Ostern - Nie an den Terror gewöhnen!

Kisslers Konter: Der Islamismus schlägt in kürzer werdenden Abständen zu. Empörung und Trauer werden zur Routine. Das ist falsch. Wer sich an das Böse gewöhnt, lässt es triumphieren

Menschen tragen einen Sarg mit einem Opfer der Anschläge auf die Kirchen der koptischen Christen in Ägypten
Trauer unter koptischen Christen in Ägypten: Jedes Achselzucken geht den Fanatikern auf den Leim / picture alliance

Autoreninfo

Alexander Kissler ist Ressortleiter Salon beim Magazin Cicero. Er verfasste zahlreiche Sachbücher, u.a. „Dummgeglotzt. Wie das Fernsehen uns verblödet“, „Der aufgeklärte Gott. Wie die Religion zur Vernunft kam“ und „Keine Toleranz den Intoleranten. Warum der Westen seine Werte verteidigen muss“.

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Auch dieses christliche Hochfest steht im Schatten islamistischer Exzesse: Im schwedischen Stockholm rannten Menschen um ihr Leben. Auf den Straßen lagen Tote und Verletzte. Ein Islamist hatte mit dem Mordinstrument Lastwagen ein Massaker angerichtet. In den ägyptischen Städten Alexandria und Tanta bezahlten fast 50 Christen ihren Glauben mit ihrem Leben. Der Gottesdienstbesuch am Beginn der Karwoche wurde zum Martyrium. Im russischen St. Petersburg starben 14 Menschen bei einem U-Bahn-Anschlag. Selbst Fußballvereine sind vor Attentaten nicht gefeit, wie der Anschlag auf die Spieler von Borussia Dortmund zeigt. Der Täter könnte aus der Islamisten-Szene stammen. Noch wird ermittelt. Und dann war da die demütigende Situation auf dem Berliner Flughafen Schönefeld, wo „eine größere Gruppe junger Männer arabischer Herkunft“ ihrem Antisemitismus freien Lauf ließ.

Obacht vor der Mechanik des Trauerns

Je dichter die Attentate aufeinander folgen, desto abgeklärter fallen die Reaktionen aus. Man vergleiche die Schockwellen nach dem Anschlag auf die Zeitschrift „Charlie Hebdo“ im Januar 2015 mit jenen nach dem jüngsten Massenmord an den Kopten. Da wurde aus einem Tsunami der Erschütterung ein Rinnsal der Einfühlung. Die Sprachroutine läuft leer, die Tränen scheinen geweint, die Empörung wirkt ranzig.

Man gewöhnt sich an das Böse. Es gibt offenbar eine Mechanik des Trauerns. Da diese dem reihum ausgegebenen Motto „Nur nicht unterkriegen lassen!“ in Diensten steht, wird sie hingenommen, wenn nicht prämiert. Das sollte sie nicht. Sie macht uns Betrachter und Betroffene mittelfristig ebenso roh, wie es die Mörder heute schon sind. Jedes Achselzucken geht den Fanatikern auf den Leim, weil es den Islamismus des 21. Jahrhunderts in den Rang einer naturwüchsigen Macht erhebt. Das ist er nicht. Er ist menschen- und religionsgemacht. Er wird nicht verschwinden, solange Mensch und Religion sich nicht ändern.

Angst ist keine Chimäre

Schal klingt der Appell, man solle nicht zulassen, dass die Angst in die Gesellschaft krieche und sie spalte. Die Gesellschaft ist längst gespalten, die Angst da. Sie ist real, keine Chimäre, kein psychischer Defekt und erst recht kein staatsbürgerliches Versagen bei denen, die sie eingestehen. Im Angesicht des Terrors hat eine Politik, die dem Terror ziemlich machtlos gegenübersteht, nicht das Recht, von potentiellen Opfern Munterkeit einzufordern. Ein solcher moralischer Fahnenappell ist abgeschmackt und roh.

Terror besiegt man nicht durch forcierten Konsum oder gute Laune, sondern durch Polizei und Abwehrkampf. Jeder Sieg verlangt, dass man den Gegner identifiziert statt den Opfern Verhaltensratschläge zu erteilen. Sonst – das wäre die zweite bittere Konsequenz aus der Doktrin des Achselzuckens – werden am Ende nicht die Täter, sondern die Opfer zum Problem. Gegen die einen kann man ja nichts machen, und die anderen sollen sich zusammenreißen: So funktioniert Unterwerfung.

