Politik im Wandel - Die Stunde der Populisten

Die Politik hat sich verändert: Populismus ist salonfähig geworden, nicht zuletzt seit Donald Trump US-Präsident ist. Florian Hartleb schreibt in seinem neuen Buch, was wir dagegen tun können. Dem Nationalstaat kommt dabei eine besondere Rolle zu

Der Vorsitzende der niederländischen Freiheits Partei (PVV), Geert Wilders, die Vorsitzende des französischen Front National (FN), Marine Le Pen (M), und die AFD-Vorsitzende Frauke Petry nehmen am 21.01.2017 in Koblenz (Rheinland-Pfalz) an der Tagung der rechtspopulistischen ENF-Fraktion teil.
Gesellschaftliche Veränderungen durch Migration und Digitalisierung werden Populisten weiterhin Nährboden geben / picture alliance

Autoreninfo

Dr. Florian Hartleb ist Politikwissenschaftler. Er lebt in Tallinn und ist als Politikberater und -experte zu den Themen Flüchtlinge und Digitalisierung tätig. Im März 2017 erscheint sein neues Buch: „Die Stunde der Populisten – Wie sich unsere Politik trumpetisiert und was wir dagegen tun können“.

So erreichen Sie Florian Hartleb:

Was ist mit unseren westlichen Demokratien los? Geben Demagogen bald den Takt vor? Ist US-Präsident Donald Trump ein Vorbote für Europa? 

Und wie wurden aus Mutbürgern, die freiheitsliebend den Fall des Kommunismus bejubelten, die das Ende der Ideologien herbeisehnten und sich in den Dienst der Zivilgesellschaft stellten, egogesteuerte Wutbürger, die sich von der Demokratie abwenden und in fataler Konsequenz skrupellosen Narzissten auf dem Leim gehen? 2016, das Jahr des Populismus, Menetekel eines Zeitalters der Angst und Unsicherheit und einer allgemeinen, virtuell befeuerten Empörungswelle, hat viele Fragen aufgeworfen – vieles scheint möglich.

Permanenter Krisenmodus

Der Beziehungsstatus lautet „Es ist kompliziert“: Die Wahl Donald Trumps hat das Weltgefüge beziehungsweise die bisherige transatlantische Achse als Fixpunkt der Nachkriegsordnung verändert. Die USA werden sich stärker auf sich selbst beziehen. Für die anstehenden Wahlen in Europa verheißt das nichts Gutes. Nun häufen sich Schreckensnachrichten zur politischen Großwetterlage. Es wird einige Zeit brauchen, die aktuellen Entwicklungen aufzuarbeiten und daraus die notwendigen Schlüsse zu ziehen. Griechenland-Krise, wirtschaftliche Probleme in Ländern wie Spanien und Italien, die russische Aggression auf der Krim und in der Ukraine, die Flüchtlingsherausforderung, der bevorstehende Brexit, islamistischer Terrorismus, die „Säuberungswelle“ in der Türkei, der Glaubenskrieg im Nahen Osten mit einem zerstörten Syrien – all das hat dazu geführt, dass sich die etablierte Politik Europas in einem permanenten Krisenmodus befindet.

In der Flüchtlingskrise sind tiefe Gräben entstanden. Das Europa der offenen Grenzen weicht dem der Abschottung – mehr Viktor Orban und weniger Angela Merkel, die zeitweise für eine naiv wie gefährlich anmutende „Willkommenskultur“ stand. Keine Politikeransprache aus Europa, den USA, Russland oder der Türkei kommt derzeit ohne den Hinweis aus, dass wir in schwierigen und unsicheren Zeiten leben. Die Grenzen zwischen demokratischen und demagogischen Beschwörungen scheinen dabei zunehmend zu verschwimmen.

Politische Zäsur durch „Trump“?

Der vergangene US-Präsidentschaftswahlkampf gibt wenig Anlass zur Hoffnung. Donald Trump übertraf jede Vorstellung davon, was an Demagogie und Tabubruch in einer alteingesessenen Demokratie möglich ist. Der Neologismus der Trumpetisierung eignet sich auch deshalb, da er eher unfreiwillig eine Nähe zum Musikinstrument der Trompete suggeriert. Im Alten Testament wurde die Stadt Jericho unter dem Klang der Trompeten zerstört. Durch den Lärm stürzten die dicken Stadtmauern am siebten Tag ein, so dass die Stadt schnell erobert und geplündert werden konnte.

Aus europäischer Warte haben sich die Hoffnungen, das europäische Demokratiemodell von 1989/90 als Erfolgsschlager zu exportieren, nicht erfüllt. Die Maidan-Revolution in der Ukraine oder der Arabische Frühling gaben kurzzeitig Anlass zum Optimismus. Dann aber hat sich eine neue Unübersichtlichkeit hat eingestellt, sowohl im Bezug auf die transatlantischen Beziehungen, als auch die fehlende Solidarität innerhalb Europas. Osteuropa ist nun erstmals mit der Immigration von Menschen anderer, islamisch geprägter Kulturkreise konfrontiert, will dabei aber nicht die Fehler Westeuropas wiederholen. Die Ablehnung gegenüber Einwanderung ist dort auch deshalb so groß, weil die eigene Geschichte die Problematik von Integration zeigt, beispielsweise im Hinblick auf Roma in Ostmitteleuropa.

Populismus ist Allgemeingut geworden

Schon jetzt ist populistische Politik zum Allgemeingut, vielleicht sogar zum dominanten Stil geworden. In der Auseinandersetzung mit Populismus gibt es keinen Königsweg, weder in der Euro- noch in der Flüchtlingspolitik. Die fundamentalen gesellschaftlichen Veränderungsprozesse, die sich durch Migration und Digitalisierung ergeben, werden Populisten weiterhin Nährboden geben. Es bleibt nur noch wenig Zeit für die Etablierten, hier Deeskalation zu betreiben.

In einer sich aus Partikularinteressen zusammensetzenden Gesellschaft ist es jedoch schwierig, einen gesamtgesellschaftlichen Ruck zu erzeugen. Es stellt sich die Frage, wofür der Westen eigentlich steht. Freiheit, Toleranz, Wohlstand und Weltoffenheit müssen verteidigt werden – ebenso geht es aber auch um Wachsamkeit und Wehrhaftigkeit gegenüber einer extremistischen, gar terroristischen Bedrohung. Autoritäre Entwicklungen müssen beim Namen genannt werden. Wladimir Putin ist ebenso wenig ein „lupenreiner Demokrat“, wie Recep Tayyip Erdogan unschuldiges Opfer eines Putsches und zu totalitär anmutenden Säuberungsaktionen berechtigt ist.

Salonfähiges Pöbeln

Das „Wegadministrieren“ von Problemen unter Verweis auf Sachzwänge wird hier ebenso wenig ausreichen wie ein hilflos-lethargisches „Weglächeln“. Vieles steht auf dem Spiel – von den Grundkoordinaten gesellschaftlichen Zusammenhalts bis hin zu den Funktionsmechanismen der aus dem Tritt geratenen westlichen Demokratien. Der Vormarsch der Populisten macht unsere Demokratien intoleranter, soziale und multikulturelle Inklusion um jeden Preis scheint aus der Mode zu geraten. Wird es salonfähig, ein ganzes Volk als „Vergewaltiger und Kriminelle“ zu beschimpfen, wie es Donald Trump mit Blick auf die Mexikaner in seiner Wahlkampagne vormachte? Werden Wahlen auch bei uns durch Hackerangriffe manipuliert?

Europäische Politik trumpetisiert sich, zumindest dem Stil nach. Es zeichnet sich wie in den USA die Tendenz ab, dass die Mehrheit der Bürger sich mittlerweile über die sozialen Medien informiert. Der starke Mann zieht, ebenso die Rhetorik der Verachtung und Verkürzung. Für den Westen bedeutet das einen Abschied von alten Gewissenheiten. Ohne vertrauensbildende Maßnahmen in die Beharrungskräfte seiner repräsentativen Institutionen sowie bessere Antworten auf die gegenwärtigen Modernisierungsschübe wird der europäische Ruck nicht gelingen. Es gibt schließlich keine Ewigkeitsgarantie, zumal der Populismus eine ganz neue Qualität erreicht hat, die vor wenigen Jahren keiner vorhersah. Vor einem zivilisatorischen Rückschritt sind wir keineswegs gefeit.

Nationale Identität trotzdem wichtig

Antipopulismus sollte dabei nicht heißen, die Bedeutung von Identität zu unterminieren und dabei dem Kosmopolitismus bedingungslos zu folgen. In der Flüchtlingskrise entstand der fatale Versuch seitens der politischen Meinungsführer in Deutschland, bedingungslose Grenzöffnung grundsätzlich als modern und moralisch richtig, kontrollierte Einwanderung hingegen als nationalistisch und rückwärtsgewandt hinzustellen. Wir wissen auch: Eine Gesellschaft braucht Heimat, Folklore, Brauchtum und eine gemeinsame Feierkultur, um im globalen Zeitalter sinnstiftend zu bleiben und von der Modernisierung nicht überfordert zu werden.

Bei allem Abgesang über das Ende des Nationalstaats darf dieser nicht nur als Zweigstelle des Kosmopolitismus und Relikt von Hinterwäldlertum und Provinzialität wahrgenommen werden. In diese Lücke könnten dann Rechtspopulisten leicht stoßen, nicht nur bei den Modernisierungsverlierern oder Abgehängten. Mit intellektuellen Mitteln ist jemanden wie Donald Trump jedenfalls kaum beizukommen. Wer so agiert, läuft direkt in die Falle: Populismus überschreitet Normen, greift zu absichtlichen „Ausrutschern“, die immer wiederholt werden. Es wirkt: Ein dumpfer Antiintellektualismus ist auf den Vormarsch – trotz aller Worte von der aufgeklärten Gesellschaft, vom Informationszeitalter, von der Weltgesellschaft im liberal-demokratischen Zeitalter. Immerhin galten die USA in jedem politischen Lehrbuch der westlichen Hemisphäre einmal als Referenzpunkt von Demokratie.

Die Stunde der Populisten Buchcover

 

Dieser Text ist ein Vorabauszug aus Florian Hartlebs Buch „Die Stunde der Populisten – Wie sich unsere Politik trumpetisiert und was wir dagegen tun können“, das am 13. März 2017 im Wochenschauverlag erscheint. 260 Seiten, 16,90 Euro.

Udo Dreisörner | Mi, 8. März 2017 - 16:38

Ich glaube kaum das der Populismus Allgemeingut geworden ist. Es ist schlichtweg so das viele einfach die Schnauze voll haben von diesem Politiker-Theater, genug haben von Nicht-gehört-werden und sich all das nicht mehr bieten lassen wollen. Die Politikwelt reibt sich verwundert die Augen???? Lächerlich. Die immer größere Entfernung der Politiker von der Bevölkerung, die Flüchtlingskriese, utpoische Managergehälter vs. Flaschensammeln gegen den Hunger. Mich wundert es das es nicht viel früher zum Ausbruch der Wut gekommen ist. Es haben viele genug von dieser politischen Schmierenkomödie.

Zustimmung von mir zu Ihrem Kommentar. Populisten sprechen Wahr-
heiten aus, die von den Etablierten jahrelang verschwiegen, verharmlost
und als falsch bezeichnet wurden. Das Ergebnis, es hat sich viel Frust an-
gestaut. Der Damm ist gebrochen, weil die Politiker den Staudamm bis
zum Bruch gefüllt haben. Insofern haben Populisten doch etwas Positives
bewirkt. Wenn Ihnen nun vorgeworfen wird, Sie bieten einfache Lösungen
an, dann eine Gegenfrage von mir. Wer hat viele Dinge denn so ver-
kompliziert und bis zur Unlösbarkeit vorangetrieben? Aus der Schulden-
falle kommen wir doch nicht mehr heraus. Draghis Aufkaufprogramm z.B.
ist nur das Kaschieren des längst fälligen Knalls. Da sollte man sich keinen
anderen Illusionen hingeben. Die Flüchtlingskrise ist ein weiteres Beispiel
für die falsche Politik der Etablierten. Sie übernehmen jetzt Vorschläge
der Populisten ohne selbst Populisten zu sein wollen. Im Studium hies es.
"Die einfachen Lösungen sind immer die Besten".

Stimme Ihnen zu, Herr Dreisörner!

Mein Gott, „die Trumpetisierung der Politik“! Geht es nicht etwas sachlicher, Herr Politikwissenschaftler?

Das mit der „Weltgesellschaft im liberal-demokratischen Zeitalter“ sollten Sie, Herr Hartleb, in einem Folgeartikel noch einmal den „dumpfen Antiintellektuellen“ erklären.

Auf Ihre „Weltgesellschaft“ müssen Sie aber noch ein wenig warten. Vorerst ziehen die Bürger der Nationalstaaten es noch vor, in sicheren Grenzen, in verlässlichem Sozialgefüge und überschaubaren politischen Systemen zu leben.

Dr. Klaus Eckhard | Do, 9. März 2017 - 17:14

In reply to by Heinrich Niklaus

Herr Niklaus. Ob die Euromantiker es wahrhaben wollen oder nicht, der Nationalstaat wird noch sehr lange die einzig realistische, funktionierende und sichere Struktur sein. Oder glaubt denn irgend einer, dass z.B. Die Franzosen uns ihre Atomwaffen- Codes der Force de frappe ausgändigen werden?
Verbal allerdings tut Besonders Frau M. so, als sei Deutschland schon in irgend einem wie immer auch gearteten Gebilde verschwunden und aufgelöst. Deutsche, unser Land oder deutsche Bürger kommen in ihrem Denken und ihrer Rhetorik nicht vor.

"Auf jedem Schiff, das dampft und segelt, gibt es EINEN, der die Sache regelt!"
Der Kapitän ist der alleinige Oberbefehlshaber. Sein Wort ist Gesetz. Das Volk sehnt sich nicht nach Palawer. Es will Leadership, es braucht Leadership.
Ich vergleiche das Volk immer gerne mit einer Schafsherde. Der Hirte führt, die Hütehunde helfen ihm dabei und verbeißen die Wölfe.

"Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln."

