Politik und Glaube - Willkommen in der Merkel-Kirche!

Kisslers Konter: Wieder einmal wird die Kanzlerin durch einen Kirchenoberen ausgezeichnet. Doch der enge Schulterschluss mit der Regierung schadet der Kirche. Sie wird immer belangloser und schrumpft zum Milieuverein

Angela Merkel und Kardinal Reinhard Marx
Im Namen der Barmherzigkeit für die Kleinen verbrüdern sich die Kirchen mit den Mächtigen / picture alliance

Autoreninfo

Alexander Kissler ist Ressortleiter Salon beim Magazin Cicero. Er verfasste zahlreiche Sachbücher, u.a. „Dummgeglotzt. Wie das Fernsehen uns verblödet“, „Der aufgeklärte Gott. Wie die Religion zur Vernunft kam“ und „Keine Toleranz den Intoleranten. Warum der Westen seine Werte verteidigen muss“.

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Auf den kommenden Mittwoch darf sich Angela Merkel freuen. In Stuttgart wird die Bundeskanzlerin mit einem Preis ausgezeichnet. Er ist nach einem 1945 von den Nationalsozialisten ermordeten Widerstandskämpfer benannt, dem katholischen Zentrums-Politiker Eugen Bolz. Prämiert werden soll Merkels Einsatz gegen „rechtsradikale Bewegungen“, für die „humanitären und christlichen Werte der Europäischen Union“ und für „eine Willkommenskultur“. Die CDU-Politikerin gestalte Politik „aus christlicher Verantwortung“.

Man kann lange darüber sinnieren, ob der hehre Kriterienkatalog mit Stellenbeschreibung und Amtsführung identisch sind. Ob Selbstverständlichkeiten wie das Einschreiten der Staatsspitze gegen staatsfeindliche Umtriebe preiswürdig sind, ob nicht eine scharfe Grenze verläuft zwischen humanitären und christlichen Werten, ob nicht die gesellschaftlichen, sozialen, finanziellen Folgekosten des nachträglich zur Willkommenskultur aufgehübschten Kontrollverlusts diese vermeintliche Kultur als unklug, wenn nicht verblendet erscheinen lässt und somit unbiblisch. Als Torheit ohne Mandat. Unstrittig aber wird sich am Mittwoch politisch-klerikale Milieupflege vollziehen. Zum Lobredner auf Angela Merkel ist Reinhard Marx erkoren, Vorsitzender der katholischen Bischofskonferenz.

Froher Dienst an der Exekutive

Böse Zungen mögen einwenden: Wann war er etwas anderes, der München-Freisinger Erzbischof? Wozu, wenn nicht zum Lobe Merkels, hat sich ihm jüngst die Zunge gelöst? Er und sein evangelisches Pendant, Heinrich Bedford-Strohm, gelten als der Kanzlerin treueste Fanboys. Und dienten Preisverleihungen je einem anderen Zweck als der Milieuvergewisserung? Man denke an die bizarre Auszeichnung des Euros mit dem Internationalen Karlspreis, an die kontrafaktischen Friedensnobelpreise für Jassir Arafat und Barack Obama oder an die Europäische Toleranz-Medaille 2016 für Martin Schulz, die Tony Blair dem Würselener überreichen soll. Politische Preise sind neuer Kitt zwischen alten Partnern, die vom selben Tellerchen essen und im selben Bettchen schlafen.

Die politisch-klerikale Kohabitation vollendet darum den Wandel der Kirche zum Milieuverein. Die Verengung der Klientel ist der Preis der Politisierung. Die Kirchensteuerkirchen entrichten ihn gern. Sie verbrüdern sich – absurderweise im Namen der Barmherzigkeit für die Kleinen – mit den Mächtigen, weil dort Beifall, Macht und Bestandsgarantie locken. Die Reinhard-Marx- ist die Gesine-Schwan- ist die Angela-Merkel-Kirche.

Ob Gesine Schwan die katholische Kirche lobt, weil sie „Kurs hält in der Flüchtlingspolitik“; ob Angela Merkel vor katholischem Publikum die Probleme und Gefahren unregulierter Zuwanderung mit den Schwierigkeiten „nach der deutschen Einheit“ vergleicht und verniedlicht; ob Bischöfe im Wahljahr 2017 Einsatz erbitten für „gut funktionierende Institutionen“ (Reinhard Marx), ob sie Bekenntnisse fordern zu den „Grundwerten des demokratischen Rechtsstaates“ (Stephan Burger) oder davor warnen, „die Demokratie und ihre Errungenschaften in schlechtem Licht erscheinen“ (Helmut Dieser) zu lassen: Das ist alles eins. An der Treue zum Diesseits sollt ihr sie erkennen. Und am frohen Dienst an der Exekutive.

Steigende Einnahmen, leere Kirchenbänke

Wer heute eine Kirche betritt, sich vielleicht einem Gottesdienst aussetzt, der weiß, was er meistens bekommt: das gute Gefühl, auf der politisch richtigen Seite zu stehen. Also „für Flüchtlinge“ und „gegen rechts“ zu sein, für Merkel und gegen Trump, für Klimaschutz und gegen Einwegflaschen. So dröhnt, so flötet es von den Kanzeln herab.

Politik beruht indes auf Grenzen. Sie scheidet das Publikum grundsätzlich in jene, die zustimmen, und jene, die ablehnen. Insofern führen Milieupflege und Klientelismus zur Selbstverzwergung. Die politisierte ist die entleerte Kirche. Sie macht aus Gläubigen zahlende Claqueure. In Österreich ist es amtlich: Die Einnahmen steigen dort ebenso wie die Austrittszahlen. Auch in Deutschland stehen „sechs Milliarden Euro Kirchensteuern von den deutschen Katholiken, mehr als je zuvor“, einer grassierenden Flucht aus ebendieser Kirche gegenüber. Sie hat sich zu Tode gesiegt. Sie zehrt von wirtschaftlicher Prosperität und Staatsnähe. Reicher waren Kirchen nie, belangloser auch nicht.

So bietet sich dem Betrachter ein tragikomisches Schauspiel. Die vereinte Elite von Staat und Kirche versichert sich wechselseitig ihre Unverzichtbarkeit. Sie kraulen einander den Bart, herzen und umarmen sich, während die Wetter draußen aufziehen. Kein ewiger Aufschwung ist in Sicht, kein Jubelchor für das Regierungshandeln, kein Seelensturm der Erlösten. Bald werden die Kirchen Vermögensverwaltungen sein mit eingebauter Weltverbesserungsrhetorik. Der Staat wird sich ihrer bedienen, denn jeder Sonntag braucht eine Rede. Mit Sonntagen kannten sich die Kirchen einmal aus.

Martin Lürßen | Fr, 27. Januar 2017 - 16:40

...ist doch eine nette Geste der Dankbarkeit der großen Kirchen für die Kanzlerin, die so eifrig für eine massive Umverteilung des Geldes der Bürger an kirchlichen Organisationen gesorgt hat.
Eine fundierte Aufstellung wieviel der 22+ Milliarden, die für Wirtschafts- und andere Flüchtlinge ausgegeben wurden bei den Kirchen, also Caritas, diakonie et al hängengeblieben sind, wäre höchst interessant.

Natürlich haben Sie recht! Aber man sollte auch bedenken, dass unzählig viele soziale Einrichtungen wie Schulen, Krankenhäuser, Kindergärten, Altenheime und Hospize von den Kirchen getragen werden. Was würde das kosten, wenn es der Staat übernehmen würde!

Geringfügig mehr, denn die Freiwillig Helfenden müssten ersetzt werden. Die aber kosten auch - nicht gerade A13, sie kosten aber, und ob ihre Arbeit so effizient ist wie der Hauptberuflichen bleibt fraglich. Eine Nachfrage bei AWO und DRK bezügl. der Kosten ihrer Kindergärten und dann der Vergleich wäre sicherlich klärend - das Gleiche gilt natürlich auch für die entsprechenden Einrichtungen im Gesundheitswesen.
Vielleicht könnte man mit einer Säkularisierung einige unsägliche pietistische Erscheinungen und Entscheidungen abwenden.

Lieber Peter Schultheiß,

ein wenig mehr Information über die realen Fakten der opulenten staatlichen Geldverteilung an die deutschen Kirchen sollten auch Sie als braver Kirchgänger beherzigen, bevor Sie hier relativ unwissend drauf los posten.

Vielleicht hilft Ihnen aber eine alte, immer noch gültge Aphorisme weiter.
„Sprach der König zum Priester: Halt' du sie dumm, ich halte sie arm." (Unbekannt)

Auch ein FAZ Artikel ist ganz hilfreich zu diesem bekannten Thema:

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/violettbuch-kirchenfinanzen-wie-d…

Ganz traumatisch wir die staatliche Finanzierung, wenn man bedenkt, dass alles immer noch auf dem Reichskonkordat von 1933 beruht. (Als Reichskonkordat wird der am 20. Juli 1933 zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Deutschen Reich geschlossene Staatskirchenvertrag bezeichnet und heute noch Gültigkeit besitzt!

"DER STAAT also die STEUERZAHLER BEZAHLEN ALL DIE SOZIALEN EINRICHTUNGEN, die Sie Peter Schultheiß "den angeblichen ach so christl. Kirchen" zukommen lassen und Sie P. Schultheiß kein Wissen darüber haben, dass nicht die Kirchen "soziales leisten," sondern die Politiker d. Volk abkassieren, um die Kirche mit Milliarden zu stopfen!!! "Christliche Mastganz = schon immer d. Volk" und "gemolken," wird bei den dummen Schäfchen! Der moralische "christl. Defekt" - siehe Bibel - "wer uns versklavt, ausbeutet und - wem - die Kirchen wie die Politiker nachfolgen! Nicht GOTT dessen Wesen d. reine vollkommene Liebe ist - sondern einzig dem Teufel! Gier und Machtbesessenheit ist an ihren Taten zu begreifen und nicht "aus ihren verlogenen Gottesloben!" Pfui Teufel

Herbert Trundelberg | Fr, 27. Januar 2017 - 16:46

die Pfaffen von diesem herrschaften das geld vorne und hinten hinein gesteckt bekommen und auch noch als Verein unterstützt werden, sowie nicht nur die Kirchensteuer sondern auch noch Steuergelder bekommen wird sich wohl auch nichts ändern.

Volker Brückmann | Fr, 27. Januar 2017 - 22:37

In reply to by Herbert Trundelberg

Herr Trundelberg.
Doch zumindest die Kirchensteuer MUSS niemand entrichten, wenn er es nicht will.
Einfach diesen evangelisch-katholischen Verein (ist sowieso die gleiche Suppe) verlassen.
Das habe ich vor 35 Jahren bereits getan.

Andreas Pichler | Do, 2. Februar 2017 - 14:03

In reply to by Volker Brückmann

Falsch,Herr Brückmann.Ich als Unternehmer bin gezwungen,für meine Angestellten anteilmäßig Kirchensteuer zu zahlen.Und das regt mich wahnsinnig auf.

Ralf Maier | Mi, 15. Februar 2017 - 00:29

In reply to by Andreas Pichler

Nicht Sie zahlen die Kirchensteuer, sondern Ihre Mitarbeiter... jeder einzeln mit seiner Entscheidung! Und das ist gut so!

Marianne Stuber | So, 29. Januar 2017 - 00:34

In reply to by Herbert Trundelberg

Sowohl von Marx wie auch von Bedford wird Humanität angemahnt. Ich höre aber von diesen beiden eifrigen Männern keinen Ton, dass Tausende Abtreibungen stattfinden, obwohl diese nicht nötig wären.
Es gibt alle Möglichkeiten zur Verhütung, sogar die Pille danach. Da wird Leben abgetötet, scheint euch fromme Herren nicht weiter zu tangieren. Hauptsache euere Pfründe sind gesichert. Mischt euch nicht in die Politik ein, kümmert euch um werdendes Leben das abgetötet wird. Da könnt ihr euere Christlichen Münder aufreißen.

