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Bestimmen Sonnen- flecken das Klima auf der Erde? (Foto: dpa)
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17.12.2009
„Die Erde steht vor einer Abkühlung
Interview mit Horst Malberg

Für steigende oder fallende Temperaturen auf der Erde ist die Sonne verantwortlich – zu diesem Ergebnis ist Prof. Dr. Horst Malberg in seinen Untersuchungen gekommen. Im Interview mit Cicero Online erklärt der von vielen als Klimaskeptiker bezeichnete Wissenschaftler, warum er die CO2-These für falsch hält. Gleichzeitig fordert er die Politik zu aktivem Umweltschutz auf.

Herr Professor Malberg, Sie glauben nicht, dass es zu der prognostizierten Klimakatastrophe kommen wird – warum?
Die extremen Szenarien, die derzeit vorausgesagt werden, stützen sich auf Klimamodelle. Nun wissen wir aber nicht erst seit der Wirtschafts- und Bankenkrise, was Modelle wert sind. Alle Modellaussagen sind immer im Konjunktiv zu verstehen. Es werden Szenarien errechnet, die nur unter den Voraussetzungen stimmen, die man vorher in das Modell eingibt. Die Ergebnisse dieser Rechnungen werden leider wie Prognosen behandelt. Das halte ich für falsch.

Zu welchen Ergebnissen sind Sie gekommen?
Langfristig gesehen, ist die Sonne der eigentliche Motor unseres Klimasystems ist. Die Veränderung der Temperaturen auf der Erde hängt zu 70 bis 80 Prozent von der Sonnenaktivität und nur zu 20 bis 30 Prozent vom CO2-Effekt ab. Und die Sonnenflecken sind ein Indikator für die Aktivität der Sonne. Wenn wir viele Sonnenflecken haben, ist die Sonne sehr aktiv und auf der Erde wird es wärmer. Wenn wir weniger Sonnenflecken haben, wird es auf der Erde kühler. Es gibt also einen hohen Zusammenhang zwischen der Sonnenaktivität und den Temperaturen auf der Erde.

Was bedeutet das für unser Klima?
Ich habe die Sonnenaktivität der letzten 330 Jahre untersucht. Im 17. Jahrhundert gab es eine geringe Anzahl an Sonnenflecken und es war kalt. Im 18. Jahrhundert stieg die Zahl der Sonnenflecken und es wurde wieder wärmer. Im 19. Jahrhundert fiel die Zahl wieder und es wurde kalt. Und im 20. Jahrhundert stieg die Sonnenfleckenzahl und es wurde erneut wärmer. Wir haben also einen etwa 200-jährigen Zyklus in der Aktivität der Sonne.

Und in was für einer Phase befinden wir uns im Moment?
Derzeit befinden wir uns am Übergang zwischen dem Höhepunkt der Sonnenaktivität und gleiten ins nächste Minimum hinein. Wir stehen also in Wirklichkeit vor einer Abkühlung und nicht vor einer fortschreitenden Erwärmung. Natürlich kann sich der weitere Rückgang der mittleren Sonnenzahl der kommenden Sonnenfleckenzyklen auch mal verzögern. Aber die Erde wird sich wieder abkühlen. Der letzte Sonnenfleckenzyklus hatte bereits eine mittlere Sonnenfleckenzahl von 56 Sonnenflecken. Bei 50 Sonnenflecken haben wir so etwas wie Normaltemperatur. In den 80er und 90er Jahren betrug die mittlere Zahl der Sonnenflecken etwa 80. Das ist also eine fallende Tendenz. Wir nähern uns der kritischen Grenze zur Abkühlung. Weltweit sind auch andere Institute zu diesem Ergebnis gekommen, darunter das Haupt-Oberservatorium Pulkovo bei St. Petersburg. Dort erwartet man entsprechend dem Sonnenrhythmus, dass die Temperatur bis zum Jahr 2050 sinken wird. Zu dem gleichen Ergebnis kommt das Space Science Research Center in Orlando in den USA.

Der überwiegende Teil der Wissenschaftler geht aber davon aus, dass durch die erhöhte CO2-Konzentration in der Atmosphäre sich die Erde immer stärker aufheizt. Wieso zweifeln Sie daran?
Die Frage ist doch, in welchem Ausmaß der natürliche Treibhausgaseffekt von uns überhaupt verstärkt werden kann. Immer mehr CO2 in der Atmosphäre bedeutet nicht gleichzeitig auch immer höhere Temperaturen. Es gibt einen Grenzwert, was auch das IPCC anerkennt. Aus deren Bericht folgt: Wenn sich der CO2-Gehalt von heute verdoppeln würde, dann stiege die Temperatur durch das CO2 gerade mal um höchstens 1 Grad Celsius an. Alles andere sind zusätzliche Annahmen, was die Folgen dieses Temperaturanstieges für die Wolken und die Verdunstung bedeuten. Und so kommt man dann auf Temperaturerhöhungen von bis zu sechs Grad. Das sind aber unbewiesene Annahmen. Auch ist das wissenschaftliche Lager der Treibhausskeptiker kaum noch kleiner als das der Treibhausbefürworter.

Und warum sollen ihre Annahmen und Daten verlässlicher sein?
Der Ansatz der anthropogenen Erwärmung durch die Treibhausgase ist bislang durch nichts empirisch bewiesen und nur eine Arbeitshypothese. Die Daten, die ich untersucht habe, wurden von Wetterstationen gesammelt. Ich arbeite also nicht mit Modellen, wie die meisten anderen Klimaforscher, sondern mit empirischen Daten. Und dort gibt es klare und nicht widerlegbare statistische Zusammenhänge.