Wer Hirte (also Leader) ist, wer dem Hirten als Hütehund hilft und wer zur Schafsherde gehört, das legt allein Gott fest. In einer wahren, von Gott gegebenen Gesellschaft steht jeder Mensch an seinem ihm von Gott zugewiesenen Platz. Eine solche Gesellschaft ist das Abbild des göttlichen Plans.
Keimzelle dieser Gesellschaft ist die Ehe aus Mann und Frau. Der Ehemann ist der Hirte und Wächter der Familie. Als Hüter der Familie hilft er dem Leader der Gesellschaft und ist ihm verpflichtet. An der Spitze der Gesellschaft steht der allein Gott verpflichtete Hirte.

Jürgen Streeb | Fr, 10. März 2017 - 14:13

In reply to by Stefan Gerstenmeyer

Hatte mir fest vorgenommen, heute keinen Kommentar zu schreiben und dann lese ich das! Großartig! Aber bitte, Herr Gerstenmeyer, vergessen Sie doch den Hinweis auf die Ironie nicht! Könnte sonst ja jemand auf die Idee kommen, dass Sie das ernst meinen. So etwas hat dann Konsequenzen.

Michaela Diederichs | Fr, 10. März 2017 - 19:45

In reply to by Stefan Gerstenmeyer

Skippers Wort gilt. Weiß jeder Segler. Soweit so gut. Ich kann Ihnen folgen. Dann kommt die Geschichte mit der Ehe aus Mann Frau. Ich bin noch bei Ihnen, weil als Frau mit einem Mann verheiratet. Der Ehemann, so schreiben Sie, ist der Hirte und Wächter der Familie. Wo sehen Sie jetzt bitte meine Rolle? Also die der Frau. Definieren Sie mich und die Kinder als Herde? Wir haben keine Hütehunde, sondern eine Kampfkatze, die vor allem mir treu ergeben ist. Wir haben auch Bootsführerscheine. Aber da besteht mein Mann darauf, dass ich der Skipper bin. Bei uns führt immer der, der es in der jeweiligen Situation besser kann. Ist er ein ver(w)irrter Hirte? Ist er von der Rolle oder Sie?

Leider schlägt es sich bei Wahlen nicht nieder, daß "Viele genug haben". Die Bürger erliegen dem medialen Trommelfeuer der politischen correctness.
Daher muß es noch schlimmer werden, bevor VIELLEICHT eine Einsicht Platz greift. Aber vielleicht ist es dann schon zu spät - das Staatsvolk wurde "umstrukturiert".

Liebe Frau Kramski,

schöner Kommentar! Seit ich mich den ÖR komplett entziehe, geht es mir eindeutig besser. Aber die Masse konsumiert diese Dauerbeschallung mit Hingabe. Man ist angst- und entsetzensgebeutelt bei der Vorstellung, was diese beständige Gehirnwäsche bei den Menschen anrichtet. Selber denken ist offenbar megaout.

Beste Grüße, Michaela Diederichs

Ichglaube schon,dass sie die "Schnauze" voll haben- aber bitte denken sie mal ein bisschen weiter: was glauben sie, was passiert, wenn diese doch so tollen Populisten gewählt, selbst Teil des Establishments und einer "Politelite" werden? Dann geht das ganze Theater wieder von Vorne los. Es ist falsch, zu glauben, dass direkte Demokratie der Weisheit letzter Schluss ist- wo bleibt da die Verantwortung? Oh ja, ich weiß schon, letztlich beim Wahlvolk, denn das muss ja dann immer die verdorbene Suppe auslöffeln. Aber repräsentative Demokratie hat den Vorteil, dass Ziele definiert und verfolgte werden können. Das macht doch Sinn, oder? Und je lauter "WutbürgerInnen " schreien, desto mehr haben sie recht? Wirklich???

Diese "Wutbürger" wurden ja überhaupt erst gehört, nachdem sie laut wurden. Was soll man als Bürger tun, wenn definierte Ziele wie z.B. das No-Bail-Out in der Eurozone einfach ignoriert werden. Wenn alle Warnhinweise bezüglich der Ausbreitung einer agressiven Form des Islams, sei es durch Salafisten, sei es durch die Ditib, in den Wind geschlagen werden. Jeder Kritiker zum Rassisten abgestempelt wird.
Da es eine Opposition im Bundestag de facto zurzeit nicht gibt, bleibt praktisch leider nur eine Alternative.
Daß unsere Repräsentanten nur an sich selbst denken, beweisen sie praktisch täglich, deshalb wären Volksbefragungen durchaus sinnvoll. Amateure haben die Arche gebaut, Profis die Titanic.

Armin Latell | Do, 9. März 2017 - 17:09

In reply to by Robert Flag

Ja, Herr Flag, Amateure haben die Arche gebaut, Profis die Titanic. Aber leider steuern jetzt Amateure die Titanic und die Profis haben damals die Arche gesteuert. Deren Passagiere haben nämlich überlebt und die Welt gerettet. :-))

Michaela Diederichs | Fr, 10. März 2017 - 19:59

In reply to by Armin Latell

Lieber Herr Latell, lieber Herr Flag, dieser Vergleich ist wundervoll. Während die Amateurmannschaft das Flaggschiff der EU mit Freude und Stolz in den Untergang fährt, spielt das Medienorchester beruhigende Melodien. Die Passagiere tanzen und freuen sich und merken gar nicht, dass der Kahn schon bedenkliche Schlagseite bekommen hat. Ich mach mich dann mal auf ins Rettungsboot. Beste Grüße, Michaela Diederichs

Macht es wirklich Sinn? Wenn Junker etwas beschließt
was keiner versteht und dann weiter machen will bis es
kein zurück mehr gibt.
Wenn derselbe sich dazu bekennt " Wenn es ernst wird
muß man auch mal lügen. Usw.
Wenn Abgeordnete des BT. über den ESM abstimmen
sollen und gar nicht wissen über was sie abstimmen.
Wenn Abgeordnete des BT. über einen Einsatz im Syrien-
krieg abstimmen und nicht wissen um was es geht.
Sie wurden vor den jeweiligen Abstimmungen befragt
und musste zugeben, das sie keine Ahnung haben.
Wenn Mitglieder eines Finanzausschusses sich dadurch aus-
zeichnen, daß zustimmendes heben der Hand die einzige
Kompetenz ist die benötigt wurde. Wurde mir mitgeteilt.
Direkte Demokratie mag auch nicht der Weisheit letzter
Schluß sein, aber schlechter als jetzt kann es kaum werden.
Den Euro mit all seinen Auswirkungen hätten wir z. B nicht.
Griechenland bräuchte keine Daueralimentierung von bis
jetzt schon mehrere 100 Millarden Euro. Das ist verlorenes
Geld.

Seeeeeeeeeeeehr richtig. Früher sagte man,(nur) Sozis würden nichts von Wirtschaft verstehen. Inzwischen geht die diesbezügliche Kompetenz unserer Politiker parteiübergreifend (!) gegen Null.

Josef Garnweitner | Mo, 13. März 2017 - 04:30

In reply to by Dr. Roland Mock

Herr Dr. Mock, daß wir von Politikern regiert werden, die von den Leuten ausgebildet und geschult wurden, die bei weitem am meisten von Wirtschaft verstehen, nämlich von Kommunisten.

Dazu paßt auch die Sache mit der LKW-Maut. Das Vertragswerk von - wie zu lesen war - 17.ooo !!! Seiten, wurde am Vormittag im Bundestag für die Abgeordneten zur Einsichtnahme ausgelegt. Die Abstimmung darüber war am gleichen Tag nachmittags und der Vertrag wurde natürlich abgenickt. Ein Beispiel wie aus dem Lehrbuch für repräsentative Demokratie!

Nachdem in der Presse ein Sturm losbrach hat der damalige Minister etwa 2oo Seiten davon veröffentlicht, denn "da steht alles drin was wichtig ist" (wofür dann also 17ooo Seiten?) War der Mann nicht auch aus dem Wirtschaftswunderland im Osten? Den Erfindern der Demokratie.

Von dieser Sorte Leute werden wir regiert, Herr Dr. Mock.

ich bin gerne bereit, diese Erfahrung zu machen, wenn die "Populisten" wider Erwarten doch in Regierungsverantwortung kommen sollten und die zur Zeit politisch Handelnden haben sich der Verantwortung als nicht gewachsen gezeigt. Die Ziele, die diese repräsentative Demokratie definiert und verfolgt, sind definitiv nicht meine. Insofern kann es nur besser werden.

Herbert Bodenstedt | Sa, 11. März 2017 - 06:34

In reply to by fritz richter

Zitat fritz richter: "Aber repräsentative Demokratie hat den Vorteil, dass Ziele definiert und verfolgte werden können. Das macht doch Sinn, oder?"
Ja natürlich, machte das Sinn, in einer repräsentativen Demokratie. Aber mal ehrlich, erkennen Sie das in diesem Staate noch? Verfolgt werden Menschen, denen das partout nicht bewußt sein will und nicht 'definierte Ziele'.
Wenn Sie Besseres in der Realität erkennen oder sogar Genaueres wissen, verraten Sie den Populisten die Einzelheiten - und schwupp die wupp werden diese erleuchtet werden und gern von den Früchten des Baums der Erkenntnis naschen.

Josef Garnweitner | Mo, 13. März 2017 - 03:49

In reply to by fritz richter

nicht weshalb alles über Populismus redet, aber dabei nur das konservative Spektrum meint. Im Spiegel war vor ca. 2 oder 3 Jahren ein recht interessanter Artikel, in dem dargestellt wurde, wie A. Merkel nur auf Grund von Meinungsumfragen agiert und regiert hat. Was ist denn dann das? Das ist nichts anderes als Populismus!

Die Zeit, wo sie dann einfach Gesetzte und Verträge, sogar das Grundgesetz ignoriert hat, kam erst später. Ausgenommen die Griechenland-"Rettung".

Und übrigens, was macht ein gewisser Herr Schulz denn jetzt? Groß rumtönen, was das Volk hören will - Stichwort soz. Gerechtigkeit -, aber keinerlei Programm dafür vorlegen. Ist das etwas kein Populismus?

Und uns Anschie? Weil die Umfragewerte nicht so richtig passen interessiert sie ihr Geschwätz von gestern auch nicht mehr so richtig. Ist das kein Populismus?

Herr Richter, es wurden doch schon immer nur Populisten gewählt. Vor der Wahl versprochen was das dumme Volk hören wollte und nichts davon eingehalten.

und behaupten dass ein wirklich demokr. System mit uns Menschen schlicht nicht möglich ist. Da ist immer Gier, Machtstreben, Manipulation, etc. im Spiel. Alleine schon die schiere Flut an Lobbyisten macht mich skeptisch, denn wo es einen Markt gibt, dort gibt es auch entsprechende Angebote. Gäbe es diesen Markt nicht, gäbe es auch keine Lobbyisten. Alles eine Frage von Angebot und Nachfrage. "Rent a Sozi". Sind wir mal ehrlich, wie kommt man in solche Positionen? Sicher nicht durch Leistung. Ich würde sogar behaupten dass die meisten Politiker in der freien Wirtschaft kläglich scheitern würden. Siehe Herr Koch, ein Paradebeispiel. Oder sie landen als Lobbyisten in der Wirtschaft was dann ja auch kein Job ist den eine Demokratie wirklich brauch. Alleine schon die Tatsache dass eine Familienministerin einfach so zur Verteidigungsministerin mutiert zeigt doch wie krank dieses System ist, wie Posten verschoben werden und was Qualifikation zählt ... nichts
Pech für uns ...

Eberhard Schulz | Mi, 8. März 2017 - 17:03

Ich denke der Autor verwechelt einfach Populismus mit gesundem Menschenverstand. Dieser bildet die Spitze der endlich ausgebrochen Konterrevolution gegen die grünen, ,schwarzen und gelben Revoluzzer.
Und das ist gut so.
Ganz viel Erfolg der AfD, Le Pen, Wilders, Orban, trump und Pegida.

Durch die AFD Fühlen Wir uns mit unseren Sorgen Endlich Erst Genommen was man von den anderen Verlogenen Parteien nicht behaupten kann!

Henryke Zimmer | Mi, 8. März 2017 - 17:07

Und wie wurden aus Mutbürgern, die freiheitsliebend den Fall des Kommunismus bejubelten, die das Ende der Ideologien herbeisehnten und sich in den Dienst der Zivilgesellschaft stellten, egogesteuerte Wutbürger, die sich von der Demokratie abwenden und in fataler Konsequenz skrupellosen Narzissten auf dem Leim gehen? ""

Ich bin eine vom Autor hier so keck gezeichnete "Wutbürgerin".
Ich bin jedoch weder "egogesteuert" noch gehe ich "Narzissten auf den Leim".
Ich bin im Vollbesitz meines Verstandes, ich bin des selbständigen Denkens fähig und kann aus den politischen und gesellschaftlichen Fakten meine Schlüsse ziehen.
Und das tue ich auch mit den mir vorliegenden Zeilen des Autors, an den ich eine Botschaft richte:
Die Zeiten der belehrenden und ideologisch verblendeten Statements sollten ein Ende haben.
KEINER hat das Recht, die alleinige Deutungshohheit für sich in Anspruch zu nehmen.
Wer Respekt verlangt sollte dies auch dem politischem Gegner zugestehen.

Gisela Hachenberg | Fr, 10. März 2017 - 23:18

In reply to by Heike Stürmer

Wirklich toller Kommentar. Stimme Ihnen zu 100 % bei, bleibt nichts mehr hinzuzufügen.
Viele Grüße aus Hessen

Josef Garnweitner | Mo, 13. März 2017 - 04:35

In reply to by Heike Stürmer

den beiden Damen vorbehaltslos anschließen.

viele Grüße teils aus Bayern, teils aus Thailand.

Ich lese den Artikel und es geht mir wie vermutlich auch Ihnen, Fr. Zimmer. Ich reibe mir verwundert die Augen und frage mich, ob ich mich im Verständnis des Autors von einem "Mutbürger" zu einem "Wutbürger" verwandelt habe. Aber halt, dann bin ich ja egogesteuert, wende mich von der Demokratie ab und gehe skrupellosen Narzissten auf den Leim. Das hat mir in der Weise noch niemand gewagt zu sagen! Nein, mit Verlaub, entschiedener Widerspruch! Es ist doch eher so, dass große Teile unserer Bevölkerung noch keine Wutbürger sind sondern im Gegenteil treu und ergeben der politischen Führung und dem Meinugskartell auf den Leim gehen. Und dieser Leim ist zäh und hat eine unglaubliche Klebkraft. Auch in diesem Artikel muss Trump wieder bemüht werden. Das ist abgegriffen. Wie wäre es statt "trumpetisiert" mal mit "merkelisiert" oder aber auch "schulzisiert"? Wäre vielleicht kreativer und zielführender.