Wolfgang Richter | Mo, 30. Januar 2017 - 21:01

In reply to by Herbert Trundelberg

Neben der vom Staat eingetriebenen Kirchensteuer kassieren sie jährlich um die 500 Millionen Euronen, gegeben mit der Begründung als Ausgleich für die von Napoleon vorgenommene Säkularisierung u. die damit verbundenen Wertverluste. Eine gesetzlich-vertragliche Regelung dazu gibt es meines Wissens seither nicht. Wenn man es mit Trennung von Staat und Kirche wirklich erst meinen würde, sollte man hier schon mal ansetzen. Aber auch in anderen Bereichen, z. B. dem sog. Kirchenasyl, schaffen sich die Kirchenvertreter nicht zu rechtfertigende rechtsfreie Räume. Gleiche Frage stellt sich zu den medizinischen Versorgungsstellen z. B. von der Caritas, unterstützt mit Steuergeldern, zur medizinischen Versorgung von Leuten ohne Krankenversicherung, ein großer Anteil davon in die Illegalität abgetauchte Zuwanderer ohne Aufenthaltsrecht. Humanität wird vorgegeben zu praktizieren, jedoch die Rechtsordnung mit staatl. Billigung / Finanzierung unterlaufen.

Harro Meyer | Fr, 27. Januar 2017 - 16:48

Frankreich hat sie seit 1780 hinter sich: Die Trennung von Kirche und Staat. Wir haben seit 1933 ein Konkordat von Adolf Hitler. Ob das auf Dauer reicht?

Yvonne Walden | Sa, 28. Januar 2017 - 12:08

In reply to by Harro Meyer

Vom engen Schulterschluß der beiden privilegierten Großkirchen in Deutschland (Evangelische und Katholische Kirche) profitierten bislang sowohl diese Kirchen als auch die politischen Parteien, insbesondere die Unionsparteien.
Durch den anhaltenden Mitgliederschwund der Kirchen bröckelt diese enge Partnerschaft.
Leider mutieren die meisten konfessionsfreien Menschen nicht zu Atheistinnen oder Atheisten, sondern zu Agnostikerinnen und Agnostikern (Agnostizismus - Lehre von der Unerkennbarkeit des wahren Seins), können sich also überwiegend nicht zu der Überzeugung durchringen, daß wir Menschen uns unsere Götter bzw. unseren Gott nach unserem eigenen Bilde geschaffen haben.
Somit existieren diese Götter bzw. existiert dieser Gott nur in unserer Phantasie, in unserer Gedankenwelt.
Trotz der Nicht-Beweisbarkeit eines göttlichen Wesens verkünden die Religionen unbeirrt ihre "göttlichen Lehren".
Wann endlich werden diese Praktiken grundlegen durchschaut?

Nicht alles, was nicht bewiesen ist, existiert nicht automatisch nicht. Indes fehlt Ihrer atheistischen Überzeugung ebenfalls als Beweiskraft die Nichtexistenz Gottes. Demgegenüber halte ich auf Grund der faktischen Unendlichkeit unseres Universums mit all seinen Phänomenen und der Feinabstimmung der Naturkonstanten die agnostische Sichtweise für die ehrlichere.

"Leider mutieren die meisten konfessionsfreien Menschen nicht zu Atheistinnen oder Atheisten, sondern zu Agnostikerinnen..."

Als konfessionsfreier Mensch ziehe ich die Entscheidung der Mutation vor.

"...können sich also überwiegend nicht zu der Überzeugung durchringen,..."

Und wenn diese Entscheidung Agnostiker lauten sollte, dann nicht, weil mir die Fähigkeit fehlt mich zu einer Überzeugung durchzuringen.

"...daß wir Menschen uns unsere Götter bzw. unseren Gott nach unserem eigenen Bilde geschaffen haben."

Als Agnostiker ist mir eine mögliche Existenz Gottes (bewusst) gleichgültig.
Deshalb ist es völlig Wurst Wer Wen nach Wessen Vorbild geschaffen hat.

-beweises, Frau Walden. Th.v.Aquin!

Ich finde es immer ziemlich lächerlich, wenn die sogen."Aufgeklärten" und Modernisten ala A.Comte sich hinstellen und hämisch darauf hinweisen, daß die Zielscheibe ihres Resentiments... keinen BEWEIS ihres Glaubens habe...!

Ein Beweis Gottes (im Sinne der Empirie ebenso wie der Logik) ist definitionsgemäß für einen Gott kaum möglich. Die "Gottesbeweise" waren immer nur Versuch, eine logische Stringenz darzustellen.

Im Resümee ist der christliche Gott evidenter als alle Götzentheorien der Neuzeit.
Es ist nie die Frage, OB man glaubt; es ist immer nur die Frage, WORAN einer glaubt!

Sehr geehrte Fr. Wilden,
Ihre Argumentation mit dem fehlendes Gottesbeweis ist so alt wie irreführend. Gäbe es einen solchen Beweis, wäre Glaube verzichtbar. Sie bedauern, dass konfessionslose Menschen nicht zu Atheisten mutieren. Kann Ihr Bedauern absolut nicht teilen. Ich bin im Gegenteil der Auffassung, dass man gläubig sein kann, ohne der Institution Kirche anzugehören. Ich könnte noch weitergehen, indem ich sage, dass man nicht mehr der Kirche angehören kann, wenn man gläubig ist.

ingrid Dietz | Sa, 28. Januar 2017 - 16:17

In reply to by Harro Meyer

was der deutsche Steuerzahler alles mögliche und unmöglich an die (reichen) Kirchen bezahlen muss. Und die Kirchenfürsten lassen sich für die gesponserten Wohltaten auch noch loben und huldigen !
Trennung von Staat und Kirche - wie in Frankreich - ist längst überfällig.
Leider traut sich kein Politiker / keine Partei an dieses "heikle" Thema ran.

Wie Sie richtig sagen, existiert sie in der Praxis in Deutschland überhaupt nicht: Eintreiben der Kirchensteuer durch den Staat, Religiöse in Rundfunk- und Fernsehräten, Bezahlung der kirchlichen Lehrstühle und und der Gehälter von Bischöfen, gesetzlich festgelegte Ausnahmen für die Kirchen im Arbeitsrecht, und viele mehr Verquickungen. Auch der Paragraph 161 StGB, der Beleidigung religiöser Gefühle unter Strafe stellt.
All dies verhindert, dass der Staat den Religionen und ihren Auswüchsen wirksam entgegentreten kann. Deshalb wird auch in der Auseinandersetzung mit dem Islam die von Boualem Sansal gestellte, wichtige Frage ob diese Religion verantwortlich ist, für die Verbrechen die in ihrem Namen begangen wurden und werden, nicht beantwortet, Sie wird nicht einmal gestellt.

sehe ich als Katholik für die Kirche zunehmend nur noch einen Weg: Aufkündigung des Konkordats und Konzentration allein auf den Glauben!
Es ist sinnvoller eine ärmere Kirche zu haben, die nicht mehr in diesem Maße sozial tätig ist, die wenig politischen Einfluß hat etc. als eine entkernte glaubensleere Kirche, die nur noch moralisiert, die sich der Politik andient und sich nur noch um die Nähe zu den Möchtigen kümmert und Verwaltung ihr Heil nennt. Solch eine Kirche ist wertlos.
Die deutschen Kirchen müssen ärmer werden, um den Glauben nicht vollends aufzuopfern!

Johannes Schneider | Fr, 27. Januar 2017 - 16:50

Als Katholik darf ich auf das Evangelium verweisen: "Gebt dem Kaiser, was des Kaisers und Gott, was Gottes ist." Viele Episkopoi sollten eine Nuss in ihrem Wappen haben - als Zeichen ihrer Feigheit.

Matthias Junglewitz | Fr, 27. Januar 2017 - 17:54

In reply to by Johannes Schneider

Daumen hoch. Es ist wirklich nicht zu glauben. Die Basis ist ziemlich am rumoren und viele, die auch beruflich mit Flüchtlingen zu tun haben sind ziemlich ernüchtert. Auch weil sie feststellen müssen, dass viele Flüchtlinge mit dem grünen Buch es als selbstverständlich ansehen, dass sich die Einheimischen bei ihnen integrieren müssen und nicht umgekehrt. Und Ansprüche haben, dass einem die Spucke wegbleibt. Nicht alle, aber da die meisten damit durchkommen werden es immer mehr.

Irene Gottschling | Fr, 27. Januar 2017 - 23:11

In reply to by Johannes Schneider

"Gebt dem Kaiser, was des Kaisers und Gott, was Gottes ist." Dazu noch ein Zitat: Es sagte der Kardinal zum Fürsten im Anbetracht der vor ihnen knienden Gläubigen: „Halt du sie arm, ich halte sie dumm!“ Persönlich gehöre ich nichtmehr zu den Knienden!
Und schon wieder möchte ich mich bei Herrn Kissler für seinen aufschlussreichen und stilistisch hervorragenden Beitrag bedanken!

Harro Meyer | Mi, 1. Februar 2017 - 16:21

In reply to by Johannes Schneider

"Gebt dem Kaiser was des Kaisers ist und Gott, was Gottes ist"
Ich war noch dabei, als im Jan. 1945 meine Mutter bei einer Privataudienz seine Em. Lorenz Kardinal Jäger zur Haltung gegenüber den Juden befragen wollte und mit diesem für uns in dieser Lage (Wir halfen einem versteckten Juden) wertlosen Satz abgespeist wurde. Den Segen haben wir allerdings bekommen. Ein Grund für mich, an diesem religiösen Milljöh ein Leben lang zu zweifeln.

Klaus Damert | Fr, 27. Januar 2017 - 17:01

In der kirchlichen Glaube und Heimat berichtet ein Pfarrer i. R. über eine kirchliche Gedenkveranstaltung zum islamistischen Anschlag in Berlin: zuerst "wurde uns von der Gesprächsleitung, sehr wohlmeinend, zweierlei nachdrücklich ans Herz gelegt: 1. Die Ereignisse in Berlin würden uns Deutschen die Verbrechen des Faschismus ins Gedächtnis rufen. 2. Wir sollten jetzt vor allem an die vielen Muslime denklen, die friedlich unter uns leben."
Man könnte heulen über solche Amtsträger - aber sie werden ja vom Steuerzahler alimentiert. Da muss man sich schon mit der Regierung gut stellen - war vor 1945 wenig anders.

Christiane Bohm | So, 29. Januar 2017 - 21:44

In reply to by Klaus Damert

Von wem bekam die Gesprächsleitung ihre Anweisung?

Nachdem ich ein Buch über Vatileaks gelesen habe, war mir klar,die kathol Kirche tut für Geld alles.

Ralf Grünewald | Mo, 30. Januar 2017 - 13:26

In reply to by Klaus Damert

da fehlen einem fast die Worte, was eigentlich nur zeigt in welchem erbärmlichen Zustand unsere postfaktische Demokratie wirklich ist und wie sich die Kirche anbiedert. Widerlich.

Bernt Bengsen | Fr, 27. Januar 2017 - 17:21

und auch heute noch legen die Bischöfe - man fasst es nicht - "Treuegelöbnisse" gegenüber den Ministerpräsidenten der Länder ab, zuletzt Kardinal Woelki bei Frau Kraft von der SPD. Das war Hitlers Bedingung für die Beteiligung der Kirchen an den öffentlichen Abgaben. Hitler ist Pate - so ungern man das hören mag - des kirchlichen Wohlstandes auf staatliche Kosten.

Michaela Diederichs | Fr, 27. Januar 2017 - 17:24

Schön, dass Sie wieder an Bord sind, Herr Kissler. Vielen Dank für Ihren Artikel. Warum wird dieser Preis nicht symbolisch christlichen Flüchtlingshelfern gewidmet? Das hätte Sinn gemacht. Es umarmen sich Eliten, die sich zu Tode gesiegt und abgewirtschaftet haben. Sie vergewissern sich gegenseitig, wie großartig sie sind. Nur leider wird das von einem Teil der des Wahl- und Kirchenvolkes nicht mehr so gesehen. Kirche und etablierte Parteien sollten sich darauf einstellen, dass ihnen das Volk immer mehr abhanden kommt. Geschlagene wissen, wenn es keines Bemühens mehr bedarf. Kirche zeigt hier einmal mehr, dass das Kirchenvolk ihnen vollkommen egal ist.

