
von Eva Herman Die Deutschen sterben aus – und das könnte daran liegen, dass der Feminismus die Frauen zwischen widersprüchlichen Rollenanforderungen zerrieben und für die Mutterrolle unbrauchbar gemacht hat. So lautet die provokante These einer berufstätigen Mutter Ursula von der Leyen u.a.: Der neue Kampf der Geschlechter Christa Wolf: Macht-Spiele Deutschland bekommt kaum noch Kinder. Nicht vorstellbar, aber wahr – in wenigen Jahrzehnten wird unsere Gesellschaft auf erschreckende Weise überaltert sein, junge Menschen werden lange suchen müssen, um ihresgleichen zwischen all den Greisen noch zu finden. Immer lauter wird nun das Geschrei bei der Suche nach den Ursachen und nach den Schuldigen. Man hat schon griffige Erklärungen bereit: Es seien halt Fehler im System – nicht ausreichende Ganztags-Betreuungsplätze für Kleinstkinder und Vorschulkinder, fehlende Teilzeitangebote für Frauen und Männer, starre Tarifverträge, laue Männer, die ihren Job nicht für eine „Elternzeit“ unterbrechen wollen, und natürlich die fehlende Anerkennung jener berufstätigen Frauen, die sich am Spagat zwischen Job und Familie versuchen. Doch nicht das „System“ muss überprüft werden. Wir Frauen kommen nicht drum herum: Jetzt müssen wir uns selbst einmal kritisch betrachten und nach unserem Handeln als Frau in all unserer Verantwortung fragen. Betrachten wir uns also ohne Verklärungen, ohne auftrumpfendes Ego-Marketing. Die Frau der unmittelbaren Gegenwart ist in aller Regel aktiv, berufstätig, selbstständig und verdient meist ihr eigenes Geld, ganz gleich, ob sie gebunden ist oder nicht. Zu ihrem selbstverständlichen Sein gehören Autonomie und als höchstes Ziel die Selbstverwirklichung. Wenn es darüber hinaus zeitlich passt und ein adäquater Partner in der Nähe ist, denkt sie eventuell auch über Kinder nach. Eventuell. Kinder sind für sie eine Option, keine Selbstverständlichkeit. Sollte es mit viel Glück doch zur Mutterschaft kommen, muss das Leben in genaue Zeitfenster eingeteilt und minutiös organisiert werden: Karriere und Küche werden nach Plan koordiniert, die Betreuung der Kinder arrangiert und gemanagt. Die Frau von heute ist im Stechschritt unterwegs, um die heterogenen Lebensinhalte unter einen Hut zu bringen. Hieraus muss unweigerlich folgern, dass sie keinem der genannten Bereiche in seinen Ansprüchen gerecht werden kann. Weder in der Karriere noch in der Küche ist die Frau voll handlungsfähig, Partner und Kind kommen ebenfalls zu kurz. Nie war Zeit kostbarer als heute – und knapper. So sehen wir die Frau der Moderne mit einem wehenden Schleier der Atemlosigkeit durch ihr Leben hetzen, und immer ist sie unzufrieden mit dem Ergebnis. Ziehen wir Bilanz nach fast einem halben Jahrhundert Feminismus und Frauenemanzipation. Es werden so viele Ehen geschieden wie noch nie zuvor. In immer weniger Haushalten wird regelmäßig oder gar zeitaufwändig gesund gekocht. Die berufliche Karriere von Frauen stockt und erleidet deutliche Einbrüche vor, während und nach der Schwangerschaft. Bei beinahe der Hälfte aller Kinder in Deutschland werden anlässlich der vorschulischen Untersuchungen wegen fehlender Bemutterung deutliche Defizite wie motorische oder sprachliche Störungen, kognitive Entwicklungsbarrieren und verhaltensauffälliges Benehmen festgestellt. Und es werden, wie erwähnt, erschreckend wenige Geburten verzeichnet. Am ernüchterndsten aber: Die Frauen, die vor knapp einem halben Jahrhundert entschlossen und hoffnungsvoll dem Ruf der Emanzen und Feministinnen auf dem Weg nach weiblichem Erfolg folgten, sind im beruflichen Kampf gegen die Männer am Ende ihrer Kräfte und Ressourcen angelangt. Sie sind ausgelaugt, müde und haben wegen ihrer permanenten Überforderung nicht selten suizidale Fantasien. So zieht eine hochzivilisierte Kultur wie die unsere sich selbst den Boden unter den Füßen weg, die Basis, die uns Halt im täglichen Überlebenskampf geben könnte: die intakte Familie. Vor etwa acht Jahren, ich war gerade selber Mutter geworden, lud man mich in eine Talkshow ein, bei der es um das Thema „Frauen und Beruf“ ging. Als ich aufgrund eigener bedrückender Erfahrungen mit anderen Müttern darauf hinwies, dass es ein Heer strukturell überforderter Frauen gebe, wurde mir schnell klar, dass ich ein Tabu gebrochen hatte. Die ehemalige Familienministerin Rita Süßmuth warf mir vor, ich hätte die Emanzipationserrungenschaften um etliche Jahre zurückgeworfen. Die moderne Frau habe ein Recht auf berufliche Selbstverwirklichung, das sei eine Errungenschaft, die nicht in Frage gestellt werden dürfe, unseren Müttern und Großmüttern sei das schließlich nicht vergönnt gewesen. Auch andere Teilnehmerinnen der Talkrunde reagierten verständnislos bis ablehnend. Es wirkte befremdend und verwunderlich auf mich, dass sich damals niemand für meine Schilderungen weiblicher Notrufe interessierte. Und seit jenem Tag bewegt mich eine Frage, die provozierend sein mag, doch längst überfällig ist: Haben berufstätige Frauen von heute – zu denen ich ja auch gehöre – wirklich das Recht auf unbegrenzte Selbstverwirklichung oder war die Emanzipation ein fataler Irrtum? Betrachten wir einmal den soziologischen und biologischen Kontext. Der Mann steht in der Schöpfung als der aktive, kraftvolle, starke und beschützende Part, die Frau dagegen als der empfindsamere, mitfühlende, reinere und mütterliche Teil. In den zurückliegenden Jahrtausenden richtete die Menschheit ihre Lebensform nach dieser Aufteilung aus, die Rollen waren klar definiert. Der Mann ging zur Jagd, später zur Arbeit