Wenn Sie recht haben, müsste sich die CO2-These irgendwann als falsch herausstellen. Wann glauben Sie, wird dies der Fall sein?
Das letzte Maximum der Sonnenflecken war im Jahr 2000. Das nächste Maximum wird etwa im Jahr 2013/14 sein. Spätestens nach dem darauffolgenden Maximum, also ungefähr im Jahr 2024, wissen wir ganz genau, ob die Sonne weiter ruhig bleibt und die Temperatur zurückgeht. Mal abgesehen davon, dass die CO2-Hypthese ganz erhebliche Schwächen hat.

Nämlich?
Der CO2-Effekt kann ja nur erklären, dass es wärmer wird. Er kann aber keine einzige Abkühlung erklären. Das ist auch ganz gegen seine Natur. Es verschwindet ja kein CO2 aus der Atmosphäre. In den letzten zehn Jahren ist der CO2-Gehalt so stark gestiegen wie nie zuvor – aber global gesehen, ist die Temperatur seit 1998 um -0,2 Grad, auf der Südhalbkugel sogar um -0,3 Grad zurück gegangen. Für jede Abkühlung braucht die CO2-Hypothese also zusätzliche Erklärungsansätze. Dass dem Menschen also die Schuld am Klimawandel zugeschrieben wird, ist aus meiner Sicht eine politische Entscheidung und keine wissenschaftlich konsensfähige.

Empfehlen Sie also die Hände in den Schoß zu legen und einfach nichts zu machen?
Das wäre der völlig falsche Ansatz. Zum einen müssen wir natürlich eine vernünftige Energiepolitik betreiben. Sie sollte aber anders begründet werden. Und zwar nicht mit dem Klimaschutz, sondern mit der Endlichkeit der heutigen Energieträger. An der Erforschung und Nutzung alternativer Energien führt kein Weg vorbei. Zum anderen müssen wir intensiv Umweltschutz betreiben. Leider werden die Begriffe Klima und Umwelt viel zu oft durcheinander geschmissen. Die Menschheit hat weltweit einen Anspruch auf saubere Luft, sauberes Wasser, sauberen Erdboden und ein intaktes Biosystem. Das ist ein Grundrecht. Ein Grundrecht auf ein stabiles Klima gibt es aber nicht. Das Klima hat sich schon immer geändert – egal ob mit oder ohne Mensch. Das typische am Klima ist, dass es nicht konstant ist. Und der Mensch wird es nicht konstant halten können.

Was sagen denn ihre Kollegen zu ihren Ergebnissen?
Eine wissenschaftliche Diskussion zwischen beiden Lagern findet ja gar nicht statt. Ich werde im Laufe eines Jahres immer von vielen wissenschaftlichen Gesellschaften und Instituten eingeladen, wie beispielsweise zum Clemens-Winkler-Ehrenkolloqiumm an die altehrwürdige Bergakademie nach Freiberg, aber kaum zu einer Diskussion von einem Klimainstitut. Wenn eine Wissenschaft aufhört kontrovers zu diskutieren, ist sie am Ende. Ein Nobelpreisträger sagte mal: Wenn sich in einer Ansicht alle einig sind, ist diese Annahme mit hoher Wahrscheinlichkeit falsch. Immer mehr Wissenschaftler werden aber mittlerweile nachdenklich, ob das Dogma von der Dominanz des CO2-Effektes wirklich stimmt. Nach meiner Meinung wird die CO2-Blase mittelfristig platzen.

Was erwarten Sie also?
Bisher wurde immer gesagt, dass die Veränderungen der Sonnenaktivität keine großen Auswirkungen auf das Klima haben kann. In diesem Jahr ist es erstmals in Kooperation zwischen amerikanischen und deutschen Wissenschaftlern (NCAR in Boulder und Geoforschungszentrum Potsdam) gelungen an einem Modell zu zeigen, dass geringe Änderungen in der solaren Aktivität messbare Auswirkungen auf unser Klimasystem haben.

Trotzdem sehen viele in Ihnen einen Klimaskeptiker. Wie gehen Sie damit um?
Der Begriff Klimaskeptiker ist natürlich dumm. Niemand steht dem Klima skeptisch gegenüber. Wenn überhaupt müsste es Treibhausskeptiker heißen. Ich weiß, dass meine Forschungen seriös und verlässlich sind. Andere sehen das offenbar nicht so. Wir sind also im Widerstreit, was normal und gut ist. Ich beklage nur die heutigen Umgangsformen, also die Art der Diffamierung und die Art andere Meinungen einfach ausschalten zu wollen. Meine Klimaanalysen werden von dem Grundsatz getragen: Nur wer die Klimavergangenheit empirisch versteht, vermag daraus begründete Aussagen über die Klimazukunft abzuleiten.

Vielen Dank für das Gespräch!

Das Interview führte Marc Etzold


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Leserkommentare
Elisabeth Lüscher (Uster) 06.02.2010
Ich bin kein Experte, aber es war mir immer klar, dass es auch im Weltall einen Rythmus gibt. So wie es bei uns vier Jahreszeiten gibt. Oder Regenzeit und Trockenzeit. Tag und Nacht. Ich wusste nur nicht den Rythmus von Erwärmung und Abkühlung. Nur bin ich auch der Meinung, dass wir mit unserer Erde verantwortungsbewusster umgehen sollten. Ich staune aber wie sich diese immer wieder erholt, wenn man ihr die Chance gibt.
Julius (Thailand) 23.01.2010
Die Wetterkapriolen in Thailand kann keiner Erklären,der Thai macht sich sowiso keine Gedanken darüber.Das nur auf die Sonnenaktivität zu schieben ist unserriös.
In Thailand sagt die Wetteraufzeichnung der letzten hundert Jahre nicht solche Werte,wie seit 2000.

