Dreikönigstreffen - Deutschland braucht die FDP

Kolumne Grauzone: Die FDP ist die einzig wirkliche Alternative im deutschen Parteienspektrum und wird dennoch der Buhmann der Politik bleiben. Jedenfalls solange sie die eigentliche Idee des Liberalismus nicht richtig umsetzt

Der Bundesvorsitzende der FDP, Christian Lindner spricht am 06.01.2017 beim Traditionellen Dreikönigstreffen der FDP.
Gelingt Christian Lindner mit der FDP wieder der Einzug in den Bundestag? / picture alliance

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Alexander Grau ist promovierter Philosoph und arbeitet als freier Kultur- und Wissenschaftsjournalist. Im Dezember 2014 erschien der von ihm herausgegebene Band „Religion. Facetten eines umstrittenen Begriffs“ bei der Evangelischen Verlagsanstalt Leipzig.

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#3k17. So lautet der Hashtag zu dem gestrigen Dreikönigstreffen der FDP. Soll wahrscheinlich modern klingen. Zeitgemäß sowieso. Irgendwie nach digitaler Welt, Zukunft und Hightech. Und ob das alles nicht schon blöd genug wäre, ließ sich Parteichef Christian Lindner im Handelsblatt auch noch zu dem kreuzdämlichen Satz hinreißen: „Unser Geschäftsmodell braucht ein Update.“ Deutschland hat ein Geschäftsmodell? Haben die bei der FDP denn gar nichts gelernt?

Dabei hat der Mann natürlich Recht. In Deutschland muss sich einiges ändern. Dringend. Denn tatsächlich leben wir „in einer Zeit der Wohlstandshalluzination“, wie Lindner in der Bild-Zeitung formulierte. Die Sozialausgaben gehören gedeckelt, der Solidaritätszuschlag ist ersatzlos zu streichen. Die innere Sicherheit wird nicht durch mehr Gesetze erhöht, sondern durch effiziente Organisation und mehr Polizisten. Kriegsflüchtlingen ist vorübergehender Schutz zu gewähren. Betonung liegt auf: vorübergehend. Das Asylrecht darf nicht zur Einwanderung missbraucht werden. Vor allem sind die Fluchtursachen zu bekämpfen. Die EU-Finanzpolitik hat sich an geltendes Recht zu halten. Und so weiter und so fort – stimmt ja alles.

Zudem hat Christian Lindner auch ganz persönliche Verdienste. Er hat eine am Boden liegende Partei wieder aufgerichtet. Hat ihr Zuversicht und neuen Stolz gegeben. Er hat gezeigt, dass man die Euro- und Flüchtlingspolitik der Regierung scharf kritisieren kann, ohne in Dumpfheit zu verfallen. Und er hat die inhaltlich verunsicherten Liberalen programmatisch behutsam neu ausgerichtet. Weg von dem Image der Zahnarztpartei, hin zu einer Partei für alle, denen die Eingriffe des Staates schon lange viel zu weit gehen – sei’s beim Rauchen, sei’s bei Glühbirnen oder einem ideologisierten Sexualkundeunterricht.

Die einzig echte Alternative

Daher – und das ist das eigentlich Entscheidende: Die FDP ist die einzig echte Alternative im deutschen Parteienspektrum. Gegen die übermächtige Koalition sozialdemokratischer Parteien, von staatsverliebten Kümmerern, Bevormundern, Volkspädagogen und moralischen Besserwissern betont allein die FDP die Werte von Freiheit und Autonomie und benebelt den Bürger nicht mit dem süßen Fusel von Gemeinschaft und Kollektivismus.

Und noch ein Punkt spricht für die FDP: Sie ist weit und breit die einzige smarte, bürgerliche Protestpartei. Allein der Frust über Merkel dürfte die FDP entspannt über die Fünf-Prozent-Hürde heben. Mehr noch: Im Grunde ist die FDP die einzige Partei, die bisherige CDU-Wähler noch wählen können, wenn ihre früheren Wahlentscheidungen auf mehr beruhten als auf Gewohnheit und Tradition. Zu besinnungslos hat die CDU Politinhalte durchgewunken, die nichts mit dem zu tun haben, wofür sie einmal stand: Von der Rente mit 63, über die unsinnige Energiewende bis zu Frauenquoten, Genderpolitik, Mindestlöhnen etc. Das bürgerliche Lager ist verwaist und politisch heimatlos: Welch’ ideale Ausgangssituation.

Die Ungeliebten

Aber all das wird der FDP nicht wirklich helfen. Sie wird in den neuen Bundestag einziehen, vielleicht sogar mit einem guten Ergebnis – dennoch wird sie die meistverachtete Partei Deutschlands bleiben. Das ist bedauerlich, hat aber mehrere Gründe.

Der eine hat drei Buchstaben und heißt – FDP: Noch immer haftet den Liberalen das Image der Partei der Besserverdienenden an und der machtpolitischen Opportunisten, die mit jedem koalieren, solange Pöstchen winken. Der Machtwechsel 1982, Möllemann, Projekt 18, Mehrwertsteuersenkung für Hotels – dies und noch mehr klebt an der Partei wie Pech und Schwefel.

Hinzu kommt das gesellschaftspolitische Klima. Unsere Gesellschaft hält sich für liberal, ein echtes Liberalismusdefizit wollen oder können viele nicht erkennen. Leben wir nicht in der freiesten Gesellschaft, die es jemals auf deutschem Boden gab? Sind wir nicht modern, tolerant und weltoffen? Braucht es wirklich noch Liberale?

Sprache des Wirtschaftsliberalismus

Natürlich braucht es die. Denn der herrschende Linksliberalismus hat mit Liberalismus wenig zu tun, sondern zeitigt mitunter ausgesprochen paternalistische und autoritäre Tendenzen. Doch die nimmt man gerne in Kauf. Schließlich winken im Gegenzug die Wonnen des Wohlfahrtsstaates. Das bisschen Freiheit lässt man sich da gerne abkaufen.

Vor allem aber macht sich die FDP kritiklos zum Sprachrohr eines Wirtschaftsliberalismus, der mit echtem Wirtschaftsliberalismus wenig zu tun hat. Die Gefahr für eine freie Gesellschaft, für den selbstbestimmten Bürger und einen freien Markt geht Anfang des 21. Jahrhunderts eben nicht nur vom Staat und seinen etatistischen Ideologen bei CDU, SPD, Grünen, Linken und AfD aus, sondern auch von der Macht von Kapitalbeteiligungsgesellschaften wie Blackrock, Vanguard und den einschlägigen Internetmonopolisten.

Deren Gebaren hat mit freien Märkten und innovativem Unternehmertum schrecklich wenig zu tun. Doch dass man den freien Markt vor dem Kapitalismus schützen muss und Menschsein nicht bedeutet, entwurzelte Verfügungsmasse globalisierter Kapitalströme zu sein – diese Einsicht setzt sich bei der FDP, wenn überhaupt, nur äußerst zögernd durch.

Standhaftigkeit ist gefragt

Der FDP fehlt es bisher an der notwendigen Radikalität, um wirklich Ernst zu machen mit der Idee der Freiheit. Dafür müsste sie sich noch konsequenter von dem herrschenden Linksliberalismus ebenso distanzieren wie von einer Kapitalideologie, die für die Verwerfung, die wir zurzeit weltweit erleben, in einem erheblichen Maße mitverantwortlich ist.

Das gestrige Dreikönigstreffen hat gezeigt, dass die FDP auf dem richtigen Weg ist. Das ist schon einmal nicht wenig. Nun braucht es den Mut, standhaft zu sein und im Herbst den Verlockungen der Macht zu widerstehen. Denn wenn es die FDP nur halbwegs Ernst meint mit ihrem Neuanfang, dann kann es eine Koalition mit den derzeit im Bundestag vertretenen Parteien nicht geben. Aber das muss kein Schaden sein. Nichts brauchen wir dringender im Bundestag, als ein wirklich freiheitliches Widerstandsnest.