Christa Wallau | Fr, 27. Januar 2017 - 17:26

Als ob es jemals anders gewesen wäre: Die Kirchen-Oberen kungeln mit dem Staat, der ihre
Pfründe sichert.
Dies vermögen sie zur Zeit umso leichter zu tun als sie ja mit der (falsch verstandenen) Nächstenliebe Merkels wahnwitzige Migrantenpolitik argumentatorisch wunderbar glauben unterstützen zu können. Und das biblisch (und allgemein) ungebildete Kirchenvolk nimmt ihnen das auch noch ab!
Als Christin (Katholikin) innerhalb der AfD fühle ich mich - zusammen mit anderen, engagierten
Christen - wie ein Dissident in einem meinungsbestimmenden System, das mich am
liebsten ausstoßen würde, wenn es nicht auffiele. Irgendwie stärkt mir das den Rücken:
Es waren ja nicht die schlechtesten und dümmsten, die ihren Kopf für gegenteilige Überzeugungen in der Geschichte des Christentums hinhielten.
(Hinterher - wenn sich der "Mainstream" als Irrtum und Unrecht herausgestellt hatte - war die Kirche übrigens immer ganz schnell bereit, die früheren Dissidenten als Helden/Heilige zu vereinnahmen!)

und klarem Verstand mit JA.
Sofern Sie sich als das Nicht-Identische nicht gleich als das Wahre begreifen.
Sie können spenden, wenn Sie Geld erübrigen können.
Ich würde der Kirche aber von meiner Seite nicht vorwerfen, dass sie eine Institution ist, mit allen Mängeln aber auch Vorzügen.

Bei dieser Gelegenheit möchte ich Ihnen meinen Dank ausdrücken für Ihr Engagement in dieser Gesellschaft, dieser Partei und für die Demokratie. Behalten Sie bei all dem politisch und medial aufgestachelten Hass Ihre Zuversicht und Ihre Verantwortung für Ihre Mitmenschen mit Liebe im Auge. Menschen wie Sie geben so viel Zuversicht für eine lebenswerte Zukunft in diesen politisch trostlosen Tagen.

...lieber Herr Pfohe, möchte ich mich bedanken.
Sich in seinem redlichen Bemühen verstanden und anerkannt zu wissen,
tut sehr gut und gibt Kraft zum Weitermachen.
Herzliche Grüße an Sie und Ihre Familie
Christa Wallau

dass eine Kirche sich eher darin gefällt, sagen wir sehr viele Mitmenschen auszugrenzen, anstatt sich auch in ihnen zu sehen.
Es hat dann für mich leicht das Geschmäckle der Selbstfeier.
Darin sehe ich evtl. einen Zusammenhang zur Weimarer Republik, dem die Gründungsväter der Bundesrepublik doch Rechnung trugen, indem die Gewalt WIEDER vom Volk ausgehen sollte. Diejenigen, die der NSDAP zujubelten waren auch die, die Antworten suchten und sie nicht bekamen.
Damals gab es noch eine herrschende Klasse, Demokratie war noch nicht Souveränität.
Heute gibt es eine moralische Klasse, die besser nicht ausgrenzt, ihre Moral im Angesicht der Fragenden feiert und von diesen bezahlen lässt.
Die Verbrechen des deutschen Volkes wiegen schwer, aber solange sie suchen und fragen leichter als die Selbstgefälligkeit jedweder herrschenden Klasse, ob hier oder in Syrien auf Seiten Assads oder der Rebellen oder Kurden.
Die USA/Russen sollten sich nicht einreihen.
Ich opfere Europa nicht dafür.

Crista, ich kann ihnen nur noch zustimmen. Was die Kirche da veranstaltet, wie die seit einiger Zeit agiert, darüber kann ich mich nur noch wundern. Ich bin in dieser Kirche, bin gläubiger Katholik, bin aber entsetzt, was da vor sich geht. Diese Verbrüderung von Staat und Kirche,diese einseitige Parteinahme zu Gunsten von Merkel, dazu jetzt noch Auszeichnung, das alles ruft in mir ein seltsames Gefühl hervor. Wem dient eigentlich diese Kirche heute? Was ist eigentlich das Christentum noch und worum kümmern sich die Vertreter , die Geistlichkeit , dieser Religion? Ich bin irritiert.

Im Westen war es jahrzehntelang üblich, als Christ CDU zu wählen.
Es war für meine Oma ein Riesenschritt, davon einmal abzuweichen und dann lag es wahrscheinlich an einer besonderen Persönlichkeit der SPD.
Aber die Kirche lief nicht der Politik hinterher und hätte niemals solche "Forderungen" nach Islamisierung Europas gestellt.
Die katholische Kirche hat es in Europa nicht einmal zur wirklichen Anerkenntnis und Gemeinsamkeit mit der evangelischen Kirche geschafft, da probt man die gemeinsamen "Knieschoner" mit dem Imam?
Es kommt mir entsetzlich unbedarft vor und das ist es vielleicht auch. Es sind die Kinder unter den Erwachsenen an der Macht, sehr spät Geborene.
Das Problem ist doch eher, dass "niemand" solch eine Politik hier verstehen kann, als dass es eine zu große Nähe von Kirche und Staat gäbe.
Wenn nur die Grünen aus vollem Herzen der Kanzlerin applaudieren, sollte die Kirche einmal nachdenken, die haben es nicht so mit Kirche und Heilslehre.
"Junge" Kirche will Grün.

Svenja Gerwing | Fr, 27. Januar 2017 - 17:33

Nach all der Lobhudelei der letzten Wochen hier, berichtet der CICERO endlich wieder über die Realität!
Unsere graue Wirklichkeit lässt sich leider nicht mit grell-roten Sozialismusrüschen verzieren oder gar lösen!
Hoffentlich merken das auch irgendwann "unsere" Volksvertreter und ihre schon zu Lebzeiten heilig gesprochene Regierungscheffin!

Martin Wienand | Sa, 28. Januar 2017 - 00:49

In reply to by Svenja Gerwing

So der neue Spiegel-Titel mit Schulz und Heiligenschein. Schulz könnte auch in klerikalem Gewand daherkommen.

Ja, Frau Gerwing, habe ich auch nicht ausgehalten diese Schmidt-Lobhudelei auf allen Kanälen.

Langsam scheint die Realität wieder Hinzu zu halten.

Johannes Luig | Fr, 27. Januar 2017 - 17:47

Danke Herr Kissler. Das war stilistisch und inhaltlich mal wieder beeindruckend. Ausser dass man Claqueure so schreibt. Pardon.
Ich möchte noch etwas Persönliches hinzufügen: vor kurzem bin ich selber aus der Kirche ausgetreten. Es hat wehgetan.
Ich habe vieles ertragen. Den Missbrauchsskandal. Trebart von Elst. Sexuelle Bevormundung. Zölibat.
Aber ich bin auch - Kirchen -Musiker. Bach, mein Evangelist. Mozart,eine Offenbarung.
Aber die Naivität des Papstes, die Tränen nach Lampedusa vor den Kindersärgen. Und heute das Verschweigen der tausenden Ertrinkenden.
Wir tragen mit dem Offenhalten unserer Grenzen dafür die Verantwortung. Denn wir locken sie her. Locken sie auf die grauen Plastikboote.
Und der Zynismus schreit aus den selbstgerechten Predigten dieser Pharisäer.
Aber alle die, die jetzt nicht mehr in die Kirche gehen, weil sie die Heuchelei nicht ertragen, werden am 24 September statt in den Beichtstuhl in die Wahl Kabine gehen. Mit Macht. Gelobt sei JS. J.luig

Eduard Schilling | Fr, 27. Januar 2017 - 18:06

Das perfide an der Sache, ist ja, das man ihren Säkel, erst noch füllen muss um da raus zu kommen!30 EU

Axel Kreissl | Fr, 27. Januar 2017 - 18:28

Bei einem Gottesdienst in der Weihnachtszeit war ich in einer frisch renovierten Kirche. Nur die Rückwand im Altarraum war noch kalkweiss und ich dache, das wäre ein guter Platz für ein großes Kreuz bis zur Decke. Plörtlich tauchte dort vor meinem geistigen Auge das Gesicht der Kanzlerin auf, nicht das des Gekreuzigten. Es passte auch viel besser zu dem, was da gepredigt wurde. Das ist noch nicht lange so, aber ganz massiv, seit die Bischöfe der 50er Jahrgänge übernommen haben. Es ist absolut belanglos. Die deutsche katholische Kirche erinnert stark an eine Konkurrenzorganistaion zur Welthungerhilfe, aber der Hunger, der eigentlich gestillt werden soll, ist ja ein ganz anderer. Papst Benedikt XI. forderte die Trennung von Kiche und Staat, denn jede Staatskirche verkündet die Wahrheit des Staates, sie soll aber die absolute Wahrheit, die Wahrheit Gottes verkünden, die sich in Ewigkeit nicht ändert allen Staatsformen zum Trotz, welche nur kurze Zeiterscheinungen sind.

Kostas Aslanidis | Fr, 27. Januar 2017 - 18:35

die Probleme der unregulierter Zuwanderung mit den Schwierigkeiten nach der deutschen Einheit. Unfassbar. Haben die Ostdeutschen Terroranschläge verübt, sich nicht angepasst, 1000e Frauen begrapscht und vergewaltigt, gemordet aus religiöschen Hass die Lebensweise der Westdeutschen verachtet, müssten Feiern und Märkte geschützt werden? was redet diese Frau. So eine Volksverachtung hat es schon lange nicht mehr gegeben. Die Kirche macht sich zum nützlichen Idioten der Politik und indirekt des Islam. Diese scheinheiligkeit ist unerklärlich. Was der Kirche erwartet kann sie sich ein Bild machen dort wo die Islamisten wüten.

Wilhelm Maier | Fr, 27. Januar 2017 - 18:38

Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott was Gottes ist.
(Matthäus 22,21), Und wie es auch immer schon war in der Lobrede muss bestimmt auch das dabei sein:
"Besiegend deine Feinde,
sei künftig reich und mächtig,
wie jetzt durch sie bedrückt!
Ich traf dich nicht im Glück;
doch treu dem höchsten Gut,
gewinnst du dir den Preis,
den Zeus der Tugend zollt!"
Sophokles, Elektra.

Axel Kreissl | Fr, 27. Januar 2017 - 18:43

Liebe geweihte Klassenkameraden im Bischofsamt:
Eure Kommilitonin Schwester Angela kann euch nicht retten, weder euch noch Deutschland noch Europa und am allerwenigsten sich selbst. Das ist dann doch ein anderer. Als Messdiener der 60er Jahre hätte ich mir in meinen kühnsten Träumen nicht vorstellen können, was im Moment geschieht. Zur Rettung eurer Ehre sage ich: Es ist mir auch nie gelungen, unabhängig zu denken, solange ich im Angestelltenverhältnis war. Deshalb jetzt: Trennung von Kirche und Staat, dann wird der Kopf wieder klar. EIn französischer Bischof erhält 900 EUR im Monat, ein deutscher 9000.
Ich lebe im Moment eher wie ein französischer Bischof. Geht sehr gut. VIVE LA FRANCE !!!

Vive la Europe.
Vergesst nicht die Leiden, die Kriege, das Blutvergiessen der letzten Jahrhunderte in Europa.
Ich bin gegen das Vergessen.
Ich bin für alle zukünftigen Visionen, die ein friedliches Zusammenleben aller Menschen, egal welchen Glaubens, ermöglichen.
Und ich bin gegen eine rosarote Brille die ich mir mit meinem Kommentar aufgesetzt habe.
Amen

Martin Lederer | Fr, 27. Januar 2017 - 19:19

Für mich ist die Funktionärskirche einfach eine Form des Staatsbeamtentums. Man könnte auch sagen ein Staatsunternehmen.
Ich persönlich kann diese Funktionärskirche nicht ernst nehmen.
Bei der evangelischen Staatskirche vermute ich, dass die Mehrzahl der Bischöfe gar nicht das glauben, was in der Bibel steht.

Elfie Jung | Fr, 27. Januar 2017 - 19:22

für diesen brillianten Artikel, sprachlich genial! Ich habe mir den Satz notiert: "Bald werden die Kirchen Vermögensverwaltungen sein mit eingebauter Weltverbesserungsrhetorik"
Ich bin evangelisch, aber seitdem die Kirchen eine so durchsichtige Rolle in der Flüchtlingspolitik spielen (Asylindustrie) mag ich nicht mehr in die Kirche gehen.
Es ist Heuchelei!

Svenja Gerwing | Mo, 30. Januar 2017 - 12:31

In reply to by Elfie Jung

Es geht mir genauso wie Ihnen, Frau Jung. Als Katholikin habe ich es wirklich versucht, trotz der penetranten Politiknähe unserer Kirchenführer dennoch "meine" Kirche zu besuchen... beim Glaubensbekenntnis war es aus! Familiär wurde dieses Thema danach kontrovers diskutiert.
Es sind tatsächlich die Kirchenführer, die unsere Kirchen politisch assimilieren: Leider nicht zum Guten. Nein, es geht ums Geschäft, um viel Geld! Die Kirche wird im Gegenzug von der Politik als überdimensionales Wahlplakat instrumentalisiert!