Früher war in Thailand von April bis Oktober die Sommerzeit(Regenzeit)Von Nov.bis März die Winterzeit(Trockenzeit)

Heute ist es anders,jetzt zur Winterzeit ist es Nachts Extrem Kalt und die Regenzeit hat nicht aufgehört.Das ist eine Wetterkapriole,die es vorher so nicht gab.

Aus meinen Beobachtungen hier schließe ich eine Veränderung des Weltwetters.

Was das mit der Sonne zu tun hat ist mir schleierhaft.Nach den Prognosen für die Zukunft,steht ein Teil Ostasiens starke Monsumregenfälle bevor und es wird der Reisanbau zusammenbrechen.

Das aber tritt heute schon ein,vielen Reisbauern ist die Ernte auf den Feldern verlorengegangen.










Willi (Berlin) 20.01.2010
Zu Herrn Grünberg aus Berlin:
Ja - Herr Ramsdorff, man erkennt Ihren Schreib- und Argumentationsstil.
Immer schön viele kleine Einzelfakten aufzählen - den Gesamtüberblick haben Sie aber nicht!
Eins ist nämlich klar: Wie sollen derart komplexe nichtlineare dynamische Systeme, in denen man die Wirkbeziehungen der Variablen gar nicht kennt, eine Vorhersage treffen können? Das ist die Kernfrage schlechthin!
hugo sieder (frankreich) 18.01.2010
wie ist es möglich,dass CO²,schwerer als luft,in die stratsphäre gelangt.in unserer atemluft ist der CO² anteil ca.0.04 % und das schon jahren.viel effektiver ist methangas,das von sumpfgebieten und allen säugelebewesen ausgeschieden wird.irgendwie wird die menschheit verdummt,um den millardenschweren ablasshandel mit treibhausangst zu machen.
Robel (Frauenfeld) 14.01.2010
Die Erde steht vor einer Abkühlung.
Franz Kafka (Berlin) 12.01.2010
Der Herr möge Prof Malberg ein langes und gesegnetes Leben bescheren für diese endlich auch mal publikumswirksam mutig ausgesprochene Wahrheiten und Erkenntnisse wider die Pseudo-CO2-Weltuntergangsdiktatur der Politiker-Nomenklatura samt den masochistisch angehauchten Gutmenschscharren im Schlepptau.
Die wischenschaftliche Luft der Erkenntnis wird langsam dünn um die der Politikerkaste und Ihrem Untergangs-Ökowahn gefügigen IPCC-Jünger wie den PIK-Schnellnhubers und Latifs, die mit Ihren mainstreamkonformen Katastrophenversen in den letzten zehn Jahren sich eine goldene Nase und eine Karriere von unbedeutsamen meteorologischen "Kellerasseln" zu medienpräsenten "internationalen Experten" besorgt haben. Dabei nehmen diese Möchtegern-Klimaexperten wider besseres Wissen genauso wie die auf der Ökowelle durch alle Wahlen surfenden Politiker seit Jahren den postindustriellen Niedergang der Industrieländer samt dauerhaften Massenarbeitslosigkeit und Sozialspannungen locker in Kauf, solange dies der eigenen Karriere und dem baldigen Absprung mit dem goldenen Fallschirm abseits der fanatisierten Massen behilflich ist! Unglaublich!
Hermann P. (Würselen) 11.01.2010
Man müßte eine Analyse erstellen, mit welchen Irrsinnsthemen die Klimalüge von sogenannten Klimaforscher (Gutmenschen) in die Köpfe von Gutgläubigen und damit wehrlosen Bürgern über den Medien geprescht werden und damit eine Klimahysterie bishin zur Öko-Diktatur entfachen.
In Wirklichkeit weiß eigentlich keiner was da mit uns passiert. Geht die Welt unter?
Oder sind die Temperaturen zu hoch oder zu niedrig - haben wir demnächst wieder zu viel Kälte oder ist ist zu trocken oder zu nass...?
Das exakte wissenschaftliche Hintergrundwissen, diese Fragen seriös zu beantworten
besitzen nur wenige. Leider sind die Besonnenen nicht erwünscht.
Das trotz alledem nur die zweckdienlichen Klimaforscher zu Wort kommen, die Panik und Katastrophen am besten verbreiten, liegt wohl daran, dass jeder zeigen möchte wo er steht: auf der einzig wahren und zur Religion erkorenen linken ÖKOLOGIE der KLIMAMAFIA.
Die, die den eigenen Weg nicht kennen, zeigen anderen die (falsche) Richtung.
Peter Schneider (Fußgönheim) 07.01.2010
Herr Malberg hat recht. Wir befinden uns derzeit in einem Sonnenfleckenminimum. Wer den Verlauf beobachten will informiere sich unter solarcycle24.com. Der 24. Solarzyclus ist äußerst schwach, der 25. wird es ebenso sein. Damit entsteht eine Abkühlung wie im Dalton Minimum von ca.1800 bis ca. 1830 . Dieses Minimum hat Theodor Landscheidt schon in den 90. Jahren des letzten Jahrhunderts berechnet. Wens interessiert der google nach diesem Namen. Seit ca. 2000 nimmt die Globaltemperatur kontinuierlich ab. Die Meerwassertemperaturen folgen, wegen der großen Masse zeitverzögert, etwa ab 2007. Dezeit sind schon die kälteren Winter auf der Nordhalbkugel meßbar und persönlich erfahrbar. Das neue 'Landscheidt Minimum' wird über 2 Sonnenzyclen , also mindestens bis 2032 dauern. Der Einfluss von CO2 ist minimal . Warm- oder Kaltzeiten auf der Erde hängen von der Strahlung der Sonne ab. Die Sonnenflecken sind dafür ein maßgebliches Zeichen. Im Dalton Minimum ging übrigens dann die Abkühlung sehr rasch voran, während die anschließende Erwärmung (ca.1850-2000) immerhin 150 Jahre brauchte.
Ziet euch warm an Leute, es wird kalt werden!!
Jonas Ling (Berlin) 31.12.2009
Dass die Politik dem Volk aufs Maul schaut und es in die Richtung führen möchte, in die es ohnehin entschlossen ist zu laufen, ist auch nicht neu. Wer sich Weltuntergangsängsten hingebeben möchte hat das immer schon tun können, dazu braucht es kein global warming. Erwärmend jedoch der Gedanke, dass dem Glauben an die Technik, die in der Weltflucht auf andere Planeten gipfelt (Kinohit Avatar) die Gewissheit der Unvorhersehbarkeit der Lebensbedingungen auf der Erde entgegen steht. Das könnte bei dem einen oder anderen sogar dazu führen,
in die Gegenwart zu vertrauen. Allemal besser als Angst vor der Zukunft zu haben. Daher wünsche ich ein gutes neues Jahr 2010.
Jürgen Bühler (Ostfildern) 30.12.2009
Endlich mal ein sachlicher Beitrag.
Gruß
Jürgen
Dr. Manfred Nobbe (24326 Kalübbe) 29.12.2009
Interessant!
R. Grünwald (Berlin) 23.12.2009
Hallo Herr Friebe,
vielen Dank für Ihren substanziellen Beitrag. Ich fürchte, dass wir bei dieser physikalischen Diskussion die meisten Mitleser abschrecken, aber seis drum:

zu 1.
Soweit ich sehen kann, sind die Zahlen die Sie zitieren absolut korrekt. Der Denkfehler ist aber, dass ein kleiner menschengemachter Zuwachs an Aufheizung ("Radiative Forcing") auch nur einen kleinen Effekt haben kann. Das ist in einem dynamischen nichtlinearen System nicht so.

Und da weiter unten schon die Stichworte "it's the sun, stupid" und "global dimming" gefallen sind, hier ein paar Zahlen zum "Radiative Forcing" aus dem aktuellsten Bericht der WG I des IPCC (http://www.ipcc-wg1.unibe.ch/publications/wg1-ar4/ar4-wg1-chapter2.pdf, S. 131f):
- 2,63 W/m2 gehen auf die menschengemachten langlebigen Klimagase zurück (dieser Wert ist seit 1998 aufgrund vermehrter Emissionen um 9% gestiegen!)
- minus 0,5 W/m2 (also eine Abkühlung) wird Aerosolen (vulgo: Luftverschmutzung) zugeschrieben. Dieses "Global Dimming" wird zurückgehen, wenn Luftreinhaltemaßnahmen in Schwellenländern greifen. Dann ist die Luft sauberer, aber die Erwärmung steigt schneller. Ein unschönes Dilemma.
- +0,12 W/m2 ist der Beitrag durch erhöhte Sonneneinstrahlung seit 1750! Vergleichen Sie das einmal mit dem Wert für Treibhausgase! Soviel zu "it's the sun, stupid".

zu 2.:
Der Denkfehler ist, dass man nicht nur die Abstrahlung von der Erdoberfläche betrachten darf, sondern v.a. die aus höheren Atmosphärenschichten. Hier muss ich ein bischen ausholen: Im thermischen Gleichgewicht strahlt ein Körper genausoviel Energie ab, wie auf ihn einstrahlt. Die Erde erhält kurzwellige Strahlung von der Sonne und strahlt langwellige (Wärme-)Strahlung ab. Für die Strahlungsbilanz ist nicht die Erdoberfläche entscheidend, sondern die Atmosphärenschicht von der Wärmestrahlung ins All abgegeben werden kann. Je mehr CO2 ich in die Atmosphäre gebe, desto höher ist diese Schicht. Eine höhere Schicht ist kälter und kann damit nicht so viel Wärmestrahlung abgeben. Das kann sie erst dann, wenn sie sich entsprechend aufgeheizt hat. D.h. die Erde muss sich erwärmen. Diese Argumentation ist völlig unabhängig von Ihrem Argument, dass die Absorptionsbanden des CO2 bereits gesättigt seien.
Wolfram Wiesel (51503 Rösrath) 22.12.2009
Dankeschön!
Es ist schlimm wie mit "Totschlagargumenten" Politik
betrieben wird. Vor allem wie man versucht den Bürger zu schurigeln. Moral statt wissenschaftliche Fakten. Öko
und Klima als Religionsersatz.
Klaus Friebe (Stuttgart) 22.12.2009

Zum Treibhaus-Effekt
1. Im Bericht des IPCC Climate Change 2001 Chapt. 6.3.5. geben die Wissenschaftler der Working Group I des IPCC drei Formeln an zu Bestimmung des „Radiative Forcing“. Eine Verdoppelung des CO2-Gehaltes ergibt nach allen drei Formeln eine Zunahme des „Treibhaus-Effektes“ von unter 2%! Daraus ist zu schließen : Zum Kampf gegen den Klimawandel ist eine Reduzierung des CO2 ungeeignet und sinnlos!