Michaela Diederichs | Sa, 7. Januar 2017 - 12:29

Großartig Herr Grau! Wenn nur nicht die begründete Angst da wäre, dass die FDP eben doch in eine Koalition eintritt, würde ich mich gerne einem Widerstandsnest zuwenden. Denn das brauchen wir dringend.

Wilfried Kaynig | Sa, 7. Januar 2017 - 12:37

Das erste was die FDP MACHEN WIRD,SICH WIE FRÜHER DER MACHT WILLEN,ALS KOALITIONSPARTNER ANBIETEN! Zurück zum alten Modell der Pöstcheneroberung und Partei des Kapitals und der Lobbyisten-WETTEN DAS!!!

Marc Schwaneberg | Sa, 7. Januar 2017 - 13:01

Herr Grau lässt mich seinen Artikel wieder gebannt lesen. Es ist sehr zu begrüßen, dass er die FDP wohlwollend-kritisch betrachtet, denn pures FDP-Bashing betreibende - und dabei allzu gerne die Sünden der im Bundestag vertretenen Parteien ausblendende - Stimmen gibt es zuhauf.

Ich stimme Grau in vieler Hinsicht zu. Vor allem darin, dass die FDP in unserer - Liberalität lediglich heuchelnden - Politik und Gesellschaft mehr denn je benötigt wird, und auch darin, dass Lindner der richtige Mann für diese FDP ist. Schließlich darin, dass die FDP nur dann ein Existenzrecht hat, wenn sie sich auch runderneuert LEBT und aufhört, ein reiner Lobbyverein zu sein der um der Macht und Pöstchen Willen in jedes Koalitionsbett springt. Die FDP wird als Opposition dringendst gebraucht, und darf sich Regierungsbeteiligung erst wieder über Wähler-VERTRAUEN verdienen.

Seiner Sicht der FDP als einzige bürgerliche Alternative zur CDU und meistverachtete Partei kann ich hingegen nicht ganz folgen...

Sehr geehrter Herr Grau,
Ihre Analysen treffen zumeist den Kern, und so ist Ihnen zu danken, dass Sie auch im Falle der FDP Alternativen aufzeigen. Sofern die FDP den Verlockungen der Einheitsparteien auf kurzfristigen Machtgewinn widersteht, ist sie eine Alternative. Das Beispiel Rheinland-Pfalz zeigt aber, dass die FDP dieses Format noch nicht gefunden hat. So bleibt die AfD als wirklich einzige Alternative gegen den Parteienblock. Leider vernachlässigen Sie in Ihrer Analyse diese Sichtweise. Das Ausgrenzen einer demokratisch gewählten Partei entspricht ebenfalls nicht einem liberalen Gedankengut. Eine in die Landtage oder in den Bundestag frei gewählte Partei ist per se koalitionsfähig; selbst wenn einige radikale Ansätze den übrigen Parteien nicht gefallen. Andererseits müsste sonst auch eine Koalition mit den LINKEN ausgeschlossen sein. Die FDP und die AfD sind gut beraten, auf dieses Umdenken zu warten.
Die bisherige Politik spielt ihnen in die Hände.

Jörg Meyer | Sa, 7. Januar 2017 - 13:02

Ich bin anderer Meinung, meines Erachtens ist die FDP verbrannt. Kein Liberaler braucht eine Partei, die - wie weiland Westerwelle - für die gewünschten Prestigepöstchen alles Programm unmittelbar nach der Wahl fahren lässt und den Semisozialismus gewähren lässt. Wer die FDP wählt, bekommt die Blackbox Merkel, und die wird nach der Wahl wieder machen, wozu sie Lust hat. In der Regel zum Schaden unseres Gemeinwesens.

Christa Wallau | Sa, 7. Januar 2017 - 13:13

Sehr schön und zutreffend formuliert, lieber Herr Grau.
Ihre Worte in Gottes Ohr!

Mir fehlt nach den Erfahrungen der letzten Jahrzehnte aber der Glaube an die - von Ihnen angemahnte - Standfestigkeit der FDP. Dafür bietet mir ein Lindner mit seiner smarten, gewinnenden Art und seiner Redegewandtheit einfach zu wenig Garantien.
In RLP ist die FDP - gerade mal ins Parlament gehüpft - prompt wieder mit SPD und Grünen (!)
eine Koalition eingegangen. Wie paßt das zusammen mit der "Radikalität, um wirklich ernst zu machen mit der Idee der Freiheit", die Sie - zu recht - verlangen?

Sicher, die FDP wird 2017 wieder in den Bundestag kommen - das ist klar angesichts des Versagens der CDU. Aber dann?
Leider ist der deutsche Widerstand gespalten. AfD und FDP
g e m e i n s a m hätten das Potential zum Herumreißen des Staatsruders. Sie werden jedoch
kaum zusammenfinden.
Schade drum.

Johannes Luig | Sa, 7. Januar 2017 - 13:58

Sehr geehrter Herr Grau. In ihrer Aufzählung der etatistischen Parteien taucht schließlich doch die Afd auf. Zunächst aber ist diese Partei nicht etatistisch, sondern konservativ-liberal. Und sie ist auch die von Ihnen leider verschwiegene wirkliche Alternative zur Korrektur der seit Jahrzehnten verfehlten Politik. In allen gesellschaftlichen Bereichen. Besonders aber natürlich in der Flüchtlingspolitik.
Ansonsten wünsche ich mir als neue Regierung eine Koalition von Afd und FDP.
Was sagen Sie nun?

Siegfried Stein | Sa, 7. Januar 2017 - 14:16

Nein, haben sie nicht. Bei Euro und Griechenland steht Herr Schäffler immer noch einsam auf weiter Flur.
Und was heisst
"Kriegsflüchtlingen ist vorübergehender Schutz zu gewähren."?
Definiere "Kriegsflüchtlinge"!
Korrekterweise wären erst einmal hunderttausende illegaler Migranten, die keine "Kriegsflüchtlinge" sind, auszuschaffen. Dazu höre ich aber nichts, auch nichts von sicheren Grenzen. Und das hat massive Auswirkungen auf die Sozialsysteme. Was ist mit 'Familienzusammenführung'? Warum Familienzusammenführung per UMF in Deutschland?
Und was ist mit Sozialabbau in Deutschland, aber Wohlfahrtsfinanzierung in Griechenland, Italien, Portugal und ...?
Energiepolitik, 'Genderschwachsinn' - ich warte da auf Aussagen.
Kann man mit 5 - 7 Bullets auf einer Powerpoint-Folie machen - wenn man (FDP) will.
Oder?

Hans Jürgen Wienroth | Sa, 7. Januar 2017 - 14:19

Mein Bild ist ein anderes. Als ehemals treuer FDP-Wähler ist diese Partei für mich (leider) noch nicht wieder wählbar. Wer Datenschutz als höchstes Gut über den (notwendigen) Schutz der Bevölkerung und eine effektive Strafverfolgung stellt, setzt falsche Prioritäten. Wer in dieser Zeit einer notwendigen Aufstockung der Sicherheitsorgane und der Herausforderungen durch die aufgenommenen Menschen Steuersenkungen verspricht, handelt unredlich.
In unserer Parteienlandschaft fehlt keine Partei der Mitte. Durch den Weg der CDU ins Mitte-Linke Lager fehlt es an Parteien, die nicht jede Veränderung und eine freie Weltwirtschaft als einzig hohes Gut sehen. Wer freien Warenaustausch auf Dauer gewährleisten will muss für gleiche Marktverhältnisse sorgen. Kleine, nicht genehmigte Stahlkocher aus Fernost mit umweltschädlichen Herstellverfahren fluten den Weltmarkt mit niedrigsten Preisen, bis die (teure umweltfreundliche) Konkurrenz tot ist. Da muss man z. B. mit „Umweltzertifikaten“ gegensteuern.

