G7-Gipfel - Eine Distanzierung nützt niemandem

Das Nato-Treffen in Brüssel und der G7-Gipfel in Sizilien haben die tiefen Gräben zwischen den USA und den anderen Industrienationen verdeutlicht. Angela Merkel sprach sich daraufhin für mehr Eigenverantwortung aus. Doch auch sie weiß, dass eine transatlantische Partnerschaft unverzichtbar ist

Angela Merkel und Donald Trump schauen beim Nato-Gipfel in Brüssel in unterschiedliche Richtungen
Merkel und Trump: Sie können gar nicht ohneeinander / picture alliance

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Thomas Jäger ist Professor für Internationale Politik und Außenpolitik an der Universität zu Köln. Er ist Mitglied des Wissenschaftlichen Direktoriums des Instituts für Europäische Politik.

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Thomas Jäger, Universität zu Köln

Mit zwei Sätzen gab Bundeskanzlerin Merkel dem Nato-Treffen und dem G7-Gipfel eine völlig neue Bedeutung. „Die Zeiten, in denen wir uns auf andere völlig verlassen konnten, die sind ein Stück vorbei. Das habe ich in den letzten Tagen erlebt“, sagte sie. „Wir Europäer müssen unser Schicksal wirklich in die eigene Hand nehmen.“ Damit nahm sie jetzt erst in Anspruch, wozu sie die New York Times schon vor Monaten kürte: zur Anführerin des Westens.

Denn nachdem der amerikanische Präsident Donald Trump seine politische Agenda dargelegt und damit den Konsens der vergangenen Jahre in Frage gestellt hat, ist er isoliert. Sechs gegen einen. Verdrießlich ist nur, dass die sechs zusammen an die internationale Bedeutung und Fähigkeiten des einen nicht herankommen. So wird die „Gaullistin Merkel“ am Ende wieder transatlantisch auftreten müssen. Denn die USA sind für die europäischen Mittelmächte auf absehbare Zeit unverzichtbar. Eine Revolution der internationalen Ordnung steht trotz Trump nicht an.

Auch die USA haben Interesse an guten Beziehungen

Erst 2020, am Ende seiner ersten Amtszeit, wird der die G7 in den USA begrüßen können. Dann wird er zu den erfahrenen Teilnehmern zählen. Denn es geht, trotz des für die anderen sechs Regierungen enttäuschenden Ergebnisses dieses Treffens, wohl niemand davon aus, dass es die G7 bis dahin nicht mehr geben wird. Das ist schon die beste Nachricht. So wie der amerikanische Präsident auftritt, könnte man meinen, er wolle nicht nur das zarte Porzellan des gegenseitigen Vertrauens sondern gleich auch den Stahlbeton der institutionellen Fundamente zerschlagen. Das aber dürfte er in Wirklichkeit keineswegs wollen, weshalb sein Gepolter, so schwer es seine Mitstreiter ertragen, politisch eingefangen werden kann. Denn auch die amerikanische Interessenlage verweist auf die europäischen Staaten als Partner. Nur ein wenig anschmiegsamer könnten sie sein.

Trumps Forderungen kamen nicht überraschend

Das war schon bei den Nato-Treffen und der Frage der Lastenverteilung so. Denn alle europäischen Regierungen wissen, dass sie deutlich mehr Geld für sicherheitspolitische Fähigkeiten investieren müssen. Seitdem Trump das so brüllend einfordert, fällt es einigen Regierungen schwerer, dem nachzukommen. Niemand will sich gerne zwingen lassen und schon gar nicht, wenn sich taktische Einfallstore für den Wahlkampf auftun.

Die europäischen Regierungen haben den Fehler gemacht, sich erst zu spät mit der Frage zu befassen, was sie sicherheitspolitisch leisten müssen. Wer die Gelegenheit zum freiwilligen Handeln verpasst, muss sich eben manchmal den drängenden Umständen anpassen. Oder hat wirklich jemand geglaubt, dass der amerikanische Präsident diese Forderung aufgibt? Malte sich die Führungsebene mal wieder die Welt in den gewünschten Farben? Dabei hatte der amerikanische Außenminister Rex Tillerson doch alle vorgewarnt: „Ich denke, man kann erwarten, dass der Präsident sehr hart mit Ihnen sein wird.“

Konfrontation auch bei Handel und Klima

Ähnlich ging es auch bei der Frage des Handels zu, die auf dem G7-Treffen im sizilianischen Taormina auf dem Programm stand. Über die harte Haltung von Trump, die er schon beim Treffen mit der EU-Spitze unmissverständlich geäußert hat, bestand kein Zweifel mehr. Sein Berater Gary Cohn ließ die anderen Teilnehmer vorab wissen: „Wir werden eine sehr kontroverse Debatte über den Handel haben und wir werden darüber reden, was ‚frei‘ und ‚offen‘ bedeutet.“ Am Ende stand ein Formelkompromiss, dessen Wert sich erst noch beweisen muss.

Am schlimmsten aber erging es der Klimapolitik. Weil sich die amerikanische Regierung noch nicht entschieden hat, inwiefern sie ihren Kurs ändern will, gab es keine Einigung im Kreis der führenden demokratischen Industrienationen. Dass es so kommen wird, war angesichts der Haushaltsplanungen in den USA abzusehen. Dachte wirklich jemand, man könne Trump international entgegen seiner innenpolitischen Agenda einfangen?

Einfluss auf andere Art nehmen

Alles kam, wie man es erwarten konnte. Trump machte seine Prioritäten klar und nichts davon überraschte. Möglicherweise gab es vereinzelt noch die Hoffnung, ihn zu überzeugen oder in die Sachzwänge internationaler Verhandlungsprozesse und Institutionen einspinnen zu können. Das wäre nicht nur eine trügerische Hoffnung gewesen sondern auch ein falscher Rat.

Wie man den widersprüchlichen Prioritäten des amerikanischen Präsidenten die politische Kraft nimmt, wird in den USA hingegen täglich bewiesen. Senat, Repräsentantenhaus, Gerichte, Presse und Lobbygruppen nehmen dort großen Einfluss. Dieser muss genutzt werden, wenn man mit den direkten Kontakten von Exekutive zu Exekutive nicht weiterkommt.

Wie weit soll die Integration gehen?

„Die Zeiten, in denen wir uns auf andere völlig verlassen konnten, sind ein Stück weit vorbei.“ Eigentlich ist der Satz eine Selbstverständlichkeit in der internationalen Politik. Staaten sind für ihr Überleben und ihren Erfolg selbst verantwortlich. Niemand tut das an ihrer Stelle, es sei denn aus Eigeninteresse. Doch wer ist „wir“?

Die Antwort deckt die große Schwachstelle der EU auf. Soll die nukleare Abschreckung europäisch organisiert werden? Sollen europäische Streitkräfte Landesverteidigung und Kriseneinsätze übernehmen? Soll es gemeinsame europäische Steuern und Ausgaben geben? Das würde nicht mehr die Harmonisierung im Kleinen – bei Gurken und Bananen – bedeuten sondern in den zentralen Fragen des Staates. Und unter Umständen die Abhängigkeit von den USA ersetzen durch eine von den anderen europäischen Staaten.