und sorgte für den Lebensunterhalt der Familie, die Frau kümmerte sich um das Heim, den Herd, die Kinder und stärkte ihrem Mann den Rücken durch weibliche Fähigkeiten wie Empathie, Verständnis, Vorsicht. Aus dieser Zeit stammt das volksmündliche Sprichwort, dass hinter jedem erfolgreichen Mann eine kluge Frau stehe. Welche Gnade sich in dieser schöpfungsgewollten Aufteilung findet, kann man heute nur noch selten beobachten. Wenn sie aber eingehalten wird, so hat das in aller Regel dauerhafte Harmonie und Frieden in den Familien zur Folge. Kinder, die in einem funktionierenden Biotop familiärer Stabilität aufwachsen – mit der anwesenden Mutter –, bringen durch diese Prägung auch für ihre eigene, künftige Familienplanung eine bindungsfähigere, solidere Basis mit. Ihre Persönlichkeit ist nachweislich selbstsicherer und stabiler. Die noch junge Bindungsforschung hat mittlerweile umfangreiche Erkenntnisse darüber, wie stark die Bindungsfähigkeit und damit auch die Bereitschaft, eine Familie zu gründen, von den frühen kindlichen Erfahrungen familiärer Sicherheit abhängt. Seit einigen Jahrzehnten verstoßen wir Frauen zunehmend gegen jene Gesetze, die das Überleben unserer menschlichen Spezies einst gesichert haben. Wir missachten sie, weil wir glauben, uns selbst verwirklichen zu müssen und mindestens genauso gut zu sein wie Männer. Durch dieses Verhalten ramponierten wir en passant auch noch das Ansehen der nicht berufstätigen Mutter, deren sozialer Status im Laufe der Emanzipationsanstrengungen immer schwächer wurde und heute kaum noch gesellschaftsfähig ist. Nur Hausfrau? Nur Mutter? Kein attraktiver Smalltalk für eine Party, und schon gar keine gesellschaftliche Reputation. Ist die zu faul?, fragt man hinter vorgehaltener Hand. Oder etwa zu dumm? Dabei sollten sich umgekehrt die so genannten Vorzeigefrauen zur Abwechslung auf den Prüfstand stellen und sich fragen lassen, welche Ziele sie eigentlich leiten. Die ehrliche Antwort wäre: Es sind Selbstgefälligkeit und Eitelkeit. Wir Frauen sind dem Wahn verfallen, uns beweisen zu müssen, dass wir zu allem fähig sind. Und so führen wir auf fatale Weise unsere wunderbaren Kräfte in die falsche Richtung. Man könnte auch sagen: Wir vergeuden sie. Wer einmal den Wert häuslichen Friedens in Harmonie und Wärme kennen lernen durfte, einen Ort, der Sicherheit, Glück und Seelenfrieden gibt, weiß, wovon die Rede ist. Diesen Boden kann nur die weibliche Seite bereiten. Es ist die Frau, die in der Wahrnehmung ihres Schöpfungsauftrages die Familie zusammenhalten kann. Das soll nicht heißen, dass sich die weibliche Existenz ausschließlich darauf stützt. Es ist selbstverständlich, dass Frauen etwas lernen, dass sie sich weiterbilden und Aufgaben auch außerhalb der Familie übernehmen, wenn sie das Talent dafür haben. Doch all das sollte in Maßen geschehen. Es darf ihr Glück nicht allein darin bestehen, Geld zu verdienen und sich in der männlichen Berufswelt zu behaupten. Es ist eine simple, naturwissenschaftliche Feststellung: Wenn Frauen sich zunehmend zu maskulinen Wesen entwickeln, werden wir keine Nachkommen mehr haben. Wenn wir gegen die Natur arbeiten, müssen wir uns nicht wundern, wenn die Natur sich gegen uns wendet. Eine Frau, die über die ihr von der Natur zugedachten Aufgaben hinaus in Konkurrenz treten will zu dem Männlichen, wird und kann in keiner der beiden Richtungen wirklich stark sein. Der auferlegte Zwang führt unweigerlich in die Entweiblichung der Frau und die Entmännlichung der Herrenwelt. Denn mit diesem Handeln, auch das ist nur logisch, lähmen wir jede starke Männlichkeit in unseren Partnern, die wir uns in der Tiefe unserer Seelen sehnlichst wieder herbeiwünschen. Sie zucken nur noch verständnislos mit ihren breiten Schultern, an die wir uns so gern lehnen möchten, und wenden sich von uns ab. Diese Entwicklung muss zielgenau in die Kinderlosigkeit unserer Gesellschaft führen. Diesen Punkt haben wir nun bald erreicht. Wie weit entfernt wir von der Idealvorstellung einer in sich ruhenden Familie sind, muss ich nicht weiter erläutern. Wir alle sind im Bilde. Und was ist das Äquivalent? Von den Versprechungen der Emanzipation ist wenig geblieben außer dem fremdbestimmten Anspruch an die Frau, es gefälligst den Männern gleichzutun und Geld zu verdienen. Materieller Druck ist es, der uns treibt und jagt. So sehr, dass wir bereit sind, unsere Kinder abzugeben und das hart verdiente Geld für die Betreuung auszugeben. Absurd? Mehr als das. Warum versklaven sich Frauen, nur, um ihre Kinder los zu werden? Weit zurück liegt auch die Vorstellung der Selbstbestimmung und Selbstverwirklichung durch berufliche Aktivitäten. Die Frau ist als notwendige Mitverdienerin der Familie unverzichtbarer Teil der Konsumgesellschaft geworden, Freiheit und wahre Emanzipation jedoch gibt es in den seltensten Fällen. Die Zahl der – natürlich meist kinderlosen – Führungsfrauen hat sich bei sechs bis sieben Prozent eingependelt. Mehr ist nicht drin. Der Kampf um die umfassende Gleichberechtigung im Beruf und im Privatleben kann als verloren eingeschätzt werden. Diese Suppe, meine Damen, haben wir uns selbst eingebrockt. Wir haben nicht erkannt, wo unsere wahren Stärken liegen, stattdessen verloren wir uns im dünkelhaften Glauben an unsere nahezu übernatürlichen Kräfte, in Selbstüberschätzung und unreflektierter Emanzipationsgläubigkeit. Wie Mahnmale wachsen nun immer neue demografische Statistiken in den Himmel, auf denen wir die Alterspyramide ablesen können: Sie steht auf dem Kopf. Und obwohl wir Frauen leise