Beat Leutwyler | Sa, 7. Januar 2017 - 14:57

Eine liberale Kraft fehlt tatsächlich in einer ernstgemeinten Demokratie - die CDU ist es nicht. Aber die FDP ist keine Alternative, denn sie ist gleichgestrickt wie jede andere Partei. Nur die Maschengrösse und die Farbe sind anders.

Eine echte Alternative wäre, dass gar keine Partei mit der CDU eine Koalition einginge und sie eine Minderheitsregierung bilden müsste. Dann müssten die Mehrheiten im Parlament und nicht im Kanzleramt erarbeitet werden. Die Transparenz würde steigen und auch Gegenvorschläge hätten eine Chance.

Das ist die wirkliche Alternative.

Werner Schütz | Sa, 7. Januar 2017 - 15:12

Wahrscheinlich stößt der Philosoph Alexander Grau bei den meisten Cicero-Lesern auf breite Zustimmung. Als ein Bürger, der aus einer Mittelstandsfamilie stammt, wo man traditionell FDP wählte, möchte ich Herrn Grau an Karl-Hermann Flachs Definition des politischen Liberalismus erinnern:
" Liberalismus heißt Einsatz für größtmögliche Freiheit des einzelnen Menschen und Wahrung der menschlichen Würde in jeder gegebenen oder sich verändernden gesellschaftlichen Situation. Der Liberalismus ist nicht auf ein Gesellschaftsmodell festgelegt. Liberalismus bedeutet demnach nicht Freiheit und Würde einer Schicht, sondern persönliche Freiheit und Menschenwürde der größtmöglichen Zahl. Freiheit und Gleichheit sind nicht Gegensätze, sondern bedingen einander. Die Freiheit des Einzelnen findet ihre Grenze in der Freiheit des anderen Einzelnen, des Nächsten. Insoweit ist Liberalismus nicht Anarchismus, sondern auch eine politische Ordnungslehre."
Was ist aus dieser FDP geworden? Ein Jammer!

Reinhard Benditte | Sa, 7. Januar 2017 - 15:40

Ich stimme dem meisten, was Herr Grau schreibt zu. Allerdings vermisse ich zwei wesentliche Elemente bei der FDP: 1) mehr Demut! Viele in der FDP träumen schön wieder von einer Regierungsverantwortung anstatt erst einmal klare Kante zu zeigen und das Wahlergebnis abzuwarten. Wie heißt es: Erst den Bär erledigen, dann das Fell verteilen! 2) klare Kante! Die FDP muss dem Wähler klar darlegen, welche Positionen für sie nicht verhandelbar sind und dann diese Position hart vertreten!

Bis dato ist die FDP immer noch umgefallen und dadurch als reine Mehrheitsbeschafferin aufgetreten. Das nimmt ihr niemand mehr ab und wird vom Wähler auch bestraft werden!

Andreas Balmert | Sa, 7. Januar 2017 - 15:41

"Denn wenn es die FDP nur halbwegs Ernst meint mit ihrem Neuanfang, dann kann es eine Koalition mit den derzeit im Bundestag vertretenen Parteien nicht geben."

Meines Erachtens wird die FDP mit Allem und Jedem koalieren, um wieder an die Fleischtöpfe zu gelangen.
Derzeit in Rheinland-Pfalz zu besichtigen.

Ursula Schneider | Sa, 7. Januar 2017 - 16:28

Nicht, weil Sie sich hier für die FDP starkmachen, das ist schon in Ordnung, sondern weil sie der anderen "Alternative" - jeder weiß, welche gemeint ist - "Dumpfheit" vorwerfen, ohne dafür irgendein stichhaltiges Argument zu bringen (von der Wählerbeleidigung mal ganz abgesehen). Das entspricht genau der üblichen unqualifizierten Verunglimpfung vonseiten des Mainstreams, der so viele aufregt.

Ich habe früher jahrelang mit Überzeugung FDP gewählt. Doch die Partei hat kläglich versagt. Von rund 250 Programmpunkten vor der letzten Regierungsbeteiligung hat sie bis auf die Hotel-Steuer nicht einen durchgesetzt. Bei den EU-Rechtsbrüchen, der Energiewende oder der Flüchtlingspolitik wartete man vergebens auf entschiedenen Widerspruch.

Nein, die FDP hat aus Opportunismus und Machtkalkül eine riesen Chance verpasst und damit fast alles Vertrauen verloren.

Heute halte ich die AfD für die bessere FDP!

Yvonne Walden | Sa, 7. Januar 2017 - 16:53

Diese FDP, die im Wählervotum unter die Fünf-Prozent-Marke gefallen ist, sollte nicht mit Fingern auf andere weisen, sondern sich in bescheidener Selbstkritik üben.
In vielen Jahrzehnten profitierte die FDP davon, Mehrheitsbeschafferin der Großen (CDU/CSU bzw. SPD) zu sein.
Egal in welcher Konstellation: Hauptsache Posten und Privilegien.
Wie schon angedeutet, stammten die Wählerinnen und Wähler der FDP aus dem Kreis der Freiberufler, also der Architekten, Rechtsanwälte und Zahnärzte.
Hinzu kamen die Mittelständler bis hin zu Hotel- und Gaststättenbetreibern, die sich von "ihrer FDP" steuerliche Bevorzugungen erhofften - und auch erhielten.
Als reine Klientelpartei kann die FDP jedoch politisch nicht überleben.
Sie sollte sich - wie auch die übrigen politischen Parteien - für ein Mehr an sozialer Gerechtigkeit einsetzen.
Dazu müßte sich auch die FDP klar vom Großkapital und denjenigen distanzieren, die ein leistungsloses Einkommen aus Großvermögen erzielen.
Ob sie dies

Elke Meyer-Lef… | Sa, 7. Januar 2017 - 17:32

Christian Lindner, ein Hoffnungsträger. Dringend benötigt in Merkelland. Danke für diesen Artikel.

Hermann Neumann | Sa, 7. Januar 2017 - 17:41

Herr Lindner, die FDP vermisste keiner die letzten 4 Jahre, und man wird sie weder wieder wählen noch Sie zukünftig vermissen. Wer Merkel nicht mehr sehen will, wählt die AFD.
Lindner ist ein Träumer, seine Klientelpartei ist Geschichte.

Jürgen Althoff | Sa, 7. Januar 2017 - 18:25

Ach, Herr Grau, Liebe macht eben immer noch blind. Auch die elegantesten rhetorischen Volten des inhaltlichen Leerkörpers Lindner lassen mich nicht vergessen, dass die FDP
- die Umwandlung einer ehemals hocheffizienten deutschen Stromversorgung unter dem Kampfbegriff "Energiewende" zu einem ebenso überteuerten wie unsicheren quasistaatlichen System, in dem sich eine öko- industrielle Lobby zulasten aller Nutzer und nicht zuletzt zulasten der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie mästet,
- den Wahnsinn der Euro-"Rettung"
mitbeschlossen hat.
Von Äußerungen der Reue ist bis dato nichts zu vernehmen.
Auch in der sogenannten Flüchtlingskrise habe ich von der FDP nichts gehört, was sich irgendwie als Hinweis zu konstruktiver Problemlösung interpretieren ließe; den Unterschied zwischen Asylsuche und illegaler Einwanderung scheint man auch immer noch nicht begriffenn zu haben.
Solche Geister bevölkern den deutschen Bundestag heute schon zu 100%, da braucht niemand diese FDP.

henry sawallisch | Di, 10. Januar 2017 - 10:31

In reply to by Jürgen Althoff

Die FDP versucht sich nun als bessere Alternative zu reanimieren -ohne den Schmuddeltouch der AfD...Die Vorschläge die ich bis jetzt gehört habe, sind aber die gleichen albackenden,pseudoliberalen Platitüden aus guter alter bundesrepublikanischer Zeit. Es bedarf wirklicher,harter Gesetzesänderungen,insbesondere im Sozialgesetz.
Z.B nur noch die, zeitlich begrenzte, Auszahlung der Sozialhilfe für Asylbewerber und Flüchtlinge in Form von Sachleistungen.Die Kunst eines sinnvollen Sozialstaates liegt darin ,die richtigen Reize zu setzen,bzw die entsprechenden Sanktionen anzuwenden.Integration muss endlich,auch gesetzlich,zu einer wirklichen Bringepflicht erklärt werden. Wenn die FDP nicht die gesammtgesellschaftlichen Probleme angreifen will,also eigentlich nur Klientelpolitik betreiben will,(-z.B. Flüchtlinge vielleicht gerne als zukünftige billige Arbeitskräfte begreift) ist sie keine wirkliche Alternative.