Als ich den von Ihnen zitierten Satz las, kam es bei mir zur Hypertonie. Was sind das für haltlose Unterstellungen? "Egogesteuerte Wutbürger, die sich von der Demokratie ABWENDEN...usw."? All jene, die sich gegen die von der Merkel-Regierung zu verantwortende Politik (in ALLEN Punkten) wenden, habe ich als klarsichtige, DEMOKRATIELIEBENDE Menschen kennengelernt. Sie sorgen sich nicht nur um sich od. gar ihre Posten, sie sorgen sich vor allem um Deutschland... das Land, dessen Namen in den Mund zu nehmen ja "unser aller Kanzlerin" sehr schwer zu fallen scheint. Wenn Dr. Hartleb unter Demokratie aber versteht, dass wir im Sept. unser "X" gefälligst dorthin machen sollen, wo der Ausverkauf D's exerziert wird u. offensichtlich vom Ende gedachte Inkompetenz herrscht, dann hat er natürlich recht. Wo sind denn die wahren Populisten zu verorten (Wir schaffen das)? Und welche Demagogen verführen das Volk mit medialen Plattitüden und Tiefstniveau-TV? MainS-Bücher verkaufen sich eben gut.

Volle Zustimmung!
Man merkt es dem Autor an, dass er als Mittdreißiger noch politische Erfahrungen sammeln muss, um als Theoretiker zu überzeugen. Und als in Old-Germany Geborener folgt er dem üblischen Klischee über die "Wende"

Liebe Frau Zimmer
Sie haben recht dass sich die gegenwärtige Politik von den Menschen entfernt hat.
Sie haben recht dass man sich nicht einer Deutungshoheit von Politikern oder Medien unterwerfen sollte.
Aber die Erneuerung der Demokratie bringen uns nicht die Gaulands, Wilders oder Le Pens.
Sie muss meiner Meinung nach aus der bürgerlichen Mitte erfolgen.
Vielleicht sind Bewegungen wie die von Emmanuel Macron in Frankreich oder die Ciudadamos in Spanien der richtige Weg.
In Deutschland vielleicht runderneuerte Sozialdemokraten und Freidemokraten.
Hier ist Ihr und unser Engagement gefragt.

Lieber Herr Wings,

Sie verorten die Mitte bei runderneuerten Sozial- und/oder Freidemokraten. Durch einen Martin Schulz oder einen Christian Lindner ist noch gar nichts runderneuert. Neue ge Die SPD wird weitermachen wie die CDU, und wer von beiden auch immer gewinnen mag, dem wird sich die FDP anhängen. Das war schon immer so und wird immer so bleiben. Diesmal nur mit fatalen Folgen für Deutschland. Eine Mitte gibt es mit diesen Parteien nicht mehr. Die SPD wird sogar die Merkelpolitik noch vehementer vorantreiben. Frau Özuguz lässt herzlich grüßen.

Joachim Walter | Mi, 8. März 2017 - 17:16

Also ich sehne Sie immer noch herbei: das Ende der Ideologien!

Zum Beispiel dass der Ideologie davon, dass jeder Mensch auf der Welt das Recht hätte sich in Deutschland niederzulassen, und automatisch von mir alimentiert zu werden.

Oder auch das Ende der religiösen Ideologien, welche die Menschen gegeneinander aufhetzen und Anderesdenkenden als "Ungläubigen" abwertend gegenübertreten. Also alles das was wir derzeit wieder unter der Fahne der islamofaschistischen Ideologie sich ausbreiten sehen.

Wie wäre es auch mit dem Ende der Ideologie des unendlichen Wachstums, nach der auf der Erde noch soooo viel mehr Menschen Platz haben.

Wenn das jetzt Populismus ist, dann bin ich eben Populist.

Yvonne Walden | Mi, 8. März 2017 - 17:17

Die SPD hat die Botschaft der Benachteiligten offenbar gehört, in der Person von Martin Schulz.
Aber in den Unionsparteien scheint immer noch nicht angekommen zu sein, daß eine Vielzahl unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger genau das nicht wollen, was politisch durchgesetzt wird.
Ich denke stets an die klaren Mehrheiten, die sich gegen Militäreinsätze der deutschen Bundeswehr außerhalb des NATO-Territoriums aussprechen.
Und was geschieht? Frau von der Leyen und die übrigen "Verteidigungs"-Expertinnen und -Experten entsenden deutsche Truppenteile nach Afrika und anderswo hin.
Es gibt klare Mehrheiten, die sich gegen überhöhte "Managerbezüge" aussprechen. Und was geschieht?
Gegenwehr Fehlanzeige.
Warum unterstützt die Politik nicht endlich Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit ihren Forderungen nach 20 oder 30prozentiger Lohnerhöhung, so wie dies bei den Leitenden Angestellten geschieht?
Warum liegt die deutsche Bildungspolitik noch immer im Argen?
Es gäbe viel zu tun, packen wir es an

[Die SPD-Martin Schulz hat die Botschaft der Benachteiligten gehört...] Wann denn das? Der Mann kommt aus Brüssel und hat dort was für die Benachteiligten in den letzten Jahrzehnten getan? Nichts!
Vergessen sind dann auch schnell die SPD eigenen Ausgabenverschwender in den Landesregierungen (Bildung ist Landeskompetenz!!), die ihre Schüler in maroden Klassenzimmern mit dem Senken des Bildungsstandarts verschaukeln, damit man dazu jetzt die Verantwortung für die unselige und Steuereinnahmen verschlingende Zuwanderung auf Merkels CDU schieben kann?
Schäbig, aber zumindest in diesem Attribut ist sich die SPD treu geblieben.
Und bei dem Motte der SPD "Es ist in diesem Land genug für alle da." gibt es auch keine "Benachteiligten". Dies SPD hat für die arbeitende Mittelschicht schon lange keine Lösung, wenn man von Beitrags- und Steuererhöhungen zur Umverteilung einmal absieht.

Georg Dallmann | Do, 9. März 2017 - 17:52

In reply to by Sonja Bollmann

Sehr geehrter Herr Bollmann,

ihre Einschätzung zur SPD mit ihrem Super-Martin kann man nur teilen. Das EINZIGE worum die ESPEDE sich "sorgt", sind nicht die Unterprivilegierten und Untergebutterten in diesem Lande, sondern um ihre eigenen Pöstchen und Pensionen und Aufsichtsratssitze und Stiftungspöstchen und was sonst noch alles kreucht und fleucht. ESPEDE = Filz- u. Klüngelwirtschaft par excellenxe. Von dieser darf jeder etwas "erwarten", nur nicht diejenigen, denen es wirklich schlecht geht.
An dieser Tatsache ändert auch nichts der vollkommen psychotisch-hysterische HYPE um den Schulz. Im Gegenteil: Dieser zeigt bestenfalls, in welchem bemitleidenswerten Gemütszustand sich sein Fanclub offensichtlich befindet. LACHHAFT!

Yvonne Walden | Fr, 10. März 2017 - 10:38

In reply to by Sonja Bollmann

In Teilen gebe ich Ihnen durchaus recht, Frau Bollmann.
Auch die SPD engagiert sich nur ansatzweise für die sogenannte "Mittelschicht", also für Menschen, die tagtäglich arbeiten, um so einigermaßen über die Runden zu kommen.
An die wirklich Reichen und Wohlhabenden traut sich auch die SPD nicht heran, die Unionsparteien schon gar nicht, denn das sind ja im großen und ganzen ihre Wählerinnen und Wähler.
Geld ist genug da, wir müßten es nur dort "abholen", wo es im Überfluß deponiert wird.
Denen wir zum Beispiel an diesen Herrn Martin Winterkorn, der sich innerhalb des VW-Konzerns die Taschen voll geschaufelt hat und jetzt in Sauss und Brauss leben kann.
Warum dotierte man seine ausgesprochen mangelhafte Vorstandsarbeit mit rund 14 Millionen EURO pro Jahr?
Winterkorn ist dabei nur die Spitze des Eisbergs.
Und die wirklich Reichen und Supereichen? Die leben von unser aller Arbeit, und zwar äußerst üppig.
Deren Milliardenvermögen bleiben weitgehend verschont. Warum eigentlich?

eines nicht, Frau Walden, daß es Deutschland finanziell wesentlich besser ginge, wenn die Verschwendung von Steuergeldern endlich aufhören würde. Die Rechnungshöfe monieren seit Jahrzehnten diese Mißstände, aktuell 3o Mrd. € im Jahr und wenn Steuern die dem Staate zustehen, eingetrieben würden. Das sind nochmal aktuell ca. 3o Mrd. im Jahr. Wie der Bund der Steuerzahler vorrechnet. Das sind 6o Mrd pro Jahr, die der Staatskasse fehlen. Und dieser Mißstand kann nur der Politik und unseren Beamten angelastet werden.

Ansonsten widerspreche ich Ihnen in keinster Weise. Es geht aber trotzdem weniger um Einzelpersonen, als viel mehr um Unternehmen, denen man erlaubt ihre in Deutschland gemachten Gewinne im Ausland zu versteuern, wie z.B. in Irland oder in Herrn Junckers Luxemburg. Dagegen will übrigens Herr Trump vorgehen. Da wäre viel mehr zu holen, als bei einem x-beliebigen Vorstand, der vermutlich seine Steuer auf sein Gehalt hier bezahlt. Denn er ist ja bei VW in Wolfsburg angestellt.

was aber unbedingt aufhören muß ist die Ungleichbehandlung. Wenn Leiharbeiter die gleiche Arbeit verrichten und die gleiche Leistung erbringen müssen, wie ein Festangestellter, aber 13oo € im Monat weniger verdienen! Es kann auch nicht angehen, daß Krankenschwestern, oder Pfleger, auch teilweise Ärzte, usw. massiv unterbezahlt sind, Doktoranden praktisch gezwungen werden, sogar ohne Entlohnung zu arbeiten. Ich glaube es ist nicht übertrieben, da von einer Form moderner Sklaverei zu sprechen.

Dafür sind andere Änderungen notwendig, als einer handvoll Managern das Gehalt zu kürzen. Obwohl ich bei vielen nicht dagegen bin. Es würde mehr bringen, wenn diese Herrschaften, auch andere z.B. Politiker, endlich zur Verantwortung gezogen, d.h. bei mir, für Mißerfolge zur Kasse gebeten werden.

Volker Brückmann | Mi, 8. März 2017 - 17:20

Wieso wenden sich "Wutbürger" egogesteuert von der "Demokratie" ab und gehen politischen "Narzissten" auf den Leim?
Was bitte ist denn eine repräsentative Demokratie anders als "Opium fürs Volk"?
Russische Aggression auf der Krim und in der Ukraine?
Informieren Sie sich doch mal bei Frau Krone-Schmalz oder dem deutschen Völkerrechtler Prof. Reinhard Merkel.
Sollte Ihnen wirklich nicht bekannt sein, daß das, was auf dem Maidan geschehen ist, von der CIA befeuert und finanziert wurde?
Von welcher "Demagogie" bezüglich Donald Trump sprechen Sie?
Ist Obama für Sie unverändert der "schwarze Messias", obwohl er während seiner gesamten Amtszeit Krieg führte?
Wäre die Wahl von H. Clinton für Europa gut gewesen?
In welcher Rede hat Trump die Mexikaner in ihrer Gesamtheit als "Kriminelle und Vergewaltiger" bezeichnet? Wieviele Reden von Trump haben Sie gehört?
Und dann wieder diese unsägliche Worthülse "Rechtspopulismus" für alles, was politisch nicht "korrekt" ist. So sei es - für Sie.

Danke Herr Brückmann für Ihre Klarstellung!
Wenn dieser Artikel aus der Feder eines "Politikwissenschaftlers" kommt, weiss ich mittlerweile nicht mehr, wo ich mehr "Populismus" verorte - im Bereich dieser Wissenschaft oder beim sooo bescholtenen Volk.
Wenn Hochschulbildung nicht mehr unabhängig sein kann - weil offensichtlich finanziell von politisch beeinflussten Organisationen abhängig - dann tragen wir Meinungsvielfalt und Demokratie zu Grabe.

Michael Geißler | Mi, 8. März 2017 - 17:26

wenn sich die Gesellschaft auf Werte anstatt auf sozialstaatliche Umverteilung konzentriert. Heutzutage weiß jeder genau, was der andere nicht darf und wieviel er von den Früchten seiner Arbeit abzugeben hat. Aber ein System, welches alle gleich behandelt soll ungerecht sein........... Kein Wunder, dass sich die einen Verführer durchsetzen, nachdem die anderen versagt haben. Die Lösung ist also genau das Gegenteil, welches vermutet wird. Weniger Intellektualismus!

Christa Wallau | Mi, 8. März 2017 - 17:36

Es wir immer wieder so getan, als gäbe es nur Gegenspieler, z.B.:
Nationalisten - Kosmopoliten
Populisten - sachbezogene Differenzierer
Dumme - Intellektuelle.
Das ist von vornherein Unsinn.

In einer g e s u n d e n, demokratischen Gesellschaft (Schweiz!) mischen sich die Vertreter dieser Gruppen, die es sowieso nie in Reinformat gibt, zu einem v e r n ü n f t i g e n , erquicklichen Ganzen.
Erst dann, wenn - wie in Europa und besonders in Deutschland geschehen - I l l u s i o n i s t e n und parallel dazu skrupellose Finanz-Haie die Herrschaft übernehmen, wird es gefährlich.
Die Träume vom blühenden EU-Raum und von den Segnungen der Globalisierung sind geplatzt. Die
Menschen merken dies. Und sie erkennen auch, daß es die kosmopolitisch orientierten,
stets differenzierenden Intellektuellen waren, welche die nun geplatzten Blasen zusammen mit den Politikern eifrig aufgefüllt und deren Loblied gesungen haben.
D a h e r wenden sie sich jetzt A n d e r e n zu.

Globalisierung war schon immer, von Anfang an, ein Instrument zur Volksverdummung. Profitiert haben nur sehr wenige davon. Allen voran China und die Importeure chinesischer Billigprodukte. Es gab einmal eine Aktion "können Sie sich vorstellen ohne chin. Produkte auszukommen". Viele sagten ja, dann hat man mal alle chin. Produkte aus deren Küchen entfernt. Da war die Küche leer. Wenn man heute sagt "alle Chinaprodukte raus" dann steht Deutschland still. Denn z.B. 8o % aller Computer kommen aus China. Wir haben uns in eine totale Abhängigkeit begeben. China überlebt auch ohne BMW & Co. Aber wir ohne Computer?