Die Konsequenz meiner gesamten Familie wird sein, dass wir von dieser Koalition unsere monatlichen "Steuern" umleiten werden, zu wirklich christlichen Organisationen.
Politisch steht natürlich schon längst fest, dass diese Frau,
einst führende FDJ-Funkionärin mit Studienplatz in Sowjet-Moskau und
Befürworterin des 2. Irakkriegs... mit christlichen Werten immer nur dann was am Hut hat, wenn es ihr auch ordentlich nützt.

Diese Frau ist für mich unwählbar.

Alexander Steinmann | Fr, 27. Januar 2017 - 19:25

...und das besonders in Bezug auf Kardinal Marx, der statt Bekenntnis seines Glaubens am Tempelberg die Fahnen gestrichen und das Krufizix abgelegt hat. Wer im feudalen Palais Holnstein residiert, der fokussiert halt lieber auf das Diesseits, wie der Kommentar unterstreicht.

Hans-Juergen Arnhold | Fr, 27. Januar 2017 - 20:01

Ein ausgezeichneter Artikel, treffend formuliert. Laodizaea ist die letzte Kirche.

Herbert Schaar | Fr, 27. Januar 2017 - 20:03

Kissler:"Sie kraulen einander den Bart"
DAS möchte ich bei der Kanzlerin nicht versuchen.
______________
Die "religiösen" Politiker gab´s bei uns doch IMMER.

Christian Wulff -Sie erinnern sich- hat doch (aus Furcht, der Staat könne auf dumme, laizistische Gedanken kommen?) kontrafaktisch behauptet:
"Der Islam gehört zu Deutschland".
Eine religöse Fanatikerin der Grünen "Freut sich" über die geschenkten Menschen...

So treibt man aufrechte Leute in die Arme der AfD.

Dorothee Sehrt-Irrek | Mo, 30. Januar 2017 - 14:44

In reply to by Herbert Schaar

auch nur eines der vielen Opfer von 40 Jahren DDR ist und also noch auf dem Weg.
Der Westen hatte wenn auch unter Aufsicht der europäischen Länder und der USA Freiheit, sich neu zu besinnen und zu gründen, die DDR hatte eine neuerliche dikatorische Herrschaft, Gesinnungsterror und ich überlege ob verordnet von der UDSSR oder von Leuten wie Honecker ausgehend.
Die DDR-Kultur des Sozialismus ist nicht zu vergleichen - übertragen - mit Don Camillo und Peppone.
Die Leute hatten Macht über Leben und Tod.
Es wird Generationen brauchen dieses Misstrauen zu über-leben.
Eine neue Form von Herrschaft oder Gesinnung sollte es also nicht sein, so oder so
Ich wahre also zur AfD einstweilen kritischen Abstand im Respekt vor unser ALLER Souveränität.
Die DDR und die Teilung sind noch lange nicht Geschichte, aber versuchen wir es friedlich und in Respect, zu einem guten Ende.

Brigitte Karpenkiel | Fr, 27. Januar 2017 - 20:05

Was, wie bitte, Frau A. Merkel bekommt mal wieder einen Preis? -u. a. für Ihr "mach hoch die Tür, die Tor macht weit", da muss man ja den Glauben verlieren...die Arbeit haben doch andere für sie geleistet.

Dimitri Gales | Fr, 27. Januar 2017 - 20:12

Ich persönlich kann nur empfehlen: Kirchenaustritt. Einer meiner ersten Handlungen bei meiner Volljährigkeit war der Austritt aus der Kirche. Nicht nur wegen der Kirchensteuer, aber auch.
Wer aber beten, singen und dem Pfarrer lauschen will, soll das tun, dagegen ist nichts einzuwenden, jeder soll glauben was er will; dann soll er aber auch für die Kirchen zahlen.
Ausserdem ist nicht einzusehen, dass die Kirchen indirekt auf die allgemeine Politik indirekt Einfluss nehmen. Man nehme sich die Trennung von Kirche und Staat in Frankreich als Beispiel.

Jürgen Streeb | Fr, 27. Januar 2017 - 20:31

Waren es nicht die Herren Bedford-Strom und Marx, die in Jerusalem das Kreuz abgelegt haben. Gab es da nicht einmal einen Jünger namens Judas, der unseren Herrn verraten hat?
Ich kann ihrem Artikel, sehr verehrter Herr Kissler, bedingungslos zustimmen . Mein aufrichtiges Kompliment! Bei beiden Kirchen steht nicht mehr die Verkündigung des Evangeliums im Vordergrund, sondern von den Kanzeln wird linke Mainstream Politik gepredigt. Die Institution Kirche giert schon immer nach Macht und Reichtum. Die aktuelle Parteinahme vieler Kirchenvertreter ist mir zutiefst zuwider, weil zutiefst unchristlich. Unter diesen Umständen kann ich es wohl nicht mehr viel länger verantworten, einer solchen Institution anzugehören.

Franz Platz | Fr, 27. Januar 2017 - 20:33

"Die CDU-Politikerin gestalte Politik "in christlicher Verantwortung" . Von Gestaltung ( = Planung ) sehe ich nicht viel und von christlicher Verantwortung auch nicht. Und im Übrigen ist auch vom C unter ihrer Regie in der Partei kaum etwas übrig geblieben.

Robert Müller | Fr, 27. Januar 2017 - 20:58

In Russland, Polen und natürlich in den islamischen Ländern, gehen Kirche (und Mufti) Hand in Hand. Warum sollte das hier anders sein? Selbst in der DDR waren es nur wenige Pfarrer, die die Opposition unterstützt haben. Auch in der NS-Zeit war es so, z.B. die "Bekennende Kirche". Anderseits gab es da die "Deutschen Christen". Bei den Katholiken war das alles etwas anders.

Holger Stockinger | Fr, 27. Januar 2017 - 20:59

Wenn ein weltbekannter iberischer Fußballclub das "Kreuz" aus seinem Wappen nimmt, um Muslime nicht zu brüskieren, erkennt sich von selbst, wes "Geistes Kind" katholische und evangelische Kirche sind.
Linkssozialistisch bis zum Mark und unfähig die "Heilige Schrift" zu lesen wie vor 500 Jahren ein
D. Martin Luther, seines Zeichens Theologieprofessor.

Dorothee Sehrt-Irrek | Fr, 27. Januar 2017 - 21:49

Und es geschah, dass ein Weib herantrat an den Herrn, kostbares Öl über sein Haupt schüttete und seine Füße mit ihren Haaren trocknete.
Da sprang Judas auf und sprach gegen das Weib `Hätte das Geld für das Öl nicht den Armen gegeben werden können?´
Jesus antwortete `Sie tat dies, weil der Sohn Gottes geopfert werden wird, Arme habt ihr alle Tage, mich aber habt ihr nicht alle Tage´.
In Zeiten, in denen Millionen? Christen auf der Welt in Bedrängnis leben, gerade auch durch muslimische Gesellschaften und Staaten, hätten sie nicht gesalbt werden müssen, bevor man über die Massen denjenigen hilft, die in ihren Ländern Bruder-kriege führen im Namen ihrer Religion, auf der zu beharren sie in unserem Land ermutigt werden, weil Integration von den Christen und anderen friedliebenden Bürgern Deutschlands verlangt wird, nicht aber von denen, in deren Religionsnamen Krieg geführt wird?
Im Namen Christi und unseres Seelenheils leben die Kirchen ein gesalbtes Leben im Angesicht der Tafel...

Christa Schreiber | Fr, 27. Januar 2017 - 23:13

Ist schon recht makaber, für einen offensichtlichen Kontrollverlust auch noch ausgezeichnet und gelobt zu werden, wenn man eigentlich auf der ganzen Linie gescheitert ist.

Wie immer, richtig erkannt und beschrieben, Herr Kissler. Das Lob gebührt Ihnen.

Wolfgang Lang | Fr, 27. Januar 2017 - 23:32

Was das alles noch mit Jesus zu tun hat, kann keiner mehr erklären. In den Evangelien ist vieles nicht klar, aber zu dem Thema Geld, Reichtum gibt es klare Aussagen.
Das Wort Schein-Heilig bekommt bei dem Verhalten der Amtskirchen eine neue Bedeutung. Es geht nur noch darum mit schwurbeligen Phrasen schlechtes Gewissen zu erzeugen, um ohne große Mühen Geld abzugreifen. Und in die eigenen Schatzkammern zu verfrachten. Dekadenz pur. Man kann nur hoffen, dass das Kirchenvolk angesichts der Heuchelei schnell reissaus nimmt.

Martin Wienand | Sa, 28. Januar 2017 - 00:21

. . . . . lässt sich auch durch islamische Zuwanderung reinholen. Göring-Eckhardt und ihre klerikalen Freunde halten gern Händchen mit Ditib und Co.

hans peter dietz | Sa, 28. Januar 2017 - 00:39

den Cicero schon fast als gutmenschlich unterwandert abgeschrieben...

Dorothee Sehrt-Irrek | Mo, 30. Januar 2017 - 14:29

In reply to by hans peter dietz

zunächst einmal als Menschen annehmen können, mit Fehlern und vielem Irren, dann ist das schon viel.
Ich wünsche allen die Kraft auch Menschen zu bleiben und sich im politischen Prozess nicht zu verlieren.
Das geht ganz schnell, sei es aus der Freude endlich sich äußern zu können unter Gleichgesinnten, sei es aus erlittener Ausgrenzung - wofür für mich MERKEL steht - sei es aus Angst.
Das ist für mich ein ganz normales Gefühl und es scheint mir das vorherrschende in der DDR gewesen zu sein, weshalb ich Frau Merkel sehr kritisch sehe, wenn sie dem nicht Rechnung trägt.
Die Ossis haben mich genervt, wenn sie zum Kaufrausch rüberkamen oder sich einfach nur auf eine Bank in die Sonne setzten und glücklich waren.
Ich habe es nicht verstanden.
Dazu mußte ich hier erst leben.
Es war Not, materielle und seelische und das wird gefälligst eine Nutzniesserin von 40 Jahren DDR an Spätfolgen von Traumatisierung ihren Landsleuten zugestehen PUNKT.
Schönheit geht anders.

robert renk | Sa, 28. Januar 2017 - 01:03

Das politische und kirchliche Establishment hängt sich gegenseitig die Orden um den Hals.
Der Bürger schaut staunend zu. Sorry, aber das ist irgendwie abstoßend ! Kirche darf ja schon staatstragend sein, aber zuviel Nähe macht misstrauisch.
Und in diesem konkreten Fall ist es ein Griff ins Klo.
Es dürfte auch einem Marx nicht entgangen sein, dass nicht wenige Menschen eben mit dieser "Willkommens-Kultur" ihre Mühe haben, darunter finden sich auch Christen.
Die Politisierung der Menschen, auch der Gläubigen in den letzten Jahren ist eine begrüßenswerte Sache, zuviel Weltabgewandtheit ist nicht gesund, die Kirchen als Institution allerdings sollten sich ihrem Kerngeschäft widmen.
Die Leute brauchen Jesus, wer verkündigt ihn, wenn nicht die "Diener Gottes" ?
Also bitte back to the roots !

Biba Toth | Sa, 28. Januar 2017 - 01:17

Die Deutschen sind auf Gehorsam fokussiert.
Waren sie schon immer, werden sie immer sein.
Liegt in ihrer Natur.

Willi Mathes | Sa, 28. Januar 2017 - 01:23

Sitzt !

Offensichtlich hat man in diesem Land die Säkularisierung vergessen ! Sowohl in philosophischer als auch soziologischer Betrachtungsweise.