Merkels einzige Möglichkeit

Abgesehen davon, dass dieses Projekt seit Jahrzehnten erfolglos blieb: Soll ein erratischer amerikanischer Präsident wirklich die transatlantischen Beziehungen in Wochenfrist zerschießen können? Wohl nicht, denn die Interessen sprechen dagegen. Was hilft es, sich in Klimafragen voneinander zu entfernen? Damit wird das Problem nicht gelöst. Was bedeutet es, in Handelsfragen die ordnungspolitische Distanz zu suchen? Dann würden die beiden großen Wirtschaftsblöcke miteinander streiten und die Volksrepublik China ihr Glück nicht fassen können. Dass die EU-Staaten sicherheitspolitisch in absehbarer Zeit ein ernst zu nehmender Akteur sein werden, nimmt in Wahrheit niemand an. Alles, was die Nato kann, kann sie dank der USA.

So sehr Merkel in Deutschland Zustimmung für ihre Aussage erhält, so wenig liegt eine Distanzierung von den USA im deutschen Interesse. Das aber wird am Ende der entscheidende Maßstab sein. Dass man Trump nicht überreden oder überzeugen kann, hat die Bundeskanzlerin offen erklärt. Nun gilt es mehr denn je, die innenpolitischen Kräfte in den USA zu bearbeiten, die den amerikanischen Präsidenten einhegen. Dass Merkel das kann, hat die CDU-Vorsitzende in Deutschland vielfach bewiesen.

Frank Goller | Mo, 29. Mai 2017 - 12:39

Merkels Spielchen gehen vielleicht in der EU, mit den Ländern die am Tropf von Deutschland hängen. Amerika ist autark, die brauchen keine Partner die nur ihre Auto's in die USA exportieren wollen. Die Aussage, das die USA kein verlässlicher Partner ist wird der "weltgewandten Uckermärkerin" noch auf die Füsse fallen. 1000 Zeichen reichen für eine Beschreibung nicht aus, daher Schluss, das muss für heute reichen.

Josef Garnweitner | Mo, 29. Mai 2017 - 15:11

In reply to by Frank Goller

holen Sie jetzt auch die Autokeule hervor? Tatsache ist, daß in Deutschland prozentual mehr Autos amerik. Marken fahren als umgekehrt deutsche Autos in den USA. Und daß das größte BMW-Werk in Spartanburg steht und ein ansehnlicher Teil dessen Produktion exportiert wird - auch nach Deutschland. Und nebenbei bemerkt fahren in den USA weitaus mehr japanische als deutsche Autos.

Es waren die USA, die als erste Produktionen verlagert haben und dachten eine Dienstleistungsgesellschaft könnte funktionieren. Nicht eine einzige Jeans, das USA-Symbol schlechthin, wird noch in den USA hergestellt. Daß kein einziges Smartphone aus den USA kommt, genauso wie kein Computer, sondern aus China. Klammern wir einfach aus.

Auch die US-Firmen produzieren in Mexiko auf Teufel komm raus. Und die Farmer beschäftigen zigtausende illegaler Arbeiter.

Kennen Sie das Haushaltsdefizit der USA gegenüber China?

Ist daran auch Deutschland schuld?

Die USA könnten autark sein, sind es aber nicht mehr.

Frank Goller | Mo, 29. Mai 2017 - 15:33

In reply to by Josef Garnweitner

Ich hole keine Autokeule hervor- es war nur beispielhaft gemeint. Ansonsten stimme ich ihren Einlassungen zu. Ich wüßte aber nicht das ausser Merkel irgendein Staatsmann die USA als unzuverlässig bezeichnet hat, darum geht's doch wohl in erster Linie.

Josef Garnweitner | Mo, 29. Mai 2017 - 16:11

In reply to by Frank Goller

stimme ich Ihnen zu. Ich bin mir aber nicht sicher, ob A. Merkel die USA generell gemeint hat oder nur Donald Trump.

Trotzdem muß man immer wieder die Aussage eines hohen amerik. Diplomaten im Hinterkopf haben, der da sagte:

"Die USA haben keine dauerhaften Freunde und keine dauerhaften Feinde, die USA haben nur dauerhafte Interessen."

Sie haben immer wieder gezeigt, daß sie nur die eigenen Interessen vertreten. Mit allen ihnen möglichen Mitteln. Koste es was es wolle. Es ist leider so.

Dorothee Sehrt-Irrek | Mo, 29. Mai 2017 - 20:41

In reply to by Josef Garnweitner

dass die USA genau deshalb an eine Grenze gekommen sind.
Noch mehr zu verdienen geht nur über "Knebelverträge" wie TTIP und Kriege.
Genau die hätte ich evtl. von Clinton erwartet.
Fragt sich ob Trump mit seinem Geschäftsmodell USA vorankommen kann.
Russland versperren ihm die Demokraten um Clinton etc., vermute ich.
Der kalte Krieg interessiert Trump nicht.
Etwas anderes steht aber nicht auf der Tagesordnung m.E. der politischen Interessen z.B. des Clintonkreis.
Sie wollen die USA evtl. noch größer als Trump und passend zu ihren privaten Interessen?
Die Weichen stehen so oder so auf Expansion der USA.
Auch China sollte sehr vorsichtig sein.
Es fallen nicht gleich Bomben, es wird evtl. destabilisiert und wenn es geht "verhetzt".
Die USA sind ohnehin seit evtl. Jahrzehnten der größte Unsicherheitsfaktor dieser Welt und da sie an Aliens glauben, rechne ich auch damit, dass sie diese Welt evtl. in Flammen aufgehen lassen.
Wer ist denn in die USA ausgewandert?

der Mr. Trump bestimmt selbst garnichts. Die Leute, die wirklich die Fäden ziehen sind ein ganz anderes Kaliber und die legen gar keinen Wert darauf, in der Öffentlichkeit zu erscheinen.

Ihr vorletzter Satz stimmt natürlich. Schon vor einiger Zeit hat ein Amerikaner gesagt, der größte Feind der Menschheit ist Washington.

Wilhelm Maier | Di, 30. Mai 2017 - 17:30

In reply to by Josef Garnweitner

„Die Leute, die wirklich die Fäden ziehen sind ein ganz anderes Kaliber„ genau die, und die, die unbegründete diffuse Angst haben, sind gefährlich für dir Welt!.

Steffen Elsishans | Mo, 29. Mai 2017 - 12:54

Und da ist sie wieder, diese [deutsche,] spießbürgerliche Larmoyanz, an verwöhnte Kinder erinnernd, die im Schatten älterer Geschwister besserwisserisch auftreten, aber nicht alleine in den Keller gehen möchten, sondern stets eine Begleitung suchen. Diejenigen, die jetzt mit den Deutschen gehen werden, werden einen entsprechenden Preis einfordern. ;-)

martin falter | Mo, 29. Mai 2017 - 13:28

dass sie sich um unsere Interessen kümmert. Hat sie doch gerade in der Vergangenheit eklatant dagegen verstoßen. Hier jedoch bin ich mit ihr. Vielleicht ist Trump ja auch ein Glücksfall für die EU und Deutschland. Ein weiter so Schutz gegen Bevormundung darf und wird es hoffentlich langfristig nicht mehr geben. Jetzt ist auch Merkel aufgewacht.