Politik wird illusionär und infantil

Natürlich würde niemand aus den Reihen der in immer kürzeren Intervallen ihre „Solidarität“ und „Entschlossenheit“ zu Protokoll gebenden Akteure die semantische Leere solch angewandten Floskeltums zugeben. Sie ist aber nicht zu überhören. Man will schnell zur Tagesordnung übergehen. Man will die heiklen Fragen nicht stellen, scheut Selbstkritik wie der grinsende Teufel das Weihwasser. Man will es lieber nicht so genau wissen: warum aus dem Islam ein globaler Dschihad hervorging, warum Muslime sich in Massenmörder verwandeln, warum gegen den Islamismus kein integrationspolitisches Kraut gewachsen ist.

So verwandelt Politik sich in eine „So, tun als ob“-Veranstaltung. Sie wird illusionär und infantil. Wir schließen die Augen, damit die Monster im Zimmer nicht nach uns greifen. Wer künftig von Vertrauensverlust redet, von Politikverdruss oder Demokratiemüdigkeit, der sollte von diesen Routinen der Selbstverleugnung nicht schweigen. Das ist die dritte Folge, die sich aus dem Fatalismus der Achselzuckenden ergibt.

Ostern ist christlich, oder es ist nicht

Nun also Ostern. Das Fest sperrt sich jeder interreligiösen Vereinnahmung. Es ist christlich, oder es ist nicht. Auf Golgatha wurde nicht der Gott Mohammeds gekreuzigt, sondern Christus, der Gottmensch. Die Auferstehung am dritten Tag geschah in stellvertretender Vorwegnahme für die Christen aller Zeiten. Ostern erzählt nicht das Märchen von der ewig zu perfektionierenden Welt, sondern die Geschichte eines Untergangs und einer Hoffnung. In diesem Jahr können wir die Spanne dazwischen täglich ermessen. Karsamstag ist nicht nur ein Wort.

Robert Zimmermann | Do, 13. April 2017 - 16:27

Wir stehen hinter Ihnen!

Weder werden wir uns an den Terror noch an die schleichende Selbstverleugnung gewöhnen!

Schreiben Sie weiter so mutig!

Vertreten Sie weiter die Werte des Christentums und die Methodik der Aufklärung!

Und dann schaffen wir das!

Ruth Müller | Do, 13. April 2017 - 17:10

In reply to by Robert Zimmermann

Süffisant!

"Keine Angst!
Wir stehen hinter Ihnen!"

Sehr gut beobachtet!

Denn der verantwortliche Staat und Politiker würde sich vor die "ängstliche" Bevölkerung stellen und sich nicht dahinter verstecken.

Bernd Eifländer | Do, 13. April 2017 - 16:28

Merkels Gedanken sind pausenlos bei den Opfern und das Brandenburger Tor wird in den Nationalfarben der betroffenen Nationen angestrahlt ( ausser Russland ) Das muss genügen, liebe Leute die ihr schon länger hier lebt ! Wie immer treffend beschrieben Herr Kissler.

Dr. Florian Bode | Do, 13. April 2017 - 16:32

Ja Herr Kissler, so ist es. Es sollte auch gesagt werden, wer den Angehörigen der religion des Friedens (tm) so sperrangelweit die Tore geöffnet hat. Ungeprüft konnte jeder einreisen, der das aus jedem beliebeigen Grund wollte. Tatsächlich Bedrohte mischten sich mit Solchen, die auf ein angenehmeres Leben hoffen. Ehrbare Menschen mit Verbrechern und solchen, die es werden wollen. Die Personen, die das zu verantworten haben, sitzen weiter in Berlin und geben bei Bedarf Textbausteine von sich. Und die Vertreter der christlichen Kirchen feiern sie und sich noch für diese Katastrophe. Ostern bedeutet H. Bedford -Strohm sicher wenig, in der Vorfreude auf eine launige Talkrunde mit Merkel und Obama auf dem Kirchentag.

Reiner Jornitz | Do, 13. April 2017 - 16:38

Wieder einmal haben sie Herr Kissler den Finger in die Wunde gelegt! Kennen sie den Bratpfannen- Effekt. Der Aggressor fängt klein an und prüft wie weit er gehen kann. Die Bratpfanne wird von mal immer größer . Die Reaktion darauf entspricht einem Weichei - Psychologische Betreuung, traumatische Erlebnisse, Integrationsförderung? Was haben wir uns dabei angetan! Die Politik sollte weiter denken und die schlimmsten Dinge einkalkulieren die möglich sind. Die Eskalationsspirale könnte im Europäischen Syrien enden. Dann können Syrer, Iraker, Türken und gesamte nahe Osten uns mit Care-Pakete unterstützen und wir uns unter die Erde einrichten in Kellern oder Schutzräume. Gott seih Dank, unsere Politik wird die letzten Psychologen beauftragen die Resozialisierungsmaßnahmen durchzuführen. Erst dann wird unsere Politik aufwachen, vielleicht!