Danke Herr Kissler und freundliche Grüsse

Peter Wagner | Sa, 28. Januar 2017 - 03:06

Herr Kissler, sehr guter schon länger überfälliger Artikel!
Merkel, Marx und Bedford-Strohm überbieten sich gegenseitig durch ihre weltfremden und realitätsfernen Denkmuster! Während sie sich gegenseitig auf die Schultern klopfen, ist Christenverfolgung in Deutschen Flüchtlingsheimen weit verbreitet. Dort werden sie bedroht, geschlagen, erpresst und vergewaltigt! Aus bekannten Gründen wird dieses Thema von Politik und den links liberalen Medien, logischerweise unter den inzwischen riesengroßen Teppich gekehrt! Nach dem Motto: "Was nicht sein darf, kann auch nicht sein".
Zum Thema Willkommenskultur wäre interessant zu wissen, ob die "Kriminelle Internationale Vereinigung der Schlepper" sich für die riesigen Einnahmen von ca. einer Millarde Euro, bei Merkel für ihre Arbeitsbeschaffungsmaßnahme, bedankt haben! Die "K.I.V.d.S." und auch Fr. Merkel, sollte über eine Entschädigung der Familien nachdenken, die Opfer durch Ertrinken, bei den Überführungen zu beklagen haben!

Karin Zeitz | Di, 31. Januar 2017 - 00:40

In reply to by Peter Wagner

könnte man, dass sich in den Parallelgesellschaften zunehend Antisemitismus ausbreitet. Als ich gehört habe, dass bei einer Berliner Demo in Berlin "Juden ins Gas" skandiert worden sein soll, da sind mir kalte Schauer den Rücken hinunter gelaufen. Wo bleibt hier die historische deutsche Verantwortung?

Werner Traut | Sa, 28. Januar 2017 - 07:37

Ich habe mich schon vor über zwanzig Jahren gefragt warum sich z.B. die FDP nicht eindeutig gegen die Kirchensteuer positioniert. Ohne diese würden die Kirchen in Deutschland wie ein Kartenhaus zusammenfallen. In den Yoga- und Meditationsräumen im Land ist schon lange mehr Spiritualität als in den Kirchen. Diese konkurrieren nur noch mit Parteien und Zeitgeist-Vereinen um die öffentliche Aufmerksamkeit, sind aber in ihrem eigentlichen Selbstwert fast ganz entkernt.

istvan polgar | Sa, 28. Januar 2017 - 09:19

Volkommen richtig geschrieben!Diese Politik,und Kirche ist ein Wtzfigur geworden-am Westen!Traurig ,das die noch immer oberhand haben!Glaube?Glaubt ein Kirchenoberhaupt das mehr Leute die Messen besuchen werden?Ja im Polen,Ungarn,und Russland!Wer ist schuld?Die Antwort ergibt sich von sich selber!

Lorenz Kaspar | Sa, 28. Januar 2017 - 09:27

Ach ja, lieber Kissler, Sie sprechen für die Vielen, die sich im Schmerz abgewandt haben.

Peter Müller | Sa, 28. Januar 2017 - 10:17

Spätestens seit die Kirchen den Kotau vor dem Islam machen und den Kultur/Religions-Relativismus bis zum Äußersten treiben, haben sie sich in Deutschland kulturell und gesellschaftlich komplett überflüssig gemacht.

Auch die (ganz überwiegend vom Islam) verfolgten Christen weltweit dürfen nichts von den Kirchen im (noch) christlichen Abendland erwarten. Insgesamt ein absolut würdeloses Trauerspiel mit absolut würdelosen Protagonisten.

Dr. Ulrich Mende | Sa, 28. Januar 2017 - 11:10

die mich an folgenden (ungefähren) Satz erinnern:
"Es fasst der Minister den Pfaffen am Arm: >Halt Du sie dumm, ich halte sie arm.<".

Sylvia Engel | Sa, 28. Januar 2017 - 11:10

Wie schon so oft frage ich mich, warum ich nicht endlich aus der Kirche austrete! Sie verkommt, sie macht sich gemein mit irgendwelchen Politikern, sie schockiert ihre Mitglieder, indem sie sich beispielsweise mit Angela Merkel öffentlich solidarisiert. Das ist also Nächstenliebe wie sie die Kirche versteht? Die Türe öffnen für alle. Um vor dem, was dann geschieht, die Augen zu verschließen. Tausende sich langweilender Menschen, eingepfercht in, wie man sehen kann, teilweise ekelerregende Behausungen. Anstatt sie zu beschäftigen. Sie könnten doch ihre Räume (WCs, Duschen etc.) ordentlich sauber halten, Wände streichen, reparieren - alles instand halten. Stundenlang deutsch in Turbokursen lernen. Man könnte die Liste unendlich weiterführen.
Nur immer reinlassen ist absolut der falsche Weg. Und für die daraus folgende Verantwortung ist unser Staat zu schwach. Die Folgen sind meist Unzufriedenheit, Hass, Böses.
Dafür verdient Fr. Merkel keine Auszeichnung. Das ist der falsche Weg!

Sylvia Engel | Sa, 28. Januar 2017 - 11:13

Das tut so gut! Der Artikel ist toll und beschreibt wieder einmal auf den Punkt genau das, was viele Menschen denken. Danke Herr Kissler!

Walter Wust | Sa, 28. Januar 2017 - 13:46

Wäre ich nicht schon vor 52 Jahren aus der Kirche ausgetreten, so wäre spätestens jetzt der Zeitpunkt gekommen. Diese Geldschaufelei mit Frömmigkeit zu übertünchen erfordert schon fast wieder einen neuen Martin Luther. Spätestens wenn man vor lauter Moscheen keine Kirchen mehr sieht wird auch der Klerus begreifen, daß er den falschen Götzen diente.

Christop Kuhlmann | Sa, 28. Januar 2017 - 14:07

"Die Katholiken bleiben mit 23,76 Millionen Mitgliedern oder 29 Prozent der Bevölkerung die größte Glaubensgemeinschaft in Deutschland. Die Evangelische Kirche umfasst noch 22,27 Millionen Mitglieder oder 27,2 Prozent der Bundesbürger." Bei knapp 400 000 Kirchenaustritten pro Jahr und 200 000 Personen Demographieverlust. (Es sterben mehr Getaufte als neu getauft werden.) Werden die Mitglieder beider Kirchen in 10-15 Jahren zur Minderheit. Mit der politischen Profilierung sorgen die Kirchen für ein stabiles Ausmaß an Kirchenaustritten auf hohem Niveau. Insbesondere wenn sie Positionen vertreten, die nicht mehrheitsfähig sind. Dass auch nationalpatriotische Positionen christlich sind, sieht man bei Teilen des orthodoxen Christentums. Es bleibt abzuwarten, wie staatsnah die evangelische und katholische Kirche in Deutschland bleiben, sollten einmal nationalkonservative Kräfte regieren. Es gibt da die fatale Tendenz den Zeitgeist nach kurzer Verzögerung nachzuvollziehen.

Günter Schaumburg | Sa, 28. Januar 2017 - 14:37

Lieber Gott, verzeih mir! Ich bin noch immer noch
(Partei)Mitglied dieser, nicht Deiner, Kirche.

Torsten Knecht | Sa, 28. Januar 2017 - 15:56

.... und lecker zu lesen: "Kirchensteuerkirchen" o. "Wandel zum Milieuverein" - besser geht es nicht.

Hoffentlich gibt es für Sie mal die deutsche Variante des Pulitzerpreises.

Eines kann man der Kirche nicht abstreiten. Sie hat es geschafft, den Glauben als menschliches Bedürfnis in einer Institution zu manifestieren. Der Glaube als Türöffner zu den Menschen. Geniale Geschäftsidee: Alleinstellungsmerkmal Glaube - darauf Steuern. Und das funktioniert seit Jahrhunderten. Allerdings funktioniert glauben auch ohne Institution aber die Kirche nicht ohne Glaube als Zweck ihres Bestehens. Deshalb braucht es die Absicherung mit der weltlichen Macht.

Unternehmen des Jahrtausends.

Peter Voit | Sa, 28. Januar 2017 - 16:31

Herr Kissler sagt es wieder recht schön und treffend: "Sie kraulen einander den Bart, herzen und umarmen sich, während die Wetter draußen aufziehen."
Auch Theodor Storm wußte um diese "Unheilige Allianz". Sein Gedicht trägt den Titel:

Gesegnete Mahlzeit

Sie haben wundervoll deniert;
warm und behaglich rollt ihr Blut,
voll Menschenliebe ist ihr Herz,
sie sind der ganzen Welt so gut.

Sie schütteln zärtlich sich die Hand,
umwandelnd den geleerten Tisch,
und wünschen, daß gesegnet sei
der Wein, der Braten und der Fisch.

Die Geistlichkeit, die Weltlichkeit,
wie sie so ganz verstehen sich!
Ich glaube, Gott verzeihe mir,
sie lieben sich herzinniglich.

Peter Voit | Sa, 28. Januar 2017 - 19:12

Von einer "Willkommenskultur" scheinen die biblischen Autoren nichts gewußt zu haben. Kein Wort davon hinsichtlich der Flucht Josephs und der schwangeren Maria. Nichts von einem Empfangskomitee mit Bürgermeister und Helfern.
Und in der Geschichte mit der Kanaanäerin geradezu das Gegenteil von "Welcome". Diese kanaanäischen Frau, die Jesus um Hilfe angeht und schreit: "Erbarme dich meiner Herr ..." bekommt nicht einmal eine Antwort. Erst auf Drängen der Jünger, die befürchten, daß die Frau ihnen hinterherschreit, sagt Jesus zu der Frau: "Ich bin nur zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel gesandt." Und dann, da das nichts nützt: "Es ist nicht recht, das Brot der Kinder zu nehmen und es den Hündlein hinzuwerfen" (Mt 15, 26). Was dazu wohl Voßkuhle und das Bundesverfassungsgericht sagen würde? Die Kanaanäerin allerdings fängt nicht an zu randalieren oder patzig zu werden, sondern antwortet: "Aber ja,Herr, auch die Hündlein essen von den Brocken, die vom Tische ihrer Herren fallen."

Peter Voit | Sa, 28. Januar 2017 - 20:02

Die "Hündlein" und die "Herren"(!). Doch Jesus antwortet der Fremden: "Frau, dein Glaube ist groß. Dir geschehe nach deinem Verlangen" (Mt 15, 28).
Ob der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, diese Geschichte wohl in seine Lobrede auf Merkel, die CDU-Politikerin, die angeblich "Politik aus christlicher Verantwortung" gestaltet, einfließen lassen wird? Immerhin sollen es, wie ich gerade lese, 21,7 Milliarden im vorigen Jahr gewesen sein, die die Flüchtlinge dem Bund gekostet haben. Dafür dürfte das, was an Brocken für meinen Hund vom Tisch fällt, etwas bescheidener ausfallen.

Lassen Sie es nicht an Ihrem Hund aus! Der kann nichts dafür. Wenn die Brocken bescheidener ausfallen, haben Sie unser Justizministerchen nicht richtig verstanden: Das Geld wurde hier im Land erwirtschaftet und niemandem weggenommen! Also lassen sie es nicht an Ihrem Hund aus...

Danke, daß Sie mich auf einen Fehler, zumindest auf eine mißverständliche Formulierung aufmerksam machen. Nicht "dafür" fallen die Brocken für meinen Hund etwas bescheidener aus, sondern: "Dagegen" fallen sie etwas bescheidener aus. Kosten mich - wo denken Sie hin? - zwar viel, viel weniger, nicht "etwas" weniger als 21,7 Milliarden Euro, aber immer noch so viel, daß der Hund nicht vom Fleisch fällt. Wenn ich mir da das Bild oben anschaue ...
Doch ich habe verstanden. Auch das mit unserem "Justizministerchen".

Verstanden, daß an der verhängnisvollen Merkel-Politik nicht mein Hund schuld ist und daß ich meine Abscheu gegenüber dieser Politik nicht an dieser unschuldigen Kreatur auslassen soll. Da gebe ich Ihnen völlig recht.
Doch jetzt sehe ich, daß mein Satz auch anders verstanden werden kann. Tut mir leid.

Wolf Wilhelmi | Sa, 28. Januar 2017 - 21:26

Zuerst. Nicht wenige Kommentatoren schreiben im
Zustand des Nichtwissens. Kirchensteuer, die nur ein Teil der Mitglieder zahlt und die sich das Finanzamt vergueten laesst, wird zur staatlichen Alimentierung - Nonsense. Bei so viel Ahnungslosigkeit wird das Wesentliche uebersehen. Kirche, wenn sie ihrem Auftrag verpflichtet ist, steht nicht auf der Seite der Maechtigen, sondern auf der Seite der Wahrheit, der Versoehnung und der Empathie. Die Naehe zur Regierung wird erkauft mit der Ferne von der sozialen Wirklichkeit. Die sog. Kirchenvertreter haben sich, nicht zum ersten Mal in den letzten 100 Jahren, politisch verirrt.