Dieses Ergebnis der Working Group I „Wissenschaftliche Grundlagen“ wurde vor lauter Eifer von den maßgeblichen politischen Akteuren übersehen.

Der Befund „unter 2%“ ist von anderen Forschern bestätigt worden, zB. Prof. Richard S. Lindzen, Massachusetts. Siehe : http://online.wsj.com/article/SB10001424052748703939404574567423917025400.html

2. Zur Erläuterung folgendes: Die Erde, von der Sonne erwärmt, strahlt ihrerseits Wärme ab, Tag und Nacht, Wärme, die ins All geht, soweit sie nicht von Bestandteilen der Luft daran gehindert wird. Neben dem weitaus wichtigsten Hindernis, den Wolken, ist es das CO2, das Strahlungen auffängt, und zwar die Strahlen, die in einer schmalen Bande von 15 µm gesendet werden. Die so aufgenommene Wärme gibt das CO2 seinerseits wieder ab, teilweise an die umgebende Luft (immerhin ist jedes CO2-Molekül von 2 600 anderen Molekülen umgeben), zum anderen Teil durch Strahlung. Den Anteil der Strahlung, der nun wieder auf die Erde zurückgeht, bezeichnet man als Treibhaus-Effekt.
Zwei Dinge sind nun sofort einleuchtend : 1. Je größer die Menge des CO2 in der Luft ist, desto größer ist die Menge der zurückgestrahlten Wärme. Aber auch 2. Das CO2 kann nicht mehr Wärme aufnehmen, als es, von der Erde abgestrahlt, bekommt. Damit ist auch die vom CO2 zurückgestrahlte Wärmemenge begrenzt. In diesem Bereich befindet sich das CO2 bereits seit etwa 200 Jahren. - Es gibt also eine Grenze für die Menge des CO2, ab der die Erdstrahlung die weiter abliegenden CO2-Teilchen nicht mehr erreicht, weil sie bereits vorher absorbiert wurde. - Als Beispiel diene der Bleischurz der Röntgenassistentin : ab einer bestimmten Dicke bringt eine weitere Verdickung keinen weiteren Schutz, weil die gesamte eintreffende Strahlung schon vorher abgefangen wurde.

3. Wer die Herleitung der IPCC-Werte im Original lesen will, kann aufrufen :

http://www.grida.no/publications/other/ipcc_tar/?src=/climate/ipcc_tar/wg1/index.htm
Man erhält : Climate Change 2001: The Scientific Basis

Dort wählen chapter 6 : Radiative Forcing of Climate Change
Dann wählen 6. 3. 5 Well-Mixed Greenhouse Gases

In der Tabelle 2 sind Formeln zur Berechnung des Radiativ Forcing angegeben, in Funktion der Zunahme des CO2. Für Verdoppelung also „2“ einsetzen.

Die erste dieser Formeln ergibt 3,7 W/m². Bezogen auf den Ausgangswert von 324 W/m² erhält man eine relative Zunahme von 1,15%.

Die zweite dieser Formeln ergibt 4,1 W/m² ; dem entspräche eine relative Zunahme von 1,27%. Klar unter 2%.









Hans () 22.12.2009
Cicero als Sprachrohr der Öl-Industrie.
Eine Armutszeugnis!
Uwe Gattermann (Nongkhai, Thailand) 22.12.2009
Diese ganze Verlogenheit mit der Erderwärmung kann man am besten hier in Thailand feststellen.

Erstmals im Januar 2004 hatten wir hier einige Tage, an denen es bitter kalt war. In den Medien hieß es, das seien die kältesten Tage gewesen, seit man hier das Klima aufzeichnet.

In den Monaten Dezember, Januar und Februar 2007 und 2008 hatten wir es durchgehend verdammt kalt. Wohl bemerkt: Über Monate.

Dieses Jahr begann Anfang Dezember wiederum eine Kältewelle. Allerdings hatten wir dieses Jahr das Glück, daß es zwischendurch einige Tage wieder mollig warm war. Allerdings ist es seit vorgestern zumindest Nachts wieder verdammt kalt. So daß ich mich die letzten Nächte um 0.30 Uhr ins Bett geschlichen habe.

Was der Professor wissenschaftlich feststellt, kann ich aus der Praxis bestätigen.

In den Wintern 2002 und 2003 hatten wir es hier übrigens ebenfalls heiß. Nur jetzt, die letzten Jahre...
Roland Giersig (Wien) 22.12.2009
Egal, welche Seite die besseren Argumente hat, die Klimaveränderung ist rein aus dem Blickwinkel des Risikos zu betrachten. Um das zu verdeutlichen, stellen wir uns vor, was unsere Kindeskinder in hundert Jahren uns sagen könnten:

Sie könnten uns mit traurigen Augen fragen: "Wieso habt ihr damals nicht genug getan?! Inzwischen sind viele Millionen Menschen deswegen gestorben!"

Oder sie könnten uns hämisch fragen: "Wieso habt ihr damals so viel Geld unnötig für Klimaschutz hinausgeworfen?"