Jürgen Streeb | Do, 13. April 2017 - 17:31

Lange habe ich wieder auf einen Artikel von Ihnen gewartet, Herr Kissler. Das Warten hat sich gelohnt. Ich kann mir Cicero und einen Qualitätsjournalismus ohne Kissler schlichtweg nicht vorstellen. Einfach großartig wie Sie Ihren Standpunkt mit herausragender sprachlicher Präzision darstellen. Jeden einzelnen Satz kann ich voll unterstreichen.
Meinen herzlichsten Dank!

Max Hoffmann | Do, 13. April 2017 - 17:40

"Terror besiegt man nicht durch forcierten Konsum oder gute Laune, sondern durch Polizei und Abwehrkampf. " Polizei haben wir fast keine mehr und Abwehrkampf ist fast ausschließlich gegen "Rechts" gerichtet. Keiner kann mir einreden, das sei nicht gewollt. In meiner Kindheit (lang ist's her!) sprachen die damaligen Machthaber vom Bröckeln der Heimatfront durch feindliche Sabotage. ... Heute nennt sich das Bunte Republik, Gastfreundschaft, Refugees Welcome und bei denen, zu denen ich mich zähle, Verrat an den Interessen derjenigen, die hier schon längere Zeit (seit Generationen!!!) leben.

Claudia Martin | Do, 13. April 2017 - 17:42

Ich bitte sie ! Ostern ist in D nur noch ein Wort. Das Christentum hat schon längst den Offenbarungseid abgelegt. Werdet Vorübergehende (ThomEv).

Heinrich Niklaus | Do, 13. April 2017 - 18:54

Herr Kissler, Sie sagen: „Wir schließen die Augen, damit die Monster im Zimmer nicht nach uns greifen.“

Wer ist „Wir“? Wer schließt die Augen? Wenn ich mir das Leserecho in den Kommentarspalten der Medien anschaue, sind es nicht die Leser. Die versuchen durchzudringen und den Relativierern paroli zu bieten. Nein, die Bürger verschließen nicht die Augen!

Die Politik dagegen versucht zu relativieren und die ÖR Medien unterstützen dabei in kaum noch erträglicher Weise. So ist dem politischem Islam nicht beizukommen. Beim täglichen Blick in die Medien springen einen die Terrorakte der Islamisten in aller Welt geradezu an.

Wann endlich beginnen wir, den politischen Islam deutlich in Frage zu stellen?

Nicolas Wolf | Do, 13. April 2017 - 19:15

Schön geschrieben, doch wer bitte ist der Feind? Der Islamismus? Ich meine der wird dann doch etwas überschätzt, denn wirtschaftlich ist da nichts. Technologisch ist man auch höchstens auf dem Niveau Japans von 1945 (wohl eher darunter), sonst gäbe es ja nicht so viele Selbstmordattentate. Ideologisch muss es wohl eine gewisse Anziehungskraft geben, aber das war es im großen und ganzen auch schon. Das ist keine ernstzunehmende Bedrohung für funktionierende westliche Gesellschaften.

Mir scheint, dass Problem liegt in den hiesigen Gesellschaften. Nach dem Anschlag auf den BVB wurde ein Islamist gefasst, der letztes Jahr aus dem Irak kam und dort eine Mörderbande anführte. Mag sein, dass er es nicht auf den BVB abgesehen hatte, aber laut dem was man liest, gab es keine Gründe ihn vorher festzunehmen, obwohl man den Rest schon kannte. Wollte man mal abwarten, wie sich das weiterentwickelt? Wo bleibt da der Aufschrei der Medien, der Opposition, der Gesellschaft? Wer ist der Feind?

Karin Zeitz | Do, 13. April 2017 - 19:20

ist ein Indiz dafür, welchen Stellenwert sie für die Politik einnehmen. Die schwedische Regierung hat mit ihrer Staatstrauer und der landesweiten Schweigeminute ihrer Trauer und ihrem Respekt für die Toten und Verletzten Ausdruck verliehen. In London wurden der getötete Polizist mit höchsten Ehren und landesweiter Anteilnahme bestattet. Welcher Unterschied zu den Opfern vom Berliner Breitscheidplatz, wo es nur zu einem kleinen Trauergottesdienst in der Gedächtniskirche und einer schmallippigen Erklärung der Bundeskanzlerin gereicht hat. Der Berliner Senat hat es nicht für nötig gehalten, den Breitscheidplatz während der folgenden Tage für Trauerbewältigung frei zu halten, so dass am Heiligabend zum Befremden aller, die dort der Toten gedenken wollten, eine Hochzeitsgesellschaft aufgehalten und getanzt hatte.