Mahdi Sameh | Sa, 7. Januar 2017 - 19:43

Sehr geehrter Herr Grau,
Ihren Ausführungen deuten aus meiner Sicht in die richtige Richtung. Bleibt aber ein Problem: die Macht der Kapitalbeteiligungsgesellschaften und Internetmonopolisten ist unter tätiger Mithilfe der politischen Klasse entstanden - über Parteigrenzen und Generationen hinweg. Das derzeitige Spitzenpersonal der FDP im Sinn, vermag ich mir nicht vorzustellen, dass ausgerechnet diese Partei über das intelektuelle und charakterliche Format verfügt um an diesen Misständen etwas zu ändern.
Es grüsst ein ehemaliges FDP-Mitglied.

Gerd Runge | Sa, 7. Januar 2017 - 19:55

kann ich vollinhaltlich unterschreiben. Obwohl ich bei der letzten BW-Wahl den Abgesang der FDP mit unterschrieben hätte. Das sieht heute aber anders aus. Linke und Grüne sind unwählbar, weil ihr erzieherischer Impetus unerträglich ist. SPD und CDU (CSU) sind komplett abgenutzt. Die AfD bietet zwar vordergründig ein Auffangbecken für viele besorge Bürger, hat aber unwählbare Vertreter mit deren Meinungen. Nun also wieder FDP.
Ich hoffe, ihre Liberialität ist nun einmal originär, nicht nur wirtschaftsliberal. Einen Versuch ist sie mir wert. Den werde ich mit Herrn Kubicki in S.H.
testen. Wenn sich das positiv abzeichnet, dann auch im Herbst bei der B.W.-Wahl.
Ich sehe dies nicht nur als Protest, sondern als Abwendung von den paternalitischen Attitüden aller anderen Parteien, die mir sagen wollen" who ist to bless and who is to blame". Meine Meinung habe ich dem dann wie es scheint anzupassen.

Bernhard K. Kopp | Sa, 7. Januar 2017 - 20:18

Im ersten Schritt ist die FDP eine zivile, bürgerliche Alternative zur AfD die gewählt werden sollte, um die CDU auf 30% zu reduzieren. Die CDU, die sich als Staatspartei sui generis versteht und geriert, ist nur an der Urne niederzuringen. Ob der tüchtige Christian Lindner dann eine Mannschaft zusammenbringen kann, die besser ist als die von 2010, und die mehr ist als eine boy-group, bleibt abzuwarten. Viel Glück !

Torsten Knecht | Sa, 7. Januar 2017 - 21:11

... Runderneuerung:

Höhere Löhne statt mehr Sozialstaat - einverstanden!

Freiheit der Berufsausübung auch für H4 Empfänger sprich Zwangsjobs in die Niedriglohnkaste abschaffen - einverstanden!

Grenzkontrolle, Abschieben, temporärer Schutz ... - einverstanden!

Mehr sozialer Wohnungsbau o. gleich privates Wohneigentum für jeden ... - einverstanden!

Weniger Ausgaben für die Verwaltung von Jobcenter stattdessen mehr Geld für Integration, Umschulungen etc. - einverstanden!

Ständische Privilegien für Selbstständige, Beamte etc. abschaffen - ergo gleiche Freiheit vor dem Staat für alle - einverstanden!
usw.

Herr Grau, in fast allen Punkten stimme ich Ihnen zu, außer ihrer Auffassung zum Sozialstaat. Das kann ich zwar politisch aber weder ökonomisch noch humanistisch nachvollziehen.

Kurz gesagt: Ohne Armut keinen Reichtum. Und wer Armut beseitigen will, der muss die Regeln der Umverteilung anders gestalten. Höherer Verdienst kein Aufstocken. Simpel.

Klaus Göhn | Sa, 7. Januar 2017 - 21:54

Die Partei will nur mit der Kritik an Merkel punkten.
Sie hält aber nichts von innerer Sicherheit.
Ihre Marktradikalisierung brauchen wir nicht.
Besser ist Bundestag ohne FDP!

Jens Winkelmann | So, 8. Januar 2017 - 00:12

Wieso soll die FDP keine Koalition eingehen?
Soll die FDP warten bis sie die absolute Mehrheit hat?
Und wer regiert in der Zwischenzeit?
Eventuell rot rot grün. Bitte nicht!
Für mich ist die FDP das geringste Übel
CDU wähle ich nicht solange Merkel da ist.
CSU darf ich nicht wählen.
AFD ist mir teilweise zu extrem und ich möchte nicht nur Opposition wählen.
ALFA ist bedeutungslos.
Bei der SPD weiß man nicht was man bekommt.
Alle anderen sind für mich nicht wählbar.
Ich gebe der FDP noch mal eine Chance.

ob man CDU/CSU wählt und damit leider eine in meinen Augen gänzlich unzuverlässige und unwägbare Kanzlerin oder Parteien, die nicht - und sei es nur noch nicht - fremdbestimmt sind.
Bei den Grünen gibt es nicht nur Kretschmann und Özdemir und auch diese müssen sich einer lebhaften Basis stellen, vor allem wenn sie in Kriege ziehen wollen.
Gabriel passt mir auch nicht immer, aber er ist politisch geschult und weiss vielleicht was Verantwortung in der Politik ist, wenn er auch weniger ein Ziehenkel von Schmidt wäre eher ein Ziehsohn von Schröder, aber in der/zur SPD finden sich immer noch Intellektuelle -> "Intelligenz ist sozial oder sie ist nicht".
Die AfD ist auf keinen Fall Merkel-verdächtig.
Die FDP hat pol. Format "statt Merkel", aber ihr fehlt Möllemann u. Westerwelle.
Dafür ist sie absolut DDR-unverdächtig, anders evtl. als die Kanzlerin.
Es tut mir leid es sagen zu müssen, es hat keine Auswirkungen, aber jede Stimme für eine andere Partei ist schon mal keine für Merkel:)

Michael G.Meyer | So, 8. Januar 2017 - 00:37

Es ist ja schon erfreulich, dass ein Journalist die Notwendigkeit einer liberalen Partei im Spektrum anerkennt. Was ueberhaupt nicht zur Kenntnis genommen wird in der Kommentierung ist der Fast zweijaehriege Prozess dem sich diese Partei mit ueber 30000 Beteiligten Mitgliedern gestellt hat. Keine andere Pertei hat sich bisher einem solchen Sebstreinigungsprozess gestellt. Stattdessen hat jeder Journalist nichts Eiligeres zu tun als die alten Stereotypen zu bedienen. Die Freien Demokraten sind die Partei die als erster mit Stereotypen gestraft wird und wo man neue Stroemungen nicht zur Kenntnis nehmen moechte weil es das Stereotyp zerstoert. Ist das guter Journalismus? Manchmal sollte man sich doch ein bisschen mehr mit den von allen Mitgliedern erarbeitenden Parteiprogrammen befassen, bevor man wieder keine Unterschiede zu anderen Parteien konstatiert.
Die Freien Demokraten besetzen mittlerweile viele Felder, die von anderen ueberhaupt nicht oder nicht mehr gesehen werden.