Angela M. ist eine unfähige Vollzeitschauspielerin, gestützt durch Propaganda und Volksaufklärung (ÖR), Mohn und Friede. Nach den Aktionen, wie die Fehlleistung durch das Festhalten an dem Unsinn, das nun mal alle aus dem Gürtel von Bangladesch bis nach Südafrika (2.5 Mrd. plus 50 Mill. Nettoneue p.a.)hier ihr Asylrecht prüfen lassen können (einfach mal vorbeikommen) und dem absurden Gerede einer Welttemperaturjustierung (Klimarettung) sollte jedem klar sein, dass Angela M. ist eine psychopathische Person ist. Alles nur hohles Gerede und die Flucht in immer größere "Aufgaben". Am Ende steht die Begrenzung der Dehnung des Weltalls, unter direkter Beteiligung von Maria und der Heiligen Dreifaltigkeit. Wir sind wieder in einer Diktatur angekommen, allerdings waren die Wunderwaffen damals näher, als die sogenannte Politik heute an Ihrem Bla, Bla ist. Seit Wochen bewegen wir uns im Nichts um Trump, denkt Angela M. er könnte Ihr den Weltschauspielerpreis abstreiten? Beste Grüße

... ist indoktriniert durch ihre Agitprop-Erziehung u. gebrandmarkt durch ihrer Freiwilligkeit die EX-DDR-Diktatur zu unterstützen, das die eigenen Bürger einsperrte u. klein machte.

Wie kann man einer Person mit so einer Vergangenheit die Führung eines westl. demokratischen Staates anvertrauen?

Mir scheint dass viele (vor allem Westdeutsche) keine Ahnung haben, wie die DDR funktionierte. Woher auch, denn sie haben sich den Osten ja nur einverleibt. Sonst hätte es bei Ihnen Klick gemacht und sie hätten bei einer Wahl ihre Stimme nicht der Merkel-CDU gegeben.

dass ich diese Dinge über Merkel erst vor wenigen Jahren erfahren habe, z.B. durch Prof. Dr. Gertrud Höhler "Die Patin".
Ich habe Merkel irgendwann einmal im Fernsehen gesehen und war entsetzt.
Das begleitet mich nun seit vielen Jahren.
Vorher 16 Jahre Kohl.
Es war nicht leicht.
Aber Politik in Deutschland wird von vielen Menschen gemacht und das soll bitte auch so bleiben.
Kein "Gottesstaat Merkel" wie und auch anders "Erdogans Reich" in der Türkei.
Die Hölfte eines Landes "muss immer dran glauben".
Dann ist es falsch.

Bernhard Kopp | Mo, 29. Mai 2017 - 13:30

Trump weckt die Europäer aus einer sicherheits- und militärpolitischen Lethargie. Wir brauchen nicht in erster Linie gemeinsame Truppeneinheiten, wir brauchen koordinierte Planungen für Sicherheit und für Rüstung, und eine koordinierte Umsetzung, die besser ist als Eurofighter und Transportflugzeuge. Damit kann man nicht Millionen Menschen tyrannisieren, wie mit Glühbirnen und sonstigem Quatsch, die staatlichen Eliten müssen sich selbst in die Pflicht nehmen, damit 'das Ganze besser ist als die Summe seiner Teile'. Erasmus, Roaminggebühren, offene Grenzen, und andere Bequemlichkeiten sind nicht gut genug.

Imho zeigt der Militärtransporter von Airbus wie es nicht funktioniert. Das ein Unternehmen Murks produziert kann vorkommen, aber dass die Europäer daran festhalten, komme was da wolle, zeigt, dass Industriepolitik vor Sicherheit geht. (Was ein furchtbarer Satz! Aber egal, bin jetzt zu faul den aufzudröseln) Das wird man sich vielleicht auch weiterhin leisten, aber das wird in Zukunft gefährlich werden.

Übrigens, ich glaube nicht, dass die Alternative ein Kauf von US-Transportern ist, da man nie weiß was in militärischer US-Technologie steckt. So würde auch niemand russische oder chinesische Flugzeuge kaufen wollen. Das heißt, man wird eine neue Einkaufspolitik entwickeln müssen, sprich man braucht immer mindestens zwei Hersteller, die allerdings auch verkaufen können dürfen.

Gerdi Franke | Mo, 29. Mai 2017 - 13:41

Das sagt der kleinere "Partner". Und wenn die USA kein Interesse mehr an Partnerschaft hat? Soll es ja in manchen Partnerschaften geben. Was dann? Dann muss eben jeder seinen Weg gehen. Und sich neue Partner suchen. So ist nun mal der Lauf der Welt!

Hannelore Altmeyer | Mo, 29. Mai 2017 - 14:06

Für mich ganz eindeutig "wag the dog".
Auch wenn die New York Times von einer
"Anführerin des Westens" schreibt, soviel
Sinn für die Realitäten sollte schon sein.

Wolfgang Heubach | Mo, 29. Mai 2017 - 14:20

Frau Merkel scheint sich maßlos zu überschätzen. Erst geht es gegen Russland, jetzt gegen die USA. Demnächst vielleicht auch gegen die Volksrepublik China? Nur auf die nicht mehr hinnehmbaren Demütigungen und Provokationen der Erdogan-Türkei wird eisern geschwiegen. Werte anscheind schneller gekippt als es Herr Trump je getan hat.

Es geht um deutsche Interessen und nichts anderes. Und es geht um Realpolitik und nicht um nostalgische politische Traumtänzereien oder eine Fortsetzung der unseligen Kolonialpolitik unter anderem Etikett.

Im übrigen sind doch die G 7 gar nicht mehr zeitgemäss. Es fehlen Russland, Chrina, Indien zum Beispiel.

Man könne sich auf die USA nicht mehr fraglos verlassen hat die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel die Ereignisse des letzten Wochenendes bilanziert.
Das ist wohl so, und es hat vor allem damit zu tun, dass die amerikanische Außenpolitik unter Präsident Trump nicht länger auf freiheitlich-demokratische Werte im Sinne eines liberalen Internationalismus gegründet ist. Sie wird vielmehr getragen von einer opportunistischen Realpolitik, die primär an machtpolitischen und wirtschaftlichen Interessen orientiert ist und die sich situativ die Bündnispartner sucht, die sie finden kann, selbst wenn diese ganz gegensätzliche weltanschauliche Positionen vertreten. Gemeinsame Werte sind deshalb im Moment auch kein Grund mehr für ein gutes europäisch-amerikanisches Verhältnis.

von Interessen sprechen. Hier ein interessanter Beitrag des Amerikanistik-Professors Volker Depkat im FOCUS:

"Man könne sich auf die USA nicht mehr fraglos verlassen hat die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel die Ereignisse des letzten Wochenendes bilanziert.
Das ist wohl so, und es hat vor allem damit zu tun, dass die amerikanische Außenpolitik unter Präsident Trump nicht länger auf freiheitlich-demokratische Werte im Sinne eines liberalen Internationalismus gegründet ist. Sie wird vielmehr getragen von einer opportunistischen Realpolitik, die primär an machtpolitischen und wirtschaftlichen Interessen orientiert ist und die sich situativ die Bündnispartner sucht, die sie finden kann, selbst wenn diese ganz gegensätzliche weltanschauliche Positionen vertreten. Gemeinsame Werte sind deshalb im Moment auch kein Grund mehr für ein gutes europäisch-amerikanisches Verhältnis."