ahnen, dass die Ursache bei uns liegt, in der Selbstverantwortung der Frauen, schweigen wir lieber. Keiner setzt sich über die stillschweigende Verabredung hinweg, dass man überforderte, gestresste, unglückliche und ratlose Emanzipationsopfer besser unerwähnt lässt. Keiner verteidigt das Recht auf die traditionelle Rolle als Frau und Mutter. Keiner bricht das Tabu. Warum melden sich in dieser aktuellen und heißen Diskussion nicht diejenigen zu Wort, die einst den Weg zur Emanzipation mit Pauken und Trompeten einläuteten? Straßenzüge füllten sie seinerzeit mit lila Latzhosen-Demos, sie wurden nicht müde, ihre revolutionären Pläne und kühnen Ziele zu formulieren, und mit Beharrlichkeit und auch einer guten Portion Aggression erreichten sie innerhalb weniger Jahre eine landesweite Bewusstseinsveränderung, unter deren Folgen wir heute stöhnen. Wo sind sie jetzt, die Anführerinnen, die in den meisten Fällen selber niemals Kinder, geschweige denn Männer hatten? Sie wussten damals schon nicht, was das Glück bedeutet, ein Baby zu bekommen, einen liebenden Mann an der Seite zu haben und – manchmal unter größten Mühen – etwas zu erschaffen, was man den Familiensegen nennt. Heute schweigen sie schamvoll, die Kämpferinnen von einst. Vielleicht, weil sie ahnen, dass sie wesentlichen Anteil an einer verhängnisvollen Entwicklung hatten, die speziell unser Land unbrauchbar für die Zukunft macht. Wir sterben aus. Und das, weil die Rolle der Frau so lange problematisiert, diskutiert und umgeformt wurde, bis die Verunsicherung die Frauen in die Verweigerung der Mutterrolle führte – und die Männer in die Verweigerung der Versorgerrolle. Wenn die Frau zur Konkurrentin des Mannes wird, spürt er weder Bindung noch Verantwortung für sie. Es geht mir nicht um schwärmerische Familienverklärung, ich will weder Abgründe verlogener Behaglichkeit beschwören noch alte Unterdrückungsmuster. Ich spreche von einer verlorenen Welt, die unseren Vorfahren jahrtausendelang Kraft und Halt gab, die Misserfolge und Enttäuschungen auffing und eine Quelle des Glücks sein konnte. Wo ist heute die funktionierende familiäre Rückendeckung? Deutschland ist eines der wenigen Länder der Erde, in dem das Recht auf Bindung des Kindes zu seinen Eltern nicht im Grundgesetz verankert ist. Ein Missstand, der bisher wenig beachtet wurde und gerade dadurch Aufschluss gibt über unser Land und seine Haltung zu Familie und Kindern. Unsere Kinder schenken uns das Leben. Wir erfahren durch sie Freude, Trauer, Arbeit und Liebe, eben genau das, was das Leben ausmacht und uns dauerhaft zum Lernen anhält. Ein Mensch, der sich gegen Kinder entscheidet, wendet sich auch dagegen, Enkelkinder aufwachsen zu sehen. Sein Lebensabend wird eine beängstigend stille Zeit sein, ohne ein Kinderlachen oder -weinen, ohne lebendige Impulse. Es wird in vielen Fällen eine Zeit des schmerzvollen Nachdenkens und der tiefen Reue werden. Die gute Nachricht zum Schluss: Immerhin werden die Feministinnen mit ihrem Kampf den glücklichen Umstand herbeiführen, dass in zwanzig Jahren niemand im Land mehr arbeitslos sein wird – aus Mangel an Bevölkerung. Insofern sollte die Politik sich bereits jetzt herzlich bei den Frauenrechtlerinnen bedanken. (Foto: Picture Alliance) |
||||||||||
![]() | Diesen Artikel finden Sie in der Ausgabe Mai 2006
» Heftarchiv » Ausgabe bestellen » Kostenloses Probeheft |
| Ihre Meinung zu diesem Artikel |
| Leserkommentare |
| Christian Haase (45770) | 09.11.2007 |
|
wir, die Deutschen, kommen nicht darum herum, daß der Nationalsozialismus 12 Jahre lang Deutschland geprägt hat, mit den Untergang am Schluss, der aber vorhersehbar war. Deshalb kann sich auch jeder in angessener Form zu Dingen und Auffassungen äußern, die diese Zeitt betreffen. Ich empfehle allen, die bei Frau Herrman so aufheulten und die hinter allem, was ihnen politisch nicht in den Kram passt, Neonazis sehen, ein Beispiel zu geben und nie mehr eine Autobahn zu benutzen, denn diese wurden damels auch als "Straßen des Führes" propagiert. Aufkleber Wie "Atomkraft,nein Danke!" Sollten an die Autos geklebt werden. Und kann man überhaupt ein Auti fahren, das "Volkswagen" heist? Oder ist man dann auch ein Neonazi? mit freundlichen Grüßen! Christian Haase |
|
| Silke Schlüter (37120 Bovenden) | 31.10.2007 |
| Man sollte allen Menschen mit Respekt begegnen, auch Frau Herman. Doch das macht ihre Beiträge leider nicht besser oder wahrer: Liebe Frau Herman, soziologisch betrachtet sind Ihre Thesen empirisch einfach nicht haltbar. Soziologische Theorien, die auf einer bipolaren Zuschreibung, etwa von Tönnies oder Parsons, beruhen, sind längst weiter entwickelt und zum Teil revidiert worden. Es gibt KEINE haltbaren Ergebnisse, die besagen, dass Kinder Schaden nehmen, wenn sie primär nicht von der Mutter, sondern vom Vater oder eine (guten) Betreuungseinrichtung betreut werden. Und was Ihre Klagen zum Geburtenrückgang angeht, so ist es aus soziologischer Sicht ein erklärbarer Vorgang, dass die Geburtenrate sich sukzessive mit einer steigenden Lebenserwartung abwärts bewegt. Dies ist aber möglicherweise auch nur eine periodisch andauernde Entwicklung. Dem Feminismus ging es vorrangig darum, Gleichberechtigung herzustellen, eine Selbstverständlichkeit sollte das sein unter der Berücksichtigung der Würde eines Menschen. Geschlechtsstereotype sind gesellschaftlich verursacht, nicht biologisch angelegt. Und außerdem, ist es nicht auch eine Diskriminierung der Männer, wenn Frauen von ihnen selbstverständlich verlangen, dass sie ein Leben lang die finanzielle Verantwortung für ihre Familien weitgehend allein übernehmen? Viele Männer zerbrechen daran. Vielleicht möchten auch von ihnen der eine oder andere gern daheim bleiben und seine Kinder aufziehen? Das sollte er dürfen, und sich nicht für einen solchen Wunsch schämen müssen. | |