Johannes Reusch | So, 8. Januar 2017 - 00:51

Wir brauchen auch Verbundenheit, Gemeinschaft und Verantwortung. Das geht weit über wirtschaftliche Aspekte hinaus, betrifft nicht nur das sog. bürgerliche Lager und ist bestimmt auch kein süßer Fusel.
Die permanente, positiv kommentierte Zurschaustellung von Andersartigkeit bei gleichzeitiger Verächtlichmachung des Üblichen wirkt wie ein Kulturkampf gegen weite Teile der Bevölkerung, die von dieser Art der 'politischen Aufklärung' jetzt langsam genug hat.
Eine F.D.P., die die Sorgen der Deutschen um ihre innere Heimat aufgreift und in ein Programm zur Ausgewogenheit von Freiheit und Gemeinschaft umsetzt, könnte Deutschland wirklich brauchen.
Aber damit ist leider nicht zu rechnen.

Reinhard Czempik | So, 8. Januar 2017 - 03:06

Zu dieser Partei der ständig wechselnden Beliebigkeit fällt mir voller Verachtung nicht mehr ein als frei nach Loriot: "Die liberalen Liberalen sind liberal, da die liberalen Liberalen liberal sind".

Serdar Berg | So, 8. Januar 2017 - 08:05

Die FDP war und ist nichts anderes als der Steigbügelhalter für die CDU und somit für Frau Merkel.
Lindners Attacken gegen die CDU sind reines Wahlkampfgetöse, um sich und seine Partei nach der Wahl wieder an den großen Futtertrog zu begeben.
Sich jetzt als Alternative darzustellen, ist einfach nur billig und durchschaubar.

Gerdi Franke | So, 8. Januar 2017 - 09:18

Damit wieder Geld in die Parteikasse kommt. Aber es ist jetzt eine denkbar schlechte Zeit. Merkels Politik hat Deutschland ins Abseits geführt. Es zählen nur noch die Themen wie man mit Flüchtlingen umgeht und Sicherheit!

Carola Schommer | So, 8. Januar 2017 - 09:32

Sehr geehrter Herr Grau,
die FDP die Sie beschreiben, ist nicht die FDP die in Deutschland existiert.
Wir benötigen eine liberale Partei welche die Bürgerrechte hochhält und mit distanzierter Intellektualität die desaströse Regierungspolitik analysiert. All das ist eine Lindner-FDP nicht. Man hat eher den Eindruck, die wollen nur wieder mitspielen; die Inhalte hingegen scheinen sekundär und nur wenig glaubhaft vertreten.

Viele FDP-Wähler haben auch nicht deren Haltung zum ESM, EFSF und dem Durchwinken von den Griechenlandhilfen vergessen. Bei allen Vertragsbrüchen war die FDP dabei ! Laut Europaprogramm strebt die FDP die vereinigten Staaten von Europa an. Das aber wollen viele ehemalige FPD Wähler nicht, denn ein solches Modell steht im krassen Widerspruch zur Selbstbestimmung und Eigenverantwortung, den liberalsten Werten überhaupt.

Ebenso unvergessen ist der schändliche Umgang mit Frank Schäffler, der es wagte die heilige Kuh EURO zu kritisieren.

Marcus Hallmoser | So, 8. Januar 2017 - 09:47

Nicht die als "der Staat" bezeichneten Institutionen [legislative, exekutive, judikative] sind das Problem, sondern ihre jeweilig gewählten Vertreter. Wer "den Staat" als Gegner ausmacht, lebt noch im 19. Jh.. Und verkennt die Feinde der offenen Gesellschaft wie Grüne, Linke, SPD, Teile der CDU und vor allem den Islam.

Liberal sind FDPler dann und nur dann, wenn sie Liberalismus vorleben. Liberalismus als Einstellung muss eine freie Wahl sein, sonst ist er keiner. Eine ordoliberal geführte Wirtschaft ist übrigens Voraussetzung für freie Bürger.

Das gilt insbesondere nach der Verengung und grotesken Verzerrung durch den in der FDP ab den späten 1970ern durchgepeitschten Laissez-faire-Wirtschaftsliberalismus, der Kientelpolitik, der Hampelei des Projekts 18 und der Verachtung ["spätrömische Dekadenz"] anderer.

Viele Arbeitnehmer, Freiberufler, Selbständige und Kleinunternehmer werden mit Abstieg bedroht und könnten bald selbst dazu gehören. Wer davon will so eine FDP wählen?

Karl Gerhard T… | So, 8. Januar 2017 - 10:40

Sie haben mit Ihrem Bericht vollkommen Recht.Die FDP ist die noch einzig verbleibende politische liberale Partei.Rente mit 63,Mindestlohn und die vielen Geschenke von Frau Nahles mit Billigung der CDU werden mich abhalten Frau Merkel zu waehlen,obwohl wir Sie im europ.Kontext dringend benoetigen(Wahlen in Holland und Frankreich,Probleme in Italien,die Suedlaender etc. aber auch hier fehlt es an Durchsetzungsvermoegen.
Hoffentlich schafft es Lindner mehr Menschen zu begeistern und die liberalen Werte zu verteidigen.
Die CDU hat mich sehr enttauescht,
,vor allem im Zusammenspiel mit dieser SPD

Yvonne Höffner | So, 8. Januar 2017 - 11:30

Machen wir uns doch nichts vor. Die FDP ist die künstlich am Leben gehaltene bzw. reanimierte Splitterpartei, einzig deshalb in den Medien mit unverhältnismäßig vieler Aufmerksamkeit bedacht, weil der Zuspruch bei den Wählern für die tatsächlich einzige Alternative zur aktuellen Chaos-Politik, nämlich der AFD, ziemlich groß geworden ist und nun mit allen Mitteln eingeschränkt werden muss.
Dabei soll lediglich für CDUSPD über die FDP der Versuch etabliert werden, diese als Zünge an der Waage für die Mehrheit zur Regierungsbildung einzuführen. Der FDP war es bisher egal wer und wie regiert- sie wird auch zukünftig mit jedem politischen Spektrum koalieren, Hauptsache es springt ein Pöstchen dabei raus.
Und da man zu Recht dieser durchsichtigen und orchestrierten Mediale Aufmerksamkeit kritisch gegenüber stehen darf, bleibt die AFD wohl tatsächlich die einzige politisch verantwortliche Alternative, die mittlerweile selbst einen Herrn Oppermann von der SPD zum Umdenken zwingt.

Nur Hamanda | So, 8. Januar 2017 - 11:32

Wer hätte das gedacht, dass die Pünktchenpartei mal in diese Rolle schlüpfen könnte. Es ist tatsächlich so, dass der rote Teppich ausgerollt scheint für die FDP bei der nächsten Bundestagswahl. Bleibt zu hoffen, dass sie dann mehr sein wird als eine Klientelpartei und die Rolle einer den Staatsapparat in Schach haltende Bürgerpartei einnimmt. Habe meine Zweifel, aber sie ist wirklich die einzige Alternative in dem ganzen Parteihaufen. Geben wir ihr eine Chance - mal wieder.

Maren Altmann | So, 8. Januar 2017 - 11:43

Letzte Woche hat in Hamburg ein AfD Politiker mit einer Anfrage den Senat gezwungen einzuräumen, dass im Jahr 2015 in Hamburg knapp 50% aller Sexualstraftaten von ausländischen Staatsbürgern begonnen wurden. Die in 2016 angezeigten Silvesterübergriffe waren darin noch gar nicht enthalten.
Darüber haben sich die Deutschen Qualitätsmedien bewußt ausgeschwiegen. Stattdessen pusht man sämtlich die FDP die so gut wie in keinen Landesparlamenten eine Rolle spielt. Ein ziemlich durchsichtiges Spiel im Zusammenhang von Alternative von der FDP zu sprechen anstelle der AfD.