Wolfgang Heubach | Di, 30. Mai 2017 - 13:57

In reply to by Josef Garnweitner

Es geht doch bei ihr auch nur um Macht und wirtschaftliche Interessen. Werte sind schon lange nicht mehr gefragt. Das ist das Problem. Und die EU ist doch gar nicht mehr handlungsfähig: Siehe Verteilung der Flüchtlinge. Nicht zu vergessen, dass nicht nur Herr Trump, sondern vor ihm schon lange die EU-Kommission in Brüssel die deutschen Handelsüberschüsse heftig kritisiert und Sanktionen angedroht hat.
Völlig absurd und undiskutabel ist für mich ein eventueller deutscher Griff nach Atomwaffen. Das wäre verheerend.
Für mich persönlich ist vielmehr eine mittelfristig angestrebte strategische Partnerschaft mit der Russischen Föderation das Gebot der Stunde. Helmut Schmidt hat es einmal angedeutet: Am Verhältnis zu Russland wird sich das deutsche Schicksal mitentscheiden. Ein Blik in die Geschichte genügt, um diesen Satz zu verstehen.

überhaupt ein "Zeugnis" ausstellen?
Aber wahrscheinlich dachte er an seine eigenen Plattitüden gegenüber Russland.
Internationale Größe hat Schmidt anders als Wehner oder Brandt m.E. nie besessen.
Merkels Satz ist m.E. eher provinziell geprägt, evtl. vereint im Kampf mit den Demokraten und einigen Republikanern gegen Trump. Politische Häupter reden anders. "Merkel zieht ihren immer ein." Satire off
Ach so, vlt. auch auf dem Niveau von Soros.

Entsprechend gehe ich davon aus, dass die Trump-"Antagonisten" in den USA alleine nicht mit ihm fertig werden.
Ein bisschen Sorgen mache ich mir, da Obama doch so tief verletzt sein soll, weil Trump seine in der Tat Errungenschaften abbaut?
Diesen "Heiligenschein" glaubte er auch in Berlin tragen zu dürfen zum Kirchentag?
Ich mache mir Sorgen, weil mit Macron, Lindner und ja auch Kurz so junge Menschen an verantwortliche politische Positionen gelangen (können), wenn schon Obama persönlichen Eitelkeiten erliegen könnte.
Die Welt ist kein `Kindergarden´.
Ich hoffe doch sehr, dass auf einen Trump sein Vize folgen würde, jedoch nicht Hillary Clinton.
Manchmal sehe ich Leute und dann bin ich einfach überzeugt davon, dass es trotzdem besser ist, Trump politisch einzugemeinden.
Er ist nun mal kein gelernter Politiker.
Wenn er Hillary Clinton verhindert haben würde, reicht mir das.

dergemäss man annehmen konnte, dass er Merkel in der Flüchtlingsfrage für nicht ganz....hielt.
Natürlich macht er das nicht zur Grundlage seiner Politik zu Deutschland, womit er doch schon einmal politisches Know How bewiesen hätte.
Ich schätze, dass Merkel Seehofer im Bierzelt irgendwie "reingeritten" hat.
Als ob der im Ernst Schwierigkeiten mit Trump hätte...
Vielleicht bringt Seehofer die beiden "Jungs" Trump und Putin mal irgendwie zusammen?
Seehofer ist neben Schäuble Gott sei Dank eine Art Schattenkanzler.
Übrigens man lese im Spiegel nach, was Schulz über Merkels Ausspruch sagt.
Er erklärt immerhin, warum Trump dies macht, ohne es gutzuheissen.
Für spezielle sagen wir temporär wichtige Industriebranchen sollte man m.E. nachverhandeln können, denn das Ziel kann nicht sein, dass die Industrie geschädigt wird.
Natürlich auch nicht die Natur, aber es hängt auch ab von Ressourcen/ technischer Entwicklung.
Ich bin sicher, dass Trump auf einen Technologieschub aufspringt.

Robert Müller | Mo, 29. Mai 2017 - 14:22

Imho ist die USA oder besser die NATO-Garantie für Deutschland nicht unverzichtbar. DE hat ein BSP, dass deutlich größer als das Russlands ist, wir können uns unsere eigene Sicherheit leisten. Auch mit eigenen Atomwaffen, wenn notwendig. Anders ist das bei den kleinen Staaten in Osteuropa und deswegen geben die auch die von Trump geforderten 2% aus.

Allerdings scheint mir das von Merkel angesprochene Problem keines von Null oder Eins zu sein, sondern eher graduell. So wie wir nach der NSA-Affäre im Nachrichtenbereich etwas eigenständiger geworden sind, wird es im Militärbereich nun auch werden (müssen!). Hier sind es im übrigen die linken Parteien, die damit nicht einverstanden sein dürften. Zwar wird das dem großen Bruder der AFD, Putin, auch nicht gefallen, aber die AFD hat in diesem Politikfeld eh keine Meinung.

Wilhelm Maier | Di, 30. Mai 2017 - 17:22

In reply to by Robert Müller

„ist das bei den kleinen Staaten in Osteuropa“ meinen Sie bestimmt Baltikum und noch paar sehr bekannten , die aus Angst? von wem? unter „Panikanfälle“ leiden. Ängste gehören zum Leben. Doch sie können außer Kontrolle geraten und krankhaft werden. Das ist genau der Fall, der bei diesen Staaten ( ich meine die Politische Obrigkeit!) angetreten ist.
Und ohne "Befehl von Oben" muss man das aufrechte Stehen sichern können!.

istvan polgar | Mo, 29. Mai 2017 - 14:26

Anscheinend sie ist der Supertstar in Deutschland-alle haben vergessen ihre Wörter:wir schaffen (uns ab)das!Jetzt ist wieder laut,und greift Trump an,den der nicht eine vereinigte Europa will!Ob diser Angriff richtig ist-werden wir bald sehen!

Jürgen Lehmann | Mo, 29. Mai 2017 - 14:30

Bei Frau Merkel geht es letztendlich nur um ihre Wiederwahl.
Man sollte ihre Kommentare als „Geschwätz“ betrachten.

Es kann ja nicht angehen, dass die BRD-Bürger jetzt anders denken als vor Trump.

Eine zu große Abhängigkeit zu den USA war schon immer unser Fehler.
Dies aber jetzt erst festzustellen, nachdem Trump seine Argumente dargestellt hat, ist lächerlich.

Satz, Herr Lehmann, habe ich schon wer weiß wie oft hier im Forum geschrieben.

Und ansonsten pflichte ich Ihnen bei. Mdm. Merkel dreht sich immer nach dem Wind und nun bläst der halt in Richtung Wahl.

Dieter Weise | Mo, 29. Mai 2017 - 14:33

Merkel springt als Tiger ( zumindest in der Presse ) und wird als Bettvorleger enden. In Amerika interessiert es niemand, was in diesem kleinen politischen Froschteich Deutschland gequakt wird. Wenn's kritisch wird wird ganz schnell um Beistand gebettelt werden, politisch wie militärisch. In beiden Fällen sind wir handlungsunfähig. Wir können nur mit dem Scheckbuch wedeln - noch !!!

Michael Murmurachi | Mo, 29. Mai 2017 - 15:05

2009 wurden Zahlen zur Einsatzbereitschft der Bundeswehr veröffentlicht: Euro Fighter Bestand 109; verfügbar 74; einsatzbereit 42 = 42%. Hubschrauber NH 90 Best. 33; verf. 8, einsatzb. 8 = 24.24%. Das ist Zuverlässigkeit nach AM.

China will durch gigantische Projekte (Seidenstr., Entwicklungsbanken, Ansprüche Südchinesches Meer) wirtschaftliche Probleme lösen und gleichzeitig „die“ Weltmacht werden.

Frau Merkel sieht das Problem nicht. Sie positioniert sich mit Xi Jinping beim Thema „Freihandel“ gegen die USA. Für China ist Freihandel „China first“, mit erpresserischen Elementen.