Ich habe vor 2o Jahren schon gesagt, wenn das so weitergeht mit Produktionsverlagerungen, dann gehen euch die Käufer für eure billigen Waren, denn dann wir in Deutschland kein Mehrwert mehr erwirtschaftet.

Und von einem Autowerk in China hat Deutschland garnichts. Alles andere sind Märchen.

Georg Egger | Mi, 8. März 2017 - 17:38

Es muss schon vieles im Argen sein, wenn Leute wie Trump & Co gewählt werden... Der Erfolg der Populisten beruht auf der bürgerfremden Lobbyistenhörigkeit der Regierenden. Gesunder Populismus muss in jeder Volkspartei seinen Platz und seine Stimme haben. Die großen Volksparteien haben jedoch jeden ausgegrenzt, der "politisch nicht korrekt genug" war. Es zählt nur noch die "Mitte" was immer das auch sei. Das rächt sich jetzt gewaltig. Da sehne ich mir doch Franz Josef Strauss und Herbert Wehner zurück. Die wären in der heutigen Wahrnehmung übrigens "ultra rechts" oder "linksmilitant". Jedenfalls waren mit den Sprüchen dieser Leute die Volksparteien noch wahre Spiegelbilder der Gesellschaft.

Klaus Jürgen Bremm | Mi, 8. März 2017 - 17:43

Entweder zerstören also die Populisten unsere Demokratie oder die islamische Massenmigration. Tertium non datur! Ich wähle übrigens die Populisten, vielleicht bleibt ja dann doch etwas von unserer gewohnten Ordnung übrig, vielleicht sogar eine ganze Menge. Ergreift jedoch der Islam in Europa die Macht, dann wird von unserer Welt mit Gewissheit nichts mehr bestehen bleiben.

Zu viele haben auf ihrer Glückseligkeitswolke („uns geht es so gut wie noch nie“) aber leider noch nicht realisiert, was für Zeiten durch diese unkontrollierte Überschwemmung (Zuwanderung) auf uns und unsere Nachkommen in diesem Land zukommen.
Es ist einfach, diejenigen, die den Mut zu einer eigenen (anderen) Meinung haben als Populist zu brandmarken und in die „Pfui-Ecke“ zu stellen.
Demokratie?! Recht auf freie Meinungsäußerung? Fehlanzeige.
Es braucht MUT und Rückgrat „Wutbürger“ zu sein.
Sobald man eine andere als die gesellschaftlich verordnete Meinung öffentlich vertritt oder sich gar zu einer Alternativen Partei öffentlich bekennt, kann man den wahren Charakter der „Gutmenschen“ erkennen.
Bleibt zu hoffen, dass immer mehr aufwachen, dann wird irgendwann die Ecke zu klein werden…
Wahlen sind geheim und jeder muss mit seinem eigenen Gewissen vereinbaren, wo er sein Kreuz macht!
Karl Martell würde sich im Grab umdrehen!!!

Thomas Robert Rausch | Mi, 8. März 2017 - 17:46

Wir befinden uns in einem fatalen grundlegenden Wandel in Wirtschaft und Gesellschaft. Das spüren die Menschen. Was die Menschen brauchen ist eine Perspektive. Was sie im Augenblick erhalten ist eine Retrospektive. Die Einen vollen zurück in die siebziger , die Anderen zurück in die fünfziger Jahre. Dort gab es noch Perspektiven, den die Arbeit war noch nicht so entwertet, als dass sich der Einzelne nicht durch harten Einsatz eine bessere Zukunft erhoffen konnte. Besser gelebt haben die Menschen damals auf keinen Fall. Ich frage mich, warum keine positiven Zukunftsperspektiven vom Establishment befördert werden, um einen neuen Sog an Motivation und Engagement in der Gesellschaft zu erreichen? Der Grund ist eigentlich ganz einfach: Wenn das Establishment sich positiv mit der Zukunft auseinandersetzt und sie preist, dann redet sie eben konkret über ihren eigenen Untergang. Ein Untergang, der via technische Revolution ihre Besitzstände, ihre Macht, ihren Status frisst. Populismus lenkt ab

....ist alles mögliche.

Fakt ist: Mit Agenda 2010 ging es bei 60% in D. bergauf u. mit 40% ging es bergab.

Dieser Wandel ist politisch gewollt. Jetzt kommt Industrie 4.0 u. viele Jobs fallen weg, neue kommen hinzu, Jüngere kommen für Ältere ... also alles im Fluss. Früher reichte 1 Ausbildung/Job fürs ganze Leben .... heute sind selbst 1+X A/J. keine Garantie.

Das Establishment redet nicht von positiven Zukunftsperspektiven, weil sie damit im Umkehrschluss zugeben würden, das das Heute beschi.... ist u. damit spricht man sich selbst seine Kompetenz ab, macht sich klein u. würde als "Traumtänzer" sowieso nicht wiedergewählt, egal ob Politiker oder Vorstand.

Wer etwas von positiven Zukunftsperspektiven hören will, der kann ja in die Kirche gehen u. ans Jenseits glauben. Wem es hilft, bitte schön.

es stimmt so ziemlich alles, was Sie schreiben. Ein kurzes Zitat darf ich als Ergänzung bringen:

"Eine Ausbildung für ein ganzes Berufsleben gehört der Vergangenheit an, gefordert ist eine fundierte Grundlagenausbildung, gepaart mit systematischer Weiterbildung während des gesamten Berufslebens." (Georg-Berndt Oschatz, 17. 12. 1982)

Abgesehen davon, daß eine Ausbildung noch nie für das ganze Leben gereicht hat, wird es bei uns deshalb bergab gehen, weil das Niveau der Grundlagenausbildung und der Schulbildung immer schlechter wird. Bedanken wir uns recht herzlich bei den 68ern, den Grünen und der SPD. Leider steigt mittlerweile auch die Union auf diesen Zug auf. Populismus, in der Hoffnung ein paar Wählerstimmen dazu zu gewinnen.

Das ist keine Polemik, sondern ist belegbar.

Ines Schulte | Mi, 8. März 2017 - 17:58

Meinten Sie mit der " Rhetorik der Verachtung und Verkürzung" die Zuschreibungen: Pack, Pöbel, Mischpoke, Rattenfänger, Dunkeldeutschland, etc. oder gar die Dohungen wenn - dann: z.B. ... Dann ist dies nicht mehr mein Land!?

Reiner Jornitz | Mi, 8. März 2017 - 18:18

Menschen , die kritisch der allgemeinen Führungsschicht gegenüber stehen , auf unverständliche Handlungen : das sind Populisten und Nazis. Die Politik die keine Kritik ertragen kann und Mitläufer werden als normal als Realos bestätigt. Wutbürger ,sehr geehrter Herr Dr. Hartleb kommt von der Unerträglichkeit des naiven und weltfremden Handelns gepaart mit einer großen Portion Duckmeusertum gegenüber von Kolerikern als Präsidenten. Aus Mut wurde Wut , weil dem deutschen Volk der Stolz und die Ehre genommen wurde und die auf alle Ewigkeit ein Schuldgefühl was vor 70 Jahren geschah von einer Schar von Erdogans mit Gefolge und das in der 3 Generation. Die Zeit des Belehrens muss ein Ende haben, der Bevormundung des Bürgers und seiner Rechtschaffenheit. Das deutsche Volk hat das Recht - wie jeden Tag im Berufsleben- von der Politik Leistung zu erwarten zum Wohle des deutschen Volkes und nicht zum Wohle von vielen Sozialbetrügern die 2015 unsere Grenze überschritten haben.

Bernhard K. Kopp | Mi, 8. März 2017 - 18:21

In Europa sind die grossen rechts-national- populistischen Bewegungen, Frankreich, Niederlande, Österreich, u.a., seit 20-30 Jahren mit steigendem Zulauf unterwegs. Trump hat gewonnen, weil Hillary 'zu dumm zum Milchholen' war, um sich auf das grosse demokratische Wählerpotential in den fly-over-states einzustellen. Es gibt zwei Möglichkeiten: entweder, die traditionellen Parteien der Mitte werden besser, wonach es leider nicht aussieht, oder die Rechtspopulisten kommen mit der Abrissbirne.

Ursula Schneider | Mi, 8. März 2017 - 18:29

lautet für mich immer noch: "Populismus ist die neumodische Diffamierung eines politischen Standpunkts, den man nicht teilt" (Michael Hanfeld in der FAZ).

Mirko Pfretzschner | Mi, 8. März 2017 - 18:42

"Ich finde es unfair, mich an der Erfüllungmeiner Wahlversprechen messen zu wollen." (Franz Müntefering)

"Wir schaffen das!" (Angela Merkel)

"Kein Land wird für die Schulden eines anderen Landes einstehen müssen!" (Angela Merkel)

"Dunkeldeutschland" (Joachim Gauck)

"Pöbel" (Sigmar Gabriel)

Diese Liste ließe sich fortsetzen (Stichwort Mehrwertsteuererhöhung, Steuerreform, Nichteingehen von Koalitionen, Sicherheit und Bildung....)

Wer ist jetzt populistisch und wer pöbelt?
Pöbeln und Populismus sind nie gut. aber besonders schlimm ist es, wenn es die Regierung vormacht. Und wenn sie sich dann darüber beschwert, dass es andere auch machen, entbehrt das nicht einer gewissen Komik.

Dirk Badtke | Mi, 8. März 2017 - 19:29

Die jetzigen Peronen, wie Angela M. und Paladine sind die Täuscher und Vollzeitschauspieler, niemand wollte die Grenze so aufmachen. Solche Idee hatte keiner, man kann nicht an 2.5 Mrd. plus 50 Mill. Nettoneue p.a. (Bangladesch bis ins südliche Afrika)aus Clan-, Stammes- und Allahistengesellschaften senden, wer Lust hat kann bei uns vorbeikommen. Und jetzt kommt Angela M.s Störung, die hat ihr Gemache falsch eingeschätzt und als es aus dem Ruder lief, musste die dran festhalten. Mittlerweile hat diese Verwirrtentrip Todesopfer gefordert. Ich denke mehr Unfähigkeit, Scheinheiligkeit, Täuschen, Lügen und Laienschauspielerei sind nicht mehr möglich, Merkel und Paladine stellen eine dauernde Gefahr für das gesellschaftliche und wirtschaftliche Zusammenleben dar (Definition terroristische Vereinigung) und sind wohl die größte Bedrohung für die Demokratie nach 1945. Auftragsschreiberei. Beste Grüße Dirk Badtke

Hans Jürgen Wienroth | Mi, 8. März 2017 - 19:48

Ich begrüße dass Cicero so viele Meinungen zulässt. Dabei kann auch einem Politikwissenschaftler widersprochen werden.
Der Populismus ist nicht erst mit Trump gekommen, nicht erst mit ihm erstarkt. Wer die Reden der Regierenden genau betrachtet findet hier wenig konkretes. Es wird immer nur ein grobes Ziel angedeutet, der Weg dorthin bleibt im Nebel. Das ganze wird unterstützt von einer großen Mehrheit unkritischer Journalisten. Der halbwegs intelligente Bürger hat nach Interviews mit Politikern in den Medien mehr offene Fragen als vorher, aber leider keinen Ansprechpartner.
Dazu hat sich das vom Autor gelobte „Demokratiemodell von 1989/90“ zu einer großen Blockparteienlandschaft entwickelt, die konservative Werte als rückständig tituliert und den Einfluss des Staates auf private Bereiche ausdehnt.
Die freie Weltwirtschaft führt zu Arbeitslosigkeit und Verteilungskämpfen, für die die Politik keine Lösungen hat. Was ist daran falsch, es die sogenannten Populisten versuchen zu lassen?

Hubert Knapp | Mi, 8. März 2017 - 19:51

Nach jahrzehntelangem Wildwuchs dekadenter Parteien-Klüngel mangelhafter Kompetenz und Konsequenz steht Europa vor einem politischen und wirtschaftlichen Scherbenhaufen. Der Frieden innerhalb Europas, der Staaten und mit den Nachbarn war seit langem nicht mehr so bedroht und mit überflüssigen Konflikten belastet, wie heute.
Wie soll es Ihrer Meinung nach weitergehen, Herr Hartleb? Weiter so, Augen zu und durch? Alles wird gut? Die Angst vor dem polititischen Wandel ist zwar menschlich und emotional nachvollziehbar aber sie taugt nicht als Ratgeber und wird niemandem helfen.
Wenn sie mal auf Ihr Foto sehen, dort stehen die angeblichen "Populisten" einträchtig nebeneinander und vertreten dabei einen großen Teil der Bürger Europas verschiedener Nationalitäten. Niemand will dem anderen etwas Böses. Überwinden Sie doch bitte mal Ihre unbegründeten Ängste vor dem Wandel und bedenken Sie: Man kann die Zeit nicht zurückdrehen.

Patricia Meyer | Mi, 8. März 2017 - 20:18

Ja ,es stimmt ,dazu wurden wir von dem deutschen und Brüsseler Wirtschaftslobbyisten ,genannt Politiker, gemacht. Schon seit Schröder brodelt es unter der Oberfläche. Die Migrationspolitik ist nicht erst seit 2015 schlecht,mit den negativen Auswirkungen leben wir seit Jahren.Auch die EU ist nichts anderes als ein mieser Selbstbedienungsladen( Banken und angebliche Griechenlandrettung). Fr Merkel hat 2015 die Büchse der Pandora geöffnet und damit für das Erstarken der Anti Parteien gesorgt.Ob das wirklich Zufall war, wage ich zu bezweifeln!

Dimitri Gales | Mi, 8. März 2017 - 20:37

Bisher stand die Politik, in Europa wie in den USA, im Zeichen des "weiter so", business as usual. Denn von diesem "weiter so" profitiert eine Masse von Etablierten und Privilegierten; sie haben kein Interesse für Veränderungen, ausser solchen, die ihrem Komfort zuträglich sind.
Deshalb wurde Trump gewählt, deshalb waren die Wahlchancen der Marine Le Pen nie besser als jetzt. Die Welt verändert sich dramatisch, die betroffenen Bürger wollen konkrete Antworten und vor allem Aktionen. Die Politik dagegen lebt von stereotypen Sprüchen, Hoffnungen machen (morgen wird alles besser), Vorspiegelung verdrehter Tatsachen, Lenken der öffentlichen Meinung....
Es könnte sein, dass dies beim Wahlvolk nicht mehr die gleiche Wirkung zeigt wie früher.