Michaela Diederichs | Do, 13. April 2017 - 20:02

Das Böse hat bereits die Regie übernommen, weil wir - der Westen, Europa, die Christen - nicht die Regie bzw. Verantwortung übernehmen wollen und keine Entscheidungen treffen. Wir reagieren nur. Das ist die große Tragik der westlichen jüdisch-christlich geprägten Welt. Wir lassen die Dinge laufen. Worthülsen und Sprechblasen ersetzen Kampfgeist und Handlungsfähigkeit. Ich glaube im Buch "Vom Winde verweht" ist vom Zuschauen beim Untergang ein Kultur die Rede. Der Protagonist Ashley Wilkes hat das m. E. gesagt. Genau das erleben wir jetzt. Und es ist schauderhaft, denn es ist unumkehrbar. Das wird Tag für Tag deutlicher.

Damian Nowak | Do, 13. April 2017 - 20:02

Flughafensprecher Lars Wagner sagte: „Wir verurteilen den Angriff auf das Schärfste. Wir werden es nicht zulassen, dass Menschen bei uns am Flughafen auf diese Art und Weise – ob verbal oder tätlich – attackiert werden.“ Videoaufzeichnungen seien sichergestellt worden.

Die Parolen wie oben sind mir längst bekannt. Wie von einer Schallplatte.
Nut tut's sich überhaupt nichts.

Willi Mathes | Do, 13. April 2017 - 20:14

Sitzt !

Floskelartig wird die Terrorbekämpfung beschworen. Wie an die täglich,tödlichen Verkehrsunfälle wird die Terroraktivität teilnahmslos hingenommen.
Danke Herr Kissler und freundliche Grüsse

Monika Medel | Do, 13. April 2017 - 21:06

Laut islamischer Überzeugung wurde Jesus überhaupt nicht gekreuzigt. Für einen Propheten Allahs - als das gilt er im Islam - ist ein solcher Tod ausgeschlossen. Die Kreuzigung ist nach islamischer Vorstellung eine "Lüge der Christen".

Holger Stockinger | Do, 13. April 2017 - 21:44

Der evangelische Pastor und Vater von Angela Merkel übersiedelte aus der BRD in die DDR, möglicherweise aus Überzeugung, es könne einen "christlichen Sozialismus" geben. Dass "Religionsunterricht" in den Schulen der DDR verboten war, ist eine der Merkwürdigkeiten in der Vita der Bundeskanzlerin, die staatlich finanzierte (also mit Steuergeldern) Ausbildung für angehende Lehrer des Koran für ein Toleranzbekenntnis erklärt.

Die doppelte "Identifizierung" innerhalb der Psyche des Menschen erlaubt es, den Täter in sich zu verdrängen und das Opfer anzuhimmeln.

Sehr aufklärend hierzu das Buch von Rene Girard mit Nachwort von Peter Sloterdijk "Ich sah den Satan vom Himmel fallen wie ein Blitz".

Der emotionale Zustand einer Gesellschaft kann durchaus prä-psychotisch sein, nicht nur in Deutschland 1938.

Wolfgang Lang | Do, 13. April 2017 - 22:29

Bezueglich der Problematik der Beschwichtigeritis und der oeffentlich zur Schau gestellten Feigheit unserer Eliten in Politik, Medien, Asylindustrie d' accord.
Aber Christus der Gottmensch?
An Ostern? Ersten war das der galilaeische Jude Jesus, ein Mensch. Zum Gottmensch, zum Sol Invictus wurde er erst durch einen roemischen Kaiser. Zweitens, damals gab es noch kein Ostern. Sondern nur Passah. Ostern entstand in einem fast dreihundertjaehrigen, komplexen Prozess. Kann man sogar in Wikipedia nachlesen. Aber nicht nur dort. Etwas mehr Praezision als in den MSM ueblich, erwarte ich schon von Cicero. Sie sind doch sonst ganz taff drauf, Herr Kissler.
Christus heisst ja auf Deutsch "Messias". Ist also eine Eigenschaftsbezeichnung, keine Person. Obgleich die Kirchen diesen Anschein gern erwecken. Aus Kalkuel.