Alexander Mazurek | Sa, 28. Januar 2017 - 22:08

...verdient keine Auszeichnung im Sinne des (neo-)liberal immer bunten Mainstreams. Und diese Auszeichnung schadet der Katholischen (allgemeinen, keiner Staats- oder Stammes-) Kirche, "ein kleiner Fehler am Ende ein großer ist", so Thomas von Aquin, ist diese Kirche denn immer noch "ein Fels" (in der Brandung), wie es sein sollte?. Das Christentum hat (auch dank Luther) lange buckeln müssen, um jeder beliebigen Staatlichkeit zu dienen. So mag es für die Protestanten gerne sein und bleiben, da ist es ja üblich, Tradition, sunna, das gilt aber doch nicht für Vertreter der RKK! Oder habe ich was verpasst?!

Daniel Sunnus | Mo, 30. Januar 2017 - 13:23

In reply to by Alexander Mazurek

...was verpasst. Man schaue sich nur die Umstände der Selbstkrönung Napoleons I. zum Kaiser (und die damit verbundene Demütigung des Papstes) an. Sehr schön dargestellt auf dem berühmten Gemälde von Jacques-Luis David.

Die Erhebung des Christentums zur Staatsreligion (durch Kaiser Theodosius im Jahr 380) ist für mich sein Sündenfall schlechthin. Diese christliche "Erbsünde" lebt auch in Deutschland fort - in Form von Privilegien für Religionsgemeinschaften als Körperschaften des öffentlichen Rechts.

Papst Benedikt muss ich zu Gute zu halten, dass er, im Gegensatz zu seinen deutschen Glaubensgeschwistern, diesen Skandal öffentlich bemerkt hat.

.. ich halte die Erkenntnis des Guten und Wahren nicht für einen Sündenfall oder Skandal, die Fähigkeit "gut" und "schlecht" zu unterscheiden, ist uns durch IHN "ins Herz" gelegt worden. Es gibt keinen Fortschritt ohne Kontinuität. Der Talmud ist mir als Nichtjuden dafür Beweis genug. Baruch Hashem.

Daniel Sunnus | So, 5. Februar 2017 - 16:29

In reply to by Alexander Mazurek

dass Sie den Talmud erwähnen. Weil er ursprünglich als mündliche Ergänzung zur schriftlichen Überlieferung gedacht war. Und durch seine schriftliche Fixierung seine einstige Flexibilität und damit einen wesentlichen Sinn eingebüßt hat.

Christen, die sich mit ihren Institutionen auf weltliche Mächte statt auf ihren Glauben verlassen, geht es da nicht besser. Für mich ein Irrglaube, erkennbar am Verlust der inneren Freiheit. Weil uns Christus zur Freiheit befreit hat.

Daniel Sunnus | So, 5. Februar 2017 - 16:48

In reply to by Alexander Mazurek

Einen Rabbiner habe ich im Radio sagen hören, dass Adam und Eva durchaus wussten, was richtig und was falsch ist, bevor sie die Frucht der Erkenntnis kosteten. Nach ihrem Ungehorsam wussten sie zudem, was gut und was böse ist.

In diesem Zusammenhang ist "Sünde" nicht primär als schlechte Tat, sondern als Kluft ("Sund"), also als Trennung zwischen Gott und dem Menschen zu verstehen.

Für gläubige Menschen hat "Sünde" vor allem aus dem Grund des Von-Gott-Getrennt-Seins etwas Schlechtes. Die gute Kehrseite derselben Medaille ist die Erkenntnis.

Die böse Kehrseite des Sündenfalls ist für jedermann in so weit nachvollziehbar, als dass die Zustände auf Erden (die biblische Strafe) wirklich alles andere als paradiesisch sind.

Günter Maybach | So, 29. Januar 2017 - 09:34

und danke an den Autor für diese "Erleuchtung" am frühen Sonntag-morgen. Mögen die Kirchenoberen ihre Kreuze auch weiterhin ablegen. Hoffentlich finden sie diese auch wieder? Ich schwanke noch zu einem Austritt...aber mein schlechtes Gewissen werde ich schon noch zähmen.

Frank Goller | So, 29. Januar 2017 - 10:29

Merkel nimmt den Bischof in den Arm : Halt du sie dumm, ich halt sie arm. Und so begann es schon vor langer,langer Zeit und ändern wird' sich nie.

Stephan Herget | So, 29. Januar 2017 - 11:54

dass er sich solche Sorgen um meine Heilige Katholische und Apostolische Kirche macht!

Rührend, doch völlig unnötig. Wir Katholiken sind davon überzeugt, die Zukunft der Kirche werde durch den Heiligen Geist garantiert - nicht durch die Ratschläge von Journalisten.
Und alle diejenigen, die diese Vorstellung nicht teilen, gestehen der Heiligen Mutter Kirche immerhin (zähneknirschend) zu, die führende Spezialistin in Sachen Anpassung und Überleben zu sein.
Das Konkordat mit Hitlerdeutschland hat der Kirche genutzt. Der Schulterschlusss gegen die AfD wird dies auch tun.
Man mag gegen die katholischen Eminenzen sagen, was man möchte; wenn es darum geht, vorherzusagen, welche politischen Kräfte in der Zukunft bestimmend sein werden, sind sie der Journaille himmelhoch überlegen.

Schade für Frau Petry, Herrn Höcke und die restlichen "völkischen" Politiker, doch dieses Mal setzt die politisch erfahrenste Institution dieses Planeten ganz und gar auf das Zentrum ...

Danke für Ihre Aufklärung, Herr Herget.
Daß Kirche sich als eine sehr erfahrene p o l i t i s c h e Institution im Laufe der Jahrhunderte erwiesen hat, weiß ich schon lange. Mir ist aber bisher nicht bekannt gewesen, daß der Heilige Geist hierfür immer als Ratgeber angesehen werden darf
bzw. muß.

Hat eigentlich Jesus seiner Kirche ANPASSUNG zum eigenen Nutzen und zum Überleben als Ratschlag mit auf den Weg gegeben? Wenn ja, könnten Sie mir dann bitte die Stelle im NT nennen, auf die Sie sich beziehen?
Ich lerne immer gern hinzu.

Christa Wallau | Di, 31. Januar 2017 - 16:59

In reply to by Stephan Herget

Diese Bibelstelle ist kein Freibrief dafür, mit einer Regierung und
Andersdenkenden/ -gläubigen zu fraternisieren, um das eigene
Überleben abzusichern bzw. in seiner Bequemlichkeit zu erhalten.
In der Aussendungsrede, aus der Sie zitieren, Herr Herget, sagt Jesus vielmehr
gleich danach folgendes: "Nehmt euch in acht vor den Menschen, denn sie werden euch den Gerichten überliefern... Auch vor Statthalter und Könige werdet ihr geführt um meinetwillen..." (NICHT: "Stellt euch also gut allen Menschen; denn ihr wollt ja überleben.")
Jesus spricht überhaupt nie von Verbrüderung mit irgendwelchen Gruppen, Völkern oder Andersgläubigen. Er warnt eindeutig vor falschen Propheten und nennt als Bedingung für seine Nachfolge : "... Wer sein Leben retten will, der wird es verlieren. Wer aber sein Leben verliert um meinetwillen und UM DER HEILSBOTSCHAFT WILLEN, der wird es retten." Mk 8, 34 ff.
Die Kirchenoberen Marx u. Bedford-Strohm haben demnach in Jerusalem Jesu Botschaft übelst verraten!

leider macht Ihr Kommentar keinerlei Sinn. Im Gegensatz zu anderen christlichen Gemeinschaften zeichnet sich die Katholische Kirche (wie auch die Orthodoxe) eben dadurch aus, dass die verbindliche Auslegung von Bibelstellen einzig von Profis, d.h. von dem Kollegium der Bischöfe und Seiner Heiligkeit dem Papst vorgenommen wird.
Wer demnach glaubt, er könne eine andere Auslegung von Bibelstellen vertreten, ist per definitionem nicht mehr katholisch bzw. orthodox. Seine Meinung verdient natürlich Respekt - relevant ist sie für Katholiken/Orthodoxe aber natürlich nicht.

MFG

Wer so devot in die Knie geht, dürfte aber langsam Rücken haben . Herr van Eltz (der mit der güldenen Wanne etc), zählt sicher auch zu Ihren Profis, gell.

Herr Kissler gibt der Kirche keine Ratschläge sondern zeigt den politischen Zustand in unserem Land auf. Nicht der Rückhalt in der Bevölkerung ist anscheinend wichtig sondern die eigene Aufwertung durch Lobhudelei der kirchlichen Institution.

Merkels Eitelkeit nützt der Kirche. Ohne Frage. Allerdings wertet es sie auch ab in der Glaubwürdigkeit, da es ein Zeichen für Opportunität mit dem herrschenden System ist. Der Bürger schaut zu u. kann seine Meinung politisch durch die BT-Wahl u. gegebenenfalls durch einen Kirchenaustritt ausdrücken. Gut so.

robert renk | So, 29. Januar 2017 - 11:58

Jesus würde sich im Grab umdrehen bei der Performance seiner Kirche, aber das Grab ist ja Gott sei Dank leer ! Genau diese Botschaft und alles was damit zusammenhängt sollte eigentlich Mittelpunkt kirchlichen Handels sein, doch die Würdenträger der Volkskirchen haben ihre Leidenschaft für die Politik entdeckt.
Vielleicht empfinden sie die Auferstehung als postfaktisch oder ist es schlicht Leidensscheu, mit der Predigt von Gericht, Hölle und Errettung entgeht man definitiv der Lobhudelei unserer Eliten. Und gerade das ist doch so berauschend, sich gegenseitig Orden und Verdienstmedaillen umzuhängen, da kann man gar nicht genug davon kriegen. Mit "Willkommenskultur, "Multi-Kulti" und "offener Gesellschaft" macht man sich viele Freunde und "gute Freunde kann niemand trennen"!

Georg Steger | So, 29. Januar 2017 - 12:56

Nach 65-/60-jähriger Mitgliedschaft sind wir kürzlich aus der katholischen/evangelischen Kirche ausgetreten, weil wir es leid sind, Institutionen zu unterstützen, die als politische Parteien fungieren und ihre christliche Aufgabe nicht mehr wahrnehmen. Das geht dann soweit, dass Kirchenmitglieder, die sich dem kirchlichen Mainstream der Gesinnungsethik aus rationalen Gründen nicht unterwerfen können/wollen, diffamiert werden (z.B. AfD-Mitglieder). Die christliche Botschaft lautet aber genau anders (u.a. Mt 9,12-13).
Wir waren regelmäßig zu Gottesdiensten im Münchner Dom. Nachdem Marx aber nur noch über die christl. Pflicht zur "Flüchtlingshilfe" (dass 90% davon "Migranten" sind, hat er bis heute nicht verstanden!) predigte, mussten wir uns verabschieden.

Kirchliche Bürokraten wie Bedford-Strohm und Marx werden es schaffen, ihre Kirchen genauso an die Wand zu fahren, wie es unsere Kanzlerin mit unserem Staat und unserer Gesellschaft schaffen wird (oder bereits geschafft hat)!

Georg Steger | So, 29. Januar 2017 - 13:06

Es ist schon erstaunlich, wenn man die christlichen Kirchen auf der Einladungswelle an Migranten (dort immer noch undifferenziert "Flüchtlinge" genannt!) mitschwimmen sieht. Den christlichen Repräsentanten scheint es auch völlig gleichgültig zu sein, dass diese Migration auch die Religionsstrukturen völlig ändern wird. Und das Alles nur, weil man sich mit seiner Gesinnungsethik ja "so gut fühlt". Wo bleiben die Überlegungen zu gesellschaftlichen Verwerfungen aufgrund von Migration in unsere Sozialsysteme? Ach so, habe ja vergessen: diese sind nicht relevant für die Religionsvertreter!
Also: wir laden ein, fühlen uns dabei ethisch wohl und wälzen alle Kosten auf die Bundesbürger ab! Und außerdem: unsere Sozialwerke verdienen dabei (noch!) prächtig!
Das nennt man Christentum in der postfaktischen Zeit!
Eigentlich wäre Verantwortungsethik - gerade für Kirchenführer - angebracht!

Ruth Müller | So, 29. Januar 2017 - 14:37

Deus lo vult!

Ich möchte dazu nur feststellen das das feudale Strukturen sind. Fürsten und Kirche. Unfassbar. Was hat das noch mit Religion zu tun?