Dr. Lothar Sukstorf | Mi, 8. März 2017 - 20:44

Populismus hin oder her. Mir ist es wichtig, daß die Zeit der links-grün-spät68ziger-Eskapisten, dieser Gesellschaftsumkrempler, der Vorreiter der politischen Korrektheit, des Genderwahnsinns, zu Ende geht. Ich wünschte mir, daß diese sogenannte "gesellschaftliche Bewegung" in der Bedeutungslosigkeit verschwindet. Wenn dazu der sogenannte Populismus beitragen kann, herzlich gerne. Ansonsten verhält es sich mit dem Gebrauch des Begriffes Populismus genau so wie seinerzeit wie Herbst 2015,als Empathie in aller Munde war. Man sann damals auf "Nächstenliebe", was mit Empathie recht wenig zu tun hat. Insofern gibt es zu heute wieder Ähnlichkeiten. Aber mit Populisten sind immer die RECHTEN, die Fast-Nazis(negativ besetzt), gemeint; nie die Linken, die selbsternannten Liberalen etc. Warum? Weil die Linken etc. ethisch-moralisch recht haben, so meinen sie. Deshalb beanspruchen und verteidigen diese auch mit allen Mitteln die Deutungshoheit, das Meinungs-Prä in unserem Lande.

Ralph Barthel | Mi, 8. März 2017 - 20:59

lassen, klug daher zu schauen und abgedroschene Parolen zum besten zu geben.

"Mit intellektuellen Mitteln ist jemanden wie Donald Trump jedenfalls kaum beizukommen."
Dann können diese aber auch nicht besonders intellektuell sprich intellegent sein.

"Wer so agiert, läuft direkt in die Falle:..."
Ist doch schon passiert. Deshalb der ganze gagga von links.

"Populismus überschreitet Normen,..."
Und diejenigen die den Populismus erst provozierten, verletzen ständig Gesetze und Gesellschaftlich akzeptierte Grundnornen.

"Ein dumpfer Antiintellektualismus ist auf den Vormarsch..."
Und die Mahner und Warner sind alle dumm.

" – trotz aller Worte von der aufgeklärten Gesellschaft,"
Und wo sind die Werte -Worte sind Schall und Rauch.

"von der Weltgesellschaft..."
Traumtänzerei und Neokommunismus.

"im liberal-demokratischen Zeitalter."
Wie bitte - liberal? -demokratisch?

(Bearbeitet.)

Jochen Wegener | Mi, 8. März 2017 - 21:36

befördert, wenn nicht die durch und durch "populistische" Entscheidung einer Frau Merkel und ihrer allein um den eigenen Machterhalt besorgten Mittäter über alle geltenden Gesetze hinweg den populus die Folgen tragen zu lassen? Warum soll dagegen angegangen werden dem Volk die Regelung der eigenen Verhältnisse und seiner Zukunft zu überlassen wenn sich doch gerade herausgestellt hat dass die dafür vom politischen System eigentlich Berufenen weder willens noch offenbar in der Lage sind nachvollziehbar zu handeln? Alle Globalisierung, alles Europa hat nichts gebracht außer einigen von der Politik gut Lebenden noch mehr Planstellen und Dienstwagen zu bringen. Nein, die Zeiten haben sich gewandelt, die Politik hat auf der ganzen Linie versagt, in Deutschland ebenso wie in Frankreich und eben auch in Großbritannien wo der wachsende Einwanderungsdruck die einheimische Bevölkerung an den Rand des strukturellen Ruins gebracht hat. Immerhin war die Regierung dort so schlau dem Euro abzusagen.

Dr. Rainer Berger | Mi, 8. März 2017 - 21:37

Wir benutzen nach wie vor ein Kontinuum politischer Einstellungen von "links" bis "rechts". Es ist die klassische und noch immer wichtigste Bruchlinie die politisch Gesellschaften spaltet und deshalb parteipolitisch von Interesse ist. Früher versammelte sich unter Linken weniger Begünstigte während konservative (rechte) Kräfte ihre Macht verteidigten. Heute ist es genau anders herum, die linken Eliten stellen überall im Westen das Estabishment. Mit Begeisterung feierte man in Davos den Terrorstaat China als neuen Führer, der die USA ablösen möge. In Deutschland finanziert die Regierung mit 100 Millionen den Kampf gegen Rechts. Legitime politische Positionen, wie der Konservatismus werden synonym gesetzt mit Rassismus und anderen Ismen, als Sammelbegriff dient dann diffamierent "Populismus". Das Staatsvolk wird nicht nur von der Kanzlerin suspendiert, die Linksliberalen haben es durch die Zivilgesellschaft ersetzt, also durch sich selbst legitimierende NGO. Es reicht!

Detlev Dinter | Mi, 8. März 2017 - 21:43

Ein Mann des Ungefähren kommt mit schwammigen Begriffen vehement daher. Gerechtigkeit für alle und besonders für den "kleinen hart arbeitenden Mann". Das sagt ein EU-Spitzenverdiener, Spesenritter, wortreicher Nichtssager, aber Populisten sind immer nur die anderen ...

Martina Müller | Mi, 8. März 2017 - 22:39

... das Versagen bisher verantwortlichen Politiker. Beispiel Unkontrollierte Einwanderung: Es ist eine anthropologische Tatsache, dass Menschen das Gefühl von Heimat, Zugehörigkeit, Geborgenheit im Vertrauten brauchen, um sich wohlzufühlen. Natürlich sind fremde Einflüsse in begrenztem Ausmaß anregend und positiv, z.B. kulturell, gastronomisch usw. Wenn sich aber die gesamte Umwelt so ändert, dass dies nur noch als Kontrollverlust und eigene Hilflosigkeit erlebt wird, widerspricht dies grundlegenden menschlichen Bedürfnissen. Das eklatante Versagen von Menschheitsbeglückern wie Merkel, Peter, Göring-Eckardt usw. besteht darin, dass sie dieses Grundbedürfnis der eigenen Bevölkerung mißachten und meinen, es gebe eine nationale Verpflichtung, alle Leidenden dieser Welt, die an die Tür klopfen, hier aufzunehmen, und das sie sich um die Folgen für diese Gesellschaft keine Gedanken machen, diese verharmlosen oder auch als inhuman oder rechtsradikal diffamieren.

Martina Müller | Mi, 8. März 2017 - 22:58

... der moralingeschwängerte und rigorose Utopismus dieser sog. "Gutmenschen", der viel zu lange dominierend war, führte zu der Gegenbewegung der Populisten. Die Geschichte zeigt, dass jedes einseitige Vorherrschen einer bestimmten Strömung mit einer Pendelbewegung ausgeglichen wird. Absolutistischer Mißbrauch von Macht mit Massenverelendung z.B. hat Revolutionen ausgelöst (1789, 1917). Und der moralische Rigorismus vieler handelnder Politiker ohne Rücksicht auf die eigenen nationalen Interessen löst eben eine Gegenbewegung am "rechten Rand" aus. Je länger eine solche normale Pendelbewegung ausbleibt, d.h. je länger das Korrektiv fehlt, desto heftiger wird eines Tages die Reaktion ausfallen, möglicherweise bis zu einem neuen Totalitarismus in einer unbeherrschbar gewordenen Situation. Das aber wäre wirklich fatal. Deswegen kann man es nur begrüßen, dass der Populismus jetzt überall erstarkt, denn dadurch wird sich die Politik in einer realistischen Mitte einpendeln.

Holger Stockinger | Mi, 8. März 2017 - 23:22

Vermutlich nicht von ungefähr tituliert sich etwas mit dem Namen "CICERO".

Von Populismus über Vox Populi bis zum Zänsor ist im Alten Rom alles enthalten.

Die "PLEBS" hatte anders als im "Brüssel-Europa" nowadays ein Recht, das die "weniger Reichen" ermächtigte, mit einem Wörtchen ein "Gesetz zu Fall zu bringen": VETO

Der zum "Stimmvieh" degradierte "Bürger von heute" darf als GEZ-Zahler nicht mehr sagen, "ich verbiete das", sondern ist verurteilt, der Propaganda nur eines entgegen zu setzen: "Sobald sogenannte NACHRICHTEN gesendet werden", den TON abzustellen und im Falle eines Fernsehers sich die Mimik anzuschauen, wie genüßlich geltende Herrschaftsmeinung politisch korrekt unters Volk gebracht wird ...

Holger Stockinger | Do, 9. März 2017 - 00:04

Quasi rein dialektisch gedacht, kann "Intoleranz" nur da sein, wo "Toleranz" ein Fremdwort ist.

"Die Sprache verrät den Verräter", schrieb Bertolt Brecht einmal.

Merkel ruft, alle kommen, 20 Milliarden EURO sind plötzlich jährlich da und Hinz & Kunz erhalten im Sinne der ANTIFA Zuzahlungen im Sinne politisch gesteuerter, aber nicht so genannter "Hirnwäsche".

Ob Würselens Hochgnaden oder Merkels "Ich = Wir" SCHAFFEN DAS, spielt mittlerweile eine Rolle wie das Magazin SPIEGEL auch umfrägt, in etwa via Online: Lesen Sie uns beim Pinkeln oder sind Sie Frauenfeind?

Robert Müller | Do, 9. März 2017 - 00:19

Der politische Wettbewerb ist einfach härter geworden und die Altparteien haben nun Angst dem nicht gewachsen zu sein. Ein aktuelles Beispiel dafür ist Frankreich, wo die traditionellen Parteiströmungen keine passablen Personen mehr aufstellen können. Der mögliche nächste Präsident Macron ist Chef der Partei En Marche! Hierzulande klebt die CDU an Merkel und muss jetzt zusehen, wie die SPD mit dem Links-Populisten Schulz aufholt und möglicherweise an Merkel sogar vorbeizieht. Der Lack ist ab! Für uns Wähler ist ein härter Wettbewerb positiv, weil nun unsere Interessen im Vordergrund stehen und weniger die der Lobbyverbände. Bsw. VW-Skandal. Ist es Populismus, dass die hiesigen VW-Käufer eine Entschädigung bekommen sollten? Oder geht es darum VW keine zusätzlichen Kosten zu bescheren?

Till Schneider | Do, 9. März 2017 - 00:34

... in seinem neuen Buch, was wir gegen Populismus tun können. Aber ich will doch gar nichts gegen Populismus tun. Daher gestatte ich mir, diesen Artikel einfach nicht zu lesen. Außerdem sehe ich nicht ein, weshalb ich auf CICERO Buchwerbung konsumieren sollte. Ich lese hier nur richtige Artikel.

Peter Wagner | Do, 9. März 2017 - 04:43

So wie ich den Autor verstanden habe, träumt er von einer aufgeklärten Weltgesellschaft im liberal-demokratischen Zeitalter, in dem die Bürger keine Bürger mehr sind, auch keine Deutschen, sondern Kosmopoliten! Und das alles selbstverständlich mit offenen Grenzen! Leider ist Merkels Experiment bereits gescheitert, und sie hat ihr freundliches Gesicht wieder abgelegt!

Günther Hohendorf | Do, 9. März 2017 - 04:58

Populismus ist nicht plötzlich aufgetaucht, denn es gab ihn auch unter Kohl und Schulz schon. Damals jedoch war es die CDU, (Ja genau die) welche sich mittig rechts verortet wissen wollte.
Aktuell ist er aus gutem Grunde wieder im kommen. Die Stimmung im Volk kippt und vorrauszusagen war dies schon vor gut 5 Jahren. Jetzt hat man eine passende Strategie parat und die für uns angedachten Bauernfänger haben eben populistischere Gesichter.
Wer Afd Pegida und Co glaubt der hat auch vor gut 10 Jahren noch CDU gewählt und dabei gedacht; "Ich tue das richtige." Nur das es das Falsche ist.
Unsere Demokratie (Nicht einmal herr Lafontaine ist bereit es eine Demokratie zu nennen) ist am Ende und so mancher wünscht sich eine humanistischere, sozialere, friedliebendere und modernere Regierungsform. Wir stehen an der Schwelle eines neuen Zeitalters und unsere Herren wissen dies längst, doch sie haben Geld Macht und Einfluss. Was immer sie da auch geschrieben haben geht total am Thema vorbei.

Marcus Keller | Do, 9. März 2017 - 05:13

Ist Martin Schulz - der Heilsbringer von der SPD - nicht auch ein Populistist? DAS sollte sich jeder nach dem Lesen dieses Artikels durch den Kopf gehen lassen.... Ich frage mich schon lange, wer in den Medien festlegt, wer als Populistist oder welche Parteien als populistisch bezeichnet werden. Mir schwant, daß hier ein Meinungs- und Medienkartell existiert.

Andreas Müller | Do, 9. März 2017 - 06:52

"Abschied von alten Gewissenheiten"
Es gibt leider zu viele Gewissenheiten, die keine Gewissheiten sind, aber als solche verkauft werden.

Akira Ozawa | Do, 9. März 2017 - 06:59

Als autochthoner Deutscher mag ich meine Heimat in all seinen historisch kumulierten Tugenden- und Wertekanon, Heimat, Folklore, Brauchtum, Vereinsgemeinschaften, Feierkultur.

Ich möchte eben nicht, dass Deutschland zum Experimentierfeld für ausschweifende soziale Umbrüche auf Basis unrealistischer Ideen a la einer Fr. Özoguz verkommt.
Da bin ich gern Modernisierungsverlierer.

Nur so viel:
Ich spreche mich gegen eine islamische, aber nicht multikulturelle Inklusion aus.

Ich habe absolut kein Interesse, die sehr ursprünglichen (aus meiner Sicht mittelalterlichen) arabischen und afrikanischen Bräuche hier täglich in voller Breite und Tiefe im öffentlichen Raum ausgelebt zu wissen.
Ich habe keine Motivation, diese Menschen auf das Level einer deutschen Leitkultur anzuheben.
Die bisherige Erfahrung zeigt: Arbeiten nach unseren üblichen Anforderungen ist nicht so ihr Ding.
Ihr vordergründiger Sinn steht mehr auf Teilhabe "Free of Charge".
Sie sind mir fremd und werden es immer bleiben.

Sabine Barth | Do, 9. März 2017 - 07:03

Ich kann Ihrem Kommentar nur 100% zustimmen!
Bin auch zur "Wutbürgerin" geworden, seit ich die Sprüche der Brüsseler Eurokraten und der linksliberalen moralischen Elite im unserem Land nicht mehr hören kann. Ist es etwa "egozentrisch", sich um die eigene deutsche Identität ernsthafte Sorgen zu machen?

istvan polgar | Do, 9. März 2017 - 07:55

Rechts-populismus
Links-DEMOKRATIE?????