Isabel d'Aguerre | Do, 13. April 2017 - 23:46

Perfekt Herr Kissler, auch ich habe lange auf einen Beitrag von Ihnen gewartet. Bitte hören Sie nicht auf, auf die Ungeheuerlichkeit hinzuweisen, dass wir uns an Terror gewöhnen und die Fundamente unserer Kultur, dazu gehört die christliche Religion, auch wenn man nicht praktiziert oder glaubt, zum Abschuß freigeben sollen! Vielen Dank, machen Sie bitte weiter!

Reinhard Czempik | Fr, 14. April 2017 - 00:10

Lieber Herr Kissler, im Grundgedanken Ihres guten Artikels stimme ich voll mit Ihnen überein. Ein kleines "aber" kann ich Ihnen nicht ersparen: ist es nicht so,dass wir uns längst bei einer Tatsache längst das Achselzucken angewöhnt haben, nämlich bei den seit ungezählten Jahren wöchentlichen Berichten über islamistische Terroranschläge vor allem in Afghanistan, aber auch anderswo? Ich stelle bei mir zunehmend eine Genervtheit fest, wenn halt wieder mal Boko Haram oder IS usw. irgendwelche grauenhaften Taten verübt haben. Ist das nicht vielleicht ein verständlicher psychologischer Abwehrmechanismus eines sensiblen Mitmenschen? Vom Kopf her stimme ich Ihnen voll zu: WIR DÜRFEN UNS NIE AN DEN TERRORISMUS ALS DEN NORMALFALL GEWÖHNEN.

Alian Frodeman | Fr, 14. April 2017 - 00:21

durch Ignoranz. Wie sagte schon Jesus - wenn jemand dich auf eine Wange schlägt, halte ihm auch noch die andere hin.

Das verstehe ich jetzt nicht . Halten sie Terror für vergleichbar mit einem Wangenstreich? Das ging wohl eher um Rechthaberei im weiteren Sinne und nicht Öl ins Feuer gießen, um es weiter anzufachen. Woanders steht seid männlich und stark. Das wünschte ich mir von einer auf das deutsche Volk vereidigten Regierung.

Hubert Sieweke | Fr, 14. April 2017 - 00:49

solange uns Herren wie der Herr Justizminister Maas, oder die beiden Kreuzwegleger Marx und Bedfort-Strohm schützen, kann uns nichts passieren, Bei diesen Leuten sind wir gut aufgehoben, oder etwa nicht? Alle drei treten doch täglich, mit Göhring-Eckhard, Stegner und Kipping jede Tür ein, um unsere christlichen Werte zu schützen...

Markus Zimmermann | Fr, 14. April 2017 - 01:28

Diese Forderung ist schon ein starkes Stück. Der "Terror" trifft so wenige Menschen, daß er völlig irrelevant ist und nur von rechtsgerichteten Gruppen ausgeschlachtet wird.

nicht verstanden...
Der Rest Ihres Kommentares ist dergestalt zynisch und darin Menschen-verachtend, daß man darauf argumentativ nur wenig erwidern kann.

Falls es Sie einmal trifft oder jemanden aus Ihrer Nähe, bleiben Sie dann auch noch Ihrem statistischem Zynismus treu?
Falls nicht, besteht zwar noch Hoffnung für Sie, aber dann wäre ja selbst der Zynismus nur Pseudo!

Markus Michaelis | Fr, 14. April 2017 - 01:48

Ich denke aus dem Terror sollte man die Einsicht in die Grenzen einer Gesellschaft lernen. Es ist ein Trugbild einer falschen Weltoffenheit, wenn man meint, dass die ganze Welt hier in Deutschland in beliebiger Änderungsgeschwindigkeit und Zusammensetzung dauerhaft friedlich zusammenleben kann. Es wird dabei viel zu sehr auf die überwiegend positiven Beispiele geschaut. Ein Land ohne Terror hat aber nicht 70% positive Beispiele, sondern 99%. Die 99% sind schon schwer genug mit "hausinternen" Konflikten (arm/reich, links/rechts, Umwelt/Wirtschaft etc.) zu erreichen. Mit allen Gegensätzen einer zwar langsam konvergierenden aber immer noch sehr sehr bunten Welt ist jede Gesellschaft überfordert. Einiger Terror in der arabischen Welt hat auch etwas mit dem Aufeinanderprallen verschiedener Welten in diesen Ländern zu tun.

Markus Zimmermann | Fr, 14. April 2017 - 01:54

..ist sinnvoller als das Osterfest. Ich wurde katholisch erzogen und bin 1996 ausgetreten. Mir wurde bislang noch nicht der Kopf abgetrennt. Dafür bin ich Papst Franziskus aufrichtig dankbar. Ich trete jederzeit zum Islam über, wenn ich damit meinen Kopf auf dem Rumpf behalten darf.