Politik kennt Ratio und Interessen und nicht Werte, die bei jeder Gelegenheit in Mülltonnen verschwinden. Und warum sollte sich Donald Trump auf Merkel verlassen können. Sind nicht Lügen, Vertragsbrüche, Missachtung von Grundgesetz und Parlament herausragende Merkmale ihrer Politik?

Und diese Frau soll jetzt die westliche Welt anführen? Ja ist denn schon wieder 1. April?

Sehr richtig. Ihre Zahlen kann man noch weiter ausdehnen! Die Bw ist nur noch zu gut 30-40%(über alle Waffengattungen und -systeme einsatzfähig. Ich nenne das verteidigungsunfähig und entwaffnet. Und da ist deutsche Politik haftbar zu machen! Das Gleiche gilt bei der Sicherung der Grenzen und Fremdzustrom. Merkel muss haftbar gemacht werden!
Heutzutage wird jeder, der irgendetwas "unternimmt" einem bedingungslos hartem Haftungsrecht unterzogen. Ich wünschte mir, daß Politiker auch für die Folgen ihrer Politik haftbar gemacht werden könnten. Und wenn nicht, dann sollte man dagegen "bindende Volksentscheide" setzen. Wenn es das gäbe, hätten wir keine Überfremdung. Wo es in der Welt auf harte durchsetzungsfähige Machtpolitik geht, tönt Merkel von westlichen Werten, exponiert sich moralisierend, weil man da auf nichts "festgenagelt" werden kann. Interessen, Macht, Durchsetzung, knallharte Behauptung D./Europas...Fehlanzeige. Stattdessen Merkel-Lamento...seit 2005 haben wir den 1. April

Juliana Keppelen | Mo, 29. Mai 2017 - 15:18

diejenige die sich so angebiedert hat und demzufolge so angesehene und mit Streicheleinheiten von Bush bis Kerry und Obama bedachte Angela Merkel bei der die US Boys wussten unsere Wünsche sind bei ihr in den besten Händen ist traurig und stampft mit den Füßchen auf. Nur weil Herr Trump unverblümt das gesagt hat was andere US Präsident ebenfalls nur eleganter verpackt getan haben "America first". Dieselbe unter deren Führung die EU und wir uns immer mehr degradiert haben zu willigen Helfern der USA dreht erneut eine ihrer berüchtigten Pirouetten und verlangt "Europa soll selbständiger werden". Solange Streicheleinheiten und diverse Titel in "Forbes" und nicht zu vergessen die "Medal of Freedom" die Belohnung für treue Dienste waren (brave Angela), war die Welt noch in Ordnung. Und der Neue verlangt einfach ganz ohne Streicheleinheiten so ein "Rüpel".

Roland Weinert | Mo, 29. Mai 2017 - 15:51

Tröpfe statt intellektuelle Köpfe

Frau Merkel ( wie auch ihr Adlatus Herr Röttgen, der SPD-Genosse Schulz u.a.m. ), redet dummes Zeug: Seit 1949 entwickelten sich Beziehungen zwischen den USA und Deutschland / Europa auf vielen Ebenen. Eine wirkliche, nachhaltige transatlantische Freundschaft entstand. Diese soll sozusagen von jetzt auf gleich tot sein bzw. einen 'Knacks' erfahren haben, nur weil ein Herr Trump für fünf Jahre, auf Sicht also, legitim zum Präsidenten gewählt wurde? Für wie dumm hält die Frau Bundeskanzlerin einmal wieder die Öffentlichkeit? Liebe Leute, bleiben Sie einmal alle bitte auf dem Teppich! – Falls Frau Merkel recht haben sollte, sind wir alle jahrelang von Politik belogen worden hinsichtlich der angeblich 'starken Bande', welche zwischen den USA und Deutschland bestanden haben sollten. Dann haben alle Regierungen auf diesem Felde transatlantischer Politik kläglichst versagt.

Roland Weinert | Mo, 29. Mai 2017 - 15:53

Worum geht es also wirklich? Geht es u.a. darum, die Bürgerinnen und Bürger auf drastisch steigende Rüstungsausgaben vorzubereiten? Dann würde Politik ebenfalls lügen wie so oft in den letzten Jahrzehnten. – Die ganze Debatte zeigt in aller Schärfe und Dramatik, dass Politik nach wie vor in Kategorien von vor-vor-gestern denkt und zu handeln gedenkt. Das nenne ich nicht zukunftsfähig. So macht Politik den Planeten Erde kaputt. Dem muss mit aller Tatkraft entgegen getreten werden. 'Wissenschaftliche Blaupausen' u.a. zum Themenkomplex Weltordnung / Demokratie usw. existieren genug. Man muss endlich von ihnen Gebrauch machen! Ich sehe bei den sog. 'etablierten Parteien' Deutschlands weder die Fähigkeit noch die Bereitschaft hierzu. Auch fehlen die intellektuellen Köpfe. Schlicht und ergreifend: Die Parteien haben fertig, abgewirtschaftet. Und das total professionell!

Uwe Siemon | Mo, 29. Mai 2017 - 16:24

Schön, dass man auch hier zu Lesen bekommt, dass tatsächlich Trumps Agieren von diesem schon lange angekündigt wurde. Völlig unverständlich wieso die vom Staatsfunk bemühten "Experten" sich nunmehr "erbost", "erschüttert" oder "brüskiert" fühlen müssen. Immerhin sind es amerikanische Panzer, Flugzeuge und Bürger, die durch Europa rollen müssen, damit der Europäer sich satt und selbstzufrieden am Fernseher den amerikanischen Truppenaufmarsch anschauen kann. Im übrigen passt ein Rückzug Trumps doch wunderbar zu Merkeks Ansinnen Europa wieder zusammen zu führen. Die Kriegsrethorik in diplomatischen Verlautbarungen sind unüberhörbar. Mal abwarten wohin die deutschen Räder diesmal wieder rollen werden und dazu vorher wieder die allgemeine Wehrpflicht eingeführt werden wird. Mittlerweile ist mit dieser Sorte von Politikern alles denkbar.

Bernd Fischer | Mo, 29. Mai 2017 - 16:45

Wer sich wie "Europa" bräsig unter der Käseglocke des kalten Krieges nett eingerichtet hatte ,und auch noch Jahrzehnte danach, sollte sich nicht wundern wenn der einst "große Ziehvater" nun andere Töne in vielen Bereichen anschlägt.

Gottfried Meier | Mo, 29. Mai 2017 - 16:48

Wenn es Vereinigte Staaten von Europa gäbe, würde sich ein Herr Trump nicht trauen, so überheblich aufzutreten. Statt Vereinigte Staaten herrscht in Europa Kleinstaaterei wie im 18. Jahrhundert. Im Prinzip sind alle europäischen Staaten bedeutungslos gegenüber Mächten wie den USA, China oder Indien. Da ich nicht glaube, dass es Europa schafft ein echter Staat mit einer Regierung zu werden, rechne ich damit, dass das Staatenkonglomerat von Europa weltpolitisch immer schwächer und unbedeutender wird.

Ich hoffe inständig, daß Europa keine echter Staat mit Regierung wird, denn die letzten zwanzig Jahre Brüsseler Qualitätstregierung mit Gurkenbegradigung und Senkung der Roaminggebühren bei gleichzeitiger Untätigkeit in den wirklich wichtigen Fragen haben mir bereits gereicht.