Wolfgang Tröbner | So, 8. Januar 2017 - 11:59

aber die FDP braucht niemand. Die FDP war stets die "Umfallerpartei. Schon Otto Graf Lambsdorff verkündete weiland vor Kabinettsbeschlüssen (und zwar 2-3 Tage vorher), dass die entsprechenden CDU-Vorschläge mit der FDP nicht zu machen seien, nur um dann 1 Tag später zu erklären, warum es gerade mit der FDP gehen musste.

Man sollte nicht vergessen, dass auch die ehemalige Regierungspartei FDP (ist noch nicht lange her) mitschuldig an den derzeitigen Zuständen ist. Dieser Partei fehlt es einfach an einem eigenständigen Profil (es gibt Ausnahmen). Und Parteien, die nur nach gut dotierten Posten gieren, denen aber das Land ziemlich egal ist, gibt es auch ohne FDP zuhauf. Was passiert, wenn die FDP nach langer Zeit der Abwesenheit wieder in ein Parlament einzieht, war unlängst in Rheinland-Pfalz zu besichtigen. Die FDP stellt sich "ihrer Verantwortung" und koaliert mit irgendwem, nur um wieder Posten zu ergattern.

Das ist keine Alternative! Sondern führt nur zu einem "Weiter so".

Karl Heinz Jennen | So, 8. Januar 2017 - 12:11

Wann wird endlich begriffen, dass Deutschland
eine neue Partei - AfD - braucht, denn aus den alten kommen im Moment keine zukunftsträchtige
Ideen.

Wolfgang Henning | So, 8. Januar 2017 - 12:36

Sehr geehrter Herr Grau,
Ihre Analysen treffen zumeist den Kern, und so ist Ihnen zu danken, dass Sie auch im Falle der FDP Alternativen aufzeigen. Sofern die FDP den Verlockungen der Einheitsparteien auf kurzfristigen Machtgewinn widersteht, ist sie eine Alternative. Das Beispiel Rheinland-Pfalz zeigt aber, dass die FDP dieses Format noch nicht gefunden hat. So bleibt die AfD als wirklich einzige Alternative gegen den Parteienblock. Leider vernachlässigen Sie in Ihrer Analyse diese Sichtweise. Das Ausgrenzen einer demokratisch gewählten Partei entspricht ebenfalls nicht einem liberalen Gedankengut. Eine in die Landtage oder in den Bundestag frei gewählte Partei ist per se koalitionsfähig; selbst wenn einige radikale Ansätze den übrigen Parteien nicht gefallen. Andererseits müsste sonst auch eine Koalition mit den LINKEN ausgeschlossen sein. Die FDP und die AfD sind gut beraten, auf dieses Umdenken zu warten.
Die bisherige Politik spielt ihnen in die Hände.

Ingo Kampf | So, 8. Januar 2017 - 12:53

Vieles, was Herr Lindner sagt, ist zweifellos richtig und nicht nur Gedankengut der FDP. Man kann Herrn Lindner auch zugute halten, dass er die FDP wieder formiert hat. Aber über ein paar junge Damen, die aus der urbanen Gesellschaft kommen und in Bürgerschaftswahlen reüssiert haben, ist die FDP noch nicht weit gekommen. Sie dümpelt in Umfragen immer bei 5% und ist damit nicht weit von dem Ergebnis, dass sie 2013 aus dem Parlament fegte. Ob eine Partei gebraucht wird oder nicht, entscheiden nicht Journalisten sondern Wähler. Da sieht es im Moment mau aus - trotz aller Versuche von Medien, die FDP ins Parlament zu schreiben. Die FDP hat von dem Potential 15%, die Westerwelle erreichte, 10%-Punkte verloren und bis heute nicht wieder erreicht. Wieso kommen die Wähler nicht zurück? An Frau Merkel kann es nun auf keinen Fall liegen. Ich denke, Herr Lindner, der wie ein Motivationscouch im Strukturvertrieb auftritt, hält die ehemaligen seriösen und enttäuschten FDP-Wähler von der Rückkehr ab

Hans Beyer | So, 8. Januar 2017 - 13:06

Aber mal im Ernst: Die FDP ist das Symbol der Überflüssigkeit schlechthin.

Wer Deutschland weiter entdeutschen will, weil er eine negative Grundeinstellung dazu hat, hat dafür genügend Parteien, die er wählen kann.
Wer eine positive Einstellung zu sich selbst und seiner Nation hat, hat auch was zum wählen.

Wozu dann noch die ewige Umfaller- und Bubi-Partei?

und verbeuge mich vor Herrn Westerwelle.
Die FDP hat gemessen an ihrer Personen-Anzahl sehr viel bewegt.
Es hat mir nicht immer gepasst.
Wer aber das Glück hatte in NRW aufzuwachsen, der weiss um die Größe zum Beispiel eines Möllemann.
Ich verneige mich auch vor ihm und bleibe dabei, dass er sich eher nicht selbst umgebracht haben kann. Und bitte aufgemerkt, was würde das bedeuten, wenn ich recht hätte?
Kann man mich jetzt mit dem Faktum derzeitiger Untersuchungen "erschlagen" und irgendwann stellt sich dann doch einmal heraus, dass sowohl Möllemann als auch Barschel politische Morde waren? Oder auch Ulrike Meinhoff, Petra Kelly?
Nur weil man keinen gemeinsamen Nenner für sie findet, jetzt nicht, lege ich mich doch nicht fest, bzw. ich gestatte mir erhebliche Zweifel an der offiziellen Lesart.
Kann daran liegen dass mich Krimis lehren, dass Morde nichts Aussergewöhnliches sind.
Weil ich befürchte, dass politische Morde und Terror schon länger Hand in Hand gehen, JA zur FDP.

Georg Dallmann | So, 8. Januar 2017 - 17:17

Außer die ewigen "Steuersenkungsprogramme für die Superreichen ist hier weit und breit NICHTS erkennbar, was "neu" wäre und die Gesellschaft voran brächte. Schlechte Parteien haben wir schon an der Regierung. Eine weitere - schlechte - braucht es nicht.

Karin Zeitz | So, 8. Januar 2017 - 18:00

war die FDP in der Vergangenheit nur für eine verschwindend kleine Minderheit wählbar. Von einer "Spaßpartei" zur "Partei der Besserverdienenden" oder angesichts klammer Staatskassen zur "Steuersenkungspartei" mutiert war sie von den meisten Wählern nicht mehr ernst genommen worden. Dazu kam, dass sie sich in allen Parlamenten stets als Mehrheitsbeschafferin angedient hatte - egal wer sie dazu gerade brauchte. Mit Lindner an der Spitze ist ihr Image zwar besser geworden, aber die Ernsthaftigkeit bei der Verfolgung ihrer Ziele wird sie erst noch beweisen müssen.

Thomas Klingelhöfer | So, 8. Januar 2017 - 20:23

Die im Artikel beschriebenen Überlegungen haben mich einmal dazu verführt, diese Partei zu wählen.
Danach mußte ich erleben, wie mit Zustimmung der FDP im Zuge der Eurorettung geltendes Recht außer Kraft gesetzt wurde und "Abweichler" von der Alternativlosigkeit isoliert und ausgegrenzt wurden.
Den Verrat an liberalen Grundsatzpositionen werde ich nie vergessen und meinen Fehler sicher nicht wiederholen.