Was tun Sie?
Politisch kenne ich nur eine Partei, die sich z.Zt. gegen die Islamisierung wendet. Und dieser noch nicht im Bundestag vertretenen Partei (wo waren da die Wähler?) steht ein Block von Islamunkritischen Merkelbejahern gegenüber...

Hr. Kissler wagt schon recht viel (in Maas-Merkel-Schwesig-Kahane-Zeiten), soll er jetzt noch die #wähler ersetzen?!

Dorothe Gaede | Fr, 14. April 2017 - 08:00

Danke für diesen wichtigen Artikel!
Ich frage mich allerdings ob "unser" Staat wehrhafter wäre, wären die Opfer nicht "Jedermann", sondern unter unseren Politikern zu finden?

Reiner Jornitz | Fr, 14. April 2017 - 09:17

Frohe Ostern dem Kommentator bei Cicero Hr. Kissler. Sie treffen den Nerv der Zeit! und sprechen den meisten aus dem Herzen. Machen sie weiter so. Seit ich Cicero lese und mit kommentiere erkenne ich wie unsere Medienland vom Sozialismus , linke Gedanken, grüne unrealistische Gedanken Medienwirksam verkauft werden sollen und zu guter letzt vorgefertigte manipulierende Einflussnahme der Bevölkerung durch regierungsnahe Medien. Ich möchte mich auch bei den kritischen Kommentatoren bedanken , die Licht und Klarheit in den Nebel hereingebracht haben was momentan uns umgibt!

Rolf Lindner | Fr, 14. April 2017 - 10:52

Was mich betrifft, ist nicht Terrorangst mein vorherrschendes Gefühl. Es ist absolute Frustration über die, die uns den Schlamassel eingebrockt haben, das Ohnmachtsgefühl, wenn Millionen Propagandaverführte, ohne es zu begreifen, ihrem Untergang entgegenstolpern. Wie wäre es, wenn Merkel und ihre bornierten Willkommenskulturer mal wieder eine "Keineangstzeigenparty" ausrufen, aber keiner geht hin.

Christa Schreiber | Fr, 14. April 2017 - 11:38

Die Fähigkeit eines Politikers zeigt sich erst in Krisenzeiten In solchen leben wir und es offenbart sich die ganze Unfähigkeit unserer Polit-Elite.
Wir ändern nichts am Elend der Welt, indem wir alle aufnehmen. Wir werden irgendwann selbst so enden. Beruhigend ist das nicht. Aber so lange das 'nur nicht unterkriegen lassen Motto' fatalistisch hingenommen wird und wir das Böse als unabänderlich akezptieren, wird sich nichts ändern. Nur, fragt man sich, was soll werden aus Europa, aus Deutschland, wenn die Politik die Augen verschliesst und statt zu handeln Beruhigungspillen und Verhaltensratschläge erteilt? Vielleicht ist ja Unterwerfung tatsächlich das Ziel. Es kann gar nicht sein, dass unsere Politiker nicht wissen, was auf uns zukommt.

Danke, lieber Herr Kissler, für diesen Artikel. Wie immer fassen Sie in unnachahmlicher Weise in Worte, was viele von uns empfinden.

Dr. Lothar Sukstorf | Fr, 14. April 2017 - 12:08

die Terroristen haben das Ziel, den Westen als "Schlappschwänze" darzustellen. Das Wesen des Westens erkennbar zu machen! Ziel jedesmal erreicht! Und dann: Allen voran die Reaktionen, das dämliche Geschwafel von "Zivilgesellschaft" und wir lassen uns nicht unterkriegen, so was blödes...(Hilft es den Menschen? Nein!)Merkel verkündet doch schon lange die Meinung,...dann müssen wir eben mit dem Terror leben, ebenso wie wir mit Millionen von Flüchtlingen Jahr für Jahr leben müssen. Das ist für eine Kanzlerin schändlich, feige und verantwortungslos. Meine Meinung, man verkündet als Politiker den Terroristen, ihr wollt Tod bringen; nun, ihr werdet den Tod kennenlernen, wir bringen ihn euch und, wir vergelten Auge um Auge...aber das entspricht wohl nicht einer "Zivilgesellschaft"...mannhaft, stark und beeindruckend für diejenigen, für die es gelten soll, ist es schon. und es brächte etwas.