Thorsten Rosché | Do, 9. März 2017 - 08:15

Dumpfen Antiintellektualismus haben wir seit Merkel Kanzlerin ist, man braucht sich nur ihre Reden vorzunehmen. Ganz doll wird es wenn sie frei spricht ohne ihre Spickzettel. Ein ganzes Volk zu beschimpfen ist hier schon lange salonfähig, Gabriel bezeichnet Bürger als Pack, zeigt den Stinkefinger, Pfarrer Gauck sieht 2 Deutschland dunkel + hell, Maas sieht Nazis in Nadelstreifen. Ich weiß übrigens selbst, wann ich vorgeführt werde, dazu brauche keine Bücher von selbsternannten Experten.

Jörg Müller | Do, 9. März 2017 - 08:17

Dass die Mutbürger das Ende aller Ideologien herbeisehnten ist richtig, es hat aber 25 Jahre gedauert, bis viele gemerkt haben, dass sie nur einer neuen Ideologie mit weltweitem Herrschaftsanspruch aufgesessen sind, dem Kosmopolitismus. 1991 war die unipolare Welt eine Möglichkeit, hin zum Weltstaat mit westlichen Wertvorstellungen und den USA als Hegemon. Aber nur wenn man an die Zwangsläufigkeit dieser Entwicklung glaubt, machen viele der politischen Entscheidungen ,besonders die ungesteuerte Massenmigration heute Sinn. Diese Sichtweise der Welt ist heute völlig realitätsfremd. Die Welt entickelt sich multipolar und damit entpuppt sich der Kosmopolitismus als eine für alle gefährliche Ideologie. Die Vertreter dieser Ideologie empfinden sich heute anmaßend allein als demokratisch, alles andere sind dümmliche Populisten. Der Westen hat nicht mehr die Kraft diese Ideologie weltweit durchzusetzen, das hat Trump erkannt und es wird höchste Zeit auf die Erhaltung Europas umzuschalten.

Haimar Staib | Do, 9. März 2017 - 08:26

Ich stimme dem Grundtenor des Artikels/Buchauszuges durchaus zu, habe allerdings den Eindruck, dass der Autor sich die angedeuteten Lösungsmöglichkeiten rein funktionalistisch denkt. Das funktionalistische Denken hilft aber nicht, die tiefgehenden Probleme vor denen der Westen steht zu lösen, sondern ist in meinen Augen selber ein nicht unbedeutender Teil der erlahmenden Lebenskraft des Westens. Deutlich wird dies vielleicht im Bereich des Glaubens: die christliche Religion als gesellschaftlich nützliche und kulturprägende Kraft anzuerkennen kann nicht den Glauben selber ersetzen. "Heimat" als Sinnresidiuum und Stabilisator der westlichen Gesellschaften anzuerkennen kann die eigene heimatliche Verwurzelung der politisch Handelnden nicht ersetzen. Der Funktionalismus gehört selber mit zu jenen säkularisierenden Kräften, die nicht nur den Glauben sondern überhaupt jeden intrinsischen Wert entkernt und letztlich zersetzt.

Gerdi Franke | Do, 9. März 2017 - 08:46

Die "Eliten" haben sich vom Bürger distanziert. Die "Populisten" gehen wieder auf den Bürger zu. Was soll daran so schlecht sein? Weil der Einlluss der Eliten zurückgedrängt wird?

Thomas Radl | Do, 9. März 2017 - 09:04

greift einfach nur ein dämliches Wieselwort auf, mit dem derzeit Unzufriedene diffamiert werden sollen, damit die Unzufriedenheit nicht allzusehr thematisiert wird. Ich für meinen Teil traue einigen dieser sogenannten "Populisten", deren Ziele und politischen Vorstellungen ich längst nicht alle teile, zu, dass so ein Trauerspiel, wie die derzeitige Regierung aufführt, indem sie sich wie ein Tanzbär am Nasenring durch die Arena führen lässt, bei denen niemals denkbar wäre.
Was ist das für ein Debakel: Ein Bundesminister reist einem Regierungsmitglied eines anderen Staates (!) hinterher, weil der mit ihm nicht reden will? Dessen Staatspräsident erklärt, er würde einen "Aufstand in Deutschland veranstalten"? Reihenweise Beleidigungen gegen die deutsche Regierung, den deutschen Staat und das deutsche Volk, aber man will die fremde Regierung "nicht provozieren"? Was genau verstehe ich da nicht oder falsch? Die derzeitigen Akteure, die in der Pflicht sind, haben schlichtweg keine ... Teil 2

Thomas Radl | Do, 9. März 2017 - 09:14

Das Geschwätz von "Meinungsfreiheit" für die türkischen Politiker ist hanebüchen und reine Ausrede! Was kommt als nächstes? Einfach mal weiter gedacht: Erdogan hat seine Imame beauftragt, hierzulande politische Gegner auszuspähen, und so, wie sich der deutsche Staat aktuell präsentiert, kommen im nächsten Akt dann türkische Polizisten und verhaften hier die ermittelten "Staatsfeinde" und entführen die in türkische Gefängnisse - aus Deutschland! Als was wird unsere Regierung das dann bezeichnen? Als "Grundrecht auf freie Berufsausübung" für die türkischen Polizisten? Ein türkischer Minister in Deutschland übt nicht das "Recht auf freie Meinungsäußerung" aus, sondern tritt als Mitglied einer FREMDEN Regierung auf! Selbst wenn man ihm dann die Redefreiheit zugestehen wollte, ist durch das Auftreten das Gastrecht verwirkt! Wer sich wie zu benehmen hat, haben ganz andere zu lernen!
Die "Populisten" dürfte das so sehen ...

so recht Sie haben, in allen Punkten. Aber Personen auf fremdem Territorium kidnappen und ins eigene Land entführen ist so neu nicht. Unsere Freunde, die USA, haben das schon praktiziert und auch die Israelis. Und das sind sicher nicht die einzigen.

Aber ansonsten stimmt es schon, unsere Politiker sind ein Trauerspiel. Ich kann nur noch einmal einen ehem. amerik. Botschafter wiederholen:

"Euch Deutschen fehlt es an Selbstachtung und Patriotismus."

Und Tucholsky sagte: "In Deutschland gilt derjenige, der auf den Schmutz hinweist als gefährlicher, als der, der den Schmutz macht"

Ersetzen Sie das Wort "Schmutz" mit Mißstand, dann passen beide Zitate genau auf das heutige Deutschland.

Manfred Steffan | Do, 9. März 2017 - 09:34

Der freiheitlich demokratische Rechtsstaat ist das beste politische System, das bisher erfunden wurde. Er ist weltanschaulich neutral (wenn man diese Neutralität nicht selbst als Ausdruck einer Weltanschauung deuten will). Leider haben immer weniger Menschen - Wähler wie Politiker - dieses System verinnerlicht. Stattdessen wollen sie ihre persönliche Weltanschauung anderen verordnen. Diesbezüglich droht derzeit eher Gefahr von "Links", da "Links" Mainstream und "Rechts" in der Defensive ist. Deshalb hat der sogenannte Rechtspopulismus Zulauf.

Robert Flag | Do, 9. März 2017 - 09:37

Wieso wird eigentlich stets als selbstverständlich angenommen, man müsste gegen "Populismus" etwas tun ? Die einzigen Demokraten, die sich noch rechtmäßig so nennen dürfen, werden in perfider Weise als Demokrartiefeinde diffamiert. "Weltoffenheit" verteidigen ? Nein ! Ich habe es satt, mir dauernd vorschreiben zu lassen, was ich zu denken, wie ich zu sein habe. Ich stehe der islamischen Kultur nicht weltoffen gegenüber. Warum muß ich mich dafür rechtfertigen ? Das Aufkommen neuer Parteien als zivilisatorischen Rückschritt zu bezeichnen, ist wirklich der Gipfel. Wenn die Wähler dieser Parteien immer nur als Halbintelligenzler dargestellt werden, muß sich niemand über deren Erfolge wundern.

Bernhard Jasper | Do, 9. März 2017 - 09:45

Die allgemeine Ent-Ideologisierung, wenn sie wirklich je gegriffen hat, hat ihrerseits unangenehme Konsequenzen. Schreibt man gesellschaftliche Utopien ab, treten die Unterschiede und Konflikte deutlich zutage. Auf der nationalen Ebene die sozialen, weltweit die ethnischen Konflikte, verbunden mit starken „religiösen“ Bewegungen. Nicht Integration, sondern Eigenständigkeit ist gefragt (nationalistische Tendenzen).

In ausdifferenzierten Gesellschaften ist das die Stunde der Populisten, die auch mittels der Neuen Medien ihre „Botschaften“ versenden. In dieser Kommunikation geht es nicht um Argumente, sondern um die Wirkung. Wirkung ist schwer zu messen, obwohl es zur Werbung gehört Reiz-Reaktions-Schemata (Stimulus-Response-Modelle) einzusetzen. Komplexe Zusammenhängen werden für „die Einfachen“ mit der raffinierten Einfachheit bedient, nämlich Komplexitätsreduzierung sowie Angstkommunikation. Populistische Politiker glauben an eine starke Wirkung dieser medialen Vermittlung.

Hermann Neumann | Do, 9. März 2017 - 09:55

Herr Dr. Hartleb, auch sie werden es noch lernen!

Bibel Lukas 14:11
Denn wer sich selbst erhöht, der soll erniedrigt werden; und wer sich selbst erniedrigt, der soll erhöht werden.

Letztlich gewinnt das Volk!

Barbara Kröger | Do, 9. März 2017 - 10:09

Hallo Herr Dr. Hartleb, ich habe den Eindruck, Sie leben schon lange nicht mehr in Deutschland und haben die hiesige Entwicklung nicht so richtig mitbekommen. Vielleicht ist Ihnen nicht wirklich klar, welche Entwicklungen hier in Mittel- und Westeuropa vor sich gehen.
Die Digitalisierung sowie die Globalisierung werden zu gravierenden wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Veränderungen führen. Anstatt unsere Gesellschaft auf diese Themen vorzubereiten und diese Themen innerhalb der Gesellschaft zu diskutieren, werden wir durch politische Entscheidungen in eine Auseinandersetzung mit dem Islam gedrängt.
Eine kontroverse Diskussion all dieser Themen und Fragestellungen findet weder in den Parlamenten noch in weiten Teilen der Medienlandschaft statt. Kritik soll mit dem Argument Populismus niedergemacht werden. Zukunftsorientiert und Europa orientiert ist das nicht!

Kostas Aslanidis | Do, 9. März 2017 - 10:43

Populisten, sondern Politiker die sich Sorgen um ihre Heimat machen, durch die epochalen Fehler der Einheitsparteien. Sie sind die einzige Opposition und Menschen die sich auch Sorgen, wählen Sie. Für die Einheitsparteien läuft wohl alles Super!

Dr. Roland Mock | Do, 9. März 2017 - 10:56

Herr Hartleb, Populismus hat es lange vor Trump, Le Pen und AfD gegeben. Die Geschichte der Wahlkämpfe aller Linken mit ihrem Gequatsche "Die armen werden immer ärmer und die Reichen immer reicher" in tausend Variationen ist eine Geschichte fortgesetzten klassenkämpferischen Populismus. Befreit von allen ökonomischen Fakten und Einsichten in die Wirkungsweise ökonomischer Gesetze. Bis zum heutigen Schulz-Wahlkampf. Und Frau Merkels " Scheitert der Euro, scheitert Europa": Eine Form von Poozlismus, die Europa in die direkte Katastroohe führen wird. "Trumpetisierung": Trumps Stil ist nicht in allem mein Ding. Und trotzdem hat gerade er und nicht eine/r seiner so smarten Vorgänger und Konkurrenten es geschafft, den unseligen dekadenten Trend zu noch mehr "politischer Correctness", sprich Gedanken - und Sprachdiktatur, irreversibel zu durchbrechen. Und u.a. auch zu verhindern, daß wenigstens eine einzige große Nation dem ökonomischen Wahnsinn der " Klinarettung" einen Riegel vorschiebt.

Willy Brauen | Do, 9. März 2017 - 11:09

Der Titel müsste doch heissen:
"Die Stunde der Volksvertreter"! (ganzer Text gilt auch für die weibliche Form)
Es ist kaum erstaunlich, wenn die "Etablierten" (angeblichen Volksvertreter) sich aufgeschreckt gegen die sog "Populisten" stellen, in der Angst, ihre reichen Pöstchen und Pfründe zu verlieren!? Würden sie sich wirklich um die Belange der Völker kümmern, hätten die sog Populisten wenig bis keine Handhabe! Man sagt: "...viele Wege führen nach Rom!" Wer aber dabei das Volk übergeht, züchtet die echten Volkvertreter, genannt "Populisten"!

Dr. Roland Mock | Do, 9. März 2017 - 11:21

und Wutbürger: Ich mag Wutbürger auch nicht. Ich sehe ja an den aktuellen Umfragen: Heute wählen sie AfD, morgen SPD. Hauptsache - wenn auch häufig berechtigter-Protest. Und der Antikapitalismus und Antiamerikanismus vieler Wutbürger geht mir ebenfalls gehörig auf die Nerven. Aber: Den von Ihnen zitierten "Antiintellektualismus" haben sich Ihre Intellektuellen selbst zuzuschreiben. Nennen Sie mir bitte eine einzige wirklich brauchbare, die Gesellschaft voranbringende Entwicklung der letzten Jahre, welche von einem durch Intellektuelle geführten Diskurs ausgegangen ist. Es kam da: Der Club of Rome mit seinen durch die Realität längst widerlegten Weltuntergangsszenarien, die Umdeutung der Marktwirtschaft in das Schreckensszenario eines menschenfressenden "Neoliberalismus" und als Gipfelpunkt der intellektuellen Erleuchtung: die Erfindung von 62 Geschlechtern. Nein, ihre aktuelle Irrelevanz im Strom der Zeitenwende haben sich die "Intellektuellen" selbst zuzuschreiben.