| Jürgen Plich (Wetter (Hessen)) | 22.10.2007 |
|
Dies ist eine Bemerkung zu einem früheren Beitrag auf dieser Seite. Dort heißt es: "Liebe Eva Herman, warum sagen Sie nicht, dass es den Vergleich mit egal was aus der NS Zeit nicht bedarf, um über das zu sprechen was Ihnen am Herzen liegt? In der Kerner Sendung sah es so aus, als könnten Sie aus irgendeinem Grund nicht verstehen, dass die NS Zeit nicht für einen wie auch immer motivierten Vergleich herangezogen werden kann." Ich finde, Frau Herman braucht keine Aussagen umzuformulieren oder zu entschärfen, die von vornherein - und dann auch noch trotz wiederholter Erläuterung - offensichtlich vorsätzlich mißverstanden werden. Wo kämen wir hin, wenn wir das Prinzip einführen wollten, nach dem ein Adressat einer Aussage, der keine Lust hat, den Sinn dieser Aussage sachlich und fair zu prüfen (damit ist nicht die Autorin des Zitates persönlich gemeint), grundsätzlich das Recht hätte, vom Absender eine andere Ausdrucksweise zu verlangen!? Solche neuen Regeln der Kommunikation brauchen wir meines Erachtens nicht, die Regeln unserer Sprache reichen eigentlich völlig aus, um Missverständnisse auszuschalten. Überprüft man die Aussagen von Frau Herman auf der Grundlage dieser Regeln, stellt sich heraus, dass sie die Naziherrschaft nirgendwo verteidigt, verherrlicht oder verharmlost. Das muss in einer freiheitlichen, pluralistischen Gesellschaft genügen. Wer verlangt, dass man sich aus vorauseilendem Gehorsam oder Vorsicht anders ausdrückt als man eigentlich möchte, leistet dem Vorschub, was sowieso schon viel zu sehr auf dem Vormarsch ist: dem Duckmäusertum. Davon abgesehen wollte Frau Herman, wie ich sie verstehe, einen Grund aufzeigen, aus dem heraus die 68er Werte wie Familie abgelehnt haben: gerade weil die Nazis diese Werte mißbraucht haben. Sie will sagen, dass die 68er sozusagen das Kind mit dem Bade ausgeschüttet haben. Um zu erklären, wie sie diesen Zusammenhang sieht, musste sie die Nazis nun einmal erwähnen. Auch wer wie ich den Thesen von Frau Herman erst einmal mit Stirnrunzeln begegnet, kann sich mit wenig Mühe davon überzeugen, dass sie es tatsächlich so und nicht anders gemeint hat. Alles andere ist Meinungs-Mitläufertum oder böser Wille, anders kann ich es leider nicht sehen. Natürlich kann man darüber diskutieren, ob konservative Weltbilder wie das ihre die Herausbildung totalitärer Staatsformen begünstigen; aber ich glaube, da gibt es weitaus Gefährlicheres. Und eine solche Diskussion müsste dann auch mit mehr Respekt geführt werden. Was sage ich: mit mehr Respekt? Überhaupt mit Respekt! Voltaire sagte bekanntlich: "Ich bin zwar nicht Ihrer Meinung, aber ich werde alles tun, dass Sie sie aussprechen können." An dieses notwendige Grundprinzip eines freiheitlichen Rechtsstaates muss angesichts dieses Falles wohl noch einmal mit Nachdruck erinnert werden. |
|
| Harm von Lintig (Huefingen) | 21.10.2007 |
|
Ich finde diese Debatte um sie, Eva Hermann, sehr merkwuerdig. Bewertet man ihre Aussagen politisch, dann entpuppen sie sich schnell als Zuckergusskonservative. Bewertet man ihre Argumentation historisch, betreiben sie Gechichtsfaelschung. Die Konservativen haben mit den Nazis gemeinsame Sache gemacht, um die verhasste Weimarer Republik zu stuerzen und um gegen den Bolschewismus zu kaempfen. Mit den Nazis verband sie eine ganze Menge. Der Nationalsozialismus war keine Randerscheinung, er buendelte lediglich die politischen Ideen, die damals in Deutschland an der Tagesordnung waren. Diese Ideen existierten spaetestens seit 1890. Bis zu diesem Zeitpunkt, als der Konservativismus eine politische Randerscheinung zu werden drohte, gaben sich die Konservativen monarchistisch und waren immer noch feudal bzw. baeuerlich oder militaristisch. Erst als sie den Nationalismus, der urspruenglich liberal und progressiv war vereinnahmten, entstanden erstmals Parteien und Vereine, die man im weiteren Sinne als nazistisch bezeichnen kann, der letzte Schritt war dann die Vereinnahmung der Arbeiterbewegung durch den Nationalismus, so entstand der Nationalsozialismus. Kein Deutscher ist gezwungen worden, Hitler zu waehlen, die Konservativen waren Hitlers Steigbuegelhalter. Ich verstehe also nicht, was sie sagen wollen, wenn sie behaupten Nazis und 68er seien am angeblichen Werteverfall schuld. Oder warum der Werteverfall eine Folge eines Missbrauchs dieser Werte durch die Nazis seien. Ein Missbrauch liegt vor, wenn jemand unter Zwang und Gewalt anderer handelt, bzw. wenn er einer Taeuschung unterliegt. Frau Hermann, auch wenn es ihnen schwerfaellt zu glauben, die Nazis waren keine Auszerirdischen, sondern Teil einer Volksbewegung. Die Konservativen standen lediglich den Methoden Hitlers zum Teil skeptisch gegenueber. Frau Hermann, sie versuchen diese historischen Tatsachen auszublenden, weil sie ihrem Anliegen schaden. Aber dennoch vergleichen sie. Ihr Schlussfolgerungen entsprechen nicht den historischen Tatsachen. Die Werte um die es ihnen, Eva Hermann geht sind konservativer Provenienz. Dass Frauen sich ohne wirtschaftliche Zwaenge fuer ihre Mutterschaft entscheiden sollten, diesen Zustand hat es nie gegeben und es wird ihn nicht geben. Die Verherrlichung der Mutterschaft, die ja auch sie betreiben, ist