Andreas Müller | So, 8. Januar 2017 - 20:26

Die FDP mit dem Führungsduo Lindner und Kubicki ist in 2017 eine echte Option. Aber ich würde mir schon noch etwas mehr Profil wünschen. Tauber hat mit seinen dümmlichen Angriffen gegen Lindner schon mal einen Anfang dafür gemacht.
Wenn die FDP in Schleswig-Holstein und NRW gute Ergebnisse liefert, damit Angriffe der anderen provoziert und auf diese auch noch gut reagiert, könnte die FDP zum Joker eines Wahljahres werden, das bisher noch trostlos wirkt. Soweit das positive Szenario.

Dr. Paul Alexy | So, 8. Januar 2017 - 21:32

Der Wahlbetrug, den sich FDP mit Westerwelle am Mittelstand leistete, wird noch lange schmerzen.

Petra Horn | So, 8. Januar 2017 - 21:43

Nein, die FDP wird nicht gebraucht. Sie war ein Mehrheitsbeschaffer in einer 3-Parteien-Welt. Diese Zeiten sind vorbei.
Die FDP hatte viele Chancen, Gesicht und Charakter zu zeigen, besonders eindrucksvoll 2009. sie wurden alle aus Posten- und Machtgier vergeben. Eine weitere Chance ist überflüssig.

Detlev Dinter | So, 8. Januar 2017 - 22:02

Fluchtursachen bekämpfen - unrealistischer geht es nicht mehr! Deutschland ist weder militärisch noch fiskalisch noch politisch fähig, dies zu tun. Das würde nämlich bedeuten, dass man sich auch militärisch gegen andere Großmächte stellen müsste - also absurd! Die FDP als "liberale Partei" zur Flüchtlings - bzw. Einwanderungsproblematik, Polizeieinsätze usw., da sehe ich doch ziemlich viel Realitätsverweigerung. Wirtschaftskompetenz - das war gestern ....

Wolfgang Niemann | So, 8. Januar 2017 - 22:21

FDP eine Zahnarztpartei
Dieses Image zeigt doch die Hirnlosigkeit in unserer Gesellschaft und das betrifft nicht nur dieses Image. Begründung: Bei der letzten Kommunalwahl in unserem 12000 Einwohner umfassenden Städtchen hat die FDP 30% der Stimmen erhalten. Es praktizieren aber nur 4 Zahnärzte !!! Gemäß diesen Zahlen die FDP als Zahnarztpartei zu bezeichnen ist Hilfsschulniveau. Ich wünsche der FDP keine Abhängigkeit von dieser kleinen Minderheit. Herr Grau hat Recht. Wir brauchen in dieser unerträglichen Parteienlandschaft ein liberales ,freiheitliches Korrektiv.

Marc Meyer | Mo, 9. Januar 2017 - 03:29

Das letzte Mal, als wir Bürger Reformen geduldet haben und den Gürtel enger geschnallt haben, war bei der Agenda2010 mit Hungerlöhnen, Rentenkürzungen für die Jungen, Steuersenkungen für die Reichen usw. . Und wie hat die Politikelite und die Wirtschaftselite es uns kleinen Bürgern gedankt, genau, sie die Elite zwangen bzw. zwingen uns als Dankeschön noch die Schulden Süd Europas auf. Oh und die Bankenrettung. Fazit: Wir Bürger brauchen gar keine Reformen mehr machen die uns schaden, denn wenn wir es machen, werden wir am Ende bestraft. Wer Reformen macht ist ja der Dumme in der Eurozone. Wir Bürger lernen schnell dazu liebe Elite!

Frank Goller | Mo, 9. Januar 2017 - 10:19

Als Ex-FDP Wähler kann ich ihrer Analyse grundsätzlich zustimmen. Ob Lindner allerdings der richtige Mann ist nach 2 sauber hingelegten Pleiten, als Unternehmer, wage ich zu bezweifeln. Und im Zweifelsfall wird er mit Merkel wieder Gemeinsamkeiten finden, wenn der Job als Vizekanzler winkt. Als Ex FDP / CDU Wähler werde ich strategisch wählen und zwar eine Partei mit der Frau Merkel auf keinen Fall koalieren wird. Eine 5 % Partei in der Opposition nützt nix. Sollte sie tatsächlich Kanzlerin bleiben, brauchen wir eine echte Oppostion - wir haben aktuell keine ! Wer diesen Job macht, bis zu ihrem politschen Ende, ist mir erst mal wurscht.

Peter Rosenstein | Mo, 9. Januar 2017 - 11:59

In reply to by Frank Goller

Zwei Pleiten? Womit hat er denn die zweite Pleite hingelegt? Ganz abgesehen davon: Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Und, vor allem: Mir sind Politiker lieber, die sich als Unternehmer versucht haben und dabei gescheitert sind, als solche, die ihren Hintern immer im Warmen hatten, sei es durch ein Parteiamt oder ein Mandat. Ihnen nicht?

Reiner Jornitz | Mo, 9. Januar 2017 - 10:56

Ich habe Lindners Rede am Dreikönigstag der FDP mit verfolgt und habe festgestellt, das dieser Herr Lindner etwas hat Ausstrahlung und Begeisterungsfähigkeit. Die Programme die er dargestellt hat waren vernünftig und nachvollziehbar. Aber ich habe den Eindruck , das wir hier in einem Dampfkessel leben politisch fast keine Alternativen haben und die Regierung sich benimmt wie ein Elefant im Porzellanladen. Hauptsache herumwurschteln.die politische Elite gibt ein Bild der Selbstdarstellung ab der Schwäche, die man nicht mehr als normaldenkender Bundesbürger realisieren kann. Man fühlt sich benutzt und ausgenutzt. es wird Zeit das September 2017 kommt.

Peter Rosenstein | Mo, 9. Januar 2017 - 11:21

Meine Gedanken gehen in die gleiche Richtung wie die des Herrn Grau. Ich stamme aus einer Familie, die sozialdemokratisch gewählt hat, solange es die SPD gibt. Daraus ergeben sich ein gewisser Stolz und Zusammengehörigkeitsgefühl. Jedoch habe ich in den letzten Jahren mit dieser Partei gebrochen, nicht, weil ich einer zahlreichen sozial abgehängten Menschen in diesem Land bin (die einen konkreten Grund haben, die SPD auf den Müllhaufen der Geschichte zu wünschen), sondern weil mir dieser mittelmäßige Haufen den Krieg erklärt hat (ich bin ein alter, weißer Mann, Sie verstehen?). Da bleibt nur die FDP, wobei ich mir früher geschworen habe, mir möge die Hand verdorren, wenn ich jemals diese Klingelbeutelpartei (FJS) wählen würde. Aber ja: Ich empfinde, wie Sie, die FDP als einzige Alternative, auch wenn der Weg zu einer echten Bürgerrechtspartei, die die FDP mal war, lang und steinig sein wird. Jedoch stirbt die Hoffnung zuletzt.

Johannes Luig | Mo, 9. Januar 2017 - 11:47

-Mein Kommentar ist wohl wegen eines Fehlers in der Adresse nicht gesendet worden? Hier noch ein Versuch: Sehr geehrter Herr Grau. Ihre Analyse ist sehr gut, die Folgerung leider nicht. Die FDP ist nicht die einzige Alternative, Sie missachten die Afd. Warum? Ist die Ihnen zu schmuddelig? Mir nicht! Alice Seidl, blitzgescheid, Dr Jörg
Meuthen, grundbürgerlich, Nikolaus Fest, eloquent...u.s.w.
Und nun stellen Sie sich bitte einmal vor,diese beiden Parteien der rechten Mitte würden koalieren. Sekundiert von der bis dann abgespaltenen CSU.
Diese Vorstellung ist gar nicht so abwegig. Ich habe als Anti AKW Aktivist immer grün gewählt. Das letzte mal die FDP und ganze sicher im September die Afd. Viele denken wie ich, oder wie Guido Reil, noch so ein Hoffnungsträger. Ich glaube an unsere Demokratie...Gefahr droht ihr zur Zeit von der Schmuddelkinderstrategie der Presse. Deshalb dieser Kommentar. Lg. Johannes luig

Dorothee Sehrt-Irrek | Mo, 9. Januar 2017 - 12:38

auf die FDP lese, durchaus erhellend übrigens, weiss ich wieder, warum ich SPD wählen werde.
Aber ansonsten, JA, DEUTSCHLAND BRAUCHT DIE FDP!

