 68er und Grünen Linken weg und wieder ein normales Land installieren?
So allmählich wird die Linkradikalität unseres Landes zum Faschismus.
Egal von elcher Seite Faschismus kommt, ob aus der brauen Ecke oder der grün-linken Ecke, Faschismus bleibt Faschismus
Da wir aber leider keine bürgerlich-konservative Partei mehr haben, denn die CDU gibt es nicht mehr, wird das schwer

Martin Michael | Di, 18. Juli 2017 - 21:14

wird erst kommen wenn diesem Staat das Geld ausgeht also dann, wenn die Babyboomer in Rente gehen wollen.

Hans Albers | Mi, 19. Juli 2017 - 21:05

"Ein ehemals linker Traum könnte wahr werden, der in den vergangenen Jahren an linken Widerständen gescheitert ist: dass jeder mitreden darf im öffentlichen Gespräch und dass das gute Argument mehr zählt als die gute Herkunft. Die Spiele sind eröffnet. Das Feld wird frei."

Die Frage stellt sich da: Wen will Herr Kissler belügen? Sich oder alle anderen? Es hat noch nie einen freien Diskurs gegeben und es kann ihn gar nicht geben. Das wäre ein Ding der Unmöglichkeit, weil es die Machtproblematik ausblendet. Wer Macht hat, will sie behalten. Wer keine hat, will sie erringen. Und hat er sie dann, will er sie ebenfalls behalten. Da verlässt man sich nicht auf das "bessere Argument". Sozialer Druck und Ausgrenzung sind daher im Grunde noch die harmlosesten Mittel, die jede dominante politische Richtung immer eingesetzt hat und einsetzen wird. Kritik daran ist Heuchelei. Auch in den Reihen der neuen Rechtsextremen (AfD, Pegida) wird von "Säuberungen" nach der "Machtergreifung" geträumt.

Alexander Mazurek | Mi, 19. Juli 2017 - 23:09

... des immer protestantischen Relativismus, der grenzenlosen Beliebigkeit, des angelsächsischen Rechtspositivismus, fängt im XXI Jh. doch gerade erst an, das ist doch wahrer Fortschritt in der Tradition einer "Aufklärung" des Marquise de Sade, oder doch nicht - und warum?!

Tom Sora | Do, 20. Juli 2017 - 11:13

Sehr geehrter Herr Kissler,
danke für Ihren hervorragenden Artikel. Ich hoffe nur, dass Ihre Prognose sich erfüllt und dass das Zerbröckeln des Leftismus nicht ein Ausdruck des Wunschdenkens ist.

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