und war schon immer nur Propaganda. Uebrigens haben Frauen auch zwischen 1933 und 1945 in allen Gesellschaftlichen Bereichen gewirkt, auch im Militaer und sie waren auch am Holocaust beteiligt. Lediglich die Geschlechtertrennung im beruflichen Alltag setzte der Entfaltung Grenzen. Frauen durften nicht fuehren. Mutterschaft, frei von wirtschaftlichen Zwaengen, ist das exklusive Privileg oder eben der goldene Kaefig weniger vermoegender Frauen und das war es auch frueher. Frauen haben immer gearbeitet, sie wurden dafuer aber meist nicht oder sehr schlecht bezahlt. Auch 68er und Nazis in einen Topf zu schmeissen ist eine bodenlose Unverschaemtheit. Teile der 68er haben sich zwar radikalisiert, aber das Gros dieser Generation hat einfach nur ein Klima der Befreiung geschaffen, auch wenn die Happenings und die Argumente dieser Bewegung heute als politisch naiv bewertet werden duerfen. Wenn sich Frauen gegen Kinder entscheiden, ist das ihr Recht und kein Makel. Dass man Freiheit mit Einsamkeit bezahlt ist ein Gemeinplatz. Das Demoskopische Problem ist eine Folge der Geburtenplanung und nicht des Werteverfalls, dieses Problem gibt es beispielsweise auch in China. Auch einsame Frauen sind keine Seltenheit, ebenso wenig wie Maenner. Viele Berufe erfordern Einsamkeit. Freiheit hat ihren Preis. Man kann aber Menschen nicht zwingen Kinder in die Welt zu setzen. Auch ist Familie nicht das vollkommene Glueck, sondern ein Lebensentwurf unter anderen. Was sie Frau Hermann beschreiben, ist eine Rama-Familie. Es handelt sich hier nicht um eine glueckliche Zukunftsvision sondern um eine verkitschte Werbeidylle. Noch ein Wort zur Meinungsfreiheit: Wir leben in einer wehrhaften Demokratie. Wenn jemand historisch argumentiert, dann sollte er seine Argumente auch belegen koennen. Meinungsfreiheit heisst eben nicht, dass jeder alles sagen darf. Ihre Motive, Frau Hermann sind unklar und sie werden es auch bleiben. Das Beste waere, diese Debatte bald wieder zu beenden. Der groesste Fehler waere es, ihre Thesen und Argumente ernst zu nehmen. Ihr missgluieckter Versuch eine Art publizistisches Gegengewicht zu der Familienpolitik von Frau van der Leyen zu sein, darf getrost als gescheitert betrachtet werden. Frau Hermann, ich kann es ihnen nicht ersparen, sie sind eine naive Traeumerin. Die Vereinahmung durch die NPD haetten sie absehen koennen, wenn sie denn etwas von Politik, Geschichte und den Gesetzen der Medien verstuenden. Sie haben auch den Konservativen mit ihrer Arbeit ein Baerendienst erwiesen. Mit freundlichen Grueszen, Harm von Lintig, Mediengestalter |
|
| Peter Vietoris (Kempen) | 17.10.2007 |
|
Auch Sie Frau Hermann outen sich zu den Menschen gehörig, die gerne dem kollektiven Jammern verfallen "Früher war alles besser". Mitnichten war es so! Hinter den von Ihnen glorifizierten goldenen Zeiten des Spießbürgertums der 50er, 60er und 70er Jahre brodelte die harte Wirklichkeit, und es ist nur den gesellschaftlichen Konventionen zu schulden, daß es früher zu weniger Scheidungen kam, weil damit eine gesellschaftliche Ächtung verbunden war, die wir heute überwunden haben. In Frankreich gibt es ebenfalls ein hervorragendes Krippensystem wie in der ehemaligen DDR, allerdings weniger Gewalt, warum Frau Herman???. Ihrer Logik folgend müsste es in der Grand Nation jeden Tag Gewaltexzesse geben. Und im übrigen sind diejenigen aus dem "bemutterten" Umfeld dieser Zeit heute diejenigen Manager und Politiker, die im Begriff sind unseren Staat an die Wand zu fahren, Glückwunsch! Das gefährliche an Ihren Aussagen ist die Simplizität mit der Sie hier versuchen, komplexe gesellschaftliche Veränderungen zu erklären. Das hat das Niveau eines Frauen-Groschen-Romans, einfach lächerlich! Wenn ich Ihre Texte lese, fällt mir immer ein Zitat des Kabarettisten Dieter Nuhr ein: "In Deutschland darf jeder sagen was er will,... aber er muß es nicht,... wäre schön wenn sich das mal rumspricht" Vielleicht mal bis zu Ihnen!? |
|
| Anne (24 J.) (Leipzig) | 14.10.2007 |
|
1. glaube ich dass Frauen wenn sie wollen, zuhause bleiben dürfen sollten (durch staatliche Hilfe) 2. glaube ich dass Frauen die arbeiten gehen wollen, zur Arbeit gehen dürfen sollten (durch staatliche Hilfe und die "Arbeitsteilung" durch ihre Männer) 3. glaube ich dass Männer ihre Frauen LIEBEN und nicht MISSACHTEN weil sie ihnen bei der Ernährung der Familie helfen 4. glaube ich nicht dass das ALTE Rollenverhältnis schöpfungsgewollt ist, denn Gott würde nicht zulassen dass es viele Frauen unglücklich macht und dass den patriarchischen Organisationen wie der Kirche in die Hände gespielt wird 5. machen Sie sich selbst durch die Beleidigung aller arbeitenden Frauen als EITEL und SELBSTGEFÄLLIG zu einer unangenehmen pauschalisierenden Persönlichkeit und nicht ernstzunehmenden Wissenschaftlerin |
|
| Felix Hau (Rinteln/Weser) | 14.10.2007 |
|
Kerner hat sich mehrfach bemüht ihr eine Brücke zu bauen, ihre probelmatischen Äußerungen in seiner Show zu relativieren und sie hat die Chancen nicht genutzt. Natürlich nicht - denn was ihr vorgeworfen wird, hat sie nicht gesagt, nicht gemeint und nicht getan. Es ist geradezu grotesk mitanzusehen, wie hier etwas zum irrwitzigen Selbstläufer wird, nur weil alle Welt auf der völligen Fehlinterpretation von Hermans Pressekonferenz-Zitat hängenbleibt. Ich teile Hermans Thesen inhaltlich nur sehr bedingt. Aber was hier veranstaltet wird, geht zu weit. Deshalb habe ich einen Offenen Brief an Johannes B. Kerner geschrieben, in dem ich versuche, die absurden Missverständnisse beispielhaft auszuräumen. Ich hoffe, er findet irgendwo Beachtung: http://www.berzengeschnetz.de/blog/?p=87 |