Dorothee Sehrt-Irrek | Mi, 31. Mai 2017 - 14:12

In reply to by Mathias Trostdorf

nach vorne getragen werden.
Mit Macron ein exclusiver Trupp Vereinigte Staaten von Amerika.
Die Zusammenarbeit mit einer Clinton wäre kein Problem und dann hat sie vlt. ihren Traum und vielleicht auch Merkels, von Wahington über Wladiwostok nach Washington?
Merkel und Clinton bekommen beide nicht wirklich Europa, aber Merkel würde in den USA nicht auffallen.
Deutschland, die verschwundene Nation und die anderen europäischen Nationen "sackt" `frau´ bestimmt auch noch ein?
Oder in den beiden Weltkriegen ist wirklich die Intelligenz dieser Welt verschwunden?

Dieter Wenzel | Mo, 29. Mai 2017 - 17:01

aus den süßen Träumen liebe Europäer, ganz besonders liebes Deutschland. Was waren wir brav und folgsam, bei unserem großen Freund USA. Der große Bruder wachte ja über uns, jetzt sagt der glatt "wer zahlt schafft an", war aber schon immer so, ist aber böse gelle. Ein Mr. Trump hat recht, weshalb sollen immer nur die USA BLECHEN. Vergisst aber dabei der Schlingel, dass er auch noch allein bestimmen will, wer böse ist und gegen wen seine Vasallen mit ihm zu Felde ziehen sollen. Seine Partnerschaft hört bei Amerika First auf. Also ihr zitternden EU Vasallen, darauf besinnen das wer eine Wirbelsäule hat noch lange kein Rückgrat besitzt, gilt auch für Staaten. Amerika muss ein Freund und Partner bleiben aber es sollte auch wissen das die Europäer auch ohne Bevormundung ihre Sicherheit und ihre eigene Politik hat. Nur Partner die etwas leisten und eigen Standpunkte haben werden geachtet. Wir Europäer sollten damit anfangen, oder wenn nicht irgendwann als gackernde Hühner enden.

Hans Jürgen Wienroth | Mo, 29. Mai 2017 - 18:55

Endlich ein Gipfel ohne vorher feststehendes Ergebnis!
Wenn Merkel & Co. den amerikanischen Präsidenten nicht von seinen Positionen abbringen konnten, fehlten ihnen überzeugende Argumente.
Frau Merkel sagt, wir können uns nicht mehr auf andere verlassen, Europa muss die Zukunft selbst in die Hand nehmen. Aber was meint sie damit? Die Ausgaben für Verteidigung, einen der Streitpunkte? Will sie die Verteidigungsausgaben so lassen und die Grenzen für jeden offen halten? Dann kommen mehr Flüchtlinge aus Afrika zu uns. Wie will Frau Merkel die Wirtschaft in den unsicheren afrikanischen Staaten gegen die „Fluchtursachen“ stärken, wenn es nicht einmal in Südeuropa mit stabilen Regierungen gelingt?
Außer allgemeinen Floskeln des selbst geschaffenen populistischen Mainstreams habe ich noch kein nachvollziehbares Konzept von ihr gesehen. Der Weltfrieden kann nur durch strategische Partnerschaften mit allen Großmächten (incl. Russland) nach Bismarcks Muster erhalten bleiben.

Mira Kantor. | Mo, 29. Mai 2017 - 20:15

ist zu gehen.Wenn sie meint andere Staaten werden ihr folgen,dann wird sie sich noch wundern.Wir haben genug von ihr und ihrer Politik.Sie hat Angst um ihre Macht,aber niemand wird sie unterstützen.Warum nur G7.Es betrifft auch andere Länder und sie hat uns nichts zu befehlen.

Christop Kuhlmann | Mo, 29. Mai 2017 - 21:52

eines ideologisch verzerrten Weltbildes, dessen Blind Spots inzwischen 50% der Realität ausblenden. Die inhärente Zensur von Political Correctness und moralisierender veröffentlichter Kommunikation ändert nichts an der Tatsache, dass es in der Politik immer um Interessen geht, deren Berücksichtigung oft zu lasten anderer Interessen geht. Das lässt sich nicht weglügen. Damit aber entpuppt sich ein Teil der Published Moral als Heuchelei. Das Trump keine Lichtgestalt eines neuen Zeitalters, oder ein Heros der Wahrhaftigkeit ist, ist klar. Aber die Moral des Establishments wirkt einfach nicht, wenn man die Kosten der Wohltaten und Ideale dieser Leute für andere Gruppen mitberücksichtigt. Sie einfach als "Deplorables" zu beschimpfen, wie Hillary Clinton es tat, ist nichts weiter als die vorurteilsbeladene Schwarz-Weiß-Malerei, die man der anderen Seite immer vorwirft und spricht Bände über den moralischen Bankrott des Gutmenschentums.

Sepp Kneip | Mo, 29. Mai 2017 - 23:23

„Wir Europäer müssen unser Schicksal wirklich in die eigene Hand nehmen.“ Was für ein großes Verdiest des Herrn Trump, dass man diese Erkenntnis endlich gewonnen hat. Dieser Satz ist gleichzeitig das Eingeständnis, dass man in Europa bisher keine eigenständige Politik gemacht, sondern eine Schluderei betrieben hat, die Europa bedeutungslos werden ließ. Wer hat das mit zu verantworten? Merkel. Und sie schwingt sich jetzt wieder zur Retterin Europas, ja sogar der ganzen westlichen Welt auf. Der Größenwahn dieser Frau ist nicht zu toppen. Allerdings wird er beflügelt durch die dummen Lobhudeleien eines Obama oder der New York Times.

Wenn Europa wirklich eine Geige in der Weltpolitik spielen will, muss es von Grund auf reformieret werden. Das geht nicht nicht mit Merkel oder Juncker. Dazu braucht es auch keinen Macron. Dazu braucht es Leute wie Sebastian Kurz, die mit einem gesunden Realitätssinn ausgestattet sind und nicht in europäischen Wolkenkucksheimen schweben. Trump sei Dank.

Josef Garnweitner | Di, 30. Mai 2017 - 14:36

In reply to by Sepp Kneip

sie verdammt gut, die Frau Merkel. Probleme zu lösen, die wir ohne sie nicht hätten!

Ansonsten liegen Sie richtig, Leute vom Kaliber Sebastian Kurz fehlen an allen Ecken und Enden. Ein paar hätten wir ja auch, aber die haben doch Angst vor der eigenen Courage. Und Angst von Mutti demontiert zu werden.

Karin Zeitz | Mo, 29. Mai 2017 - 23:47

lautstark Trumps Unhöflichkeit, bemängeln, dass er sein Anliegen, zum Nutzen Amerikas handeln zu wollen nicht verschleiert in so elegante Worte verpackt wie das Obama seinerzeit so gut verstanden hatte. Was erwartet man von Einem, der in der ganzen Zeit des Wahlkampfes von den deutschen Massenmedien und selbst von Regierungsmitgliedern als Looser und Dummschwätzer verspottet worden ist und der sich selbst nach der gewonnenen Wahl von Merkel anstelle einer vernünftigen Gratulation eine
Lektion in Sachen Demokratie und Menschenrechten anhören musste? Man mag von ihm halten was man will, aber es hätte sicher bei Jedem einer großen Anstrengung bedurft, unter diesen Umständen herzliche Verbundenheit zu heucheln und diplomatische Höflichkeit zu wahren.