Ich für mich persönlich habe mich schon entschieden, mit welchem Vorwurf ich besser leben kann...
Ulrich Schlüter (14052 Berlin) 22.12.2009
Wie kann man aus zwei sogenannten Zyklen eine Gesetzmäßigkeit ableiten?
Ich glaube wie Sie, statt an Gesetzmäßigkeit, an Zufälligkeit. Ihre Thesen lassen sich nicht verifizieren noch falsifizieren daher trotz allem Fleisses ziemlich unwissenschaftlich
R. Grünwald (Berlin) 22.12.2009
So, jetzt hab ich es geschafft mich zur Kernthese Prof. Malbergs durchzulesen. Ich habe drei Fragen an ihn und bitte um Aufklärung:
1.) In Ihrem Buch führen Sie eine Korrelationsanalyse zwischen zeitlicher Veränderung von Sonnenflecken und Temperaturverlauf durch. Auf S. 336 heißt es: "Die gesteigerte Sonnenaktivität der letzten 140 Jahre vermag 60-65% der Temperaturvariabilität der globalen Erwärmung im Zeitraum 1860-1999 statistisch signifikant zu erklären". Im oben stehenden Interview sprechen Sie dagegen von 70-80%. Können Sie diese Diskrepanz erklären? Wenn es sich um neuere Erkenntnisse handelt, geben Sie bitte eine Quelle an wie es guter wissenschaftlicher Brauch ist, damit man die Methodik nachvollziehen kann.
2.) Geben Sie bitte die Quelle an, aus der Sie Ihre Daten zu den Sonnenflecken bezogen haben.
3.) Sie haben statistische Korrelationen festgestellt. Daraus lassen sich ja bekanntermaßen Kausalitätsbeziehungen nicht ableiten (der Vogelzug der Störche korreliert z.B. mit der Geburtenrate). Können Sie mich bitte aufklären, welcher physikalische Mechanismus dafür verantwortlich ist, dass bei vermehrten Sonnenflecken die globale Temperatur steigt? Soweit ich weiß hat sich nämlich die gemessene solare Einstrahlung seit den 50er Jahren nicht wesentlich verändert.
Soviel "ad hominem". Ob das primitiv war, mögen andere beurteilen.
Im übrigen nehme ich das Attribut "Skeptiker" für mich in Anspruch. Zum skeptisch sein gehört, dass man sich vom besseren Argument überzeugen lässt. Gerne diskutiere ich mit anderen Skeptikern. Ein Austausch mit platten Leugnern ist dagegen eher unfruchtbar, wie einige der Herren hier ja sehr plastisch demonstrieren.
Burghard Schmanck (Werne) 21.12.2009
Wieso heißt Rahmstorf jetzt Grünwald? Es sind wieder dieselben primitiven ad-hominem-Attacken, woie man sie nur zu gut von R. kennt. Aussage zur Sache gleich Null. Besonders pikant angesichts der Tatsache, daß selbst die Klima-Kanzlerin, als Naturwissenschaftlerin nach dem Einfluß des CO2 gefragt, genau diesen nicht mit einem einfachen Ja bestätigt, sondern nur noch "wissenschaftliche Voraussagen" anführt. Gefragt haben BamSler, sicherheitshalber gleich zu dritt, damit nichts vertuscht werden kann. Nachzulesen via http://www.schmanck.de/Statementco2.htm. Wikipedia als Quelle ist eher ein Klimawitz, unter Klima-Wissenschaftlern nur eingeschränkt zitierfähig, weil ebenso manipuliert, wie die angeblich "gehackten" Klima-Schwindel-Mails. Wieso referiert Wikipedia nur den allsommerlichen Eisverlust und sagt nichts über den allwinterlichen Zuwachs? Seit wann schmilzt ferner Eis, wenn es, extrem computergemoddelt, von -20 auf -15 Grad warmgerechnet wird? Ich erinnere mich noch sehr genau, wie die Kanzlerin den US-Senatoren etc. erklärte, in der Arktis täte das Eis gar furchtbar schmelzen und die Meeresspiegel würden daher gefährlich steigen. Die Whisky-Trinker unter den Zuhörern, eisgekühlt, geschüttelt oder gerührt, schwiegen eisig.
Gerd Nothhaft (Norderstedt) 21.12.2009
Herr Prof. Malberg spricht mir in vollem Umfang aus der Seele. Ich bin kein Wissenschaftler, aber ich hege Zweifel an der CO2-Euphorie.Seine Empfehlungen jedoch hinsichtlich Energie und Umwelt treffen den Kern des Problems zu 100%. Unsere wirklichen Probleme sind Energie und Trinkwasser. Nur wenn es uns gelingt, die abnehmenden Energieresourcen durch erneuerbare Resourcen zu ersetzen, diese auch den Entwicklungsländern zur Verfügung zu stellen und gleichzeitig die Vorräte an Trinkwasser zu sichern, haben wir eine Chance den Weltfrieden langfristig zu sichern. Im Laufe der Evolution hat es immer Artensterben und neue, weiterentwickelte Spezies gegeben in Fauna, Flora und bei den Humanoiden. Das ist wohl naturbedingt oder gottgewollt, je nach Sichtweise. Ich glaube jedoch nicht, dass es in diesem Leserkreis Menschen gibt, die 100.000en hungernde und dürstende Menschen mit Waffengewalt von ihren Staatsgrenzen vertreiben könnten!?!
Ernst Laub (CH-3925 Grächen, Wallis) 21.12.2009