|
| karina breu (abtsdorf) | 14.10.2007 |
|
liebe frau hermann, sie sprechen mir wiklich aus der seele. ich habe mich schon in der ddr , nach der geburt meines ersten kindes 1983, intensiv mit diesem thema befasst, und bin deshalb entsetzlich schikaniert worden. ich wollte eben nicht mein baby um 5.00 uhr morgens aus dem bett reißen um es in der kita um 6.00 uhr abgeben zu müssen. als folge drohte mir die ddr-regierung damals an, sie würde mir das sorgerecht entziehen, da ich alleinerziehend bin und kein einkommen nachweisen könne. meine geschichte ist wirklich der beweis für eine beispiellose tyranei durch die gesellschaft, egal ob kommunismus oder kapitalismus. nach der geburt unserer tochter 1986, inzwischen war ich auch verheiratet , machte schließlich die sed druck auf meinen mann, weil ich wieder nicht so arbeiten wollte wie der staat es von mir verlangte .die folge war dass mein aus der partei rausflog. nun legten seine und meine kollegen hand an, weil sie der meinung waren, ich wäre ihnen gegenüber egoistisch, unsere kinder , inzwischen 7 und 4 jahre alt, wären groß genug um alleine bleiben zu können. es kam wie es kommen mußte, mein mann sah in mir auch nur die ewig an der gesellschaft herumnörgelnde frau, schlußendlich wurde ihm dann noch über viel monate offeriert, ich würde mich für einen anderen mann interessieren, die folgen waren fatal für mich, die trennung folgte auf dem fuß nach 20 jahre zusammenleben. meine kolleginnen habe ich als grundsätzliche egoisten erlebt, die sehr gern die verantwortung für die erziehung ihrer kinder in die hände anderer gelegt haben, und schließlich fehlverhalten ihrer kinder den erziehern und lehrern und der oma in die schuhe geschpben haben, sie würden ihr kind schließlich nur wenige stunden in der woche sehen, und können nichts ür fehlentwicklungen ihrer kinder. heute habe ich zum glück zwei ausgesprochen liebe junge erwachsene kinder, mit dem mut ihrleben zu meistern. karina breu |
|
| Francine Rookie (Berlin) | 12.10.2007 |
|
Nun, E.H.s Thesen in ihrem Buch sind zum Teil angebracht. Die Traditionelle Rolle der Frau ist weder verwerflich noch ablehnenswert. Einzig ihre Äußerungen in Verbindung mit den Werten der Familie während des dritten Reiches sind fatal. Und es ist unverständlich, wie solch eine Frau die als Nachrichtensprecherin tätig war (diese Damen und Herren schreiben ihre Texte meistens selbst) nicht in der Lage ist sich adäquat auszudrücken. Dies läßt nur zwei Schlüsse zu- sie verfasst ihre Texte nicht selbst, oder sie hat es genauso gemeint, wie sie es gesagt hat und letzteres wäre schlimm. Außerdem frage ich mich, ob sie jemals ihre vorgetragenen Nachrichten verinnerlicht hat (verstärkte rechtsradikale Ausschreitungen in unserer Republik)?! Da sollte sie mit Bemerkungen in diese Richtung doch vorsichtig sein. Ihr ist voll und ganz bewußt welche Rolle sie als Mensch spielt, der so in der Öffentlichkeit wie sie steht! Kerner hat sich mehrfach bemüht ihr eine Brücke zu bauen, ihre probelmatischen Äußerungen in seiner Show zu relativieren und sie hat die Chancen nicht genutzt. Ich hatte den Eindruck, dass ihr bei Kerner während der Sendung nach und nach bewußt wurde, dass sich die Schlinge um ihren Hals immer fester zog. Aber statt- Kerner legte ihr zum Schluß nocheinmal einen Steg über den Bach- die Chance zu nutzen, wurde sie immer sturer und verstockter. Wir wurden Zeugen eines öffentlich, beruflichen Selbstmordes. Einzige Kritik: Kerner hätte bereits nach 20 Minuten Frau Herman herauskomplementieren sollen- so hat er dafür gesorgt, dass der Braune Mop immer mehr Wasser auf die Mühle bekam. Zum Thema Werte der Familien im dritten Reich. Die Frau, verpflichtet sich an den drei K`s zu halten, deklarierte zu einer Gebärmaschine für Kanonenfutter. Unerträgliches Leid hat sich zugetragen, als den Müttern in den letzten Kriegsmonaten die 14- 17 jährigen Jungen aus den Wohnungen geholt wurden, um sie an die Front zu schicken. TOLLE FAMILIENPOLITIK, TOLLE WERTEVORSTELLUNG! Es wurde unterschieden zwischen wertem und unwertem Leben- als Eltern eine Autisten sehen wir E.H. Äusserungen sehr kritisch. Ich bin selbst freie Jounalistin und Autorin. Nebe dem Verfassen von Texten besteht ist der Job hauptsächlich recherchieren. Ich weiß nicht wo, wie und was die Frau da recherchiert hat. |
|
| Victor Habermann (Panketal) | 12.10.2007 |
|
Frau Knoch, "Man muß sich in der Geschichte auskennen um wirklich zu verurteilen!!!!!!!!!" Eben. Das hat mit Meinungsfreiheit eher wenig zu tun. "Ein Staat, der im Zeitalter der Rassenvergiftung sich der Pflege seiner besten rassischen Elemente widmet, muß eines Tages zum Herrn der Erde werden." (Adolf Hitler; Mein Kampf) Was Sie "gute und schlechte Seiten" nennen, diente EINEM Ziel: Der Züchtung eines Herrenvolkes. Die einen bekamen das Mutterkreuz, die anderen wurden in die Gaskammer geschickt. Wertschätzung der Mütter? Oh nein, geschätzt wurde die Bereitschaft, Eroberer und Beherrscher zu gebären. Also: Lernen wir aus der Geschichte, dann vermeiden wir, falschen Ideen zu folgen. Gute Ideen finden wir mühelos, ohne die NS-Zeit zu zitieren. |
|
| Hans Kaiser (Freiburg) | 12.10.2007 |
|
Überall nur mainstream Nachrichten mit vorgekauten Standpunkten der gleichgeschalteten Presse. Ätzend. Ganz besonders, wenn man diese öffentliche Schlachtung einer mutigen Frau, die eine persönliche Meinung darzustellen versucht, mitansehen muss. Schrecklich. Ich weiss nicht, was schlimmer ist: brauner Sumpf, oder grün-roter?! Kaum noch zu unterscheiden. Mit Eva Herman verbinden mich zwei Dinge: wie sie lehne ich Nazis ab, und wie sie fahre ich noch auf der Autobahn. |