Hermann Neumann | Mo, 9. Januar 2017 - 13:19

Ich will es mal bildlich ausdrücken. Die FDP ist für mich, wie der immer vorhandene Ersatzreifen in allen meiner bisherigen Autos.
Er war immer da, doch er wurde nie gebraucht!

Hermann Neumann | Mo, 9. Januar 2017 - 13:26

Ich bin mir sicher, falls die FDP es in den Bundestag schaffen sollte - was nicht zu hoffen ist - wird sie es auf Kosten der CDU schaffen und nicht auf Kosten der AFD Wähler, also könnte man dem Ganzen auch etwas Gutes abgewinnen.

Uwe Dippel | Mo, 9. Januar 2017 - 14:04

Herr Grau, in allen Ehren, und so sehr ich häufig Ihre Beiträge schätze - unter anderem sogar ein wenig diesen - :
Das ist doch alles graue Theorie, die 'alte' FDP hat versagt, in allen Punkten, außer der Koalition du jour den Mehrheitsbeschaffer zu machen.

Und nun mal Hand aufs Herz: Was denken Sie, würde die FDP machen, einen Platz in einer Koalition angeboten zu bekommen, um entweder Merkelsche oder Gabrielsche Politik abzunicken?

Oder glauben Sie allen Ernstes, die FDP würde ihre migrationskritische Sprache auch nur einen Tag länger auf den Lippen tragen, wenn sie nur erst einmal zurück in den Gängen der Macht sein darf?

Brigitte Simon | Mo, 9. Januar 2017 - 16:54

Der Ausschluß aus dem Bundestag 2013 war ein
Fiasko und ist es nach wie vor. Dem ersten Drei-
königstreffen 2014 gab man den Touch der Reue.
Er sollte vermitteln, "wir haben verstanden." Das
Geld wurde knapp für die Partei.
Das diesjährige Treffen demonstriete "Wir haben
nicht verstanden. Und wieder war das Ludwigs-
burger Residenzschloß gerade gut genug. Der
traditionelle Ball am Abend zeigte die elitäre
Wählerschicht.
Die FDP ist eine Partei mit fehlender Seriosität.
Bei diesem Treffen, einer One-Man-Show Lind-
ners verkam zu einer Großveranstaltung mit
verzweifelter Suche nach bundespolitischer
Bedeutung.
Diese Partei wird nie eine Volkspartei mit Ver-
antwortung für die gesamtdeutsche Bevöl-
kerung sein.
Ein weiteres Beispiel: Landtagswahl in Rhein-
landpfalz 2016. Die dort regierende SPD benö-
tigte, um eine regierungsfähige Koalition die
FDP. Volker Wissing zierte sich und winkte ab Plötzlich wollte er sich seiner Verantwortung
stellen. Nach ca. 2 Wochen "gründlicher Über-

Brigitte Simon | Mo, 9. Januar 2017 - 17:05

Deutschland benötigt eine Partei mit Verant-
wortung für uns Bürger. Die AfD gibt Denkan-
stöße. Wie entstand die Partei der Grünen?
Mit einem Außenminister, der während der
68er-Bewegung mit Steinen warf? Die Auf-
arbeitung des Pädophilen-Skandals ge-
schah nie. Und eine solche Partei würde Frau
Merkel für den Machterhalt akzeptieren?
Die Nacht über Deutschland wird immer
dunkler!

Joachim Fehr | Mo, 9. Januar 2017 - 17:13

Ja, die FDP hat in der Vergangenheit Fehler gemacht (die anderen Parteien übrigens auch). Aber - und dies hat Herr Grau beschrieben - die FDP hat unter Lindner eine beispiellose Neuausrichtung der einzigen liberalen Partei unter der Mitwirkung von zigtausend Mitgliedern vorgenommen. Ein breit gefächertes Themenspektrum, dass sich sehen lassen kann, als Angebot für die Zukunft liegt vor. Deshalb ist es nur logisch, dass die FDP eine neue Wahloption bietet. Von Alternative schreibe ich nicht, weil die AfD, die die Presse aussperrt und durch ihre Bundesvorsitzende Wahllisten manipuliert, keine Alternative ist. Wir brauchen für Europa in Deutschland eine an der Zukunft orientierte Neuausrichtung (Update) mit Antworten für schwierige Themen. Globalisierung, 4.0, demographischer Wandel, die Völkerwanderung dieses Jahrhunderts, um nur einige Beispiele zu nennen, müssen programmatisch angegangen werden. Die FDP hat als einzige Partei dafür über die Summe aller Themen ein überzeugendes Angebot.

Felix Haller | Di, 10. Januar 2017 - 07:17

Deutschland braucht die AfD! Nicht die FDP.

Zum politischen Programm der AfD:
Beispiele:

1. Der Euro ist eine Katastrophe für Deutschland und seine Volkswirtschaft.
Die Geldpolitik der EZB dient nur noch der bedingungslosen Erhaltung dieser Währung.
Der Bankensektor der Südländer ist schwer angeschlagen (Italien). Die Südländer inklusive Frankreichs haben einen Abwertungsbedarf von 20 bis 45%.
Seit 7 Jahren Rettungsschirme, Bankenrettungen, Stabilitätspakte und Agendas, an die sich kein Südland hält. Haftungsvergemeinschaftungen, Dauermonetarisierungen, Niedrigstzinsen. Ein Ende der Rettungsmaßnahmen ist nicht in Sicht.

2. Wir brauchen eine Familien- und Kinderpolitik aus einem Guß, die Eltern ermöglicht, Kinder zu bekommen und sie erfolgreich zu erziehen, ohne daß Kinder zur Armutsfalle werden.

3. Wieder bessere Bildung. In SPD-Grün-Links regierten Ländern erfolgt ein Bildungsabsturz dem anderen. Studien, diverse Artikel und Pisa zeigen das.

Bakwahn - Felix

Erwin Ludiwg | Di, 10. Januar 2017 - 09:31

Zitat:
"Gegen die übermächtige Koalition sozialdemokratischer Parteien, von staatsverliebten Kümmerern, Bevormundern, Volkspädagogen und moralischen Besserwissern betont allein die FDP die Werte von Freiheit und Autonomie"
Und mit wem koaliert dann die FDP in RLP? Mit der ÖVP? Vergessen wir die F.D.P. ! Auch in NRW wird sie mit Linksgrün koalieren. Es gibt nur eine Alternative.

Heribert Zeiss | Di, 10. Januar 2017 - 18:05

Wenn ich die FDP wähle, dann wähle ich Lindner.
Dieser Mann hat aber kein Talent und ich höre ihn stets nur Binsenweisheiten in aufdringlichem Ton daherpredigen, sonst ist da gar nichts. So jemanden soll ich die Zukunft des Landes anvertrauen ?

Vorher hatten die schon den Westerwelle als die Luftnummer schlechthin. Der Herr sei seiner Seele gnädig, aber als Politiker war dieser Mann ein Totalversager. Ein einzige Phrase, mit Anspruch aber ohne Substanz.

Das Übel ist: Es gibt keine Partei, die man wählen kann. Eine Partei, die einerseits die Interessen des Landes an 1. Stelle setzt, 2. Kein schlechtes Gewissen hat Sorgfalt bei der Auswahl der Leute, die in unser Land kommen, walten zu lassen und 3. Trotzdem nicht rassistisch ist 4. wirklich demokratisch und 5. Ja zu Zukunft und Technologie sagt.

Es gibt eine solche Partei nicht, weil es kein Volk gibt, das solche eine Partei braucht.

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