Wird hier der Politik gehuldigt und umgekehrt?
Sie apostolisch geweiht? In Gottes Nähe gerückt? Anweisungen göttlich untermauert?

Und was ist mit den demokratisch erlassenen Gesetzen und Eu-Verträgen?

Göttlich von zwei Stellvertretern aufgelöst?
Ich verstehe die (irdische) Welt nicht mehr.
Hilfe!!!

Wikipedia: Gott will es! : Der Ausdruck gibt Zeugnis für ein religiöses Sendungsbewusstsein, das zur Erreichung seiner Ziele auch Gewalt einzusetzen bereit war (A. ist?).

Uwe Dippel | So, 29. Januar 2017 - 15:32

Es reicht zu wissen dass Kardinal Marx ein Gehalt vom Steuerzahler in Anlehnung an B7 erhält, einen weißen 7-er BMW plus Fahrer. Auf Staatskosten.

War da irgendetwas dass Sie verwunderte, Herr Kissler?

Hans W. Koerfges | So, 29. Januar 2017 - 15:45

Alle Religionen sind des einfachen Nenschen Feind. Klingt simpel und ist dennoch richtig. Ich frage mich, was die Hauptaufgabe er Bischöfe ist. Nach meiner Meinung sind sie regionale Vorstandsvorsitzende einer auf Gewinn ausgerichteten Organisation. Ich wette, dass keiner dieser so farbenprächtig Gekleideten an ihren eigenen Glauben so gut wie keine Gedanken verschwenden müssen, weil ja keine Mitglieder mehr vorhanden sind, die betreut werden müssen. Der Tag einer zweiten Säkularisation wird kommen. Die Herren wissen, dass sie überflüssig wie ein Kropf geworden sind.

Jürgen Lehmann | So, 29. Januar 2017 - 16:29

Die BRD sind die größten Steuerzahler der Kirchen.
Es wäre ja auch denkbar, dass einmal die Kirchensteuer abgeschafft wird. Dies wäre – vor allem für den Vatikan - eine große Katastrophe.

Da ist es doch naheliegend, dass Preise an Politiker verteilt werden, um einen Schulterschluss mit den Regierenden zu erreichen. Ob dieses gerechtfertigt ist, darüber machen sich die Kirchenoberen keine Gedanken.
Besser wäre es eine Trennung von Staat und Kirche herbeizuführen.

Dr. Claus Rohleder | So, 29. Januar 2017 - 17:23

Frau Merkel hat sicherlich nicht vergessen, welche prominente Rolle ihr Vater in der evangelischen Kirche Deutschlands spielte, sie spaltete und dem DDR System hilfreich machte.
Die Kirche soll also auch hier eine nützliche Rolle spielen, Merkels Politik zu unterstützen.
Eine Kirche, sowohl katholisch als auch evangelisch, die sich jüngst beim Besuch ihrer obersten Vertreter in Jerusalem auf dem Tempelberg vom dortigen Imam überzeugen ließ, die christlichen Kreuze abzulegen. Ein schrecklicheres Zeichen der Unterwerfung gibt es kaum. Wie beschämend. Und welch dramatische Fehleinschätzung!
Aber dies passt ja in Merkels Linie. Es sind nicht nur die politischen Jasager um Merkel,nicht nur die ahnungslosen Gutmenschen aber nun auch die obersten Kirchenführer ( auch Gutmenschen?!), die sich in den Dienst der Merkelschen Flüchtlingspolitik stellen. Nachdem das Parlament ja nicht gefragt wurde, brauch man nun wohl die Kirche zur breiteren Legitimierung.

Ferdinand Weuste | So, 29. Januar 2017 - 17:32

Weuste- Konter

Der Kirche steht es frei, jemandem einen Preis zu verleihen und dem Preisträger steht es frei, diesen Preis anzunehmen, ohne dass der Verdacht aufkommt, man betreibe Klüngelei oder eine Verbrüderung! Ihr Wort Milieu ist in diesem Zusammenhang völlig daneben.
Offensichtlich gefällt Ihnen die Preisverleihung nicht, ansonsten würden Sie sicher nicht so einen unqaulifizierten Kommentar schreiben. Sie konstruieren hier einen Zusammenhang, den es so nicht gibt.
Wir haben zu Recht eine Trennung zwischen Staat und Kirche, obwohl das nicht im Grundgestz steht, das ist auch gut so!
Dass die kath. Kirche, die das Gebot der Nächstenliebe zu Recht verkündendet und somit den Preis an Frau Merkel verleihen wird, daran gibt es nichts zu kritisieren und noch einmal zu konstruieren!
Ich bin erstaunt, dass Ihr Chefredakteur Ihren Kommentar zur Veröffentlichung freigegeben hat.

Und ich bin hocherfreut, dass Cicero auch Ihren Konter-Kommentar zur Veröffentlichung freigibt. Andere Ansichten als die eigene aushalten... das müssen in dieser Republik einige erst wieder lernen, wie es scheint.

Zum einen "Danke Cicero!" und zum anderen mein Kompliment an Herrn Kissler!

Der Artikel wurde veröffentlicht weil in diesem Lande Meinungsfreiheit herrscht und die Kirche darauf keinen Einfluss hat.
Die katholische Kirche hat nicht die Deutungshoheit über den Begriff "Nächstenliebe".
Ihr Engagement wäre bei all den weltweit verfolgten Christen wünschenswert.
Langsam wünsche ich mir wieder wehrhafte Kirchenfürsten und wahre Kreuzritter für dieses Land!

Ich finde den Artikel treffend, wie sich kirchliche u. weltliche Macht symbolisch gegenseitig stützen. Exemplarischer als Ordensverleihung geht es nicht. Das Ritual war übrigens in der DDR-Diktatur gang und gäbe. Egal.

Die Trennung zw. Staat u. Kirche ist mir u. vielen anderen nicht eindeutig genug. Allein schon, das die K-steuer qua Staatsbehörde einbehalten wird, es eine eigene Rechtssprechung gibt, deren finanziellen Angelegenheiten unklar sind und viele Beispiele mehr. Was soll das? Kirchenbananenstaat?

Ihnen wäre es sich lieber, Kritik nur auszusprechen, wenn Sie sich mit Ihrer Meinung deckt. In der DDR nannten wir das den richtigen Klassenstandpunkt. Seien Sie froh, dass Sie ihn schon haben. Wir anderen ringen noch darum.

Ferdinand Weuste | Di, 14. Februar 2017 - 17:15

In reply to by Toni Rudolf

Herr Rudolf, ich bin froh dass hier ein jeder seine Meinung kund tun kann. Klassenstandpunkt ist mir gerade zuwider!

Michaela Zimmer | So, 29. Januar 2017 - 21:34

Nebenbei und ganz am Rande:
Herr Gabriel kritisiert die Merkelsche (und seine eigene) Flüchtlingspolitik im Stern- keine öffentliche Aufarbeitung in anderen Medien.
Herr Schäuble räumt Fehler für das Jahr 2015/2016
in einem Interview auf WO ein- kein öffentliche Aufarbeitung in anderen Medien.
Frau Steinbach begründet ihren Parteiaustritt mit dem Handeln der Kanzlerin- keine öffentliche Aufarbeitung in den Medien.
All die genannten Beispiele stehen dafür, dass JEDER, der derartiges bereits vor über einem Jahr geäußert hat, heute ein "Rechter" ist.
Wo sind die Mitglieder des Berliner Kreises, wo sind die Mitglieder von Konrads Erben?
Sie sitzen hinter dem Ofen und warten ab.
Wieso darf die Amtsinhaberin erneute Kanzlerkandidatin sein?
Wo bleibt die offene, ehrliche Debatte?
Stattdessen Ehrendoktorwürden und kirchliche Auszeichnungen!
Wann wurden zuletzt die Bürger/Steuerzahler/Wähler derart verhöhnt?

Ralf Müller | Mo, 30. Januar 2017 - 10:10

Man muss diesen Pfaffen das Geld entziehen. Dann erledigt sich die Merkel-Hörigkeit von ganz allein. Von mir bekommen die nix mehr. Das hat sich erledigt. Es gibt noch die Kirche, die volkstreu und für unsere Menschen da ist. Nur liegt sie im Osten.

Mirko Pfretzschner | Mo, 30. Januar 2017 - 18:44

In reply to by Ralf Müller

Sie wissen aber schon, dass sie von ihren Steuern die Gehälter der Bischöfe finanzieren? Oder das Kirchenveranstaltungen kräftig vom Steuerzahler mitfinanziert werden? Sie wissen, dass die Kirchen selbst keinerlei Steuern zahlen, dafür aber Entscheidungsträger in allen möglichen Gremien und Ausschüssen sind?
Das einzige, was die Kirchen von ihnen nicht kkriegen, ist die Kirchensteuer. aber das ist höchstens die Hälfte von dem, was sie insgesamt gezahlt haben.

Wolfgang Tröbner | Mo, 30. Januar 2017 - 11:00

schadet am allermeisten den Kirchen selbst. Obwohl gläubiger Christ, gehöre ich aus verschiedenen Gründen keiner der Amtskirchen an. Trotzdem habe ich immer wieder mit dem Gedanken gespielt, einer der Kirchen beizutreten. Diesen Gedanken habe ich aber wegen der aus meiner Sicht gefährlichen Nähe der Kirchen zur herrschenden Politik schnell wieder verworfen. Offensichtlich haben beide Kirchen nichts aus ihrer eigenen Geschichte gelernt. Sehr bedauerlich.

Ich jedenfalls möchte keine Institutionen unterstützen, die von Figuren wie Bedford-Strohm oder Marx repräsentiert werden, die beim Betreten einer Moschee ihre Amtskreuze aus "Verantwortung" ablegen und alle diejenigen, die das kritisieren, als rechtsgerichtet diffamieren.

Jo, waren das nicht die beiden die ihr Kreuz abgelegt haben?
Jesus Christus hat sein Kreuz nicht abgelegt als sich ihm die Gelegenheit bot.
Die beiden sollten vor Scham im Boden versinken und die die von ihnen Ehrungen annehmen am besten gleich mit dazu.

Ralf Grünewald | Mo, 30. Januar 2017 - 13:19

Liebe Kirchenmitglieder, findet Ihr das wirklich so toll wenn die Kirche indirekte Wahlkampf-unterstützung leistet?

Wenn einer Person die zulässt:

1. dass mit deutschem Kriegsmaterial Länder wie Jemen plattgebombt werden
2. 1,5 Millionen Kinder tagein tagaus fleißig zur Tafel marschieren müssen damit sie überhaupt eine warme Mahlzeit bekommen
3. die Selbstmordrate in Griechenland durch deutsches Spardiktat in die Höhe schnellt

dann sollte sie dafür nicht auch noch ausgezeichnet sondern kritisiert werden.
Insofern bin ich froh, dass ich bereits vor 20 Jahren aus der Kirche ausgetreten bin.

der Staat zusieht wie Tafeln geschlossen werden weil Ihnen private Spender ausgehen

von Ihrer Gemeinde

Martin Bott | Mo, 30. Januar 2017 - 13:48

"Fun" fact, ich fahre seit Monaten Sonntags nach Strasbourg (Ausnahme, jetzt wo es so kalt war), um die Messe im dortigen Münster zu geniessen.
So ganz ohne auf den Staat vereidigte Kirchenbeamte.

Beate Maier | Mo, 30. Januar 2017 - 14:25

Herr Kissler, dass es kluge Journalisten wie Sie gibt und auch so viele kluge Leser des CICERO!

Helmut W. Dey | Mo, 30. Januar 2017 - 14:33

Egon Bolz war Widerstandskämpfer und am Hitlerattentat beteiligt, er gehörte zum Keis um Goerdeler und von Stauffenberg. Er wurde zum Tode verurteilt und Anfang 1945 hingerichtet.

Frau Merkel war Teil des DDR-Unrechtssystems und als FDJ Funktionärin für Propaganda und Agitation zuständig.

Die bisherigen Preisträger Bärbel Bohley, Prof. Kirchhof, Erwin Teufel und Joachim Fest sind Leute mit Charakter, die sich niemals mit einer "Mauermörder-Diktatur" gemein machen würden.

Herrn Bischhof Marx sei das Buch "Ich nicht" von Joachim Fest empfohlen, dass er einmal eine Vorstellung davon bekommt wie sich anständige Menschen gegen über einem mörderischen Staat benehmen. Natürlich nimmt man dann erhebliche Nachteile in Kauf, der Vater von Herrn Fest wurde als Rektor einer Schule entlassen.