Patrick Feldmann | Fr, 14. April 2017 - 12:09

Entgegen dem allgemeinen Komment sehe ich nicht Religion als das ZuÜberwindende, ich sehe sie (an sich) auch nicht als die Ursache von Gewalt, sondern ich denke, man mußte immer schon genau unterscheiden, was eine Religion vertritt und welchen Typus von Religion man vor sich hat!

Die einzigen Religionen, die eine Säkularisierung ermöglicht haben, sind Christentum u. Judentum. Der Islam schließt sie definitiv aus! Der Ertrag der Säkularisierung war die Glaubensfreiheit. Daß dies zu einer Freiheit vom Glauben pervertiert wurde, erweist sich jetzt als fatale Fehlentwicklung! Denn der Religions-freie Raum zieht die atavistische Religion wie das Vakuum an und läßt die Gesellschaft wehrlos zurück.
Das Identitätsvakuum füllt sich durch Primitiv-Identitäten (wie den tribalistischen Islam oder den Konsumismus).
Merkel etc. ist da nur bedeutsames Symptom, Ihr Verdienst ist es, die wehrlose Gesellschaft ihrer Grenzen beraubt zu haben. Damit wird sie in den Geschichten verewigt.

Germana Schuff | Fr, 14. April 2017 - 13:39

Wieder einmal haben Sie mir mit Ihrem Kommentar aus dem Herzen gesprochen. Bitte berichten Sie weiterhin so ehrlich. Freue mich immer, wenn Sie und Herrn Schwennicke bei einem der TV Talkshows vertreten sind, denn das garantiert zumindest eine ehrliche Diskussion zum Gegensatz zu den oftmals realitätsfremden Diskussionsteilnehmern Danke für Ihren Beitrag!

Gerhard Trautmann | Fr, 14. April 2017 - 14:45

Ich kann diesem Artikel nur teilweise zustimmen;woher kommt denn diese Reaktion der fanatischen Moslems.Hat der Westen nicht eine grosse Mitschuld an dem Leid denn diese in Ihrer heiimat erlebt haben?Wer hat denn den Krieg im Irak,Libyien Afghanistan etc. begonnen?Eine Ursachenforschung waere sicherlich angebracht.

Klaus Wenzel | Fr, 14. April 2017 - 17:13

Der Mensch gewöhnt sich an alles, heißt es. Seit kurzer Zeit gehören Panzersperren und Polizisten mit Automatikwaffen zu Volksfesten Polizisten in Mannschaftsstärke begleiten Fußballspiele. Wohin führt uns das? Zu Zuständen wie in manchen amerikanischen Städten oder zur Abschottung Wohlhabender hinter Mauern wie in manchem südamerikanischen Staat? Nicht zu reden von den Zuständen in Nahost, dessen Konflikte plötzlich doch sehr nah an uns herankommen. Der Rückzug ins Private, die soziale Abgrenzung, die bereits verstärkt zu beobachten ist, werden auf Dauer nicht helfen, sondern führen zu einem Verlust an (Bewegungs-)Freiheit. Die gegenwärtige Politik hat auf diese Entwicklung keine wirkliche Antwort. Hinzu kommt das ganze verklemmte, verdruckste Herumgerede um die Herkunft der Täter und deren Absichten. Die Opfer, sei es in Ansbach oder in Berlin sind den Funktionseliten doch scheinbar eher peinlich, daher wird Scheinnormalität simuliert und Ruhe verordnet, weitermachen um jeden Preis

Horst Johnson | Fr, 14. April 2017 - 17:16

Heute wurde Imad Karim bei Facebook gesperrt. Die größte Gefahr sind nicht die Islamisten, sondern etablierte Parteien, die denen hier freien Lauf lassen. Sie finden keinerlei Bilder der Opfer von Berlin, Stockholm, keine Namen, es wird alles verschwiegen.

Detlef Schneider | Fr, 14. April 2017 - 18:43

Lieber Herr Kissler, es ist beruhigend zu wissen, dass es noch solche Journalisten wie Sie gibt. Kann man Ihre Persönlichkeit nicht klonen ? Zu Ostern: Dieses christliche Fest ist leider obsolet, seit die obersten Hirten der christlichen Kirchen ihre Kreuze auf dem Tempelberg abnahmen und so Jesus Christus unweit der Stelle seiner Kreuzigung verleugneten. D a s ist eine Schande.