|
| Christian Schiwy (Berlin) | 12.10.2007 |
|
Sehr geehrte Eva Herman, ich habe mir gerade die gestrige Sendung mit Ihnen angesehen. Ihr Ansatz Ihre Aussagen zu differenzieren als sich pauschal zu distanzieren war genauso mutig wie hilflos. Anderseits war die Aussicht auf eine rein sachliche Diskussion von vornherein zum Scheitern verurteilt: das Tribunal wurde sorgfältig vorbereitet, Ihre Argumentationskraft war zu gering bzw. teilweise ungeschickt. Trotzdem bedanke ich mich für Ihren Mut dieses Thema zur richtigen Zeit auf einer großen Bühne anzusprechen. Ich bin mir sicher, Sie sprechen vielen Frauen aus der Seele. Weiter so! |
|
| Liane Knoch (Neuss) | 11.10.2007 |
|
Schade das es mit Deutschland so bergab geht. Meinungsfreiheit ist hier nicht mehr gewünscht, im Glauben wird gut und böse aktzeptiert, warum darf man in der Politik eines Landes nicht die guten und die schlechten Seiten betrachten, auch wenns die Nazizeit ist! Jedes Land hat dreck am Stecken. Warum dürfen ausgerechnet wir als Deutsche nicht auch zwischen guten und schlechten Ereignissen entscheiden. Nach mitlerweile 62 Jahren dürfen wir doch auch die Guten Seiten einer Nazizeit reden ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen. Wie heißt es so schön in der Bibel " Wer ohne Schuld ist der werfe den ersten Stein" Man muß sich in der Geschichte auskennen um wirklich zu verurteilen!!!!!!!!! |
|
| Renate Lorenz (56828 Alflen) | 11.10.2007 |
|
ich bin 63 Jahre alt und kann einfach nicht verstehen, warum sich Frauen in ihrer Mutterrolle so dikrimieniert fühlen. Von daher spricht mir Eva Hermann aus der Seele. Ich war und bin heute noch eine Vollblutmutter und Oma. Die Familie wird in ihrer sozialen Wichtigkeit heute verkannt. Selbstverwirklichung auf Kosten meiner Kinder, die dann ja von fremden Menschen erzogen würden, niemals. |
|
| Vera (Stahnsdorf) | 11.10.2007 |
|
Sehr geehrte Frau Herrmann, wir disskutieren schon seit längerem Ihre Thesen innerhalb der Familie und ich muss sagen, dass ich als Mutter und Hausfrau froh bin, dass jemand diese Problematik anspricht. Mein Mann ist selbständig und arbeitet im Schnitt 12 Std. am Tag. Als wir unsere erstes Kind erwarteten, haben wir uns zusammen dazu entschieden, dass ich nicht länger berufstätig bin und mich um Haushalt und Kinder kümmern werde. Wir haben diesen Schritt nie bereut. Wir können heute auf ein sehr entspanntes Familienleben schauen, haben zwei wunderbare Kinder, die uns zu Hause, wie auch in der Schule viel Freude bereiten. Mein Mann hat einmal formuliert: "Es wäre wesentlich schlimmer wenn Du ausfällst, als wenn ich ausfallen würde. Du bildest das Rückrat dieser Familie." Da ich keiner Doppelbelastung ausgesetzt bin, bin ich entspannt in der Lage am Nachmittag mit meinen Kindern Hausaufgaben zu erledigen oder für Klassenarbeiten zu üben, ich weiss mit wem meine Kinder Umgang haben und wann sie genug Computer gespielt haben. Ich kann am Abend antspannt die Kinder ins Bett bringen und mich dann auch noch den oft komplizierten Ausführungen meines Mann zuhören, der froh ist, seinen Tagesablauf mit jemandem reflektieren zu können. Ich fühle mich deshalb in keinster Weise als " Dummchen". Ich lese Zeitung, höre Radio und bin so bestimmt mehr als informiert was Politik, Wirtschaft und aktuelles Tagesgeschehn betrifft. Meine Kinder finden es z. B. sehr schön, dass ich nicht arbeite. Sie bekommen in der Schule mit, wie es ist beruftstätige Mütter zu haben und sie finden es nicht schön. Aber das sollte doch jeder für sich frei entscheiden können! Ich bin der Meinung das einem Elternteil die Möglichkeit gegeben werden sollte zu Hause zu bleiben - egal ob Mann oder Frau. Es stört mich massiv, dass ich als "Nur-Hausfrau" das Gefühl haben muss, minderwertig zu sein. Wieso wird diese Rolle so wenig beachtet. Jede Frau (Mann), der ihre (seine) Rolle als Mutter (Vater) ernst nimmt ,weiss, dass sie viel Kraft und Zeit in Anspruch nimmt. Wieso können breufstätige Frauen und Hausfrauen sich nicht auf Augenhöhe anschauen und ihrer beiden Leistungen akzeptieren. Sicherlich haben beide Seiten Vor- und Nachteile, aber die muss doch jede Familie für sich selber abwägen und erkennen, frei nach dem Motto " Leben und leben lassen!" Die Politik sollte auf beide Entscheidungen eingehen und unterstützend einwirken. Schön wäre einwenig Toleranz und Verständinis auf beiden Seiten. |
|
| Anna P. (Köln) | 11.10.2007 |
|
In welchem Land leben wir denn eigentlich? Ich bin erschrocken über die meisten Reaktionen auf die Äußerungen von Frau Hermann. Ich finde wahrlich nicht alles richtig und gut, was ihrerseits zu hören war und glaube, durch ihre etwas unglückliche Ausdrucksweise wird sie permanent falsch verstanden und provoziert diejenigen, die nur darauf warten, dass sie wieder in diese Falle tappt. Es ist erschreckend zu sehen, dass wir anscheinend nicht mehr unsere freie Meinung vertreten können. Das ist weder Emanzipation noch Fortschritt. Da taucht sofort wieder die deutsche Angst auf, die seit der schrecklichen NS-Zeit vorherrscht. Ich denke, Frau Hermann wird da in eine Ecke gedrängt, in die sie nun wirklich nicht hinein gehört. Das haben wir wir ja nun in dieser unmöglichen Talkrunde bei Herrn Kerner, Entschuldigung, bei Herrn B. Kerner, gesehen, wie da regelrecht, -wie die Hyänen- wenn ich das mal so ausdrücken darf, darauf gewartet, sprich hingearbeitet wurde, dass Frau Hermann wieder in dieses Fettnäpfchen trat. Was sie dann auch prompt tat. Was hier in der letzten Zeit mit Frau Hermann passiert, finde ich sehr traurig und zeugt leider davon, dass wir in diesem Land wohl nicht mehr unsere Meinung vertreten können, ohne sofort permanent vorverurteilt und abgestempelt zu werden. Da sollten wir schnellstens dran arbeiten. In diesem Sinne mit freundlichen Grüßen |