Setzen Sie sich doch einmal mit diesen Tatsachen in Ihrer Lobrede auseinander Herr Bischhof Marx.

Olaf Voß | Mo, 30. Januar 2017 - 16:48

Sabatina James hat es einmal in einem Gespräch (im dialog) bei Phoenix gut auf den Punkt gebracht: Sinngemäß sagte sie, dass die Kirchen glauben, sie müssten sich in der Flüchtlingsfrage dem Mainstream andienen, obwohl sie vermutlich anderer Meinung sind (vorallem bezüglich den Islams). Die geflohenen Christen, die in den Unterkünften von Muslimen z.T. aufs Schlimmste gedemütigt werden, sieht die Kirche vermutlich eher als Kollateralschaden, um eine von Merkel (dem links-grünen Establishment) herbeigeführte bessere Welt nicht zu gefährden. So wie die sich die gegenwärtige Politik und die Medien durch ihre einseitige, geschönte Darstellung des Status quo großen Schaden zufügen, so tun es die Kirchen ihnen gleich - sie schaden damit allesamt Deutschland resp. der freien westlichen Welt.

Joachim Fehr | Mo, 30. Januar 2017 - 16:58

Das Mosaik der Meinungen ist vielfältig und sehr kontrovers. Deshalb sei daran erinnert, dass die Freiheit eines Christenmenschen sehr individuell ist und nicht über einen Kamm geschoren werden sollte. Das in Deutschland gefundene Beziehungsgeflecht zwischen Kirche und Staat ist m. E. nicht grundsätzlich in Frage zustellen, bedarf aber einer neuen Feinjustierung. Die Kirchen müssen sich davor hüten Ihre soziale Kompetenz so zu gestalten, dass Kirche als Sozialstation mit theologischer Fachabteilung verstanden und empfunden wird. Die Thematik der Seelsorge gehört stärker in den Vordergrund. Wenn Luther heute, dem Volk auf's Maul schauend, seine Überzeugung neu formulieren würde, hätten die Bedford-Strohm's und Marx's unserer Zeit, ein modernes Handbuch und damit einen besseren Zugang zum Normalchristen. Der Glaube an sich verdient mehr Respekt und Hochachtung. Billige herabsetzende Kommentare sind überflüssig. Kissler's Bemerkungen gehören sofort in die kirchlichen Gremien zur Beratung.

Walther Leu | Mo, 30. Januar 2017 - 17:05

Fragt sich was die Kirchenfürsten angesichts des neuen Kanzlerversuchs der SPD nun an weiteren Preisen hervorzaubern, damit auch der Martin mit seinem ausgeprägten Ego sich nicht brüskiert und benachteiligt fühlt. Man abgesehen davon, dass Merkel angesichts Trumps Aktionen zukünftig wohl zum Islam konvertieren wird, da ja bereits heute in für Merkel konsequenter Weise bei ihrer fanatischen No-Border-Politik die von Trump angeführte Staatsangehörigkeit geflissentlich als irrelevant übersehen wird und fakenews-gleich eine Diskriminierung von allen Muslimen unterstellt wird. Auch nur konsequent für Merkel, denn die Leben der aus besagten Ländern Vertriebenen Nichtmuslimen waren Merkel keinen Cent wert und wurden gerne zugunsten einer europäischen Islamisierung geopfert. Es scheint, dass die AfD die politischen Entwicklung mal wieder mit dem nötigen Gesprühr erkannt hat. Zukünftig werden die Kirchenfürsten also wieder dankbar einer Kopfsteuer für Ungläubige predigen dürfen.

Martin Schau | Mo, 30. Januar 2017 - 17:47

Ein Freund von mir in NRW, jahrelang schon im Presbyterium tätig, wird plötzlich angefeindet, ausgegrenzt und zum Rücktritt gezwungen - weil seine AfD-Mitgliedschaft bekannt wurde. Derlei ist keine Privatsache. Von heute auf morgen wars vorbei mit Kollegialität, Humanismus und Toleranz. Schwul-lesbische Pfarrer, linkslastige Bekenntnisse, Kirchenasyl für Muslime etc. sind dagegen opportun...

Bärbel Buttenberg | Mo, 30. Januar 2017 - 17:53

Marx und Bedford-Strohm.
Mehr bedarf es nicht, um auch die Kirchen zu ruinieren.
Okay, vielleicht noch KGE.

Ronny Schmid | Mo, 30. Januar 2017 - 18:31

ein sehr treffender Artikel des Herrn Kissler. Was aber hat man von den Vertretern der deutschen Amtskirchen anderes erwartet als eine Verneigung vor der Politik in den wichtigen sozialen Fragen. Das war immer schon so!! Wir leben halt in einer Art Pastoral-Demokratie! Eine Trennung von Staat und Kirche gibt es bei Lichte besehen doch gar nicht....

Silas Loy | Mo, 30. Januar 2017 - 19:35

... soviel am Hut wie eine Kuh mit dem Sonntag. Merkel hat einfach nicht gegen geltendes Recht irgendetwas zu "gestalten", sondern steht in der Amtpflicht, das Recht durchzusetzen. Aber das kann so ein deutscher Kardinal, der sich mal eben von Imamen zur Kreuzabnahme vor- und verführen lässt, dann eben schon gar nicht auf die Reihe kriegen.

Joachim Lehrmann | Mo, 30. Januar 2017 - 20:33

Auch Allah geht es nicht anders als all den anderen Göttern dieser Welt.
Wir leben schließlich in Europa nicht mehr im Mittelalter, sondern 300 Jahre nach dem Zeitalter der Aufklärung, wo dank kluger Köpfe zunehmend die Erkenntnisse der Wissenschaft den Ton angaben - nachprüfbare Erkenntnisse, von ganz allgemeiner Gültigkeit!
Und eben diese Naturwissenschaft kommt bei der Beschreibung der Welt (genau das ist ihre Aufgabe!) ohne Gott aus! Also ohne egal welchen Gott auch immer! Alles andere sind Hirngespinste!
Es ist dies eine Erkenntnis, die man sich getrost übers Bett nageln kann – ein Rat, den ich übrigens gern auch so manchem „Gläubigen“ bzw. unseren religiösen Parallelwelten im Abendland ans Herz legen möchte.
Oder gilt hier bald auch boko haram (westliche Bildung ist Sünde)? Dann kann man nur sagen: dumm bleiben!!!

Wolfgang Richter | Mo, 30. Januar 2017 - 20:52

Waren die Herrn Marx u. Bedford-Strohm nicht die jenigen, die sich beim Besuch des "Heiligen Landes" aus Rücksicht auf die Islamgläubigen ihrer Kreuze entledigt haben, anschließend wahrheitswidrig behaupteten, von jüdischen o. israelischen Repräsentanten darum gebeten worden zu sein, aus Sicherheitsgründen? Das paßt ja dann gut zu der in Zürich auf eine Frage an die Kanzlerin zur Islamisierung Europas gegebenen Anwort, daß man als Christ halt mehr in die Kirche gehen solle, womit sie wohl ausdrücken wollte, daß man zu seinem Christlichen Glauben stehen solle.

ingrid Dietz | Mo, 30. Januar 2017 - 23:26

Zitat: " ....für mich ist die unverfälschte Religion wie alle anderen Religionen eine Incarnation des primitiven Aberglaubens ..." !

Ruth Falk | Di, 31. Januar 2017 - 10:56

fehlt Merkel nur noch der Friedensnobelpreis, den sie dann gemeinsam mit Obama und Jassir Arafat u.A. hat!

Patrick Feldmann | Di, 31. Januar 2017 - 12:53

A.Kissler hat wieder ein zentrales Thema des gesellschaftlichen Verfalls in den Brennpunkt gestellt! Danke!

Als Katholik leide ich seit den kathedralen Aktionismen vor der letzten BT-Wahl, begangen von Menschen mit Priesterweihe, die ihr Priesteramt instrumentalisieren, um ein ihnen wohliges politisches Gefühl von der Kanzel als "Wort Gottes'" zu verkünden.

In meinen Augen ist es eine Häresie, die Nähe der Macht mit dem Wort Gottes gleichzusetzen und das Eu angelion, das <em>gute Wort</em>, durch politische Meinung zu ersetzen.

Daß eine Kirche unter dem Macchiavellisten Marx dies tut, ist ein Stigma, das diese Kirche in der Weltkirche isoliert!

Was Marx, der als Kardinal sein Kreuz, das Zeugnis Christi sein soll, beim Besuch des Tempelberges verbirgt, der aus dem Salz der Erde ein Salz der Schmelzpfützen macht, von der AfD hält, interessiert mich NICHT. Was M. zur islam.Christenverfolgung zu sagen hätte, erwarte ich mit Spannung!
Die Amtskirchen driften in die Häresie.

Udo Mann | Di, 31. Januar 2017 - 14:53

Ich bin einmal gespannt ob Kardinal Reinhard Marx zur Preisverleihung wieder sein Brust-Kreuz ablegt.

Härtel Markus | Mi, 1. Februar 2017 - 06:36

Wenn man statt Bibellesen lieber sich mit lesen von Kontoauszügen beschäftigt, muss es solche Auszeichnung geben. Schließlich verteilt diese Frau gerne das Geld von unten nach oben. Hier eine kleine Nachhilfe - Bibelstudium. „Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt.“-Markus 10:25.

Dorothee Coch | Do, 2. Februar 2017 - 19:10

Danke! Aus dem Herzen gesprochen!!
Würde am liebsten aus der Kirche austreten.
Aber Christus hat sie gegründet - ich bleibe!
Momentan haben wir eben schwaches "Bodenpersonal"!!

Dr.Ursula Maupai | Sa, 4. Februar 2017 - 12:44

Große Anerkennung und Dank, verehrter Herr Kissler, für Ihre Beiträge bei Cicero!
Nach wie vor beschäftige ich mich mit unserem deutschen Papst, im eigenen Land nicht gewürdigt, von Frau Merkel in vorschnellem Eifer kritisiert, und möchte seine jüngste Aussage in dem Buch "Benedikt XVI - letzte Gespräche mit Peter Seewald" zitieren:
"In Deutschland haben wir diesen etablierten und hochbezahlten Katholizismus, vielfach mit angestellten Katholiken, die dann der Kirche in einer Gewerkschaftsmentalität gegenübertreten . . . ", er beschwor die Abkehr von Macht, vom Mammon, vom falschen Schein, von Betrug und Selbstbetrug.Und zur Kirchensteuer:"Ich habe in der Tat große Zweifel, ob das Kirchensteuersystem so, wie es ist, richtig ist...die automatische Exkommunikation derer, die sie nicht zahlen, ist meiner Meinung nach nicht haltbar."

Georg Schuhbaur | Di, 7. Februar 2017 - 18:00

Die Kirchen sind mit ihrer Nibelungentreue zur Kanzlerin auf dem besten Weg, auch einen Großteil der Noch-Mitglieder zu verlieren. Bislang waren die Kirchen wie die Medien ein Korrektur zur Politik. Davon ist nicht mehr viel übrig. Und die beiden höchsten Würdenträger der katholischen. Und evangelischen Kirchen in DE tun ihr Bestes, dass dies möglichst schnell geht. Schade.

Roland Zell | Sa, 11. Februar 2017 - 14:37

Wir recht Sie haben, Herr Kissler! Preisverleihungen zum Zwecke der gegenseitigen Milieuversicherung! Vielleicht erhalten die beiden italienischen Polizisten, die den Attentäter Amri erschossen, nun doch kein Bundesverdienstkreuz, weil sie nicht die richtigen Ansichten vertreten. Als "Neofaschisten" muß man wohl ihren Diensteifer ganz neu bewerten, oder wie erklärt sich der Sinneswandel der Bundesregierung? Milieuversicherung!
Groucho Marx (weder mit Karl Marx noch mit Reinhard Marx verwandt) sagte treffenderweise: "Ich würde keinem Verein beitreten, der mich als Mitglied aufnehmen würde." Mutatis mutandis gilt dies nicht nur für Vereinsmitgliedschaften sondern auch für Preise und Orden etc.

Wolfgang Lang | Sa, 8. Juli 2017 - 12:25

Schon Jesus wurde doch massiv vom römischen Staat subventioniert. Allerdings hat seine kleine Gruppe dem Kaiser keinen Preis verliehen.

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