Herr Grümwald reagiert wie ein beleidigter Theologe, dessen Dogma verletzt wurde. Tatsächlich hat die Klimadiskussion ganz allgemein mehr mit Glauben als mit Wissen zu tun. So glaubt beispielsweise ein Engländer, dessen Haus an der Küste vom Meer weggespült wird, dass dafür der Klimawandel schuld sei. Dabei sollte er wissen, dass England in vorgeschichtlicher Zeit mit dem Kontinent verbunden war, und dass das Meer seither UNABLÄSSIG sowohl an der britischen als auch an der kontinentalen Küste nagt. Übrigens gab es schon vor etwa 1000 Jahren Klimaflüchtlinge: Es handelte sich u.a. um Friesen, deren Land (Zuidersee, sowie das Hinterland der friesischen Inseln) weggespült oder überflutet wurde. Sie wanderten in Scharen aus, einige auch ins Berner Oberland (und möglicherweise von dort aus weiter über das Wallis als sogenannte Walser) wie die Saaner "Friesensage" vermuten lässt.
R. Grünwald (Berlin) 21.12.2009
Oh weh, es ist ja noch viel schlimmer als befürchtet.
Eine kurze Suche bei "Google Scholar" nach dem Herrn Professor fördert zutage, dass die einzige relevante Veröffentlichung der letzten zehn Jahre zum Thema das Buch "Meteorologie und Klimatologie - Eine Einführung" ist. Peer Review - Fehlanzeige!
In dem Buch finden sich etliche Klöpse. Z.B. steht auf S. 325 zu den Eisschilden Grönlands und der Antarktis: "(...) würde selbst bei einer Erwärmung von 5 K die Durchschnittstemperatur auch im Sommer noch deutlich unter 0°C bleiben. Folglich kann es auch nicht zu einem Abschmelzen der großen Inlandseismassen kommen, im Gegenteil."
In Wirklichkeit siehts so aus:
"Laut Satellitenmessungen wuchs zwischen 1996 und 2005 der jährliche Eisverlust von 96 km3 auf 220 km3[2], und in den Jahren 2006 bis 2008 auf durchschnittlich 273 km3 pro Jahr an.[3]" (Quelle: Wikipedia) Satellitenmessungen, keine Klimamodelle!
Odo Götzmann (Philippsburg) 21.12.2009
fundiert, ausgewogen und glaubhaft. Die Argumentation ist schlüssig und erhebt keinen Ausschließlichkeitsanspruch. Das macht sie glaubhafter als die meist gehörten Katastrophenscenarien.
Rennwald (Heidelberg) 21.12.2009
Grossartig!
Gratuliere zu Ihrem Mut
Der Wahrheit muss wieder Geltung verschafft werden. Aber der Verbrauch von Kohlenstoffen muss auch gestoppt werden.
E-Autos für tägliche Kurzstrecken, Eisenbahn für Langstrecken im Personen-+Güterverkehr. Einsatz der Arbeitslosen für den dann nötigen Bau neuer Schienen-Strecken.
Bis die Kernfusion kommt, müssen normale Kernkraftwerke die gesamte Energieerzeugung übernehmen. Von der Abwärme serden die Häuser geheizt.
R. Grünwald (Berlin) 21.12.2009
Wie backe ich mir meinen Trend:
- Man nehme das mit Abstand wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichungen (1998, um stattliche 0,2 Grad wärmer als alle Jahre zuvor. Zweitwärmstes Jahr vor 1998 war übrigens 1997)
- Man vergleiche mit den anderen Jahren und stellt überrascht fest, dass sie kälter sind.
- Fertig ist der Abkühlungstrend
Sehr geehrter Herr Professor: das ist eines Wissenschaftlers nicht würdig! Einem Mediziner müsste man wegen Kunstfehlers die Approbation entziehen.
bruno (bouxwiller) 21.12.2009
ein wohltuender artikel. die art und weise wie das thema klima in diesen wochen beschlagnahmt wird, halte ich für eine globale gehirnwäsche, welche vermutlich eher klimaschädlich ist als der gesamte co2 ausstoss.
Kurt Kuhn (Bargteheide) 20.12.2009
Bravo, dieser Artikel trifft voll auch meine Einschätzung. Es ist doch einfacher sich darauf zu konzentrieren, die Recourcen zu schonen, damit noch etwas für die Nachwelt übrig bleibt. Wenn dann dadurch weniger Co2 frei wird, sehr schön. Bessere Luft und sauberes Wasser würde den Menschen unmittelbar nutzen.
Idiologische Streitereinen sind überflüssig, da die Rohstoffe endlich sind.
Bernd Horrmeyer (Oldenburg) 19.12.2009
Auch Modellrechnungen beruhen auf empirische Erkenntnisse der letzten Jahrhunderte und sind daher als Theorie gleichwertig mit rein empirischer Forschung. Ob die CO2-oder Sonnenfleckentheorie stimmt, werden wir erst in vielen Jahren wissen. Nur, dann kann es zu spät sein. Darum wird uns nichts anderes übrig bleiben, als vorsorglich den CO2-Ausstoß drastisch zu reduzieren. Per Verknappung der CO2-emittierenden Energieträger wird das sowieso geschehen - egal was Kopenhagen nun für Ergebnisse hat.
Conrad Zimmer (Boston) 19.12.2009
1. Die "Konsens"-Klimaforscher sind sich der Wirkung der Sonnenaktivität bewusst. Ihre Beobachtung über die letzten Jahrzehnte ergab, dass diese nicht (allein) für den parallelen Temperaturanstieg ursächlich sein kann. Ich bin zudem skeptisch, mit welcher Verlässlichkeit Prof. Mahlberg die Sonnenaktivität vor 300 Jahren beurteilen kann. Ich frage mich, ob hier nicht Hypothesen aufgrund anderer Erkenntnisse (Baumringe etc.) aufgestellt wurden, die wiederum andere Erklärungen haben können.