Georg Dallmann | Do, 9. März 2017 - 11:28

Der Autor hat leider das Kernproblem nicht erkannt. Der Begriff "Populist" wird heutzutage geradezu inflationär und verunglimpfend für JEDE und JEDEN verwendet, der einen von der eigenen "Meinung" abweichenden Standpunkt vertritt. Das allein zeigt schon, dass mit dieser Begrifflichkeit rein gar nichts gewonnen ist. Im Gegenteil: Sie ist nichts als der (zum Glück) immer weniger gelingende Versuch, sachliche KRITIK Betroffener sprichwörtlich unter Verwendung dieses abfälligen und abschätzigen Begriffs quasi im Keim zu ersticken. In Wahrheit hat man es mittlerweile mit vielen aus gutem Grund unzufriedenen und zu Recht empörten Bürger*innen zu tun, die sich das gegen ihre elementaren Interessen gerichtete politische SCHMIERENTHEATER nicht mehr gefallen lassen wollen.Das ist der PUNKT. Wer das nicht anerkennen und zugestehen will, handelt und argumentiert als Teil des Meinungsunterdrückungskartells aus "Politik" und "Medien".

Willy Brauen | Do, 9. März 2017 - 11:30

Der Titel müsste doch heissen:
"Die Stunde der Volksvertreter"! (ganzer Text gilt auch für die weibliche Form)
Es ist kaum erstaunlich, wenn die "Etablierten" (angeblichen Volksvertreter) sich aufgeschreckt gegen die sog "Populisten" stellen, in der Angst, ihre reichen Pöstchen und Pfründe zu verlieren!? Würden sie sich wirklich um die Belange der Völker kümmern, hätten die sog Populisten wenig bis keine Handhabe! Man sagt: "viele Wege führen nach Rom!" Wer aber dabei das Volk übergeht, züchtet die echten Volkvertreter, genannt "Populisten"!

Ralf Heine | Do, 9. März 2017 - 16:29

In reply to by Willy Brauen

Schon William Shakespeare kannte das Problem mit dem Populismus.
Denn ein Zitat von ihm beschreibt die Sache so: Ein Populist ist ein Mensch, der zu einem Spaten Spaten sagt und zu einer Katze Katze. Im Umkehrschluß ist es doch ein wahrheitsliebender Mensch.
Auch Laotse (Begründer des Taoismus)lebte vor ca. 2500 Jahren, sagte schon:
Schöne Worte sind nicht wahr, Wahre Worte sind nicht schön. Dies gilt fast uneingeschränkt für alle Bundestagsabgeordneten. Und ganz besonders für diesen
Würselener Rattenfänger und der Aktuellen(ich mag ihren Namen nicht aussprechen).Die lassen die Flüchtlinge rein ohne Ende, wegen der unschönen Bilder, die kommen würden, wenn man dem ein Ende macht !

Wilhelm Maier | Do, 9. März 2017 - 11:50

„der Glaubenskrieg im Nahen Osten mit einem zerstörten Syrien“ -warum den nicht gleich auch
Irak, Libyen und andere Länder erwähnen, die in ein zerstörerischen Krieg, NICHT ohne unsre Beteiligung (ich meine den Westen), verwickelt worden und Hunderttausende Leute umgebracht worden. Und Chaos läuft weiter. Militarisierung der Politik geht auch immer weiter.
Die Welt ist bald am Ende wenn`s nichts ändert! „die russische Aggression auf der Krim“, - es gibt auch andere Meinungen: http://Grundsatzkontroverse/propagande-ein-kommentar-von-prof-gabriele-… War da nicht ein Referendum? http://www.deutschlandfunk.de/krim-referendum-95-prozent-stimmen-fuer-r… „und in der Ukraine“. -
von dem Chaos in der Ukraine und was zur Zeit dort los ist (wegen Korrupten und unfähigen Machthaber) will keine Presse berichten. Warum eigentlich?

Wilhelm Maier | Do, 9. März 2017 - 11:53

„Werden Wahlen auch bei uns durch Hackerangriffe manipuliert?“ wo sind die nachweislich manipuliert? Hab noch keine beweisen dazu gefunden.
„aus dem Tritt geratenen westlichen Demokratien.“ sollte man eventuell mal auch kritisch vorgehen und nicht nur mit „das einzig wahre! Ist! bei uns!?“ und sich Fragen: was machen wir nun falsch?
„Vielleicht hat man die Bürger die letzten Jahre auch zu sehr umsorgt, mit all den Kampagnen, Verboten und Regelungen. So ist der Bürger zum Kunden geworden, der sich schlecht bedient fühlt. „Wir müssen aus Betroffenen wieder Beteiligte machen“, sagt Vogt.“
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/politiker-machen-alles-fal…
Übrigens:“Vana Tallinn“ soll auch pur schmecken?

Reiner Schöne | Do, 9. März 2017 - 12:02

Populismus wird immer wieder aus der Versenkung geholt wenn es sich um unliebsame Mitbürger handelt, die kritisch und weg von der allgemeinen Meinung ihre Ansichten offen sagen. Aber, und die Frage ist ernst gemeint, welcher Politiker wird nicht populistisch wenn es um Wahlen geht? Jeder Politiker ist ein Populist, muß er gezwungenermaßen. Und solange Politiker im Laufe ihrer Legislaturperiode genau das Gegenteil von dem tun was sie vorher versprochen hatten, wird Populismus und der Unmut der Bürger größer werden. Es wird Zeit wieder Personen zu wählen und nicht Parteien, so wie es in Deutschland einmal Gesetz war. Denn Parteien sind heute alle fast gleich, die Unterschiede untereinander werden immer kleiner. Pauschal jeden Kritiker als Populist abzustempeln, zeugt nicht gerade von Demokratie oder Meinungsfreiheit.

Karina Kartach | Do, 9. März 2017 - 14:05

Im Artikel ist vom Fall des Kommunismus die Rede. Doch im Osten gab es keinen Kommunismus, höchstens sollte der Aufbau des Sozialismus erfolgen. Ein starres System ging zu Fall durch mutige Bürger. Daran hat vorher kaum einer geglaubt. Leider stellen wir in unserem vereinten Lande fest, dass immer mehr die Angst regiert. Viele wagen es nicht mehr, ihre Meinung offen auszusprechen. Es braucht erneut sehr viele Mutbürger und keine Duckmäuser, damit sich was verändert. Wer jedoch wütend wird und den Mund aufmacht, ja sogar aufbegehrt, muss mit harten Reaktionen rechnen. Freie Meinungsäußerung ist oftmals nicht mehr gewünscht. Mein Demokratieverständnis und das vieler Leute, die damals auf der Straße waren, sieht anders aus.

Petra Führmann | Do, 9. März 2017 - 14:31

Was ist an Populismus schlecht oder gar schlimm? Es ist die Stimme des Volkes, und um nichts anders geht es in einer Demokratie. Und es ist auch nicht alles so "kompliziert", wie man es immer einreden will, nur weil man nicht willens und in der Lage ist, die Dinge einfach anzugehen, ohne immer umständich 1000 Dinge zu besprechen. Wenn etwas angeordnet wird, geht es plötzlich immer sehr schnell.
Und was heißt, viele seien gegen die Demokratie: Das sehe ich nicht so: Jeder will sicher weiterhin wählen, dann aber auch das erhalten, was allen nützt, nicht nur der Wirtschaft. Was genau wird befürchtet, das "verhindert werden muss"? Jemand wie Merkel, die alles allein entscheidet, und das nicht im Sinne großer Teile der hiesigen Bevölkerung. Entscheidungen nicht nach Parteizugehörigkeit, sondern nach Vernunft und Gewissen. Das allerdings muss vorhanden sein.

Reinhard Seidel | Do, 9. März 2017 - 15:10

Populismus war immer salonfähig. Der Populist hört auf das Volk und das das ist wahre Demokratie, denn
Politik soll vom Volke ausgehen. Wer die Stimme des
Volkes übergeht, missachtet, ist kein Demokrat er/sie
ist Autokrat. Diejenigen die Populismus als abwertend und Schimpfwort gebraucht haben, zeigen dass sie keine Demokraten sind und das Volk
sowieso für dumm halten, nur dazu gut einmal alle
4 Jahre das Kreuzchen auf den Wahlzettel zu malen
und sonst gefälligst den Mund zu halten. Das Volk
macht diesen Schwindel nicht mehr mit, es hat erkannt dass die repräsentative Demokratie missbraucht wurde, die Regierung viel versprach, aber nichts hielt und nach der Wahl ganz andere
Prioritäten setzte als versprochen. Deshalb nur eine
Partei wählen, die die Volksabstimmung und den Volksentscheid im Programm hat und verwirklicht.
Pseudodemokraten lehnt das aufgeklärte Volk ab
und wählt die hoffentlich ab!

Dr. Klaus Eckhard | Do, 9. März 2017 - 15:19

Aber ich bitte Sie, sehr geehrter Herr Hartleb! Noch ein Artikel oder gar ein Buch aus der Mainstream- linken Weltsicht. Merkwürdigerweise heißt es, nein, nicht nur in Kommentaren sondern auch in den Nachrichten: die rechtspopulistische AfD, der rechtspopulistische Front National.... Tenor, so eine Schmuddelpartei. Warum nicht rechte oder rechtsgerichtete Partei? Weil man sie desavouieren will, schlechtmachen.
Populistisch ist, wenn man komplexe Sachverhalte vereinfacht dargestellt und dabei Emotionen angesprochen werden.
Was ist dann " Wir schaffen das" oder "Asyl kennt keine Obergrenze"? Hochpopulistisch! Der Begriff ist mittlerweile schon so verbraucht, dass er auch als mittel zur Diskreditierung rechter Parteien nicht mehr taugt. Zum Schluss möchte ich Ihnen noch verraten, wer die auffälligsten Linkspopulisten sind: Roth, Stegner, Kipping, Schulz.

Leider scheint dies Attribut allen der schreibenden Info-Zunft eingeimpft, so weit sie sich zu 'Rechten' äußern. Sogar in 'DIE ZEIT' - bei 2 Artikeln über einen gewissen Martin Schulz und seine Partei suchte ich das Attribut vergeblich - trotz seiner extrem populistischen Worte an 'die hart arbeitende Bevölkerung'. (Um Missverständnissen vorzubeugen: In der Sache liegt da vieles im Argen! - aber dann bitte nachprüfbare Vorschläge auch dieser Populisten - wenn sie keine sein wollen. )

Thomas Sauer | Do, 9. März 2017 - 15:21

wird im Gegensatz zu anderen Bereichen des Lebens, insbesondere in der Wirtschaft, generell mit, zum Teil dreistem Vokabular niedergemacht und nicht mit besserer Politik. Meist sind sich alle etablierten Parteien da immer einig und blasen ins gleiche Sprachrohr. Das war schon immer so (Die Grünen damals: Fantasten, Kommunisten, Kriminelle usw.) und auch das Wort Populist gehört dazu. Eigentlich wird hier ein Aufgabenbereich der Politik, den Teile im Volk (lat. populus)als falsch bearbeitet sehen und der wichtig erscheint. Aktuell ist es die Masseneinwanderung von Mohammedanern, die größtenteils ihre Denkweisen und die Dogmen des Massenmörders Mohammed vor weit über tausend Jahren (um mal Tatsachen mit deutlichen Worten zu benennen)über unsere Werte und Gesetze stellen und stellen wollen. Wäre dieses elementare Problem gelöst, hätte die AfD mit den Nazi-Mitläufern keine Chance. Die Erkenntnis über den faschistoiden Charakter des realen Islam muss leider noch reifen, bis sich was bewegt.

Reinhard Seidel | Do, 9. März 2017 - 15:34

Populismus war immer salonfähig. Der Populist hört auf das Volk und das das ist wahre Demokratie, denn
Politik soll vom Volke ausgehen. Wer die Stimme des
Volkes übergeht, missachtet, ist kein Demokrat er/sie
ist Autokrat. Diejenigen die Populismus als abwertend und Schimpfwort gebraucht haben, zeigen dass sie keine Demokraten sind und das Volk
sowieso für dumm halten, nur dazu gut einmal alle
4 Jahre das Kreuzchen auf den Wahlzettel zu malen
und sonst gefälligst den Mund zu halten. Das Volk
macht diesen Schwindel nicht mehr mit, es hat erkannt dass die repräsentative Demokratie missbraucht wurde, die Regierung viel versprach, aber nichts hielt und nach der Wahl ganz andere
Prioritäten setzte als versprochen. Deshalb nur eine
Partei wählen, die die Volksabstimmung und den Volksentscheid im Programm hat und verwirklicht.
Pseudodemokraten lehnt das aufgeklärte Volk ab
und wählt die hoffentlich ab!

frank.grundmann | Do, 9. März 2017 - 16:19

Da macht es sich Herr Hartleb aber nun doch entschieden zu einfach! Populismus, wenn man die konsequente Auswertung von Wählerinteressen im Wettbewerb um politische Verantwortung so nennen will, ergibt sich heute als unabdingbare Konsequenz aus der krankhaften Stereotypie der Politiker. Zu keinem Zeitpunkt der deutschen Geschichte hat sich der politische Alltag weiter von den Menschen, ihren Meinungen, Interessen und Bedürfnissen entfernt als heute. Trump ist somit keine Zäsur, sondern eine Analogie zur europäischen Entwicklung, quasi eine Inkarnation des politisch Notwendigen. Natürlich macht dies die Politik intoleranter, aber das war auch dringend geboten, längst überfällig. "Dumpfer Antiintellektualismus" geht neuerdings wohl eher von unserer "Elite" aus und die USA für den Referenzpunkt der Demokratie zu halten, war genau der Jahrzehnte dauernde Kardinalfehler. Den Kritiker als "Populisten" zu bezeichnen ist so schön einfach, dem Unfähigen wohlfeil.

Arne Bruhn | Do, 9. März 2017 - 16:21

möchte ich den Autor fragen. So lange, wie uns die Politik als Unterstützer der Finanzwirtschaft daherkommt, brauch niemand 'populistisch' zu sein, die Wahrheit genügt!
Als das Kapital noch nicht entfesselt war, ein Familienvorstand noch seine Familie mit seiner Hände Arbeit ernähren konnte, da war 'soziale Marktwirtschaft noch real erlebbar! Was wir jetzt erleben, liest sich wie das Strafregister:
Betrug, Unterschlagung, Fälschung, Bestechung, Täuschung usw. usw..
Der Autor selbst ist auch 'Wissenschaftler', auch die bedienen sich - mit Hilfe der Politik - generös aus den Steuergeldern. Wen wundert es da, dass die Bürger/innen diese sogenannte 'Eliten' satt haben?
"Angela Merkel, die zeitweise für eine naiv wie gefährlich anmutende „Willkommenskultur“ stand." 'Anmutend', Herr Hartleb? NEIN, das war und ist real naiv und gefährlich! Wir brauchen endlich EHRLICHKEIT und WAHRHAFTTIGKEIT! Möglichst doppelt und dreifach: Politik + Wirtschaft + Wissenschaft.