Petra Führmann | Di, 30. Mai 2017 - 09:17

Immer mal wieder hört man, auch zu Kräften im eigenen Land, es solle die Demokratie abgeschafft werden, es sei Populismus u.v.a.m. Ich habe hingegen den Eindruck, man (Merkel) erträgt es nicht, wenn jemand mal anderer Meinung ist und die ihre nicht abnickt. Was sagen denn die anderen 5 Mitgliedssaaten? Deutsche Überheblichkeit, eine Attitüde, die man den Grünen vorwirft. Natürlich ist nicht alles falsch, was von Europa kommt, und sicher wird Trump noch nachdenken, er hat aber seinen Landsleuten auch Versprechen gemacht. Klimawandel: Meiner Ansicht nach wurde und wird er seit Jahrzehnten von vielen verursacht; eine Absichtserklärung wird ihn nicht aufhalten. Mein Gefühl: Viel Lärm um wenig... man ist halt so ein rüdes Auftreten nicht gewohnt. Und sollte Trump weiterhin kein TTIP wollen: Umso besser! Es geht auch anders, nämlich so wie jetzt.
Und weshalb richtet sich das Hauptaugenmerk auf den Verteidigungsfall? Ich fühle mich von niemandem bedroht. Abrüstung aller wäre sinnvoller.

Karola Schramm | Di, 30. Mai 2017 - 09:48

Ein guter Bericht zur merkelschen Eskalationsstrategie gegen Trump, wie dieser Satz zeigt: "Nun gilt es mehr denn je, die innenpolitischen Kräfte in den USA zu bearbeiten, die den amerikanischen Präsidenten einhegen. Dass Merkel das kann, hat die CDU-Vorsitzende in Deutschland vielfach bewiesen."
Wird hier nicht gesehen, dass Merkel gerade das tut, was man Putin ständig vorwirft sich in amerikanische Angelegenheiten hinterhältig einzumischen ?
Merkel hat seit ihrer Amtszeit bewiesen, dass es ihr sehr leicht fällt, Zwietracht, Misstrauen, Zank und Streit überall wo sie den Mund aufmachte hervorzurufen. Auch jetzt bedeutet das "einhegen" sich massiv in die amerikanische Politik einzumischen, zu agitieren und manipulieren was das Zeug hält !
Die Welt kann derzeit alles gebrauchen, nur keine Angela Merkel, die wo immer sie auftaucht, Lügen und Legenden verbreitet, Gehässigkeiten versprüht und Unfrieden stiftet. Merkel beweist täglich, dass ihr demokratisches Denken völlig fremd ist.

und es auch nicht so schreiben können.
Danke, so "empfinde" ich, habe ich immer Merkel "empfunden" in ihrer Persönlichkeit, wenn das erlaubt ist zu sagen. Merkel wäre niemand an dem ich sprachlich scheitern möchte.
Dann lieber nicht veröffentlichen.

helmut armbruster | Di, 30. Mai 2017 - 10:11

Au weia! Das ist den Europäern bisher am wenigsten gelungen. Mit der neu ernannten "Anführerin des Westens" wird das nicht anders sein.
Solange in Europa Vertragsbruch und eigennütziges Verhalten der Mitglieder nicht sanktioniert werden - weil es nicht gewollt wird oder weil es nicht machbar ist - kann das nichts werden. Daran wird auch die neue Anführerin nichts ändern können.

Gabi Meyer | Di, 30. Mai 2017 - 10:13

Die politische Presse im Tross der Regierung versteht nicht die immanente Eigendynamik ihrer eigenen Zunft. Merkel und der SPD Annex braucht gar nicht viele Worte, geschweige denn Politik zu betreiben oder eigene Meinung zu äußern. Sie muss nur aufstoßen und dabei sauer gucken und die Journaillie von Welt, FAZ, Zeit und SZ ergeht sich seitenweise in Darstellungen dazu, was die Kanzlerin meint zu Europa, USA oder Russland.
Und wenn dazu noch die amerikanische Presse gratuliert- einzig allein mit dem Zweck eine Gegenposition zu Trump aufzubauen um seiner Präsidentschaft zu schaden, dann kennt die Presse hier kein Halten mehr und schaut sich aufmerksamkeitsheischend mit immer schrilleren Tönen nach Lesern um. Die sind jedoch immer angewiderter. Letztlich wird in Deutschland wieder ganz ungeniert eine Vormachtstellung Deutschlands angesprochen, natürlich zum Wohle Europas und der ganzen Welt. Dabei ist diese Regierung noch nicht einmal fähig zum Schutz der Grenzen.

Ralph Lewenhardt | Di, 30. Mai 2017 - 10:47

Ein zentralistisches Parteienmonster alter Prägung muss es sein. Mit dem Scheinparlament als Legitimation. (Das fast 2 Milliarden Euro im Jahr verschlingt.) Parteienherrlichkeit war(siehe Frankreich)!Noch 1,5 % des Volkes sind Parteimitglieder, deren elitäre Führungen gegen die eigene Basis kämpfen. In Deutschland verstecken es die parteimächtigen "Klammeraffen" noch unter der Konjunktur. Und auch einige parteiloyale Fachminister die alles können, Hauptsache sie haben es nicht gelernt. Die Regierungen der EU-Länder zu zwingen, sich so gefälligts auch gegen den Mehrheits-Willen ihre Völker durchzusetzen ohne direktdemokratische Legitimation dafür, ist Tanz auf dem Vulkan, spaltet die Völkergemeinschaft nach den Ländern nun auch in der EU. Da hilft keine Hilflos-Raute. Die Nato, USA und derzeit Trump sind einziger ernsthafter Garant einer total erneurten funktionierende EU der souveränen Länder. Ob es die obamende "beleidigte Leberwurst" will oder nicht. Trotzt es nur kaputt!

Dr. Lothar Sukstorf | Di, 30. Mai 2017 - 12:13

Es ist doch naiv anzunehmen, daß erst unter Trump, die USA, "America First"-Politik machen. Andere haben es nur nicht so deutlich gesagt, ihr Handeln war jedoch ganz und gar darauf ausgerichtet. Auch Obama hatte zuerst die USA im Blick und nicht Merkels Germany. Das ist doch höchst infantil so etwas anzunehmen. Und Merkel? Ihre Bierzelt-Rhetorik ist nichts anderes als Wahlkampf. Wie Schröder seinerzeit mit dem Irakkrieg. Und das Versteigen auf Europa ist nichts anderes als Hilflosigkeit. Eine Kanzlerin mit Weitblick, mit strategischem Vermögen hätte bereits 2008 die "Dinge" um Europa vorantreiben, in die eigenen Hände nehmen müssen. Und genau so kurzsichtig reagiert sie in Hinblick auf die Flüchtlings- und Asylkrise. Hilflosigkeit gepaart mit Unvermögen. Es zeigt sich, daß Merkel nur an den September 2017 denkt. Natürlich ist D. in knapp 20 Jahren "entwaffnet" und verteidigungsunfähig gemacht worden. Darauf hoffend, daß die USA dies für uns leisten. Schwerer Fehler und Irrtum. Fatal!

Dr. Lothar Sukstorf | Di, 30. Mai 2017 - 12:45

Was sie im Bierzelt mit IHREN Worten sagte, war nichts anderes als, "NUN, EUROPA STEH AUF! UND STURM BRICH LOS!... Und was wird es sein, ein laues Lüftchen. Sie wird auf dem G20-Gipfel in Hamburg zu Kreuze kriechen...weil sie im Wahlkampf Erfolge braucht. Aber, sie wird es schon hinbekommen, gemeinsam mit den deutschen Leitmedien eine "Antitrump-Wahlkampf-Debatte/Phalanx" zu zimmern, so daß der Erfolg ihr sicher sein wird. Ach, es ist so herrlich einfach, Feindbilder aufzubauen, an denen man sich abarbeiten und zugleich "aufgeilen" kann.