|
| Jutta (Pulheim) | 11.10.2007 |
|
Ich bin mit allem einverstanden, nur nicht damit, dass der Feminismus die Ursache des Problems ist. Ich kann mich wahrhaftig nicht daran erinnern, dass in der vor-feministischen Zeit, also in den 50er, 60er Jahren die Mütter und Hausfrauen in irgendeiner Weise anerkannt waren. Im Gegenteil - sie wurden mindestens so missachtet wie heute, nein, sie wurde VERachtet. Es gab doch einen guten Grund, wieso damals niemand diese Rolle übernehmen wollte. Und das Schlimme war: Es gab keine andere Rolle, die man mit Fug und Recht übernehmen durfte. Das ist heute sehr viel anders, und darauf will ich sicher nicht verzichten. Den Mann, an dessen starke Schultern sich lehnen durfte - natürlich gab es diese Sehnsucht danach, aber wie oft hat der die Frau nicht einfach fallen lassen! Hat er denn immer die Sehnsüchte der Frauen erfüllt? Sicher nicht, denn sonst hätte es nicht solche Sprüche gegeben wie: Männer verpisst euch, keiner vermisst euch, oder Eine Frau ohne Mann ist wie ein Fisch ohne Fahrrad. Ich bin sicher, dass die jungen Männer von heute sehr viel häufiger in der Lage sind, die Träume ihrer Freundin zu erfüllen - natürlich auch, weil die Träume dank offenerem Kontakt wesentlich realistischer sind. Was heute passiert ist folgendes, dass nämlich der Gesellschaft (hoffentlich) langsam klar wird, dass eine Hausfrau eine extrem wichtige Leistung erbringen kann, und dass es die nicht für lau gibt. Ich bin keineswegs der Meinung, dass man zu diesem unseligen Zustand wieder zurückkehren soll, in dem Frauen finanziell vom Mann abhängig sind und ihm den Dreck wegräumen, und dafür noch ver- und missachtet werden. Meine Meinung ist, dass man sich überlegen soll, wie man es hinkriegen kann, dass dieser Job für Frauen attraktiv werden kann. |
|
| Karla K. (Hamburg) | 10.10.2007 |
|
Liebe Eva Herman, warum sagen Sie nicht, dass es den Vergleich mit egal was aus der NS Zeit nicht bedarf, um über das zu sprechen was Ihnen am Herzen liegt? In der Kerner Sendung sah es so aus, als könnten Sie aus irgendeinem Grund nicht verstehen, dass die NS Zeit nicht für einen wie auch immer motivierten Vergleich herangezogen werden kann. Zwar sagen Sie deutlich und überzeugend, dass Sie nicht rechts orientiert sind, aber gerade durch Vergleiche stellen Sie sich selber dieser Anklagesituation. Ihre Thesen ohne diese unglücklichen historischen Querverweisversuche bieten genügend Anlass zu Diskussion. Es bedarf keiner evolutionstheoretischen und historischen Neuinterpretation der Rolle der Frau, um zu sagen, dass hier in Deutschland das Leben für die Frauen auch aufgrund der Emanzipation strukturell sehr schwieirig ist und viele ausgelaugt und hoffnungslos nach sich selbst suchen. Warum so pseudowissenschaftlich, wenn es darum geht eine Beobachtung und Meinung zu äußern? |
|
| Martina (Wales) | 10.10.2007 |
|
Liebe Frau Herman, ich habe ihr Buch "Das Eva Prinzip" erst vor kurze gelesen. Ich wollte herausfinden was hinter all dieser Aufregung steckt. Ich stimme nicht in allem was darin steht ueberein. Aber vieles wird darin angesprochen, was ich als nicht berufstaetige Mutter und Hausfrau schon ueber viele Jahre erlebt habe. Unter anderem das es von Seiten der Politik, Feministinen und den Medien verdammt wird diesen Schritt bewusst zu waehlen. Ich verdamme doch auch nicht wenn sich Frauen fuer Beruf usw. entscheiden. Ich bedanke mich bei Ihnen das Sie das Thema in die Oeffentlichkeit gebracht haben. Es kommt mir jetzt so vor als wenn eine Hexenjagd auf sie begonnen hat. Ich bedaure dies sehr. Ich vermisse das es nicht moeglich zu sein scheint eine sachliche Debatte zu fuehren, die die Chance gibt auch andere Wege zu diskutieren die Frauen gewaehlt haben die nicht dem allgemeinen Feminismus blind folgen wollen. Ich sehe es als mutig an was sie machen und ich hoffe das noch mehr Frauen die im Rampenlicht stehen diese Debatte sachlich fuehren wollen. Doch wenn man den Berufsweg der Mutter und Hausfrau waehlt steht man nicht im Rampenlicht und hat auch keine Lobby mehr. |
|
| Susann () | 10.10.2007 |
|
Sehr geehrte Frau Herman, ich bin erst heute durch den Rundfunk auf die ganze Sache aufmerksam geworden und hab mich dann mal schlau gemacht, was vorgefallen ist. Ich muss sagen, dass ich ihre Ansichten teile. Für mich habe ich die Entscheidung schon lang getroffen, dass meine Kinder mal das Wichtigste sein werden. Ich bin jetzt 21 und habe vor kurzem das Abitur nachgeholt, werde aber nicht studieren. Ich möchte gerne 2-3 Kinder und dann auch für sie da sein und sehen, wie sie aufwachsen. Ich habe nicht vor meine Kinder zur Oma oder Tante abzuschieben um Karriere zu machen. Mein Freund sieht das genauso. Das wichtigste für uns ist es unseren Kindern mal eine gute Umgebung zu bieten und gute Eltern zu sein, auch wenn das unter Umständen heisst nicht doviel Geld zu haben und auf einen gewissen Luxus verzichten zu müssen. Es ist bedauerlich zu sehen, wie ihre Aussagen verfälscht werden und was sich daraus ergibt. Lassen sie sich nicht unterkriegen. Weiter so. |
|
| Anzeige |
![]() |