2. Die Behauptung eines globalen Temperaturrückgangs von 0,3 Grad seit 1998 ist in dieser Form zu unbestimmt um aussagekräftig zu sein. Je nach gewähltem Anfangsvergleichspunkt kann man unterschiedliche Differenzen/Trends darstellen.

3. Auf die Frage, was die Kollegen kritisieren, lediglich zu erwidern, es finde "gar keine wissenschaftliche Diskussion" statt, erscheint unglaubwürdig. Prof. Malberg hätte auf zumindest ein Gegenargument eingehen können (gibt es genügend). Auf solche Art entziehen sich sonst eher Kreationisten etc. einer sachlichen Debatte.
Roland Haderer (65232 Taunusstein) 19.12.2009
Sehr geehrte Frau Birkenbihl,
Ihr eVorschlag für die Diskussion ist gut, aber leider scheuen die Wärmeapostel die Diskussion so sehr wie der Teufel das Weihwasser. Ein berühmter Satz von Al Gore ist "the discussion is over".
MM (Wien) 19.12.2009
Da wettert der allwissende Professor über die Sinnlosigkeit von Modellen und dann dieser Satz. ZITAT "In diesem Jahr ist es erstmals in Kooperation zwischen amerikanischen und deutschen Wissenschaftlern (NCAR in Boulder und Geoforschungszentrum Potsdam) gelungen an einem Modell zu zeigen, dass geringe Änderungen in der solaren Aktivität messbare Auswirkungen auf unser Klimasystem haben."

Also zur Bestätigung eigener Theorien darfs dann doch ein Modell sein? Lächerlich!
Peter Schmidt (Erlangen) 19.12.2009
Das finde ich an Cicero so toll: Man scheut sich nicht auch unpopuläre Meinungen zu publizieren. Danke!
Robert Hagen (Feldkirchen) 18.12.2009
Endlich sagt es mal jemand klar, für jedermann verständlich und belegbar. Nur etwas fehlt in dem Artikel: die ökonomischen Ursachen der Hysterie. Könnte es sein, dass Medien wie Wissenschaftler die prophezeite Klimakatastrophe als nachhaltige Auflagen- und Geldquelle entdeckt haben?
Wolfgang Schmid (Berlin) 18.12.2009
PS.: ich begrüße es außerordentlich, dass Cicero eine der wenigen Online-Dienste ist, in der das Klimathema (wie auch andere themen) kritisch beleuchtet wird - und nicht von Schmalspur"journalisten" nur die Verlautbarungen nachgebetet werden.
Da können sich Welt-online, SPON und faz.net eine Scheibe von abschneiden.

Danke!!
Wolfgang Schmid (Berlin) 18.12.2009
Erinnern Sie sich noch an das Waldsterben? An Amalgam? An den Club of Rome? An die Rassenlehre? An die Schöpfungstheorie? An die jungfräuliche Geburt?

Es gibt nichts, das man mit einem Theoriegebäude und Pseudowissenschaft nicht zu Geld, C3-Professuren sowie Dienstflügen machen könnte.

Diesmal ist es Co2, mal gespannt was als nächstes kommt: Giftige Monomere in Lebensmitteln vielleicht? Killerpudel? Internet-Strahlen?
birkenbihl (27711 osterholz) 18.12.2009
großartig formuliert und sachlich sicher kompetenter als seine widersacher. mich würde auch interessieren, über global dimming zu lesen, a. von ihm, und b. vin anderern fachleuten. auch sie werdeb diffamiert und auch sie prognostizieren e kälterwerden, sogar ohne sonnenglecken. die verfechter beider richtungen sollten vielleicht miteinander resen, denn das lager der treibhausmem-gegner ist mE schon größer, ohne daß die meistem bürgerInnen das ahnen. danke, daß Sie dieses wichtige thema mit e so guten interview aufgegriffen haben
vera f. birkenbihl
birkenbihl.com
birkenbihl-denkt.com
Dr. Carsten Riedel (Dessau-Roßlau) 18.12.2009
Das Thema ist hochkompliziert, so daß es selbst für den vorgebildeten Bürger (ich befasse mich beruflich mit den Schäden nach Naturereignissen, wie Sturm und Hochwasser) schwer ist, sich die eigene Meinung zu bilden. Nötig ist eine vorurteilsfreie wiss., auch populärwiss. Diskussion, unter gleichrangiger Einbeziehung der sogenannten "Skeptiker". Mindestens 90 % der Sendungen, Beiträge in Zeitungen postulieren das eherne Gesetz des menschengemachten Klimawandels und befassen sich dann nur noch mit der Frage, was der Mensch dagegen tun sollte. Ich habe den Eindruck, daß sich viele Bürger bereits gelangweilt oder angewidert abwenden, wenn eine neue Panikattacke geritten wird. Ich warte sehnsüchtig entweder auf ein größere Gelassenheit bei diesem Thema oder auf eine tatsächliche, ergebnisoffene und durchaus kontroverse Diskussion.
Bibber (Stadt der Loser) 18.12.2009
Ich hoffe, dass es bald mal wider wärmer wird, ob nun mit oder ohne Klimawandel!
Klaus Zimmermann (56072 Koblenz) 18.12.2009
Ich hoffe, daß sich auf den klaren und nachvollziehbaren Ausführungen ein konstruktiver Diskurs entwickelt
Siegfried Niese (Wilsdruff) 18.12.2009
Ich glaube ebenfalls, dass der Mensch nicht das Klima verändert kann, sondern sich dem Klima anpassen muss. Die Gelder, mit denen jetzt die alternativen Energien subventioniert werden, wären in Bildung und Forschung besser angelegt. Deutschland darf auch nicht die Augen davor verschließen, dass im weltweiten Energiemix auch die Kernenrgie wieder eine wachsende Bedeutung erhält.
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Horst Malberg
Prof. Dr. Horst Malberg war viele Jahre lang Direktor des Instituts für Meteorologie an der Freien Universität Berlin.


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