Hubert sieweke | Do, 9. März 2017 - 16:43

Leider berührt der Kommentar wieder nur die Oberfläche der Probleme. Was ist der Populismus, wenn es ihn geben sollte? sicher nicht die Stimmen derer in Europa, die des Politikansatzes der sich um sich selbst drehenden Parteien überdrüssig sind.
Wer liest, was sich in der Regierung im Sept. 2015 abspielte, wer liest, was sich Kanzlerin, die EU Elite oder teils gewählte Häupter in Europa erlauben, muss feststellen, dass die Bürger widersprechen.
Eine kleine Gruppe von Parteipolitikern versucht seit Jahren, ohne Partizipation der Bürger, unter Ausnutzung jeglicher Desinformation, einen Suprastaat zu bilden, der NIE funktionieren kann. Unsere Kanzlerin, der ich jegliche Fähigkeit auf dem Gebiet seriöser Politik abspreche, ist ein Hemmschuh.
Das eher linke Politik Milieu kämpft um seine Pfründe und die Bürger wollen keine EU, keine Greece Hilfen, keine offenen Grenzen, keine Bevormundung!Nicht die Bürger und LePenn, AFD, Wilders etc sind Populisten, sondern die Elite und Presse!!

Armin Latell | Do, 9. März 2017 - 16:52

ich schaue mir die Zustände in Deutschland oder noch schlimmer in Frankreich an, die behaupteten gemeinsamen Werte der EU, die sich meiner Meinung nach nur auf das Geld des deutschen Steuerzahlers zusammenfassen lassen, die Staatsfinanzen Italiens, Portugals, Spaniens, Griechenlands, die absolut verständliche Widerwilligkeit der Visegradstaaten gegen Merkels Politik einsamer Entscheidungen und Bevormundung, kein Populist könnte die Situation überzogener darstellen als sie in der Realität ist.
Diese Situation ist herbeigeführt in jahrelanger Ignoranz und Überheblichkeit der politischen Eliten, die alle ihre Entscheidungen für sakrosankt hielten und noch immer halten. Nicht die Populisten sind daran schuld. Das selbst denkende Volk hat das zum großen Teil erkannt und möchte das Spiel der Bevormundung und angeblicher Alternativlosigkeit nicht mehr mitmachen.

Armin Latell | Do, 9. März 2017 - 16:54

Meiner Meinung nach haben alle diese Politiker den Krug in den Brunnen des Poulismus genauso gehen lassen, bis er jetzt zerbrochen ist, weil nun auch die Kritiker ihn nutzen. Plötzlich nennt sogar ein Schäuble einen Schulz Populist, wo doch dieser
Begriff für "Etablierte" gegen Kritiker und Rechtspopulisten reserviert war. Die fundamentalen gesellschaftlichen Veränderungsprozesse wollen die wenigsten wirklich haben, weil man erkannt hat, dass diese absichtlich zum Nachteil der europäischen Gesellschaften herbeigeführt werden.
Ich bin mir sicher, dass Ihre Vorstellung von Freiheit, Toleranz, Wohlstand und Weltoffenheit
eine andere ist als die meine. Nicht der Vormarsch der Poulisten macht die Demokratien
intoleranter, sondern die soziale und multikulturelle Inklusion um jeden Preis. Lange Jahre ging es in Europa zivilisatorisch bergauf, die letzten aber deutlich rückwärts und bergab. Dass Sie dies als Modernisierungsschübe bezeichnen, ist deutlich.

Armin Latell | Do, 9. März 2017 - 16:54

Das Lied über das Ende der Nationalstaaten singen genau die Verursacher des in Mode gekommenen Populismus. Da hilft es auch nicht, dem Nationalstaat großzügig noch irgendwie eine Berechtigung zuzugestehen. Man braucht wahrhaftig keine Rechtspopulisten, um gegen diese gesamte in das Mittelalter zurückführende Entwicklung zu sein. Ich fürchte, Herr Hartleb, ich
kann mir ihr Buch nicht antun.

Ich fürchte, auch ich kann mir das Buch nicht "antun". Und wenn ich mir die Kommentare der anderen Foristen ansehe, glaube ich, werden sich die meisten das Buch auch nicht "antun". Pech für Herrn Hartleb, er muss sich eine andere Zielgruppe suchen, jedenfalls nicht die Leser des Cicero.

Karl Heinz | Do, 9. März 2017 - 17:29

Gegen Merkel's Fluechtlingspolitik aber auch gegen die Populisten die was dagegen unternehmen wollen? Uebrigens glaube ich nicht, dass Trump gegen alle Mexikaner geschimpft hat. Er bezog sich auf diejenigen, die die Grenze illegal ueberschreiten. Viele Frauen werden bei dieser Grenzueberschreitung von anderen "Illegalen" und Schleusern (genannt "coyotes" in der Fachsprache) schon vergewaltigt. Darauf bezog sich Trump. Einfach mal "80% Of Central American Women, Girls Are Raped Crossing Into The U.S." bzw. "coyotes rape statistics" googeln. Des weiteren empfehle ich mal Helmuth Nyborgs Videos auf YouTube, was die Folgen der Masseneinwanderung sind, anzusehen.

Volker Brückmann | Do, 9. März 2017 - 19:03

Wenn Menschen von sog. Volksvertretern nicht nur nicht mehr wahrgenommen, sondern aufgrund ihrer politisch nicht "korrekten" Meinung auch noch beschimpft werden, darf man sich nicht wundern, wenn sie aufbegehren.
Wenn, wie die WaS berichtete, die Grenzschließung nicht durchgeführt wurde, weil die BR keine Verantwortung für die dadurch entstehenden "schrecklichen Bilder" übernehmen wollte, stockt einem einfach nur noch der Atem.
Bitte klären Sie mich auf, Herr Hartleb: In welcher seiner Reden hat Trump die Mexikaner in ihrer Gesamtheit als "Kriminelle und Vergewaltiger" bezeichnet?
Worin besteht der unumstößliche Beweis, die US-Wahlen seien durch Hackerangriffe manipuliert worden?
Worin besteht die "russische Aggression" auf der Krim und in der Ukraine? Welche Rolle spielt die CIA?
Inwiefern macht der "Vormarsch der Populisten" unsere Demokratien intoleranter?
Ralf Dahrendorf sagte: "Ein Populist ist nichts weiter als ein populärer Politiker, dessen Programm einem nicht gefällt."

Ralf Grünewald | Do, 9. März 2017 - 19:38

warum gibt es überhaupt so viele Wutbürger. Das dürften ja schon ein paar Millionen sein wenn man sich die Anteile der AFD-Wähler so hochrechnet. Wenn ich schon die Sprüche höre wie: "wir müssen unsere Politik den Bürgern erklären" oder die Kanzlerin den die Probleme von hinten". Mein Gott, ich bin doch nicht auf der Maggi-Suppe daher geschwommen. Was sind das für hilflose und sinnentleerte Antworten, armes Deutschland. Und überhaupt was ist das für ein Rechtsstaat in dem eine Kanzlerin zusammen mit Ihren Lakaien ohne mit der Wimper zu zucken permanent Gesetze oder Verträge brechen darf ohne dass das irgendwelche Konsequenzen hätte? Wie bitte schön soll sich der einfache Bürger Gehör verschaffen, wenn jahrelang gegen Ihn gearbeitet wird? Natürlich fängt der irgendwann an und geht auf die Strasse und brüllt. Wer wirklich glaubt, dass wir in einer echten Demokratie leben der soll ruhig weiter träumen und alle 4 Jahre brav sein Kreuzchen bei der CDU, SPD, den Grünen oder den Linken machen

Reinhard Kreis | Do, 9. März 2017 - 23:51

verachten die Völker. Die Völker antworten mit ihren Vertretern. Der Populist ist der Volksvertreter, wer sonst. Trump will die Macht den US Bürgern zurück geben. Die Populisten Europas machen das gleiche. Hoffentlich gelingt es.

Karin Zeitz | Fr, 10. März 2017 - 00:43

ist der herrschenden Politikerklasse nicht gerade angenehm. Da greift man gern zur Bezeichnung "Populismus", um diese ohne weitere Begründung abzuschmetternzu können.

helmut armbruster | Fr, 10. März 2017 - 11:08

wer auf Wählerstimmen aus dem Volk angewiesen ist muss das Volk (populus) für sich gewinnen , sonst hat er keine Chance.
Da das Volk nun einmal ist wie es ist, also nicht aus Philosophen besteht oder sonst irgendwie vernunftbegabt sind, muss, wer gewählt werden will, sich auf das Niveau des Volkes begeben.
Es ist wie bei der Werbung. Diese versucht ja erst gar nicht den Verstand anzusprechen, sondern zielt mit Hilfe von Assoziationen direkt auf die emotionale Ebene. Anders ist der durchschnittliche Mensch aus dem Volk offenbar nicht zu erreichen.
So gesehen sind alle Politiker Populisten. Ja, müssen es sogar zwingend sein. Lächerlich ist nur, dass einer dem anderen Populismus vorwirft.
Ob wir damit das beste Regierungssystem haben darf hinterfragt werden.

AIDA-Modell : )

1) A - Atention (Aufmerksamkeit wecken, je größer die Schnittmenge u. der Hype sind, um so besser = um so einfacher die Ansage)

2) I - Interest (Interesse wecken = am Ball bleiben)

3) D - Desire (meine Stimme hast Du = überzeugt)

4) A - Action (Kreuz im Sept. 2017 an der RICHTIGEN Stelle machen)

beste was mit dieser Spezies möglich ist. Glaubt denn wirklich noch jemand dass unsere Politiker in unserem Sinne, im Sinne der Bevölkerung handeln? Okay, es mag Ausnahmen geben aber alleine die Tatsache dass das Ausnahmen sind zeigt doch den Zustand unserer Demokratie. Wie kann es sein, dass ein Herr Juncker Konzernen ermöglicht ganze Staaten um Milliarden zu betrügen und unsere Kanzlerin hat noch ein Lächeln für solche Leute übrig? Wie kann es sein, dass unsere Kanzlerin zusammen mit besagtem Herrn Juncker, still und heimlich, eine Paralleljustiz (im Grunde private Schiedsgerichte) einführen will obwohl sie genau weiß, dass die Mehrheit in Deutschland das nicht will. Mir sagt das schon genug, ich habe verstanden. Allerdings glaube ich nicht, dass die AFD das viel anders machen wird, sie reden nur nicht so viel darüber. Ich befürchte, dass Alles nur noch viel schlimmer wird aber vielleicht haben wir ja auch gar nichts anderes verdient.

Bernhard Jasper | Fr, 10. März 2017 - 15:05

Aufmerksamkeit - Wahrnehmung - Interpretation. Dann folgt die Bewertung, die eine Aussage über eine Aussage macht. Es wird sozusagen selektiert. Der Rezipient verknüpft es dabei mit den eigenen Beständen von Wissen und Erfahrung. Dann wird nochmal eine selektive Operation vorgenommen. Es wird nämlich neu konstruiert. Die Personen drücken dann ihre Ansichten und Werte aus. Übrig bleibt oft eine Komplexitätsreduzierung.

Populistische Aussagen sind in differenzierten Gesellschaften auch von daher nicht praxistauglich. Sie sind in der Wirklichkeit nicht umsetzbar, weil es eben nicht das homogene „Volk“ gibt.

Jürgen Schad | Fr, 10. März 2017 - 17:36

Tut mir leid, Herr Dr. Hartleb, es mag daran liegen, dass wir hier nur einen Auszug aus Ihrem Buch vorliegen haben: Mir ist nicht deutlich geworden, was nun genau unter einem Populisten zu verstehen ist bzw. Sie darunter verstehen; auch die Differenzierung eines Populisten und eines Demagogen wird von Ihnen nicht wirklich verfolgt.

Werner Schick | Fr, 10. März 2017 - 23:05

Werter Herr Wienroth, sie halten einen Großteil der Journalisten für unkritisch, ich glaube es ist die berechtigte Angst um ihren Arbeitsplatz, wenn sie die Wahrheit schreiben.
Schon John Swinton, Chefredakteur der New York Times offenbarte sich vor mehr als 100 Jahren wohlweislich in seiner Abschiedsrede, "wenn ich auch nur an einem einzigen Tag die Wahrheit geschrieben hätte, so wäre ich noch am gleichen Tag entlassen worden".
Die Journalisten verbreiten nur die Wahrheit, die von ihren Arbeitgebern gewollt ist. Wir sollten daher die wahren Verursacher dieser Irreführung und Manipulation in den Fokus nehmen: Frau Springer und Frau Mohn. Die Journalisten werden nur als Werkzeuge missbraucht.
Wessen Brot ich ess, dessen Lied ich sing.

Torsten Knecht | Sa, 11. März 2017 - 17:25

Die Kernfrage ist nicht, was man gegen Populismus tun kann sondern ob die Politiker zum Wohle des Volkes regieren?
(u. w. d. für welche Bev-schicht, Lobby usw.)

Und bitte nicht die Wirkung ("Populisten") mit der Ursache (F-krise...) verwechseln.

Paul Liesner | Sa, 11. März 2017 - 22:19

Mir ist diese Debatte schon seit einiger Zeit ein Dorn im Auge. Ausgehend vom lateinischen Begriff populus (das Volk) war Deutschland immer stolz auf den Staatsbegriff das Volk. Ich erinnere nur an Volkswagen (VW), Volksparteien , Volksmusik und ganz besonders während der Wendezeit an den Ruf der Bürger " Wir sind das Volk". Was ist daran schlimm? Vorm Eingang des Berliner Reichstages steht in großen Buchstaben geschrieben "Dem Deutschen Volke". Vor Gericht werden Urteile "Im Namen des Volkes" gesprochen und so sollte es bleiben.
Fazit aus meiner Sicht: Hier wird eine reine Scheindebatte, unterstützt durch die Mainstreampresse geführt, um selbst an den Fleischtöpfen der Politik teilhaben zu können. Nur noch widerlich. Ich erinnere an das GG
Art 20. Absatz (2) Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.

Ernst Laub | So, 12. März 2017 - 12:38

Merkel und ihre Vasallen verhindern als irgendwelche angebliche "Populisten".

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