helmut armbruster | Sa, 15. April 2017 - 08:56

von Marokko bis Indonesien leben viele Millionen Muslime in vielen islamischen Ländern. Darunter Saudi Arabien als Mutter und Zentrum der islamischen Welt.
Außerdem gibt es in den westlichen Ländern, wo ebenfalls Millionen Muslime als Zugewanderte leben, Dutzende islamischer Institutionen.
Dennoch hört man von dieser gesamten islamischen Welt so gut wie keine Proteste und Verurteilungen, wenn ein islamischer Terrorakt im Westen geschieht!!!
Ich finde, dass das ein unhaltbarer Zustand ist und dass unsere westlichen Regierungen die islamische Welt offiziell und dringend auffordern sollten Protest und Distanzierung zu zeigen bei jedem einzelnen Terrorakt.
Statt dessen fordern westliche Regierungen nach einem Anschlag ihre eigenen Bevölkerungen auf sich nicht irritieren zu lassen und sich das gewohnte Leben doch nicht durch einen Terrorakt vermiesen zu lassen.
Das verstehe wer will oder kann.

Reiner Schöne | Sa, 15. April 2017 - 11:23

Wie alle verschließen die Augen vor einem Monster, der unser Europa unsere Welt durcheinander bringt. Terror wird zum Alltag, Tote gehören dazu. Sagt man etwas dagegen, will man aufrütteln, wird man nieder gemacht. Europa ist nur "groß" geworden, weil schlaue Menschen sagten, wir brauchen eine Trennung von Kirche und Staat. Jetzt kommt eine Religion ins Land, wo die Anhänger selbst sagen, ohne ihren Gott läuft nichts. Diese Religionsanhänger wollen nun aber unsere Trennung von Religion und Staat überspringen, sie wollen ernst genommen, und mitregieren. Sie wollen akzeptiert werden und die gleichen Rechte bekommen, ihre Einstellung zu ihrem Gott aber nicht ablegen. Was aus diesen Ländern geworden ist sehen wir alle, und aus diesen Gründen sind diese Anhänger nun auch hier. Wieso wollen wir und nun unseren Staat auch noch dieser Religion aussetzen?? Solange diese Einstellung der Gläubigen sich nicht ändert.

Alexander Steinmann | Sa, 15. April 2017 - 13:18

Der Kommentar sieht sehr zu recht kritisch die poltisch-medial propagierte Rollenumkehr. Natürlich muss sich nicht das (im Wesentlichen) rechtstreue Staatsvolk an religiösen Terrorismus und somstigen Rechtsbruch gewöhnen. Es wäre schon staatliche Aufgabe, den Rechtsrahmen zu schützen.

Akira Ozawa | So, 16. April 2017 - 08:32

Bürgermeister Londons, Sadiq Khan, zu Terrorakten in seiner Stadt:
"" Er sei der Überzeugung, dass die Bedrohung durch Terrorangriffe ganz einfach „ein Teil des Lebens in einer Großstadt sei“.""

Wie krank muss dieser Mann eigentlich sein?

Links und rechts schlagen die Granaten ein, aber "WIR" sollen immer noch den aufrechten Gang üben, beweisen , dass "WIR" uns nicht unterkriegen lassen und dabei noch so viel Lebensfreude (Siehe dazu immer die vielen Interviews in Fußgängerzonen von Ausgesuchten) empfinden müssen.
Die Dynamik der Inneren Zerrissenheit des Landes nimmt merklich an Fahrt auf.

Und NEIN.
Ich möchte nicht einfach einmal am falschen Ort, zur falschen Zeit sein.
Einfach von Fanatikern abgeschlachtet zu werden.
Als treuer ausgequetschter Steuerzahler habe ich das Recht, dass endlich rigorose Maßnahmen und damit verbundene Handlungen seitens der "Repräsentativen Demokratie" zur allumfassenden Inneren Sicherheit seiner Bürger getroffen und umgesetzt werden.
Nochmals NEIN!

Britta Scharnitzky | So, 16. April 2017 - 14:55

...nur wird keiner auf ihn hören wollen - wie immer! 'Die Unterwerfung', die Kapitulation vor dem Islam (auf vor dem Terror der Islamisten) hat in den Köpfen unserer feigen, hinterhältigen und verräterischen 'Eliten' längst stattgefunden. Ein Staat, eine Gesellschaft, die von solchen 'Eliten' regiert und dominiert wird, braucht gar keine äußeren Feinde oder Islamisten mehr: Er wird an seiner eigenen Immunschwäche kollabieren.

Gottfried Meier | Di, 18. April 2017 - 14:28

Dass der Nährboden, auf dem der Islamismus gedeiht, viel größer ist, als wir alle dachten, zeigt das Wahlergebnis vom Sonntag. Wie sonst hätte die überwiegende Mehrheit der Deutsch- oder der Eurotürken sich für Erdogan ausgesprochen.

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