Gegen Abschiebung - Schüler kämpfen für Schüler

Afghanische Jugendliche, deren Asylanträge abgelehnt wurden, begleitet ständige Angst. Ihre Mitschüler wollen die Beschlüsse jedoch nicht akzeptieren. Mit Protesten und Petitionen kämpfen sie für ihre neuen Freunde

Schüler aus Cottbus arbeiten gemeinsam an Protest-Plakaten
Gemeinsam sind sie stärker: Jugendliche aus Cottbus setzten sich für den Verbleib ihrer afghanischen Freunde ein / picture alliance

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Mit Petitionen, Spendenaktionen für einen Anwalt und Protesten kämpfen Schüler aus Cottbus gegen die Abschiebung ihrer afghanischen Mitschüler, deren Asylanträge abgelehnt wurden. Nun könnten sie jederzeit in ihre Heimat abgeschoben werden. 

 

Rolf Pohl | Fr, 7. April 2017 - 18:26

aus Afghanistan für deren Verbleib in Deutschland kämpfen.
Bleibt zu hoffen, dass eben diese gutmeinenden Schüler nun auch mit gutem Beispiel vorangehen und gemeinsam mit ihren Erziehungsberechtigten die Bürgschaften incl. Kosten für deren Unterhalt übernehmen.

Michael Bahr | Sa, 8. April 2017 - 14:36

Dass angesichts der Masseneinwanderung, die Deutschland und Europa erleben, abgeschoben werden muss, ist völlig klar. Der britische Wissenschaftler Paul Collier, der auch die Bundesregierung in Migrationsfragen berät, sagte in einem Interview, dass auf dieser Welt nur etwa 1 Milliarde Menschen auf unserem hohen Niveau lebt, 6 Milliarden leben also offensichtlich darunter. Collier schätzt, dass von den 6 Milliarden mindestens 2 Milliarden bereit wären, ihre Heimat zu verlassen, um woanders (z. B. bei uns) besser leben zu können. Alleine diese Zahl muss jedem klar werden lassen, dass wir nicht ständig unseren Emotionen nachgeben dürfen. Es muss klar sein, dass nicht nur Kriminelle abgeschoben werden müssen, sondern auch nette und freundliche Migranten. Weder verträgt unsere Gesellschaft die Aufnahme eines jeden, der es bis an unsere Grenzen schafft, noch halten unsere sozialen Sicherungssysteme dies aus.

1 Milliarde Menschen auf unserem hohen Niveau lebt...
Die Zahl glaube ich nicht.Die gut entwickelten Länder haben unterschiedliche Systeme,unsere ist das einzige,wo 2/3 kein Eigentum haben,sondern Mieter sind und auch wenig auf der hohen Kante haben.Alle westlichen Länder haben hohes Niveau - Europa,USA,Kanada,Japan,Singapur.Chinas Mittelschicht, die zahlenmässig hoch ist, Südkorea. Israel teilweise, Indiens Mittelschicht. Mich überraschte,dass selbst Bangladesh nur 30% Armutsschicht hat.
Meine persönliche Erfahrung mit China: Eltern: Bahnpolizist, Bibliothekarin. Beide Töchter haben studiert. Töchter haben durch Scheidung mehr Geld als vorher,weil der Mann einen Ausgleich für die niedrigere Rente bei Frauen zahlen muss.Nach Tod haben die Eltern Geld und eine Eigentumswohnung hinterlassen, sie hatten auch für eine Tochter, die noch ein 2. Studium in Deutschland absolvierte, Rentenbeiträge einbezahlt.Es wird uns was eingeredet.Die Sozialsysteme sind verlockend, das Geld brauchen wir.

marion hartman… | Mo, 10. April 2017 - 16:45

Es ist schon interessant, dass von den politischen Korrekten das Einhalten von (Asyl)-Gesetzen gefordert wird, - was eigentlich normal ist- aber andererseits bei Ablehnung eines Asylantrags nicht mehr so wichtig zu sein scheint.

Thorsten Rosché | Mi, 12. April 2017 - 12:03

.......wenn aus Schülern Steuerzahler geworden sind und sie die ersten Prognosen von der BFA über die Höhe ihrer Renten bekommen haben.

Jürgen Schad | Mi, 12. April 2017 - 17:07

Wir stehen in der Verantwortung für diejenigen, die politisch verfolgt werden und die aus einem Kriegsgebiet geflohen sind. Wir stehen jedoch nicht in der Verantwortung für diejenigen, die hier ein besseres Leben suchen.

Die Lehrkräfte der betroffenen Schule sollten ihren Schülern die rechtlichen Grundlagen unserer Asylgesetze und die Verpflichtungen aus der Flüchtlingskonvention vermitteln - und ebenso vermitteln, wo diese enden.

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