Torsten Knecht | Di, 30. Mai 2017 - 13:32

Wer sind wir, dass wir uns in die Innenpolitik der USA einmischen, um Trump zu Räson zu bringen?

Die Opferkonstruktion von Frau Merkel zeigt, dass die Regierung D. lieber abhängig von der USA bleiben will, als selber einmal auf die Beine zu kommen. Wie lange wollen wir noch für die Amis die Brücke in Europa nach Asien sein?

Trump wird sich durchsetzen, weil er "first america" tickt. Merkel tickt nur "big business". Und wenn wir als D. eine an die Backe kriegen, kommt kein Trump u. rettet uns, sondern wir müssen selber sehen, wie wir da raus kommen. Oder am besten erst gar nicht hinein geraten.

Will Merkel etwa die ganze Welt für ihre Methode des Asylmissbrauchs überzeugen? (Aus Litauen sind fast alle umgesiedelten F. wieder geflohen!)

USA nutzt die F-krise, weil dadurch unsere Ressourcen zweckentfremdet werden u der Krieg/Terror vor unserer Tür ist u. nicht in den USA.

Alle um uns herum verjüngen sich polit., außer in D. da herrscht die Merkelmonarchie.

Bodo Lehnert | Di, 30. Mai 2017 - 15:31

Komisch …
da hört die ganze ’Meute’ dem Manitu aus Washington zu. Schaut wie der Ochs wenn's donnert, wagt nicht den Mund zu öffnen, dagegen zu halten. Aber kaum, ist der große ’Mompel’ verschwunden, tanzen die Mäuse auf dem Tisch. Wie soll da ein Trump Respekt aufbringen? Die Unterwürfigkeit des Nato-Generalsekretär ist ein frappierendes Beispiel für eine atemberaubende Negativ-Komik. Der ’Gipfel’ eben von Nato bis G7.

Anton F. Keller | Di, 30. Mai 2017 - 17:02

Bei Amtsanritt formulierte Guido Westerwelle, sein Ziel sei es, dass am Ende seiner Amtszeit in Deutschland keine Atomwaffen mehr stationiert seien. Dieses Ansinnen hat die Besatzungsmacht ignoriert.

Der Preis, den die BRD für die Aufnahme in die NATO zahlte, war „Bei Angriff (aus dem Osten, selbstverständlich): Selbstmord! - Und zwar sowohl westlich wie auch östlich der Zonengrenze.

Als UK noch eine Weltmacht war, gab es ein „War Office“, welches heute bescheiden „Ministery of Defence“ heisst. Trump will die ohnehin horrenden Ausgaben des „Department of Defence“ noch erheblich steigern. Das weist auf eine semantische Umdeutung des Begriffs „Verteidigung“ hin, was Zweifel an der Berechtigung von zwei Prozent des BIP für Verteidigung aufkommen lässt.

Der zweite Weltkrieg endete vor 72 Jahren, d.h. drei Generationen. Hat Trumps ungehobeltes Benehmen zur Folge haben, dass man in Deutschland beginnt, sich Gedanke zu machen über deutsche Interessen?

Jürgen Lehmann | Mi, 31. Mai 2017 - 12:07

In reply to by Anton F. Keller

Herr Keller, ich stimme Ihnen zu, mit dem Hinweis, dass unser Innenminister – Thomas de Maizière - vehement für den Verbleib der Atomwaffen in der BRD eintrat und damit G. Westerwelle in den Rücken fiel.
Dieses Verhalten, unseres derzeitigen Innenministers, sollte man nie vergessen.

Robert Müller | Mi, 31. Mai 2017 - 03:38

Demnächst steht die Entscheidung an ob DE die Türkei (Nato-Land) verlässt und bsw stattdessen nach Jordanien geht. Interessant ist in dieser Sache auch, dass auch DE-Soldaten in den Awacs-Flugzeugen sitzen, die ebenfalls von der Türkei aus fliegen. Sollte die Deutschen da auch gehen, dürfte das einige Probleme machen, da die de-Soldaten etwa 20% des Personals ausmachen. Berücksichtigt man den aktuellen Ärger in Bezug auf die NATO wäre eine Entscheidung der Bundesregierung die Türkei komplett zu verlassen ein großer Aufreger. Bin gespannt was da noch kommt.

Dr. Lothar Sukstorf | Mi, 31. Mai 2017 - 12:16

Bis zum September 2017 wird sich Merkel dezent aber mit relativ klaren Worten "gegen" Trump verbalisieren. Ohne, daß dem Taten folgen. Im Gegenteil, Trump wird ihr die Zähne ziehen, aber so gewaltig, daß selbst die beste Anästhesie nichts hilft. Der G20-Gipfel in Hamburg wird dies klar zeigen. Trump wird versuchen, ihr noch mehr Geld als bisher für die US-Präsenz in D. abzuverlangen, wenn sie schon die 2% Nato-Beitrag nicht leisten will und mit simplen Kaufmanntricks neue Berechnungen aufmachen will. Und dann dies, ...wir müssen unser Schicksal mehr in die eigenen Hände nehmen...was ist damit gemeint? Verteidigung? Ökonomie? Atommacht? Weltpolitik? Trump zeigt ihr, was für ein kleines Würstchen D. weltpolitisch ist. Und er wird Merkel und D. auf ihren Platz verweisen, wo sie hingehören...ins zweite Glied. Es sei denn, sie begreift endlich, daß Weltpolitik mehr ist als Klima und Asylpolitik und Werte und westliche Werte-Gelabere. Daß es um knallharte Macht- durchsetzung geht. Wie immer!

Torsten Knecht | Mi, 31. Mai 2017 - 21:37

In reply to by Dr. Lothar Sukstorf

D. allein erreicht gar nix, weder gegen Russland, China u. erst Recht nicht gegen die USA. In Europas heisst es, dass wir nur zusammen bestehen können. Anhand der F-krise, die Merkel allein auf uns ablädt u. noch nicht einmal die anderen Europäer mit ins Boot holt zeigt, das D. lediglich Exportweltmeister u. Niedriglohnimperium kann. F u. GB haben Atomwaffen, also ein Druckmittel, wir haben die Amis, die ihre A-sprengköpfe bei uns Einsatzbereit halten. Souveränität sieht anders aus.

Heinrich Niklaus | Mi, 31. Mai 2017 - 20:06

Ist die transatlantische Partnerschaft tatsächlich unverzichtbar? Ist nicht auch denkbar, dass Frau Merkel, eine günstige Gelegenheit beim Schopfe packt. Trump wendet sich ab und die Kanzlerin kann ohne Gesichtsverlust ebenfalls auf Distanz gehen und neue Ziele anvisieren:

- Endlich „Mehr Europa“,

- Entspannung im deutsch-russischen
Verhältnis( Macron macht den Anfang) etc.

Bis zur Bundestagswahl wird das alles im Ungefähren bleiben. Aber danach wird sie, wie einst WillemII das von Bismarck sorgfältig ausbalancierte Bündnissystem zum Einsturz brachte, beginnen, die sorgsam austarierte sicherheitspolitische Nachkriegsarchitektur Europas zum Einsturz bringen.

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